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1 HIV: eine Schwulen Krankheit? HIV is a gay disease! Wiederaufflammen der HIV-Epidemie bei schwulen Männern in der Schweiz Aids Forum Schweiz 2006 Bern 30. November

2 Epidemiologische Situation in der Schweiz Epidemiologische Situation in Europa Hypothesen: Gründe, die Schwule und andere MSM zu Risikoverhalten verleiten. Das HIV-Präventionssystem bei den MSM Bereits getroffene Massnahmen Zu treffende Massnahmen Diskussion 2

3 Positive HIV-Tests in der Schweiz. Labormeldungen nach Geschlecht und Jahr 2500 Geschlecht unbekannt 100% Anzahl der positiven Tests Frauen Männer Erwartet für % 60% 40% Anteil Frauen % % Testjahr Angaben bis September

4 Schätzung der Anzahl von HIV-Neuinfektionen nach Geschlecht und Ansteckungswegen Männer MSM Frauen Hetero Anzahl Hetero Anzahl IDU 50 IDU 0 Andere Andere Testjahr Testjahr 4

5 Positive HIV-Tests in der Schweiz nach Region und Nationalität MSM Heterosexuelle Männer Heterosexuelle Frauen Anzahl Subsahara CH Andere Europa CH Subsahara Europa Andere Subsahara CH Testjahr 0 Andere Testjahr 0 Europa Testjahr Vorschau für das Jahr 2006 basierend auf der Diagnostik neuer HIV-Infektionen für die ersten neun Monate des Jahres. 5

6 Epidemiologisches Bulletin, Robert Koch Institut, No 47, November

7 HIV: eine Schwulen Krankheit? HIV is a gay disease! 7

8 Physiologische und epidemiologische Gründe: Ungeschützter Analverkehr ist mit hohem Risiko verbunden Die HIV-Prävalenz ist bei Schwulen und anderen MSM erhöht (ein Schwuler von sechs in der Szene ist seropositiv). Das hohe Prävalenz Niveau wird sich nicht verringern. Neue Infektionen sind voraussehbar und vorprogrammiert. 8

9 Psychosoziale Gründe: Hypothesen Kondom-Müdigkeit sowie nachlassendes Interesse an den Präventions- Botschaften? Wunsch nach kondomfreiem Sex? Verkennung der Lage und falsche Meinungen? Internet? Ja zum Risiko? Keine Angst mehr vor HIV angesichts der verbesserten Multitherapien? Falscher Umgang mit dem Risiko? (serosorting, Paar, fuckbuddies, PrEP, Drogen) Schlechter globaler Gesundheitszustand? (Minoritäre Gesundheit)??? 9

10 Das HIV-Präventionssystem für Schwule und andere MSM in der Schweiz: Bundesamt für Gesundheit (BAG) Aidshilfe Schweiz (AHS) und ihre lokalen Antennen VEGAS Checkpoint GE und ZH 10

11 Bundesamt für Gesundheit (BAG) Leadership für die Umsetzung des nationalen HIV/Aids-Programms Überwacht die Epidemie Arbeitsgruppe MSM (Koordination und Zusammenarbeit der Hauptakteure der HIV-Prävention in der Schweiz) Finanzierung von AHS und VEGAS Kampagnen STOP AIDS LOVE LIFE Material MSM: STOP AIDS LOVE LIFE 11

12 12

13 13

14 Die Aidshilfe Schweiz und ihre lokalen Antennen Gründung kantonale Antennen 31 weitere Organisationen aktiv oder engagiert auf dem Gebiet HIV/Aids. Ziele: neue Infektionen mit dem HI-Virus zu verhindern die Lebensqualität von betroffenen Menschen und ihnen Nahestehenden zu verbessern und die Solidarität der Gesellschaft mit HIV-positiven Menschen, ihren Familien und Freunden zu stärken 14

15 MSM Prävention durch die AHS: Präventionsarbeit in mehreren Kantonen und Regionen Unterstützung des checkpoint ZH Out Reach Worker (ORW) Arc lémanique und ZH Internet Kampagnen und Informationsmaterial Präventionsmaterial 15

16 Bern MSM MSW Département fédéral de l'intérieur DFI Basel Zürich Thurgau/Schaffhausen St. Gallen/ Appenzell LU/ZG/SZ Arc lémanique Wallis Tessin Graubünden 16

17 17

18 18

19 19

20 Kampagne

21 Weitere Informations Broschüren 21

22 Präventionsmaterial: 22

23 Verein Gaybetriebe Schweiz Gegründet 2003 Über 40 Mitglieder Präventionscharta (minimal Standard) Vertretung der Kommerze in Fachgruppen 23

24 Checkpoint GE und ZH: Schwulenfreundliches Umfeld Freiwillige Beratung und Testung (VCT) Schnelltest Kombinierter Test STI Tests und Hepatitis A und B Impfungen Direkte Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital 24

25 25

26 26

27 27

28 28

29 Bereits getroffene Massnahmen: Arbeitsgruppe MSM bestehend aus den Hauptakteuren für die HIV- Prävention bei Schwulen und anderen MSM (seit Februar 2006). Artikel im Bulletin 44/06 des BAG Neue Kampagne Open Space «Schwulen Gesundheit» Open Space «Leben mit HIV heute kein Problem!?» Pink Cross Versammlung der Schwulen Vereine Lokale Aktionen 29

30 Campagne

31 31

32 32

33 Zu treffende Massnahmen: Verstärkung der Funktionen und Rollen der Akteure in der HIV-Prävention bei Schwulen und anderen MSM Verstärkung der ORW Präsenz in grösseren Städten? Promotion der freiwilligen Beratung und Testung (VCT) Checkpoint mobil GE für die französische Schweiz Checkpoint mobil ZH für die deutsche Schweiz Kleine Boschüre über das Risiko Management (Dialogai-checkpoint und AHS) Einführung von Pink Cross als Akteur der HIV-Prävention und der Schwulen Gesundheit in der Schweiz mittels der Schwulen Vereine? Einrichtung eines Fonds zur punktuellen Projektfinanzierung der Schwulen Vereine. Offener Brief des BAG an die Schwulen und andere MSM Verstärkung des Minimalstandards für die Prävention? 33

34 Diskussion: Département fédéral de l'intérieur DFI Wie steht es heute um das Verhältnis der Schwulen und anderen MSM zu HIV? Wie steht es um die Wahrnehmung der Präventions Botschaften bei Schwulen und anderen MSM? Kann man von einer Schwulen Krankheit sprechen? Wie kann die fortlaufende Erhöhung der Infektionen durch HIV bei Schwulen und anderen MSM gebremst werden? Wie können die Schwulen Organisationen motiviert werden die HIV- Prävention ins Zentrum ihrer Aktivitäten zu stellen? Welche Art von Zusammenarbeit ist zwischen allen Akteuren der HIV- Prävention möglich? HIV-Prävention oder Schwulen Gesundheit allgemein? 34

35 Danke 35

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