Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) als Datenbasis für die Berechnung der Stundenansätze im Rahmen des Haushaltschadens

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1 Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) als Datenbasis für die Berechnung der Stundenansätze im Rahmen des Haushaltschadens BUNDESAMT FÜR STATISTIK (BFS) David Koch Sektion Löhne und Arbeitsbedingungen Workshop des BFS vom 23. Juni 2006 Statistische Datengrundlagen zur Bemessung des Haushaltschadens

2 Inhalt der Präsentation Kurzportrait der LSE Die Äquivalenzgruppen Äquivalenzlöhne pro Stunde Berechnung der stündlichen Brutto-/Nettolöhne Berechnung der Arbeitskosten pro gearbeitete Stunde 2

3 Kurzportrait der LSE (Aspekte Input I/II) Alle 2 Jahre, seit 1994 Schriftliche Direktbefragung der Unternehmen Zweifach geschichtete Stichprobe: Unternehmen/Arbeitnehmende Repräsentativ für: Wirtschaftszweig, Unternehmensgrösse und seit 2002 für die Grossregionen Privater und öffentlicher Sektor Nettoantwortquote im Jahr 2004: 87% Erhebung von Individuallöhnen Lohnkomponenten: Bruttolohn im Monat Oktober, Erschwerniszulagen, Verdienst aus Überstunden, 13. Monatslohn, Sonderzahlungen 3

4 Kurzportrait der LSE (Aspekte Input II/II) Unternehmensbezogene Variablen: Wirtschaftszweig, Unternehmensgrösse, Region, Rechtsform, betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit Personenbezogene Variablen: Geschlecht, Alter, Dienstjahre, Zivilstand, Aufenthaltskategorie, Ausbildung Arbeitsplatzbezogene Variablen: Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes, Tätigkeit, Berufliche Stellung, individuell vereinbarte Arbeitszeit 4

5 Kurzportrait der LSE (Aspekte Output) Standardisierung der Löhne für 4 1/3 Wochen à 40 Stunden -> Monatlicher Bruttolohn, standardisiert Monatliche Nettolöhne, normalerweise nicht standardisiert Referenzwert: Median, oft ergänzt durch den Quartilbereich Ausgedehnte Analysemöglichkeiten: Für das Erhebungsjahr 2004 können Lohndaten von 1,4 Mio. Arbeitnehmenden aus privaten und öffentlichen Unternehmen ausgewertet werden Diffusion der Ergebnisse: Pressekonferenz, Pressemitteilung, BFS aktuell, Standardpublikationen, Leporello, Internet, Spezialauswertungen 5

6 Die Äquivalenzgruppen Suche nach einem Substitut für die unbezahlte Arbeit im Bereich der Löhne Bildung spezifischer Aggregate aus Variablen der LSE (meistens eine Kreuzung von bestimmten Wirtschaftszweigen mit bestimmten Tätigkeiten) Gleiche Zusammensetzung wie für das Satellitenkonto Haushaltsproduktion im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Auswertung der Lohndaten der LSE entsprechend dieser spezifischen Gruppierung von Variablen Vorteil der LSE: Grosse Datenmenge. Die kleinste ausgewertete Zelle umfasst 916 Löhne aus 164 Unternehmen 6

7 Äquivalenzlöhne pro Stunde (in CHF) I/II netto brutto Arbeitskosten Spezialistenlohnansatz (Median) (Median) (Mittelwert) Mahlzeiten zubereiten Abwaschen, Geschirr räumen, Tisch decken Einkaufen Putzen, aufräumen, betten usw Waschen, bügeln Reparieren, renovieren, schneidern, stricken Haustierversorgung, Pflanzenpflege, Gartenarbeiten Administrative Arbeiten Kinder Essen geben, waschen, ins Bett bringen Mit Kindern spielen, Hausaufgaben machen, begleiten Betreuung pflegebedürftiger Haushaltsmitglieder

8 Äquivalenzlöhne pro Stunde (in CHF) II/II netto brutto Arbeitskosten Generalistenlohnansatz (Median) (Median) (Mittelwert) Durchschnittslohn aller Beschäftigten Gastgewerbliche und hauswirtschaftliche Tätigkeiten

9 Berechnung der stündlichen Brutto-/Nettolöhne Ermittlung der standardisierten monatlichen Brutto-/Nettolöhne, entsprechend bezahlten Stunden (4 1/3 Wochen zu 40 Stunden) Teilung dieser Ergebnisse durch > ergibt die stündlichen Brutto-/Nettolöhne In diesen Ansätzen ist keine Ferienentschädigung enthalten (die Teilung der standardisierten Monatslöhne erfolgt durch die bezahlten Stunden, nicht durch die effektiv gearbeiteten) Wahl des Schätzers: Median; gleiche Wahl wie für die Publikationen der LSE; ist im Gegensatz zum Mittelwert durch Extremwerte nicht beeinflusst; -> Optik der Arbeitnehmenden, welche sich so besser orientieren können 9

10 Berechnung der Arbeitskosten pro gearbeitete Stunde Arbeitskosten = alle Kosten im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Arbeitnehmenden (ohne Infrastrukturkosten) Schätzungen des BFS aufgrund der LSE und anderer Statistiken, aufbauend auf die Vorgaben von Eurostat Rechnung: Kostentotal geteilt durch die gearbeiteten Stunden; Kostentotal = standardisierter monatl. Bruttolohn plus die weiteren Kosten (im wesentlichen die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers); gearbeitete Stunden = bezahlte Stunden minus Absenzen für Ferien, Feiertage, Krankheit und andere Gründe Wahl des Schätzers: Mittelwert; -> Optik des Arbeitgebers, der sich für die Summe der Kosten interessiert 10

11 Auskünfte betreffend Löhne Allgemein: Tel (Auskunftsdienst der Sektion Löhne und Arbeitsbedingungen) mailto: Für die Ansätze der Äquivalenzgruppen: Tel (David Koch) mailto: 11

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