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1 Roadmapping gerade auch für innovative KMU PD Dr. habil. Ralf Isenmann Dr. Kerstin Cuhls Daniel Koch Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

2 Welche Fragen sollen heute beantwortet werden? Was ist eine Roadmap? Wie ist eine Roadmap aufgebaut, und welchen Zweck erfüllt sie? Wie funktioniert das Roadmapping? Was bringt eine Roadmap? Einführung zum Roadmapping Wie ist das Roadmapping für KMU anzupassen? Wie kann ein KMU das Roadmapping einführen? Roadmapping für KMU Praxis- empfehlungen Welche Erfolgsfaktoren gilt es zu beachten, und welche Stolpersteine sollten vermieden werden? Seite 2

3 Agenda: Roadmapping - gerade auch für innovative KMU 1 Einführung zum Roadmapping Inhalt Aufbau und Zweck Aufgaben Nutzen Quelle: Volksbanken und Raiffeisenbanken (2008) 2 Roadmapping für KMU Besonderheiten Leitfaden 3 Praxisempfehlungen 4 Resümee Seite 3

4 Agenda: Roadmapping - gerade auch für innovative KMU 1 Einführung zum Roadmapping Inhalt Aufbau und Zweck Vorgehen Nutzen 2 Roadmapping für KMU Quelle: Volksbanken und Raiffeisenbanken (2008) 3 Praxisempfehlungen 4 Resümee Seite 4

5 Die Zukunft ist unsicher das erlebten wohl erstmalig Adam und Eva. Gleichwohl gibt es Methoden wie z.b. das (Technologie-)Roadmapping, mit dem sich greifbare Vorhersagen dokumentieren lassen. Unternehmen und andere Institutionen können sich dadurch besser auf mögliche Zukünfte einstellen sowie deren Gestaltung beeinflussen. Quelle: Albert Dürer (1504) Seite 5

6 Bei (Technologie-)Roadmaps steht die Idee der Straßenkarte Pate. Ein Unternehmen lässt sich in gewisser Weise als Fahrzeug betrachten, das sich auf einer Reise befindet durch teils bekanntes, teils unbekanntes Gelände. Dessen Leitung (d.h. der Fahrer) ist bei der Navigation zu unterstützten. Quelle: RB-Deskkart Seite 6

7 Eine Technologie-Roadmap veranschaulicht die Entwicklung von Technologien und ihre Verknüpfungen entlang der Zeit. NEAR (0-3 YEARS) MID (3-10 YEARS) LONG (>10 YEARS) IN-HOUSE COMPANY R&D Develop continuous micro scalping Develop a melting & casting plant for the future Research to develop cavity-free sows Develop improved filtration mechanisms Develop new secondary alloys INDUSTRY COLLABO ORATIVE Lowcost inclusion meter Optimize vacuum or inert gas to prevent oxidation Develop an NMP outlet Continuous high productivity thin strip casting process Develop a process for better separation of metal from dross and salt cake Develop industry guidelines on how to pervert melt loss Develop university and industry consortium to examine integrated production system Non-contact sensors that measure shell thickness and surface temperature Develop means for removing specific impurities from melt GOV`T G INDUSTRY PARTNER RSHI P From a cooperative continuous casting consortium Means to remove Mg, U from melt Fundamentals of solidfloation modeling Improve understanding of oxidation preventing mechanisms Develop a non-contact sensor and method to identify and separate scrap Modify furnaces to improve fuel efficiency and reduce NOx emissions Lowcost process for alloy / scrap purifycation and upgrade Develop high capacity furnace prototype for the future (pilot) Detector for moisture and non-metallic impurities in charge to furnace Determine/understand mechanisms causing Al-water explosions Top priority areas Quelle: The Aluminium Association (1997) Seite 7

8 Die Anzahl der öffentlich verfügbaren Roadmaps ist rasant gestiegen Year Tuning Push button Push button - Synthesizers Touch pad - Synthesizers Voice actuated 2001 UN 2007? Selectivity Ceramic resonators SAWs Digital signal processors Subcarrier function Stereo Paging Data Maps IC technology Linear 5u CMOS 3u CMOS 1u CMOS 1997 EIRMA Display LEDs Liquid crystal Fluorescence Vehicular LAN Single wire Glass fibre Digital modulation 500 khz bandwidth RECEIVER 1 RECEIVER 2 RECEIVER 3 NEXT GENERATION FUTURE GENERATION 1991 ITRS PRODUCTS Stereo Plus: Scan Seek Plus: Personal paging Plus: Stock market Road information Remote amplifiers Remote controls A NEW SERVICE Super Hi Fi Local maps 1945 Motorola Quelle: Beeton (2007) Seite 8

9 Roadmaps können in vielen verschiedenen Formen visualisiert werden. Quelle: Phaal (2007) Seite 9

10 Zwischen Markt und Wissenschaft bestehen Zusammenhänge. Marktsegment Marktsegment Marktsegment Markt Geschäftseinheit Produktfamilie Produktfamilie Produktfamilie Produkt Produkt Produkt Komponente Komponente Komponente Technologie Technologie Technologie Techn.- Techn.- Techn.- Feld Feld Feld Know-how Know-how Know-how Disziplin Disziplin Disziplin Quelle: Fraunhofer ISI (2009) Seite 10

11 Eine Roadmap markiert ein spezifisches Handlungsfeld. Jede Roadmap deckt ein spezifisches Handlungsfeld ab, welches durch entsprechende Objekte und die Zeitachse aufgespannt wird. Objekte Intuitiver Suchraum eines Handlungsfeldes heute Zeit Entwicklungsfolgebeziehungen Quelle: Specht und Behrens (2008)

12 Roadmaps lassen sich z.b. in der Produktplanung anwenden. Zeit Produkte Technologien Beispiel für Anwendungszweck (I) Quelle: Fraunhofer ISI (2009) Seite 12

13 Roadmaps vereinen unterschiedliche Perspektiven in einem einheitlichen visualisierten Bezugsrahmen, und sie bieten ein strukturiertes Vorgehen. Funktionale Perspektiven (Roadmap - Architektur) Roadmap-Bezugsrahmen (Unterstützung zur Planung für Strategie und Innovation) Wissen Information Wann? Geschäfts- & Strategiesichten Vergangenheit kurzfristig mittelfristig langfristig Vision Markt Roadmaps Warum? Geschäftsfeld Pull Produkt Service Was? Anwendung Push Technologie Forschung Wie? Ressourcen Treiber Strategie Bedürfnisse Design Funktion Leistung Lösungen Fähigkeiten Ressourcen 1. Wo stehen wir aktuell? 3. Wie gelangen wir dorthin? 2. Wohin wollen wir? Drei Schlüsselfragen: Quelle: Phaal (2007) Seite 13

14 Das Roadmapping besteht in seiner Grundform aus fünf Arbeitsgängen. Quelle: Specht und Behrens (2008) Seite 14

15 Durch die Verknüpfung von Produkt- und Technologie-Roadmap lassen sich Lücken erkennen. Quelle: Specht und Behrens (2008) Seite 15

16 Das Roadmapping ist allerdings auch mit Herausforderungen verbunden wie kombiniert man Roadmaps mit anderen Planungsinstrumenten? wie startet man Roadmapping im Unternehmen? wie hält man Roadmaps aktuell? Quelle: Fraunhofer ISI (2009) Seite 16

17 Agenda: Roadmapping - gerade auch für innovative KMU 1 Einführung zum Roadmapping 2 Roadmapping für KMU Besonderheiten Leitfaden 3 Praxisempfehlungen Quelle: Volksbanken und Raiffeisenbanken (2008) 4 Resümee Seite 17

18 Die Besonderheiten von KMU erfordern ein angepasstes Roadmapping. Spezifische Merkmale von/in KMU Anpassung für KMU Geringe Ressourcen Straffe, gut vorbereitete Durchführung (Personal, Zeit, Finanzmittel) (halbtägige Workshop-Serie) Robuste Kenntnisse zu Managementmethoden und Planungsinstrumenten Start ohne spezifische methodische Vorkenntnisse Eigentümer-Unternehmer Einbindung der Führungskräfte Weniger formalisierte Planungsprozesse Eher informelle und fallweise Informationsbeschaffung ff Schneller Einstieg und systematisches Vorgehen Nutzung öffentlich verfügbarer Quellen und Einbindung Externer Quelle: Müller et al. (2009); Laube (2009), Lanninger (2009) Seite 18

19 KMU-Leitfaden: Vorgehensmodell zur Erstellung einer Roadmap... 1 Roadmapping 5 Folgeaktivitäten vorbereiten definieren 2 Roadmapping planen 3a Ist-Situation analysieren 3b Markttrends abschätzen 4 Roadmap erstellen 3c Produktkonzepte entwickeln 3d Technologieentwicklung abschätzen Quelle: Fraunhofer ISI (2009) Seite 19

20 Zur zeitlichen Abfolge und örtlichen Verteilung des Roadmap-Coachings : Prämierung MFG Stuttgart : Erfahrungsaustausch 1 Roadmapping 5 Folgeaktivitäten vorbereiten definieren 2 Roadmapping planen 3a Ist-Situation analysieren 3b Markttrends abschätzen 4 Roadmap erstellen : Kick-off 3c Produktkonzepte entwickeln Prämierte KMU 3d Technologieentwicklung abschätzen Quelle: Fraunhofer ISI (2009) Seite 20

21 KMU-Leitfaden: Vorgehensmodell zur Erstellung einer Roadmap... 1 Roadmapping 5 Folgeaktivitäten vorbereiten definieren 2 Roadmapping planen 3a Ist-Situation analysieren 3b Markttrends abschätzen 4 Roadmap erstellen Individuelles Coaching der prämierten KMU 3c Produktkonzepte entwickeln 3d Technologieentwicklung abschätzen Quelle: Fraunhofer ISI (2009) Seite 21

22 Agenda: Roadmapping - gerade auch für innovative KMU 1 Einführung zum Roadmapping 2 Roadmapping für KMU 3 Praxisempfehlungen 4 Resümee Quelle: Volksbanken und Raiffeisenbanken (2008) Seite 22

23 Beim Roadmapping sollten Stolpersteine vermieden werden, darunter: Einseitige Teamzusammensetzung: Roadmapping-Teams einseitig zusammengesetzt Ergebnisfixierung: Roadmapping klebt am spezifischen Ergebnis in Form einer Roadmap Unverknüpftheit: Entwicklungen zwischen Märkten, Produkten und Technologien werden nicht zusammengeführt Kurzsichtigkeit: Planungshorizont zu kurz gefasst Quelle: Strateva (2005 )

24 Für ein Erfolg versprechendes Vorgehen sind Grundregeln zu empfehlen. Quelle: Machate (2006) Seite 24

25 Agenda: Roadmapping - gerade auch für innovative KMU 1 Einführung zum Roadmapping 2 Roadmapping für KMU 3 Praxisempfehlungen 4 Resümee Quelle: Volksbanken und Raiffeisenbanken (2008) Seite 25

26 Um den vollen Nutzen zu entfalten, muss Roadmapping gelebt werden. Roadmaps veranschaulichen die Entwicklung von Produkten oder Technologien und ihren Verknüpfungen entlang der Zeit. Für KMU bietet es sich an, die Erstellung von Roadmaps an einem Vorgehensmodell auszurichten, das auf ihre Besonderheiten ausgerichtet ist: KMU-Leitfaden Das volle Nutzenpotenzial von Roadmaps lässt sich dann ausschöpfen, - wenn sie Teil des Denkens im Unternehmen sind, - in andere Aktivitäten integriert werden und -laufend aktualisiert t werden. Die integrierte Produkt-Technologie-Roadmap ist ein Startpunkt dazu... Keepingp g roadmapping alive Quelle: Fraunhofer ISI (2009)

27 Persönliche Koordinaten PD Dr. Ralf Isenmann Privatdozent, Dr. habil., Dipl. -Wirtsch.-Ing. Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) Competence Center Innovations- und Technologie- Management und Vorausschau (CCV) Breslauer Straße Karlsruhe Seite 27

28 Mehr zum Roadmapping Guest Editors: Martin G. Moehrle, Ralf Isenmann Special Issue Vol. 4(2) 2008 From Technology Roadmapping to Operational Innovation Planning Seite 28

29 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Wir freuen uns auf fdie Diskussion mit: -Fragen und - Anregungen. Seite 29

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