Klausur zur Vorlesung Organisationstheorie und Change Management Sommersemester 06, Termin 1,

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1 Institut für öffentliche Wirtschaft und Personal AB Organisation und Prof. Dr. Jetta Frost Klausur zur Vorlesung Organisationstheorie und Sommersemester 06, Termin 1, Name, Vorname: Matrikelnummer: -Adresse: Bitte beachten Sie: Überprüfen Sie die Vollständigkeit der Klausur zu Beginn der Prüfung (Seitennummerierung). Reklamationen im Nachhinein können nicht berücksichtigt werden. Bitte Matrikelnummer auf jedes Blatt notieren. Die Prüfungsdauer beträgt 60 Minuten. Es sind alle Aufgaben zu bearbeiten. Der kalkulierte Zeitbedarf pro Aufgabe kann aus der erreichten Punktzahl pro Aufgabe abgeleitet werden. Bei 10 Punkten kann also mit einem Zeitaufwand von 10 Minuten gerechnet werden. Bitte möglichst lesbar in den Farben schwarz und/oder blau schreiben. Sofern in der Aufgabenstellung nicht anders verlangt, beantworten Sie die Fragen bitte in Fließtexten. Bewertet werden nur Lösungen auf den Prüfungsbögen. Alle beschriebenen Prüfungsbögen sind abzugeben. Die Verantwortung für die Abgabe der Prüfungsbögen beim Einsammeln durch die Aufsichtspersonen tragen Sie. Erlaubte Hilfsmittel: Keine. Aufgabe Σ erreichte Pkt. erreichbare Pkt Datum Unterschrift des Studierenden Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

2 1 Aufgabe 1: Reorganisation (20 Punkte) a) In Reorganisationsprozessen stehen sich die beiden konträren Thesen necessity is the mother of innovation und necessity is the mother of rigidity gegenüber. Beschreiben Sie situationsabhängige Faktoren (Kontextfaktoren), die jeweils eher die eine oder andere These als plausibel erscheinen lassen.

3 2

4 3 b) In der Börsen-Zeitung vom (S. 5) konnte man unter der Überschrift Allianz nimmt tiefe Einschnitte in ihrem Niederlassungsnetz vor lesen: Der vor drei Jahren eingeleitete Umbau der Allianz-Versicherung führt in einem weiteren Schritt zum Abbau von Stellen in Deutschland. Das neue Betriebsmodell, das mit einer Reduzierung der Verwaltungsstandorte von 21 auf 10 einhergeht, soll bis Ende 2008 eingeführt sein In Deutschland fasst die Allianz die seit Jahrzehnten separaten Gesellschaften für Sach-, Leben- [sic] und Krankenversicherung in der zu Jahresbeginn gegründeten Allianz Deutschland AG (ADAG) zusammen. Zudem wird der bisher getrennt agierende Vertrieb der drei Sparten vereint und als vierte Säule der Inlands-Holding zugeordnet. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung ( , S. 19) begründet der Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner diese Reorganisation u.a. wie folgt: Wir wollen den Wandel nicht erst in der Krise einleiten. Wir müssen heute die Basis dafür legen, dass die Allianz auch morgen in Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Wie schätzen Sie auf der Grundlage dieser Informationen die Wahrscheinlichkeit ein, dass die von der Allianz geplante Reorganisation ökonomische Erfolgswirkungen hat? Beziehen Sie sich auf Ergebnisse der Downsizing-Forschung. (10 Punkte)

5 4

6 5 Aufgabe 2: Management- und Organisationstheorien (20 Punkte) a) Stellen Sie die wesentlichsten Aspekte des situativen Ansatzes (Kontingenztheorie) nach Burns und Stalker dar. (8 Punkte)

7 6

8 7 b) Erläutern Sie das funktionalistische Paradigma der Managementtheorien. Argumentieren Sie, weshalb der situative Ansatz ein Beispiel des funktionalistischen Paradigmas darstellt. (12 Punkte)

9 8

10 9 Aufgabe 3: Motivationsfunktion und Resistenz gegen Wandel (20 Punkte) Im Handelsblatt heißt es am über die Max Bahr GmbH & Co. KG (4.500 Mitarbeiter in Deutschland, 80 Baumärkte in 46 Städten): Die Besitzer von Deutschlands achtgrößter Baumarktkette Max Bahr wollen bis September über ihren Verkauf an einen Konkurrenten oder an einen Finanzinvestor entscheiden ( ) Wir treten jetzt in die entscheidende Phase ein, sagte am Montag die Sprecherin der Gesellschafter, Michaela Wanka. Die Firma befindet sich mit großer Mehrheit in Familienbesitz. Potenzielle Investoren und Partner hätten erste Angebote für das Unternehmen abgegeben, so Wanka. a) Mit einem solchen Verkauf sind oft eine Reihe von Umstrukturierungen verbunden. Diese können bei den Mitarbeitenden zu Resistenzen gegenüber Veränderungen führen. Erläutern Sie mögliche Resistenzen und deren mögliche Auswirkungen. (8 Punkte)

11 10

12 11 b) Wie lassen sich die in Teilaufgabe a) identifizierten Resistenzen motivationstheoretisch begründen? (12 Punkte)

13 12

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