BILANZ- UND STEUERPOLITIK

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1 Übungsaufgaben zum Lerntransfer BILANZ- UND STEUERPOLITIK Copyright by carriere & more, private Akademie,

2 1. Welche Formen öffentlich-rechtlicher Abgaben kennen Sie? Steuern Beiträge Gebühren 2. Grenzen Sie die Begriffe Steuersubjekt und-objekt voneinander ab. Steuersubjekt = Steuerpflichtige schulden die Steuer oder haften für diese. Weiter: Steuerschuldner (überweist ans FA); Steuerträger (bezahlt letztendlich) Steuerobjekt = Steuergegenstand (Geld, Handlung, Sache) 3. Nach welchen Kriterien erfolgt die Steuereinteilung? Überwälzbarkeit (direkt/indirekt) Gegenstand der Besteuerung (Besitz-; Verkehr-; Verbrauchsteuer) Ertragshoheit (Bund, Länder, Gemeinden) 4. Unterscheiden Sie direkte und indirekte Steuern. Direkt: Steuerträger = Steuerschuldner Indirekt: Steuerträger Steuerschuldner 5. Grenzen Sie die Begriffe Besitz-, Verkehrs- und Verbrauchsteuern voneinander ab. Besitzsteuern = Personensteuern (Lohnsteuer) und Realsteuern (Grundsteuer) Verkehrsteuern entstehen bei Rechtsgeschäften (Umsatzsteuer, Grunderwerbsteuer) Verbrauchsteuern, d.h. der Verbrauch von bestimmten Gütern wird besteuert (Mineralölsteuer) Copyright by carriere & more, private Akademie,

3 6. Nennen Sie je ein Beispiel für Bundes-; Landes-; Gemeinde-; Gemeinschaftssteuern. Bundes: Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Versicherungssteuer, Zölle Landes: Biersteuer, KFZ-Steuer, Erbschaftssteuer, Grunderwerbsteuer Gemeindesteuer: Grundsteuer, Hundesteuer, Gewerbesteuer, Vergnügungssteuer Gemeinschaftssteuer: Einkommenssteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer, Kapitalertragssteuer 7. Welche Steuerarten fallen bei Unternehmen an? Besteuerung des Ertrags (Einkommenssteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Soli) Besteuerung des Verbrauchs (Umsatz- und Grunderwerbsteuer) Besteuerung der Substanz (Grundsteuer, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer, KFZ-Steuer) Weitere Unterteilung: Aktivierungspflichtige Steuern, z. B. Grunderwerbsteuer wird den Anschaffungskosten hinzugerechnet und ist somit gewinnneutral, Grundstücke und damit auch Grunderwerbssteuer können nicht abgeschrieben werden Aufwandsteuer Buchung in die GuV mindern den steuerpflichtigen Gewinn (Beispiele Grundsteuer, KFZ-Steuer) Personensteuern bei Personengesellschaften keine Besteuerung des Unternehmens, sondern des Unternehmers, mindern nicht den Gewinn; Beispiele Einkommensteuer, Kirchensteuer Durchlaufsteuern nur durchlaufender Posten, Unternehmen ist Steuerschuldner, nicht Steuerträger; Beispiele: USt, einbehaltene Lohn- und Kirchensteuern Copyright by carriere & more, private Akademie,

4 8. Ein im INland lebender Maler verbringt im Jahr 3 ½ Monate als Gastarbeiter im AUSland. Wie wirkt sich dies auf seine Steuerpflicht aus? Grundsätzlich: Unbeschränkte Steuerpflicht im INland (Welteinkommensprinzip) Beschränkte Steuerpflicht im AUSland (Quellenlandprinzip) Doppelbesteuerungsproblem Lösung: Unilateral Der Staat nimmt seinen Steueranspruch zurück. (Anrechnungsmethode) Bilateral Vereinbarung zwischen zwei Ländern. (Doppelbesteuerungsabkommen) Multilateral Vereinbarung zwischen mehreren Ländern (NATO-Truppenstatut) 9. Grenzen Sie die Begriffe Gewinneinkünfte und Überschusseinkünfte voneinander ab. Gewinneinkünfte = Betriebseinnahmen Betriebsausgaben Einkünfte aus Gewerbebetrieben, Land- und Forstwirtschaft und selbständiger Arbeit Überschusseinkünfte = Einnahmen - Werbungskosten Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit, Vermietung und Verpachtung, aus Kapitalerträgen, Sonstige Einkünfte 10. Bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage der Einkommenssteuer werden sowohl die Summe der Einkünfte als auch der Gesamtbetrag der Einkünfte berechnet. Was unterscheidet die beiden Werte? Gesamtbetrag der Einkünfte = Summe der Einkünfte Alterentlastungsbetrag Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Freibetrag für Land- und Forstwirte Copyright by carriere & more, private Akademie,

5 11. Was unterscheidet das Einkommen vom zu versteuernden Einkommen? Versteuerndes Einkommen = Einkommen Kinderfreibetrag - Betreuungsfreibetrag Härteausgleich 12. Was ist unter dem Begriff Sonderausgaben zu verstehen? Sonderausgaben stehen nicht in direktem Zusammenhang mit den Einkunftsarten. Vorsorgeaufwendungen = Renten, KV, PV, AV, Berufsunfähigkeit, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Risikolebensversicherung Sonstige Aufwendungen = Unterhaltsleistungen, Kirchensteuer, Spenden, Aufwendungen für Berufsausbildung/Weiterbildung, Renten, dauernde Lasten 13. Grenzen Sie im Zusammenhang mit der Lohnsteuer die Begriffe Steuerschuldner und Steuerträger voneinander ab. Steuerschuldner = Unternehmen (muss Lohnkonto und Journal führen; behält die Lohnsteuer ein und führt ans FA ab.) Steuerträger = Arbeitnehmer (muss die Lst-Karte abgeben und diese bei Bedarf richtig stellen lassen.) 14. Welche Veranlagungsformen im Bezug auf die Lohnsteuer kennen Sie? Grundsätzlich: Einzelveranlagung, d.h. jeder für sich selbst Ausnahme Ehegattenveranlagung: Zusammenveranlagung (gemeinsam wie eine Person); Getrennte Veranlagung (jeder einzeln); Besondere Veranlagung (im Jahr der Eheschließung) Copyright by carriere & more, private Akademie,

6 15. Erläutern Sie den Begriff der Gewinnthesaurierung und seine Auswirkung auf die Besteuerung im Geschäftsjahr 2008 Ihrer OHG. Gewinnthesaurierung = Gewinne werden nicht ausgeschüttet sondern verbleiben im Unternehmen. Besteuerung bei Personengesellschaften: Pauschal 28,25%; bei späterer Gewinnentnahme Nachversteuerung 25%. 16. Als Aktionär der Schlaumeier AG erhalten Sie zum eine Ausschüttung von 150,-. Wie hoch Sind bei Ihrem individuellen Steuersatz von 30%, die Einnahmen des Finanzamtes und viel verbleibt Ihnen von Ihrer Ausschüttung? Ausschüttung 75% = 150 Kst (25%) = 50 Gewinn = 200 Halbeinkünfteverfahren, d.h. 50% steuerfrei; 50% steuerpflichtig 150/2 = 75 davon 30% = 22,50 Einnahmen FA: ,50 = 72,50 Ihnen verbleiben: 75 + (75-22,50 )= 127, Wie gestaltet sich der gleiche Fall 2008? Ausschüttung 85% = 150 Kst (15%) = 26,47 Gewinn = 176,47 Teileinkünfteverfahren, d.h. 40% steuerfrei; 60% steuerpflichtig 150*0,6 = 90 davon 30% = *0,4 = 60 (steuerfrei) Einnahmen FA: 26, = 53,47 Ihnen verbleiben: 60 + (90-27 )= 123 Copyright by carriere & more, private Akademie,

7 18. Erläutern Sie die Begriffe des Steuerschuldner und Steuergläubiger im Bezug auf die Gewerbesteuer. Steuerschuldner = Gewerbebetrieb Steuergläubiger = Gemeinde 19. Ihr Unternehmen Billiger&Besser OHG in Stuttgart hat im Geschäftsjahr 2008 einen Gewerbetrag von auszuweisen. Berechnen die zu zahlende Gewerbesteuer. OHG = Personengesellschaft, d.h Freibetrag = Steuermessbetrag = 56000*0,035 (3,5%) = 1960 Zu zahlende Gewerbesteuer = 1960 * 4,2 (420 % - Hebesatz Stuttgart) = Vergleichen Sie dieses Resultat mit dem Geschäftsjahr 2007 in dem Sie bereits einen identischen Gewerbeertrag erwirtschaftet hatten. OHG = Personengesellschaft, d.h Freibetrag = Steuermessbetrag = *0,01 (1%) = *0,02 (2%) = *0,03 (3%) = *0,04 (4%) = *0,05 (5%) = = 1600 (Steuermessbetrag) Zu zahlende Gewerbesteuer = 1600 * 4,2 (420 % - Hebesatz Stuttgart) = 6720 Copyright by carriere & more, private Akademie,

8 21. Was ist ein Unternehmen und was ein Verbraucher im Bezug auf die Umsatzsteuer? Unternehmen = Steuerschuldner Verbraucher = Steuerträger 22. Grenzen Sie die Begriffe Forderung an das Finanzamt und Zahllast an das Finanzamt voneinander ab. Forderung = Vorsteuer (beim Einkauf zu bezahlen) Zahllast = Umsatzsteuer (beim verkauf eingenommen) 23. Erläutern Sie den Begriff der steuerbaren Umsätze. Lieferungen und sonstige Leistungen Einfuhr aus Drittländern Innergemeinschaftlicher Erwerb Nichtsteuerbare Umsätze = Privatverkäufe; Innerbetriebliche Verrechnung 24. In welchen Fällen kann es eine Umsatzsteuerbefreiung geben? 1) Für bestimmte Berufsgruppen (Ärzte, Hebammen, Heilpraktiker,..) 2) Für bestimmte Geschäfte (Kreditgeschäfte, Versicherungen, Vermietung, Porto) 3) Für Kleinunternehmen ( Umsatz Vorjahr < od. aktuelles Jahr < auf Antrag) 25. Wodurch unterscheiden sich Soll- und Istversteuerung? Sollversteuerung = Regelversteuerung, Versteuerung der vereinbarten Entgelte. Istversteuerung = auf Antrag (Umsatz < , keine Buchführungspflicht, Freiberufler), Versteuerung der vereinnahmten Entgelte Copyright by carriere & more, private Akademie,

9 26. Wie unterscheidet sich die Gewerbesteuerbelastung im Bezug auf die Gesellschaftsform. Vergleichen Sie hierzu eine AG, eine OHG und einen freiberuflichen Architekten. AG: kein Freibetrag, keine Staffel OHG: Freibetrag ; bis 2007: Staffelung der Messzahl (1%-5%); ab 2008: Staffel gestrichen (3,5%) Freiberufler: keine Gewerbesteuer; verminderte Buchführungspflicht 27. Der internationale Steuerwettbewerb ist häufig maßgebend für wichtige Standortentscheidungen. Welche supranationalen Ausgleichsmaßnahmen kennen Sie? Doppelbesteuerungsabkommen Europäische Zinssteuer Mehrwertsteuerrichtlinie 28. Grenzen Sie die Begriffe externes und internes Rechnungswesen voneinander ab. Extern = für externe Interessenten (= Stakeholder): Finanzamt, Aktionäre, Banken, Gläubiger, Mitarbeiter, Kunden, d.h. die Finanzbuchhaltung, die Buchführung und der Jahresabschluss Intern = zur internen Planung, Kontrolle und Steuerung = Controlling, d.h. die Kosten- und Leistungsrechnung, Planungsrechnung und Statistik 29. Nennen Sie die Rechtsgrundlagen der Finanzbuchhaltung. Handelsrecht (HGB, AktG, GmbHG, PublG) Steuerrecht (AO, EStG, UStG) Copyright by carriere & more, private Akademie,

10 30. Als neuer Chef der Finanzbuchhaltung haben Sie welche Hauptaufgaben? Buchführung: Erfassen sämtlicher Geschäftsvorfälle (chronologisch und systematisch) Erstellung des Jahresabschlusses 31. Welche Arbeiten fallen im Rahmen des Jahresabschlusses an? Inventur = körperliche Bestandaufnahme (zählen, messen, wiegen) Inventar = Aufstellung von Vermögen und Schulden in Staffelform Bilanz = Aufstellung des Vermögens und des Kapitals in Form eines T- Kontos. 32. Welche Inventurverfahren stehen Ihnen zur Verfügung? Stichtag = 10 Tage vor oder nach dem Stichtag Vor- oder Nach-Verlegte = 3 Monate vor oder 2 Monate nach dem Stichtag Permanente = Fortlaufend während des Jahres; Vorrechnung Stichproben = mathematisch-statistische Methode 33. Was ist ein Inventar und nach welchen Kriterien sind die Positionen im Inventar aufgeführt? Aufstellung von Vermögen und Schulden. Reinvermögen (= Eigenkapital) = Vermögen - Schulden Vermögen nach steigender Liquidität sortiert Schulden nach steigender Fälligkeit sortiert Copyright by carriere & more, private Akademie,

11 34. Über was informiert Sie, als zukünftigen Betriebswirt eine Bilanz? Mittelherkunft (Passiva) und Mittelverwendung (Aktiva) im Unternehmen 35. Aus welchen Komponenten besteht ein Jahresabschluss? Gehen Sie hierbei auch auf die zeitliche Perspektive ein. Bilanz (Vermögen und Kapital) - Bilanzstichtag GuV (Aufwendungen & Erträge) - Bilanzzeitraum Lagebericht & Anhang (nur Kapitalgesellschaften), Informationen, Erklärungen, Prognosen Vergangenheit + Zukunft 36. Ordnen Sie nachstehende Begriffe sinnvoll zu. Anlagevermögen Aktiva Rückstellungen Passiva Eigenkapital Passiva Gewinnvortrag Verbindlichkeiten Aktiva Umlaufvermögen 37. Unterscheiden Sie zwischen Umsatz- und Gesamtkostenverfahren. Wo kommen diese zum Einsatz? Gesamtkostenverfahren= Alle Umsätze & Aufwendungen + Bestandsveränderungen Umsatzkostenverfahren = Alle Umsätze + die dazu erforderlichen Aufwendungen Kommen zum Einsatz in der GuV. 38. Es gibt unterschiedliche Interessengruppen, die aus den verschiedensten Gründen an der Analyse der Inhalte einer Bilanz interessiert sind. Nennen Sie die Ihnen bekannten Gruppen und Ihre potentiellen Beweggründe. Management; zur internen Steuerung Banken; zur Prüfung der Kreditwürdigkeit Copyright by carriere & more, private Akademie,

12 Käufer, Anleger; zur Unternehmensbewertung Lieferanten; zur Prüfung der Zahlungsfähigkeit Kunden; zur Prüfung der Leistungsfähigkeit 39. Ihr Auftrag ist es eine quantitative Jahresabschlussanalyse durchzuführen. Was tun Sie, und wie unterscheidet sich dies von der qualitativen Jahresabschlussanalyse? Quantitativ = GuV (Rentabilität, RoI, Cash-Flow) + Bilanz (Struktur, Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsanalyse) Qualitativ = Lagebericht (Zukunftsprognose) + Anhang (Bewertungsmethoden und verfahren) 40. Ordnen Sie nachstehende Begriffe sinnvoll zu. Strukturanalyse Anlagendeckungsgrad Liquiditätsgrad Investitionsanalyse Vermögensstruktur Passiva Liquiditätsanalye Aktiva Investitionsquote Vermögen & Kapital Finanzierungsanalyse Kapitalstruktur 41. Die Anlagenintensität eines Unternehmens beträt 80%, welche Rückschlüsse ziehen Sie daraus? Hohe Anlagenintensität, da 80% des Vermögens in Anlagen investiert sind, d.h. das Unternehmen hat hohe Fixkosten. Um genauere Aussagen treffen zu können, wäre ein Branchenvergleich sinnvoll. Auch der Anteil an Finanzanlagen sollte berücksichtigt werden. Copyright by carriere & more, private Akademie,

13 42. Analysieren Sie nachstehende Bilanz unter zur Hilfename Ihnen bekannter Kennzahlen. (Alle Angaben in TSD ) Das Unternehmen hält im Lager einen Sicherheitsbestand von 8 TSD. Anlagenintensität =(( )*100)/340 = 47% Anteil des Umlaufvermögens = (( )*100)/340 = 53% Forderungsquote = (60*100)/340 = 18% Anteil flüssiger Mittel = ((30+20)*100)/340 = 15% Eigenkapitalquote = (( )*100)/340) = 53% Fremdkapitalquote = (( )*100/340) = 47% Verschuldungsgrad = (( )*100)/( )= 89% Copyright by carriere & more, private Akademie,

14 Deckungsgrad I = (( )*100)/( ) = 112,5% Deckungsgrad II = (( )*100)/( ) = 181,25% Working Capital = ( ) 50 = 130 Liquiditätsgrad I = ((30+20)*100)/50 = 100% Liquiditätsgrad II = (( )*100)/50 = 280% Liquiditätsgrad III = (( )*100)/50 = 344% 43. Welche Methoden zur Erfolgsanalyse kennen Sie? Rentabilitäten ROI Cash Flow Copyright by carriere & more, private Akademie,

15 44. Analysieren Sie nachstehendes Unternehmen auf seine Rentabilität. Eigenkapitalrentabilität = (66.000*100)/ = 240% Umsatzrentabilität = (66.000*100)/ = 5,74% ROI = 5,74 * ( / ) = 19,70 Oder = / * 100 = 19, Erläutern Sie den Unterschied zwischen der direkten und der indirekten Berechnung des Cash Flow. Direkt = zahlungswirksame Erträge zahlungswirksame Aufwendungen Indirekt = Bilanzieller Erfolg (Jahresüberschuss, Betriebsergebnis) + ausgabenneutraler Aufwand ausgabenneutraler Ertrag Copyright by carriere & more, private Akademie,

16 46. Grenzen Sie die Begriffe EBIT und EBITDA voneinander ab. EBIT = earnings before interests and taxes Jahresüberschuss vor Abzug der Zinsen und Steuern EBITDA = earnings before interests, taxes, depreciation and amortization EBIT Abschreibungen (depreciation = Abschreibungen auf Sachanlagen; amortization = Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) 47. Berechnen Sie für die Angaben aus Aufgabe 44 die Forderungsumschlaghäufigkeit und die Kapitalumschlaghäufigkeit. Forderungsumschlaghäufigkeit = / = 6,6 Kapitalumschlaghäufigkeit = /27500 = 41,8 48. Nennen Sie die Grenzen der Bilanzanalyse Fehlinterpretation (Mangelnde Kenntnis in der Bilanzanalyse Vergangenheitsbezogen Stichtags bezogen Unvollständig oder unrichtig Spielraum durch Bewertungsverfahren und methoden 49. Welche Ziele verfolgt die Bilanzpolitik? Sicherung und Erweiterung des EK Verbesserung der Liquidität Steuerbelastung senken Beeinflussung der Gewinnausschüttung Beeinflussung der Stakeholder Copyright by carriere & more, private Akademie,

17 50. Welche Instrumente der Bilanzpolitik kennen Sie? Bilanzierungswahlrechte Bewertungswahlrechte Konsolidierungswahlrechte 51. Ihre F&E-Abteilung hat ein Patent auf eine Verfahrenstechnik angemeldet. Auf welche Position Ihrer Bilanz wirkt sich dies aus? Auf keine, Bilanzierungsverbot 248 HBG. 52. Wie liegt der Fall bei der Marke Speedpack, die Sie von einem US-Konzern für 1 Mio. erworben haben? Aktivierungswahlrecht, 255, IV HGB. Abschreibung über die Nutzungsdauer oder in Höhe von 25% 53. Bei Aufnahme eines Kredites wird ein Disagio in Höhe von 2,5% fällig. Wie ist dieses aus bilanztechnischer Sicht zu behandeln? 250 III HGB Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten mit Abschreibung über die Kreditlaufzeit oder als Zinsaufwand verbuchen Copyright by carriere & more, private Akademie,

18 54. Bei welchen Bilanzpositionen besteht ein Passivierungswahlrecht? Was bildet hier die Basis? Sonderposten mit Rücklageanteil (Steuerliche Sonderabschreibungen, d.h. Abschreibung im Handelsrecht niedriger => Bildung des SoPo in der Handelsbilanz zwischen EK und Rückstellungen Aufwandsrückstellungen Pensionsrückstellungen Basis: Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz. 55. Ordnen Sie nachstehende Begriffe sinnvoll zu. Eigenkapital Höhe od. Zeitpunkt ungewiss Verbindlichkeiten Passivierungspflicht Aufwandsrückstellung Pensionsrückstellungen Fremdkapital Ungewisse Verpflichtung gegen Dritte Periodenabgrenzung Rücklagen Rückstellungen Passivierungspflicht 56. Erläutern Sie die Wirkung eines handelsrechtlichen Passivierungswahlrechts im Bezug auf die Steuerbilanz. Passivierungswahlrecht in der Handelsbilanz = Passivierungsverbot in der Steuerbilanz 57. Ordnen Sie erneut sinnvoll zu. SB 07 = AB 08 Going concern Schulden sind einzeln zu bewerten. Niederstwertprinzip Realisierter Gewinn drohende Verluste Bewertungsmethode des Vorjahres Einzelbewertung Aktivseite Realisationsprinzip Bilanzidentität Unternehmensfortführung Bewertungsstetigkeit Imparitätsprinzip Copyright by carriere & more, private Akademie,

19 58. Grenzen Sie das gemilderte NWP vom strengen NWP ab. NWP = Niederstwertprinzip Gemildertes, gilt für das AV Strenges, gilt für UV 59. Welcher Unterschied besteht zwischen Boni und Skonti im Bezug auf die Anschaffungskosten eines Wirtschaftsgutes. Skonti mindern die Anschaffungskosten, weil direkt zurechenbar. Boni nicht, da nicht direkt zurechenbar. 60. Welcher Unterschied besteht im Hinblick auf das Handelsrecht und das Steuerrecht im Bezug auf Materialgemeinkosten und fertigungsgemeinkosten bei der Ermittlung der Herstellungskosten? Sind diese in der steuerrechtlichen Wertuntergrenze enthalten? In beiden Fällen besteht handelsrechtlich ein Wahlrecht und steuerrechtlich eine Pflicht, d.h. die beiden Kosten sind in der steuerrechtlichen Wertuntergrenze enthalten nicht aber in der handelsrechtlichen. 61. Die Maschine ABADTA wird in Ihrem Unternehmen zu Selbstkosten in Höhe 2 Mio. produziert. Da Ihr Chef entschieden hat eine ABADTA für den eigenen Bedarf zu nutzen, hat er Sie gebeten diese bilanziell zu erfassen und als Eigenprodukt in der Bilanz entsprechend zu würdigen. Was ist zu tun? Ermittlung der Vertriebsgemeinkosten und der Sondereinzelkosten des Vertriebs. Abzug selbiger von den Selbstkosten => handels- und steuerrechtliche Wertobergrenze Copyright by carriere & more, private Akademie,

20 62. Welche Voraussetzung muss erfüllt sein, damit ein Anlagegut planmäßig abgeschrieben werden kann? Begrenzte Nutzungsdauer 63. Grenzen Sie die planmäßige Abschreibung begrifflich zwischen Handels- und Steuerecht ab. Handelsrecht = Abschreibung Steuerrecht = AfA (Absetzung für Abnutzung) 64. Ihr Unternehmen hat ein abnutzbares Wirtschaftsgut zu einem Anschaffungspreis von erworben. Nie voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt 6 Jahre. Der Wertverlust des Gutes im ersten Jahr ist jedoch am höchsten. Wie hoch fällt Ihre Abschreibung im ersten Jahr aus, wenn die Anschaffung im Januar 2007 erfolgte? 100/6 = 16,7% * 3 jedoch max. 30 % 4.500*0,3= Wie, wenn die Anschaffung im Januar 2008 erfolgte? 100/6=16,667% 4.500*0,16667= Erläutern Sie die Unterschiede im Umgang mit GWGs zwischen 2007 und : bis 410 netto Sofortabschreibung 2008: bis 150 netto Sofortabschreibung von 150 bis 1000 netto Poolabschreibung über 5 Jahre Copyright by carriere & more, private Akademie,

21 67. Unterscheiden Sie die Begriffe vorübergehend und dauerhaft im Bezug auf Wertminderungen und Ihre Auswirkung auf die Handels- bzw. Steuerbilanz Ihrer AG. Vorübergehende Wertminderungen, Abschreibungsverbot in der Steuerbilanz 6 I EStG und der Handelsbilanz I HGB (Ausnahme Wahlrecht für Finanzanlagen in der Handelsbilanz) Dauerhafte Wertminderungen, Abschreibungspflicht in der Handelsbilanz ( 253 II HGB) in der Steuerbilanz nach EStG Wahlrecht, jedoch Maßgeblichkeit der Handelsbilanz!!! 68. Wie ist das Umlaufvermögen zu bewerten? 253 I, HGB Höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellkosten. Strenges Niederstwertprinzip, d.h. Abschreibungspflicht 69. Sie sind mit den Jahresabschlussarbeiten betraut und machen sich Gedanken über die korrekte Bewertung der Vorräte. Welche Bewertungsvereinfachungsverfahren stehen Ihnen für diese Aufgabe zur Verfügung? Festbewertung = immer gleiche Menge & Wert ( 240 III, HGB) Durchschnittsbewertung = durchschnittlicher EKP mit Menge gewichtet Verbrauchsfolgebewertung (Lifo; Fifo) Copyright by carriere & more, private Akademie,

22 70. Ihr Lager weist die folgenden Daten auf: Anzahl Preis/Stück AB ,45 Zugang ,90 Zugang ,51 Zugang ,25 Zugang ,10 Inventurbestand 3800 Bewerten Sie den Lagerbestand mit der Durchschnittspreisbewertung, mit Lifo und Fifo. Durchschnittspreis: 5200 x 18,45 = x 18,90 = x 20,51 = x 18,25 = x 20,10 = => /7400 = 18, x 18,63 = Lifo: 3800 x 18,45 = Fifo: 400 x 20,10 = x 18,25 = x 20,51 = x 18,90 = x 18,45 = Copyright by carriere & more, private Akademie,

23 71. Wie bewerten Sie zweifelhafte, sichere und uneinbringliche Forderungen im Zuge Ihrer Jahresabschlussarbeiten? Sichere zum Nennwert Zweifelhafte werden auf den wahrscheinlichen Wert abgeschrieben (USt bleibt voll beim FA) Uneinbringliche werden voll abgeschrieben 72. Ihr Unternehmen besitzt Wertpapiere und Sie stehen nun vor der Entscheidung diese im Anlage-oder im Umlaufvermögen zu bilanzieren. Welche Überlegungen sind aus Ihrer Sicht bei dieser Entscheidung zu berücksichtigen? Finanzanlagen (AV) = langfristig Wertpapiere (UV) = kurzfristig AV: vorübergehende Wertminderung = Wahlrecht; dauerhaft = Pflicht (gemildertes NWP) UV: vorübergehende Wertminderung = Pflicht; dauerhaft = Pflicht (strenges NWP) 73. Welche Auswirkung hat die Gesellschaftsform auf die zu bilanzierende Höhe der Wertpapiere? Fall der Wertaufholung: Handelsbilanz: Personengesellschaften (Wahlrecht) Kapitalgesellschaften (Pflicht) Steuerbilanz: Niedriger Wert nur bei dauerhafter Wertminderung 74. Welche Folge für die Bilanzpolitik gibt sich aus den Bewertungsrichtlinien für Rückstellungen? Rückstellungen = in der Höhe und/oder Zeitpunkt und/oder Anlass ungewiss (Bewertung = Schätzung) 253 I, HGB (vernünftige kfm. Beurteilung) D.h., es ergibt sich viel Spielraum für die Bilanzpolitik. Copyright by carriere & more, private Akademie,

24 75. Welche Formen von Unternehmensbeteiligungen kennen Sie und wie wirken diese sich auf die Bilanz aus? Anteile an verbundenen Unternehmen ( 271 II; 290 HGB)=> Gewinnabführung, Konsolidierung(-swahlrecht) Beteiligungen ( 271 I HGB) => Gesonderter Ausweis Wertpapiere ( 266 II HGB) => Wahl ob AV od. UV 76. Nennen Sie die 3 V s der internationalen Rechnungslegung und die Rechnungslegungsvorschriften, die diese sicherstellen. Vergleichbarkeit, Verständlichkeit, Verlässlichkeit Vorschriften: HGB Handelsrecht (national) DRS Deutsche Rechnungslegungsstandards nicht verpflichtend (national) IAS/IFRS EU-Verordnung (verbindlich für alle AGs der EU-Staaten) (international) US-GAAP Vorschriften in den USA (international) 77. Nennen Sie die Grundprinzipien der Abschlüsse nach HGB und IFRS. HGB = meist Einzelabschluss: Vorsichtsprinzip, Gläubigerschutz, Maßgeblichkeit zur Steuer, prinzipienorientiert. IFRS = Konzernabschluss: Informationsprinzip, Periodenabgrenzung, Kein Bezug zur Besteuerung, einzelfallorientiert Copyright by carriere & more, private Akademie,

25 78. Welchen Unterschied gibt es im IFRS zum HGB im Bezug auf die Bewertung von Vermögensgegenständen? Unterscheidung zwischen Erst- und Folgebewertung. Erstbewertung = AK od. HK Folgebewertung: kein Anschaffungswertprinzip sondern Abschreibungen + Fair-Value-Bewertung (Wiederbeschaffungskosten) 79. Wann müssen Entwicklungskosten nach IFRS bilanziert werden? Technische Machbarkeit, Absicht und Fähigkeit die VG zu nutzen oder zu veräußern, wahrscheinlicher wirtschaftlicher Nutzen, HK können bestimmt werden Da diese Kriterien schwer zu beweisen sind, herrscht faktisch ein Wahlrecht. 80. Unterscheiden Sie zwischen Financial und Operate Leasing im Bezug auf die Bilanzierung nach IFRS. Financial: Bilanzierung beim Leasingnehmer (beim Leasinggeber nur Forderungen) Operate: Bilanzierung beim Leasinggeber 81. Wie sind Verbindlichkeiten nach IFRS zu behandeln? Kurzfristige zum Rückzahlungsbetrag Langfristige zum Barwert, d.h. heutiger Zeitwert, der Rückzahlungsbetrag wird abgezinst. Copyright by carriere & more, private Akademie,

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