Anlage zum Diagnosebogen (Bereich: Wahrnehmung) 1

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1 Anlage zum Diagnosebogen (Bereich: Wahrnehmung) 1 Vestibuläre Wahrnehmung Auffälligkeiten bei Störungen der Wahrnehmung von Lage und Bewegung Kann Entfernungen schlecht oder gar nicht einschätzen Verletzte sich oft durch "Anecken" an Gegenständen, stolpern und fallen Ist motorisch unruhig, stößt Materialien um oder verschüttet beim Malen das Wasser etc. Hat Probleme sich im Raum zu orientieren Das Ordnung halten fällt schwer Mehrere Arbeitsaufträge gleichzeitig können nicht erinnert werden Liest oder schreibt in verkehrter Richtung Das Einhalten der vorgegebenen Linien gelingt nicht, Figuren werden nicht ausgemalt, zu malende Kreise werden nicht geschlossen Einzelne Buchstaben können innerhalb von Wörtern nicht herausgehört werden Die Unterscheidung von kurz lang oder hart weich gelingt nicht 1 Vgl. Schardt, M./ Brönstrup. U.: Nicht alle Sinne beisammen? Wahrnehmungsstörungen rechtzeitig erkennen

2 Anlage zum Diagnosebogen (Bereich: Wahrnehmung) 2 Kinästhetische Wahrnehmung Auffälligkeiten bei Störungen der Wahrnehmung von Lage und Bewegung Handhabt Werkzeuge unsachgemäß Stifthaltung ist verkrampft oder schlaff Geht unangemessen mit Arbeitsmaterialien um "Selbstverständliche" Handlungen sind wenig oder gar nicht automatisiert Hat Schwierigkeiten von der Tafel oder aus einem Buch abzuschreiben Die Schrift wird zunehmend unleserlich Die Gedächtnisleistung des Gehirns weist ein häufig wechselndes Profil auf Ist kaum in der Lage Geschichten und Situationsbeschreibungen nachzuerzählen Die Sprachproduktion ist im Gegensatz zum Sprachverständnis schwach ausgebildet Arbeitet langsam 2 Vgl. Schardt, M./ Brönstrup. U.: Nicht alle Sinne beisammen? Wahrnehmungsstörungen rechtzeitig erkennen

3 Anlage zum Diagnosebogen (Bereich: Wahrnehmung) 3 Taktile Wahrnehmung Auffälligkeiten bei Störungen von Tast- und Berührungsempfinden Geometrische Formen und Schriftzeichen werden schlecht erkannt und erinnert Probleme bei Reihenfolgen Panikartige Reaktionen oder plötzliche Gefühlsausbrüche bei veränderten Abläufen Heftige Reaktion bei fremden Geräuschen Vermeidet Blickkontakt. Hat Rangeleien mit Tischnachbarn. Hat eine gestörte sprachliche Kommunikation, wodurch die Beteiligung an Gruppenaktivitäten eher eingeschränkt ist Hat ein ängstliches bis weinerliches Verhalten Lehnt Arbeitsmaterialien wie Fingerfarben werden ebenso abgelehnt wie bestimmte Gerüche 3 Vgl. Schardt, M./ Brönstrup. U.: Nicht alle Sinne beisammen? Wahrnehmungsstörungen rechtzeitig erkennen

4 Anlage zum Diagnosebogen (Bereich: Wahrnehmung) 4 Visuelle Wahrnehmung Auffälligkeiten bei Störungen der visuellen Wahrnehmung Hat Probleme beim Erkennen von Entfernung, Größenverhältnis und Richtung Verfügt über ein geringes Konzentrationsvermögen Kann überlappende Figuren oder Formen optisch nicht herausfiltern Erkennt gleiche Buchstaben in unterschiedlicher Lage oder Größe nicht als gleich Nimmt räumliche Beziehungen von Gegenständen zueinander nur gering wahr Die Koordination von Auge und Hand gelingt nur eingeschränkt Hat eine geringe Beobachtungsfähigkeit Hat eine schwache Gedächtnisleistung und eine reduzierte Wahrnehmungsgeschwindigkeit Hat eine beeinträchtigte Form- und Farbwahrnehmung Hat ein eingeschränktes Gesichtsfeld. Dinge am Rande werden nur vage oder unscharf wahrgenommen. 4 Vgl. Schardt, M./ Brönstrup. U.: Nicht alle Sinne beisammen? Wahrnehmungsstörungen rechtzeitig erkennen

5 Anlage zum Diagnosebogen (Bereich: Wahrnehmung) 5 Auditive Wahrnehmung Auffälligkeiten bei Störungen der auditiven Wahrnehmung Kann Geräusche nicht lokalisieren (Richtungshören) Kann ein Geräuschfeld nicht richtig einordnen. Wesentliche Informationen können nicht von unwesentlichen unterschieden werden. Kann sich nicht auf eine Geräuschquelle konzentrieren (z.b. Lehrer) Hat ein schlecht ausgebildetes Sequenzgedächtnis. Laute, Silben und Zahlen in einer vorgegebenen Reihenfolge können nicht erinnert werden. Hat eine reduzierte Hörgedächtnisspanne. Aufgenommene Informationen gelangen nicht vom Ultrakurzzeitgedächtnis ins Kurzzeitgedächtnis. Hat ein reduziertes Aufnahmevermögen. Selbst kurze Informationen können nicht mehr verarbeitet werden, wenn eine bestimmte Informationsmenge überschritten wird (Kind schaltet gänzlich ab) 5 Vgl. Schardt, M./ Brönstrup. U.: Nicht alle Sinne beisammen? Wahrnehmungsstörungen rechtzeitig erkennen

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