Einführung in Voice over IP

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1 Voice over IP (VoIP) Einführung in Voice over IP Voice over IP, auch Internet-Telefonie genannt, ist die Bezeichnung für Telefonieren über ein Computernetzwerk auf der Grundlage des Internet-Protokolls. Der essenzielle Unterschied zur gewöhnlichen Telefonie besteht darin, dass die Sprachinformation nicht über eine zur Verfügung gestellte Verbindung in einem Telefonnetz übertragen wird, sondern dass die Sprache in IP-Pakete unterteilt wird, die beim Empfänger wieder zusammengesetzt werden. Der große Vorteil gegenüber traditioneller Telefonie besteht darin, dass Voice over IP die bereits vorhandene Infrastruktur des Netzwerks nutzt und so nur noch ein Netzwerk benötigt wird. Dies alles führt momentan zu einem Hype um Voice over IP, jedoch ist die Grundidee dieser Technologie keineswegs neu. Denn bereits Ende der 1990er Jahre tüftelten verschiedene Unternehmen an der Realisierung von Internet-Telefonie, scheiterten jedoch an zu hohen Anforderungen an das Netzwerk, die seinerzeit nicht vorhanden waren. Anfang des 21ten Jahrhunderts sind die Voraussetzungen gegeben, um diese hochpotenzielle Technologie realisieren zu können. Dank der inzwischen hochleistungsfähigen Netzwerke und der stark wachsenden Verbreitung von Breitband-Internetanschlüssen ist die Welt bereit für Voice over IP. Um sicherzustellen, dass die Technologie firmen- und länderübergreifend einsetzbar ist, wurden verschiedene Protokolle definiert, die Sprache und Datentransfer regeln. Die wichtigsten Protokolle sind SIP und H323, wobei SIP die besten Zukunftschancen attestiert werden. Das SIP-Protokoll Das SIP-Protokoll ist ein Signalisierungsprotokoll, das Sitzungen mit mehreren Teilnehmern initialisieren, modifizieren und beenden kann. Basierend auf HTTP dient das Textprotokoll der Vermittlung von Kommunikationsinformationen, wie

2 beispielsweise Sprache, über Netzwerke. Zur Schreibweise der Teilnehmeradressen wird das bereits von referenzierte Format benutzt: Die SIP-Informationen werden dabei über das TCP-Protokoll oder das UDP-Protokoll absolviert. Es unterstützt unter anderem die Übermittlung einer Anruferidentität oder Anrufweiterleitung in IP-basierten Netzen. Da sich SIP an der Beschaffenheit verbreiteter Internet-Anwendungen orientiert (mit einfacher Implementierbarkeit, Skalierbarkeit, Modifizierbarkeit und Flexibilität), wird SIP von Fachleuten und Zertifizierungsgremien als das zukünftige Standardprotokoll für Voice over IP bezeichnet. Um ein Internet-Telefonat führen zu können, benötigt man mehr als nur das SIP- Protokoll. SIP initialisiert lediglich die Kommunikation. Die eigentlichen Daten für die Kommunikation werden über andere Protokolle abgewickelt. Das Session Description Protocol (SDP) und das Realtime Transport Protocol (RTP) werden für diese Tätigkeit verwendet. SDP handelt die zwischen den Clients zu verwendenden Codecs und Transportprotokolle aus; Aufgabe von RTP ist es, den Multimedia-Datenstrom (Audio, Video, Text usw.) zu übermitteln, d. h. die Daten zu kodieren, in Pakete aufzuteilen und diese zu versenden. Neben der Verwendung im Voice over IP Bereich, wurde SIP zusätzlich vom 3rd Generation Partnership Project (3GPP) als Protokoll für Multimedia im 3G-Mobilfunk (UMTS) ersonnen. Voice over IP - Glossar Dieses Glossar enthält alle wichtigen Begriffe und Abkürzungen rund um die Voice over IP Technologie. Common Application Programming Interface (CAPI) Unter CAPI versteht man eine herstellerunabhängige ISDN-Programmierschnittstelle. Sie wird in der Version 2.0 für die Gateway-Funktion von Nero Sippstar Pro IP- Telefonanlage für die Telefonie in das öffentliche Telefonnetz benötigt. Client Ein Client ist eine Anwendung, die in einem Netzwerk den Dienst eines Servers in Anspruch nimmt. Als Client in Bezug auf Voice over IP versteht man entweder ein Softphone oder ein Hardphone. Direct Inward Dialing (DID) DID ist die Bezeichnung für die Basisnummer eines Anlagenanschlusses. Der Telefonanschluss-Dienstleister stellt dazu eine Basisnummer und einen Durchwahlbereich zur Verfügung, der per Direktdurchwahl angewählt werden kann. Beim so genannten nondid-verfahren werden die DID-Nummern zwar vergeben, sind aber nur indirekt (beispielsweise durch eine virtuelle Nebenstelle) anwählbar.

3 Dual Tone Multi Frequency (DTMF) Das DTMF-Verfahren, auch Zweiton-Verfahren genannt, ist ein Wählverfahren in Telefoneinrichtungen. In der Nero Sippstar Pro IP-Telefonanlage arbeitet das DTMF-Dial dabei als eine Art virtuelle Nebenstelle, die angerufen werden muss, damit die nondid-funktion ausgeführt werden kann. Bei einem Anruf nimmt der virtuelle Teilnehmer ab, danach kann über DTMF die Durchwahl eingegeben werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass das Telefon DTMF unterstützt. Dynamic Domain Name System Address (dyndns Address) Eine dyndns Adresse ermöglicht, dass ein Rechner, der eine wechselnde IP- Adresse im Internet besitzt, immer über denselben Namen angesprochen werden kann. Firewall Eine Firewall ist eine Schutzsoftware oder hardware, die ein sicheres internes Netzwerk, das mit einem öffentlichen Netzwerk (wie beispielsweise dem Internet) verbunden ist, vor Viren, Hackern und anderen gefährlichen Daten schützt. Gateway Ein Gateway ist eine Schnittstelle für den Datenaustausch zwischen zwei unterschiedlichen Netzwerken. Die Gateway-Funktion der Nero Sippstar Pro IP- Telefonanlage übersetzt beispielweise das SIP-Protokoll in das ISDN-Protokoll und stellt so die Schnittstelle zwischen Voice over IP und herkömmlicher Telefonie dar. Hardphone Ein Hardphone ist ein Telefongerät, das Voice over IP Telefonie zulässt. Internet Telephonie Service Provider (ITSP) Ein ITSP verbindet mit Hilfe eines Gateway das Internet mit dem regulären Telefonnetz. Damit können beim Telefonieren über das Internet auch Teilnehmer erreicht werden, die nur ein normales Telefon besitzen. Network Address Translation (NAT) NAT ist ein Verfahren zur Erhöhung der Zahl der IP-Adressen innerhalb von Firmennetzen. Das NAT-Verfahren registriert die IP-Adressen eines privaten Netzes und ordnet sie öffentlich registrierten IP-Adressen zu. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass Rechner, die nur innerhalb des Unternehmensnetzes miteinander kommunizieren, keine öffentlichen IP-Adressen benötigen. Die Rechner, die eine Kommunikation zu anderen, externen Rechnern aufbauen, erhalten beim Routing einen Tabelleneintrag. Network Termination Mode (NT mode) Der NT-Modus ist eine Funktion in speziellen ISDN-Karten, die es ermöglicht, herkömmliche ISDN-Peripherie (z.b. Telefone, eine ISDN-Telefonanlage) für Voice over IP zu nutzen. Grundsätzlich bezeichnet Network Termination den Punkt, an dem einem Endgerät der Zugang zu einem Kommunikationsnetz bereitgestellt wird. Private Branch Exchange (PBX) PBX ist die Bezeichnung für eine firmen-/hausinterne Telefonanlage.

4 Personal Identification Number (PIN) Ein PIN ist ein persönlicher Zahlencode, der zum Einloggen auf private Daten benötigt wird. Proxy (-server) Ein Proxy (-server) ist ein Drittrechner oder Vermittlungsrechner, der zwischen zwei kommunizierenden Rechnern zwischengeschaltet ist und zweiseitig weiterleitet. Public Internet Protocol Address (Public IP address) Die Public IP-Adresse ist die IP-Adresse, die der Rechner beim Einwählen in das Internet vom Internet Service Provider zugewiesen bekommt. Ist keine Standleitung vorhanden, variiert diese Public IP-Adresse mit jedem Einwahlvorgang in das Internet. Public Switched Telephone Network (PSTN) PSTN ist die Bezeichnung für das öffentliche Telefonnetz. Redirect Server (RR) Der RR-Server dient als Vermittlungsstelle, mittels derer die Adressen der registrierten Endgeräte verwaltet werden. Real-time Transport Protocol (RTP) RTP dient dazu, Multimedia-Datenströme (Audio, Video, Text, etc.) kodiert und in Pakete aufgeteilt über das Netzwerk zu versenden. Es wird vor allem dann verwendet, wenn Echtzeit-Kommunikation nötig ist. Zum Beispiel: Voice over IP benutzt das RTP-Protokoll. Routing Unter Routing versteht man die Vermittlung von Datenpaketen zwischen mehreren Subnetzen. Screen-Name Ein Screen-Name ist ein Kurzname, der als Anzeigename im Programm erscheint. Als Screen-Name für Tobias Müller wäre beispielweise Tobi naheliegend. Session Initiation Protocol (SIP) Das SIP ist ein Standard-Protokoll (RFC 3261) für Internet-Multimedia-Konferenzen, zum Beispiel beim Telefonieren über das Internet. Soft phone Ein Softphone ist eine Software, die als Telefon-Client arbeitet. Beispielsweise ist Nero Sipps Pro ein Softphone. Telephony Application Programming Interface (TAPI) TAPI ist eine von Microsoft entwickelte Programmierschnittstelle für Telefonie- Anwendungen. Sie ermöglicht es, direkt aus einer Software heraus zu telefonieren und über ankommende Anrufe informiert zu werden. User Datagram Protocol (UDP) UDP ist ein Netzwerkprotokoll, das den verbindungslosen Datenaustausch zwischen Rechnern regelt.

5 Virtual Private Network (VPN) Mit VPN ist eine geschützte private Verbindung über ein öffentliches Netzwerk wie zum Beispiel dem Internet möglich. Wizard (auch Assistent) Ein Wizard ist eine Programmfunktion, die bei bestimmten Programm-vorgängen den Benutzer Schritt für Schritt durch den Vorgang leitet.

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