Fachgebiete. Fachvertiefung Information Security Management (ISM) (WS 2014 / SS 2015)

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1 Fachgebiete Fachvertiefung Information Security Management (ISM) (WS 2014 / SS 2015)

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3 Inhaltsverzeichnis 1 Fachvertiefung Information Security Management (ISM) Sicherheits- & Security Management - SSM Geschäftsmodelle und IT-Strategie - ITS Governance, Risk & Compliance - GCR Krise - Notfall - Business Continuity Management - KNB... 8

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5 1 Fachvertiefung Information Security Management (ISM) Die Fachvertiefung Information Security Management ist integraler Bestandteil des berufsbegleitenden Universitätslehrgangs Professional MSc Management und IT und beinhaltet vier Fachgebiete (fachliche Schwerpunkte), wobei jedes Fachgebiet in zwei sog. Kompaktmodule unterteilt ist. Die Fachgebiete sind: 1. Sicherheits- & Security Management - SSM 2. Geschäftsmodelle und IT-Strategie - ITS 3. Governance, Risk & Compliance - GCR 4. Krise - Notfall - Business Continuity Management - KNB Die Fachgebiete - sowie die jeweils zugehörigen Kompaktmodule - werden nachfolgend beschrieben. 1.1 Sicherheits- & Security Management - SSM Dieses Fachgebiet legt die Grundlagen zum Verständnis. Es beleuchtet Motivation, Ziele und Inhalte des Information Security Management, definiert relevante Begriffe innerhalb des Sicherheitsumfeldes, vermittelt Rolle, Skills, Aufgaben und Verantwortlichkeiten von CISOs & ISOs und skizziert die Implementierung eines Information Security Management Systems (ISMS) nach ISO/IEC sowie nach dem BSI IT-Grundschutz. Die Kompaktmodule sind: Grundlagen des Information Security Management KM_ISM_SSM_01 2 Tage Christian Leeb Inhalte a. Motivation, Ziele und Inhalte des Information Security Management - Warum wird Information Security immer wichtiger? - Was ist vor wem wie wann zu schützen? b. Begriffsdefinition und Abgrenzungen - Was sind Information, Daten, Wissen? - Was sind Sicherheit, Schutz, Risiko, Vertraulichkeit und andere Begriffe und wie hängen sie zusammen? c. Rolle, Skills, Aufgaben und Verantwortlichkeiten von CISOs & ISOs - Voraussetzende Persönlichkeit - Diskussion der Aufgaben d. Organisatorische Verankerung und Vernetzung von CISOs & ISOs innerhalb der Organisation (Abgrenzung von anderen Managementrollen) - Strategisches und Pragmatisches - Vor- und Nachteile unterschiedlicher Organisationsformen e. Awareness in der Praxis Fachvertiefung ISM (WS 2014 / SS 2015) Version: Seite 5 von 10

6 - Awareness-Methoden - Planung einer Awareness-Kampagne Information Security Management in der Praxis KM_ISM_SSM_02 3 Tage Markus Schiemer Inhalte a. Methoden, Maßnahmen und Tools zur Beurteilung, Herstellung und Aufrechterhaltung der Informationssicherheit: Implementierung eines Information Security Management Systemen (ISMS) - Allgemeine Überlegungen zum ISM und ISMS - Methoden, Maßnahmen und Tools zur Beurteilung, Herstellung und Aufrechterhaltung der Informationssicherheit - Elemente eines ISMS - Die ISO/IEC BSI IT-Grundschutz Standards & Kataloge - Implementierung eines ISMS nach ISO/IEC Implementierung eines ISMS nach BSI IT-Grundschutz - Zertifizierungen für ISMS 1.2 Geschäftsmodelle und IT-Strategie - ITS Die zunehmende Positionierung der IT in Unternehmen, ihr wachsender Beitrag zum Unternehmenserfolg und die zunehmenden Risiken, die mit der IT verbunden sind, erfordern eine klare Bestimmung der Rolle bzw. des Wertes der IT im Unternehmen (IT Value), klare Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten (IT Sourcing) und ein abgestimmtes Verständnis über das Zusammenspiel zwischen Business und IT. Die Kompaktmodule sind: Management & Paradigmenwechsel KM_ISM_ITS_01 2 Tage Christian Leeb Inhalte a. Das neue Managementumfeld: Paradigmenwechsel zur Netzwerkgesellschaft bis hin zur Entgrenzung der Unternehmenswelt - Technologische Trends i. Big Data, Cloud, Mobile ii. Everything as a Service iii. Social Media - Organisatorische Trends i. Prozessorganisation ii. Agile Organisation iii. Collaborative working - Gesellschaftliche Trends i. Next Generation ii. Communities und Engagement iii. Crowd everything - Management Trends i. Motivation und Selbstorganisation ii. Management von verteilten high potentials Fachvertiefung ISM (WS 2014 / SS 2015) Version: Seite 6 von 10

7 IT Value & Sourcing KM_ISM_ITS_02 3 Tage Manfred Stallinger (1 Tag, Teil a. IT Value ), Jürgen Mang (2 Tage, Teil b. Strategieentscheidung: IT Sourcing (Outsourcing / Insourcing) ) Inhalte a. IT Value - Risikomanagement & IT Value - Definition von Risikomanagement und von zu betrachtenden Grundfaktoren, Methoden der Betrachtung - Definition von strategischer Unternehmenssicherheit (Merkmale, Messgrößen, etc.) - Betriebswirtschaftliche Betrachtung des Risikopotentials - Anforderung der Compliance - Marktrisiko IT - Risikomanagement am Beispiel der Methode CRISAM - Ableitung und Bewertung des IT Value b. Strategieentscheidung: IT Sourcing (Outsourcing / Insourcing) - Was versteht man unter IT-Sourcing - Gründe (Ziele, Zweck) für IT-Sourcing - Kriterien für die Wahl der IT-Sourcing Strategie - Vorgehensmodelle zum IT-Sourcing - Typische Phasen (und deren Inhalte) eines IT-Sourcing Projekts - Risiken des IT-Sourcing - Sicherheits-Outsourcing - Kosten des IT-Sourcing 1.3 Governance, Risk & Compliance - GCR Die auf den Geschäftszweck ausgerichtete Steuerung der IT (Governance), die Überprüfung, ob und wie ITbzw. operative Risiken und vor allem die fortbestandsgefährdenden Risiken erkannt und deshalb vermieden werden können (Risk Management) sowie die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen im Bereich der IT- Landschaft (geltende Gesetze, unternehmensinterne und vertragliche Regelungen) (Compliance) sind für ein ganzheitlich ausgelegtes, erfolgreiches Information Security Management von zentraler Bedeutung. Die Kompaktmodule sind: Compliance KM_ISM_GCR_01 2 Tage Nikolaus Forgó Inhalte a. Rechtliche Grundlagen a. Europarechtliche Grundlagen b. Nationalstaatliche Umsetzungen der europarechtlichen Vorgaben in den Bereichen Datenschutzrecht, Urheberrecht, Arbeitsrecht, E-Commerce- Recht und Telekommunikationsrecht Governance & Risk Fachvertiefung ISM (WS 2014 / SS 2015) Version: Seite 7 von 10

8 KM_ISM_GCR_02 3 Tage Andreas Tomek (2 Tage, Teil a. (Sicherheits-)Audit ), Thomas Mandl (1 Tag, Teil b. Beweisverfahren und digitale Forensik ) Inhalte a. (Sicherheits-)Audit - Einführung in die Audit-Theorie und -Prozesse - ISO27001 Audit Objectives - COBIT in General IT Audits - Rollenspiel und Prüffelder - Technische Prüfung mit dem Grundschutzhandbuch - Penetration Testing & Software Certification b. Beweisverfahren und digitale Forensik - Zusammenhang zwischen digitaler Forensik und Incident Response Prozessen - Darstellung aktueller Fälle digitaler Forensik anhand von Praxisbeispielen (Industriespionage, Advanced Persistent Threats, erfolgreiche Cyber-Attacke, Internal Misuse, Malwarebefall, unehrliche interne Mitarbeiter, etc.) - Vermeidung häufiger Fehler bei der digitalen Forensik (z.b. unbeabsichtigte Manipulation oder Verunreinigung von Beweisen, fehlende Sicherung von Metadaten, etc.) - Ableitung von Anforderungen an Incident Response Prozesse und erforderliche IT Strukturen 1.4 Krise - Notfall - Business Continuity Management - KNB Krisen und Notfälle sowie adäquate Krisenkommunikation (Öffentlichkeitsarbeit in Krisenfällen) sind weder aus dem Stand heraus noch mit den vorherrschenden Alltagsstrukturen zu bewältigen. Sie bedürfen sorgfältiger und professioneller Planung und erfordern verantwortungsbewusste Umsetzung. Unzureichendes Handeln in Krisen und Notfällen (Krisen- und Notfallmanagement) kann betroffenen Organisationen hohen Schaden zufügen. Unter dem Begriff des Business Continuity Management (BCM) werden alle notwendigen ablauf- und aufbauorganisatorischen Maßnahmen subsumiert, welche den Fortbestand eines Unternehmens in einer Krisen- oder Notfallsituation sicherstellen sollen; von der Analyse über die Planung, das Krisen- und Notfallmanagement, der Dokumentation bis hin zu entsprechenden Übungsabläufen. In diesem Fachgebiet werden Grenzen und Anwendungsfälle präsentiert und durchgespielt. Die Kompaktmodule sind: Business Continuity Management KM_ISM_KNB_01 2 Tage Rolf von Rössing Inhalte a. Business Continuity Management (BCM) & Business Resilience - Hintergrund und Entwicklung - BCM-Lebenszyklus - Phasen im BCM-Lebenszyklus und kontinuierliche Verbesserung - Verbindung zum Krisenmanagement Fachvertiefung ISM (WS 2014 / SS 2015) Version: Seite 8 von 10

9 b. ICT Continuity Management (IT Service Continuity Management (ITSCM)) nach BS ISO/IEC 27031: Integrierter Lebenszyklus und Verbindung zum BCM - Phasen des ITSCM und Schnittstellen - Architekturen und Lösungsansätze für praktische Probleme - Verbindung zur Cybersicherheit Krisen- und Notfallmanagement KM_ISM_KNB_02 3 Tage Armin Plank (2 Tage, Teil a. Krisen- und Notfallmanagement im Unternehmenskontext und im öffentlichen Raum (inkl. Simulation eines Notfalls / einer Krise) ), Verena Nowotny (1 Tag, Teil b. Krisenkommunikation ) Inhalte a. Krisen- und Notfallmanagement im Unternehmenskontext und im öffentlichen Raum (inkl. Simulation eines Notfalls / einer Krise) - Allgemeine Einführung, Begriffsdefinition und Abgrenzung i. Lagedefinition: Notfall, Krise, Katastrophe ii. Einführung in die Grundlagen der systematischen Entscheidung - Aufgaben einer Notfall- / Krisenorganisation i. Kompetenz-Regelungen und Abgrenzungen ii. Einführung in die Funktionsweise eines Lagezentrums - Einbindung in die betriebliche Prozesslandschaft - Exemplarische Vermittlung der folgenden Grundlagen: i. Notfall- / Krisen Aufbauorganisation ii. Notfall- / Krisen Stab-Aktivierung, Bereitschaftsregelungen iii. Notfall- / Krisen Steuerung (Pläne, Checklisten, ) iv. Notfall- / Krisen Entscheidungsfindung v. Notfall- / Krisen Kommunikation vi. Notfall- / Krisen Dokumentation - Aufbau eines Notfall- / Krisen Handbuchs i. Notfall- / Krisen Übungskonzeption ii. Erstellung eines Notfallhandbuches für die Notfall- / Krisenübung iii. Notfall- / Krisen Simulation b. Krisenkommunikation - Charakteristika von Krisen - Grundregeln für erfolgreiche Krisenkommunikation - Häufigste Fehler - Arbeitsweise von Medien (TV, Print, Nachrichtenagenturen) - Umgang mit Medien in Extremsituationen - Umgang mit neuen Medien (Facebook, Twitter, etc.) - Kommunikationskrisen versus Krisenkommunikation Fachvertiefung ISM (WS 2014 / SS 2015) Version: Seite 9 von 10

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