Das neoklassische Paradigma einer Markt- bzw.

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1 Das neoklassische Paradigma einer Markt- bzw. Tauschwirtschaft stellt zweifellos die Normalwissenschaft in der Ökonomie dar, der sich gerade auch in Deutschland der ganz überwiegende Teil der forschungsintensiven und politikberatenden Wirtschaftswissenschaftler verschrieben haben. In den USA wird die Kritik an den grundlegenden Annahmen und den daraus ableitbaren wirtschaftspolitischen Maßnahmen von prominenter Seite zunehmend lauter. In diesem Artikel wird die neoklassische Normalwissenschaft anhand der Axiome ihres Kerns und der zusätzlichen Annahmen ihres schützenden Gürtels beschrieben und die Kritik an den impliziten Postulaten herausgearbeitet. Außerdem wird beschrieben, dass die deutsche akademische Ökonomie auf den sich anbahnenden Paradigmenwechsel schlecht vorbereitet scheint und eine größere Methoden- und Modellpluralität dringend nötig ist. Normalwissenschaft und Alternativen Es gehört zu den Konstitutionsprinzipien der Naturwie Sozialwissenschaften gleichermaßen, dass sich ein anerkannter, von der Mehrheit der Wissenschaftler der jeweiligen Fachdisziplin geteilter axiomatischer Kern ( core ) und ein schützender Gürtel von nachgeordneten Annahmen und Leitsätzen ( protective belt ) herausbildet, der als die Normalwissenschaft beschrieben werden kann. 1 Daneben bestehen gleichzeitig alternative Realitätskonstruktionen, die sich entweder durch einen grundsätzlich anderen axiomatischen Kern auszeichnen oder aber im schützenden Gürtel so weit von der Normalwissenschaft abweichen, dass ihre Erklärungen (Ex-post- und Ex-ante-Prognosen) und Schlussfolgerungen wesentlich von denen der Normalwissenschaft verschieden sind. Im ersteren Falle muss man von einer paradigmatischen Alternative, im letzteren Falle von einer alternativen Schule innerhalb des gleichen Paradigmas sprechen. Die alternativen Paradigmen und Schulen konkurrieren um die Vorherrschaft Arne Heise Ende der neoklassischen Orthodoxie? Wieso ein methodischer Pluralismus gut täte Die Wirtschaftswissenschaften in Deutschland werden schon seit langem von einem neoklassischen Mainstream dominiert. Was sind die wesentlichen Grundlagen dieser neoklassischen Normalwissenschaft in der Ökonomie? Wo setzt die Kritik am neoklassischen Paradigma an? Welche alternativen Modelle gibt es? Wie kann der Methodenpluralismus gefördert werden? Prof. Dr. Arne Heise, 47, lehrt Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. in der Deutungshoheit und die Position als Normalwissenschaft ; wobei gerade in den nicht-experimentellen Sozialwissenschaften diese Entwicklung weder objektiv durch die größere Erklärungskraft der Paradigmen und Schulen bestimmt werden kann,da sich starke Pfadabhängigkeiten und massive Lock-in-Effekte 2 zeigen, noch eine Linearität der Erkenntnisgewinnung zu unterstellen ist sondern vielmehr ein zyklischer Prozess. Es kann uns deshalb nicht verwundern, wenn gelegentlich die Renaissance der Theorie X (häufig ergänzt durch die Präfixe neu- oder post- um die selbstverständliche Weiterentwicklung anzudeuten 3 ) oder das Ende des Modells Y postuliert wird Auslöser sind zumeist Einschränkungen in der (Ex-post- oder Ex-ante-)Prognosequalität der Theorien, aber auch gesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen, allgemeine gesellschaftliche Diskursverschiebungen oder Spillovers aus benachbarten Wissenschaftsdisziplinen. Die Normalwissenschaft in der Ökonomie 4 stellt zweifels- 1 ndem ich hier und im Folgenden die Begrifflichkeiten der Wissenschaftstheorien von Th. K uhn: Structure of Scientific Revolution, Chicago 1962; und I. L akatos: The Methodology of Scientific Research Programmes: Philosophical Papers, Vol. I, Cambridge 1977, in einen Zusammenhang stelle, versuche ich die analytische Schärfe Lakatos mit der begrifflichen Eleganz Kuhns zu kombinieren 2 Vgl. u.a. N. G oldschmidt: Vom Nutzen der Ordnungsökonomik angesichts einer mathematisierten Wirtschaftswissenschaft, in: WIRT- SCHAFTSDIENST, 86. Jg. (2006), H.1, S ; und B. P. P riddat: Volkswirtschaft als Idealversagen des Marktes und der Theorien, in: WIRTSCHAFTSDIENST, 86. Jg. (2006), H. 1, S So erlebten wir mit dem Monetarismus die neoklassische Wiedergeburt (A. Leijonhufvud: Keynes und die Keynesianer: Ein Interpretationsvorschlag, in: K. Brunner, H.G. Monissen, M.J.M. Neumann (Hrsg.): Geldtheorie, Köln 1974, S. 208), die Neue Keynesianische und später die Neue Klassische Makroökonomie (vgl. A. Heise: New Politics, Münster 2001) und neuerdings die Neue Neoklassische Synthese (vgl. M. G oodfriend, R. King: The New Neoclassical Synthesis and the Role of Monetary Policy, in: NBER Macroeconomic Annual, Vol. 12, 1997, S ). 4 Gelegentlich wird die Sozialwissenschaft als eine vor-paradigmatische Wissenschaft dargestellt, in der sich noch kein Konsensus über einen axiomatischen Kern herausgebildet habe. Dies gilt aber sicher nicht für die Wirtschaftswissenschaften, wie K. W. Rothschild: New Worlds New Approaches. A Note on Future Research Strategies, in: Kyklos, Vol. 58, Issue 3, 2005, S. 440 bestätigt: More than in any other social science, we have in economics a sharp division between a ruling mainstream and a multitude of heterodox theories which have in common that they diverge in one way or another from the neoclassical mainstream. 1

2 ohne das neoklassische Paradigma einer Markt- bzw. Tauschwirtschaft dar, die von verschiedenen Schulen innerhalb der tauschtheoretischen Axiomatik z.b. die österreichische Schule oder der Neukeynesianismus und alternativen Paradigmen z.b. der Postkeynesianismus oder der Neoricardianismus herausgefordert wird. 5 Zumindest in Deutschland muss man wohl konstatieren, dass die Dominanz der neoklassischen Normalwissenschaft so groß geworden ist, dass kaum noch ernsthaft von einem methodischen Pluralismus gesprochen werden kann. 6 Dies ist umso problematischer, als sich im größten Wissenschaftsmarkt der Welt den USA gerade eine erstaunliche Entwicklung anbahnt, auf die die deutsche Wissenschaftslandschaft schlecht vorbereitet erscheint: das (vorläufige) Ende der Neoklassik als Normalwissenschaft. Kritiker der Neoklassik Ausgehend von Protesten französischer Studierender ist die Unzufriedenheit mit der Selbstbezüglichkeit und Abschottung ( Autismus ) des stark formalisierten neoklassischen Paradigmas mittlerweile zu einer weltweiten Attacke auf die neoklassische Orthodoxie geworden, der sich auch viele kritische Ökonomen angeschlossen haben. 7 Soweit könnte man diese Kritik, die ihren Markt mit einer zunehmenden Anzahl von entsprechenden Publikationen bedient, 8 als überlautes 5 Tatsächlich fallen unterschiedliche Keynesianismen in unterschiedliche Kategorien: Während der Neukeynesianismus den tauschtheoretischen Kern der Neoklassik teilt, aber gewissen Annahmen des schützenden Gürtels (insbesondere die Annahme atomistischer Konkurrenz und vollständiger Preisflexibilität) aufgibt, lehnt der Postkeynesianismus den tauschtheoretischen Kern zugunsten eines vermögenstheoretischen Kerns (Gläubiger-Schuldner-Hypothese) ab; vgl. z.b. Th. P alley: Post Keynesian Economics. Debt, Distribution and the Macro Economy, Basingstoke 1996, S. 37 ff; P. D avidson: Post Keynesian Macroeconomic Theory: A Foundation for Successful Economic Policies in the Twenty-First Century, Aldershot 1994, S. 290 ff. 6 Als mikro-empirischer Beleg mag gelten, dass der so genannte Hamburger Appell ein durch und durch neoklassisches Argumentationskonstrukt von fast 170 Professoren, Professorinnen und Privatdozenten und Privatdozentinnen der Wirtschaftswissenschaften an deutschsprachigen Universitäten und Forschungsinstituten unterschrieben wurde. Dies dürfte die große Mehrheit der forschungsaktiven deutschsprachigen Wirtschaftswissenschaftler sein. Auch die großen deutschen Forschungsinstitute (DIW Berlin, IfW Kiel, CESifo München, RWI Essen und IWH Halle) haben sich mittlerweile weitgehend einheitlich dem neoklassischen Mainstream verschrieben lediglich das Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena kann als eindeutig nicht-orthodox eingeschätzt werden. Vgl. auch die jüngste Umfrage zu diesem Thema der Zeitschrift INTERVENTION: Wie heterodox ist der Mainstream? Ökonomische Forschung und wirtschaftspolitische Beratung im deutsprachigen Raum. Umfrage der Zeitschrift Intervention, in: Intervention Zeitschrift für Ökonomie, Vol. 4, H.1, 2007 (im Druck). 7 Vgl. E. F ullbrock: The crisis in economics. The post-autistic economics movement: the first 600 days, London Vgl. u.a. K.-H. B r odbeck: Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie, Darmstadt 2000; P. O rmerod: The Death of Economics, London 1994; S. K een: Debunking Economics: The Nake Emporer of the Social Sciences, London 2001; P. Bendixen: Das verengte Weltbild der Ökonomie, Darmstadt Geschrei der Außenstehenden deuten, das sich umgekehrt proportional zu ihrer Bedeutung verhält. 9 Sicher anders muss die Sache betrachtet werden, wenn diese Kritik aus dem Zentrum der Orthodoxie kommt oder aber wenigstens Vertreter einer solchen Kritik mit Auszeichnungen und Positionen versehen werden, die gewöhnlich nur Vertretern der Normalwissenschaft zustehen: 10 Nobelpreisträger George A. Akerlof 11 hat in seiner Präsidialadresse an die American Economic Association (AEA) eine scharfe Kritik der After Keynesian Macroeconomics ausgesprochen, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz 12 wehrt sich zunehmend vehement gegen die neoklassische Marktorthodoxie und einflussreiche Lehrbuchautoren wie Paul Krugman 13 oder Wendy Carlin und David Soskice 14 widmen sich sehr erfolgreich der Ausarbeitung einer Alternative zum neoclassical benchmark model. Hier deutet sich ein fundamentaler Bedeutungswandel der neoklassischen Ökonomik an, der sie die Stellung als Normalwissenschaft kosten kann. 15 Im Folgenden sollen die Kennzeichen des neoklassischen Benchmark-Modells herausgearbeitet und die daran aufkeimende Kritik dargestellt werden. Daran schließt sich eine Betrachtung möglicher Alternativen an dies ist deshalb wichtig, weil Wissenschaft keine Theorievakanz zulässt. Stehen also keine Alternativen zur Verfügung, die über die Theoriekritik hinaus konsistente Ersatzinterpretationen liefern, bliebe die Dominanz der Neoklassik ungefährdet. Schließlich sollen einige Überlegungen für die deutsche Wirtschaftswissenschaftslandschaft angestellt werden. 9 Hierbei müssen wir sicher unterscheiden zwischen jenen Kritikern, die nachvollziehbare (aber nicht notwendigerweise von allen geteilte) Vorbehalte gegenüber Annahme im Kern oder im schützenden Gürtel haben und solchen, die den (häufig formalisierten) Reduktionismus der Wirtschaftswissenschaft als Szientismus grundsätzlich hinterfragen. Letztere Kritik ist hier ausdrücklich nicht gemeint. 10 Und dies scheint die folgende Kritik der neoklassischen Normalwissenschaft von früheren, im Wesentlichen von Non-Mainstream- Ökonomen geführte Angriffe (vgl. z.b. die von Winfried Vogt gesammelten Beiträge in W. Vogt (Hrsg.): Seminar: Politische Ökonomie. Zur Kritik der herrschenden Nationalökonomie, Frankfurt 1973; und W. Vogt (Hrsg.): Politische Ökonomie heute, Regensburg 1988, zu unterscheiden. 11 Vgl. G. A. A kerlof: The Missing Motivation in Macroeconomics; Preliminary Draft: Presidential Address, American Economic Association, AEA Annual Congress Chicago 7th of January 2007 (unveröffentlichtes Manuskript Oktober 2005). 12 Vgl. J. S tiglitz: The Roaring Nineties. Seeds of Destruction, New York Vgl. P. Krugman: Peddling Prosperity. Economic Sense and Nonsense in the Age of Diminishing Expectations, New York Vgl. W. Carlin, D. Soskice: Macroeconomics. Imperfections, Institutions, Policies, Oxford leitete die AEA-Präsidialadresse von M. F riedman: The Role of Monetary Policy, in: American Economic Review, Vol. 58, Nr.1, 1968, S. 1 17, das Ende des ISLM-Keynesianismus als Normalwissenschaft ein.

3 Grundlagen der Neoklassik Es wird im Folgenden nicht darum gehen, einen Strohmann aufzubauen, auf den sich beliebig einschlagen lässt, sondern das neoklassische Benchmark-Modell als Musterbeispiel der Normalwissenschaft so genau wie möglich zu beschreiben. Nur so kann verhindert werden, dass sich Kritik im Nebel unklarer Konzepte verliert. 16 Und ich möchte versuchen, diese Beschreibung anhand des axiomatischen Kerns, der Annahmen des schützenden Gürtels und sich daraus ergebender Postulate vorzunehmen. 17 Der tauschtheoretische Kern der Neoklassik lässt sich in Form dreier Axiome zusammenfassen: (1) Das Bruttosubstitutionsaxiom, (2) das Rationalitätsaxiom und (3) das Ergodizitätsaxiom. Das Bruttosubstitutionsaxiom besagt, dass grundsätzlich alle Güter (und Dienstleistungen) gegeneinander austauschbar sind. Damit wird sichergestellt, dass der relative Preis als Allokationsinstrument fungieren kann und garantiert die Existenz von Marktgleichgewichten. 18 Das Rationalitätsaxiom behauptet, dass alles ökonomische Handeln zielgerichtet und widerspruchsfrei sei Grundvoraussetzung für den Nutzen maximierenden Homo Oeconomicus. Schließlich ermöglicht das Ergodizitätsaxiom die Vorstellung jener stochastisch-deterministischen Entwicklung aller für ökonomische Entscheidungen wichtigen Variablen, die für die Formung rationaler Erwartungen notwendig sind 19 rationale Erwartungen als stochastische Erweiterung der allzu simplen Annahme vollständiger Voraussicht. Nur unter Gültigkeit dieser Axiome sind Wirtschaftssubjekte überhaupt in der Lage, das zu tun, was die neoklassische Ökonomie ihnen abverlangt: Optimale Konsum-, Investitions-, Arbeitsangebots- und Arbeitsnachfragepläne aufzustellen, optimale Portfolio-Ent- 16 So plädiert D. C olander: The Death of Neoclassical Economics, in: Journal of the History of Economic Thought, Vol. 22, Nr. 2, 2000, S , dafür, den Begriff Neoklassik mangels Eindeutigkeit gänzlich aufzugeben. Dies mag sinnvoll sein, negiert aber nicht die Existenz einer Normalwissenschaft mit klar bestimmbaren Eigenschaften. 17 G. Hodgson: Evolution and Institutions, Cheltenham 1999, S. 29 definiert Neoklassik, indem er einige Zuschreibungen macht, die aber weder klar als Axiome, noch als daraus ableitbare Postulate zu erkennen sind. Wenngleich seine Zuschreibungen (Annahme rationaler, Nutzen maximierender Agenten; Fokussierung auf Gleichgewichtszustände; Vernachlässigung von Informationsproblemen) durchaus zu den von mir benannten Axiomen passen, möchte ich doch mein Vorgehen beibehalten, weil es einerseits nachvollziehbarer ist und andererseits nicht zu so fragwürdigen Ergebnissen führt, wie z.b. die österreichische Variante der Neoklassik nicht zur Neoklassik zählen zu müssen. 18 Vgl. H. R eijnierse, A. Van Gellekom, J. A. M. Potters: Verifying gross substitubility, in: Economic Theory, Vol. 20, 2002, S Vgl. P. Davidson: Reviving Keynes revolution, in: Journal of Post Keynesian Economics, Vol. 6, Nr.4, 1984, S scheidungen und vieles mehr zu treffen; kurz: in jeder Lebenslage zu optimieren. Kommen zu diesen Kernaxiomen noch einige Annahmen des schützenden Gürtels hinzu typischerweise Annahmen über atomistische Marktkonkurrenz, unendliche große Anpassungsgeschwindigkeiten und vollständige Preisflexibilitäten sowie die Abwesenheit von Transaktions- und Informationskosten, dann lassen sich folgende Postulate herleiten: (1) das Postulat eines allgemeinen Marktgleichgewichts in seinem klassischen (Say sches Gesetz) oder neoklassischen Gewand (Walras-Gesetz); (2) das monetäre Neutralitätspostulat (klassische Quantitätstheorie) mit seiner impliziten Dichotomie einer realen und einer monetären ökonomischen Sphäre, (3) das Politikineffektivitätspostulat (Ricardo-Barro-Äquivalenztheorem) und (4) das Wohlfahrts- bzw. Harmoniepostulat. Es sind nun diese vier extrem starken Implikationen des neoklassischen Benchmark-Modells, an denen sich die Kritiker abarbeiten aber zunächst soll noch einmal deren Bedeutung herausgestellt werden. Die besondere Stärke des neoklassischen Benchmark-Modells liegt zweifellos in seiner deduktiven Strenge und Kohärenz. Das aber bedeutet nichts anderes, als dass die benannten Postulate nicht einfach Glaubenssätze darstellen, die akzeptiert oder eben häufig intuitiv 20 zurückgewiesen werden können, sondern letztlich, wenn die Axiome (Kern) und Grundannahmen (schützender Gürtel) hingenommen werden, unbestreitbare Ergebnisse transzendentaler Logik sind: 21 Es existiert eine beste aller Welten. 22 Perfekte Märkte reproduzieren ständig selbst wenn sie durch so genannte exogene Schocks getroffen werden optimale Ergebnisse, die sich darin zeigen, dass das vorhandene Angebot immer seine Nachfra- 20 Gelegentlich werden die unrealistischen Annahmen angegriffen, gelegentlich die Beschränktheit (Reduktion) des Realitätsausschnittes kritisiert, manchmal auch nur der Grad an Formalisierung abgelehnt. 21 Nach meiner Kenntnis ist bislang lediglich ein erfolgreicher Schlag gegen die deduktive Strenge des neoklassischen Benchmark-Modells geführt worden: Der Nachweis des preis-mengen-induzierten Tauschgleichgewichts wurde im Rahmen der so genannten Cambridge (UK) Cambridge (USA) Kapitalkontroverse widerlegt. So grundlegend diese Kritik auch war, so folgenlos bleib sie. Die neoklassische Seite (US-Cambridge) musste zwar anerkennen, dass das Gleichgewichtspostulat nur unter weiteren einschränkenden Annahmen die Ein- Kapitalgut-Welt logisch einwandfrei aufrecht erhalten werden konnte, argumentierte andererseits, dass die neuklassisch (UK-Cambridge) dargelegte Anomalie empirisch unbedeutend sei und deshalb nicht weiter beachtet werden muss; so wird noch heute verfahren (vgl. G. M. Hodgson: Evolution and Institutions, Cheltenham 1999, S. 46 ff.; A. J. Cohen, G. C. Harcourt: Whatever Happened to the Cambridge Capital Theory Controversies, in: Journal of Economic Perspectives, Vol. 17, Nr. 1, 2003, S Hiermit wird Bezug genommen auf Kritik Voltaires am optimistischen Weltbild der Religionsphilosophie eines Gottfried Wilhelm Leibniz; vgl. Voltaire: Candide oder Die beste der Welten, Stuttgart 1971 (Original: 1759). 3

4 ge findet, die Wirtschaftssubjekte frei von Geld- bzw. Nominalillusion sind und somit weder geld- noch finanzpolitische Interventionen irgendeinen positiven Einfluss auf die an realen Größen (Realeinkommen, relative Tauschwerte, Realkassen, etc.) orientierten Wirtschaftssubjekte haben können. 23 Und schließlich kulminiert diese Realitätsinterpretation in der Konsequenz, dass diese bester aller Welten nicht nur die Wohlfahrt der einzelnen Wirtschaftssubjekte unter der Restriktion endlicher Ressourcen maximiert, sondern hierfür noch nicht einmal ein besonders wohlfeiles Verhalten der Wirtschaftssubjekte also z.b. ein benevolenter Altruismus notwendig sei, sondern individualegoistisches (Rational-)Verhalten zu diesem Ergebnis führt. Adam Smiths berühmte unsichtbare Hand garantiert also, dass das Allgemeinwohl nicht unter vermeintlich realistisch beschriebenen, egoistischen Individuen leiden muss. Ich will keineswegs darauf hinaus, dass es einiger Realitätsverweigerung bedarf, um die Prognosen dieses Pangloss schen Modells 24 für akzeptabel zu halten. Allzu leicht können die Annahmen des schützenden Gürtels allen voran die Annahme atomistischer Konkurrenz und vollständiger Preisflexibilität mit Verweis auf störende Institutionen und Organisationen, einschränkende (z.b. am Arbeitsmarkt) oder fehlende (z.b. Wettbewerbs-)Regeln so verändert werden, dass die Realität in den Erklärungsrahmen des Modells zurückgeholt wird. Bedeutender erscheint mir die Betonung, dass diese Pangloss sche Welt als Referenzmaßstab einen unglaublichen intellektuellen Reiz ausübt und, ganz besonders, äußerst klare wirtschaftspolitische Implikationen nahe legt: Selbstverständlich sind die Grundannahmen in der Realität selten erfüllt, doch es gilt, ihnen durch marktschaffende, marktverbessernde und marktliberalisierende Maßnahmen so nahe wie eben möglich zu kommen. 25 Wann immer dies z.b. aus sozial- oder gesellschafts- 23 Im Gegenteil werden geld- und finanzpolitische Interventionen als Begründung für die Existenz negativer externer Schocks herangezogen was allerdings nur logisch konsistent ist, wenn diese Interventionen unerwartet sind. Dann allerdings müssten auch positive externe Schocks durch geld- und finanzpolitische Interventionen ausgelöst werden (was zwar zumeist auch zugestanden wird, mit dem Hinweis auf die Kurzfristig- und Nicht-Wiederholbarkeit der Effekte), bis die Wirtschaftssubjekte die Veränderungen und das Handlungsmuster erkannt haben. Dann allerdings werden solche Interventionen als nicht nachhaltig und letztlich die Stabilität der Handlungsroutinen der Wirtschaftssubjekte gefährdend zurückgewiesen. 24 Dr. Pangloss ist der Lehrmeister von Voltaires Candide in seinem Candide oder Die beste der Welten ; vgl. Voltaire: a.a.o. 25 Die von G. M. H odgson, a.a.o., S. 31 vorgetragene Behauptung, die Neoklassik sei keineswegs Pro-Markt kann nur zurückgewiesen werden. Auch wenn damit lediglich darauf verwiesen werden sollte, dass reale Märkte kaum Gegenstand der neoklassischen Ökonomik sind, muss eine Zuschreibung wie die neoklassische Theorie sei marktblind (G. M. H odgson, a.a.o., S. 36) in die Irre führen. 4 politischen Gründen nicht möglich oder gewünscht sein sollte, müssen die Konsequenzen nämlich sinkende Wohlfahrt und Marktungleichgewichte akzeptiert und legitimiert werden. Dem schützenden Gürtel kommt dabei einerseits eine Pufferung gegenüber der Realität, andererseits aber auch des axiomatischen Kerns zu, denn es gerät nur allzu leicht in Vergessenheit, dass einerseits die Postulate letztlich in den Axiomen angelegt sind, andererseits die darin konservierte Vorstellung von auf rationaler Grundlage optimierenden Tauschakteuren lediglich synthetischen, nicht aber analytischen Erkenntniswert hat. Oder anders: Diese Axiome werde a priori gesetzt, sie ergeben sich nicht a posteriori aus der Analyse des ökonomischen Geschehens. 26 Kritik am schützenden Gürtel Die bekannteste Kritik zielt auf die Grundannahmen des schützenden Gürtels. Unter dem Ruf nach Mikrofundierung sind zahlreiche Theorieansätze prominent geworden, die nicht nur Abweichungen z.b. von der Annahme der vollständigen Preisflexibilität ad hoc einführen, sondern diese Abweichungen aus dem Rationalverhalten der Wirtschaftssubjekte herleiten. Es dürfte nicht verfehlt sein, hierin die gemeinsame Klammer all jener Modelle zu sehen, die als Neukeynesianismus firmieren oder so etikettiert werden. 27 Das keynesianische Element beschränkt sich dabei zumeist darauf, anhaltende Marktungleichgewichte in Form von Arbeitslosigkeit insbesondere auf dem Arbeitsmarkt beschreiben zu können. 28 Letztlich bedeutet dies, dass es entweder Widersprüche zwischen den Axiomen des Kerns und den Grundannahmen des schützenden Gürtels oder innerhalb der Grundannahmen Interpretationsspielräume und mithin deduktive Divergenzen geben muss. Tatsächlich kann das Rationalitätsaxiom dann in Widerspruch zu den Preisflexibilitätsannahmen treten, wenn eine kollektive (politische) Rationalität (rational choice) jenseits der individuellen (ökonomischen) Rationalität begründbar wird und somit Institutionen und Regulierungen erklär- 26 Obwohl Axiome sich durch ihre Normativität auszeichnen, haben Ökonomen seit jeher versucht, den Tausch als fundamental-anthropologisches Faktum menschlicher Aktivität hinzustellen; vgl. z.b. A. Smith: Wohlstand der Nationen, München 1978, S. 16 (Original: 1776). Zur Kritik daran siehe u.a. G. H einsohn: Privates Grundeigentum, patriarchalische Monogamie und geldwirtschaftliche Produktion eine sozialtheoretische Rekonstruktion der Antike, Bremen 1983; A. Heise: Tauschwirtschaft und Geldökonomie, Frankfurt Vgl. R. J. Gordon: What is New-Keynesian Economics?, in: Journal of Economic Literature, Vol. 28, 1990, S ; G. N. Mankiw, D. Romer: New Keynesian Economics, 2 Vol., Cambridge Gerade im deutschsprachigen Raum wurde deshalb auch gelegentlich von kritischen Neoklassikern gesprochen; vgl. z.b. J. S chneider: Kritische Neoklassik: Ergebnisse und Perspektiven, in: W. Vo g t (Hrsg.): Politische Ökonomie heute, Regensburg 1988, S

5 bar sind, die durch Einschränkung der Preisflexibilität den Nutzen des Kollektivs (zulasten der Gemeinschaft der Individuen) erhöhen. 29 In diesem Fall bleibt die Attraktivität des neoklassischen Benchmark-Modells insofern erhalten, als es weiterhin begründet, wie Anreize ausgestaltet werden müssen, um das wohlfahrtsbeeinträchtigende Rentenstreben der Kollektive (Kartelle, Gewerkschaften, etc.) zu unterbinden. 30 Etwas anders sieht es aus, wenn die Annahme vollständiger Informationen dahingehend konkretisiert wird, dass zwar alle Informationen vorhanden sein mögen, nicht aber allen Wirtschaftssubjekten gleichermaßen zur Verfügung stehen und es rationale Gründe dafür gibt, diese Informationsasymmetrien auszunutzen. Joseph Stiglitz Informationsökonomie ist sicher der bekannteste Ansatz, der die Konsequenzen der Informationsasymmetrie Marktversagen durch Moral Hazard und Adverse Selection, deren Folge dauerhafte Ungleichgewichte bei Unterversorgung ist nicht nur herausgearbeitet hat, sondern zunehmend betont, dass derartiges Marktversagen nicht etwa eine gelegentliche Anomalie ansonsten optimal funktionierender Märkte darstellt, sondern ein extrem weit verbreitetes, deshalb allgemeines und geradezu systematisches Phänomen marktlicher Interaktion darstellt. Besondere Bedeutung erlangen Informationsasymmetrien auf Zukunftsmärkten wie den Geld-, Kredit- bzw. Finanzmärkten, aber auch Arbeitsmärkte sind davon in hohem Maße betroffen. Unter solchen Bedingungen hält keines der oben erwähnten Postulate, die Pangloss sche Welt hat plötzlich nichts mehr mit einer zufrieden stellenden Realitätsinterpretation zu tun, obwohl die Kernaxiome unangetastet bleiben. Stiglitz sieht hierin bereits ein neues ökonomisches Paradigma beschrieben, 31 weil die Denkfigur des vollständigen Marktes konsequent durch die Denkfigur des versagenden Marktes ersetzt wird gemäß meiner oben vorgeschlagenen Distinktion zwischen unterschiedlichen Paradigmen einerseits und unterschiedlichen Schulen innerhalb eines Paradigmas andererseits würde wohl letzteres eher zutreffen. In jedem Falle aber impliziert der versagende Markt breite ordnungs- und prozesspolitische Eingriffe und rechtfertig damit einen starken, präsenten Staat, wie er dem neoklassischen Benchmark-Modell nicht entfernter sein könnte. 29 Vgl. M. O lson: The Logic of Collective Action, Cambridge (MA.) Vgl. M. O lson: The Rise and Decline of Nations, New Haven Vgl. J. S tiglitz: Information and Change in the Paradigm of Economics, in: T. F ängsmyr (Hrsg.): The Nobel Prizes 2001, Stockholm 2002, S. 472 ff. Kritik am paradigmatischen Kern Von größerer Reichweite ist die Kritik, die auf die Axiome des paradigmatischen Kerns zielt. Hier ist es einerseits die experimentelle, evolutionäre bzw. institutionelle Ökonomik 32, die das Rationalitätsaxiom des neoklassischen Benchmark-Modells zurückweist und andererseits der Postkeynesianismus, der das Ergodizitäts- und das Bruttosubstitutionsaxiom für untragbar hält. Erstere Kritik zielt auf die allokative Entscheidungslogik von Wirtschaftssubjekten ist mithin mikroökonomisch orientiert, während letztere vor allem die makroökonomischen Implikationen insbesondere die Darstellung multipler Gleichgewichte in Ablehnung des allgemeinen Gleichgewichts des neoklassischen Benchmark-Modells herausstellt. Das Rationalitätsaxiom besagt, dass die Handlungen der Wirtschaftssubjekte zielgeführt und widerspruchsfrei sind. Damit dieses Axiom zu testbaren Handlungsprognosen und den oben angeführten Postulaten deduktiv erweitert werden kann, muss es konkretisiert werden: Als Zielführung wird die materielle Nutzenmaximierung (z.b. als Einkommens- oder Profitmaximierung) angenommen, Widerspruchsfreiheit wird als Intransitivität der Präferenzordnung verstanden. Nobelpreisträger Vernon L. Smith nennt ein solcherart gefasstes Rationalitätsaxiom 33, dass einen egoistisch-rationalen Homo Oeconomicus ergibt, konstruktivistisch und stellt es dem ökologischen Rationalitätsaxiom gegenüber, das die Wirtschaftssubjekte in verschiedenen Umwelten beschränkt rational handeln lässt. Die experimentelle Ökonomik hat einerseits gezeigt, dass das konstruktivistische Rationalitätsaxiom dann in Widerspruch zum Harmoniepostulat gerät, wenn Handlungsinterdependenzen dazu führen, dass rational-egoistisches Individualverhalten zur Nicht-Kooperation (Gefangenen- und andere Kooperationsdilemmata bzw. Trittbrettfahrerverhalten) und damit zu sub-optimaler gesellschaftlicher Wohlfahrt verleitet; dies wird gelegentlich Rationalität mit Bedauern genannt. 32 Keinesfalls sind experimentelle, evolutionäre und institutionelle Ökonomik identisch. Die experimentelle Ökonomik kann als Forschungslabor strategischer Interaktion verstanden werden, in dem die Verhaltenshypothesen der Normalwissenschaft getestet werden (vgl. z.b. E. A mann: Entscheidungen im Labor. Experimentelle Wirtschaftsforschung, in: Essener Unikate, Vol. 29, 2007, S ), evolutionäre und institutionelle Ökonomik hingegen betonen die Bedeutung von Normen, Konventionen, Handlungsroutinen, etc. für menschliches Verhalten und untersuchen deren Entstehung und Veränderung (vgl. M. H odgson: a.a.o., S. 127 ff.). 33 Und er unterstellt es seiner Variante des neoklassischen Benchmark-Modells : dem Standard Socio-economic Science Model (SSSM); vgl. V. L. S mith: Constructivist and Ecological Rationality in Economics, in: T. Frängsmyr (Hrsg.): The Nobel Prizes 2002, Stockholm 2003, S

6 Glücklicherweise muss uns dies nicht allzu sehr bekümmern, denn experimentelle wie auch evolutionäre und institutionelle Ökonomik gleichermaßen beschreiben zahlreiche Umwelten (Normen wie Reziprozität oder Institutionen wie Kollektivvertragssysteme), in denen Irrationalität ohne Bedauern zur Kooperation der Wirtschaftssubjekte führt und somit die gesellschaftliche Wohlfahrt steigert. Aber natürlich ist auch dies keine gute Nachricht für das neoklassische Benchmark-Modell: Menschen verhalten sich nur allzu selten als Homo Oeconomicus. Zu Adam Smiths Zeiten war die Annahme des egoistisch-rational agierenden Wirtschaftssubjekts zwar nur der Versuch, die Harmonie von individueller und gesamtgesellschaftlicher Nutzenmaximierung ohne dubiose Rückgriffe auf ein allzu optimistisches Menschenbild andeuten zu wollen. Doch im neoklassischen Benchmark-Modell ist dieser Individualoptimierer zum notwendigen Baustein für eine Pangloss sche Welt geworden, die ohne ihn nicht konsistent aufrechterhalten werden kann. 34 Der Postkeynesianismus schließlich verwirft das Ergodizitäts- und das Bruttosubstitutionsaxiom. Es gehört zu den zentralen Aussagen der Allgemeinen Theorie von John Maynard Keynes, dass die für die Optimierungsentscheidungen der Wirtschaftssubjekte im neoklassischen Benchmark-Modell notwendigen Informationen weder allen Marktteilnehmern gleichermaßen zur Verfügung stehen, noch von allen hinreichend verarbeitet werden können und, vor allem, vielfach insbesondere, wenn es um Informationen über zukünftige Entwicklungen geht schlicht nicht vorhanden sind und sich auch objektiv keine Wahrscheinlichkeitsverteilungen aufstellen lassen. Wir haben es mit fundamentaler Unsicherheit zu tun, nicht nur mit risikobehafteten Situationen. Damit in einer solchen Situation überhaupt gehandelt werden kann von Optimieren im üblicherweise gebrauchten Sinne kann keine Rede sein, bedarf es der Existenz von Handlungsnormen, -routinen, Instinkten und Institutionen. Keynes und der Postkeynesianismus stellen insbesondere eine Institution das Geld und einen Instinkt die animal spirits in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Die animal spirits sind der sicher noch erweiterungsfähige Versuch einer rudimentären Erwartungsformationstheorie angesichts fundamentaler Unsicherheit, Geld ist jener Vermögensgegenstand, der die Reproduktionsfähigkeit der Wirtschaftssubjekte sichert und deshalb mit einer Liquiditätsprämie belegt wird. Geld wird in dieser theoretischen Betrachtung keineswegs zur Reduktion der Tauschkosten erfunden, sondern Wirtschaftssubjekte projizieren ihre Zukunftsunsicherheit auf jenen Ver- 34 Und mit ihm auch nicht: siehe die Rationalität mit Bedauern. 6 mögensgegenstand, dessen Überschuss aus Liquiditätsprämie (l) und Durchhaltekosten (c) am größten ist (also (l c) = max!). Hierbei kann es sich nur um einen Vermögensgegenstand handeln, dessen (temporäre) Produktions- und Bruttosubstitutions elastizitäten gegen Null gehen. 35 Die Verfügungsbereitschaft über Geld entscheidet letztlich über die Ruhelage einer Volkswirtschaft Geld ist damit weder neutrales Tauschmittel (Neutralitätspostulat), noch ist die Ruhelage notwendiger- oder auch nur typischerweise ein allgemeines Gleichgewicht (Gleichgewichtspostulat). Schließlich lässt sich unter diesen Bedingungen auch das Politikeffektivitätspostulat nicht mehr aufrechterhalten. In dieser weit reichenden Zurückweisung der Pangloss schen Postulate liegt zweifellos die Verwandtschaft des Postkeynesianismus zum Neukeynesianismus, obwohl, wie gesehen, die Grundlagen der Zurückweisung sehr unterschiedlich sind. Alternative Modelle Wie bereits angemerkt, ist Kritik allein dann nicht ausreichend, wenn daraus keine konstruktive Alternative und konsistente Ersatzinterpretation der Realität wird. Und es kann einfach nicht anders sein, als dass der neoklassische Modellbaum viel dichter belaubt ist als die Bäume in den Gärten des Post- oder Neukeynesianismus, der experimentellen, evolutionären und institutionellen Ökonomik, wenn man das Ungleichgewicht in der Anzahl der sie pflegenden Gärtner bedenkt. Dennoch gibt es durchaus ernstzunehmende, immanente Schwierigkeiten der Kritiker, die vielleicht zu erklären vermögen, weshalb die Dominanz des neoklassischen Benchmark-Modells noch so stark ist: 1. Trotz aller Bedenken gegen das konstruktivistische Rationalitätsaxiom ist bislang keine Ersatzkonstruktion in Sicht, die den Homo Oeconomicus ersetzen könnte. Vielleicht gibt es kein einfaches Handlungsmodell, auf das die Ökonomik aufbauen kann dann allerdings wären mikrofundierte, präskriptive Totalmodelle kaum mehr denkbar. Eine Perspektive, die vielleicht schon deshalb schreckt, weil selbst experimentelle Ökonomen wie Vernon L. Smith das konstruktivistische Rationalitätsaxiom nicht grundsätzlich zurückweisen 36, sondern nur bei persönlicher, strategischer Interaktion für experimentell falsifiziert halten. Bei unpersönlicher, marktlich-kontraktueller Interaktion hingegen spricht vieles für strikteres egoistisch-materialistisches Ra- 35 Vgl. J. M. K eynes: Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, Berlin 1936, S. 196 ff. 36 Vgl. V. L. Smith, a.a.o., S. 505.

7 tionalitätsverhalten 37, allerdings bei beschränktem Informationsraum. 2. Die postkeynesianische Theorie hat bis heute eines ihrer zentralen Elemente sträflich vernachlässigt: die Erwartungsformationstheorie. 38 Ohne klarere Vorstellungen davon, wie Erwartungen unter fundamentaler Unsicherheit gebildet werden, bleibt die ex ante Prognosequalität dieser Realitätskonstruktion beschränkt, der Ex-post-Prognosetest kann durch ad hoc eingeführte animal spirits immer und allzu leicht bestanden werden. 39 Andererseits ist der Postkeynesianismus anschlussfähig für alle evolutionären und institutionellen Ansätze der beschränkten Rationalität und einer reduktionistischen Erwartungstheorie ebenso wie für einen konstruktiven Austausch mit dem Neukeynesianismus. 3. Der Neukeynesianismus ist wahrscheinlich am weitesten fortgeschritten in seiner Ausarbeitung einer neuen neoklassischen Synthese als Ersatz zum neoklassischen Benchmark-Modell 40 was sicher auch daran liegt, dass es sich hierbei genau genommen eben nicht um ein alternatives Paradigma handelt, sondern nur um eine alternative theoretische Schule im gleichen Paradigma. 41 Allerdings sind deren ableitbaren Postulate ( versagende Märkte ) hinreichend weit vom kritisierten Mainstream-Modell entfernt, um heuristisch als Alternative zu erscheinen, was epistemologisch gar nicht 37 Eine ähnliche Trennung scheint A. E tzioni: Die faire Gesellschaft, Frankfurt 1996, mit seinem Konzept der Abkapselung zu verfolgen. C. Thomasberger: Menschliches Handeln und marktwirtschaftliche Strukturen. Traditionelle Neoklassik, ökonomischer Ansatz und sozioökonomische Gegenbewegungen, in: W. Ötsch, S. Panther (Hrsg.): Ökonomik und Sozialwissenschaften. Ansichten über ein in Bewegung geratenes Verhältnis, Marburg 2002, S. 112, arbeitet die Probleme heraus, hierin eine konsistente Alternative zum neoklassischen Benchmark-Modell zu erkennen: Glaubt Etzioni wirklich, dass in einer freien Gesellschaft religiöse Überzeugungen in die Kirche, Mitgefühle in die Familie und Egoismus in die Welt des Wettbewerbs gehören? Warum sollte ein freier Mensch seine ethischen Überzeugungen zurückstellen, sobald er die Sphäre des Marktes betritt? 38 Dies ist umso erstaunlicher, als es mit dem Konzept der bounded rationality von H. S imon: The Science of the Artificial, Cambridge (MA.) 1968, und G. S hackles: Uncertainty in Economics, Cam bridge 1955, Ansatz frühe Versuche gegeben hat und die neoklassische Theorie der Rationalen Erwartungen eigentlich Herausforderung genug hätte sein müssen. 39 Vgl. A. H eise: Erkenntnisfortschritt, Paradigmenwechsel und die Monetäre Theorie der Produktionsökonomie, in: H.-J. S tadermann, O. Steiger (Hrsg.): Der Stand und die nächste Zukunft der Geldforschung, Berlin 1993, S Vgl. u.a. M. Woodford: Interest and Prices: Foundation of a Theory of Monetary Policy, Princeton 2003; W. C arlin, D. Soskice, a.a.o. 41 G. N. Mankiw: The Macroeconomist as Scientist and Engineer, Cambridge (MA.) 2006 (unveröffentlichtes Manuskript) beschreibt es entsprechend folgendermaßen: The heart of this new synthesis a dynamic general equilibrium with nominal rigidities is precisely what one finds in the early Keynesian models. vom Mainstream-Modell getrennt werden kann. Konsequenter wäre es hier, den paradigmatischen Schritt aus der tauschtheoretischen Grundlage des neoklassischen Benchmark-Modells zu machen und den Schulterschluss mit dem Postkeynesianismus und der evolutionären und institutionellen Ökonomik zu suchen. Für einen Methodenpluralismus Geoffrey M. Hodgson fragt danach, ob es nach aller Kritik noch einen Platz für das neoklassische Benchmark-Modell gibt. 42 Auch wenn seine Antwort negativ ausfällt, sollte klar geworden sein, dass hier nicht für ein simplen Ersatz eines Modells als Normalwissenschaft durch ein anderes Modell also nicht weniger als eine wissenschaftliche Revolution im Sinne Thomas Kuhns plädiert werden soll, sondern für eine größere Offenheit im methodischen Zugang zur Interpretation unserer ökonomischen Realität. 43 Das Rational dafür ist einfach, die besondere Betonung zum gegenwärtigen Zeitpunkt hingegen wird keineswegs überall geteilt: Solange die Sozialwissenschaften sich der experimentellen Falsifikation ihrer theoretisch hergeleiteten Prognosen entziehen, muss Friedmans methodologischer Positivismus 44 ernst genommen werden, wonach nicht der Realitätsgehalt der Annahmen eines Modells, sondern dessen Prognosekraft entscheidend für die Verwendbarkeit einer Theorie ist. Da bis heute kein anerkannter Nachweis der breiten Falsifikation des neoklassischen Benchmark-Modells gelungen ist, kann dessen Verwendung kaum nachvollziehbar in Frage gestellt werden. Die zunehmende Kritik an und Unzufriedenheit mit den allzu unrealistischen Axiomen im Kern, den gleichermaßen unrealistischen Annahmen im schützenden Gürtel, und den internen Widersprüchen hat mittlerweile wesentliche Exponenten dieses Paradigmas im größten Wissenschaftsmarkt der Welt den USA dazu geführt, dass zumindest seine Stellung als Normalwissenschaft der Ökonomie heute stärker gefährdet ist als je zuvor seit den seligen Zeiten des We are all Keynesians now der 1960er Jahre 45 insbesondere die völlig einseitigen Postulate 42 Vgl. G. M. H odgson, a.a.o., S G. N. Mankiw, a.a.o. glaubt, dass die Auswahl der Axiome und Annahmen des schützenden Gürtels auch darauf zurückzuführen sein mag, ob sich der Ökonom als Wissenschaftler oder als Ingenieure sieht. Der Wissenschaftler will die Welt logisch rekonstruieren, der Ingenieur hingegen will Probleme lösen die Ökonomie aber benötige beide. Mankiw meint mit Ingenieuren die Vertreter der Keynesianischen Schulen, mit Wissenschaftlern die Vertreter des neoklassischen Benchmark-Modells. 44 Vgl. M. F riedman: Methodology of Positive Economics; in: ders.: Essays in Positive Economics, Chicago 1953, S Vgl. dazu D. C olander, R. P. F. Holt, J. Barkley Rosser, Jr.: The Changing Face of Mainstream Economics, in: Review of Political Economy, Vol. 16, Nr.4, 2004, S

8 (und wirtschaftspolitischen Ableitungen) werden zunehmend abgelehnt. Der deutsche Wissenschaftsmarkt scheint auf diese Entwicklung extrem schlecht vorbereitet: Im sich gerade vollziehenden Generationswechsel nach der Gründungsphase vieler Reformuniversitäten zu Beginn der 1970er Jahre und im Profilierungsstress der verschiedenen Exzellenzinitiativen werden institutionelle Anreize gesetzt (extrem hohe Bedeutung von Publikationen in amerikanischen Peer-Reviewed- High-Ranked -Journals der neoklassischen Normalwissenschaft), 46 die eine Stärkung der neukeynesianischen, postkeynesianischen, experimentellen, evolutionären und institutionellen Ökonomik nur zulässt, wenn die geringsten Ansätze von rationalem Verhalten (im Sinne kurzfristiger Reputations- und Drittmittelmaximierung) unterbleiben was immerhin gelegentlich passiert (sei es aufgrund tieferer Einsicht oder durch das Wirken von Netzwerken bzw. Seilschaften). Auch die großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute sind mittlerweile fast alle in der präsidialen Spitze dem neoklassischen Benchmark-Modell verpflichtet was zu Lasten des pluralen Wettbewerbs der Theorien geht. 47 Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) und die wissenschaftlichen Beiräte werden seit langer Zeit von Vertretern des neoklassischen Benchmark-Modells dominiert. So wenig wie Güter-, Dienstleistungs-, Kapital- oder Arbeitsmärkte, so ist auch der deutsche Wissenschaftsmarkt keineswegs selbst regulierend. 48 Wenn also Deutschland nicht weiter dem internationalen Wissenschaftshegemon USA deutlich hinterherlaufen will, müssen institutionelle Anreize von außen an 46 Zur Diskussion um die Einseitigkeit und Folgen dieser Ausrichtung, die z.b. durch viel beachtete, gleichwohl recht fragwürdige Evaluationen verstärkt werden, vgl. u.a. H.W. U rsprung: Schneewittchen im Lande der Klapperschlangen: Evaluation: Evaluation eines Evaluators, in: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Jg. 4, Nr. 2, 2003, S ; S. Berghoff, S. Hornbostel: Das CHE hinter den sieben Bergen, in: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Jg. 4, Nr. 2, 2003, S ; B.S. F r e y : Publizieren als Prostitution?, in: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Jg. 5, Nr. 3, 2004, S C.D. G oodwin: Comment: It s the Homogeneity, Stupid!, in: Journal of History of Economic Thought, Vol. 22, Nr. 2, 2000, S. 181 beschreibt, dass es sich bei dieser Art Selbstrekruitierungsverfahren letztlich auch nur um die Kopie des amerikanischen Verfahrens handelt, dass jene Dominanz des neoklassischen Benchmark-Modells erst hervorgebracht hat, die jetzt beklagt wird. 47 Vgl. hierzu beispielhaft die Ausführungen von H. F lassbeck: Glasperlenspiel oder Ökonomie?, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, H. 9, 2004, S Wir haben es mit Selektionsprozessen von Theorien und theoretischen Paradigmen zu tun, die unter dem Votum der Internationalisierung zugleich eine Standardisierung von Volkswirtschaftstheorie durchsetzen, die - - den Grundeinsichten der Ökonomik entgegenläuft: anstelle eines diversifizierten Konkurrenzmarktes an Theorien entwickelt sich eine homogenisierte Monopolstruktur (B. P. Priddat, a.a.o., S. 22). 8 die Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen herangetragen werden: So sollte im Rahmen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) die Wirtschaftswissenschaft ausgebaut 49 und durch weitere Institute ergänzt werden, die sich mit einer Weiterentwicklung und gegebenenfalls Zusammenführung der verschiedenen paradigmatischen Alternativen beschäftigen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) muss unbedingt ein finanzielles Sonderbudget unter Titeln wie kritische Ökonomik oder Sozialökonomie oder Heterodoxe Ökonomie auflegen 50 und auch dem Verein für Socialpolitik (VfS) stünde eine Arbeitsgruppe Heterodoxe Ökonomie 51 gut zu Gesicht. Methoden- und Theoriepluralismus ist kein Selbstzweck. Nur in der Konkurrenz um die passgenauere Realitätsinterpretation entstehen wirkliche Erkenntnissprünge, 52 wissenschaftliche Monokulturen können leicht durch Schädlinge befallen werden und dann gänzlich absterben. 53 Die aufkeimende Kritik am neoklassischen Benchmark-Modell soll ebenso wenig als Schädling verstanden werden, wie mit einem Absterben der Wirtschaftswissenschaft in Deutschland zu rechnen ist dennoch sollten die Gefahren für eine allzu einseitige Ausrichtung der akademischen Wirtschaftswissenschaft auf den (noch) dominanten US- Mainstream deutlich geworden sein. 49 Das Jenaer Max-Planck-Institut für Ökonomik ist das einzige rein wirtschaftswissenschaftliche Institut in der großen, 80 Forschungsinstitute umfassenden Max-Planck-Familie! 50 Es kann also keineswegs darum gehen, dass der Staat mittels weiserer Einsichten bestimmte Forschungsansätze präferieren sollte. Vielmehr soll er lediglich finanzielle und institutionelle Anreize für einen ausgeprägteren Wettbewerb der Theorien und Paradigmen schaffen. Selbstverständlich müssen sich alle potentiellen Wettbewerber den gängigen Begutachtungsverfahren zur Einhaltung wissenschaftlicher Standards stellen. Aber ebenso selbstverständlich muss auch bei der Besetzung der Gutachtergremien ( Peers ) darauf geachtet werden, dass Wissenschaftler der genannten Schulen bzw. Paradigmen hinreichend berücksichtigt werden.. 51 Die American Economic Association (AEA) beispielsweise organisiert ihre Jahrestagung zusammen mit diversen, auch schulengebundenen, heterodoxen ökonomischen Assoziationen; unter anderem mit der Union of Radical Political Economists (URPE), der Association for Evolutionary Economics (AFEE) und der Association for Socio Economics (ASE). 52 Vgl. D.R. F usfeld: Comments on the Roundtable Discussion: The Progress of Heterodox Economics, in: Journal of the History of Economic Thought, Vol. 22, Nr. 2, 2000, S. 176 f.; R.E. B ackhouse: Progress in Heterodox Economics, in: Journal of the History of Economic Thought, Vol. 22, Nr. 2, 2000, S C.D. Goodwin, a.a.o., S. 183 beschreibt folgende Gefahr: It does not require too active an imagination to see economics down the road, fully homogenous and orthodox, but supplanted by public policy, sociology, or some other new discipline not yet invented, joining theology and philosophy with a small coterie of scholars, few students, a culture of paranoia, and talking mainly to itself.

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