Nico Lüdemann. Applikationsvirtualisierung mit Microsoft SoftGrid 4

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1 Nico Lüdemann Applikationsvirtualisierung mit Microsoft SoftGrid 4

2 Auf einen Blick 1 Einführung Virtualisierung der neue Trend »SOFTware like electricity« SoftGrid-Verwaltungsstruktur Installation und Konfiguration Bereitstellung von Anwendungen Erweiterte Verwaltung Tipps & Tricks Erweiterungen Troubleshooting Ausblick

3 Inhalt 1 Einführung Der Bedarf ein universeller Antrieb Die Einteilung dieses Buches Das Beispielunternehmen unsere Spielwiese Die Musterhandel GmbH Die IT-Landschaft Anforderungen Maßnahmenkatalog Virtualisierung der neue Trend Was ist eigentlich»virtualisierung«? Hardwarevirtualisierung Systemvirtualisierung Hardwarevirtualisierung Prozessorvirtualisierung Hardwarevirtualisierung Speichervirtualisierung Softwarevirtualisierung Servervirtualisierung Softwarevirtualisierung Applikationsvirtualisierung Warum»Virtualisierung«? Softwareverteilung eine subjektive Analyse Beispielprojekt: Virtualisierung bei der Musterhandel GmbH »SOFTware like electricity« Der Ursprung und die Idee Die Weiterentwicklung Nun ist Microsoft am Ball Microsoft SoftGrid 4.x Application Lifecycle Management Funktionen Lizenzierung SoftGrid-Verwaltungsstruktur Komponenten auf der Serverseite SoftGrid Data Store SoftGrid Virtual Application Server SoftGrid Management Web Service SoftGrid Management Console Das Zusammenspiel der Komponenten

4 Inhalt 4.2 Clientkomponenten Die Systemumgebung Prozesse des Clients Kommunikationsabläufe der Clients Verfügbare Clients Der Sequencer die Paketierungsstelle Entwurfsprinzipien Kleine Umgebung Mittlere Umgebung Enterprise-Umgebung Best Practice Installation und Konfiguration Vorbereiten der Installation Prüfung der Voraussetzungen Vorbereitungen im Active Directory Bereitstellen der SoftGrid-Datenbank Installation des SQL Server 2005 Express Installation des Management Studio Express Konfiguration der Sicherheit und Verbindungen Installation des Virtual Application Servers Auswahl der Komponenten Auswahl der Datenbank Verbindung zum Active Directory Definition der Servergruppe Der Pfad zu den Softwarepaketen Überprüfung der Installation und Nacharbeiten Überprüfung der Installation Bereinigen der SQL-Konten Lizenzierung Clientinstallation auf PC und Terminalserver Installation auf einem PC Installation auf einem Terminalserver Konfiguration der Clientsoftware Kommandozeilenparameter des Clients Bereitstellung der»default Application« Bereitstellen des CONTENT-Ordners Freigeben der Anwendungen in der Verwaltungskonsole Verbindung mit dem Client Start der Anwendung

5 Inhalt 6 Bereitstellung von Anwendungen Paketierung von Anwendungen im Allgemeinen Der Sequencing-Prozess und seine Ergebnisse Installation des SoftGrid Sequencers Erstellung einer virtualisierten Applikation (Office 2003) Package Configuration Wizard Installation Wizard Application Wizard Nacharbeiten im Sequencer Kontrolle der Ergebnisse Veröffentlichung über den SoftGrid Server Weitere Beispiele Java Runtime OpenOffice.org Aktualisierung von vorhandenen Paketen Skripting einer virtualisierten Umgebung Übergabe von Parametern Skripte in OSD-Dateien Setzen von Umgebungsvariablen Terminieren von Unterprozessen Erweiterte Verwaltung Einsatz von Provider Policies Lizenzmanagement über die Verwaltungskonsole Verwalten von Account Authorities Konfigurieren von Servereinstellungen System Options Server Groups Erstellung von Auswertungen und Berichten Tipps & Tricks Automatisierte Verteilung und Konfiguration des Clients Automatisches Roll-Out des Clients Automatische Konfiguration der Clients Beides in einem Schritt Integration in eine Citrix Presentation-Server-Umgebung Praktische Beispielkonfigurationen Einblicke in das Dateisystem der SystemGuard Einblicke in die Registry einer SystemGuard

6 Inhalt 8.4 Sinnvolle Client-Arbeitsumgebungen Variante 1 voll virtuell, aber dezentral Variante 2 voll virtuell, zentral und dezentral Variante 3 das Beste aus allen Welten Wie soll s denn nun sein? Verschieben des Content-Ordners Aktualisieren von SoftGrid 3.x Dokumentation Eine kleine Vorüberlegung Das Konzept als Basis SoftGrid: Was sollte exakt dokumentiert werden? Änderungsnachweise sind Pflicht Erweiterungen SoftGrid ZeroTouch Was ist ZeroTouch, und was kann es? Installation von ZeroTouch Konfiguration von ZeroTouch SoftGrid for Microsoft System Center SoftGrid System Tray Utility Administrative Vorlagen Troubleshooting Grundsätzliches Vorgehen bei Fehlern Werkzeuge und Hilfsmittel zur Fehlersuche und -analyse Integration von SysInternals-Werkzeugen Windows-Ereignisanzeige Client-Logs Server-Logs Häufige Probleme Eine Anwendung kann trotz scheinbar korrekter Einstellungen nicht gestreamt werden Der Client kann keine Verbindung mit dem Server herstellen Die mehrfache Verwendung von Outlook ist nicht möglich <SCRIPTBODY>-Aufrufe mit \n verursachen Fehler bei manchen Programmen

7 Inhalt Citrix-Sitzungen für veröffentlichte Anwendungen werden nicht korrekt beendet Anwendungen können über ZeroTouch nicht von einem Terminalserver gestartet werden Ältere Versionen von ZeroTouch arbeiten nicht mit einem SoftGrid 4 Client zusammen OSD-Dateien können nach dem Editieren nicht mehr genutzt werden Ausblick Weiterführende Informationen Internetressourcen Literatur Produkte anderer Anbieter Citrix Streaming Server Altiris Software Virtualization Solution (SVS) Wie geht es weiter? Index

8 Applikationsvirtualisierung ist die Zukunft der Softwarebereitstellung! Aber warum kennt sie noch niemand? 1 Einführung 1.1 Der Bedarf ein universeller Antrieb Die Bereitstellung von Anwendungen auf Arbeitsplatz-PCs hat sich in den letzen Jahren konstant weiterentwickelt. Während vor zehn oder zwölf Jahren noch das»management by Turnschuh«, also die manuelle Installation von Softwareprodukten direkt am PC, am häufigsten vorzufinden war, beherrscht heutzutage eine Vielzahl von Automatisierungs-, Softwareverteilungs- und Zentralisierungslösungen das Bild der Applikationsbereitstellung. Der Aufwand vor Ort an den Endgeräten konnte hierdurch drastisch gesenkt werden, was zu einer scheinbaren Entspannung führte. Doch ist das wirklich der Fall? Ist der Aufwand für das Roll-Out einer Anwendung mit Hilfe einer zentralen Lösung wirklich wesentlich geringer geworden? Ergeben sich aus einem zentralen Roll-Out vielleicht neue Anforderungen und Gefahrenpotenziale, die bisher unbekannt waren? Alle diese Fragen und noch viele mehr werden aktuell in den Medien und einschlägigen Foren diskutiert und nach Möglichkeit beantwortet. Eines kristallisiert sich hierbei jedoch immer stärker heraus: Die Applikationsbereitstellung ist noch nicht am Ende ihrer Evolution angelangt. Durch neue Technologien und Produkte, sowohl auf der Seite des Endbenutzers als auch bei den Verwaltungswerkzeugen, ergeben sich immer kompliziertere Anforderungsprofile, die die Administratoren vor schier unlösbare Aufgaben stellen. So ist es beispielsweise nicht das reine Paketieren und Ausrollen einer Applikation, das zu bewältigen ist, sondern vor allem das Testen der paketierten Software im Hinblick auf eventuelle Kompatibilitätsprobleme mit bereits installierten Produkten. Auch der Mischbetrieb von Anwendungen in unterschiedlichen Versionen, etwa für Entwicklungsarbeitsplätze, ist oftmals vom Hersteller nicht vorgesehen und wird dementsprechend nicht unterstützt. So gestaltet es sich sehr schwierig, etwa ein Access 97 parallel zu einem Access 2003 zu betreiben, weil eine selbst entwickelte Anwendung noch auf der alten Version basiert. 11

9 1 Einführung Dasselbe gilt für dringend benötigte Anwendungen, die unterschiedliche Versionen der Java Runtime voraussetzen. Genau bei diesen Beispielen handelt es sich um sehr typische Szenarien, die sich in vielen Unternehmen wiederfinden und nach einer Lösung verlangen. In diesen Szenarien spiegelt sich auch der Bedarf nach einem alternativen Ansatz wider. Dieser Bedarf der Unternehmen ist der Antrieb für die Softwarehersteller, nach neuen Wegen und Lösungen zu suchen, um die jeweiligen Anforderungen abdecken zu können. Zwei Technologien, die sich mit vielen der beschriebenen Probleme befassen, sind die Applikationsvirtualisierung und das Applikationsstreaming. Die Idee hinter diesen Schlagwörtern ist der revolutionäre Ansatz, Applikationen nicht mehr auf einem Endgerät zu installieren egal ob manuell oder automatisiert, sondern diese nur noch bei Bedarf, also im Moment des Starts durch den Benutzer, auf das Endgerät zu»streamen«und dort in einer gekapselten Laufzeitumgebung auszuführen. Hierdurch ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten, da beispielsweise die so bereitgestellten Anwendungen keine Verbindungen zu einander hätten und somit auch keine Konflikte auftreten können. Auch kann durch das Streamen der Anwendungen realisiert werden, dass nur die vom Benutzer benötigten Teile der Anwendung auf das Endgerät übertragen werden müssen und nicht ein komplettes Programmpaket. Für viele wird dieser kurze Abriss zu Funktionen und Möglichkeiten an dieser Stelle unglaublich und fantastisch klingen. Und genau hierin liegt der Knackpunkt diese Technologien existieren und können eingesetzt werden, aber kaum jemand kennt sie oder kann sich etwas Konkretes darunter vorstellen. Das Ziel dieses Buches ist es somit, einen Überblick über die neue Technologie der Applikationsvirtualisierung zu bieten und diese anhand des Vorreiterproduktes SoftGrid im täglichen Einsatz zu demonstrieren. 1.2 Die Einteilung dieses Buches Dieses Buch versteht sich als Einführung in das Thema der Applikationsvirtualisierung sowie als Implementationshandbuch und Nachschlagewerk für das Produkt Microsoft SoftGrid 4.x. Da es sich durch diese Zielsetzung sowohl an erfahrene Administratoren, die sich für eine neue Technik interessieren, als auch an Neueinsteiger in das Thema Applikationsbereitstellung richtet, wurde das Buch in zehn weitere Kapitel eingeteilt, die aufeinander aufbauend in das Thema der Applikationsvirtualisierung und in die Implementation einer Lösung mit Soft- Grid einführen sollen. Ein»Springen«zwischen den Kapiteln ist für den Leser jederzeit möglich, jedoch insbesondere für Neueinsteiger nicht sonderlich emp- 12

10 Die Einteilung dieses Buches 1.2 fehlenswert, da ansonsten eventuell wichtige Vorüberlegungen nicht entsprechend bekannt sind. Um den Spaß und den Lernerfolg bei der Lektüre dieses Buches möglichst hoch zu halten, werden alle beschriebenen Konzepte und Technologien stets anhand eines griffigen Beispielszenarios eingeleitet und theoretisch erklärt, bevor es um die effektive Konfiguration der jeweiligen Technik geht. Das heißt, in keinem der technischen Kapitel wird eine Technik ohne ihren direkten Bezug oder ohne ihre Auswirkungen innerhalb des Praxisszenarios beschrieben. Virtualisierung der neue Trend Troubleshooting SoftGrid Verwaltungsstruktur Erweiterungen Beispielszenario»Musterhandel GmbH«Installation und Konfiguration Tipps & Tricks Bereitstellung von Anwendungen Erweiterte Verwaltung Abbildung 1.1 Verknüpfung der Kapitel über ein umfassendes Szenario Die Idee hinter dieser Vorgehensweise ist, dass dem Leser keine zusammenhanglosen Technologien präsentiert werden, deren Nutzen schwerlich auf die Praxis 13

11 1 Einführung zu übertragen ist, sondern dass er sich direkt in einer Welt wiederfindet, deren Gegebenheiten und Anforderungen in Teilen seiner eigenen Arbeitswelt entsprechen. So lassen sich die beschriebenen Möglichkeiten und Konfigurationen direkt auf die eigene Arbeit übertragen und nutzbar machen. Innerhalb dieser Struktur des Buches werden noch zwei Teilbereiche unterschieden, wovon einer eher theoretischer und der andere eher praktischer Natur ist. Der erste Teil des Buches wird somit einen allgemeinen Überblick über das Thema Virtualisierung und die theoretischen Grundlagen der Applikationsbereitstellung bieten. Kapitel 2: Virtualisierung der neue Trend Das Thema Virtualisierung ist heute nicht mehr aus den Medien und Diskussionsforen wegzudenken. Doch was verbirgt sich genau hinter diesem Begriff, und welche Chancen ergeben sich aus dem Einsatz von entsprechenden Lösungen? Diese Fragen sollen in diesem Kapitel behandelt und geklärt werden. Kapitel 3:»SOFTware like electricity«die Firma Softricity gilt als der Vorreiter der Applikationsvirtualisierung und hat seit vielen Jahren entsprechende Produkte am Markt. Trotzdem war sie bis zur Übernahme durch Microsoft im Sommer 2006 in Europa nahezu unbekannt. In diesem Abschnitt wird erläutert, wer oder was hinter diesem Unternehmen steckt und wie die bisherige Produktpalette aussieht. Anschließend werden im zweiten Teil die konkrete Konfiguration und Installation von SoftGrid 4 sowie die Erstellung und Verwaltung von virtualisierten Applikationen behandelt. Kapitel 4: SoftGrid-Verwaltungsstruktur Bevor in den weiteren Kapiteln mit der konkreten Arbeit mit SoftGrid und seinen Erweiterungen begonnen werden kann, sollte man sich zunächst klar vor Augen halten, welche Komponenten und Dienste hierfür benötigt werden und wie diese untereinander in Verbindung stehen. Dieses Kapitel bildet somit die theoretische Grundlage für alle weiteren Installations- und Konfigurationsschritte. Kapitel 5: Installation und Konfiguration Im Kapitel Installation und Konfiguration werden die notwendigen Installationsschritte für die Bereitstellung der Datenbank, des Virtual Application Server und der Clients durchgeführt. Das Ergebnis nach diesem Kapitel ist die Zuweisung einer ersten virtualisierten Anwendung an ein Endgerät. 14

12 Die Einteilung dieses Buches 1.2 Kapitel 6: Bereitstellung von Anwendungen Nachdem die Infrastruktur der SoftGrid-Plattform nun installiert und konfiguriert ist, behandelt dieses Kapitel die Paketierung das Sequencing der Anwendungen, um diese als virtualisierte Applikationen auf den Endgeräten bereitstellen zu können. Hierbei wird neben der grundsätzlichen Vorgehensweise beim Sequencing vor allem auf eine spezielle Anwendung und auf Konfigurationsoptionen eingegangen, die in der Praxis häufig Anwendung finden. Kapitel 7: Erweiterte Verwaltung Dieses Kapitel widmet sich den weiteren Möglichkeiten einer SoftGrid-Servergruppe. So können beispielsweise Richtlinien für die Verwendung von Lizenzen konfiguriert oder jegliche Verwendungen von virtualisierten Anwendungen in Form von Berichten ausgegeben werden. Kapitel 8: Tipps & Tricks Neben den bis zu dieser Stelle beschriebenen Möglichkeiten und Konfigurationen existiert eine Vielzahl von kleinen Tipps und»kniffen«, die die Arbeit mit SoftGrid deutlich erleichtern beziehungsweise die Funktionalität erweitern kann. Einige dieser Tipps & Tricks sollen in diesem Kapitel aufgezeigt und erläutert werden. Kapitel 9: Erweiterungen Ein wichtiger Aspekt und großer Vorteil der SoftGrid-Plattform sind ihre Erweiterbarkeit und Integration in andere Produkte. Ergänzend zu dem eigentlichen SoftGrid Server existiert eine Reihe von optionalen Komponenten, die die Funktionalität beispielsweise im Hinblick auf ein Self-Service Provisioning oder eine Integration mit dem Microsoft System Center Configuration Manager erweitern. Kapitel 10: Troubleshooting Durch den Einsatz einer Applikationsvirtualisierung mit SoftGrid 4 ergeben sich selbstverständlich nicht nur perfekte Lösungen, in denen keine Fehler mehr auftreten. Doch wie auch bei anderen Lösungen gibt es Lösungsstrategien, die bei der Beseitigung von Problemen hilfreich sein können. Zusätzlich werden in diesem Kapitel einige der häufigsten Fehler und ihre Lösungen aufgeführt. Den Abschluss bildet ein letztes Kapitel mit einem Ausblick auf zu erwartende Entwicklungen und weitere Quellen zum Thema. Kapitel 11: Ausblick In diesem Abschnitt werden zusätzliche Ressourcen und Quellen aufgezeigt, die einen weiterführenden Einblick in die Applikationsvirtualisierung und die 15

13 1 Einführung Arbeit mit SoftGrid bieten. Des Weiteren wird auf eventuelle Weiterentwicklungen eingegangen, die in diesem Themenbereich zu erwarten sind. Das umfassende Szenario, anhand dessen die Kapitel untereinander verknüpft sind, wird im folgenden Abschnitt eingeführt und im Verlauf der weiteren Kapitel stetig erweitert, um die einsetzbaren Techniken mit ihrem Nutzen und ihrer Umsetzung in der Praxis zu verdeutlichen. 1.3 Das Beispielunternehmen unsere Spielwiese Wie im vorherigen Abschnitt bereits angedeutet, werden die Inhalte dieses Buches anhand eines umfassenden Beispielszenarios erläutert, welches die beschriebenen Technologien und Möglichkeiten mit dem notwendigen Praxisbezug versehen soll. Als Beispielunternehmen für dieses Szenario dient die Musterhandel GmbH, ein mittelständisches Großhandelsunternehmen aus Bielefeld Die Musterhandel GmbH Die Musterhandel GmbH ist ein Großhandelsunternehmen, das seit den 1950er Jahren im Bereich des Autoteile- und Elektrogroßhandels tätig ist. Das Unternehmen wurde 1954 in Bielefeld gegründet und hat in dieser schönen Stadt am Teutoburger Wald nach wie vor seinen Hauptsitz mit etwa 600 Mitarbeitern. Neben dem Hauptsitz in Bielefeld verfügt die Musterhandel GmbH noch über drei weitere Standorte in Stuttgart, Hamburg und Ulm, an denen zusammen noch mal etwa 250 Mitarbeiter beschäftigt sind. Durch den starken Druck der Marktbegleiter ist die Geschäftsführung der Musterhandel GmbH stets gezwungen, die eigenen Abläufe und Strukturen zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Das wirkt sich natürlich insbesondere auf die EDV des Unternehmens aus, da sich in den letzten Jahren gezeigt hat, dass auch»alteingesessene«unternehmen im Handelsbereich nur dann konkurrenzfähig sein können, wenn sie auf eine effiziente und leistungsstarke Informationstechnologie zurückgreifen können. Im Jahr 2006 wurde aus diesen Gründen ein kleines Softwarehaus aufgekauft und in das Unternehmen integriert. Durch diese Übernahme sollte eine Steigerung des Know-hows der IT-Mitarbeiter in Bezug auf Softwareentwicklung und entsprechende Projekte erreicht werden. Das Ziel der Geschäftsführung, das durch dieses Handeln erreicht werden soll, ist die Entwicklung eines eigenen Business-Intelligence-(BI-)Systems, durch das sich die Führungskräfte eine bessere Auswertbarkeit und qualifiziertere Kennzahlen erhofft. 16

14 Das Beispielunternehmen unsere Spielwiese 1.3 Getreu dem Motto eines TV-Werbespots»für jeden Cent, den wir hereinstecken, bekommen wir zwei wieder heraus«wurden somit in den letzten Jahren zahlreiche Projekte von der IT-Abteilung durchgeführt, die das Ziel verfolgten, stets an der Spitze der technologischen Entwicklung zu stehen Die IT-Landschaft Eines der letzten großen Projekte war beispielsweise die Einführung einer zentralen Applikationsbereitstellung für alle Außenstandorte mittels Windows Terminaldiensten und dem Citrix Presentation Server. Mit diesem Projekt wurden große Fortschritte im Bereich Reaktionsfähigkeit auf Anforderungen und Service in die Richtung der internen und externen Benutzer realisiert. Leider tauchten nach diesem Projekt und im Zusammenhang mit anderen Themengebieten wieder neue Anforderungen auf, die dazu führten, dass die IT-Leitung ein erneutes Assessment der gesamten Umgebung anberaumte. Info: Assessment Unter einem Assessment versteht man im Kern eine Analyse des IST-Zustandes und eine daran geknüpfte Standortbestimmung in Bezug auf einen gewünschten Endzustand. Kurz gesagt:»wo woll(t)en wir hin, und wo stehen wir jetzt?«im Rahmen dieser Analyse wurden zunächst alle eingesetzten Systeme und Technologien aufgeführt und auf ihre Zweckmäßigkeit durchleuchtet. Serverumgebung In Bezug auf die Clientumgebung der Musterhandel GmbH konnte festgestellt werden, dass alle Arbeitsplatz-PCs und Notebooks wenigstens Windows XP ausführen. Vereinzelt existieren auch schon einige Endgeräte, die mit Windows Vista betrieben werden. Auf der Serverseite wird als zentraler Verwaltungsdienst das Windows 2003 Active Directory eingesetzt. Sämtliche eingesetzten Server laufen mittlerweile unter Windows Server 2003 mit Service Pack 1 beziehungsweise dem Windows Server 2003 R2, der aber dem gleichen Systemstand entspricht. Da zu einem gewissen Zeitpunkt festgestellt wurde, dass die Verwaltungsmöglichkeiten von Windows 2003 zwar sehr umfassend sind, aber nicht für alle Anforderungen ausreichen, wurde in einem Projekt eine Implementation das Microsoft Systems Management Server (SMS) vorgenommen, durch die beispielsweise die Inventarisierung und das Software-Roll-Out von Patches und Updates adressiert wurden. 17

15 1 Einführung Applikationsumgebung Als unternehmenskritische Anwendungen werden im Unternehmen Lotus Notes und IBM Client Access für den Zugriff auf eine AS/400-Warenwirtschaftslösung über eine Terminalserverumgebung zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für die Komponenten des Microsoft Office-Systems, das auf den Terminalservern in unterschiedlichen Versionen installiert ist. Der Grund hierfür lag in einigen eigenentwickelten Anwendungen und Makros, die beispielsweise auf bestimmten Versionen von Microsoft Access basierten. Um einen Parallelbetrieb von Softwareprodukten auf einem Serversystem realisieren zu können, werden die Application Isolation Environments (AIE) des Citrix Presentation Server 4 eingesetzt. Neben diesen Anforderungen für die Standardbenutzer ist mit der Übernahme des Softwarehauses eine Reihe von Produkten für die Softwareentwicklung hinzugekommen. Hierzu gehören in erster Linie Entwicklungssysteme wie das Microsoft Visual Studio, aber auch andere Entwicklungsumgebungen für die Programmierung von kleinen Spezialanwendungen. Das größte Herausforderung bei den Entwicklungsplätzen ist jedoch die Bereitstellung von qualifizierten Testumgebungen für die entwickelten Applikationen. Da ein großer Teil des BI-Systems beispielsweise über webbasierte Java-Anwendungen realisiert wird, benötigt jeder Entwickler diverse Java-Versionen und unterschiedliche Browser, um alle Testszenarien entsprechend durchspielen zu können. Zum aktuellen Zeitpunkt verfügt jeder Entwickler über drei bis vier PCs, auf denen die jeweiligen Konstellationen für die Anwendungstests implementiert sind. Die Einrichtung und Konfiguration dieser Test-PCs erfolgt jeweils in manueller Weise durch den Entwickler selbst. Eine weitere Überlegung, die ebenfalls aus der Übernahme des Softwarehauses entstanden ist, ist der Wechsel von Microsoft Office zu OpenOffice, das bei den Softwareentwicklern bis zur Übernahme durch die Musterhandel GmbH als Standard-Office-Plattform genutzt wurde. Insbesondere das Controlling sieht den Migrationsschritt als sehr sinnvoll an, da hierdurch eine große Summe an Lizenzkosten eingespart werden könnte. Bisher konnte der IT-Leiter diese Migration noch verhindern, da er mit den Aufwänden für eine Migration und ein Roll-Out argumentierte, das in seinen Augen nicht durch die Lizenzkostenersparnis zu rechtfertigen sei. Mobile Benutzer Ein großer Punkt des Ärgernisses in den letzten Monaten war die Integration von mobilen Mitarbeitern. Zwar kann über die Presentation-Server-Umgebung sehr komfortabel auf alle benötigten Anwendungen auf den Terminalservern zugegriffen werden, allerdings kommt es hierbei in letzter Zeit verstärkt zu Problemen, weil immer mehr Außendienstler aus dem osteuropäischen und asi- 18

16 Das Beispielunternehmen unsere Spielwiese 1.3 atischen Ausland auf die Umgebung zugreifen wollen und hierbei sehr häufig nur sehr schlechte Verbindungen zur Verfügung stehen. Zwar besserte sich die Situation leicht, als das Citrix Secure Gateway durch das Citrix Access Gateway ersetzt wurde, aber ein Verbindungsabbruch auf der Internetleitung kann auch durch diese SSL-Appliance nicht abgefangen werden. Info: Citrix Access Gateway Das Citrix Access Gateway ist eine Hardwarelösung, die zum einen analog zum Citrix Secure Gateway genutzt werden kann, um einen ICA-Datenstrom über SSL (Secure Socket Layer) zu verschlüsseln. Zum anderen ist es aber auch in der Lage, einen SSL-VPN-Tunnel zu realisieren, durch den ein beliebiger TCP-, UDP- oder ICMP-Datenstrom für den Zugriff auf Anwendungen und Ressourcen genutzt werden kann. Hierdurch kann dem Benutzer die Möglichkeit geboten werden, durch diesen Tunnel genau so auf seine Daten und Anwendungen im Unternehmensnetzwerk zuzugreifen, als wäre er direkt mit dem LAN verbunden. Aus diesem Grund wurde aus verschiedenen Richtungen der Ruf nach lokal installierten Anwendungen auf den Notebooks laut. Das Problem hierbei wäre jedoch, dass die Anwendungen zwar problemlos über den Microsoft SMS verteilt werden könnten, ein Parallelbetrieb, wie er aber beispielsweise für Office-Versionen notwendig ist, jedoch nicht robust gewährleistet werden könnte. Rechtliche Aspekte Neben allen technischen Aspekten wird mittlerweile ein immer größeres Augenmerk auf die rechtlichen Aspekte des IT-Betriebs gelegt. So werden die Verantwortlichen immer häufiger mit Begriffen wie BASEL II konfrontiert und sind in einem starken Zugzwang beispielsweise in Bezug auf die Lizenzverwaltung. Zwar lassen sich die Lizenzen der Server und festen Endgeräte relativ leicht überwachen, aber beispielsweise die Notebooks bilden hierbei eine kritische Ausnahme. Da die Benutzer auf ihren jeweiligen Geräten über lokale Administrationsberechtigungen verfügen, sind sie problemlos in der Lage, Softwarepakete zu installieren. Da die Anwender des Weiteren teilweise über Wochen oder Monate unterwegs sind, ist an dieser Stelle auch die Inventarisierung über den Microsoft SMS verhältnismäßig nutzlos. Unternehmensentwicklung Sieht man sich die Unternehmensentwicklung der letzten Monate und Jahre an, so sind weitere Erweiterungen des Unternehmens sehr wahrscheinlich. Hierbei soll an dem bisherigen Konzept grundsätzlich festgehalten werden, sämtliche Ressourcen nach Möglichkeit von einer zentralen Stelle aus bereitzustellen. Ein Punkt, der in diesem Zusammenhang jedoch häufig von den 19

17 1 Einführung Administratoren angemerkt wird, ist, dass beispielsweise der Roll-Out von neuen Anwendungen auf den Terminalservern mittlerweile relativ aufwendig geworden ist, da immer mehr Server und immer mehr Anwendungen berücksichtigt werden müssen. Das Ergebnis dieser Erfassung war zusätzlich eine Liste mit Punkten, die nicht umfassend gelöst waren, und somit ein entsprechender Maßnahmenkatalog, wie diese Punkte zu erreichen sein könnten Anforderungen Betrachtet man die Liste der offenen Punkte, so lassen sich die Anforderungen und Probleme erkennen, die in Abbildung 1.2 dargestellt sind. Abbildung 1.2 Identifizierte Anforderungen und Probleme Die in Abbildung 1.2 dargestellten Überlegungen zu den aktuellen Problemen und Anforderungen mit ihren jeweiligen Schnittpunkten und Abhängigkeiten lassen sich in den folgenden vier Punkten zusammenfassen: Serverumgebung Im Bereich der Serverumgebung sind aktuell mit dem Microsoft Active Directory, dem Systems Management Server und dem Citrix Presentation Server einige sehr leistungsfähige Systeme im Einsatz, die auch Bestandteil einer mög- 20

18 Das Beispielunternehmen unsere Spielwiese 1.3 lichen neuen Lösung bleiben sollen. Das Ziel ist eine Optimierung der Möglichkeiten beispielsweise durch eine kleine Erweiterung der Produktpalette. Applikationsumgebung Die Anforderungen an die Applikationsumgebung sind so rudimentär wie komplex es soll ermöglicht werden, dass alle benötigten Funktionen zur Verfügung stehen. Dies bezieht sich auf die Verfügbarkeit der Standardanwendungen genauso wie auch auf die Bereitstellung der Entwicklungs- und Testumgebungen für die Softwareentwickler. Ein besonderes Augenmerk soll hierbei auf die Stabilität der Gesamtlösung gelegt werden. Es soll vermieden werden, für jede Spezialanforderunge eine neue Insellösung zu etablieren, die den Verwaltungsaufwand in die Höhe treibt und später keine Skalierbarkeit bietet. Auch sollen Möglichkeiten gefunden werden, beispielsweise bei einem Wechsel von der Office-Plattform zu OpenOffice, zentrale Roll-Outs und die nachfolgende Pflege mit geringem Aufwand von zentraler Stelle aus zu realisieren. Das Problem hierbei wiederum sind die mobilen Benutzer, da diese womöglich sehr lange Zeit nicht mit dem lokalen Netzwerk verbunden sind. Es sollte also eine Möglichkeit gefunden werden, ein Roll-Out oder eine Aktualisierung auch über eine langsame Anbindung in akzeptabler Zeit zu realisieren. Benutzerumgebung Die Benutzerumgebung stellt insbesondere in Bezug auf die mobilen Benutzer hohe Ansprüche an die Konzeptionierung der Lösung. In erster Linie müssen die Funktionalität der Anwendungen und der Zugriff auf die gewünschten Informationen sichergestellt werden. Hierzu gehört die Bereitstellung aller Applikationen über die vorhandene Terminalserverumgebung genauso wie ein eventuelles Roll-Out von Anwendungen auf die Notebooks, um an dieser Stelle auch eine vollständige Offline-Verfügbarkeit der Anwendungen zu realisieren. Problematisch wird dieser Punkt an der Stelle, an der die Verwaltbarkeit und Sicherheit der Lösung zu berücksichtigen ist. Zum einen muss sichergestellt werden, dass alle Anwendungen auf die Notebooks ausgerollt werden können, die von den Benutzern benötigt werden. Dies soll aber mit einem entsprechend hohen Niveau an Sicherheit passieren sprich: Die Notebookbenutzer sollen nach Möglichkeit nicht mehr über lokale Administrationsberechtigungen verfügen. Hierdurch erhofft sich die IT-Leitung eine Reduktion des Pflegeaufwandes für»verkonfigurierte«notebooks und eine verbesserte Lizenzkonformität, da eine eigenmächtige Installation von Softwarepakten durch die Benutzer unterbunden wird. Unternehmensaspekte In Bezug auf die Anforderungen des Unternehmens kann festgestellt werden, dass die wichtigste Anforderung darin besteht, das Fortbestehen und die Expansionsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Hierzu gehört natürlich in 21

19 1 Einführung erster Linie die Rechtskonformität des Unternehmens. Es ist klar gefordert, dass keinerlei illegale Verhaltensweisen an den Tag gelegt werden, die das Unternehmen gefährden könnten. Dies bezieht sich in erster Linie auf die Handhabung von Softwarelizenzen, da sich diese in zweierlei Hinsicht auswirken können: zum einen direkt bei einem Verstoß gegen den Lizenzvertrag, zum anderen aber auch indirekt, indem beispielsweise eine fehlende Lizenzverwaltungsstrategie sich negativ auf ein Basel-II-Ranking auswirken könnte. Neben diesen Punkten ist die Geschäftsführung bestrebt, nicht nur an dieser Stelle zu verbessern, sondern auch die Abläufe zu optimieren. Beispielsweise ist an einigen Stellen negativ aufgefallen, dass die Freigabe von neuen Lizenzen unter Umständen zu langwierig ist, da die Anfrage von den Administratoren entgegengenommen wird, durch die Abteilungsleitung genehmigt werden muss und anschließend wieder durch die Administratoren zugewiesen wird. In diesem Prozess sollen unnötige Schritte gekürzt werden. Durch die Aufgeschlossenheit der Geschäftsführung für technische Lösungen sollen an dieser Stelle mögliche Ansätze aufgezeigt werden. Wahrscheinlich könnte jeder Leser aus seiner persönlichen Erfahrung noch weitere Anforderungen aus dem gezeigten Szenario herauskristallisieren. Es ist an dieser Stelle jedoch wenig sinnvoll, sich zu sehr in Details zu verstricken. Die genannten Anforderungen sind ausreichend, um den gewünschten Zweck nämlich den Praxisbezug der erläuterten Techniken abbilden zu können Maßnahmenkatalog Als Fazit in Bezug auf viele der genannten Anforderungen kann zusammengefasst werden, dass die IT innerhalb der Musterhandel GmbH mittlerweile ein solches Ausmaß und eine solche Komplexität erreicht hatte, dass es als sinnvoll erachtet werden konnte, die enge Verzahnung der einzelnen Systeme durch eine Trennung mittels einer Virtualisierungsschicht zu lösen. Dieses Fazit löste bei den Projektbeteiligten unterschiedliche Reaktionen aus. Ein Teil der bei der Abschlusspräsentation Anwesenden war sofort begeistert und fragte nach dem schnellstmöglichen Einstieg. Ein anderer Teil war ab diesem Zeitpunkt etwas verunsichert, da sie zwar schon viel über»virtualisierung«gehört hatten, aber sich dennoch nicht konkret vorstellen konnten, was sie erwartete und wie ihnen das bei ihren Anforderungen helfen sollte Um an dieser Stelle das Mysterium»Virtualisierung«etwas zu entzaubern, widmet sich das folgende Kapitel den Hintergründen und verschiedenen Ausprägungen von Virtualisierungslösungen. Nicht zuletzt soll durchleuchtet werden, wo die konkreten Vorteile liegen. 22

20 Bis hierhin klingt das alles recht kompliziert. Es gibt viele Komponenten und Funktionen, die zur Verfügung gestellt werden. Wie sehen diese nun aus, und wie spielen sie zusammen? 4 SoftGrid-Verwaltungsstruktur Um eine funktionale und leistungsstarke SoftGrid-Umgebung zu erstellen, ist es notwendig, sich zunächst alle beteiligten Komponenten mit ihren Zusammenhängen vor Augen zu halten. Grundsätzlich lassen sich die SoftGrid-Komponenten in drei Gruppen einteilen: Komponenten auf der Serverseite Auf der Serverseite ist eine Reihe von Komponenten und Funktionsrollen für den Betrieb der SoftGrid-Infrastruktur zuständig. Hierzu gehören zentrale Datenbanken, Webdienste für die Verwaltung und das Streaming sowie Verwaltungskonsolen. Die Kenntnis dieser Komponenten ermöglicht erst eine umfassende und erfolgversprechende Planung einer SoftGrid-Lösung. Clientkomponenten Um die virtualisierten Applikationen sowohl auf Client-PCs als auch auf Terminalserver streamen zu können, ist natürlich eine entsprechende Clientsoftware notwendig, die die Anwendungsaufrufe der Benutzer entgegennimmt und im Hintergrund an die entsprechenden Serverkomponenten durchleitet. Neben diesem offensichtlichen Aspekt ist die Clientsoftware auch dafür zuständig, die gestreamten Pakete zu cachen und die benötigten virtuellen»laufzeitumgebungen«der Anwendungen zu erstellen und zu verwalten. Der Sequencer Der Sequencer ist die Funktionsrolle in einer SoftGrid-Umgebung, auf der die bereitzustellende Anwendung paketiert wird. Zu diesem Vorgang gehören eine Referenzinstallation und die anschließende Optimierung des Paketes für das Streaming. Ebenso wird der Sequencer genutzt, um Aktualisierungen oder Anpassungen an vorhandenen Paketen vorzunehmen. In den folgenden Abschnitten werden diese Komponenten umfassend beschrieben und mit ihren spezifischen Optionen erläutert. 47

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