PRESSEMAPPE WE-TRADERS. TAUSCHE KRISE GEGEN STADT BERLIN, 4. JULI BIS 17. AUGUST 2014 Madrid Turin BERLIN Lissabon Toulouse

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1 PRESSEMAPPE WE-TRADERS. TAUSCHE KRISE GEGEN STADT BERLIN, 4. JULI BIS 17. AUGUST 2014 Madrid Turin BERLIN Lissabon Toulouse INHALT 1. Pressemitteilung 2. Fakten zur Ausstellung 3. Die Initiativen 4. Das Programm in Berlin Goethe-Institut Hauptstadtbüro Sabine Willig Kommunikation We-Traders Berlin T Goethe-Institut Hauptstadtbüro Viola Noll Pressereferentin T

2 PRESSEMITTEILUNG AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG WE-TRADERS. TAUSCHE KRISE GEGEN STADT IN BERLIN Tausche Bürokratie gegen Eigeninitiative, tausche Wegwerfen gegen Wiederverwenden, tausche Investorenruine gegen Experimentierfeld: We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt macht vom 4. Juli bis zum 17. August Station im Berliner Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. In der arbeitenden Ausstellung des Goethe- Instituts und der Kuratorinnen Angelika Fitz und Rose Epple teilen Aktivisten, Architekten, Künstler und Planer aus Madrid, Turin, Lissabon, Toulouse und Berlin ihre Expertise und diskutieren über neue Ideen für eine bessere, gerechtere, lebenswertere Stadt. 6. Juni 2014 In sechs Ausstellungswochen diskutieren und zeigen Aktivisten, Künstler, Initiativen, Planer, Designer und Architekten aus Madrid, Turin, Lissabon, Toulouse und Berlin in Workshops, Präsentationen und Performances: Wie kann man in der Stadt Lebensmittel selbst produzieren? Können Architekten als Mediatoren zwischen Kommune und Bewohnern fungieren? Wie wird eine Nachbarschaftsküche zum Ausbildungsplatz? Wie kann man Baupläne für Recycling-Häuser entwickeln? Sind Creative Commons die Lösung für gerechtes Entwerfen? Wie wird eine Investorenruine zum öffentlichen Versammlungsort? Fachleute wie der Stadtsoziologe und Philosoph Paul Blanquart, Claus Leggewie vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und der Politologe Marco Revelli stellen in Videobeiträgen ihre Krisen- Diagnosen. In den Städten Europas zeigt die Krise unterschiedliche Gesichter, von leeren Kassen und sozialer Polarisierung bis zu einer schwachen Zivilgesellschaft durch exzessives Wachstum. Ihr zum Trotz ergreifen Künstler, Aktivisten und viele andere Bürger die Initiative. Die Kuratorinnen Angelika Fitz und Rose Epple bezeichnen sie als We- Traders, denn sie experimentieren mit neuen Formen der Kooperation in der Stadt und definieren so die Beziehung zwischen Wert, Profit und Gemeinwohl neu. Die Ausstellung We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt vernetzt diese Initiativen und Aktivisten. Ausstellung We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt 4. Juli bis 17. August 2014 Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 3. Juli 2014, 19 Uhr Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, Berlin Ausstellung und Eröffnung sind öffentlich. Eintritt frei. Pressekonferenz und Begehung: Donnerstag, 3. Juli 2014, 11 Uhr Akkreditierung und Interviewanfragen bei Bei der Pressekonferenz am 3. Juli um 11 Uhr führen in die Ausstellung ein: der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert, der Leiter des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien Stéphane Bauer, die Europa-Beauftragte des Goethe-Instituts und Leiterin der Region Südwesteuropa Susanne Höhn und die Kuratorinnen Angelika Fitz und Rose Epple. Auch Vertreter der We-Traders-Initiativen stehen für Interviews zur Verfügung: Artéria / Agulha num Palheiro (Lissabon), Luisa Perlo (We-Traders Ko- Kuratorin Turin) und die Berliner Initiativen Allmende-Kontor, betahaus/open Design City, Initiative Möckernkiez und Rütli-Wear. Kontakt: Sabine Willig Kommunikation We-Traders Berlin Tel.: Viola Noll Pressereferentin Goethe-Institut Hauptstadtbüro Tel.:

3 Noch bis zum 20. Juni können Aktivisten, Künstler, Initiativen, Stadtentwickler, Designer und alle Interessierten ihre Idee für neue, eigene We-Trades in Berlin einreichen. Der erste Preis ist eine Reise nach Lissabon zur nächsten Ausstellung. Die besten Ideen werden außerdem Teil der Berliner We-Traders Ausstellung. community.goethe.de/wetraders Das komplette Programm finden Sie im Anhang. Weitere Informationen und alle aktuellen Termine finden Sie unter We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt ist eine Gemeinschaftsproduktion des Goethe- Instituts Brüssel mit den Instituten in Lissabon, Madrid, Toulouse und Turin. Künstlerische Gesamtleitung und Kuratierung Berlin: Angelika Fitz und Rose Epple. Lokale Ko-Kuratoren: Julia Albani (Lissabon), Javier Duero (Madrid), Stéphane Gruet (Toulouse), Lisa Parola und Luisa Perlo (Turin). We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt wird unterstützt durch die Initiative Weltstadt. Who creates the city? des Goethe- Instituts und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. In Berlin wird die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien umgesetzt. In Medienpartnerschaft mit der Bauwelt und der Berliner Zeitung.

4 WE-TRADERS. TAUSCHE KRISE GEGEN STADT FAKTEN ZUR AUSSTELLUNG We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt Wanderausstellung und Open Calls Januar bis Dezember 2014, Madrid, Turin, Berlin, Lissabon, Toulouse Berlin: 4. Juli bis 17. August 2014 Kunstraum Kreuzberg / Bethanien Mariannenplatz 2, Berlin täglich 12:00 bis 19:00, Eintritt frei We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt zeigt 24 Initiativen von Aktivisten, Künstlern, Initiativen, Planern, Designern und Architekten aus 5 Städten Madrid: Campo de Cebada, Elii/Crisis Cabinet of Political Fictions, Teamlabs/Walkinn Coop, Todo por la praxis, [VIC] Turin: Buena Vista Social Housing, Casa del Quartiere, Il Piccolo Cinema, Miraorti, Toolbox Coworking/FabLab Berlin: Allmende-Kontor, betahaus/open Design City, Initiative Möckernkiez, Rütli-Wear Lissabon: A Linha, Agulha Num Palheiro, BIP/ZIP, Cozinha Popular da Mouraria, O Espelho Toulouse: AERA Habitat, Bois & Cie, Carrefour Culturel Arnaud Bernard, Le potager de Camille, Mix Art Myrys 10 Krisen-Diagnosen kommen aus Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland Leonie Baumann Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin Sonja Beeck Professorin für Stadtplanung, Berlin Santiago Eraso Beloki Philosoph und Kulturmanager, San Sebastián Paul Blanquart Philosoph und Soziologe, Paris Claus Leggewie Soziologe, Essen Rolf Novy-Huy Geschäftsführer Stiftung trias, Bankkaufmann, Hattingen Marco Revelli Politikwissenschaftler, Turin Carlo Salone Geograf, Turin Florian Schmidt Stadtsoziologe, Gründungsmitglied der Initiative Stadt Neudenken, Berlin Jorge da Silva Macaísta Malheiros Stadtgeograf, Lissabon Projektleitung Goethe-Institut Brüssel: Susanne Höhn, Projektkoordination: Julia Förster Kuratorisches Team Konzept, künstlerische Gesamtleitung und Kuratierung Berlin: Angelika Fitz und Rose Epple, Lokale Ko-Kuratoren: Julia Albani (Lissabon), Javier Duero (Madrid), Stéphane Gruet (Toulouse), Lisa Parola und Luisa Perlo / a.titolo (Turin), Ausstellungsszenografie: Alex Valder, Ausstellungsgrafik: Carsten Giese, Studio Regular Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms in Berlin gibt es Kooperationen mit Christopher Dell & Ensemble, Design-Studenten der HTW Berlin, Die Boden Schafft, Fairnopoly eg, Gartenstudio, Hortis, Initiative Stadt Neudenken, Instituto Cervantes, Kunst- Stoffe Berlin, Majas Deli, metrozones, Nowhere Kitchen, SDW Neukölln, Sharehaus, Stadt macht satt, The Anxious Prop, TonSeitenGärten, Vivian Kvitka & Elizaveta Barsegova, weißensee kunsthochschule berlin, Werkstatt Lastenrad, workstation ideenwerkstatt e. V.

5 WE-TRADERS. TAUSCHE KRISE GEGEN STADT DIE INITIATIVEN Madrid: Campo de Cebada Sa, 5. Juli, 16h: Präsentation (in englischer Sprache): Architekten als Mediatoren, mit Artéria aus Lissabon So, 6. Juli, 14h: Präsentation, Gespräch Pitching South (in englischer Sprache): Netzwerken mit Kulturarbeitern. In Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes Copyright Foto: Campo de Cebada Vertreter von Campo de Cebada stehen vom 2. bis 6. Juli für Interviews zu Verfügung. Sprachen: Spanisch, Englisch Campo de Cebada (Gerstenfeld) ist eine offene Gemeinschaft, die aus einer Konfliktsituation im Kontext der bürgerschaftlichen Instandsetzung und Nutzung brachliegender öffentlicher Flächen entstand. Sie versucht, eine möglichst breite Beteiligung an den Entscheidungen zu generieren, um so eine Infrastruktur im Dienst der Öffentlichkeit zu schaffen. Es handelt sich um einen Raum des Dialogs der Bürger mit den städtischen Behörden, der eine echte Beteiligung an der Gestaltung der Stadt ermöglicht. Die Art und Weise, mit der die Anwohner das Grundstück zurückerobert haben, sind ein Beispiel für ein friedliches Miteinander, für Transparenz und für Open Data. Die Anwohner entscheiden selbst, welche Aktivitäten umgesetzt und welche Projekte in Angriff genommen werden sollen, wobei alle gemeinsam dafür verantwortlich sind, wie der Raum genutzt wird. Zum Projekt gehört eine digitale Plattform, auf der die verschiedenen kulturellen, sozialen, künstlerischen und sportlichen Aktivitäten gesammelt und dokumentiert werden. TRADE Gemeinschaftsproduktionen im öffentlichen Raum, Förderung von Nachbarschaftssinn, kultureller und sozialer Austausch, Beteiligungsstrategien, Recycling, Co-Creation, Open Source, Design, urbanes Gärtnern, Selbstorganisation, Selbstermächtigung, Fortbildungsmöglichkeiten für alle, Sport und Freizeit WE Nachbarschaft, Händler, Architekten, städtische Angestellte, kreative Gemeinschaften, Kulturverbände, Künstler, Studenten, Familien, Rentner KRISE Mangelnde Bürgerbeteiligung, schwache Position von Nachbarschaftsverbänden gegenüber städtisch forcierten Bauprojekten, fehlende Kommunikation zwischen Bürgern, Verbänden und Institutionen, Privatisierung des öffentlichen Raums 1

6 Madrid: Elii/GCFP Fr, 18. Juli, 17h: Präsentation eines Krisenkabinett für politische Fiktionen (in englischer Sprache) Copyright Foto: Elii/GCFP Vertreter von Elii/GCFP stehen vom 18. bis 21. Juli für Interviews zu Verfügung. Sprachen: Spanisch, Englisch Elii/Krisenkabinett politischer Fiktionen ist ein Büro, das öffentliche und privatwirtschaftliche Architekturprojekte entwirft und umsetzt. Zurzeit sind seine Mitglieder neben dieser praktischen Tätigkeit auch als Dozenten an verschiedenen spanischen und internationalen Universitäten und im Verlagsbereich für das Architekturmagazin UHF tätig. Das Kabinett entstand aus der Arbeitsgruppe [Inter]sección. Es handelt sich um ein eigenständiges Projekt, das Prototypen für mögliche Formen des Zusammenlebens entwickelt. Ausgangspunkt ist dabei, mittels eines fiktiven Szenariums eine mögliche Zukunft zu entwerfen, um so neue Rahmenbedingungen für eine neue politische Ökologie formulieren zu können. Beide Initiativen bewegen sich in höchst unterschiedlichen Kontexten, sind aber über einen Synergieund Feedback-Kanal miteinander verbunden. TRADE Nachhaltige Architektur, Stadtmobiliar mit sozialer Funktion, Stadtplanung, erneuerbare Energien, temporäre Architektur, Design von Büros und Arbeitszentren, Industriebau, Ausstellungsdesign, Zusammenarbeit mit Künstlern, Prototypen für die Koexistenz aller Arten, fiktive Krisenszenarien, Konfliktmediation WE Architekten, Lehrer, politische Aktivisten, Künstler, Wirtschaftswissenschaftler, Forscher, Philosophen, Journalisten, Soziologen KRISE Privatisierung des öffentlichen Raums, soziale Polarisierung, Gentrifizierung, neoliberale Stadtentwicklung, Mangel an politischer Ökologie, wirtschaftliche Ungleichheit, Krise des Banken- und Finanzwesens Madrid: Teamlabs / Walkinn Coop Vertreter von Teamlabs stehen Mitte Juli für Interviews zu Verfügung. Sprachen: Spanisch, Englisch Copyright Foto: Teamlabs / Walkinn Coop Teamlabs ist eine Genossenschaft, die sich mit der Entwicklung und Umsetzung betrieblicher Ökosysteme befasst. Hierzu gehören Bildungsprojekte, Innovationsmöglichkeiten und unternehmerische Initiativen in einer Startup-Umgebung, an denen sich große, für Innovationsprojekte offene Unternehmen beteiligen können. Diese Ökosysteme sind an sich bereits Bildungsinstrumente, die nach dem Motto Learning by doing den persönlichen und beruflichen Ausbau der für eine neue Gesellschaft erforderlichen Fertigkeiten ermöglichen. Gemeinsam mit der Mondragon Team Academy (MTA) koordiniert die Genossenschaft den 2

7 LEINN, einen Lehrgang für Unternehmertum und Innovation. Dieses Bildungsprogramm besteht aus drei Elementen: Teamwork, praktisches Lernen und eine globale Vision. In Madrid hat das Genossenschaftsprojekt Walkinn, das von 20 Jungunternehmern mit dem Fokus auf sozialer Innovation gegründet wurde, den ersten Jahrgang dieses Lehrgangs eingeführt und gefördert. TRADE Social Entrepreneurship, Learning by doing, niedrigschwellige Initiativen, Räume für Coworking, Branding, Selbstorganisation, Marktforschung, Modelle für Mikro-Mäzenatentum, Bildung und soziale Innovation WE Junge Unternehmer, Startups, Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler, Biologen, Designer, Kreative, Programmierer, Anwälte, Kleinunternehmen, Investoren KRISE Mangelnde Unternehmerkultur, Jugendarbeitslosigkeit, Arbeitsplatzunsicherheit, gesellschaftliche Diskriminierung von Freiberuflern, geringe Mobilität der Arbeitnehmer, verspätete Emanzipation, mangelnde Unterstützung für Projekte im Bereich sozialer Innovation Madrid: Todo por la Praxis (TXP) Copyright Foto: Todo por la Praxis Todo por la Praxis (Alles für die Praxis) oder TXP ist ein multidisziplinäres Team, das sich als Labor für ästhetische Projekte des kulturellen Widerstands versteht. Die Initiative entwickelt Strategien für Interventionen im öffentlichen Raum mit dem Ziel, verschiedene sozial wirksame Instrumente zu schaffen. Eigenbau wird als eine Methode unterstützt und gefördert, die eine direkte Verantwortung während aller Projektphasen impliziert. Dadurch identifizieren sich die Nutzer mit den Projekten und werden sich dessen bewusst, dass sie selbst etwas bewirken können. TXP ist Teil eines großen Netzwerks von Personen und Gemeinschaften, die ein partizipatives Klima schaffen möchten. Dieses Netzwerk schlägt eine alternative Annäherung an die konventionelle Architekturpraxis vor, indem es gemeinschaftliches Arbeiten, eine Wissensdatenbank sowie die Nutzung gemeinsamer Ressourcen einführt. TRADE Selbstorganisierte Nutzung brachliegender Grundstücke, gemeinschaftliche Areale, mobile urbane Infrastruktur, Interventionen im öffentlichen Raum, Do-it-yourself-Strategien, informelle Bildung, Co-Kreation, Netzwerke WE Architekten, Künstler, Anwälte, Designer, Anthropologen, Studenten, Kulturvermittler, Forscher KRISE Mangel an partizipativen urbanen Räumen, mangelndes gesellschaftliches Bewusstsein für gemeinschaftliche Ressourcen, Mangel an Anreizen zur Kooperation, Privatisierung des öffentlichen Raums, Gentrifizierung, Konsumsorientierung 3

8 Madrid: [VIC] Copyright Foto: Lukasz Michalak [VIC] Vivero de Iniciativas Ciudadanas (Vivarium für Bürgerinitiativen) ist eine offene und netzwerkorientierte Plattform, die schwerpunktmäßig kritisches bürgerschaftliches Engagement fördert, analysiert und unterstützt. Besonders wichtig ist dabei, dass sich dieses Engagement vor Ort, in der Stadt und im öffentlichen Raum auswirkt. [VIC] hört in ganz konkreten Situationen zu und schlägt dann Lösungen vor, die Theorie und Praxis vereinen. Die Plattform ist als Web-Datenbank strukturiert, in die sämtliche Initiativen aufgenommen werden, die durch ihre soziale Innovation anderen Kollektiven, Unternehmen und/oder Behörden als Modell zum Wissenstransfer dienen können. TRADE Wissenstransfer, Netzwerke für gemeinschaftliche Arbeit, Ermächtigung der Bürger, soziale Innovation im öffentlichen Raum, Online Communitys, Selbstorganisation, Unternehmertum, alternative Wirtschaft, Open Source WE Architekten, Stadtentwickler, Soziologen, Sozialanthropologen, Sozialarbeiter, Lehrer, politische Aktivisten KRISE Mangelnder Bürgersinn, neoliberale Stadtentwicklung, Privatisierung des öffentlichen Raums, Konsumorientierung, Fehlen von Strukturen für eine reale Teilhabe aller an der Nutzung gemeinsamer Ressourcen Turin: Buena Vista Social Housing So, 3. August, 15h: Diskussion mit Buena Vista Social Housing, Doris Kleilein (Bauwelt), AERA Habitat aus Toulouse, Initiative Möckernkiez und anderen Berliner Initiativen über neue Modelle des kooperativen Wohnungsbaus (in englischer Sprache) Copyright Foto: Matteo Montaldo Vertreter von Buena Vista Social Housing stehen Anfang August für Interviews zur Verfügung. Sprachen: Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch Das soziale Cohousing-Projekt Buena Vista Social Housing entstand 2012 in zwei Gebäuden des ehemaligen Olympia-Dorfes der Winterspiele Unter dem Dach der leerstehenden Gebäude vereint sich die Idee von Wohnraum als Notwendigkeit, Recht und Symbol mit dem Social Club, einem Netzwerk aus Vereinen und sozialen Kooperativen, die gemeinsam Lösungen erarbeiten. Mit Street-Art und Liebe zum Detail wurden in einer partizipativen Projektentwicklung 44 Wohnungen für Familien von Sozialarbeitern und für Studenten geschaffen, sowie eine soziale Infrastruktur mit Bike-Sharing, Book-Sharing, hängenden Gärten, 4

9 einem kleinen Lebensmittelladen mit Öko- und Fairtrade-Produkten, einer Wäscherei und einem Glasfasernetz. Die Herausforderung für das Wohnmodell besteht darin, gleichzeitig für Schönheit, Teilhabe und Nachhaltigkeit offen zu sein. In dem Haus sind zehn Nationalitäten vertreten. TRADE Gemeinschaftliches Wohnen, sozialer Wohnungsbau, Gemeinschaftseinrichtungen für heterogene Quartiere, geteilte Räume, soziale Netzwerke, solidarische Ökonomie, Stadterneuerung, Umnutzung, Selbstermächtigung, soziales Kapital, Schönheit, Partizipation, Nachhaltigkeit WE Social Club als Netzwerk von Vereinen und Kooperativen für eine solidarische Ökonomie und wechselseitiger Solidarität zwischen Bewohnern, Sozialarbeiter, Architekten, Studenten, Mitbewohner, Migranten KRISE Hochpreisiger Wohnungsmarkt, Mangel an öffentlichem sozialem Wohnungsbau, zu wenige Gemeinschaftseinrichtungen Turin: Casa del Quartiere di San Salvario Copyright Foto: Albana Muco Das Casa del Quartiere di San Salvario (Nachbarschaftshaus San Salvario) ist ein Ort für soziale und kulturelle Aktivitäten, der seit 2010 von Vereinen, Bürgern, Gruppen, Künstlern und Kulturschaffenden genutzt wird. Er bietet Kultur, Ausbildung und Dienstleistungen für die Bewohner des multiethnischen Stadtviertels San Salvario und der ganzen Stadt. In den ehemaligen öffentlichen Bädern entstand ein Labor zur Entwicklung und Umsetzung von Initiativen eine offene und multikulturelle Begegnungsstätte, an der sich Menschen über unterschiedliche Aktivitäten austauschen können. Allen Besuchern stehen eine Cafeteria, eine Fahrradwerkstatt, ein Coworking Büro, eine Zeitbank, Informationsstände, Kurse und Seminare, Räumlichkeiten für das gegenseitige Zuhören und öffentliche Dienstleistungen zur Verfügung. Auch Workshops, Konferenzen, Veranstaltungen und Feste können hier organisiert werden. Das Casa del Quartiere wurde gegründet und wird geführt von der Agenzia per lo sviluppo locale di San Salvario, einer Art Quartiersmanagement, zu dem sich 23 Vereine und Institutionen zusammengeschlossen haben. TRADE Erneuerung eines Stadtbezirks durch ökonomische und soziale Nachhaltigkeit mithilfe partizipativer Strategien, Stärkung von nachbarschaftlichen Ressourcen, soziale und kulturelle Umnutzung von leerstehenden Gebäuden, experimentelle Räume für soziale und kulturelle Aktivitäten, Netzwerke und Beratung für bürgerschaftliche Initiativen, Coworking, Zeitbank, gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten wie Kreativ- oder Reparaturworkshops, Tauschbörsen, Cafeteria WE Vereine und andere zentrale Akteure im Quartier, Bewohner und insbesondere Migranten, Studenten, Familien und Kinder, Sozialarbeiter, Architekten, Vertreter lokaler Institutionen KRISE Mangel an gemeinschaftlichen Räumen im Quartier, ungenügender Zugang zu kulturellen und sozialen Aktivitäten sowie zu kostengünstigen Räumen, soziale Isolation 5

10 Turin: Il Piccolo Cinema Copyright Foto: Luca Scaglione Il Piccolo Cinema (Das kleine Kino) ist ein Verein für gegenseitige Filmhilfe, das sich auf die Tradition der Arbeitervereine des 19. Jahrhunderts beruft. Es befindet sich im Viertel Barriera di Milano am Stadtrand von Turin und ist ein Ort der offenen Auseinandersetzung, ein Labor der Bilder, ein Atelier der Ideen, das den Film als Instrument nutzt, um die Welt zu verstehen: Modell eines neuen Miteinanders ohne Hierarchien. Es ist zugleich ein kleines Zentrum des Geschichtenerzählens mit Bildern und eine Plattform für die Förderung unabhängiger Filmproduktionen. Il Piccolo Cinema ist auch eine Anti-Schule für Film ohne Dozenten und ohne Schüler. Zu den Aktivitäten gehören I dis-corsi di cinema (cineastischer Austausch rund um Dokumentarfilme, Drehbücher, Schnitt, Ton, Maske, Web- Dokumentationen), I Martedì del Piccolo Cinema (dienstägliche Filmvorführungen, Autorengespräche, Retrospektiven) und Präsentationen von Crowdfunding-Projekten. Das Piccolo Cinema ist aus dem Kulturverein Antiloco entstanden. TRADE Austausch und wechselseitige Unterstützung durch Filmemachen, ein für alle offener Ort zum Leben und für die Kulturproduktion, Bildung durch gemeinschaftliches Lernen (Anti- Schule), unabhängiges Filmemachen, Crowdfunding, Kino, Filmforum WE Künstler und Filmemacher, Bewohner des Quartiers und der ganzen Stadt, Studenten KRISE Dominanz der Blockbuster-Filmindustrie, zu wenig Geld für unabhängige Filme, mangelnder Gesellschaftsbezug der Kunst, Star-Prinzip in der Kulturindustrie, Suche nach neuen gemeinschaftlichen Arbeitsmethoden Turin: Miraorti Copyright Foto: Giuseppe Moccia Das partizipative Projekt Miraorti entstand 2009 mit dem Ziel urbane Landwirtschaft und urbanes Gärtnern zu fördern. Im Rahmen einer städtebaulichen Neuausrichtung wurde es zum Katalysator für die Reaktivierung der Gegend zwischen Sangone und Mirafiori Sud, dem historischen Sitz von Fiat. Die Idee ist, gesellschaftliche Akteure und Institutionen zusammenzubringen und mit den Stadtbewohnern Methoden zur Wiederbelebung der Nutzgärten zu entwickeln. Dabei werden auch Schulen mit einbezogen. Die Ergebnisse sollen eine Vision für die zukünftige Nutzung der Fläche liefern. Bislang sind etwa 300 Gärtner und 1000 Gar- 6

11 tenflächen involviert, darunter bereits 100 offiziell eingetragene. Das Projekt Miraorti hat seinen Sitz in der Casa del Parco di Mirafiori Sud. TRADE Gemeinschaftliche Parkpflege, Stadtumbau durch spontane landwirtschaftliche Praktiken, geteilter Raum, ökologische und nachhaltige urbane Landwirtschaft, Aufwertung von informellen Strukturen, aktive Bürgerschaft, partizipativer Urbanismus, Workshops im Bereich ökologischer Bildung WE Landschaftsarchitekten, Agrarwissenschaftler, urbane Landwirte, Bewohner des Quartiers, Kinder und Familien, Studenten, Künstler KRISE Postindustrielle Brachen, informelle Privatisierung von öffentlichen Grundstücken, Mangel an Gemeinschaftssinn und ökologischem Bewusstsein, zu wenige Angebote für Jugendliche, leere Stadtkassen zu wenig Budget für die Parkpflege Turin: Toolbox Coworking Do, 17. Juli, 19h: Präsentation, Gespräch, Grillen mit betahaus, Startups aus Berlin und Toolbox Coworking aus Turin (in englischer Sprache) Vertreter von Toolbox Coworking stehen am 17. und 18. Juli für Interviews zur Verfügung. Copyright Foto: Alberto Morici Aus der Idee der Umnutzung ehemaliger Industriegebäude heraus entstand bei Toolbox auf mehr als 4000 qm Raum für neue wissensbasierte und kreative Berufe. Die rund 100 Open- Space-Arbeitsplätze und ebenso viele Einzelbüros sind eine optimale Plattform für Freiberufler und Unternehmen, die das Teilen von Räumlichkeiten, Geräten, Dienstleistungen, Ideen, Beziehungen, Kompetenzen und Chancen als Bereicherung empfinden. Toolbox organisiert Workshops, Pitches und Gesprächsrunden zum Ideenaustausch und ein Festival, das sich Modellen der Ressourcenteilung und der beruflichen Selbständigkeit widmet. Es beherbergt auch das FabLab Turin, das erste italienische FabLab, ein Arbeitsraum, ein Ort, der Digital Fabrication und Open-Source-Kultur vereint, an dem sich Maschinen, Ideen, Personen und neue Ansätze vermengen und austauschen können. FabLab Turin wird unterstützt von Officine Arduino, dem italienischen Sitz von Arduino, einem Unternehmen dessen Produkt ein programmierbarer Microcontroller vollständig auf Open Source basiert. TRADE Förderung von Unternehmertum und Selbstständigkeit, Förderung von Open Source und Open Share Hardware, FabLab, Coworking, Koproduktion, Netzwerk, Gemeinschaft, Ökonomie des Teilens, Plattform für Startups, selbst produziertes Design, Ideenlabor, digitale Fertigung WE Digitale Handwerker, Wissensarbeiter, Selbstständige, innovative Kleinunternehmen, Start-Ups, Studenten KRISE Prekäre Arbeitsbedingungen in der Kreativindustrie, Isolation von Selbstständigen, Mangel an flexiblen und kostengünstigen Arbeitsräumen, hohe Kosten für technische Infrastruktur, zu wenig öffentliche Förderung, Mangel an Jobangeboten 7

12 Berlin: Allmende-Kontor / workstation ideenwerkstatt e.v Sa, 12. Juli, 16h: Recycling-Workshop mit der workstation ideenwerkstatt und HORTIS Frauke Hehl vom Allmende-Kontor steht für Interviews zu Verfügung. Copyright Foto: Eva Niehaus Das Allmende-Kontor ist eine Initiative, die seit 2010 aktiv Vernetzung von Berliner Gemeinschaftsgärten betreibt. Sie leistet Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, unterstützt Forschung zu Urban Agriculture und fördert Selbstorganisation, kooperative Gemeinschaftsbildung sowie Verhandlungen mit der Verwaltung. Handlungsbezogen sind die Themen: Stadtentwicklung, Ernährungssouveränität und Commons, unter anderem direkt auf dem Tempelhofer Feld im Gemeinschaftsgarten des Allmende-Kontor. Dort wird öffentlicher städtischer Freiraum durch gemeinschaftliche, kooperative Nutzung und Gestaltung als Allmende (Gemeingut) ins Bewusstsein gebracht und erlebbar gemacht. Derzeit ackern an die 900 GärtnerInnen und UnterstützerInnen auf knapp über 300 Beeten im Allmende-Kontor- Gemeinschaftsgarten. TRADE Labor/Netzwerk/Bühne für urbanes Gärtnern, Stärkung der Biodiversität (traditionelles Saatgut), gesundes und günstiges Essen, Förderung des Commons-Prinzips, heterogene Gemeinschaften, Selbstorganisation, Selbststärkung WE Urbane Gärtner, politische Aktivisten, eine bunte Mischung von Menschen aus der Nachbarschaft (ca. 900) KRISE Privatisierung des öffentlichen Raums, Nahrungsmittelindustrie, soziale Isolation, fehlende Natur in den Städten Berlin: betahaus / Open Design City Copyright Foto: betahaus Do, 3. Juli, 14h: Workshop und Installation KRISE (Mindestteilnehmerzahl: 10) Do, 17. Juli, 19h: Präsentation, Gespräch, Grillen mit betahaus, Startups aus Berlin und Toolbox Coworking aus Turin (in englischer Sprache) So, 27. Juli, 15h: Diskussion mit Open Design City (ODC), Van Bo Le-Mentzel und anderen Open Designern über Copyright, Commons und Community Vertreter von betahaus / ODC stehen für Interviews zu Verfügung. Wertschöpfung findet heute statt an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in wechselnden Teamkonstellationen und ohne Festanstellung. Die neue Art der Arbeit sucht ständig nach neuen realen und virtuellen Orten. Benötigt werden offene, digital vernetzte 8

13 und kollaborative Arbeitsorte, die flexibel sind und als Inkubationsplattform dienen. Seit 1. April 2009 arbeiten im betahaus rund 200 Freiberufler aus verschiedenen Bereichen: Grafiker, Programmierer, Fotografen, Architekten, Designer, Akademiker, Rechtsanwälte, NGOs, Übersetzer, Videokünstler, Journalisten und Blogger qm Fläche bietet es eine Plattform für Innovation, Kreativität, Events und professionelles Arbeiten, die den Ansprüchen von unabhängigen Kreativen und Wissensarbeitern gerecht wird und ihre Möglichkeiten erweitert. TRADE Coworking, Codesign, Open Design, Soft-Tools und -Skills, Community Building, Plattform für Startups, Selbstermächtigung, Weiterbildung WE Firmengründer, Programmierer, Künstler, Architekten, Akademiker, Anwälte, NGOs, Journalisten, Bastler KRISE Prekäre Arbeitsbedingungen für Kreative, Isolation Selbstständiger (Ich-AGs), Mangel an flexiblen und günstigen Arbeitsräumen, hohe Kosten für Hightech-Infrastruktur, Konsumkultur, Copyright Berlin: Initiative Möckernkiez So, 3. August, 15h: Diskussion mit Initiative Möckernkiez, Doris Kleilein (Bauwelt), AERA Habitat aus Toulouse, Buena Vista Social Housing aus Turin und anderen Berliner Initiativen über neue Modelle des kooperativen Wohnungsbaus (in englischer Sprache) Copyright: OpenStreetMap - CC-BY-SA 2.0 Vertreter von Initiative Möckernkiez stehen für Interviews zur Verfügung. Wer baut die Stadt und nach welchen Kriterien? Als ein ehemaliges Bahngelände am Gleisdreieck in Berlin Kreuzberg zum Verkauf steht, wollen einige Nachbarn nicht auf einen anonymen Investor vertrauen. Sie starten die Initiative Möckernkiez mit dem Ziel, den neuen Stadtteil selbst zu gestalten. Eine Genossenschaft wird gegründet, die das Quadratmeter große Grundstück erwirbt und zum Träger eines einzigartigen Modellprojektes wird: eine gemeinschaftliche und Generationen verbindende Wohnanlage, die ökologisch nachhaltig, barrierefrei, interkulturell und sozial integrativ ist. In einem partizipativen Prozess wird ein kleinteiliges Ensemble mit 450 Wohnungen, Gemeinschaftsräumen und Gewerbeflächen geplant. Bis Ende 2014 soll es fertig werden. TRADE Bürgerinitiative und Wohnbaugenossenschaft, bürgerschaftliche Planung und Umsetzung eines integrativen Stadtquartiers, gemeinschaftliches und Generationen verbindendes Wohnen, ökologisch nachhaltig, barrierefrei, interkulturell und sozial integrativ. Finanzierung: Mitglieder der Genossenschaft WE Alte und neue Nachbarn, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler, urbane Geografen, Architekten, soziale Einrichtungen KRISE Neoliberale Stadtentwicklung, Liegenschaftspolitik ohne Gemeinwohl, Privatisierung öffentlicher Räume 9

14 Berlin: Rütli-Wear Do, 3. Juli, 19h: Siebdruck-Workshop zur Ausstellungseröffnung So, 10. August, 15h: Diskussion über Schulprojekte und neue Lern- und Schulformen Vertreter von Rütli-Wear stehen für Interviews zu Verfügung. Copyright Foto: Rütli-Wear e.v. Rütli-Wear startete 2006 als Anti-Stigmatisierungskampagne, nachdem die Rütli-Hauptschule im Stadtviertel Neukölln durch einen beispiellosen Medienrummel als Synonym für verfehlte Bildungs- und gescheiterte Integrationspolitik gebrandmarkt wurde. Anstatt über Jugendliche nichtdeutscher Herkunft zu sprechen und zu urteilen, gibt ihnen das Projekt die Deutungshoheit über sich und ihre Belange zurück. In einer schulexternen offenen Werkstatt erproben sie unter fachkundiger Hilfestellung handwerkliches Do-it-yourself, erlernen Techniken gestalterischen Ausdrucks. Sie kreieren ihr eigenes Modelabel und verkaufen die eigenhändig im Siebdruckverfahren veredelte Kleidung als Schülerfirma. Der Verein stellt positive Synergien aus städtischen Wandlungsprozessen her und eröffnet neue Perspektiven durch ungewöhnliche, kreative Allianzen. TRADE Branding, Modedesign, Textilproduktion und -distribution, Siebdruck, Weiterbildung, Ausbildung in Unternehmertum und PR, Stärkung und Förderung benachteiligter Jugendlicher, Do-it-yourself WE Sozialarbeiter, Lehrer, Schüler, junge professionell Kreative KRISE Stigmatisierung von Stadtvierteln als No-Go Areas, soziale Polarisierung, Diskriminierung im Bildungssektor, Jugendarbeitslosigkeit, Gentrifizierung Lissabon: A Linha Copyright Foto: A Linha Hauptziel des Projekts A Linha (Die Linie) des Ateliers Urban Nomads ist das Wiederbeleben der unzähligen verlassenen Gebäude in der Alfama, Lissabons ältestem Stadtteil, durch eine Strategie, die eine Überlagerung von vier Linien nutzt. Gemeinsam markieren sie verschiedene Wege durch den Stadtteil, laufen an den identifizierten und wiederbelebten Orten entlang und schaffen eine Verbindung zwischen dem Fluss und dem Campo de Santa Clara. Jede Linie hat ein Thema: grün Gartenanlagen; rot Kultur; blau Handel; gelb Spiele und Freizeit. Die verschiedenen Linien dienen zur Definition der Art des Eingriffs an jedem Ort. Die gesamte Entwicklung von A Linha wurde von direkter Mitwirkung der lokalen Bevölkerung begleitet. Alle Konstruktionen wurden von den Bürgern des Stadtteils angefertigt, wobei ausschließlich alte Holzteile und Möbel (wieder) verwendet und angepasst wurden. A Linha ist eines der ausgewählten Projekte des Programms BIP/ZIP

15 TRADE Neuevaluierung von Räumen, Wiederbelebung zweckentfremdeter Räume im historischen Alfama, Coworking, Handwerk, Recycling, Workshops, Produktdesign, urbanes Gärtnern, Aktivitäten mit Kindern WE Künstler, Architekten, Sozialarbeiter, Nachbarschaft KRISE Bedürfnis nach sozialer und urbaner Mikrointervention, Mangel an urbanem Mobiliar, Verfall urbaner Räume, Verbrechen, Drogenhandel, Verschwendung, Mangel an Aktivitäten für Jugendliche und ältere Menschen Lissabon Agulha num palheiro / Artéria Sa, 5. Juli, 16h: Präsentation (in englischer Sprache): Architekten als Mediatoren, gemeinsam mit Campo de Cebada aus Madrid So, 6. Juli, 14h: Präsentation, Gespräch Pitching South (in englischer Sprache): Netzwerken mit Kulturarbeitern. In Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes Copyright Foto: Artéria Vertreterinnen von Artéria stehen vom 1. bis 8. Juli für Interviews zur Verfügung. Sprachen: Portugiesisch, Englisch Agulha num palheiro (Nadel im Heuhaufen) ist eine Kontaktstelle für Leute, die Altbauten lieben von Leuten, die Altbauten lieben. Die Gruppe entstand als Reaktion auf die Schwierigkeiten, die viele Menschen erleben, wenn sie Altbauten im Stadtzentrum suchen. Das Projekt stellt in einer Internet-Datenbank alte Wohnungen und Häuser zusammen, die auf verschiedenen Internetseiten von Immobilienagenturen verstreut angeboten werden, und sucht neue Eigentümer und Mieter, um diesen Gebäuden neues Leben zu geben. Dieses Schaufenster wurde als erklärendes und intuitives Instrument geschaffen, um die Einwohner zu unterstützen und bei der Wiederbelebung der Stadt Lissabon mitzuwirken. Die Beta-Phase des Projektes wurde vom Programm BIP/ZIP 2011 unterstützt. Die Datenbank wurde mit Unterstützung des "Crisis Buster" der Architektur-Triennale 2013 auf das gesamte Stadtzentrum von Lissabon ausgeweitet. TRADE Erfassung und Kartierung leerer und verlassener Gebäude im Stadtzentrum; Aus-, Weiterbildung und Beratung zu Revitalisierungsprozessen (legaler und praktischer Art), intuitive Wissensinstrumente für Bürger, Ausbildung räumlicher Lese- und Abstraktionsfähigkeiten WE Architekten, Designer, Kulturaktivisten; Bürger, die gerne in alten Häusern/ im alten Stadtzentrum wohnen würden KRISE Hoher Leerstand, Mangel an bezahlbarem und hochwertigem Wohnraum, fehlende Transparenz von Eigentumsverhältnissen, undurchsichtige Verwaltungsprozesse und Revitalisierungsgenehmigungen, Hausbesetzungen, hohe Revitalisierungskosten 11

16 Lissabon: BIP/ZIP Copyright: BIP/ZIP Das Programm BIP/ZIP (Bairros e Zonas de Intervenção Prioritária / Stadtviertel und Orte für prioritäre Maßnahmen) wurde 2011 von der Stadt Lissabon ins Leben gerufen. Die Initiative findet im Rahmen des Lokalen Programms für Wohnraum (PLH) statt als ein Instrument der öffentlichen Stadtpolitik. Ziel ist, Partnerschaften und kleine lokale Maßnahmen zur Verbesserung des jeweiligen Habitats zu fördern. Die Grundlage dafür ist die Unterstützung lokaler Projekte, die zur Verstärkung des sozialen und territorialen Zusammenhalts in der Nachbarschaft beitragen wurden auf der Plattform BIP/ZIP 108 Projektanträge gestellt. Das Budget für die ausgewählten 49 Projekte beträgt 2 Millionen Euro. Im Juli 2013 wurde das Programm BIP/ZIP mit dem Preis Best Practice im Bereich Bürgerbeteiligung ausgezeichnet, der zum siebten Mal vom OIDP (Internationales Observatorium für partizipative Demokratie) verliehen wurde. TRADE Neue Modelle des lokalen Handelns, Übertragung von Handlungsgewalt und Zuständigkeiten an lokale Gemeinderäte, geteilte Kosten und Finanzierung, lokale Entwicklungsimpulse, urbane Mikrointerventionen und Strategien der Veränderung von unten (Bottom-up), anpassungsfähiger Urbanismus, Partizipation WE Verwaltung, Nachbarschaft, Anwälte, Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter, Soziologen, Startups, Nachbarschaftsverbände KRISE Mangel an partnerschaftlichen Gemeinwesen, soziale Brennpunkte, prekäre Lebensbedingungen, bürokratische Zentralplanung, schrumpfende Stadt Lissabon: Cozinha popular da Mouraria Fr, 11. Juli, 16h: Workshop So, 13. Juli, 15h: Diskussion mit Cozinha popular und O Espelho aus Lissabon über öffentlichen Raum in Lissabon und Berlin (in englischer Sprache) Copyright Foto: Cozinha Popular Vertreter von Cozinha popular stehen vom 8. bis 14. Juli für Interviews zur Verfügung. Sprachen: Portugiesisch, Englisch Die Nachbarschaftsküche Cozinha popular da Mouraria ist eine Initiative mit sozialem, zivilgesellschaftlichem und kulturellem Charakter, die von der Fotografin Adriana Freire initiiert wurde. Die Aktivitäten, zum Beispiel Workshops zu innovativen Formen des urbanen Gemüseanbaus, sind für die Bewohner des Viertels kostenlos, andere Gäste müssen bezahlen. Es handelt sich um kein karitatives Projekt, es will vielmehr den Unternehmergeist anregen. Da es sich beim Kochen um eine universelle Sprache handelt, versucht das Projekt, alle existierenden Ressourcen des Stadtteils Mouraria einzubeziehen. Es bekämpft Marginalität, Ar- 12

17 beitslosigkeit sowie Konflikte zwischen Drogenhändlern und ermöglicht, dass sich Immigranten mit typischen lokalpatriotischen Einwohnern mischen. Die Gemeinschaftsküche ist ein Motor für den Kampf gegen die lokale Arbeitslosigkeit, für ein gemeinsames Experimentieren, für die Verbesserung des Ansehens des Stadtteils, für Kenntnisse zur Produktion von Qualitätsprodukten, für die Fortbildung von Jugendlichen, für den Kampf gegen Einsamkeit und für die Förderung eines aktiven Bürgersinns bei älteren Menschen. TRADE Gemeinsames Kochen, Aufbau von Gemeinschaften, nachhaltiges gemeinsames Lernen, generationsübergreifende Workshops, Austausch von Rezepten und Kochtechniken, urbanes Gärtnern WE Köche, Fotografen, Schriftsteller, Journalisten, Sozialarbeiter, Bürger vor Ort KRISE Leerstehende Grundstücke und Gebäude, Diversitätsverlust im kulturellen kulinarischen Erbe, Verbrechen und Drogenhandel Lissabon: O Espelho Do, 10. Juli, 16h: Präsentation: Wie macht man eine politische Wandzeitung? So, 13. Juli ab 15h: Diskussion mit O Espelho und Cozinha popular aus Lissabon über öffentlichen Raum in Lissabon und Berlin (in englischer Sprache) Copyright Foto: O Espelho Vertreter von O Espelho stehen vom 8. bis 14. Juli für Interviews zur Verfügung. Sprachen: Portugiesisch, Englisch O Espelho (Der Spiegel) ist eine urbane Wandzeitung, ein Denkanstoß und flüchtiges Angebot zur Reflektion und vor allem ein vorgehaltener Spiegel. Der Rückgriff auf dieses klassische Kommunikationsformat als Sprachrohr und Mittel zur Agitation sowie Instrumentalisierung des Stadtraums, ist Konsequenz und Reaktion einer Gruppe von Journalisten, Künstlern, Architekten, Schriftstellern, Fotografen viele von Ihnen ohne Arbeit auf die prekäre Situation und soziale Ungerechtigkeit als Folge der Wirtschaftskrise und Sparpolitik der Troika. Anlässlich des Portugalbesuchs von Angela Merkel im November 2012 erschien die erste Ausgabe des O Espelho, der seither immer anlässlich markanter Termine erscheint und sich durch Eigeninitiative, Crowdfunding und Abonnenten finanziert. In kritischen Essays, Grafiken, Illustrationen und Fotografien unternimmt die Redaktion eine kollektive Selbstreflexion und einen Aufruf an die Menschen des 21. Jahrhunderts innerhalb des Krisenstrudels. TRADE Publizieren, Coworking, Netzwerken, Crowdfunding WE Schriftsteller, Politikwissenschaftler, Soziologen, Philosophen, Künstler, Journalisten, Architekten, Designer, Studenten KRISE Sparpolitik, Arbeitslosigkeit, rechtswidrige Steuererhöhungen, schleppende Justiz, erdrückende Vetternwirtschaft, Mangel an Team- und Zusammenarbeit 13

18 Toulouse: AERA Habitat So, 3. August ab 15h: Diskussion mit Doris Kleilein (Bauwelt), AERA Habitat, Buena Vista Social Housing aus Turin, Initiative Möckernkiez und anderen Berliner Initiativen über neue Modelle des kooperativen Wohnungsbaus (in englischer Sprache) Copyright Foto: AERA Habitat Vertreter von AERA Habitat stehen Anfang August für Interviews zur Verfügung. Sprachen: Französisch, Englisch AERA (Aktionen, Studien und Recherchen zu Architektur, Wohnraum und Stadt) entwickelt seit 2003 vor allem in sogenannten Problemvierteln Strategien des sozialen Wohnungsbaus, bei denen die Bewohner wieder ins Zentrum des Projektes rücken. In Zeiten der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Krise sind die Familien aufgerufen, alles zu teilen, was es verdient geteilt zu werden, um den Gemeinschaftssinn innerhalb ihres Lebensraums, aber auch die gesellschaftliche Bedeutung von Architektur und Stadt zu stärken. Mit dem Ziel, Familien, denen keine Immobilienkredite gewährt werden, soziale Inklusion und ein Dach über dem Kopf zu sichern, erarbeitet AERA seit zehn Jahren gemeinsam mit dem Staat und Einrichtungen des sozialen Wohnungsbaus rechtliche Grundlagen für sozialverträgliche Genossenschaftsmodelle. Seit 2006 entwickelt und testet AERA Methoden, die die Bewohner, sobald sie Mitglied der Genossenschaft sind, in die Planung, Gestaltung, Verwaltung und Wartung ihres Lebens- und Wohnraums einbindet. So soll der langfristige Erfolg der Genossenschaftsprojekte gesichert werden. Von zwölf Projekten stehen zwei kurz vor dem Abschluss und sechs werden zwischen 2014 und 2016 fertig gestellt. TRADE Partizipatives Wohnen, günstiges Wohnen, nachhaltige Stadtentwicklung, aktive Teilnahme am politischen Geschehen, Aufbau von Gemeinschaften. Finanzierung: Subventionen, Crowdfunding, Wohnbaupartner WE Architekten, Philosophen, Soziologen, Bürger, die sich aus sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Gründen für Tauschökonomien begeistern KRISE Wohnungsknappheit, soziale, wirtschaftliche und ökologischer Krise, fehlende Partizipation im Wohnungssektor, zentralistische Planung (Top-down) Toulouse: Bois & Cie Copyright Foto: Bois & Cie Bois & Cie (Holz & Co.) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissen und Know-How rund um die Holzverarbeitung zu teilen und weiterzugeben, und dabei zum Beispiel durch Recycling und umweltgerechtes Bauen auch ökologische Ansprüche zu wahren. Ihr gemeinschaftlich geführtes Atelier fördert die Begegnung unterschiedlichster Besucher und Teilnehmer. Nach 14

19 einer Einführung eignen sich die Mitglieder im Rahmen eines gemeinsamen Projekts Fertigkeiten an, die sie wiederum an Neuankömmlinge weitergeben. Gemeinsam mit Jugendlichen in Eingliederungsmaßnahmen sammeln sie Holz aus Industrie- und Baurückständen, die in Kompostanlagen, Trockentoiletten, im Gartenbau oder in mobilen Wohneinheiten neue Verwendung finden. Vor dem Hintergrund von Wohnungsnot und zunehmenden Mengen von Restholz hat Bois & Cie den Prototyp einer leichten und modularen Wohneinheit erstellt. Bestehend aus Paletten, Tür- und Fensterrahmen, Kisten und Ähnlichem soll er aufzeigen, dass man mit Restholz qualitativ hochwertige, ökologische und kostensparende Wohnformen herstellen kann. So können die Entsorgung, Verbrennung oder industrielle Verarbeitung dieser Holzabfälle und die daraus entstehenden Umweltbelastungen vermieden werden. TRADE Zimmerei und Tischlerei, preiswerte Häuser aus Holz, Eingliederung junger Arbeitnehmer, Wissensaustausch, Koproduktion, Recycling. Finanzierung: Subventionen für Eingliederung, Recycling und Verkauf von Produkten, Tauschhandel WE Ausbilder, Schreiner, Jugendliche, Bürger KRISE Konsumkultur, Arbeitslosigkeit, Armut, Wohnungsknappheit, Wegwerfgesellschaft, fehlender Bezug zu Materialien und Produktion Toulouse: Carrefour Culturel Arnaud Bernard (CCAB) So, 17. August, 15h: Finissage-Präsentation Vertreter von CCAB stehen Mitte August für Interviews zur Verfügung. Sprache: Französisch Copyright Foto: Carrefour Culturel Arnaud Bernard Der Carrefour Culturel Arnaud Bernard (CCAB) verbindet zwei Konzepte im Herzen der Stadt Toulouse: Kulturprogramme von Nachbarn für Nachbarn, aber auch für die gesamte Stadt, und kulturelle Aktivitäten mit politischem Anspruch im Sinne einer echten Polis und mit internationaler Strahlkraft. Nach dem okzitanischen Kulturverständnis wurzeln im Innersten eines Stadtviertels die größten menschlichen Errungenschaften. Gleichzeitig können genau hier kosmopolitische Werte entstehen. Auf dieser Überzeugung beruht die zweifache Ausrichtung und Wirkungsweise von Carrefour Culturel. Der Verein organisiert auch das Forom des Langues du Monde (Forum der Weltsprachen), Repas de Quartier (Nachbarschaftsessen) und Conversations Socratiques (Sokratische Gespräche). Auf den Verein geht außerdem die Erklärung zur Verantwortung gegenüber den Sprachen und der Sprache zurück sowie der Vorschlag zur allgemeinen Einführung der Lehre der Sprachen und Kulturen Frankreichs für alle Franzosen. TRADE Herstellung von Öffentlichkeit, Forum für Debatten, Nachbarschaftsaktivitäten, Förderung lokaler Sprachen & interregionalen Austausches, urbane Erneuerung WE Künstler, Musiker, politische Aktivisten, alle Bürger KRISE Mangel an belebten öffentlichen Räumen, hierarchische Gesellschaft, Kultur der Planung von oben (Top-down), schwache Bürgergesellschaft, Verschwinden regionaler Kulturen 15

20 Toulouse: Le Potager de Camille Copyright Foto: Le potager de Camille Eine AMAP (Vereinigung zur Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft) trägt dazu bei, lokale Bauernhöfe zu erhalten, die nachhaltige, sozial gerechte und umweltfreundliche Landwirtschaft betreiben. So können Verbraucher zu fairen Preisen qualitativ hochwertige Produkte kaufen, über deren Herkunft und Produktionsweise sie informiert sind, und gleichzeitig die Erhaltung von lokaler Landwirtschaft aktiv unterstützen. In einer AMAP kommen mehrere Verbraucher und ein Landwirt am Anfang der Saison vertraglich überein, dass jede Familie einen Teil der Produktion kauft, der anschließend regelmäßig und zu gleichbleibenden Kosten geliefert wird. Der Produzent verpflichtet sich, qualitativ hochwertige Produkte im Sinne der Charta der bäuerlichen Landwirtschaft zu liefern. Le potager de Camille (Der Gemüsegarten von Camille) im einstigen Gemüseanbaugebiet um Toulouse verteilt seine gesamte Produktion (250 Sorten auf 4 Hektar) auf 350 Familien aus dem Großraum Toulouse. Diese Personen bestimmen mit, was angebaut wird. TRADE Biolebensmittel, Direktversorgung durch lokale Landwirte, partizipative Landwirtschaft. Finanzierung: Mitglieder verpflichten sich zu festen jährlichen Kaufmengen WE Landwirte, 350 Familien (1000 Menschen) KRISE Lange Versorgungsketten in der Agrarindustrie, ökologischer Fußabdruck, globaler Preiskampf in der Nahrungsmittelindustrie, Suche nach gesunden lokalen Lebensmitteln und direktem Kontakt zu Landwirten Toulouse: Mix'Art Myrys Copyright Foto: Mix'Art Myrys Durch die Bereitstellung von erschwinglichen multidisziplinären Produktions- und Ausstellungsflächen hat Mix'Art Myrys einen Raum der Begegnung und des Austauschs unter Künstlern, zwischen Künstlern und Publikum und zwischen verschiedenen Besuchergruppen geschaffen. Das selbstverwaltete Künstlerkollektiv ist als Verein organisiert und funktioniert nach dem Prinzip der Selbstbestimmung. Die Finanzierung basiert auf freiwilliger und notwendiger Beteiligung (sowohl für die Besucher als auch für die Mitglieder), der Bündelung menschlicher, künstlerischer und wirtschaftlicher Ressourcen und dem Austausch von Wissen und Know-How. Das Verhältnis Kunst-Raum-Gesellschaft stetig in Frage stellend, erhielt 16

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