KONZERN Profitables Wachstum auch im 2.Quartal 2005/2006. ERGEBNIS VOR STEUERN 773 Mio

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1 # kompakt Der News-Service für ThyssenKrupp Aktionäre, 2. Quartal 2005/2006 Januar März KONZERN Profitables Wachstum auch im 2.Quartal 2005/2006 ThyssenKrupp weiterhin auf Expansionskurs. Höchster Quartalsgewinn aller Zeiten. WERTPAPIER-KENN-NUMMER Gewinnanstieg vor Steuern um mehr als 70 Prozent Im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006 erzielte ThyssenKrupp ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 773 Mio, dies sind 325 Mio mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Damit wurde der höchste Quartalsgewinn des Unternehmens seit der Fusion von Thyssen und Krupp im Jahre 1999 erreicht. Mit dieser Entwicklung unterstreicht das Unternehmen seine starke Position in einem insgesamt günstigeren Konjunkturumfeld. Sondereffekte beeinflussen Gesamtergebnis positiv Zwar fließt in dieses Quartalsergebnis auch ein einmaliger Ertrag ein; nach dem Rückzug aus dem Bieterprozess für das kanadische Unternehmen Dofasco erhielt ThyssenKrupp eine Entschädigungszahlung, die in Höhe von 142 Mio nach Abzug der Kosten ergebniswirksam verbucht wurde. Das Ergebnis belastete hingegen die außerplanmäßige Abschreibung im Segment Automotive in Höhe von 49 Mio. Ohne diese beiden wesentlichen Sondereffekte erreichte das Ergebnis vor Steuern den Betrag von 680 Mio. Exzellente Entwicklung bei Steel Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten stieg um 14,3 % auf 12,8 Mrd. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten wuchs um 11,1 % auf 11,8 Mrd. Das Segment Steel profitierte von der gestiegenen Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten und von höheren Preisen, der Gewinn konnte um 61 % gesteigert werden. Das Segment Automotive hat sich vor Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibung in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Technologies erzielte mit einem hohen Geschäftsvolumen einen Gewinnanstieg um mehr als 460 %. Elevator ist sowohl im Service- als auch im Neuinstallationsgeschäft gewachsen. Auch bei Services und Stainless hat die anziehende Nachfrage das Geschäft spürbar belebt. THYSSENKRUPP AUF EINEN BLICK* * Veränderungen gegenüber 2. Quartal 2004/2005; Fortgeführte Aktivitäten AUFTRAGSEINGANG Mio UMSATZ Mio ERGEBNIS VOR STEUERN 773 Mio PERIODENÜBERSCHUSS 441 Mio ERGEBNIS JE AKTIE 0,84 +14,3% +11,1% +72,5 % +71,6% +68,0 % KURZNACHRICHTEN ELEKTROLYSE-ANLAGE FÜR LUKOIL Der russische Mineralölkonzern LUKOIL hat Uhde, ein Unternehmen der ThyssenKrupp Technologies, mit der Planung und Lieferung für eine Chlor- Alkali-Elektrolyse-Anlage mit Standort Kalush/ Ukraine beauftragt. Zum Leistungsumfang gehören das Basic und Detail Engineering, die Lieferung der Ausrüstungen sowie die Montage- und Inbetriebnahmeüberwachung. KONZENTRATION DER VERWALTUNGSSTANDORTE Der ThyssenKrupp-Konzern plant, in den nächsten Jahren seine wichtigsten Verwaltungsbereiche, die sich gegenwärtig noch an vier verschiedenen Standorten in der Rhein-Ruhr-Region befinden, in Duisburg-Hamborn und Essen zusammenzufassen. In Essen wird eine neue Konzernzentrale errichtet, dort werden dann über Mitarbeiter beschäftigt sein. THYSSENKRUPP MARINE SYSTEMS ÜBERGIBT CONTAINERSCHIFF Die Emder Nordseewerke, ein Unternehmen von ThyssenKrupp Marine Systems, übergab Anfang April dieses Jahres ein weiteres Schiff ihrer erfolgreichen Containerschiffserie. Die Conti Emden soll vor allem im Frachtverkehr mit dem Mittleren und Fernen Osten eingesetzt werden. Inhalt 01 Konzern ThyssenKrupp auf einen Blick Kurznachrichten 02 Aktie Ausblick 03 Der Vorstand 04 Bilanz 05 Auftragseingang sowie Gewinn- und Verlustrechnung Kapitalflussrechnung und Verschuldung 06 Aus den Segmenten Steel Stainless Automotive 07 Technologies Elevator Services 08 Börsenwissen Aktionärsservice ThyssenKrupp im Spiegel des Marktes Kontakt/Impressum

2 02 Aktionärs-News 2. Quartal 2005/2006 AKTIE Aktie im Aufwind Seit Anfang Januar sind die Papiere der ThyssenKrupp AG auf einem beeindruckenden Steigflug Die Aktie der ThyssenKrupp AG begann das Quartal am 2. Januar mit einem Eröffnungskurs im Xetra-Handel von 16,78. Seitdem begann der Kurs nahezu ohne Unterbrechung einen beeindruckenden Steigflug und erreichte am 30. März mit 23,96 seinen Quartalshöchststand. Zum Ultimo ging die ThyssenKrupp Aktie mit 23,83 aus dem Handel. Auch im Anschluss setzte der Titel seinen Höhenflug fort und stieg bis zum 5. Mai auf 28,46 (Tagesschlusskurs), den bisherigen Jahreshöchststand. Mit dieser Performance hat sich die Aktie seit dem Jahreswechsel 2005/2006 deutlich besser entwickelt als der führende deutsche Börsenindex DAX. Während ThyssenKrupp von Jahresbeginn bis Ende März (in Klammern: bis 5. Mai 2006) um 34,0 % (60,1 %) gewannen, legte der DAX lediglich um 10,3 % (13,0 %) zu. Die täglichen Umsätze in ThyssenKrupp schwankten von Januar bis März in einem recht weiten Band von zwei bis zu sieben Millionen Aktien; dies entspricht einem Handelsvolumen von 175 Mio je Börsentag. Die Marktkapitalisierung von ThyssenKrupp betrug zum 31. März rund 12,3 Mrd (14,6 Mrd ). Selbst auf diesem vergleichsweise hohen Kursniveau sehen internationale Investmentbanken wie die US-amerikanische Citigroup noch weiteres Aufwärtspotential für die Aktie. Positive Perspektiven für die Investitionsgüterindustrie und ein voraussichtlich weiterhin stabiler Stahlpreis sollten nach Einschätzung renommierter Analysten ein für ThyssenKrupp vorteilhaftes Geschäftsszenario zeichnen. Ein anhaltend günstiges konjunkturelles Umfeld dürfte nach diesen Prognosen für stabile Einnahmeströme sorgen. Kenndaten WKN ISIN Code DE Ende Geschäftsjahr 30. September Streubesitz 76,42 % ENTWICKLUNG DER THYSSENKRUPP AKTIE RELATIV ZUM DAX vom bis , in % A 2005 M J J A S O N D J 2006 F M A M ThyssenKrupp DAX Aktuelle Einflussfaktoren Ergebniswachstum im laufenden Geschäftsjahr Geschäftsentwicklung in den Segmenten Steel und Technologies Konsolidierung in der weltweiten Stahlindustrie Konjunkturentwicklung in der Investitionsgüterindustrie AUSBLICK Konzernentwicklung Die kräftige Expansion der Weltwirtschaft wird sich 2006 fortsetzen. Das globale Wachstum dürfte erneut bei gut 4 % liegen. Im weiteren Jahresverlauf ist allerdings eine Abschwächung der Wachstumsdynamik zu erwarten. Vor dem Hintergrund des weiterhin günstigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes rechnen wir mit einer Fortsetzung des globalen Stahlmarktwachstums. Dennoch bleiben die konjunkturellen Risiken durch ein hohes Rohstoff- und Ölpreisniveau auch 2006 bestehen. Im weiteren Jahresverlauf ist mit einer Fortsetzung der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung zu rechnen. Für das Geschäftsjahr 2005/2006 ist nun ein Umsatz in der Größenordnung von gut 44 Mrd zu erwarten. Auf Grundlage der sehr guten Leistung im 1. Halbjahr wird bereits für das laufende Geschäftsjahr angestrebt, beim Ergebnis vor Steuern ohne wesentliche Sondereffekte die neue mittelfristige Zielgröße von 2 Mrd zu überschreiten.

3 Aktionärs-News 2. Quartal 2005/ DER VORSTAND Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, Die Ergebnisse des 2. Quartals bestätigen den sehr erfreulichen Trend, den wir schon zu Beginn unseres Geschäftsjahres 2005/2006 registrieren konnten. DR.-ING. EKKEHARD D. SCHULZ Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG HERR DR. SCHULZ, THYSSENKRUPP HAT IM 2. QUARTAL NACH DEN BIS- LANG SCHON SEHR GUTEN ZAHLEN DES 1. QUARTALS 2005/2006 EXZEL- LENTE ERGEBNISSE EINGEFAHREN. WAS STEHT HINTER DIESEM ERFOLG? Zunächst freut es mich, dass wir diese Leistung in einem trotz aller Besserungstendenzen nach wie vor schwierigen Marktumfeld haben erbringen können. Nachhaltig steigende Energie- und Rohstoffpreise und eine unverändert schwache Binnennachfrage in den Industriestaaten haben uns unser Geschäft nicht gerade erleichtert. Doch das Engagement unserer Mitarbeiter und die immer besser greifenden Effizienzverbesserungs- sowie Portfoliooptimierungsprogramme zahlen sich stärker aus. DAS SEGMENT STEEL HAT JA NUN BESONDERS GUT ABGESCHNITTEN. ÜBERDECKT DIES NICHT EIN WENIG NACHHOLBEDARF IN ANDEREN BEREICHEN? Es liegt nun einmal in der Natur eines diversifizierten Konzerns, dass in einem Quartal ein Bereich besser abschneidet als der andere. Im nächsten Jahr kann das Bild anders aussehen. Gegenwärtig läuft unser Motor mit den sechs Segmenten auf vier Zylindern rund. Der fünfte Zylinder mit Stainless erholt sich gerade und nur der sechste mit Automotive läuft nicht ganz rund. Entscheidend ist aber vielmehr, dass wir die Weichen für die Zukunft richtig gestellt haben. Und hier signalisieren uns die relevanten Faktoren, dass wir uns in allen Geschäftsbereichen auf dem richtigen Weg befinden. bung bei Automotive im 2. Quartal sind wir nun ehrgeiziger. Hier haben wir uns die Latte von 1,5 Milliarden auf mehr als 2 Milliarden Euro höher gelegt. HERR DR. SCHULZ, ERSTMALS PRÄSENTIEREN SIE IHRE ERGEBNISSE IN NEUEM GEWAND, DEM INFORMATIONSBRIEF # KOMPAKT. WAS IST DER ANLASS HIERFÜR? Gute Leistungen zu bringen, ist die eine Sache. Unsere komplexe Produktwelt und das sie spiegelnde Zahlenwerk in übersichtlicher Form darzustellen, eine andere. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, die Unternehmensergebnisse von ThyssenKrupp und alle damit in Verbindung stehenden relevanten Informationen unseren Aktionären künftig in schnell und leicht verständlicher Form zu präsentieren. # kompakt ist daher ein weiteres Instrument unserer bislang schon ausgezeichneten Kommunikationsarbeit gegenüber der Öffentlichkeit, Aktionären, Anlegern und Kunden. Wichtigste Zielgruppe, die wir mit diesem Informationsbrief erreichen wollen, sind die Privatanleger, immerhin befinden sich mehr als drei Viertel unserer Aktien in Streubesitz, und wiederum knapp ein Drittel davon in Händen deutscher Privataktionäre. Die Bezeichnung steht im Übrigen für die Wertpapierkennnummer unserer Aktie. Mit freundlichen Grüßen LÄSST SICH DER BISHERIGE ERFOLG ÜBER DAS GESAMTE GESCHÄFTS- JAHR DURCHHALTEN? Nach den Zahlen der ersten sechs Monate bin ich diesbezüglich optimistisch. Deshalb haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2005/2006 zum Umsatz auf 44 Milliarden Euro angehoben. Auch beim Vorsteuerergebnis ohne wesentliche Sondereffekte wie zum Beispiel die außerplanmäßige Abschrei- Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender des Vorstands Düsseldorf, Mai 2006

4 04 Aktionärs-News 2. Quartal 2005/2006 ZAHLEN & FAKTEN Bilanz AKTIVA PASSIVA LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE in Mio EIGENKAPITAL in Mio ,6% ,5% Das Anlagevermögen der ThyssenKrupp AG verringerte sich im Laufe des 1. Halbjahres des Geschäftsjahrs 2005/2006 um 241 Mio auf Mio. Einem Anstieg der immateriellen Vermögenswerte stand ein Rückgang der latenten Steuern gegenüber. Die gute Ergebnis- und Gewinnsituation sowie der Verkauf der eigenen Aktien führten im 1. Halbjahr zum Aufbau der Eigenkapitalpositionen. So stiegen die entsprechenden Mittel bis zum 31. März 2006 gegenüber 30. September 2005 um 516 Mio auf Mio. Sachanlagen Immaterielle Vermögenswerte Andere Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigene Anteile Andere Anteile anderer Gesellschafter KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE in Mio VERBINDLICHKEITEN in Mio unv ,7% In der Folge der sich belebenden Nachfrage mit steigenden Umsätzen sanken die Vorräte zum 31. März 2006 gegenüber 30. September 2005, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zunahmen. Unter Berücksichtigung der Abwicklung der Unternehmensverkäufe blieben die kurzfristigen Vermögenswerte nahezu unverändert. Die Verbindlichkeiten sanken im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/2006 um 752 Mio auf Mio. Der Rückgang basiert auf der Abwicklung der Unternehmensverkäufe sowie auf gesunkenen Pensionsrückstellungen. Finanzverbindlichkeiten Pensionsrückstellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen Andere Verbindlichkeiten Vorräte Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen Flüssige Mittel Andere SUMME DER AKTIVA UND PASSIVA in Mio ,7% Bilanzqualität weiter verbessert Die Bilanzrelationen der ThyssenKrupp AG haben sich im 1. Halbjahr weiter verbessert. Die Bilanzsumme von ThyssenKrupp hat sich von September 2005 bis März 2006 leicht um 236 Mio auf rund 35 Mrd verringert. Die Eigenkapitalquote stieg um 1,6 Prozentpunkte auf knapp 24 %. Die gesamten Verbindlichkeiten sanken in diesem Zeitraum um rund 3 %.

5 Aktionärs-News 2. Quartal 2005/ ZAHLEN & FAKTEN Auftragseingang sowie Gewinn- und Verlustrechnung ZAHLEN & FAKTEN Kapitalflussrechnung und Verschuldung AUFTRAGSEINGANG in Mio OPERATING CASH-FLOW in Mio Q2 2005/2006 Q2 2004/ ,3 % 6 Monate 2005/ Monate 2004/ Ein wirtschaftlich günstiges Umfeld sowie erfolgreiche Vertriebsaktivitäten führten zu einem Anstieg des Auftragseingangs um über 14 % auf insgesamt knapp 12,8 Mrd. Besonders deutlich war diese Entwicklung in den Segmenten Stainless (+51 %) und Steel (+24 %). Besonders günstig wirkte sich auf den Kapitalfluss (Cash-flow) der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2005/2006 der Lagerabbau im 2. Quartal aus. Dies erhöhte den Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit um 212 Mio, nachdem noch ein Jahr zuvor ein Vorratsaufbau zu einer Belastung in Höhe von knapp 1,2 Mrd geführt hatte. UMSATZ in Mio Q2 2005/ ,1 % Q2 2004/ Gleichlaufend mit dem positiven Auftragseingang stiegen auch die Verkaufserlöse um 1,2 Mrd auf 11,8 Mrd. Sehr ausgeprägt war dabei der Zuwachs wiederum in den Segmenten Stainless (+17 %) und Steel (+15 %). ERGEBNIS VOR STEUERN in Mio Q2 2005/ ,5% Q2 2004/ Besonders erfreulich zeigte sich im 2. Quartal des Geschäftsjahres die Ergebnisentwicklung. So kletterte der Gewinn vor Steuern (EBT) um deutlich über 70 % auf 773 Mio. Den höchsten absoluten Zuwachs (158 Mio ) erzielte in diesem Zeitraum das Segment Steel, den prozentual größten Sprung realisierte mit einem Plus von 467 % auf 85 Mio das Segment Technologies. CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT in Mio 6 Monate 2005/ Monate 2004/ Der Verkauf von Unternehmensbeteiligungen und finanziellen Vermögenswerten der ThyssenKrupp AG führten im 1. Halbjahr 2004/2005 zu einem Liquiditätszufluss in Höhe von über 2,1 Mrd. Dies vergleicht sich mit einer korrespondierenden Größe im Geschäftsjahr 2005/2006 von nur 80 Mio. CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT in Mio 6 Monate 2005/ Monate 2004/ Die Emission von Anleihen stärkte den Cash-flow der ThyssenKrupp AG in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2004/2005 um rund 750 Mio. Dieser Effekt wiederholte sich im gleichen Zeitraum 2005/2006 nicht. Dafür wurden hier knapp 270 Mio aus dem Verkauf eigener Aktien erlöst. PERIODENÜBERSCHUSS in Mio Q2 2005/ ,6 % Q2 2004/ Der Periodenüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten stieg im 2. Quartal des Geschäftsjahres um knapp 72 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Konzernüberschuss inklusive der nicht fortgeführten Aktivitäten war im Vorjahresquartal der Verkaufserlös aus dem Verkauf der Wohnimmobilien enthalten. FLÜSSIGE MITTEL ZUM PERIODENENDE in Mio 6 Monate 2005/ Monate 2004/ Die flüssigen Mittel stiegen vom 31. März 2005 bis zum 31. März 2006 um etwa 51 % auf knapp 4,6 Mrd. Wechselkursveränderungen spielten dabei keine Rolle. GEWINN JE AKTIE in NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN in Mio Q2 2005/2006 Q2 2004/2005 0,50 0, ,0 % Analog zum gestiegenen Periodenüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten stieg auch das Ergebnis je Aktie von 0,50 im 2. Quartal 2004/2005 auf 0,84 im 2. Quartal 2005/2006. Inklusive der nicht fortgeführten Aktivitäten lag das Ergebnis je Aktie im Vorjahresquartal bei 2,13. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten blieben mit 191 Mio zum 31. März 2006 gegenüber dem Geschäftsjahresende 2004/2005 nahezu gleich. Fokussierung des Konzerns zahlt sich aus Die Konzentration des ThyssenKrupp Konzerns auf die Kerngeschäfte zahlte sich im 1. Halbjahr 2005/2006 aus. Der Gewinn aus den fortgeführten Aktivitäten konnte um mehr als zwei Drittel verbessert werden. Liquidität im Konzern deutlich gestiegen Die Flüssigen Mittel (Liquidität) im ThyssenKrupp Konzern stiegen gegenüber dem Jahresende 2004/2005 um mehr als 1,5 Mrd. Die Nettofinanzverschuldung ist mit unter 200 Mio weiterhin gering.

6 06 Aktionärs-News 2. Quartal 2005/2006 SEGMENT STEEL Das Segment Steel steigerte den Gewinn um 60 Prozent Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich von Januar bis März um 158 Mio auf 416 Mio gegenüber Vorjahresperiode In einem positiven Marktumfeld gelang es allen Geschäftseinheiten, deutlich höhere Preise durchzusetzen und gleichzeitig auch noch die verkauften Mengen zu steigern. Dämpfend auf das Ergebnis wirkten erheblich gestiegene Rohstoffkosten. Auch die Aufwendungen für Fracht- und Transportdienste zogen an. Die Business Unit Industry (Aktivitäten mit Kunden aus der verarbeitenden Industrie) erreichte nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres. Höhere Versand- und insgesamt bessere Netto- Erlöse wurden durch gestiegene Materialkosten überkompensiert. Die Business Unit Auto steigerte den Gewinn deutlich, wenngleich auch hier höhere Herstellungskosten eine bessere Entwicklung verhinderten. Die Business Unit Processing, die beispielsweise Abnehmer aus der Verpackungs- und Elektroindustrie beliefert, erzielte eine erhebliche Gewinnsteigerung. Hierzu trug vor allem die Sparte Elektroband bei. Auftragseingang +24,2 % Umsatz +14,9 % Ergebnis (EBT) +61,2 % SEGMENT STAINLESS Preisdruck lässt Gewinn sinken Ergebnis vor Steuern sank um 45 Mio auf 52 Mio Auftragseingang +51,0 % Umsatz +17,4 % Ergebnis (EBT) 46,4 % Nach starkem Preisdruck im Jahr 2005 entspannte sich die Marktlage in Europa seit Anfang des Jahres 2006, insbesondere aufgrund von Produktionskürzungen seitens der europäischen Produzenten, eines wieder einsetzenden Lageraufbaus und einer spürbaren Nachfragebelebung. Dieses ermöglichte höhere Verkaufspreise. Da die Basispreise jedoch noch deutlich unter dem Vorjahresquartal lagen, blieb auch der Gewinn unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Nach einer Schwächephase auf dem nordamerikanischen Markt zog auch hier die Nachfrage Anfang 2006 wieder an. Allerdings konnten die Preiserhöhungen noch nicht an die Preise des Vorjahresquartals anknüpfen. So blieb der Gewinn hinter dem des Vorjahresquartals zurück. Zwar entwickelte sich die Nachfrage nach rostfreien Kaltflachprodukten in Asien weiterhin positiv; zusätzliches Angebot chinesischer Produzenten führte jedoch zu einem erheblichen Preisdruck. Die Business Unit Nickelbasislegierungen realisierte eine deutliche Gewinnsteigerung wegen der guten Nachfrage aus dem Anlagenbau, der Luftfahrtindustrie und dem Öl- und Gasmarkt. SEGMENT AUTOMOTIVE Fortdauer des verhaltenen Geschäfts im Segment Automotive Außerplanmäßige Abschreibung führt zu Verlust in Höhe von 10 Mio Das Segment Automotive, Hersteller von Außenhaut-, Chassis- und Antriebsstrangteilen für Automobile, hat nicht zuletzt aufgrund der schwachen Branchenkonjunktur Ertragspotenzial eingebüßt und musste im 2. Quartal einen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern auf minus 10 Mio hinnehmen. Belastend wirkte sich insbesondere die außerplanmäßige Abschreibung im kanadischen Werk Kitchener in Höhe von 49 Mio aus. Ohne diese Belastung hätte das Ergebnis an den Gewinn des Vorjahresquartals (67 Mio ) herangereicht. Im Segment zeigte die Business Unit Powertrain (Antriebs- und Lenkungsstränge) die beste Performance. Die Business Unit Chassis erzielte ohne Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibung im Werk Kitchener von Januar bis März wieder einen Gewinn, nachdem im Vorjahr nur ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet wurde. Grund für die positive Wende waren bessere Ergebnisse in den Bereichen Chassis Stampings und Suspension. Die Einheit Body erreichte operativ das Ergebnisniveau des Vorjahresquartals. Auftragseingang +7,1 % Umsatz +10,2 % Ergebnis dreht ins Negative

7 Aktionärs-News 2. Quartal 2005/ SEGMENT TECHNOLOGIES Ergebnissprung nach guter Entwicklung im Anlagenbau Das Segment Technologies steigert Gewinn um 70 Mio auf 85 Mio Technologies erreichte in den ersten drei Monaten des Jahres 2006 gegenüber dem Vorjahresquartal fast eine Versechsfachung des Gewinns auf rund 85 Mio. Grund für diese Entwicklung waren die gute Auslastung im Bereich Mechanical Engineering, ein Gewinnzuwachs bei Plant Technology und verbesserte Auftragsergebnisse bei Marine Systems. Die Sparte Plant Technology erwirtschaftete im 2. Quartal einen deutlich höheren Ergebnisbeitrag. Positiv wirkten höhere Umsätze im Zementanlagenbau und bei fördertechnischen Anlagen. Die Sparte Marine Systems erzielte auf Basis günstiger Auftragslage sowie Kostenentlastung nach Restrukturierungsmaßnahmen mit einem zweistelligen Gewinnbeitrag eine deutliche Verbesserung. Bei Mechanical Engineering führten höhere Umsätze, eine gute Beschäftigungsauslastung sowie Kostensenkungen zu einer deutlichen Gewinnsteigerung. Bei der Magnetschwebebahn Transrapid führten sinkende Kosten und geringere Abschreibungen zu einem Verlustrückgang. Auftragseingang 13,2 % Umsatz 0,7 % Ergebnis (EBT) +466,7 % SEGMENT ELEVATOR Wachstumskurs weiter konsequent verfolgt Höheres Volumen sowie Effizienzsteigerungen lassen den Überschuss um 32 % auf 94 Mio steigen Auftragseingang +12,3 % Umsatz +22,1% Ergebnis (EBT) +32,4 % Das Segment Elevator erzielte einen Gewinn von 94 Mio nach 71 Mio im Vorjahresquartal. Volumen- und Effizienzsteigerungen kompensierten den steigenden Preis- und Kostendruck auf den wichtigen Märkten und führten zu einer operativen Ergebnissteigerung. Auch die Wechselkursentwicklung und Effekte aus Währungssicherungsgeschäften wirkten positiv. Alle Business Units dieses Segments lagen im Gewinn. Eine deutliche Gewinnsteigerung erzielte die Business Unit Americas aufgrund von Effizienzsteigerungen sowie der hervorragenden Marktentwicklung in Nordamerika. Die Business Units Southern Europe/Africa/Middle East und Escalators/Passenger Boarding Bridges übertrafen den Vorjahresgewinn aufgrund von Erträgen aus Währungssicherungsgeschäften, während die Sparte Asia/Pazific ihren Vorjahresgewinn nicht erreichte. Die Aktivitäten in Südkorea leiden weiterhin unter der verschlechterten Konjunktur im Neuanlagenmarkt. SEGMENT SERVICES Effizienzsteigerung bringt Ergebniszuwachs von 17 Prozent Gewinn des Unternehmenssegmentes steigt um 13 Mio auf 91 Mio Das Segment erhöhte den Gewinn durch erfolgreiche Effizienzsteigerungsprogramme und zusätzliche Vertriebsverbesserungen von 78 Mio auf 91 Mio. Hinzu kamen die anziehende Nachfrage und die für ThyssenKrupp günstige Preisentwicklung. Die Business Unit Materials Services Europe (europäische Aktivitäten einschließlich des in der Entwicklung befindlichen Geschäfts in Südamerika und Asien) hat den hohen Gewinn des Vorjahrs nicht ganz erreicht. Die Bruttomargen lagen überwiegend unter den Werten von 2004/2005. Materials Services North America verbesserte den Gewinn vor allem durch das gute NE-Metall- Geschäft, Nachfrage und Preise bei Kupfer bewegten sich auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Für die Luftfahrtindustrie konnte in größerem Umfang Titan und Aluminium geliefert werden. Die Business Unit Industrial Services hat ihren Gewinn mehr als verdoppelt Auswirkung des exzellenten Gerüst-Dienstleistungsgeschäfts in Nordamerika. Der Gewinn der Business Unit Special Products lag noch einmal deutlich über dem sehr guten Vorjahresquartal. Auftragseingang +19,6 % Umsatz +9,9 % Ergebnis (EBT) +16,7 %

8 08 Aktionärs-News 2. Quartal 2005/2006 BÖRSENWISSEN UM THYSSENKRUPP VON A BIS Z Das Rating aktuelle Einstufung Das sogenannte Rating ist die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen. Der Grad der Bonität beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht erfüllen zu können. Je schlechter das Rating, desto höher die Risikoprämie also der Zinsaufschlag den das Unternehmen an die Schuldner zahlen muss und umgekehrt. In die Erstellung eines Ratings fließen Finanzkennziffern und qualitative Beurteilungen einschließlich Prognosen für die künftige Geschäftsentwicklung mit deren Risikofaktoren ein. Weltweit führend sind auf diesem Gebiet die drei Rating-Agenturen Standard & Poor s, Moody s und Fitch. Allgemein werden die Ratings in zwei Kategorien unterteilt: Investment Grade (Anlage mit geringem Ausfallrisiko) und Non-Investment Grade (spekulative Anlage). Die Investment Grade-Kategorie gliedert sich in Klassen, dabei bedeutet AAA höchste Qualität und BBB niedrigste Qualität. Aber auch für BBB wird die Zahlungsfähigkeit als angemessen von den Rating-Agenturen eingeschätzt. Der Kategorie Non-Investment Grade werden Emittenten dann zugeordnet, wenn die Rating- Agenturen die Fähigkeit zur Erfüllung der finanziellen Verbindlichkeiten entsprechend schlechter einschätzen. THYSSENKRUPP ALS INVESTMENT GRADE BEWERTET Die Tendenzindikatoren, also Plus- und Minus-Zeichen (Standard & Poor s, Fitch) oder angehängte Ziffern (Moody s), differenzieren die Position innerhalb einer Risikoklasse. Darüber hinaus versehen die Agenturen ihre Bewertung mit einem stabilen, positiven oder negativen Ausblick. Dies gibt einen Hinweis darauf, in welche Richtung sich die Bewertung mittelfristig verschieben könnte. Darüber hinaus geben die Agenturen Ratingüberprüfungen ( CreditWatch bzw. Rating watch ) aufgrund besonderer Ereignisse oder einer veränderten wirtschaftlichen Lage bekannt. In diesem Fall rechnen die Agenturen mit einer kurzfristigen Entscheidung zur Ratingeinschätzung. ThyssenKrupp hat bei Standard & Poor s die Bewertung BBB-, die unterste Stufe in der Kategorie Investment Grade. Die Rating-Agentur Moody s bewertet AKTIONÄRSSERVICE Termine 2006 und JP MORGAN Der europäische Stahlsektor hat sich seit Jahresanfang 2006 fundamental verbessert. Dies kommt in einer wieder saisonal bedingt anziehenden Inlandsnachfrage, in einem Aufbau von Lagerbeständen sowie der Nachfrage stärker angepassten Produktionskapazitäten zum Ausdruck. CREDIT SUISSE Das Segment Technologies erlebt gerade eine Phase robusten Wachstums. Nicht zuletzt der aktuelle Auftragseingang sollte im laufenden Jahr einen Umsatzsprung von 8 % ermöglichen. Das günstige Umfeld im Stahlbereich dürfte fortdauern und das Segment Services sollte besonders von der anziehenden Nachfrage in der Geschäftseinheit Materials profitieren. ThyssenKrupp mit Baa2 eine Stufe höher. Nochmals eine Stufe höher benotet Fitch ThyssenKrupp mit BBB+. Während Moody s den Ausblick als stabil betrachtet, haben die beiden anderen Agenturen die Perspektive mit dem Zusatz CreditWatch with negative implications (Standard & Poor s) sowie Rating watch negative (Fitch) unter Hinweis auf die geplante Akquisition von Dofasco versehen. Analysten- und Investorentreffen Zwischenbericht Q3 Bilanzpressekonferenz, Analysten- und Investorentreffen Ordentliche Hauptversammlung THYSSENKRUPP IM SPIEGEL DES MARKTES HYPOVEREINSBANK Die Rahmenbedingungen für die Stahlindustrie sind weiter positiv, die Nachfrage ist wegen einer positiven Mengenentwicklung bei den wichtigen Abnehmerindustrien wie Auto, Maschinen- und Anlagenbau positiver als zu Jahresbeginn. BÖRSEN-ZEITUNG Die ThyssenKrupp Services AG will mittelfristig in Asien ihren Umsatz von derzeit 140 Mio US$ verdoppeln. Denkbar sind weitere Akquisitionen, Joint Ventures sowie die stärkere Vernetzung der Werkstoff- und Dienstleistungsaktivitäten. Kontakt Impressum Privatanleger Infoline (6 Cent/Anruf) Telefax (0211) Investor Relations Verantw. i. S. d. P. Gundolf Moritz, Investor Relations Corporate Communications and Strategy Telefon (0211) Telefax (0211) Institutionelle Investoren und Analysten Telefon (0211) Telefax (0211) Herausgeber ThyssenKrupp ag August-Thyssen-Str Düsseldorf Postfach Düsseldorf Telefon (0211) Telefax (0211) Projektmanagement Günter Prystupa, Investor Relations Barbara Scholten, Corporate Communications & Strategy Konzept & Gestaltung ThyssenKrupp Corporate Communications & Strategy Textkonzeption & Redaktion GFD Finanzkommunikation, Frankfurt

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