Helmina von Chézy: Bettinen gehört dies Bu! Die Günderode an Bettina (Bu projekt)

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1 Helmina von Chézy: Bettinen gehört dies Bu! Die Günderode an Bettina (Bu projekt) Biblioteka Jagiellońska, Oddział Rękopisów, Sammlung Varnhagen, VS 47 Origin: Das Manuskript wurde in Heidelberg im Frühsommer 1844 (trotz anders lautender Datierung auf S. 1) geschrieben, nachdem Helmina von Chézy von Leonidas Sgoutas im Mai das Königsbuch und das Brie uch Die Günderode von Be ina von Arnim erhalten ha e. Editions: French/Hundt (1994): Die Günderode an Be ina (1844). Ein unveröffentlichtes Manuskript Helmina von Chézys zur Wirkungsgeschichte der Günderode, des Königsbuchs und des ArmenbuchProjekts Editorial specificities of this manuscript: Syntaktische Fehler wurden auf Basis des endgültigen Textes (das heißt nach Aus ührung aller Streichungen, Hinzu ügungen usw.) in der Lesefassung korrigiert. Mitunter lässt sich die Groß- oder Kleinschreibung von einzelnen Buchstaben am Wortanfang nicht genau bestimmen. Problematisch sind in erster Linie b/b und d/d. In Fällen unsicherer Lesart wurde nach der Wortart, bzw. der Stellung im Satz entschieden. Citation: Helmina von Chézy: Be inen gehört dies Buch! Die Günderode an Be ina (Buchprojekt). Ed. by Selma Jahnke. In: Le ers and texts: Intellectual Berlin around Ed. by Anne Baillot. Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin. Last modified: May [1] Die Günderode an Be ina 4. Juni Ich woh n auf dem schönsten, einsamsten Stern, Be ine, doch ich bin viel um Dich, und freue mich Dein, da muß ich Dir s einmal auch sagen: Die Geisterwelt ist nicht verschlossen 2 Am wenigsten Dir! 1 Das Datum wurde vermutlich nachträglich hinzuge ügt, denn tatsächlich kann der Text erst ab dem Mai 1844 entstanden sein, da er Bezug nimmt auf Be ina von Arnims Werke Die Günderode und Dies Buch gehört dem König, die Chézy erst über Leonidas Sgoutas erhalten hat, den sie im Mai 1844 kennengelernt hat. 2 Zitat aus Goethes Faust. Der Tragödie erster Teil (V 443), auf das sich auch der im Textverlauf mehrfach aufgerufene Novalis in seinem fragmentarischen Allgemeinen Brouillon bezieht: Die Geisterwelt ist in der at schon aufgeschlossen (Eintrag Nr. 341). Be ina von Arnim gibt dem ersten Brief der Günderode-Figur in ihrem Brie uch Die Günderode das Fragment Die Manen der wirklichen Karoline

2 2 Geweint hab ich über Dich, Be ina, und, o. Go welche selige ränen! Weinen, Jenseits? fragst Du? Ja, was wäre das Jenseits wenn wir dort beraubt würden? Die räne ist der Liebe allerkostbarstes Juwel, meine ränen flechten Dir eine unvergängliche Krone, schmücke Dich damit, und freue Dich Deiner Geniusstrahlenden 5 Stirne, Deiner Augen, die das Elend suchen, und der Armuth lächeln, wie die himmlische Liebe voll Trost und Milde, sie stralen süßer noch in diesem Kranz! Erbarmen, der glühende Go esstrahl, die höchste Beglaubigung Deiner hohen Sendung, wie durchströmts Dich, wie übst Du es heldenkühn! Wie Christus die Seele willst Du das Fleisch erlösen o, hüthe Dich, Be ina! auch ür Dich wird der Baum 10 zu einem Kreuz, und Du wirst dran schmachten,und mit Gall und Essig 3 getränkt werden Du flogst zu den Sternen, und sie wurden Dir Spiegel des Jammers der Erde, da verläugnetest Du die Seligkeiten Deines Aufschwungs, und Du windest Dich nun, die Leuchte in der Hand, durch die Tropfstein höhlen des Volkselends, daß sie offenbar 15 werden den Blicken der Welt Go sei mit Dir! Ach, Be ina! Werden die helfen, ür die das Volk nur Mi el ist, nicht Zweck? Kennst Du den Go des Reichthums in der Indischen Mythe? Kuvera 4 ist sein Name. Er thront, von von Edelsteinen Perlen und Gold überfunkelt, auf einer lastenden Pla e [2] von Stein, wunderlich ausgeschmückt mit prunkvollen Gebilden, und sei- 20 ne volle Last wägt drückend auf Frauen, Kinder Jünglinge Männer und Greise, die bleich und dürr den feisten Go kriechend mit den Händen emporhalten; um den Stein her, und auf dem Jammerweg hinter ihm wimmelts von Sterbenden, die unterm Gewicht schon erlagen, Kuvera glotzt vor sich hin, in unbezwinglicher Behaglichkeit 25 So war s, so ist es! Setz ich hinzu: und so wird es sein? Ach! es war ja so vor Tausend und noch Tausend Jahren, in Ostindien, wo der glühende Sonnenstral die Brotfrucht erzeugt, die labend und stärkend herabblinkt von den Zweigen, und des Obstes süßerquickliche Fülle! Wie soll s nicht noch heut so sein, und zumal in Europa, wo hie u da dem Sandboden, der Steppe karger Ertrag mit rastlosen Mühen 30 abgerungen werden muß, wo der Arme Im Schweiße seines Angesichts nicht sein von Günderrode mit, in dem in einem Lehrer-Schüler-Gespräch die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme mit Verstorbenen im Rahmen einer zugänglichen Geisterwelt thematisiert wird. 3 Im Ma häus-evangelium der Bibel erhält Jesus am Kreuz Wein mit Galle, im Johannes-Evangelium Essig zu trinken gereicht. 4 Kuvera, meist Kubera genannt, ist der indische Go des Reichtums, in verdischer Zeit galt er o als Verkörperung des Bösen.

3 3 Brot ißt 5 sondern um Brot jammert. Die Indischen Go heiten sind dahin, aber Kuvera lebt! Die guten Hindustaner! Die trugen willig den Go mit seinen Häuptern allen! Eines war Kschatria, eines Bramin, 6 dies war das Mächtigste, Indra 7 mußt Ihnen 5 sich beugen; die andern Häupter kannst Du Dir denken, nicht alle sind abgebildet, am Wenigsten die seit jenem Jahrtausend noch nachwuchsen. Auf seinem Steinsitz wurde seither noch die Börse erbaut, und noch andre zerquetschende Lasten, die Pla e ist übervoll, es geht nichts mehr hinauf. Die Hindustaner konnten Kuvera noch mit den Händen emporhalten, die Europäer schleppen ihn nur noch kriechend auf 10 ihrem Rücken fort. Kuvera drückte, zermalmte, aber Vampyre und Blutigel, die Blut und Mark wegsaugen sah ich nicht auf der Indischen Abblidung Jahrtausende hindurch ha en die Braminen bei den Kschatria s und selbst bei den Tschoudras 8 von der Wiege auf den Wahn genährt: daß ihr Fluch selbst Gö er zermalme, und der Erde Seegen durch ihr Gebet nur blühe, so daß endlich die stolzen 15 Kschatria sich ihnen so tief beugten, wie der Lumpenbedeckte Paria aus der Ferne, und der Volkssinn zum Lämmersinn wurde. Da brachen fremde Horden in das Land und die nackten Lämmer legten sich sich zu der Feinde Füßen in den Staub und ließen sich ohne Widerstand, [3] und ohne Murren abwürgen der Feind metzelte sie nieder, je zu zwanzigtausenden, langsamer giengs, wie s heut zu Tag mit Congreve. 20 Raketen 9 und schwerem Geschütz gehen möchte, doch es gieng, und die Kriegsvölker zogen in die Palläste, in die Pagoden, überfielen die Reichen, plünderten sie, und vertilgten mit der Schärfe des Schwerts ihre gefesselten Söhne, mißbrauchten ihre wehrlosen Töchter, ihre jammernden Frauen. Aufgehäu e Schätze des Denkens, des Wissens der Kunst, fraß die gierige Flamme, und der Fluch der Knechtscha blieb auf 25 dem Lande, und die Fessel, die Tirannei dem Volke geschmiedet, drückt noch heute das geknechtete Geschlecht, und die Nachkommen seiner Tirannen. Ja, Be ine, gern schlachtet die Habsucht die Henne, die ihr täglich ein goldnes 5 Abwandlung des Bibel-Verses Im Schweiße Deines Angesichtes sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. (1. Mose 3,4) 6 Die Kshatriyas und die Brahmanen sind die beiden obersten und herrschenden Kasten (Varnas) im indischen Kastensystem, der Krieger- und der Priesterstand. 7 Indra, die indische Go heit des Krieges und des Sturms, wurde in der frühindischen Religion als eine der höchsten Go heiten verehrt, verlor aber später an Bedeutung. 8 Shudra ist im indischen Kastensystem die Bezeichnung der vierten, also im traditionenellen Schema untersten Kaste. 9 Von dem Engländer William Concreve entwickelte Brandraketen, die während der Befreiungskriege, von den Engländern ihren Verbündeten zur Ver ügung gestellt, auch erstmals in größerem Stil auf deutschem Boden eingesetzt wurden.

4 4 Ei legte, um sich mit einem Griff des ganzen Horts zu bemeistern Gern mag sie, um etliche Waben Honigs zu sparen, die fleißigen Arbeitsbienen tödten denn die Habsucht hat blöde Augen, und verrechnet sich vor lauter Rechenkunst, Du aber siehst nur den hohlen Boden, den sie unter sich ausgegraben, und den Jammer, der 5 drunten wüthet; Du siehst nicht, wie dünn die Rinde, auf der sie über der Höhlung mit ihrer aufgespeicherten Beute lastet, siehst nicht, wie sie geborsten kla, und mit Einsturz droht. Oder hast Du s wahrgenommen, und rufst Du diesetwegen in die Lande: Man solle Die berichten: wo die Noth? woher die Noth? was geschehen ür die Noth? wie zu helfen der Noth? 10 Ach! das könnt ich Dir alles sagen, ich seh s von 10 meinem Sterne, aber wer dar s bestellen? [ ] [4] 11 2 etliche ] Transcription uncertain: illegible. 11 [ ] ] Transcription impossible (some lines): damage. 10 Be ina von Arnim ließ im Mai 1844 in mehreren großen Zeitungen ür ihr sogenanntes Armenbuch- Projekt einen Aufruf schalten, an Alle, welche über den Zustand des Armenwesens in Gemeinden, Kreisen, Bezirken, Provinzen und so weiter des gesammten deutschen Vaterlandes genaue Auskun zu geben vermögen, [ ] der Frau von Arnim getreue Berichte darüber zukommen zu lassen. Besonders wünschenswerth würde es auch seyn, wenn in diesen Berichten ange ührt würde, was bis jetzt zur Abhelfung des Uebels [ ] geschehen ist und welche Mi el sich wohl zur Verminderung des Noth als wirksam erweisen dür en. Der Aufruf erschien am in Nr. 113 der Magdeburger Zeitung, in der Kölnischen Zeitung, in Nr. 144 der Augsburger Allgemeinen Zeitung, S Die ursprüngliche Seite 4 des Textes fehlt komple. Nur diese Notiz, die eine Variante einer Passage der verlorenen Seite enthält, ist im Originalmanuskript erhalten. Aus einer Abschri des Textes, die sich auch in der Sammlung Varnhagen in Krakau befindet, läßt sich ersehen, dass die fehlende Seite etwa folgenden Wortlaut ha e: Du hast ein Buch geschrieben, das gehört, so schreibst Du, dem König welchem? Alle könnten glauben, daß es Jedem von Ihnen gehöre. Jedes Reich hat sein Voigtland mit solchem Jammer und jede Republick nicht minder. Liest man nun in Deinem Buche, was unmi elbar einem großgesinnten, hochherzigen, geistfunkelnden König gegenüber ausgesprochen wird, so weiß man gleich, wen Du meinst, und freut sich, daß Du ge ühlt, wie ihm die Wahrheit ge ällt. Sieh! Was ihm selbst dort gesagt ist, errieth ich aufs Haar, wenn auch tausenderlei in dem Buch steht, das dem Könige nicht gehört! Ge ällt s ihm, so kann Er sich s aneignen. In Seinen Adern glüth das Blut, das Friedrich II. großes Herz durchquoll, sie haben s beide vom großen Kur ürsten her, wenn s auch nicht jede Brust so reichdurchquillt, es fehlt in keiner von diesem Stamm! Kein redlich Wort an Sie ging noch verloren, und wenn s die Stimme in der Wüste wär! Schön wär s, wunderbar groß und herrlich, unberechenbar in der Wirksamkeit, träte die ewige Schöpfungskra abermals in Menschengestaltan an das Licht, träte sie in einem Mächtigen auf, der in schöner Mäßigung, in vollkommner Geists-Erleuchtung und Denkfreiheit den Baum der Gerechtigkeit einpflanzte. Du hast diese Worte der Frau Rath unterstrichen, geh Be ina! Sie unterstreichen sich selbst, wer liest, muß sie ühlen, wie der Apostel das Büchlein, das ihm der Engel reichte. Ein Buch ist eine Harfe, nur die Meisterhand entlockt ihren Seiten Sturm und Wohllaut ihrer

5 5 Du hast ein Buch ür den König geschrieben ei, warum trägst Du Eulen nach Athen? Die Könige haben mehr Bücher, als die Bücher Könige haben, es geht ihnen nicht mit den Büchern wie dem Evangelisten, sondern umgekehrt, gleich auf der Zunge sind ihnen Wahrheiten herbe, und wenn sie ein Engel reichte, und sie 5 verschucken das Buch nicht; leichter noch würde der Engel verschluckt. Mit dem Voigtland geh, wo gibt es nicht ein Voigtland? 12 Es ist gar nichts besondres! [5] [ ] 13 O, Be ina! Wie hast Du mich überschü et mit Blumen und Juwelen aus Deinem 10 umermesslichen Hort! Dies Buch ist das wundersamste, das je ein Weib geschrieben, und doch konnte ein Weib nur es schreiben. Diese Musik der Sprache war bei den Engeln bis Du sie ihnen abgelauscht. Novalis war Dein Vorbote, wie das Veilchen den Frühling verkündet und bringt! Novalis! Wir Alle erwachten bei seines Genius Liebestahlen, frischer Kampf ist seines Namens Bedeutung, doch wie der In- 15 dische Liebesgo war er gerüstet, Blumen seine Pfeile, seines Wagens Bespannung Bienen. Philosophie, Poesie durch ihn emporgeflügelt wollten ganz Geist werden, seine Jünger hießen sie versteinen, doch zum üppigen Fleische wurde der Stein, und nun kommst Du und bringst Re ung, mit Dir ist der Genius und die Liebe Und die himmlische Milde! Ja, Be ina, Du gibst all Dein Gut ür die Armen und 20 folgst Christum nach. Höheres bringst Du da, als der Jüngling zu Nain 14 der den Er- 8 [ ] ] Transcription impossible (one page): lost. Himmelstöne, der Laie kann nur darauf klimpern. Du hast die Harfe gebaut, Be ina, und Du legtest sie in die Meisterhand: Doch vom Himmel kommt der Segen! Geben ist seliger, denn Nehmen! Das zeigst Du, Be ina! wie hast Du die Frau Rath bedacht! Nun steht sie als Goethe s Mu er da, vor der Welt und den Sternen, doch muß es Marmor sein, aus dem die Meisterhand eine Go heit meisselt, und der Edelstein muß in der Druhe liegen, wenn ihr Busen funkeln soll; Du hast die Elemente ihres Wesens durchschaut, und sie ächt und reich erfunden, was ihre Zeit an Goethes Mu er versäumt, das thatest Du, ihre künstlerische Entwicklung hast Du vollbracht, hießest blüh n, was Knospe geblieben, aber die Knospe war da, sonst konntest Du ihr Blühen nicht schauen, nicht zeigen, was mit ihr verhüllt zur Frucht gegangen. 12 Den Anhang zu Be ina von Arnims Königsbuch bilden die Erfahrungen eines jungen Schweizers im Vogtlande : Der Schweizer Pädagoge Heinrich Grunholzer dokumentiert im Armenviertel im Norden Berlins vor dem Hamburger Tor, dem sogenannten Voigtland, das soziale Elend, indem er minutiös au ührt, wieviele Personen jeweils in einem Zimmer wohnen, wieviel Geld sie monatlich in welchem Beruf verdienen und nach Abzug der Miete zur Ver ügung haben und wieviele Angehörige sie damit versorgen müssen. 13 Zur fehlenden vierten Seite des Originalmanuskripts und ihrem Inhalt siehe die erste Anmerkung auf der vorangehenden Seite. 14 Helmina von Chézy verwechselt hier die neutestamentarischen Geschichte vom Jüngling zu Nain

6 6 löser fragte: Meister, was soll ich thun, daß ich selig werde? Der ha e nur irdisches Gut, Du reichst Deinen Geistesschmuck hin. Weißt Du auch welche Schwelle Dein Fuß betri? Die düstere Schlucht, wo Millionen Gewürme hausen und Schlangen züchten O, hüthe Dich! und damit viel Dir werde, erstrebe nicht Vieles. Was Du in 5 Deinem nächsten Kreise findest, auf eigner [6] Bahn, das beschaue, das durchdringe, und geh behutsam an das Werk der Re ung; die Wunden der Zeit sind so tief und brandig daß Berührungen sie noch mehr entzünden. Gieb ein großes Beispiel, zuvörderst durch weise Beschränkung. Richte nach einem Ziel die überquillende Kra, wie der Lenker die Rosse zügle sie, und werd ihrer Meister, was Du beginnst, darin sei 10 beharrlich, und was Dir nicht gelingt das stelle Go anheim, dein Herz wird weinen, doch Jesus spricht: Selig sind, die da weinen, denn sie sollen getröstet werden! 15 Bete und kämpfe ru die Zeit, Kampf ist die Arbeit dieser Tage! Selbst das Friedenerstrebendste Wollen der Guten ist die Losung zum Kampf auf Leben und Tod! Mit dem Hergebrachten kämp das neue Werden, weh den müssigen Zuschauern! Felsen 15 rollen, zerschme ern, gi getränkte Geschosse fliegen, nur wer auf dem Wahlplatz steht ist geborgen, sei s durch Sieg, sei s durch edeln Fall, keine stille Zufluchtsstä e mehr ist offen. Worte taugen der Zwietracht nicht mehr, sie will Sturm, lechzt nach Blut! Die Basilisken-Eier 16 sind aufgesprungen, überall nistet die höllische Brut, vergi et mit Bruderhaß Christ gegen Christ, Musulmann gegen Christ, Christ und Jud 20 gegen Jude! Blikk in die Kerker! [7] Tag ür Tag üllen sie sich furchtbarer an eines Edlen Ge ängnispforte wich der Berührung deiner zarten Hand was noch vermagst Du ür Andre? O, thue es! Blick in die Gauen, sieh die Flammen lodern; jeder Tag bringt Kunde der Einäscherung gan- 25 zer Städte, Ortscha en, Gehö e, List und Kühnheit tragen verhehlte Funken von Ort zu Ort, daß Elendsgemeinscha entstehe, wo Gütergemeinscha eine Unmöglichkeit ist, denn zwischen dem Millionär und dem Hunger liegt nur noch die gewissenlose Gier, die trotzige Willkühr, die den Darbenden zur Verzweiflung bringt. O, Be ina! schmilz die Herzen der Reichen und Gewaltigen, daß der Milde au diese Flammen (Lukas-Evangelium 7, 11-17) mit der vom Reichen Jüngling (Ma häus-evangelium 19, 16-26, Markus- Evangelium 10, 17-27, Lukas-Evangelium 18, 18-23) aus der Bibel. 15 Bergpredigt aus dem Ma häus-evangelium (5,4) der Bibel: Selig sind, die da leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. 16 Basilisken sind unheilbringende Fabelwesen, deren Atem als gi ig und Blick als tödlich gilt, beschrieben etwa bei Plinius dem Älteren im achten Buch der Naturalis Historia. Ihre Eier symbolisieren in besonderer Weise die Bedrohung eines plötzlichen Auf- und Ausbrechens des Bösen, siehe Jesaja 59, 5-8, in der Bibel.

7 7 kühle, denn der Haß der Mi ellosen gegen Bemi elte zerstört in blindem Inngrimm auch bedrängter Brüder geringes Eigenthum blikke umher, Du wirst überall den Teufel der Eigensucht seine bleichen Opfer langsam würgen sehen, hier als Spielbankhalter, dort als Spekulant, dort als Fabrikherr, dort als gewissenloser Beamte, 5 ach! unter unzähligen Gestalten! Doch jede Wüste hat Oasen, und wenn Du die Syrten irdischer Leiden und Vergehen durchwallst, manche erquikkende Flut wird Dein Stab aus dem Felsen hervorsprudeln lassen, denn Dein Wille ist rein, und Dein Herz ist schön. Nachahmung wirst Du wecken, wuchert das böse Beispiel fort, wie solls das Gute nicht auch? Sei stark und froh! 10 [8] II. Die Günderode an Be ina. Hast Du vor Jahren wol einmahl beim Clemens, der viel Altes aufspeicherte, einen Catalog des gelehrten Frauenzimmer 17 gelesen? Ich that es und machte mir Auszüge daraus, denn es ist ein gründlich abgefaßtes 15 lehrreiches Werk aus dem Ende des 17t_ Jahrhunderts, auch von einem Frauenzimmer, sie hieß die Leborin 18 Die Sachen standen damahls anders, eigentlich besser, wie heut zu Tage, wenig Frauen schrieben, und die da schrieben waren so grundgelehrt, dass Neid und Schmähsucht verstummen mußten; laß Dir von Einigen was erzählen. 20 E. Elisabeth Valkiers 19 von Genf lebte noch Sie sprach und schrieb Franzö- 17 Der gesamte zweite Tex eil steht unter einem Doppelbezug auf zwei unterschiedliche Werke: Chézy bezieht sich explizit auf den Titel von Dorothea Erxleben, geborene Leporin: Gründliche Untersuchung der Ursachen, die das weibliche Geschlecht vom Studieren abhalten, Darin deren Unerheblichkeit gezeiget, und wie möglich, nöthig und nützlich es sey, Daß dieses Geschlecht der Gelahrtheit sich befleisse, umständlich dargelegt wird von Dorotheen Christianen Leporinin. Nebst einer Vorrede ihres Vaters D. Christiani Ploycarpi Leporin, Med. Pract. in edlinburg, Berlin, Zu finden bei Johann Andreas Rüdiger, Aus diesem Werk wird jedoch tatsächlich nichts zititert oder paraphrasiert. Sta dessen besteht der zweite Tex eil zu großen Teilen aus wörtlichen und paraphrasierten, jedoch nicht gekennzeichneten Exzerpten aus dem >Werk von Johann Caspar Eberti: Eröffnetes Cabinet deß Gelehrten Frauen=Zimmers, Darinnen Die Berühmtesten dieses Beschlechtes umständlich vorgestellt werden Durch Johann Caspar Eberti, Neokirchensem Silesium, Franckfurth und Leipzig, Bey Michael Rohrlachs sel. Wi ib und Erben, Anno Dorothea Christiane Erxleben war die erste promovierte Ärztin im deutschsprachigen Raum und eine engagierte Be ürworterin des Frauenstudiums. Das ist vermutlich ein Grund da ür, dass sie als Patronin besser geeignet ist als der Pastor und eologe Johann Caspar Eberti, dessen Werk eigentlich zitiert wird. 19 Esther Elisabeth Valkiers, eine gebildete Frau aus Genf, die in der zweiten Häl e des 17. Jahrhunderts lebte, gelangte zu einer gewissen Berühmtheit, auch über ihren Tod hinaus, weil sie, obwohl von

8 8 sisch, Latein, Italienisch, ha e einen philosophischen Curs absolviert, und in Politik und Philosophie sich viel umgesehen wie? Das wird nicht berichtet, mit den Augen nicht, denn seit ihrem ersten Lebensjahr war sie erblindet sie sang, spielte mehrere Instrumente, schrieb mit einem holzernm Alphabet. Sie wird als edel und liebreich 5 gepriesen, ihr Sinnbild war ein Diamant mit den Worten In tenebris micat. 20 Auch wol eine Perlenmuschel: In tenebris thesauris. 21 Sieh! Das machen ihr die Obskuranten 22 nach, freilich in einem andern Sinn, denn die Schätze, die sie der Welt in Dunkelheiten verheißen, hat noch keine Wünschelruthe entdeckt. 10 Eines asiatischen Grafen Tochter, Theresia 23, 24 ihr Vater war ein Christ, herrschte über den oberen eil der Catey-schen Sartarei, 25 unweit Bagdad. Nach überstandner Belagerung der Christen ging Theresia nach Rom um sich dort noch mehr auszu [9] bilden, Sie konnte Persisch, Indisch, Türkisch, Moskowitisch, Polnisch, Englisch, Spanisch, Französisch Italienisch reden und schreiben. Die Geschichtsschreiber jener 15 Tage priesen ihren hohen standha en Muth während der Verfolgung. Willst Du noch hören von Amalasvinta 26 Tochter eoderichs, Königs der Gothen? Sie lebte im V Jahrhundert, kannte aller Völker Sprachen mit denen die Römer nur zu thun gehabt Regierte als Vormünderinn ihres Sohnes Adalarich acht Jahr lang mit Ruhm, gewann der Völker Liebe, nahm bei dessen Tode einen nahen Anverwandten Kindheit an erblindet, mi els eines hölzernen Alphabet, das ihr ihr Vater angefertigt ha e, schreiben lernte. Siehe dazu z.b. den Bericht im Morgenbla ür gebildete Stände, Nr. 22 ( ), S. 87. Alle hier über sie gegebenen Informationen sind paraphrasiert aus dem Artikel in Ebertis Cabinet Deß gelehrten Frauenzimmers, S Es funkelt in der Dunkelheit. 21 In der Dunkelheit ein Schatz. 22 Verschworene Finsterlinge. Seit der Au lärung war Obskurant ein beliebter Kamp egriff, um Gegner als rückwärtsgewandt und irrational zu bezichtigen; im 19. Jahrhundert verwendete z.b. Heinrich Heine den Begriff des Ö eren. 23 Gemeint ist Teresa Shirley Tochter des tscherkessischen Adeligen Ismael Kahn aus dem engeren Kreis Schah Abbas I., sie heiratete um 1607 den englischen Reisenden, Abenteurer und Diplomaten Sir Robert Shirley und bereiste mit ihm viele europäische und orientalische Länder. Alle Sätze über sie sind Paraphrasen des Artikel aus Ebertis Cabinet Deß gelehrten Frauenzimmers, S Immer wieder sind Lücken im Text, in die Helmina von Chézy vermutlich nach einer erneuten Konsultation von Ebertis Cabinet Informationen nachtragen wollte, wozu es aber nie kam. Bei Eberti S. 353: Teresa. Eine Asiatische Asiatische Gräfin aus Persien/ ihr Vater war Graff Samputh, oder wie wir schreiben Samson. 25 Bei Eberti S. 353: Cateyische Tartarey. 26 Amalasuntha, Königin der Ostgoten, Tod 535. Alle Sätze des Absaztes (mit Ausnahme des letzten) sind Paraphrasen von Eberti S. 12f.

9 9 eodat zum Mitregenten an, der sie vom ron stürzte, verbannte, und dann noch Anno 595 ermorden ließ. Du siehst daß Weisheit und Wissen nicht stets vor Arglist schützt, und dass auch der Völker Liebe nicht immer sinkende rone zu stützen weiß, und dennoch bleibt sie die krä igste aller ronensäulen. 5 eodolinde 27 Königinn der Langobarden die im 28 Jahrhundert ihr Volk zum Christenglaube brachte, Papst Gregors Freundinn, der ihr 4 Bücher de vitae sanctuorum zueignete, 29 Paulus 30 Theano, Pythagoras Ga in 31 war schön und lieblich 32 stand nach Pythagoras Tode etliche Jahre mit Ruhm seiner Schule vor eano, Brontini Cratiniatae Gemahl, gute Philosophin, und artige Poetin, sonderlich unvergleichlich 10 in Lyrici 33 ekla, zuerst Adelaga, 34 kam im VIII Jahrhundert mit der Heiligen Walburg aus England nach Deutschland, wurde nach Caspar Hedionis 35 Bericht 36 dem neuen Benediktinerkloster zu Kitzingen in Franken vorgesetzt, mußte auf Anordnen des hei- 27 eolinde, geboren um 570, gestorben 627 bei Varenna am Comer See, Königin der Langobarden. Alle Sätze über sie sind Paraphrasen von Eberti S Bei Eberti S. 359 steht hier VI. Seculo. 29 Die Dialogi de vita et miraculis patrum Italicorum I-IV handeln von Leben und Wundern italienscher Heiliger. Das zweite Buch ist jedoch explizit Benedikt von Nursia gewidmet. 30 Hier handelt es sich um einen aus einem Flüchtigkeitsfehler entstandenen Kopierfehler: In einer Handschri Helmina von Chézys, die sich im Archiv der Berlin Brandenburgeischen Akademie der Wissenscha en befindet, steht Pretas, ür das die Editorinnen des Textes im Internationalen Jahrbuch der Be ina-von-arnim-gesellscha plausibel vermuten, dass eigentlich Cretas gemeint sei. Im Artikel zu eano bei Eberti, aus dem Chézy exerpiert hat, wird die Insul Creta genannt, in keiner Weise jedoch Paulus. 31 eano, spätes 6. Jahrhundert vor Christus, Pythagoreerin, wird o als Ga in des Phliosophen Phythagoras (um 570 bis 510 v. Chr.) und Muster weiblicher Tugend dargestellt. In einigen ellen wird ein Phythagoreer namens Brontinos oder Brotinos als ihr Ehemann oder auch Vater genannt. Eberti schreibt in seinem Paragraphen (S ) über eano, dass es drei berühmte Frauen dieses Namens gegeben habe, die in der Rezeption häufig vermischt würden. Alle Angaben Chézys über eano sind Paraphrasen dieses Paragraphen, wobei auch sie nicht zwischen den drei dort aufge ührten Frauen unterscheidet. 32 Dies ist kein wörtliches Zitat von Eberti. Dort steht auf S. 356: ganz ungemeine Annehmlichkeit und schöne Leibes-Gestalt. 33 Wörtliches Zitat von Eberti S Eigentlich wird Hadeloga von Kitzingen, geboren um 710, gestorben um 750, als Gründerin und erste Äbtissin des Benediktiner Klosters in Kitzingen überliefert, während die heilige ekla von Kitzingen, geboren in England, gestorben um 790 in Kitzingen, als ihre Nachfolgerin als Äbtissin gilt. Chézy übernimmt auch hier fast wörtlich die Angaben von Eberti S. 350f. 35 Kaspar Hedio, geboren 1494 in E lingen, gestorben 1552 in Straßburg, Historiker, eologe und Reformator. 36 Bei Eberti wird als elle Lege Zeilleri Typographiam Franconiae, fol. 29. angegeben.

10 10 ligen Bonifatius öffentlich in Kirchen lehren und predigen Tarquinis Molza 37 aus Modena, sprach und schrieb nebst dem Italienischen Hebräisch, Griechisch, Latein. War in der Philosophie gelehrt in Historien [10] und allen Poeten trefflich belesen (Ist jetzt unmöglich!) in der Poesie wol geübt, in der Oratorie überaus fertig, 5 wurde sie vom Rathe zu Rom mit dem Bürgerrecht begünstigt. Starb War so hochgeehrt, dass man ihr Tasso s und 38 Werke zur Censur übergab. Tehsa 39 Tochter Achelodoros, lebte in der sechs und siebenzigsten Olympiade, Zeitgenosinn Plato s und Pindar s, mit welchem sie rühmlich We streit hielt; 40 Sie war in der Poesie so kostlich und vortrefflich erfahren, daß man sie lyrische Muse hieß. Ihre Dichtun- 10 gen 41 sind 1568 griechisch und lateinisch in Antorf erschienen, auch trefflich musikalisch war sie. Prinz gedenkt ihrer in seiner Historia 42 und erwähnt, daß sie 50 Lieder geschrieben. Sie starb sechs zehn Jahr alt. Properz und Statius rühmen sie. Als Corinna ührt Ebert sie an. Lotichius 43 nennt sie: Corinna die Dri e Alpaides 44, eine in der heiligen Schri sehr verständige 15 Jungfrau in der sie wol und gründlich gelehrt gewesen, hat geistreich die heilige Schri erklärt. Wurde Pipin vermählt, und gerbar ihm Carl Martell. Alkonora 45 Königinn in England, Mu er König Johanns lebte in den 1199 ger Jahren, starb Tarquinia Molza, geboren 1542 in Modena, gestorben 1617 ebd., italienische Dichterin, Übersetzerin und Musikerin. Auch die Angaben über sie sind bis auf den Einschub in Klammern eine nahzu wörtliche Wiedergabe von Eberti S Bei Eberti S. 349 steht hier Gvarini. Giovanni Ba ista Guarini, geboren 1538 in Ferrara, gestorben 1612 in Venedig, war ein italienischer Dichter. 39 Gemeint ist die sagenumwobene griechische Dichterin Korinna, gelebt und gestorben um das 5. Jahrhundert vor Chr. in Boiotien. Wieder wird Eberti (S. 109f.) paraphrasiert. 40 Die Anekdote eines Dichterwe streits zwischen Korinna und Pindar wird von mehreren Autoren, u.a. Pausanias, wiedergegeben. 41 Die Angaben zu dieser Veröffentlichung sind von Eberti übernommen, der als elle Simlerus l.p.c.m angibt. Tatsächlich sind von den Gedichten Korinnas nur wenige in Zitaten von anderen Autoren erhalten, die im Altertum erwähnte ün ändige, vermutlich aus hellenistischer Zeit stammende Ausgabe ihrer Werke mit dem Titel Mele ist nicht erhalten. 42 Der Gedankenstrich dient als Platzhalter: Bei Eberti S. 109f. steht Historia Musices und die Seitenangabe 53. Das enstsprechende Werk von Wolfgang Caspar Printz konnte leider nicht ermi elt werden. 43 Johann Peter Lotichius, geboren 1598 in Nauheim, gestorben 1669 in Frankfurt am Main, Arzt und Schri steller und Autor des Buches Gynaicologia i.e. de nobilitate et perfectione sexus feminei, Rinteln Chézy übernimmt den Hinweis auf seine Erwähnung Korinnas allerdings wieder von Eberti (S. 110) und unterschlägt, dass Eberti verschiedene Frauen des Namens au ührt, die sie als eine vorstellt. 44 Alpais, auch Chalpaida, lebte im 7. Jahrhundert und war Friedelfrau von Pippin II. Alle Angaben sind von Eberti S. 11f. übernommen. 45 Eleonore von Aquitanien, geboren um 1122 in Poitiers, gestorben 1204 im Kloster Fontevrault, Königin von Frankreich und England. Auch hier sind alle Angaben von Eberti (S. 11) übernommen.

11 11 in Kummer um ihren Sohn, schrieb etliche vortreffliche Episteln an Papst Coelestins, und Briefe an Kaiser Heinrich VI, die berühmt geworden Und nun übergehend mehre hundert, von denen jede zum Mindesten eine bessere Heldin als Viktoria Akkoromba zu einer Dichtung wäre, 46 komm ich zu Dei- 5 ner Namensverwandtin Be ina Andrea, 47 Tochter des, um das Jahr 1335 berühmten Italischen Juristen Johann Andrea, Gemahlinn des trefflichen Dr. Johannes von San Gregorio, zu Bonona und Pavia, gepriesen als Ausbund eines in den Rechten erfahrenen Weibes, welche [11] wenn denn ihr Gemahl durch Krankheit oder sonstige Abhaltungen am Lesen verhindert wurde, selbst öffentlich lehrte und erklärte den 10 Studenten die Rechte von dem Catheder, so berichtet die Leborin, 48 und nennt, wie bei jeder ihrer Biographien, auch diesmahl ihre ellen: 49 Gilario da Caste, in Libr. de vitis ill. foemime, Vossius, Paschius, Leander Albertus und andere Constanze Pipelet 50, die als Republikanerinn lebte, und als Fürstinn starb, sang in der Epitre aux femmes, in den Tagen der Republik: 15 Si la nature a fait deux Sex di èrens, Elle a changé la forme, et non les élémens _ 46 Ludwig Tieck veröffentlichte 1840 den historischen Roman in ünf Bänden Vi oria Accorambona, über die dramatische Lebensgeschichte der italienischen Herzogin Accoramboni. 47 Es wird von zwei juristisch tätigen Schwestern berichtet: Be ina d Andrea, von der nur das Sterbejahr 1335 und die Lebensorte Bologna und Padua bekannt sind, und ihre Schwester Novella d Andrea, die als erste Dozentin des Kirchenrechts in der Geschichte der Kanonistik gilt (so Willibald M. Plöchl), und von der die französische Schri stellerin Christine de Pisan (die jedoch erst Jahrzehnte nach den d Andreas lebte) berichtet, sie habe den Vater bei Vorlesungen vertreten. Chézy übernimmt jedoch alle Angaben von Eberti, der nur eine der beiden Schwestern au ührt (S. 16f.) 48 Die einzige Frau in der gesamten Aufzählung dieses Tex eils, über die auch Leporin berichtet, ist eano. Obiges Zitat stammt ebenso wie die meisten anderen Passagen von Eberti (S. 16): wenn etwas ihr Gemahl durch Kranckheit oder andere Geschä e zu lesen verhindert wurde/ sie dann keine Stunde vorbey gehen lassen wolte/ sondern prositierte öffentlich und erklärte den Studiosis die Rechte von der Catheder. 49 Auch diese Literaturverweise sind alle von Eberti (S. 17) übernommen. 50 Constance zu Reifferscheidt-Dyck, geborene de éis, in erster Ehe de Pipelet, geboren 1767 in Nantes, gestorben 1845 in Paris, war eine französische Schri stellerin. Um die Jahrhundertwende herum engagierte sie sich ür die Gleichstellung der Frauen. Nach ihrer zweiten Hochzeit 1803 hielt sie sich große Teile des Jahres im Schloß ihres Mannes Graf Joseph zu Salm-Reiffenscheidt-Dyck im Rheinland auf. Die Zeilen über die Zeitgenossin Chézys sind die ersten in der Aufzählung, die nicht aus Ebertis Werk paraphrasiert oder zitiert sind. Warum Chézy Salm-Reifferscheidt-Dyck ür tot erklärt, obwohl diese erst 1845 starb, ob aufgrund einer Fehlinformation, einer Vermutung oder der der Geschlossenheit ihrer Argumentition, läßt sich nicht ermi eln.

12 12 51 und großartiger noch als jeder Zeitenpunkt der Vorzeit haben unsre Tage dieser Worte Wahrheit beurkundet; aber es bleibt denn noch beim Alten, und wenige der Männer, die Geist und Genius bei Frauen zu ehren scheinen, sind aufrichtig, kaum, 5 oder höchstens die Vernün igen und Billigen. Und doch Be ina, geht es nicht mit Gemüth, Genius und atkra der Frauen, wie mit Tullia s 52 Grablampe, die seit 1550 Jahren an ihrer Grabststä e brannte, doch so wie sie an die Lu kam, erlosch. Sieh darüber das Werk nach, das ich Dir nannte, 53 und Ciceros Werke, dessen Tochter Tullia war. Er hieß sie anima mea, 54 Lucem Desiderium, Delicias Deliciotas. 55 Unter 10 Pabst Paul III wurde Tullias Gru gefunden, und das treue Licht ihrer Nächte ohne Tag schied von ihr, als Menschenodem und Menschforschgier es berührte. Die innre Leuchte die ja auch an einer Grabstä e flammt, denn was Leben heißt ist der Tod, der Leben lügt, wie das Leben der Scheintodten den Tode erlischt nicht vom Lu zug, [12] noch von der Entweihung welche die Nähe des rohen Haufens mit sich bringt. 15 Weil ihre Nahrung himmlisch ist und ihre Kra von Go. Warum sind Männer so zufrieden, wenn Frauen ihre Zeit vergeuden: Warum rufen sie wie Hieronymus der Madonna am Altar ihr Mulier tacet 56 jedem Weibe zu, das ür Menschenrecht und Volkeswohl ühlt und kämp, wo die Männer die Flügel hängen? Wenn rege Sorgfalt ür Gemeinwohl in allen Herzen lebte, wenn Männer, die es überwachen sollen, ihre 20 Schuldigkeit thaten, so brauchte die Stimme in Weibesbrust, die, wie der Germanen Ga innen die Flüchtlinge in die Schlacht zurücktreibt, nicht laut zu werden, und der süße Frieden des weiblichen Daseyns bliebe ungestört. Seliger ist s Efeu, als Eiche seyn, wie Geben seliger ist, denn Nehmen, aber warum giebts morsche Eichen? 25 Manuel sagte 1792: Es war eine Zeit, wo eine Gesellscha von Männern die Frage aufwarf ob Frauen eine Seele haben? 57 Sollte diese Zeit wirklich schon ganz vor- 51 Épître aux femmes, S Tullia, um 79 v. Chr. Bis 45 v. Chr., einzige Tochter Ciceros. 53 Tatsächlich ist auch diese Passage nicht aus dem Werk von Leporin, sondern aus dem Ebertis zusammengestellt (S. 363f.). Selbständig werden die Formulierungen nach der noch von Eberti übernommenen Erwähnung Papst Pauls III. und lösen sich bei der Reflexion über den Tod komple von der Vorlage. 54 Meine Seele. 55 Irritierende grammatische Formen durch die Übernahme der Akkusativkonstruktion von Eberti (S. 363). Dort steht, dass Cicero Tullia bald suam animam, Lucem und Desiderium, bald aber Delicias und Deliciosas nennte. Lux lat. Licht, desiderium lat. Wunsch, deliciae lat. Liebling, deliciolae lat. kleiner Schatz. 56 Lat.: Es schweige das Weib. In Anlehnung an I. Korinther 14, 34 aus der Bibel. 57 Hundt und French vermuten diese Aussage im Vorwort des 1792 von Manuel herausgegebenen Brief-

13 13 über sein? In der zweiten Kammer des Großherzogthums Baden 59te Sitzung wurde noch die Frage aufgeworfen, ob man Frauen zu den öffentlichen und mündlichen Gerichtsverhandlungen, die nun schon längst in Aussicht gestellt sind, den Zutri gesta en sollte. Überm Rhein war das nie eine Frage. Die Gegener brachten viel Er- 5 götzliches in diesen Streit. Sie erschöp en sich in Redensarten, in Betheuerungen der überschwänglichsten Hochachtung ür die Frauen, nur in die Assisen sollten sie nicht, sie würden die Richter bethören, die Advokaten zerstreuen, die Eitelkeit aufreitzen den [13] Platz verengen, ja, sie gaben zu verstehen, die Herrn, wenn ich sie anders recht verstanden, daß es Verbrechen geben würde, wie Sand am Meer, denn 10 kein geringer Anreitz zur Unthat wäre der Frauen Gegenwart, in welcher die Sache ganz dramatisch würde, und wo der Übelthäter des Drama s Seele, Held und Dichter zugleich. Hecker meinte, das müßte ein ganz miserabler Rich[ ]er sein, der sich von Frauenblikken bei den Verhandlungen bethören ließe, wo man Einem solchen auf die Spur käme, sollte man ihn lieber gleich absetzen! Staatsrath von Iolly, die Deputir- 15 ten von Stockhorn, Junghanns, Boehme, Poßelt, Weyzel und Andere, standen da als die erklärten Bewunderer der Damen, wenig fehlte, so hä en sie Schillers Dichtung vorgetragen, doch ließen sie s, dem Sinne nach bei der ersten Zeile bewenden: Ehret die Frauen, sie flechten /spinnen/ und weben 58 Welcker, Mathy, Hecker, Go schalk, Rindischwender die Veteranen Itzstein und 20 Gerbel und Andere stimmten ür Zulaßung der Frauen, die Welker die edle großartige Häl e des Menschengeschlechts nannte, die nicht minder tief und fein, o reiner und richtiger ühlt. Wahrscheinlich sprach jede Parthei nach den Wahrnehmungen, die sie in ihrem eignen weiblichen Kreise gewann. Untauglich, schädlich, Unheil sti end ür sich und andre in jedem anderm Wirkungskreise, als im häuslichen, dort aber 25 auch der höchsten Achtung werth, pries der Abgeordnete Boehme die Frauen, ihres Daseyns und Wirkens Schranken scharf bezeichnend, indeß erschöp en sich selbst diejenigen, welche jedes weibliche Wesen aus jedem Kreise außerhalb des häuslichen Waltens, verbannen wollten, in den Ausdrücken einer nahmha en Verehrung ür das [14] weibliche Geschlecht; vorausgesetzt, daß es in seiner Spähre bleibe. 30 Die Sphäre geht über den Rauchfang nicht hinaus Die linke Seite der Mensch hat dort das Herz, vielleicht die 59 nicht stürmte 12 [ ] ] Transcription impossible (one char): illegible. wechsels Mirabeaus mit Sophie Ruffeis, das kann leider nicht bestätigt werden. 58 Erster Vers aus Schillers Gedicht Die Würde der Frauen, verändert durch das Ein ügen des Wortes spinnen in Schrägstrichen. 59 Leerstelle aufgrund von Leseschwierigkeiten des Kopisten: In der Handschri aus dem Archiv der

14 14 auf die Schranken, in welche die weibliche Natur eingteilt werden soll, nannten sie Werke der finstern Gewalt, des blinden Vorurtheils des selbstischen Hochmuths Zarter, inniger, geistreicher als hier, wurde nie den Frauen gehuldigt. Wahrheiten, von deren allgemeiner Beherrzigung das Wohl der Europäischen Gesellscha abhin- 5 ge, zuckten wie Blitze durch die Rednerbühne, man sah den Abgrund und die Höhen des Friedens, wo es gut seyn ist, wo das Herz sagt, hier lasst uns Hü en bauen. [15] III Die Günderode an Be ina Am 20t Januar rollte ein Königshaupt blutig in den Sand, gebrochen die 10 milden Augen, die noch im Scheiden Segen gestralt, starr das san e Herz, das nur Liebe gekannt. Siehst Du ihn nicht, wie eine schwarze We er wolke am Himmel über Frankreich schweben, den Fluch nicht des Gerechten! nein, den Fluch dieser at? Unerfreulich, unerfreut kommen und schleichen die Gewaltigen vorm bluthbefleckten ron, 15 und kein jubelbegrüßter Erbe rei e dort noch zum Mann. Denn dieses ist der Fluch der bösen at, daß sie, fortwuchernd immer neues Unheil muß gebären! Der 26t Julius ru jede Erinnerung solcher Frevelthat wieder in das Leben. Auf Erden schlägt nur Ein Herz, das den Unseligen verzeihen kann, 63 wie Ludwig der Sechszehnte Seinem ganzen Volke verzieh, 64 und im Himmel Go wird verzeihen, denn Christus sagte am Kreuzt auch ür diesen: vergieb ihnen, Vater, sie wissen nicht, Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenscha en, die French und Hundt ediert haben, steht an der entsprechenden Stelle Kammer. 60 Am wurde Ludwig XVI hingerichtet. 61 Freies Zitat nach dem ün en Akt (V. 2452f.) Schillers Drama Die Piccolomini, Das eben ist der Fluch der bösen Tat,/ Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären. 62 Das mißglückte A entat auf den preußischen König Friedrich Wilhelm IV durch Heinrich Ludwig Tschech, einen nach Streitigkeiten im Amt entlassenen Bürgermeister, der nach zahlreichen Eigaben und Bi gesuchen um seine Wiedereinstellung den König angegriffen ha e, bewegte die Gemüter im Sommer Tatsächlich gewährte Friedrich Wilhelm IV dem A entäter Tschech keine Gnade. Dieser wurde am hingerichtet. 64 Von Ludwig XIV werden folgende letzte Worte überliefert: Meine Herren, ich bin unschuldig an alledem, wessen man mich auch beschuldigt. Ich wünsche, dass mein Blut das Glück der Franzosen ki en möge.

15 15 was sie thun! 65 Die Hand, die Sokrates den Schierling braute, und jede Frevelhand, die einen Gerechten schlug, folgt dem Herzen, das die Hölle bewohnt, das der Erbfeind bethört, dort aber über den Sternen waltet die Allmacht, die unergründliche Vorsehung, die 5 nur zuläßt, was geschehen muß, das Warum stralt jenseits der Grü e. [16] Heinrich der IV mit dem warmen Herzen ür sein Volk, der da nicht ruh n wollte bis jeder Bauer in Frankreich am Sontag ein Huhn in den Topf stecken könne, 66 mußte unter Ravaillac s Dolch verbluten, 67 auch das Messer des Jaques Clement bohrte sich in kein Tirannenherz; Carl I von England war gut und milde, auch 10 Gustav von Schweden war ein edler König und der Herzog von Berry ein ein vortrefflicher, gütiger, geistvoller Prinz;, Haß der Einzelnen oder Fanatismus einer Parthei tri meuchelmörderisch die Gewaltigen, und wälzt die rongeschicke um, noch kein Volk hat je seinen König gerichtet, zum Richter der Könige ist Go allein berufen. DeutschKaiser erschlugen zwei Mörder, O o den Großen vergi ete ein Weib, 15 Frankreich erzeugt einen Meuchler nach dem andern, doch Ludwig Philipp wird, wie Cesar Augustus die Partheien zügeln, bis die Hand ihm erstarrt, die sie bändigte; seine Feinde wollen ihn ür Frankreich opfern, Tschech ist kein Alibaud, er ist ein Herostrat. Friedrich Wilhelm IV wird ihn über die Liebe der Preußen vergessen, und die Geschichte seiner nur als eines Ruhmtollen erwähnen, unwerth des Schaffots, die- 20 ses ernsten Ausgleichungsmi el zwischen der menschlichen Gesellscha und dem Verbrecher, zwischen der ewigen Gerechtigkeit und dem Sünder. 65 Lukas 23,34 in der Bibel 66 Als geflügeltes Wort überliefertes Zitat von Heinrich IV., das er im Gespräch mit Karl Emanuel I. von Savoyen geäußert haben soll: Si Dieu me donne encore de la vie, je feray qu il n y aura point de laboureur en mon Royaume qui n ait moyens d avoir une poule dans son pot!. Erstmals gedruckt in der Histoire du roy Henry Le Grand composée par Messire Hardouin de Perefixe, Paris François Ravaillac ermordete Heinrich IV. von Frankreich am 14. Mai 1610.

16 16 Register Persons Accoramboni, Vi oria ( ) Herzogin von Bracciano 11, 11 Alberti, Leandro (1479 around 1552) Dominikanermönch, Historiker 11 Alibaud, Louis ( ) 15 Amalasuntha ( 535) Königin der Ostgoten 8, 8 Andrea, Be ina d ( 1335) Italienische Juristin 11, 11 Andrea, Giovanni d (around ) Italienischer Rechtsgelehrter 11 Andrea, Novella d ( 1333) Italienische Juristin 11 Aquitanien, Eleonore von (around ) Herzogin von Aquitanien, Königin von Frankreich, Königin von England 10, 10 Arnim (née Brentano), Be ina von ( ) Schri stellerin, Komponistin 1, 1, 2, 3, 4, 5, 5, 6, 12 Athalarich ( ) König der Ostgoten 8 Augustus (63 BC 14) Römischer Kaiser 15 Bonifatius (around 673 around 755) Missionar, Bischof, Abt, Heiliger 10 Brandenburg, Friedrich Wilhelm von ( ) Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kur ürst des Heiligen Römischen Reiches 4 Brentano, Clemens ( ) Schri steller 7 Böhme, Karl Ludwig ( ) Badischer Politiker und Jurist 13 Chalpaida Lebte im 7. Jahrhundert n. Chr., Friedelfrau von Pippin II. 10, 10 Charles Ferdinand de Bourbon, Herzog von Berry ( ) 15 Charles I ( ) König von England, Scho land und Irland 15 Christus, Jesus Messias 2, 2, 5, 6, 14 Chézy (née Klencke, divorced Hastfer), Helmina von ( ) Schri stellerin 1, 5, 8 11 Cicero (106 BC 43 BC) Römischer Redner und Schri steller 12, 12

17 17 Clément, Jacques ( ) Dominikanermönch und Mörder von Heinrich III 15 Coelestin III. (around ) Papst 11 Congreve, William ( ) Englischer Erfinder, Techniker, Artillerist 3 Coste, Hilarion de ( ) Minoritenmönch, Biograf 11 Eberti, Johann Caspar ( ) Pastor und eologe 7, 8, 10 Ehrenberg, Christian Go fried ( ) 13 Erxleben (née Leporin), Dorothea Christiane ( ) Erste promovierte Ärztin im deutschsprachigen Raum, engagierte Be ürworterin des Frauenstudiums 7, 7, 11 Fleischer, Richard ( ) 11 Friedrich II. ( ) Preußischer König 4 Friedrich Wilhelm IV., Preußen, König ( ) 4, 14, 15 Gerbel, Christian Wilhelm (* 1791) Badischer Politiker und Jurist 13 Goethe (née Textor), Catharina Elisabeth ( ) Briefschreiberin, Ins gesellscha liche Leben Franktfurts integrierte Ratsga in. 4, 5 Goethe, Johann Wolfgang von ( ) Schri steller, Naturwissenscha ler, Jurist, Geheimrat 1, 5 Go schalk, Ernst Friedrich ( ) Badischer Politiker und Fabrikant 13 Gregorius (around ) Papst 9 Grunholzer, Heinrich ( ) Pädagoge und Politiker 5 Guarini, Giovanni Ba ista ( ) Italienischer Dichter 10 Gustav III. ( ) König von Schweden 15 Günderode, Karoline von ( ) Schri stellerin, Dichterin 2 Hadeloga (around 710 around 750) Klostergründerin, Äbtissin 9, 9 Hardenberg, Georg Philipp Friedrich von ( ) Dichter, Philosoph 1, 5 Hecker, Friedrich Karl Franz ( ) Rechtsanwalt, Politiker und beteiligt an der Badischen Revolution 13

18 18 Hedio, Kaspar ( ) Reformator, eologe, eologe 9, 9 Heine, Heinrich ( ) Dichter, Schrifsteller, Journalist 8 Heinrich IV. ( ) König von Navarra und Frankreich 15, 15 Heinrich VI. ( ) Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, König von Sizilien 11 Herostratos (400 BC 301 BC) 15 Hieronymus, Sophronius Eusebius ( ) Kirchenvater, Heiliger, Gelehrter 12 Itzstein, Johann Adam von ( ) Badischer Politiker 13 Jolly, Isaak ( ) Badischer Politiker 13 Karl Emanuel I. ( ) Herzog von Savoyen 15 Korinna Griechische Dichterin, lebte um das 5. Jahrhundert v. Chr. in Boiotien 10, 10 Lotichius, Johann Peter ( ) Arzt und Schri steller 10, 10 Louis-Philippe I. ( ) König von Frankreich 15 Ludwig XVI. ( ) König von Frankreich und Navarra 14, 14 Manuel, Louis Pierre ( ) Französischer Schri steller, politscher Aktivist während der Französischen Revolution 12, 12 Martell, Karl (around ) Fränkischer Hausmeier 10 Mathy, Karl Friedrich Wilhelm ( ) Badischer Politiker und Journalist 13 Molza, Tarquinia ( ) Italienische Dichterin, Übersetzerin und Musikerin 10, 10 Nursia, Benedikt von (around ) Ordensgründer, italienischer Heiliger 9 Ohneland, Johann ( ) König von England 10, 11 O o I., genannt der Große ( ) Römisch-deutscher Kaiser 15 Pasch, Georg ( ) Evangelischer eologe 11

19 19 Paul III. ( ) Papst 12, 12 Pausanias ( ) Griechischer Schri steller, Geograph 10 Pindar (522 BC 445 BC) Altgriechischer Dichter 10 Pippin II. (around ) Fränkischer Hausmeier 10, 10 Pisan, Christine de ( ) Französische Schri stellerin 11 Platon (424 BC 348 BC) Griechischer Philosoph 10 Plinius Secundus, Gaius (der Ältere) (23 79) Römischer Historiker, Schri steller, Römischer Offizier 6 Posselt, Karl Ludwig ( ) Badischer Politiker und Apotheker 13 Printz, Wolfgang Caspar ( ) Komponist und Musikwissenscha ler 10, 10 Properz (48 BC 15 BC) Römischer Elegiker 10 Pythagoras (around 570 BC 510 BC) griechischer Philosoph 9, 9 Ravaillac, François ( ) Mörder von Heinrich IV 15, 15 Richard de Ruffey, Marie érèse Sophie ( ) Geliebte Mirabeaus 13 Rindenschwender, Johann Michael Ignaz ( ) Badischer Politiker und Jurist 13 Riqueti, Honoré Gabriel Victor de ( ) Französischer Schri steller und Politiker 13 Salm-Reifferscheidt-Dyck (née éis, divorced Pipelet), Constance de ( ) Französische Schri stellerin, Frauenrechtlerin, Salonière 11, 11 Salm-Reifferscheidt-Dyck, Joseph zu ( ) Amateurbotaniker, Preußischer Generalmajor, Mitglied des Rheinischen Provinzlandtags, Schloßbesitzer 11 Schiller, Friedrich ( ) Schri steller, Dichter 13, 13, 14 Sgoutas, Leonidas ( ) Griechischer Jurist 1 Sherley (née?, divorced Shirley), eresa ( 1668) Persische Adelstochter, bereiste als Ga in eines englischen Abenteurers und Diplomaten viele europäische und orientalische Länder. 8, 8

20 20 Socrate (469 BC 399 BC) Griechischer Philosoph 15 Statius, Publius Papinius (45 96) Römischer Epiker 10 Stockhorn, Karl Friedrich von ( ) Oberhofgerichtsrat 13 Tasso, Torquato ( ) Italienischer Dichter 10 eano Pythagoreerin im späten 6. Jahrhundert vor Christus 9, 9, 11 ekla (7?? around 790) Äbtissin, Heilige 9, 9 eodahad (around ) König der Ostgoten 9 eoderich ( ) König der Goten 8 eolinde (around ) Königin der Langobarden 9, 9 Tieck, Ludwig ( ) Dichter, Schri steller 11 Tschech, Heinrich Ludwig ( ) Bürgermeister von Storkow, verübte ein A entat auf König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen 14, 15 Tullia (around 79 BC 45 BC) Römerin, einzige Tochter Ciceros 12, 12 unknown 9 Valkiers, Esther Elisabeth Gebildete Frau, die in der zweiten Häl e des 17. Jahrhunderts in Genf lebte und trotz ihrer Blindheit schreiben konnte, was ihr ihr Vater mi els eines hölzernen Alphabet beigebracht ha e. 7 Vossius, Gerhard Johannes ( ) Philolge, Historiker 11 Walburga (around 710 around 779) Missionarin, Äbtissin, Heilige 9 Welcker, Karl eodor Georg Philipp ( ) Badischer Politiker und Jurist 13 Works Arnim, Be ina von: [Das Armenbuch (1844) - Materialsammlung ür ein unvollendetes Buchprojekt, aus dem Nachlass erstmals veröffentlicht 1962]. 4 Arnim, Be ina von: Die Günderode. Berlin: Hertz , 5 Arnim, Be ina von: Dies Buch gehört dem König , 4, 5, 5

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