Ernährung: Schöne neue Welt: D.i.y. Wählerauftrag: der. Mustermensch: up dates berichte. 3Freunde: Reviews: Sport: unabhängig und gemein(nützig )

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1 aponaut unabhängig und gemein(nützig ) der Nr. 1 / October 2005 / für lau Die Duisburger Zeitung für kulturelle Entwicklung Ernährung: schon ge-genfrühstückt oder lebst du schon? Schöne neue Welt: Mit Big Brother beim Brötchenkauf? D.i.y. Konzerte selber machen! Wählerauftrag: Schall und Rauch? Mustermensch: up dates berichte 3Freunde: kommandoandy sassen f.a.u. Reviews: bernadette la hengst neinneinnein Sport: fanprojekt November/December als Doppelausgabe!!! erscheint am 1. December!!! die neue monatlich erscheinende Stadtzeitung

2 Oinhalt: impressum herausgeber: mustermensch e.v. duisburg Chefredakteur: w.dybowski (v.i.s.d.p.) mustermensch 04 doku soligruppe 05 alejnikov 06 D.I.Y.konzert redaktion: wolf/bo/sarah/maikey/ toxo/jens/nils kultur/termine/anzeigen: wolf/bo layout/design/cover: w.dybowski fotos: mustermensch e.v. innenhafen: w.dybowski portrait 07 genfood : lecker frühstück? 3 freunde 10 F.A.U. AK studiengebühren kommando andy sassen MSV Fanprojekt 13 Bekennerschreiben kultur 14 mucke bücher spiele poetry: mey-key w.weimer mephista mimikry toxo politicks 17 wählerauftrag? schöne neue welt sport 18 RFID: datenschutz? 20 skate-snippets kultur 21 veranstaltungen druck,vertrieb: edel druck pressekontakt: fon: 0176 / postadresse: w.dybowski sternbuschweg duisburg verteiler: Filmforum, VHS, Jugendzentren, Die Säule, Cubus Kunsthalle, Buschbrand, Bürghof, Bolero, Cubar, Cafe Graefen, Djäzz, Diebels im Hafen, Finkenkrug, Fifty-Fifty, Gleis 3, Havanna, Hundertmeister, Ostende, Old Daddy, Parkhaus, Pulp, Steinbruch, Webster, Zentralbibliothek, Uni Duisburg-Essen, Fareout, 33 1/3, Garageland, Red Rose, Kahlschlag, Zündfunke, Watzup, das Reisebüro, Zeche Bochum, AK 47 Düsseldorf, AZ Mühlheim, Druckluft Oberhausen, Zeche Karl Essen, KUFA Krefeld, Buchläden, Bioläden Liste wird erweitert. 1.Auflage: 1500 Artikel und Beiträge die namentlich gekennzeichnet sind unterliegen der Verantwortung der VerfasserInnen und geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber oder des V.i.S.d.P. wieder. Der aponaut ist eine monatlich erscheinende Duisburger Zeitung für Kultur und Politik, die non-profit orientiert arbeitet und auf Partizipation und Selbstverwirklichung setzt. Wir wenden uns an all die Menschen, die mit dieser Gesellschaft etwas zu tun haben wollen und ihren Ärger und ihren Spaß an diesem Leben in dieser Gesellschaft mitteilen wollen. An jene die mitreden und mitgestalten wollen. Neben dem Angebot der Information über Kultur, Politik und Sport in Duisburg und dem Rest der Welt wollen wir Euch dazu animieren zu kommunizieren, uns als Forum zu nutzen. Der Ausbau der solidarischen Zusammenarbeit und die Vernetzung mit anderen sozialen Projekten (Kulturzentren, Zeitungen, Verlagen) steht bei uns genauso im Vordergrund wie den Standard des gesellschaftlichen Alltagslebens zu durchbrechen. Gebraucht den aponauten indem ihr Artikel, Infos, Veranstaltungen und Meinungen an uns sendet!!! Redaktions- und Anzeigenschluss ist der 20. des Vormonats. Bankverbindung /Spendenkonto: Mustermensch e.v./aponaut Commerzbank Duisburg Konto: BLZ:

3 editorial O... und es gibt sie doch, die Kultur von Unten. Und das in Duisburg, der Stadt mit den meisten..., der größten..., bla bla bla. Na eben dem Liebling der Medien für die Ghettoschublade. Eine Stadt in der nix geht, aus der die Menschen flüchten...! Genug von dem Gejammer. Nicht nur das der Redaktion geheimnissvolle Bekennerbriefe von Zugezogenen aus Karlsruhe zugespielt wurden (ja genau, dem Karlsruhe aus dem verheißungsvollen badischen Land wo Milch, Honig und Arbeitsplätze aus dem Wasserhahn fließen) Nein, da gibt es eine Hand voll tapferer, unerschütterlicher, nimmermüder von tadellosem und tugendhaftem Tatendrang nach der täglichen Suche nach Wahrheit und Abenteuer getriebener... Arbeitsloser, SchülerInnen, StudentInnen und gar, nichts ist uns zu peinlich, Werktätiger und alleinerziehender Mütter, die... diese Stadt lieben und hier leben wollen. * aponauten, absurd-passionate-optimistickosmonauts (sowas wie verrückt leidentschaftlich optimistische weltenstürmer), falls Ihr unbedingt eine Erklärung für den Namen dieser Zeitung braucht. Die beste Einsendung einer anderen Deutung wird mit nem ABO prämiert.... und diese aponauten* wollen hier nicht nur überleben und auch nicht nur teilhaben. Was wir täglich aus dem TV, den Zeitungen, von Politikern und Päpsten vor den Latz geknallt kriegen macht träge und müde. Früher, und früher wurde Fett noch mit o geschrieben, wurde uns erzählt dass eine ausfüllende Arbeit der Sinn des Lebens sei. O.k., Arbeit ist nun leider n Auslaufmodell. Stattdessen gibt es für die Einen Spielhallen, Videotheken und den Suff und für die Anderen Freizeitmodelle von großer Hand geplant und ausgerichtet. Nehmet hin und seid stille und eben doch eine Frage des Geldbeutels. Aber wir können auch anders. Wenn wir den Finger aus dem Arsch gezogen haben und uns die selbigen, wie schon Nathaniel Merryweather auf Loveage zu berichten wusste, jeden Tag ordentlich waschen, dann können wir erhobenen Hauptes aufeinander zugehen und sagen: Lasst uns unser Leben selbst in die Hand nehmen!... und aufeinander zugehen und selber in die Hand nehmen ist genau das was der aponaut vermitteln will. Nach dem selben Konzept wie das Projekt Mustermensch e.v., das sich zur Aufgabe gestellt hat in Duisburg ein neues unabhängiges und alternatives Kulturzentrum aufzubauen, werden wir Forum sein für Menschen die ihre Lethargie beenden und nicht nur konsumieren wollen. Berichte und Artikel aus Kultur, Politik und Sport werden nur zu einem kleinen Teil von uns angeboten. Was den aponauten ausmachen wird, das seid IHR. Auf der Suche nach Leuten die nach dem D.I.Y. Prinzip ( machet dir selbs Anmerkung des Über Setzers) etwas auf die Beine gestellt haben, war es ziemlich aufregend plötzlich zu sehen wie viele versteckte Kreativkleinkraftwerke es in dieser und benachbarten Städten gibt. Diese Gruppen und Einzelkämpfer vorzustellen, Netzwerke zu gründen und durch deren Selbstdarstellung andere Menschen, EUCH zu motivieren, sich zusammen zu schließen und Dinge aus dem Boden zu stampfen die euch Spaß machen und am Herzen liegen, das wird die Hauptaufgabe des aponauten sein. * Dabei habe ich jede Menge kleinerer und mittlerer Betriebe und Läden kennengelernt, deren Betreiber fast alle unser Projekt unterstützen wollen, jedoch oft momentan ihren Werbeetat ausgeschöpft hatten. Die Geschichten, die dazu gehören und ein Spiegel der Situation in dieser Stadt sind, werden noch in den nächsten Ausgaben aufzuarbeiten sein. und herzlichsten Dank an all die Mustermenschen, die mitgeholfen und gespendet haben und ohne die diese erste Ausgabe des aponauten nicht möglich gewesen wäre!!! Wir werden und IHR könnt Serien (die Rubrik 3 freunde) bringen über Konzertgruppen, Fanprojekte, Kleinunternehmer, Literarische Zirkel, Computerinfos, politisch pädagogisch philosophisch psychologisch parasitäre Aktivitäten oder was auch immer euch auf den Nägeln brennt und ihr nicht zu hoffen wagtet dafür eine Öffentlichkeit zu finden. Meine Klinken putzen Radtour* (Anzeigenschnorren zwecks Finanzierung der Zeitung) durch Duisburg hat mir die Stadt in zwei Wochen näher gebracht als in letzten Zwei Jahren. Für die nächsten Ausgaben stehen schon jetzt etliche Gruppen Schlange um sich vorzustellen, zu definieren, zu fragen und zu fordern. Also, schreibt uns, per Post oder e mail, kritisiert uns, spornt uns an, schaltet Anzeigen oder spendet, denn ihr finanziert euch selbst. Arbeitslose, Amtsleiter und Berber; Gruftis, Gothics, Popper, Punx und HipHoper; Emos, Raver und Veganer; Mütter, Väter, Töchter und Söhne dieser Stadt, schaut in diese Zeitung, den aponauten, und benutzt ihn. Viel Spaß bei Ausgabe Nr.1 und hoffentlich noch vielen anderen. wolfgang dybowski / chefredakteur 03

4 mustermensch Do It Yourself Die Soligruppe des Mustermensch e.v. stellt sich vor! Yo! Nachdem glücklicherweise der bürokratische Teil einer Vereinsgründung geklärt war, traf sich anfang diesen Jahres ein nicht gerade kleiner Haufen Unentwegter, um dem bis dahin nur auf dem Papier existierenden Mustermenschen endgültig Leben einzuhauchen. In diesen ersten Treffen ging es hauptsächlich darum zu sehen, was genau die Ziele des Vereins sind, und noch viel dringender wie man den Stein anständig ins Rollen kriegt, um eine gewaltige Lawine zu erzeugen. Um die größtmöglichste Effizienz zu erreichen wurden sehr bald diverse Gruppen gebildet, in denen sich jeder gemäß seiner Neigungen austoben durfte/darf, was bedeutete daß die Finanzgenies und Statistikfreaks sich zur Finanzgruppe zusammenschlossen, die Journalisten und Freunde moderner Kommunikationsmedien unter uns die Pressegruppe aus dem Leben stampften und ein weiterer Teil sich auf die Suche machen wollte/will eine geeignete Immobilie für unser Vorhaben zu finden. Einem großen Teil allerdings waren diese verwaltungstechnischen Aufgabenbereiche ein wenig zu trocken und so wurde die Soligruppe ins Leben gerufen, um durch verschiedene Aktionen den Namen Mustermensch in Duisburg und Umgebung bekannt zu machen und vor allem das nötige Kleingeld heranzuschaffen, welches es zunächst bedarf, um ein solches Projekt auf die noch recht wackeligen Beine zu stellen. Der Aufgabenbereich könnte in diesem Falle grob mit einer Mischung aus Werbeagentur und Inkassobüro umschrieben werden, aber im Gegensatz zu einer Drückerkolonne waren alle freiwillig und mit Feuereifer bei der Sache und die ersten angedachten Aktionen wurden in die Tat umgesetzt. Auftakt war eine Demonstration für ein unabhängiges Kulturzentrum durch die Duisburger Innenstadt mit ca. 250 Teilnehmern und drei Livebands auf dem Dellplatz und vorm Averdunkzentrum, sowie den obligatorischen und meines Erachtens sehr guten Redebeiträgen, die unser Anliegen gut verdeutlichten und auch wider Erwarten gut von der Bevölkerung aufgenommen wurden. Da neben der Öffentlichkeitsarbeit nun mal leider auch das liebe(?) Geld her mußte/muß, blieb für die Soligruppe nicht viel Zeit sich auf den Lorbeeren auszuruhen und flugs wurde das erste Solikonzert mit den Dödelhaien aus Rheinhausen und Supabond aus Düsseldorf im Djäzz durchgezogen, bei dem der komplette Eintritt als Spende dem Verein zu Gute kam. Ebenfalls im Djäzz ging einige Wochen später eine Lesung mit Texten von Eugen Egner inklusive Cellobegleitung über die Bühne und auch die Menschen vom Indymediakino an selbiger Stelle rührten vor ihren Filmen fleißig die Werbetrommel für unsere Sache. Da Mensch allerdings die meiste Kohle damit verdienen kann, wenn die dringendsten, menschlichen Bedürfnisse, sprich Alkohol, angesprochen werden, spezialisierte sich ein Teil der Gruppe auf den Verkauf preis-, aber dennoch hochwertiger Cocktails (u.a. beim Unifest in DU und beim Vollalarmspektakel im Druckluft,OB), womit beim geneigten Konsumenten am nächsten Morgen nicht nur ein leichtes bis mittelschweres Brummen, sondern auch der Name Mustermensch im Kopf verankert gewesen sein dürfte. Ebenfalls ein voller Erfolg war das Solikonzert im AK 47 auf der altehrwürdigen Kiefernstraße in Düsseldorf mit fünf Punkbands aus dem Ruhrgebiet und 04 dirk, der rote Rheinland, und auch wenn bei der Organisation einiges schief ging wurden am Ende alle Probleme gemeistert, wir waren um einige wertvolle Erfahrungen reicher und die über 100 Besucher hoffentlich zufrieden. So weit, so gut, aber um nicht ständig vor den Bekehrten zu predigen heckte die Soligruppe den nächsten Coup aus. Wenn wir schon (oder besser: noch ) kein Haus haben, wo wir uns fernab von kommerziellen Zwängen treffen können um zu Schnacken, Kickern oder Billard zu spielen, dann müssen wir diese Aktivitäten eben in den öffentlichen Raum verlegen und so wurden an einem der wenigen sonnigen Samstage diesen Sommers zwei Kicker-, ein Billard- und ein Infotisch zwischen Amtsgericht und Karstadt aufgebaut, um die Bevölkerung auf unsere Obdachlosigkeit aufmerksam zu machen. Leider wurde das Angebot für Noppes mal die Kugeln über die Tische zu stoßen oder schießen von den Passanten mehr als spärlich angenommen, fast nur die örtliche Berber- und Trinkerszene spielte sich die Finger wund und zeigte sich unserem Anliegen äußerst aufgeschlossen, aber was solls. Ein paar Bürger konnten informiert werden, die erste Flyerausgabe des Aponauten wurde unters Volk verteilt und wir hatten eine Menge Spaß. Diese Sportveranstaltung war zwar bis dahin unsere letzte Veranstaltung, aber ein kleiner Teil trifft sich fast jede Woche um neuen Schabernack auszubrüten, um das Projekt Mustermensch weiter bekannt zu machen und euch das schwerverdiente Geld aus den Rippen zu leiern. Zum Beispiel wird es am in der Barrikade in Moers erneut einen Cocktailstand geben, weitere Solikonzerte sind in Planung und nach anderen Möglichkeiten wird gesucht, die Idee Mustermensch publik zu machen und die Infrastruktur zu bereiten um unsere Wünsche zu erfüllen. Alles in Allem war die Arbeit der Soligruppe trotz mancher Pannen bis jetzt durchaus erfolgreich, aus Fehlern lernen wir gerne und zwangsläufig und wer gute, zündende Ideen hat, ist damit aufgerufen Ruhm und Geld des Mustermenschen zu mehren und sich einfach mal über den Aponauten oder unter zu melden, ihr werdet von uns hören. Ansonsten will ich diese kurze Darstellung der Soligruppe natürlich nicht ohne Danksagung an alle Veranstaltungsorte, wie das AK 47, Djäzz und Druckluft, sowie alle Bands die gespielt haben schließen und darauf hoffen, das es in Duisburg bald wieder ein unabhängiges und unkommerzielles Kulturzentrum gibt und wir vielleicht anderen, ähnlich gelagerten Projekten unter die Arme greifen können, sei es durch Soliveranstaltungen oder unsere Erfahrungen. VIRUS! HERBSTFESTIVAL 2005 soli für mustermensch e.v. (www.mustermensch.org) fr h 6 EUR Konzertgruppe Virus (www.kg-virus.de.vu) präsentiert : Toxoplasma, Bombenalarm, Die Schwarzen Schafe, Funeral March, Supabond

5 Do It Yourself mustermensch Alejnikov-Konzertgruppe nils Ein Konzert machen? Hört sich einfach an. Ist es eigentlich auch, aber eine ganze Menge Energie muss man schon hineinstecken. Wenn man nicht alleine dasteht, sondern das Ganze mit netten Leuten zusammen macht, kann das ganz schön viel Spaß machen! Nachdem die Fabrik im Juni 2003 endgültig zugemacht hatte, besuchte ich mit ein paar Freunden eher spontan ein Plenum des gleichnamigen Vereins. Wir waren ungefähr 150 Jahre jünger als alle anderen Leute dort, obwohl es ein paar Ausnahmen gab, bei denen sich der Altersunterschied nur auf 5 Jahre belief. Wie sollte es nun weitergehen? Langfristig ein neues Haus. Nun erstmal Fabrik im Exil Konzerte. Schnell wurde uns klar das sich hier einige Leute wegen irgendwelcher Dinge aus der Zeit in der alten Fabrik nicht mochten, aber es wurde auch deutlich das einige Leute mit mehr Engagement an die Sache gehen als andere. Nach kurzer Zeit trennte sich die Gruppe. So ganz zufrieden war ich auch nicht gewesen, irgendwie so richtig mitmachen konnten wir auch noch nicht, jedenfalls fühlte ich mich nicht als gleichberechtigter Mitspieler im Team. Deswegen zogen wir 5 Freunde es dann vor, uns mal mit den uns sympathischeren und engagierten Leuten zu treffen. Daraus wurde dann Alejnikov. Motiviert bis in die Fingerspitzen gings dann richtig los: Erstes Konzert mit der neuen Gruppe. Welche Bands? Wann? Wo? Wir hatten aus meiner Sicht einen Alten Hasen dabei (Schöne Grüße nach Flensburg) und andere Leute die schon eine Menge Erfahrung und Kontakte hatten. Erstmal brauchten wir einen Veranstaltungsort. Nach einem Telefonat und der Absprache beim Plenum des AZ Mülheims konnten wir dort am ein Konzert machen! Jawoll, aber achja Bands brauchten wir noch. Nun wurden fleissig s geschrieben und auch mal zum Telefonhörer gegriffen. Wir hatten einen Auftritt anzubieten, einen Prozentsatz vom Eintrittsgeld (der wurde jeweils mit jeder Band vorher ausgehandelt), Übernachtung und Frühstück. Festgage war nicht ohne Moneten, wir wollten ja auch einfach Konzerte machen ohne das was rauskommt an Geld, dafür tolle Musik und gute Laune. Uns meldeten dann ein paar der Kontaktierten Bands Interesse an. Wir entschieden uns dann für zwei Coverbands die relativ gut zusammen passten. Naja nicht die Kracher aber vielleicht kommen ja ein paar Leute. Man muss halt klein anfangen. Übernachten brauchten sie wegen der relativen Nähe ihrer Wohnorte nicht bei uns. Um Getränke brauchten wir uns auch nicht kümmern, die gibts im AZ ja schon. Werbung! Ui fast vergessen, das ist wichtig. Flyer Basteln und Plakate ab zum nächsten Kopierer und überall verteilt wo wir dachten da kommen Leute vorbei die eventuell als Publikum in Frage kommen. Ausserdem noch den Termin an diverse Blätter mailen, die Veranstaltungstermine veröffentlichen. Dafür war es diesmal leider schon zu spät, Redaktionsschluss verpasst. Naja sollte ja nicht so groß werden, aber hoffentlich kommt überhaupt jemand. Am besagten Tag trafen wir uns Nachmittags im AZ auch wenn es erst Abends los gehen sollte. Aufgabenverteilung: Wer macht Theke? Kasse? Wer kümmert sich um die Bands? Wer kocht? Wer baut die Bühne und die Anlage auf? Aufgeräumt und saubergemacht wird später zusammen. Zum Glück waren genug Leute da obwohl einige auch erst später konnten. So hat es dann hingehauen bis Uhr waren wir fertig. Der Kassentisch steht. Ein kurzer Blick nach draussen: Hoffentlich kommen überhaupt Leute? Wie bitte? Da stand aber eine gewaltige Menge Leute draussen und es kamen immer mehr. Damit hatte keiner von uns gerechnet. Tür auf und ab gehts. 2 Mal 8 Euro bitte. Hmm...da, habs sogar passend. Wunderbar. Viel Spaß...Moment! Ihr habt eure Stempel vergessen. Der erste Konzertabend war wirklich klasse. Es war wirklich ein tolles Gefühl gemeinsam etwas geschafft zu haben woran eine Menge Leute Spaß hatten. Natürlich gibts mal mehr mal weniger tolle Sachen zu tun: Auch leere Flaschen, Scherben und sonstiger Müll wollen weggeräumt werden. Die Toiletten brauchen nach solchen Konzerten natürlich auch eine Dusche mit dem Wasserschlauch und der Boden muss auch wie vorher aussehen. Betrunkene Leute zu wecken und sie zum Gehen aufzufordern ist auch nicht gerade die eine schöne Angelegenheit. Aber wenn man die Menschen vor und auf der Bühne wirklich Spaß haben sieht und selber auch daran teilhaben kann, dann ist es das allemal wert. Es folgten viele weitere Konzerte und viele Augenblicke die mir im Gedächtnis bleiben, besonders irgendwie das Frühstück am Morgen danach vorbereiten und dieses zusammen mit den Bands genießen. Es sind noch mehr nette Menschen dazu gekommen, die mit uns zusammen alles angepackt haben. Es war wirklich eine wunderbare Zeit, aber bevor ich hier zu nostalgisch werde: Wir haben uns vor einiger Zeit entschieden Alejnikov erstmal auf Eis zu legen oder aufzulösen, da wir nun erstmal unsere Ganze Energie in den Mustermensch e.v. stecken wollen, damit wir mit vielen Anderen zusammen darauf hinarbeiten, das es hier in Duisburg einen Ort gibt an dem wir unter anderem auch wieder Konzerte machen können. nils 05

6 mustermensch Do It Yourself Konzertrezept So, da wir in letzter Zeit das ein oder andere Konzert gemacht haben, wollten wir hier mal eine kurze Checkliste erstellen, was man alles braucht und beachten sollte. Die Liste ist natürlich nicht vollständig, da man mit jedem Konzert immer mehr dazulernt oder Dinge, die bisher nicht wichtig waren plötzlich beachten muss. Also, als erstes mal zum Ort. Wo soll das Konzert überhaupt stattfinden? Wenn man keinen eigenen Raum zur Verfügung hat, gibt es gerade im Ruhrgebiet und dem Umland jede Menge kleiner Läden / AZs, wo man auch als Außenstehender Konzerte veranstalten kann. Sollte man die gewählte Location nicht richtig kennen, am Besten im Vorfeld mal ein Konzert in dem Laden besuchen. Wenn in dem gewählten Ort für gewöhnlich keine Konzerte stattfinden, sollte unbedingt vorher klären, ob Bühne (falls nötig) machbar ist, ob es WCs, Backstage, gibt. Soll/Will man Eintritt verlangen, sollte das Gelände/der Raum nur einen gut überschaubaren Eingang haben. Für Konzerte komplett im Freien empfehlen sich (Planen) - LKWs, Anhänger oder einfach `nen großer Platz. Hier sollte auch die Umgebung / Nachbarschaft miteinbezogen werden. Gibt es hier schnell Ärger wegen Lärm? Muss / soll die Veranstaltung beim Ordnungsamt angemeldet werden? Ist die Location gut erreichbar und hat nachts gute Anschlüsse an Bahnhöfe? Bands toxo Wenn die Location klar ist, müssen natürlich auch Bands an Land gezogen werden. Das hängt natürlich von dem geplanten Konzert ab. Bei der Bandauswahl sollte man drauf achten, dass, wenn die Bands Spritkohle bekommen, nicht ausschließlich Bands von weither angefragt werden. Die Bands sollten natürlich zusammenpassen, eine fickensaufenoi Band wird sich kaum mit einer Anarchocrustband und einer Gangsta -HipHopcombo verstehen. Auch das (Ziel-)Publikum würde sich bei so einer Konstellation eher die Schnauze einschlagen als ein Konzert abfeiern. Und: Zu welchen Konditionen spielen die Bands? Gibt es (Fest-)Gage? Spritgeld? Prozente vom Eintritt? Gibt es ein Motto oder Solizweck, mit dem die Bands sich identifizieren können? Bandequipment + Unterbringung Steht das Lineup, sollte mit den Bands folgendes abgesprochen werden bzw. die Bands gebeten werden, es untereinander abzusprechen: Wenn kein Bühnenequipment vom Veranstalter gestellt wird: Was wird benötigt an Verstärkern / Boxen und Topteilen? Und wer bringt was mit? Es ist quatsch 5 Gitarren- aber keinen Bassverstärker zu haben. Können die Geräte mitbenutzt werden oder spielt jeder über eigenen Kram? Welche Instrumente und wieviele von jeder Sorte benutzen die einzelnen Bands eigentlich? Wer stellt das Schlagzeug? Die Weichteile für`s Schlagzeug, wie Sticks + Becken + Fußmaschine bringt jede Band in der Regel selbst mit. Welche Instrumente / Geräte / Videoanlagen werden noch benötigt? Außerdem: Welche Bands brauchen Pennplätze? Wird evt. ein (nüchterner) Fahrer gebraucht mit entsprechendem Auto? Falls es Bandessen gibt: Gibt es Veganer / Vegetarier? Haben Bandmitglieder Allergien? Gibt es StraigthEdger bzw. Alkoholiker, die kein Alk im Essen haben wollen? Ach ja, Im Normalfall ist es angebracht, den Bands 1,2 Kästen Bier + Wasser hinzustellen. Auch hier wieder auf SxE-er / trockene Trinker achten. Jetzt geht s wohl langsam an die Flyer. Ich setz mal voraus, dass der gewählte Zeitpunkt mit der Location / Bands und Helfern abgesprochen wird. Aber trotzdem sollte man sich mal die einschlägigen Konzertterminkalender im Netz oder Szenemagazinen ansehen, ob es vielleicht (Neben-/Gegen-)Veranstaltungen gibt, die sich dann gegenseitig Publikum ziehen. Im Notfall lieber um ein / zwei Wochen verschieben, bevor man den Laden nachher mit nur 10 zahlenden Kunden füllt bei einer Veranstaltung, die ca. 150 ziehen könnte. Auf dem Flyer gehören neben Termin; Location, Veranstalter und Anfangszeit, Bandnamen bzw. Veranstaltungsname auch Eintritt und eine Kontaktadresse (min. eine URL, am Besten komplette Anschrift + Wegbeschreibung). Fyler sollten erfahrungsgemäß MINDESTENS 2 Wochen vor der Veranstaltung rausgehen, am besten so 4 oder 6 Wochen. An jede/s Zeitung /Magazin / Fanzine schicken, im Netz rummailen (kurzfristig), auf Konzerten auslegen, Kumpels von weiter weg dicke Packen mitgeben, Telefon usw. usw. Für das Konzert selbst: Hat man genügend Helfer? Es müssen evt. (am besten 2) Leute Kasse machen. Dabei sollten alle sich im Klaren darüber sein, das evt. Leute rausgeschmissen werden müssen oder von vorneherein der Eintritt verwehrt wird. Türsteherfunktion. Gibt es Thekenpersonal? Oder muss das selbst gemacht werden? Gibt es jemanden, der kocht? Wenn ja, gibt es eine Küche? Was darf darin gekocht werden? Bleiben die Bands über Nacht, gibt es jemanden als Ansprechpartner? Wer mischt ab? Wer kennt sich mit der Bühnentechnik aus? Braucht man Lichteffekte oder sowas? Die Bands sollten eine Kontakttelefonnummer haben, falls sie auf dem Weg liegen bleiben, sich verspäten oder verfahren. Das Konzert an sich: Gibt es eine Gesangsanlage? D.h. können irgendwo (Mischpult + Endstufe) Mikrofone und andere Instrumente angeschlossen, abgemischt und verstärkt wiedergegeben werden? Sind die Boxen der Gesangsanlage für die Location geeignet oder zu leise? Evt. muss eine Gesangsanlage angemietet werden. Welche Instrumente müssen per Mikro abgenommen werden? Welche Teile des Schlagzeugs? Wieviele Personen singen? Gibt es genügend Mikros + Mikroständer und Mischpultkanäle? Werden spezielle Mikros für irgendwas gebraucht? Gibt es genügend viele und genügendlange Mikrofonkabel? Und welche Anschlüsse haben die Kabel / Geräteeingänge? Klinke? XLR? Zur Not müssen Adapter oder andere Kabel besorgt werden. Achja: Es sollten genügend Steckdosen vorhanden sein, d.h. Mehrfachsteckdosen sollten ausreichend vorhanden sein, die NICHT alle aus einer Steckdose gespeist werden. Kommt eine Band aus dem Ausland, müssen evt. Stromadapter/umwandler besorgt werden. Konzerte draussen : Soll das Konzert draussen oder in einer alten Lagerhalle o.ä. stattfinden, sollte geklärt werden, ob überhaupt ein Stromanschluss vorhanden ist. 06

7 portrait: ernährung duisburg Wenn Stromgeneratoren benutzt werden, sollte genügend Sprit vorhanden sein und es sollte darauf geachtet werden, dass die Dinger nicht die Band übertönen. Spielen die Bands unter freien Himmel, sollten Band und Geräte vor der Witterung geschützt werden. Ein Planenwagen ist super, Pavillons auch, ist sowas nicht vorhanden, kann mit Hilfe von billigen Baulatten und Abdeckplane aus dem Baumarkt improvisiert werden. Dazu am besten Paketschnur zum Spannen verwenden. Wenn es regnet: Drauf achten, das Planen nicht vollregnen und reißen / überschwappen. Was man generell IMMER brauchen kann: Klebeband in rauhen Mengen!! Dicke Filzmarker, Edding, nen Schreibblock für Hinweisschilder, Preisschilder, Playlisten usw.. Ausserdem sollte eine kleine Werkzeugsammlung griffbereit sein, in der Kombizange, diverse Schraubendreher (kreuz/schlitz), am Besten ein kleiner Akkubohrer, Schraubenschlüssel (o. Knochen), Teppichmesser usw. usw. zu finden ist. Ausserdem sollten für die Spielpausen CDs oder Tapes vorhanden sein, die auch zu der Veranstaltung passen, Trashmetal kommt auf `nem Hiphopkonzert nicht so doll an. Das wird hier nicht alles sein, auf das geachtet werden sollte und wir werden wohl auch in Zukunft immer wieder auf die Schnauze fallen, aber egal, lasst euch nicht abschrecken, soviel Stress und Arbeit es auch in manchen Momenten geben kann: Ein Konzert zu organisieren macht in erster Linie einen Haufen Spass!! Demonstrativ genießen oder einfach lecker frühstücken? Aktion gegen Gen-Food sarah Sonntag, der 11. September Waschküchenwetter in Duisburg, tief hängen die Wolken, ein leichter kaum bemerkbarer Nieselregen benetzt die verschlafene Stadt sowie die wenigen Frühaufsteher an diesem Morgen. Kalt ist es nicht und ich genieße die Ruhe um halb zehn Uhr morgens als ich mit dem Fahrrad Richtung Skulpturenwiese am Bertasee aufbreche. Eine Rundmail machte mich auf eine Aktion aufmerksam, die bundesweit Zeichen setzen will: Tafeln Für Bio, gegen Genfood heißt die Kampagne, die vom Bund der ökologischen Lebensmittelwirtschaft (BÖWL) organisiert wird. Gedacht ist ein Frühstück im Freien. An gedeckten Tafeln sollen Interessierte als auch PassantInnen zum Verweilen eingeladen werden. Mit allerlei Frühstücks-Utensilien aus Bio-Hand will man auf die leckere Vielfalt als auch auf die Schwierigkeit aufmerksam machen, dass die Zukunft dieser Produktpalette und freie Lebensmittelwahl nicht mehr gewährleistet sein wird, sollten sich gentechnisch veränderte Pflanzen immer mehr durchsetzen - sei es beim Hersteller wie auch in der Natur durch entsprechende Fortpflanzung. Die Aktion des BÖWL setzt auf freiwillige KoordinatorInnen im Bundesgebiet, die die Organisation vor Ort übernehmen sollen. In Duisburg entscheidet sich Doris Wylezol spontan eine Frühstückstafel zu organisieren. Der Besitzerin eines Reformhauses in Wanheimerort bleibt genau eine Woche, um zwischen Tagesgeschäft und Alltagsverpflichtungen Entsprechendes auf die Beine zu stellen: Eine Platzerlaubnis beim Ordnungsamt muss genehmigt und Infomaterial geordert werden, der Großhändler wird zum Sponsoring gebeten und Kunden müssen informiert werden. Doris Wylezol betont, dass ihre Bemühungen ganz uneigennützlich sind und dass es ihr darum geht Zeichen gegen genmanipulierte Lebensmittel zu setzen. Sie selbst bietet in ihrem Reformhaus Bioprodukte und Biolebensmittel an. Ich erreiche den Bertasee, von weitem sehe ich eine kleine Runde an einer Tafel sitzen auf der sich ein roter Blumenstrauß dekorativ vom morgendlichen Grau abhebt. Als ich am Tisch ankomme, an dem schon drei Frauen und der Kollege Jens vom Verein Mustermensch e.v. sitzen, werde ich sehr herzlich eingeladen doch Platz zu nehmen und mitzufrühstücken. Verschiedene Leckereien vom Brotaufstrich, selbst gekochter Marmelade über Joghurt, Tee, Kaffee hin zum selbstgebackenen Brot und Kuchen (von Besuchern mitgebracht) laden zum Zugreifen ein. Es wird eine breite Auswahl serviert und kostenlos angeboten. Eine Woche Vorlaufzeit ist recht knapp, um eine breite Öffentlichkeit zu mobilisieren, so hofft Doris Wylezol, dass die örtliche Presse, die sie informierte, nicht nur den Termin ankündigen sondern auch über die Aktion zu einem wichtigen Thema berichten wird. Zur Zeit werden weltweit Soja, Mais und Baumwolle in gentechnisch veränderter Form angebaut. In Deutschland sind es bisher nur Mais, auf einigen Versuchsflächen auch Zuckerrüben. Insgesamt nehmen die Anbauflächen hier einen Rahmen von 0,1 Millionen Hektar ein, eine geringe Fläche im Vergleich zu den USA, die eine Fläche von bis zu 35,7 Millionen Hektar mit genverändertem Saatgut bewirtschaften das entspricht der Gesamtfläche Deutschlands. Das Thema Gentechnik wird zwar, wie es auch einige PassantInnen bestätigen, generell wahr genommen, aber letztlich überwiegt doch Spekulation, Unwissenheit und vor allen Dingen ein Gefühl der Ohnmacht was Entscheidungen und Abstimmungen angeht. Befürworter betonen die Chance zur Lösung des globalen Ernährungsproblems mit Hilfe des gentechnisch veränderten Saatguts, so können Erträge gesteigert und Pflanzen gegen Schädlinge immunisiert werden. Gegner dieser Technologie hingegen verweisen auf die Risiken und auf nicht absehbare Folgen. Auch plumpe Geschäftspraktiken einiger Konzerne und Hersteller von genverändertem Saatgut tragen nicht dazu bei, Gen-Technik im guten Licht erscheinen zu lassen. Zum Beispiel hat der US- Konzern Monsanto auf jede einzelne Pflanze, die aus dem genmanipuliertem Saatgut der Firma wächst, das Patentrecht, auch wenn sich die Pflanze durch Pollenflug auf gentechnikfreiem Gelände ansiedelt. Wird dies entdeckt muss der Farmer eine entsprechende Summe zahlen, auch wenn er der eigentlich Geschädigte ist, ist seine Ernte doch jetzt verunreinigt (dies betrifft Nordamerika als auch Japan). Nach Meinung und Empfindung der Duisburger, die beim Frühstück verweilen, gibt es bisher nur schwammige, keine konkreten Aussagen darüber, wie in Zukunft mit gentechnisch veränderten Organismen umgegangen werden soll. Gerade neulich zu Wahlkampfzeiten wird Genfood als ein Nebenthema von der Parteienpolitik verstanden. Bisher regelt das deutsche Gen-Technik- Gesetz Bereiche wie Haftung und Anbau relativ streng zu Gunsten der Verbraucher. Doch mit einem Regierungswechsel und nach Vorstellung der CDU und der FDP wird das Gen-Technik-Gesetz in neue Rahmen gefasst werden, so dass unter anderem auch dann der Anbau von Gen-Nahrungsmitteln erlaubt ist, wenn nicht gewährleistet werden kann, dass die angrenzende, genfreie, Landwirtschaft wirkungsvoll geschützt wird; auch brauchen Anbauflächen nicht mehr registriert werden. Hält man sich jedoch vor Augen welche Auswirkungen Genmanipulationen auf Ökosysteme hat und haben kann (siehe Kasten Gründe gegen Genfood ), kann getrost von einer zukünftigen Katastrophe gesprochen werden. Auf Unmut stößt auch die Tatsache, von den Frühstücksgästen bestätigt, dass eine Art von Selbstbestimmung bezüglich der Nahrungsmittelwahl hinfällig wird, da eine Garantie auf ausschließliche Bioware bei vermehrtem Anbau von genveränderten Saatgut, nicht mehr garantiert werden kann. Schulterzucken ist eine erste Reaktion auf die Frage wie man als Verbraucher reagieren kann. Es folgt aber die Feststellung, dass man eben auch als Konsument die Macht hat mit dem eigenen Kaufverhalten die Produktpalette, den Anbau und die Wirtschaftsweise mit zu beeinflussen. Und eben das sollte die bundesweite Aktion Tafeln: für Bio gegen Gentechnik bewirken. 07

8 duisburg portrait: ernährung Im Folgenden habe ich zwei Personen einige Fragen zum Thema gestellt. Als erstes beantwortete mir Jens Meyer, Mitglied des Vereins Mustermensch e.v., wie es als Verbraucher privat möglich ist seine Ernährungsgewohnheiten auf bio umzustellen und wie sich diese private Praxis in das nahe Lebensumfeld integrieren lassen könnte: Ein Anliegen deinerseits ist, innerhalb des Vereins Mustermensch e.v. bzw. im zukünftigen Kulturhaus Alternativen zum konventionellen Lebensmitteleinkauf zu organisieren. Wie hast du es privat geregelt? Jens: Privat habe ich meinen Lebensmittelkonsum auf Bioprodukte umgestellt, d.h. mein Einkaufsverhalten komplett auf diesen Anspruch umgestellt. Das schwierigste daran war, das in den Lebensalltag zu integrieren: Welche Geschäfte bieten Bioprodukte an? Wie und wo kaufst du ein, wie kommst du mit einer sehr lückenhaften Infrastruktur (was Bio-Produkte betrifft) zurecht? Jens: Fehlt ein notwendiges Nahrungsmittel, bekomme ich es nur in diesen Läden, die aber nicht unbedingt kurzfristig erreichbar sind, also bin ich in diesen Fällen gezwungen, ein nicht ökologisch produziertes Produkt um die Ecke zu holen, was kontraproduktiv ist, da es die Massenproduktion unterstützt. Das muss verhindert werden, um durch mein persönliches Einkaufsverhalten die Verbreitung von Bioprodukten zu unterstützen und diesen einen größeren Marktanteil zu verschaffen, damit diese preiswerter angeboten werden können. Das ist das zweite Problem: Ich gebe mehr als doppelt so viel Geld für Nahrungsmittel und umweltfreundliche Verbrauchsgüter aus. Das Preis- Leistungsverhältnis stimmt: Bioprodukte sind gehaltvoller, schmecken besser, Mahlzeit!? Bewegungen (die auf keine breite Unterstützung treffen) alles bürgerliches Wohlstandsverhalten, von dem ich mich ebenfalls nicht freisprechen kann, allein wenn ich daran denke, dass ich manchmal total kaputt nach Hause komme und keine Lust mehr zum Kochen habe und den Pizza-Bringservice anrufe. Trotz dieser Unkenrufe zeigen Studien, dass die Menschen hier in Deutschland sensibilisiert sind für ganzheitliche Ansichten, sich für ökologisch produzierte Lebensmittel und eine gesündere Lebensweise interessieren; ebenso sind die Möglichkeiten sehr begrenzt, es auch zu leben. Wer kann sich denn schon durch den Informationswust und den Etikettenschwindel durchkämpfen? Hier wünscht sich der Bürger wenige klare Symbole (verlässliche Bio- Qualitätssiegel), die auf den Produkten auf einen Blick zu erkennen sind und die Auswahl leistbar machen. Ebenso müssen die Produkte am besten in einem Laden erhältlich sein, wie der Boom von großen Einkaufscentern zeigt. Andersherum sind gerade diese unpersönlichen Riesenläden ein eigener Stress- und Unzufriedenheitsfaktor, einerseits durch das Gedrängel und Warten im Massenandrang, andererseits durch unzureichende Beratung und aggressive Verkaufsstrategien, durch die man selten das benötigte Produkt erhält. Gerade bei älteren Menschen ist der Wunsch nach Tante-Emma-Läden zu erkennen, in denen sogar lieber ein bisschen mehr bezahlt wird, wenn man mit seinen speziellen Bedürfnissen persönlich geachtet wird. Welche Ideen schweben dir vor? Jens: Ich hatte bei diversen Mustermensch-Treffen den Gedanken Support your lokal act geäußert, in Form von Kooperationen mit kleinen und mittelständischen Betrieben aus der Umgebung, die den oben genannten Ansprüchen genügen bzw. diese über den eigenen Betrieb hinausgehend unterstützen (möchten). Momentan sammle ich Informationen für den Aufbau einer Einkaufsgemeinschaft, die in diesem Rahmen auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen zugeschnitten ist. Ebenso sind da Volxküchen, Tauschringe sowie Wohn- und Werkstatt-Projekte ins Auge zu fassen. Wie könnte das organisiert werden? Jens: Der Einkauf könnte in einer Einkaufsgemeinschaft zentral organisiert werden. Den Menschen könnte eine verlässliche Qualität garantiert werden, die Preise wären durch Mengenrabatte nahe dem Einkaufspreis. An den einzelnen Wohnorten müssten Lager- und Verkaufs-/Ausgabeorte aufgebaut werden, die vielleicht in Kombination mit den oben genannten Volxküchen, Tauschringen sowie Wohn- und Werkstatt-Projekten möglich sind, was die Fixkosten für die notwendige Infrastruktur, Einrichtung und praktische Umsetzung reduzieren würde. Welche Voraussetzungen sind wichtig? Jens: Die Bereitschaft, einen privaten Bereich öffentlich zu machen: die persönlichen Interessen und Bedürfnisse (Vorlieben, Laster) sich selber einzugestehen, vorauszuplanen und den daraus resultierenden Bedarf rechtzeitig öffentlich anzugeben, damit die Organisation bedarfsgerecht umgesetzt werden kann. Die aktive Unterstützung in Form von Mitarbeit, Geld-/Sachspenden, Räumlichkeiten. Werbung für die (eigene) Sache bei privaten und persönlichen Kontakten. Benötigt werden Experten für Ökologie, Umwelt, Spedition, Lagerhaltung, Hygiene, Vertrieb, Handelsrecht, Buchhaltung etc. sind während der Herstellung nicht aktiv durch Pestizide und Chemie verseucht worden, sie schädigen meinen Körper also im geringstmöglichen Maße. Das ist es mir wert. Ich habe am Anfang gewisse (sehr teure) Produkte nicht gekauft; mittlerweile hat sich die Toleranz gegenüber höheren Preisen bei meinem Einkaufsverhalten ebenso schleichend erhöht, wie auch schon nach der Euro- Umstellung. In den entsprechenden Läden ist es zu beobachten, dass selten ein Kunde anzutreffen ist, der ebenso die gesamte Palette des täglichen Bedarfs mit Bioprodukten abdeckt; die einen kaufen dies, die anderen das und fahren für den Rest ins Einkaufszentrum. Für die einen ist es hipp, sich gezielt mit Bioprodukten zu schmücken und sich einen alternativen, aufgeklärten Anstrich zu geben, die anderen können es sich schlichtweg nicht leisten bzw. haben zwar das Bewusstsein, aber nicht die Priorität auf ihre eigene Gesundheit und Lebensqualität gesetzt. Das sieht man ja bei allen Aktionen und politischen In welcher Form sollen die Lebensmittel zur Verfügung stehen (als Gemüsetasche ) oder Verwendung finden (als Volks Küche, Kochkurse, Lebensmittelkunde)? Jens: Die Lebensmittel sollten in bedarfsgerechten Portionen möglichst ohne Verpackung erhältlich sein. Sie sollten in allen Lebensbereichen Verwendung finden, in denen sie gebraucht werden, vor allem im Privatleben zu mehr Lebensqualität führen. Ich habe mich mit jemanden unterhalten, der meinte, dass eine (von mir angedachte) Anbindung von Volxküche/Lebensmittelläden an Wohnprojekte/-gemeinschaften eine starke Belastung für die Privatsphäre sein kann: Tägliche Volxküche, Öffnungszeiten der Ausgabe, wenn diese von solchen Projekten bewältigt werden. Dort, wo Gleichgesinnte zusammenwohnen, gibt es das alles schon im privaten Rahmen: man trifft sich zum gemeinsamen Kochen, lädt andere zum Essen ein, kocht mehr/kauft mehr ein als man selber braucht und stellt es anderen zur 08

9 portrait: ernährung duisburg Verfügung... Allerdings sporadisch und nicht verlässlich. Da sind auf jeden Fall noch Ideen gefragt. Warum sind diese Alternativen wichtig, warum passen sie zu Mustermensch e.v. bzw. zum MM - Konzept? Jens: Das muss jeder selbst wissen, was einem wichtig ist. Ich werde keinem vorschreiben, dass er sich gesund ernähren soll. Ich spiele auch weiter Fußball, obwohl ich mich ständig verletze. Mir ist es wichtig, mich gesund zu ernähren und meine Lebenswelt so zu erhalten, dass ich darin ohne Schaden zu nehmen leben kann, zudem Stress und Unzufriedenheit beim Einkauf abzubauen und Geld zu sparen. verhalten, wenn sie auf eine nicht genmanipulierte Pflanze treffen. Wird es eine Vermischung geben? Wenn ja, wie kann man das im Vorfeld verhindern? Auf der Homepage von Transgen werden unter der Rubrik Pflanzen z.b. für Weizen aufgezeigt, was man sich von der Gentechnik verspricht und wie weit der Anbau fortgeschritten ist: KEIN ANBAU (Vermarktungsversuche aufgegeben)! Wie ist die Stimmung bei den LandwirtInnen vor Ort? Christiane: Gentechnik ist zwar ein Thema, aber bestimmt den Alltag nicht, dafür ist es alles noch zu vage und unsicher. Es erscheinen immer mal wieder Artikel in Fachzeitschriften, aber das war es auch schon. Ich denke, dass die Forschungseinrichtungen sich damit mehr beschäftigen. Weitere Fragen stellte ich der Agrar-Ingenieurin Christiane Tatge, um einen allgemeinen Überblick zu erhalten, inwiefern ansässige LandwirtInnen entschlossen sind mit genmanipuliertem Saatgut zu wirtschaften: Kannst du vielleicht eine kleine Selbsteinschätzung geben, inwiefern gerade bei hiesigen Landwirten die Bereitschaft da ist genmanipuliertes Saatgut zu verwenden? Inwiefern werden dabei die Verbraucherreaktionen eingeschätzt bzw. berücksichtigt? Christiane: Im Moment wird ein sehr geringer Teil genmanipuliertes Saatgut verwendet. Soweit ich weiß, braucht man dazu eine Art Sondergenehmigung, bzw. es muss gemeldet werden, wo und wie viel Fläche mit Gen-Saatgut bestellt wird. Die Bereitschaft ist bei einem sehr kleinen Prozentsatz der Landwirte da, weil auf der Abnehmerseite keine Nachfrage danach ist. Vorteil für die Landwirte wäre z.b. Pilzresistenzen oder andere Eigenschaften, die die Pflanzen gesünder wachsen lassen - neben anderen Dingen. Ich kenne einen Futtermittelerzeuger in Baden-Württemberg, der strikt gegen genmanipuliertes Getreide oder Mais ist. Der nimmt seinen Lieferanten (Landwirten) nur unverändertes Getreide/ Mais ab. Da hat der Landwirt keine Chance etwas anderes loszuwerden. Der Futtermittelerzeuger sagt, dass die Endverbraucher gegen den Gen-Trend sind und dass Soja oder andere Importe aus den USA regelrecht boykottiert werden, außerdem war er auch Zulieferer von z.b. Nestlé und die sind eben im Interesse des Verbrauchers gegen Gen-Getreide. Welche Lobby, welcher Markt ist zur Zeit (noch) größer: bio oder konventionell ohne genmanipuliertem Saatgut oder konventionell mit genmanipuliertem Saatgut? Christiane: Der Biomarkt ist immer noch ein Nischenmarkt. Die von Frau Künast geforderten 20% Bio- Erzeugung werden bis 2010 nicht erreicht werden. Im Moment gibt es knapp 4% Betriebe, die nach der EU-Ökorichtlinie oder in Verbänden wie Bioland organisiert sind. Das Gros der Landwirte produziert konventionell. Wobei das eigentlich der falsche Ausdruck ist. Heute spricht man von Integriertem Anbau. Während man früher Pflanzenschutzbehandlungen vorbeugend eingesetzt hat, setzt man heute auf sog. Schadschwellenerkennung. D.h., wenn ein Landwirt einen Krankheitsbefall feststellt, dann wird behandelt, aber eben erst, nachdem eine gewisse Schadschwelle (z.b. 20% der Blätter sind in einem gewissen Wachstumsstadium befallen) erreicht wurde. Auch beim Dünger wird mittlerweile - unter anderem von der Düngeverordnung vorgeschrieben - nach dem Entzug und dem Bedarf gedüngt. D.h. es wird mit einer Ertragserwartung gerechnet, davon der Entzug der Vorfrucht abgezogen und die Differenz wird gedüngt - in mehreren Teilgaben. Landwirtschaft ist mittlerweile ein Zuschussgeschäft geworden, so dass selbst Landwirte, die sich vielleicht nicht so sehr um die Umwelt kümmern, es sich nicht leisten können einfach Pflanzenschutzbehandlungen durchzuführen, ohne einen finanziellen Nutzen davon zu haben. D.h. es wird auf jeden Fall geguckt, ob die Behandlung notwendig ist oder nicht. Denn wenn sie nicht notwendig ist, bleibt am Ende mehr Gewinn übrig. Also ist konventionell mit genmanipuliertem ein noch geringerer Markt als Bio. Zumindest was die Produzenten in Deutschland betrifft. Ganze 0,3 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird mit Gen-Saatgut bestellt. Ich weiß eigentlich auch nur von Mais oder Zuckerrüben und vielleicht Raps, die genmanipuliert angebaut werden. Wie siehst du den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen, überwiegen deiner Meinung nach eher die Chancen (welche?) oder die Risiken (welche?)? Christiane: Ich bin kein Pflanzenbauer. Und wie es immer so ist, gibt es Chancen und Risiken beim Anbau. Es ist halt noch nicht geklärt, wie sich die Pollen Gründe gegen Genfood: Die genauen Wirkungsmechanismen sind unklar. Unerwartetes, Unkalkulierbares taucht immer wieder auf, Schäden an der Umwelt, z.b. Rückgang der Artenvielfalt. Langfristige Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind noch nicht erforscht. Antibiotika-Resistenz von der Pflanze zur Bakterie ist möglich. Sind genmanipulierte Organismen erstmal da, lassen sie sich nie wieder rückgängig machen oder einfangen. Freie Nahrungsmittelwahl ist hinüber, denn auch bei kontrolliert biologischem Anbau können entsprechende Pollen die Saat verunreinigen. Bio-Lebensmittel werden die erlaubten Verunreinigungen mehr und mehr überschreiten und nicht mehr als Bio eingestuft werden können, auf lange Sicht wird es kein Bio mehr geben können. Bisherige Kennzeichnungsregelungen weisen immer noch Lücken auf, gilt nicht für Fleisch, Milch, Käse, Eier, denn Produkte von Tieren, die mit genmanipulierten Pflanzen gefüttert werden, müssen nicht gekennzeichnet werden; gilt auch für Enzyme, Aromen, die mit veränderten Mikroorganismen hergestellt werden. Die erhofften Vorteile in der Landwirtschaft konnten nicht belegt werden, im Gegenteil: Es mehren sich Berichte über geringere Erträge und empfindlichere Pflanzen. Links zum Thema: Gentechnologie. Alles unter Kontrolle? 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10 duisburg 3 freunde Syndikat = Mafia, Camorra, Sex n Crime? Was ist Anarchosyndikalismus? Keine Panik! Syndikat kommt aus dem Französischen und bedeutet eigentlich nichts weiter als Gewerkschaft. Warum wir uns dann nicht einfach Gewerkschaft nennen? Nun, weil wir eine Gewerkschaft im ursprünglichen Sinne sind: Eine kämpferische, soziale Selbstorganisation, frei von Hierarchien und satten Funktionären. Ánarchos kommt aus dem Griechischen und bedeutet führerlos, herrschaftsfrei. Daher sind wir an der Basis in lokalen Orts- und Branchengruppen organisiert, die ihre Angelegenheiten und Arbeitsschwerpunkte in nahezu völliger Autonomie regeln. Hier in Duisburg gibt es eine Vereinigung aller Berufe (VAB) und ein Bildungssyndikat (BSY) im Aufbau. Bundesweit kämpfen wir als FAU (Freie ArbeiterInnen Union) für die Verbesserung der derzeitigen Arbeitsund Lebensbedingungen, bleiben dabei jedoch nicht stehen. Unser Ziel ist die herrschaftslose Gesellschaft in der jeder frei von zwang nach seinen Bedürfnissen leben kann. Und gerade in einer Zeit, in der die Welt immer enger zusammen rückt, der Kapitalismus sich über Staatsgrenzen und Kontinente hinweg organisiert, kann unser Kampf nicht isoliert in einem Land geführt werden. Wir müssen uns weltweit solidarisieren, den Kampf globalisieren. Daher haben wir uns der Internationalen ArbeiterInnen Assoziation (IAA) angeschlossen. Wer sich uns in diesem Kampf anschließen möchte, ist herzlich willkommen. Aufgrund der Erkenntnis, dass die soziale Befreiung in erster Linie eine Kulturfrage ist, unterstützen wir das Projekt Mustermensch e.v. nach Kräften und werden in den nächsten Ausgaben des aponauten mit einer syndikalistischen Seite präsent sein. Dort werden wir z.b. über die soziale (Schief-)Lage in Duisburg und in aller Welt berichten. Außerdem wird es Selbsthilfetipps in Bezug auf Behörden, Chefs, Bücher und Kochtöpfe geben. Zahlen Bitte?! Geld: 75 % der Empfänger von Arbeitlosenhilfe erhalten nach Hartz 4 weniger oder gar kein Geld mehr. Das sind 1,5 Millionen Menschen. Bildung: In der BRD werden 4,3% vom BIP für öffentliche Bildung ausgegeben, das ist Europaweit einer der niedrigsten Werte. (Quelle: Bundestagsdrucksache 15/1279) Kontakt Freie ArbeiterInnen Union Duisburg Querstr Duisburg Öffentliches Treffen: Jeden ersten Donnerstag im Monat um Uhr in der Kneipe DJÄZZ Börsenstr.11 (Innenstadt Stadtbücherei um die Ecke) Eat the Rich Rezept: Oder wie wir auch mit wenig Geld gut essen können. Heute: Patatas Exotic Zutaten : Kartoffeln,Zwiebeln, Apfel, Bananen, Salz Pfeffer und Curry Zuerst bereitet ihr alle Zutaten vor. D.h. ihr Schält die Kartoffeln, Zwiebeln und Bananen, Danach kocht ihr zuerst die Kartoffeln mit ein bisschen Salz und fügt später die Zwiebeln, Äpfel und Curry hinzu. Zuletzt kommen die Bananen Achtung: Das soll ein Eintopf und keine Pampe werden, also mit ausprobieren das richtige Timing selber Organisieren Es Lebe die Schwarz-Rote Gourmetfraktion ABOnaut: das aponauten abo gilt für zwölf Monate und muss dann bei Bedarf erneuert werden. Kosten: 36 Euro inkl. Porto. Bestellung per oder Post an die nebenstehende Adesse senden. Nach Vorauszahlung des Betrages auf das angegebene Konto erfolgt die Lieferung in der ersten Woche eines Monats. Nur für Abonenten: ab nächsten Monat gibt es T-Shirts, Buttons und Aufkleber zu günstigen Preisen! 12 Ausgaben des aponauten im Jahr für 36 postadresse: w.dybowski sternbuschweg duisburg ABO ist aus Orginisationsgründen vorläufig noch nicht möglich!!! wir basteln dran mustermensch.org Bankverbindung/ Spendenkonto: Mustermensch e.v./aponaut Commerzbank Duisburg Konto: BLZ:

11 3 freunde duisburg Arbeitskreis (AK) Studiengebühren Im Mai diesen Jahres haben ca. zwanzig StudentInnen den Arbeitskreis Studiengebühren-Duisburg gegründet um Aktionen gegen die Einführung von allgemeinen Studiengebühren in NRW zu planen und durchzuführen. Seither haben wir zahlreiche Maßnahmen (Angefangen von Info-Ständen zur Aufklärung der Studierenden über Kreative Spaziergänge bis hin zur Kurzbesetzung der CDU und FDP-Zentralen in Duisburg) iniziert. Da das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil vom festgestellt hat, dass der Bund nicht das Recht hat, den Ländern die Einführung von Studiengebühren ab dem ersten Semester zu untersagen, ist es am Land NRW diese einzufordern. Das Land jedoch scheint kein Interesse daran zu haben einen riesigen Verwaltungsapparat aufzubauen und potentielle Wähler zu vergraulen und so verwundert es nicht, dass der erschienene Koalitionsentwurf zwischen CDU/FDP das Recht auf Erhebung von Studiengebühren an die jeweiligen Universitäten weitergab, d.h. diese können Studiengebühren bis zu 500 Euro erheben oder auch nicht. Da sich das Rektorat der Universität Duisburg-Essen bis heute nicht eindeutig gegen die Erhebung von Studiengebühren an unserer Hochschule ausgesprochen hat, sah sich der AK Studiengebühren genötigt ein Zeichen zu setzen und die Verwaltung für fünf Tage zu besetzen und zu schließen. Allgemeine Studiengebühren ab dem ersten Semester sind unsozial und fördern die Selektion von StudentInnen, da sich längst nicht alle Studierwilligen ein Studium leisten können oder wollen. Wir wehren uns dagegen, dass StudentInnen nur noch als KundInnen in einer ökonomischen Hochschullandschaft gesehen werden, da Hochschulen immer noch Platz für kritische Reflexionen und eigene Meinungsbildung lassen müssen. Wir kaufen nicht, was uns gehört! Wehrt Euch gegen Studiengebühren! Der AK-Studiengebühren/Duisburg trifft sich immer Mittwochs um 14 Uhr im LF030. FOTO: bo Kommando ANDY SASSEN Hallöchen vom Klöchen, wir sind die Konzertgruppe KOMMANDO ANDI SASSEN und veranstalten seit März 2005 No-Profit-Konzerte im malerischen Ruhrgebiet. Genauer gesagt im Herzen dessen: Im malerischen Essen. Andi Sassen kennt Ihr nicht? Schade. Als Location nutzen wir die Szene-Kneipe NORD am Viehofer Platz, im Norden der Essener Innenstadt. Das NORD verfügt über ein kleine Bühne und fasst bei Konzerten rund 200 Besucher. Am haben wir mit über 200 töfften Menschen im NORD mit den Bands IWAN I.A.E. und DIE THE ATOMAREN ÜBERMENSCHEN unsere Premiere gefeiert. Seitdem beheimaten wir meist ein mal im Monat (im Regelfall freitags) Kapellen. Wir bieten Euch Punkrock in allen seinen Facetten für kleines Geld. Im Regelfall 4 Euro für zwei Bands. Vier Konzerte haben wir von März bis Juli auf die Beine gestellt und neben den oben erwähnten Premiere-Teilnehmern haben wir bisher Hände weg, Johnny, Zwakkelmann, The Rules, Selfmade Millionaires, The Nimrods und Rantanplan abfeiern dürfen. Da wir uns um PA, Techniker, usw. selber kümmern müssen und an den Thekenumsätzen nicht beteiligt sind, ist das Ganze natürlich mit entsprechenden Unkosten verbunden. So ist es uns im NORD zur Zeit nur möglich Kapellen zu machen, die mindestens 120 Leute anziehen. Schließlich wollen wir auch niemanden ohne Kohle/Spritgeld nach Hause schicken zumal wir an unseren Konzerten keinen müden Cent verdienen und auch nicht verdienen wollen. Wer mehr über uns erfahren möchte, findet uns auf sehen uns... Euer KAS Die nächsten KAS-Konzerte: So THE GRINDOLLS + THE KLEINS (20 Uhr, 4 Euro) Fr LILI + THE BREWERS (20 Uhr, 4 Euro) Fr ALPHA BOY SCHOOL + SCRUFFYHEADS (20 Uhr, 5 Euro) Fr tbc 11

12 duisburg 3 freunde Das Duisburger Fan-Projekt Das erste Fanprojekt Duisburg entstand 1994 unter der Trägerschaft des Vereins Kinder und Jugendhilfe e.v.. Um juristischen Missverständnissen vorzubeugen muss zwischen dem ersten Fan-Projekt, das von 1994 bis 1997 existierte, und dem neuen, jetzt bestehenden Fanprojekt unterschieden werden. Dieter Bott, Soziologe, war die erste hauptamtliche Kraft im Alten Fanprojekt, der von studentischen Hilfskräften in der Arbeit mit jugendlichen Fußballfans unterstützt wurde. Dieses Projekt befand sich in der Innenstadt, Am Buchenbaum. Dieses Fanprojekt zog dann 1996 in der Nähe des Innenhafens zur Schwanentorstraße an der Hebebrücke um. Im Sommer 1997 verließ dann das Projekt wiederum die Räumlichkeiten an der Schwanentorstraße um in der Factory, einer alten Weberei an der Steinschen Gasse längerfristig sesshaft zu werden, wo diverse soziale Vereine ihren Sitz haben. Die Factory liegt mitten in der Stadt und ist somit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Auch das räumliche Angebot war ein wichtiger Beweggrund nochmals umzuziehen, da neben der Größe des Büros, auch die Nutzungsmöglichkeiten von Veranstaltungsräumen möglich war liefen jedoch die Verträge von Dieter Bott und die der studentischen Honorarkräfte aus. Es entstand ein neues Fanprojekt mit einem eigenen Trägerverein, dem Fan-Projekt Duisburg e.v. Der Vorstand des Vereins, der zu Teilen aus Mitarbeitern des Jugendamtes, der Polizei und des Sportamtes besteht, stellte im Februar 1998 den Sozialwissenschaftler Gerd Dembowski und, zu diesem Zeitpunkt noch Jurastudentin, Vera Starker als zwei hauptamtliche Mitarbeiter ein. Durch eine sehr gute Sozialarbeit und Engagement im Umfeld des MSV Du- isburg sorgten die Mitarbeiter dafür, dass das Fanprojekt bald zu einer festen Anlaufstelle für MSV-Fans werden sollte. Nicht zu vergessen ist auch die Hilfe der ehrenamtlichen Mitarbeiter die sich tatkräftig für die Projekte und die angestrebten Ziele einsetzten. Einer dieser ehrenamtlichen Mitarbeiter übernahm, nachdem Vera Starker aus privaten Gründen das Fanprojekt verließ, ihre Stelle als zweite Kraft im Duisburger-Fanprojekt. An der Seite von Gerd Dembowski arbeitete nun Uwe Bauer, ebenfalls studierter Sozialwissenschaftler. Durch die ehrenamtliche Mitarbeit war er bestens mit den Aufgaben vertraut, so dass ein eingespieltes Team die Arbeit des Fanprojektes fortführte. Durch sie entstand mit dem Fan-Projektwohnwagen am Wedaustadion auch bei Heimspielen eine Anlaufstelle für die Fans. Dadurch organisierten sich mit Hilfe des Fan-Projektes vor allem Jugendliche, und bildeten Initiativen für Themen, wie z.b. Stadionbau, Auswärtsfahrten, Teamsupport, Diskussionen mit Verein und Institutionen sowie Fanveranstaltungen. 12 eine Intensivierung der sozialpädagogischen Maßnahmen in der Lebenswelt der Fußballfans im Rahmen des NKSS (Nationales Konzept Sport und Sicherheit) an. Durch eine Vernetzung einzelner sportspezifischer Institutionen als auch aktiven Fußballfans in der Trägerschaft soll ein Netzwerk geschaffen werden, das eine Zusammenarbeit der einzelnen betreffenden Einrichtungen gewährleistet. Die praxisbezogene Arbeit sieht eine Vernetzung verschiedener Aspekte des sogenannten strukturellen Ansatzes mit anlassbezogner Betreuung und Einzelhilfe vor. Zu den angestrebten und kontinuierlichen Maßnahmen gehört die Etablierung einer offenen Anlaufstelle für jugendliche Fußballfans, wie das Fanprojekt im Parkhaus Meiderich. Die Aufgabenfelder sind: Die Organisation von Freizeitangeboten, wie Playstation- Turniere, Fußball-Turniere oder durch Fantreffs. Durch gemeinsame Planung stattfindende Fanabende oder anderen Aktionen, Gesprächreihen mit anderen Institutionen wie z.b. dem MSV Duisburg, das Sportamt, der Polizei, dem Ordnungsdienst und den Lizenzspielern. Zugang zu Fanmedien wie Internet, Fan-Archiven, und Unterstützung bei der Herausgabe von Fanzines. Beratungsstunden für fanspezifische, sowie private Probleme in der Schule, Beruf, Familie, in Beziehungen, Drogen, oder die Vermittlung zu anderen Institutionen wie Beratungsstellen, Jugendamt, usw.. Die Einrichtung eines Begegnungsraums für den Austausch mit den Gästefans, für Jugendliche im Umfeld von Fußballspielen, was eine Einrichtung z.b durch einen Container als unmittelbare Anlaufstelle als Informationspool, Begegnungsstätte oder für die direkte Problemlösung beinhaltet. Vermittlung zwischen Fans und z.b. Ordnerdienste, Polizei, usw. sowie die Begleitung bei Heim und Auswärtsspielen und der Durchführung gemeinsamer Fanaktionen. Förderung fanpolitischer Mitbestimmung, sowie neue Strömungen oder Entwicklungen in der Fanszene zu erkennen und zu analysieren. Unterstützung bestehender Fanorganisationsstrukturen durch Zusammenarbeit mit MSV Fanclubs und dem Radio Zebra/ Bürgerfunk oder bestehender Fanzeitungen. Die Zusammenarbeit mit Fanorganisationen oder Initiativen wie F.A.R.E (Football against Racism in Europe), der BAFF (Bündnis aktiver Fußballfans und Faninitiativen) oder der F.i.f.A (Faninitative fangerechte Arena Duis- Gerd Dembowski zog 1998 nach Berlin, so dass die Stelle wieder neu besetzt burg) beinhaltet das Konzept. werden musste. Der damalige Praktikant im Fan-Projekt und Erziehungswissenschaftler Jens Mühlfriedel kam als zweite Kraft für Uwe Bauer hinzu. Durch Mit dem örtlichen Arbeitskreis AKSS (Arbeitskreis Sport und Sicher- das von ihn absolvierte Praktikum wurde wiederum ein guter Mitarbeiter heit), mit Streetworkern, pädagogischen Einrichtungen, sowie mit Ju- gefunden der mit der Thematik des Projektes bestens vertraut war. Die Arbeit konnte nahtlos weiter geführt werden. Nachdem Uwe Bauer das Fanprojekt Duisburg verließ und nun als Leiter eines Jugendzentrums im Duisburger Süden arbeitet, ist Jens Mühlfriedel die einzige hauptamtliche Kraft im Fanprojekt. Nach einer Zeit im Einzelkämpferdasein und mit Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern stellte der Vorstand 2001 eine studentische Honorarkraft ein. Zusammen zog dann das Fan-Projekt Duisburg im Sommer 2002 in den Stadtteil Meiderich im Duisburger Norden ins Parkhaus Meiderich. Die dortige Infrastruktur bot dem Projekt neben besseren Büroräumen auch eine größere Möglichkeit für Freizeitangebote. Das Konzept des Duisburger Fanprojektes strebt im Rahmen seiner Neugründung im Jahre 1997 gendzentren der Stadt Duisburg Einrichtungen statt. Kontakt: Fanprojekt Duisburg Bürgermeister Pütz Duisburg findet eine Zusammenarbeit mit städt. Tel.: Fax:

13 3 freunde duisburg Bekennerschreiben Es geschah an einem Sonntagabend, ist noch gar nicht lange her. Ich saß vor meinem Fernseher, noch total verwirrt vom Ausgang der Bundestagswahlen, und wollte mich mit Belanglosem berieseln lassen. Ich zappte duch die TV-Landschaft und blieb dann bei FocusTV hängen. Ah, ein Beitrag über Duisburg wurde angekündigt. Das sollte mich interessieren. Und als ob es nichts anderes gäbe war dann Arbeitslosigkeit (mal wieder) das Thema. Die Macher porträtierten unter anderem eine Hartz IV Familie und deren täglichen Kampf um jeden Cent. Ja, es sind harte Zeiten für die Menschen am äußersten Rand unserer feinen Gesellschaft. Hier wurde ihnen eine Plattform gegeben, was an sich ja eine lobenswerte Sache ist. Aber irgendwie doch wie die anderen Hartz IV-Schockfilmchen. Der eigentliche Aufreger war dann der Schlusskommentar. In Duisburg herrsche nicht nur eine krass hohe Arbeitslosigkeit; nein, in dieser (unserer) Stadt bietet sich, vor allem für die Jugend, keine Perspektive! Egal wo man hinschaue nur Tristesse. Wer kann haut ab aus dieser unsäglichen Stadt. Autsch, das hat gesessen! Was bilden die sich ein? Da ist doch jede/jeder in Duisburg Lebende wahrlich vor den Kopf gestoßen. Ganz gemäß dem Titel des Beitrags Das rote Duisburg sieht schwarz für die Zukunft wurden wir abgestempelt als BewohnerInnen einer Stadt ohne Zukunft. Danke! Klar, ich seh es ja ein, dass hier viele Probleme zu meistern sind; doch es ist eben auch diese Verallgemeinerung die mich tierisch aufregt. Die Niedergang sozialer Errungenschaften; und Duisburg als abschreckendes Beispiel muss für all den Mist herhalten. Das kann ich nicht so im Raume stehen lassen. Wahrscheinlich gerade weil ich als Zugezogener diese Stadt und ihre BewohnerInnen zu schätzen gelernt hab. Die Menschheit schrieb das Jahr 2003, als ich mich entschied meine badische Heimat zu verlassen. Zum besseren Verständnis: ich verbrachte meine Jugend in der Provinz nahe Karlsruhe. Schöne dörfliche Idylle, perfekt zum Aufwachsen. Der Süden muss ja oft als Paradebeispiel für das funktionierende Deutschland herhalten. Die statistischen Werte was Arbeitslosigkeit usw. angeht sprechen ja für sich. Trotzdem war für mich klar, dass ich dort abhaue. Was neues entdecken, neue Leute kennen lernen, in einer neuen Stadt meinen Claim abstecken. Duisburg war nicht erste Wahl fürs Studium, doch ich hatte auch nicht viele Alternativen. So packte ich meine sieben Sachen und brach auf ins Ungewisse. Meinen Weg säumten viele Personen die sich abfällig über Duisburg äußerten. Natürlich war ich dann erst mal verunsichert: Auf was hab ich mich da eingelassen? Von der Provinz in den Stadtteil einer Metropole namens Ruhrpott. Ein Kultur-Clash ohnegleichen. Doch schon nach kürzester Zeit fand ich die schönen Seiten meines neuen Zuhause. So grau und trüb wie ich s mir vorgestellt hatte war es nicht. Grüne Landstriche gab es, so wie daheim im Badischen. Herrlich. Nach anfänglichen Verständnisproblemen (wir können ja alles außer Hochdeutsch) begann ich schnell die Menschen und ihre Eigenarten zu verstehen und zu schätzen. Ich bemerkte sehr schnell, dass Duisburg viel besser ist als sein Ruf. Hier kann noch vieles bewegt werden, die Voraussetzungen dazu sind vorhanden. Nicht nur Mustermensch e.v., denen ich mich anschloss, sondern auch andere Gruppen tun viel für die positive Darstellung unserer Stadt. Das muss mehr gewürdigt werden! Einerseits hat Duisburg kulturell etwas zu bieten, andererseits stelle ich mir die Frage, ob denn diese Angebote ausreichen um ALLE Menschen hier anzusprechen. Also muss etwas gemacht werden, um gewisse Defizite zu beseitigen. Das Tor zum Ruhrgebiet bietet sich einfach an auch mal über die Stadtgrenzen hinaus etwas zu unternehmen. Die Nahverkehrsverbindungen sind (nahezu) perfekt und wer hier nichts für sich findet...tja der/die ist selbst schuld. Natürlich geht hier noch mehr (muss auch). Doch das kommt jetzt langsam in Fahrt, da bin ich mir sicher. Sportlich erlebt man auch einiges in dieser Stadt. Die WorldGames waren ein Event bei dem die Stadt versuchte, sich von ihrer sportlichsten Seite zu präsentieren. Hierzu noch eine Bemerkung am Rande: Hängt die Flaggen der WorldGames mal endlich ab, das kommt mittlerweile schon ein wenig peinlich. Und dann gibt es ja noch den MSV. Endlich wieder in der 1. Bundesliga. Diesen Verein hab ich auch ins Herz geschlossen. Hauptsächlich weil es bisher jedes Mal (seit ich hier wohne) drei Punkte für meinen Lieblingsverein, den Karlsruher SC, gab wenn wir hier gastierten. Danke noch mal an die Meidericher! *fettes grinsen* Bitte nicht falsch verstehen; ich drücke der Mannschaft alle Daumen für den Klassenerhalt, vielleicht ist der KSC auch mal bald wieder da oben. Oh je, fast hätte ich die Politik vergessen. Wie konnte ich nur? Da geht was! Die Möglichkeiten sich hier zu engagieren sind beträchtlich. Hier ne Vorlesung, da eine Aktion. Und so viele Demos. Leider demonstrieren auch immer wieder die Falschen. Also ich mein damit diese hässlichen Gestalten mit ihren menschenverachtenden Ansichten. Aber die kriegen wir auch noch klein(gehackt)! Ich erkenne, dass diese, nun auch meine, Stadt sehr viel zu bieten hatte in den letzten zwei Jahren und ich freue mich auf die kommende Zeit. Denn ich hab mich entschieden erst mal hier zu bleiben, gerade weil mir eine Perspektive geboten wird! So sehe ich das. Diese Stadt bietet jeder/jedem etwas, genau hinschauen lohnt sich. Wenn nicht, dann macht was eigenes. Beteiligt euch am Leben in dieser von allen Seiten niedergemachten Stadt. Straft die Zweifler und Kritiker Lügen! Bekämpft die Trostlosigkeit, die an manchen Ecken lauert. Duisburg kann mehr. Ich schreibe diesen Artikel hier und leiste einen kleinen Beitrag, um zusammen mit anderen diese Zeitung unter die Leute zu bringen. Das ist meine Art, dieser Stadt etwas zurückzugeben, meine Form des Dankes und des Mitmachens. Ihr seid alle eingeladen dabei zu sein, wenn wir unser Duisburg voranbringen. So, anyway...vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und die Ausdauer, die ihr beim Lesen des Bekennerschreibens aufgebracht habt. Bis demnächst, wir sehn uns in DU! bo Citypalais vor dem Abriss? Da stehen die Leute den ganzen Tag am Bauzaun des Citypalais und kriegen es nicht mit: Duisburgs neues Vorzeige-Untergangs-Projekt wird 3,6 Millionen Euro teurer. Verursacht werden die Mehrkosten durch die Umplanung vom Urbanum zum Citypalais. Umplanung? Völlig planlos. Plan B? Abriss. mr. z 13

14 kultur mucke-bücher-poetry NeinNeinNein - s/t (www.neinneinnein.com) micha Der unsichtbare Ring von Richard Bach Verlag Ullstein GmbH Berlin-Frankfurt am Main Originaltitel: There`s No Place As Far Away Copyright 1990 by Alternate Futures Incorporated, P.S.P. Illustration Copyright by H.Lee Shapiro Übersetzung: Copyright 1982 Verlag Ullstein GmbH Berlin-Frankfurt am Main Alle Rechte vorbehalten Printed in Germany 1992 ISB Wau, das geht ja von der ersten Sekunde an nach vorn los. Das ist mal n ganz feistes Paket aus Mönchengladbach, und diesmal sogar ne deutschsprachige Band ohne EA80 Einflüsse. Der Sound ist eigentlich recht leicht zu beschreiben als guter fetter Punkrock mit alten Ami-einflüssen, ich denke da an alte Heroen wie DagNasty (ich weiß Michi freuts), leider muss ich hier noch mal auf Dave Smalley verweisen, dem Sänger der Nastys, dem leider ne Sicherung durchgegangen scheint, da er sich heute für Conservative Punk einsetzt. So was ist nicht zu verzeihen. Trotzdem klingen die alten Platten geil, das finden die NeinNeinNeins wohl auch. Für die, die diesen alten MelodiPunk nicht kennen sei ein anderer Vergleich erlaubt, und zwar sind NeinNeinNein Turbostaat mit mehr Power im Arsch. Textlich reihen sich die Herren in die Riege des deutschen PunkEmoCore eher nicht ein, spannende und auch bissige Texte in denen in alter Punktradition die eigene Meinung über die eigene Umwelt kundgetan wird. Titel wie Christen Fisten oder von Verkehrsinseln und Tempolimits sollen hier als Beleg mal reichen. Als letztes möchte ich hier noch mal die fantastische Veröffentlichungsform als Kasi im Plüschmantel jedem ans Herz legen. Erhältlich bei: NeinNeinNein / Postfach / Mönchengladbach; Es gibt verschiedene Wege zu einem Buch zu kommen und einer der schönsten ist der, bei dem man das Gefühl hat aus heiterem Himmel einen Schatz gefunden zu haben. So auch am jenem Tag als mir beim Büchertrödel ein Buch wegen seines interessanten Covers und dem geheimnisvollen Titel ins Auge fiel. Der unsichtbare Ring stand dort geschrieben und wurde untermalt von dem farbenfrohen Aquarell einer fliegenden Eule. Was ich dort in Händen hielt, so wurde mir auf den zweiten Blick klar, war ein tiefsinniges und reich illustriertes Bilderbuch für Kinder wie für Erwachsene, das einen vordergründig einlädt mit Hilfe der Vögel den Autor der Möwe Jonathan auf eine Reise zur Geburtstagsparty der kleinen Ann zu begleiten. Soweit zum Handlungsstrang. Doch was jeder der Vögel vom Kolibri bis zur Möwe an dem Satz: Die kleine Ann wächst heran und ich habe vor mit einem Geschenk auf ihre Geburtstagsparty zu gehen! auszusetzen hat, soll jeder selbst heraus finden. Das Geheimnis liegt darin, aus einer anderen, philosophischen (Vogel-)Perspektive zu betrachten. Nur soviel dazu: Der unsichtbare Ring ist ein Geschenk, für Ann und an die Leser/innen, sich in die Schwingen der Vögel zu versetzten, um sich über die Welt und all ihre Sorgen zu erheben und um den Menschen und Wesen die man liebt, unabhängig von jeglicher Entfernung, nahe zu sein.die Aussage und der Zauber des Buches wird durch die wunderschönen Bilder des amerikanischen Malers H. Lee Shapiro nahezu perfekt begleitet und verstärkt die geistig verträumte Atmosphäre dieser Reise auf ungewöhnlich eindrucksvolle Weise. Dieses Buch ist ein funkelnder Schatz, der Kindern sowie Erwachsene über lange Zeit hinweg zum Nachdenken anregt und immer wieder durch außergewöhnliche Wahrheiten neue Fragen, Gedanken und Sichtweisen aufwerfen wird. Nur die Dinge zählen, die aus Wahrheit und Freude gemacht sind. Doch bedenke dabei stets, das Unverständnis die Wahrheit nicht davon abhält wahr zu sein...! My-key BERNADETTE LA HENGST: La Beat LP/CD (Ritchie Records/ Trikont) Eigentlich alles beim Alten bei BERNADETTE LA HENGST. Ihre Musikalische Experimentierfreude sorgt für eine interessante Mischung aus Gitarren-Pop, Songwritertum, elektronischen Chansons und Gefrickel, ihr Melodiengespür für ein paar wunderschöne Lieder; und textlich reicht die Bandbreite von herzergreifend und melancholisch bis ironisch oder wütend, von persönlich bis politisch. Nie mehr vor Mittag ist ein netter Kommentar zum idiotischen Arbeitsethos in dieser Gesellschaft (die ohnehin nie wieder eine Vollbeschäftigung erleben wird) während Rockerbraut und Mutter zum Beispiel eher für die etwas Älteren von uns von Interesse sein dürfte, die inzwischen selbst Eltern sind oder sich zumindest mit dem Gedanken tragen solche zu werden. Im Beiblatt zur Platte gibt es diesmal übrigens sogar einige Anmerkungen und Erklärungen zu den Songs, was bei einer sich selbst als politisch begreifenden Künstlerin ja durchaus begrüßenswert ist. Insgesamt aber ist das Ganze trotzdem wieder eher was für s Bildungsbürgertum und seine (rebellischen) Kinder. joe g. 14 ohne Titel Beugt euch, kniet nieder, senkt eure Blicke auf den steinigen Boden, wieder und wieder... Bleckt eure Zähne zum verlogenen Lächeln, löscht den Glanz in euren Augen und fangt an zu hecheln. Leckt den Speichel der großen Herren niemand wird euch das Kriechen verwehren. Lasst euch erkaufen, verschleiert euren letzten Funken Individualität für den Konsum und schließt die Pupillen - nichts bleibt zu tun! Autsch, die Erbse unter der Matratze schmerzt wie Stahlgemüse und wenn nicht ich der Ausweg bin was denn dann? My-key Jazzfestival 1998 Zwiegespräch Verdammt ist das Leben, verdammt bist du, irgendwie geläutert, in einem Ei gekreiselt. Das Dotter lebt und zuckt nochmals, bevor die Hand es zerquetscht, fließt es tiefer, tiefer, bildet einen Schrei in der Hitze festigt sich, zieht sich zusammen, wird fest und sagt, verdammt ist das Leben verdammt bist du, ich bin das Ei, hier in der Pfanne, aber du bist das Huhn. Mephista Mimikry

15 poetry DIE DAME VON DER POST (in Erinnerung an die Währungsumstellung) Wolfgang Weimer (2002) Man sagt ja, daß man nicht in den Kopf eines Menschen sehen könne. Ich bin da seit gestern anderer Meinung. Da wollte ich in unserer Postagentur Geld abheben. Vor mir eine lange Schlange, bald auch hinter mir. An der Spitze der Schlange stand eine alte Dame. Sie wollte Geld auf ihr Postsparbuch einzahlen. Das klang einfach, war es aber nicht. Denn sie wollte einen runden Betrag auf ihrem Sparbuch haben, und zwar in Mark. Wieviel wußte sie nicht so genau Hauptsache rund. Da mußte man sich erstmal auf einen Betrag einigen: 1800 Mark sollten es am Ende sein. Eingezahlt werden mußte natürlich in Euro. Also stellte sich die Aufgabe, einen Euro-Betrag zu errechnen, der, in Mark umgerechnet, auf dem Sparbuch der Dame den Gesamtbetrag von 1800 ergab. Der entsprechende Euro-Betrag erwies sich, o Wunder!, als keineswegs rund. Sei es nun, daß die Dame sich mit Euro noch nicht so auskannte, sei es, daß sie in ihrer Sehkraft behindert war der Versuch, den errechneten Euro-Betrag aus ihrem Portemonnaie zu holen, erwies sich als äußerst schwierig... und langwierig. Sind das 5 Cent? Nein, das sind 2 Cent! usw. usw. Schließlich war der Betrag vollständig, und die Frau am Schalter konnte darangehen, ihn auf dem Sparbuch zu verbuchen. Zur allgemeinen Überraschung stellte sich bei diesem Vorgang heraus, daß da noch Zinszahlungen für das letzte Jahr anfielen und automatisch mitverbucht worden waren. Das kann ich mir gar nicht erklären, meinte die alte Dame. Ich dachte, ich wäre im letzten Jahr schonmal hier gewesen und die Zinsen wären dabei verbucht worden. Nun ist eine Zinszahlung ja an sich kein tragischer Vorgang; in diesem Falle ergab sich jedoch, daß der nunmehr entstehende Gesamtbetrag auf dem Sparbuch überhaupt nicht mehr rund war. Und das war doch anscheinend das entscheidende Anliegen der Dame! Sie begehrte nun, in Verhandlungen einzutreten, welchen Betrag sie denn nun abheben oder zusätzlich einzahlen müsse, damit aus dem Euro-Guthaben wieder ein runder DM-Betrag entstehe. Und jetzt komme ich zum Thema: Ich konnte während der ganzen Szene deutlich sehen, wie in dem Mann vor mir in der Schlange allmählich ein Mordplan heranreifte. [Er zuckte und zappelte zunächst, setzte zum Sprechen an und schluckte das Wort doch hinunter, um dann in dumpfes Brüten zu verfallen, wobei sein Gesicht einen tückischen Ausdruck annahm.] DAS LEBENSGLÜCK UND DIE MÖHRE Wolfgang Weimer (2005) Diebesfratzen Oh, ihr dummen Diebesfratzen was steht ihr so kläglich da schaut in das Weltgeschehen als wäre wirklich gar nichts wahr Dreht euch mit eurem Lachen in sagenhaftem Ungemach in eures Diebesfratzen untertangeübtes verhalten herrscherhaft stellt ihr euch dar Glaubt, ihr seid nicht zu durchschauen, rettet euch auch selbst den Arsch Steht unsagbar kläglich da und versucht das Gute zu verdauen Speit ihr dieses wieder aus auch im hohen Bogen, jagd der Wahrheit den Garaus fallt doch selbst in euer Lügengraben Geschaufelt in Lügen auf Intrigen gebaut Wahrheit gedreht nimmt ihren Lauf Irgendwann wird diese vor euch stehen, wie ein Bummerrang im Winde gedreht zitternd haltend am letzten Hemde, opportunistisch wird eure Welt zu Grunde gehen! Mephista Mimikry Nur Glückserlebnisse können den Sinn des Lebens abgeben (im Diesseits und, wenn man will, im Jenseits), denn nur Glück trägt seinen Wert in sich. Bei allem anderen kann nach seinem Wert gefragt werden, der dann in seiner Beziehung auf etwas anderes bestehen müßte. Lediglich bei der Antwort weil es mich glücklich macht hören die Menschen auf, nach dem Wozu zu fragen. Die Frage: Und worin liegt der Wert des Glücklichseins? ergibt keinen Sinn mehr. Wie aber wird man glücklich? Darauf gibt es nun sehr verschiedene Antworten, je nach Weltanschauung. Man kann sich das anhand eines Esels verdeutlichen, der hinter einer ihm vor die Nase gebundenen Möhre herläuft: (1) Im Alltagsverstand: Lauf kräftig, dann bekommst du bald die Möhre! (2) Im Christentum: Lauf! Im Jenseits wirst du dann die Möhre bekommen. (3) Im Buddhismus: Hör auf, die Möhre zu wollen, und laß das Laufen sein! Die Möhre ist bloß eine Projektion deiner Gier. (4) Gemäß dem chinesischen Philosophen Laudse: Hör auf zu laufen und erlange dadurch die Möhre! (5) Gemäß dem griechischen Philosophen Epikur: Langsam und ruhig laufen! Beschränke dich auf eine kleine Möhre! (6) In der indianischen Auffasssung (oder im Zen): Werde eine Einheit von Esel, Laufen und Möhre! (Das klingt am besten, macht aber auch nicht satt.) Und nun, du philosophischer Esel? Ich kenne dich: Du wirst die Möglichkeiten überschauen und eine Diskussion mit anderen Eseln beginnen. kultur der Hut Er trat auf, der Hut schattierte tief, sein Gesicht. Sein Kragen ging aufrechten Ganges, die Hände tief außer Licht, zog er aus seiner gebeutelten Tasche, seinen Zeigefinger, gelb nikotiert, zögernd für einen Moment, zielte und schoss, sie fiel um und blickte irritiert. Mosaikstein Mosaikstein, was bist du mein, will`s ein anderer ergreifen, mit seinen dreckig, dreisten Fingern, werd ich es ihm schleifen spitz und scharf, so dass er beim Greifen, die scharfe Klinge dann, spürt sich bohrt ins Fleische recht unsanft und scharf So es vergeht dem dreckigen Greifer, ein weiterer Bedarf! Mephista Mimikry Festschmaus Spiel mit dem Schatten spürst nach in einer dunklen Ecke endet die Jagd Ziehst Vorhänge beiseite lugst hinein spiegelt das Festdinner pompös und gemein Servieren das Festgeschmause maskierte Diener in Livreen geschmückt reichen die Leichen serviert in Aspik Schallendes Gelächter während Knochen splitternd spült der Wein perlend, dick über Lippen tropfend auf`s Parkett in Kehlen hinein Der Spiegel zerbricht für Sekunden ist Stille ein Räuspern, und - das Orchester spielt weiter Der Schatten lacht dich aus hämisch und heiter Das Festdinner geht weiter maskierte Diener in Livreen geschmückt reichen Leichen serviert in Aspik Spiel mit dem Schatten lacht hämisch und heiter Zeigt die lange Nase der Festschmaus geht weiter 15

16 kultur poetry BETON Toxo Vorsichtig öffnete er die Tür, nur einen Spalt, und lauerte kauernd in den dunklen Hausflur. Nix bewegte sich, durch das Treppenhausfenster dämmerte bleiches Mondlicht und beleuchtete die stille Szenerie. Der Hausflur war kühl und leer, nur eine braune Einkaufstüte stand etwa einen Meter von der Haustür entfernt. Zögernd zog er die Tür noch ein paar Zentimeter weiter auf. Das Klingelschild war ordentlich beschriftet und zeigte seinen Namen: Max Gernot. Doch der Mann mit dem fettigen Haaren, hinter denen seine intelligenten Augen hervorblitzten hatte nichts mehr mit dem Max Gernot zu tun, der vor gut 2 Jahren in dieses Hochhaus am Stadtrand gezogen war. Was einmal ein Gepflegter Mann mit legerem Hemd und Stoffhose war, war nun ein nervöser aber konzentrierter Jäger, nur mit einer Boxershorts und einen fleckigem T-shirt bekleidet. Vorsichtig wagte er einen Schritt hinaus in den Flur, verharrte kurz, angespannt schnappte sich dann mit einem schnellen Schritt die braune Packpapiertüte und verschwand mit einem hastigen Satz wieder im Wohnungsinneren. Als er die Tür hinter sich geschlossen hatte, sank er an der Wand nieder, schloss die Augen und atmete tief durch. Er hatte es geschafft! Er hasste diesen Moment, den er jede Woche durchleben musste, doch es war Notwendig. Er schaute in die Tüte. Es war alles da was er haben wollte: ein paar Röhrchen mit Multivitamintabletten und Tiefkühl-Pizza, ein paar Bier. Er nahm die Sachen ansich und schlurfte durch den dunklen Wohnungsflur in die Küche. Mit schlafwandlerischer Sicherheit fand er seinen Weg vorbei an den kleinen Bergen leere Konserven- und Bierdosen, seine Augen hatten sich schon längst an die Dunkelheit in seiner Wohnung gewöhnt. Er stellte das Bier in den Kühlschrank, nur so aus Gewohnheit, denn der Strom war nun schon seit 8 tagen abgestellt, kein Wunder, schliesslich hatte er seit Monaten keine Rechnung mehr beglichen, auch seine Miete würde über kurz oder lang nicht mehr von seinem Konto abgebucht werden können. Doch darüber machte er sich keine Gedanken. Er riss die Folie einer Pizza ( Salami) ab und liess sie achtlos auf den Boden flattern. Der Gasherd funktionierte noch, er legte die kalte Scheibe auf das fettige Rost, klappte den Backofen zu und kauerte sich auf den Boden, hin und herschaukelnd. Er dachte dran wie Alles begonnen hatte, während er mit gierigen zügen die erste Bierdose leerte. Wie lang war das jetzt her? Er wusste es nicht, es müssten jedoch gut 3 Monate gewesen sein. Eines Tages stand er auf und ging einfach nicht mehr zur Arbeit. Er konnte nicht! SIE waren da draussen und er konnte sich ihnen nicht mehr stellen. Er hatte es ja versucht, doch es fiel ihm immer schwerer. Seine Freizeit verbrachte er schon seit längerem Zuhause, verliess die Wohnung nur, um zur Arbeit zugehen oder ein paar Einkäufe zu erledigen. Es fiel ihm immer schon schwer, sich unter ihnen zu bewegen, doch an diesem Morgen erschöpfte sich seine letze Reserve Durchhaltevermögen. Er rief seine Nachbarin an und bat sie, doch in Zukunft ein paar Besorgungen für ihn zuerledigen, er sei krank und könne daher das Haus nicht verlassen. Die Nachbarin stellte keine grossen Fragen, in diesem Haus hatten die meisten Leute irgendwelche kleinen Eigenarten und seither brachte sie ihm Nahrungsmittel und stellte die braunen Tüten vor seine Haustür. Nach diesem Anruf hatte das Telefon niemehr geklingelt. Er hatte es aus der Wand gerissen und ins Tiefkühlfach gelegt. Gefrorene Stille, gegorene Stühle, verlorene Mühle, hatte er er dabei wie ein Mantra immerwieder vor sich hin gemurmelt. Das Bier war leer, er nahm sich eine neue Dose aus dem dunklen, muffigen Kühlschrank und ging in sein Wohnzimmer. Die Pizza hatte er komplett vergessen, sie würde schwarz werden wie die letzten 2 davor. Doch das spielte jetzt keine Rolle, er ging zu seinem einzigen Freund, der im geblieben war und der immer zu ihm hielt. Es hatte sich keiner gewundert, als er nicht mehr aufgetaucht war. Er pflegte keine Bekanntschaften, seine Arbeitsstelle wird im sicher geschrieben haben, doch er hatte seinen Briefkasten ja nicht mehr geleert. er brauchte sie auch alle nicht und wenn er ehrlich war: er hatte Angst vor ihnen. Ja, vor ihnen alle, er konnte ihren Anblick nicht ertragen, ihre Nähe nicht erdulden, ihre Blicke nicht aushalten, ihr Geruch verursachte Brechreiz, allein der Gedanke an die anderen Menschen verursachte ihm Überlkeit. In den vergangen tagen hatte er an der kompletten Nordseite seines Wohnzimmers die Tapete abgekratzt, mit seinen blossen Händen, die Fingernägel blutig geschabt. Jetzt kniete er nieder an dieser Wand, die leere Bierdose hatte er irgendwo auf dem Weg hierhin fallen gelassen. Er legte sein Gesicht an den rauhen Stein, seine Hände streichelten über die nackte wand, sein Atmen ging endlich etwas langsamer. Er schloss die Augen, presste sich noch ein Stück fester an die Wand. Mein Freund Beton, dachte er. Beschütz mich. 16

17 wählerauftrag:??? politicks nomen est omen (ist schall und rauch...) Wieder einmal ging es um die Nation. Und alle wollten sie retten. Von der CHRISTLICH DEBILEN UNION und jener schrecklichen Spätfolge des Mauerfalls, die sie zur Zeit anführt, über die ASOZIALDEMOKRATEN, denen doitsche (Sach-)Werte traditionell näher stehen als die internationale Arbeiterschaft, bis hin zur neuen LINKS-RECHTS-PARTEI unter OSKER Die-Daumenschraube- LAFONTAINE und GREGOR Das-hat-mein-Kumpel-gar-nicht-sogemeint-GYSI. Und es sind ja auch verdammt harte Zeiten in denen wir leben. Nicht zuletzt übrigens für die braunen Deppenfänger aus der politischen Kloake und ihre kahlköpfigen Totschläger-Freunde. Wenn die anderen genauso oft Deutschland sagen wie man selbst, gegen Parallelgesellschaften und Fremdarbeiter wettern und die Medien einen auf Grund des sogenannten Lagerwahlkampfes mit Schwerpunkt Wirtschaftspolitik diesmal überhaupt nicht beachten, ist es halt mitunter schwierig den nicht gerade kleinen gesellschaftlichen Bodensatz aus latenten und bekennenden Rassisten, Antisemiten, Macho-Prolls und völkischen Dorftrotteln zu erreichen. Besser hatte es da schon die FDP. Scheinen die neoliberal gleichgeschalteten Medien doch immerhin bewirkt zu haben, dass sich inzwischen jeder ICH-AGler für einen Weltkonzern hält. Ganz zu schweigen von den Heerscharen von größenwahnsinnig gewordenen Pommesbuden-, Trinkhallen- und Pornoshop-Besitzern, die Scarface WESTERWELLE und seinen lustigen Sozialsystem-Killern diesmal ihre Stimmen in die gierigen Kapitalistenrachen geworfen haben. Oder wie kommt die FDP plötzlich auf fast zehn Prozent?? Sogar im Osten haben diese Verfechter eines magersüchtigen Staates relativ gut abgeschnitten. Nur falls Ihr Euch verlesen habt, meine lieben Brüder und Schwestern: Da stand FDP auf dem Wahlzettel, nicht FDJ. Aber was rege ich mich eigentlich auf? Hätte ich mir doch beim Verlassen des Wahllokals am Liebsten selbst ins Gesicht gespuckt... Was die Erststimme betrifft war es ja noch wie immer. Stellen Sie sich vor, vor Ihnen stehen zwei Eimer mit Erbrochenem vom Vortag. Der eine ist randvoll, der andere nur zu 90 Prozent. Einen von beiden müssen Sie auf jeden Fall bis auf den schmutzigen Grund leeren, da kommen Sie nicht drumherum. Na, für welchen entscheiden Sie sich? Sie haben die freie Wahl... Bei der Zweitstimme wurde es diesmal allerdings wirklich haarig. Früher hätte ich mein Kreuz einfach bei der PDS gemacht und mir gedacht: Besser als nix. Auch wenn es halt nix war. Aber wie kann man als Linker jemanden wählen, der allen Ernstes behauptet, die Zuwanderung würde von den Oberen Zehntausend forciert? Also doch lieber die GRÜNEN, diese ökologisch angehauchten Marktwirtschaftsgläub igen mit Ostermarsch-Vergangenheit? Tut mir leid, aber dem standen unter anderem ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg auf dem Balkan und eine reichlich rücksichtslose Sozialpolitik entgegen. Atomausstieg hin oder her. Und was zum Beispiel die Drogenproblematik und die Ausländer -Frage angeht, hatte ich mir da auch mal mehr erhofft.oder vielleicht die humorlosen Sektierer von der MLPD? Och nee... An die Weltrevolution zu Zehnt glaube ich nach wie vor nicht und MAO ist auch nicht gerade einer meiner persönlichen Helden. Also in der Hoffnung, dass zumindest mal wieder eine andere Perspektive auf Gesellschaft, Wirtschafts- und Sozialpolitik in den Bundestag Einzug hält doch die LINKS-RECHTS- PARTEI gewählt, den Gedanken an den Populisten von der Saar kurzfristig ignoriert, sich anschließend trotzdem schwer geekelt und abends auf die erste Prognose gewartet. Und dann: 34% für die SPD. Na ja. Aber: Auch nur 35% für die CHRISTLICH DEBILE UNION. Von da an war alles klar, weil Doofland jetzt nämlich überhaupt nix mehr klar war. Bier auf und genießen. Ein Kanzler mit dem aufgeblasenen Selbstbewußtsein eines Techno-Koksers (kurz vor dem völligen Realitätsverlust), ANGIEs Mundwinkel in Bodennähe und der verbiesterte Texaner... ach nee: Bayer, der sich erste Sticheleien gegen die Verliererin des Abends nicht verkneifen wollte. Die beste Eleophantenrunde, die ich je gesehen habe. Doch was nun? Wer rettet denn jetzt die Nation? Soll ich Euch was sagen? NIEMAND! Doofland ist nicht zu retten und das ist auch gut so. Es wird nämlich wirklich Zeit, dass unsere lieben Mitbürger sich endlich mal als zu Humankapital degradierte Menschen begreifen, und nicht in erster Linie als Deutsche, dass Marktwirtschaft als globales Ausbeutungs-, Unterdrückungs- und Ausgrenzungssystem begriffen wird, dem Millionen zum Opfer fallen, und nicht als Modell mit kleinen Fehlern. Und wenn die allesamt bürgerlichen Medien als Besitzstandswahrer nun in ihrer jüngsten Kampagne behaupten Du bist Deutschland, kann ich nur sagen: Würde ich das wörtlich nehmen und mich davon tatsächlich angesprochen fühlen, würde ich von der nächsten Brücke springen. Denn dann wäre endlich Schluss mit Patriotismus und Nationalismus und man hätte den Kopf wieder frei für die eigentlichen Probleme der Menschheit und dieses verseuchten Planeten. DIE ARBEITERKLASSE BRAUCHT KEIN VATERLAND! Gute Nacht und Venceremos. Hamburg joe g. Das Dunkel ist sehr angenehm Von da wo du jetzt stehst Kannst du verträumt Auf diesen alten Hafen sehn. Ein paar Kräne, ein paar Lichter Alles in der schönen Ferne Weit weg Auch die Frau in deinem Kopf Und über dir gähnen grad die Sterne Die zu alt sind Für Romantik Und erwachsen. Jetzt musst Du einfach weiter trinken Zurück kommt nichts Doch Manches bleibt. Und wenn Erinnerungen winken Schau sie ruhig an Ehe der neue Tag Sie schließlich langsam von dir treibt. Trink Und lass die Sterne frieren Mit ihrem klaren Blick Dass sich nichts von selber richtet Kannst du morgen noch verdaun Und wo das alles hinführt Hat dich nie wirklich intressiert Irgendwann wirst du mal stärker sein Sagt immer noch dein Gottvertraun Auch als ein erster Schimmer Sich zögernd in die Nacht verirrt. Noch ein Schluck Rotwein und Fickt Euch, Realistenpack! Laut in die Welt geschrien, Und dann Hoffnung und Träume in der Tasche Stiefel schnüren, weiterziehn. Die Sonne Ein Kollege von den Sternen Schüttelt nur den Kopf Aber du Weißt es natürlich besser. 17

18 schöne neue welt datenschutz? RFID die Überwachung von morgen? Jeder kennt die allgegenwärtigen Barcodes, auf allen Produkten sind sie zu finden und ihre bildliche Darstellung wird oftmals im Zuge der Kapitalismus- und/oder Datenschutzkritik verwendet. Der neueste Spaß seitens der Industrie bzw. des Staates (oder der Staaten) ist ein ganzes Stückchen raffinierter und auch gefährlicher : RFID (radio frequency identification; zu Deutsch Radiowellenidentifikation ). Hinter dieser Technologie verbirgt sich ein winziger Chip (Fläche z.t. <1mm²), völlig flach und ist unabhängig von einer eigenen Stromversorgung. Wird er von einem speziellen Scanner angefunkt, antwortet er mit der Übersendung der in ihm gespeicherten Informationen, dabei bezieht er die nötige Energie aus dem Signal des Senders. Viele schöne Anwendungsgebiete könnte man sich dafür vorstellen; sei es die Supermarktscannerkasse, an der man nur mit seinem Jutebeutel voller Bier oder sonstigen Schnickschnack vorbeilaufen muss, anstatt umständlich jede Büxe einzeln einzuscannen oder das Schwimmbad, an dessen Eingang man nicht mehr umständlich eine Pappkarte in einen Schlitz fummeln muss, sondern einfach so dran vorbeispaziert, ohne dass es einen Alarm gibt (vorausgesetzt, man HAT bezahlt). Als offensichtliches Argument für die Nutzung dieser Chips wird meist neben der Variante die bequeme Möglichkeit des Einkaufens und des Chips als Eintrittskarte erwähnt, dass die kleinen Funker auch in der Logistik helfen, Waren zu lagern, wiederaufzufinden und mit Hilfe vollautomatischer Verladeautomaten zuverschicken. Tickets im öffentlichen Nahverkehr, Stempelkarten, Ausweise in allen möglichen Einrichtungen, ja sogar die Speicherung von medizinischen Daten direkt unter der Haut können bequem ausgelesen werden. Soweit die technischen hintergründe und die Werbung für RFID, die eine glänzende, sorgenfreiere Zukunft vorhersagt. Aber ist das wirklich alles so herrlich? Zum Ersten: Barcodes, ok man hat sich daran gewöhnt, sie auf jeden Produkt zu finden. Und, naja, wenn man ehrlich ist, es ist auch einigermassen praktisch, das das Kassenpersonal nicht andauernd nach Preisen ausrufen muss oder sich beim schnellen Eintippen vertut und den Kaufpreis erhöht. Desweiteren ist der Bürger an Funkchips auch gewöhnt, basieren doch die gängigen Ladendiebstahlsicherungen auf Funkchips, die der Detektor am Ausgang als nicht bezahlt erkennt und Alarm schlägt. Der Unterschied zu diesen schon lange benutzen Chips ist: Sie sind einbittig (1 Bit), d.h. sie kennen nur 2 verschiedene Zustände, können als nur 2 verschiedene Informationen aussenden, in dem Fall bezahlt / nichtbezahlt. Die kommenden RFID Chips können jedoch eine spezielle Nummer tragen, die weltweit einmalig ist, ein sogenannter GUID(Globally Unique Identifier). Damit ist es möglich, nicht nur die Art eines Produktes (z.b. Buch x von Autor y aus dem blabla Verlag) auszulesen, sondern auch um WELCHES dieser Bücher es sich handelt. D.h. selbst wenn es ein Produkt in tausendfacher Ausführung in einem Laden gibt, trägt jedes Exemplar eine andere, eindeutig identifizierbare Nummer. Laut Handel liegt der Vorteil in der Verwaltung. Andererseits können Konsumprofile um ein vielfaches genauer erstellt werden als es z.b. bisher mit Hilfe von Rabattmarken in Verbindung dem Speichern vom gekauften Waren möglich ist. Das schafft einen viel gezielteren Einsatz von Werbebotschaften, da jeder Zeit Vorlieben und Geschmack eines Kunden auswertbar ist. Die größe Gefahr bei Nutzung von RFID ist jedoch wohl die totale Transparenz des Datenflusses. Denn es wird überprüfbar, WO ein bestimmter Artikel WANN in WELCHER STADT IN WEL- CHER MENGE zusammen mit WELCHEN ANDEREN Produkten erworben wurde. Wenn man dann auch noch mit Karte bezahlt hat oder seine Rabattcard benutzt hat ist auch noch festzustellen WER der Käufer war. Wird zuvor verkauftes Produkt wo auch immer auf der Welt gefunden (als Müll -> Ordnungsgeld) kann(!) der Besitzer ruckzuck gefunden werden. Es wird so sehr viel einfacher, zu ermitteln, welche Personen an einem bestimmten Ort aufgehalten haben. Dadurch können noch genauere Personenprofile erstellt werden ( War die Person auf diesem Fest / Demo usw usw) Natürlich bedarf die Verwaltung und Überwachung jedes EINZELNEN Produktes einen ungeheuren Aufwand an Rechnerkapazitäten. Daher denke ich, das RFID erstmal nicht auf diese (Produkteinzelüberwachungs- )Weise benutzt werden. Doch die Vernetzung und Verwaltung von Datenbanken wird immer mehr automatisierbar, und irgendwann lohnt es sich, alle gesammelten Daten zu verknüpfen, die Technik ist dann schon im Umlauf und dem Bürger vertraut. Es wird daher nicht nur eine bequeme Verwaltungstechnik eingeführt, sondern die Grundlage einer lückenlosen Rückverfolgung installiert. Bisher versichern die an RFID-Projekten beteiligten Firmen, dass die Funkchips auch beim Verlassen des Ladens deaktiviert werden. Doch verlassen sollte man sich nicht darauf. So geht das Gerücht, es sollen z.b. ahnunglose Kunden Pullover einer Bekleidungsfirma gekauft haben, in denen RFID-Chips unsichtbar eingewoben worden. Solange diese nicht zerstört sind, lassen sie sich durch verdeckte Scanner z.b. in 18

19 datenschutz? schöne neue welt Türrahmen auslesen, und erlauben somit nicht nur Konsum, sondern auch Bewegungsprofile. Eine weitere Hürde zur totalen Überwachung sind derzeit die Datenschutzbestimmungen hier. Bisher dürften Polizei und andere Behörden Informationen über Kaufverhalten nicht von Kaufhäuser oder anderen Konzernen verlangen, doch wie man im Bereich der Internetprovider (müssen Benutzerdaten von IP adresse auf Verdacht bekannt geben, -anbieter sind verpflichtet, auf Verdacht s ihrer Kunden an Behörden weiterzuleiten) oder des Bankgeheimnis (das es ja seid dem NICHT mehr wirklich gibt) sind die Änderung solcher Gesetze nur eine Frage der Zeit. Zur Not hält wohl der aktuelle Sündenbock, der weltweite Terrorismus her. Was bleibt also noch? Um sich zu schützen und sicher zugehen, das die Chips keine Informationen mehr senden, kann man die Produkte (auch schon vor dem bezahlen an der Kasse!) in Alufolie einwickeln, so das die Antenne des Chips kein Signal mehr erhält und dieser somit auch nicht aktiviert wird. Jedoch sollte hier daraufgeachtet werden, das die Folie und die Antenne keinen Kontakt haben, da sonst der Effekt umgekehrt wird. Eine andere Möglichkeit ist, die Atenne zu zerstören, da diese im vergleich zum Chip recht gross und somit leichter zufinden sein sollte. Der CCC (ChaosComputerClub) hat schon mehrmals zu Demos und Aktionen gegen die Einführung der Überwachungstechnologie aufgerufen, was aber kaum in der Öffentlichkeit beachtet wurde, sei es Aufgrund von Ignoranz oder Unwissenheit. In einem Feldversuch hat der CCC zahlreiche Firmen und Kaufhäuser entdeckt, die auf den Frequenzen der RFID - Chips funken, darunter sollen z.b. C&A oder Kaufhof sein. Auf Anfrage, warum das so ist oder ob verdeckt ohne Wissen des Kunden schon RFID getestet wird, wurde die Aussage verweigert. Ein weiterer Beschwichtigungsgrund von RFID-Befürwortern ist die angeblich sehr kleine Distanz, die zwischen Scanner und Sender liegen muss, um diesen Auszulesen, so müssten die geplanten Chips in den EU- Pässen wenige Zentimeter bis umittelbar am Scanner vorbeigeführt werden. Tests haben aber gezeigt, das man schlummernde Chips verdeckt mit einem Handscanner im Abstand von 1 bis 2 m auslesen kann (laut der Computerzeitschrift c t). Es gibt inzwischen Störsendern als Bausätze und auch fertige Geräte, die das Sendefeld eines Scanners überlagern und entsprechende Geräten, um (versteckte) Chips zu entdecken und zu orten(bausätze gibt es z.b. bei der c`t). Ein weitere Anwendung von RFID-Chips sieht die EU übrigens darin, in Zukunft Geldscheine durch Bestückung mit Funkchips fälschungssicher zumachen. Was das für die lückenlose Überwachungsmöglichkeit von Personen und Bargeldverkehr bedeutet, sollte sicher jeder selbst ausmalen können. Die Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten in Verbindung mit der immerweiter ausgebauten Kamera- und Sensorüberwachung würde jetzt den Rahmen sprengen, daher möchte ich auf die Angefügte Linkliste verweisen. Wer weitere Fragen zum Thema hat oder Fehler in diesem Bericht klarstellen möchte, kann mich per mail unter erreichen. Linkliste zum Thema RFID: Technik und Linksammlung Der CCC über RFID Datenspuren -Privatsphäre war gestern The pirate of knowledge is a goog priate Infoseite gegen totale Überwachung Anmerkung: Die hier genannten Seiten sind nur eine Auswahl und beinhalten auch ausführliche weiterführende Linklisten. In dem Artikel geht es um passive, nicht selbstsendende RFID Chips (diese haben eine eigene Energieversorung und u.a. größere Reichweiten). Einleitung: Danny Rest: Toxo ANZEIGE EDEL DRUCK 19

20 sport skate snippets Girlie Skate Camp Foto: Kultur auf vier Rollen Im direkten Anschluss - an den dieses Jahr nach Münster zuürckgekehrten - Masterships fand vom 8. bis zu 15 Juli in der deutschen Mutterstadt des Skatebaording eine Skateboardausstellung in der Lütge Gasse statt. Seltene Exponate wie Parelta Boards, die ersten professionellen Photos und Videos so wie jede Menge von allem anderen was noch mit dem Rollbrett zusammenhängt. Möglich gemacht wurde die Ausstellung durch GlobeShoes und den Rollbaum Skateshop. Die Veranstalter sind zur Zeit noch auf der Suche nach Räumlichkeiten für eine Dauerhafte Ausstellung. Vielleicht wäre eine Deutschlandtour machbar, da in allen größeren Städten sicher großes Interesse an den ROOTS OF BOARDING besteht. Infos Back to the Roots WM BARCELONA, hierher finden regelmäßig Ausflüge des Girlie Skate Camp statt. Letztes Jahr waren über 20 Skateboard rockende Mädels aus aller Welt mit dabei. Es galt im Spanischen Köln neben einem der größten Skateparks Europas, die wohl wettertechnisch skaterfreundlichste Metropole auf 4 Rollen zu erkunden. Spots wie MACBA, el Fondo, Canayelles oder Stiges Bowls, die zusammen mit den Pros gefahren wurden, schafften eine entspannte Atmosphäre, so das frau hier und da live vor Ort sehen konnte, was überhaupt alles machbar ist. Neben Anfängerinnen & Fortgeschrittenen waren auch namenhafte Szenegrößen wie etwa Mini Knoop, Lucy Adams, Julia Bauer, Jill Viggiani, Tina Neff und Ester Vonplon mit von der Partie um dem Nachwuchs mit Rat & Tat zur Seite zu stehen. Abgerundet wurde das Programm mit dem Girlie Pro Jam im Skatepark Sitges, bei dem 15 Topfahrerinnen Demos fuhren. Darunter auch die wohl bekannteste Skateboardfahrerin der Welt, Elissa Steamer. Diese Woche aus skaten, rocken, Sonne und Contests war zwar kraftraubend, aber nachgetankt wurde locker, mit Mucke, Drinks & Fingerfoot am Strand der Stadt, um den letzten Abend ab Mitternacht im City Hall Culup am Plaza Catalunya rauschend ausklingen zu lassen; mit dem sicheren Wissen um einen unvergesslichen Trip & das Verschlafen der Rückfahrt. Anmeldungen zum nächsten Ausflug und Teilnahmebedingungen unter & Hä? Wie heißt der den der Mullen da fabriziert? Wo kommt das her? Wie kann ich das lernen? Warum sieht man fast niemanden mehr der so was kann? Ja, ja, das fragten sich alle die sich mal mit dem Brett beschäftigt haben. Was für Möglichkeiten gibt s mit diesem Ding? Der Rest ist bekannt: aus Downhill, Highjump, Ramp, Street & Freestyle symbiotisierten sich die heutigen Arten des Skateboarding. Doch dank Bernhard Kümpel, der den unverwechselbaren Style nicht verloren gehen lassen wollte, gibt es seit 15 Jahren jemanden, der Contests auf diesem Gebiet veranstaltete. Bis er 2003 die 1. Freestyle Skateboarding Weltmeisterschft in Würzburg ins Leben rief. Dank solchem Engagement sieht man heute nicht mehr nur Nostalgie Skater ab 40, sondern auch den Nachwuchs Freestylen. Dieses Jahr wurde die Freestyle WM zwar in Brasilien ausgetragen, aber zum Trost für alle anderen finden auch im herrlich regnerischen Mutterland Veranstaltungen statt. Girlie Skate Camp WM Foto by??? 20 Foto by??? Infos unter WM

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