Der unabhängige Kongress für Entscheidungsträger. Management Summary. Mittwoch 28. März Uhr Mövenpick-Hotel Zürich-Regensdorf

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1 Der unabhängige Kongress für Entscheidungsträger Management Summary Mittwoch 28. März Uhr Mövenpick-Hotel Zürich-Regensdorf

2 Management Summary Das diesjährige Business Process Management (BPM) Forum fand im Kongress-Hotel Mövenpick in Regensdorf statt und führte zahlreiche Führungskräfte und Experten der Disziplin Geschäftsprozess-Management zusammen. Rund 350 Teilnehmer waren vor Ort präsent, um sich über die neusten Entwicklungen und Herausforderungen von BPM zu informieren. Wie bereits im Vorjahr war die Zusammensetzung des Publikums sehr heterogen. Sowohl BPM-Software-Anbieter wie auch zahlreiche Endanwender aus Gross-, Mittel- und Klein-Unternehmen verfolgten gespannt die Fachreferate über Anwendungsfälle und Best-Practices. Die Fachtagung wurde durch die Vertreter der beiden Platin-Partner (ZHAW School of Management and Law und Software AG) des BPM-Forums eröffnet. Dr. Clemente Minonne (ZHAW) und Oliver Erb (Managing Director der Software AG) erläuterten den stetig zunehmenden Stellenwert des Business Process Managements innerhalb und zwischen Organisationen und betonten, dass es sich nicht nur um eine technische Disziplin, sondern vielmehr um eine Geschäftsführungs-Methode und -Denkweise handelt, welche Geschäftslogik und Informationssysteme intelligent aufeinander abstimmt. Abb. 2: BPM-Studie 2011, Minonne et al., 2011; ISBN Abb. 1: Teilnehmende des BPM-Forums 2012 Gemäss der BPM-Studie 2011, welche unter der Leitung von Dr. Clemente Minonne des Zentrums für Wirtschaftsinformatik der ZHAW School of Management and Law durchgeführt wurde, kann aufgezeigt werden, dass Organisationen von Klein- und Mittelunternehmen bis hin zu Grosskonzernen momentan den Herausforderungen des Geschäftsprozess- Managements stellen, um die definierten Ziele zu erreichen. Im Anschluss an die Eröffnung wurden Fachreferate mit unterschiedlichen Anwendungsfällen aus diversen Branchen vorgestellt. Diese demonstrierten einerseits die Best Practices aus erfolgreichen unternehmensinternen BPM-Einsätzen, und andererseits das Potential, BPM über die Unternehmensgrenzen hinweg als Plattform anzubieten wie dies z.b. die Swisscom IT-Services und etourismus Graubünden uvision AG I

3 tun. Mittlerweile ermöglichen solche Plattformen auch kleineren Unternehmen, BPM-Methoden und Werkzeuge im Sinne einer Dienstleistung zu nutzen. Die zunehmende Relevanz der Cloud-Fähigkeit des BPM-Instrumentariums wurde in diesem Zusammenhang einmal mehr deutlich gemacht. Des Weiteren wurde der Mehrwert aufgezeigt, welcher durch die Anwendung bzw. Verwendung solcher zentralen Plattformen resultiert. Abb. 3: Links im Bild, Micha Kiener, CEO von edorasware AG Rechts im Bild, Dr. Christian Laux von Laux Lawyers Am Beispiel der Anwaltskanzlei Laux Lawyers wurde aufgezeigt, dass auch in wissensintensiven Branchen der Einsatz von BPM-Werkzeugen die Prozesse innerhalb des Unternehmens vereinfachen und die Kollaboration mit externen Partnern unterstützen kann. Die Herausforderung von Laux Lawyers besteht darin, das Know-how von unterschiedlichen Partnern zeitgerecht zu bündeln, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen. Dabei muss das Unternehmen einen Überblick über die verfügbaren Ressourcen besitzen sowie deren Auslastung optimieren. Um dem Kunden einen Full-Service anbieten zu können, benötigt Laux Lawyers ein dynamisches Nervensystem, welches die Koordination zwischen dem Unternehmen und seinen Partnern verbessert. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen edorasware AG wurde eine innovative Plattform realisiert, welche ein Document Management System (DMS) und Ticketing System integriert und somit die Anforderungen der Anwaltskanzlei vollständig erfüllt. Dank dem Einsatz verschiedenster Cloud- Lösungen sowie BPM-Technologien konnten verschiedene Informationssysteme verknüpft werden, welche Laux Lawyers und deren Kunden eine nutzenstiftende Business-Plattform zur Verfügung stellt. Aus dem breiten Spektrum der Fachreferate, welche am Vormittag präsentiert wurden, liess sich der Schluss ziehen, dass für die erfolgreiche Umsetzung und den langfristigen Nutzen von BPM die Unterstützung des Managements Grundvoraussetzung ist, und zudem die Kultur, welche das Geschäftsprozessmanagement mit sich bringt, gelebt werden muss. Die Best Practice Cases Sessions, welche am Nachmittag stattgefunden haben, beinhalteten bereichernde Präsentationen von Anwendungsfällen aus unterschiedlichen Branchen, in welcher Business Process Management eine zentrale Rolle spielt. uvision AG I

4 Hierbei wurde beispielsweise das Projekt der gemeinnützigen Organisation Smilia vorgestellt, welches mit der Unterstützung von unterschiedlichen Technologien einen lebensrettenden Service für die Reanimation von Menschen mit Herzstillständen anbietet. Mittels der unmittelbaren Identifikation von First Respondern (Helfern) und der Lokalisierung von AED-Geräten für die Wiederbelebung können die Überlebenschancen für Herzstillstandopfer erhöht werden. Mit dem Einsatz von u.a. BPM-Werkzeugen, welche für eine solche Anwendung eine hohe Verfügbarkeit und Performanz aufweisen müssen, wird ein solcher Service möglich gemacht. Smilia ist momentan zusammen mit unterschiedlichen Partnern und dem Kanton Baselstadt daran, das erste Pilotprojekt zu lancieren, wobei es das grundsätzliche Ziel ist, den Reanimationsprozess zu beschleunigen und verlässlicher zu machen. Neben der lebensrettenden Projektidee von Smilia zeigte beispielsweise das Referat von Marc Schaffroth (Leiter ech-fachgruppe des Informatiksteuerungsorgans des Bundes ISB) auf, dass BPM mittlerweile auch in die Öffentlichen Verwaltung Fuss gefasst hat. Der Reife- und Durchdringungsgrad ist in dieser Branche im Vergleich zu anderen tiefer. Insbesondere kann dies dadurch begründet werden, dass man sich in der Phase der Dokumentation der Geschäftsprozesse befindet. Hierbei scheinen die technologischen Aspekte von BPM eine sekundäre Rolle zu spielen. Mittlerweile wurde für die Beschreibung der Geschäftsprozesse mit der Festlegung von BPMN (Business Process Modeling Notation) als Standard-Modellierungssprache eine schweizweite Standardisierung vorgenommen. Des Weiteren hat sich die der Bund zum Ziel gesetzt, dem Kunden (Bürger) durch verwaltungsübergreifende Kooperation in verschiedenen Prozessen der Öffentlichen Verwaltung zusätzlichen Aufwand abzunehmen. Insbesondere sollte dies mit durchgängigen Prozessen ( End-to-End ), welche die behördenseitige Vernetzung von Leistungen und Prozesse verbessern sollte, umgesetzt werden. Die Präsentationsblöcke wurden durch eine abschliessende Expertendiskussion abgerundet, welche durch Dr. Clemente Minonne (Zentrum für Wirtschaftsinformatik der ZHAW School of Management and Law) und Stefan Studer (Schweizerische Gesellschaft für Organisation) in den Abb. 4: v.l.n.r. C. Minonne (ZHAW), M. Oschwald (Smilia), N. Niazi (Credit Suisse), M. Schaffroth (ISB) jeweiligen Sessions moderiert wurden. Hierbei wurde versucht, Gemeinsamkeiten sowie auch Unterschiede im Einsatz von BPM aufzuzeigen, welche sich aus den verschiedenen Fachreferaten auf- uvision AG I

5 zeigten. Grundsätzlich wurde festgestellt, dass der Einsatz von Business Process Management Suites (BPMS) einen interessanten Ansatz darstellt, welcher in Zukunft vermehrt an Bedeutung gewinnen wird, wobei IT-Abteilungen viel enger mit den Fachabteilungen zusammenarbeiten werden. Das Forum wurde durch eine inspirierende Key-Note von Dr. Alexander Osterwalder abgerundet. Er stellte seine Methode zur Entwicklung und Visualisierung von innovativen Geschäftsmodellen vor, welche mithilfe einfacher, aber wirkungsvoller Werkzeuge alle Beteiligten gezielt und fokussiert miteinander kommunizieren lässt. Das Publikum erhielt die Möglichkeit, vor Ort selbst aktiv zu werden und das sogenannten Business Model Canvas mit einem eigenen Beispiel auszufüllen. Mit Hilfe dieses Abb. 5: The Business Model Canvas (businessmodelgeneration.com, 2012) Modelles können Geschäftsstrategien visuell dargestellt werden, welche damit einen konkreten Charakter erhalten, um anschliessend effektivere Prozesse zu modellieren. Das entwickelte Modell ermöglicht den beteiligten Parteien innerhalb einer Organisation ein einheitliches Verständnis zu erlangen, was das Geschäftsmodell der Organisation ist. Das BPM-Forum 2012 war ein grosser Erfolg, wobei nicht nur die Fachreferate, sondern auch die Möglichkeit, mit gleichgesinnten Anwendern und Experten in Kontakt zu treten und Erfahrungen auszutauschen, den Mehrwert dieser Veranstaltung ausgemacht haben. An dieser Stelle geht ein Dank an alle Partner und Teilnehmern des BPM-Forums, welche durch Ihren Beitrag die Durchführung ermöglicht haben und hoffentlich im kommenden Frühjahr am BPM-Forum 2013 wieder anzutreffen sind. uvision AG I

6 Referenten und Panelteilnehmer: Oliver Erb, Managing Director Switzerland, Software AG Georg Simon, Senior Vice President Product Marketing, Software AG Eros Merlini, Head of etrade Solutions, Swisscom Dr. Daniel Burgwinkel, Global Program Manager BPM, Novartis AG Web Solution Delivery Group Dr. iur. Christian Laux, Laux Lawyers Michael Oschwald, Gründer und Präsident, Smilia Najib U. K. Niazi, IT-Projektleiter, Director, Credit Suisse Marc Schaffroth, Projektleiter, Prozessmanager, Leiter ech-fachgruppe, Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) Horst Rossdeutsch, Head of Business Engineering, bank zweiplus AG Adrian Wick, Projekmanager, Graubünden etourism GmbH Thomas Winter, Leiter Projekte & Veränderungsmanagement, Axpo AG Andrea Frei, Projektleiterin/Business Engineer, Axpo AG Dr. Alexander Osterwalder, Entrepreneur und Co-Founder, Business Model Foundry Moderation: Dr. Clemente Minonne, Head of Center for Knowledge and Information Management, Researcher, Senior Lecturer, ZHAW School of Management and Law Stefan Studer, Vorstand, SGO Zürich, 28. März 2012 Das nächste Swiss BPM Forum findet am 25. April 2013 statt. Autor Veranstalter Carlo Colicchio, ZHAW, Zentrum für Wirtschaftsinformatik (ZWI), School of Management and Law, Winterthur uvision ist als Veranstalter spezialisiert auf die Konzeption, Durchführung und Institutionalisierung führender Business-to-Business Konferenzen und Communities in Zentral-/Osteuropa und Asien. Konferenzen: BankersCom, InsuranceCom, Energy&UtilityCom und PropertyCom. Foren: Swiss IT Sourcing Forum, Swiss Business Process Management Forum, Swiss Enterprise Content Management & Information Governance Forum. Copyright uvision AG 2012 Zürich, Schweiz. All rights reserved. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Peter Bertschinger Senior Business Manager Foren uvision AG I Nordstrasse 9 I CH-8006 Zürich I Switzerland Tel: I Mobil: uvision AG I

7 Platin Partner Research & Education Partner Gold Partner Silber Partner Global Partner Media Partner uvision 2012 Konzept und Gestaltung

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