Risikooptimierung durch Einhaltung von Standards und Zertifizierung

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1 Rolf H. Weber Risikooptimierung durch Einhaltung von Standards und Zertifizierung Rechtliche Aspekte der Inkorporierung privater Normenkomplexe in unternehmerische Abläufe

2 Übersicht 1.ICT-Konzept 2.Bedeutung und Funktion von Standards 3.Inhalt und Tragweite einzelner Standards (BS 7799, ISO 17799, ITIL, COBIT, Basel II) 4.Rechtliche Wirkung der Einhaltung von Standards Weber 2

3 ICT-Konzept Zielformulierungen Implementierung Compliance - Entwicklung - Sicherheit - Regulierungstreue - Programmverwaltung - Ressourceneinsatz - Schulung - Überwachung - Bestandessicherung - Berichterstattung - Katastrophenplanung - Dokumentation - Nachbesserung Weber 3

4 Technische Best Practices Aggregation vorhandener Informationen Einheitlicher Zugang zu Datensammlungen Zugang zu Source Code Integration der Interface-Stellen mit Dritten Firewall, Intrusion Detection Monitoring und Erfolgsmessung Adäquates Compliance-System Weber 4

5 Funktionserfordernisse Sicherstellen der Datensicherheit Datenerfassung und Datensammlung Flexibel gestaltete Bauelemente Abstimmung und Plausibilitätsprüfung Report und Datenanalyse Compliance Weber 5

6 Soft Law Charakteristiken von Standards Selbstregulierung Involviertheit der Branchenverbände Weber 6

7 Mobilisierung von Fachwissen Flexibilität Stärken der Selbstregulierung Zeiteffizienz Internationalität Faktische Bindungswirkungen Weber 7

8 Schwächen der Selbstregulierung Fehlende demokratische Legitimation Beschränkte Breitenwirkung Beschränkte Transparenz Durchsetzungsprobleme Beschränkter Rechtsschutz Weber 8

9 Überblick über Standards BS 7799 (Information Security Management System) ISO/IEC (Information Security Management) ITIL (Best Practice IT Service Management) CobiT Sektorspezifische Standards (z.b. Outsourcing, Basel II) Weber 9

10 Qualitäts-Management als Grundlage ISO 9000 Inhalt Anwendungsbereich ISO 9001: 2000 Inhalt Anwendungsbereich Weber 10

11 BS 7799 Inhalt 2 Teile Sicherheitsziele/Sicherheitsmanagement Zertifizierung Grundlage für ISO/IEC (Zusammenarbeit) Weber 11

12 ISO/IEC (I) Sicherheitspolitik Sicherheitsorganisation Zertifizierung Personelle Sicherheit Physische Sicherheit Managementaufgaben Zugriffsüberwachung Systementwicklung Geschäftskontinuitätsplanung Einhaltung der Vorgaben Weber 12

13 ISO/IEC (II) Compliance Corporate Policy Gesetzgebung Datenschutz Urheberrecht Archivierung Zertifizierung (Prüfbericht) Weber 13

14 ITIL Entstehung und Bedeutung IT Service Management Service Support/Delivery CRAMM (z.b. Risikoanalyse, Gegenmassnahmen) Weber 14

15 COBIT Entstehung und Bedeutung Management Guidelines Detaillierte Kontrollziele Überwachung-Richtlinien (Audit) Zertifizierung als IT-Revisor Weber 15

16 Vergleich der Standards (I) ISO/IEC 17799: stark in Sicherheitszielen, weniger in Prozessabläufen ITIL: stark in IT-Prozessen, weniger in Sicherheit und Systementwicklung COBIT: stark in IT-Kontrollen (IT metrics), weniger in Sicherheit und Prozessabläufen Weber 16

17 Vergleich der Standards (II) Keine Widersprüche und keine starken Überlappungen Beschränkte Anforderungen an persönliche Voraussetzungen / im Organisationsbereich Unternehmerische Grundfragen Höhe des Qualitätsniveaus Ausbalancierung verschiedener Standards Weber 17

18 Banken: Outsourcing Geschäftsbereich Wahl des Dienstleisters Verantwortung Sicherheit Geschäftsgeheimnis Kundenorientierung Revision/Aufsicht Auslagerung ins Ausland Vertragsgestaltung Weber 18

19 Banken: Basel II (I) Entstehung und Bedeutung 3 Säulen Zeithorizont Risiken (Kredit-, Markt-, operationelle Risiken) Überprüfung Risikoprofile Marktdisziplin/Transparenz Weber 19

20 Banken: Basel II (II) Operationelle Risiken Systeme und Verfahren Risikoanalyse, -steuerung, -kontrolle Pre-Rating, Bilanzschutz Vorsorge/Audit Verhältnis zu ISO/IEC Rückwirkung auf IT-Sicherheit in Unternehmen Weber 20

21 Einhaltung von Standards - Verfahren - Bedeutung Zertifizierung Weber 21

22 Rechtswirkung von Standardeinhaltung/Zertifizierung Vertragsrecht Sorgfalt Gesellschaftsrecht Sorgfalt (Corporate Governance) Weber 22

23 Sorgfalt im Vertragsrecht Objektivierter Sorgfaltsmassstab Durchsnittsverhalten / Niveau Entschuldbarkeit von Fehlern Weber 23

24 Sorgfalt im Gesellschaftsrecht Objektivierter Sorgfaltsmassstab ICT-Konzept Corporate Governance (Vorgaben) Entschuldbarkeit von Fehlern Weber 24

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