Die Entwicklung eines neuen IT Personal- Zertifizierungsstandards Ein Erfahrungsbericht. Stephan Goericke 27. November, Berlin

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1 Die Entwicklung eines neuen IT Personal- Zertifizierungsstandards Ein Erfahrungsbericht Stephan Goericke 27. November, Berlin

2 Inhalt Die EU Dienstleistungsrichtlinie Anforderungen an die IT-Umsetzung Umsetzung der EU-D-RL in Brandenburg Lagebeurteilung Verfahren zur Erlangung der Grundschutz Zertifizierung Hilfestellung für Kommunen Personal-Zertifizierung Vorteile Das International Software Quality Institute Entwicklung eines IT Personal-Zertifizierungsstandards am Beispiel ISSECO Certified Professional for Secure Software Engineering

3 Die EU Dienstleistungsrichtlinie Die EU hat im Dezember 2006 eine Richtlinie mit dem Ziel des Abbaus bürokratischer Hindernisse für die Niederlassungsfreiheit und von Beschränkungen des Binnenmarktes für Dienstleistungen erlassen. Die wesentlichen Kernelemente sind: Vereinfachung der Genehmigungsverfahren Einführung der einheitlichen Ansprechpartner (EAP) Elektronische Verfahrensabwicklung. Die Umsetzung der Richtlinie muss bis Ende 2009 erfolgen.

4 Anforderungen an die IT-Umsetzung Information des Unternehmers Vollständig Behördenübergreifend Orientiert an Lebenslagen 24/365 verfügbar Einheitliche Informationsbasis für Land, Kommunen, Bund usw. Mehrsprachigkeit Elektronische Verfahrensabwicklung Eingang der Vorgänge elektronisch Bescheiderteilung elektronisch Bezahlung der Leistung elekronisch Verwaltungsübergreifender Workflow elektronisch Einheitlicher Ansprechpartner für den Kunden Kommunikation mit dem Unternehmer und den beteiligten Verwaltungen (Single Point of Contact) Koordination der Vorgänge Verteilung der Vorgänge Versand der Vorgänge Controlling des Verfahrens Termine Fristen Vollständigkeit

5 Umsetzung der EU-D-RL in Brandenburg 3.) Wie sieht der Zeitplan zur Umsetzung der Richtlinie aus? ( ) ( ) ( ) 5. Bis Mai 2008: Vorklärung zur Normenprüfung a. Festlegung der IT-Umsetzung der Normenprüfung b. Implementierung und Nutzung einer internetbasierten Informationsplattform c. Abschluss eines Schulungskonzepts 11. I. Quartal bis 30. November 2009: Test des Pilotsystems Quelle: Bericht der Landesregierung an den Landtag Brandenburg gemäß Landtagsbeschluss vom 7. Juni 2007 (Drucksache 4/6083-B)

6 Lagebeurteilung Geplante Umsetzung unrealistisch und zu kurz bemessen - Eine effektive Testphase von ca. einem halben Jahr [ist] angesichts der Bedeutung und des Umfangs des Projekts nicht ausreichend Unzureichendes Schulungskonzept - Brandenburg geht Sonderwege, anstatt sich international gebräuchlichen Standards anzuschließen Fehlende einheitliche Standards auf kommunaler Ebene - Jede Kommune hat hier eigene Lösungen und Strukturen geschaffen. - Einheitliche Regelungen fehlen. - Standards in Ausbildung, Sicherheit oder Management sind nicht bekannt oder nur ungenügend verbreitet.

7 Verfahren zur Erlangung der Grundschutz Zertifizierung Hilfestellung für Kommunen 1. Bestandsanalyse - Dokumentenprüfung - Durchführung von Quick-Checks auf der Basis von Dokumentenprüfung 2. Durchführung von IT-Grundschutz-Audits mit Auditor-Testat 3. Begleitendes Coaching und Umsetzungsbegleitung von Maßnahmen 4. Entwicklung von Maßnahme- und Schulungsplänen in den Bereichen - IT-Security - IT-Projektmanagement - IT-Architecture Zur Erlangung von BSI-GS konformen IT Systemen ist qualifiziertes Personal erforderlich Sicherstellung der Qualifikation durch Zertifizierung des Personals

8 Personal-Zertifizierung Vorteile Professionalisierung Sicherung eines Basiswissens Anerkannte und bewährte Ausbildung für Berufsbilder der Praxis Lebenslanges Lernen Nationale und internationale Vergleichbarkeit von Berufsqualifikationen Hersteller- und Produktunabhängige Standardisierung Globale Zusammenarbeit und Kommunikation über Landesgrenzen und Sprachbarrieren hinweg

9 Das International Software Quality Institute Deutschlands führender IT- Personalzertifizierer zertifiziert in 35 weiteren Ländern auf 5 Kontinenten (z.b. Indien, Japan, Ukraine, Brasilien, Österreich, Schweiz, Bulgarien, USA, Ägypten) Entwicklung und Etablierung international anerkannter, unabhängiger Standards für die Weiterbildung und Zertifizierung in Software-Qualitäts- Berufen Nationale und internationale Netzwerkkooperationen [z.b. ISO/IEC JTC1 SC7 Working Groups (ISO15504, ISO12207, ISO15288, )]

10 Zusammenarbeit mit Verwaltung und Behörden (1/2) In Deutschlands größtem Expertennetzwerk für Software-Qualität ASQF e.v. Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung (z.b. Bayerisches Landesamt für Steuern-Referat luk 23, Deutsche Bundesbank Zentralbereich IT/IT 62 Testservice IT) Im europäischen Expertennetzwerk des GESA e.v. (German European Security Association) In dem vom Brandenburger Wirtschaftsministerium gefördertem Kompetenzcluster SeSamBB Security and Safety made in Berlin- Brandenburg, Kompetenzträger für Personalweiterbildung im Bereich IT Sicherheit

11 Zusammenarbeit mit Verwaltung und Behörden (2/2) Seit Jahren zertifiziert isqi IT-Personal im Bereich Verwaltung (z.b. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Bundesanstalt für Wasserbau, Bundesinnenministerium, Bundesministerium für Verteidigung, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Bundesrechenzentrum, Bundesagentur für Arbeit) im TeleTrusT e.v. für die Zertifizierung T.I.S.P. TeleTrusT Information Security Professional (z.b. Bundeskriminalamt, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) im WEIT e.v. als Zertifizierungsstelle für die Zertifizierung V-Modell XT (z.b. Bundesverwaltungsamt, Bundesministerium des Innern)

12 Entwicklung eines IT-Personal-Zertifizierungsstandards am Beispiel ISSECO - Certified Professional for Secure Software Engineering Ziel: Ausbildung im Bereich Softwareentwicklung Entwicklung sicherer Software Vermeidung der üblichen Sicherheitslöcher ganzheitlicher Ansatz über den kompletten Softwareentwicklungszyklus Inhalte: Requirements Engineering Secure Design Security Test Bewertung, Verteilung, Wartung Zielgruppe: Softwareentwickler

13 Initiierung Bedarf war schon länger vorhanden Sicherheitslücken in der Software Impuls aus der Industrie Weiterbildung des Personals war erforderlich SAP wollte ein einheitliches Ausbildungs- und Prozess-Know-How im Bereich sichere Softwareentwicklung Gemeinsam mit isqi als Know How Träger im Ausbildungsbereich wurde die Entwicklung initiiert Kick off: August 2007 Schulungsbeginn: Februar 2009

14 Arbeitschritte zur Entwicklung eines neuen IT Personal-Zertifizierungsstandards (1/2) Bedarfsermittlung Marktanalyse Bildung der Expertengruppe Mit dem ASQF steht ein Netzwerk kompetenter Fachleute zur Verfügung Experten für spätere Anerkennung und Verbreitung wichtig Kick-off Meeting Beschluss über Zusammenarbeit Definition der Ziele Einteilung in Arbeitsgruppen AG Lehrplan, Prüfungsfragen, Prozesse, Schulungsmaterialien, Public Relation

15 Arbeitschritte zur Entwicklung eines neuen IT Personal-Zertifizierungsstandards (2/2) Grobkonzeption Definition der Arbeitspakete Zeitplan Erarbeitung der Arbeitspakete (mehrstufiger Entwicklungsprozess) Entwurf, Review, Überarbeitung, Finalisierung Regelmäßige Abstimmung des Arbeitsstandes Meetings, Telefonkonferenzen Fertigstellung Markteinführung Entwicklungsdauer: Monate

16 Kontakt isqi GmbH Breite Straße 2d Potsdam Germany Tel.: Fax:

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Certified Requirements Engineer Certified Requirements Engineer SOPHIST GROUP Vordere Cramergasse 11-13 90478 Nürnberg Phone: +49 (911) 40 900-0 Fax: +49 (911) 40 900-90 Die Täter Mitglieder des Certified RE-Boards Chris Rupp (Leiter)

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