Kap. 7 IS-Infrastruktur: Zusammenfassung

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1 Kapitel 7: Zusammenfassung Teil I. 1 Kap. 7 IS-Infrastruktur: Zusammenfassung In Teil I haben wir verschiedene Middleware-Lösungen zur Entwicklung (komplexer), verteilter Informationssysteme kennengelernt Wir haben Middleware eingeführt als Basisdienste zur Unterstützung der Entwicklung und Ausführung von Anwendungen mit dem Ziel der Trennung von Infrastruktur-Funktionalität und Anwendungsfunktionalität Wie gut wird dieses Ziel von den unterschiedlichen Middleware-Lösungen unterstützt (am Beispiel von Transaktionsgarantien)? Fat Clients: SQL-Middleware (ESQL, CLI) Sehr rudimentäre Transaktionsunterstützung Koordination verteilter Transaktionen (2PC) muss vom Entwickler selbst ausprogrammiert werden Fat Servers: TP-Lite Gut geeignet, falls keine Verteilung berücksichtigt werden muss. Ansonsten: Aufrufhierarchie von Prozeduren muss bekannt sein, damit eine äussere Transaktionsklammer gesetzt werden kann (siehe Übung 1) TP-Monitore Auf prozedurale Anwendungsentwicklung beschränkt. Gute Unterstützung verteilter Transaktionen, unter Verwendung spezieller APIs (siehe X/Open)

2 Kapitel 7: Zusammenfassung Teil I Zusammenfassung DOM/CORBA Ebenfalls gute Unterstützung verteilter Transaktionen (OTS) Jedoch: explizites Erzeugen und Weitergeben des Transaktionskontextes Objekt-Transaktions-Monitore: COM+ Explizites Setzen des Transaktionskontexts und deklarative Spezifikation durch Deployment möglich. Objekt-Transaktions-Monitore: EJB Mächtige Unterstützung deklarativer Spezifikation durch Deployment. Setzt den Middleware-Anspruch der Trennung von Infrastruktur- Funktionalität und Anwendungsfunktionalität sehr gut um Nachteil: komplexe Systeme, fehlende Übersicht, ob die Anwendung auch wirklich in der vom Entwickler gewollten Semantik angewandt wird (Deployment) MOM / Persistent Queues / Queued Transactions Grösserer Aufwand, verteilte Transaktionen zu implementieren, da Kombination von drei unabhängigen Transaktionen erfordert (Zusatzaufwand vor allem bei der Recovery). Gewinn ist jedoch die stärkere Entkopplung einzelner Komponenten.

3 Kapitel 7: Zusammenfassung Teil I. 3 Transaktionsunterstützung (nach OHE99) Feature Ordinary Queues, RPCs, ORBs, Publish-and-Subscribe, and Conversational Communications Transactional Queues, RPCs, ORBs, Publish-and-Subscribe, and Conversational Communications Participants Commit synchronization Only-once semantics Server management on the recipient node Load balancing Supervised exchanges Loosely-coupled client/server programs No No No. It s just a delivery mechanism. (ORBs provide minimal server management.) Using the directory services. The first server to register becomes a hotspot. No dynamic load balancing is provided. No. Exchanges are simply between the client and the server. The exchanges are transient. No crash recovery or error management is provided. You re on your own. Transactionally bound client/server and server/server programs. The message invocation causes the recipient program to join the transaction Yes Yes Yes. The process that receives the message is started, load balanced, monitored, and tracked as part of the transaction. Uses the TP Monitor s sophisticated loadbalancing algorithms. Can spread work across multiple machines and dynamically add more processes to cover hotspot of activity. Several servers can read from same queue The TP Monitor supervises the entire exchange, restarts communication links, redirects messages to an alternate server process if the first one gets hung, performs retries, and provides persistent queues and crash recovery.

4 Kapitel 7: Zusammenfassung Teil I. 4 Die Ideale Middleware? Und welches ist jetzt die ideale Middleware-Lösung? Die gibt es nicht! Alle Ansätze sind sehr gut geeignet für bestimmte, (teilweise eng eingegrenzte) Probleme Middleware-Funktionalität der vorgestellten Lösungen bzw. Produkte verschmilzt immer mehr, d.h. Systeme verbinden immer mehr die Vorteile der unterschiedlichen Ansätze ( Best-of-breed )

5 Kapitel 7: Zusammenfassung Teil I. 5 Beispiel: TP-Lite oder TP-Heavy? Dies war eine aktive Diskussion vor wenigen Jahren! Es ist aber zu erwarten, dass die Unterschiede verschwinden. DBMS-Hersteller werden eine TP-Monitor-ähnliche (Middleware)-Schicht anbieten (siehe auch die Entwicklung hin zu multiplen, asymmetrischen DBMS-Servern) TP-Lite 20 TPS TP-Heavy 80 TPS 200 Clients Informix DB Engine 200 Dedicated Pipes 1000 Clients TP Monitor 24 Shared Pipes Informix DB Engine Vergleich nach Orfali/Harkey/Edwards: Client/Server Survival Guide

6 Beispiel OTS: Integration der einzelnen Middleware-Komponenten Objekt-Transaktionsmonitore = Objekte + Transaktionen + Messages Integrieren die wesentlichen Infrastruktur-Komponenten, die wir in Teil I der Vorlesung kennen gelernt haben Zusätzlich: Vereinfachung der Entwicklung komplexer Systeme Von der expliziten Programmierung Hin zu Assembly und Deployment EJB Transaktionen Objekte Messages Objektverwaltung höherer Ordnung (OHO) SS 2003 Kapitel 7: Zusammenfassung Teil I. 6

7 Gegenüberstellung der vorgestellten Systeme Kriterium ORACLE TUXEDO CORBA.NET EJB Plattformunabhängigkeit Herstellerunabhängigkeit - o Flexibilität / Deployment / WORA - - o + ++ Komplexität Programmierung Deklarative Transaktionen + - o + ++ Deklarative Persistenz + o o O ++ Verteilungstransparenz o Synchrone / asynchrone Komm. +/- +/+ +/+ +/+ +/+ Skalierbarkeit - + o + + Stabilität o o Investitionssicherheit ++ o o o o Objektverwaltung höherer Ordnung (OHO) SS 2003 Kapitel 7: Zusammenfassung Teil I. 7

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