Herausforderung Nachhaltigkeit im Supply Chain Management

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1 Herausforderung Nachhaltigkeit im Supply Chain Management Dr. Sibyl Anwander Leiterin Qualität/Nachhaltigkeit Coop Leiterin der Nationalen Kontaktgruppe BSCI Schweiz Tagung SECO, CSR und nachhaltige Beschaffung 19. Januar 2011, Zürich

2 Agenda 1. Komplexität in der Lieferkette 2. Vielfältige Erwartungen von Konsumenten, Investoren und Politik 3. Ansatz der ständigen Verbesserung 4. Nachhaltige Supply Chains als Chance zur Profilierung 5. Grenzen der Verantwortung der Wirtschaft? 6. Rolle der Zivilgesellschaft (Stakeholder)

3 1. Komplexität in der Lieferkette Breite Sortimente (im Fall von Coop rund 400'000 verschiedene Produkte) Viele Lieferanten (im Fall von Coop > 4000) und mehrstufige Lieferketten mit Sublieferanten und Subkontraktoren Dynamisches System mit teilweise kurzfristigen und saisonalen Geschäftsbeziehungen Weltweites Sourcing; wachsende Bedeutung internationaler Beschaffungskooperationen Neue Beschaffungsformen (z.b. Internetauktionen, Parallelimporte ) Schweizer Unternehmen sind klein schwierige Durchsetzung von eigenen Standards

4 Benutzerfreundliche Managementsysteme und Datenbanklösungen nötig

5 2. Vielfältige Erwartungen von Konsumenten, Investoren und Politik

6 Ökologische Fragestellungen

7 Sozialkodixes z.b. BSCI Versammlungsfreiheit Keine Diskriminierung Keine Kinderarbeit Gesetzlicher Mindestlohn Arbeitszeit (max. 48 Stunden + 12 Stunden bezahlte Überzeit) Keine Zwangsarbeit Gesunde und sichere Arbeitsplätze Umweltgesetzgebung eingehalten Sozialbeiträge Keine Korruption

8 Genügt das?

9 3. Ansatz der ständigen Verbesserung Einheitliche Instrumente für externe und unabhängige Audits Integrity Programm Ausbildung von Auditoren Ausbildung von Fachleuten und Managern Im Gespräch mit Stakeholdern in Produzenten- und Konsumentenländern

10 BSCI als Prozess

11 Externe Audits als Basis für Korrekturmassnahmen verstellte Fluchtwege klar gekennzeichnete und freie Fluchtwege

12 Externe Audits als Basis für Korrekturmassnahmen hohes Unfallrisiko gute Unfall-Prophylaxe

13 Externe Audits als Basis für Korrekturmassnahmen kein Trinkwasser, hohe Infektionsgefahr sauberes Trinkwasser

14 Anzahl Lieferanten mit abgeschlossenem BSCI Prozess Über BSCI Audits seit dem Start von BSCI 2003 Audits: 3461 in 2009 Re-audit: 2876 in 2009 Wichtigste Gründe für Non-Compliances: Überzeit Entschädigung Arbeitssicherheit Managementpraxis

15 Von der Kontrolle zur Kooperation mit Lieferanten Mehrwert Kooperation Commitment Sourcing Guidelines Compliance Kontrolle Tiefe der Zusammenarbeit

16 4. Nachhaltige Supply Chains als Chance zur Profilierung - Zwischen Pflicht und Kür Für Bio ohne Kompromisse. Für Tiere, die draussen daheim sind. Für die grüne Alternative. Für Fashion und Fairness. Für unsere Berge. Für unsere Bauern. Für den echten Geschmack mit Tradition. Für energieeffiziente Geräte. Für alte Sorten, neu entdeckt. Für nachhaltige Fischerei. Für nachhaltiges Holz. Für alle, die auch an andere denken.

17 Aus der Nische zum Erfolg Umsatzanteil der Coop-Kompetenzmarken = 12%

18 Den Level heben Standards für das Mainstream-Sortiment

19 Wieso ist Coop Mitglied bei BSCI? - Zugang zu einem glaubwürdigen und transparenten internationalen Monitoring System für die Umsetzung unserer sozial-ethischen und ökologischen Beschaffungsrichtlinie - Reduktion von Mehrfach-Audits in den Produzentenländern (gemeinsame Datenbank) - Kostenreduktion durch Synergieeffekte (Übersetzungen, gemeinsame Workshops, zentrale Informationsstelle etc.) - Bessere Verhandlungsposition gegenüber den Lieferanten durch insgesamt grösseres Beschaffungsvolumen - Gemeinsames System (Standard, Audits) beschleunigt Umsetzung bei den Lieferanten - Gemeinsamer Dialog mit kritischen Stakeholdern aus Politik, Gesellschaft und Gewerkschaften, besseres Risikomanagement - Synergien im Bereich Schulung und Trainings

20 5. Grenzen der Verantwortung der Wirtschaft? Es gibt verschiedene Diskussionsbeiträge zur Frage der Abgrenzung der unternehmerischen Verantwortung, z.b.: BDA, BDI*: Es ist die primäre Aufgabe nationaler und internationaler Politik auf die Einhaltung sozialer Standards hinzuwirken. Unternehmen können im Rahmen ihres Wirkungskreises auf soziales Verhalten hinwirken, in Partnerschaft mit den politischen und gesellschaftlichen Akteuren. *BDA, BDI: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgebervereine, Berufsverband der Deutschen Industrie John Ruggie, Special Representative on Business and Human Rights der UNO: Die Nationalstaaten tragen in erster Linie die Verantwortung, die Bürger gegen Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Unternehmen haben besonders dort die Verantwortung, wo nationale Gesetze nicht zum Tragen kommen. Die Unternehmen haben als Minimum die Verantwortung, keinen Schaden anzurichten.

21 6. Rolle der Zivilgesellschaft (Stakeholder) Konzeptansatz 1: Thema 1 Hier steht ein Blindtext Konzeptansatz 2: Thema 2 Hier steht ein Blindtext Konzeptansatz 3: Thema 3 Hier steht ein Blindtext oder dieses Chart kann auch für eine Zusammenfassung genutzt werden mit und ohne Headline.

22 Gemeinsame Anstrengungen für einen Wandel Sensibilisierung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber Lokale Interpration der ILO Richtlinie Gemeinsame Schulungen Verification von Audits Sensibilisierung der Konsumenten und der Politik Medienarbeit / Information Ratings bzgl. Umsetzung Definition von Standards Überprüfung der Glaubwürdigkeit

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