Nachhaltigkeit und Biodiversität im Einzelhandel Hot Spot Analyse und Pro Planet Strategie

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1 Nachhaltigkeit und Biodiversität im Einzelhandel Hot Spot Analyse und Pro Planet Strategie Dr.Josef Lüneburg-Wolthaus Strategic Quality Department

2 1 Die Nachhaltigkeitsstrategie Die Zahlen 2010 Gesamtumsatz > 48 Mrd. Anzahl der Beschäftigten Anzahl der Märkte

3 1 Die Nachhaltigkeitsstrategie Die Vertriebsstruktur Vollsortiment National Vollsortiment International Discount National und International Fachmarkt National Sonstige Touristik

4 Was hat der LEH mit Biodiversität zu tun? Hot Spots Pestizide Wasserverschwendung Illegale Brunnen Illegale Anbauflächen Bedrohung des Naturschutzgebietes Coto de Doñana Transport/CO 2 -Emissionen Risiken Verstoß gegen Lebensmittelrecht Soziale und ökologische Risiken in der Lieferkette Reputationsrisiken

5 Was hat der LEH mit Biodiversität zu tun? T Für 60% der befragten Unternehmen hat Biodiversität eine hohe bis sehr hohe Relevanz. 72% schätzen die Abhängigkeit ihres Geschäftsmodells von Biodiversität als sehr hoch ein. Klima- Ressourcen- und Emissionsschutz sind zentrale Themenfelder bei Maßnahmen zum Biodiversitätserhalt.* Beispiele : Mehrertrag durch Bestäubung : ca153 Milliarden p.a. Desertifikation von Agrarland : z.b. Spanien Konsumenteninteresse: z.b. Einkaufsratgeber Fisch Biodiversität als Kommunikationstool * BIO DI VER SI TÄT PERSPEKTIVE FÜR UNTERNEHMERISCHES NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT / Umfrage Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

6 Nachhaltigkeit als Qualitätskriterium

7 2 Das PRO PLANET-Label Grüne Produkte: Nachhaltigkeit im Sortiment Bio-Produkte Massenmarkt: Richtlinien und Standards Massenmarkt: PRO PLANET konventionelle Produkte

8 Aufbau einer Hot Spot Analys EINZELZUTATEN PRODUKTSPEZIFISCHE ANALYSE Phase 1 Phase 2a Phase 2b Phase 3 Phase 4 Rohstoffgewinnung/ Landwirtschaft Verarbeitung/ Herstellung Verarbeitung/ Herstellung Handel Konsum/ Entsorgung Ökologische Aspekte Rohstoffe Energie Treibhausgase Wasser Landnutzung Biodiversität Abfall Luftemissionen Wasseremissionen Soziale Aspekte Allg. Arbeitsbed. Soziale Sicherheit Training & Bildung Arbeitsgesundheit Menschenrechte Einkommen Konsumentenges. Produktqualität Tierschutz/-gesundheit

9 Der Vergabeprozess erfolgt in 5 Schritten 3 Der PRO PLANET-Prozess 1. Hot Spot-Analyse pro Warengruppe Beirat Der PRO PLANET-Beirat berät bei der Labelvergabe. Einbindung Projektpartner Z.B. Bernward Geier Colabora Vorsitzender Vorschlagskatalog Machbarkeitsabschätzung Umsetzung der Maßnahmen Vergabe des PRO PLANET-Labels Georg Abel Verbraucherinitiative e.v. Verbraucherschutz Dr. Oliver Müller Caritas International Soziales Jörg-Andreas Krüger NABU Naturschutzbund Deutschland e.v. Ökologie Dr. Klaus Kastenhofer Nachhaltigkeitsexperte & Mediziner Ökologie Themenbezogene Fachexperten 9

10 Wofür steht das PRO PLANET-Label? 3 Der PRO PLANET-Prozess Sichtbarmachen eigener Nachhaltigkeitsleistungen Risikominimierung (Verringerung nachteiliger Hot Spots) kontinuierliche Verbesserung und Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette 10

11 Pro Planet Prinzipien von Pro Planet Projekten : - Hot Spots müssen veränderbar sein - Maßnahmen müssen wirtschaftlich darstellbar sein ( Raus aus der Nische ) - Maßnahmen müssen signifikante Schritte in Richtung Nachhaltigkeit darstellen, z.b. durch: Implementierung existierender Standards Projekte - Anforderung : 1. Veränderung am Produkt / Produktionsweise 2. Kompensation 3. Add ons Wiederholung der Pro Planet Analyse alle 3 Jahre 11

12 2 Das PRO PLANET-Label Die Hot Spot-Karte für Äpfel aus D Landwirtschaft Produktion Düngemitteleinsatz Monokultur schwindende Biodiversität Rückgang der (Wild-) Bienen Handel Konsum

13 2 Das PRO PLANET-Label Die Hot Spot-Karte für Äpfel aus D Landwirtschaft fehlende Arbeitsschutzmaßnahmen Produktion - - Handel - Konsum

14 Pro Planet Äpfel Entwicklungsstufen des Projekts? 75 Betriebe am Bodensee 23 Betriebe am Neckar 2009 Entwicklung und Planung Pilotbetriebe 2011 Verbreitung Vertiefung

15 Pro Planet Äpfel Naturschutz auf die Fläche bringen Kontinuierliches Hinterfragen und Weiterentwickeln der Produktion Kommunikation von Landwirtschaft und Naturschutz

16 Das verknüpfte Bild kann nicht angezeigt werden. Möglicherweise wurde die Datei verschoben, umbenannt oder gelöscht. Stellen Sie sicher, dass der Link auf die korrekte Datei und den korrekten Speicherort zeigt. Food Chain Management : Warum wir Standards benötigen Biodiversität in der Lieferkette: Pro Planet -Pizza? Nachhaltiger Thunfisch?* Käse : Viehfutter ohne GMO-Soja aus Brasilien?* Weizen aus intensiver Monokultur?* Pestizide auf Tomaten?* Kombinierte HSA für Rohstoffe und Verarbeitung aber: bis zu Artikel in einem Supermarkt. * Bilder Quelle : Greenpeace

17 Food Chain Management : Warum wir Standards benötigen Biodiversität Standards könnten helfen Biodiversität im Markt zu verankern: - UNEP : 30 Standards (12 Landwirtschaft ) - Erhebliche Unterschiede in Zahl und Qualität der Kriterien - Anforderungen weichen von international anerkannten Definitionen und Kriterien ab - Vorhandene Standards müssen überarbeite und abgeglichen werden. - REWE-Group :Teilnahme an strategischen Partnerschaften

18 Statement Hr. Lüneburg-Wolthaus, REWE: Eine große biologische Vielfalt bedeutet für uns. die Geschäftsgrundlage für unsere Zukunft.

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