NACHHALTIGKEIT BEI BALL 2013 DEUTSCHLAND

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1 Zürich (Hauptsitz Europa) Ball Europe GmbH Leutschenbachstraße 52 CH-8050 Zurich Tel.: +41 (0) Fax: +41 (0) Bonn (Business Center Germany/Technical Center) Postfach D Bonn Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Braunschweig (Zweigniederlassung) Karl-Schmidt-Str. 15 D Braunschweig Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) NACHHALTIGKEIT BEI BALL 2013 DEUTSCHLAND Haslach (Zweigniederlassung) Im Mühlegrün 8 D Haslach Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Haßloch (Zweigniederlassung) Am Schachtelgraben 15 D Haßloch Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Hermsdorf (Werk) Am Knühl D Hermsdorf Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Weißenthurm (Zweigniederlassung) Hauptstr. 170 D Weißenthurm Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Scannen Sie den QR-Code, um direkt auf unsere Internetseite zu gelangen: 1. Laden Sie sich einen kostenlosen QR-Code-Leser in einem App-Store herunter 2. Öffnen Sie den QR-Code-Leser 3. Scannen Sie den Code mit der Kamera Ihres Mobiltelefons Besuchen Sie auch unseren YouTube-Kanal: ball-europe.com

2 Liebe Leserinnen und Leser, Detlev Reese Werkleiter Hermsdorf Clemens Paulus Werkleiter Haßloch Thomas Lappe Werkleiter Braunschweig Werner Rehfisch Werkleiter Weißenthurm Nachhaltigkeit rückt immer mehr in den Fokus. Wir bei Ball arbeiten schon seit vielen Jahren nachhaltig und haben bereits seit 2007 ein formalisiertes Nachhaltigkeitsmanagement, wodurch wir nun auf eine lange Historie dieses Bereichs in unserem Unternehmen zurückblicken können. Alle Geschäftsbereiche der Ball Corporation haben gemeinsam eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, an der wir unser Handeln in der ganzen Welt ausrichten. Wie diese konkret aussieht und was Ball bereits erreicht hat, können Sie im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht der Ball Corporation sowie auf nachlesen. Wir orientieren uns selbstverständlich auch an unseren deutschen Standorten an den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung. In dieser Broschüre möchten wir Ihnen darlegen, wie Nachhaltigkeit unsere tägliche Arbeit beeinflusst und welche Fortschritte wir in den vergangenen zwei Jahren erreicht haben. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre. Yours Colin Gillis Präsident, Ball Europe GmbH BALL WIRTSCHAFTET nachhaltig AuS TRADITIon Braunschweig Hermsdorf AuF EInEn BLICK: BALL In DEuTSCHLAnD Mehr als 5,4 Milliarden Getränkedosen pro Jahr Mehr als 9 Milliarden Deckel pro Jahr Die Ball Corporation, eines der größten Verpackungsunternehmen der Welt, ist über 130 Jahre alt. Wir haben bereits nachhaltig gewirtschaftet, als noch niemand dieses Thema in den Mittelpunkt stellte. Heute verfügt unser unternehmen über einen systematischen nachhaltigkeitsansatz. Weißenthurm Haßloch Mehr als Mitarbeiter Energieverbrauch um 28% seit 2007 verringert 59% des Abfalls werden recycelt oder wiederverwendet Von 2011 bis 2012 haben wir über 1,5 Millionen in Energieeffizienzmaßnahmen investiert Wasserverbrauch um 13% seit 2007 verringert Mehr als 100 Kunden füllen unsere Getränkedosen Grundlage dafür ist unsere Nachhaltigkeitsvision: Wir wägen wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen bei unseren Entscheidungen und Aktivitäten ab und schaffen so langfristig Mehrwert für unsere Anspruchsgruppen und für die Ball Corporation. Davon ausgehend bestimmen sechs Fokusfelder unsere nachhaltigkeitsagenda: Innovation, Arbeitsprozesse, Talentförderung, Recycling, Lieferkette und Gesellschaft. Zu jedem der Felder finden Sie in dieser Broschüre die wichtigsten Projekte aus unseren Werken in Deutschland. Kennzahlen sind wichtig, um Prozesse effektiv steuern und verbessern zu können. Dies trifft auch auf das betriebliche nachhaltigkeitsmanagement zu. In den vergangenen Jahren haben wir dazu einheitliche Mess- und Informationssysteme für unsere nachhaltigkeitskennzahlen eingeführt und diese Systeme weiter verbessert. Die so gewonnenen Daten unterstützen unsere zertifizierten Managementsysteme in den Bereichen umwelt, Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit. Sie ermöglichen es uns, unsere Leistung kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern, unsere Werke miteinander zu vergleichen und so unsere nachhaltigkeit kontinuierlich zu verbessern. Wir informieren unsere mehr als Mitarbeiter in Deutschland regelmäßig über unsere Ziele und Möglichkeiten in den sechs Fokusfeldern und auch darüber, wie sie sich persönlich daran beteiligen können die Ziele zu erreichen. nur durch unsere Mitarbeiter und deren wertvolles Fachwissen ist es uns möglich, unsere nachhaltigkeitsziele umzusetzen

3 INNOVATION ARBEITSPROZESSE DIE LEICHTESTE GETRänKEDoSE DER WELT WASSER: JEDER TRoPFEn ZäHLT Kaum eine andere Getränkeverpackung hat sich in den vergangenen Jahren so stark gewandelt wie die Getränkedose. Gemeinsam mit unseren Kunden arbeitet unser Innovationsteam im Technical Center, Balls Forschungs- und Entwicklungszentrum in Bonn, daran, die Getränkedose weiterzuentwickeln. Eine 33-cl-Getränkedose aus Aluminium wiegt heute rund 18 Prozent weniger als Stahldosen mit 50cl Volumen sind sogar rund 26% leichter. und schon ein halbes Gramm Gewichtsersparnis macht bei 5,4 Milliarden Getränkedosen pro Jahr viel aus: mehr als Tonnen Metall, Jahr für Jahr. Davon profitieren Mensch und umwelt. Im Produktionsprozess nutzen wir Wasser, um die Getränkedosen nach dem Tiefziehprozess zu reinigen und für den Druckprozess vorzubereiten. In Haßloch konnten wir den Wasserverbrauch so weit optimieren, dass lediglich etwa 55 Liter Wasser für die Herstellung von Dosen verwendet werden. Gewicht (g) pro 50-cl-Getränkedose Wir produzieren in unseren drei Werken indeutschland auf insgesamt sieben Produktionslinien über 5,4 Milliarden Getränkedosen im Jahr. Hinzu kommen über neun Milliarden Deckel aus unserem Deckelwerk in Braunschweig und die wiederverschließbaren Deckel aus dem Produktionsstandort in Haslach. 19,6-20,4 % 15,6 40,6-26,4 % 29, Aluminiumdose Stahldose Gewicht der 50-cl-Aluminium- und Stahldose zwischen 1992 und In unserem Technical Center in Bonn entwickeln wir die Dose ständig weiter. So ist es uns 2012 gelungen, eine neue ultraleichte Dose zu entwickeln. Bei dieser extrem leichten 33-cl-Aluminiumdose sparen wir beim Dosenkörper etwa 5% des Gewichts gegenüber der heutigen Dose und dadurch eine große Menge an Rohstoffen. Dieser Erfolg wurde nur durch die gute Zusammenarbeit unserer Techniker und Experten sowie unseren Metalllieferanten ermöglicht. Auch unsere Deckel werden stetig optimiert: In Braunschweig konnten wir 2012 eine weitere Deckellinie auf den leichteren CDL-Deckel umstellen. Der CDL-Deckel wiegt rund 10% weniger als der herkömmliche Deckel und ist dadurch ressourcenschonender in der Herstellung In Hermsdorf verwenden wir nun gereinigtes Abwasser in einer Stufe unseres Waschprozesses. Allein hierdurch sparen wir m³ Wasser im Jahr ein, was etwa 8% des gesamten Werksverbrauchs entspricht. Durch diese und eine Vielzahl weiterer Maßnahmen ist es gelungen, den Wasserverbrauch pro hergestellte Getränkedosen in unseren deutschen Werken um 13% gegenüber 2007 zu verringern. Durch Wassereinsparungen erreichen wir mehrere positive Effekte: Wir verbrauchen weniger Wasser, wir müssen weniger Wasser in unserem Waschprozess aufheizen, wodurch wir auch Gas sparen, und müssen deshalb auch weniger Abwasser entsorgen. 100% 87% ABFALL 2012 sind in unseren deutschen Werken insgesamt Tonnen Abfall angefallen. Diese Zahl umfasst keine Produktionsschrotte, denn diese senden wir zu 100% an die Lieferanten zurück, die sie recyceln. Von den Tonnen Abfall wurden 59% recycelt, 12% energetisch verwertet und 29% anderweitig weiterbehandelt. Produktionsschrotte werden zu 100% recycelt Verringerung des Wasserverbrauchs pro hergestellte Getränkedosen um 13% in unseren deutschen Werken gegenüber Wir arbeiten ständig daran, unseren Abfall zu verringern oder besser zu verwerten. In Braunschweig haben wir zum Beispiel die Technik des Auftragens eines Schmierstoffs so verändert, dass wir diesen aufrollen statt aufsprühen. Wir vermindern so den vorher angefallenen Schmierstoffabfall um mehrere Tonnen im Jahr. Die Getränkedose wird immer leichter das bedeutet: Es wird immer weniger Material für ihre Herstellung benötigt. Auch an allen anderen Standorten sind wir bestrebt, einen möglichst großen Anteil unseres Abfalls einer hochwertigen nutzung zuzuführen. Das Ziel, keinen Abfall mehr zu deponieren, haben wir in allen Werken in Deutschland bereits 1997 erreicht

4 ARBEITSPROZESSE ARBEITSPROZESSE Energie-Informations-Systeme messen kontinuierlich den Strom-, Erdgas- und Wasserverbrauch von einzelnen Maschinen. EnERGIEEFFIZIEnZ IM BLICK Ball legt seit Ende der 1990er Jahre einen starken Fokus auf den Energieverbrauch und konnte seitdem seine Energieeffizienz stetig steigern. In unseren deutschen Werken ist der Elektrizitätsverbrauch pro produzierte Einheiten seit 2007 um 23% und der Gasverbrauch um 33% gesunken. Elektrizität Wir verwenden in vielen Produktionsschritten Druckluft oder Vakuum. Da die Kompressoren und Pumpen, die diese Druckluft oder das Vakuum erzeugen, relativ viel Strom verbrauchen, arbeiten wir ständig daran, diese Systeme zu optimieren. So verbrauchen wir zum Beispiel umso weniger Strom, je niedriger der Druck in den Druckluftsystemen ist. Wir haben in Braunschweig und in Haßloch alte Kompressoren durch neue ersetzt und konnten so den Energieverbrauch um insgesamt kwh reduzieren. In Hermsdorf haben wir die niederdruck- und Hochdrucksysteme getrennt und sparen so kwh Strom pro Jahr ein. In Hermsdorf und Braunschweig haben wir die Beleuchtung in einigen Lagerhäusern erneuert und sparen so kwh Strom pro Jahr. Auch kleine Maßnahmen sparen Energie: So haben wir zum Beispiel in Weißenthurm verschiedene Motoren in unserem Werk durch kleinere ausgetauscht und mit einem variablen Frequenzantrieb ausgerüstet, was deren Energieverbrauch erheblich senkt. In einigen Fällen konnten wir bereits Energie sparen, bevor diese für uns nutzbar wird. So haben wir z.b. in unserem Werk in Weißenthurm Transformatoren ersetzt und sparen allein durch diese Maßnahme pro Jahr kwh an Energie ein. Gasverbrauch Wir setzen Erdgas hauptsächlich in den Öfen ein, in denen die Dosen nach dem Waschprozess getrocknet werden oder der Lack ausgehärtet wird. um den Gasverbrauch zu minimieren, unternehmen wir große Anstrengungen. So haben wir in unserem Werk in Haßloch die Öfen optimiert, sodass nur so viel Abluft wie nötig abgezogen wird, um eine gute Qualität zu erreichen. Im umkehrschluss benötigen wir weniger kalte Frischluft im Prozess und sparen so kwh an Gas pro Jahr. In diesem Werk nutzen wir auch die Wärme der Abluft eines Trockenofens und sparen damit kwh pro Jahr ein. In Haßloch haben wir zudem ein neues Adsorptionsrad in unserer thermischen nachverbrennungsanlage für die volatilen Kohlenwasserstoffe verbaut und infolgedessen den Gasverbrauch um ca kwh verringert. Bereits 2011 haben wir Teile der Dosenwaschstraße isoliert und sparen hierdurch sogar über kwh pro Jahr ein. Auch an allen anderen Standorten sparen wir Gas ein. In Weißenthurm haben wir einige Brenner in unseren Öfen ersetzt und reduzieren auf diese Weise den Gasverbrauch um kwh pro Jahr. In Hermsdorf verwenden wir die Abwärme in unseren Prozessen wieder und sparen so kwh an Gas ein. Hier haben wir auch den Betrieb unserer Öfen optimiert, der Einspareffekt beläuft sich auf kwh. Teamwork und Monitoring Die Steigerung der Energieeffizienz zählt bei Ball zu den kontinuierlich fortlaufenden Verbesserungsprojekten. In unseren Werken treffen sich die Ingenieure, umwelt- und Energieexperten regelmäßig, um weitere Energiesparmaßnahmen zu planen und durchzuführen. Dabei tauschen sich die deutschen Werke intensiv mit unseren Schwesterwerken in Europa und auch in Übersee aus. So profitieren wir von Erfahrungen aus anderen Standorten. Wir machen ebenfalls regen Gebrauch von unserem seit 2009 eingeführten und kürzlich in allen europäischen Werken fertiggestellten Energie-Informations-System. Es misst kontinuierlich den Strom-, Erdgas- und Wasserverbrauch von einzelnen Maschinen und stellt die Daten grafisch aufbereitet zur Verfügung. Diese Daten werden analysiert und so können wir unsere Leistungen bis ins Detail mit anderen Ball-Werken vergleichen, die jeweils besten Lösungen identifizieren und unternehmensweit einführen. Elektrizitäts- und Erdgasverbrauch pro hergestellte Getränkedosen % 77% 100 % neben den direkten Maßnahmen zur Einsparung von Energie arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Produktionseffizienz: Indem wir die Geschwindigkeit unserer Produktionslinien steigern, produzieren wir mehr Dosen bei nur unwesentlich höherem Energiebedarf. umgerechnet auf Dosen sinkt der Energiebedarf hierdurch Elektrizität 67% Erdgas unsere Ingenieure, umwelt- und Energieexperten tauschen sich regelmäßig über Verbesserungsmaßnahmen aus

5 ARBEITSPROZESSE LIEFERKETTE Von der Anlieferung des Metalls bis zum Recycling: Entlang der Lieferkette sind wir bestrebt, die nachhaltigkeitsleistung zu verbessern. nachhaltigkeit EnTLAnG DER LIEFERKETTE VERBESSERn Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um die nachhaltigkeitsleistung in unserer Lieferkette zu verbessern. Zum Beispiel sind wir bestrebt, gemeinsam mit unseren Metalllieferanten die Qualität sicherzustellen, die wir für die weitere Gewichtsreduktion unserer Produkte brauchen. Außerdem erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie sich an unsere Supplier guiding principles halten. Diese verpflichten sie dazu, verantwortungsvolle Geschäftspraktiken anzuwenden und sich an alle geltenden Gesetze und Regulierungen zu halten. Wir verwenden zahlreiche Substanzen mit unterschiedlichen Lieferketten in unserer Produktion. Diese werden in die Gesamtbetrachtung mit einbezogen. In unserem Werk Braunschweig haben wir beispielsweise einen Schmierstoff auf eine lösemittelfreie Alternative umgestellt, in Weißenthurm wurden verschiedene notwendige Chemikalien durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzt. Ferner sind wir ständig bemüht, Transporte so zu optimieren, dass mit möglichst wenigen Fahrten möglichst viele Dosen zu unseren Kunden gelangen. 2,5 2 1,5 1 0,5 0 VoLATILE KoHLEnWASSERSToFFE (VoCs) Effiziente Luftreinhaltung Bei der Dosenherstellung werden Lacke benutzt, die während des Trocknens volatile Kohlenwasserstoffe in die umgebung abgeben. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Lieferanten daran, den Lösemittelanteil in unseren Lacken so weit wie möglich zu reduzieren. Aus diesem Grund haben wir bereits vor über zehn Jahren unsere Lacke auf wasserbasierte Lacke umgestellt. In unseren Dosenwerken emittieren wir so wenig wie möglich VoCs in die umwelt. Darum betreiben wir an jedem Standort eine regenerative thermische nachverbrennungsanlage, in der die VoCs in Wasser und Co2 umgewandelt werden. Die Richtung, in die die Abgase und die Luftzufuhr strömen, wird ständig gewechselt. Dadurch erhöhen wir die Effizienz der Verbrennungsanlagen und sparen Gas ein. In Haßloch haben wir 2011 ein neues Adsorptionsrad installiert und den Gasverbrauch damit beträchtlich gesenkt. 2, , ,12 1,47 0,58 0, Meldepflichtige Arbeitsunfälle pro Arbeitsstunden. ARBEITSSICHERHEIT Arbeitssicherheit hat Top-Priorität Arbeitssicherheit hat für Ball oberste Priorität. Wir haben uns das Ziel gesetzt, im Produktionsalltag langfristig keine unfälle mehr zuzulassen. um das zu erreichen, haben wir zum Beispiel alle unsere Werke nach der Arbeitssicherheitsnorm ohsas zertifiziert. um die Zahl der unfälle weiter zu minimieren, haben wir das Behavior Based Safety -Programm eingeführt. Dabei beobachten Mitarbeiter das Verhalten ihrer Kollegen, um einzelne Arbeitsschritte zu optimieren. Diese Maßnahme schärft das Bewusstsein der Mitarbeiter für Arbeitssicherheit und deckt unbewusste Fehler in Arbeitsabläufen auf. In Haßloch haben wir die Sicherheit auf unserem Werksdach verbessert. um Stürze zu vermeiden, wurden in den oberlichtern Gitter installiert und andere Absperrungen errichtet. Das Training an den einzelnen Maschinen, mit dem wir unsere Mitarbeiter mit den spezifischen Risiken vertraut machen, wird ebenfalls stetig verbessert. Im Werk Weißenthurm haben wir maschinenspezifische Inspektionslisten eingeführt und somit die Handhabung standardisiert, was die Sicherheit der Mitarbeiter und Anlagen verbessert. Darüber hinaus wird die persönliche Schutzausrüstung ständig optimiert. In den vergangenen 2 Jahren haben wir in unseren Werken Braunschweig und Haßloch individuellen Gehörschutz für die Mitarbeiter angeschafft und somit den Gehörschutz verbessert. In Braunschweig haben wir zudem eine verbesserte Handschuhgeneration für bestimmte Tätigkeiten eingeführt. Durch spielerische Aktionen wurden junge Konsumenten 2012 über die Vorteile des Recyclings informiert. DEuTSCHLAnD IST SPITZE BEIM DoSEnRECyCLInG In Deutschland ist die Recyclingrate von Getränkedosen mit 96% extrem hoch und das Land ist somit Spitzenreiter in Europa. Die recycelten Getränkedosen ersetzen die nachfrage nach Primärmetallen eins zu eins. Damit leistet die Wiederverwertung von Getränkedosen einen wichtigen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. obwohl die Recyclingraten in Deutschland bereits hoch sind, haben wir Anstrengungen unternommen, um diese weiter zu steigern. So haben wir in Deutschland insgesamt neun Städte mit unserer Freshup Kiosk Tour besucht. Hier wurden den Kiosk-Besuchern bzw. Konsumenten die Vorteile des Recyclings von Getränkedosen auf erfrischende und spielerische Art und Weise nähergebracht. Die jungen Verbraucher wurden angespornt, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. So konnten wir über zehn Millionen Impressions auf Facebook und zwei Millionen Engagements in den sozialen netzwerken beobachten. Die Aktion war überaus erfolgreich und konnte mehrere Preise gewinnen: den Adam & Eva Award, den European best event award, den Galaxy Award, den Gala Award sowie den ex award. RECYCLING 08 09

6 TALENTFÖRDERUNG GESELLSCHAFT MASSGESCHnEIDERTE FÖRDERunG FÜR JunGE MEnSCHEn unmittelbar nach Einführung des Einwegpfandes in Deutschland sank die Auslastung unserer Werke dramatisch. Wir konnten die Krise durch Kurzarbeit überbrücken und Ball stockte das Kurzarbeitergeld von 67% sogar noch auf 90% auf. Das unternehmen und auch unsere Mitarbeiter kämpften für die Arbeitsplätze in Deutschland und gemeinsam konnten wir alle deutschen Standorte erhalten. nach wie vor fördern wir die Ausbildung in unseren Standorten und bieten jungen Menschen berufliche Perspektiven. Ende 2012 arbeiteten 33 Auszubildende in unseren deutschen Werken. Bei uns erwerben sie die Qualifikation für ein erfolgreiches Berufsleben. Zusätzlich zu den Auszubildenden waren Ende 2012 sieben Trainees an unseren deutschen Standorten beschäftigt. Insbesondere in unserem Technical Center in Bonn bieten wir ihnen einen qualifizierten, interdisziplinären und internationalen Start ins Berufsleben. Regelmäßig schreiben darüber hinaus Studenten und Doktoranden ihre Abschlussarbeiten bei uns. um neue Talente für uns zu begeistern, laden wir zudem regelmäßig Schulklassen zu Werksführungen ein. Die nachwuchstalente der Braunschweiger Technikerschule informierten sich bei einer Werksbesichtigung über die Dosenproduktion. Wir präsentieren das unternehmen auch aktiv. So haben wir mit unserem Werk Braunschweig an der langen nacht der unternehmen teilgenommen, um unser Werk interessierten Studenten und Schülern vorzustellen. Mit unseren Werken Hermsdorf, Weißenthurm und Braunschweig waren wir auf Karrieremessen vertreten und wir kooperieren mit Schulen, in denen wir unseren Betrieb regelmäßig darstellen, um junge Menschen für uns zu begeistern. Im Rahmen unserer Mitarbeiterentwicklung legen wir großen Wert darauf, die richtigen Fähigkeiten auszubilden, Talente für Führungsaufgaben zu erkennen und besonders zu fördern. Deshalb entwickeln wir unsere jungen Mitarbeiter mit maßgeschneiderten Fördermaßnahmen innerhalb des unternehmens ständig weiter. Auch bei weiterführenden Studien oder Meisterausbildungen bietet Ball unterstützung an. Wir verfolgen bei Ball den Ansatz, 75% der frei werdenden Stellen intern zu besetzen. Dies haben wir 2012 in einem Werk erreicht. Bei den anderen Werken lagen wir etwas unter dieser Zielmarke. um noch besser für die Zukunft gewappnet zu sein, entwickeln wir das betriebliche nachfolgeprogramm ständig weiter, sodass wir beim Ausscheiden von Mitarbeitern bereits optimal für die nachfolge ausgebildete Talente in unserem unternehmen haben. Abb. links: Das Ball-Werk in Haßloch fördert Sportvereine in der umgebung: Mit den Spenden konnte z.b. eine Kindergruppe mit neuer Sportkleidung ausgestattet werden. Abb. rechts: Thorsten Schiemann vom Technical Center Bonn übergibt einen Spendenscheck an den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.v." An unseren STAnDoRTEn Zu HAuSE Wir wollen gute nachbarn sein. Im Jahr 2012 haben wir uns an all unseren deutschen Standorten wieder vielfältig engagiert. Einige Initiativen im Überblick: Hermsdorf In Hermsdorf unterstützten wir 2012 unter anderem eine Kindertagesstätte und lokale Sport- sowie Karnevalsvereine. Weißenthurm In Weißenthurm unterstützten wir unter anderem einen Kindergarten, lokale Sport- sowie Karnevalsvereine und einen Verein zur unterstützung blinder Kinder. Haßloch In Haßloch förderten wir Kindergärten, Sportvereine und Behinderteninitiativen vor ort. Wir öffneten einen Teil unseres Werksgeländes für einen öffentlichen Skaterpark. Der HR Manager unterstützte die örtlichen Schüler und Schulen mit Bewerbungstrainings. Wir unterstützten verschiedene Sportvereine, eine Sozialstation und ein Schulausstellungsprojekt. Braunschweig Wir unterstützten die organisation Spende dein Pfand, die den Erlös von bepfandeten Getränkeverpackungen für soziale Projekte spendet. Wir fördern ein Freizeitzentrum für sozial benachteiligte Kinder und ein soziales Projekt zur Stammzellentypisierung. neben vielen Werkstouren bieten wir in Braunschweig Besuchern auch einen Blick in die Geschichte der Stadt Braunschweig und vor allem der Firma Schmalbach-Lubeca, die 2002 zu Teilen von Ball übernommen wurde. Ratingen (Verwaltung) In Ratingen unterstützten wir 2012 erneut den Kinderschutzbund, die Ratinger Tafel, eine Behindertenwerkstatt, Streetworker in Ratingen West, verschiedene soziale Einrichtungen, eine Kindertagesstätte und ein Projekt zur unterstützung Arbeitsloser bei der Arbeitssuche und Bewerbung. Bonn (Technical Center) In Bonn unterstützten wir Studenten einer technischen Fachrichtung der örtlichen universität mit einem Stipendium sowie die nachmittagsbetreuung in einer Schule

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