tipps&trends* Mehr Unternehmenserfolg und eine bessere Welt *connectedthinking Schwerpunktthema Nachhaltigkeit

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1 tipps&trends* Ausgabe 69 April 2011 Erscheinungsort Wien Schwerpunktthema Nachhaltigkeit Mehr Unternehmenserfolg und eine bessere Welt Sprungbrett. Was das Management nicht-finanzieller Werte in der Praxis bringt. 4 Messlatte. Die Vorteile der externen Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten. 13 Wirtschaftliches Eigentum. Die steuerliche Beurteilung von Leasinggeschäften. 30 *connectedthinking

2 Da ISBN: Gerhard Gaedke Johann Hinterleitner Christine Weinzierl Josef Eitler Mit PwC auf dem neuesten Wissensstand Profitieren Sie vom Fachwissen der PwC Umsatzsteuer-Experten, die ihr Know-how unter anderem in verschiedensten Publikationen zur Verfügung stellen. Hier finden Sie eine Auswahl an aktuellen Praxisbüchern zum Thema Umsatzsteuer, die Sie über unsere Website bestellen können: A Guide to VAT in the 27 EU Member States, Norway and Switzerland Umsatzsteuer Basiswissen für das Rechnungswesen, 3. Auflage Der Leitfaden beinhaltet für jeden EU- Mitgliedstaat, für Norwegen und die Schweiz einen Länderteil, in dem die umsatzsteuerlichen Regelungen zum 1. Jänner 2010 erläutert werden: Werklieferungen, Konsignationslager, Reihengeschäfte, Reverse Charge System, Registrierungen, Vorsteuererstattung, Rechnungen, Aufzeichnungen, Erklärungen usw. Dieses Praxisbuch vermittelt übersichtlich und nach Sachgebieten gegliedert die Grundzüge des Umsatzsteuersystems. Die einzelnen Kapitel erläutern praxisorientiert die täglich auftretenden Umsatzsteuerfragen anhand von Fallbeispielen und stellen die Vorschriften für Rechnungen, die Verbuchung und die Erklärungspflichten dar. A Guide to VAT/GST in Asia Pacific 2009 A Guide to VAT/GST in Asia Pacific 2009 ist ein umfassender Leitfaden zu den Umsatzsteuerregelungen in 15 Ländern des Asien-Pazifik-Raums. Die Publikation ist eine Zusammenfassung der Regeln für die Registrierung zur Umsatzsteuer, steuerpflichtige Waren und Dienstleistungen (auch jene, für die eine Nullbewertung bzw. eine Befreiung gilt), den Zeitpunkt der Lieferung, Import und Export von Waren und Dienstleistungen, Compliance-Verpflichtungen (sowohl für ansässige als auch für nicht ansässige Unternehmen), E-Invoicing, Buchhaltung sowie Bußgelder. Die Umsatzsteuer in Beispielen, 6. Auflage Die ergänzte und in großen Teilen völlig überarbeitete 6. Auflage beinhaltet alle wichtigen Paragraphen und Artikel in einer Übersicht, mit Beispielen und d v Praktikerhinweisen erklärt. Berücksichtigt sind auch die Mehrwertsteuer- Pakete 2010 und 2011 inkl. der Erläuterungen in den Umsatzsteuer-Richtlinien. Weiters werden auch die übrigen Änderungen der Umsatzsteuer-Richtlinien und die Umsatzsteuer-Protokolle sowie die Entscheidungen des UFS, des VwGH, des VfGH sowie des EuGH in Fallbeispielen dargestellt. v d Die Umsatzsteuer in Beispielen, 6. Auflage Andr Praxishandbuch 6. Auflage Die Umsatzsteuer in Beispielen Für 30 Paragrafen und 17 Artikel des UStG Beispiele aktualisiert und neu d vv d Mit einem Klick zum Wissensvorsprung: Bestellkontakt:

3 INHALT Schwerpunktthema Verantwortungsvolle Unternehmensführung durch Management nicht-finanzieller Werte 4 Alte Weisheit, neuer Nutzen 6 Nachhaltigkeit ist höher im Kurs 7 Zurück in die Zukunft nicht-finanzielle Werte managen 9 Kette im Griff statt Schlinge um den Hals 11 Neue Ära der Transparenz 12 Geprüfte Qualität, die besteht 13 Chancen für zukunftsfähige Stadtentwicklung 14 Audit berufundfamilie 15 In Zukunftsfähigkeit investieren 16 Frischer Wind für Österreich und CEE 17 Green Taxes Sustainability & Climate Change Taxes 18 Integrierte Unternehmens berichterstattung Integrated Reporting 20 Steuern DV zur Mehrwertsteuer - systemrichtlinie 24 Weg zu einem neuen MwSt-System 24 Harmonisierung elektronischer Rechnungen 25 Reinigungsleistungen und Umsatzsteuer 26 Neuerungen in der Ausländerbeschäftigung 27 Neuerungen zur Privatstiftung 29 Prüfung&Bilanzierung Wirtschaftliches Eigentum Teil 2 30 Zweckgesellschaften bisherige Regelungen, neuer Standard zur Konsolidierung 32 Recht VwGH bejaht Gebührenpflicht 33 Namensaktien-Umstellungsgesetz 34 Begutachtungsentwurf UmVerG 34 Unternehmensberatung Fairer Wettbewerb am Energiemarkt 35 Standort&Steuern CEE-Spotlight 36 Verrechnungspreis-Radar 37 Investieren in Kroatien 38 Impressum 3 Seminare und Vorträge 40 Liebe Kunden und Geschäftsfreunde! Es kann Jahrzehnte dauern, bis ein Saubermann-Image aufgebaut ist. Aber schon ein Skandal reicht, dass das gesamte Image im Handumdrehen ruiniert ist. So deckte 2007 die deutsche Zeitschrift Spiegel auf, dass Spielzeug aus China gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthielt. Der amerikanische Anbieter musste 18 Millionen Spielzeuge zurückrufen, seine weiße Weste war angeschwärzt. Der Imageverlust und die Rückholaktion lösten enormen finanziellen Schaden aus. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass Konzernlenker gut beraten sind, ihren Geschäftspartnern quer über die Lieferkette hinweg genau auf die Finger zu schauen. Denn das Toleranzniveau der Öffentlichkeit und aller Stakeholder ist gesunken. Unternehmen sind immer häufiger gefordert, dem Prinzip nachhaltigen Wirtschaftens zu folgen. Damit dies reibungslos gelingt, haben sich Unternehmenslenker einem Umdenkprozess zu unterziehen. Neben der Unternehmenssteuerung auf Basis von Daten, Fakten und Zahlen wird die Berücksichtigung nichtfinanzieller Folgen des Wirtschaftens immer wichtiger. Wie ganzheitliche Wertschöpfung zu erreichen ist, zeigt der Artikel ab Seite 9 der vorliegenden tipps&trends. Wie die Beiträge zu Nachhaltigkeit, dem Leitthema der vorliegenden Ausgabe, weiter aufzeigen, bewirkt verantwortungsvolles Management weitreichende positive Effekte. Wollen doch weltweit Investoren immer mehr nur bei jenen Unternehmen engagiert sein, die nachhaltig agieren. Zusätzlich sorgt nachhaltiges Wirtschaften dafür, dass sich die Gewinnlage von Unternehmen verbessert. Letztlich bringt Nachhaltigkeit auch einen enormen Nutzen für künftige Generationen. Dieser ist so wertvoll, dass er nicht in Zahlen zu fassen ist. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre Ihr Mag. Miklós Révay PS: Sämtliche Ausgaben der tipps&trends finden Sie auf Impressum Medieninhaber & Herausgeber: PwC Österreich GmbH, Erdbergstraße 200, 1030 Wien Für den Inhalt verantwortlich: Johannes Mörtl Unsere Beiträge wurden sorgfältig ausgearbeitet, können jedoch im Einzelfall individuelle Beratung nicht ersetzen. Wir übernehmen daher keine Haftung für die Richtigkeit. Design Produktion creaktiv.biz Karin Rosner-Joppich Chefredaktion Robert Winter gedruckt nach der Richtlinie Druckerzeugnisse des Österreichischen Umweltzeichens, UW-Nr. 832 Druck & Herstellung Druckerei Gröbner/Oberwart April 2011 tipps&trends 3

4 Schwerpunktthema Verantwortungsvolle Unternehmensführung durch Management nicht-finanzieller Werte Kapitalmarkt, Geschäftspartner und Endverbraucher mahnen bei Unternehmen Verantwortung ein. Sie sollen ökologische und soziale Anforderungen über das gesetzliche Minimum hinaus erfüllen. Unternehmen, die nachhaltig Verantwortung übernehmen und damit die Zeichen der Zeit erkannt haben, schlagen mehrere Fliegen mit einer Klappe. Das frühzeitige Erkennen und die Integration sozialer oder ökologischer Themen in das Geschäftsmodell eines Unternehmens garantiert langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Wer über gesetzliche Vorschriften hinaus Verantwortung wahrnimmt, genießt den Vorteil, dass die eigene Marke gestärkt und geschützt wird. Nicht zuletzt ist nachhaltiges Wirtschaften ein Garant dafür, dass die Attraktivität an den Finanzmärkten steigt. Nachhaltige unternehmerische Verantwortung steht aber auch für ein Konzept, das Unternehmen hilft, mit Komplexität umzugehen. Der Blick über den Tellerrand hinaus erleichtert zusätzlich die frühzeitige und zuverlässige Integration globaler Trends und Anforderungen in das Geschäftsmodell. Geld ist nicht alles Nachhaltige Unternehmensführung erfordert unternehmensweite Nachhaltigkeit steigert die Attraktivität an den Finanzmärkten Strukturen und Prozesse auch für nicht-finanzielle Werte. Der Aufbau geeigneter Strukturen ist freilich keine triviale Aufgabe. So kann fehlerhaftes Management nicht-finanzieller Werte zu internen Informationsdefiziten führen. Falschdarstellungen über das Unternehmen in der Öffentlichkeit können ebenso die Folge sein wie Strafzahlungen oder gar Konsumboykott. Der negative Beigeschmack wird noch verstärkt, weil manchen Interessensgruppen Angriffsflächen geöffnet werden, die das Tagesgeschäft erheblich erschweren. Nur ein sorgfältig aufgesetztes integriertes Managementsystem bietet einen wirkungsvollen Flankenschutz für die strategischen Ziele des Unternehmens. Das Management von nichtfinanziellen Werten ist somit eine Querschnittsaufgabe. Sämtliche relevanten Aufgabenbereiche müssen geplant, überwacht und koordiniert werden. Egal ob es dabei um Umweltmanagement, Corporate Citizenship, Arbeitssicherheit oder Human Resources geht. Auch die Schnittstellen zu anderen Managementsystem-Elementen wie dem Risikomanagement, der Unternehmenskommunikation, der Corporate Governance oder Compliance müssen eindeutig bestimmt sein, um Synergieeffekte zu nutzen. Vielfach wird das Thema Nachhaltigkeit noch als von außen aufgezwungen wahrgenommen. Eine der Ursachen dafür liegt mit Sicherheit darin, dass das Thema bisher noch zu wenig mit Zahlen und Fakten aus dem Controlling und Rechungswesen in Verbindung gebracht wird. Deshalb wird die Chance, bestehende Managementinstrumente zur Steuerung der unternehmerischen Nachhaltigkeitsleistung zu nutzen, heute häufig noch vertan. In den vergangenen Jahren wurden in den Bereichen Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) bereits große Fortschritte gemacht. Das bedeutet jedoch nicht, dass nicht noch ein langer Weg bis zur zukunftsfähigen Umsetzung zu gehen ist. Daher soll Ihnen diese Ausgabe der tipps&trends einen Überblick und vielleicht die eine oder andere Anregung über die Themenfelder Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung 4 tipps&trends April 2011

5 geben. Die Vielfalt von Schlagwörtern im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und CSR werden ebenso angesprochen wie das Thema, was es bringen kann, nicht-finanzielle Werte zu messen und zu steuern. Die Rechnung geht auf Nachhaltigkeit rechnet sich entgegen vieler Vorbehalte durchaus. Dies zeigen Analysen von Sustainable Asset Management (SAM), auf deren Ergebnisse im Artikel ab Seite 16 zum Thema Mehr Wert durch Nachhaltigkeit näher eingegangen wird. Auch das Thema Zukunftsfähige Investitionen ist ein Trend, den wir in den letzten Monaten, wohl auch bedingt durch die Erfahrungen der AnlegerInnen aus den Zeiten der jüngsten Finanzkrise, feststellen. So gehen Analysten davon aus, dass 2015 bereits 15 bis 20 Prozent der weltweiten Geldanlagen den Anforderungen von nachhaltigen Investitionen entsprechen werden. Davonstehlen geht nicht So gut wie jedes Unternehmen sind heute in der einen oder anderen Weise auch Lieferanten oder Abnehmer in eine Wertschöpfungskette eingebunden. Dies bedingt die gemeinsame Verantwortung in einer nachhaltigen Lieferkette. Wir informieren Sie darüber, welche Herausforderungen in diesem Zusammenhang auf Sie warten und welche Möglichkeiten sich in Zukunft auftun werden. Neues Zeitalter Der Harvard Business Review rief in seiner Ausgabe vom April 2010 das Zeitalter der Transparenz aus. Nachhaltigkeitsberichte gehören nicht zuletzt wegen des großen öffentlichen Interesses bei Unternehmen inzwischen auch in Österreich zum guten Ton. Doch auch hier gelten analog zur Geschäftsberichtserstattung die Grundprinzipien der Wahrheit, Wesentlichkeit, Klarheit, Stetigkeit und Vergleichbarkeit. Die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten kann einen wesentlichen Beitrag zur Glaubwürdigkeit eines Unternehmens beitragen. Auch im öffentlichen Sektor bringt das Thema Nachhaltigkeit und Management von nicht-finanziellen Werten große Chancen. Hier sind insbesondere Städte gefordert, die als Motoren für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung wesentlich zum sozialen Zusammenhalt und zur ökologischen Nachhaltigkeit beitragen. Wir befassen uns im Artikel auf Seite 14 damit, wie eine Stadt oder eine Stadtregion ihr Kapital in den verschiedenen Handlungsfeldern optimal nutzen kann. PwC Österreich ist mit seinen Expertinnen und Experten zum Thema Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung in ein weltweites PwC Netzwerk eingebunden. PwC Sustainable Business Solutions ist globaler Marktführer im Bereich Nachhaltigkeitsberatung. In Summe beraten derzeit rund 900 Mitarbeiter zu allen Facetten des Themas. Sehr gerne unterstützen wir auch Sie und Ihr Team bei der Bewältigung der Herausforderungen in Richtung Zukunftsfähigkeit. Der historische Weg zur integrierten Steuerung und Berichterstattung Nutzen Vollständige Integration > Finanzielles & nicht-finanzielles Controlling und Wertmanagement > Ganzheitliche Wertentwicklung & Reporting > Strategische Differenzierung Integriertes Management Nutzung von Chancen > Nachhaltigkeit als Teil der Strategie > Nicht-finanzielle Zielsetzungen > Zielüberwachung mit speziellen Leistungsindikatoren (KPIs) Einführung von ganzheitlichen Managementsystemen Soziale & ökologische Produktverantwortung > Umweltfreundliche Produktion im gesamten Produktlebenszyklus > Erweiterte Produktverantwortung Reduktion von Sozialund Umwelteinflüssen Produktionsintegriertes Umweltmanagement Implementierung von Umweltmanagementsystemen > Einführung eines systematischen Umweltmanagements > Beachtung der Dokumentationsanforderungen Vermeidung End-of-pipe Umweltschutz > Steigerung der Produktion und des Konsums > Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften Entwicklungsgrad Quelle: PwC April 2011 tipps&trends 5

6 Schwerpunktthema Alte Weisheit, neuer Nutzen Wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist die Begriffsverwirrung groß. tipps&trends klärt, woher der Begriff stammt, was unter Nachhaltigkeit zu verstehen ist und welchen Stellenwert CSR bereits hat. Bauern wird seit jeher Schläue nachgesagt. Zu Recht, wissen sie doch seit Generationen und Abergenerationen, dass es blauäugig ist, einen Wald gänzlich zu schlagen. Zur Erhaltung der Ressourcen folgt die Forstwirtschaft bereits seit dem 16. Jahrhundert dem Prinzip, nur so viel Holz zu entnehmen, wie es das Wachstum der Bäume zulässt. Auf diese Weise bleibt der Bestand längerfristig im Gleichgewicht. Die Ressource Forst regeneriert sich immer wieder von Neuem, für Nachhaltigkeit ist gesorgt. Heute hat sich dieses ursprünglich auf Ressourcenerhalt fokussierte Bewirtschaftungskonzept um weitere ökologische und soziale Aspekte erweitert. Man spricht im Kontext nachhaltiger Entwicklung vom Drei-Säulen-Modell oder von der Triple Bottom Line. Angesprochen werden damit eine ganzheitliche Betrachtungsweise und die langfristige Stabilität von Systemen unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Künftige Generationen Seit dem berühmten Brundtland- Bericht von 1987 hat sich der Aspekt der Verantwortungsübernahme für zukünftige Generationen als wesentliches Element des Nachhaltigkeitskonzepts etabliert. So lautet es etwa im Bericht: Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. Mehr als gesetzeskonform Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) skizziert die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung. Der Terminus wurde in den 1950er Jahren im angloamerikanischen Raum geprägt. Aufgrund der in den USA zu dieser Zeit wenig entwickelten Rahmenbedingungen in Bezug auf Umweltstandards und Sozialgesetzgebung kam der unternehmerischen Verantwortung eine besondere Bedeutung zu. Das Engagement der Zivilgesellschaft und vorausschauender Einzelpersönlichkeiten führte dazu, dass Unternehmen begannen, sich über das gesetzlich vorgeschriebene Maß, der so genannten Compliance hinaus, mit Sozial- und Umweltbelangen zu befassen. CSR kann vor diesem Hintergrund verstanden werden als die Übernahme von Verantwortung seitens des Unternehmens in einem ökonomische Zielsetzungen übersteigenden Maß. In den 1980er Jahren begann dieses Konzept über Vermittlung Nachhaltigkeit ist deutlich mehr als Gutmensch-Denken englischer Unternehmen als Ansatz zur Sicherung ihrer Unternehmensakzeptanz auch in Europa an Einfluss zu gewinnen. Es hat sich seit dieser Zeit stark weiterentwickelt. Eine häufig zitierte europäische Definition des CSR-Konzepts, die über den sozialen Bereich hinausgeht, findet sich im EU-Grünbuch Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen von Demnach ist CSR eine freiwillige Verpflichtung der Unternehmen, auf eine bessere Gesellschaft und eine saubere Umwelt hin zu wirken. Sozial verantwortlich handeln heißt, über die bloße Gesetzeskonformität hinaus mehr in Humankapital, in die Umwelt und in die Beziehungen zu Stakeholdern zu investieren. Die rapiden Entwicklungen in diesen Bereichen stellen diesen Ansatz zusehends in den Kontext der Unternehmensstrategie, des Kerngeschäfts und des systematischen Managements nicht-finanzieller Gegebenheiten. Dies zeigt sich insbesondere durch immer geläufiger werdende Bezeichnungen wie Corporate Responsibility und Corporate Sustainability. 6 tipps&trends April 2011

7 Schwerpunktthema Nachhaltigkeit ist höher im Kurs Unternehmen müssen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen und diese managen. Was sich kostspielig anhört, entpuppt sich als gewinnbringendes Instrument strategischer Differenzierung. Öl- und Gas-Unternehmen stehen im Kreuzfeuer der Kritik. Einzelhändler müssen sich den Vorwürfen stellen, Mitarbeiter systematisch überwacht zu haben. Banken werden von der öffentlichen Hand finanziell aufgefangen, während sich Unmut über Missmanagement, Korruption und überbezahlte Vorstände breit macht. Kunden, Mitarbeiter, Investoren, Non-Profit- Organisationen, Lieferanten, Politiker und Medien fordern immer vehementer ein, dass die Wirtschaft ihrer Verantwortung nachkommt und so handelt, dass ökonomisches Wachstum nicht zu Lasten der Umwelt oder des sozialen Wohlstands passiert. Druck von außen Ein Investor hätte sein Aktienpaket verkaufen müssen, wenn wir nicht weitere Schritte in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt hätten, erklärt der Manager eines börsenotierten österreichischen Unternehmens die Beweggründe für die geplante Etablierung eines integrierten Nachhaltigkeitsmanagements. Dass der Druck zu unternehmerischer Verantwortung seitens des Kapitalmarkts immer größer wird, zeigt die steigende Popularität nachhaltiger Fonds und die wachsende Zahl an Rating-Agenturen, die überprüfen, ob Unternehmen ihre sozialen und ökologischen Vorgaben einhalten. Am Prüfstand Sustainable Asset Management (SAM) ist ein globaler Vermögensverwalter aus Zürich. SAM konzentriert sich ausschließlich auf nachhaltige Investments. In Kooperation mit Dow Jones Indexes und STOXX Limited publiziert SAM den weltweit anerkannten Dow Jones Sustainability Index (DJSI). Seit 1999 analysieren die Züricher jährlich mehr als börsenotierte Unternehmen hinsichtlich ihrer ökonomischen, sozialen und ökologischen Leistungen. In Zusammenarbeit mit PwC veröffentlichen die Schweizer Vermögensverwalter jährlich das Sustainability Yearbook. Die Publikation aus dem Jahr 2011 gibt Aufschluss über die Nachhaltigkeitsperformance von über Unternehmen und kürt für zahlreiche Branchen Sector Leaders, die durch ihr herausragendes nachhaltiges Engagement überzeugen. Damit qualifizieren sich die Unternehmen für die Aufnahme Nachhaltige Investments schneiden langfristig besser ab in nachhaltige Investmentfonds und machen sich interessant für eine neue, wachsende Investorengruppe sollen doch bereits 2015 in Europa schon über 20 Prozent des gesamten Anlagevolumens nachhaltig investiert sein. Die Geldgeber agieren aber keineswegs nur aus philanthropischen Gründen. Vielmehr sind sie der Meinung, dass mit nachhaltigen Investments langfristig eine höhere Rendite erzielt werden kann als mit Veranlagungen in rein ökonomisch getriebene Unternehmen. Bessere Geschäftschancen Das Vorurteil, dass nachhaltige gegenüber herkömmlichen Investments einen Performancenachteil aufweisen, hielt sich hartnäckig. SAM konnte jedoch nachweisen, dass eine positive Korrelation zwischen guter Nachhaltigkeitsperformance und wirtschaftlichem Erfolg besteht. Mit einer Anlagestrategie, die auf Investments in die oberen 20 Prozent der nachhaltigsten Unternehmen abzielt, wird langfristig eine höhere Rendite erzielt als mit einem Investment in ein Portfolio April 2011 tipps&trends 7

8 aus Nachhaltigkeits-Nachzüglern. Unternehmen, die einen ganzheitlichen Ansatz des unternehmerischen Handelns wählen und die Anforderungen und Erwartungen ihrer wesentlichen Anspruchsgruppen, der Stakeholder, berücksichtigen, können frühzeitig mit neuen Themen und Anforderungen umgehen und diese in ihrem Geschäftsmodell berücksichtigen. Grundlage für die Erkennung dieser Chancen und Risiken ist ein intensiver Dialog mit den Stakeholdern. Denn nur, wer deren Bedürfnisse früh kennt, kann sie in der Unternehmensstrategie berücksichtigen. Chancen früh erkennen, Risiken managen Je komplexer globale Zusammenhänge und gesellschaftliche Anforderungen sind, desto größer ist auch das Potenzial des Nachhaltigkeitsmanagements, Chancen für das Unternehmen zu generieren und Risiken zu reduzieren. Dies betrifft nicht nur die langfristigen Umsetzungsoptionen, die Unternehmen zukunftsfähig machen sollen, sondern auch kurzfristige Potenziale etwa zur Kosteneinsparung, zur Mitarbeitermotivation und zur Imagesteigerung. Wie wandelbar die gesellschaftliche Akzeptanz einzelner Geschäftspraktiken ist und welche Risiken eine ungenügende Beobachtung und Bewertung von unternehmerischer Verantwortung mit sich bringt, zeigt das Thema Korruption. Bis Ende der 1990er Jahre unterlagen Geschäftspraktiken rund um Korruption und Bestechung einer geringen gesetzlichen Sanktionierung. Sie wurden sogar steuerlich begünstigt. Die im Zusammenhang mit der Globalisierung seit 2000 gestiegene gesellschaftliche Aufmerksamkeit für ethische Werte und das Verhalten von Unternehmen vermochten dies zu ändern. Nachzügler konnten mit diesem Wandel nicht mithalten. Ganz im Gegenteil, erleiden sie doch auch heute noch substanzielle finanzielle Schäden durch unethische Geschäftspraktiken. Unternehmen, die das Management von Nachhaltigkeit als Risikomanagement verstehen und soziale und ökologische Anforderungen ernst nehmen, erkennen diese früher als andere und können sich mit neuen Produkten und Dienstleistungen für die Zukunft positionieren. Auch neue Märkte in den Schwellen- oder Entwicklungsländern lassen sich mit Hilfe des Nachhaltigkeitsmanagements erschließen. Dies geschieht durch eine Anpassung bestehender oder die Entwicklung neuer Produkte, die eine Antwort auf die Megatrends unserer Zeit geben: Ressourcenknappheit, Trinkwassermangel, Energieeffizienz, globale Erwärmung, demografischer Wandel oder die Digitalisierung unseres Alltags. Nachhaltige Unternehmen schneiden auch wirtschaftlich besser ab 15 Cumulative Log Outperformance in % Portfolio I: Nachhaltigkeits-Vorreiter (Obere 20%) Portfolio II: Nachhaltigkeits-Nachzügler (Untere 20%) Benchmark: Unternehmen, die von SAM im Rahmen des Corporate Sustainability Assessment bewertet wurden. Metrik: Total Sustainability Score (bildet sich aus ökonomischen, sozialen und ökologischen Kriterien) Ein Bezug auf die Performance der Vergangenheit ist nicht als Hinweis auf die Zukunft zu verstehen. Quelle: SAM (2010) 8 tipps&trends April 2011

9 Schwerpunktthema Zurück in die Zukunft nicht-finanzielle Werte managen Megatrends und gesellschaftliche Veränderungen bergen Potenziale und Gefahren. Um längerfristig Erfolg zu haben, müssen Unternehmen auch nicht-finanzielle Werte messen und steuern. Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility und Sustainability sind die nicht-finanziellen Elemente von Wertschöpfung und unternehmerischer Verantwortung. Diese Elemente erfassen ökologische, soziale und gesellschaftliche Risiken und Chancen, die in bisherigen betriebswirtschaftlichen Mess- und Steuerungssystemen unzureichend erfasst sind. Zu unrecht, denn nichtfinanziellen Werte liefern Information und haben mehr Aussagekraft über die zukünftige Wertentwicklung eines Unternehmens. Finanzielle Kenngrößen sind hingegen meist vergangenheitsorientiert. Es ist daher bemerkenswert, dass nichtfinanzielle Elemente bisher noch nicht flächendeckend mit entsprechender Ernsthaftigkeit und Qualität gemessen und gemanagt werden, wie dies im herkömmlichen Controlling im Bereich der finanziellen Wertschöpfung ohne wenn und aber erfolgt. Vier Stufen Das weltweit 900 Experten umfassende Netzwerk der PwC Sustainable Business Solutions beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit der Entwicklung der ganzheitlichen Wertschöpfung und Messung von Unternehmensverantwortung. Auf Basis zahlreicher Projekte und Studien haben wir eine Entwicklungskurve der nicht-finanziellen Wertschöpfung erarbeitet. Shareholder Value Auf der ersten Stufe generieren Unternehmen die geringste oder gar keine sichtbare Wertschöpfung im Bereich ökologischer und sozialer Werte. In dieser Phase sind Shareholder Value und kurzfristige Gewinnorientierung die Maxime der unternehmerischen Entwicklung. Unternehmensverantwortung sowie ökologische und soziale Themen werden als wenig oder nicht relevant für die zukünftige Unternehmensentwicklung gesehen. Durch fehlendes Messen und wenig Kommunikation mit den Stakeholdern sind entsprechende Herausforderungen, Risiken und Chancen nicht erkennbar. Deshalb laufen Unternehmen Gefahr, wesentliche Entwicklungen und Veränderungen zu übersehen. Das schlägt sich letztlich auf ihre langfristige Überlebensfähigkeit nieder. Compliance und Philanthropie Die nächste Entwicklungsstufe ist durch das Vorhandensein einzelner, meist philanthropisch orientierter Corporate Responsibility-Projekte und der Kommunikation der eigenen Verantwortung als Teil der Public Nicht-finanzielles Wertemanagement ist langfristig angelegt Relations gekennzeichnet. Es erfolgt weder eine formalisierte Messung noch eine strategische Steuerung dieser Handlungsbereiche. Zahlreiche Unternehmen erzielen durch die externe Kommunikation eigener Nachhaltigkeitsaktivitäten, meist rasche Erfolge im Bereich des Reputationsmanagements und der Transparenz. Nachhaltigkeitsaktivitäten sind in dieser Phase jedoch meist von Einzelpersonen getrieben. In schwierigen wirtschaftlichen Zeiten laufen die Aktivitäten erfahrungsgemäß Gefahr, dem Rotstift zum Opfer zu fallen. Risiko- und Wertemanagement Die dritte Phase der nicht-finanziellen Wertentwicklung repräsentiert den größten Entwicklungsschritt. Ökologische, soziale und gesellschaftliche Aspekte und damit verbundene Risiken und Chancen unternehmerischer Aktivität werden gemessen und gesteuert. Dies geschieht durch das Controlling standardisierter quantitativer und qualitativer Indikatoren und Kennzahlen. Dabei ist etwa an CO 2 -Ausstoß, Energieverbrauch, Fluktuationsrate und Marktanteil ökologischer Produkte zu denken. Zusätzlich erfolgt eine Erweiterung April 2011 tipps&trends 9

10 von Managementprozessen und Systemen. Durch das Messen klar definierter Kennzahlen und Indikatoren werden nicht-finanzielle Herausforderungen, Risiken und Chancen erkennbar und beeinflussbar. Je stärker die daraus abgeleiteten Ziele und Maßnahmen an Strategie und Kerngeschäft orientiert sind, desto höher ist die Wertschöpfung. Unternehmen haben in dieser Phase meist ein an die Geschäftsführung angebundenes Nachhaltigkeitsmanagement, eine an internationalen Standards orientierte Berichterstattung und eine nachvollziehbare Darstellung der Zielerreichung und Weiterentwicklung der unternehmerischen Verantwortung. Die Ausbildung einer Nachhaltigkeitskultur und das Vorantreiben der ganzheitlichen Wertentwicklung auf Geschäftsführerebene begleiten diese Phase. Strategische Differenzierung Die höchste Stufe der Entwicklung nicht-finanzieller Wertschöpfung und Unternehmensverantwortung wird oft durch wesentliche strategische Zielsetzungen und das Kerngeschäft betreffende Maßnahmen im Nachhaltigkeitskontext eingeleitet. Dabei steht nicht mehr die kurz- und mittelfristige Wertschöpfung durch nicht-finanzielles Wertemanagement im Mittelpunkt. Vielmehr rückt die strategische Orientierung des Kerngeschäfts und der Unternehmensziele an einer ganzheitlichen, langfristigen und nachhaltigen Unternehmensentwicklung ins Zentrum. Dies wird durch die Integration des Nachhaltigkeitsprinzips in Strategie, Controlling, Reporting bis hin zu Anreizsystemen begleitet. Unternehmen entwickeln in dieser Phase oft neue, nachhaltige Produkte. Sie stehen in intensivem Dialog mit ihren Anspruchsgruppen, kommunizieren die Zielerreichung und sind als Nachhaltigkeits- Vorreiter ihrer Branche anerkannt. In dieser Phase ist der Schritt vom Reagieren auf neue Herausforderungen zur proaktiven Nutzung von Chancen geschafft. Fallweise führt dies zu einem Rebranding des Unternehmens und zur langfristigen Neuorientierung des Kerngeschäfts. Nachhaltigkeit wird nicht mehr von Einzelpersonen getrieben, sondern ist in Unternehmenskultur und -prozesse integriert. Die Zunahme an externen Nachhaltigkeits-Ratings und Anfragen von Investoren nach ökologischer und sozialer Wertentwicklung zeigen die wachsende Bedeutung des Themas. Das gilt auch für das Ausweiten von Nachhaltigkeitsstandards auf die Lieferkette und die Schaffung neuer Gesetze mit Bezug zu Nachhaltigkeit und Transparenz. Nachhaltige Entwicklung und Unternehmensverantwortung sind keine kurzfristigen Trends. Sie sind reale Herausforderungen für alle österreichische Unternehmen. Nachhaltigkeitsberichterstattung ganzheitliche Werte entwickeln Vorreiter Shareholder Value Compliance Philanthropie Risiko- und Wertemanagement Strategische Differenzierung Wertschöpfung Risiko > Einzelprojekte > Verantwortung als nice to have > Philanthropische Orientierung > Berichte mit PR-Charakter > Compliance mit Gesetzen > Fokus auf kurzfristige Gewinnmaximierung > Mangelhaftes Reputationsmanagement > Keine Messung ökologischer und sozialer Aspekte > Messen ökologischer & sozialer Werte > Verknüpfung zu Strategie & Kerngeschäft > Prozesse & Systeme > Programm & Ziele > Verantwortungs- und Wertemanagement > Integration in Strategie > Neue Anreizsysteme > Produktinnovation > Neue Märkte > Aktiver Stakeholder-Dialog > Branchenvorreiter Chance Nachzügler Quelle: PwC 10 tipps&trends April 2011

11 Schwerpunktthema Kette im Griff statt Schlinge um den Hals Nachhaltige Beschaffung führt zu gemeinsamer Verant wortung. Kooperationen in der Lieferkette reduzieren Risiken und steigern die Wertschöpfung. Risiko made in China, so titelte der deutsche Spiegel im August 2007 eine Reportage zum Spielzeugskandal von Mattel. Wegen gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe in Produkten aus China musste der US-Konzern 18 Millionen Spielzeuge zurückrufen. Drastische Umsatzeinbußen und herber Reputationsverlust waren die Folgen. Am Pranger Die schmerzhafte Erkenntnis, dass soziale und ökologische Verantwortung nicht vor dem eigenen Unternehmen endet, kommt leider häufig erst im Nachhinein. Alleine im vergangenen Jahr veröffentlichten NGOs, wie Amnesty International, Oxfam oder Südwind zahlreiche Berichte über Kinderarbeit, menschenrechtswidrige Arbeitsbedingungen und umweltschädliche Anbau- und Produktionspraktiken in Zulieferbetrieben großer Multis. Darunter finden sich bekannte Marken-Namen. Vor allem seit der Wirtschaftskrise wächst die Skepsis von Konsumenten und Öffentlichkeit. Auch Investoren fragen immer detaillierter nach, unter welchen Bedingungen ein Produkt gefertigt wurde, welche Auswirkungen der Transport und die Entsorgung auf das Klima Verantwortung endet ganz sicher nicht vor der eigenen Bürotür haben und welche Risiken damit verbunden sind. Nicht nur multinationale Konzerne, die arbeitsintensive Prozesse in Billiglohnländer auslagern, geraten ins Visier der Kritik. Wachsende Transparenzanforderungen und die Verknappung natürlicher Ressourcen zwingen auch österreichische Unternehmen aller Branchen dazu, sich mit sozialen und ökologischen Belangen in vorund nachgelagerten Stufen ihrer Lieferkette auseinanderzusetzen. Fast alle Automobilfirmen schreiben heute bereits Nachhaltigkeitsstandards für ihre Zulieferbetriebe vor. Immer öfter wird die Einhaltung dieser Kriterien auch durch Kontrollen vor Ort überprüft. Der Handel setzt ebenfalls vermehrt auf nachhaltige Beschaffung. Neben Bio- und Fairtrade-Siegeln, hat die REWE Group vor kurzem mit PRO PLANET ein eigenes Label für nachhaltige Produkte eingeführt. Sogar Diskonter wie Lidl, Kik und Aldi wurden durch Kundenboykotts zum Umdenken gezwungen. Die österreichische Aldi-Tochter Hofer setzt nun mit der Biomarke Zurück zum Ursprung neue Maßstäbe und berechnet neben dem CO 2 -Fußabdruck auch Auswirkungen auf die Biodiversität. Dabei geht es nicht mehr nur um den guten Ruf der Marke. Wie der US- Retailer Wal-Mart zeigt, sind auch Ressourcen einsparungen, bessere Liefersicherheit und Qualitätssicherung die Treiber für nachhaltiges Supply Chain Management. Geteilte Verantwortung, gemeinsamer Mehrwert Die umfassende Steuerung und Kontrolle ist aufgrund der Komplexität und Dynamik globaler Produktionsnetzwerke nach wie vor schwierig. Führende Unternehmen im Nachhaltigkeitsbereich wie die Otto Group oder Levi Strauss schließen sich deshalb vermehrt mit anderen Abnehmern, NGOs und internationalen Beratern zusammen und erarbeiten gemeinsam mit ihren Zulieferern branchenweite Standards. Solche Multi-Stakeholder Kooperationen, wie die Ethical Trading Initiative, die Common Code for Coffee Community oder die Business Social Compliance Initiative erleichtern die Kontrolle, bringen Kostensenkungen, Planungssicherheit und Wissenstransfer sowie erhöhte Akzeptanz bei lokalen Arbeitern und internationalen Abnehmern. Vor allem für Klein- und Mittelbetriebe ergeben sich so wichtige Differenzierungschancen. April 2011 tipps&trends 11

12 Schwerpunktthema Neue Ära der Transparenz Stakeholder stellen Fragen im Bezug zur unternehmerischen Verantwortung und Nachhaltigkeit. Transparenz und Glaubwürdigkeit stehen dabei im Fokus. Nachhaltigkeit steht für ein neues Niveau unternehmerischer Wertschöpfung, das alle Gruppen, die von Unternehmensaktivitäten betroffen sind, immer vehementer einfordern. Hinter diesen Schlagwörtern steckt ein Konzept, das Unternehmen hilft, mit Komplexität umzugehen. Es unterstützt sie dabei, neue soziale oder ökologische Themen frühzeitig und zuverlässig in ihr Geschäftsmodell und die Unternehmenskommunikation zu integrieren und damit langfristig stabilen wirtschaftlichen Erfolg zu erreichen. Um den Ansprüchen der Stakeholder gerecht zu werden, muss man deren Interessen kennen. Deswegen ist es unabdingbar, mit betroffenen Gruppen in steten Dialog zu treten, die Bedürfnisse auszuloten und zu erfassen. Nur so können die Wünsche im unternehmerischen Handeln berücksichtigt werden. Österreich hinkt hinterher Die Nachhaltigkeitsberichterstattung war und ist in vielen Unternehmen Auslöser beziehungsweise Treiber für die Entwicklung des bewussten Managements unternehmerischer Verantwortung. Heute veröffentlichen bereits fast 90 Prozent der Unternehmen, die im DAX 30, dem Leitindex der deutschen Börse vertreten sind, Der Harvard Business Review ruft das Zeitalter der Transparenz aus einen Nachhaltigkeitsbericht. Wie in anderen Gebieten der Nachhaltigkeit liegen österreichische Betriebe zurück. Nicht einmal ein Drittel der Unternehmen, die Teil der Wiener Börsebarometer ATX sowie ATX- Prime sind, publizieren Nachhaltigkeitsberichte. Dieses Ergebnis unserer Studie zur Transparenz von Nachhaltigkeitskommunikation für 2011 wirft die Frage auf, ob die Emittenten des österreichischen Aktienmarktes die Informationsbedürfnisse ihrer Stake holder zufriedenstellend abdecken können. Nachhaltigkeits-Kommunikation wurde für Unternehmen angesichts der steigenden Anforderungen seitens der Politik, der Gesellschaft und der Mitarbeiter immer wichtiger. Darüber hinaus stellt sie eine zunehmend zentrale Quelle für die Bewertung der Unternehmen in Ratings und Rankings dar. Das heißt, dass Unternehmen, die nicht ausreichend über ihren Umgang mit ökonomischen, sozialen und ökologischen Themen kommunizieren, potenzielle Investoren und Kunden abschrecken können. Leitlinien Eine umfassende und international weitgehend anerkannte Empfehlung für die Inhalte der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind die Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Deren aktuelle Fassung GRI G3 deckt sich inhaltlich mit den meisten Handlungsfeldern von Nachhaltigkeit. Sie wird laufend aktualisiert und momentan um Sector Supplements erweitert, die spezifische Berichtsinhalte für gewisse Branchen vorgeben. Analog zur Geschäftsberichterstattung gelten auch beim nicht-finanziellen Reporting die Grundprinzipien Wahrheit, Wesentlichkeit, Klarheit, Stetigkeit und Vergleichbarkeit. Das Kriterium der Wesentlichkeit ist am schwierigsten zu fassen. Es ist aber essenziell für die Glaubwürdigkeit des Berichts und die interne Schwerpunktsetzung. Deshalb setzt die Definition eine intensive Beschäftigung des eigenen Geschäftsmodells und einen regelmäßigen Austausch mit wesentlichen Stakeholdern voraus. Wirklich glaubwürdig Zunehmend wird die externe Prüfungsbescheinigung zur Messlatte, ob ein Bericht ernst zu nehmen ist. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind dabei besonders gefragt. Denn die für die Prüfung von Finanzdaten entwickelten Methoden und gesammelte Erfahrungen lassen sich problemlos auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung übertragen. 12 tipps&trends April 2011

13 Schwerpunktthema Geprüfte Qualität, die besteht Der Nachhaltigkeitsbericht ist erstellt, gedruckt und ausgeliefert. Wochenlange Arbeit liegt hinter dem Berichtsteam, Stakeholder bekommen ihre Informationen. Doch hat sich die Arbeit gelohnt? Unternehmen, die einen Nachhaltigkeitsbericht legen, werfen ihre Glaubwürdigkeit in die Waagschale. Die Glaubwürdigkeit wird hoch sein, wenn die Angaben im Bericht, von konkreten Zahlen bis zu Projektangaben, wesentlich, richtig, angemessen und vollständig sind. So ist gewährleistet, dass der Report den eigenen und externen Standards und Anforderungen gerecht wird. Auf Nummer sicher Die Glaubwürdigkeit kann mittels einer Prüfung der Angaben im Nachhaltigkeitsbericht durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer abgesichert werden. Ergebnis ist eine Bescheinigung, die mit dem Bericht veröffentlicht werden kann. Es handelt sich um eine freiwillige Prüfung, die aus mehreren Gründen immer häufiger gewählt wird. Einerseits ist die Transparenz gegenüber Stakeholdern gegeben, andererseits wird die Verlässlichkeit der Berichtsangaben gesteigert. Hinzu kommen immer höhere und vielfältigere freiwillige und verpflichtende Anforderungen des Gesetzgebers, der Behörden, der Stakeholder und von Standards. Die Compliance mit all diesen Anforderungen will sichergestellt werden. Hohe Qualität und Externe Prüfungsbescheinigung wird immer mehr zur Messlatte Konsistenz der Informationen über verschiedene Berichtswege, vom eigentlichen Nachhaltigkeitsbericht über Geschäftsbericht, Website bis zur Roadshow, sind bereits ein Muss. Werden diese Vorgaben erfüllt, ist das ein Zeichen dafür, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung ernst genommen wird. Die Gefahren für Fehler sind durch Datenquellen aus unterschiedlichen Systemen, manuelle Berechnungen und verschiedenen Länderanforderungen und Kulturen, in denen das Unternehmen operiert, sehr hoch. Eine unabhängige Prüfung hilft, die Gefahren zu reduzieren. Die unabhängige Prüfung trägt dazu bei, Zweifel von Stakeholdern auszuräumen. Diese können etwa aufkommen, wenn eine unzutreffende Promotion Produkte als grün ausflaggt. Zweifel kommen auch auf, wenn Nachhaltigkeitsberichte, eine eigentlich unveränderte Geschäftspolitik als nachhaltig maskieren. Im Rahmen der Prüfung unterstützen wir Sie mit unserer Expertise bei der Analyse der Prozesse und bei der Datenverarbeitung zur Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts. Dabei wenden wir gängige Prüfstandards wie den ISAE 3000, den International Standard on Assurance Engagements, oder den AA 1000 AS, den Accountability Assurance Standard, an. Breite Akzeptanz Wesentliche Inhaltskriterien sind der Leitfaden der Global Reporting Initiative (GRI) und die zehn Prinzipien des UN Global Compact in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Antikorruption. Sie profitieren von unserem Wissen um Berichtsstrukturen und Prüfungsprozesse. Unsere Prüfung entlastet Ihr Berichtsteam bei der Durchsetzung einer definierten Mindestqualität der Datenerhebung. So können Kontrollen ausgelagert und Potenziale zur Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements und -reportings, insbesondere des internen Kontrollsystems, erschlossen werden. Unsere Prüfung führt zu einer besseren Bewertung bei Ratings, Rankings und Berichtswettbewerben. Die GRI belohnt eine externe Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten mit einem + in der Einstufung der Anwendungsebene Ihrer Berichtsleitlinien. Somit erhöht eine unabhängige Prüfung das Vertrauen der Stakeholder in den Nachhaltigkeitsbericht und dessen Akzeptanz am Markt. April 2011 tipps&trends 13

14 Schwerpunktthema Chancen für zukunftsfähige Stadtentwicklung Städte haben eine Schlüsselrolle als treibende Kraft in regionalen Wirtschaftsräumen. Deshalb ist deren strategisch nachhaltige Entwicklung von zentraler Bedeutung. Städte und Stadtregionen sind die Motoren für wirtschaftliche Weiterentwicklung und nachhaltige Beschäftigung. Sie haben eine wesentliche Funktion beim sozialen Zusammenhalt und der Schaffung ökologischer Balance. Ballungsräume leisten einen wesentlichen Beitrag bei der Beseitigung von Hinder nissen für Wachstum und Beschäftigung, die etwa im Zusammenhang mit Migration oder sozialer Ausgrenzung ebenso wie mit Herausforderungen im Umweltbereich sichtbar sind. Diese städtischen Funktionen unterliegen jedoch laufenden wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Das gesamte Stadt- Kapital ist wesentlich mehr als Finanzkapital Lokale Lösungen Im Rahmen der Analyse der laufenden Veränderungsanforderungen für Städte ist ein zunehmender Trend in Richtung Regionalisierung erkennbar. Darüber hinaus ist eine Wiederbesinnung zu lokalen Werten und Differenzierungsmerkmalen nicht zu übersehen. Beim Blick auf globale Nachhaltigkeitsherausforderungen wie dem Klimawandel, der Energie- und Ressourcensicherheit und auch demografischen und sozialen Entwicklungen bergen regionale Strukturen hohe Problemlösungspotenziale. Dies schlägt sich zunehmend darin nieder, dass Städte und Regionen lokale Lösungen zur Reduktion der CO 2 -Emissionen oder alternative Energieversorgungskonzepte entwickeln. In kleineren Strukturen gelingt es offensichtlich besser, die Perspektiven der Stakeholder aufzunehmen und langfristig tragfähige Strategien zu schaffen. Stadt-Kapital Wichtig für eine zukunftssichere Entwicklung von Städten ist, dass sich die dafür Verantwortlichen auf die Differenzierungspotenziale besinnen. Sie haben damit auf das individuelle Kapital der Stadt oder der Stadtregion abzustellen. Unter Stadt-Kapital wird nicht nur das Finanzkapital verstanden. Vielmehr bezieht sich der Begriff auch auf das Intellektuelle und soziale Kapital, das technische Kapital, das demokratische Kapital, das Umweltkapital sowie das Kulturund Freizeitkapital. Erst wenn sich eine Stadt oder eine Stadtregion mit allen diesen Handlungsfeldern intensiv auseinandergesetzt hat, kann es gelingen, eine integrierte und damit zukunftsfähige Strategie für die weitere Entwicklung der Stadt zu erarbeiten. Strategie im Stresstest Eine Entwicklungsstrategie für Städte lässt sich unter Einbeziehung der relevanten Stakeholdergruppen bei strukturierter Moderation des Entwicklungsprozesses in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen erarbeiten. Die Praxis hat aber gezeigt, dass der Stresstest für diese Strategie damit erst beginnt. Denn die größte Herausforderung besteht darin, die Strategie nachhaltig mit Leben zu befüllen. Es muss also sichergestellt werden, dass sämtliche Vorhaben und Maßnahmen einer Stadt auch im Einklang mit der Zukunftsstrategie erfolgen. Hier gilt es die geeigneten Ziele zu definieren und auch die notwendigen Prozesse für die Überwachung der Einhaltung der Vorgaben einzurichten. Dabei gilt der einfache Grundsatz, dass jede Strategie nur so gut ist wie das Ergebnis ihrer Umsetzung. PwC unterstützt Sie gerne bei der Entwicklung und nachhaltigen Umsetzung Ihrer zukunftsfähigen Stadtentwicklungsstrategie. 14 tipps&trends April 2011

15 Schwerpunktthema Audit berufundfamilie PwC Österreich unterzog sich 2010 dem Audit berufundfamilie. Die Zertifizierung ist ein europaweit geschütztes Markenzeichen für Unternehmen mit Work-life Management-Fokus. Gerade in der Beratungsbranche ist es nicht einfach, MitarbeiterInnen persönliche Work-Life Choices, die sich an individuelle Lebensphasen anpassen, zu ermöglichen. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit ist dennoch für PwC Kern einer nachhaltigen Personalentwicklung. Flexibilität und Freiraum zur Mitgestaltung des beruflichen Umfeldes stellen die Weichen dafür. Durch diesen Prozess wollen wir Zufriedenheit und Motivation erhöhen. Wir investieren langfristig in die Leistungsfähigkeit und Einsatzfreude unserer MitarbeiterInnen. Ablauf Zu den Kernschritten beim Audit gehörte ein Strategieworkshop mit der Geschäftsführung und ein Auditierungsworkshop mit 15 MitarbeiterInnen. Hier wurden bestehende und geplante Maßnahmen anhand eines Kriterienkataloges besprochen und bewertet. Daraus abgeleitete Ziele wurden von der Geschäftsführung unterzeichnet. Nach positiver Begutachtung erhielt PwC im November 2010 das Grundzertifikat. Zu den bereits vorhandenen Maßnahmen zählen die flexible Handhabung der Arbeitszeit, Jahresarbeitszeitmodelle sowie die Möglichkeit zur Telearbeit. Auch die Bereiche Bildungskarenz, Elternkarenz sowie Teilzeitmodelle sind bereits abgedeckt und gelten auch für Führungskräfte. Zusätzlich sind im Status quo Veranstaltungen von Familienevents, gesundheitsfördernde Maßnahmen und umfangreiche Sportaktivitäten, Führungskräfte-Entwicklungsprogramme sowie Coaching in Stresssituationen und zur Burnout- Prävention verankert. Beispiele für die Umsetzung Im Dezember 2010 wurden MitarbeiterInnen mit ihren Kindern ins Wiener PwC Büro zum Mal- Workshop eingeladen. Einige der Bilder werden als Sujets für die Weihnachtskarten im kommenden Jahr verwendet. Im Mai wird allen MitarbeiterInnen der Wirtschaftsprüfung ein Health Day angeboten. Das Freizeit- und Entspannungsangebot umfasst Impulsvorträge, Qi Gong, Yoga, Bogenschießen, Thermeneintritt und Radfahren. Darüber hinaus PwC Österreich nimmt die Bedürfnisse der Mitarbeiter ernst erhalten alle MitarbeiterInnen Firmenmobiltelefone oder BlackBerries zur Steigerung von Flexibilität und Erreichbarkeit. Eckdaten per 1. März Der PwC Personalstand beträgt 730 Mitarbeiter, davon sind 660 zum Vollzeitäquivalent tätig. Der Frauenanteil liegt insgesamt bei 61 Prozent. Auf Ebene der Manager und Senior Manager beträgt der Anteil 54 Prozent, in der Geschäftsführung 29 Prozent. Die Teilzeitquote liegt bei 19 Prozent, jene von Frauen bei 26 Prozent, jene von Männern bei 9,5 Prozent. Derzeit befinden sich 19 Mitarbeiterinnen in Mutterschutz oder Elternkarenz. Seit 2009 gingen fünf Männer in Väterkarenz. Seit 2009 wurden 18 Bildungskarenzen erfasst. Zu den geplanten Maßnahmen gehören: Work-Life Management-Themen auf der Agenda der Geschäftsführung Verbesserung der Rahmenbedingungen für die flexible Arbeits erbringung Optimiertes Auszeitenmanagement Bewusstseins-Schaffung der Führungskräfte für betriebswirtschaftliche Effekte familienbewusster Unternehmenskultur (Workshops, Impulsvorträge, etc.) Neue Kommunikationsplattform zur besseren internen Kommunikation Evaluierung gesundheitsfördernder Maßnahmen und Service für Familien April 2011 tipps&trends 15

16 Schwerpunktthema In Zukunftsfähigkeit investieren Unternehmen, die ökologische und soziale Herausforderungen in neue Geschäftschancen umwandeln, gelten als nachhaltig und zukunftsfähig. Das macht sie für Investoren besonders interessant. Gesellschaftliche Entwicklungen bedrohen die künftige Entwicklung von Unternehmen ebenso wie die globale Erwärmung oder Energie- und Ressourcenknappheit. Zunehmend erkennt auch der Kapitalmarkt den Einfluss dieser Herausforderungen auf die finanzielle Wertschöpfung. Investoren versuchen herauszufinden, welche Unternehmen sich bereits jetzt mit diesen wachsenden Risiken beschäftigen oder welche sogar dazu imstande sind, diese in neue Geschäftskonzepte umzuwandeln. Es ist die Geburtsstunde der Sustainable & Responsible Investments (SRI). Immer mehr Finanzinstitute beginnen, nachhaltige Fonds aufzulegen. Gleichzeitig suchen Investoren gezielt nach Möglichkeiten, ihr Geld in Unternehmen anzulegen, die Nachhaltigkeit bereits gut managen. Gelten doch genau diese Unternehmen als zukunftsfähig. Analysen gehen davon aus, dass bis 2015 zwischen 15 und 20 Prozent der weltweiten Veranlagungen den Anforderungen an nachhaltige Investments genügen werden. Heute sind es bereits 10 Prozent im Vergleich zu 2 Prozent zu Beginn der 90er. Das vermehrte Interesse 2015 fließen bis zu 20 Prozent in nachhaltige Investments von institutionellen Anlagen zeigt sich auch an der steigenden Anzahl an Unterzeichnern der United Nations Principles for Responsible Investment (www.unpri.org). Die Vereinten Nationen geben sowohl die Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten (ESG) in Investitionsentscheidungen als auch die enge Einbindung der Unternehmen im Investment- Prozess vor. Diese bezieht sich vor allem auf die Einflussnahme auf Unternehmensentscheidungen durch die Ausübung von Stimmrechten. Darüber hinaus haben Investoren als wichtige externe Dialogpartner einen Einfluss auf interne Nachhaltigkeitsprozesse von Unternehmen und können diese unterstützen. Seit Anfang März sind fast 900 Unterzeichner mit diesen Prinzipien der Vereinten Nationen einverstanden und gelten damit als Vorreiter des nachhaltigen Investments. Darunter befinden sich zahlreiche namhafte Versicherungen, Pensionsfonds und Banken. Allesamt Anleger, die eher eine konservative Investmentstrategie verfolgen. Großanleger sind Vorreiter Gerade die langfristige Veranlagungsstrategie dieser Investoren entspricht sehr stark dem Prinzip nachhaltiger Investments. So hat etwa die Münchner Rück, der weltgrößte Rückversicherer aus Deutschland, neuerdings ihre Eigenanlagen nachhaltig veranlagt. Das Einfallstor ist in den meisten Fällen das Risikoargument. Es wird erkannt, dass die Berücksichtigung von sozialen und umweltrelevanten Aspekten in der Veranlagung zusätzliche Vorteile im Risikomanagement bringen kann. Dies hat auch finanzwirtschaftliche Implikationen für Versicherungen, da das Kerngeschäft der Branche das Managen von Risiken ist. Im Bereich der nachhaltigen Veranlagung herrschen noch in weiten Bereichen Vorurteile und Informationsdefizite. Zum Beispiel werden nachhaltige Geldanlagen noch immer stark in Verbindung mit dem automatischen Ausschluss verschiedener Branchen wie etwa Rüstung, Atomkraft, Alkohol oder Tabak gebracht. Nachhaltiges Investment geht allerdings weit über Ausschlusskriterien hinaus. Zum einen sind Förderkriterien, die langfristig ausgerichtete Geschäftspraktiken unterstützen, ein wesentlicher Bestandteil. Hier wird häufig nach dem Best-in-Class-Prinzip veranlagt, bei dem jene Unternehmen ausgewählt werden, die in ihrer Branche führend im Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen sind. 16 tipps&trends April 2011

17 Schwerpunktthema Frischer Wind für Österreich und CEE Österreich soll bis 2020 einen Anteil von 34 Prozent der Energieversorgung aus erneuerbaren Energieträgern exklusive Großwasserkraft erzeugen lag der Wert bei rund 25 Prozent. Die verbindlichen nationalen Gesamtziele der EU geben vor, dass bis 2020 mindestens 20 Prozent des Bruttoendenergieverbrauches der EU durch Energie aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden sollen. Der nationale dezidiert für Österreich festgelegte Zielwert liegt bei 34 Prozent. Das Ökostromgesetz geht daher von einem Ausbau bis 2015 von zusätzlich 100 MW Biomasse, 700 MW Wasserkraft sowie 700 MW Windkraft aus. Im dritten Quartal 2010 waren rund 330 MW Biomasse fest und flüssig und 980 MW Windkraft im Vertragsverhältnis mit der OeMAG, der Abwicklungsstelle für Ökostrom. Aufgrund des geringen Einspeisebedarfs bei Windkraft entwickelte sich die Engpassleistung im Vertragsverhältnis mit der OeMAG seit 2006 auf sehr geringem Niveau waren insgesamt 953,5 MW im Vertragsverhältnis, bis 2009 folgte ein Anstieg auf 984,1 MW wurde der Einspeisetarif für Strom aus Windkraft auf 9,7 Cent/ kwh erhöht und führte damit zu einer Einreichwelle an Windkraftprojekten. Zu Beginn des Ausbaus konnten 2010 insgesamt acht Anlagen mit 16 MW errichtet werden. Aktuell sind bei der OeMAG rund Die rechtliche Lage kann eine Barriere für Projekte darstellen 600 MW an neuen, vollständig genehmigten Windkraftprojekten eingereicht. Das repräsentiert rund 60 Prozent des derzeitigen Anlagenbestandes. Zusätzlich ist das Genehmigungsverfahren für weitere 140 MW in zweiter Instanz anhängig. Damit ist das Förderkontingent bis 2015 ausgeschöpft. Werden all diese Projekte realisiert, wären bereits die Ziele laut Ökostromgesetz erreicht. Ein wichtiger Schritt in Richtung des Zielwerts von 34 Prozent wäre getan. Rückstau und Blockade Der Stillstand bei der Entwicklung von Windkraftwerken in den letzten vier Jahren führte zu einem Rückstau und einer gegenseitigen Blockade von Projekten. Dies ist der Fall bei jenen, die über einen OeMAG-Vertrag verfügen, aber eine längere Projektierungsdauer haben. Betroffen sind auch Vorhaben, welche in kurzer Zeit umzusetzen wären, in der Projektliste jedoch hintan gereiht sind. Aufgrund der Tatsache, dass ein Projekt maximal drei Jahre in der OeMAG-Reihung bleibt, drohen einige bereits projektierte Anlagen aus dem Schema zu fallen. Laut IG Windkraft ist 2012 mit einer Realisierung von lediglich 120 MW zu rechnen. Novelle gefordert Aufgrund der aktuellen Regelungen begegnen Investoren Projektentwicklungen in Österreich mit Vorbehalt. Eine Novellierung des Ökostromgesetzes soll daher eine Forcierung des künftigen Windkraftausbaus bringen. Potenzial in CEE Viele Unternehmen investieren bereits in den CEE Raum. Speziell Rumänien und Bulgarien sind bei Windkraft-Projektentwicklern sehr gefragt. In Rumänien sind bereits 462 MW realisiert und on grid, während bei Kapazitäten von MW eine Genehmigung noch auf sich warten lässt. Der Anstieg von 2009 auf 2010 betrug insgesamt 448 MW. Das künftige Investment- Potenzial in dieser Region ist daher sehr groß. Sie gilt als Zukunftsmarkt der Windenergie, weil politische und rechtliche Stabilität gegeben ist. Zusätzlich wirken fixe und attraktive Förderregimes unterstützend. Zu nennen ist etwa die Zertifikats- Regelung in Rumänien. Windkraft ist ein stark wachsender Wirtschaftszweig, welcher sowohl im CEE- Raum wie auch wieder in Österreich boomt. Die rechtliche Situation stellt Investoren jedoch vor große Herausforderungen. April 2011 tipps&trends 17

18 Schwerpunktthema Green Taxes Sustainability & Climate Change Taxes Nachhaltigkeit und Klimawandel machen auch vor dem Steuersystem nicht halt. In der Diskussion über die Ökologisierung von Steuern hat sich der Begriff Green Taxes etabliert. Der Terminus Green Taxes umfasst all jene Steuern, die einen Lenkungseffekt zum Schutz der Umwelt haben bzw. haben sollen. In Österreich zählen im Wesentlichen die Abgaben auf Energieträger, namentlich die Elektrizitätsabgabe, Erdgasabgabe, Kohleabgabe und die Mineralölsteuer sowie die Ökostromabgabe zu den Green Taxes. Weiters zählen die Normverbrauchsabgabe und die neu geschaffene Flugabgabe dazu. Da es sich bei diesen Abgaben im Grunde um Verbrauchsteuern handelt, sind die Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung der Steuer naturgemäß limitiert. Im Allgemeinen führt der Verbrauch des entsprechenden Energieträgers zur Besteuerung. Im Folgenden werden die einzelnen Steuern überblicksartig vorgestellt. Strom, Erdgas, Kohle und Heizöle Steuergegenstand der jeweiligen Energieabgabe ist die Lieferung zum Verbrauch sowie der Verbrauch der selbst hergestellten oder selbst verbrachten genannten Energieform. Von der Besteuerung ausgenommen ist nur jene Energie, die für nicht energetische Zwecke verwendet wird. Eine abgeführte Energieabgabe kann jedoch unter den Bedingungen des Energieabgabenvergütungsgesetzes rückwirkend für die vergangenen fünf Jahre rückerstattet werden. Die Rückerstattung für 2006 kann daher letztmalig 2011 beantragt werden. Die Kalkulation der Energieabgabenrückvergütung erfolgt mit einem komplexen Rechenschema und kann unter Berücksichtigung von Selbstbehalten zur gänzlichen oder teilweisen Rückerstattung führen. Der Kreis der Unternehmen, die eine Rückerstattung beantragen können, wurde durch mehrere Gesetzesnovellen und höchstgerichtliche Entscheidungen immer wieder eingeschränkt oder ausgedehnt. Im Endeffekt war die Rückvergütung von Energieabgaben lediglich im Zeitraum 2004 bis 2010 für alle Unternehmen uneingeschränkt möglich. Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2010 wurde dies wieder geändert. Bei Anträgen, die Zeiträume nach 2010 betreffen, ist eine Rückvergütung nur mehr für produzierende Unternehmen möglich. Der Lenkungseffekt der Energieabgaben ist nicht unumstritten, sind doch über die Berechnungsweise der Rückerstattungsbeträge Betriebe, die kapitalintensiv produzieren, gegenüber personalintensiven Betrieben begünstigt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Strukturierungsmöglichkeiten zur Maximierung des Rückerstattungsbetrages. Damit wird die energiesparende Wirkung der Abgaben stark reduziert. Mineralölsteuer Der Mineralölsteuer unterliegen die Herstellung oder Einfuhr von Mineralöl sowie anderen Kraftstoffen, die im Steuergebiet verwendet werden. Mit dem Budgetbegleitgesetz kommt es zu einer Erhöhung der Steuer in Höhe von 0,04 EUR/ Liter für Benzin und 0,05 EUR/Liter für Diesel, was im Effekt einem Zuschlag von 20 EUR je ausgestoßener Tonne CO 2 entsprechen soll. Die dadurch angestrebte Verteuerung von Treibstoffen für Kraftfahrzeuge soll zu einer Begünstigung spritsparender Kraftfahrzeuge führen. Ob dies bereits ausreicht, um einen Umstieg auf elektrobetriebene Fahrzeug zu erleichtern, bleibt abzuwarten. Unternehmer haben beim Verbrauch von Heizölen und Flüssiggas unter den Vorraussetzungen des Energieabgabenvergütungsgesetzes die Möglichkeit einer Steuererstattung. Ökostromabgabe Der Ökostromabgabe unterliegt die Abnahme von elektrischer Energie aus Ökostromanlagen, für die eine Kontrahierungspflicht gilt. Das trifft auf Kleinwasserkraftanlagen 18 tipps&trends April 2011

19 und sonstige Ökostromanlagen zu. Die Abgabe wird von den Netzbetreibern an die Stromkunden weiterverrechnet. Im Allgemeinen liegen die verrechneten Ökostromaufwendungen zwischen 0,36 bis 0,60 Cent/kWh. Durch die Ökostromabgabe soll im Interesse des Klima- und Umweltschutzes der Anteil der Erzeugung von Energie auf Basis erneuerbarer Energieträger erhöht werden. Ab 2009 besteht die Möglichkeit der Rückvergütung von Abgaben auf Ökostrom. Voraussetzung ist, dass ein Anspruch auf Rückvergütung von Energie auf Basis des Energieabgabenvergütungsgesetzes besteht. Voraussetzung ist auch, dass die Ökostromaufwendungen im Wirtschafts- oder Kalenderjahr 0,5 Prozent des Nettoproduktionswertes übersteigen. Ein Antrag auf Ökostromrückvergütung muss unter Beilage entsprechender Nachweise bis spätestens zum 31. Dezember des jeweiligen Folgejahres eingebracht werden. Da die Einreichung eines Rückvergütungsantrages über das elektronische Portal der Energie Control GmbH erfolgt, ist eine spezielle Registrierung erforderlich. Energiesteuern haben teilweise einen Lenkungseffekt Normverbrauchsabgabe Der Normverbrauchsabgabe (NOVA) unterliegen Kraftfahrzeuge, wenn sie im Inland zum Verkehr zuge lassen werden. Die Abgabe ist bei Motorrädern von den Kubikzentimetern des Hubraums abhängig. Bei allen anderen Kraftfahrzeugen von der Art des Treibstoffes. Bei der Berechnung der Abgabe wird bei allen Kraftfahrzeugen außer bei Motorrädern der CO 2 -Ausstoß des jeweiligen Fahrzeugs berücksichtigt. Mit dem Budgetbegleitgesetz wurden die Werte des CO 2 -Ausstoßes reduziert. Das hat eine höhere Steuerbelastung zur Folge und soll aus Sicht des Gesetzgebers dazu führen, dass Käufer Kraftfahrzeuge mit geringerem CO 2 -Ausstoß wählen. Flugabgabe Die Flugabgabe wurde durch das Budgetbegleitgesetz als Ausgleich dafür, dass Kerosin nicht der Mineralölsteuer unterliegt, eingeführt. Der Flugabgabe unterliegt der Abflug von Passagieren von einem inländischen Flughafen mit einem motorisierten Passagierflugzeug. Die Flugabgabe verfolgt den Zweck, auch den Personenluftverkehr mit Energieabgaben zu belasten und damit einen Anreiz zu umweltgerechterem Verhalten zu schaffen. Die Abgabe beträgt abhängig vom Zielflughafen zwischen acht und 35 EUR. Sie ist erstmals für Abflüge nach dem 31. März 2011 zu entrichten. Für Transitund Transferflüge, so genannte medizinische oder humanitäre Flüge, Flüge nach einer nicht planmäßigen Landung, so genannte technische Flüge sowie Flüge im Frachtverkehr gibt es Steuerbefreiungen. Neben der direkten Besteuerung des Verbrauchs von Energieträgern gibt es im österreichischen Steuerrecht nur minimale Ansätze, die eine Berücksichtigung von Umweltinteressen bei der Besteuerung erkennen lassen. Einkommensteuergesetz Im Rahmen der Einkommensbesteuerung können Ausgaben zur Wohnraumsanierung als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Davon sind auch Aufwendungen für energiesparende Maßnahmen betroffen. Voraussetzung ist, dass mit der Wohraumsanierung ein befugter Unternehmer beauftragt wird. Wie bei den meisten Sonderausgaben kann jedoch nur ein Viertel des tatsächlich anfallenden Aufwandes zum Abzug gebracht werden. Der Höchstbetrag der insgesamt als Sonderausgabe geltend gemacht werden kann, ist mit EUR begrenzt EUR gelten, wenn ein Alleinverdieneroder Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht EUR können geltend gemacht werden, wenn darüber hinaus mindestens drei Kinder zu versorgen sind. Ob dieser Anreiz wie vom Gesetzgeber geplant dazu ausreicht, dass Häuser und Wohnungen großflächig gedämmt und damit der Heizaufwand und der damit verbundene CO 2 -Ausstoß reduziert wird, ist fraglich. Umsatzsteuergesetz Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2010 wurde die Einfuhr von Gas über Erdgasnetze sowie die Einspeisung von Erdgas aus Gastankern steuerfrei gestellt. Weiters wurde die Einfuhr von Wärme oder Kälte über Wärme- oder Kältenetze von der Umsatzsteuer befreit. Beim Kauf von Brennholz gilt der ermäßigte Steuersatz von zehn Prozent. Inwieweit solche Steuerbefreiungen und Begünstigungen zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Brennstoffen führen, bleibt fraglich. Insgesamt ist festzustellen, dass es insbesondere durch die Besteuerung von Energieträgern Ansätze zur Ökologisierung des Steuersystems gibt. Dass diese Steuern zumindest teilweise auch einen Lenkungseffekt haben, zeigt die Erfahrung. Ob sie allerdings insgesamt zu einer Verringerung des CO 2 -Ausstoßes führen, bleibt dahingestellt. Es ist abzuwarten, ob und welche neue Steuern vom Gesetzgeber noch geplant werden, um eine Ökologisierung des Steuersystems voranzutreiben. April 2011 tipps&trends 19

20 Schwerpunktthema Integrierte Unternehmensberichterstattung Integrated Reporting In Zukunft sollen Unternehmen nur einen umfassenden und vergleichbaren Bericht erstellen. Noch fehlen dafür Standards und Richtlinien. Ein Entwurf soll im Herbst vorgestellt werden. Der Klimawandel, die Verknappung bei Ressourcen und die rasant ansteigende Zerstörung des Öko- Systems der Erde sind wohl die größten Zukunftsherausforderungen an unsere Welt. Eine wirkungsvolle Antwort auf diese Herausforderungen ist nur möglich, wenn das aktuelle Wirtschaftsmodell grundlegend überdacht und geändert wird. Dies umfasst auch eine Neuformulierung und Adaptierung der Ziele von Rechnungslegung und Berichterstattung von Unternehmen. Jedes börsenotierte Unternehmen ist verpflichtet, einen Jahresabschluss aufzustellen. Dies erfolgt in den meisten Fällen in Übereinstimmung mit IFRS und US-GAAP. Eine steigende Anzahl von Börsenkonzernen geht jedoch bereits einen Schritt weiter. Meist werden auf freiwilliger Basis Berichte über Corporate Social Responsibility oder Sustainability Reports, also Nachhaltigkeitsberichte präsentiert. Zwischen den Berichten gibt es aber hinsichtlich Inhalt und Qualität häufig wesentliche Unterschiede. Aus diesem Grund hat die Global Reporting Initiative einen Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgearbeitet. Aussagekraft statt Wildwuchs Das International Integrated Reporting Committee ist das Gremium, das sich mit dem Thema Integrated Reporting, der ganzheitlichen Berichterstattung, auseinandersetzen soll. Es soll schließlich ein Rahmenwerk an Standards für ein Integrated Reporting erarbeiten, das als internationaler Standard zur Erstellung von Integrated Reports herangezogen wird. In Zukunft soll jedes Unternehmen nur mehr einen einzigen Bericht erstellen. Dabei handelt es sich eben um den Integrated Report, der finanzielle und auch nicht-finanzielle Themen abdeckt. Damit wird die Vielfalt der Berichte, die aktuell noch nach unterschiedlichen oder teilweise gänzlich ohne Standards verfasst werden, hinfällig. Das gilt auch für die Erstellung separater Berichte zu verschiedenen Themen. Der Hauptvorteil des Integrated Reportings liegt darin, dass die Berichte vergleichbar sein sollen. Aussagekraft ist das Schlagwort. Aus einem Guss Integrated Reporting ist ein ganzheitlicher Anspruch. Es soll die klassische Finanzberichterstattung Integrated Reporting erfüllt den ganzheitlichen Anspruch und Berichte zu nicht-finanziellen Aspekten wie CSR, ESG oder Humankapital miteinander verbinden und integrieren. Integrated Reporting soll Investoren und anderen Stakeholdern ermöglichen, zu verstehen, wie eine Organisation wirklich arbeitet und was sie tatsächlich leistet. Ziel des Integrated Reporting ist eine präzise, klare, stetige und vergleichbare Berichterstattung. Der inhaltliche Aufbau folgt den strategischen Zielen des Unternehmens, der Unternehmensführung und dem Geschäftsmodell. Seinen Ursprung hatte das Thema Integrated Reporting im Projekt Accounting for Sustainability (A4S). Dieses wurde 2004 in Großbritannien ins Leben gerufen und ist mit bedeutenden Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft besetzt. Accounting for Sustainability setzt sich allgemein mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. An einem Strang ziehen Im Dezember 2009 hat das Accounting for Sustainability eine Versammlung an hochkarätigen Investoren, Standardsettern 20 tipps&trends April 2011

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