126. GESCHÄFTSBERICHT 2009

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1 N I D WA L D N E R S A C H V E R S I C H E R U N G

2 GESCHÄFTSJAHR 2009 Das Jubiläumsjahr 2009 war geprägt von einem schweren Hagelzug am 23. Juli 2009, von einer regen Bautätigkeit sowie vom Ende einer Ära. Nach 26 Jahren umsichtigen und engagierten Leitens und Lenkens trat Direktor Michael Kohler Ende Jahr in den wohlverdienten Ruhestand. Wir danken Michael Kohler ganz herzlich für seinen Einsatz zugunsten der NSV und unseres Kantons. Zu Michael Kohler und seinem Engagement erfahren Sie mehr aus dem im Nidwaldner Kalender 2010 erschienenen Beitrag (siehe Seite 25 ff.). Das technische Ergebnis weist einen Verlust von Fr aus. Darin wiederspiegeln sich insbesondere die Hagelschäden von insgesamt ca. Fr. 2 Mio. Aufgrund der Erholung der Finanzmärkte ist das Gesamtergebnis dennoch positiv. Der Gewinn von Fr erlaubt es uns, den Reservefonds zu äufnen, sodass das gesetzlich vorgeschriebene Minimum (0,5% des Versicherungskapitals) erreicht wird. Seit dem 1. Januar 2010 leitet Christoph Baumgartner die Nidwaldner Sachversicherung und den Nidwaldner Hilfsfonds. Christoph Baumgartner ist promovierter Jurist und Rechtsanwalt. Er ist verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt mit seiner Familie in Büren. Präsident Landrat Karl Tschopp Direktor Dr. Christoph Baumgartner 1

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4 INHALT Geschäftsjahr Inhalt 3 I. Verantwortliche Personen 5 A. NSV Nidwaldner Sachversicherung 5 B. NHF Nidwaldner Hilfsfonds 6 C. Revisionsstelle für NSV und NHF 7 II. Nidwaldner Sachversicherung 9 A. Kennzahlen 9 B. Aus den Abteilungen 10 C. Anlagen 12 D. Corporate Governance 13 E. Jahresrechnung III. Nidwaldner Hilfsfonds 21 A. Das Geschäftsjahr 21 B. Corporate Governance 21 C. Jahresrechnung 22 IV. Dank 24 V. Michael Kohler 25 3

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6 I. VERANTWOR TLICHE PERSONEN A. NSV Nidwaldner Sachversicherung 1. Verwaltungsrat Karl Tschopp, Präsident Rechtsanwalt, Stans, seit Juli 2006 Präsident des Verwaltungsrates und des Strategieausschusses, seit 2002 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt. Landrat. Viktor Baumgartner, Eidg. dipl. Sanitärinstallateur, Unternehmer, Vizepräsident Gebrüder Baumgartner, Beckenried, seit Juli 2006 Vizepräsident des Verwaltungsrates, Präsident des Bauausschusses, seit 2006 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt. Landrat. Beat Fuchs Justiz- und Sicherheitsdepartement, Bauingenieur HTL, seit 1998 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt. Mitglied des Strategieausschusses. Regierungsrat. Jeannine Schori-Grüniger Pflegefachfrau HF, Leiterin Pflegedienst Alterswohnheim Buochs, seit 2002 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt. Mitglied des Strategieausschusses. Landrätin. Susann Trüssel MTS GmbH, Architektur & Generalunternehmung, Geschäftsleitung/Inhaberin, seit 2002 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt. Mitglied des Bauausschusses. Landrätin. Hans-Peter Zimmermann Landwirt, seit 2006 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt. Mitglied des Strategieausschusses. Landrat. Martin Zimmermann Eidg. dipl. Maurermeister, Geschäftsführer Zimmermann Martin GmbH, seit 2006 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt. Mitglied des Bauausschusses. Landrat. 5

7 2. Schätzungsbeschwerdekommission Peter Gander Klaus Odermatt Walter Brändli Corin Brunner-Siegrist Präsident Mitglied Mitglied Sekretariat, Gerichtsschreiber/in am Kantonsgericht 3. Direktion und Abteilungsleiter Michael Kohler Erika Kaeser Markus Amstutz Walter Mathis Adolf Würsch Toni Käslin Direktor, lic. iur., Sekretär Verwaltungsrat EDV, Finanzen Versicherung/Lehrlingswesen Schatzung/Schäden Schadenverhütung Schadenbekämpfung B. NHF Nidwaldner Hilfsfonds 1. Verwaltungskommission Paul Frank, Präsident Präsident der Verwaltungskommission seit Juni 2002, Mitglied der Verwaltungskommission seit 1998 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt, Verwaltungsrat Landi. Landrat. Beat Ettlin Verwaltungskommissionsmitglied seit 2002 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt, Kulturingenieur und Bauleiter, Büro E. Winkler und Partner. Landrat. Werner von Rotz Verwaltungskommissionsmitglied seit 2002 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt, dipl. Zimmermeister, Verwaltungspräsident von Rotz Holzbau AG, Stansstad, Verwaltungsrat LIS AG. Landrat. 6

8 Tobias Käslin Verwaltungskommissionsmitglied seit 2006 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt, Leiter Gebäudemanagement Region Süd, Dispositionsanlagen, Logistikbasis der Armee, Infrastruktur-Center. Landrat. Alice Zimmermann Verwaltungskommissionsmitglied seit 2006 bis Abschluss Legislaturperiode 2010 gewählt, Köchin und Hausfrau. Landrätin. 2. Verwalter Michael Kohler Verwalter, lic. iur., Sekretär der Verwaltungskommission. 3. Schätzer Otmar Odermatt Ernst Amrhein Fredi Frank Willi Ambauen Josef Odermatt Valentin Keiser Wolfenschiessen Ennetmoos Ennetbürgen Altzellen Oberdorf Hergiswil C. Revisionsstelle für NSV und NHF Ernst & Young Mandat der Aufsichtskommission seit Leitender Revisor: Armin Imoberdorf, zugelassener Revisionsexperte 7

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10 II. NIDWALDNER SACHVERSICHERUNG A. Kennzahlen 1. Ergebnis Kennzahlen in Kürze in Fr in Fr Bruttoprämie Prämienrückerstattungen und Zuweisung an Subventionsausgleichsfonds Risikoprämie netto Schadenaufwand Rückversicherungsprämien inkl. Erdbeben und IRG Zahlungspflicht Rückversicherungsleistungen Stand Subventionsausgleichsfonds Technisches Ergebnis Erfolg Finanzanlagen und Liegenschaften Nicht realisierte Erfolge Finanzanlagen Gesamtergebnis aus Anlagen Gesamtergebnis Versicherungskapital

11 2. Deckungskapazitäten a) Reservefonds Der Reservefonds hat sich per um das Gesamtergebnis von Fr auf Fr erhöht und erreicht damit die gesetzlich vorgeschriebene Minimaldeckung von 0.5% des Versicherungskapitals. b) IRG (Interkantonale Risikogemeinschaft Elementar) Bei Katastrophenschäden kommt es zu einer solidarischen Risikoteilung aller Kantonalen Gebäudeversicherer und des IRV. Kernstück dieser solidarischen Risikoteilung ist die Interkantonale Risikogemeinschaft Elementar (IRG). Die Kapazität der IRG beträgt für alle Kantonalen Gebäudeversicherer zusammen Fr. 750 Mio. pro Jahr. c) Erdbeben Seit mehr als 25 Jahren besteht für die Mehrzahl der Gebäude in der Schweiz ein Schutz gegen die finanziellen Folgen von Erdbebenschäden. 18 der 19 Kantonalen Gebäudeversicherungen, darunter auch die NSV, sind heute Mitglieder des Erdbebenpools. Zweck des Erdbebenpools ist es, für die nicht versicherten Erdbebenschäden an Gebäuden finanzielle Mittel bereitzustellen, um so den Geschädigten wenigstens freiwillige Beiträge ausrichten zu können. Die Deckung des Erdbebenpools beträgt 2 Mia. Franken. Für ein zweites Erdbeben im gleichen Jahr stehen weitere 2 Mia. zur Verfügung. 10

12 B. Aus den Abteilungen 1. Gebäude/Schaden Insgesamt sind im Jahr Schäden zu verzeichnen, wovon über tausend Schäden auf das Ereignis vom 23. Juli 2009 zurückzuführen sind. Am späten Nachmittag streifte ein Hagelzug das Gebiet von Nidwalden. Von Westen her zog das Hagelgewitter über Hergiswil gegen Stansstad und Kehrsiten, überquerte den Bürgenberg und verursachte auch in Ennetbürgen und Buochs noch Schäden an Gebäuden. Die Schadensumme aus dem Ereignis vom 23. Juli 2009 beläuft sich auf rund 2.1 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr wurden wir weitgehend von grossen Bränden verschont. Im Feuerbereich wurden insgesamt 274 Schäden registriert, wobei in 122 Fällen Blitzschläge die Ursache waren. Die Gesamtschadensumme aus Feuer beträgt rund 1.1 Mio. Franken. Der grösste Schaden wurde am 24. April 2009 in der Kniri, Stans, registriert, wo ein Stall mit eingelagerten Maschinen abgebrannt ist. Walter Mathis, Leiter Schatzung/Schäden 2. Schadenverhütung Vorwiegend im Rahmen von Baubewilligungen wurden im Berichtsjahr folgende Stellungnahmen im Bereich Schadenverhütung abgegeben: 437 Begutachtungen und Bewilligungen im Bereich Feuerschutz (Vorjahr 396), und 134 Beurteilungen im Bereich Elementarschadenverhütung (Vorjahr 104). Es zeigte sich, dass der Bedarf an qualifizierter Beratung bezüglich Feuerschutz und Elementarschadenverhütung vom Vorprojekt bis zur Bauausführung sehr gross ist. Diese Betreuung der Bauvorhaben wird von Planern und Bauherren allgemein geschätzt. Erheblichen Aufwand verursachte im Berichtsjahr insbesondere die fachspezifische Begleitung der Erweiterung bzw. des Umbaus des Länderparks. Zu den Aufgaben der Schadenverhütung gehört auch die Mitwirkung in verschiedenen kantonalen und nationalen Instanzen bzw. Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen des Feuer- und Elementarschutzes beschäftigen. Im Berichtsjahr war unsere fachliche Mitarbeit insbesondere bei der Erarbeitung der kantonalen Notfallplanung gefragt. 3. Versicherung Um den Kunden einen guten Versicherungsschutz zu bieten, werden die Policen periodisch überarbeitet. Davon sind ca. 10% des Portefeuilles der Hausratpolicen und ca. 25% der Gewerbepolicen betroffen. Im Berichtsjahr wurden über Policen bearbeitet. Dabei erfolgt die Bearbeitung der Policen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Im Berichtsjahr wurden auf diese Weise Kunden persönlich betreut. Je nach Sachlage besprechen sich unsere Berater mit den Versicherten auch direkt vor Ort. Zu den Aufgaben der Abteilung Versicherung gehört auch die Lehrlingsausbildung und die Betreuung der Praktikanten. Die NSV ist ein attraktiver Lehr- und Ausbildungsbetrieb. Derzeit absolvieren drei Lehrlinge und zwei Praktikanten ihre Ausbildung bei der NSV. Markus Amstutz, Leiter Versicherung/ Lehrlingswesen Adolf Würsch, Leiter Schadenverhütung 11

13 4. Schadenbekämpfung Das Feuerwehrinspektorat ist unter anderem für die Ausbildung der Angehörigen der Feuerwehr (AdF) zuständig. An 21 Kursen wurden rund 680 AdF geschult. Darüber hinaus führte das Feuerwehrinspektorat einen KEL-Kurs (Koordination Einsatzleitung) durch, an welchem neben den Feuerwehrinstruktoren auch Angehörige der Polizei, des Rettungsdienstes und der Chemiewehr Uri teilnahmen. Die 19 nebenamtlichen Feuerwehrinstruktoren kamen insgesamt an 290 Ausbildungstagen in rund 2700 Ausbildungsstunden zum Einsatz. Das Erlernte konnten die Nidwaldner Feuerwehren im Berichtsjahr bei 264 Ernstfällen einsetzen. Für die Umsetzung des Feuerwehrkonzept 2015 wurden im Berichtsjahr in verschiedenen Gemeinden Gespräche betreffend Optimierung und Reorganisation geführt. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Teilrevision des Feuerschutzgesetzes eingeleitet. Als Dank für die gute Zusammenarbeit und als Zeichen für «125 Jahre Nidwaldner Sachversicherung» erhielten sämtliche aktiven Feuerwehrleute von der NSV eine zweckmässige Regenbekleidung. Toni Käslin, Feuerwehrinspektor Zu den Aufgaben des Feuerwehrinspektorats gehört auch die Mitwirkung in verschiedenen kantonalen Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen der Schadenbekämpfung beschäftigen. Im Berichtsjahr war unsere fachliche Mitarbeit insbesondere bei der Erarbeitung der kantonalen Notfallplanung gefragt. 12

14 C. Anlagen 1. Liegenschaften Das Jahr 2009 war geprägt von grossen Bauprojekten mit Investitionen von insgesamt Fr Mio. Der Liegenschaftsanteil (fertiggestellte und im Bau befindliche Objekte) beträgt gegenwärtig 34,9% der verfügbaren Anlagemittel von Fr Mio. Im Frühjahr hat der Landrat dem Kauf der STWEG-Anteile Riedenmatt 1 in Stans zugestimmt. Bis Ende Berichtsjahr wurde der Rohbau weitgehend vollendet. Die Geschäftsliegenschaft Krone in Stans wurde umfassend saniert und damit auf den Stand der heutigen technischen und baulichen Anforderungen gebracht. Im Sommer wurde im Turmatthof in Stans eine neue Heizzentrale eingebaut. Die alte Ölheizung wurde durch vier neue Wärmepumpen ersetzt. Dadurch wird der gesamte Turmatthof mit Grundwasser geheizt. Warmwasser wird ebenfalls mit einer Wärmepumpe erzeugt, wodurch die Energiekosten gesenkt werden können. Die Renovations- und die Aufstockungsarbeiten der letzten Etappe Block C dauern bis Anfang Für das Bauprojekt Ober Mülimatt in Buochs wurde im Berichtsjahr der Gestaltungsplan durch die Gemeinde Buochs genehmigt. Die Erschliessung wird voraussichtlich im Jahr 2010 realisiert. 2. Wertschriften Die Anlagen in Wertschriften, Fonds, Festgeldanlagen und Anlagekonten betragen Fr Mio. bzw. 46,7% der verfügbaren Anlagemittel von Fr Mio. Der Anteil Aktien beträgt Fr Mio. (10,8%), der Anteil Obligationen Fr Mio. (13,5%). Mit der Fertigstellung von 28 Mietwohnungen in der Liegenschaft Unterscheid in Beckenried konnte die letzte Etappe schlüsselfertig durch die NSV übernommen werden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf Fr Mio. 13

15 D. Corporate Governance 1. Überblick Die Nidwaldner Sachversicherung (NSV) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts des Kantons Nidwalden (Gesetz über die Nidwaldner Gebäude- und Mobiliarversicherung, Sachversicherungsgesetz vom 27. April 1986). Der Kanton hat seit der Gründung im Jahre 1884 nie ein Dotationskapital einbezahlt. Die NSV finanziert sich über die Prämien der Kunden und über die Erträge ihres Vermögens. Gemäss Bundesgerichtspraxis ist die NSV verpflichtet, den Nutzen der Versicherung und allfällige Gewinne ausschliesslich und direkt den Versicherten zukommen zu lassen. Aufgrund der gesetzlichen Aufgaben der NSV kommt zudem auch dem Kanton und den Gemeinden ein finanzieller wie funktioneller Nutzen zu. 2. Organigramm Verwaltungsrat der Nidwalder Sachversicherung Direktion Michael Kohler Sekretariat/ Liegenschaften Versicherung/ Lehrlingswesen Markus Amstutz Stv. Franz Achermann Schatzung/ Schäden Walter Mathis Stv. Marco Stifani Schadenverhütung Adolf Würsch Stv. Beat Meier Schadenbekämpfung Toni Käslin Stv. Alfred Waser Finanzen/ Personal Erika Käser Stv. Marta Flück NHF Michael Kohler 19 Nebenamtliche Schätzer Nebenamtliche NHF-Schätzer/ Oberforstamt 14

16 3. Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat legt die Strategie und die Grundsätze der Organisation fest, wählt den Direktor und wählt die Abteilungsleiter. Er erlässt die Reglemente, bestimmt die Kompetenzen der Verwaltungsratsausschüsse, die Strategie und entscheidet über Bauvorhaben. Der Verwaltungsrat lässt sich vierteljährlich ausführlich über den Geschäftsgang informieren und kann jederzeit in alle relevanten Unternehmensinformationen Einsicht nehmen. Der Verwaltungsrat legt die Entschädigung der Verwaltungsratsmitglieder selber fest. Seit beträgt die Entschädigung pro Sitzung, Fr (inkl. Spesen). 4. Direktion Der Direktor leitet die Geschäfte der Nidwaldner Sachversicherung. Er ist insoweit zuständig für die operative Führung der Nidwaldner Sachversicherung und den Vollzug der Beschlüsse des Verwaltungsrates. Seit 1984 und bis Ende Berichtsjahr war Michael Kohler, lic. iur., Direktor der NSV. Auf nationaler Ebene war Michael Kohler im Berichtsjahr in folgenden Funktionen tätig: Vorstandsmitglied des schweizerischen Pools für Erdbebendeckung, Mitglied der Kommission der kantonalen Gebäudeversicherer für die Rückversicherung sowie Vorsitzender der Arbeitsgruppe Prävention für die schweizerische Erdbebenversicherung. 5. Revisionsstelle Die landrätliche Aufsichtskommission ist Revisionsstelle der Nidwaldner Sachversicherung. Sie beauftragt mit der revisionstechnischen Prüfung eine Revisionsfirma. Gegenwärtig ist die Ernst & Young (Leitender Revisor: Armin Imoberdorf, zugelassener Revisionsexperte) mandatiert. Das Fixum des Präsidenten beträgt Fr , jenes des Vizepräsidenten Fr und jenes der Mitglieder Fr Verwaltungshonorare von Mitgliedern des Regierungsrates werden an die Staatskasse ausbezahlt. Die höchste Gesamtentschädigung des Jahres 2009 von Fr betrifft den Verwaltungsratspräsidenten. Das Gesamthonorar des Verwaltungsrates beträgt Fr

17 E. Jahresrechnung Bilanz Fr. Fr. Aktiven Flüssige Mittel Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Forderungen gegenüber IRV und IRG Andere Forderungen Aktive Rechnungsabgrenzungen Umlaufvermögen Wertschriften, Fonds, Festgeldanlagen, Anlagekonten Mobiliar und Fahrzeuge Liegenschaften Liegenschaften in Bau Anlagevermögen Total Aktiven Passiven Kurzfristige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzungen Übrige Rückstellungen (inkl. WB auf Forderungen) Kurzfristiges Fremdkapital Versicherungstechnische Rückstellungen Rückstellung Kursdifferenzen auf Wertschriften Bewertungsreserven Wertschriften Verpflichtungen bei Katastrophen-Ereignissen (IRG) Verpflichtungen Schweiz. Pool für Erdbebendeckung Vertraglicher Schadenfreiheitsrabatt Subventions-Ausgleichsfonds Langfristiges Fremdkapital Fremdkapital Reservefonds Stand Jahresergebnis Reservefonds Stand (Eigenkapital) Total Passiven

18 2. Erfolgsrechnung Fr. Fr. Prämienerträge Ertrag aus Rückversicherungen Ertrag aus Kapitalanlagen Löschbeiträge der Privatversicherungen Entnahme aus Subventionsausgleichsfonds bzw. Elementarschadenverhütung Entnahme. Rückstellung Rückversicherung Entnahme versicherungstechnischen Rückstellungen Entnahme Verpflichtungen bei Katastrophen-Ereignissen Übriger Ertrag Total Ertrag Schadenaufwand Feuer Schadenaufwand Elementar Rückversicherungsprämien Beitrag IRG + Erdbebenpool Aufwand aus Kapitalanlagen Schadenverhütung/ -bekämpfung (ohne Verwaltungs- und Personalaufwand) Rückerstattung vertraglicher Schadenfreiheitsrabatt Rückerstattung Kundenbonus (Gewinnbeteiligung) Personalaufwand Verwaltungsaufwand Abschreibungen Zuweisung Präventionsabgaben an Subventionsausgleichsfonds Übriger Aufwand Total Aufwand Jahresgewinn/ -verlust

19 3. Anhang zur Jahresrechnung per Allgemeines Die Jahresrechnung der Nidwaldner Sachversicherung basiert auf den aktienrechtlichen Grundsätzen gemäss Art. 662ff. OR sowie dem kantonalen Sachversicherungsgesetz vom 27. April Risikobeurteilung Der Verwaltungsrat beurteilt periodisch die Unternehmensrisiken im Rahmen einer systematischen Risikobeurteilung. Der Verwaltungsrat befasst sich primär mit strategischen Risiken und stellt im Dialog mit der Direktion sicher, dass operative Risiken, Anlagerisiken und versicherungstechnische Risiken adäquat überwacht und bei Bedarf rapportiert werden. Der Verwaltungsrat erachtet das bestehende Risikomanagement als ausreichend, um sicherzustellen, dass finanzielle Risiken soweit möglich rechtzeitig erkannt werden. a) Erläuterungen zur Erfolgsrechnung: Ertrag aus Rückversicherungen Die Schäden im Jahr 2009 wurden vollumfänglich durch die Nidwaldner Sachversicherung gedeckt. Es wurden keine Rückversicherungsleistungen in Anspruch genommen. Der ausgewiesene Aufwand resultiert aus der Abrechnung von Ansprüchen an die Rückversicherung. Übriger Aufwand Enthält unter anderem Aufwände für Inkassospesen und Mitversicherungen. b) Erläuterungen zur Bilanz: Bewertungsgrundsätze Wertschriften werden im Rahmen der Anlagerichtlinien für Pensionskassen (BVV2) bewirtschaftet. Aktien und Fonds werden zum Marktwert am Jahresende bilanziert. Obligationen in Schweizer Franken werden zum Nominalwert bilanziert, Obligationen in Fremdwährungen werden zum Nominalwert bilanziert, umgerechnet zum Devisenkurs. Liegenschaften werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. Brandversicherungswerte Der Brandversicherungswert der Gebäude beträgt Fr (2008: Fr ). Das Betriebsmobiliar und die Fahrzeuge sind mit Fr versichert (2008: Fr ). Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Die Höhe der Forderungen resultiert aus der Bilanzierung der aus Vorjahren noch offenen Prämien, sowie der fakturierten Prämien für das Jahr 2010 abzüglich der bereits bis geleisteten Zahlungen. Passive Rechnungsabgrenzungen Der Betrag beinhaltet zur Hauptsache die Abgrenzung der fakturierten Prämien für das Jahr Übrige Rückstellungen (inkl. Wertberichtigung Forderungen) Diese Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Delkredere und Personalkosten. Per liegt der provisorische Deckungsgrad der PK Kanton Nidwalden bei rund 90%. Die Pensionskassenkommission hat am 5. November 2009 gestützt auf Art. 15 Abs. 2 des PK-Gesetzes einen Zusatzbeitrag bei Unterdeckung von je 1% für Arbeitgeber und Arbeitnehmer beschlossen. Diese Beitragserhöhung bei Unterdeckung wird jährlich überprüft bis der Deckungsgrad die Schwelle von 95% erreicht hat. Es wurde eine Rückstellung von Fr für die Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge gebildet. 18

20 Versicherungstechnische Rückstellungen In den versicherungstechnischen Rückstellungen werden bekannte, jedoch noch nicht abgewickelte Schäden bilanziert. Zusätzlich sind Reserven zum Ausgleich von ungewöhnlich hohen Schwankungen und für besondere Risiken im Grossschadenereignis enthalten. Es bestehen auch Rückstellungen für die infolge von Schadenereignissen erhöhten Rückversicherungsprämien und zur Abdeckung des Risikos einer Verminderung der Rückversicherungsleistungen. Ebenfalls ist eine Rückstellung für die Elementarschadenverhütung im Betrag von Fr. 3.9 Mio. (dito Jahr 2008) und für den Feuerwehrstützpunkt von Fr. 0.4 Mio. ( : Fr. 0.3 Mio.) enthalten. Die versicherungstechnischen Rückstellungen erhöhen sich netto um Fr. 3.2 Mio. Die Zunahme der versicherungstechnischen Rückstellungen ergibt sich im Wesentlichen aus der Erhöhung des Schaden- Ausgleichsfonds zur Deckung von möglichen Ausschlägen in ansonsten durchschnittlichen Schadenjahren sowie aus einer Beitragsverpflichtung gegenüber der IRG wegen des Hagelschadens im Kanton Freiburg. Rückstellung Kursdifferenzen Wertschriften Nicht realisierte Gewinne werden den Rückstellungen Kursdifferenzen auf Wertschriften zugewiesen. c) Eventualverpflichtungen: Versicherungstechnische Rückstellungen Die Nachschusspflicht gegenüber dem IRV beträgt im Schadenfall maximal Fr pro Jahr (2008: Fr ). Katastrophen-Fonds Mit der Interkantonalen Risikogemeinschaft (IRG) steht der Gesamtheit der kantonalen Gebäudeversicherungen solidarisch eine zusätzliche Garantieleistung von Fr. 750 Mio. für die Deckung von Gebäudeschäden durch Naturkatastrophen zur Verfügung. Für die Nidwaldner Sachversicherung besteht im ersten Schadenfall gegenwärtig eine maximale Beitragspflicht von Fr pro Jahr (Vorjahr: Fr ). Erdbeben-Fonds 18 der 19 kantonalen Gebäudeversicherungen haben sich im Schweizerischen Pool für Erdbebendeckung zusammengeschlossen, um freiwillig Erdbebenschäden an Gebäuden in der Höhe von Fr. 2 Mia. decken zu können. Bei einem Erdbebenereignis entsteht für die Nidwaldner Sachversicherung gegenüber diesem Pool eine Leistungspflicht von heute maximal Fr pro Jahr (2008: Fr ). Auf eine Anpassung des bilanzierten Betrages wurde verzichtet. Der Anteil der NSV am Vermögen des Schweizerischen Pools für Erdbebendeckung beträgt per Fr ( : Fr ) und ist nicht bilanziert. 19

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22 III. NIDWALDNER HILFSFONDS A. Das Geschäftsjahr Das Berichtsjahr schliesst mit einem positiven Ergebnis von Fr ab. Insgesamt stehen für die Schadenvergütung für das Jahr 2010 Fr zur Verfügung (siehe Berechnung auf Seite 23). Der Gewinn von Fr erlaubt es, den Betriebsfonds Elementarschaden zu äufnen, sodass wir uns dem von der Verwaltungskommission angestrebten Zielwert von Fr. 10 Mio. weiter nähern. Der Betriebsfonds für Hochwasserentlastungsgebiete weist einen Bestand von Fr. 2 Mio. auf. Entschädigungen aus diesem Fonds mussten im Berichtsjahr keine erbracht werden. Das positive Anlageresultat des Berichtsjahres von Fr ist insbesondere auf die Erholung der Finanzmärkte zurückzuführen. Gegenwärtig befinden sich im Portefeuille Aktien im Wert von Fr Der Fremdwährungsanteil an den gesamten Anlagen beträgt 14%. Die Bewertungsreserven von Wertschriften sind ausreichend bemessen. Im Berichtsjahr waren insgesamt 122 Schäden mit einem Gesamtbetrag von Fr zu verzeichnen. Sie verteilen sich mit 1% auf den Wald und 99% auf Boden und Kulturen. Zusätzlich werden einzelne Geschädigte einen Beitrag vom Schweizerischen Hilfsfonds erhalten. B. Corporate Governance Der Nidwaldner Hilfsfonds ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechtes des Kantons Nidwalden mit einer Verwaltungskommission als oberstes Organ (Gesetz über die Vergütung nicht versicherbarer Elementarschäden, Hilfsfondsgesetz vom 24. April 1977). Die Verwaltungskommission besteht aus fünf Landräten. Die Organisation und die Kompetenzen sind in Artikel 4 bis 6 des Hilfsfondsgesetzes geregelt. Revisionsstelle ist die landrätliche Aufsichtskommission, welche die Revisionsfirma Ernst & Young (Mandatsleiter: Armin Imoberdorf, dipl. Wirtschaftsprüfer) mit der revisionstechnischen Prüfung beauftragt hat. Die operative Führung liegt beim Verwalter, der gleichzeitig der Direktor der Nidwaldner Sachversicherung ist. Die Verwaltungskommission wird an ein bis zwei ordentlichen Sitzungen und zusätzlich bei Bedarf an weiteren Sitzungen bzw. auf dem Korrespondenzweg über den Geschäftsgang informiert. Die Entschädigung der Verwaltungskommission besteht aus einem Sitzungsgeld von Fr pro Sitzung (Spesen abgegolten) zuzüglich des Fixum für den Präsidenten von Fr und für die Mitglieder von Fr Der Gesamtbetrag für alle Verwaltungskommissionsmitglieder insgesamt für das Berichtsjahr entspricht Fr

23 C. Jahresrechnung 1. Bilanz Fr. Fr. Aktiven Flüssige Mittel Forderungen gegenüber Eidg. Steuerverwaltung Übrige Forderungen Aktive Rechnungsabgrenzungen Umlaufvermögen Wertschriften, Festgeldanlagen, Anlagekonten Anlagevermögen Total Aktiven Passiven Kurzfristige Verbindlichkeiten Rückstellungen Schäden, Beiträge Sicherungsmassnahmen Übrige Rückstellungen Kurzfristiges Fremdkapital Rückstellung Kursdifferenzen auf Wertschriften Bewertungsreserven Wertschriften Langfristiges Fremdkapital Fremdkapital Unantastbares Stammkapital Betriebsfonds Schäden Hochwasserentlastungsgebiete Betriebsfonds Elementarschäden, Stand Jahresgewinn/ -verlust Betriebsfonds Elementarschäden, Stand Eigenkapital (gem. Art. 19 Hilfsfondsgesetz) Total Passiven

24 2. Erfolgsrechnung Fr. Fr. Ertrag aus Kapitalanlagen Abgaben der Grundeigentümer inkl. Spenden Auflösung Rückstellungen Schäden Auflösung Rückstellungen Sicherungsmassnahmen Schadenbeitrag Schweizerischer Hilfsfonds etc Kantonsbeitrag Fonds Hochwasserentlastungsgebiete Auflösung RST Fonds Hochwasserentlastungsgebiete Total Ertrag Aufwand aus Kapitalanlagen Schatzungskosten inkl. Versicherungen Verwaltungskosten Anteil NSV Verwaltungskosten übrige Schadenbeiträge Boden, Kulturen Schadenbeiträge Wald Beiträge an Sicherungsmassnahmen Beitrag Hagelversicherungsgesellschaft Weiterleitung Schadenbeiträge Schweiz. Hilfsfonds etc Total Aufwand Ergebnis Für Schadenvergütung verfügbares Kapital (ART. 30 DES HILFSFONDSGESETZES) 50% des Betriebsfonds Elementarschäden ( Vorjahr) Abgaben der Grundeigentümer (Vorjahr) Ertrag aus Kapitalanlagen (Vorjahr) Total

25 IV. DANK Herzlichen Dank an alle voll- und nebenamtlichen Mitarbeitenden, die Angehörigen der Feuerwehr, die Schätzer der NSV und des NHF sowie die Mitarbeiter des Amtes für Wald und Energie für die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank geht dieses Jahr an alle Mitarbeitenden, externen Schätzern und Kunden, welche an der speditiven Erledigung des Hagelereignisses vom 23. Juli 2009 mit über tausend Schäden mitgewirkt haben. 24

26 V. MICHAEL KOHLER Am 31. Dezember 2009 gehen Sie in Pension und mit Ihnen geht die Ära Kohler bei der Nidwaldner Sachversicherung zu Ende: Wie fühlen Sie sich? Michael Kohler: Nach 26 Jahren als Direktor darf man das wohl so sagen: Gut! Denn ich bin froh, dass ich nun etwas anderes machen kann, schliesslich habe ich viele einschneidende Ereignisse erlebt. Angefangen mit der Gesetzesrevision von 1984, das Hageljahr 1986, die grossen Stürme Vivian 1991 und Lothar 1999, das Unwetter 2005, einige stark prägende Schadenjahre mit grossen Brandschäden. Und es fanden tiefgreifende Umwälzungen im Umfeld der Versicherungen statt, vor allem die zunehmenden Elementarschäden. Anfang der achtziger Jahre meinte man noch, mit Bachverbauungen allein bekäme man das in den Griff nicht so schnell, eins nach dem anderen: In welchem Zustand haben Sie bei Ihrem Amtsantritt im März 1983 von Ihrem Vorgänger Karl Odermatt die Nidwaldner Sachversicherung übernommen? Der war ganz ordentlich: Es gab zum Beispiel grundsolide Liegenschaften wie den Turmatthof in Stans, der 1965 erbaut wurde. Aber ich wurde vom Landrat mit dem Auftrag eingestellt, als Jurist und Versicherungsfachmann eine moderne Versicherung mit entsprechendem Kundendienst und versicherungstechnischen Grundlagen zu schaffen. Das heisst? Man hatte damals allgemein in der Schweiz zu wenig realisiert, wie gross das Gesamtschaden-Potential bei den Natur- und bei Feuergefahren ist. Mögliche Gesamtschäden zum Beispiel bei einem Hochwasser wurden mehr oder weniger Handgelenk mal Pi oder mit überholten statistischen Werten errechnet, und entsprechend versichert. Auch in Nidwalden, wo es von Naturgefahren nur so wimmelt Doch wenn man als Versicherung kalkulieren will, muss man die versicherten Objekte sehr genau kennen und die Auswirkungen von Naturereignissen möglichst präzise abschätzen können. Diesen Prozess habe ich vorwärtsgetrieben. Und wir haben mit System angefangen, 25

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