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2 Immer mittwochs. Immer FOCUS-MONEY. FAKTEN MACHEN GELD.

3 Editorial Februar 2012 Blindtext Xxxxxxxxxx Nur sechs Staaten bieten noch wirklich sichere Anleihen, titelten wir vor zwei Jahren. Damals konnten sich nur wenige zu diesem harten Urteil durchringen, etwa die Schweizer Independent Credit View, auf die sich unsere Berichterstattung stützte. Inzwischen kommen auch die großen Rating-Gesellschaften nicht mehr an der traurigen Wirklichkeit vorbei. Nur mancher Politiker will die Wahrheit nicht hören. Den Agenturen einen Maulkorb zu verpassen wäre ja auch viel bequemer, als das Übel an der Wurzel zu packen und die Überschuldung abzubauen. Für Portfolio-Manager geht es jetzt allerdings zunehmend ums Überleben. Echtes Geld lässt sich mit Staatsanleihen der Industrienationen sowieso nicht mehr verdienen. Durch die lockere Geldpolitik der Notenbanken sind die Realzinsen in der Euro-Zone und den USA deutlich negativ. Drohen künftig auch noch Kursverluste? Vermögenserhalt ist jetzt die große Herausforderung, sagt der Kölner Vermögensverwalter Bert Flossbach. Nur mit einem Mix aus Aktien, Gold und alternativen Anleihen könnten sich langfristig denkende Anleger schützen. Die Teilnehmer unseres Expertengesprächs (ab S. 16) rufen sogar eine neue Zeitrechnung aus: Heute seien Unternehmensanleihen oft sicherer als Staatspapiere. Immerhin: Die Produktmanager der ETF-Anbieter haben offensichtlich ihr Ohr ganz nah am Markt. Noch vor drei Jahren waren Indexfonds auf Euro-Staatsanleihen das Maß der Dinge. Heute bieten die Fondsgesellschaften ETFs für Rentenpapiere aller Art von Unternehmensanleihen über Schwellenländer-Bonds bis zu Fonds mit Risikopapieren. Was heute mit Zins- ETFs möglich ist, lesen Sie ab Seite 24. Uli Kühn FOCUS-MONEY Impressum Redaktion Uli Kühn Gestaltung Ludger Vorfeld Chef vom Dienst Ellen Hombach, Tel.: 0 89/ Verlag Das ETF Magazin erscheint in der FOCUS Magazin Verlag GmbH, Arabellastraße 23, München. Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt Frank Pöpsel Schlussredaktion FOCUS-MONEY-Schlussredaktion Verantwortlich für den Anzeigenteil Kai Sahlfeld, Tel.: 0 89/ , Fax: 089/ Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4, gültig seit 1. Januar Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags gestattet. Druck Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co. KG, Leibnizstraße 5, Höchberg Stand Ende Januar

4 Inhalt 24 Überleben, aber wie? Negative Renditen bei sicheren Staatsanleihen scheinen Standard zu werden. Nicht nur für Asset-Manager wird deshalb das Geschäft immer schwieriger. Doch noch ist nicht alles verloren, denn jetzt werden bislang oft vernachlässigte Alternativen attraktiv. Mit zahlreichen neuen ETFs sind findige Geldanleger dabei. 6 News ETFs und Investmentfonds in der EU stimmen sich auf neue Richtlinien ein; ETF-Marktwachstum stockt; attraktive Dividenden-ETFs 10 Positive Grundhaltung Auf der 3. Fachkonferenz des ETF Magazins in Stuttgart diskutierten institutionelle Geldanleger, Unternehmer und Vermögensverwalter die Perspektiven der deutschen Wirtschaft 4 Stiftungen Kommunen Vermögensverwalter A-Depot- Manager Wegweiser durch das ETF Magazin Vermögensverwalter, Stiftungen, Kommunen und A-Depot- Manager vier institutionelle Investorengruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen beim Einsatz von ETFs. Um Ihnen die Übersicht zu erleichtern, haben wir bei größeren Fachbeiträgen eine Kennzeichnung vorgenommen. Sie erkennen auf einen Blick, an welche Investorengruppe sich der Artikel vorrangig richtet.

5 FEBRUAR Lukrative Geschäfte Viele ETFs verleihen Wertpapiere aus dem Fondsvermögen, um damit die Rendite zu verbessern. Doch das profitable Business birgt Restrisiken. Wie sich Fondsgesellschaften vor möglichen Ausfällen schützen 14 Berater beim TÜV Ein großer Test der Anlageberatung bei führenden Banken zeigt, welche Institute im Private Banking Spitzenleistungen bringen und was die Kundenbetreuer empfehlen 16 Experten-Runde Vier renommierte Anlageprofis aus Deutschland und der Schweiz diskutieren die Marktperspektiven Wichtigste Erkenntnis: Alte Gesetze gelten nicht mehr. Eine neue Zeitrechnung hat begonnen 30 Die Welle reiten Volatilität am Aktienmarkt ermöglicht versierten Anlegern weitgehend marktunabhängige Zusatzerträge und verbessert die Portfolio-Diversifikation. Mit welchen Strategien und Fonds versierte Investoren profitieren 34 Verluste vermeiden Im aktuellen Sägezahn-Markt brauchen Geldmanager neue Techniken. Gastautor Dieter Girmes erklärt, wie integrierte Stopp-Loss-Marken berechnet werden und warum dadurch höhere Renditen wahrscheinlich sind 38 Neue Welt Nachhaltiges Investieren ist bei institutionellen Anlegern inzwischen nicht mehr nur Kür, sondern meistens Pflicht aus gutem Grund. Warum der Trend Sinn macht und welche ETFs bei der Umsetzung helfen INTERVIEW Professor Alfred Endres Rubriken 03 Editorial 45 ETF-Datenbank Titel: istockphoto Inhalt: Can Stock Photo (2), istockphoto, Dreamstime 5

6 ETF-Markt Neue Fonds-Gesetze Noch in diesem Quartal will die EU-Finanzaufsicht ESMA neue Regeln für börsennotierte Indexfonds (ETFs) und andere Investmentfonds vorlegen. Vergangenen Juli hatte die ESMA bekannt gegeben, dass sie ETFs und strukturierte Fonds in der EU anders als bisher regulieren wolle aus einer Reihe von Gründen. Dazu gehörte, dass Anleger Anteile an ETFs anders als bei klassischen Investmentfonds in der Regel nicht direkt bei den Fondsgesellschaften erwerben. Dadurch erhielten sie nicht immer jene Info-Dokumente, die im Vertrieb klassischer Fonds üblich seien. Außerdem seien ETFs und strukturierte Fonds mit anderen Risiken behaftet. Andere Institutionen hatten 2011 ebenfalls Kritik an ETFs geäußert. Unter anderem warnten die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Internationale Währungsfonds (IWF) und der Finanzstabilitätsrat vor Risiken, denen das Weltfinanzsystem durch ETFs ausgesetzt sei. Insbesondere auf Grund von Wertpapierleihe- und Swap-Geschäften innerhalb der ETFs sei häufig schwer nachvollziehbar, welche Risiken bei welchem Marktteilnehmer lägen. Die neuen ESMA-Regeln sollen vor allem Privatanlegern helfen, komplexe Finanzprodukte besser zu verstehen, Befürchtungen, dass für ETFs künftig strengere Regeln gelten als für andere Fonds, versucht ESMA-Chef Steve Maijoor zu zerstreuen. Wir wollen Maßnahmen für alle UCITS-Fonds festlegen. Nur einige sollen sich speziell auf ETFs beziehen, erklärt Maijoor. Zu den speziellen ETF-Regeln solle gehören, dass ETFs schon anhand ihrer Namen als Indexfonds erkennbar seien. Zudem seien für ETFs neue Handelsregeln geplant. Neue Regeln in Bezug auf die Wertpapierleihe würden dagegen mit Blick auf alle UCITS-Fonds entworfen. Jeder betroffene Fonds soll in seinem Pros pekt künftig darauf hinweisen, dass er Wertpapierleihe betreibe. Zudem soll definiert werden, welche Wertpapiere als Sicherheiten für die Leihe-Geschäfte hinterlegt werden müssen. 6

7 FEBRUAR 2012 Fondsriesen ziehen nach Immer mehr große Fondsgesellschaften wollen künftig auch im ETF-Geschäft mitmischen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters haben etwa die US-Fondsriesen Fidelity Investments und Legg Mason Anträge für zahlreiche neue Indexfonds bei der US-Finanzaufsicht SEC eingereicht. Danach plane Fidelity vor allem ETFs, deren Portfolio anhand fundamentaler Daten wie Gewinn pro Aktie oder Kurs- Buch-Wert gewichtet wird, anstatt, wie bei den meisten ETFs üblich, nach der Marktkapitalisierung der einzelnen Aktien und Anleihen. Zudem plane Fidelity Short- ETFs, mit welchen Anleger bei fallenden Kursen verdienen. Legg Mason will dagegen zunächst einen ETF mit kurzlaufenden US- Anleihen auflegen. Was genau ins Fonds-Portfolio kommt, soll ein Fondsmanager-Team entscheiden. Abgesehen davon wird der Fonds jedoch klassische ETF-Eigenschaften erhalten: So wird der Portfoliobestand täglich veröffentlicht, und untertags ist der ETF zu ständig aktualisierten indikativen Nettoinventarwerten handelbar. Zudem kann nicht nur die Fondsgesellschaft Anteile ausgeben, sondern auch andere Handelspartner. Wissensdefizite bleiben US-Anlageberater wollen Risiken in ihren Kundenportfolios einer Umfrage zufolge vermehrt durch den Einsatz von ETFs managen. Im Zuge dessen erwarten sie, dass der ETF-Anteil in ihren Portfolios bis 2014 um rund 36 Prozent steigen wird. Das zeigt eine Umfrage des US-Analysehauses Cogent Research. Momentan betrage die durchschnittliche ETF-Quote in den Portfolios 22 Prozent, bis 2014 sollen es 30 Prozent werden. Wenn es um die Portfoliokonstruktion geht, mischen die Berater immer häufiger klassische Fonds mit ETFs, kommentiert Cogent Research die Ergebnisse. Allerdings würden sich die Berater mehr Unterstützung und Anleitung wünschen, wie sie diese beiden sich ergänzenden Anlageinstrumente nutzen sollten, um das Risiko in den Kundenportfolios zu managen. Bei der Aufklärung der Berater rund um ETFs besteht der Umfrage zufolge enormer Nachholbedarf. Rund 53 Prozent der Teilnehmer haben angegeben, dass sie kein hohes Wissen über das bestehende ETF- Angebot haben. Generell erklärten die Berater, dass das Thema Risikomanagement für sie angesichts der Turbulenzen am Finanzmarkt momentan an erster Stelle steht. Für 45 Prozent hat es derzeit Priorität. Der Kapitalerhalt (24 Prozent) und Mehrerträge gegenüber einem Vergleichsindex (zwölf Prozent) liegen deutlich dahinter zurück. Cogent Research hat die Umfrage im Auftrag der US-Fondsgesellschaft Invesco im September 2011 durchgeführt. Teilgenommen haben 206 registrierte Berater aus den USA, die im Schnitt 488 Millionen Dollar verwalten. Attraktive Dividenden Zwei neue ETFs von State Street Global Advisors locken mit hohen Dividendenrenditen. So besitzt der SPDR-ETF S&P US Dividend Aristocrats eine durchschnittliche Rendite von knapp vier Prozent. Der Fonds beinhaltet jene 60 US-Aktien aus dem S&P-Composite Index, die in jedem der vergangenen 25 Jahre ihre Dividende erhöhten. Der ebenfalls neu aufgelegte SPDR-ETF S&P Emerging Markets Dividend kommt sogar auf eine Rendite von mehr als sieben Prozent. Dieser ETF enthält rund 100 liquide Aktien aus 20 Schwellenländern, die über einen Zeitraum von drei Jahren stabile oder steigende Dividenden aufwiesen. Emerging-Markets-Dividenden-ETFs nach Ländern Aufteilung in Prozent Sonstige Türkei Malaysia Thailand Chile 4,6 5,1 5,5 5,6 17,0 19,7 8,0 8,5 8,0 Quelle: State Street Global Advisors 18,1 Brasilien Taiwan China Südkorea Südafrika 7

8 ETF-Markt Olé España Spanische Aktien gehören zu den eindeutigen Favoriten antizyklisch agierender Börsenexperten (s. S. 16). Das Argument: extrem niedrige Bewertung der spanischen Unternehmen bei gleichzeitig guten Geschäftsaussichten. Spanische Konzerne machen zwei Drittel ihres Geschäfts im Ausland, urteilt etwa Magne Orgland von der Schweizer Privatbank Wegelin. Jetzt gibt es erstmals auch einen ETF auf spanische Aktien. Der seit Dezember an der Frankfurter Börse notierte Amundi-ETF MSCI Spain enthält die 30 größten Werte der spanischen Börse, darunter bekannte Namen wie Banco Santander, Inditex, Repsol oder Telefónica, Die Verwaltungsgebühr des Fonds beträgt 0,25 Prozent der Anlagesumme pro Jahr. Anlagestrategien und ETFs Einen Investoren-Lunch zum Thema Indexfonds veranstaltet die Deutsche Börse AG am 14. Februar in der alten Frankfurter Börse. Eingeladen sind institutionelle Anleger, Vermögensberater und -verwalter, sowie Analysten von Banken, Sparkassen, Pensionskassen und Versicherungen. Ivan Durdevic von Amundi ETF eröffnet die Veranstaltung mit dem Vortrag Umsetzung von Schlüsselstrategien und Anlageideen durch ETFs. Beim anschließenden Mittagessen können die Teilnehmer mit Durdevic und Bettina May von Amundi ETF diskutieren. Anmeldung unter Rohstoffe im Fokus Mit vier neuen ETFs profitieren Anleger vom Geschäftserfolg internationaler Rohstoff-Produzenten. So bietet der im November 2011 aufgelegte UBS-ETF auf den Stoxx-Global-Rare- Earth-Index erstmals die Möglichkeit, per Indexfonds in Unternehmen zu investieren, die mindestens 30 Prozent ihrer Einnahmen durch die Gewinnung, die Verarbeitung oder den Transport von Seltenen Erden erwirtschaften. Der neue ishares- ETF S&P Commodity Producers Agribusiness enthält die Aktien von Monsanto, Potash, Syngenta und anderer weltweit führender Unternehmen aus dem Landwirtschaftssektor. Mit dem ishares-etf S&P Commodity Producers Gold setzen Anleger auf steigende Kurse von 70 Minenaktien. Der ishares- ETF S&P Commodity Producers Oil and Gas enthält mehr als 100 Öl- und Gasproduzenten, überwiegend aus Nordamerika. ETNs mit Hebel Comstage, die ETF-Abteilung der Commerzbank, gibt jetzt bei börsengehandelten Zertifikaten (ETNs) Gas. Mit rund 80 neu an der Frankfurter Börse notierten Zertifikaten können Anleger auf steigende oder sinkende Kurse der M- und TecDax-Futures sowie auf Euro- Bund- und Euro-Schatz-Futures wetten. Die Wertentwicklung der Aktienfutures wird dabei mit drei- oder vierfachem Hebel abgebildet, die Zinsfutures kommen mit fünf- bis 15-fachem Hebel. 8 8 Foto: istockphoto

9 FEBRUAR 2012 Verschnupfter ETF-Markt Gratulation: Am 17. Januar 2007 schickte die Deutsche Bank ihre ersten ETFs unter der Marke db x-trackers ins Rennen. Trotz des späten Starts mauserten sich die Frankfurter in den vergangenen fünf Jahren zum zweitgrößten Indexfonds-Anbieter in Europa und verwalten heute mehr als 32 Milliarden Euro in 208 ETFs. Mit einem Nettozuwachs von fast 600 Millionen Euro wuchs db x-trackers auch 2011 stärker als der europäische Gesamtmarkt. Dieser legte nämlich im vergangenen Jahr erstmals eine Wachstumspause ein: Um 5,3 Prozent auf 299 Milliarden Dollar schrumpfte das in Europa verwaltete Vermögen im Vergleich zu 2010, schätzt Blackrock. Die Analysten der Deutschen Bank errechneten einen einprozentigen Rückgang auf 230 Milliarden Euro. Gestoppt wurde das Branchenwachstum offensichtlich durch die europäische Schuldenkrise und die damit verbundene Schwäche der Börsen: In der zweiten Jahreshälfte schmolz das Vermögen nicht nur durch Kursverluste bei Aktien-ETFs, sondern ab Juli auch auf Grund kräftiger Abflüsse, wobei auch davon Aktienfonds am stärksten betroffen waren (s.grafik unten). Lediglich ETFs für deutsche Aktien verzeichneten nahezu das ganze Jahr über Netto-Mittelzuflüsse. Insgesamt packten Anleger im vergangenen Jahr 17 Milliarden zusätzliche Dollar in diese Fonds, berechnete Blackrock. Das waren 96 Prozent der gesamten Zuflüsse in Aktienfonds. Weltweit kehrten die ETF-Anleger 2011 dagegen den Emerging Markets den Rücken. Das Vermögen in ETFs mit Aktien der Schwellenländer gab laut Blackrock um 19 Prozent nach vor allem wegen Kursverlusten, aber auch durch leichte Nettoabflüsse von 1,8 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: 2010 buchten diese ETFs Zuflüsse von 41 Milliarden Dollar. Nichtsdestotrotz wird die ETF-Abteilung der Deutschen Bank 2012 mehrere neue Fonds auf einzelne Schwellenländer auflegen, kündigte db-x-trackers-chef Thorsten Michalik an. Er geht sowieso davon aus, dass die Wachstumspause des ETF- Markts ein singuläres Ereignis bleibt. Insgesamt will Michalik 2012 rund 30 neue ETFs bringen, darunter nicht nur Schwellenländer-Fonds, sondern auch einen Fonds auf den S&P-500-Index, bei dem jede Aktie das gleiche Gewicht erhält Pause oder Gipfel? Im vergangenen Jahr kam es erstmals zu einem leichten Rückgang beim in europäischen ETFs investierten Vermögen. Grund waren Kursverluste und anschließende Netto-Mittelabflüsse. Verwaltetes Vermögen in europäischen ETFs und ETPs in Milliarden US-Dollar, Stand: ,0 266, ,5 4,9 ETF-Vermögen 142,7 Anzahl der ETPs (rechte Skala) 6,9 226,9 15,7 Anzahl der ETFs (rechte Skala) 31, Quelle: Blackrock Institute Geschockte Anleger Bis zum Juli-Crash floss 2011 viel Geld in europäische Aktien- und Anleihen-ETFs, ab Juli kam es zu Abflüssen. Lediglich deutsche Aktien waren durchgehend bei Anlegern gefragt. Zu- und Abflüsse in europäischen ETPs in Milliarden US-Dollar Rohstoffe und Sonstiges Anleihen deutsche Aktien sonstige Aktien JAN F M A M J J A S O N DEZ Quelle: Blackrock Institute ,0 200 ETP-Vermögen

10 ETF-Fachtagung Aus Krisen lernen Fast 100 Asset-Manager kamen zur 3. Konferenz des ETF-Magazins Vermögensverwalter Stiftungen Kommunen A-Depot- Manager Die Stimmung an den Finanzmärkten ist schlechter als die Lage in der Realwirtschaft. Das war eine zentrale Erkenntnis auf der 3. Lesertagung des ETF-Magazins im Oktober 2011 in Stuttgart. Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Vorstandschef des Technologiekonzerns Jenoptik, diskutierte zum Auftakt der Tagung mit Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender des schwäbischen Automobilzulieferers ElringKlinger. Moderiert wurde die Runde von FOCUS- MONEY-Chefredakteur Frank Pöpsel. Zuhörer waren knapp 100 professionelle Anleger und Asset-Manager von Kommunen, Stiftungen und anderen Institutionen. Tagungsthema: Wie wirkt die Euro-Krise auf die Ertragsperspektiven der deutschen Unternehmen, und welche Konsequenzen haben Geldanleger aus den letzten Krisen gezogen? Nach der Eröffnungsdiskussion führte Andreas Fehrenbach, Geschäftsführer des Münchner Indexfondsanbieters ETFlab, die Teilnehmer auf einer Tour de Raison durch die Börsenlandschaft vom Ende der 70er-Jahre bis heute und zeigte, welche nachhaltigen Verhaltensänderungen die Markterschütterungen bei Anlegern und Produktanbietern bewirkten. Holger Wiesenberg, leitender Produktmanager beim Indexanbieter Stoxx, analysierte anschließend die Wirkung der Krisen auf Aktien- und Rentenindizes. 10

11 Eine Gemeinschaftsaktion von ETFlab und ETF-Magazin Februar 2012 Deutsche Konzerne und deutsche Mittelständler haben vom Euro enorm profitiert, bekräftigte Späth während der Podiumsdiskussion. Deshalb appellierte er an die Politik, jetzt ihr Bestes zu geben, um das Euro-System zu retten. Dazu sei ein gehöriges Maß an Gestaltungswillen notwendig. Politik darf nicht der jeweiligen Stimmung der Wähler hinterherlaufen, sondern muss bestimmt sein, mahnte Späth. Jetzt tue eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik not, auch wenn dieser Plan noch häufig auf Ablehnung stoße. Es gehe zudem darum, Vertrauen zu schaffen. In zwei Jahren Krise sei viel Vertrauen zerstört worden. Dadurch schätzten vor allem in der Finanzwirtschaft viele die Lage der Wirtschaft übertrieben schlecht ein. Wir führen uns auf, als ob das Ende der Welt bevorstehe, dabei stehen unsere Unter- Meinungsaustausch: Lothar Späth (2. v. l.) im Gespräch mit FOCUS-MONEY-Chefredakteur Pöpsel (2. v. r.) und ElringKlinger- Vorstand Wolf (1. v. r.); ETFlab-Chef Fehrenbach referiert; Tagungsteilnehmer diskutieren nehmen ausgezeichnet da, kritisierte Späth. Tatsächlich seien jedoch die Auftragsbücher voll, und es fehlten Mitarbeiter. ElringKlinger-Chef Wolf bestätigte die starke Verfassung der Wirtschaft und die hohe Nachfrage nach deutschen Produkten. Viele Unternehmen leiden sogar an Überauslastung. Das verursacht unschöne Zusatzkosten. Eine leichte Konjunkturabkühlung wäre deshalb kein Schaden, argumentierte Wolf. Mit etwas mehr Abstand zur Kapazitätsgrenze könnten nämlich viele Anbieter effizienter produzieren. Das würde sich positiv auf die Gewinnspannen auswirken. Dennoch rief auch Wolf nach einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftspolitik zur Erhaltung des Euro-Systems. Der gemeinsame Währungsraum hat vor allem uns Mittelständlern viel gebracht, bekräftigte Wolf. Dieser Fortschritt dürfe nicht durch eine zögerliche Politik aufs Spiel gesetzt werden. ETFlab-Chef Fehrenbach rückte in seinem Vortrag ebenfalls die Perspektiven ins Gleichgewicht. Heute gäbe es keine außergewöhnliche Häufung schwerer Krisen. Auch in vorausgegangenen Zeiten hätten immer wieder heftige Schockwellen die Märkte erschüttert. Dennoch hätten die Anleger aus den Krisen des vergangenen Jahrzehnts Lehren gezogen. Vielen sei heute eine gute Risikoverteilung wichtig, deshalb würden Anleger häufiger ganze Märkte kaufen statt einzelne Titel. Als Folge der Finanz- und Liquiditätskrise 2008 würden Investoren heute zudem wesentlich mehr Wert auf transparente Finanzprodukte und Anlageentscheidungen legen. Unverständliche Zertifikate würden viele inzwischen ablehnen. Gefragt seien stattdessen klar strukturierte Sondervermögen wie ETFs, vor allem wenn diese auf Indizes mit eindeutiger, nachvollziehbarer Systematik beruhten. Stoxx- Produktmanager Wiesenberg griff den Ball auf und zeigte in seiner Präsentation, wie Indexanbieter auf die Bedürfnisse der Anleger zunehmend mit systematischen Berechnungsmethoden und abgestimmten Indexfamilien reagieren. Darüber hinaus stellte Wiesenberg jedoch auch einige neuartige Indexkonzepte vor. Bei diesen steht nicht mehr die möglichst repräsentative Abbildung eines einzelnen Marktes im Vordergrund, sondern die Umsetzung einer Anlagestrategie, mittels derer Anleger beispielsweise die Volatilitätsbandbreite des Index investments genau definieren können. Uli Kühn Fotos: T. Klink/FOCUS-MONEY 11

12 ETF-Praxis Vermögensverwalter Stiftungen Kommunen A-Depot- Manager CHANCE & RISIKO Wertpapierleihe im ETF bringt Extra-Rendite, birgt aber Risiken Geldturm: Absturz nicht völlig ausgeschlossen Wenn Anleger heute über die Risiken von ETFs sprechen, haben sie zumeist das derivative Risiko der sogenannten Swap- ETFs im Sinn. Doch auch in physisch replizierenden ETFs stecken Risiken, warnt Hortense Bioy, Analystin der Fonds-Rating-Agentur Morningstar. Mögliche Risikoquelle dieser ETFs sei die von ihnen oft betriebene Wertpapierleihe. Auch der Finanzstabilitätsrat bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich identifizierte im vergangenen Jahr die Praxis als mögliches Risiko. Um die Wertentwicklung des ETFs zu verbessern und um Kosten zu neutralisieren, verleihen einige Fondsgesellschaften Teile der in den ETFs enthaltenen Wertpapiere an andere Anleger, etwa Hedge-Fonds. Alle Anbieter physisch replizierender ETFs mit Ausnahme der niederländischen Think Capital betreiben Wertpapierleihegeschäfte, berichtet Bioy. Als physisch replizierend werden ETFs bezeichnet, die zur Abbildung eines Index tatsächlich die jeweils im Index enthaltenen Wertpapiere erwerben und nicht die Wertentwicklung des Index mit Hilfe von Swaps nachbilden. Bioy untersuchte die Leihegeschäfte dieser Fonds im Zeitraum Januar bis August Mitunter nahmen die Leihegeschäfte beeindruckende Ausmaße an. 12

13 FEBRUAR 2012 So hätte manche Fonds nahezu ihr komplettes Vermögen verliehen (s. Tabelle). Trotz dieser hohen Quoten dürfte das Risiko für Fondsanteilseigner dennoch kleiner sein, als es auf den ersten Blick erscheint: ETF- Anbieter, die Wertpapierleihe betreiben, sichern sich standardmäßig ab. Zum Risikomanagement gehört die vollständige Besicherung der verliehenen Wertpapiere mit zumeist erstklassigen Sicherheiten, in der Regel Euro-Staatsanleihen. Zudem werden die Ausleiher sorgfältig ausgewählt. Dennoch verbleibt bei den Leihegeschäften ein Restrisiko, das in vielerlei Hinsicht an die Risiken bei Swap-ETFs erinnert, beharrt Bioy. Bei Swap-ETFs entstünden Anlegern möglicherweise Nachteile, falls der Swap-Kontrahent in die Pleite schlittere. Ähnlich nachteilig könnte es sich für Anleger auswirken, wenn ein Leihepartner des ETFs zahlungsunfähig würde und deshalb die geliehenen Wertpapiere nicht zurückgeben könne. Dieses Restrisiko gibt es nach Bioys Einschätzung jedoch nur bei physisch replizierenden ETFs. Bei Swap-ETFs gäbe es üblicherweise keine Risiken aus Leihegeschäften, da diese nicht vom Fonds, sondern allenfalls beim Swap-Kontrahenten getätigt werden. Beherrschbare Risiken. Die mit Wertpapierleihe arbeitenden Fondsgesellschaften fürchten dagegen keine Gefahren für ETF-Anleger. Wir verleihen maximal zehn Prozent des Fondsvermögens an einen Partner. Alles, was darüber hinausgeht, läuft über Clearstream KAG+. Das ist ein von der BaFin anerkanntes Leihesystem, erklärt Thomas Pohlmann, Chef-Produktmanager bei ETFlab. Mit diversen Sicherungsmechanismen schütze KAG+ die Verleiher von Wertpapieren vor möglichen Ausfällen ihrer Partner. Direkte Leihegeschäfte betreibe ETFlab derzeit nur mit seiner Mutter DekaBank, dem zentralen Asset-Manager der Sparkassen-Finanzgruppe. Für alle geliehen Wertpapiere hinterlege die DekaBank auf einem Sperrkonto Sicherheiten von mehr als 103 Prozent der Leihsumme. Zudem könne ETFlab alle Leihegeschäfte täglich kündigen, versichert Pohlmann. Sollten einmal weitere direkte Entleiher dazukommen, so werde von diesen eine Besicherung von mindestens 110 Prozent verlangt. Auch Blackrock will bei seinen ishares-etfs nicht auf die Zusatzeinnahmen aus der Wertpapierleihe verzichten. Das Verleihen einzelner Wertpapiere ist bei vielen Investmentfonds üblich und bringt den Anteilsinhabern des Fonds Vorteile, da ein Teil der Einnahmen aus der Wertpapierleihe sich im Netto-Inventarwert niederschlägt, verteidigt Marc Bubeck von Blackrock.¹ Fast die Hälfte aller von Blackrock in Dublin aufgelegten ishares-etfs generierten darum Zusatzeinnahmen aus den Leihegeschäften, von denen 60 Prozent dem Fondsvermögen zugutekämen. Zudem könne Blackrock durch die enge Einbindung der Wertpapierleihe in das Portfolio Management, zusätzlich hinterlegte Sicherheiten und moderne Technologie die Risiken der Wertpapierleihe sehr niedrig halten. Bei der Auswahl der Handelspartner und bei der Besicherung legen wir strenge Maßstäbe an, versichert Bubeck. Für Analystin Bioy bleibt dennoch eine Frage offen: Wenn Anleger schon gewisse Risiken aus Leihegeschäften tragen, warum werden sie dann nicht in vollem Umfang an den Leihe-Einnahmen beteiligt? Nur Comstage, Credit Suisse und ETFlab leiten die vereinnahmten Leihegebühren komplett an die ETFs weiter, berichtet Bioy. Die anderen Gesellschaften steckten 30 bis 50 Prozent der Einnahmen in die eigene Tasche. Lohnendes Geschäft ULI KÜHN Bei zahlreichen physisch replizierenden ETFs verbessern die Fondsgesellschaften die Rendite durch den Verleih von Wertpapieren. Teils werden fast alle Aktien oder Anleihen des ETFs verliehen. Dem ETF bringt das bis zu 63 Basispunkte Zusatzrendite. Fondsname durchschn. Leihe- ETF-Gesamt- Leihe- ertrag für kostenquote anteil in % ETF in bps in % Comstage Dax 99 10,0 0,15 Comstage Euro Stoxx ,0 0,15 ETFlab DB Eurogov Ger ,9 0,15 ETFlab MSCI USA MC 62 16,9 0,30 ETFlab Dax 55 14,3 0,15 ETFlab Euro Stoxx ,7 0,15 ETFlab Japan MC 33 9,1 0,50 HSBC CAC ,0 0,25 HSBC Euro Stoxx ,0 0,15 ishares FTSE ,7 0,40 ishares MSCI Jap. SmallCap 73 17,6 0,59 ishares Barc. Cap. E. Gov Bo. 68 7,2 0,20 ishares Eurostoxx ,2 0,17 ishares MSCI Emer. Markets 4 3,6 0,75 SPDR MSCI Europe Info Tech 35 11,2 0,30 SPDR MSCI Europe Indust ,8 0,30 SPDR MSCI Europe H. Care 25 5,6 0,30 SPDR MSCI Europe 19 10,9 0,30 Quelle: Morningstar Foto: Dreamstime 13

14 Private Banking Vermögensverwalter Stiftungen Kommunen A-Depot- Manager Die besten Berater Bank apobank Bethmann Bank Frankfurter Volksbank Fürst Fugger Privatbank Hauck & Aufhäuser HypoVereinsbank M.M. Warburg & CO National-Bank Sutor Bank Quelle: Institut für Vermögensaufbau GELDMANAGER BEIM TÜV Vermögensverwalter-Test zeigt Trend zu ETFs und Anleihen Mystery Shopping als Instrument zur Überprüfung der Beratungsqualität ist in der Finanzbranche nichts Ungewöhnliches. Beim Private-Banking-Test des Instituts für Vermögensaufbau (IVA) kam die Methode ebenfalls zum Einsatz. Verdeckte Tester mit Beratungsbedarf und einer Anlagesumme von knapp Euro kontrollierten im vergangenen Sommer in fünf Großstädten, wie gut die Vermögensverwaltung deutscher Banken wirklich ist. Ergebnis: Die meisten Berater bieten vermögenden Anlegern solide Hausmannskost zu akzeptablen Gebühren. Verstärkt greifen die Geldprofis dabei zu preiswerten Indexfonds. Insgesamt bestätigt der Test den starken Trend zu unkomplizierten, klassischen Finanzprodukten wie Einzeltitel, Investmentfonds und ETFs, berichtet IVA-Vorstand Andreas Beck. Getestet wurden 36 Banken, allesamt führende Häu- ser im Raum Düsseldorf/Köln, Frankfurt, Hamburg und München, größere Stadtsparkassen oder Schweizer Banken. Bei der Mehrheit der Vermögensverwalter waren zwei Termine notwendig, um einen konkreten und ausreichend detaillierten Anlagevorschlag zu erhalten. Insgesamt lagen schließlich 34 Anlagevorschläge vor, die den notwendigen Kriterien für eine qualitative und quantitative Auswertung genügen. Neun Institute lösten die gestellte Aufgabe exzellent und sicherten sich die Bewertung herausragend. Weitere fünf lieferten ebenfalls Top-Leistungen und erhielten die Auszeichnung sehr gut. Böse Überraschungen entdeckten Beck und sein Team in den eingereichten Anlagevorschlägen keine. Fast alle Vermögensverwalter diversifizierten traditionell und setzten Aktien, Anleihen und Liquidität ein. Die höchste empfohlene Aktienquote lag bei 68 Pro- 14

15 FEBRUAR 2012 zent, die maximale Anleihenquote betrug 94 Prozent. Erwartungsgemäß dominierte in allen Anlagevorschlägen der Euro. Der durchschnittliche Anteil reiner Euro- Investments betrug 76 Prozent. Je nach Vermögensverwalter variiert die Euro-Quote zwischen 52 und 99 Prozent. Der Fremdwährungsanteil lag in der Spitze bei 47 Prozent. Fast alle Bankberater empfahlen Investmentfonds. Zusätzlich rieten 29 Institute zu direk - ten Anleiheninvestments und zu ETFs, etwa zwei Drittel auch zum Kauf einzelner Aktien. Exoten wie Hedge- Fonds, Geschlossene Beteiligungsmodelle und Versicherungsprodukte setzten dagegen nur wenige Institute ein. dann raten die Banker in aller Regel zu Fondslösungen: Gold-ETCs oder Minenfonds. Der Kurs eines ETCs folgt der Wertentwicklung des Goldpreises. Allerdings sind sie als Inhaberschuldverschreibung konstruiert, unterliegen also im Gegensatz zu physischem Goldbesitz dem Emittentenrisiko. Der Test offenbart zudem, dass mancher Vermögensverwalter noch kräftigen Nachholbedarf bei der Risikoaufklärung hat. Mit besonderem Interesse prüfte das IVA, ob die Berater dem Testkunden Risikoanalysen präsentierten. Dazu zählen sowohl einfache Risikokennziffern als auch aufwendige Stresstests. Die sollten im Idealfall zeigen, wie sich das Portfolio in vergangenen und möglichen künftigen Krisen entwickelte beziehungsweise entwickeln könnte. In immerhin fünf der 34 untersuchten Anlagevorschläge fand sich kein einziges Wort darüber, wie riskant oder sicher die gewählten Produkte sind. Bei den übrigen 29 Offerten wurden zumindest einfache klassische Risikomaße thematisiert wenn auch nur in neun Fällen in guter bis sehr guter Form. Historische oder in die Zukunft gerichtete Stress-Szenarien spielten nur sieben Banken durch. Finanzmathematiker und Risiko-Experte Beck konnte aber nur die Hälfte der Analysen als gut oder sehr gut bewerten. Im Durchschnitt müssen Bankkunden bei Anlagesummen in der getesteten Größenordnung mit einer All-in-Fee in Höhe von 1,19 Prozent pro Jahr rechnen. In diese Gesamtkostenquote gingen Transaktionskosten, Management- und Depotbankgebühren ein. Der Test ergab auch, dass die annualisierten Kosten über drei Jahre bei der teuersten Vermögensverwaltung rund fünfmal so hoch sind wie bei der günstigsten. Vorsichtige Aufstellung. Im Anleihenbereich präferierten die Bankberater kurz laufende Euro-Anleihen mit Restlaufzeiten bis zu fünf Jahren. Unternehmensanleihen gewichteten sie im Durchschnitt etwa um ein Drittel höher als Euro-Staatsanleihen. Fonds für Schwellenländeranleihen fristeten mit durchschnittlich 1,5 Prozent Depotanteil ein Schattendasein. Auch bei den Aktieninvestments dominiert der Euro-Raum. Bemerkenswert ist, dass Engagements primär in Form von Einzelaktien erfolgen, während aktiv gemanagte Aktienfonds und ETFs eine geringere Rolle spielen, sagt Beck. Eine Ausnahme scheint dabei jedoch der deutsche Aktienmarkt zu sein. So findet sich der Dax- ETF von ishares in sieben der betrachteten Portfolios (s. Tabelle unten links). Auch im Bereich der Schwellenländeraktien setzen die Bankberater schon mal einen ETF ein. Insgesamt vertrauen sie jedoch in diesem Bereich überwiegend auf aktiv verwaltete Investmentfonds anstatt auf ETFs oder Einzelaktien. Der vorgeschlagene physische Goldanteil in Form von Münzen oder Barren kommt im Schnitt auf nur 0,26 Prozent. Wenn das gelbe Metall ins Portfolio soll, MICHAEL GROOS Die beliebtesten Wertpapiere Produkt WKN Häufig- durchschnittl. keit Ver- Anteil bei wendung ishares DAX ETF ,48 % ETFs Physical Gold A0N62G 6 1,42 % Aquila Risk Parity 7 Fund A0M2SJ 5 2,81 % Falcon Gold Equity ,65 % DB ETC auf Gold A1EK0G 5 3,80 % db x-trackers MSCI EM LatAm DBX1ML 4 1,52 % Große Kostendifferenzen Kostenart Mini- Maxi- Durchmum mum schnitt All-in-Fee p. a. 1) 0,00 % 2,54 % 1,19 % innere Kosten VV p. a. 2) 0,04 % 1,28 % 0,46 % Kosten VV p. a. 3) 0,16 % 2,79 % 1,22 % Kosten Gesamtlösung 1. Jahr 4) 0,64 % 7,42 % 2,42 % Kosten Gesamtlösung annualisiert (3 J.) 5) 0,43 % 5,11 % 1,93 % VV = Vermögensverwaltung; 1) wie ausgewiesen, inklusive Gebühren für die Depotbank; 2) Hochrechnung auf Basis marktüblicher innerer Kosten verschiedener Produktklassen, abzüglich ggfs. an den Kunden weitergereichter Rückvergütungen, gewichtet mit dem in die VV investierten Vermögensanteil; 3) inklusive Transaktionskosten und ggfs. Erfolgshonorar, gewichtet mit dem in die VV investierten Vermögensanteil; 4) inklusive ggfs. fälliger initialer Einmalzahlungen; 5) annualisierte Durchschnittskosten pro Jahr über die ersten drei Anlagejahre Quelle: Institut für Vermögensaufbau Illustration: VectorStock 15

16 Experten-Runde ETF Magazin: Haben die Aktienkurse ihr Tief gesehen? Peter E. Huber: Ob es mit den Kursen wieder längere Zeit aufwärtsgehen kann, hängt von einer ganz einfachen Frage ab: Schafft es die Politik, das Vertrauen in die Märkte zurückzubringen? Ich habe meine Zweifel. Magne Orgland: Bei der Einführung des Euro ging man davon aus, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung der Mitgliedsstaaten angleichen würde. Doch das Wachstum der Volkswirtschaften in der Euro-Zone geht immer mehr auseinander. In dieser Situation ist eine Währungsunion suboptimal. Eine Lösung wäre, die Euro-Zone aufzuteilen, indem starke Länder wie Deutschland, Finnland, die Niederlande und eventuell Frankreich aussteigen. Bei einem Austritt der stärkeren statt der schwächeren Volkswirtschaften würde auch das Problem vermieden, dass die Schulden der wirtschaftsschwächeren Länder aufwerten und diese ihre Euro-Schulden dann kaum noch zurückzahlen könnten. Leber: Ich finde die aktuelle Situation hochinteressant. In den vergangenen zwei Jahren haben unsere Politiker in völliger Realitätsverkennung verneint, dass der Euro eine Fehlkonstruktion ist. Jetzt wird im Schnelldurchlauf alles Mögliche versucht, um die Mängel zu beheben. Das ist gut. In einem Vierteljahr werden nach dem Prinzip Versuch und Irrtum die versäumten Vorarbeiten nachgeholt. Am Ende wird ein tragfähiges System herauskommen. Alte Gesetze gelten nicht mehr Müller: Die Krise wurde enorm verschärft, weil die Spielregeln geändert wurden. Es galt das ungeschriebene Gesetz, dass Staatsanleihen risikolos sind. Das gilt jetzt nicht mehr. Seit Frühjahr 2010 gibt es bei europäischen Staatsanleihen ein Liquiditätsrisiko, seit diesem Herbst auch noch ein Bonitätsrisiko und ein Währungsrisiko wird der Überlebenskampf an den Finanzmärkten noch härter Hendrik Leber: In einer Währungsunion mit wirtschaftlich starken und schwachen Mitgliedern muss ich einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeiten hinbekommen. Das kann erfolgen durch den Transfer von Arbeitskräften, wie nach der Wende in Deutschland, das kann durch Kapitaltransfer geschehen oder durch eine Anpassung der Löhne und Preise. Johannes Müller: Die beiden Lösungen liegen doch auf der Hand. Zum einen müssen sich die Mitgliedsländer stärker aneinander anpassen. Plakativ gesagt: Die Italiener müssen deutscher werden, die Deutschen italienischer. Unsere Löhne werden wieder steigen, die Italiener müssen den Gürtel etwas enger schnallen. Zum Zweiten braucht es Ausgleichsmechanismen innerhalb der Euro-Zone. Gemeinsame Sozialsysteme wären ein Weg, aber auch ein gemeinsamer Bankensektor oder Steuertransfers. ETF Magazin: Können Sie das näher erläutern? Müller: 2010 beim Treffen von Merkel und Sarkozy in Deauville hieß es noch, griechische Staatsanleihen werden mindestens bis 2013 voll zurückgezahlt. Dann hieß es, Anleihenbesitzer müssen 21 Prozent des Nennwerts abschreiben, inzwischen müssen sie mit 50 Prozent Verlust rechnen. Seit dem Euro-Gipfel in Cannes drohen nun auch Währungsverluste nach einem möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. ETF Magazin: Was ist die Konsequenz? Müller: Logischerweise fordern Kapitalgeber beziehungsweise Käufer von Anleihen für mehr Risiko auch mehr Rendite. Dieser Anstieg trifft hochverschuldete Länder wie Italien hart. Bei einem Renditeniveau von 6,5 Prozent kann der Staat seinen Schuldendienst vielleicht noch stemmen, bei höheren Zinsen klappt das nicht mehr. Folglich wird das Risiko für Gläubiger noch größer. Sie fordern deshalb noch mehr Rendite, was 16

17 Vermögensverwalter Stiftungen Kommunen A-Depot- Manager FEBRUAR 2012 Müller: Ich bin überzeugt, dass sich das europäische Finanzsystem nicht von selbst stabilisieren wird, sondern nur mit Unterstützung der Politik. Die wird es geben, denn der Leidensdruck ist inzwischen fast unerträglich. Es wird sich jetzt entscheiden, wie die Währungsunion fortgeführt und stabilisiert wird. Huber: Kommt das Vertrauen der Marktteilnehmer zurück, dann lässt sich alles lösen. Doch es kommt nur zurück, wenn die eigentliche Ursache der Krise angegangen wird: Alle Industriestaaten leben seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse. Die Märkte akzeptieren das nicht mehr. Erst wenn absehbar ist, dass die Staaten Einnahmen und Ausgaben wirklich in den Griff beden Schuldendienst für Italien erneut verteuert und so weiter. Das ist ein Teufelskreis, der sich nicht selbst stoppt. Noch ein Sparpaket und noch eins das wird nicht mehr reichen. Orgland: Diese massive Änderung der Spielregeln ist eine der Hauptursachen für die aktuelle Vertrauenskrise. Staatsanleihen weisen heute nicht mehr nur das übliche Zinsänderungsrisiko auf, sondern auch die Gefahr einer Totalkonfiskation. Kreditausfallversicherungen bieten keinen Schutz mehr was macht man als Bank oder Portfolio-Manager in solch einer Situation? Wenn es jetzt nicht bald zu tiefgreifenden Verbesserungen kommt, wird sich die Situation noch mehr zuspitzen. Leber: Es geht darum, ob die Finanzmärkte die Politik für glaubwürdig halten. Zweifeln die Anleger an der Glaubwürdigkeit, fließt kein Geld und umgekehrt. Da hat sich inzwischen ein sehr harter Selektionsmecha- kommen, sehe ich eine Chance. Solch ein Prozess wird aber sicher sehr schmerzhaft für uns alle. ETF Magazin: Besteht angesichts der von Ihnen geforderten Sparanstrengungen nicht die Gefahr einer Rezession? Huber: Die kommt sicher. Müller: Um eine Rezession werden wir nicht umhinkommen, aber der Markt hat das bereits antizipiert. Auch die Unternehmen sind vorsichtig aufgestellt. Sie haben aus der Finanzkrise 2008 gelernt. Heute sind ihre Bilanzen robuster, die Liquiditätsausstattung reichlich, die Läger nicht überladen. Huber: Die Unternehmen haben heute so große Geldreserven wie lange nicht mehr. Im Vergleich zur Börsenkapitalisierung ist die Liquidität der Unternehmen heute so hoch wie zuletzt vor mehr als 50 Jahren. Müller: Auch bei den amerikanischen Unternehmen ist die Liquidität enorm hoch. Austausch: Renommierte Vermögensverwalter und Geldmanager diskutieren über Strukturbrüche und Marktperspektiven nismus etabliert. Aber ich bin optimistisch. Denn eigentlich wäre die Lösung der Verschuldungskrise gar nicht so schwierig. Unternehmen solider als Staaten Huber: In Japan belaufen sich die Cash-Reserven der Unternehmen inzwischen auf 23 Prozent der Börsenkapitalisierung. Wir haben heute sicher keine Unternehmenskrise, sondern eine Staatsschuldenkrise. Leber: Unser Allokationsmodell zeigt zurzeit 110 Prozent Aktienquote an, denn Aktien sind heute einfach billig. Wir sind deshalb sehr optimistisch für das erste Halbjahr. Auch bei vielen Unternehmen, die ich in letzter Zeit besucht habe, sieht es sehr gut aus. Ihre Produkte werden einfach gebraucht, vollkommen unabhängig davon, ob Griechenland im Euro-Club bleibt oder nicht. Orgland: Die einzelnen Aktienmärkte werden zurzeit sehr unterschiedlich bewertet. Der amerikanische Markt ist überbewertet. Europäische Aktien sind dagegen insgesamt sehr günstig. Die extremen Unterschiede müssen sich in absehbarer Zeit korrigieren. Deswegen empfehlen wir, Europa überzugewichten und US-Aktien unterzugewichten. Foto: S. Ugurlu/Focus-Money 17

18 Experten-Runde Huber: Die Stützungsmaßnahmen der US-Zentralbank haben dazu geführt, dass sich der US-Aktienmarkt besser gehalten hat als unserer. Deshalb liegt auch die Bewertung der US-Aktien viel höher. Die US-Börse ist nicht billig, aber die Aussichten sind stabiler. Dort wird wohl eine Rezession vermieden, was sich für Europa nicht sagen lässt. ETF Magazin: Sie setzen deshalb stärker auf US-Aktien? Huber: Als Value-Investoren kaufen wir lieber billige Aktien. Deshalb gefallen uns jetzt japanische und italienische Titel. Leber: Ich finde deutsche Nebenwerte ausgesprochen interessant. Da gibt es wunderbare Unternehmen darunter. Leider sind sie nicht billig. Große Unternehmen sind günstiger zu haben, sowohl in den USA als auch in Europa. Microsoft, Intel, Western Digital oder Cisco sind richtig preiswert und diese Unternehmen sind wirkliche globale Marktführer. ETF Magazin: Gibt es hierzulande keine attraktiven Großen? Leber: Natürlich. Auch in Deutschland finde ich bei den Börsenschwergewichten mehr Gegenwert. Deutsche Bank oder RWE sind beispielsweise kräftig unterbewertet. Orgland: Die Flexibilität der großen Konzerne ist ja auch viel höher. Die Großen sind unabhängiger von einzelnen Standorten oder von Bankkrediten als mittelständische Unternehmen. Nestlé oder Johnson & Johnson sind derzeit nicht nur sehr günstig, sondern bieten auf Grund ihres Realwertcharakters im momentan unsicheren Umfeld auch mehr Sicherheit als viele Staatsanleihen. Geänderte Rangfolge Huber: In der nächsten Aufwärtsbewegung werden Titel wie Nestlé allerdings sicher hinter dem Markt zurückbleiben. Die Aktienkurse werden nicht nur durch das Bewertungsniveau bestimmt. Die meisten verfügbaren Informationen sind doch ohnehin schon im Kurs enthalten. Kursbestimmend sind vor allem die Erwartungen der Anleger. Wenn die Investoren bei einem Unternehmen in ein bis drei Jahren Verluste kommen sehen, ist der Aktienkurs bereits im Keller. Deswegen gehört zu wirklich billigen Aktien immer eine entsprechend negative Erwartungshaltung. Langfristig denkende Anleger kaufen sie vor allem in einer Rezession. Orgland: Es kommt natürlich auch darauf an, was der Anleger sucht. Nicht jeder ist bereit, Aktien mit schlechten Perspektiven zu kaufen, nur um damit Überrenditen zu erzielen. Viele Anleger suchen vor allem Vermögensschutz und eine langfristig stabile Wertentwicklung. Leber: Im vergangenen Sommer hat vor allem die Erwartung einer Katastrophe zu dem starken Kurseinbruch bei deutschen Aktien geführt. Wenn diese Stimmung wieder umschwingt, wird sich auch die deutsche Börse wieder erholen. Ende des Schwellenländer-Booms Müller: Technische Faktoren haben den Absturz ebenfalls angefeuert, etwa das Verbot von Leerverkäufen in anderen europäischen Ländern. Zahlreiche Anleger sind deshalb an die deutsche Börse ausgewichen und haben mit Dax-Terminkontrakten auf fallende Kurse gewettet. Orgland: Genau so wurde die Entwicklung des spanischen Aktienmarkts durch technische Faktoren verzerrt. Spanische Aktien sind jetzt sehr günstig, weil viele Anleger auf Grund der schlechten Wirtschaftsaussichten pauschal gegen diesen Markt gewettet haben. Dabei übersehen sie allerdings, dass die großen spanischen Unternehmen rund zwei Drittel ihres Geschäfts Dr. Hendrik Leber Geboren 1957 in Essen; 1975 Studium Betriebswirtschaftslehre in St. Gallen, New York, Berkeley; MBA, Promotion; 1989 Geschäftsführer beim Bankhaus Metzler; seit 1995 Geschäftsführer ACATIS Investment GmbH. im Ausland machen, und zwar häufig in Wachstumsmärkten wie Brasilien. Deshalb werden ihre Gewinne auch steigen, wenn es der spanischen Wirtschaft im Inland nicht gutgeht. ETF Magazin: Schwellenländer-Aktien stehen offensichtlich bei Ihnen nicht mehr auf der Kaufliste? Huber: Die Emerging Markets waren die Story des letzten Jahrzehnts, in den nächsten zehn Jahren werden eher andere Themen im Vordergrund stehen. Müller: Wir glauben weiterhin an Chancen in den Emerging Markets. Inzwischen ist zwar viel von der Euphorie verflogen, aber gerade deshalb könnte jetzt der richtige Zeitpunkt für einen erneuten Einstieg sein. Leber: Man darf die Schwellenländer nicht über einen Kamm scheren. Es gibt deutliche Unterschiede. China wird durch nachlassendes Wachstum bedroht, Brasilien hängt mit seinen Agrarrohstoff- und Stahlexporten voll an China dran, Indien wird in der Anlegerwelt über- 18

19 FEBRUAR 2012 Orgland: Die Entwicklung der Rohstoffpreise wird stark durch die wirtschaftliche Dynamik beeinflusst. Wenn das Wirtschaftswachstum wie von uns erwartet in den nächsten zwölf Monaten schwach ausfällt, sind auch bei den Rohstoffen keine großen Preissteigerungen zu erwarten. Für die meisten Anleger ist es ohnehin relativ schwierig, in Rohstoffe zu investieren und damit Rendite zu erzielen. Alternative Renditequellen ETF Magazin: Warum das? Orgland: Rohstoffindizes basieren auf Terminkontrakten mit meist nur wenigen Monaten Laufzeit. Deshalb müssen die auslaufenden Kontrakte ständig gegen neue ausgetauscht werden. Bei diesem Wechsel entstehen oft Verluste. Die investierbaren Indizes haben sich deshalb lange nicht so gut entwickelt wie die Preise der physischen Rohstoffe. Die sicherste Variante ist Johannes Müller Geboren 1968 in Abtenau, Österreich; Studium Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck; 1994 Geldmarktfonds-Manager und Rentenhändler bei der Fondsgesellschaft DWS; 1997 Manager von Anleihenfonds bei der DWS; seit 2009 Chefvolkswirt der DWS. sche Unternehmen sind inzwischen deutlich niedriger bewertet als südamerikanische Aktien. Müller: Auch andere europäische Unternehmen profitieren vom anhaltenden Wachstum in den Schwellenländern. Besonders attraktiv sind exportstarke Gesellschaften aus Skandinavien und vor allem Deutschland. Unsere Unternehmen sind international sehr wettbewerbsfähig, und die Nachfrage nach ihren Waren bleibt hoch. Huber: Bei Rohstoffwerten lohnen aktuell jedoch nur Ölund Gasproduzenten, nicht jedoch die Anbieter von Industrierohstoffen. Die haben einen riesigen Boom hinter sich und sind deshalb sehr teuer. In dem von uns erwarteten deflationären Umfeld wird die Nachfrage nach Industrierohstoffen ohnehin zurückgehen. Ölwerte haben dagegen gute Perspektiven. Die Ölförderung wird immer schwieriger. Deshalb ist Öl der einzige Rohstoff, dessen Preis auf längere Sicht deutlich steigen wird. haupt nicht mehr diskutiert, als ob es das Land nicht mehr gäbe. Russland ist nach meiner Einschätzung sehr attraktiv. Kurs-Gewinn-Verhältnisse von drei bis vier sind dort normal, und das Land wird auch morgen noch existieren und Rohstoffe haben. Huber: Wir investieren in den Schwellenländern inzwischen vor allem als Zugang zu den Rohstoffmärkten. Wir kaufen aus den Emerging Markets in erster Linie Rohstoffunternehmen. Die sind fast alle sehr niedrig bewertet. Besonders gut gefallen uns Ölwerte wie Petrobras, Petrochina oder Lukoil. Sie sind nicht nur spottbillig, sondern es sind quasi halb staatliche Unternehmen. Deswegen kommen sie leichter an Rohstoffreserven als private Ölkonzerne aus Europa und den USA. Orgland: Die günstigste Möglichkeit, heute in Schwellenländern anzulegen, ist die Investition in global tätige Unternehmen, die dort stark aufgestellt sind; zum Beispiel Lateinamerika über spanische Aktien. Spanideshalb, über Aktien in Rohstoffe zu investieren. Von Investitionen in Rohstoff-Indizes bzw. -Indexfonds raten wir eher ab. ETF Magazin: Ist Gold eine empfehlenswerte Anlage? Orgland: Wir sind für Gold weiterhin positiv gestimmt. Eine richtige Hausse durchläuft drei Phasen bislang gab es nur die beiden ersten. Die dritte und letzte Übertreibungsphase, in der wirklich jeder Gold kauft, steht noch bevor. Das unsichere Umfeld, vor allem um die Hauptwährungen, spricht ohnehin für Gold. Wir empfehlen eine Goldquote von mindestens zehn Prozent, entweder über physisches Gold oder einen Gold-ETF, der mit physischem Gold besichert ist. Huber: Das sehe ich ganz anders. Gold hat sich in den vergangenen zehn Jahren versechsfacht, weil Anleger Gold als Inflationsschutz wollten. Gold ist sicher die stabilste Währung der Welt, aber es gibt sehr starke Schwankungen. Goldinvestments sind jetzt Fotos: S. Ugurlu/Focus Money 19

20 Experten-Runde nur gerechtfertigt, wenn wir von zweistelligen Inflationsraten ausgehen. Aber die sehe ich nicht kommen. Orgland: Richtig. Gold ist eine Währung. Wenn man den anderen Währungen nicht mehr trauen kann, muss man Gold halten. ETF Magazin: Welche Anleihen sollten Anleger kaufen? Huber: Im derzeitigen disinflationären Umfeld sind Anleihen ideal, aber sicher nicht Staatsanleihen mit niedrigen Zinsen von hochverschuldeten Staaten. Damit kaufen Sie nur renditefreies Risiko. Das ergibt keinen Sinn. ETF Magazin: Gibt es Alternativen? Huber: Ich empfehle eine gesunde Mischung von Unternehmensanleihen: kurzlaufende Papiere von erstklassigen Unternehmen als Sicherheitskomponente und zusätzlich hochrentierende, riskantere Anleihen. Solche Papiere bringen acht, neun Prozent Rendite. Müller: Uns gefallen vor allem Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern. Nächstes Jahr könnten auch wieder einige europäische Staatsanleihen attraktiv werden, vor allem aus Italien, Spanien und Belgien. Die Renditeaufschläge dieser Papiere gegenüber Bundesanleihen sind auf einem Rekordniveau werden wir eine Neubewertung der Ausfallwahrscheinlichkeiten sehen. Neue Favoriten Dr. Magne Orgland Geboren 1964 in Lund, Schweden; 1985 Studium der Ökonomie an der Universität St. Gallen; Promotion; 1995 Leiter der European Asset Management Practice bei McKinsey; seit 2002 Leiter Asset-Management und geschäftsführender Teilhaber der Bank Wegelin & Co. Müller: Für solche Renditen müssen Sie aber Anleihen mit sehr bescheidener Bonität erwerben. Huber: Ja sicher, das sind dann Papiere unterhalb des Investment-Grade. Aber es müssen nicht Anleihen von Pleitekandidaten sein sind die Kurse solcher Anleihen stark eingebrochen, und trotzdem ist kein einziges Unternehmen pleitegegangen haben sich dann auch die Kurse wieder erholt. Anleger, die durchhielten, kassierten ordentliche Zinsen und bekamen auch ihren Einsatz zurück. Wenn jetzt einige Jahre mit schwachem Wirtschaftswachstum und niedrigen Zinsen kommen, ist solch ein Mix aus Unternehmensanleihen ideal. Orgland: Wir empfehlen ebenfalls Unternehmensanleihen. Allerdings sollten es Unternehmensanleihen aus Staaten sein, die nach einem möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone mit einer starken Währung dastehen dürften, etwa Deutschland, die Niederlande oder Finnland. Huber: Lohnt sich das Risiko für fünf Prozent Rendite? Müller: Italienische Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit notieren derzeit nur noch mit gut 80 Prozent ihres Nominalwerts. Bei einer Normalisierung der Lage, wenn die Kurse wieder in Richtung 100 Prozent steigen, sind deutlich mehr als fünf Prozent Rendite möglich. Leber: Wir investieren breit gestreut in festverzinsliche Papiere. Im Euro-Raum kaufen wir nicht nur Staatsanleihen, sondern auch Anleihen von Gebietskörperschaften, etwa der Stadt Warschau, Pfandbriefe, beispielsweise aus Irland, und auch Unternehmensanleihen. Dazu stellen wir Anleihen aus anderen Währungsräumen, vor allem aus den Emerging Markets oder aus Starkwährungsländern wie Norwegen, der Schweiz oder Singapur. ETF Magazin: Welchen Euro-Staatsanleihen kaufen Sie? Leber: Griechische Anleihen sind auch dabei. Deren Börsenkurs liegt bei 25 Prozent des Nominalwerts, weil es einfach keine Käufer gibt. Mit solch einem niedrigen Kurs kann ich sogar dann noch verdienen, wenn der griechische Staat nur die Hälfte des Anleihenbetrags zurückzahlt und zusätzlich aus dem Euro austritt und dabei seine Währung um 50 Prozent abwertet. Klar, es könnte auch schlimmer kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es besser ausgeht und wir mit diesen Papieren sehr gut verdienen. 20

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