Wie ist mein Sprach-Bewusstsein? Was ist mein Selbst-Verständnis?

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1 Begriffsklärung Potentielle Ursachen und Risikofaktoren ungewöhnlichen Verhaltens Prozessbegleitende Interventionen Interventionen im Alltag bedürfnisorientiert kommunizieren 1

2 Wie ist mein Sprach-Bewusstsein? Was ist mein Selbst-Verständnis? verhaltensauffällig? verhaltensgestört? verhaltensungewöhnlich? verhaltensoriginell? Erst wenn ich die Ursachen des ungewöhnlichen Verhaltens verstanden habe, mir Verhalten erklären kann, kann ich Verständnis entwickeln und aus diesem Verständnis heraus gezielt intervenieren. 2

3 3

4 Übung Rufen Sie sich ein Kind in ihr Gedächtnis, mit dem Sie es schwer haben und gehen Sie mit folgenden Fragen in das Gespräch: Welche Problemlage steht möglicherweise hinter den auffälligen Verhaltensweisen des Kindes? Was sind mögliche Ursachen? Wie schätze ich meinen Zugang zu diesem Kind ein? Kann ich mich von seinen Auffälligkeiten persönlich distanzieren? Welche Eigenschaften schätze ich an diesem Kind? Was macht das Kind für mich liebenswert? Welchen Einfluss hat mein Verhalten auf das Kind? Wie würden meine Kollegen mein Bild von diesem Kind beschreiben? Wo könnten pädagogische Ansätze greifen und mögliche Ressourcen liegen? re-aktive Techniken Ich tue etwas, nachdem sich das Kind aus meiner Sicht auffällig verhalten hat. aktive Techniken Ich setze eine bestimmte Intervention ein, damit es sich aus meiner Sicht von vorne herein angemessen verhält. denn: 4

5 Wenn ich als Erzieherin nur reagiere, dann laufe ich immer dem auffälligen Verhalten hinterher, muss korrigieren, sanktionieren, Krisen bearbeiten. Bergsson ich handle so, dass das Kind seine Verhaltensfähigkeiten aufbaut. Diese Intervention ist geplant, wird systematisch, zielgerichtet und wohl überlegt eingesetzt. 5

6 Denken Sie nicht an Ihren letzten Urlaub!!! Woran haben Sie gerade gedacht? Du sollst nicht hauen! Woran denkt das Kind? Wie wäre es mit Vereinbarungen, die miteinander getroffen werden? angemessenes Verhalten sehen (Haltung!) beschreibendes Loben systematisch einsetzen authentisch und angemessen 6

7 => Kind eine beschreibende Rückmeldung über sein Verhalten oder seine Leistung geben Ziel des Spiegeln: dem Kind signalisieren, dass es etwas kann dem Kind bewusst machen, dass es Fortschritte gemacht hat und dass Sie das wahrnehmen die Aufrechterhaltung der Anforderung die positive Selbstwahrnehmung des Kindes fördern vermittelt Ordnung Sicherheit Vorhersehbarkeit fördert das Vertrauen : Das kann ich schaffen 7

8 Wenn sich das Kind auffällig zeigt, gehe ich nicht auf das unerwünschte Verhalten ein, sondern lenke das Kind gedanklich um, indem ich ihm Fragen stelle bezogen auf... Seien Sie kreativ! Ziel: positive Assoziationen wecken Ich unterstütze das Kind darin, sich von seinem Ärger zu distanzieren und mit seinen Bedürfnissen wieder in Kontakt zu kommen. Erst dann spreche ich über den Konflikt. finde keine Worte unbewusst Mut Zuneigung Werte Empathie Liebe Wünsche Angst Vertrauen Status Tabus ungeschriebene Gesetze 8

9 Gewaltfreie Kommunikation M. Rosenberg aus: Kleiner-Wuttke (2012): Verhaltensungewöhnliche Kinder in die Gruppe holen. 9

10 Übung zum 2. Schritt der GFK: Gefühle, Gedanken oder Interpretationen...??? 1) Ich habe das Gefühl Du hintergehst mich. 2) Ich fühle mich angesichts des Arbeitspensums extrem gestresst. 3) Ich spüre doch, dass du was hast. 4) Ich bin so erleichtert, dass du mir Deine Hilfe angeboten hast! 5) Mit deiner Einschätzung liegst du nach meinem Gefühl völlig falsch. 6) Hier im Büro fühle ich mich völlig unwichtig. 7) Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft meiner Kinder. 8) Es berührt mich, das zu hören. 9) Ich habe das Gefühl, Du bestimmst hier alles alleine. 10) Die Trennung ist sehr schmerzlich für mich. 11) Die neuen Bestimmungen irritieren mich irgendwie. 12) Den Arbeitstag heute fand ich sehr frustrierend. 13) Ich fühle mich total übergangen. 14) Ich bin wirklich begeistert von der neuen Urlaubsregelung. aus: Ingrid Holler, Trainingsbuch Gewaltfreie Kommunikation, S. 62 Übung zum 2. Schritt der GFK: Gefühle, Gedanken oder Interpretationen...??? 1) Ich habe das Gefühl, Du hintergehst mich. 2) Ich fühle mich angesichts des Arbeitspensums extrem gestresst. => Gefühl 3) Ich spüre doch, dass du was hast. 4) Ich bin so erleichtert, dass du mir deine Hilfe angeboten hast! => Gefühl 5) Mit deiner Einschätzung liegst du nach meinem Gefühl völlig falsch. 6) Hier im Büro fühle ich mich völlig unwichtig. 7) Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft meiner Kinder. => Gefühl 8) Es berührt mich, das zu hören. => Gefühl 9) Ich habe das Gefühl, Du bestimmst hier alles alleine. 10) Die Trennung ist sehr schmerzlich für mich. => Gefühl 11) Die neuen Bestimmungen irritieren mich irgendwie. 12) Den Arbeitstag heute fand ich sehr frustrierend. => Gefühl 13) Ich fühle mich total übergangen. 14) Ich bin wirklich begeistert von der neuen Urlaubsregelung. => Gefühl aus: Ingrid Holler, Trainingsbuch Gewaltfreie Kommunikation, S.62 10

11 BE-ACHTUNG! Ich fühle mich endet oftmals nicht mit einem echten Gefühl erfolgversprechender ist: Ich bin Oder: Das macht mich M. Rosenberg 11

12 Klappenbach, D. (2010): Mediative Kommunikation. Konfliktfähig für den Alltag werden. Junfermann Rosenberg, M. (2008): Gewaltfreie Kommunikation. Junfermann Holler, I. ( 2006): Trainingsbuch Gewaltfreie Kommunikation. Junfermann 12

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