Anonymisiertes Beispiel für ein Ich-Buch

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1 Anonymisiertes Beispiel für ein Ich-Buch, - alle Rechte vorbehalten Verwendung, Modifikation und Weitergabe an Dritte nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Autorin

2 Ich-Buch Ein Ich-Buch ist ein individuelles nicht-elektronisches UK-Mittel, das wichtige Angaben zur unterstützt kommunizierenden Person und ihren kommunikativen Fähigkeiten enthält. Das Ich-Buch ermöglicht es der Person, besser verstanden zu werden und sich im Alltag effektiver mitzuteilen. Dadurch kann auch die Mitbestimmung und Partizipation im Alltag gesteigert werden. Eine PowerPoint-Format-Vorlage des Ich-Buches mit dem dazugehörigen Diagnosebogen kann kostenlos bezogen werden bei der Autorin: Karin Birchler Kilchwiesenweg 3 CH-8610 Uster Natel: +41 /

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4 MEIN ICH-BUCH Dieses Buch hilft dir, mich etwas besser kennenzulernen und zeigt dir auf, wie ich kommuniziere. Bitte schaue es mit mir zusammen an, damit wir dabei miteinander ins Gespräch kommen können!

5 Inhaltsverzeichnis Das Wichtigste zu mir: 1. Mein wichtigstes Vokabular 2. Wer bin ich? 3. Meine Familie und Freunde 4. Dinge, die ich besonders gerne mag 5. Stopp das mag ich gar nicht! 6. Wo ich mich gerne aufhalte 7. Was ich besonders gut kann 8. Achtung das musst du über mich wissen! 9. Mein Wochenplan 10. Meine Arbeit Meine Kommunikation: 11. Meine Kommunikationsformen und -hilfen 12. Mein Sprachverständnis 13. Meine Kommunikationsstrategien 14. Worüber ich gerne spreche 15. Meine Kommunikationsgefässe 16. Wie du mir bei der Kommunikation helfen kannst 17. Das möchte ich gerne an meiner Kommunikation verändern 18. Hier darfst du gerne noch Bemerkungen/ Ergänzungen anfügen

6 Mein wichtigstes Vokabular WG Ahorn B Papier-Atelier Nachtkaffee Offenes Singen Hallenbad Laufgruppe Ausflug Sommerlager Meine Familie Geburtstag Freude Trauer Angst Wut/Ärger Seite 1

7 Wer bin ich? Name: Lea Geburtstag: 10. Juni 1973 Wohngruppe: Ahorn B Seite 2

8 Meine Familie und meine Freunde Meine Mama Lina Meine Schwester Flurina Meine Freundin Anna Mein Papa Pietro Mein Bruder Andri Mein Freund Tim Seite 3

9 Dinge, die ich besonders gerne mag Tiere mag ich besonders gerne Ohne meine Plüschkatze gehe ich nirgendwo hin Ausflug Ich bewege mich sehr gerne draussen in der Natur Ich liebe Ausflüge! Ich fahre sehr gerne mit meinem Dreirad auf dem Areal umher Ich bin eine richtige Wasserratte und liebe es, rumzuplantschen Pommes ist mein Lieblingsessen Seite 4

10 Stopp das mag ich gar nicht! Ich mag es nicht, wenn mir jemand zu nahe kommt oder mich berührt Ich mag es nicht, wenn einfach über mich bestimmt wird. Für mich ist es wichtig, dass ich mitbestimmen darf und wir zusammen entscheiden. Ich mag es nicht, wenn ich meine Haare waschen muss Ich mag es nicht, wenn ich mein Zimmer aufräumen muss Ich mag keinen Fisch und kein Fleisch (ausser Würste) Seite 5

11 Wo ich mich gerne aufhalte In meinem Zimmer Bei den Geissen auf dem Areal Nachtkaffee Im Nachtcafé (Cafeteria) Draussen in der Natur Seite 6

12 Was ich besonders gut kann Ich habe eine sehr schöne und kräftige Stimme und kann gut singen. Ich bin sehr sportlich und liebe es, mich zu bewegen (spielen, laufen, schwimmen, radfahren) Ich habe einen grossen Humor und lache gerne und viel! Seite 7

13 Achtung das musst du über mich wissen! 1. Zum essen benutze ich meinen persönlichen Plastikteller und mein Plastikbesteck (Metallbesteck mag ich absolut gar nicht!) 2. Wenn ich Schmerzen habe, kann ich diese nicht zuverlässig äussern. Bei Schmerzen (oftmals Bauchschmerzen) beginne ich meist zu weinen. 3. Manchmal habe ich Epi-Anfälle. Dabei gehe ich meist unruhig hin und her und bin nicht ansprechbar. In solchen Situationen ist es wichtig, dass du bei mir bist und aufpasst, dass ich nirgendwo anstosse oder umfalle. 4. Beim Überqueren von Strassen brauche ich undbedingt deine Hilfe (ich darf mich nie unbeaufsichtigt in der Nähe von befahrenen Strassen aufhalten!). 5. Ich darf keine spitzen Gegenstände wie Scheren, Nadeln, Scherben, etc. in den Händen halten, da ich sonst Gefahr laufe, mich zu verletzen. Seite 8

14 Mein Wochenplan Vormittag Nachmittag Abend Montag Papier-Atelier Papier-Atelier Hallenbad Dienstag Papier-Atelier Mittwoch Papier-Atelier Papier-Atelier Nachtkaffee Donnerstag Papier-Atelier Papier-Atelier Malkurs Freitag Offenes Singen Laufgruppe Seite 9

15 Meine Arbeit Papier-Atelier Bei meiner Arbeit im Papier-Atelier schöpfe ich hauptsächlich Papier für die Herstellung von Karten und male farbenfrohe Geschenkpapiere und Bilder Seite 10

16 Meine Kommunikationsformen und -hilfen 1. Kommunikationsformen: Ich kenne viele Wörter die ich aussprechen kann und die ich meist mit der Mimik und Handzeichen untermale Meist spreche ich in 3-Wort- Sätzen 2. Kommunikationshilfen: Wochenplan mit Pictos Jahresplan mit Pictos auf WG Kommunikationsbüchlein zwischen WG und Eltern Seite 11

17 Mein Sprachverständnis Mein Sprachverständnis ist sehr gut. Ich verstehe das meiste, was du mir sagen möchtest (siehe Regeln zur Kommunikation). Seite 12

18 Meine Kommunikationsstrategien In der Regel kann ich klar kommunizieren, was ich möchte und was nicht Ich kann deine Fragen und Aufforderungen meist verstehen und darauf reagieren Ich kenne die Personen in meinem Umfeld und kann sie mit ihrem Namen benennen Ich spreche selten jemanden von mir aus an. Wenn ich aber angesprochen werde freue ich mich meist auf ein gemeinsames Gespräch Wenn mir etwas nicht passt oder ich wütend bin, beginne ich zu schreien und/oder beisse mir in die Hand oder in den Arm Das benennen meiner Gefühle fällt mir schwer. Dabei brauche ich deine Unterstützung: Freude Trauer Angst Wut/Ärger Ich bin Ich bin Ich habe Ich bin glücklich traurig Angst wütend Seite 13

19 Worüber ich gerne spreche Am liebsten spreche ich über meine Familie, über meine geliebte Plüschkatze, über Ausflüge, über das jährliche Sommerlager, über die Jahreszeitfeste und über alles was ich in letzter Zeit erlebt habe! Meine Familie Ausflug Sommerlager Seite 14

20 Meine Kommunikationsgefässe Ich geniesse es sehr, wenn ich am Dienstag-Morgen jeweils alleine mit meiner Bezugsperson ins Dorf einkaufen gehen darf und sie dann viel Zeit für mich und unsere ge- meinsamen Gespräche hat. Sonst habe ich auf der WG nur wenige 1:1- Betreuungs-Gefässe. Deshalb ist es wichtig, dass in meinen Alltag (WG und Arbeit) bewusst kleine Kommunikations- Gefässe eingebaut werden. Seite 15

21 Wie du mir bei der Kommunikation helfen kannst Bitte: Sprich langsam Mach kurze Sätze Benutze eine einfache Sprache Sei geduldig und wiederhole das Gesagte, wenn ich es nicht gleich beim ersten mal verstanden hab Nimm dir Zeit und zeig mir, dass du auch wirklich verstehen möchtest was ich sagen will Bitte nicht! Frag mich nie mehr als etwas aufs mal Bitte mach nicht gleichzeitig etwas anderes wenn du mit mir am sprechen bist sondern konzentriere dich auf mich Wenn du diese Regeln im Gespräch mit mir einhältst, verstehe ich in der Regel alles was du mir sagen möchtest! Seite 16

22 Das möchte ich gerne an meiner Kommunikation verändern Ich habe in letzter Zeit grosse Fortschritte mit meiner verbalen Kommunikation gemacht! Die Aussprache der Wörter und die Artikulation meiner Sätze möchte ich weiterhin verbessern und mein Vokabular zusätzlich erweitern. Seite 17

23 Danke für s Lesen und Benützen meines Ich-Buches Wenn du Fragen hast, wende dich bitte an meine Bezugsperson von der WG (Nadja, Tel. 561). Wenn du etwas zu berichtigen oder zu ergänzen hast oder einen Kommentar (z.b. bezüglich einer aktuellen Veränderung) in das Ich-Buch schreiben möchtest, kannst du das hier tun (meine Bezugsperson schaut sich diese Liste regelmässig an): Datum Name Rolle Kommentar Monika MA Papier- Atelier Lea scheint sich sehr für die Pikto-Agenda von Andi zu interessieren. Wäre es ev. sinnvoll, bei Lea eine solche einzuführen? Seite 18

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