Zusammenwirken von Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel eines Integrationshelfers / einer Integrationshelferin

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1 Außenstelle Südallee 15 19, Koblenz Kreisverwaltung Mayen-Koblenz - Kreisjugendamt - Bahnhofstr. 9, Koblenz Stadtverwaltung Koblenz Amt für Jugend, Familie, Senioren & Soziales - Jugendamt - Rathauspassage 2, Koblenz Zusammenwirken von Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel eines Integrationshelfers / einer Integrationshelferin

2 Impressum Herausgeber Redaktion Telefon Fax Herstellung Stadtverwaltung Koblenz Amt für Jugend, Familie, Senioren und Soziales Jugendamt Schängel-Center Rathauspassage Koblenz Elvira Unkelbach PD Dr. Ingeborg Thümmel (0261) (0261) Koblenz, im März 2006 Hausdruckerei der Stadtverwaltung Koblenz Auflage: 150 Exemplare Die Dokumentation steht auch im Internet unter zum Download bereit

3 Inhaltsverzeichnis 1 Programm der Fachtagung Begrüßung durch die Bürgermeisterin und Jugend- und Sozialdezernentin der Stadt Koblenz, Frau Marie-Theres Hammes-Rosenstein Rechtliche Grundlagen für die Gewährung von Eingliederungshilfen a SGB VIII Kinder- und Jugendhilfegesetz und 54 SGB XII: 53 Sozialhilfe Leistungsberechtigte und Aufgabe und 54 SGB XII Sozialhilfe: 54 Leistungen der Eingliederungshilfe Fachvortrag Claudia Porr, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Senioren Fachvortrag von Frau PD Dr. Ingeborg Thümmel, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Außenstelle Koblenz Vorbemerkung Vortrag Arbeitsgruppen Arbeitsgruppe 1: Schüler mit dem Förderbedarf ganzheitliche Entwicklung und Verhaltensproblematik (geistige Behinderung und Verhaltensproblematik) Aufgabenstellung Dokumentation der Wandzeitungen der AG Arbeitsgruppe 2: Schüler mit dem Förderbedarf motorische Entwicklung (körperliche Behinderung) Aufgabenstellung Arbeitsgruppe 3: Schüler mit dem Förderbedarf sozial-emotionale Entwicklung (seelische Behinderung) Resümee und Ausblick Ausblick Blitzlichter Foto-Impressionen

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5 1 Programm der Fachtagung Zusammenwirken von Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel eines Integrationshelfers / einer Integrationshelferin Gemeinsame Tagung der Jugendämter Koblenz, Mayen-Koblenz, Mayen, Andernach und der ADD Koblenz Termin: Ort: Universität Koblenz Programm Uhr Anreise Uhr Begrüßung durch Frau Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein Uhr Vortrag von Frau Porr (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen): Grundlagen für die Integrationshilfen mit anschließender Fragerunde Uhr Kaffeepause Uhr Vortrag Frau Privatdozentin Dr. Thümmel (ADD): Der Einsatz von Integrationshelfern/Integrationshelferinnen in Schulen über welche Erfahrungen berichten die Schulen? Uhr Mittagspause Uhr AG Zusammenwirken von Schule und Eingliederungshilfe anhand von Fallbeispielen: o Schülerin mit Förderbedarf ganzheitliche Entwicklung und Verhaltensproblematik o Schülerin mit Förderbedarf motorische Entwicklung o Schülerin mit Förderbedarf sozial-emotionale Entwicklung Uhr Abschluss und Ergebnissicherung - 5 -

6 2 Begrüßung durch die Bürgermeisterin und Jugend- und Sozialdezernentin der Stadt Koblenz, Frau Marie-Theres Hammes-Rosenstein Frau Hammes-Rosenstein eröffnete die Fachtagung mit einem Grußwort an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen und dankte zunächst Frau Dr. Thümmel, Herrn Born und Frau Unkelbach für die Organisation und Vorbereitung. Vor dem Hintergrund, dass sich immer mehr Eltern für eine Beschulung ihrer beeinträchtigten Kinder an Regelschulen entscheiden, erhält die Frage nach angemessener Förderung, beispielsweise durch Integrationshilfen für diese Kinder, eine immer höhere Bedeutung. Die bestmögliche Förderung kann aber nur dann gelingen, wenn die dringend notwendige Kooperation zwischen Jugend- und Sozialamt auf der einen und den Schulen auf der anderen Seite gelingt. Das Rechtsgebiet der Eingliederungshilfen ist äußerst komplex. Die heutige Fachtagung wird daher auch die mit der Bewilligung von Eingliederungshilfen verbundenen Verwaltungsverfahren in den Blick nehmen und transparent machen. Frau Hammes-Rosenstein dankte der Universität Koblenz-Landau, Herrn Prof. Dr. Liebert und seinen Mitarbeiter/innen, für die Bereitstellung der Räume, in denen die Teilnehmer/innen ideale Bedingungen für die Tagung vorfinden. Aus dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen begrüßt die Bürgermeisterin Frau Porr, die Leiterin des Referates Hilfen zur Erziehung. Ebenso begrüßt sie Frau Zeller, die Leiterin des Landesjugendamtes, und dankt für ihr Kommen. Mit den besten Wünschen für den Verlauf der Veranstaltung beendet Frau Hammes-Rosenstein die Begrüßung der Teilnehmer

7 3 Rechtliche Grundlagen für die Gewährung von Eingliederungshilfen a SGB VIII Kinder- und Jugendhilfegesetz (1) Kinder oder Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn 1. ihre seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und 2. daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist. Von einer seelischen Behinderung bedroht im Sinne dieses Buches sind Kinder oder Jugendliche, bei denen eine Beeinträchtigung ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nach fachlicher Erkenntnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. 27 Abs. 4 gilt entsprechend. (1a) Hinsichtlich der Abweichung der seelischen Gesundheit nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 hat der Träger der öffentlichen Jugendhilfe die Stellungnahme 1. eines Arztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie und psychotherapie, 2. eines Kinder- und Jugendpsychotherapeuten oder 3. eines Arztes oder eines psychologischen Psychotherapeuten, der über besondere Erfahrungen auf dem Gebiet seelischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen verfügt, einzuholen. Die Stellungnahme ist auf der Grundlage der Internationalen Klassifikation der Krankheiten in der vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information herausgegebenen deutschen Fassung zu erstellen. Dabei ist auch darzulegen, ob die Abweichung Krankheitswert hat oder auf einer Krankheit beruht. Die Hilfe soll nicht von der Person oder dem Dienst oder der Einrichtung, der die Person angehört, die die Stellungnahme abgibt, erbracht werden. (2) Die Hilfe wird nach dem Bedarf im Einzelfall 1. in ambulanter Form, 2. in Tageseinrichtungen für Kinder oder in anderen teilstationären Einrichtungen, durch geeignete Pflegepersonen und 3. in Einrichtungen über Tag und Nacht sowie sonstigen Wohnformen geleistet. (3) Aufgabe und Ziel der Hilfe, die Bestimmung des Personenkreises sowie die Art der Leistungen richten sich nach 53 Abs. 3 und 4 Satz 1, den 54, 56 und 57 des Zwölften Buches, soweit diese Bestimmungen auch auf seelisch behinderte oder von einer solchen Behinderung bedrohte Personen Anwendung finden. (4) Ist gleichzeitig Hilfe zur Erziehung zu leisten, so sollen Einrichtungen, Dienste und Personen in Anspruch genommen werden, die geeignet sind, sowohl die Aufgaben der Eingliederungshilfe zu erfüllen als auch den erzieherischen Bedarf zu decken. Sind heilpädago

8 gische Maßnahmen für Kinder, die noch nicht im schulpflichtigen Alter sind, in Tageseinrichtungen für Kinder zu gewähren und lässt der Hilfebedarf es zu, so sollen Einrichtungen in Anspruch genommen werden, in denen behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam betreut werden und 54 SGB XII: 53 Sozialhilfe Leistungsberechtigte und Aufgabe (1) Personen, die durch eine Behinderung im Sinne von 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe, wenn und solange nach der Besonderheit des Einzelfalles, insbesondere nach Art oder Schwere der Behinderung, Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann. Personen mit einer anderen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung können Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten. (2) Von einer Behinderung bedroht sind Personen, bei denen der Eintritt der Behinderung nach fachlicher Erkenntnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Dies gilt für Personen, für die vorbeugende Gesundheitshilfe und Hilfe bei Krankheit nach den 47 und 48 erforderlich ist, nur, wenn auch bei Durchführung dieser Leistungen eine Behinderung einzutreten droht. (3) Besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Hierzu gehört insbesondere, den behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie so weit wie möglich unabhängig von Pflege zu machen. (4) Für die Leistungen zur Teilhabe gelten die Vorschriften des Neunten Buches, soweit sich aus diesem Buch und den auf Grund dieses Buches erlassenen Rechtsverordnungen nichts Abweichendes ergibt. Die Zuständigkeit und die Voraussetzungen für die Leistungen zur Teilhabe richten sich nach diesem Buch und 54 SGB XII Sozialhilfe: 54 Leistungen der Eingliederungshilfe (1) Leistungen der Eingliederungshilfe sind neben den Leistungen nach den 26, 33, 41 und 55 des Neunten Buches insbesondere 1. Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung, insbesondere im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht und zum Besuch weiterführender Schulen einschließlich der Vorbereitung hierzu; die Bestimmungen über die Ermöglichung der Schulbildung im - 8 -

9 Rahmen der allgemeinen Schulpflicht bleiben unberührt, 2. Hilfe zur schulischen Ausbildung für einen angemessenen Beruf einschließlich des Besuchs einer Hochschule, 3. Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit, 4. Hilfe in vergleichbaren sonstigen Beschäftigungsstätten nach 56, 5. nachgehende Hilfe zur Sicherung der Wirksamkeit der ärztlichen und ärztlich verordneten Leistungen und zur Sicherung der Teilhabe der behinderten Menschen am Arbeitsleben. Die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben entsprechen jeweils den Rehabilitationsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung oder der Bundesagentur für Arbeit. (2) Erhalten behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Menschen in einer stationären Einrichtung Leistungen der Eingliederungshilfe, können ihnen oder ihren Angehörigen zum gegenseitigen Besuch Beihilfen geleistet werden, soweit es im Einzelfall erforderlich ist

10 4 Fachvortrag Claudia Porr, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Senioren

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17 Zusammenfassend machte Frau Porr deutlich, wie wichtig eine Verständigung zwischen den Institutionen Jugendhilfe und Schule ist, und dass die Integrationshilfe für beeinträchtigte Kinder nur ein Baustein hierbei ist. Beide Institutionen haben unter Wahrung der Eigenständigkeit ihres jeweiligen Auftrages, ihrer Rollen und Profile die sozialräumlichen und lebensweltbezogenen Verhältnisse der Kinder und Jugendlichen in den Blick zu nehmen, sie bei ihrer Arbeit zu berücksichtigen und hierbei zu kooperieren. 35a SGB VIII verlangt dabei wie kaum eine andere gesetzliche Norm das Zusammenwirken von Jugendamt und Schule, wobei weitere Kooperationspartner, wie z.b. Ärzte und Therapeuten, zusätzlich hinzu zu ziehen sind. Sehr deutlich hob Frau Porr hervor, dass die Prüfung des Anspruchs auf Eingliederungshilfen nach 35a SGB VIII und die Entscheidung über die Hilfe ausschließlich beim Jugendamt liegt, wobei das Jugendamt verpflichtet ist, eine gutachterliche Stellungnahme von den in 35a Abs. 2 SGB VIII genannten Personen einzuholen

18 Frau Porr verwies auf ein in Kaiserslautern durchgeführtes Modellvorhaben, dessen Dokumentation und Evaluation voraussichtlich im Jahr 2008 erscheinen wird. Frau Porr beendete ihren Vortrag mit folgenden Empfehlungen: Die Beteiligten vor Ort Sozialhilfe, Jugendhilfe und Schule sollten Transparenz über ihre jeweilige Arbeit schaffen. Die notwendige Zusammenarbeit sollte in einer gemeinsam ausgearbeiteten Kooperationsvereinbarung verbindlich und klar festgeschrieben sein. Der dieser Kooperationsvereinbarung vorausgehende Prozess der Verständigung ist bereits als ein wesentlicher Baustein für eine effektive und gelingende Zusammenarbeit anzusehen. 5 Fachvortrag von Frau PD Dr. Ingeborg Thümmel, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Außenstelle Koblenz 5.1 Vorbemerkung Die gemeinsame Empfehlung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend sowie der Kommunalen Spitzenverbände zu den Aufgabenfeldern einer Integrationshelferin bzw. eines Integrationshelfers im Zusammenhang mit der schulischen Bildung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen verweist auf zwei zentrale Aspekte des Gesamtsystems von Bildung, Erziehung und Betreuung. Zum einen besteht politisch und fachlich ein Konsens darüber, Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung für behinderte Menschen in den grundlegenden Lebensbereichen, Schule, Arbeit, Wohnen mitten in der Gesellschaft und nicht in Sondereinrichtungen zu verwirklichen. Zum anderen ergibt sich daraus eine Querschnittsaufgabe für alle Ressorts. Aber auch wenn der Rechtsrahmen eindeutig ist - das in der Landesverfassung verankerte und durch das Landesgesetz zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen konkretisierte Benachteiligungsverbot lassen keinen Interpretationsspielraum bezüglich der Verpflichtung des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbänden, Benachteiligungen zu beseitigen und Teilhabe zu ermöglichen - so zeigen sich nicht selten vor Ort in der Praxis zentraler Lebensbereiche ernsthafte Komplikationen in der Zu

19 sammenarbeit von Behörden, persönliche Zuständigkeits-Querelen und unzureichende Kooperationsstrukturen. Aus Sicht der Eltern kumulieren die Problemstellungen häufig und erstmalig in den Bildungseinrichtungen Kita und Schule. Hier ist im Einzelfall, um Teilhabe an Bildungsprozessen zu ermöglichen, neben der (vor-) schulischen Förderung ein Unterstützungsbedarf erforderlich. Eltern haben diesbezüglich, wenn es um gelingende Bildungsprozesse für ihr Kind geht, eine parteiliche Sichtweise. Sie analysieren und registrieren daher dezidiert, ob die Kooperation von Schule, Jugendhilfe und Eingliederungshilfe gelingt. Oft halten sie den Fachkräften das Spiegelbild der kooperativen Zusammenarbeit vor, und was sich da zeigt, ist durchaus optimierbar. Vor diesem Hintergrund ist es sicherlich im Sinne gelingender Bildungsprozesse zielführend, dass die Jugendämter der Stadt Koblenz und des Kreises Mayen-Koblenz in Zusammenarbeit mit der Koblenzer Schulbehörde die Initiative ergriffen haben und sich im Rahmen einer Fachtagung der Thematik Zusammenwirken von Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel eines Integrationshelfers /einer Integrationshelferin stellen. Im Konfliktmanagement der kommunalen Bildungslandschaft der Stadt Koblenz und des Kreises Mayen-Koblenz erleben die Leitungen der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe einerseits, die zuständigen Schulrätinnen und räte andererseits immer wieder, dass die unzureichende Klärung zentraler Fragestellungen dazu führt, dass sich der Einzelfall zu einem Konfliktfall zwischen Lehrkräften und fallführenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendämter und der Eingliederungshilfe entwickelt. Neben der Vergeudung personeller, sächlicher und zeitlicher Ressourcen geht ein solches Zuständigkeits- und Kompetenzgerangel immer auch zu Lasten der Antragsteller, deren Unterstützungs- und Assistenzbedarf nur zeitverzögert oder unzureichend Berücksichtigung findet. Die nachfolgende Präsentation konturiert das Problemfeld aus der Perspektive der Schule. Die einzelnen Folien fassen die am häufigsten gestellten Fragen der Schulleitungen und Lehrkräfte zu Fragekomplexen zusammen und zeigen praktisch erprobte Problemlösungsstrategien vor dem Hintergrund verschiedener rechtlicher Rahmenbedingungen von Eingliederungshilfe und Schule, unterschiedlicher behördlicher Funktionslogiken und ungleicher professioneller Selbstverständnisse auf. Indem die nachfolgende Präsentation schulische Sichtweisen und themenbezogene Fragestellungen fokussiert, will sie vorrangig Transparenz und Klarheit bezüglich der zentralen Fragestellungen schaffen, um so einen partnerschaftlichen Dialog zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe einerseits, Schule anderseits grundzulegen

20 5.2 Vortrag

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37 6 Arbeitsgruppen 6.1 Arbeitsgruppe 1: Schüler mit dem Förderbedarf ganzheitliche Entwicklung und Verhaltensproblematik (geistige Behinderung und Verhaltensproblematik) Aufgabenstellung Den Einstieg in die Beschäftigung der Arbeitsgruppe 1 mit dem vorgegebenen Thema lieferte eine Tischvorlage mit einer Falldarstellung. Es handelte sich bei dem Fall um die Schilderung der Problematik eines geistig behinderten Jungen mit einer erheblichen, die Teilhabe am Unterrichtsgeschehen beeinträchtigenden Verhaltensproblematik. Das Kind mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung besucht eine als Schwerpunktschule ausgewiesene Hauptschule. Um für den weiteren Arbeitsprozess der AG 1 eine Zuständigkeit des Jugendamtes hinsichtlich einer Hilfegewährung herzustellen, wurde eingangs festgelegt, dass die Verhaltensproblematik des Kindes ursächlich in einer (drohenden) seelischen Behinderung im Sinne

38 des 35 a SGB VIII/Kinder- und Jugendhilfegesetz (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche) begründet ist. Im Hinblick auf die beantragte Hilfe, den Einsatz und die Finanzierung eines Integrationshelfers hatte sich die AG 1 mit nachfolgenden, vom Moderatorenteam vorbereiteten Fragestellungen zu befassen. Hierzu wurden ohne weitere Vorgaben mehrere Untergruppen gebildet, sowohl spezifische Gruppen aus dem schulischen Bereich, aus dem Jugendamtsbereich, des weiteren aus dem Bereich der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII, als auch gemischt zusammengesetzte Gruppen aus mehreren Tätigkeitsbereichen. Diese Gruppen befassten sich entweder mit einem ausgewählten Fragekomplex oder aber mit mehreren. Erster Fragenkomplex 1. Welches Instrumentarium steht der Schule zur Verfügung, um erheblichen Verhaltensschwierigkeiten begegnen zu können? Anmerkung: Die Nutzung schulischer Ressourcen ist vorrangig gegenüber der Gewährung von Integrationshilfe durch das Jugendamt. Das Wissen um eigene Handlungsmöglichkeiten ist daher unerlässlich für die pädagogischen Fachkräfte in den Schulen. 2. Wann stößt die Schule an die Grenzen eigener Handlungsmöglichkeiten? Neben der Kenntnis der eigenen Handlungsmöglichkeiten ist es im Interesse der Beschulung eines Kindes/Jugendlichen ebenso unerlässlich, Grenzen eigener Handlungsmöglichkeiten und zusätzlichen Unterstützungsbedarf zu erkennen. Zweiter Fragenkomplex 1. Wer beantragt wo den Integrationshelfer (Zuständigkeit für Antragstellung und Bearbeitung)? Klarheit über diese Zuständigkeit muss gegeben sein, um insbesondere Verfahrensfehler und zeitliche Verzögerungen mit Nachteilen für die Entscheidungsprozess und die zeitnahe Einleitung geeigneter/notwendiger Hilfe zu vermeiden. 2. Welche Informationen benötigt das Jugendamt? Umfassende Kenntnisse über die sich darstellende Problematik und Bedarfslagen sind entscheidende Grundlagen für eine fachlich fundierte Fallbearbeitung. In diesem Zusammenhang ist es auch unerlässlich, die Quellen für einzuholende Informationen zu kennen und zu nutzen. 3. Erwartungen an den Integrationshelfer und Auswahl der Fachkraft? Der Arbeitsauftrag des Integrationshelfers muss unbedingt differenziert und beschrieben und verbindlich festgelegt sein. Gleiches gilt für die Klärung von Zuständigkeiten und Ver

39 antwortlichkeiten. Das fachliche Anforderungsprofil ist festzulegen und bei der Personalauswahl uneingeschränkt zu berücksichtigen. Dritter Fragenkomplex 1. Wann wurde das Ziel erreicht? Untrennbar mit dem im SGB VIII vorgegebenen Hilfeplanverfahren ist verknüpft, die Zielerreichung zu definieren, um verantwortlich über die Beendigung der Integrationshilfe entscheiden zu können. 2. Wie wird die Ablösung des Integrationshelfers gestaltet? Die Beendigung der Tätigkeit des Integrationshelfers soll nicht abrupt erfolgen. Dieser Schritt muss vielmehr systematisch vorbereitet und gegebenenfalls schrittweise ausklingen. Bei Bedarf ist die Überleitung in eine andere notwendige und geeignete Hilfeart vorzunehmen. Vierter Fragenkomplex 1. Der Bedarf eines Integrationshelfers bestätigt sich im Jugendamt nicht. Was nun? (alternative Hilfen?) Diese Fragestellung zielt darauf hin, dass mit dem Ausschluss des Hilfebedarfs Integrationshelfer das Jugendamt durchaus gefordert ist, alternative, dem tatsächlichen Bedarf gerecht werdende Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Weitere Fragestellungen Im Verlauf der Untergruppenarbeit ergaben sich weitere Fragestellungen, die den oben aufgeführten Fragekomplexen nicht zuzuordnen waren. Diese zusätzlichen Fragen wurden in einem Offenen Fragenspeicher aufgelistet. Ihre abschließende Beantwortung war allerdings im zeitlichen Rahmen dieser Veranstaltung nicht mehr möglich. Anmerkung zu den Rückmeldungen aus den Untergruppen: Die nachfolgende Dokumentation der Arbeitsergebnisse lässt schnell erkennen, dass die Aussagen zu den einzelnen Fragen quantitativ sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Insbesondere die Fragen, welche unmittelbar den schulischen Bereich tangieren, wurden mit vielen Aussagen versehen, was insgesamt im Wesentlichen mit der Zusammensetzung der Arbeitsgruppe 1 (die überwiegende Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam aus dem schulischen Bereich) zusammenhängen dürfte. Hinzu kommt wohl auch, dass es im Koblenzer Jugendamt bisher lediglich 2 Fälle mit der Finanzierung eines Integrationshelfers im Rahmen der Jugendhilfe gibt. Von daher waren bei den Gruppenmitgliedern nur in sehr begrenztem Umfang praktische Erfahrungswerte hinsichtlich der Einleitung der Hilfe, der Hilfeplanung und der Beendigung der Hilfe vorhanden

40 6.1.2 Dokumentation der Wandzeitungen der AG

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50 6.2 Arbeitsgruppe 2: Schüler mit dem Förderbedarf motorische Entwicklung (körperliche Behinderung) Aufgabenstellung Grundlage für die Tätigkeit der Arbeitsgruppe 2 war folgender Sachverhalt: Das Kind N, * , wird im Sommer 2006 eingeschult. N ist behindert. Medizinische Diagnose: caudales Regressionssyndrom, eine Sonderform der Spina Bifida mit folgenden Funktionseinschränkungen: Fehlbildungen an inneren Organen Darmfehlfunktionen (sowohl Dünn- als auch Dickdarm) mit der Folge Inkontinenz Skoliose (Ausgleich durch Korsett) Armparese rechts Rechtes Bein deutlich verkürzt und fehlgebildet, Versorgung mit Prothese und Schienen Insgesamt mit diversen Hilfsmitteln zur Mobilität versorgt: Rollstuhl, Rollator, spezieller Gehstock N befindet sich weiterhin in ärztlicher Behandlung; im Rahmen der medizinischen Behandlung und medizinischen Rehabilitation werden, mit zunehmendem Lebensalter, noch einige Funktionsbeeinträchtigungen beseitigt/gebessert werden können. Das Sonderpädagogische Gutachten ergibt einen erhöhten sonderpädagogischen Förderbedarf mit Schwerpunkt motorische Entwicklung. Die Einschulung soll in eine Regelschule erfolgen. Die Eltern beantragen im Juli 2006 die Kostenübernahme für einen so genannten Integrationshelfer. Sie beziehen sich in dem Antrag auf die Gespräche mit der Klassenlehrerin und beschreiben das Aufgabenfeld mit Hilfen im lebenspraktischen und pflegerischen Bereich, bei der Mobilität und der schulischen Alltagsorganisation. Zeitgleich geht eine Stellungnahme der Schule zu. Der Umfang des Bedarfs wird mit 12,5 h angegeben. Erster Aufgabenkomplex Bevor Sie sich als Schule zur Aufnahme dieses zu Beginn beschriebenen körperbehinderten Kindes entschließen, müssen Sie einige Voraussetzungen an Ihrer Schule prüfen. Listen Sie notwendige bauliche und räumliche Voraussetzungen auf! Wie bereiten Sie Kollegium und Eltern darauf vor? Zweiter Aufgabenkomplex Das Sozialamt schreibt Sie an und bittet um eine Stellungnahme aus schulischer Sicht bezüglich der Aufgabe und des Stundenumfanges des beantragten Integrationshelfers. Sie

51 haben die Aufgabe, das Antwortschreiben zu erstellen. Folgende Angaben sollen in diesem Antwortschreiben erfolgen: konkrete Benennung der Aufgaben Umfangsberechnung, welche Zeiten benötigt der Integrationshelfer tatsächlich Zeitliche Verfügbarkeit, wie verteilen sich die Aufgaben über den Schulalltag In diesem Zusammenhang sollten Sie folgende Aspekte in Ihre Überlegungen einbeziehen: Es muss Unterricht/Lernen für alle Schüler möglich sein Zuviel Personen (Integrationshelfer, Förderlehrer, sozialpädagogische Fachkraft) können auch zum Störfaktor werden Das behinderte Kind muss sich, wie ein nicht-behindertes Kind auch, ausprobieren können (Normalitätsprinzip) Integration ist nicht allein ein Wechsel des Förderortes, sondern ein wechselseitiger Prozess von behinderten und nicht-behinderten Kindern Dritter Aufgabenkomplex Das Sozialamt hat eine Integrationshilfe für 12 h/woche bewilligt. Der Leistungsanbieter will mit Ihnen die konkreten Aufgaben und die Einsatzzeiten festlegen. Sie haben die Aufgabe, einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. In diesem Zusammenhang sollten Sie folgende Aspekte in Ihre Überlegungen einbeziehen: Es muss Unterricht/Lernen für alle Schüler möglich sein Zuviel Personen (Integrationshelfer, Förderlehrer, sozialpädagogische Fachkraft) können auch zum Störfaktor werden Das behinderte Kind muss sich, wie ein nicht-behindertes Kind auch, ausprobieren können (Normalitätsprinzip) Integration ist nicht allein ein Wechsel des Förderortes, sondern ein wechselseitiger Prozess von behinderten und nicht-behinderten Kindern Vierter Aufgabenkomplex Das zu Beginn beschriebene körperbehinderte Kind ist in Ihrer Schule aufgenommen. Sie setzen eine (erste) Teambesprechung an. Wer nimmt daran teil? Stellen Sie mögliche Besprechungspunkte auf für diese Teamsitzung! Wie könnte ein erster Förderplan für dieses Kind aussehen? Wie evaluieren Sie? Bedenken Sie dabei das Arbeitsfeld des i-helfers und behalten Sie das Ziel im Auge, dass das Kind möglichst irgendwann einmal allein zurechtkommen sollte!

52 6.2.2 Dokumentation der Wandzeitungen der AG 2 Die Arbeitsgruppe stellte zunächst die verwaltungsinternen Abläufe beim Sozialhilfeträger von der Antragstellung bis zur Bescheiderteilung dar. Im Rahmen der Aufgabe 1 wurden die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen beleuchtet, die von Seiten der Schule vor der Aufnahme eines körperbehinderten Kindes zu prüfen sind

53 Es wurden erforderliche Verfahrensschritte festgelegt: Die Schule gibt gegenüber dem zuständigen Sozialhilfeträger eine Stellungnahme über die konkreten Aufgaben des Integrationshelfers ab (Aufgabe 2), plant nach der Entscheidung des Sozialamtes gemeinsam mit dem Leistungsanbieter den konkreten Einsatz (Aufgabe 3) und muss sich intern im Rahmen der Teambesprechungen auf die besonderen Anforderungen, die mit der Betreuung eines körperbehinderten Kindes verbunden sind, einstellen (Aufgabe 4)

54 6.3 Arbeitsgruppe 3: Schüler mit dem Förderbedarf sozial-emotionale Entwicklung (seelische Behinderung) Aufgabenstellung Zur Einführung in die Thematik wurde das Fallbeispiel eines autistischen Jungen gewählt, dessen Eltern beim Jugendamt einen Integrationshelfer zum Besuch der Regelschule beantragt hatten. Es handelt sich um einen heute 17 Jahre alten Jugendlichen, bei dem nach zahlreichen Untersuchungen letztendlich die Diagnose Asperger Autismus erstellt wurde. In den ersten drei Lebensjahren wurden bei dem Jungen Entwicklungsverzögerungen und soziale Auffälligkeiten festgestellt. Diese zeigten sich in einer verzögerten Motorik, einer deutlichen sprachlichen Retardierung und darin, dass er auch auf emotionale Zuwendung der Eltern nicht reagierte. Der Besuch des Regelkindergartens war aufgrund der fehlenden sozialen Interaktionsfähigkeit des Kindes nicht möglich. Im Vorschulalter erfolgten logopädische und heiltherapeutische Therapien. Nach einjähriger Rückstellung vom Schulbesuch erfolgte die Einschulung des Jungen in eine kleine örtliche Grundschule. Durch die geringe Klassengröße und ein überdurchschnittliches Engagement der Klassenlehrerin, welche die Klasse vier Jahre konstant begleitete, gelang der erfolgreiche Besuch der Grundschule. Vor Eintritt in die weiterführende Schule, in diesem Fall eine Hauptschule, regte die Klassenlehrerin eine Integrationshilfe zum Besuch der Regelschule an. Sie machte den Eltern deutlich, dass das Kind einen erhöhten Bedarf an Aufmerksamkeit in der Schule erfordere. Folgende Auffälligkeiten wurden beschrieben: Er weicht den Klassenkameraden aus und läuft aus der Klasse. Er benötigt ständige Aufforderungen und Ermunterungen zur Durchführung von Arbeitsanweisungen. Er zeigt mangelnde Empathie gegenüber Mitschülern und ist nicht fähig, die gefühlsmäßigen Handlungen in Bezug auf sein Gegenüber wahrzunehmen. Er zeigt übertrieben starke, nicht angemessene plötzliche Gefühlsausbrüche. Er zeigt ein Sonderinteresse, in diesem Fall ein Feuerwehrauto, und ist nur schwer von dieser Thematik abzubringen. Die Intelligenzwerte befanden sich ebenso wie die Sprachfähigkeit im Normbereich

55 Die Eltern stellten beim Jugendamt einen Antrag auf eine Eingliederungsmaßnahme gemäß 35 a KJHG in Form einer Integrationshilfe zum Besuch einer Regelschule. Der Arbeitsgruppe wurde das interne Prüfungsverfahren des Jugendamtes erklärt, die gesetzlichen Grundlagen genannt und verdeutlicht, dass eine Kooperation von Jugendhilfe und Schule, nachdem die Hilfe gewährt wurde, zwingend notwendig erscheint, um die einzelnen Ziele genauestens mit allen Beteiligten festzulegen, da in den Hilfeplangesprächen neben den Fern- und Nahzielen auch der Umfang der Unterstützung und die Aufgaben der Hilfemaßnahmen konkret festgeschrieben werden. Im vorliegenden Fall stellte das Fernziel das Erreichen des Hauptschulabschlusses dar, Teilziele waren das Erreichen des jeweiligen Klassenziels. Die Arbeitsgruppen wurden im Hinblick auf die Kleingruppenarbeit dahingehend sensibilisiert, dass sie die zu bearbeitenden Fragenkomplexe im Hinblick auf die eben beschriebene notwendige Kooperation von Schule und Jugendhilfe formulieren sollen. Eine konkrete Ausgestaltung hinsichtlich der notwendigen Unterstützungsangebote und Benennung der konkreten Auffälligkeiten, für die der Hilfebedarf angemeldet wurde, ist entscheidend für das Gelingen der angedachten Hilfe durch einen Integrationshelfer. Erster Aufgabenkomplex Anhand des konkret vorgestellten Falles sollten die Teilnehmer dieser Arbeitsgruppe ihre Einschätzung hinsichtlich des konkreten Bedarfs eines Integrationshelfers erarbeiten. Für welche Auffälligkeiten eines Schülers/Schülerin sehen Sie die Notwendigkeit des Einsatzes eines/einer Integrationshelfers/in? Zweiter Aufgabenkomplex Die Arbeitsgruppe wurde aufgefordert, den zusätzlichen Unterstützungsbedarf, der über bestehende schulische Möglichkeiten und pädagogische Tätigkeiten hinausgeht, zu benennen. Welche konkreten Tätigkeiten/Hilfestellungen sind Ihrer Ansicht nach durch den Integrationshelfer/in in der Schule zwingend notwendig? Dritter Aufgabenkomplex Wie wird die Schule dem Förderauftrag konkret gerecht (Förderpläne, Zusammenarbeit, Zeitzuschläge bei Klassenarbeiten u. ä.)?

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