MUSEEN ALS BILDUNGSORTE IM 21. JAHRHUNDERT Eine Handreichung

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2 MUSEEN ALS BILDUNGSORTE IM 21. JAHRHUNDERT Eine Handreichung

3 Die vorliegende Handreichung ist die Dokumentation einer Seminarreihe des Goethe-Instituts Minsk für Museumsmitarbeiter/-innen in Belarus im Rahmen des Projekts Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert, das in Zusammenarbeit mit ICOM Belarus realisiert wurde (Minsk, 2012). Seminare: Organisation: Goehte-Institut Minsk, Direktor: Frank Baumann Projektleitung und Konzeption: Dr. Kristiane Janeke, Tradicia History Service Partner: ICOM, ICOM Deutschland, Tradicia History Service Finanzierung: Goethe-Institut Minsk, ICOM Deutschland Mitarbeit: Natalja Ilkevič, Goethe-Institut Minsk Handreichung: Konzeption und Zusammenstellung der Texte: Dr. Kristiane Janeke, Alla Staškevič Die Herausgabe dieser Handreichung wurde durch Beratung und finanzielle Unterstützung von ICOM und dem Goethe-Institut Minsk ermöglicht. MUSEEN ALS BILDUNGSORTE IM 21. JAHRHUNDERT Eine Handreichung Partner: ICOM, ICOM Belarus, Tradicia History Service Die Handreichung enthält Folien folgender Referenten: Jörn Brunotte Dr. Anja Dauschek Katrin Hieke Dr. Kristiane Janeke Carola Jüllig Hans Lochmann Dr. Franziska Nentwig Tobias Neumann Moritz Schneider Dr. Irmgard Zündorf Übersetzung: Valentina Golubaeva (englisch), Natalja Ilkevič (deutsch) Wir danken allen unseren Partnern und Sponsoren für die Unterstützung des Projekts Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert.

4 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Vorworte 5 Frank Baumann VORWORTE Frank Baumann Kristiane Janeke Klaus Weschenfelder Alla Staškevič Neben der Förderung der deutschen Sprache gehört die Stärkung der deutschbelarussischen Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet zu den zentralen Aufgaben des Goethe-Instituts Minsk. Dieses Ziel verfolgt auch die Kooperation mit den belarussischen Museen. Bereits 2011 förderte das Goethe- Institut ein Projekt zur Unterstützung des Museums der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges in Minsk aus Anlass des Museumsneubaus und der Neueinrichtung. Die positiven Erfahrungen dieser Kooperation mündeten in der Ausweitung der Zielgruppe auf Experten anderer Museen und der Fortsetzung des Museumsschwerpunktes bot das Programm Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert 25 Museumsmitarbeitern und Museumsmitarbeiterinnen eine Reihe von Seminaren und Workshops unter der Leitung von deutschen Experten zu aktuellen Fragen des Museums- und Ausstellungsmanagements. Auch in den kommenden Jahren sollen weitere Museumsprojekte gefördert werden. Diese Aktivitäten sind allesamt aus der Erkenntnis erwachsen, dass die Akteure des Museumsbereichs in Belarus potentiell wichtige Mitgestalter gesellschaftlicher Veränderungen sind. Zwar ist die Wirkungsmacht der Museen unter den derzeitigen Bedingungen sehr eingeschränkt. Jedoch kann gerade diese Phase genutzt werden, die Museen bei ihren Anstrengungen zu begleiten und ihre Einrichtungen fit für die Zukunft zu machen. Ziel ist es, Freiräume zu schaffen, die sich aus den spezifischen Funktionen eines Museums als informellem und außerschulischem Lern- und Bildungsort ergeben, und neue Formen des Dialogs und der Interaktivität zu entwickeln. Auf diese Weise können Museen zu Orten kritischer Auseinandersetzung mit der Geschichte und zukunftsorientiertem Lernen werden und sich damit einer gemeinsamen europäischen Identität annähern. Darüber hinaus können neue Impulse für die kulturelle, politische und historische Entwicklung von Belarus in die Gesellschaft auch außerhalb der Museen getragen werden. Mit Blick auf diese Rahmenbedingungen sollte das systematische, modulare, multimediale und auf die Bedürfnisse der Museumsfachleute in Belarus zugeschnittene Programm der beruflichen Qualifizierung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dienen. Es sollte zudem die Basis für eine verbesserte Funktionalität und Selbständigkeit des belarussischen Museumswesens schaffen. Ziel war es, junge Professionelle ebenso wie erfahrenere Entscheidungsträger in die Lage zu versetzen, ihre Kompetenzen und ihre Kreativität zu entwickeln und die Notwendigkeit struktureller Veränderungen zu erkennen. Gleichzeitig wurden Brücken nach Deutschland gebaut, auf denen neue Netzwerke entstehen und Beziehungen zur deutschen Szene intensiviert werden können. Frank Baumann, Direktor des Goethe Instituts Minsk Der Unterstützung belarussischer Museen durch das Goethe-Institut kommt aus mehreren Gründen eine besondere Bedeutung zu. Zum einen bieten die Programme berufliche Qualifizierung im Museums- und Kulturbereich. Die Nachfrage nach Fortbildungsangeboten, gerade auch durch internationale Experten, ist nach wie vor sehr groß. Zu den politischen Einschränkungen bei der Tätigkeit der Museen sowie finanzieller Engpässe kommt eine vielfach mangelnde Qualifizierung des Museumspersonals. Diese gründet auf dem fehlenden Zugang zu internationaler Fachliteratur, den eingeschränkten Reise- und Kooperationsmöglichkeiten sowie einem Mangel an ausgewiesenen Experten des Museums- und Kulturmanagements. Einen Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten, war eines der Ziele der Seminare. Sie verfolgten den Ansatz, die Aktivitäten in den Kernbereichen belarussischer Museen (sammeln, bewahren, forschen und vermitteln) ebenso wie das strategische Museumsmarketing und die Maßnahmen zur Besucherorientierung in einem curricular aufgebauten Fortbildungsprogramm in modernem Museums- und Kulturmanagement zu verbinden. Dabei sollte Know-How aus Deutschland im Kontext europäischer Museumsstandards zur Anwendung kommen. Darüber hinaus trugen die Veranstaltungen zur Kenntnis über die die belarussischen Museen und die hiesige Museumsszene in Deutschland und einem nachhaltigen Austausch zwischen deutschen und belarussischen Museumsfachleuten bei. Bisher ist in Deutschland darüber wenig bekannt. Wenn in Westeuropa überhaupt gen Osten geschaut wird, dann steht Russland im Fokus. Belarus wird allenfalls einfach subsumiert. Und drittens schließlich kann das Programm dazu beitragen, das Verhältnis zwischen Belarus und Deutschland weiter zu stärken. Die konstruktive Kooperation zwischen Deutschen und Belarussen zeugt angesichts der gemeinsamen Geschichte beider Länder im 20. Jh. von einem besonderen Vertrauen gerade Deutschland gegenüber. Das wissen die deutschen Partner zu schätzen. Es bleibt zu hoffen, dass sich auf dieser Grundlage unsere gegenseitigen Beziehungen weiter stabilisieren sich die Menschen beider Länder auf diese Weise näherkommen. Dr. Kristiane Janeke, Tradicia History Service Kristiane Janeke Klaus Weschenfelder Alla Staškevič

5 6 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Vorworte 7 Frank Baumann Frank Baumann Kristiane Janeke Klaus Weschenfelder Alla Staškevič Zu den vorrangigen Aufgaben des Internationalen Museumsrates (ICOM) gehören der Aufbau und die Pflege eines weltweiten Netzwerkes von Museumsbeschäftigten zur Förderung des Verständnisses für das Wesen und die Funktion von Museen als Agenturen der Bewahrung des kulturellen Erbes und dessen Vermittlung in die Gesellschaft hinein. Strategisches Ziel von ICOM ist die Etablierung museumsethischer Richtlinien und die Durchsetzung von allgemein anerkannten Standards. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen ist ein zentrales Anliegen des Verbandes. Dieser Austausch kann sowohl durch die Zusammenarbeit in den fachbezogenen Internationalen Komitees erfolgen, als auch in bilateralen Kooperationen verschiedener Nationalkomitees. ICOM Deutschland verfolgt seit geraumer Zeit beide Ziele konsequent, durch die Förderung der Mitarbeit seiner Mitglieder in den Internationalen Komitees und durch die Realisierung gemeinsamer Projekte mit anderen Nationalkomitees, zumeist in Form gemeinsamer Tagungen zu fachspezifischen Fragestellungen. Solche Aktivitäten haben ICOM Deutschland seit 1999 u. a. nach Belgien, Frankreich, Polen, in die Vereinigenten Staaten von Amerika und nach Ungarn geführt, eine gemeinsame Tagung mit ICOM Russland ist in Vorbereitung. Diese Begegnungen haben in hervorragender Weise gezeigt, wie fruchtbar und intensiv der Gedankenaustausch sein kann und wie wichtig die persönliche Begegnung für die gegenseitige Verständigung ist. Den Vorschlag, in Minsk an einem Fortbildungsprojekt für belarussische Museumskollegen über die Rolle der Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert mitzuwirken, haben wir begeistert aufgegriffen, gibt er uns doch die Möglichkeit, mit einem weiteren Staat im Osten Europas auf Museumsebene in engeren Kontakt zu treten. Mit Freude habe ich vom Gelingen des Projektes und von der offenen, kritischen und reflektierenden Gesprächsatmosphäre bei den Seminaren gehört. Es ist den Museumskollegen in Weißrussland aller Erfolg zu wünschen bei dem Bestreben, ihre Häuser zu selbstbewussten Einrichtungen zu entwickeln, in denen ein lebendiger Umgang mit dem Kultur- und Naturerbe verwirklicht werden kann als Grundlage für ein freies, tolerantes und verantwortungsvolles Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft. Die vorliegende Handreichung ist das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen deutscher und belarussischer Kollegen. Sie fasst die Ergebnisse eines Pilotprojekts des Goethe- Instituts Minsk, ICOM Deutschland und ICOM Belarus zur Unterstützung belarussischer Museen zusammen. Diese Handreichung enthält Seminarmaterialien und besteht aus Einführungstexten, den Präsentationen der Referenten, aktuellen Literaturverzeichnissen sowie Glossarien gängiger Museumsbegriffe. Die Publikation erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und eingehende Behandlung des Themas Museen als Bildungsorte im 21. Jh., sondern stellt die Ausführungen einzelner Fachleute zu einigen aktuellen Problemen der Museumstätigkeit dar. Diese Ausführungen enthalten praktische Informationen und geben Aufschluss über Arbeitsmethoden deutscher Museen. In diesem Zusammenhang ist die Handreichung ein praktisches Instrument, das helfen soll, berufliche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern. Die publizierten Folien der deutschen Museumsfachleute bieten eine Reflexion ihrer Arbeit in den Seminaren im Rahmen des Projekts. Es bleibt zu hoffen, dass die in den Räumlichkeiten des Goethe-Instituts verbrachte Zeit und die unvergesslichen Begegnungen mit den deutschen Kollegen einen spürbaren praktischen Nutzen bringen und einen Impuls zu eigenen Ideen und beruflicher Weiterentwicklung der meisten Teilnehmer geben. Alla Staškevi č, Vorsitzende von ICOM Belarus Kristiane Janeke Klaus Weschenfelder Alla Staškevič Dr. Klaus Weschenfelder, Präsident ICOM Deutschland

6 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Belarussische Museen im 21. Jahrhundert 9 Belarussische Museen im 21. Jahrhundert Das 21. Jahrhundert brachte neue Herausforderungen für die Museumsgemeinschaft und hat das Problem der visuellen und inhaltlichen Präsenz von Museen im heutigen soziokulturellen Kontext definiert. Was kann ein traditionelles Museum der modernen Gesellschaft geben? Soll es sich genauso dynamisch wie seine Umgebung verändern? Und sollten sich die Museumsfachleute, die schon immer von einem gewissen Konservatismus geprägt waren, ihre Mentalität an die Anforderungen der Zeit anpassen? Oder, wie es in einem berühmten Lied heißt, möge sich die Welt lieber unter uns biegen? Es ist offensichtlich, dass das Leben nicht stehen bleibt. Um beständig zu sein, muss man sich nicht nur in den vorhandenen Kontext einordnen, sondern auch versuchen, darin sichtbar für die Welt oder einen ihrer Teile zu sein. Das Museum hat sich immer als ein soziales Institut positioniert, das im Dienst der Gesellschaft steht und bestimmte Funktionen, vor allem das Bewahren und die Vermittlung von kulturellen Werten, erfüllt. Lange waren diese beiden Funktionen relativ gleichwertig. Heute aber nimmt die Rolle der Vermittlung zu, und dies ist eine logische Entwicklung in der Zeit der Informationsgesellschaften und sozialer Netzwerke. Zahlreiche Studien belegen, dass die Besucher ins Museum kommen, nicht nur um neues Wissen zu erwerben, sondern eher um eine Bestätigung ihrer Kenntnisse zu finden und originale Zeugnisse der Geschichte zu erleben. Denn im Zeitalter visueller Kultur und Massenproduktion bleibt das Museum der einzige Ort, an dem man Originale sehen und auf der emotionalen BELARUSSISCHE MUSEEN im 21. Jahrhundert: Herausforderungen, Probleme, Perspektiven Ebene wahrnehmen kann. Das Museum bietet darüber hinaus eine Plattform für die Auseinandersetzung zum Thema Erbe. Das Museum ist gleichzeitig ein Labor und eine Schule für den Nachwuchs, wo junge Menschen mit der Erfahrung vergangener Generationen und deren ethischen Werten vertraut werden. Es ist wichtig, dass ein Gespräch rund um das Museum nicht nur im Rahmen einer gesellschaftlichen Diskussion, sondern unter Fachleuten stattfindet. Über einen langen Zeitraum hinweg entwickelten sich belarussische Museen isoliert von den Museumsprozessen in der Welt. Nachdem Belarus die Unabhängigkeit erlangt hatte, erweiterten sich seine internationalen Kontakte, und es wurden Partnerschaftsbeziehungen aufgebaut. Es bot sich die Möglichkeit, die Arbeitsweise der ausländischen Kollegen kennen zu lernen und mit der eigenen Erfahrung zu vergleichen, sich neues Wissen und Technologien anzueignen und den eigenen fachlichen Horizont zu erweitern. Der Übergang von alten Formen und Arbeitsmethoden gestaltete sich jedoch ziemlich schmerzhaft und langwierig, denn es war notwendig, das museale Paradigma sowohl auf der konzeptionellen als auch auf der Managementebene zu verändern. Heute, nach 20 Jahren, ist dieser Übergang immer noch nicht abgeschlossen, obwohl sich in der Zwischenzeit die Rahmenbedingungen grundlegend verändert haben, sich die technische Ausstattung der Museen verbessert und ihre Möglichkeiten und Funktionen erweitert haben. Die wichtigsten Änderungen, die in den belarussischen Museen bereits erfolgt sind, kann man wie folgt definieren: Die Museen haben erkannt, dass ihre Tätigkeit den gesellschaftlichen Bedürfnissen entsprechen soll, sie werden offener und zugänglicher für das Publikum; die Museen suchen aktiv nach Einnahmequellen, sie erweitern das Spektrum ihrer Dienstleistungen und erhöhen deren Qualität; die Museen nutzen aktiv die Informationstechnologien, um den Zugang zu musealen Sammlungen und Dienstleistungen zu erweitern; die rechtliche Grundlage der Museen hat sich verbessert; die Museen werben immer häufiger für private Investitionen zur Beschaffung musealer Gegenstände und ihrer Ausstellungstätigkeit. Neben den positiven Entwicklungen gibt es noch viele ungelöste Probleme, die aus unserer Sicht durch einen grundlegenden Umbau des ganzen Museumssystems, die Demokratisierung der Museumsverwaltung und eine schnelle Integration in die globale Museumslandschaft bewältigt werden können. Was sind das für Probleme? 1) Mangelnde Typologisierung der Museumslandschaft. Obwohl die Zahl der Museen nach 1991 um mehr als 30 Prozent gestiegen ist, bleiben die meisten belarussischen Museen (60 Prozent) nach wie vor Heimatmuseen. Da der Typ und das Profil des Museums den Charakter seiner Sammlung bestimmt, ist an dieser Stelle eine radikale thematische Profiländerung kaum zu erwarten. Die Modernisierung dieser Strukturen sollte auf einer anderen Ebene erfolgen, und die Tendenz dazu zeichnet sich bereits ab. In manchen Regionen kann man schon jetzt den Übergang zu komplexeren Strukturen beobachten: zusammengeschlossene Museen und Museumskomplexe, die aus mehreren thematisch unterschiedlichen Museen bestehen. In Zukunft können diese Museen zu regionalen Museumskonglomeraten wachsen, die eine Vielfalt von Museumstypen, von Sammlungsmuseen bis hin zu Ökomuseen, die sich an den Interessen der lokalen Gemeinschaften orientieren, aufweisen werden. Die Typologisierung der Museumslandschaft sollte aktiver auf nationaler Ebene umgesetzt werden. Die zahlreichen Umfragen von Besuchern und Experten weisen auf die Notwendigkeit hin, ein ethnografisches und archäologisches Museum in Belarus zu eröffnen. Die Tatsache, dass in den Naturkunde- und historischen Museen moderne Ausstellungen fehlen, wirkt sich negativ auf das nationale Bewusstsein und die patriotische Erziehung der Jugend aus. 2) Wesentliche Änderungen sind im Verwaltungssystem der Museen einschließlich deren internen Managements erforderlich. Ein modernes Museum sollte der Aufgabe der Diversifizierung seiner Programme und Tätigkeiten gewachsen sein und komplexe technische Ressourcen verwenden. Es muss außerdem ein Gleichgewicht zwischen einer verstärkten Kommerzialisierung der Museen und dem Erhalt des Kulturguts, zwischen Business-Zielen und sozialen und kulturellen Herausforderungen gefunden werden. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, die Verwaltung der Museen auf der Staatsebene zu reformieren und somit den Übergang von einer strikten Regelung und Kontrolle hin zur Zusammenarbeit und Unterstützung zu ermöglichen. Die Museumsmitarbeiter sollten beruflich und persönlich motiviert werden und die Museumsleiter mehr Freiraum haben. Es sollte der Übergang aller Museen von einer hierarchischen Form der Verwaltung hin zu einer Marketingstrategie sowie die Entwicklung öffentlich-privater Partnerschaften im Museumsbereich und die Bildung neuer privater und öffentlicher Museen (auch auf der gesetzlichen Ebene) angeregt werden. In jedem Fall hängt vieles oder sogar alles von der Qualität der personellen Ressourcen, der Teamfähigkeit der Mitarbeiter und der Professionalität der Museums leitung ab. In diesem Zusammenhang wird die Frage der intellektuellen und professionellen Weiteren twicklung von Museumsmitarbeitern besonders akut. 3) Einer breiten Modernisierung bedarf heute das System der Erfassung und Bewahrung musealer Gegenstände und Sammlungen. Vor allem auf der Staatebene wurde bereits vieles in diesem Bereich getan. In Belarus wurde ein staatlicher Katalog der Museumsbestände entwickelt, an dem alle staatlichen Museen von nationaler und regionaler Bedeutung beteiligt sind. Die Arbeit an diesem Katalog hat eine wissenschaftliche Inventarisierung und Überprüfung der Bestände sowie - als Folge - deren Erhalt angeregt. Es ist offensichtlich, dass man auch weiterhin die

7 10 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Seminarprogramm 11 vereinheitlichte und standardisierte Erfassung des Museumsguts fördern soll, indem man von komplizierten und obsoleten Formen zu flexiblen modernen Strukturen übergeht, ohne den Erhalt von Informationen zu gefährden. Vieles muss in diesem Bereich noch getan werden: sowohl auf der Ebene der rechtlichen Basis, welche die Verfahrensweisen regelt, als auch auf der konzeptionellen und auf der Ebene der Überwindung von psychologischen und professionellen Barrieren. Problematisch ist auch die gängige Praxis der Bewahrung von Museumsexponaten. Die meisten belarussischen Museen haben keine speziellen Depots, die mit modernen Klima- und Alarmanlagen ausgestattet wären. Als Depots benutzt man hauptsächlich zu diesem Zweck umgebauten Räumlichkeiten, deren Ausstattung und Lage (häufig befinden sie sich in Kellern) viel zu wünschen übrig lässt. Restaurierungsabteilungen gibt es nur in einigen wenigen Museen von nationaler und regionaler Bedeutung. Aus unserer Sicht sollte die Museumspolitik in Belarus heute einen Schwerpunkt auf die Verbesserung des Erhalts von Museumsbeständen legen. 4) Ein modernes Museum braucht moderne Kommunikationsmittel. Dabei geht es nicht nur um neue Formen der Vermittlung, einen differenzierten Ansatz oder die Anwendung von innovativen Technologien und visuellen Systemen, sondern auch um die Entwicklung der musealen Infrastruktur, die Verbesserung des Services im Museum und die Schaffung einer besucherfreundlichen Umgebung. In den letzten 20 Jahren sind belarussische Museen im Bereich der Museumspädagogik weit vorangeschritten. Es wurden neue Methoden eingeführt, das Spektrum von Dienstleistungen wurde erweitert und neue Zielgruppen erschlossen. In den Museen fehlen aber nach wie vor Erholungsmöglichkeiten für die Besucher (Cafés, Kinderzimmer, Museumsshops u.ä.). In den vor kurzem entstandenen Museumskomplexen in den ehemaligen Schlössern in Mir und Nezwizh wurde zwar eine gewisse Infrastruktur entwickelt, sie ist aber in vieler Hinsicht noch weit von den internationalen Standards entfernt. Die Vermittlungsstrategie eines Museums spiegelt sich in erster Linie in seiner Ausstellungspolitik wider. In den letzten Jahren wurden in Belarus viele bedeutende Ausstellungsprojekte umgesetzt. Es waren überwiegend Wanderausstellungen und gemeinsame Projekte mit den Museen in Russland, der Ukraine und Polen wurde im Nationalen Kunstmuseum und dem Museumsschloss in Nezwizh eine Ausstellung aus den Beständen des Victoria & Albert Museums in Großbritannien präsentiert. Trotzdem spürt man einen Mangel an Ausstellungen, die aktuelle Probleme der belarussischen Gesellschaft oder historische Rückblicke zum Thema haben und somit ein Ereignis nicht nur unter Museumsfachleuten, sondern auch im öffentlichen Bewusstsein wären. 5) Belarussische Museen sind immer noch wenig in die internationale Museumslandschaft integriert. Nur sehr wenige belarussische Museen haben nachhaltige Partnerschaftsbeziehungen zu den Museen im Ausland. Belarussische Museumsmitarbeiter nehmen sehr selten an internationalen Museumsforen und projekten teil. Die offensichtliche Isolation von den Prozessen, die im Museumsraum außerhalb der ehemaligen Sowjetunion stattfinden, kann im Endeffekt zu einer Verschlechterung der musealen Qualitätsstandards sowie zur thematischen und technologischen Rückständigkeit führen. Vor diesem Hintergrund sollte man die Kommunikation unter den Museen fördern, Netzwerk-Marketing und Partnerschaftsbeziehungen entwickeln, u. a. im Bereich Fortbildung für Museumsmitarbeiter. Das ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Voraussetzung für das Überleben in der modernen Welt. Die weitere Entwicklung der belarussischen Museen ist also ohne eine flächendeckende Modernisierung, angefangen vom Management und der Steigerung von Qualitätsstandards bis hin zur Entwicklung der Museumsinfrastruktur, nicht möglich. In der Zukunft erwartet die belarussischen Museen eine Integration in die europäische und internationale Kulturlandschaft, die durch einen interkulturellen Dialog und Partnerschaftsbeziehungen erfolgt, die es den belarussischen Museen unter anderem erlaubt, eigene Vorschläge zur Sprache zu bringen und unmittelbar an internationalen Programmen und Projekten teilzunehmen. Alla Staškevi č SEMINARPROGRAMM, Minsk 2012: Museum & Gesellschaft: Museen als Diskussionsort nationaler Identifikationsprozesse, Tendenzen in Deutschland, Belarus und Europa Museen & Markt: Marketing als Instrument eines systematischen Managementprozesses Museen & Ausstellungen: Strategische Planung, Konzepte, Projektmanagement Museen & Texte: Orientierung geben, Neugier wecken, Wissen vermitteln Museen erleben: Ausstellungsgestaltung zwischen Präsentation und Inszenierung, Dokumentation und Szenographie Museen & Sammlung: Vom Umgang mit Objekten und strategischem Sammeln Den Besucher im Blick: Zielgruppen definieren, Vermittlungsprogramme entwickeln, Serviceangebote ausbauen Museen & Qualitätsmanagement: Entwicklung von Leistungskriterien und dauerhafte Sicherung von Standards Museen & Zukunft: Perspektiven durch Strukturen und Kooperationen Netzwerke, Kooperationen und Partnerschaften als Modell für die Zukunft Seminarprogram

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9 14 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Museum & Gesellschaft 15 MUSEUM & GESELLSCHAFT: Museen als Diskussionsort nationaler Identifikationsprozesse, Tendenzen in Deutschland, Belarus und Europa Museum & Gesellschaft Museen & Markt Museen & Ausstellungen Museen & Texte Museen erleben Museen & Sammlung Den Besucher im Blick Museen & Qualitätsmanagement Museen & Zukunft Netzwerke, Kooperationen und Partnerschaften als Modell für die Zukunft Museen sind öffentliche Institutionen, sie existieren nicht losgelöst von ihrer Umgebung. Vielmehr müssen sie sich verorten in Kultur, Politik und Gesellschaft. Zum einen bestimmen politische Rahmenbedingungen die Aufgaben und Wirkungsmöglichkeiten von Museen. Zum anderen stehen Museen heute vor der Aufgabe, sich angesichts fortschreitender Kürzung öffentlicher Finanzmittel in dem sich wandelnden Markt von Kultur- und Freizeitangeboten mit einem eigenen Profil zu positionieren. Ein Alleinstellungsmerkmal von Museen im Unterschied zu dieser weit gefassten Konkurrenz ergibt sich dabei aus den musealen Kernaufgaben: sammeln, bewahren, forschen, ausstellen und vermitteln. Durch die Aktivitäten und Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, ist das Museum wie keine andere Institution geeignet, einen Raum für Diskussionen und Selbstvergewisserung kollektiver und nationaler Identität zu schaffen. Im Fokus steht dabei das Ausstellungsexponat als Ausgangs- und Bezugspunkt für alle anderen Aufgaben. Vorzugsweise handelt es sich dabei um Originale, Einzelstücke oder authentische Zeugnisse der Geschichte, in jedem Fall aber wahrgenommen als das sinnlich Echte und Unverfälschte, das es nur in dieser Ausstellung oder diesem Museum zu sehen gibt. In Deutschland erfreuen sich aufgrund dieser Besonderheiten Museen und Ausstellungen zur Geschichte seit vielen Jahren einer großen Anziehungskraft. Dabei sind gerade zeithistorische Museen und Ausstellungsprojekte, die seit Jahren auf ein besonderes Interesse verschiedener Besuchergruppen stoßen, zu Orten von Erinnerung und Gedächtnis sowohl für lokale, regionale und nationale Selbstvergewisserung in einer globalisierten Welt geworden. Während Geschichte in der postmodernen Gesellschaft angesichts ihrer Auflösung in Geschichten und der Fülle verschiedener Sinnangebote und individueller Interessen zunehmend ihre Bedeutung

10 16 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Museum & Gesellschaft 17 Glossar verliert, wird sie zugleich selbst zum gesellschaftlichen Gruppen und wird zudem nicht Gedenkstätte Kommunikatives, weitesten ein Museum, das neben Gegenstand der Betrachtung. Die öffentlich ausgetragen. Auch gibt es bisher keine Diffe- einer Dokumentationsfunktion zugleich Gedenkstätten sind Orte der histo kulturelles und kollektives eine Erinnerungsfunktion übernimmt. Beschäftigung mit der Vergangenheit renzierung zwischen Museen, historischen Orten und rischen Erinnerung, meist an einer Gedächtnis Das Fachkomitee von ICOM fasst den auf der Suche nach Kontinuitäten und Orientierung Gedenkstätten. Der Umgang mit der Bausubstanz und Stelle mit einem konkreten historischen Begriff enger und benennt damit nimmt zu und macht Geschichte zu einem Bezugspunkt dem sich daraus ergebenden Ausstellungsraum sowie Bezug zu Ereignissen oder Personen. Die Begriffe sind in den letzten Museen, die zur Erinnerung an die Sie verfolgen das Ziel, an die histori- Jahren zu zentralen Kategorien der individueller und kollektiver Identität. Daneben werden eventuell vorhandenen originalen Einrichtungs- und Opfer von öffentlichen Verbrechen schen Ereignisse an dieser Stelle zu Geschichtswissenschaft geworden und Museen als Orte der persönlichen und gesellschaftli- Erinnerungsgegenständen ist bisher nicht Gegenstand (Remembrance of the Victims of Public erinnern. haben darüber hinaus auch die Diskus- Crimes) errichtet wurden. Sie wollen chen Sinnstiftung wahrgenommen, sei es als Kompen- einer breiten Diskussion von Museums- und Ausstel- Häufig werden Gedenkstätten sion um Museen und Zeitge schichte bewusst an die Opfer staatlicher sation für verloren geglaubte Werte und Traditionen, lungskonzeptionen. bewusst zu Erinnerungsorten umge- maßgeblich beeinflusst. Gewalt aus sozialen oder ideologistaltet, mit einem Denkmal und/oder Das kommunikative Gedächtnis aus Sehnsucht nach dem Echten und Authenti- schen Gründen erinnern. Meist einer Ausstellung bzw. einem Museum bezeichnet die mündliche Weitergabe schen. Dies führt zu einer immer dichteren Verschmel- Für eine professionelle Weiterentwicklung der befinden sich die Museen an historiverbunden. von individuellen Erfahrungen. Es zung von Geschichtswissenschaft, Geschichtspolitik Ausstellungs- und Museumslandschaft in Belarus ist es schen Orten oder an bewusst ausge Gedenkstätten in Belarus: umfasst die mündliche Überlieferung suchten Erinnerungsorten. und Geschichts- oder Erinnerungskultur und damit daher sinnvoll, sich mit dem Zusammenhang zwischen gedenkstaetten-uebersicht.de/webobjects/ der vorangegangenen drei Genera ITF.woa/wa/europa auch zu fließenden Grenzen zwischen Archiven, Geschichtspolitik, Erinnerungskultur und Museum tionen begrenzt, also ca. 80 Jahre. Durch die persönlichen Erzählungen Bibliotheken und Museen. auseinanderzusetzen. Das wachsende Interesse an der ic-memo.php sind die hier vermittelten Erinnerungen eigenen Geschichte und die anhaltende Suche nach Geschichtspolitik sehr lebendig, aufgrund der starken In Belarus sind die fast ausschließlich staatlichen einer kollektiv verbindenden Erinnerung der belarussi- Beeinflussung menschlicher Erinne- Geschichtspolitik bezeichnet die in Museum Museen stärker in einen geschichtspolitischen Kontext schen Gesellschaft bietet für die Museen zum einen die rung aber auch leicht veränderbar und einer Gesellschaft, Nation oder einem Das Museum unterscheidet sich eingebunden. Durch die zudem stark reglementierte Chance, sich neue Besuchergruppen zu erschließen, unter wissenschaftlichen Kriterien nur Staat politisch motivierte Interpretation bedingt zuverlässig. von einer Gedenkstätte und einem und zentralisierte Kulturpolitik ist der Spielraum der zum anderen können sie einen eigenständigen und von Geschichte. Meist ist sie verbunden Das kulturelle Gedächtnis historischen Ort dadurch, dass es Museen bisher eher gering. Die Diskussion über eine nachhaltigen Beitrag zu dieser Debatte leisten. mit dem Ziel, eine möglichst breite bezeichnet die schriftliche, archäologimeist über eine eigene Sammlung Öffentlichkeit von dieser Interpretation nationale Erinnerungskultur verläuft getrennt nach sche und mündliche Überlieferung der verfügt. Es kann, muss aber nicht mit der Geschichte zu überzeugen und mit Menschheit. Anders als das kommuniihrer Hilfe politische Zwecke zu einem historischen Ort oder einer kative Gedächtnis ist es stärker strukverfolgen. Gedenkstätte verbunden sein. turiert und formalisiert, etwa in Form Traditionen, Ritualen, Gedenkkristallisiert. Der Begriff Ort kann sich schichte/geschichte-und-erinnerung/39789/ GLOSSAR Erinnerungskultur geschichte-und-politik tagen, Festen etc. nach Pierre Nora unterschiedlich mani- Das kollektive Gedächtnis Zeitgeschichte Erinnerungskultur meint im weitefestieren. Zum Beispiel als geografischließlich setzt sich aus dem kommu- Unter Zeitgeschichte versteht man sten Sinne den Umgang einer Gesellscher Ort, ebenso als mythische nikativen und kulturellen Gedächtnis diejenige Epoche der Geschichte, die schaft oder sozialer Gruppen mit der Gestalt, als Ereignis, Institution oder Historischer Ort zusammen. Dabei geht es um eine ein Teil der Zeitgenossen bewusst Geschichte. Dabei steht weniger das Begriff, aber auch als Buch oder Kunst- Als historisch bezeichnet man gemeinsame Erinnerung und Gedächt- miterlebt haben, also den gegenwärobjektiv-historische Wissen im Vorderwerk usw. Diese Orte besitzen eine grund, als die kollektive und individubesonders aufgeladene, symbolische einen Ort, an dem sich ein konkretes nisleistung einer bestimmten Gruppe. tigen Abschnitt der Geschichte. Zeitgeelle Vergegenwärtigung von Verganhistorisches Ereignis zugetragen hat. Wie die Erinnerung des Einzelnen indi- schichte ist damit kein abgeschlos Bedeutung, die für die jeweilige Gruppe genem (Ereignisse, Persönlichkeiten, Häufig erinnern Denkmäler oder viduell, wird die Erinnerung einer sener und klar abzugrenzender identitätsstiftende Funktion hat. Die Prozesse). Gedenktafeln am Ort an das histori- Gruppe durch konkrete Erlebnisse und Zeitraum, der sich zudem laufend von Nora in einem siebenbändigen sche Geschehen. Dies ist jedoch nicht Bezüge kollektiv geprägt. Es verbindet verändert. Werk zusammengetragenen Erinne- Erinnerungskulturen#cite_note-1 zwingend, es gibt zahllose historische diese Gruppe und defi niert gruppen- In Deutschland wird teilweise die rungsorte Frankreichs haben in Orte ohne ein Erinnerungszeichen. spezifi sches Verhalten. Epoche nach 1914, teilweise nach anderen europäischen Ländern zu Vielfach befinden sich Gedenkstätten als Zeitgeschichte bezeichnet. Erinnerungsort ähnlichen Publikationen angeregt. So oder auch Museen an historischen Ged%C3%A4chtnis Der Begriff Erinnerungsort geht erschienen seit 2001 in einem dreibän- Orten. auf den französischen Historiker Pierre digen Werk Deutsche Erinnerungs- Beispiel für einen historischen Ort Memorial Museum Nora (* 1931 in Paris) zurück. Damit orte. in Berlin: verbunden ist die Vorstellung, dass sich das kollektive Gedächtnis einer sozialen Gruppe an bestimmten Orten Der Begriff Memorial Museum bezeichnet seit einigen Jahren im Kristiane Janeke

11 18 19 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Museum & Gesellschaft Irmgard Zündorf Präsentation Dr. Irmgard Zündorf Jg. 1968, Studium der Geschichte, Politik und Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum bis 2001 Mitarbeiterin am Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Bonn. Anschließend Promotion an der Universität Potsdam. Stipendiatin der Volkswagen-Stiftung bis 2006 freie Mitarbeit am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Assistentin der Expertengruppe der Regierung zur Erarbeitung einer Gesamtkonzeption für einen Geschichtsverbund Aufarbeitung der SED-Diktatur Redakteurin des Online-Fachforums für die Geschichtswissenschaft H-Soz-u-Kult. Seit 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung zuständig die Zusammenarbeit mit Museen und Gedenkstätten. Forschungen und Veröffentlichungen zu Fragen der europäischen Erinnerungskultur, der DDR-Aufarbeitung in Deutschland und der Public History.

12 20 IRMGARD ZÜNDORF Museum & Gesellschaft 21

13 22 IRMGARD ZÜNDORF Museum & Gesellschaft 23

14 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Museen & Markt 25 Museum & Gesellschaft Museen & Markt Museen & Ausstellungen Museen & Texte Museen erleben Museen & Sammlung Den Besucher im Blick Museen & Qualitätsmanagement Museen & Zukunft Netzwerke, Kooperationen und Partnerschaften als Modell für die Zukunft MUSEEN & MARKT: Marketing als Instrument eines systematischen Managementprozesses Einführung. Marketing und Museum schienen noch bis vor kurzem unvereinbar zu sein. Traditionell wurde Marketing als Prozess der Vermarktung und des Verkaufs von Produkten verstanden. Das Museum als Ort der Bewahrung kultureller Zeugnisse verband kaum jemand mit dem Begriff. Allerdings betonte der bekannte Professor für Marketing Philip Kotler, dass der Verkauf nur die Spitze eines Eisbergs ist, der sich Marketing nennt. Da sich einerseits der Wettbewerb verstärkt und auf der anderen Seite die Finanzmittel immer knapper werden, müssen auch Museen aktuell und interessant für die Besucher bleiben. Das ist nicht nur für das Überleben der Museen in einer sich rasant verändernden Welt wichtig, sondern ermöglicht es auch, ihre Funktion als soziale Institution zu erfüllen, nämlich der Gesellschaft zu dienen. Diese Idee bildet die Grundlage des von ICOM formulierten Begriffs des Museums und seiner Aufgaben. Marketing im Museum bezieht sich nicht nur auf das Produkt (Dauerund Wechselausstellungen, Bildungsprogramme und Vermittlung, aber auch die Museumsatmosphäre an sich), sondern vor allem auf den Kunden, d. h. auf die Besucher. Der Schwerpunkt wird dabei nicht auf die Erzielung von Gewinnen, sondern auf den sozialen Nutzen, nämlich die Verbreitung und Vermittlung von sozial relevanten Werten gelegt. Dadurch unterscheidet sich Museumsmarketing grundlegend vom kommerziellen Marketing. Strategisches Marketing. Um erfolgreich in der modernen Welt zu bestehen, sollte Marketing nach Meinung vieler Forscher ein Teil der Museumsphilosophie und strategischer Planung werden. Strategisches Marketing basiert wiederum auf einer Analyse der aktuellen Situation, ihrer Einschätzung und der Fähigkeit des Museums, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Jeder Marketingform liegt also eine Prüfung der Ausgangssituation zugrunde. Für ein Museum ist es die Analyse von Angebot und Nachfrage (Besucher- und Zielgruppenforschung), der angebotenen Dienstleistungen und ihrer Potenziale (Schwächen und Stärken, Chancen und Risiken) sowie die Markt- und Konkurrenzanalyse (potenzielle Konkurrenten, politische, ökonomische und soziale Faktoren, die die Museumsarbeit beeinflussen). Auf der Grundlage dieser umfassenden Analyse und unter Berücksichtigung des Museumsleitbildes entsteht ein Marketingkonzept, das die Marketingziele und ihre Umsetzungsmöglichkeiten beschreibt. Das Leitbild ist ein Ideal und eine Vision des Museums, die dessen Prioritäten und Entwicklungsrichtungen widerspiegelt. Demgegenüber sind Ziele klar definierte Orientierungen für konkrete Handlungen, die auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sind. Eine Marketingregel besagt, dass die Ziele SMART formuliert werden sollten (S specific: spezifisch, d.h. konkret; M measurable: messbar; A attainable: erreichbar; R realistic: realistisch; T time-limited: zeitlich begrenzt). So kann etwa das Ziel den Service von Besuchern zu verbessern nicht effektiv sein, denn es ist nur schwer zu überprüfen. Hingegen ist das Ziel den Service von Besuchern durch die Einführung einer elektronischen Buchung der Eintrittskarten zu verbessern durchaus kontrollierbar. Das Marketingkonzept definiert Mechanismen und Instrumente der Realisierung von Zielen, die als operatives Marketing bezeichnet werden. Die Grundlage des operativen Marketings bilden Produkt-, Preis-, Vertriebs- und Kommunikationspolitik. Die musealen Produkte sind Güter und Dienstleistungen: Ausstellungen, Veranstaltungen, Führungen, Publikationen, die Qualität des Museumsservices sowie die spezifische Museumsatmosphäre (in Anlehnung an die gängige Behauptung, laut der im Museum mit Luft gehandelt wird). Alle durch das Museum erstellten Produkte haben ihren Preis. Der Preis kann verschiedene Formen annehmen, wie etwa Eintrittsgelder, Erträge aus dem Verkauf von Souvenirs und Druckmaterialien, Mitgliedsbeiträge der Freunde des Museums, Vermietung von Räumlichkeiten etc. Der Vertrieb von musealen Produkten erfolgt in den meisten Fällen unmittelbar durch das Museum (über Kasse und Internetseite), es können aber auch indirekte Kanäle (Reiseagenturen, Messen, Hotels, Teilnahme an Festivals, Mitgliedsbeiträge etc.) eingesetzt werden. Ein wesentlicher Faktor, der die Vertriebspolitik beeinflusst, ist die Vermarktung des musealen Produktes, d.h. die Verbreitung der Informationen über das Museum und seine Dienstleistungen. Die Vermarktung ist ein Teil der Kommunikationspolitik des Museums und erfolgt durch Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Direktmarketing, verschiedener Vertriebsmethoden sowie heute durch die breite Nutzung unterschiedlicher Möglichkeiten des Internets. Ein wirksames Instrument der Umsetzung von Marketingstrategien kann das Branding (Markenbildung) sein. Eine Marke ist ein durch die Gesellschaft anerkanntes Produkt, das nicht nur mit der eigentlichen Definition des Produkts, sondern vielmehr mit bestimmten Werten verbunden wird. So sind etwa solche Museen wie der Louvre, das British Museum oder die Eremitage eine Marke an sich. Sie haben ein gutes Renommee und bedürfen keiner zusätzlichen Werbung. Die Marke eines Museums regt das Publikum dazu an, es zu besuchen, und führt dazu, dass sich die Informationen über das Museum hauptsächlich durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreiten. Ein marketingorientiertes Museum, das im Wettbewerb erfolgreich besteht, geht in kurzer Zeit über den institutionellen Rahmen hinaus und versucht, sein Potenzial in Kooperationen mit anderen Institutionen und Organisationen zu entfalten, indem es ein Teil derer oder einer gemeinsamen Strategie wird und seine Chancen als touristisches Unternehmen, Bildungs- und Kulturzentrum oder Teil der städtischen Infrastruktur etc. wahrnimmt. Auf diese Weise ist Marketing ein unabdingbarer Teil eines modernen Museums geworden. Es bildet die Grundlage des Museums und stellt seine Denkweise dar. Es ist das Marketing, das zur Erreichung der gesellschaftlichen und individuellen Ziele des Museums beiträgt. Es gibt dafür aber kein Patenrezept - so viele Museen, wie es gibt, so viele Marketingkonzepte muss es geben.

15 26 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Museen & Markt 27 Glossar GLOSSAR Eine Marke ist ein Name, ein Begriff, ein Zeichen, ein Symbol oder deren Verbindung, die dazu dient, Waren und Dienstleistungen eines Verkäufers oder einer Gruppe von Verkäufern zu identifizieren und ihre Unterschiede von den Konkurrenten aufzuzeigen (nach American Marketing Association). Virales Marketing ist eine Marketingmethode, die Menschen zur Verbreitung der Marketingbotschaft anregt und von der Aktivität des Publikums abhängt. Je mehr Informationsempfänger diese Information weitergeben, desto größer ist die Wirkung, die in diesem Fall einem Schneeballeffekt gleicht. Geht die Zahl der Mittler zurück, wird auch die gesamte Wirkung abgeschwächt. Marketing ist eine Handlung, eine Maßnahme oder der Verkaufsprozess von Produkten und besteht aus Marktforschung, Produktwahl, Werbung und Distribution. Die Marketingtechnologien, die ursprünglich in der Wirtschaft entwickelt worden sind, fi nden heute auch im kulturellen Bereich Verwendung und tragen sowohl zu größeren Einkommen der kulturellen Einrichtungen, als auch zu einem breiteren Zugang der Öffentlichkeit zu den kulturellen Zeugnissen und der Teilhabe des Publikums an Kultur bei. Mund-zu-Mund- Propaganda ist eine Marketingmethode, bei der es sich um die Verbreitung der Informationen über Produkte und Dienstleistungen durch zwischenmenschliche Interaktion handelt. Die Mund-zu Mund-Propaganda spielt eine große Rolle in den Bereichen, in denen das Zielpublikum für persönliche Ratschläge empfänglich ist oder gleiche Interessen und Werte teilt. Kulturmarketing ist die Kunst, jene Marktsegmente bzw. Zielgruppen zu erreichen, die aussichtsreich für das Kulturprodukt interessiert werden können, indem die entsprechenden Austauscheigenschaften (z.b. Preis, Ort, Vertrieb usw.) dem künstlerischen Produkt möglichst optimal angepasst werden, um dieses mit einer entsprechenden Zahl von Nachfragern erfolgreich in Kontakt zu bringen und um die mit der allgemeinen Zielsetzung des Kulturbetriebs in Einklang stehenden Ziele zu erreichen (Francois Colbert). Die Museumsmarke ist ein Name, Logo oder Symbol des Museums oder der musealen Dienstleistung. Die Museumsbesucher sowie die ganze Gesellschaft können die Marke als negativ oder als positiv einschätzen. Museumsmarketing steht für Planung und Realisierung des Austausches von Ideen, Museumsprodukten und Dienstleistungen zwischen dem Museum und den Besuchern, sowie zwischen anderen Museen und Konkurrenten, es ist zudem auch eine Durchsetzungs- und Verbreitungsstrategie für Ideen, Produkte und Dienstleistungen. Alla Staškevi č

16 28 29 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Museen & Markt Katrin Hieke Präsentation Katrin Hieke, M.A. Jg. 1976, nach Berufsausbildung und sozialem Jahr beim Royal National Institute for the Blind, UK, Studium der Ur- und Frühgeschichte & Archäologie des Mittelalters, Empirischen Kulturwissenschaft, Soziologie und Pädagogik an den Universitäten Tübingen und Bergen (Norwegen) Erwerb des Hochschulzertifikats Kulturmanagement an der PH Ludwigsburg wissenschaftliche Volontärin in der Museumsberatung des Landschaftsverbands Rheinland und Ausstellungskuratorin in Deutschland und Spanien. Seit 2008 Projektleiterin für die projekt2508 Gruppe in den Bereichen Kultur- und Tourismusmarketing, Städte- und Kulturtourismus, Netzwerke/ Kooperationen und Ausstellungskonzeption und -management sowie freiberufliche Museumswissenschaftlerin. Doktorandin am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen mit einem Forschungsprojekt zur deutschen Museums- und Diskursgeschichte.

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23 42 KATRIN HIEKE Museen & Ausstellungen 43 MUSEEN & AUSSTELLUNGEN: Strategische Planung, Konzepte, Projektmanagement Museum & Gesellschaft Museen & Markt Museen & Ausstellungen Museen & Texte Museen erleben Museen & Sammlung Den Besucher im Blick Museen & Qualitätsmanagement Museen & Zukunft Netzwerke, Kooperationen und Partnerschaften als Modell für die Zukunft Ausstellungen sind das zentrale Kommunikationsmittel der Museen mit der Öffentlichkeit. Sie bieten die Chance, die inhaltliche Arbeit des Museums zu präsentieren und neue Besuchergruppen zu erschließen. Ausstellungen können geeignet sein, Aufmerksamkeit zu erzeugen und den Bekanntheitsgrad einer Institution zu erhöhen. Museen erweitern daher ihr Angebot durch möglichst originelle Sonderausstellungen oder eine regelmäßige Neugestaltung der Dauerausstellungen, um sich, ihre Sammlungen und ihre Arbeitsergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die erfolgreiche Konzipierung und Durchführung eines Ausstellungsprojektes setzt neben fachlicher Qualifikation und allgemeinen Fähigkeiten des Kulturmanagements die Kenntnis spezifischer Steuerungsinstrumente und Arbeitsmethoden voraus. Diese sind Gegenstand des Ausstellungsmanagements. Dabei geht es ebenso um konzeptionelle wie praktische und organisatorische Aspekte der Museumsarbeit. Ausstellungsmanagement ist eine Mischung aus wissenschaftlicher Kompetenz, Projektmanagement und museumsspezifischen Brachenkenntnissen. Um es erfolgreich einzusetzen, bedarf es eines fundierten Konzeptes einschließlich der Formulierung konkreter Ziele, einer professionellen Arbeits- und Organisationsstruktur, eines konsequenten Projektmanagements sowie eines qualifizierten Einsatzes der Mitarbeiter. Dabei sollte die Ausstellung als Projekt definiert werden, also ein in dieser Form bzw. mit diesen Exponaten einmaliges Vorhaben mit einem konkreten Anfangs- und einem Endpunkt, das sich von der täglichen Routinearbeit abhebt. Auf diese Weise können die Instrumente eines professionellen Projektmanagements auf die Planung und Realisierung der Ausstellung sinnvoll und nutzbringend angewendet werden. Ausgangspunkt ist die Konzeption mit einer klaren Zieldefinition. In ihren Phasen der Rahmen-, Grob- und Feinkonzeption wächst dieses Dokument mit der Arbeit mit und dient in seiner Weiterentwicklung der Refle

24 44 Museen als Bildungsorte im 21. Jahrhundert Museen & Ausstellungen 45 Glossar xion der eigenen Arbeit. Vorausset- steht, sondern dessen Aufgaben von den Wissenschaftzungen für den Erfolg sind ferner eine lern mit übernommen werden. Konkret geht es hier um fundierte Planung der Ressourcen die Abwicklung des Leihverkehrs einschließlich der (Zeit, Finanzen, Personal) und die belastbare Ausferti- Vertragsverhandlungen, der Versicherung, des Transgung eines Projektstrukturplans, der alle Arbeitsbe- ports und der Organisation der begleitenden Kuriere, reiche umfasst. Dazu gehören die Dokumentation, das und den Auf- und Abbau der Ausstellung. Parallel dazu Controlling, die Evaluation sowie, als zentrale Aufgabe ist eine kontinuierliche Kooperation mit den Experten des Projektmanagers, die Kommunikation. Als geson- einzelner Fachgebiete der Ausstellung erforderlich, dertes Teilprojekt ist darüber hinaus das Veranstal- darunter dem Gestalter, den Museumspädagogen und tungsmanagement (Eröffnung, Begleitprogramm) zu Restauratoren. berücksichtigen. Fazit: Ausstellungsmanagement ist eine komplexe Neben den allgemeinen Instrumenten des Projekt- Aufgabe, die viele Bereiche der Museumsarbeit in managements sind für ein erfolgreiches Ausstellungs- einer Projektstruktur verbindet. Es ist daher eine in sich management branchenspezifische Kenntnisse der geschlossene Tätigkeit innerhalb aller Museumsauf- Museologie bzw. Museumswissenschaften und der gaben, von denen es zugleich nicht zu trennen ist. Tätigkeit des sog. Registrars erforderlich. Dies gilt auch dann, wenn kein eigener Registrar zur Verfügung GLOSSAR Ausstellung Ausstellungsmanagement Als Ausstellung bezeichnet man die vorübergehende Präsentation von bezeichnet den gesamten Ausstellungsexponaten [ ]. Durch das Merkmal vorübergehend unterscheidet Managementprozess von der Planung sich die Ausstellung vom Museum [ ]. Ein weiteres Merkmal der Ausstellung ist und Organisation bis zur Durchführung es, dass Exponate gezeigt werden, die normalerweise nicht oder nicht in dieser einer Ausstellung. Die übergeordneten Form der Zusammenstellung zu sehen sind [ ]. Arbeitsschritte sind die Erarbeitung Unterschieden werden kann nach dem Inhalt des Ausgestellten: einer Konzeption, die Objektrecherche, (1) Ausstellungen mit Bildender Kunst [ ] die Erstellung eines Zeitplans, die (2) Thematische Ausstellungen: historische, politische, technische, kulturge- Aufstellung eines Kosten- und Finanschichtliche, naturkundliche, ökologische, soziologische, literarische usw. zierungsplans, die Gestaltung, die Differenziert werden kann auch nach der Form der Ausstellung: Abwicklung des Leihverkehrs, die (1) Einzelausstellungen [ ] an einem Ort Vermittlung, das Abfassen von Ausstel (2) Wanderausstellungen lungstexten, die Publikation von Quelle: Heinrichs, Werner, Klein, Armin (Hrsg.): Kulturmanagement von A-Z, Begleitmaterialien (Katalog, Ausstel- München 1996, S. 20, gekürzt lungsführer etc.) und die Evaluation. Ausstellungskonzeption ist kein fest stehender Begriff, der ein bestimmtes Dokument bezeichnet. Vielmehr wird immer wieder etwas anderes darunter verstanden, das sich je nach Anlass mit den wissenschaftlichen Grundlagen einer Ausstellung, ihrer Gestaltung, der Vermittlung usw. befasst. Hier soll unter Ausstellungskonzeption ein Dokument verstanden werden, dass in der Anfangsphase der Vorbereitungen zu einer Ausstellung von der Projektleitung formuliert werden sollte. Darin enthalten sein sollten die Rahmendaten der Ausstellung (Termin, Kosten, Finanzierung, Zeitplan, Personal), die Beantwortung inhaltlicher Leitfragen, die Benennung von Leitobjekten, Angaben zur Gestaltung sowie zur Vermittlung der Ausstellung. Facility Report gibt Auskunft über die Bedingungen einer Einrichtung, die Objekte für eine Ausstellung aus einer fremden Sammlung ausleihen möchte. Ein Facility Report beantwortet ganz bestimmte Fragen nach dem Klima in den Ausstellungsräumen, den Sicherheitsvorrichtungen wie der Alarmanlage und der Anzahl der Aufsichtskräfte, nach dem Personal, das mit den Objekten in Berührung kommt, Öffnungszeiten und Schließtage etc. Über einen solchen Bericht verfügen große Museen standardmäßig, er ist automatisch Teil des Leihverkehrs. Kosten- und Finanzierungsplan Das Vorgehen in diesem Bereich entspricht den Methoden des allgemeinen Projektmanagements. Zu berücksichtigen sind Kosten, die speziell für Ausstellungsprojekte anfallen, wie etwa die Recherche, der Transport, die Versicherung oder die Restaurierung von Exponaten. Zur Ermittlung der Kosten bietet sich bei mangelnder Erfahrung mit vorherigen Projekten eine Schätzklausur an (siehe Seminarunterlagen). Bei der Finanzierung ist in den meisten Fällen das Sponosring die erste Wahl, aber auch spezielle Einnahmen, die aus Ausstellung resultieren, sollten berücksichtig werden (Eintritte, Katalogverkäufe, Merchandising, Führungsgebühren etc.). Museumsmanagement meint die Steuerung der Institution Museum nach den allgemeinen Grundsätzen des (Kultur-) Managements. Mit Blick auf das Ausstellungsmanagement ergeben sich daraus Schnittmengen bei der Programmplanung, den anfallenden Aufgaben im Rahmen des Projektmanagements, aber auch bei den Ressourcen der Institution. So werden die Themen für Sonderausstellungen aus der institutionellen, strategischen Planung sowie des Sammlungsbestandes des Museums abgeleitet, Teile des Personals und der Finanzmittel kommen der Ausstellung aus dem Museumspool zugute und der Marketingmix sowie die Öffentlichkeitsarbeit erfolgen in enger Abstimmung zwischen Institution und Projekt. Objektmanagement/ Handling Dieser Arbeitsbereich des Ausstellungsmanagements wird in vielen Museen bis heute von den Kuratoren und Wissenschaftlern übernommen, die die anfallenden Aufgaben neben ihrer Arbeit erledigen. Aus der Erfahrung ergibt sich ein gewisses Fachwissen, dass jedoch bei großen und komplexen Ausstellungsvorhaben oft nicht mehr ausreicht, um ein professionelles Projektmanagement aufrechtzuerhalten. Aus dem anglo-amerikanischen Raum stammt die Berufsbezeichnung des Registrars, der innerhalb eines Museums oder einer Ausstellung ausschließlich für die Objekte zuständig ist mit Ausnahme der wissenschaftlichen Recherche. Zu seinen Aufgaben gehören der Aufbau und die Pflege einer Objektdatenbank, die Recherche und Vervollständigung aller notwendigen Objektangaben, die Korrespondenz mit den Leihgebern bis zum Abschluss der Leihverträge, die Absprache mit der Restaurierungsabteilung für evtl. anfallende Arbeiten, die Organisation des Transports, das Aushandeln der Versicherung, die Überwachung der Übergabeprotokolle beim Auf- und Abbau und die Rückführung der Objekte und evtl. Klärung von Schadensfällen. Registrar Hierbei handelt es sich um eine aus dem Amerikanischen stammende Berufsbezeichnung. Registrare sind bisher in deutschen Museen kaum verbreitet, kommen aber bei größeren Ausstellungsprojekten zunehmend zum Einsatz. Sie sind verantwortlich für alle Aufgaben rund um die Objektverwaltung. Dazu gehören: Unterstützung der Kuratoren bei der Recherche nach geeigneten Objekten, Korrespondenz mit den Leihgebern zwecks Anfragen nach Leihbedingungen, Kosten etc., Vorbereitung der Leihverträge, Abwicklung der Versicherung und des Transports, Organisation der Kuriere, die Objekte begleiten sowie Koordination des Auf- und Abbaus mit Technik und Restauratoren. Kristiane Janeke

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