Ausbildung Spielleiter E/D Jugend Handballkreis Dortmund

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1 Ausbildung Spielleiter E/D Jugend Handballkreis Dortmund Grundlagen des Handballspiels für Spielleiter E/D Jugend Fortbildung des Kreises Dortmund Christoph Bollig Schiedsrichterausbilder im Handballkreis Dortmund Dortmund, August 2015

2 Inhalt Spielfläche Spieldauer/Team Timeout Sinn und Zweck sowie Ausführung von Würfen Stellungsspiel der Mannschaften Strafen: Ermahnung, Verwarnung, Hinausstellung (Progressionsreihe) Handzeichen des Schiedsrichters Schrittregeln Mannschaften und Anforderungen an die Spielkleidung

3 Spielfläche Länge 40m, Breite 20m Tor in der Mitte 3m breit, 2m hoch (bei der E-Jugend auf 1,60m abgehängt) Linien gehören IMMER zu den Räumen, die sie begrenzen Torraumlinie durchgezogen Freiwurflinie gestrichelt 7m Linie (bei E-Jugend nicht relevant Penaltyschiessen) Torwartgrenzlinie 4m vor dem Tor Mittellinie halbiert das Spielfeld und dient als Anwurflinie Auswechsellinie an der Seitenlinie jeweils 4,5m in beide Richtungen von der Mittellinie aus gesehen

4

5 Spieldauer/Team Timeout Jugendmannschaften D- und E-Jugend Spielen immer 2x20 min mit Seitenwechsel. Während der Spielzeit kann es aufgrund von Wurfentscheidungen (z.b. Foulspiel mit Bestrafung) zu Spielzeitunterbrechungen kommen. Ebenso bei Verletzungen, die auf dem Spielfeld behandelt werden müssen. Ein Team Timeout kann der Mannschaftsverantwortliche beantragen (Anzeige mit einer grünen Karte). Dafür muss seine Mannschaft im Ballbesitz sein. Der Schiedsrichter gibt das Zeichen für Timeout und weist auf den Auswechselraum der beantragenden Mannschaft. Die Dauer des Team Timeouts beträgt 60 Sekunden mit einem Zeitsignal bei 50 Sekunden.

6 Wurfausführung 1. Anwurf a. zu Spielbeginn und nach Torerfolg b. einen Fuß aus die Mittellinie, Abstand der gegnerischen Spieler muss 3m betragen 2. Freiwurf nach Foulspiel a. Ausführung an der Stelle, an der das Foul stattgefunden hat b. Bei Foulspiel zwischen Torraumlinie und Freiwurflinie immer an der Freiwurflinie c. Abstand der gegnerischen Spieler MUSS 3m betragen 3. 7m Wurf (nur D-Jugend) a. Füße des Werfers müssen beim Wurf vor der 7m Linie bleiben b. Kein anderer Spieler darf den Raum zwischen Torraumlinie und Freiwurflinie vor der Wurfausführung betreten

7 Stellungsspiel E-Jugend 6 + 1; Manndeckung im ganzen Feld bzw. im Halbfeld zusätzliche Nebenformen: auf dem Querfeld (für Spielanfänger) Penalty statt 7-Meter-Strafwurf Torwart darf nicht über die Mittellinie 1,60 m Torhöhe; Ballgröße 0 D-Jugend (keine Nebenformen) Manndeckung Sinkende Manndeckung außerhalb der Freiwurflinie 1:5-Abwehrformation (erste offensive Raumdeckung) keine Einzelmanndeckung (auch in Unterzahl) Torwart darf nicht über die Mittellinie

8 Strafen Oberstes Ziel im Kinder- und Jugendhandball ist der Spaß am Spiel! Hinausstellungen sollten deshalb nur bei grobem Foulspiel gegeben werden Ermahnung Erstes Mittel, um auf eine unangemessene Spielweise aufmerksam zu machen Verwarnung (gelbe Karte) Bei wiederholtem oder gröberem Foulspiel ist der Spieler zu verwarnen. Jeder Spieler kann nur einmal pro Spiel verwarnt werden. Wäre eine weitere Verwarnung für einen Spieler fällig, wird eine Hinausstellung ausgesprochen. Hinausstellung (2min Zeitstrafe) Zeitstrafen ausschließlich gegen den betreffenden Einzelspieler und nicht als Kollektivstrafe gegen die Mannschaft richten. Dies bedeutet, dass der fehlbare Spieler für 2 Minuten nicht am Spiel teilnehmen, die Mannschaft sich jedoch vervollständigen darf. Damit wird durchgängig in Gleichzahl gespielt. Generell sollten Zeitstrafen im Kinderhandball nur in Ausnahmefällen gegeben werden. Der Spielleiter/Schiedsrichter sollte dem Spieler in solchen Fällen immer erklären, was er falsch gemacht hat (Rückmeldung). Im Falle einer Zeitstrafe/Disqualifikation gegen einen Offiziellen spielt die Mannschaft in Gleichzahl weiter. Die Zeitstrafe/Disqualifikation ist im Schiedsrichterbericht zu begründen.

9 Sanktionskette bei Verstoß gegen die Vorgaben zu Spielweise (Stellungsspiel) 1. Maßnahme: Information vor dem Spiel: Der SR weist vor dem Spiel im Gespräch mit beiden Trainern darauf hin, dass offensiv (Manndeckung) gedeckt werden muss. 2. Maßnahme: Information während des Spiels: Stellt der Schiedsrichter fest, dass eine Mannschaft keine Manndeckung mindestens in der eigenen Spielhälfte spielt, gibt er Time-Out und informiert den Trainer / Betreuer / Mannschaftsverantwortlichen, dass er eine. Manndeckung mindestens in der eigenen Spielfeldhälfte spielen muss ( Bitte stell deine Abwehr um. ). Der Spielleiter / Schiedsrichter soll Trainer und Mannschaft grundsätzlich immer ausreichend Zeit zum Reagieren lassen und eine Bewährungszeit geben; also nicht sofort bestrafen, sondern den nächsten Angriff abwarten, ob eine Änderung des Abwehrverhaltens erfolgt. 3. Maßnahme: Verwarnung Ist nach der Information keine Änderung des Abwehrverhaltens festzustellen, verwarnt er den Trainer / Betreuer / Mannschaftsverantwortlichen nach Time-Out einmal. Wichtig: Hinweis geben, warum die Verwarnung ausgesprochen wurde. Diese Verwarnung wird nicht auf die normale Progressionsreihe angerechnet, ist jedoch im Schiedsrichterbericht zu vermerken. 4. Maßnahme: 7m-/Penalty-Sanktion Ist nach der Verwarnung keine Änderung des Abwehrverhaltens festzustellen, verhängt der SR einen 7m (in der E-Jugend Penalty) gegen die verteidigende Mannschaft. Bei jedem weiteren Verstoß ist wiederum auf 7m (in der E-Jugend Penalty) zu entscheiden (Hinweis auf den Grund des 7m/Penalty).

10 Handzeichen (Quelle: Internationale Handballregeln) Im Folgenden werden die wichtigsten Handzeichen für den Jugendspielbetrieb gemäß IHF Regeln dargestellt Betreten des Torraums Prell- oder Tippfehler Schrittfehler

11 Einwurf Abwurf Freiwurf (Richtung anzeigen!)

12 Nichtbeachten des 3-Meter-Abstandes Torgewinn Verwarnung (mit Karte)/2min Zeitstrafe Timeout

13 Schrittregeln Es ist erlaubt den Ball unter Benutzung von Händen (offen oder geschlossen), Armen, Kopf, Rumpf, Oberschenkel und Knien zu werfen, zu fangen, zu stoppen, zu stoßen oder zu schlagen; Es ist erlaubt den Ball maximal 3 Sekunden zu halten, auch wenn dieser auf dem Boden liegt Es ist erlaubt sich mit dem Ball höchstens 3 Schritte zu bewegen (IHF Regel 7)

14 Mannschaften und Anforderungen an die Spielkleidung Grundlegendes Eine Mannschaft besteht aus bis zu 14 Spielern. Auf der Spielfläche dürfen sich gleichzeitig höchstens 7 Spieler befinden. Die übrigen Spieler sind Auswechselspieler. Die Mannschaft muss während des gesamten Spielverlaufs einen Spieler auf der Spielfläche als Torwart kennzeichnen. Anforderungen an die Spielkleidung Alle Feldspieler einer Mannschaft müssen einheitliche Spielkleidung tragen. Die Kombinationen von Farbe und Design der beiden Mannschaften müssen sich deutlich voneinander unterscheiden. Alle als Torwart eingesetzten Spieler einer Mannschaft müssen eine identische Farbe tragen, die sich von den Farben der Feldspieler beider Mannschaften und der Torwarte der anderen Mannschaft deutlich unterscheidet. Die Spieler müssen auf der Trikotrückseite mindestens 20 cm und auf der Trikotvorderseite mindestens 10 cm hohe sichtbare Nummern haben. Dabei muss es sich um Nummern von 1 bis 99 handeln. Spieler, die zwischen Feldspieler und Torwartposition wechseln, müssen die gleiche Nummer benutzen. Die Farbe der Nummern muss sich deutlich von Farbe und Design der Spielkleidung abheben. Es empfiehlt sich ca. 20 min vor Spielbeginn mit beiden Mannschaftsverantwortlichen/Betreuern zu sprechen und die Trikotfarben abzustimmen. Ggf. können hier auch Leibchen zum Einsatz kommen

15 Verweise Regeldarstellung gemäß Regelwerk International Handball Federation Oktober 2010 Download: Ergänzungen für den Jugendbereich gemäß Durchführungsbestimmungen für eine einheitliche Wettkampfstruktur im Kinderhandball mit den verbindlichen Ergänzungen des HV Westfalen Handballverband Westfalen, gültig ab Download:

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