Bachelorarbeit. Verfasser: Julian Jensen Matrikel-Nr.: Korrektor: Herr Alexander Boensch. 2. Korrektor: Herr Prof. Dr.

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1 Studiengang: Business Administration Datum: Bachelorarbeit Thesis: Exportfinanzierung als Instrument der Außenhandelsfinanzierung, unter besonderer Betrachtung eines Lieferanten- gegenüber eines Bestellerkredites aus Sicht des Exporteurs und den daraus resultierenden Kosten und Risiken Verfasser: Julian Jensen Matrikel-Nr.: Korrektor: Herr Alexander Boensch 2. Korrektor: Herr Prof. Dr. Hellmann

2 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung Einführung des Themas Fragestellung der Bachelorarbeit Betrachtungswinkel der Akteure Risikoanalyse Risiken Wirtschaftliche Risiken Politische Risiken Garantendelkredererisiko Wechselkursrisiko Euro-Offerten Fremdwährung-Offerten Informationsquellen und Vermeidung Informationsquellen Risikodeckungs-Instrumente Warenkreditversicherung ECA Export Credit Agency Hermesdeckung Hermesgebühren und Prämien Beispiel Entgeltberechnung mit Hermes-Tool OECD-Standards Private Kreditversicherung Finanzierungsinstrumente Lieferantenkredit Bestellerkredit Vergleich Lieferanten vs. Bestellerkredit... 26

3 4.4 Forfaitierung Kontokorrentkredit Dokumentenakkreditiv Mögliche Kosten Anwalt und Beratungskosten Finanzierungskosten Innerbetriebliche administrative Kosten Beispielrechnung Allgemeine Ausgangslage für alle Szenarien Szenario Ergänzende Ausgangslage Szenario Berechnung Lieferantenkredit Szenario Berechnung Bestellerkredit Szenario Szenario Ausgangslage Berechnung Lieferantenkredit Szenario Berechnung Bestellerkredit Szenario Szenario Ausgangslage Berechnung Lieferantenkredit Szenario Berechnung Bestellerkredit Szenario Vergleich der Szenarien Vorteile Gewinnsteigerung und Verhandlungsbasis Resümee Eidesstattliche Versicherung Literaturverzeichnis Anhang... 50

4 1. Einleitung 1.1 Einführung des Themas In den Nachrichten hat das Thema der Exporte Deutschlands immer mehr an Brisanz gewonnen. Deutschland ist in die Kritik geraten, seine europäischen Nachbarländer, mit seiner Exportstärke zu unterdrücken bzw. die Verschuldung dieser immer mehr zu forcieren. 1 Man sieht hier schon wie sehr deutsche Erzeugnisse im Ausland nachgefragt werden und wie wichtig diese Nachfrage für die deutsche Wirtschaft ist. Schaut man sich nun einmal die Außenhandelsbilanz der Bundesrepublik Deutschland genauer an, kann man auch erkennen, dass der Außenhandel in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen ist und bereits im Jahr 2012 einen Umsatz von über einer Billion Euro ausmachte. Und auch in diesem Jahr stehen die Tendenzen, über eine Billion Euro zu kommen, sehr gut. 2 3 Somit wird klar, dass sehr viele Arbeitsplätze und ein wichtiger Teil der deutschen Wirtschaft an unserem Außenhandel und den Produkten Made in Germany hängen. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes ist bereits heute jeder vierte Arbeitsplatz auf den Exportsektor zurückzuführen. 4 Durch diesen wichtigen Sektor nimmt die Exportfinanzierung heutzutage, durch die immer enger werdenden Märkte, eine zunehmende Rolle ein. Dies geschieht zum einen durch Schaffung neuer Währungs- und Wirtschaftsräume, als auch durch den technischen Fortschritt, der den internationalen Handel sehr fördert und vereinfacht. Die Verschmelzung dieser Märkte bietet für heimische Unternehmen neue Chancen ihr wirtschaftliches Wachstum auszubauen. Es entstehen jedoch auch neue Risiken, die es zu berücksichtigen gilt, da man auch in politisch bzw. wirtschaftlich nicht 1 vgl. Schäfer, Ulrich: Warum die Kritik an Deutschland berechtigt ist. Online: [Zugriff: ] 2 vgl. Statistisches Bundesamt: Deutsche Ausfuhren im Jahr Online: https://www.destatis.de/de/presseservice/presse/pressemitteilungen/2013/02/pd13_050_51.html [Zugriff: ] 3 vgl. Statistisches Bundesamt: Deutsche Ausfuhren im Jahr Online: https://www.destatis.de/de/presseservice/presse/pressemitteilungen/2013/10/pd13_333_51.html [Zugriff: ] 4 vgl. Statistisches Bundesamt: Export, Import, Globalisierung Deutscher Außenhandel Online: https://www.destatis.de/de/publikationen/thematisch/aussenhandel/gesamtentwicklung/aussenhand elwelthandel pdf? blob=publicationfile [Zugriff: ] Seite 4 von 52

5 stabile Länder exportiert und mit Handelspartnern Geschäfte treibt, die man selten gut kennt und somit wirtschaftlich schwerer einschätzen kann. Diese Wichtigkeit für die Unternehmen und die deutsche Wirtschaft ist Anlass sich einmal genauer unsere Exporteure und deren Finanzierungsmethoden anzuschauen. 1.2 Fragestellung der Bachelorarbeit Diese Arbeit möchte sich speziell auf die Kostentransparenz und auf das Risikomanagement der Exportunternehmen fokussieren. Speziell der Hinblick auf den Extrahandel, welcher sich ausschließlich auf Länder außerhalb der Europäischen Union befasst 5, soll in dieser Bachelorarbeit bearbeitet werden, weil gerade bei diesen Geschäften eine gute und abgesicherte Finanzierung für die deutschen Unternehmen und ihre Arbeitnehmer sehr wichtig ist. Es handelt sich z. B. um Länder wie Türkei, Weißrussland, Ukraine um nur einige zu nennen. Als deutscher Exporteur steht man bei einem Außenhandelsgeschäft vor der Frage der Finanzierung und Absicherung des Geschäftes. Es wird bei immer mehr Geschäften gleich nach der passenden Finanzierung gefragt. Gewährt der Exporteur dem Importeur einen Lieferantenkredit oder versucht er dem Importeur zu einem Bestellerkredit zu bewegen? Worin liegen die Vor- und Nachteile beider Finanzierungsformen? Welche Risiken liegen bei dem Exporteur und was kann er für die Absicherung solcher Risiken unternehmen? Gerade beim Thema Risiko sind sich viele Exporteure gar nicht bewusst, wie viel Risiko sie bei solchen Geschäften eingehen oder wie hoch ihre Kosten tatsächlich sind. Gerade hier muss versucht werden zu helfen, um ein nachhaltiges Wirtschaften auch langfristig gewährleisten zu können. Eine weitere interessante Frage die sich stellt ist, ob der Exporteur eine Umsatzsteigerung aus der Differenz seiner Finanzierungskosten und derer des Importeurs ziehen kann, wenn er seine Finanzierungskosten bei einem Bestellerkredit nicht komplett aus dem Angebotspreis heraus rechnen würde? 5 vgl. Statistisches Bundesamt: Export, Import, Globalisierung Deutscher Außenhandel Online: https://www.destatis.de/de/publikationen/thematisch/aussenhandel/gesamtentwicklung/aussenhand elwelthandel pdf? blob=publicationfile [Zugriff: ] Seite 5 von 52

6 Es wird deutlich, dass gerade bei dem zunehmenden Außenhandel auch die Fragen zu den optimalen Finanzierungs- und Absicherungsformen zunehmen und eine große Rolle spielen, um nachhaltig am Markt bestehen zu können, denn nur mit einer guten Finanzierung und einem guten Risikomanagement ist langfristiger Erfolg möglich. 1.3 Betrachtungswinkel der Akteure Aber was für Interessen hat eigentlich der Exporteur gegenüber dem Importeur? Sind beide nicht bestrebt das Geschäft einfach kostengünstig abzuwickeln? Es kann gesagt werden, dass die Interessen beider Akteure, die an einem Exportgeschäft teilnehmen, sehr heterogen sind und sich somit entgegengesetzt verhalten. Der eine Akteur ist der Exporteur, welcher am liebsten die ganze Finanzierung auf Seiten des Kunden sehen würde und am besten gegen Vorkasse liefert. So entstehen ihm nämlich weder Risiken noch irgendwelche Finanzierungskosten, die man administrativ überwachen müsste. In diesem Fall wäre die beste Ausgangslage für den Exporteur erreicht, da dieser seinen Aufwand und sein Risiko minimiert. Konträr zu den Interessen des Exporteurs stehen die Interessen des Importeurs, der ganz andere Ziele verfolgt als der Exporteur. Der Importeur möchte ein möglichst langes Zahlungsziel haben, um seine Liquidität zu entlasten und bestmöglich ausnutzen zu können. Im gleichen Zug verschiebt er auch das Risiko auf den Exporteur, der nun für das Kaufgeschäft das größere Risiko trägt. Also stehen das Aushandeln der Finanzierung von Exportgeschäften und das eingegangene Risiko derer im Vordergrund dieser Arbeit. An dieser Stelle kann man den Begriff der Risikoleiter 6 ins Spiel bringen, an der sehr anschaulich dargestellt ist, wie die einzelnen Interessen der Akteure wechselseitig gegeneinander wirken. Sie beschreibt wie das Verhandeln, über die wirklich zustande kommenden Rahmenbedingungen des Kaufvertrages, vom Verhandlungsgeschick und der Marktmacht der beteiligten Akteure abhängt. Je besser sich ein Akteur gegen den Anderen durchsetzen kann, desto besser ist das Verhältnis zum eingegangenen Risiko und Finanzierungslage für das Kaufgeschäftes 6 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S.13. Seite 6 von 52

7 und umso besser ist somit die Ausgangsituation für das Kaufgeschäft des jeweiligen Akteurs. Sie beschreibt also zwei extreme Ausgangssituationen, die je nach Akteur, Vorteile für diesen bringen und somit mehr Nachteile für die andere Partei. Die beste Ausgangssituation für den Exporteur wäre dabei, dass der Importeur gegen Vorkasse zahlt und sich also keine Finanzierung und so gut wie kein Risiko ergibt für den Exporteur. Die beste Ausgangslage für den Importeur hingegen wäre ein möglichst langes Zahlungsziel, damit er seine Liquidität schonen kann. Das Annähern der dem Kaufgeschäft zu Grunde liegenden Rahmenbedingungen ist nun in diesem Punkt sehr wichtig und spiegelt bei Zugeständnissen nun das Verhandlungsgeschick und die Marktmacht der Akteure wieder. 2. Risikoanalyse 2.1 Risiken Wie schon in der Einleitung erwähnt, gibt es speziell bei den Außenhandelsgeschäften verschiedene Arten von Risiken, über die sich ein Exporteur klar werden sollte. Die Euler Hermes Kreditversicherung gliedert Länder in verschiedene Länderkategorien, anhand derer sich Länderrisiken schnell ablesen lassen, um die Prämien einer Kreditversicherung zu berechnen. 7 Anhand dieser Kategorisierung kann man schon sehen, dass nicht jedes Land gleich bewertet werden sollte, da politische Risiken in verschiedenen Ländern, unterschiedlich gewichtet werden müssen. Diese Kategorien gehen von 0 bis 7, wobei 0 die beste und 7 die schlechteste Kategorie ist. So hat z. B. Luxemburg die Kategorie 0 und Irak die Kategorie 7, da Luxemburg natürlich ein weitaus weniger großes wirtschaftliches und politisches Risiko besitzt als der Irak. Im Nachfolgenden werden nun verschiedene Arten der Risiken angesprochen, über die sich ein Unternehmer klar werden sollte, bevor es sich ohne Absicherung an einem Exportgeschäft beteiligt. Auch im Hinblick auf die Dauer ist zu erwähnen, dass sich einige Exportgeschäfte über mehrere Jahre hinziehen können und sich somit die wirtschaftliche Lage von Vertragspartnern bzw. vom Umfeld des Marktes auch im Verlauf der Jahre verändern kann. Gerade bei solchen Geschäften ist eine gute 7 vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: Entgelt und Selbstbeteiligung. Online: [Stand: ] Seite 7 von 52

8 Risikoabsicherung sehr wichtig, um die Kaufgeschäfte langfristig absichern zu können. 2.2 Wirtschaftliche Risiken Gerade bei dem Export in Dritt- bzw. Schwellenländer kann es zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Importeure kommen. Mangelnde Informationen über den Geschäftspartner können dies nur begünstigen, da die Bonität des Geschäftspartners meist nur recht schlecht eingeschätzt werden kann. Daraus resultieren folgende wirtschaftliche Risiken wie z.b. der Zahlungsverzug, die Zahlungsunfähigkeit oder die Zahlungsunwilligkeit des Importeurs. Dieses Risiko kann im kompletten Verlauf des Exportgeschäftes auftreten. Somit kann gesagt werden, dass schon während der Fabrikationsphase ein Risiko für den Exporteur besteht (Fabrikationsrisiko), welches darin besteht, dass der Importeur die angefragte Ware nicht mehr abnehmen möchte oder kann. Dies kann vielerlei von Gründen haben z. B. kann der Importeur wirtschaftlich nicht mehr in der Lage sein die Ware abzunehmen oder er wurde eventuell vertragsbrüchig. In beiden Fällen ist die Lieferung der Ware ausgeschlossen und sehr Risikoreich wird es noch wenn Spezialmaschinen für den Auftrag angefertigt wurden, die anderweitig keine Verwendung haben. 8 Auch in den folgenden Phasen, also schon nach der Produktion, kann es weiterhin zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Importeurs kommen. Der Exporteur sollte sich im Vorwege also Informationen über seinen Handelspartner einholen, falls er diese nicht schon durch lange Geschäftsbeziehungen selber gesammelt hat Politische Risiken Auch die politischen Risiken solcher Schwellenländer sind nicht zu unterschätzen. Hier kann es durch politische Unruhen zu Zahlungsverzug oder Uneinbringlichkeit der Forderung gegenüber dem Importeur kommen. Beispiele solcher politischen Risiken können Kriege, Revolten, Aufruhre oder ähnliches sein. Meist gehen diese Risiken von den Importländern aus, aber es können auch inländische Maßnahmen 8 vgl. Wirtschaftslexikon Gabler: Fabrikationsrisiko. Online: [Zugriff: ] 9 vgl. Häberle, Prof. Dr. Siegried Georg: Handbuch der Außenhandelsfinanzierung. München, 2002, S Seite 8 von 52

9 zu Problemen führen, wenn zum Beispiel ein Embargo 10 gegen das Importland verhängt wird, nachdem der Kaufvertrag geschlossen wurde. Hier wird die Kaufsache dann leider nicht mehr lieferfähig und kann von dem Importeur, durch das Embargo, nicht mehr abgenommen werden. Auch die politischen Risiken können wieder zu jedem Zeitpunkt der Geschäftsbeziehung auftreten, sowohl während der Fabrikationsphase bis hin zur totalen Bezahlung des Kaufgeschäftes. Auch hier helfen Vorabrecherchen, um einzuschätzen, in welchem Umfeld der Geschäftspartner handelt und wie man dieses mit den vorhandenen Informationen einzuschätzen hat. 11 Die schon angesprochene Kategorisierung von Ländern in Risikoklassen z. B. von der Euler Hermes, ist hierbei schon ein guter Anhaltspunkt, wie risikobehaftet das Kaufgeschäft in ein entsprechendes Land sein könnte. Die Länderkategorien werden zu einem späteren Zeitpunkt, im Kapitel 3, dieser Arbeit explizit erläutert. 2.4 Garantendelkredererisiko Außenhandelsgeschäfte werden in der Regel durch Sicherheiten, wie zum Beispiel Garantien oder Bürgschaften, unterlegt. Dies kann z. B. durch Bankbürgschaften oder Dokumentenakkreditive (siehe Kapitel 4) erfolgen. Aber auch private Unternehmen können solche Garantien oder Bürgschaften für den Importeur übernehmen. Ein solch genannter Garant ist auch sehr wichtig für das Außenhandelsgeschäft, da er im Zweifelsfall, wenn der Importeur zahlungsunfähig werden würde, für die offenen Forderungen aufkommen würde. Das Risiko, dass solch ein Garant nun selbst zahlungsunfähig wird, heißt Garantendelkredererisiko. Dieses gilt sowohl für Exporteur als auch für Importeur, da, je nach Garant, in beide Richtungen ein solcher Ausfall stattfinden kann. Auf Seiten des Exporteurs liegt es auf der Hand, dass falls eine Akkreditiveröffnende Hausbank des Importeurs zahlungsunfähig wird, Probleme auftauchen werden, wenn die Bank insolvent werden würde. Sollte der Importeur in Zahlungsschwierigkeiten kommen, kann die Hausbank, dann diesen Ausfall nicht mehr abdecken, da sie selbst insolvent ist und man muss seine noch offenen Forderungen wahrscheinlich abschreiben. Auf der anderen Seite kann es für den Importeur gleichermaßen gelten, wenn er eine Anzahlung an den Exporteur leistet und eine Anzahlungsgarantie der Hausbank des 10 vgl. Duden: Online: [Stand: ] 11 vgl. Häberle, Prof. Dr. Siegried Georg: Handbuch der Außenhandelsfinanzierung. München, 2002, S Seite 9 von 52

10 Exporteurs annimmt und diese wiederum zahlungsunfähig wird. 12 Diese Anzahlungsgarantie verspricht bei Nichterfüllung des Vertrages, dass die gesamte Anzahlung von der garantierenden Bank erstattet wird. Bei eintretender Zahlungsunfähigkeit der Bank, würde der Importeur seine Anzahlung jedoch nicht erstattet bekommen Wechselkursrisiko Durch die Einführung des Euros und die damit verbundene Währungsunion finden solche Risiken in den Euroländern natürlich nicht mehr statt. Exportiert man jedoch in Länder, in denen es eine andere Währung als den Euro gibt, steht man nun vor Risiken, die sich aus den Auf- und Abwertungen der eigenen bzw. der Fremdwährung ergeben können. 14 Kann der Exporteur somit das Angebot nicht in seiner eigenen Währung durchsetzen, entsteht ihm dadurch ein Risiko. Genau andersherum verhält es sich für den Importeur, wenn dieser in einer fremden Währung das Kaufgeschäft begleichen muss. Das Risiko ist umso höher, je größer die Volatilität 15 eines Wechselkurses ist, d. h. wie vielen Schwankungen er in der Vergangenheit ausgesetzt war, in der das Kaufgeschäft beglichen werden muss. 16 Damit sind die Schwankungen gemeint, denen der Wechselkurs in der Vergangenheit ausgesetzt war Euro-Offerten Werden die Angebote in einem Nichteuroland in Euro angeboten, kann es zu Problemen kommen, wenn die heimische Währung gegenüber der ausländischen Währung aufwertet. Das verteuert natürlich das Angebot des Exporteurs für den potentiellen ausländischen Kunden und macht das heimische Unternehmen wohlmöglich nicht mehr wettbewerbsfähig gegenüber anderen Marktteilnehmern. 12 vgl. Häberle, Prof. Dr. Siegried Georg: Einführung in die Exportfinanzierung. München, 2002, S vgl. Wirtschaftslexikon24: Anzahlungsgarantie. Online: [Stand: ] 14 vgl. Häberle, Prof. Dr. Siegried Georg: Einführung in die Exportfinanzierung. München, 2002, S vgl. Weerth, Carsten: Gabler Wirtschaftslexikon. Online: [Zugriff: ] 16 vgl. Boersennews: Währungsrisiko. Online: [Stand: ] Seite 10 von 52

11 Abb.1 Die in Abbildung 1 gezeigten Zahlen zeigen, dass sich bei einer Aufwertung des Euros von Wechselkurs1 auf Wechselkurs2, das Angebot für den Importeur verschlechtert, da er mehr in seiner heimischen Währung zahlen muss. Wahrscheinlich wird das Angebot für diesen Importeur unattraktiv und er wird sich für eine andere Offerte in heimischer Währung entscheiden. 17 Der Vorteil der Euro- Offerte liegt jedoch darin, dass der Exporteur bei Vertragsabschluss keinem weiteren Wechselkursrisiko ausgesetzt, da der Importeur in der heimischen Währung des Exporteurs bezahlt und eine Auf- oder Abwertung des Euros für den Exporteur somit keine Rolle mehr spielt Fremdwährung-Offerten Bietet ein deutscher Exporteur jedoch in Fremdwährung an, kann es dazu kommen, dass das Risiko entsteht, einen für den Exporteur schlechteren Auftragspreis zu erzielen. Wertet die erhaltene Währung im Gegensatz zum Euro ab, könnte der Auftragspreis unter den Deckungsbeitrag fallen. Somit ergeben sich daraus Einbußen für den Exporteur, die berücksichtigt bzw. abgesichert werden sollten, wie unten in der Abbildung 2 dargestellt. 18 Abb. 2 In diesem Beispiel wertet der Dollar im Gegensatz zum Euro ab und der Exporteur bekommt weniger als erwartet. Wenn diese Einbußen wie schon angesprochen unter dem Deckungsbeitrag liegen sollten, hat der Exporteur nun ein Problem, da das Kaufgeschäft nicht mehr attraktiv für ihn ist. 17 vgl. Matschke, Manfred/Olbrich, Michael: Internationale Außenfinanzierung. München, 2000, S vgl. Matschke, Manfred/Olbrich, Michael: Internationale Außenfinanzierung. München, 2000, S.65 Seite 11 von 52

12 Anders als bei der Euro-Offerte ist das Wettbewerbsrisiko jedoch nicht in dem Maße abhängig von einer Auf- oder Abwertung, da der Exporteur in der ausländischen Währung ein Angebot abgegeben hat und der Angebotspreis unabhängig von Wechselkursschwankungen für den Importeur ist. 2.6 Informationsquellen und Vermeidung Die obigen Abschnitte haben gezeigt, dass Exporteure einer Vielfalt an Risiken ausgesetzt sind. Die Exporteure sollten also versuchen, diese Risiken bestmöglich abzusichern bzw. zu minimieren. Einen hundert prozentigen Schutz gegen alle Risiken kann und wird es hier nie geben, doch der Exporteur kann sich in die bestmögliche Ausgangslage bringen, um erfolgreich und nachhaltig am Markt bestehen zu können. Hierzu gibt es als erstes verschiedene Informationsquellen und Instrumente welcher sich Unternehmer, die ins Ausland exportieren möchten, bedienen können Informationsquellen Als Informationsquellen können vorerst die Erfahrungen genannt werden, die ggf. durch eine längere Geschäftsbeziehung mit einem Unternehmen gesammelt wurden. Eine andere vielversprechende Quelle sind gute Marktkenntnisse über verschiedene Marktteilnehmer im Importland, durch zuvor getätigte Kaufgeschäfte und Geschäftsbeziehungen im Importland. Auch Vertreter oder Berater im Importland oder mit Kenntnissen über das Importland können eine gute Informationsquelle sein. Solche Informationen sind zu weilen aber auch mit sehr hohen Kosten verbunden. Auch Bonitätsprüfung Dritter können sehr hilfreich sein, sind meist jedoch etwas teurer gegenüber Informationen, die man selbst schon gesammelt hat aus schon bestehenden Geschäftsbeziehungen. Factoring Gesellschaften, Banken, die deutsche Außenhandelskammer oder Forfaiteure bieten ein breites Spektrum an Informationsquellen, welche in Anspruch genommen werden können, um Informationen über die Bonität seines Gegenübers heraus zu finden und deren Marksituation damit besser einschätzen zu können. 19 Als weiteres Informationsquelleninstrument kann das S-Country.Desk der Sparkasse benannt werden. Bei diesem speziellen Programm der Sparkasse können 19 vgl. Häberle, Prof. Dr. Siegried Georg: Handbuch der Außenhandelsfinanzierung. München, 2002, S. 21ff Seite 12 von 52

13 Unternehmer sich direkt an Länderverantwortliche wenden, die für spezielle Regionen und Länder zuständig sind. Hier erhält man auch relativ schnell und einfach Informationen über die Rahmenbedingungen in anderen Ländern Risikodeckungs-Instrumente Es gibt verschiedene Arten von Instrumenten, welcher sich ein Exporteur bedienen kann und sollte, um verschiedene Risiken zu minimieren. Wechselkursrisiken entstehen bei Angeboten oder Bezahlung in fremder Währung und lassen sich unter anderem durch Termingeschäfte absichern, welche dem Exporteur einen festen Wechselkurs zu einem bestimmten Zeitpunkt zu sichern. Dies gibt Planungssicherheit, kann jedoch auch positive Effekte der Wechselkursänderungen für den Exporteur eliminieren, da auch wenn der Exporteur durch eine Änderungen eines Wechselkurses einen positiven Effekt erzielen würde, ihm nur der verhandelte Wechselkurs zur Verfügung steht. Somit wäre ein Mehrerlös durch eine positive Wechselkursentwicklung eliminiert. 21 Auch der regresslose Verkauf der eigenen Forderungen an Dritte, die sogenannte Forfaitierung, ist ein gängiges Instrument, das eigene Risiko auszulagern. Man muss jedoch diese Risikoabgabe auch mit einem Abschlag auf die Forderung bezahlen, d.h. das die Forderung nicht in ihrer vollen höhe verkauft werden kann. Diese Forfaitierung wird zu einem späteren Zeitpunkt (siehe Abschnitt 4) in dieser Arbeit noch einmal näher erläutert, da es sich auch um ein geeignetes Finanzierungsinstrument handelt mit dem man das Kaufgeschäft refinanzieren kann. Auch das später in dieser Arbeit angesprochene Dokumentenakkreditiv (siehe Kapitel 4) ist eine Form der Absicherung beider Parteien. Der Importeur muss bei einem Dokumentenakkreditiv nur zahlen, wenn die Waren in einem bestimmten Zustand mit Lieferscheinen geliefert worden sind. Der Exporteur bekommt seine Zahlungen durch die Akkreditiv gebende Bank, wenn er die Ware und verschiedene Dokumente wie z. B. Lieferscheine vorlegt. Hier ist man also bei Vorlage seiner Dokumente sicher, dass auch die Zahlung geleistet wird und es nicht zu Ausfällen kommt. 20 vgl. Sparkasse: S-Country Desk. Online: [Zugriff: ] 21 vgl. Boersennews: Währungsrisiko. Online: [Stand: ] Seite 13 von 52

14 Als sehr wichtiges Absicherungsinstrument aus Exporteurs Sicht ist eine Warenkreditversicherung. Dies ist wohl eine der Besten Möglichkeiten für den Exporteur, sich vor Risiken aus Kaufgeschäften, gegenüber Dritten abzusichern. Zum einen haben private Warenkreditversicherer als auch die Euler Hermes gute Einblicke in die verschiedenen Märkte, da sie einiges an Erfahrung mitbringen. Somit kann man sich hier schon orientieren mit was für Rahmenbedingungen man sich auseinander setzen muss. 22 Zum anderen decken diese zum Teil politische und wirtschaftliche Risiken ab, falls es tatsächlich zu einem Ausfall kommen sollte. Durch diese große Wichtigkeit für den abgesicherten Export, wird gerade dieses Instrument der Euler-Hermeskreditversicherung im nachstehenden Kapitel separat behandelt. 3. Warenkreditversicherung 3.1 ECA Export Credit Agency Zur Absicherung von Forderungen gegenüber Dritten und den oben genannten Risiken können Exporteure, wie schon erwähnt, eine Warenkreditversicherung abschließen. Jedes Land bietet hier eigene Kreditversicherungen an, welche sowohl staatlich, als auch privat sein können. In diesem Zusammenhang hört man oft den Begriff ECA- Deckung was für den englischen Ausdruck Export Credit Agency steht. ECA gedeckte Forderungen sind also mit einer Kreditversicherung besicherte Forderungen, die im Schadensfall einer Absicherung unterliegen. Die Höhe dieser Absicherung ist in den Einzelfällen jedoch unterschiedlich. Der deutsche Bund bietet hierzu die sogenannte Hermes Deckung an, welche von der Euler Hermes Deutschland AG und der PwC Deutsche Revision AG, als Konsortium, im Namen der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt wird, um den wirtschaftlichen Handel in andere auch risikobehaftete Länder zu fördern. 23 Aber auch viel private Versicherer sind, wie schon erwähnt, am deutschen Markt tätig, darunter hat die Euler Hermes auch eine Sparte, die separat von der Bundesdeckung, eine private Deckung anbietet. 22 vgl. Häberle, Prof. Dr. Siegried Georg: Einführung in die Exportfinanzierung. München, 2002, S vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Exportgarantien der Bundesrepublik Deutschland. Online: [Zugriff: ] Seite 14 von 52

15 3.2 Hermesdeckung Die Euler Hermes Deutschland AG ist in Deutschland die maßgebende Kreditversicherung und tritt als Mandatar 24 des Bundes bei der Vergabe von Exportgarantien auf. Deswegen und wegen der Wichtigkeit im Exportgeschäft, ist diese Form der Deckung sehr nachgefragt und umgangssprachlich unter dem Namen Hermesdeckung bekannt. Als Der Sitz ist in Hamburg und sie ist eine Tochtergesellschaft der Euler Hermes S.A, welche Ihrerseits eine Tochter der Allianzgruppe ist. 25 Im Jahr 2012 wurden, mit der sogenannten Hermesdeckung, rund 29,1 Mrd. bei Exporten abgesichert. Rund 87,5% dieser Exporte gingen in Schwellen- und Entwicklungsländer, die als risikobehaftet angesehen werden können. Die größten Deckungen gingen hiervon nach Russland, China und in die Türkei. 26 Die Hermesdeckung ist ein sehr wichtiger Teil der mittel- und langfristigen Außenhandelsfinanzierung und kann von allen deutschen Unternehmen und Banken in Anspruch genommen werden. Somit können sich Exporteure gegen Fabrikationsund Lieferantenrisiken absichern und auch kreditgebende Banken gegen ihre Finanzrisiken. 27 Somit wir der Exporthandel in andere Länder durch den Bund gefördert und erleichtert somit den Markteintritt deutscher Unternehmer in neue Märkte. Die Hermesdeckung übernimmt Garantien und Bürgschaften im Außenhandelsverkehr und schützt Exporteure und Kreditinstitute gegen wirtschaftliche und politische Risiken. Privatpersonen oder die nach zivil- oder handelsrechtlichen Vorschriften organisierten Gesellschaften bekommen die Hermesdeckung mittels einer Garantie. Handelt es sich bei dem Kunden um einen Staat oder um eine Körperschaft, wird die Deckung mittels einer Bürgschaft erbracht vgl. Duden: Online: [Stand: ] 25 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Exportgarantien der Bundesrepublik Deutschland. Online: [Zugriff: ] 26 vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: Exportgarantien (Hermesdeckungen). Online: DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=views;document&doc=7107 [Zugriff: ] 27 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S.348ff. 28 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Gedeckte Risiken. Online: [Zugriff: ] Seite 15 von 52

16 Diese Bundesdeckung wird jedes Jahr, in Ihrer zur Verfügung stehenden Gesamthöhe, im Haushalt des Bundes neu festgelegt und von unserem Bundesfinanzminister entsprechend verwaltet. Anträge werden von dem Interministeriellen Ausschuss (IMA) gewährt. 29 Ein Forderungsbestand gegenüber Dritter kann in einem Unternehmen bis zu 35% betragen 30. Die Forderungen sind somit ein großer Posten in der Bilanz und tragen maßgebend, zu einem nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens, bei. Es wird klar, dass man seine Forderungen bestmöglich absichern muss, um nicht in finanzielle Schwierigkeiten oder Engpässe, durch eventuelle nicht Einbringlichkeit oder Ausfälle der offenen Forderungen zu gelangen. Solche Hermesdeckungen unterliegen gewissen Vorschriften, die das Kaufgeschäft erfüllen muss, um Hermes gedeckt werden zu können. Es muss sich um ein Kaufgeschäft in Exportländer handeln, die riskiovertretbar sind, d.h. eine Aussicht auf einen positiven Abschluss des Kaufvertrages besitzen. Des Weiteren werden diese Deckungen nur für deutsche Exporteure bzw. für Kreditinstitute, die deutsche Kaufgeschäfte für inländische Exporteure finanzieren, übernommen. Die letzte Voraussetzung betrifft die Zahlungsbedingungen nach der höchstens 85% des Auftragswertes abgesichert werden. Die anderen 15% müssen als Anzahlung an den Exporteur geleistet werden und sollen nicht durch den Exporteur finanziert werden. 31 Je nach Auswahl der Deckungsform, also ab wann die Deckung bestehen soll, muss der Exporteur einen Teil des Risikos selber tragen, was unter den sogenannten Begriff Selbstbehalt gefasst wird. Dieser schwankt in seiner Höhe zwischen 5% und 15% je nach Deckungsform. Eine Neuerung hierbei ist, dass der Selbstbehalt an der Deckung, also dem Anteil den der Exporteur an dem Risiko tragen muss, weiterhin dauerhaft gesenkt bleibt. Der Selbstbehalt soll weiterhin von 15% auf 5% gesenkt bleiben. Dies wird durch angehobene Prämien bei der Deckung vergütet und lässt beim Bund keine höheren Kosten entstehen vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Was ist eine Kreditversicherung. Online: [Zugriff: ] 31 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S vgl. Bundesministerium f. W. u. T.: Reduzierter Selbstbehalt bei Exportgarantien des Bundes hilft deutscher Exportwirtschaft. Online: [Zugriff: ] Seite 16 von 52

17 Natürlich werden unter Umständen von der Euler Hermes Deutschland AG auch Sicherheiten gefordert, die den Auftrag absichern z.b. durch eine Bankgarantie mit der Hausbank des Importeurs oder einer Staatsgarantie. In seltenen Fällen, wenn die Bonität des Unternehmens ausreicht, wird auf solche Sicherheiten verzichtet. 33 Der Exporteur muss für die Bereitstellung einer solchen Versicherung eine Prämie zahlen, welche sich aus Bearbeitungsgebühren und anderen Entgelten zusammensetzt. Diese Gebühren korrelieren meist mit der Höhe des Auftragswertes den der Exporteur absichern möchte. Weitere Kosten kommen dann durch die Länderrisiken der einzelnen Länder hinzu, da wie schon erwähnt, jedes Land einer anderen Einteilung, gemessen an dem Risikograd des Landes unterliegt. Diese Kosten sind abhängig davon, in welches Land man exportieren möchte. Hierzu gibt es ein Länderranking nach welchem die Länder in unterschiedliche Risikoklassen aufgeteilt sind 34, nachdem die Hermes dann ihre Aufschläge berechnet. Diesen Länderranking gliedert sich in verschiedene Klassen, bei denen die Klasse 0 die Risikoärmste ist und die Klasse 7, die mit dem stärksten Risiko, ist. Beispiele für die besten und schlechtesten Kategorien sind wie folgt: Klasse 0: Dänemark, Luxemburg, Australien, Finnland.. Klasse 7: Weißrussland, Ukraine, Irak, Afghanistan Gut kann man dieses Länderrisiko auch auf der Länderkarte der Euler Hermeskreditversicherung ablesen, welche auf dem entsprechenden Portal einzusehen ist (siehe Anhang II). 35 Weitere Gesichtspunkte die bei der Höhe des Entgeltes eine Rolle spielen, sind natürlich auch die Bonität des Vertragspartners, die Laufzeit des Kaufgeschäftes und auch die Selbstbeteiligung des Exporteurs vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Länderklassifizierung. Online: [Zugriff: ] 35 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Länderklassifizierung. Online: [Zugriff: ] 36 vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: Exportgarantien (Hermesdeckungen). Online: DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=views;document&doc=7107 [Zugriff: ] Seite 17 von 52

18 3.3 Hermesgebühren und Prämien Bei der Hermesdeckung fallen verschieden Gebühren und Prämien an, die das zu leistende Entgelt für eine Deckung bestimmen. Bei der Antragsstellung wird eine Antragsgebühr erhoben, die zwischen 100 und liegen kann, je nach Höhe der zu deckenden Gesamtsumme. Die genaue Staffelung der Gebühren kann dem Anhang entnommen werden und ist wie gesagt stark Abhängig von der Höhe des Deckungsbetrages. 37 Diese Gebühr wird pro Geschäft erhoben und kann sich erhöhen, wenn der Deckungsschutz noch nicht erteilt worden ist, weil z.b. der Vertag noch nicht abgeschlossen wurde. Es kann dann alle sechs Monate eine Verlängerung beantragen, die wiederum 50% der Antragsgebühr beträgt. 38 Zur Ausfertigung der Deckungsurkunde wird zusätzlich eine Gebühr von 0,25 Promille erhoben, die abhängig ist von den Antragsgebühren die oben beschrieben wurden. Für die Berechnung der Entgelte werden verschiedene Arten von Einstufungen vorgenommen. Zum einen gibt es die bereits angesprochenen Länderkategorien, die eine Rolle, oder die Käuferkategorien, die Aussage über die Bonitäten der Käufer gibt und welche Art von Käufer es ist, staatlich oder privat. SOV+: Private Besteller/Banken mit besserem externen Rating als SOV des Besteller Landes SOV: staatlicher Schuldner: Zentralbank, Finanzministerium SOV-: sonstige staatl. Schuldner CC0-CC5: restliche private Besteller und Banken Die Anzahl der Kategorien nehmen mit schlechterem Länderranking zunehmend ab. 39 Natürlich beeinflusst auch die Vorlage von Sicherheiten die Höhe des Entgeltes wie z. B. die Vorlage von Akkreditiven oder Garantien. 37 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Verzeichnis der Gebühren und Entgelte. Online: [Zugriff: ] 38 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Deckungsformen. Online: [Zugriff: ] 39 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Deckungsformen. Online: [Zugriff: ] Seite 18 von 52

19 Für die richtige Berechnung sind also sehr viele Faktoren wichtig und man kann diese anhand eines bereitgestellten Excel Tools 40 gut für seinen eigenen Auftrag durchrechnen, wie es im Folgenden für einen fiktiven Auftrag gemacht wurde Beispiel Entgeltberechnung mit Hermes-Tool Wie schon erwähnt, kann man auf der Seite der Hermesversicherung ein Excel Tool herunterladen, anhand dessen man das Entgelt, welches zu zahlen ist, berechnen kann. 41 Angenommen für das Beispiel wurde ein Auftragsvolumen von 1,0 Millionen Euro wobei von dem Auftragsvolumen 85% Hermes konform gedeckt werden sollen. Das bedeutet, dass 15% als Anzahlung von dem Importeur zu leisten sind und die restlichen 85% also finanziert werden können. Die Länderkategorie soll in diesem Beispiel der Länderkategorie 4 entsprechen also z.b. dem Länderrisiko der Türkei, welches zurzeit bei 4 liegt. Bei der Käuferkategorie handelt es sich um einen Privaten Kunden, der in der Käuferkategorie CC3 eingestuft wurde. Die Finanzierung soll sich über 5 Jahre erstrecken und entspricht demnach einer langfristigen Finanzierung. Die Kreditsumme wird anschließend in gleichhohen, halbjährlichen Raten zurückgezahlt. 40 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Deckungsformen. Online: [Zugriff: ] 41 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Deckungsformen. Online: [Zugriff: ] Seite 19 von 52

20 42 Abb. 3 In diesem Tool lassen sich alle verschiedenen Möglichkeiten der Hermesdeckung ohne Gewähr durchspielen. Auch eine Kombination mehrerer Deckungen ist in diesem Tool möglich. Somit hätte der Exporteur im obigen Beispiel ein entsprechendes Entgelt von ,- zu leisten. (siehe Abbildung 3) Die Raten, die man während der Deckung zu leisten hat, können sich in Folgeperioden verändern, wenn sich zum Beispiel die Länder- bzw. Käuferkategorie eines Kunden ändern sollten. 3.4 OECD-Standards Damit Konditionen für geförderte Kredite beschränkt werden können und gegen Wettbewerbsverzerrung, hat die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development), welche aus 34 Mitgliedsstaaten besteht, einige Standards erlassen die bei Exportgeschäften eingehalten werden müssen, den sogenannten OECD- Konsensus 43. Dies gilt für Exportgeschäfte, die eine Mindestlaufzeit von 2 Jahren betragen. 42 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Deckungsformen. Online: [Zugriff: ] 43 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Hermesdeckung spezial Oktober Online: [Zugriff: ] Seite 20 von 52

21 Ziel der OECD-Mitglieder ist es die wirtschaftlichen Bedingungen Ihrer Mitglieder und auch anderer Länder langfristig zu festigen und zu verbessern. 44 Einige Grundpfeiler sind die Forderung von Zwischenzahlungen und die maximale Kreditlaufzeit der gewährten Kredite. Durch die Zwischenzahlungen von mindestens 15% soll erreicht werden, dass der Besteller auch die Tragweite und Wichtigkeit seiner Geschäfte versteht und gleichzeitig gewährt es Auskunft über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Bestellers, indem er so über sich verrät, ob das Geschäft im Ansatz überhaupt bewältigt werden kann. Weiter wurde die Rückzahlung der Kreditbeträge festgelegt, die in Halbjahresraten zu leisten sind und am Ende der Laufzeit vollständig getilgt werden sollten Private Kreditversicherung Die schon im Vorwege erwähnten privaten Versicherer von Exportgeschäften bieten eine echte Alternative zu den staatlichen Absicherungsformen. Gerade bei kürzeren Laufzeiten zwischen 12 bis 24 Monaten, bei denen man in der Regel gar nicht bzw. nur sehr schwierig an eine staatliche Absicherung kommt, sind diese eine gute Alternative. Die Verträge mit privaten Versicherern gestalten sich meist flexibler als Verträge mit staatlichen Instituten, aber es gibt auch einige Nachteile bei privaten Versicherern. Zum einen gibt es eine relativ hohe Selbstbeteiligung im Schadensfall, die zwischen 20% bis 50% des Auftragswertes liegt. Das ist gegenüber der Hermesversicherung, mit 5% bis 15%, eine sehr hohe Differenz. Zum anderen werden nicht alle Risikogruppen und Länder abgesichert. Im Detail heißt das, dass keine politischen Risiken und auch keine Währungsrisiken abgesichert werden. Außerdem sollte es sich bei den Ländern, der Vertragspartner in die Exportgeschäfte abgesichert werden sollen, um Mitglieder der OECD handeln, d.h. die Länder sollten ein geringes Länderrisiko besitzen. 46 Als wichtige deutsche private Exportkreditversicherer sind folgende Institute zu erwähnen: 44 vgl. OECD: Our Mission. Online: [Zugriff: ] 45 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S.362 Seite 21 von 52

22 Coface AG Gerling NCM Euler Hermes AG (Eigengeschäft) 4. Finanzierungsinstrumente Bei einem Kaufgeschäft ins Ausland sind hinsichtlich der Finanzierung häufig viele Fragen zu klären. Wer sich um diese kümmert und wie bei entsprechender Finanzierung die Risikoverteilung der teilnehmenden Akteure aussieht, sind wichtige Parameter eines Kaufgeschäftes. In diesem Zusammenhang wird meist von einem Bestellerkredit oder von einem Liefererkredit gesprochen. Beide Arten haben für Exporteur und Importeur verschiedene Vor- und Nachteile. Während Exporteure bestrebt sein sollten dem Importeur einen Bestellerkredit anzubieten, wird der Importeur in der Regel darauf bedacht sein, einen Lieferantenkredit zu bekommen. Hierzu sollten bereits bei der Vertragsverhandlung die Rahmenbedingungen der Zahlungsweise geklärt werden, damit beide Parteien wissen, wer die Art der Finanzierung zu leisten hat. Die Finanzierung des Geschäftes ist darin begründet, dass die Aufwendungen und der Zahlungseingang zeitlich versetzt ablaufen und somit eine Finanzierungslücke entsteht, die es zu überbrücken gilt Lieferantenkredit Natürlich ist bei ausländischen Käufern der Lieferantenkredit eine beliebte Art der Finanzierung. Hier liegen die Ware und die Finanzierung in einer Hand, nämlich bei dem Exporteur, der dem Importeur ein Zahlungsziel einräumt. Somit muss sich der Importeur nur an einen Kontakt wenden und keinen weiteren Akteur, wie z.b. eine Hausbank mit einbeziehen. 48 Finanzieren kann der Exporteur dieses Zahlungsziel aus folgenden angesprochenen Mitteln dieser Arbeit: Eigenkapital Kontokorrentkredit Forfaitierung Auch die Bonitätsprüfung bei einem Lieferantengeschäft ist in einem anderen Ausmaß vorhanden und begünstigt unter Umständen den Importeur, weil der 47 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S.330 Seite 22 von 52

23 Importeur bei einem Bankkredit sehr wahrscheinlich einer genaueren Bonitätsprüfung unterzogen wird und er ggf. gar keine Finanzierung bekommen würde. Dieser Lieferantenkredit ergibt sich aus der Gewährung eines Zahlungszieles des Exporteurs, üblich für kurzfristige Kaufgeschäfte wären z. B. 30 Tage auf Ziel abzüglich 2% Skonto. Dieses Zahlungsziel muss in den Zahlungsvereinbarungen bei Vertragsschluss abgesprochen und verhandelt werden und liegt dem Geschäft zu Grunde. Hier sollte zwischen kurzfristigen und langfristigen Krediten unterschieden werden. Bei einer kurzfristigen Finanzierung muss zur Refinanzierung meist kein Kredit einer Bank in Anspruch genommen werden. Dies liegt meist an den kleineren Auftragsvolumen und der schnelleren Bezahlung, die den kurzfristigen Geschäften zu Grunde liegen. Soll jedoch eine langfristige Finanzierung in Anspruch genommen werden, handelt es sich meist um größere Projekte, die nicht alleine vom Exporteur finanziert werden können, somit muss dieser zur Refinanzierung eine Bank mit einbeziehen, wie z.b. die KfW. 49 Bei einem Lieferantenkredit entstehen dem Exporteur jedoch einige Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt. Das Risiko verlagert sich hauptsächlich auf die Seite des Exporteurs und die oben angesprochenen Risiken müssen nun allein vom Exporteur getragen und abgesichert werden. Hinzu kommt, dass wenn das Geschäft nicht aus eigenen Mitteln finanziert werden kann, also der Exporteur den Einkauf der Waren und die Produktion der Güter nicht selbst tragen kann, dieser zusätzlich noch auf einen Kredit seiner Hausbank zurückgreifen muss, um das Geschäft trotzdem abwickeln zu können. Das bringt natürlich weitere Kosten, wie Zinsen und Gebühren, mit sich, die der Exporteur in seiner Kalkulation mit berücksichtigen muss. Das bedeutet einen weiteren Aufwand für den Exporteur und birgt das Risiko, dass nicht alle Kosten in seiner Kalkulation berücksichtigt worden sind. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass man bei einem Kredit auf der Seite des Exporteurs, dessen eigene Kreditlinie verschlechtert, da sich kurzfristig oder auch langfristig, bis zur Bezahlung des Lieferantenkredites durch den Importeur, die Verschuldung erhöht und sich somit die Bilanzsituation des Exporteurs verschlechtert. Diese Bilanzbelastung kann auch 49 vgl. Wirtschaftslexikon24: Lieferantenkredit. Online: [Zugriff: ] Seite 23 von 52

24 noch einige Zeit nach Abwicklung des Grundgeschäftes andauern. 50 Somit ist die Bonität des Exporteurs für etwaige andere Kaufgeschäfte oder anstehende Investitionen verschlechtert, was ihn bei der Durchführung anderer Projekte behindern könnte. 51 Abb. 4 In der oberen Abbildung ist nun eine vereinfachte Skizze eines Lieferantenkredites dargestellt, welcher chronologisch folgenden Ablauf hat. 1. Lieferung der Ware und daraus resultierende Zahlungsverpflichtung 2. Importeur stellt Sicherheiten (bei guter Bonität ggf. nicht nötig) 3. Kreditgewährung durch die Exportbank bei langfristigen Kaufgeschäften 4. Abtretung der Sicherheiten (Akkreditive, Garantien) 5. Tilgung und Zinszahlungen 6. Abführung der Tilgung und Zinszahlungen zur Bank 4.2 Bestellerkredit Eine andere Möglichkeit zum Lieferantenkredit ist der Bestellerkredit. Im Gegensatz zu dem Lieferantenkredit tritt hier der Importeur als Finanzierungsteller des Geschäftes auf. Für den Exporteur wickelt sich das Ganze wie ein Bargeschäft ab. Bei einer solchen Finanzierung wird dem Importeur von der inländischen Bank des Exporteurs eine zweckgebundene Finanzierung eingeräumt, die zur Abwicklung des 50 vgl. Matschke, Manfred/Olbrich, Michael: Internationale Außenfinanzierung. München, 2000, S.15ff 51 vgl. Bankstudent: Die AKA und die KfW. Online: [Zugriff: ] Seite 24 von 52

25 Exportgeschäftes gedacht ist. Diese Finanzierung kann dem Importeur direkt von der Bank des Exporteurs eingeräumt werden. Sollte die Bonität des Importeurs jedoch nicht ausreichend sein, ist es üblich diesen Kredit mit der Hausbank des Importeurs abzuwickeln, d. h. einen Bank zu Bank Kredit abzuschließen. 52 Meist werden vom Importeur noch Sicherheiten gefordert z. B. Akkreditive oder Bankgarantien. Der eingeräumte Kredit ist zweckgebunden und kann nur für den Zweck des Kaufgeschäftes genutzt werden. Bei der Abwicklung des Kaufgeschäftes wird dem Lieferer bzw. Exporteur somit, z. B. bei größeren Bauprojekten, je nach Stand der Lieferung und Leistungen, Geld in Raten für den Baufortschritt gutgeschrieben. Bei einem Bestellerkredit kann auch ein großer Vorteil für den Importeur liegen, indem dieser nämlich möglicherweise die günstigen Zinsen des Importlandes ausnutzen kann. Dies gilt natürlich nur falls die Zinsen im Exportland besser gestellt sind, als die im Importland, was für deutsche Exporte in Schwellenländer meist zutreffend ist. Dies ist für den Exporteur natürlich eine willkommene Finanzierungsart, da hier die Risikoverteilung für ihn minimiert ist und seine Bilanz, wie bereits erwähnt, entschieden entlastet wird Abb. 5 In der oberen Skizze sieht man das vereinfachte Schema eines Bestellerkredites das sich wie folgt zeitlich aufgliedert: 52 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S vgl. Matschke, Manfred/Olbrich, Michael: Internationale Außenfinanzierung. München, 2000, S.16ff. 54 vgl. Bankstudent: Die AKA und die KfW. Online: [Zugriff: ] Seite 25 von 52

26 1. Lieferung der Ware oder Dienstleistung 2. Zahlungsverpflichtung aus der Lieferung 3. Exporteurs Bank gibt der Bank des Importeurs oder dem Importeur direkt eine Finanzierungszusage (die Bank des Importeurs ist in der vereinfachten Skizze nicht dargestellt. Hier wird die Finanzierung direkt vergeben) 4. Es werden Sicherheiten hinterlegt (Akkreditive, Garantien) 5. Kreditauszahlung in Raten an den Exporteur 6. Tilgung und Zinszahlungen von dem Importeur an die Exportbank Um auch bei kleineren Beträgen dem Importeur die Möglichkeit zu geben einen Bestellerkredit in Anspruch zu nehmen, gibt es Rahmenkreditverträge, die mit ausländischen Banken abgeschlossen werden. Hier sind die grundlegenden Bestandteile schon geregelt und es müssen lediglich Einzelheiten des Kaufgeschäftes angepasst werden, was eine Vereinfachung und Beschleunigung der Finanzierung darstellt. 55 Bei beiden Finanzierungsarten Lieferanten- oder Bestellerkredit steht eine Absicherung mit der Hermeskreditversicherung frei und kann nach Belieben abgeschlossen werden, wenn die dazugehörigen Hermes-Rahmenbedingungen eingehalten werden. 4.3 Vergleich Lieferanten vs. Bestellerkredit Es wurde im obigen Teil deutlich welche die beiden wichtigsten Finanzierungsinstrumente für Außenhandelsgeschäfte sind. Im direkten Vergleich kann nun folgendes gesagt werden, welche Finanzierungsform jetzt die optimalere Lösung, der beiden Varianten, für den Exporteur ist, ungeachtet von den Vorteilen des Importeurs. Grundsätzlich ist der Bestellerkredit meist die bessere Option für den Exporteur. Vor allem die Risikominimierung und die Bilanzentlastung sind zwei wichtige Punkte, die den Bestellerkredit für den Exporteur so interessant machen. Auch die Abwicklung, die faktisch ein Bargeschäft darstellt, macht den Bestellerkredit so attraktiv. In der Praxis ist es jedoch bestimmt nicht immer einfach, den Importeur zu einem Bestellerkredit zu bewegen, da dieser im Gegenzug einige Nachteile für den Importeur mitbringt. 55 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S.336. Seite 26 von 52

27 Aber auch der Lieferantenkredit kann Vorteile für den Exporteur bringen. Speziell als Marketinginstrument kann der Lieferantenkredit ein sehr gutes Mittel sein, um sich gegen Mittbewerber durchzusetzen. Speziell in wirtschaftsschwachen Zeiten, in denen hohe Unsicherheit im Markt herrscht, kann ein Lieferantenkredit von Vorteil sein, indem man der Nachfrage nach Finanzierungen entgegen kommt. Viele Anbieter von Waren werden in unsicheren Zeiten bestrebt sein, Bestellerkredite zu bekommen bzw. gleich gegen Vorkasse das Kaufgeschäft abzuwickeln. Wenn zu diesem Zeitpunkt viele Anbieter am Markt Aufgrund der Unsicherheit, Bestellerkredite verlangen, kann man sich mit Lieferantenkrediten von der Konkurrenz abheben. Natürlich muss man hierzu eine relativ gute Marktstellung haben, um das dadurch eingegangene Risiko abfangen zu können. Für Mittelstandsunternehmen, die auf jeden Auftrag angewiesen sind, ist das eventuell eine zu risikoreiche Art des Marketings Forfaitierung Von einer Forfaitierung wird gesprochen bei einem regresslosen Ankauf von Forderungen. Hat ein Exporteur (Forfaitist) z.b. offene Forderungen aus dem Abschluss eines Liefergeschäftes, kann er diese also an den Forfaiteur weiter veräußern. Regresslos heißt in diesem Zusammenhang, dass bei späterem Forderungsausfall nicht auf den Exporteur zurückgegriffen werden kann. Somit stellt die Forfaitierung auch ein sehr gängiges Instrument der Exportfinanzierung und Absicherung der eigenen Risiken dar, was für den Exporteur einige Vorteile bietet. Somit kann das eigene Risiko, Zahlungs- und Währungsrisiko, auf einen Dritten verlagert werden. Gleichzeitig kann der Exporteur seine Bilanz entlasten und seine Liquidität verbessern und der Forfaiteur kümmert sich im weiteren Verlauf um die administrativen Vorgänge im Zusammenhang des Kredites. 56 vgl. Atradius: Lieferantenkredite können Aufschwung ankurbeln. Online: [Zugriff: ] Seite 27 von 52

28 Dem Exporteur werden Zinsen in Rechnung gestellt als Forfaitierungssatz, die er dann weiter in seiner Kalkulation berücksichtigen und auf den Importeur umschlagen kann. 57 Es gibt jedoch einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen um eine Forfaitierung anzustoßen: Bank des Importeurs muss als kreditwürdig angesehen werden Forderungen müssen abtretbar sein Forderungen müssen frei von Rechten Dritter sein Abgesichert durch Wechselaval, Akkreditiv, Hermesdeckung Liegen diese Voraussetzungen vor steht einer Forfaitierung nichts mehr im Weg. Die Dauer eines solchen Geschäftes kann unterschiedlich je nach Länderrisiko sein. Die Finanzierungsdauer kann hier von ein bis sieben Jahren betragen. 58 Hieraus ist gut ersichtlich, dass eine lange Finanzierungsdauer abgedeckt werden kann, was wieder ein Vorteil für den Exporteur sein kann, da sein Risiko hier minimiert wird. Schema: Forfaitierung 59 Abb vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S vgl. Wirtschaftslexikon Gabler: Forfaitierung. Online: [Zugriff: ] 59 vgl. Bankstudent: Die AKA und die KfW. Online: [Zugriff: ] Seite 28 von 52

29 4.5 Kontokorrentkredit Auch eine gängige Art der Finanzierung ist der Kontokorrentkredit. Dieser wird meist zur Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten in Anspruch genommen. Hier wird einem Unternehmen das Recht eingeräumt kurzfristig sein Konto zu überziehen und einen solchen Kredit in Anspruch zu nehmen. Großer Nachteil dieses Kredites ist, dass er im Verhältnis zu andern Finanzierungsinstrumenten sehr teuer ist. Ein Vorteil dieses Kredites ist jedoch, dass man nur auf das wirklich in Anspruch genommene Kapital Zinsen zahlt und nicht auf eine z. B. zu viel aufgenommene Summe. Eine gute Finanzplanung sollte es aber ermöglichen diesen Vorteil gegenüber bei anderen Finanzierungsinstrumenten auszugleichen Dokumentenakkreditiv Bei einem Akkreditiv handelt es sich um ein Zahlungsversprechen einer Bank des Importeurs gegenüber einem Exporteur, die offenen Forderungen zu begleichen. Somit gibt die Akkreditivbank eine Garantie ab die Forderungen auch bei Illiquidität des Importeurs zu leisten. Hinzu kommt auch die Bank des Exporteurs, die die Überwachung des Akkreditivs übernimmt. Der Vorteil des Exporteurs liegt auf der Hand, da er somit ein weiteres Absicherungsinstrument gegenüber Illiquidität des Importeurs hat und sein Risiko diesbezüglich minimieren kann. Der genaue Ablauf eines sogenannten Dokumentenakkreditivs gliedert sich nun wie folgt. Nachdem zwischen Exporteur und Importeur ein Kaufvertrag zu Stande gekommen ist, erteilt der Importeur seiner Hausbank die Anweisung zur Eröffnung eines Akkreditivs. Wenn die Hausbank diese Anweisung angenommen hat, wird der Akkreditiv erstellt und an die Hausbank des Exporteurs weitergeleitet, so dass diese den Akkreditiv abwickelt und an den Exporteur weiterführt. Hierbei muss natürlich geprüft werden, ob das Akkreditiv den Regelungen entspricht, die im Kaufvertrag ausgehandelt wurden. Nach dieser Überprüfung und der Herstellung bzw. Produktion der Ware, kann diese versandt werden. Die Lieferdokumente werden nun der Hausbank vorgelegt, welche diese an die Hausbank des Importeurs weiterleitet. Sind diese Dokumente in Ordnung wird die Zahlung des Betrages veranlasst. 60 vgl. Häberle, Prof. Dr. Siegried Georg: Einführung in die Exportfinanzierung. München, 2002, S. 190ff Seite 29 von 52

30 Die Zahlung kann in Einzelfällen die gesamte Summe eines Kaufvertrages sein oder auch bei größeren Projekten in Teilabschnitten erfolgen, gegen Vorlage der entsprechenden Dokumente. 61 Es gibt verschiedene Arten von Akkreditiven, die hier nicht alle weiter erläutert werden. 5. Mögliche Kosten Bei der Abwicklung eines Exportgeschäftes ist die Berücksichtigung der Kosten, für den Angebotspreis, ein wichtiger Bestandteil, um ein sinnvolles Geschäft abwickeln zu können. Exporteure müssen sich an diesem Punkt ihrer ganzen Kosten bewusst sein und das sind bei weitem nicht nur einmalige Kosten der Finanzierung. Hier liegt eine große Herausforderung, um langfristig seine Geschäfte erfolgreich zum Abschluss bringen zu können. 5.1 Anwalt und Beratungskosten Meist schon bevor überhaupt angefangen wird zu produzieren, hat der Produzent bereits seinen ersten Aufwand. Um im Ausland erfolgreich zu sein, kann man sich hierzu wohlmöglich schon Insiderwissen von externen Beratern einholen, die einen guten Einblick in den ausländischen Markt und deren Marktteilnehmer geben können. Für diese Beratung lässt sich der externe Berater jedoch auch sehr gut bezahlen. Über diesen Aufwand sollte man nachdenken, da der Exporteur hier sein Risiko in der Planungsphase bereits verringern kann. Hierzu gibt es die verschiedensten Anbieter am Markt an die man sich wenden kann. Auch Anwaltskosten, die vor oder auch während des Kaufgeschäftes auftreten können, sollten nicht unberücksichtigt gelassen werden. Der Anwalt könnte während der Vertragsverhandlungen in Anspruch genommen werden oder auch bei späteren Streitigkeiten z. B. bei Zahlungsverzug. 61 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S.151ff Seite 30 von 52

31 5.2 Finanzierungskosten Die Finanzierungskosten sind direkt zurechenbare Kosten und lassen sich somit sehr gut in die Kalkulation hinein rechnen, da man sich vorab über diese erkundigt und ein aussagekräftiges Angebot der Hausbank zur Finanzierung bekommt. In diese Kostengruppe fallen unter anderem die Zinsen, die auf die Kreditsumme über die gesamte Laufzeit gezahlt werden müssen. Aber auch hier sei gesagt, dass es unter Umständen während der Laufzeit auch zu Zinsänderung kommen kann, somit stellt diese nicht immer eine konstante Größe dar. Andere Kosten die in diese Kostengruppe der Finanzierungskosten fallen, wären zum Beispiel einmalige Abschlussgebühren und administrative Gebühren, die einmalig bei Abschluss des Kreditvertrages auftreten, sogenannte Management Fee Innerbetriebliche administrative Kosten Hierunter fallen alle Kosten, die zur Bearbeitung und Betreuung eines Exportgeschäftes und dessen Überwachung notwendig sind. Speziell bei einem Lieferantenkredit fallen diese in ihrer Höhe für den Exporteur größer aus, da es notwendig ist zu überprüfen, ob die Zahlungseingänge in der richtigen Höhe, zum richtigen Zeitpunkt vom Importeur geleistet werden. Sollte das nicht der Fall sein, muss dies beanstandet und gemahnt werden. Aber nicht nur das Mahnwesen, sondern auch die Überwachung der Finanzierung und deren Tilgung und Zinsänderungen, müssen beobachtet werden. Daraus entsteht also ein extra Aufwand, weil zum Überwachen Personal benötigt wird, welches ggf. auch anders hätte eingeplant werden können bzw. die Personalgröße direkt beeinflusst. Somit ist die Ressource Personal anders eingesetzt worden, als es ggf. bei einem Bestellerkredit passiert wäre. Die administrativen kosten lassen sich meist in ihrer Höhe etwas schwerer zu ordnen, da die entsprechenden Abteilungen nicht nur ein Kaufgeschäft betreuen, sondern wahrscheinlich mehrere. Man muss die innerbetrieblichen Kosten eines jeden Auftrages somit per Aufwand des jeweiligen Kaufgeschäftes zuordnen, was auch einen gewissen Aufwand in sich birgt. 62 vgl. Wirtschaftslexikon Gabler: Management Fee. Online: [Zugriff: ] Seite 31 von 52

32 6. Beispielrechnung Nachfolgend werden drei verschiedene Beispielrechnungen aufgestellt, welchen verschiedene Ausgangssituationen zu Grunde gelegt werden. In allen Varianten setzt sich der Zins für die Finanzierung anders zusammen, da die Betrachtungsweisen der Finanzierungsnehmer verändert werden. Gegenübergestellt werden in diesen Beispielen jeweils ein Lieferantenkredit und ein Bestellerkredit, die mittels Hermeskreditversicherung gedeckt sind. Anhand des Vergleiches wird versucht abzuleiten, welche Form der Finanzierung für den Exporteur die vorteilhaftere Variante ist und wie sich eine Umwandlung der Finanzierungsperspektiven ggf. zur Umsatzsteigerung des Exporteurs auswirken kann. Gleichzeitig kann gesagt werden, dass es sich bei den Beispielrechnungen lediglich um Szenarien handelt. Bei der Auswahl der richtigen Finanzierung ist nicht immer die günstigere Variante die optimalere für den Finanzierungsnehmer, da auch andere Interessen mit hineinspielen können, die die höge der Finanzierungskosten zweitrangig erscheinen lassen, wie z. B. Bilanzpolitische Gründe. Deswegen beschränkt sich diese Auswertung der optimaleren Finanzierung lediglich auf die Annahme, dass nur das kostengünstigste Finanzierungsmodell das Beste ist, unter Ausblendung aller sonstigen Parameter, die nicht erwähnt wurden. Außerdem werden bei dem Vergleich der Finanzierungsarten lediglich die direkt zurechenbaren Finanzierungskosten gegenübergestellt, da die innerbetrieblichen, administrativen Kosten nur geschätzt werden könnten und in dieser Arbeit, aufgrund eines fehlenden praktischen Beispiels, nicht empirisch belegbar sind. Es sei gesagt, dass in allen Szenarien eine Hermesdeckung Voraussetzung ist und diese mittels des schon angesprochenen Hermes-Excel-Tools berechnet wurden. Allgemeine Ausgangslage für alle Szenarien Als erstes werden ein Lieferanten- und ein Bestellerkredit unter folgenden Annahmen näher betrachtet. Es wird angenommen, dass das Kaufgeschäft mit einem Importeur durchgeführt wird, der in einem Land ansässig ist, welches in die Länderkategorie 4, laut Hermes Länderrisikotabelle, eingestuft wird. Weiter hat dieser Importeur eine Seite 32 von 52

33 Bonitätseinstufung von CC0. Es kann in diesem Beispiel die Türkei gewählt werden, die zurzeit diesem Länderrisiko entspricht. 63 Die Zinsen für die Finanzierung setzen sich grundlegend für alle Szenarien aus folgenden Einzelteilen zusammen: sechsmonatiger Euribor 64 (siehe Anhang I) Margenaufschlag Importbank Margenaufschlag Exportbank Margenaufschlag Exporteur (bei Finanzierung durch Eigenkapital) Es müssen für die verschiedenen Finanzierungsarten nicht immer alle Komponenten des Zinses Berücksichtigung finden, da nicht jede Komponente in jeder Finanzierungsart Anwendung findet. Das Auftragsvolumen beträgt 1,0 Millionen Euro von denen ,- Euro Selbstkosten und ,- Gewinnaufschlag (Marge) des Exporteurs sind. Es werden 85% des Auftragsvolumens durch Fremdkapital finanziert. Die restlichen 15% werden als Anzahlung durch den Importeur geleistet. Diese Finanzierung entspricht somit den geforderten Hermeskriterien. 65 Die Laufzeit soll 5 Jahre betragen und es wird in halbjährlichen Raten getilgt. Der Kredit soll als Annuitätendarlehen beglichen werden. Des Weiteren ist eine Hermesdeckung für das Exportgeschäft abgeschlossen worden. Nachfolgend eine Zusammenfassung aller Annahmen. (siehe Abb.7) 63 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Länderklassifizierung. Online: [Zugriff: ] 64 vgl. Euribor-rates: Sechs Monats Euribor Zinsen. Online: 6-monate.asp [Zugriff: ] 65 vgl. Seyfarth, Dieter: Praxiswissen Auslandsgeschäft. Frankfurt am Main, 2004, S.349 Seite 33 von 52

34 Abb Szenario Ergänzende Ausgangslage Szenario 1 In dem ersten Szenario werden der Lieferantenkredit und dessen Finanzierung von dem Exporteur durch Eigenkapital übernommen. Es wird kein Kontokorrentkredit in Anspruch genommen und der Exporteur hat sich entschieden sein Eigenkapital nicht anderweitig anzulegen, sondern es unter einer angegebenen Verzinsung an den Importeur weiterzugeben. Daraus folgt, dass sich der Zins, der sich in der Berechnung für den Lieferantenkredit zusammensetzt, lediglich aus der Marge des Exporteurs ergibt. In der unteren Tabelle kann man ablesen, dass dieser 3,0% entspricht. (siehe Abb. 8) 3,500% Lieferantenkredit 3,000% 2,500% 2,000% 1,500% 1,000% 0,500% 0,000% 3,000% 1 Marge Exporteur Marge Importbank: Marge Exportbank: Euribor: Abb.8 Bei dem Bestellerkredit, soll dieser über die Bank des Importeurs abgewickelt werden. Das bedeutet, dass sowohl die Bank des Exporteurs als auch die Bank des Importeurs in dem Kaufgeschäft involviert sind. Hier handelt es sich also um einen Bank zu Bank Kredit, der der Bank des Importeurs zur Erfüllung des Kaufgeschäftes gewährt wird. In der unteren Abbildung kommen wir nach den einzelnen Komponenten auf einen Gesamtzins von 5,0 %. (siehe Abb. 9) Seite 34 von 52

35 6,000% Bestellerkredit 5,000% 4,000% 3,000% 2,000% 1,000% 0,000% 3,866% 0,750% 0,384% 1 Marge Importbank: Marge Exportbank: Euribor: Abb Berechnung Lieferantenkredit Szenario 1 Abb.10 In der oberen Abbildung 10 ist nun die Berechnung der Finanzierungskosten zu sehen. Der Zins setzt sich wie angesprochen nur aus der Marge des Exporteurs zusammen, der hier die Finanzierung durch sein Eigenkapital übernimmt. Die einzelnen Barwerte wurden abgezinst (siehe Abb.11) und ergeben in diesem Szenario eine Zinslast von Euro. Seite 35 von 52

36 Abb. 11 Weitere Kosten wie die schon angesprochene Management Fee oder Hermeskosten bleiben in diesem Szenario des Lieferantenkredites unberücksichtigt, da der Exporteur diese aus seinem Eigenkapital finanziert. Somit belaufen sich die gesamten Finanzierungskosten auf ,38 Euro. Diesen Betrag muss der Exporteur nun auf seinen veranschlagten Angebotspreis hinaufrechnen und kommt in der Summe nun zu einem Angebotspreis von insgesamt ,38 Euro Berechnung Bestellerkredit Szenario 1 Abb. 12 In der oberen Abbildung 12 kann man nun die Berechnung des Bestellerkredites sehen. Auch dieser setzt sich zuerst aus der Zinsbelastung zusammen, die aber, da hier zwei Banken mit agieren, höher ausfällt, als beim Lieferantenkredit. Auch hier wurden die Zinswerte nach T0 (Gegenwartswert) abgezinst (siehe Abb. 13) und man kommt auf eine Summe der Zinskosten von ,97 Euro. Seite 36 von 52

37 Abb. 13 Insgesamt kommen in diesem Szenario des Bestellerkredites jedoch noch die Prämie für die einmalige Management Fee und die Hermeskosten für die Finanzkreditdeckung hinzu. Beide Positionen verteuern die Finanzierungskosten, so dass sich der spätere Angebotspreis auf insgesamt ,27 Euro beläuft. 6.2 Szenario Ausgangslage Im zweiten Szenario ist die Ausgangslage relativ gleich. Die einzigen Unterschiede zum ersten Szenario sind, dass der Exporteur in diesem Beispiel die Finanzierung des Lieferantenkredites nicht aus seinem Eigenkapital finanziert, sondern durch seine Kontokorrentlinie. Durch die relativ gute Bonität des Exporteurs, ist diese Kreditlinie in diesem Szenario relativ zinsgünstig. Des Weiteren wird die Finanzierung nun direkt an den Importeur gewährt und läuft nicht erst über seine Hausbank, die im ersten Szenario ihren eigenen Margenaufschlag auf den Zins hatte. Der Zins des Lieferantenkredites setzt sich in diesem Szenario also wie folgt zusammen (siehe Abb. 14). Seite 37 von 52

38 6,000% Lieferantenkredit 5,000% 4,000% 3,000% 2,000% 1,000% 0,000% 4,750% 0,384% 1 Marge Exporteur Marge Importbank: Marge Exportbank: Euribor: Abb. 14 Insgesamt haben wir hiermit eine Zinsbelastung von 5,134%, die für die Finanzierung veranschlagt wird. Bei dem Bestellerkredit sieht es wie folgt aus (siehe Abb. 15). 3,000% Bestellerkredit 2,500% 2,000% 1,500% 1,000% 0,500% 0,000% 2,250% 0,384% 1 Marge Importbank: Marge Exportbank: Euribor: Abb. 15 Hier ist der Gesamtzins nur bei 2,634% also fast um die Hälfte unter der des Lieferantenkredites. Seite 38 von 52

39 6.2.2 Berechnung Lieferantenkredit Szenario 2 Abb. 16 Auch hier wurden die Zinsen wie im oberen Szenario nach T0 abgezinst (siehe Abb. 17) und mit den restlichen Kosten, der Management Fee und den Kosten der Warenkreditversicherung, verrechnet. Abb. 17 Insgesamt kommen wir nun auf totale Finanzierungskosten für den Lieferantenkredit von ,17 Euro, welche das Angebot um den gleichen Betrag für den Importeur verteuern. Seite 39 von 52

40 6.2.3 Berechnung Bestellerkredit Szenario 2 Abb. 18 Die Abzinsung der einzelnen Barwerte gliedert sich wie folgt (siehe Abb. 19). Abb Szenario Ausgangslage Im letzten und dritten Szenario ist die Ausgangssituation auch fast identisch mit der des ersten Szenarios bis auf folgende Abweichungen. Die Bonität des Exporteurs ist nicht so gut wie die in Szenario 2 und die Inanspruchnahme seiner Kontokorrentlinie verteuert sich. Auch in diesem Szenario ist bei dem Bestellerkredit die Bank des Importeurs Finanzierungsnehmer der Exportbank. Dies führt nun zu folgenden Zinskonstellationen für beide Finanzierungsarten. (siehe Abb. 20 und 21) Seite 40 von 52

41 9,000% 8,000% 7,000% 6,000% 5,000% 4,000% 3,000% 2,000% 1,000% 0,000% Lieferantenkredit 3,000% 4,750% 0,384% 1 Marge Exporteur Marge Importbank: Marge Exportbank: Euribor: Abb. 20 5,000% 4,500% 4,000% 3,500% 3,000% 2,500% 2,000% 1,500% 1,000% 0,500% 0,000% Bestellerkredit 2,000% 2,000% 0,384% 1 Marge Importbank: Marge Exportbank: Euribor: Abb Berechnung Lieferantenkredit Szenario 3 Abb. 22 Seite 41 von 52

42 In diesem Szenario haben wir nun die höchsten Finanzierungskosten, was an der schlechten Ausganglage des Exporteurs und dessen Bonität liegt. Dies treibt den Zins für den Lieferantenkredit auf 8,134% und zeitgleich auf das Höchstniveau aller Szenarien. Die Abzinsung der Barwerte gliedert sich wie folgt (siehe Abb. 23). Abb Berechnung Bestellerkredit Szenario 3 Abb. 24 Bei dem Bestellerkredit ist der Zins mit 4,384% deutlich besser gestellt, als der des Lieferantenkredites aus diesem Szenario. Die Zinskosten wurden wie folgt zum Zeitpunkt T0 abgezinst und ermittelt (siehe Abb. 25). Seite 42 von 52

43 Abb Vergleich der Szenarien Vergleicht man diese Szenarien, lassen sich für die Vorteilhaftigkeit der Akteure nun folgende Schlüsse ziehen: Abb. 26 In der oberen Abbildung 26 können noch einmal die drei Szenarien, auf einen Blick, gegenübergestellt betrachtet werden. In Szenario 1 sind die Finanzierungskosten für den Lieferantekredit günstiger und der Importeur wird sich wohl rein anhand der Finanzierungskosten für diesen Seite 43 von 52

44 entscheiden. Für den Exporteur treten in diesem Fall alle schon angesprochenen Risiken ein, welche es gilt abzusichern. Da es sich um ein Hermesgedecktes Kaufgeschäft handelt, ist dies zu Teilen schon geschehen. In Szenario 2 verhält es sich entgegengesetzt zum ersten Szenario. Hier ist die Finanzierung durch einen Bestellerkredit kostengünstiger, was den Importeur an dieser Stelle jedoch zusätzlich belastet, da er hier die Finanzierung zu tragen hat. Für den Exporteur ergeben sich die schon angesprochenen Vorteile, die sich aufgrund der Bargeschäft ähnlichen Abwicklung ergeben. In Szenario 3 ist auch der Bestellerkredit kostengünstiger für den Importeur und es verhält sich hier wie bei Szenario 2. Verallgemeinern welche Finanzierungsart nun für den Exporteur die bessere darstellt, hängt zu weilen auch von weiteren Faktoren ab, die hier nicht komplett berücksichtigt werden können z. B. möchte der Exporteur sein Eigenkapital nicht bei der Bank anlegen, sondern durch Lieferantenkredite selber verzinsen oder möchte er sich durch das Anbieten von Lieferantenkrediten vom Wettbewerb abheben. Dennoch kann gesagt werden, dass die bessere und risikoärmere Variante für den Exporteur bei einem Bestellerkredit liegt! In der nachfolgenden Abbildung sind die Zinsentwicklungen der einzelnen Szenarien noch einmal aufgeführt (siehe Abb. 27). Am günstigsten war hier der Zinsverlauf in dem der Exporteur sein Eigenkapital zur Verwendung der Finanzierung benutzt. Natürlich kann dies in der Praxis mit einem höheren Zins bewertet werden und es lässt sich nicht allgemein sagen, dass dies immer die zinsgünstigste Variante ist. Abb. 27 Seite 44 von 52

45 Es kann jedoch gesagt werden, dass bei einer Finanzierung mit Export- und Importbank der Zins deutlich über dem Zins liegt, der bei einer direkten Finanzierung mit dem Unternehmer entstanden wäre. Was natürlich an der doppelten Marge festzumachen ist. Jedoch ist diese Art der Finanzierung meist nur mit sehr bonitätsstarken Unternehmen durchführbar, da das Ausfallrisiko der Banken sonst zu hoch wäre. 6.5 Vorteile Gewinnsteigerung und Verhandlungsbasis Ein anderer Gesichtspunkt in dieser Arbeit sollte sein, ob sich bei einer Verschiebung der Finanzierung nun Gewinnsteigerungen erzielen lassen. Aus den Szenarien lässt sich ableiten, dass dies möglich ist, wenn folgende Faktoren zusammentreffen. Wenn der Exporteur sein Angebot zu einem Preis anbietet, der die Finanzierungskosten beinhaltet und wenn er die Finanzierung auf den Importeur verschieben kann, sollte er eigentlich die Finanzierungskosten aus seinem Angebotspreis herausrechnen. Tut er dies nicht, hat er eine Gewinnsteigerung in Höhe der Differenz zu dem Angebotspreis ohne Finanzierungskosten und dem Angebotspreis inklusive Finanzierungskosten. In den Szenarien wäre das bei Variante 2 und 3 möglich. In beiden Szenarien ist der Bestellerkredit für den Importeur die günstigere Variante. Schmälert der Exporteur nun sein Angebotspreis nicht um die gesamten Finanzierungskosten, hat er einen Mehrgewinn erreicht. Ein anderes Szenario kann auch sein, dass der Exporteur seine Konditionen bei einem Kontokorrentkredit nicht in der gleichen Höhe weitergibt und hier seinerseits einen versteckten Aufschlag dazurechnet. Somit generiert er auch in diesem Fall, sollte es zu einem Kaufgeschäft kommen, eine extra Marge, die in der Differenz der gewährten Konditionen des Exporteurs und seinem Aufschlag begründet sind. Eine Verschiebung der Finanzierung auf den Importeur hat einen weiteren Vorteil für den Exporteur. Nicht nur das er einen höheren Gewinn erzielen kann. Er hat gleichzeitig auch eine bessere Ausgangslage seine Zielmarge von Euro zu erreichen. Sollte er in diesem Fall sein Angebotspreis wieder nicht um die Finanzierungskosten bereinigen, kann er bei späteren Verhandlungen Zugeständnisse machen, die jedoch nicht seine Ursprungsmarge tangieren. Seite 45 von 52

46 In allen Situationen kann der Exporteur also aus der Verschiebung der Finanzierungsperspektiven einen Vorteil für sich schaffen und gleichzeitig das Risiko des Kaufgeschäftes minimieren. 7. Resümee Die Fragen, die sich vor der Bearbeitung des Themas gestellt haben, waren wie das Zusammenspiel zwischen Lieferanten- und Bestellerkredit sich auf den Exporteur, seine Risiken und ggf. seinen Gewinn auswirken können. Besonders die Gewinnsteigerung und die Risikominimierung durch die optimale Ausnutzung zwischen Lieferanten- und Bestellerkredit, war ein zentraler Bestandteil dieser Bachelorarbeit. Es wurde sehr intensiv auf das Risiko hingewiesen, welches es zu beachten gilt, wenn Unternehmen als Exporteure neue Märkte in anderen Ländern und mit neuen Geschäftspartnern erschließen möchte. Die verschiedenen Risikokategorien und die Vermeidung dieser wurden herausgearbeitet und es wurde darauf hingewiesen, wie wichtig ein gutes Risikomanagement für einen Exporteur ist, um langfristig am Markt bestehen zu können. Die Unterscheidung, die dabei den Lieferanten- und Bestellerkredit bei dieser Risikoanalyse betreffen, wurde auch in dieser Arbeit diskutiert. Für die Vermeidung der Risiken wurden verschiedene Instrumente angesprochen mit einem speziellen Fokus der Warenkreditversicherung der Euler Hermes Kreditgesellschaft, da diese ein sehr wichtiges Instrument im Risikomanagement bei Exportgeschäften darstellt. Es lässt sich somit sagen, dass die Exporteure bestrebt sein sollten, ihre Risiken bestmöglich abzusichern bzw. zu minimieren und dies wird durch das Instrument des Bestellerkredites am besten erfüllt, da hier eine Risikoverschiebung auf den Importeur stattfindet und sich das Kaufgeschäft faktisch für den Exporteur wie ein Bargeschäft abwickelt. Es wurde gleichzeitig darauf hingewiesen, dass es in der Praxis nicht unbedingt leicht ist, den Importeur von einem Bestellerkredit zu überzeugen, da hier auch sehr viele Interessen des Importeurs eine Rolle spielen, wie z. B. bilanzpolitische Interessen. Weiterhin bestand eine These dieser Arbeit darin, ob der Exporteur durch die Verschiebung der Finanzierung seinen Gewinn maximieren kann, indem er die Seite 46 von 52

47 kalkulierten Finanzierungskosten nicht in ihrer ganzen Höhe aus seinem Angebotspreis wieder herausrechnet. Somit generiert der Exporteur eine extra Marge die seinen Gewinn steigert. Es konnte anhand einer Rechnung gezeigt werden, dass dies durchaus möglich sein kann. Gleichzeitig wurde auch eine zweite Möglichkeit der Gewinnsteigerung aufgezeigt, indem der Exporteur seine gewährten Konditionen nicht in ihrer tatsächlichen Höhe weitergibt, sondern noch einen Aufschlag auf diese berechnet. Die Konditionen und der Aufschlag sollten aber die Finanzierungskosten für einen Bestellerkredit nicht überschreiten, ansonsten wäre der Lieferantenkredit für den Importeur unattraktiv und die Umsatzsteigerung würde nicht zum tragen kommen, weil der Importeur eher zum Bestellerkredit tendieren würde. Auch die Vorteile bei späteren Verhandlungen bei beiden Varianten wurden aufgezeigt, da bei Eingeständnissen auf Exporteurs Seite bezüglich Rabatten etc. nun eine bessere Verhandlungsposition besteht, da bei der Gewährung von Rabatten die Angebotssumme nicht um den tatsächlichen Angebotspreis bereinigt würde. Abschließend kann gesagt werden, dass Exporte in fremde Märkte sehr lukrativ sein können, da man neue potentielle Kunden erreicht und durch verschiedene Finanzierungsinstrumente ggf. auch Umsatzsteigerung betreiben kann. Jedoch sollte man dies nur mit der bestmöglichen Absicherung tun. Der Bund fördert diese Art von Kaufgeschäften sehr und eröffnet den deutschen Exporteuren somit sehr viele neue Möglichkeiten und Chancen, die sie wahrnehmen können, aber gleichzeitig sollten sie auch die Risiken bei solchen Geschäften nicht unterschätzen. 8. Eidesstattliche Versicherung Hiermit erkläre ich an Eides Statt, dass ich die vorliegende Abschlussarbeit selbständig und ohne fremde Hilfe verfasst und andere als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt habe. Die den benutzten Quellen wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen (direkte oder indirekte Zitate) habe ich unter Benennung des Autors/der Autorin und der Fundstelle als solche kenntlich gemacht. Sollte ich die Arbeit anderweitig zu Prüfungszwecken eingereicht haben, sei es vollständig oder in Teilen, habe ich die Prüfer/innen und den Prüfungsausschuss hierüber informiert... Ort, Datum. Unterschrift Seite 47 von 52

48 9. Literaturverzeichnis Altmann, Jörn (o. J.): Gabler Wirtschaftslexikon: Fabrikationsrisiko. Online: [Zugriff: ] Atradius (o. J.) Online im Internet: Lieferantenkredite können Aufschwung ankurbeln. Online: [Zugriff: ] Bankstudent (o. J.) Online im Internet: Die AKA und die KfW. Online: [Zugriff: ] Boersennews(o. J.) Online im Internet: Währungsrisiko. Online: [Zugriff: ] Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (o. J.) Online im Internet: Exportgarantien (Hermesdeckungen). Online: [Zugriff: ] Duden (o. J.) Online im Internet: Online: [Zugriff: ] Euler Hermes Aktiengesellschaft (2014) Online im Internet: Online: [Zugriff: ] Geßner, Frank (o. J.): Gabler Wirtschaftslexikon: Forfaitierung. Online: [Zugriff: ] Häberle, Siegfried (2002): Handbuch der Außenhandelsfinanzierung. 3. Auflage, München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag Häberle, Siegfried (2002): Einführung in die Exportfinanzierung. 2. Auflage, München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag Matschke, Manfred Jürgen & Olbrich, Michael (2000): Internationale und Außenhandelsfinanzierung. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag OECD (o. J.) Online im Internet: [Zugriff: ] Online im Internet: [Zugriff: ] Schäfer, Ulrich (2013): Warum die Kritik an Deutschland berechtigt ist. Online: [Zugriff: ] Seyfarth, Dieter (2004):Praxiswissen Auslandsgeschäft. 1. Auflage, Frankfurt am Main: Bankakademie Verlag Sparkasse (o. J.) Online im Internet: Online: [Zugriff: ] Statistisches Bundesamt (2013) Online im Internet: Online: https://www.destatis.de [Zugriff: ] Seite 48 von 52

49 Wirtschaftslexikon24 (o. J.) Online im Internet: Anzahlungsgarantie. Online: Zugriff: ] Weerth, Carsten (o. J.): Gabler Wirtschaftslexikon. Online: [Zugriff: ] Seite 49 von 52

50 10. Anhang Anhang I: 66 Anhang II: vgl. Statistisches Bundesamt: Deutsche Ausfuhren im Jahr Online: https://www.destatis.de/de/presseservice/presse/pressemitteilungen/2013/02/pd13_050_51.html [Zugriff: ] Seite 50 von 52

51 Anhang III: 68 Anhang IV: vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Verzeichnis der Gebühren und Entgelte. Online: [Zugriff: ] 68 vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Deckungsformen. Online: [Zugriff: ] 69 Vgl. Euribor-Rates: Online im Internet: [Zugriff: ] Seite 51 von 52

52 Anhang V: vgl. Euler Hermes Deutschland AG: Länderklassifizierung. Online: [Zugriff: ] Seite 52 von 52

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