Lean and green Technologische Trends in der Logistik

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1 Lean and green Technologische Trends in der Logistik

2 Schwerpunkte Fachhochschule Kaiserslautern, Standort Zweibrücken Studiengangsleiterin Technische Betriebswirtschaft Studiengangsleiterin MBA Vertriebsingenieur und Marketing- Management Wissenschaftliche Leiterin des An-Institutes ed-media e.v. Logistik Identifikationssysteme, insbesondere RFID(Labor) Materialflussoptimierung und Simulation Behältermanagement Fertigungs-Layout Supply Chain Management(SCM) IT-Systeme

3 Gliederung 1. Lean Definiton Globale Herausforderung Technologische Trends in der Logistik Inbound und Outbound Logistik 2. Green Defintion Herausforderung Inbound und Outbound Logistik 3. Lean and Green- Widerspruch oder Erfolgsfaktor?

4 1. Lean Abkürzung für Lean Management Schlankes Organisations- und Führungskonzept mit dem Ziel: Werte ohne Verschwendung schaffen Der Lean-Ansatz betrachtet die Produktion aus der Sicht des Prozessflusses Augenmerk auf Verschwendung in Form von: Überhöhten Beständen, Ware-in-Arbeit sowie nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten wie Transportieren, Warten, Kontrollieren.

5 1. Lean Hauptfrage: Wofür bezahlt der Kunde Geld? In einem typischen Industrieunternehmen entfallen lediglich 10 Prozent der Gesamtkosten auf die eigentlichen Produktion. Die übrigen 90 Prozent generieren die nicht direkt produzierenden Tätigkeiten und Prozesse im Support-und Administrativbereich. Quelle: io new management vom , Bruno G. Rüttimann, Urs P. Fischer und Martin T. Stöckli,

6 1. Lean Was bedeutet dies für die Logistik? Die Herausforderung, den Unternehmenswert durch Eliminierung von Verschwendung zu maximieren und die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, bleibt weiterhin bestehen Es steht nicht mehr die Optimierung der herstellenden Aktivitäten im Zentrum, sondern die Eliminierung der nicht-wertschöpfenden Aktivitäten. Die Logistik steht somit im Mittelpunkt aller Aktivitäten Die Beherrschung der globalen und lokalen Logistikströme sowohl innerhalb des Unternehmens (Inboundlogistik) als unternehmensübergreifend (Outboundlogistik, SCM) sind die neuen kritischen Erfolgsfaktoren für die Unternehmen.

7 Globale Herausforderungen Die letzten Jahre und Jahrzehnte sind von mehreren Trends geprägt, die die Logistik beeinflussen. Zunehmende Globalisierung, steigende Kundenanforderungen, verkürzte Produktlebenszyklen und rasch entwickelnde Informationstechnologie.

8 Technologische Trends in der Logistik Logistik Flussorientierte, unternehmensübergreifende Querschnittsfunktion, vielfältigen Änderungen ausgesetzt und hochdynamisch.

9 Technologische Trends in der Logistik Strukturierung von Logistiktrends Quelle: Logistiktrends und Logistikausbildung 2020; Klumpp, M.

10 Technologische Trends in der Logistik Globale Trends werden als Veränderungen in der Struktur der Weltwirtschaft und der Anforderungen an das Wirtschaften der Menschen (z.b. Sustainability, CSR) definiert. Dies schließt auch geographische bzw. regionale Entwicklungstrends ein wie z.b. Lohn- und Kaufkraftveränderungen in einzelnen Ländern. Als Basaltrends werden grundlegende technologische Konzeptentwicklungen wie auch neue Konzepte der Organisation der wirtschaftlichen Zusammenarbeit (innerbetrieblich wie auch überbetrieblich) definiert. Die Kundentrends definieren allein aus der Nachfragespezifikation bzw. persönlichen Situation der Kunden Veränderungen. Die Konjunkturtrends bilden die wirtschaftlich bedingte Veränderung der Nachfrage und des Angebotes, also die Auslastung ab.

11 Technologische Trends in der Logistik Landkarte logistischer Themen der Zukunft Quelle: Trendforschung in der Logistik Logistikinnovationen 2015+, TU Berlin

12 Lokale Herausforderungen Logistische Landschaft in RLP

13 Inboundlogistik- Beispiele Trend 1: Produktionsprozesse werden immer effizienter und schneller Logistik muss im Bereich der Ver-und Entsorgung von Produktionsbereichen immer schneller und effizienter werden: Beispiele: - neue Presse mit 40 Hub/Min -> Versorgungszüge mit Schleppzug alle 8 Minuten - Fertigstellung eines Autos alle 36 Sekunden -> alle erforderlichen Teile müssen im gleichen Takt bereitgestellt werden Trend 2: Transparenz der logistische Prozesse im Bezug auf Kosten und Zeiten Beispiele: - Behältermanagement: Identifikation auf Basis von RFID Kostenberechnung bei Umstellungen - Transportoptimierung: Neue Bitburger-Flasche

14

15 Outboundlostik- Beispiele Trend 1: Managen von Transportketten Assistenzsysteme zur Steuerung intelligenter Logistiknetze Beispiele: - RFID-gestützte Sequenzierung und Belieferung (Long-Range SILS) - Compliance hinsichtlich der geforderten Standards wie beispielsweise die GMP (GoodManufacturing Practice) sowie den GSP-(GoodStorage Practice) und GDP-Richtlinien (Good Distribution Practice) in der gesamten Logistikkette Trend 2: Optimierungenund Anbindung von vernetzten Produktions-und Lieferkooperationen im Bereich der Supply Chain (Stichwort flexibel) integrierte Geschäftsprozesse zwischen Herstellern, Logistikdienstleistern sowie Lieferanten. Beispiel: - IT-Lösungen:Transportation Managementsysteme, die die Integration von OEM und Lieferanten mit Logistikdienstleistern und Verladern ermöglichen

16 2. Green Grüne Logistikist die ganzheitliche Transformation von Logistik-Strategien, -Strukturen, -Prozessen und -Systemen in Unternehmen und Unternehmensnetzwerken zur Schaffung umweltgerechter und ressourceneffizienter Logistikprozesse. Gleichgewicht von ökonomischer und ökologischer Effizienz Schaffung eines nachhaltigen Unternehmenswertes Fragen: Wie können Ressourcen geschont werden? Wie können die Betriebskosten gesenkt werden? Quelle: io new management vom , Bruno G. Rüttimann, Urs P. Fischer und Martin T. Stöckli,

17 Green Was bedeutet dies für die Logistik? Steigende Energie- und Ressourcenkosten sind wesentliche Treiber der Logistikkosten Entwicklung Rohölpreise Quelle: tecson.de

18 Green Reichweiten nicht regenerativer Energieträger Quelle: Umweltbundesamt

19 Green Inboundlogistik Bei innerbetrieblichen Logistiksystemen entfallen 40% der Gesamtkosten auf Energie Quelle: : Rudolf Muhlfinger/ Bernd Maienschein, Prozessoptimierung schont die Umwelt und schafft Wettbewerbsvorteile, MM Logistik Verbesserungspotenziale: - Solarmodule - Optimierung von Heiz- und Kühlkosten - nachhaltige Logistikimmobilien - Optimierung von Verpackungen - Optimierung innerbetrieblicher Warentransporte -Einsatz neuer energieeffizienter Transportfahrzeuge - Leichtbauweise

20 Quelle: 20

21 Green Outboundlogistik 80 % der Projekte zur Senkung der Herstellkosten sind Verlagerungsoder Sourcingprojekte Quelle: : Thomas Troll/Bernd Maienschein, Lean and green Symbiose statt Widerspruch, MM Logistik Verbesserungspotenziale: - Ladeeinheiten durch Simulation optimieren (Raumausnutzung) - frühzeitige Planung von Transporten : - Bündelung, - alternative Verkehrswege - Routen- und Füllgradoptimierung -Einsatz neuer energieeffizienter Transportfahrzeuge - Local Sourcing

22 3. Lean andgreen Werte ohne Verschwendung schaffen Gleichgewicht von ökonomischer und ökologischer Effizienz Schaffung eines nachhaltigen Unternehmenswertes Fokussierung auf Herstellkosten und Transportkosten reicht nicht mehr aus Bisherige Bewertungskriterien: Investitions- und Logistikkosten, Bestände und Fertigungskosten Ergänzung um qualitative Faktoren: Konformität zu Lean-Prinzipien, Wiederbeschaffungszeit, Versorgungssicherheit, Risikoabschätzung und CO 2 -Bilanz

23 Einfluss von Logistikentscheidungen auf die Umweltwirkung Quelle: Aronson, Brodi

24 Ergebnisse der Studie Global Logistics Quelle: Trendforschung in der Logistik Logistikinnovationen 2015+, TU Berlin

25 Lean and Green Widerspruch oder Erfolgsfaktor? Umdenken der unternehmerischen Seite erforderlich Gestaltung von Wertschöpfungsketten nach Lean und Green Gesichtspunkten erfordert eine Produkt- und Prozesssicht anstelle einer Bauteilesicht Verantwortung für die Umwelt erfordert eine strategische Basis

26 Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit Fragen??? Efficiency Award

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