LOGISTIK-KONGRESS Südwest

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1 LOGISTIK-KONGRESS Südwest Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen Villingen-Schwenningen, 24. September 2013 Dr. Jörg Pirron und Michael Mezger Geschäftsführende Gesellschafter PROTEMA Unternehmensberatung GmbH

2 PROTEMA Unternehmensprofil Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bringen die Zeit in Bewegung PROTEMA steht seit 1996 für Prozesse-Organisation-Technik-MitArbeiter Gesellschafter geführt Beraterkapazität 12/13: 30 Umsatz 12/13: 5,0 Mio. Personal aktuell: 49 davon Berater: 34 Unternehmen 1996: PROTEMA Unternehmensberatung GmbH 2005: PROTEMA North America Inc 2002: LOPREX GmbH Dienstleistungen Unternehmensberatung Industrieplanung Software Lösungen Projekte & Veränderungen Ihre Zufriedenheit ist das Kapital unserer Dienstleistung seit 2005 zertifiziert nach ISO 9001:2008 Qualität ist unser Anspruch Kundenzufriedenheit unser Ziel Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 2

3 Unsere Einsatzgebiete Erfahrungen Sprache Kultur Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 3

4 Unser Beratungsangebot Geschäfts- und Handlungsfelder PROTEMA BERATUNGSFELDER Unternehmensentwicklung Unternehmensstrategie und -Organisation Prozessmanagement Design und Reengineering Prozess Controlling und Prozesskennzahlen Business Excellence und Managementsysteme Produktentwicklung und Unternehmenslebenszyklus Business Planung und Risikomanagement Produktentstehungsprozess und Änderungsmanagement Product Lifecycle Management Lieferantenmanagement After Sales, Vertrieb und Marketing Vertriebs- und Marketingorganisation Wachstumstrategien Markt, Kunde und Produkt Absatz- und Umsatzplanung After Sales Management und Ersatzteilmanagement Logistik- und Supply Chain Management Gestaltung von Produktions- und Logistiknetzwerken Kostensenkung und Bestandsoptimierung Prozessoptimierung der Auftragsabwicklung im ERP Versorgungsmodelle Inbound/ Outbound Fabrikplanung, Produktion und Logistik Werksentwicklung, Fabrik- und Logistikstruktur Fabrikgestaltung, Produktion und Logistik Produktionsplanung und Produktionssteuerung Produktionsanlagen, Lager- und Transportsysteme Konzeptbewertung und Investitionsabsicherung Digitale Fabrik und 3D-Visualisierung Simulation von Produktions- und Logistiksystemen Wirtschaftlichkeitsbewertung und Potenzialanalyse Produktkostenkalkulation und -Optimierung Projekte und Veränderungen begleiten Projektkommunikation und -Dokumentation Projektmanagement und -Controlling Change Management Schulung und Coaching, Aktionen und Medien Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 4

5 Agenda Entwicklung der Logistik 1. Logistik gestern Entwicklungsstufen in der Logistik Einflussfaktoren 2. Logistik heute 3. Logistik morgen Zahlen, Daten, Fakten Deutschlands Stellenwert im Bereich Logistik Logistikkooperationen Trends und deren Relevanz für die Logistik Neue Anforderungen an Prozesse Zunehmender Kooperationsbedarf Handlungsfelder und Erfolgsfaktoren für Kooperationen 4. Logistik übermorgen Fünf mögliche Zukunftsvisionen und Szenarien Ausblick für die Logistik Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 5

6 Logistik gestern Entwicklungsstufen & Optimierungsfelder der Logistik 1970er Beschaffung Transport, Produktion Transport, Absatz Umschlag, Umschlag, Lagerung Lagerung Klassische Logistik abgegrenzte einzelne Funktionen 1980er Beschaffung Klassische Produktion Klassische Logistik Logistik Vertrieb Logistik als Querschnittsfunktion Kunde funktionsübergreifende Prozesse 1990er Phase der funktionalen Integration Auftragsabwicklung Kunde Entwicklung Versorgung Produktion Distribution Entsorgung Logistik integriert Funktionen zu Prozessketten Kunde Prozessketten Phase der unternehmensübergreifenden Integration Logistikdienstleister Kunde Lieferant Produzent Handel Kunde Logistik integriert Unternehmen zu Wertschöpfungsketten Wertschöpfungsketten 2000er Phase der weltweiten Integration von Wertschöpfungsketten Logistik integriert Wertschöpfungsketten zu globalen Netzwerken Globale Netzwerke 2007er Phase gemeinschaftlicher Netzwerke virtuelle Netzwerke Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 6

7 Logistik gestern und heute Einflussfaktoren auf Logistik und Service Level Konzentration auf Kernkompetenzen Höhere Individualisierung der Kundennachfrage Lieferanten Steigerung des Dienstleistungsanteils in der Wertschöpfung Kosten Zeit Globale Verteilung der Wertschöpfungspartner Unternehmen Buy Source Plan Make Sell Deliver Neue Informationstechnologien Flexibilität Kunden Qualität Verkürzte Produktlebenszyklen Politische Vorgaben (Steuern, Zölle, Umweltschutzgesetze) Engere Vernetzung der Unternehmen Nachfrage nach hoher Qualität Ein unaufhaltsamer Trend in Richtung Globalisierung & Individualisierung ist zu erkennen. Die Veränderungen von Markt und Wettbewerb verändern auch die Logistik Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 7

8 Logistik heute Bedeutung der Logistik Logistikkostenanteil ca. 6% Logistikkostenanteil ca. 46% 2,5% Interne Logistik 0,5% Sonstige Logistikkosten 3% Externe Logistik (Transport) 2,0% Bestandskosten 4,9% Lagerung 29,4% Transport 2,9% EDV 3,9% Schwund 2,9% Margenverlust TREND Logistikkosten machen einen sehr hohen Anteil an den Gesamtkosten von Produkten aus, eine Zunahme ist durch zunehmende Internationalisierung & Vernetzung der Produktion zu erwarten. Quelle: McK, Wissen: Logistik, Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 8

9 Logistik heute Zahlen, Daten, Fakten mit 225 Mrd. EUR im Jahr 2012 ist die Logistikbranche gemessen am Umsatz die drittgrößte Wirtschaftsbranche in Deutschland 2013 werden Logistikunternehmen vermutlich ein Umsatzvolumen von 223 Milliarden Euro erreichen. Davon: 44 % Transport 26 % Lager und Umschlag 20 % Bestände 6 % Auftragsabwicklung 4 % Logistikplanung Die Logistikbranche ist eine Zukunftsbranche in Deutschland mit hohem Wachstumspotenzial. Quellen: Fraunhofer SCS: Die TOP 100 der Logistik (2012/ 2013); Fraunhofer SCS und Bundesvereinigung Logistik; BVL Bundesvereinigung Logistik e.v Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 9

10 Logistik heute Zahlen, Daten, Fakten II Deutschland ist größter Logistikmarkt in Europa. (Quelle: Fraunhofer SCS) Nur knapp die Hälfte der logistischen Leistungen in Deutschland besteht in sichtbarer Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Andere Hälfte findet in Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt. (Quelle: BVL) Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren ca Unternehmen. (Quelle: BVL) Deutschlandweit ca. 160 logistische und logistikorientierte Studiengänge 2012 wurde ein Transportaufkommen von 4,3 Milliarden Tonnen erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr sank es um 2,2%. (Quelle: Destatis und Statista) Die Outsourcingrate beläuft sich 2011 in Deutschland auf 49%, mit der höchsten Quote im Transport. (Quelle: Fraunhofer SCS) Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 10

11 Logistik heute Deutschland mit Spitzenplatz Der Logistic Performance Index (LPI) bewertet weltweit die logistische Leistungsfähigkeit in 155 Ländern. Dabei wird die Einschätzung von ca internationalen Frachtführern zugrunde gelegt. Customs Timeliness Supply chain service delivery Infrastructure International shipments Services quality Tracking and tracing Areas for policy regulations (inputs) Service delivery performance outcomes (Time, cost, reliability) Deutschland ist in 2012 auf Platz 4 (2007: 3; 2010: 1) und belegt mit Infrastruktur, Pünktlichkeit und Servicequalität Spitzenplätze. Quelle: World Bank - Connecting To Compete, Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 11

12 Logistik heute Beispiele aktueller Kooperationen Einzelhandel Lebensmittel Erfolgreiche Logistikkooperation, Belieferung von Lebensmitteln über einen gemeinsamen Logistikprovider zwischen Konkurrenzunternehmen bis ins Regal Einzelhandel Möbelversand Komplettes Management der gesamten Logistikkette vom Zentrallager über die Depots bis zum Kunden durch einen LDL mit Value Added Services wie Möbelaufbau und Reparaturen Auotmotive Inbound Supply Chain Kooperative Nutzung von Logistikkapazitäten und Know-How im Automotive Zulieferbereich durch 1st tier Supplier Komplexe Automotive Industriepark Kooperationen Übertragung von Fertigungs- und Logistikdienstleistungen an Automobilstandorten. Smart nach wie vor Trendsetter in der Vergabe von Kooperationsaufgaben und reduzierter Fertigungstiefe.

13 Kooperationen in der Logistik Logistikkooperation im Lebensmittel Einzel-Handel Kooperation bis ins Regal bei den Konkurrenten Mars und Ferrero Transport und Auslieferung in an die Einzelhändler durch einen Transport-DL. Kostenvorteil bei den Frachtkosten zwischen 15% und 20% 4000 Rampenkontakte und LKW km weniger pro Jahr Einzeloptimierung der Lieferkette durch die Hersteller bringt maximal 3%-5% Einsparung. Hersteller koordinieren und organisieren ihre Supply-Chain selbst und gemeinsam. Bessere Auslastung der Transporte auch bei kleinen Warenmengen durch Zusammenfassung der Transporte von verschiedenen Herstellern (www.lebensmittelpraxis.de ) Risiko: Gegenseitige Abhängigkeit bei vereinbarten Transportkonditionen nach Gesamtmenge Folge: Übernahme von Mehrkosten bei Volumenrückgang eines Partners Nachteile Informationen zu Kosten und Mengen sind innerhalb der Partnerschaft unter Konkurrenten transparent. Strategie: Ausweichen in Stückgutsendung bis zum Umschlaglager bei einem Logistik DL. Anlieferung letzte Meile durch Logistik DL. Bessere Auslastung des DL Lagers führt ebenfalls zu Kosteneinsparungen und die Kooperation lässt sich leichter auflösen Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 13

14 Kooperationen in der Logistik Automotive Inbound Supply Chain Cooperation Kooperationen zwischen Automobilzulieferern sind richtungsweisend Einsparpotenziale bis zu 10% im Bereich Inbound-Logistik und Supply-Chain Management sind möglich. Problem: Fehlendes Vertrauen und Interessensunterschiede verhindern bisher weitere Kooperationen. Nichtwettbewerbskooperationen schneiden in der Beurteilung besser ab als Wettbewerbskooperationen. 86% der befragten Zulieferer kooperieren mit OEMs, Nicht-Wettbewerbern und mit Wettbewerbern. Optimierung durch gemeinsamen Einkauf und Transport verbessert die Versorgung der Produktion. Gemeinsame Zielausrichtung vor Kooperationsstart ist ein Muss. Details sind zur Vorbereitung der Kooperation im Rahmen einer Supply- Chain-Due Diligence zu erarbeiten. Miebach Studie Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 14

15 Kooperationen in der Logistik Logistikkooperation smart France Nutzen und Ziele Standardisierte Belieferungsformen Optimierte Bestände im Gesamtprozess Prozess vom Lieferanten bis zum Einbauort optimiert Reduzierung der Logistikkosten im Gesamtprozess von den Lieferanten bis zum OEM Vereinheitlichung der Schnittstellen zwischen den Prozessen vom Lieferanten bis zum OEM Einstufige Lagerabwicklung über LLZ: Eine Lagerstufe im Prozess Losgrößenoptimierung beim Lieferanten Direktabwicklung und JIS: Lieferant fertigt synchron zum OEM Kein Lager im Anlieferprozess Industriepark: Varianz und Volumen entstehen so spät wie möglich Stark reduzierte Transport- und Steuerungskosten Fördertechnik bis zum Einbauort minimiert Transport- und Handlingskosten Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 15

16 Logistik morgen Megatrends für die Gesellschaft und Industrie Demographischer Wandel Neue Stufe der Individualisierung Boomende Gesundheit Frauen auf dem Vormarsch Kulturelle Vielfalt Neue Mobilitätsmuster Digitales Leben Lernen von der Natur Ubiquitäre Intelligenz Konvergenz von Technologien Globalisierung 2.0 Wissensbasierte Ökonomie Business Ökosysteme Wandel der Arbeitswelt Neue Konsummuster Umsteuern bei Energie und Ressourcen Klimawandel und Umweltbelastung Urbanisierung Neue politische Weltordnung Wachsende globale Sicherheitsbedrohungen Quelle: Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 16

17 Logistik morgen Trends und deren Relevanz für die Logistik Globalisierung und Vernetzung Individualisierung und Kundenanforderungen Technologieinnovation Dezentrale und Absatzmarkt-basierte Produktion in Megaplants an der Peripherie von Megacities. Globale Vereinbarungen zwischen Europa, NA und den BRIC Staaten Verlagerung der Produktionsprozesse zum Kunden. Zusätzliche Funktionen und Kundennutzen durch Kontraktlogistik RFID Radio Frequency Identification für die Software unterstützte Produktidentifikation und Kontrolle über den gesamten Lieferweg mit GPS. Demografische Entwicklung und Fachkräftemangel Sicherheit Umwelt- und Ressourcenschutz Regulierung und Compliance Soziale Verantwortung Erfahrungswissen nutzen (Rentner), Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, Engagement an Schulen und Hochschulen. Stetige Mitarbeiterqualifizierung. Geo - Intelligenz beim Risikomanagement von Naturgefahren. Risikomanagement bei Piraterie, Terrorismus und Korruption, See-, Luftfracht und Lagerrisiken. Urbane Mobilität, City-Logistik über E- Transporter in den Städten, Zulassungsbeschränkungen, um den Verkehr in Innenstädten mit Groß-LKWs und Emissionen einzudämmen. Beschleunigung von Genehmigungsverfahren (EU Verordnung Sicherheit in der Logistikkette), Förderung innovativer Technologien und Inter- Modalität von Warenströmen Schiff, Schiene, Straße. Gesundheit und Sicherheit, Einhaltung der Menschenrechte, keine Kinder- und Zwangsarbeit, Gleichberechtigung, Arbeitsplatzsicherheit, gerechte Bezahlung Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 17

18 Logistik morgen Trends und deren strategische Relevanz Trends Strategische Konsequenzen Neue Technologien Globalisierung Vernetzte Wirtschaft Kundenerwartungen Staatliche Vorgaben Talent Management Schnelle Entscheidungen Investition in Technologien Integrierte Planung Corporate Social Responsibility Grüne Logistik Kostendruck Zunahme von Risiken und Unterbrechungen Streben nach Nachhaltigkeit Volatilität Unzuverlässige Logistikinfrastruktur Mangel an qualifizierten Mitarbeitern Mitarbeiter Technologie Prozesse Organisationsstruktur Netzwerktransparenz Cost-to-Serve- Modelle Globale Prozessstandards Netzwerkanpassung Zusammenarbeit mit Behörden End-to-End- Integration Outsourcing und Insourcing Horizontale und vertikale Zusammenarbeit Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 18

19 Logistik morgen Trends und deren strategische Relevanz Mitarbeiter Talentmanagement Schnelle Entscheidungen Talent Management: Verfügung über gute Mitarbeiter in ressourcenintensiven und mehrwertschaffenden Bereichen zur Umsetzung von Supply-Chain-Optimierungsprojekten sichern Vorsorge zur Schließung zukünftig auftretender Personallücken treffen Anstellen von Analysen zur Identifizierung bevorstehender Mängel an qualifiziertem Personal und Entwicklung passender Gegenmaßnahmen Für Produkte geltende Prinzipen des Supply Chain Managements auf Mitarbeiter übertragen Investition in Mitarbeiterbindung, z.b. durch Schulungen Schnelle Entscheidungen: Mitarbeitern ausreichend Befugnisse verleihen, mit denen sie in der Lage sind, kurzfristige Entscheidungen treffen zu können Unternehmen müssen Voraussetzungen für optimale Entscheidungsfindung bieten und eigenständige, dezentrale Entscheidungsfindung fördern Unternehmen müssen sich auf Fähigkeiten und Kompetenzen ihrer Manager an global verteilten Standorten verlassen können Neues Führungsverständnis und unterstützende Unternehmenskultur Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 19

20 Logistik morgen Trends und deren strategische Relevanz Technologie Investition in Technologien Netzwerktransparenz Cost-to-Serve- Modelle Investition in Technologien: Technologien unterstützen die Beherrschung von Komplexität und die Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen Netzwerktransparenz: Echtzeitdaten zu Ereignissen, Kundenanforderungen, Kapazitäten etc. zur Befähigung von Mitarbeitern Verbesserte Entscheidungsgrundlage Cost-to-Serve-Modelle: Big-Data-Verfahren zur besseren Abbildung und Erfassung der tatsächlichen Kosten bei der Erfüllung der Kundennachfrage nach einem Produkt entlang der Supply Chain Bereitstellung von Daten und Informationen zur Kostensenkung, Bereitstellung von Daten und Informationen zur Rentabilitätserhöhung Bereitstellung von Daten und Informationen zur markt-/kundengerechten Definition der erforderlichen Logistikleistungen und des gewünschten Service Levels Bereitstellung von Daten und Informationen zum Ausbau der Marktbearbeitung und Gewinnung von Marktanteilen Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 20

21 Logistik morgen Trends und deren strategische Relevanz Prozesse Integrierte Planung Globale Prozessstandards Netzwerkanpassung Globale Prozessstandards: Sicherstellung der Kontrolle über globale Logistikprozesse Globale Standards in Form von Reifegradmodellen Dokumentationen in Handbüchern und Interaktion über Prozessmodelle im Web Integrierte Planung: Einheitliche integrierte Bedarfs- und Kapazitätsplanung Tätigkeitsschwerpunkte: Gemeinsame Erhebung von Marktprognosen und Planung von Bestandsmengen, Erstellung von Produktionsplänen für einzelne Standorte, Erarbeitung von Distributionsmodellen, Entwicklung von Lieferplänen Ziel: Bestände im Netzwerk minimieren, Kundenservice und Effizienz verbessern Wichtig: Organisatorische und personelle Voraussetzungen schaffen, klar definierte Rollen, eindeutige Arbeitsteilung und akzeptierte Verantwortlichkeiten Netzwerkanpassung: Erhöhung des lokalen Beschaffungsanteils ( Nearshoring ) Verlagerung von Investitionen in vorgelagerte Stufen auf die Lieferanten Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 21

22 Logistik morgen Trends und deren strategische Relevanz Organisation (Netzwerk) Corporate Social Responsibility Grüne Logistik Zusammenarbeit mit Behörden End-to-End- Integration Outsourcing und Insourcing Horizontale und vertikale Zusammenarbeit Corporate Social Responsibility (Freiwilliger) Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung durch Berücksichtigung ökologischer und gesellschaftsorientierter Aspekte Grüne Logistik: Carbon-Footprint als eine wesentliche Unternehmenskennzahl Zusammenarbeit mit Behörden Aufbau guter Beziehungen zu relevanten Behörden End-to-End-Integration: Einbeziehung von Absatz-, Produktions- und Lieferantenplanung Partnerschaften für die Entwicklungs-, Serienproduktions- und Nachserienaktivitäten Intelligente & wirtschaftliche Varianz durch integrierte Produkt- und Prozessentwicklung Outsourcing und Insourcing: Trade-Off zwischen Low Cost Sourcing und lokaler Beschaffung ( Nearshoring ) Rückbesinnung auf eine lokale Beschaffung mit reduzierten Risiken in der Supply Chain Horizontale/ vertikale Zusammenarbeit: Auf-/Ausbau von Kooperationen mit Unternehmen der eigenen Branche (horizontal) Auf-/Ausbau von Kooperationsmodellen mit Unternehmen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen im Netzwerk (vertikal) Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 22

23 Logistik morgen und übermorgen Neue Formen der Interaktion und Zusammenarbeit bis 2010 Phase Web 1.0 Business and Consumer Web ab 2010 Phase Web 2.0 Social Networks Enterprise Phase Web 3.0 Industrie 4.0 Vierte industrielle Revolution Der Kunde ist nicht mehr nur Ausgangspunkt der Wertschöpfung, sondern rückt in das Zentrum aller Unternehmensaktivitäten. Unternehmen müssen kooperieren, um Kunden die von ihnen geforderten Lösungen anzubieten. Einzelne Produkte und Dienstleistungen rücken in den Hintergrund Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 23

24 Industry of the Future Industry 4.0 Automatisierung wird für immer kleinere Serien möglich dennoch bleibt menschliche Arbeit wichtiger Bestandteil der Produktion. Flexibilität ist nach wie vor der Schlüsselfaktor für die Produktionsarbeit in Deutschland in Zukunft aber noch kurzfristiger. Flexibilität muss in Zukunft zielgerichtet und systematisch organisiert werden Pauschalflexibilität reicht nicht mehr aus. Industrie 4.0 heißt mehr als CPS-Vernetzung. Die Zukunft umfasst intelligente Datenaufnahme, -speicherung und -verteilung durch Objekte und Menschen. Dezentrale Steuerungsmechanismen nehmen zu. Sicherheitsaspekte (Safety und Security) müssen schon beim Design intelligenter Produktionsanlagen berücksichtigt werden. Aufgaben traditioneller Produktions- und Wissensarbeiter wachsen weiter zusammen. Mitarbeiter müssen für kurzfristigere, weniger planbare Arbeitstätigkeiten on-the-job qualifiziert werden. Quelle: Fraunhofer IAO, Produktionsarbeit der Zukunft Industrie Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 24

25 Logistik heute, morgen und übermorgen Erfolgsfaktoren für Kooperationen auch in der Logistik Erfolgsfaktoren kooperativer Ansätze zur Förderung einer nachhaltigen Logistik Informationsverfügbarkeit Kennzahlensysteme Gemeinsame Entscheidungsprozesse Prozessintegartion Kosten-Nutzen Aufteilung Handlungsfelder zur Förderung einer nachhaltigenlogistik durch kooperative Ansätze Standardisierung von Liefer- und Distributionsprozessen Planungsmethoden und Konfektionierung Transportkonsolidierung, Reduzierung von Leerfrachten durch gemeinsame Nutzung von Rückfracht und Logistikstruktur Gemeinsame Auslastung der volumen- und gewichtsbasierten Auslastung DHL Delivering Tomorrow Studie Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 25

26 Logistik übermorgen Fünf Zukunftsvisionen und Szenarien Eine Welt, die getrieben von Materialismus mit häufigen Naturkatastrophen konfrontiert wird. Globales Transportnetz: Rascher Güteraustausch zwischen verschiedenen Konsumzentren Verlagerung globale Wirtschaftsmacht nach Asien Rücksichtslose Ausbeutung von Ressourcen fortschreitender Klimawandel Naturkatastrophen häufen sich, führen zunehmend zu Unterbrechungen von Lieferketten Eine Welt, in der die Individualisierung überhandnimmt und sich der 3D Druck in Produktion und Privatgebrauch durchsetzt. 3D-Drucker beschleunigen Individualisierungstrend, Chance für Entwicklungsländer, klassiche industrielle Produktionsmuster in ihrer Entwicklung zu überspringen Schlagkräftige regionale Logistikressourcen und hochklassiges Transportnetz bis zum Kunden als kritische Erfolgsfaktoren Organisation kompletter physischer Wertschöpfungsketten durch Logistikanbieter Eine Welt, in der Megastädte zu Gravitationszentren des grünen Wachstums werden. Megastädte begegnen Verkehrsüberlastung und Luftverschmutzung mit Kooperationen Reduzierung der Verkehrsbelastung durch hocheffiziente Verkehrskonzepte (z.b. unterirdische Frachttransporte) und neue Lösungen für öffentlichen Nahverkehr Übermittlung von Informationen und Wissen als fortschrittliche Logistiklösungen Eine Welt, in der Globalisierung zurückgenommen wird und protektionistische Schutzwälle errichtet werden. Eine Welt, in der häufige Katastrophen einen Wandel von Effizienz-Maximierung hin zu größtmöglicher Sicherheit und Widerstandsfähigkeit bewirken. Ende der Globalisierung durch wirtschaftliche Not im Zuge eines ausgeprägten Nationalismus und Protektionismus Aufkommen internationaler Konflikte durch hohe Energiepreise und Ressourcenknappheit Logistikanbieter blockfreier Länder als Vermittler im internationalen Handel Erhöhte Nachfrage nach spezialisierten Zollmanagement- und -beratungslösungen Störungen in gestrafften Produktionsstrukturen (durch gehäufte Katastrophen) führen zu Lieferengpässen Reduzierung der Schwachpunkte und Schaffung robuster Strukturen als Erfolgsfaktoren Hohes Sicherheitsbewusstsein, regionale Handelsstrukturen: Gewährleistung von Versorgungssicherheit entscheidend Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 26

27 Quellen McKinsey: Wissen Logistik, 2006 Fraunhofer SCS: Die TOP 100 der Logistik 2012/ 2013 BVL Bundesvereinigung Logistik e.v. Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management, 2013 World Bank: Connecting To Compete, DHL Delivering Tomorrow Studie 2010 Fraunhofer IAO Produktionsarbeit der Zukunft Industrie 4.0 Destatis, Statista Miebach Studie Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 27

28 PROTEMA Kontaktinformationen Dr. Jörg Pirron Geschäftsführer PROTEMA Unternehmensberatung GmbH Julius-Hölder-Straße Stuttgart Mobil +49 (0) 173 / Tel. +49 (0) 711 / Fax +49 (0) 711 / Trends in der Logistik und Herausforderungen in Logistikkooperationen 28

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