BIT450. BIT450 SAP Exchange Infrastructure Development

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1 BIT450 BIT450 SAP Exchange Infrastructure Development SAP NetWeaver Stand Schulungszentrum Referenten Schulungs- Homepage Teilnehmerhandbuch Version der Schulung: 2005/Q3 Dauer der Schulung: 2 Tag(e) Materialnummer: An SAP course - use it to learn, reference it for work

2 Copyright Copyright 2005 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Publikation oder von Teilen daraus sind, zu welchem Zweck und in welcher Form auch immer, ohne die ausdrückliche schriftliche Genehmigung durch SAP AG nicht gestattet. In dieser Publikation enthaltene Informationen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die von SAP AG oder deren Vertriebsfirmen angebotenen Software-Produkte können Software-Komponenten auch anderer Software-Häuser enthalten. Markenzeichen Microsoft, WINDOWS, NT, EXCEL, Word, PowerPoint und SQL Server sind eingetragene Marken der Microsoft Corporation. IBM, DB2, OS/2, DB2/6000, Parallel Sysplex, MVS/ESA, RS/6000, AIX, S/390, AS/400, OS/390 und OS/400 sind eingetragene Marken der IBM Corporation. ORACLE ist eine eingetragene Marke der ORACLE Corporation. INFORMIX -OnLine for SAP und Informix Dynamic ServerTM sind eingetragene Marken der Informix Software Incorporated. UNIX, X/Open, OSF/1 und Motif sind eingetragene Marken der Open Group. Citrix, das Citrix-Logo, ICA, Program Neighborhood, MetaFrame, WinFrame, VideoFrame, MultiWin und andere hier erwähnte Namen von Citrix-Produkten sind Marken von Citrix Systems, Inc. HTML, DHTML, XML, XHTML sind Marken oder eingetragene Marken des W3C, World Wide Web Consortium, Massachusetts Institute of Technology. JAVA ist eine eingetragene Marke der Sun Microsystems, Inc. JAVASCRIPT ist eine eingetragene Marke der Sun Microsystems, Inc., verwendet unter der Lizenz der von Netscape entwickelten und implementierten Technologie. SAP, SAP Logo, R/2, RIVA, R/3, ABAP, SAP ArchiveLink, SAP Business Workflow, WebFlow, SAP EarlyWatch, BAPI, SAPPHIRE, Management Cockpit, mysap.com Logo und mysap.com sind Marken oder eingetragene Marken der SAP AG in Deutschland und vielen anderen Ländern weltweit. Alle anderen Produkte sind Marken oder eingetragene Marken der jeweiligen Firmen. Verzichtserklärung Bei der Zusammenstellung der Texte, Verweise und Abbildungen wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen; trotzdem ist ein vollständiger Fehlerausschluss nicht möglich. Die nachfolgende Dokumentation erfolgt daher ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben, für deren Verifizierung allein der Anwender die Verantwortung trägt. SAP übernimmt für aus der Verwendung dieser Dokumentation entstehende Schäden, gleich aus welchem Rechtsgrund, eine Haftung nur im Falle vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Handelns; im übrigen ist die Haftung von SAP ausgeschlossen. SAP übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte von Seiten Dritter, auf welche wir durch Links verweisen.

3 Über dieses Handbuch Dieses Handbuch ergänzt die Präsentation des Schulungsreferenten und dient als Nachschlagewerk. Es ist nicht zum Selbststudium geeignet. Typografische Konventionen Die folgenden typografischen Konventionen werden in diesem Handbuch verwendet: Format Beispieltext Beispieltext BEISPIELTEXT Beispieltext Beispieltext <Beispieltext> Beschreibung Wörter oder Zeichen, die vom Bildschirmbild zitiert werden. Dazu gehören Feldbezeichner, Bildtitel, Drucktastenbezeichner sowie Menünamen, Menüpfade und Menüeinträge. Querverweise auf andere Dokumentationen Hervorgehobene Wörter oder Ausdrücke im Fließtext, Titel von Grafiken und Tabellen Namen von Systemobjekten. Dazu gehören Reportnamen, Programmnamen, Transaktionscodes, Tabellennamen und einzelne Schlüsselbegriffe einer Programmiersprache, die von Fließtext umrahmt sind, z.b. SELECT und INCLUDE. Ausgabe auf dem Bildschirmbild. Dazu gehören Datei- und Verzeichnisnamen und ihre Pfade, Meldungen, Namen von Variablen und Parametern, Quelltext und Namen von Installations-, Upgrade- und Nicht-SAP-Software. Exakte Benutzereingabe. Dazu gehören Wörter oder Zeichen, die Sie genau so in das System eingeben, wie es in der Dokumentation angegeben ist. Variable Benutzereingabe. Die Wörter und Zeichen in spitzen Klammern müssen Sie durch entsprechende Eingaben ersetzen, bevor Sie sie in das System eingeben. Symbole im Text Die folgenden Ikonen werden in diesem Handbuch verwendet: 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. iii

4 Über dieses Handbuch BIT450 Symbol Bedeutung Für mehr Information, Hinweise oder Hintergründe Bemerkung oder weitere Erklärung zum vorangegangenen Punkt Ausnahme oder Gefahr Vorgehensweise Gibt an, dass der Abschnitt in der Präsentation des Referenten angezeigt wird. iv 2005 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

5 Inhaltsverzeichnis Überblick über die Schulung... vii Ziele der Schulung...vii Lernziele der Schulung...viii Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI...1 XI Komponenten und Connectivity...3 Entwicklung in der SAP XI Einführung zu Proxies Konfiguration der Proxy Runtime Integrationsszenarios im Integration Repository Kapitel 2: Generierung von Proxy-Objekten Vorstellung des Proxy-Programmiermodells Proxy Generierung in ABAP Proxy Generierung in Java Erweiterung von Interfaces Kapitel 3: Nutzung der generierten Proxy-Objekte ABAP Server Proxy Implementierung Java-Client-Proxy-Nutzung Konfiguration im Integration Directory Java-Server-Proxy-Implementierung ABAP-Client-Proxy-Nutzung Server Proxies, Web Services und WSDL /Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. v

6 Inhaltsverzeichnis BIT450 vi 2005 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

7 Überblick über die Schulung Die Schulung gibt eine Einführung in das Programmiermodell der Proxy-Objekte, welches mit der Einführung der SAP Exchange Infrastructure einen neuen Ansatz in der Realisierung von Integrationsszenarios geht. Nachrichtenformate werden hier zentral in einem Repository hinterlegt und von dort wird über die Generierung von Proxy-Objekten die eigentliche Funktionalität im Backend erzeugt. Entsprechend dieser Vorgehensweise werden in dieser Schulung nach der Vorstellung des Konzepts (Kapitel 1) zunächst Nachrichtenformate definiert, daraus dann Proxy-Objekte für ABAP- und Java-Umgebungen generiert (Kapitel 2) und dann diese Objekte genutzt, um einen Nachrichtenaustausch über die SAP Exchange Infrastructure zu realisieren (Kapitel 3). Zielgruppe Diese Schulung richtet sich an die folgenden Zielgruppen: ABAP- und Java-Entwickler, die im Rahmen der Implementierung eines Szenarios der SAP Exchange Infrastructure Funktionalitäten in SAP-Systemen als Server-Proxies implementieren sollen, ABAP- und Java-Entwickler, die im Rahmen der Implementierung eines Szenarios der SAP Exchange Infrastructure den Aufruf von Funktionalitäten in einem SAP-System durch die Nutzung von Client-Proxy-Objekten entwickeln sollen. Voraussetzungen für die Teilnahme Erforderliche Vorkenntnisse BIT400 BC400 JA100 Empfohlene Vorkenntnisse BC401 JA300 Grundkenntnisse über Web-Services und WSDL 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. vii

8 Überblick über die Schulung BIT450 Ziele der Schulung Diese Schulung ermöglicht es Ihnen, den Einsatz von Proxy-Objekten im Rahmen der SAP Exchange Infrastructure (XI) einzuordnen Proxies zur Anbindung von SAP-Systemen an XI zu generieren Generierte Proxies zu implementieren bzw. in eigenen Programmen zu nutzen Lernziele der Schulung Am Ende dieser Schulung können Sie einschätzen, wann der Einsatz von Proxy-Objekten in Frage kommt die Proxy-Generierung als Voraussetzung für die Nutzung durchführen generierte Client-Proxy-Objekte nutzen generierte Server-Proxy-Objekte implementieren Informationen über die SAP-Softwarekomponenten Die Informationen in dieser Schulung beziehen sich auf folgende SAP Softwarekomponenten und Releasestände: XI 3.0 viii 2005 SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

9 Kapitel 1 Entwicklungsobjekte in der SAP XI Überblick über das Kapitel Einführung in das Thema XI Entwicklung und Wiederholung der Grundlagen der XI unter dem Aspekt der Proxy-Technik. Lernziele des Kapitels Am Ende dieses Kapitels können Sie die Komponenten der SAP Exchange Infrastructure einordnen beschreiben, welche Möglichkeiten es für die Anbindung von Anwendungssystemen an die SAP Exchange Infrastructure gibt Produkte, Softwarekomponenten und Namensräume einordnen eigene Namensräume im Integration Repository anlegen die Vorgehensweise für den Einsatz von Proxies beschreiben das im Kurs verwendete Szenario verstehen ein SAP-System auf Basis des SAP WebAS ABAP für die Proxy-Kommunikation konfigurieren bzw. die Konfiguration prüfen ein SAP-System auf Basis des SAP WebAS Java für die Proxy-Kommunikation konfigurieren bzw. die Konfiguration prüfen Integrationsszenarios im Integration Repository anlegen Objekte für Message-Interfaces im Integration Repository anlegen Inhalt des Kapitels Lektion: XI Komponenten und Connectivity...3 Übung 1: Überprüfen der Einträge im System Landscape Directory...9 Lektion: Entwicklung in der SAP XI Übung 2: Überprüfen von Namensräumen Übung 3: Software-Komponenten anlegen und nutzen Lektion: Einführung zu Proxies Übung 4: Vorhandene Schnittstellenobjekte prüfen Lektion: Konfiguration der Proxy Runtime Übung 5: Überprüfen der lokalen Integration Engine eines Business-Systems /Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 1

10 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT450 Lektion: Integrationsszenarios im Integration Repository Übung 6: Anlegen eines Integrationsszenarios und von Repository Objekten im Integration Repository SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

11 BIT450 Lektion: XI Komponenten und Connectivity Lektion: XI Komponenten und Connectivity Überblick über die Lektion In dieser Lektion wird die Architektur der SAP Exchange Infrastructure wiederholt. Lernziele der Lektion Am Ende dieser Lektion können Sie die Komponenten der SAP Exchange Infrastructure einordnen beschreiben, welche Möglichkeiten es für die Anbindung von Anwendungssystemen an die SAP Exchange Infrastructure gibt Unternehmensszenario Sie sind für die Entwicklung in der SAP Exchange Infrastructure zuständig und brauchen einen Überblick über die Architektur und die Komponenten der SAP Exchange Infrastructure. Komponenten der SAP Exchange Infrastructure Ziel der SAP Exchange Infrastructure ist, eine Plattform zur Verfügung zu stellen, mit der sich die verschiedenen Schnittstellen über eine einheitliche Technologie verschalten lassen. Dies erhöht die Transparenz und erniedrigt damit auch die Wartungskosten. Abbildung 1: Systemlandschaft mit SAP Exchange Infrastructure Komponenten der SAP Exchange Infrastructure Die SAP Exchange Infrastructure umfasst verschiedene Komponenten: 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 3

12 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT450 Abbildung 2: Architektur der SAP Exchange Infrastructure Im System Landscape Directory können Sie Ihre Systemlandschaft abbilden. Im Integration Repository werden alle benötigten Schnittstellen der verschiedenen Softwarekomponenten erfasst und Mapping-Programme hinterlegt. im Integration Directory werden die Szenarios konfiguriert. Der Integration Builder stellt die Benutzeroberfläche (GUI) für die Arbeiten am Integration Repository und Integration Directory dar. Die Business Process Engine regelt die Korrelation von Nachrichten und die Verarbeitung von Nachrichten im Rahmen des Business Process Management (BPM). DieIntegration Engine des Integration Servers stellt sicher, dass die Nachrichten entsprechend der Konfiguration im Integration Directory verarbeitet werden. Dies umfasst die Ermittlung der Empfänger und die Abbildung der Eingangsnachricht auf die Schnittstellenstruktur des Empfängers. Die Adapter Engine ist die Grundlage von vielen Adaptoren zur Anbindung von Systemen an den Integration Server. Die Runtime Workbench ist wesentliches Werkzeug für das zentrale Monitoring der Komponenten und Nachrichten SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

13 BIT450 Lektion: XI Komponenten und Connectivity Anbindung der Anwendungs-Systeme an die SAP Exchange Infrastructure Auf Anwendungssystemen, die auf einem SAP Web AS ab Release 6.20 laufen, kann eine lokale Integration Engine genutzt werden. In diesem Fall können Anwendungs-Szenarios aus der XI heraus implementiert werden. Die Schnittstellenstruktur wird im Integration Repository definiert. In einem Anwendungssystem kann dann ein Ausgangs-Proxy generiert und aufgerufen werden, der aus den Schnittstellenparametern eine Nachricht im XI-Format erstellt undandenintegration Server schickt. Im Zielsystem kann ein Eingangs-Proxy generiert werden, der eine Nachricht im XI-Format vom Integration Server entgegennimmt und die Daten verarbeitet. Proxy-Generierung wird sowohl für ABAP als auch für JAVA unterstützt. Abbildung 3: Laufzeitverhalten: Transformation in XI-Nachrichten-Format Alle anderen Anwendungssysteme werden derzeit über Adaptoren an die XI angeschlossen. Das sendende System stellt Daten in einem Dokumentenformat zur Verfügung und schickt es über ein Protokoll an den Adapter. Der Adapter transformiert das Dokument in das XI-Format und schickt es per HTTP(S) an den Integration Server. Für die Empfängerseite wird in der Konfiguration festgelegt, über welchen Adapter die Nachricht empfangen werden soll. Der Integration Server schickt die Nachricht an den Adapter. Der Adapter transformiert die Nachricht in das Protokoll des Empfängers und sendet sie an den Empfänger. 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 5

14 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT450 Proxy-Technik und SAP-Adaptoren Die Nutzung der SAP-Adapter (RFC-, IDoc-Adapter) ist für die Anbindung der SAP-Systeme gedacht, die auf einer technischen Basis vor dem SAP Web Application Server 6.20 (SAP Web AS) laufen (beispielsweise R/3 4.6) und also nicht das XI-Protokoll direkt unterstützen. Da die Anbindung über die SAP-Adaptoren (basierend auf dem RFC-Protokoll) auch für den SAP Web AS >= 6.20 möglich ist, stellt sich bei der Neuentwicklung einer Schnittstelle eventuell die Frage, welche der beiden Möglichkeiten dort eingesetzt werden soll. Abbildung 4: Proxy und Adaptoren im Überblick Dazu muss auf das Konzept der SAP Exchange Infrastructure eingegangen werden, das auf Nachrichten-Formaten (Message-Interfaces) basiert, die zentral im Integration Repository anhand von Internet-Standards (WSDL, XML-Schema) hinterlegt werden, und dies unabhängig von den tatsächlich genutzten Programmiersprachen (ABAP, Java,.NET). Bei der Nutzung der SAP-Adaptoren hingegen werden die Schnittstellen weiter dezentral im Business-System entwickelt und erst danach die Schnittstelle ins Integration Repository importiert, dies entspricht also nicht dem Ansatz der SAP Exchange Infrastructure mit einer zentralen Schnittstellenentwicklung im Integration Repository. Diese zentrale Schnittstellenentwicklung vereinfacht die Realisierung von Integrationsszenarios und unterstützt die Einbeziehung von Fremdschnittstellen über Import der entsprechenden WSDL-Dateien. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist mehr technischer Natur: das verwendete Protokoll. Es ist nicht immer möglich, zum Backend-System per RFC-Protokoll zu kommunizieren, was bei der Verwendung der SAP-Adaptoren jedoch notwendig ist, da die Adapter Engine mit dem SAP-System über RFC SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

15 BIT450 Lektion: XI Komponenten und Connectivity kommuniziert. Das HTTP-Protokoll, das bei der Proxy-Technik eingesetzt wird, bringt weniger Probleme mit sich, insbesondere bei der Verwendung von Firewalls zwischen Integration Server und Business-System. Abbildung 5: Outbound vs. Inbound Die Bezeichnungen Outbound und Inbound sollen hier nochmal klar besprochen werden. Ein Outbound- Message-Interface wird in der Anwendung für eine Nachricht genutzt, die aus der Anwendung heraus an den Integration Server gesendet wird. Bei den Adaptoren ist für eine Nachricht, die an den Integration Server gesendet werden soll, ein Sender-Adapter notwendig, der Nachrichten vom Sender an den Integration Server senden soll. Für Proxies gilt, dass Client-Proxies einer Outbound-Schnittstelle entsprechen und Server-Proxies einer Inbound-Schnittstelle. Das ausgetauschte Datenformat bei der Nutzung der Adaptoren ist im Übrigen adapterspezifisch und unterscheidet sich vom Proxy-XML-Datenformat. 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 7

16 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

17 BIT450 Lektion: XI Komponenten und Connectivity Übung 1: Überprüfen der Einträge im System Landscape Directory Lernziele der Übung Am Ende dieser Übung können Sie im System Landscape Directory (SLD) die Einstellungen zu Ihren Business-Systemen kontrollieren Unternehmensszenario Sie möchten Geschäftsprozesse in einer existierenden Systemlandschaft abbilden. Die SAP Exchange Infrastructure wurde installiert und die bestehende Systemlandschaft im SLD konfiguriert. Sie möchten diese Einstellungen auf Vollständigkeit prüfen und ggf. ergänzen. Aufgabe: Konfiguration zum SLD im Integration Server Überprüfen Sie die Konfiguration im System Landscape Directory (SLD). 1. Melden Sie sich am System Landscape Directory an. 2. Kontrollieren Sie, ob die Softwarekomponente SC_BIT450_CIS im SLD konfiguriert ist. 3. Kontrollieren Sie, ob das Business-System Training im SLD konfiguriert ist. 4. Welches technische System ist dem Business-System Training im SLD zugeordnet? 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 9

18 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT450 Lösung 1: Überprüfen der Einträge im System Landscape Directory Aufgabe: Konfiguration zum SLD im Integration Server Überprüfen Sie die Konfiguration im System Landscape Directory (SLD). 1. Melden Sie sich am System Landscape Directory an. a) Über die Transaktion SXMB_IFR gelangen Sie im Web-Browser auf ein Menü der J2EE-Engine der Exchange Infrastructure. Auf dieser Seite lässt sich auch das System Landscape Directory aufrufen. Die abgefragten Daten zu Benutzername und Passwort entsprechen den Zugangsdaten zum Integration Server. 2. Kontrollieren Sie, ob die Softwarekomponente SC_BIT450_CIS im SLD konfiguriert ist. a) Über den Link Software Software Catalog aus dem Einstiegsbild des System Landscape Directory gelangen Sie zur Anzeige der Produkte und Softwarekomponenten. Wählen Sie über das Feld Software Type den Eintrag Software Components aus. Sie können danach über das Filterfeld Display Filter den Prefix SC_ eingeben und Enter drücken (oder auf das Filtersymbol klicken), damit Sie nur die passenden Softwarekomponenten sehen. 3. Kontrollieren Sie, ob das Business-System Training im SLD konfiguriert ist. a) Über den Link Home gelangen Sie auf das Einstiegsbild des SLD zurück. Über den Link Business Landscape aus dem Einstiegsbild des SLD gelangen Sie zur Anzeige der Business-Systeme. b) Das Business-System Training ist als SAP-System gepflegt, es entspricht dem Mandanten 821 des Integration Servers. 4. Welches technische System ist dem Business-System Training im SLD zugeordnet? Antwort: DieseInformationwirdinderÜbersichtoderauchder Detailansicht zu den Business-Systemen gezeigt: Das Business-System Training ist dem Mandanten 821 des XI-Systems zugeordnet. Außerdem ist dem Business-System ein technisches System zugeordnet, das der System-ID des XI-Systems entspricht SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

19 BIT450 Lektion: XI Komponenten und Connectivity Zusammenfassung der Lektion Nun können Sie die Komponenten der SAP Exchange Infrastructure einordnen beschreiben, welche Möglichkeiten es für die Anbindung von Anwendungssystemen an die SAP Exchange Infrastructure gibt 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 11

20 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT450 Lektion: Entwicklung in der SAP XI Überblick über die Lektion Überblick über die Entwicklungsobjekte und Entwicklungsumgebungen Lernziele der Lektion Am Ende dieser Lektion können Sie Produkte, Softwarekomponenten und Namensräume einordnen eigene Namensräume im Integration Repository anlegen Unternehmensszenario Sie sind neues Mitglied eines XI-Entwicklungsteams und benötigen einen Überblick über die beteiligten Komponenten und das Vorgehen im Entwicklungsprojekt. Entwicklungsobjekte und Programmiersprachen Da die SAP Exchange Infrastructure technisch auf dem SAP Web Application Server basiert, welcher ab Rel neben ABAP auch die Entwicklung in Java ermöglicht, könnte eine Einteilung der Entwicklungen nach den Programmiersprachen naheliegen. Abbildung 6: SAP Web AS und SAP XI In der Tat basieren viele Werkzeuge der SAP XI auf Java, eine Einteilung ist aber vielmehr nach den Entwicklungsobjekten sinnvoll. Die Entwicklungsobjekte finden sich im Integration Repository wieder (das Integration Directory enthält SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

21 BIT450 Lektion: Entwicklung in der SAP XI im Wesentlichen die Konfiguration von Szenarios). Die Entwicklungsobjekte werden im Integration Repository unabhängig von der später verwendeten Entwicklungsumgebung angelegt. Darüber hinaus gibt es auch Entwicklungsobjekte, insbesondere Proxy-Objekte, die in den Anwendungssystemen liegen und von der jeweiligen Entwicklungsumgebung abhängen. Dies sind einerseits die zu einem Message-Interface des Integration Repository generierten Proxy-Objekte, darüber hinaus die Objekte, wie z. B. Programme, die die generierten Proxy-Objekte nutzen. Produkte, Software-Komponenten und Namensräume Ein Produkt entspricht im SAP-Umfeld einer technischen SAP-Komponente. Ein Produkt besteht aus einer oder mehreren Softwarekomponenten und ist für den Kunden sichtbar, installierbar und erneuerbar. Ein Produkt wird über eine Produktversion ausgeliefert, die wiederum Softwarekomponenten-Versionen enthält. Abbildung 7: Produkte und Softwarekomponenten-Versionen (SWCV) im SLD Eine Softwarekomponente ist als wiederverwendbarer Baustein eines Produkts einzeln upgrade- bzw. patch-fähig. Softwarekomponenten werden versioniert, um eine Weiterentwicklung neben dem produktiven Einsatz einer Softwarekomponente zu ermöglichen. Die Entwicklung findet somit immer in einer sog. Softwarekomponenten-Version (SWCV) statt. Dabei wird vom Entwicklungsleiter im Integration Repository jeweils ein eigener Namensraum angelegt für Objekte, die semantisch zusammengehören. Die ist vergleichbar mit ABAP-Paketen (ehem. Entwicklungsklassen) oder mit Java Packages. So sind die Objekte durch Ihren Namen und den Namensraum eindeutig gekennzeichnet. Objekte eines Namensraumes werden immer gemeinsam mit der zugehörigen SWCV ausgeliefert. 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 13

22 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT450 Ein Namensraum in XML ist zunächst eine frei wählbare Konstante, für die es zwei zweckmäßige Konventionen gibt: den Prefix und den Präfix urn:. Der Präfix bedeutet nicht unbedingt, dass dahinter eine Webseite liegen muss, entscheidend ist: Namensräume müssen global eindeutig sein, also auch über SWCV hinweg. Deswegen ist die Verwendung eines Firmennamens im Namensraum eine mögliche Vorgehensweise. Die Namensräume im Integration Repository sind auch prägend für die in der Folge generierten Proxy-Objekte.Sie bestimmen Sie bei den Java-Proxy-Objekten den Package-Namen. Hinweise zu Namensräumen finden Sie auch in der Dokumentation: SAP Exchange Infrastructure Design- und Konfigurationszeit Software-Logistik Organisation der Auslieferungsinhalte Namensräume. Achtung: Beim Anlegen eigener Namensräume dürfen die Namensteile nicht mit einer Ziffer anfangen. Sollte dies trotzdem der Fall sein, so wird bei der Erzeugung der Java-Proxy-Objekte ein Unterstrich vor die Ziffer gesetzt. Für den Entwickler, der Objekte im Integration Repository bearbeitet, ist dabei zunächst nur die SWCV und der Namensraum entscheidend und sichtbar (die Produkte sind im Integration Repository nur im Rahmen der Integrationsszenarios sichtbar). Abbildung 8: Import von SWCV ins Integration Repository So wie Softwarekomponenten versioniert werden, gibt es auch Produkt-Versionen. Der Zusammenhang zwischen Produkt-Version und Softwarekomponenten-Version wird im SLD als sog. Software-Feature hinterlegt SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

23 BIT450 Lektion: Entwicklung in der SAP XI Vorbereitungen für die Entwicklungsarbeit sind also: Produkt-Version im SLD anlegen Dazu Softwarekomponenten-Version (SWCV) anlegen SWCV im Integration Repository importieren Namensräume für die SWCV im Integration Repository anlegen Die Vorbereitung für eine Entwicklungsarbeitbestehtalsozunächstausdem Anlegen der Produkt- und Softwarekomponenten-Versionen im SLD. Falls das Produkt und die Softwarekomponenten ganz neu angelegt werden, müssen erst Produkt und Softwarekomponente angelegt werden und dann die Versionen dazu. Falls es bereits Produkt und Softwarekompontente gab, muss eine neue Version hinterlegt werden. Hinweis: Für Softwarekomponenten existiert auch eine basiert-auf Beziehung: falls in einer Kunden-Softwarekomponente Funktionalität von SAP-Komponenten verwendet wird, dann ist es sinnvoll, dies auch mit Hilfe der basiert-auf Beziehung im SLD zu hinterlegen. Dies wird als sog. Software-Feature zur Softwarekompenten-Version als Assoziation des Typs Component Component Requisite hinterlegt. Ein Beispiel: SAP ABA 6.20 basiert auf SAP Basis 6.20 Die Softwarekomponenten-Versionen werden dann im Integration Repository importiert. Dort werden noch in der SWCV Namensräume für die einzelnen Entwickler angelegt. Falls es sich um eine weitere Version einer vorhandenen SWCV handelt, können die in der älteren SWCV vorhandenen Objekte über eine sog. Release-Übernahme in die neue Version übernommen werden. Für eine SWCV können darüber hinaus Anmeldedaten für ein SAP-Backend hinterlegt werden, mit denen der Import von RFC-Signaturen und IDoc-Typen möglich ist. SWCV können über die Objektattribute als Originale und als änderbar gekennzeichnet werden. In dem System, in dem eine SWCV entwickelt wird, sollte also beide Attribute gesetzt werden. Während der Entwicklung werden im Integration Repository benutzerabhängige Änderungslisten geführt, die durch Aktivierung der Objekte abzuschließen sind. Nach erfolgter Entwicklungsarbeit wird die SWCV als nicht-änderbar gekennzeichnet und es werden die Objekte ausgeliefert. Seit XI 2.0 bedeutet dies ein Export der Objekte aus dem Integration Repository, beispielsweise für einen Import in einem Testsystem. Wenn eine SWCV in anderen Systemen (durch Import, z. B. in einem Testsystem) verwendet wird, werden die beiden Attribute Originale und änderbar nicht gesetzt. Dadurch werden Änderungsversuche verhindert. Wird dann nachträglich versucht, die Attribute zurückzusetzen, erscheinen Warnungen, um unbeabsichtigte Änderungen zu verhindern. 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 15

24 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT450 Entwicklungslandschaft Eine Entwicklungslandschaft besteht wie im R/3 typischerweise aus einem Entwicklungs- (DEV), einem TEST- und einem Produktiv-XI-System (PROD). Das System Landscape Directory (SLD) wird typischerweise für alle drei XI-Systeme gemeinsam genutzt werden. Hinweis: Es ist technisch auch möglich, je XI-System ein eigenes SLD aufzubauen. Im diesem Falle kann aus dem Entwicklungs-SLD-System einexportderdatenindiefolge-sld-systeme eingespielt werden. Ebenso werden die Entwicklungsobjekte des Integration Repository per Export/Import (oder mit dem CMS: Change Management Service, siehe unten) in die Folgesysteme transportiert. Es ist möglich, komplette Softwarekomponentenversionen, einzelne Namensräume einer Softwarekomponentenversion, oder auch nur einzelne Objekte zu transportieren. Für die Konfigurationsdaten des Integration Directory gilt, dass die Empfängerund Interface-Ermittlungen auch über einen Export oder Import transportiert werden können (was das Mapping mit einbezieht), die Kommunikationskanäle und Anmeldedaten jedoch müssen je System neu angelegt werden, da ja auch andere technische Systeme und Anmeldedaten vorliegen. Nach dem Export der Daten aus dem Integration Repository muss die Export-Datei ins Import-Verzeichnis des Zielsystems gestellt werden, entsprechendes gilt für den Exportaus dem Integration Directory. Die entsprechenden Verzeichnisse sind: Export Import Integration Repository <systemdir>/xi/repository_server/export <systemdir>/xi/repository_server/import Export Import Integration Directory <systemdir>/xi/directory_server/export <systemdir>/xi/directory_server/import SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

25 BIT450 Lektion: Entwicklung in der SAP XI Abbildung 9: Entwicklungslandschaft XI Business-System-Gruppen: Für den Standard-Fall, dass ein SLD für alle XI-Systeme einer Entwicklungslandschaft genutzt wird, lassen sich im SLD Business-System-Gruppen anlegen (wobei jede Gruppe einem Integration Server zugeordnet wird). Es lässt sich also beispielsweise eine Gruppe G1 als Gruppe von Business-Systemen einer Entwicklungslandschaft, eine Gruppe G2 als Gruppe von Business-Systemen einer Testlandschaft anlegen. Die Zuordnung der Business-Systeme zu den Gruppen geschieht dabei automatisch, da jedes Business-System ja einem Integration Server zugeordnet ist. Anschließend lassen sich Transport Ziele pflegen, also eine Zuordnung eines Business-Systems aus der Gruppe G1 zu einem Business-System aus der Gruppe G2. Dies erfolgt direkt bei den Einstellungen des Business-Systems: da dies bereits einer Business-System-Gruppe zugeordnet ist, muss in der Detailansicht des Business-Systems über Transport Targets nur ein Business-System aus einer anderen Gruppe zugeordnet werden. 2005/Q SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 17

26 Kapitel 1: Entwicklungsobjekte in der SAP XI BIT450 Abbildung 10: Business-System-Gruppen und Transport Targets im SLD Diese Transport-Ziele haben zur Folge, dass beim Import von Konfigurations-Daten (z. B. aus dem Entwicklungssystem) ins Integration Directory des nachfolgenden Systems die Business-System-Namen anhand der Transport-Target-Information des SLD umgesetzt werden. Die Umsetzung der Business-System-Namen erfolgt bei den Empfänger-Ermittlungen, den Interface-Ermittlungen und den Routing-Bedingungen. Der Change Management Service (CMS) dient zur zentralen Administration der Java-Entwicklungslandschaft und der Transporte auf dem WebAS6.40über den gesamten Software-Lifecycle. Hiermit können Entwicklungslandschaften konfiguriert und Softwareänderungen transportiert werden. Die Funktionen des CMS sind u. a. eng verzahnt mit dem System Landscape Directory (SLD). Als Adminstratorenwerkzeug umfasst der CMS alle beteiligten Komponenten und verknüpft sie zu einer Einheit, mit der auch verteilte Entwicklungsprojekte realisiert werden können. Hinweis: Informationen zur Verwendung des CMS undzudessen Einschränkungen finden Sie im SAP-Hinweis CMS-Anmerkungen / Einschränkungen und den hiermit verwandten Hinweisen SAP AG. Alle Rechte vorbehalten. 2005/Q3

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