Wachsen mit E-Commerce

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1 4,50 Fr. 9,00 Online-Werbung I E-Commerce I Technik Anzeige Foto: Fotolia / Arsdigital AUSGABE 9/ APRIL 2013 ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL INTERNET-AGENTUR-RANKING Wachstum lässt nach 926,19 Millionen Euro Honorarumsatz erzielten die deutschen Fullservice-Internet-Agenturen 2012 nach einer Erhebung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft in Zusammenarbeit mit den Fachmedien ibusiness, W&V und Horizont. Im Vorjahr ergab das Ranking einen Umsatz von 886,33 Millionen Euro. Das jährliche Wachstum, das 2012 noch bei acht Prozent lag, ging 2013 demnach auf unter fünf Prozent zurück. fk MOBILE INTERNET Tablets vor Smartphones Tablet-Nutzer produzieren etwa 1,7 Mal so viele Page Views pro Visit wie Smartphone-Benutzer, das hat der Software- Hersteller Adobe ermittelt. Die Folge: Mobile Page Views weltweit Smartphone Tablet 10 % 5 % Prognose Prognose E-Commerce meets TV Welche Chancen und Risiken TV-Commerce bietet S. 8 Personalisierung wird Standard Mass Customization auf dem Prüfstand S. 24 Wachsen mit E-Commerce Immobilienscout24 wandelt sich vom Anzeigenportal zum E-Commerce-Dienstleister eiterhin wachsen kann WImmobilienscout24.de im Kerngeschäft mit Anzeigen nicht mehr. Das Portal sucht neue Geschäfte und bietet auf seiner Plattform jetzt auch Händlern Platz. Im Umzug- Shop finden User schon Kartons und Malerbedarf; und mit Inspireme.de wird jetzt ein Marktplatz integriert, der in Zukunft Wohnstile zeigt und zu Händlern verlinkt. Wir sind kein Warenmarktplatz wie Amazon, sondern wollen zum Interessenmarkt- enmar platz werden, erklärt Geschäftsführer Marc Stilke die Stoßrichtung. Mittelfristig werden wir sicher an die Warensysteme von Ikea und Co. angeisschlossen sein. Es denkbar, dass wir durch solche Angebote zu einem E-Commerce- Dienstleister werden. Nicht nur Außenwerber Christian Schmalzl, COO der Ströer Media AG S. 14 Immobilienscout24-Chef Marc Stilke: Neuer Interessenmarktplatz Inspireme.de Er sucht weitere Handelspartner, die sich auf Wohnen, Renovie- ren und Energie-Sanierungen spezialisieren. Neben E-Commerce setzt Stilke außerdem auf Beratungs- Den Spuren der Nutzer folgen Warum Aldiana die Customer Journey analysiert S. 36 und Informationsservices rund um Wohnungen und Finanzierung, aber auch auf den Inkubator Youisnow.de. Aus der Starthilfe für Firmen ging bereits die Zimmersuche Noknok24.de für Wohngemeinschaften hervor, die ebenfalls ins Portal integriert werden soll. 25 Prozent des Umsatzes will man in diesem Jahr mit solchen Neugeschäften erwirtschaften. Eigentümer Deutsche Telekom sucht derzeit nach einem Käufer für die gesamte Scout24- Gruppe. Geschätzter Wert: zwei Milliarden Euro. Nach ersten Verhandlungen sollen Bertelsmann und Axel Springer abgewunken haben. Der Einstieg von Finanzinvestoren wird dadurch immer wahrscheinlicher. Das gesamte Interview mit Marc Stilke zur Wachstumsstrategie von Immobilienscout24 lesen Sie ab Seite 6. vs Foto: Fotolia / MAK 0 % Jun 2008 Jun 2009 Jun 2010 Jun 2011 Quelle: Adobe INTERNET WORLD Business 9/13 Jun 2012 Der Anteil der Seitenzugriffe auf das Internet von Tablets aus steigt bis Mitte 2013 weltweit auf acht Prozent und zieht am Smartphone-Anteil vorbei. fk INTERNET WORLD BUSINESS GUIDE Social Media 2013 Jun 2013 Social-Media-Aktivitäten richtig planen, bewerten und messen der Business Guide Social Media liefert Hintergrundinformationen und bietet einen Überblick über die relevanten Dienstleister. Ihr Exemplar liegt dieser Ausgabe bei. fk Test -Siegel wird teuer ie Stiftung Warentest hat Dein neues Lizenzsystem für die Verwendung des werbeträchtigen Test - Siegels angekündigt. Hersteller von Produkten, die von der Stiftung geprüft und bewertet wurden, müssen ab 1. Juli Euro pro Jahr und Produkt zahlen, wenn sie das offizielle Siegel auf Produktverpackungen, in Print oder im Netz zeigen wollen. Zudem ist die Werbung mit einem Testergebnis auf zwei Jahre beschränkt. Für Produkte, die in den vergangenen 24 Monaten begutachtet wurden, soll es Sonderregelungen geben. Nur noch mit Lizenz: Ein Testsieger-Siegel Hat ein Hersteller eine Lizenz erworben, kann er sie an Distributoren weitergeben diese können aber selbst keine Lizenzen erwerben. Möglich ist aber nach wie vor die Erwähnung eines bestehenden Test -Urteils in Form eines Text- Zitats. Die Stiftung verspricht sich vom neuen Lizenzmodell einen besseren Schutz gegen die regelwidrige Verwendung ihres Logos. Zudem erwartet sie Einnahmen im einstelligen Prozentbereich des Gesamtbudgets von 50 Millionen Euro im Jahr, erklärte eine Sprecherin. fk Alle gegen die Telekom ie Ankündigung der Deut- Telekom, DSL-Neu- Dschen verträge künftig nur noch mit Volumenbegrenzung anzubieten, hat eine Welle der Kritik ausgelöst. Netzaktivisten wie Netzpolitik.org-Gründer Markus Beckedahl werfen dem Ex- Staatskonzern vor, die Netzneutralität zu verletzen und seine Marktmacht auszunutzen. Da die Telekom den Traffic für die Nutzung eigener Streaming-Angebote wie T-Home Entertain nicht berechne, werden diese bevorzugt. fk Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, PF , München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt

2 AKTUELL 2 Internet World BUSINESS 29. April /13 In eigener Sache Developer Week 2013: Leser bekommen Sonderkonditionen Topaktuelles Know-how ist bei der Entwicklung von Web- und Mobile-Applikationen unerlässlich. Deshalb gehört die Developer Week (DWX) in Nürnberg auch zu den wichtigsten Terminen im Jahreskalender der deutschen Entwickler-Community. Die DWX 2013 findet vom 24. bis 27. Juni im NCC Ost in Nürnberg statt. Auf dieser viertägigen Konferenz lernen die Teilnehmer die neuesten Technologien und elementaren Grundlagen der Software- und Applikationsentwicklung für Datenbank-, Web- und Mobile-Applikationen in 250 Sessions, 40 Tracks und neun Workshops kennen: aus der Praxis für die alltägliche Praxis. Eine begleitende Fachausstellung rundet die Konferenz ab. Die DWX 2013 wird präsentiert von den Fachzeitschriften dotnetpro und web & mobile developer, herausgegeben von der Neuen Mediengesellschaft Ulm mbh, dem Verlag der INTERNET WORLD Business. Für unsere Leser gibt es Sonderkonditionen. Sie sparen 149 Euro bei Eingabe des Promo-Codes DWX13iwb. Weitere Informationen zur DWX, zum aktualisierten Programm und den Workshops sowie dem Referenten finden Sie im Netz unter: Höhenflug für ebay Die Branche feiert ebay für seine guten Quartalszahlen. Einige Händler klagen trotzdem bays Zahlen für das erste Quartal 2013 Ekamen in der Branche gut an: Die Umsätze von ebay selbst kletterten gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich um 19 Prozent auf 677 Millionen US-Dollar. Allein über den Marktplatz ohne Automobilmarkt bewegte der Konzern ein Handelsvolumen (Waren, die über ebay verkauft wurden) von 18,3 Milliarden US-Dollar und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Auch die Zahl der aktiven ebay-mitglieder, also aller Nutzer, die in den vergangenen zwölf Monaten bei ebay auf wenigstens einen Artikel geboten, ein Produkt gekauft oder zum Verkauf angeboten haben, kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 116,2 Millionen. Damit haben knapp zwei von 100 Erdenbürgern einen aktiven ebay-account. Bei Paypal liegen die User- Zahlen noch höher: Hier meldet ebay inzwischen 127,7 Millionen Kunden, die im ersten Quartal über Paypal ein Nettogesamtvolumen von 41 Milliarden Dollar beglichen, was einem Plus von 21 Prozent entspricht. Vor allem der zunehmende länderübergreifende Handel auf dem Marktplatz, den ebay mit Initiativen wie ebay International Shipping anzukurbeln versucht, überzeugt Neukunden offenbar davon, sich zu registrieren. Rund ein Drittel aller neuen User beziehen auf ebay Waren bei Anbietern aus anderen Ländern, sagte Wendy Jones, Aus der ebay-zentrale wurden für das erste Quartal nur positive Zahlen gemeldet verantwortlich für die globale Expansion des Konzerns, auf dem Analyst Day im März. Weitere 40 Prozent der Neukunden sollen aus Schwellenländern kommen. Von Händlerseite ist allerdings auch Kritik an ebay zu hören: Wo zur Hölle ist denn der ganze Traffic?, fragt ein Online- Kunsthändler im Forum von Ecommercebytes.com. Bis vor ein paar Jahren ging es in der Kategorie noch richtig rund und ich kenne Künstler, die über ebay bis US-Dollar pro Monat verdienten. Heute sind die alle weg. Und ein anderer pflichtet ihm bei: Ich glaube, dass ebay in der letzten Zeit die Suchfunktion so beeinflusst, dass neue Händler dort bevorzugt gelistet werden. Wir hatten über ein Jahr lang kontinuierliche Umsatz zuwächse von 30 Prozent. Seit fünf Monaten schrumpfen wir um 70 bis 80 Prozent. Dabei bieten wir beste Preise, 24-Stunden-Versand, 30 Tage Rückgaberecht, Verpackungsservices und ein Rating von 5.0. Wie kann man vom guten Verkäufer zum schlechten werden und ebay sagt, es sei alles okay? dz Foto: ebay INTERNET WORLD Business 9/2013 Meinungen in diesem Heft TRENDS & STRATEGIEN Internet-Nutzung stagniert Ein Viertel der Deutschen mit Web-Anschluss sieht in der Online-Nutzung kaum Vorteile 4 Empfehlen und werben Vor 5 Jahren startete Plista mit Recommendation Ads 5 Das Internet der Immobilien Immobilienscout24 sucht Wachstum in neuen Themenfeldern und jetzt auch im E-Commerce 6 Fernsehen und gleich kaufen Wie weit der Markt für TV Commerce schon ist 5 Ein Marktplatz für Sport Sportrade hilft dem Sportfachhandel im Web 9 MARKETING & WERBUNG Die Crème de la Crème Die Sieger des New Media Award Schubumkehr nicht mehr möglich Das Web ist zum Bewegtbildmedium geworden, doch die Monetarisierung hinkt noch hinterher 11 Product Listing Ads auf Erfolgskurs Die kostenpflichtigen Verkaufsanzeigen von Google erfreuen sich steigender Beliebtheit 12 Adwords auf allen Displays Experten raten dazu, sich jetzt schon mit Googles Enhanced Campaigns auseinanderzusetzen 13 Udo Müller hat Blut geleckt Ströer Media drängt mit Wucht ins Web-Geschäft 14 Serie: Medien im Umbruch (Teil 3) Print heißt nicht gedruckt 16 E-COMMERCE Modehandel im Jahr 2020 Eine Studie prognostiziert weitreichende Veränderungen für den Mode-Sektor 20 Mehr Web-Wissen Die Verbände BVH und HDE streiten um den Ausbildungsberuf Einzelhandelskaufmann 21 Branche am Scheideweg Wie Versicherungen online verkauft werden 22 Der Markt ist so weit Mit 42 Prozent Bestandskunden bewegt sich Mytime in Richtung Rentabilität 23 Individualisieren will gelernt sein Nahezu jeder Artikel, der online bestellbar ist, kann selbst konfiguriert werden. Doch wozu? 24 Recht: Wenn Web Rundfunk ist Verstöße gegen den Rundfunkstaatsvertrag 26 TOOLS & TECHNIK Schnelle Entscheidung Eine Usability-Studie untersucht, ob sich Jüngere anders durch Webshops bewegen als Ältere 30 Rechnung bequem bezahlen Web-Käufer können direkt aus dem Dokument heraus zahlen per Code oder Link 31 Gelungenes Einkaufserlebnis Der Tablet Webshop von Bonprix im Test 32 SPECIAL: PAYMENT Die Rechnung, bitte! Studien und Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Kunden online bezahlen möchten 33 Den Spuren der Nutzer folgen Aldiana hat mit konsequenter Customer-Journey- Analyse seine Marketingaktivitäten optimiert 36 MENSCHEN & KARRIERE Wege zum Online-Profi Die Web-Wirtschaft klagt über Fachkräftemangel. Ein Mittel dagegen sind Weiterbildungen 42 SZENE Bewegtbild im Fokus Audio Visual Media Days in München: Die Plattform für alles rund um Online Videos 49 MEINUNG Gastkommentar: Glaube und Wahrheit Marketer und Verbraucher leben häufig in verschiedenen Welten, meint Sameer Kazi 50 RUBRIKEN Topkampagne: Toyotas witzige Werbung 18 Etats Marketing & Werbung 18 Rechtstipp: 40-Euro-Klausel 26 Techniktipp: Fünf Tipps für die Checkout-Seite 30 Etats Tools & Technik 31 Dienstleisterverzeichnis 38 Menschen & Karriere 46 Impressum 46 Stellenmarkt 47 Termine 48 Gehört / Feedback 50 Sandra Bachfischer, Chefin von Teehaus Bachfischer, hat eine Ausfallquote von nur 0,5 Prozent beim Kauf auf Rechnung 32 Joosten Brüggemann, Marketingleiter von Bünting, setzt beim Lebensmittelhandel im Web auf nationale Verfügbarkeit 23 Jana Fiaccola, Product Manager SEA bei Quisma, rechnet damit, dass sich bei Googles Enhanced Campaigns noch viel tut 13 Lars Finke, Geschäftsführer Sinner Schrader, sieht noch viel Luft nach oben im Internet-Versicherungsmarkt 22 Jörn Reinhold, Geschäftsführer von Kisseria.de, muss noch viel Aufklärungsarbeit bei seinen Online-Kunden leisten 24 Christian Schmalzl, COO von Ströer Media, erklärt, warum sich Ströer als Schweiz der Online-Vermarktung bezeichnet 14 Jörg Simon, Leiter Neue Medien bei HSE24, erkennt einen eindeutigen Trend zur Second-Screen-Nutzung 8 Marc Stilke, Geschäftsführer Immobilienscout24, will mit neuen Themenfeldern und nun auch E-Commerce wachsen 6

3 AKTUELL 3 Wuchtiger Eintritt Der neu formierte Vermarkter Ströer Digital Media will die Branche aufmischen Die Firmenzentrale von Ströer Media. Der Außenwerber steigt jetzt ganz groß in die Online-Vermarktung ein ergangenen Dezember hat Ströer Media die VOnline-Vermarkter Ströer Interactive, Free X Media und die Mehrheit am Vertical Network Business Ad sowie dem Marktplatz Adscale erworben. In den vergangenen Monaten formierte der Außenwerbungsprimus aus den Übernahmen einen neuen Player, die Ströer Digital Media, die mit ihrem Portfolio auf Anhieb unter die Top- 3-Online-Vermarkter im Agof-Ranking kommt. Christian Schmalzl, COO von Ströer Media, bezeichnet im Interview mit INTERNET WORLD Business (Seite 14) sein Haus als einzigen Vollsortimentler (von Realtime Advertising bis Premium) im Online Business und will mit weiteren Übernahmen die Konsolidierung im Markt vorantreiben. Dass Ströer Digital Media nur Vermarktungsmandate und keine eigenen Inhalte und Plattformen hat, sieht er nicht als Nachteil, im Gegenteil: Man sei der einzige neutrale und (Stallorder-)unabhängige Vermarkter und könne crossmediale Produkte aus einer Hand anbieten. Für das zweite Halbjahr ist ein Bewegtbildvermarkter geplant, den es laut Schmalzl in der Form noch nicht gibt und der von Anfang an thematisch, aber auch von der Größe wirklich relevant ist. Wir werden uns sehr genau ansehen, was Ströer Digital im Bewegtbildbereich bewegt, gerade weil Video und Bewegtbild einer der derzeitigen Megatrends ist, erklärt Thomas Duhr, stellvertretender Geschäftsleiter bei RTL-Vermarkter IP Deutschland. So ganz einfach wird Ströer Digital Media nicht durchmarschieren, ist Duhr sicher: Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel Bahnhöfen, zu erlangen, wird sicherlich sehr schwierig vor allem im mobilen Zeitalter, in dem jeder selbst über Zeit, Ort und Inhalt entscheidet. Weiter bleibe abzuwarten, wie sich der neue Player im hart umkämpften Akquisitionsmarkt behauptet. Christian Zimmer, Managing Director des Medianetzwerks Media Team OMD und damit Vertreter der Kunden, meint: Reichweite alleine ist nicht das Maß aller Dinge Ströer Digital wird beweisen müssen, dass hier die richtigen und relevanten Inventare zusammengekommen sind. Natürlich werde die Konsolidierungsphase, die schon in den letzten Jahren schleichend eingesetzt hat, aber Fahrt aufnehmen. Mit gravierenden Veränderungen der Verhältnisse rechnet er nicht. Weitere Stimmen lesen Sie hier, das Interview mit Christian Schmalzl ab Seite 14. häb Höher. Schneller. Weiter. Die perfekte E-Commerce-Komplettlösung. plentymarkets lassen sich alle Prozesse des Online-Handels komfortabel organisieren, effizient steuern und in Echtzeit verwal ten. Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer Mediascale, München Grundsätzlich begrüßen wir die Konsolidierung. Ob man von einem Riesen sprechen kann, wird die Zeit zeigen. Die schiere Größe und der Wettkampf um die Ausweisung des,letzten Unique User in der Agof ist nicht mehr entscheidend. Viel entscheidender wird sein, wie gut und schnell es Ströer versteht, die crossmedialen Produkte wie Online Video/ Outdoor oder Mobile/Outdoor marktfähig zu schnüren. Daran müssen sie sich messen lassen. Thomas Duhr Stv. Geschäftsleiter Interactive IP Deutschland, Köln Ströer Digital ist ein Wettbewerber, den wir ernst nehmen, aber nicht fürchten. Die Portfoliogröße ist sicher relevant, viel entscheidender ist aber die Qualität des vermarkteten Portfolios und die Qualität der Dienstleistung. Und diese leidet unter der Vielzahl der zu vermarktenden Angebote. Wir können selbstbewusst sagen, dass unser Angebot schon jetzt überzeugt inhaltlich wie auch von der Reichweite. Das plentymarkets-prinzip: E-Commerce as a Service Thomas Port, Geschäftsführer Sevenone Media, München Wir befürworten eine Marktkonsolidierung für eine abschließende Bewertung ist es aber zu früh. Unique User sind in unserer Disziplin nicht alles. Die Frage ist, welche werberelevanten Marken, Rechte und Contents hinter diesen Usern stehen. Wir sind daher gespannt, wie Ströer ohne eigene Inhalte in hohem Maße hochwertige Umfelder aggregieren kann, und werden die Entwicklung weiterhin interessiert beobachten. Udo Schendel, Geschäftsführer Weischer Mediengruppe, Hamburg In den traditionellen Segmenten und das ist der weit überwiegende Teil des Marktes erwarte ich keine kurzfristigen Auswirkungen. Dennoch: Dieser strategische Wechsel wird zahlreiche spannende Entwicklungen auslösen. Die inhaltliche und kreative Vernetzung von Bewegtbildkanälen jenseits TV birgt eine große Kraft in sich. Sie schafft neue und innovative Möglichkeiten, um immer mobiler werdende Zielgruppen kanalübergreifend zu erreichen. Jetzt Demoversion unverbindlich testen:

4 TRENDS & STRATEGIEN 4 Internet World BUSINESS 29. April /13 EDELIGHT Achtstelliger Exit Hubert Burda hat die Stuttgarter Shopping Community Edelight.de übernommen. Das Medienhaus, das bereits maßgeblich an dem 2006 gestarteten Start-up beteiligt war, soll eine achtstellige Summe für den Exit bezahlt haben, berichtet Deutsche-startups.de. Der Verkauf seines ersten Unternehmens sei ihm schwergefallen, ließ Mitgründer Peter Ambrozy verlauten. Der Verkauf an den größten Kunden und Investor habe den Schritt aber einfacher gemacht. Peter Ambrozy und seine Mitgründer Steffen Belitz und Tassilo Bestler führen Edelight, das 2012 Warenumsätze in Höhe von 50 Millionen Euro erwirtschaftete, als angestellte Geschäftsführer weiter. il MAX-PLANCK-INSTITUT Neue Touch-Tastatur Sind die Tage der QWERTZ-Tastatur gezählt? Zumindest für Touchscreens sei die klassische Tastatur, die an das Zehn-Finger- System angepasst ist, ungeeignet, so die Einschätzung des Max-Planck-Instituts in Saarbrücken. Stattdessen raten die Informatiker zu einem Zwei-Daumen-Tippsystem für Tablets und Smartphones und an eine daran angepasste KALQ-Tastatur, bei der die Vokale mit dem einen Daumen, die Konsonanten mit dem anderen Daumen getippt werden. Geschickte Probanden tippten mit der KALQ-Tastatur fast doppelt so viele Wörter pro Minute wie mit der herkömmlichen QWERTZ-Tastatur. il Internet-Nutzung stagniert Ein Viertel der Deutschen mit Internet-Anschluss sieht in der Netznutzung kaum Vorteile ie Skeptiker bleiben hart: Die Inter- in Deutschland liegt bei Dnet-Nutzung 76,5 Prozent und verzeichnet damit nur einen vernachlässigbaren Zuwachs von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen (N)Onliner-Atlas von TNS Infratest hervor. Im Umkehrschluss bedeutet das: 16,5 Millionen Bundesbürger sind nicht Teil der digitalen Welt. Und auch die Gemeinde der Internet-Nutzer ist wesentlich weniger Onlineaffin, als es sich so mancher Digital Native ausmalen würde, wie die begleitende Studie der Initiative 21 Digitale Gesellschaft zeigt: Knapp 29 Prozent der Nutzer teilt TNS Infratest dem Nutzertyp außenstehender Skeptiker zu, der in der Internet- Nutzung kaum Vorteile sieht und in Sachen Endgeräte sehr schlecht ausgestattet ist. Die zweitgrößte Gruppe bilden die häuslichen Gelegenheitsnutzer, die das Internet hauptsächlich für Recherche- Zwecke nutzen und für die das Fernsehen die größere Unterhaltungsrolle spielt. Die wirklich Internet-affinen Nutzergruppen folgen mit großem Abstand dahinter: Nur 15,4 Prozent der Nutzer zählt TNS Infratest zu den reflektierten Profis, die das Netz proaktiv und kritisch nutzen, um zu recherchieren, Preise zu vergleichen und einzukaufen. Fast gleich groß ist die Gruppe der passionierten Onliner, für die das Internet nicht nur im Berufs-, sondern auch im Privatleben eine große Rolle spielt. Zu den smarten Mobilisten, die für ihre Internet-Nutzung ihr Smartphone zum Einsatz bringen, gehören nur 3,2 Prozent. Insgesamt zeigt die Studie: Je höher der formale Bildungsstand und das Einkommen des Users, desto stärker ist auch die Web-Nutzung und desto Online-affiner und -erfahrener ist der User im Schnitt. il Die häufigsten Nutzertypen im Vergleich Mehr als jeder vierte deutsche Bürger ab 14 Jahren gehört zu den außenstehende Skeptikern und ist in der digitalen Welt noch nicht angekommen; die zweitgrößte Nutzergruppe bilden die Gelegenheitsnutzer, die nur oberflächlich mit dem Internet vertraut sind Typ außen- Typ häuslicher 28,9 % stehender Skeptiker 27,9 % Gelegenheitsnutzer 15,4 % Typ reflektierter Profi Der Skeptiker ist im Schnitt 63 Jahre alt, eher weiblich, Geringverdiener mit niedriger Bildung INTERNET WORLD Business 9/13 Der Gelegenheitsnutzer ist im Schnitt 44 Jahre alt, weiblich, überwiegend erwerbslos Der Profi ist im Schnitt 41 Jahre alt, eher männlich, gut gebildet, mit hohem Einkommen Quelle: Initiative D21 / TNS Infratest DEUTSCHE POST Ausstieg bei D Die Deutsche Post wagt den Alleingang in Sachen sicherer -Verkehr: Der Konzern will sich ganz auf sein eigenes Format E-Postbrief konzentrieren und am Zertifizierungsverfahren für den staatlich abgesegneten Konkurrenten D nicht weiter teilnehmen. Solange der Gesetzgeber an den Bestimmungen für das Identifizierungsverfahren festhält, hat das keinen Sinn, sagte Post-Vorstand Ralph Wiegand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Stattdessen will das Unternehmen die Kunden mit neuen Services wie E-Postscan und E-Postzahlung sowie der deutschlandweiten Zustellung von ausgedruckten E-Postbriefen überzeugen. il Anzeige Zwei Daumen benötigen andere Tastaturen als zehn Finger Amazon kauft Siri-Klon Der E-Commerce-Riese steigt in die Spracherkennung ein ass Amazon schon länger ein begehr- Auge auf den Mobilfunkmarkt Dliches geworfen hat, ist kein Geheimnis, und eine jetzt erst bekannt gewordene Übernahme aus dem vergangenen Jahr befeuert die Gerüchte noch weiter: Einem Bericht des Blogs Techcrunch zufolge hat der E-Commerce-Riese die sprachbasierte Suchsoftware Evi gekauft. 26 Millionen Euro soll Amazon der Siri-Konkurrent wert gewesen sein. Ähnlich wie der iphone-sprachassistent erkennt Evi gesprochene Sprache und kann so in Kombination mit einer schnellen Suche Antworten auf gesprochene Fragen liefern. Zudem soll Evi lernfähig sein und die Qualität der Spracherkennung ebenso wie der Suchergebnisse nach und nach steigern können. Bereits im Januar war bekannt geworden, dass Amazon Ivona übernommen hatte, eine Software, mit der Sprache in Text und Text in Sprache umgewandelt werden können. Mit der Übernahme von Evi brodelt es in der Gerüchteküche, auch weil sich Amazon noch schmallippiger gibt als üblich und den Kauf von Evi überhaupt nicht kommentiert. Bleibt also nur Spekulation: Plant Amazon ein Kindle Phone, ein Smartphone aus dem eigenen Hause, das, um mit den Wettbewerbern Apple iphone und Samsung Galaxy mithalten zu können, mit einem hauseigenen Sprachassistenten ausgestattet ist? Oder soll der nächste Kindle Fire Hörbücher überflüssig machen, weil er dem User Bücher vorlesen kann? Aufschluss darüber geben wird möglicherweise erst der nächste Großeinkauf von Amazon. il Evi im Einsatz auf dem iphone: Nach der Übernahme wird über ein Kindle Phone mit Spracherkennung spekuliert Facebook Home floppt Am Gängelband: Die Nutzer beklagen den Absolutheitsanspruch von Facebook Home ber den Start seiner schwer beworbe- Launcher-App Facebook Home Ünen kann Mark Zuckerberg nicht glücklich sein: Zwei Wochen nach dem Launch wurde das Programm über eine halbe Million Mal auf Android-Smartphones heruntergeladen Peanuts gegen die klassische Face book-app, die es auf 100 bis 500 Millionen Downloads bringt. Zudem brach das Interesse für den Facebook-Startbildschirm schon wenige Tage nach der Veröffentlichung drastisch ein. Grund dafür dürften die schlechten Bewertungen sein. Nutzer bemängeln die mangelnde Konfigurierbarkeit, die Unverträglichkeit mit anderen Apps sowie diverse Performance- Probleme und Bugs. Die App bekommt durchschnittlich nur zwei Sterne. il

5 9/ April 2013 TRENDS & STRATEGIEN Internet World BUSINESS 5 Alles Gute für den Hund er Verkauf in Kisten ist um eine Vari- reicher: Barkbox nennt sich ein Dante Start-up, das seit 2012 Dinge in Kartons packt, die Hunde mögen und auch deren Herrchen. Für 19 US-Dollar pro Monat verschickt das Start-up regelmäßig Kisten voller Leckerlis und Spielsachen. Knapp Kunden haben bereits die Barkbox abonniert. Doch Gründer Matt Meeker, Besitzer einer dänischen Dogge, will mehr: Er tüftelt gerade an der Barkpost, einem Newsletter rund um den Hund, sowie an Barkcare, einer Rund-um-die-Uhr-Beratung für Hundebesitzer von Veterinären und Tiertrainern. 199 US-Dollar im Jahr Barkbox.com: Schlemmerkisten für den Hund und Ratgeber fürs Herrchen soll der stete Zugang zum Tiermediziner kosten voraussichtlich ein sehr sicheres Geschäft, weshalb Bertelsmann und drei weitere Investoren die Ausbaupläne von Barkbox.com nun mit fünf Millionen US- Dollar finanzieren. vs Empfehlen und werben s ist Wahnsinn, Ewie die Zeit vergeht, erklärt Dominik Matyka: Vor fünf Jahren saß der Unternehmer mit seinen Partnern in den Startlöchern und feilte an den Details der präferenzbasierten Anzeigen, die Plista zur Vermarktung von Inhalten und Verbreitung von Werbebotschaften erfunden hat. Heute erreicht das Start-up aus Berlin damit 80 Prozent der User Deutschlands und ist in Spanien, Kroatien und Slowenien aktiv. Alle Seiten, die Content haben, eignen sich für unser Empfehlungssystem, sagt Matyka. Unter Texten oder Filmen platziert Plista Kästen, in denen sich die Links zu weiteren Beiträgen ähnlichen Inhalts oder Anzeigen und Videos finden. Das Thema Mobile wird dabei immer wichtiger, meint Matyka. Etwa 500 Millionen Recommendation Ads liefern die Berliner auf Tablets und Smartphones aus. Künftig werden diese noch gezielter zu steuern sein: Plista arbeitet an Technologien, Anzeigen in Echtzeit auszuliefern und gezielt Scannen und sparen Barcoo wurde zehn Millionen Mal geladen und bietet jetzt auch Coupons en Strichcode auf Verpackungen mit Ddem Smartphone scannen und Informationen zum Produkt erhalten: Die App Barcoo liefert den Preisvergleich zu Waren, zudem Hinweise zur Verträglichkeit von Zutaten oder zur Nachhaltigkeit der Produktion. Zehn Millionen Mal wurde die App der Berliner Checkitmobile geladen inzwischen fürchtet der Handel den Beratungsklau oder das Showrooming: Kunden, die vor Ort Waren ausprobieren, wegen billigerer Preise aber online ordern. Wir wurden zu einer Kraft, die den Handel verändert, sagt Benjamin Thym, Mitgründer von Checkitmobile. Vergleichen ist das gute Recht von Verbrauchern. Etwa jeder dritte Smartphone-Nutzer hat Barcoo heruntergeladen. Die hohe Reichweite wollen nun die Coupon-Anbieter Acardo und Coupies nutzen. Sie werden künftig ihre Gutscheine auch über Barcoo verbreiten. Die Kooperation macht Sinn, weil sie oft am Point of Sale genutzt werden und dort die Coupons digital einzulösen sind, meint Thym. Wir bleiben Publisher und werden keine Clearing- Prozesse für Coupons integrieren. Neben der hohen Reichweite bietet Barcoo außerdem die standortbezogene Ansprache von Usern, aber auch nach Vorlieben und Kaufinteressen. Screenshot: Barkbox.com In Berlin startete vor fünf Jahren Plista mit Recommendation Ads Checkitmobile konzentriert sich auf Inhalte: Wir wollen Produkt-Guide sein. Wie uns Verbraucher nutzen, am PC oder mobil, ist dabei irrelevant, so Thym. Nicht alle Inhalte werden selbst recherchiert, Partner, etwa Wegreen, steuern Themenbereiche wie die Nachhaltigkeitsampel bei. Gerade versucht sich Barcoo auch im Ausland zu etablieren. Unsere Inhalte sind so länderspezifisch, dass eine Übersetzung meist nicht reicht, sagt Thym. Jetzt wird ein Team in Großbritannien aufgebaut, das die Reichweite erhöhen soll. Barcoo selbst profitiert von der Vermarktung seiner App und der Website, 10 bis 15 Prozent der Erlöse entfallen zudem auf Handelsprovisionen, weil Nutzer Waren mobil in Online Shops bestellen. vs Strichcode-Scan: Die App Barcoo bringt Infos zu Produkten, Preisen und auch Herstellung auf das Smartphone Plista-Team: Zurzeit arbeiten knapp 100 Angestellte für Plista, bis Ende des laufenden Jahres sollen es etwa 140 werden Foto: Barcoo auf das Surf-Verhalten der User auszusteuern. Zudem arbeitet das Unternehmen an Werkzeugen, den Erfolg der Empfehlungen zu messen: Werbekunden wollen jetzt wissen, ob diese sich auch lohnen. vs Plista in Zahlen Seiten binden die Empfelungsanzeigen ein, vermarkten damit auch eigenen Content Plista liefert etwa sechs Milliarden Anzeigen aus, davon etwa 500 Millionen mobil Die Anzeigen erreichen im Monat rund 40 Millionen User, Reichweite 80 Prozent Plista beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter Rewe wird im Internet aktiv Rewe: Neue Ideen fürs Internet im Innovationszentrum entwickeln lassen ergleichsweise spät startet Lebensmit- Rewe eine Online-Offensive: Vtelhändler Wir wollen innerhalb der kommenden Monate eine Art Inkubator für Start-up- Unternehmen aufbauen und werden uns zudem an jungen Online-Firmen beteiligen, kündigt Rewe-Chef Alain Caparros an und liefert auch die Begründung: Vielleicht auch, weil uns als stationär geprägter Händler die DNA fürs E-Commerce- Geschäft fehlt. Bisher agiert Rewe glücklos im Netz: Vor drei Jahren kaufte der Konzern aus der Quelle-Insolvenzmasse Myby.de und versuchte den Shop mit seiner Elektronik-Kette Promarkt zu verzahnen. Das Projekt schlug fehl. Erfolgreicher ist Rewes Lieferservice im Lebensmittelhandel. Auch Otto, Versender Klingel und Tengelmann setzen auf Gründerzentren und Beteiligungen, um den Draht zur digitalen Handelswelt nicht zu verlieren. vs Foto: Plista Foto: Rewe Hier finden Sie Nachrichten von jungen Firmen und Investoren HEILEMANN & COMPANY Berater für Start-ups Die Brüder Fabian und Ferry Heilemann starten mit einer Beratung für Start-ups und junge Unternehmen. Im Zentrum stehen Business- und Technologielösungen, die auf unserer Praxiserfahrung im E-Commerce aufsetzen, erklärt Fabian Heilemann das Angebot. Einen Namen machten sich die Brüder als Gründer von Coupon-Dienstleister Dailydeal, den sie für rund 90 Millionen Euro an Google verkauft und unlängst wieder zurückgekauft haben. Neben der Beratung wollen die Heilemanns das Coupon-Geschäft weiterführen. vs OUTFITTERY.DE Servus Österreich Outfittery.de aus Berlin expandiert nach Österreich und startet damit die Internationalisierung. Outfittery verkauft Männermode, das aber mit Beratung: Kunden bekommen online und telefonisch eine Stilberatung zur Seite gestellt, die ihnen nach Typ und Figur Mode empfiehlt. Mit diesem Curated Shopping- Konzept erreichte Outfittery im ersten Jahr rund Kunden. vs MYTAXI.NET Digitale Zentrale Der Ärger mit den Taxizentralen ist programmiert: Mit Mytaxi Dispatch liefert die Hamburger Intelligent App nun die Software, mit der Taxiunternehmen auch ohne Zentrale ihren Fahrern Aufträge vermitteln können. Die Testphase startet gerade, Preise stehen noch nicht fest. Mit der Mytaxi-App können Smartphone-Nutzer direkt einen Fahrer bestellen und mobil bezahlen. vs ILIGA.DE Kapital für Fußball-App Die Fußball-App Iliga liefert die Ergebnisse aus zehn Ligen, Nachrichten und Videos rund um Ball und Tore. Nun hat sich das Berliner Start-up zehn Millionen Euro von Investoren wie Earlybird gesichert, um die App systematisch zur Fußball-Community auszubauen. Die Investoren glauben an die zunehmende Vertikalisierung mobiler Angebote. vs READ PETITE Streaming für Literatur Verlage und Buchhandel stehen E-Books kritisch gegenüber. Nur wenige experimentieren mit digitaler Lektüre und Preismodellen. Tim Waterstone, Gründer der gleichnamigen britischen Buchkette, startet jetzt Read Petite ein Spotify für Literatur: Gegen Monatsbeiträge sollen Leser Zugriff aufs volle Buchprogramm des Start-ups bekommen. Read Petite kooperiert mit Verlagen und bietet die Werke bekannter Autoren, allerdings konzentriert sich der E-Book-Händler auf Literatur oder Bücher, die nicht mehr als Wörter beinhalten. vs

6 TRENDS & STRATEGIEN 6 Internet World BUSINESS 29. April /13 IMMOBILIENSCOUT24.DE Das Internet der Immobilien Wachstum sucht Immobilienscout24 in neuen Themenfeldern und durch Beratungsleistungen, neuerdings sogar im E-Commerce. Die ersten Schritte in Richtung Marktplatz für Möbel und Umzugsprodukte sind bereits getan as jüngste Portal von Immobilienscout24.de heißt Inspireme.de. Es ent- D stand im vergangenen Jahr auf Initiative junger Führungskräfte. Besucher finden hier lauter Anregungen fürs Einrichten und werden zudem mit Möbelhändlern verlinkt: Inspireme.de gilt als ein Wachstumspfad für Immobilienscout24. Seit drei Jahren sucht das nach Reichweite größte Internet-Portal für die Immobiliensuche nach neuen Geschäften für Wachstum. Setzte Immobilienscout24 dafür zunächst auf neue Inhalte und Bezahlservices wie die Bewertung von Immobilien, schaut es sich nun verstärkt im E-Commerce-Markt um. Man wolle zum Interessenmarktplatz werden, beschreibt Marc Stilke, seit gut drei Jahren Geschäftsführer von Immobilienscout24.de, die Richtung im Interview mit INTERNET WORLD Business. Es sei durchaus denkbar, dass sich das Berliner Unternehmen Schritt für Schritt zu einem E-Commerce-Dienstleister wandle. Immobilienscout24 ist derzeit Marktführer unter den Online-Immobilienportalen, wo sehen Sie Chancen für Wachstum? Marc Stilke: Mehr als 90 Prozent aller Immobilien-Anbieter sind bereits Kunden von Immobilienscout24. Auch die Marktsituation hilft uns nicht weiter, gerade in Städten ist die Nachfrage nach Wohnraum hoch, aber das Angebot fehlt. Wir haben vor zwei, drei Jahren erkannt, dass wir das Wachstum auf eine breitere Basis stellen müssen. Und haben wo neue Perspektiven gefunden? Stilke: Indem wir entlang der Immobiliensuche die Wertschöpfung erhöhen. Neben der Suche nach Wohnungen und Häusern zum Mieten oder Kaufen finden Nutzer Die Anzeigenmärkte ins Web verlagern: Das war das Ziel von Joachim Schoss und Christian Mangstl, als sie im Jahr 1997 in München die EIB Wohnund Immobilieninternetwork, ein Portal für Wohnungsanzeigen, gründeten. Mit der Beisheim Holding (BSH), dem Investment-Zweig von Metro-Gründer Otto Beisheim, fand sich ein Investor, der den schnellen Ausbau von diesem und weiteren Portalen vorantrieb. 1998: Immobilienscout24 und Autoscout24 starten online. In den folgenden Jahren entstehen Finanz-, Job-, Travel- und Friendscout24. Die Marktplätze Shopping-, Gesundheits- und Elektronikscout24 werden indes eingestellt zieht sich Schoss nach einem schweren Unfall aus der Geschäftsführung zurück, er gründet 2004 das Portal Myhandicap.de. Partner Mangstl führt die Gruppe bis 2005 und ist heute als Investor und Berater tätig verkauft die BSH ihre Scout24-Anteile an T-Online. Nach dessen Verschmelzung mit der Deutschen Telekom wird die Scout24-Gruppe zu auf Immobilienscout24 Antworten und Angebote zu weiteren Fragen in diesem Bereich, etwa Bewertungen zu Immobilien und Wohnlagen, auch Informationen und Services rund um die Finanzierung, ebenso den Dienstleister für den Umzug samt Produkten für Renovierung und Packen. Demnächst werden wir unseren Marktplatz Inspireme.de bei Immobilienscout24 einbinden, der neue Wohndesigns vorstellt und die Angebote von Möbelhäusern bündelt. Wir definieren Immobilienscout24 nicht mehr als Anzeigenportal, sondern als das Internet rund um die Immobilie und qualifizieren Mieter, Käufer und Profis in diesem Markt. Umsatzzahlen geben Sie nicht bekannt, was steuern diese neuen Geschäfte zu den Erlösen bei? Stilke: In diesem Jahr werden sie etwa 25 Prozent zum Umsatz und noch mehr zum Wachstum beitragen. Was ist mittelfristig das Ziel? Stilke: Die nächste Etappe wird ein Umsatzanteil von einem Drittel sein, wir glauben schon, dass sich mit dem Neugeschäft mehr schaffen lässt. Welchen Anteil hat das B2B-Geschäft mit Maklern und Wohnungsanbietern? Stilke: Etwa 95 Prozent, aber der Anteil mit den Nachfragern, also Mietern und Kaufinteressierten, wächst, allen voran durch Dienstleistungen wie den Bonitäts-Check Lockere Athmosphäre: Die sogenannte Scoutlounge bietet Mittagessen und Kontake zu Kollegen einer 100-prozentigen Telekom-Tochter. Diese verhandelt angeblich zurzeit mit Interessenten über einen Verkauf der Gruppe. Geschätzter Wert: 1,5 bis zwei Milliarden Euro. Immobilienscout24 beschäftigt zurzeit 660 Mitarbeiter in Berlin. Auf dem Portal organisieren Makler und private Immobilienanbieter den Verkauf oder die Vermietung von Häusern und Wohnungen. Das Portal erreicht etwa zehn Millionen Besucher im Monat. Besucher finden auf Immobilienscout24.de viele, teils kostenpflichtige Bewertungen von Immobilien und Regionen. Dazu Hinweise und Rechner-Tools für Finanzierungen sowie ein Angebot von Produkten rund um den Umzug. und die Immobilienbewertung. Wir erreichen inzwischen rund zehn Millionen User pro Monat und überlegen daher bei jedem neuen Produkt, ob und wie wir es monetarisieren können. Interessenkonflikte sind wohl programmiert: Besitzer werden nicht glücklich sein, wenn Mieter die Mietniveaus gut abschätzen können. Makler verdienen mehr an uninformierten Vermietern und Verkäufern. Stilke: Als Portalbetreiber sind wir immer schon Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage und damit 2010 erscheint mit Mein Umzug die erste App, seither ergänzen weitere sechs Angebote die mobile Vermarktung des Portals und seiner Inhalte startet Immobilienscout24 den Inkubator Youisnow, um Gründungen im Bereich Online-Immobilienvermarktung voranzutreiben. Youisnow hat sein Angebot zwischenzeitlich auf die gesamte Scout-Gruppe ausgeweitet und operiert in Berlin sowie in München. Firmensitz in der Berliner Andreasstraße per se neutral. Die Wertangaben zu einer Wohnung fanden die Anbieter tatsächlich anfangs nicht so toll, aber wir qualifizieren damit eben auch die Interessenten. Bei der Überlegung, Services rund um die Finanzierung anzubieten, hätten wir uns durchaus wie die Interhyp als Vermittler von Darlehen aufbauen können, aber das passte nicht zu unserer Vorstellung von der Objektivität eines Portals, also konzentrieren wir uns jetzt auf den unabhängigen und transparenten Konditionenvergleich und Bonitätscheck. Marc Stilke führt die Geschäfte von Immobilienscout24.de. Der 43-Jährige arbeitete zuvor bei Adlink Media, Lycos, Gruner & Jahr und beim Gabler Verlag. Alle Beteiligten sollen länger und häufiger Imobilienscout24 besuchen. Wie schaffen Sie das bei den Profis? Stilke: Mit Angeboten für die gesamte Wertschöpfung, also Bewertungen, aber vor allem mit Services rund um die Anzeigenschaltung und um das Marketing. Makler und andere gewerbliche Immobilienanbieter können sich bei uns bewerten lassen und finden viele Tools zur Imagebildung, zur Akquise neuer Immobilien und für regionale Marktanalysen. Welchen Mehrwert finden Mieter und Käufer nach dem Abschluss von Verträgen? Stilke: Im Schnitt ziehen in Deutschland pro Jahr 4,4 Millionen Haushalte um, aber wir erreichen regelmäßig um die zehn Millionen Nutzer. Durch die Finanzkrise interessieren sich die Menschen offensichtlich mehr für Ver mögens- und Immobilienfragen, dabei unterstützen wir sie mit Finanzierungs- und Bonitätsrechnern. Nach einem Umzug bleibt interessant, was sich im Viertel tut, wie sich hier Miet- und Kaufpreise ent wickeln. Unsere Strategie war und ist, Informationen und Services entlang der Immobilie weiter auszubauen: Nach der Wohnungssuche haben wir Angebote rund um die Finanzierung und die Bonität aufgebaut, danach den Umzug über verschiedene An- und Ummeldeservices und einen Umzugs- Shop erarbeitet. Der nächste Schritt wird nun sein, Nutzer auch in Fragen zum Wert erhalt, zur Sanierung und Renovierung oder auch beim Einrichten von Wohnungen und Häusern zu begleiten. Inspireme.de heißt das Portal rund um Möbel, das aber bisher nur schwer auf Immobilienscout24 zu finden ist. Stilke: Inspireme.de ist ein Markttest.

7 TRENDS & STRATEGIEN 7 Immobilienportale im Vergleich Entwicklung Unique Visitors 2012 Immobilienscout24.de ,58 3,46 2,37 Jan ,42 Apr 2012 INTERNET WORLD Business 9/13 Juli 2012 Immonet.de Okt 2012 Jan 2013 Mit neuen Inhalten hat sich Immobilienscout24 von der Konkurrenz Immowelt.de und Immonet.de abgesetzt. Das Portal erreichte im Februar 2013 fast 10 Millionen Unique Visitors Wir binden dieses Produkt gerade enger in die Struktur von Immobilien scout24 ein. Das Angebot zeigt unterschiedlichste Wohnstile, macht Einrichtungsvorschläge und enthält beispielsweise im Bereich Wohnzimmer schon 57 Seiten. Es soll bald auch über die Reiter im Portal zu finden und anzuklicken sein. Im Umzugs-Shop gibt es schon Produkte zum Kaufen, auf Inspireme bieten Sie Links zu Händlern: Wandelt sich Immobilienscout zum Marktplatz à la Amazon? Stilke: Eins nach dem anderen wir konzentrieren uns bisher auf Vertriebspartnerschaften. Wir sind kein Warenmarktplatz wie Amazon, sondern wollen jetzt zum Interessenmarktplatz werden. Mittelfristig werden wir sicher an die Warensysteme von Ikea und Co. angeschlossen sein, um neben den Wohntipps sofort auf die Verfügbarkeit von Produkten hinweisen zu können. Es ist durchaus denkbar, dass wir durch solche Angebote zu einem E-Commerce-Dienstleister werden, dazu aber brauchen wir Partner. Wie wählen Sie Partner, zum Beispiel für Inspireme.de, aus? Stilke: Wie im Immobilienmarkt ist das Ziel von Immobilienscout24 bei den neuen Inhalten Orientierung und Marktüberblick zu bieten. Wir sprechen direkt mit den Herstellern, deren Angebot zur Positionierung von Inspire me.de passt. Die Frage ist, wollen wir schnell Umsatz oder Kompetenz aufbauen. Für Inspireme.de setzen wir zunächst auf Reichweite und INTERNET WORLD Business 9/13 7,24 9,69 Immowelt.de 10,47 9,59 3,73 3,07 Feb 2013 Quelle: Comscore Qualität und werden daher Schritt für Schritt die Produktkategorien auf- und ausbauen. Neben allen Aktivitäten auf dem Portal setzen Sie seit vergangenem Jahr auch noch auf einen Inkubator. Was bringt das dem Unternehmen? Stilke: Mit Youisnow wollen wir Innovationen fördern, erfahren, welche neuen Entwicklungen unser Kerngeschäft treiben und dabei Angebote entdecken, die vielleicht unser Geschäftsmodell kannibalisieren oder verändern könnten. Daher haben wir letztes Jahr ein Team unterstützt, das an einer sozialen Wohnungssuche arbeitete das hätte langfristig ein Portal wie Immobilienscout24 durchaus infrage stellen können. Das Projekt hat sich bislang noch nicht durchsetzen können, aber andere wie Umzug-easy oder die WG-Suche Nok-nok versprechen mehr Erfolg und wurden teilweise von uns übernommen. Nicht zu unterschätzen ist, dass wir durch den Inkubator Youisnow auch in Kontakt kommen mit jungen Unternehmern und Fachkräften und unseren Mitarbeitern weitere Möglichkeiten geben, selbst Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Sie haben vor Kurzem in Asien den Wettbewerber Property Guru zugekauft, wollen Sie auch international wachsen? Stilke: Property Guru ist Marktführer in Singapur und in Malaysia, außerdem in Thailand sowie Indonesien aktiv. Wir haben uns am Unternehmen als strategischer Investor mit Know-how und Geld beteiligt. Immobilienmärkte sind regional so eigen, dass es keinen Sinn macht, im Wachstumsmarkt Asien selbst zu gründen. Es gibt außer dem Wissensaustausch nur wenige Synergien. Zukäufe machen für uns nur Sinn, wenn es sich um Marktführer handelt. Gut drei Jahre sind Sie schon bei Immobilienscout24 Geschäftsführer wie lange werden Sie noch bleiben? Stilke: Ich habe meine Möglichkeiten hier noch lange nicht ausgereizt und mir macht die Arbeit viel Spaß. Ich bin sehr zufrieden, denn wir leben hier in einer tollen Kultur und pflegen eine offene, engagierte Atmosphäre... INTERVIEW: SUSANNE VIESER Mitarbeiterentwicklung bei Immobilienscout24.de Aus einem Start-up wird ein Unternehmen mit mehr als 650 Arbeitskräften Mrz 2013 Auf Wachstumskurs: Immobilienscout24 startete vor 15 Jahren mit zehn Mitarbeitern, heute werkeln in der Andreasstraße im Berliner Stadtteil Friedrichshain mehr als 650 Angestellte Quelle: Immobilienscout24.de *zzgl. einmalige Einrichtungsgebühr von 139,- EUR Angebot für Gewerbetreibende, zzgl. 19% MwSt. Managed-Server- Vollkomfort. Profitieren Sie jetzt von einem Managed Server und geben Sie die individuelle Server-Administration in die Hände des Experten-Teams von internet24. Der technische Support ist rund um die Uhr telefonisch und per für Sie erreichbar. Bei uns beginnt der Support nicht im Call-Center, sondern bei einem direkten Ansprechpartner. Dienst- und Lastmonitoring sowie Entstörung (24/7) Update- und Patchmanagement Individuelle Konfiguration Flexibel skalierbar (Loadbalancing, Hochverfügbarkeit) Persönliche Ansprechpartner / Experten-Service Partnerprogramme für Reseller und Vermittler ab 169,00 EUR* / Monat Telefon +49 (0)3 51 / internet24.de

8 TRENDS & STRATEGIEN 8 Internet World BUSINESS 29. April /13 TV COMMERCE Fernsehen und gleich kaufen TV kann Produktbegehrlichkeiten wecken. Konsumenten setzen Möglichkeiten von Smart-TV-Geräten aber noch kaum ein ls Dieter Bohlen, Juror der Casting- ASendung Deutschland sucht den Superstar, während der Show ein Hemd der Marke Camp David trug, kam es zu einer signifikanten Steigerung bei der Suche nach der Marke auf Google. Und bereits 2001 hatte der US-Sender NBC seinen Zuschauern am Ende einer Folge von Will und Grace die Bestellmöglichkeit für das T-Shirt der Hauptdarstellerin zu 52 US- Dollar über NBC.com angeboten, damals gingen innerhalb von 18 Stunden Bestellungen ein. Die Beispiele zeigen, wie leicht sich über das Fernsehen Produktbegehrlichkeiten wecken lassen, die dem E-Commerce nützlich sein können. Moderne Smart-TV-Geräte heben die Grenze zwischen Fernseher und Web auf. Es genügt der Klick auf den Red Button, um Produkte im Internet zu bestellen. Trotzdem wird diese Funktion auf den neuartigen Geräten bislang kaum genutzt. Eine Studie der Marktforscher Fittkau & Maaß Consulting zeigt, dass lediglich ein knappes Drittel der Besitzer eines Smart- TV-Geräts in Deutschland die Online- Funktion gelegentlich nutzt, und nur 13 Prozent regelmäßig (siehe Grafik). Bei TV Commerce gibt es noch eine extreme Zurückhaltung im Markt, besonders in Deutschland, stellt Thorben Fasching fest, Director Marketing und User Experience bei der Digitalagentur HMMH: Verkäufe über den Fernseher Der Trend ist eindeutig: Kunden nutzen vor allem den Second Screen. JÖRG SIMON Leiter Neue Medien, HSE24 funktionieren so gut wie gar nicht. Dazu müsse sich erst das User-Verhalten grundlegend ändern und die Bedienung einfacher werden. Die Steuerung über die Fernbedienung sei den Nutzern viel zu unbequem. Deshalb müsse man das Konzept des TV Commerce weiter fassen. Der Verkauf funktioniere besser indirekt über den Smart TV wird selten genutzt Nicht einmal jeder zweite Besitzer verwendet die Online-Funktion Second Screen: Es geht darum, den Fernseher als Trigger zu nutzen, um Zuschauer beispielsweise auf das Tablet zu locken. Es wäre ein Leichtes, die Fernsehspots entsprechend zu ändern und in den letzten Sekunden etwa auf eine Website hinzuweisen, erklärt Fasching. Vor allem bunte und emotionale Themen wie Reise, Mode oder Sport seien gut dafür geeignet. Second Screen statt Smart TV Ein Problem sei allerdings, dass Digitalagen turen keinen Zugang zu den richtigen Ansprechpartnern haben, die das TV-Budget verwalten. Die klassischen Agenturen haben dagegen häufig eine geringe Digitalkompetenz. Angesichts der Kosten für einen Werbespot ist es unglaublich, dass die Möglichkeit noch nicht mehr genutzt wird, Interaktivität herzustellen, wundert sich Fasching. Dass der Trend eindeutig zum Second Screen geht, stellt auch Jörg Simon, Leiter Neue Medien beim Shopping-Sender HSE24, fest: 50 Prozent unseres Online- Umsatzes stehen im direkten Bezug zu den aktuellen Produkten in den TV Shows. Kunden rufen während einer Fernsehsendung zusätzliche Produktinformationen oder Empfehlungen auf, kaufen und tauschen sich mit anderen in Live Chats aus. Der Smartphone und Tablet Boom mache den Bereich Mobile Commerce zu einem wichtigen Wachstumskatalysator. So kommen bei HSE24 20 Prozent der Online- Neukunden über mobile Medien. Die Online-Kanäle sieht Simon mittelfristig bei 30 Prozent Umsatzanteil startete HSE24 sein interaktives Shopping-Angebot über die Fernbedienung. Kunden des Satellitenanbieters Astra können über den Red Button bei allen drei Sendern von HSE24 einkaufen. Dieses Angebot nutzen allerdings bislang nur wenige Kunden, sagt Simon, diese dafür aber regelmäßig. Olympia mit ebay Ebay experimentiert mit Verkäufen über den Second Screen, etwa während der Olympischen Spiele 2012 in London. Über die ipad App Watch with ebay konnten Kunden speziell nach Merchandising-Artikeln zu ihren Lieblingssportlern suchen, zum Beispiel den Schuhen eines Leichtathleten oder einem Poster der Schwimmergruppe. Die interaktive App beinhaltet einen Programmführer, der den Nutzern Produkte passend zu ihren Lieblingssen- Foto: Fotolia / Arsdigital Fernseher: Großes Commerce-Potenzial Bei TV Commerce gibt es noch eine extreme Zurückhaltung im deutschen Markt. THORBEN FASCHING Director Marketing & User Experience, HMMH dungen in Echtzeit anzeigt. Sie konfigurieren die Applikation, indem sie ihre Postleitzahl sowie den Kabel- oder Satellitenanbieter eingeben. Die angezeigten Produkte können mit entsprechenden Suchbegriffen eingegrenzt werden. So kann ein Fan der Baseballmannschaft New York Yankees, der sich ein Spiel Yankees gegen Red Sox ansieht, den Begriff Red Sox herausfiltern und bekommt nur Produkte zu seiner Lieblingsmannschaft angezeigt. Auch das Versandhandelsunternehmen Otto setzt große Hoffnungen auf TV Commerce. Wir glauben, dass die Voraussetzungen für die Internet-Nutzung auf dem TV-Gerät noch nie so gut waren wie heute mit einem Smart oder Hybrid TV und zum anderen mit Kleinstcomputern im USB-Stick-Format, die aus jedem modernen Bildschirm mit USB-Anschluss einen Internet-PC machen, sagt Thomas Schnieders, Direktor E-Commerce, Innovation & Plattform bei Otto. Offen sei allerdings immer noch, wie schnell sich die neuen Endgeräte im Massenmarkt verbreiten und ob die Internet-Nutzung über TV-Geräte für Verbraucher auch E-Commerce-Aktivitäten umfassen werde. Daher betrachte er den Second Screen, in Form von Tablet oder Smarthpone, den Zuschauer mit interaktiven Anwendungen parallel zum TV nutzen, als mindestens ebenso relevantes Szenario für den E-Commerce, so Schnieders. Dass Menschen direkt über den Fernseher einkaufen, werde frühestens in vier bis fünf Jahren richtig funktionieren, glaubt der TV-Commerce-Experte Fasching von HMMH. Anstelle der Fernbedienung werde das Konzept eher über Gesten- oder Sprachsteuerung gelingen und von den Nutzern angenommen: In ein bis zwei Jahren haben wir die Gestensteuerung direkt am Fernsehschirm. tdz Kein Smart TV im Haushalt 66,4 % INTERNET WORLD Business 9/13 Smart TV im Haushalt 33,6 % Online-Nutzung des Smart TV Regelmäßig 13,1 % Nie 55,4 % Gelegentlich 31,5 % Basis: n = befragte deutsche Internet-Nutzer; Quelle: Fittkau & Maaß Consulting; Stand: 2013 Jenseits von TV Commerce und Second Screen: Enriched Content Der Anbieter Nrich Content hat sich auf das Monetarisieren von Videos und Bildern durch Affiliate Marketing oder die Anbindung zum Online Shop spezialisiert. Werbung, Produkte oder Informationen können so beim Abspielen von Videos sekundengenau eingeblendet werden. Ein Focus Point definiert, zu welchem Anspielzeitpunkt das Angebot zentral in Erscheinung tritt. Die mit Werbung angereicherten Videos können Nutzer beispielsweise auf der Homepage oder Facebook-Seite eines Unternehmens ansehen. Die Produktvorschläge werden dabei immer kontextbezogen und zielgruppenspezifisch zusammen mit Hintergrundinformationen angezeigt. Die Einblendung unterbricht den Film nicht wie eine klassische Werbeanzeige, sondern läuft parallel zum Video Stream. Layout und Design können kundenindividuell angepasst werden. Wer auf die Anzeige klickt, wird zum Beispiel direkt auf die Seite eines Online Shops weitergeleitet. Die Webshops können entweder über Affiliate- oder direkte API-Anbindung (Programmierschnittstelle) eingebunden werden.

9 9/ April 2013 TRENDS & STRATEGIEN Internet World BUSINESS 9 Ein Marktplatz für Sport Sportrade hilft dem Sportfachhandel ins Internet und beim Online Marketing port ist nach Mode und Wohnen die Snächste Branche, die ins Netz drängt: Noch ist dort der Markt überschaubar, neben Pure Playern wie Mysportworld versuchen sich erste Marken und Filialisten im Netz. Doch es gibt einen großen Kuchen zu verteilen: Rund 113 Milliarden Euro werden hierzulande mit dem Verkauf von Sportmode und -geräten erzielt, nur zehn Prozent davon werden online erwirtschaftet. Seit einem Jahr mischt Sportrade.de mit, ein Online-Marktplatz für Händler und Her steller. Wir zeigen Händlern, wie der E-Commerce funktioniert, sagt Sportrade wird 2011 gegründet und startet im April 2012 online Der Marktplatz für Sport hilft Händlern bei deren Online Marketing und ist am Umsatz beteiligt Finanzierung: Business Angel, IBB Berlin, 2. Finanzierungsrunde in Vorbereitung Internet: Sportrade: Marktplatz für Hersteller und Händler im Sportbereich Gründer Helge Hinrichs. Sie haben doch gar nicht die Mittel und Macht, online ständig Aufmerksamkeit zu erreichen. Die Bilanz des ersten Jahres fällt positiv aus: Etwa 120 Händler nutzen Sportrade als Absatzkanal im Internet. Die Umsatzentwicklung korreliert mit der wachsenden Zahl von Produkten, berichtet Hinrichs. Das zeigt, der Marktplatzgedanke funktioniert. Sportrade zählt rund Besucher im Monat, Kunden haben bereits bestellt, durchschnittlich für rund 80 Euro Die Wiederholungsquote steigt, konstatiert Hinrichs. Pro Kauf behält Sportrade 15 Prozent Provision für sich ein. Dafür aber können die Händler mit umfangreichem Online Marketing rechnen: Sportrade.de schaltet Anzeigen, wirbt bei Suchmaschinen, stellt Angebote bei Amazon oder ebay ein H. Hinrichs: Online-Marketing-Hilfe für Händler und bringt Ware bei Preisvergleichsseiten unter. Den Personalund Zeitaufwand für die gesamte Online- Vermarktung über alle Kanäle und alle Verkaufsphasen kann ein Einzelhändler nicht schaffen, ist Helge Hinrichs überzeugt. Wir machen zurzeit noch vieles händisch, werden diese Prozesse aber künftig stärker automatisieren. vs Filme für den Shop Sovido produziert Produkt-Videos und verbreitet sie über die eigene Plattform online Eine gute Idee für einen (mobilen) Service, eine praktische Technik oder der Web-basierte Helfer im Internet-Alltag: Die Innovationskraft im Internet ist ungebrochen. Deshalb stellt INTERNET WORLD Business regelmäßig junge Unternehmen und ihre Angebote vor. Alle Beiträge dieser Serie finden Sie online auf unter dem Webcode Lektüre für Smartphones en 1000-Seiten-Wälzer von Ken Fol- auf einem Smartphone lesen? Dlett Nicht auszuschließen, aber schwer vorstellbar. Wer digital liest, liest anders und auch andere Dinge, ist sich Nikola Mikrotext wird im Februar 2013 in Berlin gegründet Das Start-up sieht sich als literarischer Verlag für kurze Texte und neue Literaturformen. Die Bücher kosten alle 2,99 Euro und umfassen 15 bis 40 Seiten Finanzierung: Gründerin Internet: er Windschutz hinter dem Reißver- die Schaltung am Fahrrad, Dschluss, die Knöpfe an der Kamera: In einem Video lassen sich Produktdetails und ihre Funktionen verständlicher demonstrieren. So helfen Videos beim Verkauf. Trotzdem setzen sie sich in den Webshops nicht durch. Die Produktion gilt als teuer, die Videos sind in die üblichen Shop-Systeme nur schwer integrierbar und ihre Verbreitung erhöht den Aufwand zusätzlich, nennt Hauke Schulte- Güstenberg Gegenargumente. Zusammen mit dem Programmierer Dirk Siemers ist der Video-Filmer angetreten, Händler vom Gegenteil zu überzeugen: Sovido.de: Produkt-Videos für Online Shops und die Verbreitung im Internet Sovido heißt das Start-up aus Twistringen bei Bremen, das Produkt-Videos fertigt und für deren Verbreitung über den Shop hinaus sorgt. Unser Fokus liegt auf der Mengenproduktion, erklärt Schulte- Güstenberg. Bei Bedarf bieten wir auch aufwendigere Werbefilme. Beim Outdoor-Laden Fritz Berger oder dem Board-Spezialisten Weare sind Sovido-Filme von Zelten oder Streetware zu sehen. Werden gleich Hunderte ähnlicher Produkte auf Drehtellern oder von Models inszeniert, kosten die Clips zwischen 30 und 60 Euro pro Stück. Wir drehen ein Master Video, das den standardisierten Inhalt zeigt, sagt Schulte- Güstenberg. Fast 50 Euro pro Monat werden für die Verbrei- Siemers, Schulte-Güstenberg (re.) sorgen für Bewegung im Webshop Sovido entsteht im Mai 2011 Das Start-up produziert Produkt-Videos und sorgt für deren Verbreitung. Dafür werden Honorare fällig Mitarbeiter: Gründer Finanzierung: Gründer, Preisgelder, Exist-Gründerstipendium Internet: tung von je 20 Filmen über die Sovido- Plattform fällig: Von hier aus werden die Videos anhand der Artikelnummern den Katalogseiten im Shop zugeordnet und für Suchmaschinen optimiert. So lassen sich Videos in Communitys und Blogs posten. Wer einen Film anklickt, landet im Shop und nicht auf einem Video-Portal neben Spots von Konkurrenzprodukten. Das Konzept sorgt für Aufsehen: Sovido.de wurde mehrfach ausgezeichnet, auch für seine innovative Technologie. Die Gründer hoffen daher, dass sich bald mehr bewegt im Online-Handel. vs Richter sicher. Die Bloggerin und Autorin hat deshalb den Verlag Mikrotext gegründet, der sich auf E-Books und kurze Texte spezialisiert. Es gibt wenig Literarisches für Smartphones und Tablets, meint Richter. Klassische Verlage achten selten auf neue literarische Formen, die das Internet hervorbringt. Jedes Vierteljahr zwei Bücher plant Richter. Die ersten beiden stammen von Regisseur Alexander Kluge, der die Netzkultur diskutiert, und von Aboud Saeed, einem syrischen Blogger, der den Kriegsalltag individuell und beinahe poetisch auf Facebook beschreibt und hier bereits mehrere Tausend Leser fand. Mikrotext.de kommt ohne viel Ballast aus: Für die technische Organisation der Downloads und die Abrechnung kooperiert Richter mit der Selfpublishing- Plattform Epubli.de, die Gestaltung, das Lektorat und das Marketing übernimmt Mikrotext selbst. Autoren sind zu 40 Prozent am Buchpreis beteiligt ein Mehrfaches dessen, was klassische und Digital-Verlage wie Dotbooks, Eriginals oder Culturbooks bieten. vs

10 MARKETING & WERBUNG 10 Internet World BUSINESS 29. April /13 NUGG AD Unabhängige Forschungs-Unit Nugg Ad, Anbieter von Targeting-Lösungen, hat mit Audience & Research eine eigenständige Forschungs-Unit für Online Marketing gegründet. Im Portfolio der Einheit sind Kampagnenevaluierungen und Beratung sowie Strategielösungen für Werbevorhaben. Geboten werden außerdem Reports und Insights, um Aussagen zur Effizienz von Online-Kampagnen und über die Zusammenhänge oder die Zusammensetzung der Zielgruppen machen zu können. Geleitet wird die neue Abteilung von Anna Cremers, die als Director Statistics und Insights bereits seit mehreren Jahren die Statistikabteilung von Nugg Ad verantwortet. sg Die Crème de la Crème Zum 17. Mal wurden beim New Media Award die besten Digitalkampagnen des Jahres prämiert YAHOO Wetter-App trifft Flickr-Fotos Sonnige Aussichten kann die neu gestartete Yahoo-Wetter-App für iphone und ipod nicht garantieren dafür will die Anwendung mit abwechslungsreichen, persönlichen Bildern punkten. Möglich machen soll das die Verknüpfung der mobilen Wetterinformationen und -vorhersagen mit passenden lokalen Bildern aus Yahoos Foto- Community Flickr.com. Damit können die App User beispielsweise sehen, wie der gesuchte Milde 20 C gibt es Ort bei der aktuellen laut Yahoo in Berlin Wetterlage aussieht. Flickr-Nutzer, die die Smartphone- Anwendung durch eigene Bilder ergänzen möchten, können ihre Fotos mit Ortsan gabe der entsprechenden Flickr-Gruppe Project Weather hinzufügen. Wird das Foto dann in der App verwendet, zeigt ein Copyright-Vermerk am unteren Bildrand den Namen des zugehörigen Flickr- Nutzers. sg TUMBLR Neu mit mobiler Werbung Die Mikroblogging-Plattform Tumblr.com integriert nun Anzeigen auf ihre mobilen Apps. Die Werbung wird unter die Beiträge der Kontakte, die bisher im mobilen Stream vorkommen, gemischt. Äußerlich werden sich die Anzeigen an den Nutzerbeiträgen orientieren und sich damit nicht von den regulären Blogs und Posts der User unterscheiden. Als Werbeeinblendungen erkennbar seien die Anzeigen auf Smartphones nur durch ein kleines Dollarzeichen. Dem US-Portal Adage.com zufolge sollen bis zu vier Ads pro Tag eingeblendet werden. Erste Werbekunden bei Tumblr sind Warner Bros. Entertainment oder der amerikanische Fernsehsender ABC. sg Anzeige ine ipad-anzeige, die Eden User in die Vergangenheit führt, ein gigantisches Foto-Mosaik oder ein virtuelles Elfmeterschießen auf Youtube: Die diesjährigen Gewinner-Kampagnen des 17. New Media Award beweisen mit Kreativität, Innovation und Qualität, dass es der Digitalbranche trotz der aktuellen Award- Debatte zumindest nicht an Ideen und auch vielversprechenden Nachwuchstalenten mangelt. Die Verleihung des renommierten Kreativpreises im Schmidts Tivoli auf der Hamburger Reeperbahn stand unter dem Motto Night of Magic Heads. Aus 157 Einreichungen von 69 Agenturen wählten die Juroren die 16 besten Digitalkampagnen, von denen am Ende fünf mit dem Award in Gold ausgezeichnet wurden. Bigsize-Banner boomt Der RTB-Marktplatz Adscale analysiert seine gefragtesten Werbeformen eal-time Bidding (RTB), Rder automatisierte Handel in Echtzeit, ist aus dem Internet-Werbemarkt nicht mehr wegzudenken. Wenn es um die hierbei gefragtesten Werbeformen geht, liegt zumindest bei Adscale das großflächige Leaderboard häufig auch Bigsize-Banner genannt ganz vorne. Das zeigt eine Adscale-Analyse; deren Basis sind alle IAB- Standardformate (Interactive Advertising Bureau), die über den RTB-Marktplatz von Adscale, der seit April 2012 existiert, verkauft wurden. Auf Rang zwei und drei hinter dem Leaderboard, das einen Anteil von 35,9 Prozent am gesamten RTB-Handelsvolumen auf Adscale hat, liegen das Medium Rectangle (28,5 Prozent) und der Wide Skyscraper (26,3 Prozent). Eine geringere Nachfrage verzeichnen die Werbeformen Skyscraper und Fullsize Banner. Ihr Anteil liegt jeweils nur bei knapp fünf Prozent beziehungsweise vier Prozent. Die Erstplatzierten in den fünf Kategorien im Überblick: Kategorie Digital Campaigns: Agentur Pixelpark / Elephant Seven mit der Kampagne Zeitreise, die für Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland entwickelt wurde. Kategorie Digital Craft: Agentur demodern digital design studio mit The Montblanc Worldsecond, kreiert für Montblanc International. Kategorie Integrated Campaigns: Heimat Werbeagentur und Fried Onions für die Kampagne Wir machen den Weg frei im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken. Kategorie Efficient Communication: MediaCom Interaction und Scholz & Volkmer mit der Kampagne Coca-Cola Foto: Interactive Media Nachfrage nach Standardformaten im Adscale-RTB-Marktplatz Fullsize Banner 4 % Skyscraper 5 % Wide Skyscraper 26 % Kampagnen für Mercedes-Benz und Montblanc International (re.) sind zwei der insgesamt fünf Arbeiten, die mit der Gold-Trophäe ausgezeichnet wurden Leaderboard 36 % Medium Rectangle 29 % Das Format Leaderboard hat mit rund 36 Prozent den größten Anteil am gesamten RTB-Handelsvolumen auf Adscale INTERNET WORLD Business 9/13 Quelle: Adscale; Stand: 2013 Für Matthias Pantke, Geschäftsführer bei Adscale, wird der Trend RTB anhalten. Er geht davon aus, dass 2013 bereits 30 Prozent der Display-Werbeflächen automatisiert eingekauft werden. Derzeit erzielt Adscale nach eigenen Angaben bis zu 25 Prozent seiner Monatsumsätze über Real-Time Bidding. sg Zero The Zero must stand, entwickelt für Coca-Cola. In der letzten Kategorie, Young Lions, wird der beste Nachwuchsbeitrag ausgezeichnet. Dazu hatten die jungen Kreativen in diesem Jahr die Aufgabe, für King Anbieter von Casual Social Games / Geschicklichkeitsspielen eine fiktive Digitalkampagne zur Reichweitensteigerung und Markenpositionierung zu entwickeln. Gewinner waren Manuel Kersting und Marko Hemmerich von DDB Tribal mit Play or Pay. Mit der Erstplatzierung haben sich die Nachwuchstalente gleichzeitig für die Teilnahme an der Young Lions Cyber Competition in Cannes qualifiziert. Nach Hamburg geladen hatten die Geschäftsführer von Interactive Media, Marianne Stroehmann und Philip Missler; durch den Abend führte nach bewährter Tradition Katrin Bauerfeind. sg Umsatzplus für Agenturen in paar Abstriche beim Umsatz muss- die deutschen Agenturen im Ver- Eten gleich zum Vorjahr zwar machen trotzdem können die Kreativschmieden bei einem Plus von durchschnittlich 5,4 Prozent mit ihrer Erlösentwicklung für 2012 zufrieden sein stand ein Umsatzplus von durchschnittlich 6,4 Prozent zubuche. Zu diesem Ergebnis kommt der Frühjahrsmonitor des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen (GWA). Von den 60 befragten Mitgliedern des GWA erzielten 71 Prozent im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs. 18 Prozent gaben ein Plus von einer bis drei Millionen Euro an, ein Drittel verzeichnete ein Wachstum von über drei Millionen Euro, elf Prozent erzielten sogar Erlössteigerungen von mehr als zehn Millionen Euro. Umsatzrückgänge mussten im Vorjahresvergleich dagegen 25 Prozent der 60 befragten Mitglieder in Kauf nehmen. Bei fünf Prozent der Agenturmitglieder stagnierten die Erlöse. Die Rendite bezogen auf das Gross Income (Netto-Honorarumsatz) betrug im vergangenen Jahr 10,5 Prozent. Für 2013 erwartet der Verband hier einen Wert von 11,5 Prozent. sg

11 9/ April 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 11 BEWEGTBILD Schubumkehr nicht mehr möglich Das Internet ist bereits zum Bewegtbildmedium geworden nur die Monetarisierung hinkt noch hinterher Bewegung auf allen Kanälen: Der Konsum von Bewegtbild verlagert sich ins Netz nline ist das neue Fernsehen. Das ist Odas Fazit der beiden Branchenveranstaltungen TV Wirkungstag und Audio Visual Media Days 2013 (AMD). Bemerkenswert: Beide, dem wird wohl niemand widersprechen, sind nicht gerade die Speerspitze des Internet. Der TV Wirkungstag ist eine Gattungsveranstaltung der großen TV-Häuser. Die AMD werden von den Medientagen München durchgeführt. Der Bewegtbildmarkt hat sich von der Phase der Überschätzung in die Phase der Unterschätzung gewandelt, so Manfred Kluge, Geschäftsführer des Media-Netzwerks OMG Germany, auf dem TV Wirkungstag in Düsseldorf. Angesichts der explodierenden Bewegtbildnutzung im Internet darf Online Video in keinem Mediaplan mehr fehlen, so Robert Tierhold, Vice President DACH beim Marktforschungsunternehmen Comscore, wenige Tage später in München. Nur eine Zahl: 40 Millionen Menschen in Deutschland schauen monatlich Online Videos, im Schnitt 94 Stück. Zwischen 50 und 70 Prozent nutzen zumindest gelegentlich den Second Screen schauen also Videos nicht auf dem TV-Gerät, sondern per PC, Laptop, Tablet, Smartphone. Und das Angebot hat sich in den letzten beiden Jahren ex trem verändert: Weg von User- Generated-Katzen-Video-Filmchen, hin zu qualitativ hochwertigem, professionellem Content. (Noch) sind es eher jüngere Zielgruppen, die bewegtes Web sehen. Aber da brummt es: Die Youtube-Stars Y-Titti haben 1,6 Millionen Abonnenten auf Youtube. Sie erreichen wöchentlich mehr Menschen als der Tatort, so Spartacus Olsson, CEO bei Mediakraft Networks, auf den AMD. Nach eigenen Angaben ist Mediakraft Deutschlands größter TV-Sender im Web und erreicht mit seinen Shows (darunter Y-Titti) rund 45 Prozent der 14- bis 29-Jährigen. Wir sind ein ganz normales Medien unternehmen, so Olsson. Und wie das Beispiel Stoersender.tv von Dieter Hildebrandt (siehe Interview unten) zeigt, ziehen auch ältere Zielgruppen und ernste Themen ins bewegte Netz ein. Klassische TV-Produktionshäuser rüsten sich ebenfalls. So hat etwa Endemol ( Wer wird Millionär? ) die Tochter Endemol Beyond gegründet, die ausschließlich Formate fürs Netz produziert. Geschäftsführer Georg Ramme auf den AMD: Wir bauen ein Premium-Multichannel-Netzwerk auf. Zwar stehen Nutzung und Revenue noch nicht im Verhältnis, die TKPs (Tausend- Kontakt-Preise) seien noch extrem niedrig, aber: Online Videos sind das Geschäft der Zukunft, ist Ramme überzeugt. Und in Düsseldorf forderte Agenturchef Manfred Kluge, den TV Wirkungstag vom Gattungsmarketing- zum Bewegtbild- Event zu drehen, denn: Die nächsten Player stehen bereit neben Youtube, Google und Smartclip klassische Vermarktungshäuser wie Axel Springer Media Impact, Werbe Weischer (Kino) und ganz aktuell Außenwerbeprimus Ströer (siehe auch auf die Seiten 3 und 14). häb Kabarettist Dieter Hildebrandt sprach mit INTERNET WORLD Business über Stoersender.tv und seine Beziehung zum Web. Via Crowdfunding konnte Stoersender.tv rund Euro einsammeln. Wie lange reicht das Geld? Dieter Hildebrandt: Das Geld reicht für 20 Sendungen, aber nicht für das Ganze drumherum: das Unternehmerische, die ganze Gründung, die da gerade stattgefunden hat. Wir haben auf Startnext ausschließlich das Kreative finanziert, das Projekt. Paid Content stimmt nicht ganz, es sollte Freiwilliges Pay-TV heißen, weil unser Programm ja drei Tage nach der Veröffentlichung für Abonnenten frei für alle zu sehen ist. Denken Sie über Werbung als Einnahmequelle nach? Hildebrandt: Werbung führt immer zu gewissen Abhängigkeiten und Einschränkungen. Beispiel Mobilfunk: Woher glauben Sie, kommt es, dass so wenig über die schädliche Strahlung berichtet wird? Es gibt sogar Gerichtsurteile, die bestätigen, dass man von der Handystrahlung Krebs kriegen kann. Wurde fast komplett ignoriert. Ein Versehen? Zufall? Wie sieht der typische Crowdfunder von Stoersender.tv aus und wie hoch ist die durchschnittliche Spendensumme? Hildebrandt: Keine Ahnung, ob es ein Profil gibt, Stefan Hanitzsch, der den Störsender ins Leben gerufen hat, erzählte mir allerdings, dass der Altersdurchschnitt der Besucher von Startnext seit unserem Projekt deutlich gestiegen sei. Genaue Zahlen hat er natürlich nicht. Datenschutz! Ausrechnen kann man sich aber leicht, dass jeder Unterstützer im Schnitt ungefähr 50 Euro investiert hat. Das ist wiederum unter dem Schnitt von Startnext, der, wenn ich es recht erinnere, bei etwa 60 Euro liegt. Das Netz ist das Medium der Jugend politisches Kabarett eher eines der älteren Zielgruppe. Auch hier die Frage: Wie sieht der typischer Stoersender.tv-Seher aus? Hildebrandt: Lauter Klischees! Würde ich beides nicht unterschreiben. Ich sehe viele Leute unter 70 im Publikum beim Kabarett, oft sogar weit darunter, unter 30-Jährige, und andere sind mit weit über 70 quickfidel im Netz unterwegs. Wie der Vater von Mercedes Medina, der Gattin meines Freundes und Störsender-Mitstreiters Dieter Hanitzsch. Der Mann ist Interview Dafür bin ich nicht nerdig genug Dieter Hildebrandt Der 86-jährige Kabarettist hat eine neue Spielwiese: Das Crowdfunding-Projekt Stoersender.tv. sender.tv 92 und surft jeden Tag fröhlich und begeistert. Würde Stoersender.tv im TV auch funktionieren? Und gibt es beispielsweise eine Smart TV App? Hildebrandt: Das hat Stefan mir schon bei der Geburt der Störsender- Idee versucht zu erklären, dass die neuen TV- Geräte auch Internet können. Ich gehe davon aus, dass er das buchstäblich auf dem Schirm hat. Das Format läuft über Youtube. Die Plattform verletzt regelmäßig und im großen Stil Urheberrechte, Mutter Google gilt als Datenkrake. Gewissensbisse? Hildebrandt: Meinen Sie das ernst? Wir wollen möglichst viele Menschen mit dem Format erreichen. Unsere Abonnenten sehen über Vimeo, und auf Youtube kann drei Tage später jeder den Störsender gucken, und jetzt soll ich mich dabei schlecht fühlen? Das ist schon kühn. Wir tummeln uns übrigens auch auf Facebook mit einem Auftritt dort. Kommen wir jetzt in die Datenhölle? Also keine Gewissensbisse... Hildebrandt: Gewissensbisse habe ich eher, weil ich nicht unsere Regierung auf den Mond schieße, die es zulässt, dass Menschen hier in Armut leben, wir mit Agrarexporten Bauern in der dritten Welt ruinieren, Genpflanzen angebaut werden dürfen und Waffen an Diktatoren verkauft werden, wie zum Beispiel die Saudis, und die Liste könnten Sie endlos weiterführen. Das Internet ist ein flüchtiges Medium und eigentlich vor allem für kurze Formate geeignet. Hat ein 40-Minüter im Netz eine reelle Chance? Hildebrandt: Ach, das sind Trends, die sich schneller ändern als die Meinung von Horst Seehofer. Meine Überzeugung ist: Qualität setzt sich durch, und die Menschen wollen nicht nur Fast-Food-Medien- Angebote. Eine persönliche Frage: Würden Sie sich selbst als Silver Nerd das Pendant zu den Digital Natives bezeichnen? Hildebrandt: Können Sie alles noch mal auf Deutsch sagen? Für diese Sprache bin ich nicht nerdig genug. Ganz im Ernst: Ich lasse surfen, weiß aber sehr wohl, welche Möglichkeiten das Netz bietet, und freue mich, dass Stefan Hanitzsch mich mit seiner Begeisterung angesteckt hat. Über Stoersender.tv Das Ende März 2013 gestartete Störsender.tv bezeichnen Gründer und Journalist Stefan Hanitzsch und der Kabarettist Dieter Hildebrandt als Spielwiese für Störenfriede. Das 30- bis 40-minütige Web-TV-Format beschäftigt sich mit Themen rund um Sinn und Gerechtigkeit wie Finanzsystem, Wasser als Menschenrecht oder Justiz. Startkapital für ihr Projekt sammeln die Macher auf der Crowdfunding-Plattform Startnext.de. Der Einsatz für User: fünf bis Euro.

12 MARKETING & WERBUNG 12 Internet World BUSINESS 29. April /13 ZANOX Apps mit Performance Der Affiliate-Netzwerkbetreiber Zanox stellt seinen Werbekunden jetzt ein Software Tool zur Performance-basierten Vermarktung von Apps zur Verfügung. Damit lassen sich die Installation und Nutzung einer App messen und entsprechend verprovisionieren. Nach Angaben des Berliner Unternehmens können App-Anbieter mit dem sogenannten Advertiser SDK tracken, wie oft und in welcher Weise User ihre App nutzen. Diese Aktionen können als Kennzahlen für die Provisionsausschüttung an den beteiligten Publisher herangezogen werden. Das Software Kit unterstützt sowohl ios als auch Android. Ähnliche Tracking-Funktionen wurden bereits von anderen Netzwerkanbietern vorgestellt, zum Beispiel von Belboon. fk YAHOO Aus für Yahoo Deals Portfolio wird effizienter: Suchmaschinenpionier Yahoo stellt Dienste ein PLA auf Erfolgskurs Die kostenpflichtigen Product Listing Ads von Google erfreuen sich steigender Beliebtheit ie kostenpflichtigen Product Listing DAds (PLA) entwickeln sich für Google zur Goldgrube. In den USA entfallen bereits 17 Prozent aller Werbe-Spendings im Google-Adwords-Programm auf die Verkaufsangebote. In Europa liegt der Anteil nach Erkenntnissen des Marketing-Software-Anbieters Adobe bei gut einem Drittel der US-Marke, Tendenz steigend. Stetiger Klickpreis-Anstieg Ein Rückblick: Jahrelang hatte Google Webshop-Betreiber dahingehend konditioniert, maßgeschneiderte Daten-Feeds mit ihren Verkaufsangeboten bereitzustellen. Lohn der Mühe: bei einer entsprechenden Suchanfrage ein Platz auf der Product Listing Ads: Marktanteile USA deutlich vor Europa USA 12 % Europa 7 % 15 % 5 % 17 % Google-Such ergebnisseite mit Produktfoto, Preisinformationen und einem Link zum Verkaufsangebot. Seit Sommer 2012 kassiert Google für diese Platzierungen in den USA Geld, aus den kostenlosen Verlaufs-Suchergebnissen wurden die kostenpflichtigen Product Listing Ads. Seit Februar 2013 ist es auch in Europa so weit: Google integriert die Produkt-Feeds in das Adwords-Programm. Das kostet Geld, hat aber auch Vorteile: Produkt-Spammer sind aus den Suchergebnissen verschwunden. Neun Monate nach dem Start der kostenpflichtigen PLA in den USA hat Adobe jetzt Nutzung und Preisniveau der Verkaufsofferten untersucht und dabei vor allem in den USA einen stetigen Anstieg 6 % der Klickpreise (Cost per Click = CPC) festgestellt. Lagen die CPCs für PLA im Juli 2012 noch bei knapp über 70 Prozent des Preisniveaus anderer Adwords-Anzeigen, zogen die PLA im Dezember an den anderen Adwords vorbei und erreichten im März fast 120 Prozent. Dem hohen Preisniveau steht im Moment ein leicht unterdurchschnittlicher Klick-Anteil gegenüber, der aber durch den verhältnismäßig kleinen Anteil an den ausgelieferten Impressions erklärbar wird. Wie sich die PLA- Preise in Europa entwickeln werden, ist noch nicht absehbar. Die Umstellung auf das neue Modell ist diesseits des Atlantiks noch im Gang, zudem verfälschen derzeit noch Einführungsrabatte das Bild. fk USA: Product Listing Ads werden immer teurer Preisentwicklung Product Listing Ads gegenüber Adwords 140 % 120 % 100 % 80 % 60 % 40 % 20 % Der Suchmaschinenpionier Yahoo strafft sein Portfolio und schaltet Ende des Monats eine Reihe von Angeboten ab. Dazu zählt auch das Rabattportal Yahoo Deals. Wir schärfen unseren Fokus, um neue Produkte anzubieten, heißt es dazu im offiziellen Firmen-Blog. Nach Bekanntwerden der Entscheidung legte der Aktienkurs des Gutscheinportals Groupon um vier Prozent zu möglicherweise ist hier das Aus von Yahoo Deals der Grund. Wie die neuen Produkte aussehen können, zeigen unter anderem eine überarbeitete Wetter- App und eine Mail-App für Apple ios, die zeitgleich präsentiert wurden. fk GOOGLE STREET VIEW Bußgeld aus Hamburg Das Bildmaterial zu Google Street View in Deutschland ist inzwischen mindestens drei Jahre alt, aber die Umstände seiner Entstehung sorgen immer noch für Ärger. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat nun gegen den Suchmaschinenkonzern ein Bußgeld in Höhe von Euro verhängt, weil dieser damals bei den Street-View-Kamerafahrten auch Daten aus öffentlich zugänglichen WLAN-Netzen mitgeschnitten und gespeichert hatte. Damit kommt Google relativ glimpflich davon, in den USA hatte das Unternehmen für ähnliche Vergehen insgesamt sieben Millionen US-Dollar (rund 5,4 Millionen Euro) zahlen müssen. Über die Höhe der Werbeeinnahmen, die Google mit dem Projekt Street View erzielt, ist nichts bekannt. fk Anzeige Anteil an den Impressions Anteil an den Klicks Der Marktanteil der PLA am Suchmaschinenmarketing ist in den USA bereits deutlich höher als in Europa INTERNET WORLD Business 9/13 Quelle: Adobe Affiliate-Preiskampf Tradedoubler will Network Fee für Großkunden halbieren er Affiliate-Netzwerkbetreiber Tradedoub- D ler, um den es in letzter Zeit etwas still geworden war, meldet sich in Deutschland mit einem Paukenschlag zurück. Das Anteil an den Werbe-Spendings schwedische Unternehmen, das neben Zanox und Affilinet zu den Top 3 in Europa gehört, will die Werbung über Partnerprogramme nun deutlich preisgünstiger machen die Netzwerkgebühr (Network Fee) soll für Großkunden halbiert werden. Diese Abgabe erhebt der Netzwerkbetreiber vom Advertiser für die Nutzung der Infrastruktur, die Erfassung von Klicks, Leads und Sales und die Zuordnung der Provisionen an die Publisher. Üblicherweise beträgt sie 30 Prozent, ein Drittel der ausgeschütteten Provisionen behält also das Netzwerk. Grundlage für diese neue Preisstruktur ist nach Angaben von Tradedoubler-Verkaufschef Matthias Stadelmeyer eine komplette Neustrukturierung der Netzwerk- Matthias Stadelmeyer, Vice President Sales, Tradedoubler 0 % Jul Aug Der CPC-Preis für PLA ist in den vergangenen neun Monaten kontinuierlich gestiegen. Seit dem Jahreswechsel liegt er über dem Klickpreis normaler Adwords-Anzeigen INTERNET WORLD Business 9/13 Sept Infrastruktur. Administrative Prozesse wurden so weit zentralisiert, dass die Account Manager in den nationalen Niederlassungen damit nichts mehr zu tun haben und sich effizienter um die Programmbetreuung kümmern können. Als Vorbild für das deutsche Tradedoubler-Geschäft gilt der britische Affiliate-Markt: Er ist sehr flexibel und technologie getrieben erläutert Stadelmeyer. In Deutschland entfallen rund sieben Prozent aller Online-Marketing-Budgets auf Partnerprogramme, in England liegt der Anteil bei neun Prozent. Tradedoubler ist nicht der erste Anbieter in Deutschland, der die Höhe der Network Fee thematisiert. Auf der Fachmesse Internet World im März 2013 kündigte Technologie anbieter Ingenious Technologies (ehemals Zieltraffic) bereits Modelle an, die Partnerprogramm-Marketing deutlich günstiger machen sollen. fk Okt Nov Dez Jan Feb Mär Quelle: Adobe Stolperfallen für Inhouse-SEO ehler bei der strategischen Planung, Fmangelnde Unterstützung im Haus und der fehlende Blick über den Tellerrand das sind nach Ansicht von SEO- Experten die häufigsten Stolperfallen für Suchmaschinenoptimierungsprojekte, die Firmen selbst durchführen. Die mangelnde strategische Planung ist ein Problem, das Unternehmen freilich auch dann treffen kann, wenn sie mit externen Dienstleistern zusammenarbeiten. Meist wird am Anfang von SEO-Projekten zu wenig Zeit darauf verwendet, die Ziele möglichst konkret zu definieren, sagt Nils Dreyer, Chef der Agentur Textprovider. Das erschwere später die Bewertung und mache eine Erfolgskontrolle quasi unmöglich. Eine typische Inhouse-Problematik ist dagegen das fehlende Fachwissen, das ein Unternehmen zwangsläufig trifft, wenn es nur die eigenen Seiten optimiert und keinen Zugriff auf die Erfahrungen aus anderen Kundenprojekten hat. Zudem müssen sich SEO-Teams in Unternehmen oft gegenüber klassischen Marketingabteilungen behaupten. Filip Grizelj, Geschäftsführer von Eviom, sieht SEO dagegen als Aufgabe, die der Unterstützung des gesamten Unternehmens bedarf. fk

13 9/ April 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 13 SEA-KAMPAGNEN OPTIMIEREN Adwords auf allen Displays Experten raten dazu, sich schon jetzt mit Googles Enhanced Campaigns auseinanderzusetzen Foto: Fotolia / Mpfphotography Da alle automatisch auf Tablets werben müssen, werden die CPCs teurer werden. ANDRÉ SOULIER Geschäftsführer Nayoki er Tag steht bereits fest: Am 22. Juli D2013 will Google die wichtigste Änderung des Jahres bei den Adwords- Suchwort anzeigen abschließen. An diesem Tag soll Enhanced Campaigns greifen getrennte Adwords-Kampagnen für Smartphones, Tablets und Desktop-PCs gehören dann der Vergangenheit an. Im Februar gab Google die neue Strategie bekannt, seitdem können sich Adwords-Kunden aussuchen, ob sie Enhanced Campaigns nutzen oder nicht. Diese Wahlmöglichkeit wird so hat Google in einem Unternehmensblog angekündigt ab 22. Juli 2013 entfallen. Aktuelle Änderungen Jana Fiaccola, Product Manager SEA bei der Münchner Performance-Agentur Quisma GmbH, rät Anzeigenkunden dazu, mit der Neuordnung ihres Adwords-Kontos nicht bis zu diesem Tag zu warten. Sie sollten sich jetzt schon mit den Auswirkungen auseinanderzusetzen, die Enhanced Campaigns auf die Suchmaschinenwerbung (SEA) hat. Die wichtigsten Änderungen: Es sind keine getrennten Kampagnen für Desktop, Mobile und Tablets mehr möglich, somit ist auch keine Vergabe von getrennten Budgets mehr erforderlich. Zurzeit getrennte Kampagnen müssen umstrukturiert und für die Umstellung wieder zusammengeführt werden. Es gibt keine Möglichkeit mehr, auf bestimmte Endgeräte, Betriebssysteme und Hardware-Anbieter zugeschnittene Kampagnen zu erstellen. Desktop und Tablet werden künftig in der Auslieferung zusammengefasst, nur für Smartphones können in den gemeinsamen Kampagnen separate Anzeigen und Links hinterlegt werden. Die Vergabe von CPC-Geboten (Costper-Click) für Desktop- und Tablet-Keywords erfolgen weiterhin pro Keyword. CPCs für Smartphones und das ist neu lassen sich durch die Eingabe eines Multiplikators (mobiler Gebotsvektor) auf Kampagnen ebene steuern. Dieser Multiplikator, so Fiaccola, erlaubt es dem SEA-Kampagnenplaner immerhin, Smartphones auszuschließen, indem das CPC-Gebot für diese Gerätegattung auf -100 Prozent gesetzt wird. Die Folge: Kein Gebot, keine Auslieferung auf Smartphones. Bis zum Sommer wird sich noch einiges tun, ist die SEA-Expertin von Quisma überzeugt. Ich bin gespannt, wie der Stand genau sein wird, wenn die finale Umstellung erfolgt. Die teilweise harsche Kritik der Werbekunden hat Google offenbar dazu bewegt, die Strategie eine Kampagne für alle Endgeräte wieder aufzuweichen. Denn vor allem Adwords-Kunden ohne mobil optimierte Website oder mit Angeboten, die Fünf Tipps zur Kampagnenoptimierung: Was jetzt zu tun ist Zielsetzung und KPIs hinterfragen: Die Umstellung ist der Moment, um die Kampag nenausrichtung noch einmal kritisch zu hinterfragen. Worauf kommt es einem an? Welche Bedeutung haben die Reichweite, die Klickrate und die tatsächliche Conversion? Nicht bis zum Sommer warten: Wer bis zur automatischen Migration im Juli wartet, verschenkt Budget und Conversions, weil er den mobilen Gebotsvektor nicht einstellen kann, sondern dies Google überlässt. Mobile oder Desktop: Wer bisher bewusst keine mobilen Kampagnen gefahren hat, muss den mobilen Vektor auf minus 100 Prozent stellen, um die Auslieferung zu verhindern. Wer mit speziellen mobilen oder Tablet-Kampagnen sehr erfolgreich war, muss besonders aufpassen und mit den neuen Features experimentieren. Mobil-Fähigkeit sicherstellen: Sind Landing Pages, Website und Shop für alle oder wenigstens die gängigen mobilen Endgeräte und Betriebssysteme optimiert? Wenn nicht, sollte das zügig nachgeholt werden. Sitelinks nutzen: Sitelinks konvertieren besonders gut. Sie können jetzt nach Uhrzeit, Ort und Endgerät unterschiedlich angezeigt werden. Das sollte genutzt werden. Alle Endgeräte über eine Adwords- Kampagne das wird bei Google bald Standard auf ganz bestimmte Endgeräte fokussiert sind, geraten bei Enhanced Campaigns in eine Zwickmühle. Über eine Änderung der Gebotsmöglichkeiten auf Anzeigengruppen-Ebene (Adgroups) lässt sich die Zuordnung steuern. Und der sogenannte Value-Track-Parameter erlaubt es Anzeigenkunden, für Smartphones und größere Endgeräte zwei verschiedene Ziel-URLs für die Landing Page zu hinterlegen. Mehr Chancen als Probleme Wir haben seit der Einführung von Enhanced Campaigns diverse Anfragen besorgter Kunden erhalten, die Angst haben, den Überblick über die Neuerungen zu verlieren, berichtet Marcel Pirlich, CEO des Bid-Management- Tool-Anbieters Adspert. Doch für ihn sind die Chancen größer als die Probleme. So lassen sich Gebote auch nach Standort des Users und der Tageszeit modifizieren. Die Darstellung von Anzeigentexten auf mobilen Geräten lässt sich über eine Vorschau kontrollieren und gegebenenfalls anpassen. Zudem bietet Google neue Conversion-Typen an, etwa den Download einer App oder einen Telefonanruf. Kann man Enhanced Campaigns umgehen? Theoretisch ja, antwortet André Soulier, Geschäftsführer der Bertelsmann- Bis zum Sommer wird sich bei Enhanced Campaigns noch einiges tun. JANA FIACCOLA Product Manager SEA, Quisma Tochter Nayoki. Es gibt die Möglichkeit, indem man zwei Kampagnen erstellt: In Kampagne A wird das mobile Gebot auf -100 Prozent gebucht. In der identischen Kampagne B würde man dann auf Basis eines geringeren Computergebots einfach mobile +300 Prozent einstellen. Allerdings, so fügt Soulier warnend hinzu, würden sich hierbei die Anzeigen kannibalisieren und der Qualitätsfaktor des Accounts würde sinken. Der Nayoki-Chef rechnet, wie die meisten anderen befragten SEA-Experten auch, mit steigenden Klick-Preisen für mobile Endgeräte: Adwords-Kunden werden nun gezwungen, ihre Anzeigen auch auf Tablets zu schalten. Da nun alle automatisch auch auf Tablets werben müssen, werden die CPC Gebote hier auch teurer ausfallen als früher. Für Stefan Gaitzsch, Teamleiter SEA bei der Performance-Agentur Eprofessional in Hamburg, birgt Enhanced Campaigns sowohl Chancen als auch Risiken: Was auf den ersten Blick so einfach klingt, nämlich die vereinfachte Kampagnensteuerung in Google Adwords, offenbart bei genauem Hinsehen zahlreiche Herausforderungen für Performance-orientierte Advertiser und ihre SEA-Experten. Googles Initiative, Anzeigen und Gebote nach Standort, Gerät des Nutzers und Tageszeit in nur einer Kampagne zu managen, erscheint aus seiner Sicht nur folgerichtig. Gaitzsch sieht allerdings auch die Schattenseiten: Wer nicht allein auf die Reichweite zielt, wird seine Performance- Ziele mitunter schwerer erreichen. Insbesondere Werbungtreibende, die sehr erfolgreich mit speziellen mobilen oder Tablet-Kampagnen waren, müssten mit den neuen Features experimentieren. Die wichtigsten Schritte zur Kampagnenoptimierung, die Adwords-Kunden jetzt tun müssen, hat Gaitzsch im Kasten links zusammengefasst. fk Wie sieht ein Adword auf dem Smartphone aus? Die neue Vorschau erlaubt eine Kontrolle

14 MARKETING & WERBUNG 14 Internet World BUSINESS 29. April /13 INTERVIEW: STRÖER MEDIA Udo Müller hat Blut geleckt... Ströer Media nennt sich die Schweiz der Online-Vermarktung : Der mit Wucht ins Web-Segment eingetretene Vermarkter wirbt mit Neutralität und Unabhängigkeit. Damit wollen die Kölner den Markt konsolidieren zugunsten von Ströer Foto: Ströer Die Ursprünge: Ströer beklebt deutschlandweit Großflächen mit Plakaten it Konsolidierung kennt Ströer Me- sich aus: Es ist noch nicht einmal Mdia zehn Jahre her, da räumte der Vermarkter in einem ganz anderen Marktsegment auf: Ende 2003 wurde der Verkauf des größten deutschen Außenwerbers Deutsche Städte Medien besiegelt. Der Käufer: die damalige Nummer zwei im Markt, der zu jener Zeit noch mittelständisch geprägte Kölner Außenwerber Ströer. Es war der Beginn einer schnellen und gründlichen Marktbereinigung. Ströer schluckte in den kommenden Jahren die Deutsche Eisenbahnreklame und den Digitalanbieter ECE Flatmedia und sicherte sich damit auch die Vorherrschaft im Segment Digital Out-of- Home (OOH). Heute ist der Markt konsolidiert: Die zwei Anbieter Ströer und Wall Decaux beherrschen zusammen 80 Prozent des deutschen Außenwerbung-Markts. Auf die Plätze, fertig, los... Wer Ströer-CEO Udo Müller kenne, prophezeit der im Herbst 2012 in den Vorstand berufene neue Ströer-COO Christian Schmalzl, wisse, dass er mit der gleichen unternehmerischen Konsequenz und Klarheit auch bei Online agieren werde. Müssen die anderen Vermarkter sich warm anziehen? Mit den im Dezember getätigten Akquisitionen der Vermarkter Ströer Interactive und Free X Media, der Mehrheitsbeteiligung am Vertical Network Business AD sowie der 91-Prozent-Beteiligung am Internet-Marktplatz Adscale hat sich Ströer zumindest eine gute Startposition verschafft. Auf Anhieb haben die Kölner mit Ströer Digital Media (ehemals Ströer Interactive und Free X Media) Position drei im Agof-Ranking erklommen. Offen spricht man bei Ströer darüber, auch im Bewegtbildsegment ein gewaltiges Wörtchen mitreden zu wollen mit digitalen Out-of-Home-Werbeträgern, aber auch weiteren Mandatsübernahmen. In dem derzeit von IP Deutschland, Sevenone Media und Smartclip dominierten Segment will Ströer sich als thematisch und von der Größe her wirklich relevanter Bewegtbildvermarkter etablieren. Welche Pläne das Unternehmen außerdem hat, erläutert Christian Schmalzl im Interview mit INTERNET WORLD Business. Der Einstieg in die Online-Vermarktung ist Ihrer Aussage nach ein zwingender strategischer Schritt. Geht Ströer als Außenwerber allein denn unter? Christian Schmalzl: Untergegangen wären wir auch ohne Online ganz sicher nicht. Wenn wir nun in die Online-Vermarktung einsteigen, geht es darum, dass wir das, was wir über die letzten Jahre aufgebaut haben, weiterentwickeln. Dabei müssen wir unser Geschäftsmodell immer wieder an die Marktgegebenheiten anpassen und die Potenziale heben, die uns die durch Außenwerbung aufgebaute Struktur eröffnet. Als ich in der Branche vor über zwölf Jahren angefangen habe, war der Anteil von Online am Werbekuchen gleich null, heute ist er rund 20 Prozent. Die gesamten Spendings am Markt sind aber gleich geblieben, das heißt irgendwo anders müssen 20 Prozent verschwunden sein. In der Außenwerbung sind Sie nicht verschwunden, die konnte ihren Anteil von 3,5 auf 5 Prozent am Media-Mix ausbauen. Schmalzl: Ja, das ist aber auch der zentrale Punkt: Da wäre und ist noch mehr drin. Wenn man ein weiteres Standbein im Online Business hat, wird auch klarer, wie man Außenwerbung weiterentwickeln muss. Das ist übrigens einer von unseren fünf Kerneckpfeilern, die hinter den strategischen Überlegungen stehen: Die beiden Geschäftsmodelle beziehungsweise die Vermarktungslogiken von Außenwerbung und Online sind absolut konvergent. Sind sie das wirklich? Schmalzl: Man sollte uns nicht einfach als Außenwerber betrachten. Wir sind Vermarkter, jetzt vermarkten wir eben auch andere Produkte, die aber in der Logik genauso funktionieren: Im OOH-Bereich schließt man Verträge mit Städten oder Privatleuten ab, die auf ihrem Grund die Möglichkeit geben, Plakatstellen aufzubauen. Wir verkaufen die Werbeflächen dann auf Basis dieser Vermarktungsverträge. Das Gleiche machen wir bei Online: Wir schließen Verträge mit Publishern ab, die uns die Werbeflächen auf ihren Sites zur Vermarktung geben. Dennoch ist es ein gewaltiger Schritt, wenn ein Außenwerber nicht nur mal eben in Online einsteigt, sondern gleich vorne in den Top 3 der Agof mitmischen will... Schmalzl: Wir glauben, dass in einem derart stark fragmentierten Markt wie Online die Größe ein zentrales Kriterium darstellt. Da geht es um Orientierung für Kunden und Agenturen, und Orientierung wird sehr stark durch Größe geschaffen. Wir sind mit der Kombination der vier akquirierten Unternehmen auf einen Schlag unter den Top-3-Vermarktern, sowohl was das Volumen der Spendings angeht als auch die Agof-Reichweite. Nur Christian Schmalzl Der ehemalige COO von Mediacom leitet seit Ende 2012 in der neu geschaffenen Position des COO neben CEO Udo Müller und CFO Alfred Bührdel die Geschicke der Ströer Media AG. so hat man als Neueinsteiger eine entscheidende Relevanz, wird wahrgenommen. Mit unserer Präsenz sind wir so ein Leuchtturm in der Online-Vermarktung, den es vorher nicht gegeben hat. Für eine konsolidierte Reichweite in der Agof werden Sie vermutlich ein gemeinsames Dach für Ihre Online-Marken bilden? Schmalzl: Absolut, aber die Agof allein bildet unsere Reichweite im Grunde ja auch nicht ab, da Adscale nicht im Ranking berücksichtigt wird. Laut Comscore hat Adscale allein eine Reichweite von 44,5 Millionen Unique Usern pro Monat. Der Marktplatz hat Zugriff auf rund Websites. 70 bis 80 Prozent der größten Seiten Deutschlands sind dort angeschlossen. Würden Sie Adscale und unsere klassischen Vermarkter nach der Comsore- Logik ausweisen, wären wir fernab von jeglicher bisher ausgewiesenen Reichweite an der Spitze. Dann wollen Sie den Markt mit schierer Größe aufrollen? Schmalzl: Auch, aber das dritte Thema neben Konvergenz und Größe ist das Sortiment. Wir haben durch die vier verschiedenen Unternehmen ein komplettes Vollsortiment im Online-Bereich geschaffen, sodass wir für jeden einzelnen Kunden und jede Agentur ein passendes Angebot haben. Wir verfügen nun mit Adscale über einen Technologieanbieter und einen Marktplatz, der uns zusätzlich Retargeting-Möglichkeiten und Real-Time-Bidding-Optionen bietet, um Kampagnen- Performances zu optimieren. Wir haben mit Ströer Interactive und Free X Media nun klassische Reichweitenvermarkter. Mit Business Ad verfügen wir zudem über einen Vertical-Anbieter, der in einer bestimmten Nische praktisch den Großteil der möglichen Angebote kombiniert. Einer unserer großen Vorteile aber ist die Unabhängigkeit. Wir vermarkten keine eigenen Websites, sondern nur die Sites von anderen Publishern. Ist das ein Vor- oder Nachteil? Vermarkter wie IP und Sevenone werben ja explizit mit eigenen Premium-Bewegtbildinhalten.

15 9/ April 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 15 Schmalzl: Um den Vorteil zu erklären, muss ich wohl etwas ausholen: Als Udo Müller und Heiner Ströer mit der Außenwerbung begonnen haben, gab es 400 verschiedene Vermarkter, alle sehr kleinteilig. Heute beherrschen Ströer und Wall Decaux zusammen 80 Prozent des Markts. Die Außenwerbung ist komplett konsolidiert. Glauben Sie denn, dass die zahllosen Vermarkter und Spezialanbieter, die es heute im Online-Bereich gibt, in zehn Jahren noch da sein werden? Wenn Sie schon so fragen: Natürlich nicht, wenn Ströer und Udo Müller die Finger drin haben! Schmalzl: Da stimmen wir also schon mal überein, dass definitiv das, was im OOH- Bereich geschehen ist, 1:1 auch im Online passieren wird. Wir werden eine Konsolidierungswelle erleben und es wird langsam ein Vermarkter nach dem anderen von unten nach oben integriert werden, es sei denn, er hat zufällig ein absolut nicht substituierbares Umfeld in der Nische komplett besetzt. Wenn das also passiert, frage ich Sie als Nächstes: Was tut ein mittelgroßer Publisher, der ein Online-Volumen von acht Millionen Euro hat, je stärker die Konsolidierung voranschreitet? Bei einem größeren Partner unterschlüpfen? Schmalzl: Natürlich. Entweder er schlüpft unter das Dach eines größeren oder er wird selber ein größerer Vermarkter. Dazu muss man aber andere Vermarktungsmandate übernehmen. Und jetzt kommen wir wieder zum Punkt der Unabhängigkeit: Wenn ein Publisher die Chance hat, sich von Ströer oder einem Verlag mit eigenen Websites vermarkten zu lassen: Wählt er den Vermarkter, vor dem und vor Gott alle Seiten gleich sind? Oder geht er lieber zur Konkurrenz, wo erst mal die eigenen Angebote befüllt werden? Deswegen ist das Argument der Unabhängigkeit unsere große Trumpfkarte. In den Top 15 der Agof findet sich nur ein unabhängiger Vermarkter. Alle anderen können sich, wenn sie irgendwann unter ein neutrales Dach schlüpfen wollen, eigentlich nur noch für Ströer entscheiden. Das heißt, mit dem Argument der Unabhängigkeit treten Sie die Konsolidierungswelle jetzt richtig los? Schmalzl: Die ist schon längst überfällig! Die Frage ist, warum das noch keiner Die vier Geschäftsbereiche der Ströer Media AG Ströer Deutschland Umsatz 2012: 411 Millionen Euro; Werbeträger, Stadtmöbel; > öffentliche Verträge mit 600 Vertragspartnern in Deutschland Ströer Türkei Umsatz 2012: 91,3 Millionen Euro Ströer Sonstige (Polen und Blow Up Media) Umsatz 2012: 57,9 Millionen Euro Fünf Eckpfeiler der Ströer-Geschäftsstrategie 1. Konvergenz von Außenwerbung und Online Ähnliche Strukturen bei Geschäftsmodell und Vermarktungslogik 2. Relevanz durch Reichweite Ströer Digital Media: Platz 3 im Agof-Ranking (Stand Februar 2013) Adscale: Platz 2 bei Comscore (Stand März 2013) 3. Breites Sortiment Sortiment beinhaltet Online-Marktplatz Adscale, Vertical-Anbieter Business Ad, Premiumvermarkter Ströer Digital Media 4. Unabhängige Vermarktung Kein eigener Online Content, Vermarktung von Fremdinhalten 5. Erschließung des regionalen Online-Markts Nutzung der Vertriebsstruktur und Kunden aus Out-of-Home getan hat. Und die Antwort heißt, dass es bislang noch keinen neutralen Vermarkter dafür gab. Insofern sind wir das, was Dirk Ströer, die Schweiz der Online-Vermarkter nennt. Wir sind komplett neutral. Haben Sie denn schon Ziele im Visier, also Publisher, die Sie zu sich locken wollen? Schmalzl: Da sind wir völlig offen. Jeder redet momentan mit jedem im Markt. Dadurch, dass wir ein bisschen wie ein fremdes Tier in den Online-Bereich hineingekommen sind, haben wir vielleicht den Markt zusätzlich aufgebrochen. Alle reden plötzlich über die anstehende Konsolidierung und wie das vonstatten gehen wird. Das liegt aber auch daran, dass der Online- Markt nicht mehr unbegrenzt wächst Schmalzl: Ja, plötzlich haben wir den Punkt, dass nicht mehr genug für alle da ist. Aber anscheinend muss erst ein Außenwerber, einer, der unter anderem noch Papier an Holzwände klebt, kommen und in den Online-Bereich investieren, damit endlich über das Sinnvollste geredet wird: Dass der Markt eine Konsolidierung braucht, um weiterzukommen. Wir haben da im Vergleich zu anderen, die in zähe Konzernstrukturen eingebunden sind, wesentlich mehr Handlungsspielraum. Sie kennen ja nun auch Udo Müller, so wie der irgendwann Blut geleckt hat in der Außenwerbung, um den Markt zu konsolidieren, können Sie sicher sein, dass er mit der gleichen unternehmerischen Konsequenz und Klarheit letztlich auch bei Online agiert. Eines jedenfalls werden wir sicherstellen: Dass wir die Dinge eher treiben, bevor wir uns selber treiben lassen. Ströer Online Umsatz 2012: rund 80 Millionen Euro (= Ströer Interactive / Free X Media) 27,7 Mio. Unique User / 54 % Nettoreichweite (Agof Internet Facts ) (Ströer-Anteil: 91 %) 44,6 Mio. Unique Visitors (Comscore) (Ströer-Anteil: 50,4 %) Mobile und Bewegtbild sind neue Wachstumsfelder für Ströer Was also sind Ihre nächsten Schritte, wenn Sie sich nicht treiben lassen wollen? Schmalzl: Ein wichtiges Thema ist für uns der Bewegtbildbereich, wo wir ja auch schon einiges an Volumen haben. Wir werden da in den nächsten zwei, drei Monaten noch neue Mandatsübernahmen kommunizieren können. Dazu werden wir, gerade was unsere digitalen Außenwerbungsangebote angeht, neuartige Konvergenzprodukte schaffen. Wir wollen uns im Laufe des zweiten Halbjahrs als ein Bewegtbildvermarkter im Markt implementieren, den es in der Form noch nicht gibt, und der von Anfang an thematisch, aber auch von der Größe wirklich relevant ist. Ein Bewegtbildangebot, das es in der Form noch nicht gibt, wie sieht das aus? In den Agof-Top-15 findet sich nur ein unabhängiger Vermarkter. Alle anderen können sich eigentlich nur für Ströer entscheiden. Schmalzl: Wir haben heute mit Infoscreen und dem Out-of-Home-Channel digitale Produkte, die derzeit in der Logik von Außenwerbung vermarktet werden. Im Prinzip können Sie die digitalen Stelen aber ebenso gut mit Adserver-Technologie anbinden und bespielen. Insofern haben Sie die Möglichkeit, digitale Außenwerbung und Online-Bewegtbild zu kombinieren und das mit einer einheitlichen Reichweitenmessung und einer einheitlichen technischen Steuerung. Noch haben sogenannte Premiumangebote im Online- Bewegtbildmarkt sehr kleine Reichweiten. Angesichts dessen, dass wir in der Woche 40 Prozent der Deutschen in den Bahnhöfen erreichen, werden wir künftig Reichweitenprodukte anbieten können, die sich komplett in der Logik von Online-Bewegtbild bewegen, dabei aber von den Reichweiten ganz andere Optionen bieten. Ist Bewegtbild auf Außenwerbung und in Online denn vergleichbar? Schmalzl: Die Logik von Bewegtbild, unabhängig ob nun online oder auf digitalen Out-of-Home-Werbeträgern, wird sich garantiert durchsetzen. Man wird schauen, was vergleichbar ist, man wird sich irgendwo auf Umrechnungsformeln einigen, weil einfach ein unglaublicher Bedarf an Reichweite ist. Die entscheidende Frage ist: Wie erreichen Sie Leute zwischen 14 und 29 Jahren? Über Bewegtbild. Online gibt nicht genug Traffic her und die TV- Reichweiten sind rückläufig. Aber man findet diese Zielgruppe an den Bahnhöfen, weil die jungen Leute jeden Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule, zu den Ausbildungsbetrieben, der Uni oder ihrem ersten Job fahren. 70 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sind jede Woche an den Bahnhöfen, da ist es aus rein pragmatischen, planerischen Gründen schlau, für so ein Segment die drei Medien Online, TV und Out-of-Home zu kombinieren. Einen großen Schritt müssen Sie vermutlich auch noch in Richtung Mobile machen, da ist Ihr Sortiment noch ausbaufähig. Schmalzl: Der zweite Bereich, den wir noch im zweiten Halbjahr anfassen, ist tatsächlich das Thema Mobile, weil es da viele Rückkoppelungen an Plakat gibt. Da werden wir das bereits bestehende Angebot vielleicht auch noch erweitern. Wenn wir uns mit irgendwas auskennen, dann mit lokalen Dingen. Leute gehen mit Smartphones an Plakaten vorbei. Das Geschäftsmodell liegt mehr oder weniger auf der Straße, und wenn es jemand aufheben kann, dann sind es wir, weil wir bereits über eine große Kompetenz im Bereich Geotargeting verfügen. Das führt mich übrigens zu einem weiteren strategischen Punkt: die Regionalisierung der Online-Werbung. Dort könnten wir noch sehr stark wachsen, weil wir Kunden für Online gewinnen können, die heute kein Online machen. Dazu gehören unter anderem unsere bereits vorhandenen lokalen Kunden aus dem Außenwerbungsgeschäft, aber es gibt darüber hinaus in Deutschland mehrere Millionen kleine Geschäftstreibende da ist genug Potenzial. Die Regionalisierung der Online-Werbung ist also der nächste Big Deal, den Sie in Angriff nehmen werden? Schmalzl: Wir können bei Online einen Markt entwickeln, den es heute so nicht gibt. Sowohl der Werbemarkt national als auch der Online-Markt wachsen nicht mehr endlos weiter. Ein Potenzial, das aber einfach noch nicht gehoben wurde, ist das Online-Geschäft mit regionalen Kunden. Wir sind hier gut aufgestellt: Wir haben 40 Niederlassungen, haben über aktive Kunden. Das geht von der kleinen Bäckerei, die bei uns für 500 Euro Werbung auf Fahrradständern bucht, bis hin zu einem Möbelhaus, das vielleicht einen Etat von einer Million hat. All die buchen heute bei uns Plakat, regionale Spendings machen nahezu die Hälfte unserer Umsätze im Außenwerbebereich aus. Wir haben die Infrastruktur, wir haben jetzt über Adscale die Plattform und Technologie und den Zugang zu allen App Sites, um für all die Kunden lokal getargete Online- Pakete anzubieten. INTERVIEW: VERA GÜNTHER Foto: Ströer

16 MARKETING & WERBUNG 16 Internet World BUSINESS 29. April /13 SERIE: DIGITALISIERUNG (TEIL 3) Print heißt nicht gedruckt Das Medium Print wird mit schöner Regelmäßigkeit für tot erklärt. Doch die Verlage haben längst gegengesteuert mit Print-Marken im Web, Paid Content, Vermarktung von Online-Werbung oder Diversifikation in Internet-Firmen icht einmal Fisch wird noch darin N eingewickelt zumindest bei den Briten. Das Zeitungspapier, in dem im Vereinigten Königreich traditionell die Fish & Chips offeriert wurden, ist längst durch saugfähigeres Papier ersetzt worden: in Anmutung und Layout wie eine Tageszeitung bedruckt, doch ohne Druckerschwärze und Nachrichtenwert. Auch hierzulande scheint das Medium Print an Akzeptanz zu verlieren. Frankfurter Rundschau, FTD und Focus Schule sie alle sind schlussendlich sinkenden Auflagenzahlen oder schwindenden Anzeigenerlösen zum Opfer gefallen. Die Omnipräsenz von Informationen im Web, die hohe Durchdringung der Leserschaft mit Smartphones und Tablets, die veränderten Lese- und Konsumgewohnheiten hinterlassen Spuren. Das Stadtmagazin Prinz ist deshalb seit Januar am Kiosk verschwunden. Der Medienwandel verän dere den Markt dieser Magazine fundamental, teilte der Geschäftsführer des Verlags, Peter Rensmann, mit. Die Print-Ausgaben wurden eingestellt. Der Jahreszeiten Verlag (Jalag) will stattdessen das Internet-Angebot der Marke ausbauen. Tablet ist keine Bedrohung In der Tat hat insbesondere die zunehmende Verbreitung von Tablets und Smartphones einen maßgeblichen Einfluss auf das Leseverhalten der Menschen genommen. Einer Studie der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) zufolge kauft rund ein Fünftel der befragten Tablet-Nutzer seltener gedruckte Tageszeitungen (21,8 Prozent) und Zeitschriften (18,0 Prozent) als zuvor. Die mobile Nutzung hat allerdings auch positive Aspekte. Jeder fünfte Tablet-Besitzer gibt an, durch die digitale Lektüre inzwischen mehr Zeit für Presseprodukte übrig zu haben. Für Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Anzeigen und Digitale Medien beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), ist die Abwanderung Mehr Umsatz dank Paywall Wachstum* der Vertriebserlöse der New York Times Media Group *gegenüber Vorjahresquartal 3,92 % 3,85 % INTERNET WORLD Business 9/13 3,03 % 2,92 % 4,23 % Einführung der Bezahlschranke 1,57 % 6,20 % 7,89 % 12,83 % 10,64 % 9,26 % 18,08 % Q 1 Q 2 Q 3 Q 4 Q 1 Q 2 Q 3 Q 4 Q 1 Q 2 Q 3 Q Vorbild für deutsche Verlage: Die New York Times hat erfolgreich die Metered Paywall eingeführt. Seither geht es wieder bergauf mit den Vertriebserlösen der US-amerikanischen Zeitung Quelle: New York Times von Lesern von gedruckten zu digitalen Publikationen deshalb auch kein Alarmsignal: Das Tablet eröffnet uns richtig gute Zukunftspotenziale. Verlage sehen sich inzwischen mehr als Multimedia- denn als reine Print-Häuser. Es sei wichtig zu verstehen, dass Publikationen heute über verschiedene Plattformen konsumiert werden. Durch die digitalen Kanäle haben wir unsere Reichweiten deutlich erhöht und werden sie in Zukunft noch weiter ausbauen, ist von Reibnitz überzeugt. Reichweiten sind aber nur eine Seite der Medaille, digitale Produkte müssen sich auch refinanzieren. Die Erlöse aus dem klassischen Print-Geschäft gehen zurück, diese Entwicklung ist unumkehrbar. Wenn Verlage diese Verluste nicht digital ausgleichen können, wird es eng, sagt Andreas Schmitt, Managing Director bei Mindshare. Das Heil allein in der Flucht ins Netz zu suchen, reicht aber auch nicht: Eine Publikation braucht entweder Masse, Exklusivität oder kleine, feine Zielgruppen. Verlage, die weder das eine noch das andere haben, werden sich künftig schwertun, ihre Inhalte im Internet zu monetarisieren, betont Petra Kruse, Geschäftsführerin von Pilot Hamburg. Der Print-Markt wird sich deshalb nach Ansicht der beiden Media- Experten in den nächsten Jahren noch weiter bereinigen. Nicht alle Verlagshäuser hätten inzwischen schon eine tragfähige Digitalstrategie entwickelt. Der Urfehler, den die Verlage gemacht haben, dass sie nämlich ihre wertvollen redaktionellen Inhalte frei ins Netz gestellt haben, kann ohnehin nicht mehr korrigiert werden, glaubt Mindshare-Chef Schmitt. Ein Euro als Schmerzgrenze Die wenigsten Anbieter jedoch haben so exklusive Inhalte, dass die User bereit sind, online dafür zu zahlen. Solange es frei zugängliche Alternativen gibt, gibt es für viele Leser wenig Gründe, genau auf das Angebot des einen oder anderen zurückzugreifen, meint Petra Kruse. Glaubt man der PwC- Studie würden 57 Prozent der Befragten für eine Einzelausgabe einer Zeitung oder Zeitschrift höchstens einen Euro bezahlen, mehr als jeder Vierte sogar maximal 50 Cent. Jeder Dritte will die Inhalte frei Haus. Doch die Preisbereitschaft ist flexibel, auch hier komme es auf den Content an, meint Kruse. Großen Nachholbedarf sieht sie bei den Verlagen vor allen Dingen im Bereich Bewegtbild: Es ist kaum nachzuvollziehen, dass die Verlage, die teilweise ja über Medien im Umbruch: Konvergenz und Fragmentierung Die Medienlandschaft wächst zusammen, die Nutzergewohnheiten ändern sich. Außenwerbung, Radio, Print und TV müssen eine neue Digitalstrategie entwickeln und sich insbesondere auf die Verknüpfung mit Online einstellen. Die Serie von INTERNET WORLD Business zeigt, welche Wege die klassischen Mediengattungen einschlagen, um mit der fortschreitenden Medienkonvergenz Schritt zu halten. Folge 1: Außenwerbung Ausgabe 7/2013 Folge 2: Radio Ausgabe 8/2013 Folge 3: Print Ausgabe 9/2013 Folge 4: TV Ausgabe 10/2013 Alle bereits erschienenen Folgen können Sie unter herunterladen. Geben Sie einfach den Webcode ein. sehr guten Content verfügen, diesen nicht durch eine entsprechende Bewegtbildstrategie refinanzieren. Das böte wesentlich profitableres Vermarktungspotenzial als für Display-Werbung. Dass aber auch Paid Content im Internet grundsätzlich funktionieren kann, macht die New York Times vor. Nutzer werden nach 20 Zugriffen im Monat aufgefordert, ein Abo abzuschließen. Dieses abgestufte Modell der Metered Paywall hat sich als Erfolg entpuppt (siehe Grafik unten). Um durchschnittlich 9,5 Prozent pro Quartal legten die Verkaufserlöse seit Einführung der Print-Maut zu. Hierzulande haben sich bislang nur wenige Verlage getraut, ihre Portale im Netz mit Preisschildern zu versehen. Die überwiegend im regionalen Geschäft tätige Madsack-Gruppe gehört zu den Vorreitern. Mit ihrem Freemium Model starteten die Hannoveraner Anfang März Zu den nun kostenpflichtigen Flatrate für Nachrichten: 20 Artikel gewährt Die Welt frei Haus, danach soll die Kasse klingeln Fotos (v. l. n. r und o. n. u.): Shutterstock; Fotolia / Serggod; Fotolia / Mipan; Fotolia / Sven Kamin

17 9/ April 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 17 Umsatzbringer Tierfutter: Burda diversifiziert im E-Commerce Multimediale Programmzeitschrift: TV-Spielfilm als App Starker Vermarkter: G+J war Pionier im Mobile-Bereich Inhalten zählen primär lokale Nachrichten sowie grundsätzlich sämtliche exklusiv erstellten Beiträge aus allen Ressorts. Als taktisches Manöver dient Paid Content im Web vor allem dazu, unsere mobilen Angebote auf den mobilen Endgeräten verkaufen zu können. Wenn alle Nachrichten auf dem Browser kostenfrei zu lesen wären, sind die Apps nicht zu verkaufen, erläutert Martina Lenk, Geschäftsführerin von Madsack Online. Wer kein Zeitungsabo hat, kann Online nach einem Stufenmodell bezahlen: Ein Tagesticket kostet 99 Cent, das Monatsabo schwankt je nach Titel zwischen 7,95 und 8,99 Euro. Beim Verkauf legen wir das Augenmerk auf die Abonnements, weil die sowohl mehr Vertriebserlöse als auch mehr Page Impressions und damit mehr Werbeerlöse versprechen, sagt Lenk. Bei den Nutzerzahlen gebe es aber noch Potenzial, räumt Lenk ein. Bisher habe man 0,2 Prozent der Unique User zu Paid-Content-Abonnenten gemacht. Bild kassiert für Bundesliga Ermutigend genug für den Axel Springer Verlag. Seit Mitte Dezember gelten bei der Welt neue Bezahlmodelle für die digitalen Angebote. Die Tarife für die Website sind nutzungsabhängig und orientieren sich an dem New York Times -Modell. Bis zu 20 Artikel auf Welt online können pro Monat gratis gelesen werden. Ab Sommer startet zudem das Springer-Flaggschiff Bild mit einem Bezahlangebot im Netz. Unter dem Projektnamen Bild+ entwickelt der Verlagsriese ein Paket, bei dem kostenlose und kostenpflichtige Inhalte parallel angeboten werden. Durch den Erwerb der Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga ab der Saison 2013/14 für die digitalen Plattformen von Bild hat der Springer Verlag die erforderlichen exklusiven Inhalte, um Nutzer zur Kasse zu bitten. Bundesliga bei Bild wird deswegen Teil des kostenpflichtigen Angebots sein. Deutschlands größtes Verlagshaus gehört auch ansonsten zu den Gewinnern der Digitalisierung. Mit seinen Publikationen im Internet, aber auch mit Rubrikenportalen wie Immonet.de, Totaljobs.com und Stepstone.de hat der Konzern 2012 erstmals über eine Milliarde Euro umgesetzt. Das ist mehr als mit jedem anderen Geschäftsbereich. Wir wachsen dabei profitabel und erreichen höhere Margen als früher, konstatierte Zahlungsbereitschaft für Tablet-Ausgaben > 2 Euro 2,2 % Keine Zahlbereitschaft 30,8 % 1 2 Euro 10,0 % Die Schmerzgrenze der User für Zeitschriften und Zeitungen auf Tablets liegt bei einem Euro INTERNET WORLD Business 9/13 Mathias Döpfner auf der Bilanzpressekonferenz des Axel Springer Verlags im März. Den digitalen Umbau des gesamten Unternehmens will er deshalb weiter forcieren: Auch wenn die Print-Medien noch lange einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg liefern werden, ist unser Ziel klar: Wir wollen das führende digitale Medienunternehmen werden, proklamiert Axel-Springer-Vorstandschef Döpfner. Wer als Verlag eine Paywall in Deutschland einführen will, wird scheitern, verkündete hingegen Stan Sugarman, Chief Digital Officer bei Gruner + Jahr, im April auf der Next Konferenz in Berlin. Nachrichten ließen sich nicht verkaufen. Denkbar sei ein Bezahlangebot für langlebige Inhalte wie Kochrezepte oder Reiseinformationen, so Sugarman. Um solche Projekte verwirklichen zu können, habe Gruner + Jahr kürzlich eine neue Datenbank- Software eingeführt, mit deren Hilfe sich Informationen leicht gliedern und neu bündeln lassen. Im Gegensatz zu anderen Medienhäusern setzen wir weniger auf eine Diversifikationsstrategie als vielmehr auf die < 50 Cent 28,4 % 50 Cent 1 Euro 28,6 % Transformation unserer hochwertigen Inhalte in die digitale Welt, erklärt Arne Wolter, Stellvertretender Chief Digital Officer G+J, die Digitalstrategie des Verlags: Wir sehen große Potenziale beim Ausbau unserer Angebote in jenen Segmenten, in denen wir mit unseren Marken führend sind. Hier wollen wir unsere Leser und Nutzer mit spannenden Angeboten über alle Kanäle an uns binden. Dabei kommen die Erlöse aus Paid Content und E-Commerce, vor allem aber auch aus der Vermarktung eigener und fremder Webseiten. Mit G+J Electronic Media Sales und Ligatus haben die Hamburger gleich zwei Digital-Vermarkter aufgebaut. Im Segment Mobile belegen sie im Agof-Vermarkter-Ranking Platz eins. Mit der jüngst erfolgten Beteiligung an Tausendkind.de, einem Internet Quelle: Pricewaterhouse Coopers Shop für Baby- und Kinderartikel, ist G+J aufbauend auf seiner Kompetenz im Family-Segment außerdem in das E-Commerce-Geschäft im deutschsprachigen Raum eingestiegen. Diversifikation mit Tierfutter Im E-Commerce hat sich Burda längst ein umsatzträchtiges zweites Standbein geschaffen. Das Münchner Verlagshaus setzt seit Jahren auf Beteiligungen bei Online Shops unter anderem beim Zoofachhandel Zooplus. Die Print-Medien, traditionell Kern des Hauses, werden weiterhin gehegt und gepflegt. Die Burda Intermedia Publishing bündelt allein 18 Websites von Bunte.de über die Fashion & Luxury-Portale des Konzerns bis hin zu Meinschoenergarten.de oder Superillu.de, stets ver bunden mit den zugehörigen Mobile- und Social- Media-Angeboten. Doch zugleich investieren die Münchner in wachstumskräftige Internet-Firmen wie eben Zooplus, Web-Portale wie Holidaycheck.de sowie Online-Vermarkter wie Tomorrow Focus. Wir glauben, dass moderne Medienunternehmen nicht nur informieren, sondern auch Transaktionen ermöglichen müssen und sind uns für Handel nicht zu schade, sagt Paul-Bernhard Kallen, CEO von Hubert Burda Media. Burda steht damit nicht allein da. Laut einer VDZ-Umfrage ist die Diversifikation in Print-ferne Geschäftsfelder wie zum Beispiel E-Commerce oder Rubrikengeschäft für 88 Prozent der befragten Mitglieder wichtiger Baustein der Verlagsstrategie. Verlegen ist kein Selbstzweck. Nur wer wirtschaftlich stark ist, kann auch unabhängig agieren, erläutert Alexander von Reibnitz, und das Geld dann wieder in starke Print-Marken reinvestieren ganz egal ob gedruckt oder digital. vg Die reichweitenstärksten digitalen Verlagsprodukte Apps und Mobile Enabled Websites Nettoreichweite Unique Mobile User in Tsd. Bild.de 20,5 % Spiegel Online 16,4 % TV Spielfilm 12,5 % Focus.de 11,4 % Welt.de 9,2 % Stern.de 5,9 % Süddeutsche.de 5,7 % Chip Online 4,7 % Faz.net 3,7 % 780 TV Movie 2,6 % 548 Brigitte.de 2,5 % 529 Zeit Mobil 2,4 % 509 Bunte.de 1,3 % 279 Bravo.de 1,1 % 230 Veränderung des Medienkaufverhaltens durch Tablets Seitdem ich ein Tablet besitze, kaufe ich seltener gedruckte Zeitschriften. kaufe ich keine gedruckten Zeitschriften mehr. kaufe ich seltener gedruckte Tageszeitungen. kaufe ich keine gedruckten Tageszeitungen mehr. habe ich mein Abonnement für gedruckte Zeitungen/Zeitschriften gekündigt. gebe ich mehr Geld für Zeitungen bzw. Zeitschriften aus. verbringe ich mehr Zeit mit dem Lesen von Zeitungen bzw. Zeitschriften. 3,6 % 8,0 % 10,0 % 10,6 % 18,0 % 19,2 % 21,8 % INTERNET WORLD Business 9/13 Quelle: Agof Mobile Facts 2012-II INTERNET WORLD Business 9/13 Mehrfachnennungen möglich Quelle: Pricewaterhouse Coopers 2012

18 18 Internet World BUSINESS MARKETING & WERBUNG 29. April /13 Endlich emotional Witzige Werbekampagne des Autobauers Toyota lädt das Modell Auris mit Emotionen auf oyota hatte einst den Corolla im An- Der Erfolg in Deutschland war Tgebot. primär der guten Fertigungsqualität zu verdanken Emotionen spielten keine Rolle: Corolla, das war solide Massenware für Menschen, die ein Fortbewegungsmittel kauften und kein Automobil. Irgendwann hat dann ein Marketingmann den Namen Corolla getötet und daraus Auris gemacht. Vermutlich fand man intern Corolla zu langweilig. Das Ergebnis: Selbst Langweiler haben ihre Fans unter dem Namen Auris verkaufte sich der Wagen schlechter als unter Corolla. Toyota hatte 2010 dazu noch den Mut, das Fortbewegungsmittel in der ersten Modellreihe etwas sportlicher und akzentuierter in die Showrooms der Händler Steckbrief Auftraggeber: Toyota, Köln Auftrag: Kampagne für das neue Auris- Hybridmodell Agentur: Saatchi & Saatchi, Düsseldorf Mediaplanung: Zenith Optimedia Start: 26. Dezember 2012 zu bringen. Das hätte man auch mit dem Corolla machen können, aber Schwamm drüber. Nur: Kaum einer merkte 2010, dass der Auris etwas sportlicher war und das trotz viel Werbung. Toyota ließ sich nicht lumpen und spendierte in Deutschland ein Millionen-Werbebudget. Erfolglos. Jetzt ist die zweite Baureihe des Auris da. Noch sportlicher, noch kantiger und fast mit einem USP, nämlich mit Vollhybridmotor (bei manchen Modellen). Toyota kann Hybrid. Das weiß Neues Modell mit neuer Sportlichkeit: Der Toyota Auris Witzig und sympathisch: Aktueller Kampagnen-Spot man, seit es den Prius gibt. Also kombiniert der Auris sportlich ansprechendes Design mit Qualitätsversprechen, gutem Preis und Umweltfreundlichkeit. Klingt attraktiv. VW Golf oder Jetta können Hybrid noch nicht (so gut). Dann macht Toyota eine lustige TV- Kampagne mit zwei Schauspielern, die eine Anspielung auf Marlon Brando in einer Szene aus Der Pate ist. Das ist Manchmal helfen auch große Werbebudgets nicht. Das kann am Produkt, an der Kampagne oder an den Verbrauchern liegen. Ein zweiter Versuch könnte dennoch helfen. Vorgestellt von: Hans-Joachim Jauch, Geschäftsführer der Calvendo Verlag GmbH aus Unterhaching witzig und sympathisch. Oder man versucht es mit einem Spot, der auf Verbote in Diktaturen anspielt und anderes Denken und persönliche Wahlmöglichkeiten als Befreiung suggeriert. Vielleicht etwas zu viel im Kielwasser von Apples Think Different, aber spannend umgesetzt sowohl in den klassischen Medien als auch Online. Der Auris wird so mit Emotionen aufgeladen. Auf alle Fälle nicht langweilig. Es ist Toyota zu wünschen, dass sie mit dieser Werbekampagne einem wohl guten Auto mit Hybridantrieb zum Erfolg verhelfen. Den VW Golf werden sie damit hierzulande nicht verdrängen, aber mehr bezahlbare und wirksame Hybridautos auf Deutschlands Straßen darf es gerne geben. Online-Werbung: Neue Etats, neue Kampagnen Auftraggeber Auftrag Dienstleister Axe Werbekampagne in Deutschland, Österreich und der Schweiz für das neue Haarpflegeprodukt Hot Night Gel / Mediaplanung BBH London / Mindshare C&A Kreative Betreuung und Weiterentwicklung der Webshops Grey DGVN Aktionskampagne Free the Forced gegen Zwangsheirat für die Cheil Germany Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.v. (DGVN) Electrolux Group Lead-Agentur für EMEA für die Marken AEG und Electrolux DDB Tribal Euronics Jubiläumskampagne Fest of Electronics zum 44. Geburtstag Jung von Matt Europäisches Kupferinstitut Facebook Gemeinsame Klassenlotterie der Länder Europaweite Kampagne unter dem Motto Auf Kupfer ist Verlass in Print und Internet inklusive Website Mein-haus-kriegt-kupfer.de Internationale Launch-Kampagne für die Android App Home des Social Networks inklusive Spot Airplane in TV (USA) und Internet Lead-Agentur für die NKL-Produktlinie der Norddeutschen Klassenlotterie mit TV-, Print-, Online- und Dialogmaßnahmen Deepblue Networks Wieden + Kennedy Portland Philipp und Keuntje Auftraggeber Auftrag Dienstleister Grohe Kampagnenkonzept für die Submarke Grohe Professional Kunde & Co. Hansa Mineralbrunnen Frühjahrskampagne mit dem Motto Ein hella Augenblick in Print, Internet, Hörfunk und am PoS für die Marke Hella Mineralwasser Weigertpirouzwolf Miracoli Europäische Lead-Agentur für die Pasta-Marke von Mars BBDO Proximity Nordsee Plakatkampagne mit begleitenden Internet-Maßnahmen unter dem Motto Fisch macht sexy... und schmeckt! Kreativ Marketing Service Roland Schuhe Kommunikationsmaßnahmen für die Deichmann-Tochter Rookie Schön Klinik Werbekampagne für den Fachbereich Orthopädie mit On- und Offline-Maßnahmen für die Klinikgruppe aus Hamburg Berger Baader Hermes Siemens (SBK) Lead-Agentur für die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) Webguerillas Snickers Internationale Aktionskampagne inklusive Hungry-Me Generator BBDO Proximity mit dem Motto Du bist nicht Du, wenn Du hungrig bist in 8 Ländern Ihre Meldung fehlt? Bitte Mail an Mordsteam vor Microsoft Senator Entertainment bewirbt seinen Kinofilm mit Euro-Etat n der Spitze der Unternehmen, die Aam meisten Geld für eine neu gestartete Internet-Werbekampagne investierten, stand im März 2013 der Filmverleiher Senator Entertainment. Mit Euro bewarben die Berliner den französischen Kinofilm Ein Mordsteam. Noch mehr Geld nahm allerdings Microsoft in die Hand, um sein - Programm Outlook respektive dessen Website zu bewerben wenn auch laut Nielsen Media Research in zwei unterschiedlichen Kampagnen. host Top Newcomer: Der Film Ein Mordsteam Top-Ten-Newcomer in den Werbecharts im März 2013 Die teuerste Online-Werbekampagne, die im März neu startete, stammte von Senator Produkt Firma März 2013 in Mio. Euro Ein Mordsteam / RTL2 Senator Entertainment, Berlin 0,70 Outlook.com Microsoft Deutschland, Unterschleißheim 0,55 Microsoft Outlook Microsoft Deutschland, Unterschleißheim 0,36 Blackberry 10 Smartphone Research in Motion, Waterloo (CAN) 0,29 Google Chromebook Google Germany, Hamburg 0,25 Voll abgezockt Universal Pictures Int. Germany, Frankfurt 0,24 Renault Captur Geländewagen Renault Deutschland, Brühl 0,14 Ergo Direkt Zahnkosten-Optimierer DV Ergo Diekt Versicherung, Nürnberg 0,14 Sons of Anarchy (BD + DVD) 20th Century Fox Home Enter., Frankfurt 0,13 Liu Jo Damenkleidung Liu Jo, Carpi (I) 0,13 INTERNET WORLD Business 9/13 Zeitraum: Quelle: Nielsen Media Research GmbH 2013

19 Täglich zweimal bestens informiert: jeden Morgen jeden Nachmittag. Der kostenlose Newsletter der INTERNET WORLD Business Top-News zu den Themen E-Commerce Online Marketing Technik Personalien täglich um 10 Uhr und um 16 Uhr INTERNET WORLD BUSINESS Newsletter bestellen über

20 E-COMMERCE 20 Internet World BUSINESS 29. April /13 ASDA E-Commerce-Investition Die britische Lebensmittelkette Asda will massiv in den E-Commerce investieren. Laut Internet Retailer steckt die Wal mart- Tochter 1,07 Milliarden US-Dollar unter anderem in die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen, die Optimierung der Liefer kette und den E-Commerce. Asda will unter anderem seine Click and Collect -Programme in allen seinen 568 britischen Läden ausbauen, bei denen Kunden im Web bestellen und die Waren anschließend im Geschäft abholen können. Außerdem will die Kette 200 weitere Abholsta tionen schaffen, zum Beispiel Schließfächer in den Asda-Tankstellen. Aktuell werden circa vier Prozent aller Online-Lebensmittelbestellungen bei Asda stationär abgeholt. dz/tdz LODENFREY Dauerhaft Same Day Delivery Das Modehaus Lodenfrey will seine Same- Day-Delivery-Dienstleistung den Münchner Kunden nun dauerhaft anbieten. Zum Weihnachtsgeschäft 2012 experimentierte Lodenfrey will nicht in Zukunft nur zu Weihnachten schnell liefern das Traditionshaus erstmals mit der Zusendung am gleichen Tag und lieferte Bestellungen innerhalb von drei Stunden aus. Die taggleiche Lieferung kostet bei Lodenfrey 9,90 Euro. Logistikpartner des Modegeschäfts ist der Same-Day-Delivery-Anbieter Tiramizoo, der auch mit Kunden wie Notebooksbilliger oder Luxodo zusammenarbeitet. tdz Modehandel im Jahr 2020 Studie prognostiziert weitreichende Veränderungen für den Modesektor ie sieht der stationäre Wund digitale Modehandel im Jahr 2020 aus? Dieser Frage ist die Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart in ihrer Studie Future Store 3.0 nachgegangen. Der Stationärhandel stehe vor der größten Revolution seit Beginn des E-Commerce, so das Fazit der Forscher. Die stärkere Verbreitung des mobilen Internet und digitaler Technologien wie Store-Checkins oder das gestenbasierte Einkaufen beeinflussten das Einkaufsverhalten der Kunden nachhaltig. In einem ersten Schritt wurden gemeinsam mit Experten aus den Bereichen E-Commerce, Fashion, Retail, Beratung, Trendforschung und Shop Design Thesen zur zukünftigen Entwicklung des Modehandels entwickelt. Anschließend wurden diese Thesen durch einen erweiterten Expertenkreis in einer Internet-Befragung bewertet. Dabei teilten die Forscher den Mode sektor in die drei Kategorien Discount, Mittelfeld und Premium ein, nach denen die Thesen beurteilt wurden. Der Modebereich wird zunehmend von Individualisierungstendenzen geprägt, lautet eine zentrale Erkenntnis der Studie. Der Kunde von morgen erwarte ein individualisiertes Angebot, das sich an seine Lebensweise anpasst. Demnach prognostizieren 85 Prozent der befragten Experten die Realisierung einer sogenannten Production-to-One-Economy, also maßgefertigter Produkte, für den Premium-Bereich. Einig sind sich die Experten Der Kunde von morgen erwartet ein individualisiertes Angebot darin, dass die Entwicklungen im Modehandel zu einer weiteren Verschmelzung der Online- und Offline-Welt führen werden. Dabei glauben 79 Prozent der Experten, dass der stationäre Modehandel seinen Kunden neben der Produktpräsentation eine digitale Ebene bereitstellt. Handy als Einkaufsberater Im Discount-Bereich entwickle sich Couponing zu einem wichtigen Verkaufsinstrument für die Kundengewinnung und Kundenbindung. Für das mittlere und das Premium-Segment halten die Befragten eine Entwicklung des Smartphones zum persönlichen, virtuellen Concierge also Einkaufsberater für wahrscheinlich oder sogar sehr wahrscheinlich (siehe Grafik). Das Handy kenne seinen Besitzer bis zum Jahr 2020 ganz genau. Eine Smartphone- Anwendung bündelt die Interessen des Nutzers, seine Aktivitäten im Social Web, Wunschlisten, besuchte Online Shops und gekaufte Artikel. Durch den Zugriff auf diese Daten werde sie zu einem Berater, der auch relevante Location Based Services (LBS) integriert. Weitere Themengebiete der Erhebung sind unter anderem Shop Design und Anprobe. Ein ausführliches Dossier zu der Studie Future Store 3.0 Fashion Shopping im Jahr 2020 hat INTERNET WORLD Business unter für Sie zusammengestellt. tdz Foto: iceteastock / Fotolia Smartphones im Modehandel Wie wahrscheinlich ist die These, das Handy werde ein mobiler Concierge für jedermann bis 2020? sehr hoch hoch gering sehr gering 31 % 39 % für das Premium- Modesegment INTERNET WORLD Business 9/13 45 % 16 % 20 % 22 % für das mittlere Modesegment 25 % 27 % 20 % für das Discount- Modesegment Quelle: Hochschule der Medien / Prof. Harald Eichsteller; Stand: 2013; n = 102 EUROPA KONSUMBAROMETER 2013 Europäer mögen Online 78 Prozent der Europäer haben bereits Produkte online erworben, 83 Prozent können sich vorstellen, dies in Zukunft zu tun. Zudem halten es 33 Prozent für denkbar, künftig mobil per Smartphone oder Tablet PC einzukaufen. Zu diesen Ergebnissen kommt das Europa Konsumbarometer 2013, eine Verbraucherbefragung im Auftrag des Kreditinstituts Commerz Finanz. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) kann sich vorstellen, sich Lebensmitteleinkäufe nach der Bestellung im Web nach Hause liefern zu lassen. Für die Studie wurden mehr als Europäer über 18 Jahren aus zwölf europäischen Ländern befragt. tdz Anzeige Eigener Online Shop Die Garten-Center-Gruppe Dehner baut ihre Multichannel-Strategie aus ehner geht ins Web: Das 1947 gegrün- Unternehmen hat nach der Ko- Ddete operation mit dem Internet-Marktplatz Amazon nun einen eigenen Online Shop gestartet. Im Angebot sind Artikel aus den Bereichen Garten und Zoo. Dazu gehören unter anderem Saatgut, Blumenzwiebeln, Gartentechnik und -Zubehör sowie Wohndekoration und Tiernahrung. Kunden können einen Großteil des Sortiments von zu Hause aus bestellen. Die meisten Käufer wollen Blumen und Produkte im Geschäft sehen und erleben, sagt Dehner-Geschäftsführer Georg Weber: Aber eine immer größer werdende Anzahl von Kunden möchte sich schon vorher online informieren oder direkt im Netz bestellen. Über das Internet-Geschäft wolle Dehner neue Zielgruppen gewinnen. Künftig sollen Kunden auch die Möglichkeit haben, per Click & Collect im Internet zu bestellen und die Ware später im Markt abzuholen. Außerdem wurden alle 110 Garten-Center mit ipads ausgestattet, um die Verkaufskanäle besser zu verknüpfen. Der Dienstleister Dgroup betreute die Strategiephase sowie die operative Umsetzung und den Aufbau des Shops. tdz Unter finden Web-Kunden unter anderem Saatgut, Gartentechnik und Wohndekoration Zalando für Männer Moderversender Zalando, seit je- bekannt für seine unterhaltsamen Dher Werbespots, in denen auch schon Altkommunarde und Ex- Dschungelcamp -Bewohner Rainer Langhans mitwirkte, hat seinen ersten Spot für Männermode gestartet. Anders als bei den Filmen für die Damenwelt wird darin aber weniger vor Glück geschrien als geschwiegen. Die unverständlichen Grunzlaute der beiden Männer an der Bar übersetzt ein eingeblendeter Untertitel ( Coole Jacke ). Ambitionierte Geschäftspläne Derweil planen die Risikokapitalgeber und Zalando-Investoren Oliver, Marc und Alexander Samwer laut aktuellen Investorenunterlagen, die dem Manager Magazin vorliegen, den Aufbau eines globalen Handelsimperiums. Mit ihren Expansionsplänen wollen sie demnach Modeketten wie Zara und H&M in die zweite Reihe drängen und das schwedische Möbelhaus Ikea sogar abhängen. tdz

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