GESCHÄFTSBERICHT UND RECHNUNGSLEGUNG 2013

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1 GESCHÄFTSBERICHT UND

2 GESCHÄFTSBERICHT UND

3 Inhalt GESCHÄFTSBERICHT UND Inhalt 1. Vorwort 4 2. Bericht der Geschäftsführung 5 3. Finanzen 6 4. Die Arbeit im Verein Berichte der Vorstände Politik & Recht E-Business Infrastruktur & Netze Online Services / Cloud Computing Berichte aus den Kompetenzgruppen Datacenter Expert Group Kompetenzgruppe E-Commerce Kompetenzgruppe Kompetenzgruppe E-Recruiting Kompetenzgruppen Games / Streaming Media Kompetenzgruppe Mobile Kompetenzgruppe Online Marketing Kompetenzgruppe Recht & Regulierung Kompetenzgruppe Sicherheit Kompetenzgruppe Unified Communications Professional Services und Initiativen Certified Senders Alliance Cyber Security Services Anti-Botnet-Beratungszentrum Initiative-S Advanced Cyber Defence Centre DE-CIX Management GmbH EuroCloud Deutschland_eco e. V Names & Numbers Forum nrw.units Internet-Beschwerdestelle Highlights eco Gala: Abend der Superlative eco MMR Kongress eco Kongress: Zeit für Visionäre in Köln Branchentreff Internet Security Days politalks EuroCloud Deutschland Conference eco bei der German Valley Week Internetwoche Köln Weitere eco Veranstaltungen im Jahr Kooperationen Kooperationspartner Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit eco Unternehmenskommunikation Statistiken eco Mitglieder Presse eco Webseite Veranstaltungen Die eco Medien: Die ganze Bandbreite der Kommunikation eco Mitarbeiter eco Mitglieder

4 GESCHÄFTSBERICHT UND 1. Vorwort 1. Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, 2013 war das Jahr nach der WCIT in Dubai, bei der die International Telecommunication Union (ITU) versuchte, mehr Macht über das Internet zu gewinnen. Es war aber auch das Jahr des Edward Snowden und damit der Beginn einer weltweiten Diskussion über Abhörpraktiken im Internet. Prof. Michael Rotert Vorstandsvorsitzender Als Interessenverband der deutschen Internetwirtschaft lehnen wir beides natürlich grundsätzlich ab. Das Internet sollte in einem Multistakeholder-Modell regiert werden, da Gesetze aus technischer Sicht häufig entweder zu spät kommen oder nicht durchsetzbar sind. Und das Abhören von Kommunikationsverbindungen sollte sich grundsätzlich auf die Strafverfolgung beschränken. So knapp kann man unsere Forderungen formulieren. Die Bestrebungen der ITU und die Beantwortung der Frage, wer regiert das Internet, sind mittlerweile auf dem richtigen Weg nicht zuletzt durch Veranstaltungen und Diskussionen rund um Internet Governance. Die Lauschpraktiken der NSA hingegen ziehen immer weitere Kreise und die Gerüchte um Abhörmaßna hmen beim deutschen Provideraustauschknoten DE-CIX machen immer wieder die Runde. Um es auf den Punkt zu bringen: Abhörmaßnahmen seitens der NSA mit Zugang zum DE-CIX gab es nie und wird es auch in Zukunft nicht geben. Nicht umsonst ist der DE-CIX eine eigenständige GmbH, deren alleiniger Gesellschafter eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. ist, um das Geschäft von der Interessenvertretung zu trennen. Deshalb ist es falsch, wenn in der Berichterstattung eco genannt wird, wenn möglicherweise DE-CIX gemeint ist. Gelitten hat unter dem NSA-Skandal auch ein bisschen die Entwicklung von EuroCloud, der als Verein im Verein zu uns gehört. Eine deutsche Cloud, Routing nur im Schengen-Raum, waren Forderungen von Politikern, die weniger technikaffin sind. Mit deutscher Cloud meinte man wohl einen Service, der garantiert, dass die Daten ausschließlich in Deutschland bleiben. Inhaltlich ist ein solcher Service wünschenswert, aber der gewählte Begriff ist unsinnig, besagt die Cloud doch, dass Daten irgendwo verstreut liegen. Ähnlich sieht es mit dem Schengen- oder (Deut)Schland-Routing aus. Irgendwie haben die Leute, die mit solchen Begriffen an die Öffentlichkeit gehen, die technischen Gegebenheiten des Internet nicht so richtig verstanden Aber zum Glück gibt es ja auch noch ganz viele positive Entwicklungen zu vermelden wie beispielsweise das Wachstum der eco Mitgliederzahl und deren aktive Mitarbeit in den verschiedensten Kompetenzgruppen oder unser weiterhin gutes Ansehen bei nationalen und internationalen Gremien, auch dank unserer erfolgreichen politischen Arbeit in Berlin, Straßburg und Brüssel. So wurde beispielsweise mit Oliver Süme Ende 2013 wieder ein eco Vorstand zum EuroISPA-Präsidenten in Brüssel gewählt. Dass der Verein sich gut entwickelt hat, ist dem vorliegenden Bericht zu entnehmen. Der Dank dafür gilt dem Geschäftsführer, Harald A. Summa, der gesamten Geschäftsleitung und den eco Teams aus Berlin, Frankfurt und Köln sowie dem eco Beirat! Allen Mitgliedern danke ich für die gute Zusammenarbeit und wünsche Ihnen sowie internen und externen Experten, die mit uns zusammenarbeiten, für das aktuelle Jahr alles Gute und viel Erfolg. Ihr Prof. Michael Rotert Vorstandsvorsitzender 4

5 2. Geschäftsführung GESCHÄFTSBERICHT UND 2. Bericht der Geschäftsführung Das Jahr 2013 stand für die Geschäftsleitung des eco sehr stark im Zeichen des Ausbaus und der Festigung der inhaltlichen Arbeit, verbunden mit der Überarbeitung und Weiterentwicklung interner Strukturen. Begleitet wurde das Jahr von einem überdurchschnittlichen Wachstum der Mitgliederzahl, vielen informativen und erfolgreichen Veranstaltungen und der Aufnahme bedeutender Projekte. Ein Teil unserer Aufmerksamkeit lag auch auf dem internationalen Bereich. Unser Konzept der Kompetenzgruppen wurde von den Mitgliedern gut aufgenommen. Das stetige Engagement der Kompetenzgruppenleiter verbunden mit Sponsoring einzelner Veranstaltungen brachte einer Vielzahl von Mitgliedern einen großen Mehrwert. Harald A. Summa Geschäftsführer Da die Anzahl der Kompetenzgruppen und Themen zugenommen hat, haben einige neue Mitarbeiter unsere Teams verstärkt. Dies führte letztlich dazu, dass wir mit Lucia Falkenberg auch eine eigene Managerin HR an Bord nehmen konnten. Besonders möchte ich darauf hinweisen, dass wir ein internes Führungskräfte-Entwicklungsprogramm aufgelegt haben und auch das Managementteam sich einem individuellen Trainings- und Entwicklungsprogramm angeschlossen hat. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt im vergangenen Jahr dem Thema Sicherheit. Nicht nur, dass wir unsere eigene Infrastruktur stärker gesichert haben, sondern wir konnten sehr erfolgreich einige Projekte mit öffentlichen Projektträgern entwickeln und mit deren Betrieb auch beginnen. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir nicht nur das ehemalige Förderprojekt botfrei.de aus eigener finanzieller Kraft mit erweiterten Ressourcen weiterführen, sondern darüber hinaus auch noch weitere für die Mitglieder und den Markt relevante Projekte im Sicherheitsumfeld starten konnten. Hervorzuheben ist dabei ACDC (Advanced Cyber Defence Centre) ein Projekt, teilfinanziert von der EU, in dem wir mit 28 Partnern aus 14 EU-Staaten wesentliche Grundlagen für eine europäische Cyber-Security-Strategie entwickeln und testen. Details entnehmen Sie bitte dem separaten Bericht zu den Cyber Security Services. Bei den Mitgliedern nähern wir uns mit großen Schritten der 800er-Marke, ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Mitglied, das wir Ende 2015 begrüßen wollen. Wie Sie den folgenden Geschäftszahlen entnehmen können, waren auch unsere Tochterunternehmen wirtschaftlich erfolgreich. In den Kreis der Töchter wurden 2013 zwei weitere Unternehmen aufgenommen. Im Zuge der Internationalisierungsstrategie des DE-CIX haben wir zum Ende des Jahres die DE-CIX International AG, mit eco e. V. als alleinigem Aktionär, gegründet. Die DE-CIX International AG soll die Risiken der Internationalisierung von der DE-CIX GmbH fernhalten und ein flexibles Umfeld für das internationale Geschäft bieten. Für den Aufsichtsrat konnten wir Felix Höger, Vorstand der PIRONET NDH AG, Rudolf van Megen, ehemaliger Vorstand der SQS AG, und Klaus Landefeld gewinnen. In diesen Menschen sind große Erfahrungen im internationalen Geschäft gebündelt, die uns bereits sehr gut bei der Gründung unserer ersten Auslandstochter, der DE-CIX North America Inc., geholfen haben war durchaus ein sehr spannendes Jahr mit viel Neuem und vielen Heraus forderungen. Und wir freuen uns schon heute auf das Jahr 2015, wenn wir 25 Jahre Internet in Deutschland feiern und damit 20 Jahre eco und 20 Jahre DE-CIX. Alles Gute alles möglich! Harald A. Summa Geschäftsführer 5

6 GESCHÄFTSBERICHT UND 3. Finanzen Vorstand 3. Finanzen Der eco Vorstand 2013 Prof. Michael Rotert Vorstandsvorsitzender Geschäftsführender Gesellschafter maxspot GmbH Oliver J. Süme Stellv. Vorstandsvorsitzender Vorstand Politik & Recht Rechtsanwalt / Fachanwalt für IT-Recht RAe Richter & Süme Klaus Landefeld Vorstand Infrastruktur & Netze nexiu GmbH Thomas von Bülow Vorstand E-Business 1&1 Internet AG Felix Höger Vorstand Online Services / Cloud Computing Vorstandsvorsitzender PIRONET NDH AG STRUKTUR DES VERBANDS Vorstand Finanzen Politik & Recht Infrastruktur E-Business Content Online Services Mitgliederversammlung Wir bleiben auf einem gesunden Wachs tumspfad das konnte der Verein im Geschäfts jahr 2013 erneut beweisen. Durch steigende Einnahmen bei den Mitgliedsbeiträgen, vor allem aber durch signifikantes Wachstum in den Bereichen Veranstaltungen und Projektarbeit konnten wir unsere Umsätze erneut um 16 Prozent steigern. Im Februar 2013 startete das von der Europäischen Union zu 50 Prozent geförderte Projekt ACDC (Advanced Cyber Defence Centre) mit 28 Partnern aus 14 europäischen Ländern, dessen Ziel der Kampf gegen Botnetze ist. Im Rahmen von EuroCloud setzen wir uns mit Clouding-SMEs seit Sommer 2013 auf europäischer Ebene für Cloud-Computing- Lösungen ein. Unser hochgestecktes Ziel eines ausgeglichenen Vereinsergebnisses wurde nicht ganz erreicht, wobei die geringe Unterdeckung von 1,36 Prozent im Wesentlichen aus den selbst aufzubringenden Projektausgaben resultiert. Darüber hinaus spiegelt sich unser Wachstumskurs natürlich auch auf der Ausgabenseite wider. So liegen unsere Ausgaben für Marketing und Projekte deutlich über den Ausgaben des letzten Jahres und auch unsere Beiträge, Investitionen und Verwaltungskosten sind moderat gestiegen. Nach wie vor verwendet der Verein seine Mittel hauptsächlich für Personal und Marketing und damit für Leistungen, die unseren Mitgliedern direkt zufließen. Die Tochterunternehmen des Vereins haben sich ausgezeichnet entwickelt und entwickeln sich auch weiterhin gut. Sowohl die eco Service GmbH als auch die eco IT Service und Beratung GmbH und vor allem die DE-CIX Management GmbH konnten das Wachstum der letzten Jahre fortsetzen und sehr gute Ergebnisse erzielen. Zur Erhöhung der Transparenz und des Kostenbewusstseins sowie zur Verbesserung der internen Prozesse hat die Finanzabteilung zum Jahresende im eco e. V., in der eco Service GmbH sowie in der DE-CIX Management GmbH Kostenstellen für jeden Geschäftsbereich eingeführt. Um unter anderem die Vorgaben der Zuwendungsgeber zu erfüllen, wurden zusätzlich für alle Förderprojekte und Veranstaltungen Projektnummern in Form der Kostenstellennumerik zeitgleich mit implementiert. Das Kostenbewusstsein wird ab 2014 zusätzlich durch das Vier-Augen-Prinzip verstärkt. Um den daraus entstehenden Verwaltungsaufwand zu reduzieren, wird das Ticket-System der DE-CIX GmbH benutzt, wodurch fast alle Rechnungen nun elektronisch per geprüft und freigezeichnet werden. 6

7 3. Finanzen GESCHÄFTSBERICHT UND Einnahmen- und Ausgabenrechnung für das Geschäftsjahr 2013 Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 2014 eco e. V. Ist 2013 in Euro Anteil in Prozent Ist 2012 in Euro Einnahmen Veränderung zum Vorjahr in Prozent Plan 2014 in Euro Anteil in Prozent Mitgliedsbeiträge ,8 % % ,8 % Förderbeiträge ,6 % % ,9 % Leistungserlöse ,0 % % ,2% Veranstaltungen/ Sponsoring ,3 % % ,9 % Sonstige* ,3 % % ,2 % Gesamteinnahmen ,0 % % ,0 % Ausgaben Personalkosten ,8 % % ,5 % Verwaltungskosten ,8 % % ,4 % Raumkosten ,4 % % ,8 % Beiträge ,5 % % ,5 % Reisekosten ,2 % % ,9 % Investitionen ,3 % % ,0 % Marketing/Projekte ,3 % % ,0 % FiBu/StB/WP/Recht ,7 % % ,6 % Sonstiges/Steuern 0 0,0 % % ,3 % Gesamtausgaben ,0 % % ,0 % Überschuss/ Unterdeckung *sonstige Einnahmen: u.a Registrar Atlas, Verrechnung Sachbezüge Kfz, verauslagte Kosten etc. 7

8 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Die Berichte der Vorstände dienen dem Überblick, welche Leistungen in den einzelnen Vorstandsressorts im Laufe des Jahres für die Mitglieder erbracht wurden. Als Vorstandsvorsitzender habe ich neben den üblichen Verbandspflichten auch Repräsentationspflichten, ich nehme an High-Level- Gesprächsrunden teil, arbeite in hochrangigen Gremien und Ausschüssen und halte natürlich auch Keynotes und Vorträge zu vielen Anlässen. Prof. Michael Rotert Vorstandsvorsitzender 4. Die Arbeit im Verein 4.1 Berichte der Vorstände Zu Beginn des letzten Jahres war es daher auch die Nachlese bei der International Telecommunication Union (ITU) zu den Regularien der internationalen Telekommunikation (WCIT 2012 in Dubai), zu der es noch etliche Veranstaltungen gab. Neben der Telekom und RIPE war nur noch eco Teil der deutschen Delegation in Dubai und daher galt es, die Interessen unserer Mitglieder bei den verschiedensten Gelegenheiten zu vertreten und diese hinterher auch aus erster Hand zu unterrichten. Gleiches gilt für das 2013 abgehaltene World Telecommunication Policy Forum (WTPF) der ITU, bei der ich als externer Experte für die Vorbereitung an den entsprechenden Berichten mitwirken konnte. Im Prinzip versuchte die ITU über solche Experten einen Multistakeholder-Ansatz zu verfolgen findet die ITU-Vollversammlung statt, auch hier werde ich mit eco wieder die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen vertreten. Ebenso als Experte habe ich den Verband in Straßburg in Arbeitsgruppen des Europarates bezüglich Cross Border Internet und Internet Transparency vertreten. Hier ging es um Störungen des Netzbetriebs mit Auswirkungen auf andere Länder (zum Beispiel Filtern und Blocken). Eine Einladung zu einer Anhörung im Landtag von NRW bezüglich offenen WLANs zeigt, dass unsere Expertise bezüglich des Internet gefragt ist, und unterstreicht unseren Slogan Wir gestalten das Internet. Diskussionen rund um Internet Governance erforderten die aktive Teilnahme am deutschen Internet Governance Forum (IGF), dem europäischen Pendant (EuroDIG), an ICANN- Ver anstaltungen und dem globalen IGF. Hier nahm ich als eco Vertreter an vielen Diskussions panels teil. Um es mit Zahlen zu verdeutlichen: An über 50 Panels, Vorträgen, Keynotes beziehungsweise aktiven Beteiligungen, des Weiteren an über 20 eco beziehungsweise eco unterstützten Veranstaltungen habe ich teilgenommen, außerdem zusätzlich an fünf Vorstandssitzungen beziehungsweise internen Veranstaltungen. Die Außenwirkung und der Bekanntheitsgrad von eco leben von dieser Präsenz. Hinzu kommen noch die Aktivitäten meiner Vorstandskollegen, für deren Einsatz ich mich an dieser Stelle explizit bedanke. Ihre Beiträge sind auch Bestandteil dieses Jahresberichts. Nicht zu unterschätzen waren die geänderten Verhältnisse der politischen Landschaft nach den Wahlen, die auch besondere Aufmerksamkeit verdienten beziehungsweise durch die neue Kontakte geknüpft werden mussten. Für die gesamte Unterstützung und Arbeit der Geschäftsführung/-leitung sowie eines jeden einzelnen eco Mitarbeiters bedanke ich mich an dieser Stelle. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, profitieren letztlich die Mitglieder. Wir gestalten das Internet, aber nicht nur für uns, sondern für alle Nutzer und insbesondere für unsere Mitglieder. 8

9 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Rechtsanwalt Oliver J. Süme Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Dr. Sandra Schulz Geschäftsbereichsleiterin Politik & Recht Rechtsanwalt Henning Lesch Leiter Recht & Regulierung Politik & Recht Der Geschäftsbereich Politik & Recht koordiniert alle eco Verbandsaktivitäten zu rechtspolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Internet- und Netzpolitik. Über das Hauptstadtbüro in Berlin vertritt eco vor Ort die politischen Interessen seiner Mitglieder und hält sie über aktuelle Entwicklungen und Gesetzgebungsvorhaben auf dem Laufenden. Die Interessen fließen über die Branchenpositionen zu den wichtigen politischen Themen direkt in die politische Debatte und die politische Pressearbeit ein. Aktuelle Positionspapiere, Stellung nahmen, Hintergrundpapiere sowie PR-Aktivitäten sind auf der eco Website des Geschäftsbereichs verfügbar. Erneut hat 2013 die Arbeit des Geschäftsbereichs auf EU-Ebene weiter an Bedeutung gewonnen. Über den engen Austausch mit dem europäischen Dachverband EuroISPA konnte die Entwicklung des Rechtsrahmens auf europäischer Ebene aktiv mitgestaltet werden (siehe auch Seite 17). eco hat in dem Berichtszeitraum auch ein Netzpolitisches Frühstück in Brüssel veranstaltet, um mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Vertretern der Europäischen Kommission rechtspolitische Themen auf nationaler und europäischer Ebene zu diskutieren. Auch in Berlin fanden wieder Veranstaltungen statt, um die politischen Interessen der Internetwirtschaft gegenüber der Politik, der Regierung, der Presse sowie der interessierten Fachöffentlichkeit zu vertreten. Das Jahr startete mit dem traditionellen Neujahrsempfang und einer Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs des Wirtschaftsministeriums, Hans- Joachim Otto. Unter der Schirmherrschaft von Bundes innenminister Hans-Peter Friedrich veranstaltete eco dann im März den jährlich stattfindenden eco MMR Kongress, diesmal zum Thema Rechteinhaber Verbraucher Wirtschaft im netzpolitischen Dreieck?. Im Vordergrund standen die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz fanden zwei politalks statt. Diese Veranstaltungsreihe richtet sich an politische Entscheider sowie Vertreter aus Verwaltung und Medien und bietet unseren Mitgliedern die Möglichkeit, Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern zu pflegen. Im Februar fand ein politalk zum Thema Netzpolitik ist Standortpolitik statt und im Juni diskutierten Bundestagsabgeordnete aller Parteien, ob Deutschland einen Internetminister braucht. In der anschließenden parlamentarischen Sommerpause startete der Wahlkampf in Deutschland und das war die Gelegenheit für das Hauptstadtbüro, netzpolitische Themen sowie Positionen der Internetwirtschaft in die Wahlprogramme einzubringen. Nach der Bundestagswahl am 22. September 2013 wurde in den verschiedenen Verhandlungsgruppen der Koalitionsvertrag festgelegt, zu dem sich eco in dem Positionspapier 19 Forderungen zur Internet- und Netzpolitik zur neu gebil deten Bundesregierung positionierte. Abseits der inhaltlichen Fragen stellte die Diskussion um die Einrichtung eines Internetministeriums eines der relevanten Themen der Koalitionsverhandlungen dar. Dieses wurde schließlich nicht eingerichtet. Dennoch haben internet- und netzpolitische Themen in der 18. Legislaturperiode einen höheren Stellenwert 9

10 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein bekommen. Das zeigt sich nicht nur in der Erweiterung des Verkehrsministeriums um den Bereich digitale Infrastruktur sowie des Justizministeriums um den Bereich Verbraucherschutz, sondern auch an der Digitalen Agenda, die die neue Bundesregierung im Sommer 2014 veröffentlichen will. Federführend für die Erstellung der Digitalen Agenda sind dabei drei Ministerien: das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium des Innern sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Bei der Einsetzung der Ausschüsse des Bundestags, die sich im Zuschnitt üblicherweise an den Ministerien orientieren, gibt es Erfreuliches zu berichten. Mit leichter Verzögerung wurde auch ein Ausschuss Digitale Agenda eingesetzt, der eine beratende Funktion bei allen netz- und internetpolitischen Themen übernehmen wird. Es wird spannend, 2014 zu beobachten, wie der neue Ausschuss seine Rolle ausfüllen wird. Parallel zur gestiegenen Bedeutung des Bereichs Internet- und Netzpolitik in der Politik hat sich auch der Auftritt des eco in Berlin verändert. Im Oktober 2013 hat das eco Hauptstadtbüro neue Räumlichkeiten in der Französischen Straße (Nähe Gendarmenmarkt) bezogen. Der Umzug in die neuen repräsentativeren Räume war nur ein logischer Schritt angesichts der stetig wachsenden Bedeutung internet- und netzpolitischer Themen auf allen politischen Ebenen. So kann sich das eco Team in Berlin noch effektiver für die Interessen der Mitglieder einsetzen und den zunehmenden Regulierungsbestrebungen des Internet durch die Politik entgegenwirken. In den neuen Räumlichkeiten können außerdem unterschiedlichste Veranstaltungsformate angeboten werden, um den Austausch mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie mit anderen Branchen zu vereinfachen. Für die eco Mitglieder besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Hauptstadtbüros für Veranstaltungen oder eigene Events zu nutzen. Auch personell hat sich der Geschäftsbereich Politik & Recht im Berichtsjahr erweitert. Seit Juni 2013 unterstützen zwei weitere Mitarbeiter den Bereich Recht & Regulierung: Matthias Horn als Referent Telekommunikationsrecht und Folke Scheffel als Referent Foto: Arndt Oehmichen Internet- und Medienrecht. So kann eco in der neuen Legislaturperiode noch aktiver regula torische und rechtliche Rahmenbedingungen im Sinne der Mitglieder mitgestalten. Seit Dezember 2013 letzten Jahres hat das Team außerdem Unterstützung bei der internen und externen Kommunikation zu politischen und rechtlichen Themen durch die neue Presse referentin, Sidonie Günther. Im Berichtszeitraum fokussierte sich die Arbeit des Ressorts Politik & Recht auf folgende Themenbereiche: Sicherstellung der Netzneutralität Im Frühjahr 2013 machte das Bundeswirtschaftministerium (BMWi) von der Verordnungs ermächtigung des 41a Abs. 1 TKG Gebrauch und veröffentlichte am 17. Juni 2013 einen Verordnungsentwurf zur Regelung der sogenannten Netzneutralität. Der Entwurf wurde von allen Seiten (Netzbetreiber, Inhalte anbieter, Bürgerrechtler, Medienanstalten) kritisiert. Auch eco hat zu dem Entwurf der Netzneutralitätsverordnung Stellung ge nommen. Der Entwurf sollte zunächst noch vor der Bundestagswahl am 22. September 2013 verabschiedet werden, schaffte den Weg zu einem Kabinettsbeschluss jedoch nicht, obwohl das BMWi nach Anhörung der Verbände am 31. Juli 2013 einen zweiten Entwurf vorlegte, der aber ähnlich kritisch betrachtet wurde. Nach dem Koalitionsvertrag will die neue Bundesregierung Netzneutralität ausdrücklich als Regulierungsziel in das Telekommunikationsgesetz (TKG) aufnehmen. Auch auf euro päischer Ebene will man sich dafür einsetzen, Netzneutralität regulatorisch zu verankern. Managed Services sollen nach der Formulierung im Koalitionsvertrag nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, sind aber so auszugestalten, dass sie das Best-Effort-Internet nicht verdrängen und dessen Weiterentwicklung und Verbesserung nicht beeinträchtigen. Mobilfunkbetreiber sollen Internettelefonie gegebenenfalls gegen ein separates Entgelt ermöglichen. Außerdem soll Deep Packet Inspection (DPI) zur Diskriminierung von Diensten oder zur Überwachung der Nutzer gesetzlich untersagt werden. Die Bundes netzagentur soll technisch sowie personell in die Lage versetzt werden, die Einhaltung dieser Ziele zu überwachen. 10

11 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Nach Ansicht des eco sollte das entscheidende Ziel jeglicher Regulierung der sogenannten Netzneutralität die Sicherstellung von Transparenz und Wettbewerb sein, eine Diskriminierung muss verhindert werden. Gesetzliche Regelungen zur IT-Sicherheit Auf nationaler sowie auf europäischer Ebene wurden 2013 Bestrebungen für weitere gesetzliche Regelungen in Bezug auf IT-Sicherheit, insbesondere im Hinblick auf kritische Infrastrukturen, diskutiert. Auf europäischer Ebene hat die EU-Kommission im Februar 2013 den Entwurf der NIS-Richtlinie (NIS: Network and Information Security) vorgestellt, eine Verabschiedung des Vorschlags vor der Europawahl im Mai 2014 erfolgte jedoch nicht. Auf Bundesebene hatte das Bundesministerium des Innern bereits im März 2013, im Rahmen des eco MMR-Kongresses 2013, den Entwurf eines IT-Sicherheitsgesetzes (ITSiG-E) vorgestellt. eco hat hierzu Stellung genommen und war auch auf der in diesem Zusammenhang am 14. Juni 2013 im BMI stattgefundenen Anhörung vertreten. Der Entwurf blieb allerdings vor der Bundestagswahl in der Ressortabstimmung unter den beteiligten Ministerien stecken. Im Koalitionsvertrag hat sich die neue Bundesregierung auf die Etablierung eines IT-Sicherheitsgesetzes mit verbindlichen Minderheitsanforderungen an die IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen sowie eine Verpflichtung zur Meldung erheblicher IT-Sicherheitsvorfälle verständigt. So soll eine Hinweispflicht für Internetprovider eingeführt werden, wenn sich bei ihren Kunden Hinweise auf Schadprogramme oder andere Missbräuche ergeben. Außerdem wird angestrebt, den Rechtsrahmen für die IT-Sicherheit auf EU-Ebene zu vereinheitlichen. Dies betrifft auch die Standardisierung von IT- Sicherheit. Dazu will sich die Bundes regierung für eine Stärkung der Transparenz der Standardisierungsgremien und eine stärkere deutsche Beteiligung in diesen und anderen internationalen Gremien einsetzen. Die Bundesregierung will außerdem für eine europäische Cybersicherheitsstrategie eintreten, die Entwicklung vertrauenswürdiger IT- und Netzinfrastruktur unterstützen. Ausgebaut werden soll die Weiterentwicklung und Verbreitung von Chipkartenlesegeräten, Kryptografie, D und anderen sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen sowie vertrauenswürdiger Software. IT-Hersteller und Diensteanbieter sollen für Datenschutz- und IT-Sicherheitsmängel ihrer Produkte haften. eco begleitet die nationalen sowie die euro - päischen Bestrebungen zu gesetzlichen Regelungen der IT-Sicherheit konstruktiv im Sinne seiner Mitglieder. Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung Mit Urteil vom 2. März 2010 hatte das Bundes verfassungsgericht die deutsche Regelung zur Vorratsdatenspeicherung für verfassungswidrig und nichtig erklärt. Die den Regelungen zugrunde liegende europäische Richtlinie 2006/24/EG blieb jedoch zunächst weiterhin in Kraft. Schon seit 2012 lief ein Verfahren vor dem europäischen Gerichtshof (EuGH), das die Vereinbarkeit der Richtlinie mit der europäischen Grundrechte-Charta zum Gegenstand hatte. In seinen Schlussanträgen, die üblicherweise auch die Richtung des letztendlichen Urteils absehbar machen, kam der zuständige Generalanwalt des EuGH, Pedro Cruz Villalón, im Dezember 2013 zu dem Ergebnis, dass die Richtlinie, in ihrer momentanen Ausgestaltung, gegen die Charta der Grundrechte verstößt. Mit dem Urteil des EuGH ist im Frühjahr 2014 zu rechnen. Im Koalitionsvertrag haben sich CDU/CSU und SPD auf die Umsetzung der Richtlinie und damit auf eine (Wieder-)Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland, nach Maßgabe der Vorgaben des BVerfG, geeinigt. Nach anfänglicher Unstimmigkeit zwischen den zuständigen Ministerien haben sich Innenminister Lothar de Maizière und Justizminister Heiko Maas darauf geeinigt, vor der Entscheidung über ein neues Gesetzgebungsverfahren zunächst die Verkündung des Urteils des EuGH abzuwarten. eco lehnt die geplante Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung ab. Die anlasslose Speicherung sämtlicher Verkehrsdaten der Nutzer elektronischer Kommunikation ist weder verhältnismäßig noch gerechtfertigt. Die mit der Speicherung verbundenen Grundrechtseingriffe, aber auch die Kosten für die Unternehmen stehen in keinem Verhältnis zum behaupteten, jedoch nicht belegten Effekti vitäts gewinn bei der Strafverfolgung. eco wird sich daher auf europäischer wie auf nationaler Ebene weiter gegen Regelungen zur anlasslosen Verkehrsdatenspeicherung einsetzen. Debatte zur EU-Datenschutz- Grundverordnung Der Vorschlag der EU-Kommission vom 25. Januar 2012 für eine grundlegende Datenschutzreform befindet sich bereits seit geraumer Zeit auf den letzten Stufen des Gesetzgebungsverfahrens. Entscheidende Hürden sind jedoch noch zu überwinden und es ist derzeit schwer abzusehen, in welchem Zeit- 11

12 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein raum und in welcher Form sich die 28 Mitglied staaten auf eine Reform verständigen können. Neue Medien statt, bei der auch eco durch Prof. Michael Rotert als Sachverständigen vertreten war. Vor der Wahl des europäischen Parlaments im Mai 2014 ist nicht mit einer Einigung zu rechnen, gerade weil einzelne Teile der derzeitig diskutierten Fassung von vielen Seiten stark kritisiert werden. Nachdem sich der zuständige Parlamentsausschuss des Europäischen Parlaments LIBE am 21. Oktober 2013 auf eine gemeinsam erarbeitete Position für die Verhandlungen mit dem Ministerrat geeinigt hatte, richteten sich nun alle Augen auf die Vertreter der 28 Regierungen der Mitgliedstaaten, die nun eine Einigung finden müssen, damit das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen werden kann. Eine Einigung wird jedoch schwierig. Mehrere Mitgliedstaaten (insbesondere UK, DK, D, IRL) kritisierten die derzeitige Fassung des Parlaments. Auf den Sitzungen des Ministerrats im Oktober beziehungsweise Dezember 2013 konnte keine Einigung getroffen werden. Die neue Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, in der neuen Legislatur auf eine zügige Verabschiedung der Datenschutz- Grund verordnung hinzuwirken und die verbleibenden Streitfragen zu lösen. eco befürwortet das Reformziel einer Harmonisierung des Datenschutzrechts als einen wichtigen Baustein eines einheitlichen digitalen Binnenmarkts. Die derzeitigen Vorschläge sind unserer Auffassung nach jedoch noch nicht ausreichend, um den angestrebten hohen Standard im Datenschutz zu ermöglichen. Manche der vorgeschlagenen Bestimmungen würden zu mehr Bürokratie führen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen gefährden, ohne eine substanzielle Ver bes serung des Datenschutzes für die Bürger in der EU sicherzustellen. eco wird daher weiter auf eine Reform drängen, die den deutschen Unternehmen den Zugang zu europäischen, aber auch zu außereuropäischen Märkten erleichtert. Sie sollte kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit geben, kostengünstige und innovative Technologien, die ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern, einzusetzen, und Verbrauchern einen Rahmen bieten, sich rechtssicher und grundrechtswahrend, über die Landesgrenzen hinweg, im digitalen Binnenmarkt zu bewegen. Rechtssicherheit für WLAN-Betreiber In den letzten Jahren gab es mehrere parteipolitische Initiativen zur Begrenzung der Haftung von Betreibern öffentlicher WLANs für die Rechtsverletzungen der WLAN-Nutzer, und zwar auf Bundes- als auch auf Landesebene. Das Plenum des Bundestags lehnte am 27. Juni 2013 die Forderung der SPD ab, gesetzliche Maßnahmen zur Reduktion des Haftungsrisikos für die Betreiber offener WLAN-Netzwerke zu prüfen. Die SPD hatte die Bundes regierung insbesondere dazu aufgefordert, das Potenzial von WLAN-Netzen für den Netzzugang im öffentlichen Raum nicht länger aufgrund der bestehenden Haftungsrisiken brachliegen zu lassen. In diesem Zusammenhang fand am 13. Mai 2013 auch eine Anhörung im Unterausschuss Im Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und SPD sich nun auf eine Abmilderung der Störerhaftung für Betreiber offener WLANs verständigt. In deutschen Städten soll mobiles Internet über WLAN für jeden verfügbar sein. Die für WLAN-Betreiber gebotene Rechtssicherheit soll über eine Klarstellung der Haftungsregelungen geschaffen werden. Dazu ist etwa eine gesetzliche Gleichstellung mit Zugangsanbietern angedacht. Gleichzeitig sollen die Verbraucher über die Gefahren solcher Netze für sensible Daten aufgeklärt werden. eco befürwortet die Ankündigung der Bundesregierung, die Potenziale von lokalen Funknetzen als Zugang zum Internet im öffentlichen Raum ausschöpfen zu wollen. Eine Verbesserung der Rechtssicherheit für WLAN-Betreiber kann ein wichtiges Signal für den verstärkten Einsatz solcher Funktechnologien als Zugang zum Internet darstellen. Dabei sollten jedoch unnötige gesetzgeberische Eingriffe, etwa in das bestehende Haftungsgefüge des Telemediengesetzes (TMG), vermieden werden. EU-Konsultation zum Urheberrecht Die EU-Kommission startete Ende 2013 eine Konsultation zum Thema Urheberrecht, an der sich sowohl interessierte Unternehmen als auch Interessenvertreter, Vereinigungen aus 12

13 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND der Zivilgesellschaft und Privatpersonen beteiligen konnten. eco beteiligte sich mit einer eigenen Antwort an der Konsultation. Der Fragenkatalog umfasste viele der wichtigsten Fragen zur Zukunft des Urheberrechts und des digitalen Binnenmarkts, so zum Beispiel: Welche Rechte werden bei der digitalen Übertragung von urheberrechtlich geschützten Inhalten überhaupt genau berührt und sollte hier mehr Klarheit geschaffen werden? Was ist mit einer europaweiten Lizenz? Welche Schranken und Ausnahmen für das Urheberrecht, etwa beim Zugang zu Bibliotheken und Archiven oder bei elektronischer Leihe, soll es in Zukunft geben? Warum sind viele Online-Inhalte wie etwa Musikvideos immer noch nicht europaweit abrufbar? Wie kann die Nutzung von urheber rechtlichen Inhalten und ihre Vergütung vereinfacht werden? Könnten dafür ein Register für Urheberrechte oder bestimmte, eindeutige Kennzeichnungs- beziehungsweise Identifizierungsmöglichkeiten, etwa in Anlehnung an die ISBN bei Büchern, sinnvoll sein? Die Konsultation diente einem umfassenden Klärungs- und Handlungsprozess der Kommission zur Zukunft des Urheberrechts. Geprüft werden soll das Ausmaß des Überarbeitungsbedarfs innerhalb des europäischen Rechtsrahmens zur Anpassung und Novellierung des Urheberrechts. Das Ergebnis der Konsultation bildet die Grundlage für die Arbeit an einer neuen Richtlinie zum Urheberrecht, die möglicherweise noch 2014 beginnen wird. eco und der europäische Dachverband EuroISPA werden den Prozess weiter begleiten. Leistungsschutzrecht für Presseverleger Das umstrittene Gesetzgebungsverfahren zur Einführung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger trat am 1. August 2013 in Kraft. Presseverleger könnten nun ihre Rechte gegenüber Suchmaschinenbetreibern und News- Aggregatoren geltend machen und Lizenzgebühren von diesen verlangen. Vom Leistungsschutzrecht ausgenommen sind allerdings einzelne Wörter und kleinste Textausschnitte, wobei allerdings keine Maximallänge definiert wurde. Die sich aus dem Leistungsschutzrecht für Pressever leger ergebenden Rechte wollen mit der VG Media und der VG Wort gleich zwei Verwertungsgesellschaften wahrnehmen. Obwohl das Leistungsschutzrecht von den Presseverlegern als besonders wichtig bezeichnet wurde, hat noch kein Verlag die sich ergebenden Rechte geltend gemacht. Viele regionale Zeitungen sowie überregionale Medienhäuser erklärten hingegen, dass sie das Leistungsschutzrecht nicht anwenden würden. Suchmaschinen betreiber ließen sich außerdem zusichern, News-Ergebnisse trotz Leistungsschutzrechts kostenfrei anzeigen zu dürfen. Damit herrscht weiterhin Rechtsunsicherheit, da unklar ist, ob das Leistungsschutzrecht überhaupt zur Anwendung gebracht wird. Zu erwarten ist, dass wichtige klärungsbedürftige Detailfragen zum Leistungsschutzrecht zu nächst durch die Rechtsprechung geklärt werden müssen. Gerichtliche Entscheidungen werden einige Zeit in Anspruch nehmen und damit die bestehende Rechtsunsicherheit bis zu deren Klärung erhöhen. Im Koalitionsvertrag wird zwar eine Evaluation des Leistungsschutzrechts für Presse verleger angekündigt, diese bleibt hinsichtlich Zeitpunkt und Ausmaß allerdings sehr vage. eco wird die Diskussion weiter intensiv begleiten und setzt sich für eine Abschaffung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger ein, da es ein Hemmnis für Innovationen, Investi tionen und Informationsfreiheit darstellt. EU-Verordnungsvorschlag zu Digital Single Market Am 11. September 2013 stellte die für die Regulierung der elektronischen Kommunikation zuständige Kommissarin, Neelie Kroes, ihren Verordnungsvorschlag über Maßnahmen für einen gemeinsamen europäischen Binnenmarkt der elektronischen Kommunikation und zur Verwirklichung eines vernetzten Kontinents (Digital Single Market) vor. Übergeordnetes Regulierungsziel ist vordergründig die Beendigung der momentanen Aufteilung des europäischen Binnenmarkts in 28 Märkte für elektronische Kommunikation, die nach Auffassung der Kommission vor allem ein Investitions- und Innovationshemmnis, insbesondere für den kostenintensiven Breitband- beziehungsweise Netzausbau, darstellt. Das Mittel einer Verordnung, deren Regelungen dann unmittelbare Wirkung in den Mitgliedsstaaten hätte, wurde gewählt, weil im Hinblick 13

14 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein auf den Regelungsgegenstand einheitliche, präzise, grenzüberschreitende Regelungen mit Geltung für den gesamten Binnenmarkt notwendig seien. Bisherige europäische Vorgaben, beispielsweise für Genehmigungsverfahren für TK-Unternehmen, rechtliche Rahmenbedingungen für Frequenzzuteilung, Verkehrsmanagement und Verbraucherschutz sind in den Mitgliedstaaten unterschiedlich umgesetzt worden. Diese Fragmentierung führe nach Auffassung der Kommission zu Marktzutrittshürden, erhöhe die Kosten für Anbieter von grenzüberschreitenden Diensten und behindere vor allem aufgrund fehlender Rechtssicherheit diesbezügliche Expansionen beziehungsweise Investitionen. Das Ziel der Kommission ist es, mit den veränderten Rahmenbedingungen Wettbewerb zu fördern und die Investitionsbedingungen für den Ausbau der Infrastruktur (drahtgestützte Hochgeschwindigkeitsnetze sowie die Nutzung des Funkfrequenzspektrums für drahtlose Breitbanddienste) sowie innovativer Dienste zu verbessern. Auf der anderen Seite sollen die Rechte und Möglichkeiten des Verbrauchers beziehungsweise Endnutzers erweitert werden, insbesondere im Hinblick auf grenzüberschreitenden, qualitätssicheren Zugang zu neuen Diensten, Transparenz, Wahlmöglichkeiten und Preisbelastung (zum Beispiel bei grenzüberschreitenden Telefonaten beziehungsweise Roaming). Der Verordnungsvorschlag enthält insbesondere Regelungen zur Zulässigkeit von speziellem Verkehrsmanagement von TK-Netzen, etwa im Hinblick auf Managed Services beziehungsweise Angebote von IP-Diensten mit zugesicherter Qualität. Damit betrifft der Vorschlag die auch auf nationaler Ebene in Deutschland geführte Diskussion um eine Regelung der Netzneutralität. Der Verordnungsvorschlag liegt augenblicklich beim europäischen Parlament. Eine Verabschiedung des Vorschlags vor den Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 ist unwahrscheinlich. eco begrüßt grundsätzlich die Initiative der Kommission, die Verwirklichung eines gemeinsamen Binnenmarkts für elektronische Kommunikation voranzutreiben. Im Hinblick auf den Umfang der Regelungsmaterie und der vielfältigen Interessen muss jedes diesbezügliche Gesetzgebungsverfahren gründlich diskutiert werden. Voreilige regulatorische Weichenstellungen sollten vermieden werden. Vor allem bedarf es einer kritischen Auseinandersetzung mit der in dem Verordnungsentwurf erkennbaren Abkehr von einer strikt auf Wettbewerb ausgerichteten Regulierung hin zu einem auf weniger Teilnehmer umfassenden Markt für elektronische Kommunikationsinfrastrukturen. Jugendmedienschutz Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) gibt es zwei für alle Altersstufen anerkannte Jugendschutzprogramme im Sinn des 11 JMStV: Die am 8. Februar 2012 von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zunächst nur unter Auflagen bis zur Altersstufe 16 Jahre anerkannten Jugendschutzprogramme des JusProg e. V. und der Deutschen Telekom gelten seit Juni 2013 auch für die Altersstufe ab 18 Jahren als anerkannt. Inhalteanbieter können nun gänzlich von der im JMStV angelegten Möglichkeit Gebrauch machen, entwicklungsbeeinträchtigende Webangebote zu klassifizieren (also für Jugendschutzprogramme zu programmieren); bei entsprechender Klassifizierung entwicklungsbeeinträchtigender An gebote müssen keine weiteren Schutzvorkehrungen (mehr) ergriffen werden. Hilfe bei der Selbstklassifizierung erhalten Inhalteanbieter beispielsweise unter Dort ist ein von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V. (FSM) ent wickeltes interaktives Selbstklassifizierungstool abrufbar. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober 2012 hatten die Ministerpräsidenten der Länder vereinbart, bis zum Herbst 2013 einen Entwurf für die Novellierung des JMStV vorzulegen. Zumindest im Jahr 2013 haben die Länder von der Novellierung, die unbürokratische und praktikable Regelungen entwickeln sollte, Abstand genommen. eco wird auch im Jahr 2014 weiterverfolgen, inwieweit die an gekündigte Reformierung des JMStV von den Ländern vorangetrieben wird. eco wird mit den entscheidenden Akteuren in Kontakt bleiben und sich frühzeitig in den Novellierungs prozess einbringen. Engagement des eco beim Jugendschutz Zentrales Engagement des eco im Bereich Jugendschutz ist die erfolgreiche Arbeit der eco Internet-Beschwerdestelle (Informationen hierzu finden Sie im Kapitel 5.7, S. 60). Darüber hinaus hat sich eco im Jahr 2013 für folgende Themen eingesetzt und war in folgenden Gremien vertreten: Förderung der Hotlines / Internet- Beschwerdestelle durch die EU Im Jahr 2013 endete die Laufzeit des Safer- Internet-Programms, das bis ins Jahr 2014 nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern EU-Hotlines, Helplines, Sensi bilisierungskam pagnen und Jugendschutzmaßnahmen im Internet finanziell förderte. Mit dem Auslaufen des europäischen Förderungsprogramms stellte sich die Frage, wie zukünftig sichergestellt werden kann, dass die wichtige 14

15 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Arbeit der Internet-Beschwerdestellen in Europa und auch der von eco erfolgreich betriebenen Internet-Beschwerdestelle fortgeführt werden kann. Auf EU-Ebene war es daher von besonderer Bedeutung und Wichtigkeit, sich für eine Fortsetzung des Programms einzusetzen. Dabei konnte ein Teilerfolg erzielt werden: Vor erst werden die Safer Internet Centres zu denen auch die Beschwerde stellen gehören eine hohe Förderpriorität behalten und als Teil der Connecting Europe Facility weiterhin auch finanziell unterstützt. Gleichzeitig signalisierte die EU-Kommission aber deutlich, dass die Förderung der Beschwerdestellen mittelfristig (ab 2017) zurückgefahren werde, so dass für die Fortführung der erfolgreichen Arbeit der Internet-Beschwerdestellen mittelfristig neue Finanzierungsmöglichkeiten gefunden und die weitere Bereitstellung von Fördermitteln sichergestellt werden müssen. Hierbei müssen zukünftig auch die nationalen Regierungen eine stärkere Verantwortung übernehmen. I-KIZ (Zentrum für Kinderschutz im Internet) Das Zentrum für Kinderschutz im Internet (I-KIZ) wurde im September 2012 durch die damalige Familienministerin, Kristina Schröder, ins Leben gerufen. Es hat sich zum Ziel gesetzt, Experten sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammenzubringen, um gemeinsam Rahmenbedingungen für die zeitgemäße Gestaltung des Jugendschutzes im Internet zu finden. eco ist hier in der Fachkommission I Maßnahmen, Vernetzung, internationale Zusammenarbeit vertreten. Thema im Jahr 2013 war ein stärkeres Engagement gegen sogenannte Possendarstellungen sowie die Vernetzung der verschiedenen Beschwerdestellen. Für 2014 ist die Einrichtung einer Anlaufstelle für Jugendliche geplant, welche die vorhandenen Angebote für Information und Hilfe besser sichtbar machen soll. INHOPE eco ist Gründungsmitglied der internationalen Dachorganisation von Beschwerdestellen INHOPE (www.inhope.org), die seit 1999 im Rahmen des EU-Safer-Internet-Programms ein Netzwerk von Internet-Hotlines koordiniert. Weltweit ist INHOPE die führende Organisation, welche die internationale Weiterleitung von Nutzerbeschwerden fördert, damit rechtswidrige Inhalte im Ursprungsland mit Hilfe der Strafverfolgungsbehörden bekämpft werden können. Aktuell besteht es aus 49 Beschwerdestellen in 43 Ländern. Im Jahr 2013 wurden Mitglieder aus Serbien, Brasilien, Spanien sowie Kroatien aufgenommen. Auch die Kooperation mit dem Europäischen Polizeiamt war intensiv trafen sich mehr als 120 Teilnehmer aus der ganzen Welt auf Einladung der euro päischen Polizeibehörde, die die Konferenz Child Abuse Expert Seminar, Europol - Law Enforcement Officers and INHOPE Hotlines in Den Haag ausrichtete. INHOPE und Europol zeichneten zudem ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Dokumentation der gegenseitigen Unterstützung ihrer Arbeit. eco setzte sich in den Komitees auch 2013 für die zielgerichtete Erweiterung des Netzwerks sowie für die Förderung einer weltweiten und effektiven Entfernung und Löschung von Kindes missbrauchsdarstellungen im Ursprungsland (Notice & Takedown) ein. Sicher online gehen eco ist Partner dieser breiten Allianz von Unternehmen, Verbänden und staatlichen Stellen, die sich für einen besseren Schutz von Kindern im Internet einsetzt. Eltern sollen für Risiken im Netz sensibilisiert, bei der Medienerziehung ihrer Kinder unterstützt und über technische Jugendschutzlösungen informiert werden. Dabei leistet eco seinen Beitrag zur Initiative insbesondere durch Information und Aufklärung sowie durch das Engagement im Rahmen des Projekts KinderServer, der durch 15

16 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird und am 27. Februar 2013 offiziell in Betrieb genommen wurde. Der KinderServer bietet als Proxyserver die Möglichkeit, Kinder sicher im Internet surfen zu lassen. Computer und mobile internetfähige Geräte können kostenlos per Klick schnell und leicht in einen kindgerechten Surfmodus geschaltet werden. Anders als bei herkömmlichen Jugendschutzprogrammen können so alle Seiten erreicht werden, die vom Seitenbetreiber ausdrücklich als geeignet für Kinder unter zwölf Jahren markiert wurden. Weitere Seiten können die Eltern selbst freischalten. White IT White IT ist ein bereits seit 2009 in Deutschland bestehendes Bündnis im Bereich der Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet, das sich durch die Beteiligung der Wirtschaft sowie der Strafverfolgungsbehörden auszeichnet. eco ist Gründungsmitglied und war auch 2013 Mitglied des Lenkungskreises. Im Jahr 2013 hat White IT durch zahlreiche Veranstaltungen, Projekte und Initiativen das Bewusstsein für das Thema Kinderpornografie in der breiten Öffentlichkeit erhöht. Internet Governance Das Thema Internet Governance, das vor allem die Fragen der zukünftigen Ausgestaltung der Internetpolitik und der zukünftigen technischen und administrativen Regulierung des Internet behandelt, hat in den vergangenen Jahren sowohl auf europäischer als auch auf internationaler Ebene zunehmend an Bedeutung gewonnen. eco setzt sich bereits seit Jahren für eine Stärkung des erfolgreichen Multistakeholder-Dialogs zur Internet Governance ein und ist überzeugt, dass dieses Modell die beste Variante zur Entwicklung eines nachhaltigen und von breiter gesellschaftlicher Akzeptanz getragenen Internet-Governance-Systems ist. Als Verband der deutschen Internetwirtschaft ist es eco ein wichtiges Anliegen, die erfolgreiche Multistakeholder-basierte Selbstverwaltung des Internet beizubehalten und fortzuführen. Politik und Unternehmen sowie alle weiteren Stakeholder sollten sich daher in den relevanten Gremien engagieren, in denen über die zukünftige Ausgestaltung des Internet und der Internet-Politik diskutiert wird. Wem gehört das Internet? ITU, WCIT, WTPF Seit der Weltkonferenz zur Internationalen Telekommunikation (WCIT), die im Dezember 2012 in Dubai stattfand, ist die International Telecommunication Union (ITU) in aller Munde. Auf der WCIT plädierten mehrere Teilnehmerländer für eine Ausdehnung der Kompetenzen der ITU diese solle zukünftig das Internet regulieren. Kritische Stimmen befürchten eine zunehmende staatliche Kontrolle und stärkere Überwachung des Internet, wenn einzelnen Organisationen oder Staaten zu viel Macht über das Internet verliehen wird. Gewarnt wurde auch vor dem Entstehen eines Zweiklasseninternet, an dem nur finanzstarke Unternehmen und Nutzer uneingeschränkt teilhaben können. Ende Mai 2013 wurde auf dem World Telecommunications Policy Forum in Genf über zukünftige Richtlinien für das Netz beraten. Das WTPF bereitet derzeit die Grundlagen für die Vollversammlung der ITU 2014 vor und hat damit möglicherweise auch entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Regulierung und Ausgestaltung des Internet der Zukunft. Von Berlin nach Bali Im Juni 2013 fand das Internet Governance Forum Deutschland (IGF-D) bereits zum fünften Mal in Berlin statt. Das von eco initiierte und gemeinsam mit weiteren Partnern veranstaltete IGF-D ist eine offene und informelle Multistakeholder-Diskussionsplattform für Regierung, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft sowie der technischen und akademischen Community in Deutschland. Es behandelt Fragen im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung des Internet stand das IGF-D unter dem Motto Internet, Entwicklung, Politik & Freiheit: Internet Governance Eine Einheit aus Vielen oder fragmentierte Landschaften? Referenten aus Politik und Gesellschaft diskutierten Themen wie ITU und WCIT, Cybersecurity und ICANNs Entwicklungsstrategien für Afrika und den arabischen Raum. In seiner Keynote setzte Tarek Kamel, Berater des ICANN-Präsidiums und ehemaliger Minister für Kommunikation und Informationstechnologie Ägyptens, wichtige Impulse und Akzente für die Bedeutung des Internet in anderen Staaten und erläuterte, welchen Beitrag das Internet für die Freiheit der Menschen und die Menschenrechte leisten kann. Im daran anschließenden Panel diskutierten Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, des Auswärtigen Amtes, der Internetwirtschaft und der Zivilgesellschaft über die Fragestellung der 16

17 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Im kommenden Jahr wird der EuroDIG am 12. und 13. Juni in Berlin stattfinden. Erwartet werden zum EuroDIG mehr als 700 Teilnehmer aus ganz Europa. Gastgeber ist eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. Die Veranstaltung des EuroDIG in Berlin wird von der Bundesregierung unterstützt. EuroISPA zukünftigen Rolle der ITU und ICANN bei der Regulierung des Internet. Ein weiteres Panel debattierte darüber, welche Schlussfolgerungen und Empfehlungen aus der Arbeit der in der 17. Legislaturperiode eingesetzten Enquete- Kommission Internet und digitale Gesellschaft zu ziehen sind. Anschließend diskutierten die Jugendlichen vom Jugend-IGF-D in einem weiteren Panel mit Politikern aus der Regierung, der Opposition und der außerparlamentarischen Opposition über deren netzpolitische Agenden. In einer abschließenden Reporting-Back-Session der Berichterstatter aus den vorangegangenen Panels wurden unter Moderation von Dr. Wolfgang Kleinwächter, Professor für Internetpolitik und Regulierung an der Universität Aarhus, gemeinsam mit den Teilnehmern des IGF-D die Messages from Berlin für das globale Internet Governance Forum der Vereinten Nationen entworfen. Das achte internationale Internet Governance Forum fand vom 22. bis 25. Oktober 2013 in Bali, Indonesien, statt. EuroDIG Auf europäischer Ebene hat sich der European Dialogue on Internet Governance (EuroDIG) als Diskussionsplattform etabliert. Er ist die wichtigste Veranstaltung auf europäischer Ebene, in der sich Stakeholder aus Wirtschaft, Regierung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur zukünftigen Gestaltung des Internet austauschen. Der EuroDIG fand im Juni 2013 in Lissabon, Portugal, statt. Am EuroDIG nahmen über 600 Vertreter aus Regierungen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Unter dem Titel Internet for Society how to serve the public interest? wurden aktuelle Entwicklungen und anstehende Internet-Policy-Fragestellungen in Europa diskutiert. Der größte Providerverband der Welt repräsentiert mittlerweile mehr als ISPs und vertritt neben elf nationalen Verbänden aus der EU im sogenannten Industrieforum auch die Interessen von Unternehmen wie Amazon, Microsoft, Google und Facebook. eco Vorstand Oliver Süme, der bereits seit Ende 2009 als Vice-President für EuroISPA tätig ist, wurde im Dezember 2013 einstimmig zum Präsidenten gewählt. Sein Engagement gilt insbesondere den Themen Internet Governance, Providerhaftung und Datenschutz. Datenschutz-Grundverordnung Das Jahr 2013 war auf europäischer Ebene weiter stark durch den Entwurf der Datenschutz-Grundverordnung geprägt, mit der eine grundlegende Reform des Datenschutzrechts in der EU angestrebt wird. Der Entwurf wurde erstmals Anfang 2012 vorgestellt und wird seitdem kontrovers diskutiert. EuroISPA setzt sich gemeinsam mit zahlreichen anderen Verbänden in der Industry Coalition for Data Protection (ICDP) für die richtige Balance zwischen unternehmerischen Interessen einerseits und dem berechtigten Interesse eines hohen Schutzniveaus für Verbraucher andererseits ein. Aus Sicht der Internetwirtschaft sollte in der Verordnung grundsätzlich ein risikobasierter Ansatz gewählt werden, der die unterschiedlichen Qualitäten und Risiken des konkreten Verarbeitungsvorgangs angemessen berücksichtigt. Daneben ist für die Unternehmen ein echter One-stop-shop-Mechanismus von großer Bedeutung, der die Zuständigkeit einer bestimmten Aufsichtsbehörde sicherstellt unabhängig davon, in wie vielen Mitglied s- staaten ein Service angeboten wird. Auch das umstrittene Right to be forgotten bedarf einer ausgewogenen Interessenabwägung, ebenso wie die Frage der Sanktionierung von Verstößen gegen die neue Verordnung. An diesen Schwerpunkten hat EuroISPA auch 17

18 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein 2013 weiter im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen gearbeitet. Das Inkrafttreten der neuen Verordnung wird aktuell jedoch nicht vor 2016 erwartet. rungen laut, nach denen im Rahmen der aktuellen Datenschutzreform besonders die Regelungen zum internationalen Datentransfer in neuem Licht betrachtet werden müssten. 18 Cyber-Sicherheitspaket Anfang 2013 präsentierte die EU-Kommission dem EU-Parlament erstmals ihr Cyber-Sicherheitspaket, das insbesondere den Richtlinienvorschlag zur Netz- und Informationssicherheit zum Gegenstand hat. Damit versucht die Kommission die Verpflichtungen von Anbietern nach dem Telecom Package auch auf Cloud- Anbieter, E-Commerce-Plattformen, Suchmaschinen und Soziale Netzwerke auszuweiten. Im Falle signifikanter Vorfälle im Bereich der IT-Sicherheit sollen unter anderem Berichtspflichten der betroffenen Unternehmen eingeführt werden. Urheberrecht Im März 2013 hat die EU-Kommission mit einer Konsultation zur Effizienz von Rechtsdurchsetzungsmaßnahmen bei Urheberrechtsverletzungen begonnen, an der EuroISPA sich mit einem High-Level Statement beteiligt und erneut zum Ausdruck gebracht hat, dass eine Revision der Rechtsdurchsetzungsrichtlinie IPRED nicht erforderlich ist. Diese Auffassung wurde auch in einem weiteren, gemeinsamen Statement mit der Content Coalition noch einmal unterstrichen, an der EuroISPA gemeinsam mit anderen Verbänden der Informationsund IT-Wirtschaft beteiligt ist. Ebenfalls 2013 wurde eine Kooperation mit dem US-amerikanischen IT-Verband i2coalition begründet, um den Mitgliedsverbänden und Unternehmen einen aktuellen Austausch über die netzpolitischen Entwicklungen in den USA und in Europa zu ermöglichen. In Telefonkonferenzen unterrichten sich die Verbände gegenseitig über aktuelle Entwicklungen zu den Themen Cyber Security, Datenschutz und der Rechtsdurchsetzung und Kooperation mit Strafverfolgungsbehörden. PRISM Auch die Snowden-Enthüllungen haben in diesem Zusammenhang nicht nur den Austausch mit der i2coalition geprägt, sondern im Jahr 2013 auch das Europäische Parlament beschäftigt. Im Sommer hat das Parlament sich mit PRISM und den Aktivitäten der US-Behörden auseinandergesetzt. Dabei wurden auch Forde- Auch der für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres zuständige Ausschuss im Europäischen Parlament hat sich mit PRISM beschäftigt und eine Studie in Auftrag gegeben, die das Ausmaß der Überwachungen in ausgewählten Mitgliedstaaten untersucht hat. Danach engagieren sich vier der fünf ausgewählten Mitgliedstaaten ebenfalls in vergleichbarer Form mit Massenüberwachungsprogrammen, die denen der NSA teilweise ähnlich sind. Notice & Action Als Ergebnis einer Konsultation zu Notice & Action -Maßnahmen hatte die Kommission im Jahr 2013 zunächst den Entwurf einer Richtlinie vorgeschlagen, mit der die jeweiligen Anforderungen und Verpflichtungen der Beteiligten bei Notice-and-Take-Down-Maßnahmen vor dem Hintergrund der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs konkretisiert werden sollten. Nach einer Konsultation zwischen den zuständigen Abteilungen wurde dieser Vorschlag jedoch von mehreren Direktoraten zurückgewiesen. Im Oktober hatte Kommissar Barnier schließlich endgültig entschieden, die Idee des angestrebten Richtliniengebungsprozesses auf Eis zu legen. ICANN und Internet Governance EuroISPA hat sich auch 2013 sowohl bei ICANN als auch im Rahmen der europäischen und globalen Internet Governance intensiv engagiert. Wie eco so ist auch EuroISPA Mitglied der Internet Service and Connectivity Provider Constituency (ISPCP) bei ICANN. Oliver Süme war 2013 zudem Mitglied der Cross Constituency Working Group on Internet Governance, die nach dem Montevideo-Statement der ICANN und anderer sogenannter i-star -Organisationen und zur Vorbereitung der für April 2014 angekündigten NetMundial-Konferenz in Sao Paolo eingerichtet wurde. Weitere Informationen unter:

19 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND E-Business E-Business war Hype! Das ist lange her, inzwischen zehn Jahre. Was ist aus dem einstigen Treiber der ersten Internetblase am Anfang der 2000er Jahre geworden? Wurden die Erwartungen erfüllt? eco wurde und wird geprägt von den Hypethemen des Internet und verdankt ihnen seine Entstehung, sein Wachstum an Mitgliedern und den Datendurchsatz am DE-CIX. Die Analyse der gesellschaftlichen, rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen erfolgt in Kompetenzgruppen, bei Kongressen sowie auf der politischen Bühne und trägt so zur realistischen und wirtschaftlichen Nutzung bei. Thomas von Bülow Vorstand E-Business E-Business ist ein Beispiel dafür, dass sich die Wahrnehmung verändert hat. Nach dem Domain-Hype breitete sich E-Business in der Form des berühmten Hockey-Sticks aus. Im weiteren Verlauf jedoch verhält sich ein Hype anders als im Gartner-Hype-Lebenszyklus dargestellt. Die öffentliche Wahrnehmung erfährt eine Sättigung, so dass die Hypekurve eher einer nach vorne geneigten gestreckten S-Kurve ähnelt. Danach kommt es zu einem kontinuierlichen Absinken der Aufregung. Treten im Zeitverlauf Ereignisse ein, die einen Einfluss oder einen Bezug zum Thema haben, ändert sich die Erwartungshaltung zu dem Hypethema und es gibt Ausschläge nach oben und unten. Im weiteren Verlauf pendeln sich die Hypethemen dann auf einem stabilen, mehr oder weniger hohen Niveau der Wahrnehmung ein, der ehemalige Hype wird dann von neuen Hypethemen überlagert. Dieser Verlauf von Hypes unterscheidet sich von einem Modethema, das kommt und wieder geht. Selbst wenn es im Alltag wie im Fall von E-Business für viele Nutzer noch nicht selbstverständlicher Bestandteil geworden ist. Aber die Durchdringung wächst in nachhaltigen Steigerungsraten weiter und so werden heute immer mehr vertriebliche, geschäftliche und administrative Aufgaben elektronisch abgewickelt. Ein Ende ist hier noch nicht abzusehen. Unterstützt wird die Entwicklung durch aufgeklärtere, mündigere Nutzer und Konsumenten, die sich auch mit Hilfe sozialer Plattformen informieren und artikulieren. Web 2.0 als das durch und mit den Endnutzern gestaltete Internet hat 2007 seinen Höhepunkt erreicht. Danach begann der Siegeszug des Cloud Computing, der Anfang 2011 seinen Höhepunkt erreichte. So werden heute durch die Virtualisierung digitale Techniken bereit gestellt, wo in vielen Branchen und Unter nehmen die Kompetenz sonst nicht vorhanden wäre. Cloud Computing ist in der Breite angekommen, mit vielen seiner Facetten ebenfalls kein Hypethema mehr. Big Data Analytics sind inzwischen wesentlich wichtiger geworden. Diese sind auf Cloud Computing angewiesen. Wichtig ist dabei der Zusatz Analytics, der im normalen Sprachgebrauch eher selten auftaucht. Es liegt jedoch auf der Hand, dass allein die technische Fähigkeit, eine Masse von unstrukturierten Daten zu sammeln und zu speichern, noch lange keinen Nutzen bringt. Ohne Analytics kein Big Data. Auswertungen sind eine zwingende Konsequenz. Dabei gibt es heute keine Maßstäbe und Standards, die bemessen lassen, in welcher Ausprägung auch wirklich ein Nutzwert entsteht. SSL-Verschlüsselung wird von vielen als ein probates Mittel angesehen, sich vor Übergriffen zu schützen, was nur kurz erschüttert wurde durch den Heartbleed-Zwischenfall. Es liegen keine konkreten Daten vor, inwieweit echte Zwischenfälle wegen der Lücke im Verschlüsselungs protokoll aufgetreten sind. So wächst das Vertrauen der Endkunden in die digitalen Warenwelten einschließlich der damit verbundenen technischen, finanziellen und logistischen Systeme. Der Anteil des On line-umsatzes von neun Prozent in 2013 wächst um weitere 24 Prozent. Hier sind sich das ECC und der deutsche Einzelhandel relativ einig. Das Wachstum entspricht auch den unterstützenden Technologien der Softwareservices (SaaS). Die Gewinnung und Betreuung von Kunden kann genauso reibungslos im Internet erfolgen wie die Abwicklung des Kaufprozesses und die darauf folgenden administrativen Prozesse. Die wachsende Verfügbarkeit von Schnittstellen ermöglicht eine einfachere Integration und die Einhaltung von Sicherheitsstandards reduziert die Möglichkeiten des Missbrauchs. Das trägt zu wachsendem Vertrauen in die Technologien des E-Business bei. Betrachtet man die gesamte Lieferkette, stehen wir gewissermaßen noch am Anfang. E-Business entwickelt sich mit zunehmendem Wachstum zu einem systemischen Faktor, der geeignet ist, intelligente Logistiksysteme und Verkehrsinfrastrukturen voranzutreiben. Die Politik sieht hier einen kontinuierlichen Handlungs- und Nachholbedarf bei kleinen und mittleren Unternehmen zur Rückgewinnung der ver lorenen Wettbewerbsfähigkeit im internatio nalen Umfeld. Zusammen mit EuroCloud Deutschland wird im Jahr 2014 der Fokus auf der Vertrauenswürdigkeit und Wirtschaftlichkeit von internetbasierten Nutzdiensten liegen. Technisch gesehen sind damit Sicherheit, Standards und Interoperabilität von höchster Bedeutung. 19

20 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Ein Sonntag im Juni 2013, man sitzt beim Sonntagsbrunch, freut sich des schönen Wetters. Dann klingelt das Handy: Guten Tag, warum arbeiten Sie mit der NSA zusammen? Wie bitte? Die Dokumente von Edward Snowden sagen Wer? Snowden? Kenn ich nicht. Und man fängt an zu telefonieren mehr oder weniger für zwei Wochen am Stück. So in etwa stellte sich für mich der Beginn des globalen Überwachungsskandals dar, mit Sicherheit das Thema des Jahres 2013 schlechthin. Medientermine, Politik, Ministerien, Auf sichts behörden, Bedarfsträger bis heute geben sich die unterschiedlichen Parteien die Klinke in die Hand. Klaus Landefeld Infrastruktur & Netze Vorstand Infrastruktur & Netze Vorträge, Anhörungen, die Koordination mit Mitgliedern und nicht zuletzt die Konsultation mit dem eigenen Expertennetzwerk auf sowohl der hellen als auch der dunklen Seite sind weiter auf der Tagesordnung. Es vergeht keine Woche ohne neue Enthüllungen oder Erkenntnisse. Nach aktueller Zählung wurden bis heute 185 Spähprogramme und Aktivitäten allein der NSA aufgedeckt Tendenz steigend. Dazu kommen die nun auch öffentlich gemachten Programme aus Großbritannien sowie die bekannten, jedoch in Ermangelung eines Whistleblowers weitgehend verborgenen Aktivitäten Chinas, Russlands, Israels oder auch unserer europäischen Nachbarn uns selbst eingeschlossen. Aber waren die Aktivitäten der Geheimdienste im Allgemeinen und der NSA im Speziellen wirklich überraschend? Für Experten im Grunde nicht, Whistleblower wie William Binney oder Thomas Drake haben schon seit Jahren auf die Problematik hingewiesen, konnten aber nur sehr eingeschränkt das Interesse der Öffentlichkeit wecken. Auch verfolgen alle Staaten im Grunde den gleichen Ansatz: Ob FISA, RIPA oder G10 die Regelungen sind vergleichbar. Internationaler Verkehr wird als eine Bedrohung des Staatswesens betrachtet und mit Sonderrechten intensiv überwacht, Verkehre ohne auch nur eine nationale Partei sprich Transitverkehre sind gar ohne jeden Rechtsschutz. Doch was bedeuten internationale Verkehre in einer globalisierten Welt? Was ist nationaler Verkehr? Ist ein Artikel eines meiner Staats bürger auf der Social-Network-Seite eines anderen Staatsbürgers nicht mehr schützenswert, nur weil ein ausländischer Dienstleister die Seite hostet? Und warum gibt es keine Ausnahme beispielsweise für in der EU gehostete Seiten? Derzeit stellen diese keine Ausnahme dar, international ist nicht weiter differenziert und andere EU-Länder sind nicht weniger interessiert an unseren Daten als die Geheimdienste der USA. Fakt ist: Bei abstrakter Betrachtung unterscheidet eigentlich nur das um Größenordnungen differierende Budget der Dienste deren Aktivität und setzt der ausufernden Speicherwut ihre Grenzen. Als Deutsche, sollte man meinen, haben wir unsere Lehren aus der Vergangenheit, aus Gestapo, Stasi und Co., gezogen. Unser Datenschutzniveau ist weltweit führend, die Angst vor Überwachung groß. Doch hoppla, nach Umfragen des DIVSI haben 70 Prozent der Bürger kein Problem mit der Datensammlung, ermittelt ein Generalbundesanwalt trotz mehrerer Strafanzeigen bis heute nicht in Sachen Überwachung. Reichen 25 Jahre, um zu vergessen? Wo ist er, der zornige Bürger? Politische Aktivität, Aufregung und Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gibt es vielmehr an anderer Stelle: Ein einziger Vertrauensbruch reicht aus, ein Abhören eines eigentlich natürlichen Ziels jeder Geheimdienstaktivität. Anlasslose Massenüberwachung ist anscheinend solang gerechtfertigt, bis die Daten des falschen Geräts aufgezeichnet werden. Als Industrie sind wir die Leidtragenden: Das Vertrauen der Nutzer in das Netz ist um mehr als 15 Prozentpunkte gefallen, die Bereitschaft zum Einsatz von Cloud-Diensten signifikant zurückgegangen. Bei Geschäftskunden ist die Sorge um Industriespionage bisher eher eine exotische Erscheinung in aller Munde. Neue Sicherheitskonzepte und Investitionen in die Netz sicherheit sind unabdingbar, um den Kunden zu besänftigen. 20

21 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Noch können wir nicht sehen, ob und wie sich der Skandal auf die Branche als Ganzes ausgewirkt hat einzelne Teilbereiche wie Sicherheitslösungen und nationale Angebote boomen sogar. Eine Antwort der Industrie als Ganzes, eine koordinierte Aktion zur Erhöhung der Internetsicherheit und gegen Massenüberwachung steht allerdings weiterhin aus. Aussprachen teil. Der Verordnungsentwurf kam in der letzten Legislaturperiode allerdings nicht mehr zum Abschluss. Das Thema wird im Zuge der Diskussionen zum Single-Market-Paket der EU im Jahr 2014 erneut aufgenommen und hat nicht an Aktualität verloren. Eigentlich hatte das Jahr auch ohne NSA- Skandal genug Themen zu bieten, die eine Erwähnung rechtfertigen: Netzneutralität Ausgelöst durch die Ankündigung der Deutschen Telekom AG im April 2013, ihr Vertragsmodell hinsichtlich der Breitbandzugänge zu verändern, wurde im Jahr 2013 in Deutschland eine umfassende Netzneutralitätsdebatte geführt. Im Kern steht die Kontrolle über die Zugangsnetze, die Möglichkeiten der Access- Provider zur Schaffung von Spezialdiensten als differenzierte Produkte sowie des zulässigen Traffic-Managements gegenüber der Frage, welche Maßnahmen zur Sicherstellung eines offenen Netzzugangs und dem Erhalt des Best-Effort-Internet als Erfolgsmodell notwendig sind. Auf Initiative des BMWi wurde in Folge ein Verordnungsentwurf erarbeitet, welcher die Netzneutralität in Deutschland einheitlich regeln sollte. eco kommentierte den Entwurf und nahm an den folgenden Anhörungen und Datenschutz Im Zuge der Überwachungsaffäre erfuhren die Nutzerdatensammlungen der Anbieter die wirtschaftliche Grundlage vieler populärer Dienste eine bisher unerreichte Aufmerksamkeit. Big Data der Aufbau und die Vernetzung vieler Datenquellen miteinander ist in aller Munde, wurde allerdings zu Unrecht in Interviews und Podiumsdiskussionen synonym zur Überwachung verwendet. Gut ist, dass auf diese Weise den Bestrebungen um die geplante EU-Datenschutz-Grundverordnung neue Aufmerksamkeit zuteil wurde, welche in der Vergangenheit nicht erreicht werden konnte. Die Schaffung einer einheitlichen Regelung im Binnenmarkt der EU ist wichtig und notwendig, um Anbietern und Nutzern zugleich endlich Rechts- und Planungssicherheit zu geben. Das Thema Datenschutz begleitet uns auch im Jahr 2014, wo es durch die Entscheidung des EuGH zum Standortprinzip neue Aktualität erlangt. Vernetzter Kontinent das Telecommunications Single Market Package (SMP) Im September 2013 wurde durch die EU-Kommission das Vernetzter Kontinent -Paket gestartet, das als Initiative der EU-Kommission einen einheitlichen, EU-weiten Binnenmarkt für Telekommunikation schaffen soll. Die erklärten Ziele der Kommission in diesem als ambitioniertesten Vorhaben in 26 Jahren Marktreform bezeichneten Paket, das alle Marktteilnehmer trifft, sind dabei EU-weite Mobilfunkdienste ohne Roaminggebühren, einfachere Regeln, um Firmen Sicherheit für größere Investitionen zu geben und ein Wachstum über Grenzen hinweg zu erleichtern, EU-weiter Schutz von Netzneutralität sowie die Abschaffung von Preisaufschlägen für Auslandsgespräche innerhalb Europas. Diese Ziele sollen durch eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen erreicht werden. Nach Meinung der Kommission ist es ein Problem, dass trotz mehrerer Reformwellen in der EU die Art und Weise, wie Telekommunikationsdienste in der Europäischen Union bereitgestellt werden, weiterhin immer noch an mehr oder weniger 28 nationalen Märkten orientiert ist. Kein einziges Telekommunikationsunternehmen ist in der gesamten EU vertreten und sowohl die Betreiber als auch die Verbraucher stehen unterschiedlichen Preisen und Vorschriften gegenüber. Dies soll mit dem vorgelegten EU-Regulierungspaket Vernetzter Kontinent erreicht werden. 21

22 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein dürfen, sowie die Gewährleistung eines wirklich gleichwertigen Netzzugangs für alle Zu gangs interessenten dienen. Bei vor liegendem Wettbewerb und Einhaltung des Nichtdiskriminierungsgebots sollen die Preise für den Vorleistungszugang zu Breitband netzen der nächsten Generation nicht mehr der Regulierung unterliegen. Die wichtigsten Elemente des Pakets sind: Vereinfachung der EU-Regeln für Telekommunikationsbetreiber wie beispielsweise eine einzige Genehmigung (statt 28) für die Tätigkeit in allen 28 Mitgliedsstaaten, ein anspruchsvoller Schwellenwert für die Regulierung von Telekommunikationsteilmärkten und eine weitere Harmonisierung der Art und Weise, wie Betreiber Zugänge zu Netzen anderer Unternehmen mieten können. Roamingaufschläge innerhalb der EU sollen verboten werden. Entweder sollen unionsweit geltende Telefontarife oder die Wahl eines anderen Roaminganbieters ermöglicht werden. Keine Auslandsaufschläge für Anrufe innerhalb Europas, EU-weit sollten die Preise von Inlandsgesprächen gelten. Für Mobilfunkgespräche innerhalb der Union ist ein Maximalpreis von 19 ct/min vorgesehen. Gesetzlicher Schutz für das offene Internet (Netzneutralität), das Blockieren und Drosseln von Internetinhalten soll verboten werden. Unternehmen können weiterhin Spezialdienste mit zugesicherter Dienst qualität anbieten, solange dadurch die den anderen Kunden zugesagten Internetgeschwindigkeiten nicht eingeschränkt werden. Neue europaweit harmonisierte Verbraucherrechte wie das Recht auf klar formulierte Verträge mit besser vergleichbaren Angaben, erweiterte Rechte in Bezug auf den Anbieter- oder Vertragswechsel, Anspruch auf Bild: Xtock einen Zwölfmonatsvertrag, ein Kündigungsrecht, falls die zugesagten Internetgeschwindigkeiten nicht eingehalten werden, sowie das Recht auf Weiterleitung der s an eine neue -Adresse nach einem Anbieterwechsel. Koordinierte Zuweisung von Frequenzen mit dem Ziel, verstärkt Zugang zu Mobilfunknetzen der vierten Generation und Wi-Fi zu ermöglichen. Die Rechtssicherheit für Investoren soll verbessert werden, um ihnen Anreize für verstärkte Investitionen zu geben und Unterschiede in der Regulierung zu verringern. Hierzu sollen eine Harmonisierung und Stabilisierung der Kosten, die etablierte Betreiber für den Zugang zu ihren herkömmlichen Kupferleitungsnetzen verlangen Die Vorschläge der Kommission wurden im Nachgang teils heftig kritisiert. Es wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass diese bei Umsetzung insbesondere für europaweit tätige Großunternehmen von Vorteil sind. Für die Internetwirtschaft sind insbesondere die Regeln zur Netzneutralität sowie die Regelungen zu Vorleistungsprodukten und dem EUweiten Breitbandzugang relevant, auch die Neuregelung der Verbraucherrechte wäre unmittelbar umzusetzen. eco hat die Konsultation zum SMP sowohl national als auch international begleitet und nimmt an der Meinungsbildung aktiv teil. Im April 2014 erfolgte ein Beschluss durch das EU-Parlament, welches umfangreiche Änderungen am Text der Kommission verlangt, eine Stellungnahme des Rates steht weiter aus. Vectoring, Breitband und Netzzugang Der Antrag der Deutschen Telekom AG vom Januar 2013 auf Einführung des neuen Verfahrens Vectoring an den Kabelverzweigern (KVz) des Unternehmens wurde im Laufe des 22

23 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND ersten Quartals des Jahres 2013 durch die Bundesnetzagentur bewertet. Entsprechende schriftliche sowie mündliche Anhörungen wurden durchgeführt. Nach Veröffentlichung eines ersten Entwurfs im April 2013 erging im Mai 2013 eine erste Entscheidung, welche nach Stellungnahme durch die EU im August 2013 wirksam wurde. Diese hatte weitreichende Implikationen für den Breitbandausbau in Deutschland zur Folge. Die Einführung der Vectoring-Technologie wurde dabei unter Auflagen genehmigt, wobei der Zugang zu den Kabelverzweigern des Unternehmens für Wettbewerber grundsätzlich weiterhin zu gewähren ist. Die weiteren Rahmenbedingungen für den Einsatz der Vectoring-Technologie im Netz der Telekom Deutschland GmbH wurden erst nach einer weiteren Verfahrensrunde Anfang 2014 konkretisiert, unter anderem waren die Muster verträge und Standardangebote, in denen die technischen, betrieblichen und rechtlichen Details des tatsächlichen Einsatzes von Vectoring geregelt werden, entsprechend anzupassen und der Bundesnetzagentur zur Prüfung vorzulegen. Von besonderem Interesse waren dabei die Details der Kündigungsregeln beziehungsweise der Verwehrung eines Zugangs für Wettbewerber, der neue KVz-Bitstream sowie die Einführung der sogenannten Vectoring-Liste, die die Ausbauplanung des jeweils nächsten Jahres zwischen den Marktteilnehmern regelt und Ende Juli 2014 in Betrieb gehen soll. Ob und inwieweit die durch mehrere Markteilnehmer angekündigten Investitionsprogramme zur systematischen Einführung von Vectoring im Anschlussnetz eine echte Chance für den Breitbandausbau beziehungsweise für die über DSL erreichten Haushalte darstellt und welchen Beitrag sie zur tatsächlichen Breitbandverfügbarkeit zu leisten vermögen, bleibt nun abzuwarten eine erste Indikation wird sich nach einer Auswertung der ersten Version der Vectoring-Liste im August 2014 ergeben. Sicher ist derzeit nur, dass sich die verfügbare Bandbreite auf den Anschlussleitungen in den Ausbaugebieten deutlich erhöhen wird. Ein Konzept zur wirklich flächendeckenden Verfügbarkeit hochleistungsfähiger Breitbandanschlüsse bietet die Vectoring-Technologie jedoch nicht. DE-CIX International AG und Töchter Zur stringenten Umsetzung der internationalen Aktivitäten im Bereich DE-CIX, welche seit längerem mit Beratungsaufträgen und dem Betrieb des UAE-IX existieren, wurde eine geeignete Plattform gesucht und mit der Gründung der DE-CIX International AG als 100-prozentige Tochter des eco im Juni 2013 geschaffen. Erklärtes Ziel ist es, alle internationalen Aktivitäten des DE-CIX unter einem Dach zu führen, ohne den Betrieb der deutschen Austauschpunkte, die in sich eine kritische Infrastruktur darstellen, operativ oder wirtschaftlich zu gefährden. Neben Dubai konnte so noch 2013 mit New York ein zweiter internationaler Standort im Portfolio des DE-CIX geschaffen werden. Gespräche über den Aufbau weiterer Austauschpunkte auf mehreren Kontinenten werden derzeit geführt, zudem konnten einige Beratungsprojekte gewonnen werden. Weitere Details sind im DE-CIX-Sonderbericht der Geschäftsführung nachzulesen. Zu den Aktivitäten der relevanten Kompetenzgruppen des Vorstandsbereichs wie Datacenter, , IPTV, VoIP, IPv6, Names & Numbers Forum oder Security finden Sie die Informationen wie immer in den Berichten der einzelnen Kompetenzgruppen. 23

24 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Online Services / Cloud Computing Im Jahr eins nach den ersten Enthüllungen rund um NSA & Co. gibt es wohl niemanden, der sich über den Schutz seiner Daten keine näheren Gedanken gemacht hat. Naturgemäß hat die Internetbranche diese Causa im vergangenen Jahr ganz besonders beschäftigt. Hier galt es vor allem, verlorenes Vertrauen in Online-Dienste wiederherzustellen. Das ist nicht nur für die Internetwirtschaft als solche wichtig, sondern auch für die zahlreichen Industriezweige, die vor einer eruptiven Verschiebung ihres Geschäfts modells hin zu Online Services stehen. Felix Höger Vorstand Online Services/Cloud Computing Erdbeben im Softwaremarkt So betrifft es etwa die Softwareindustrie. Bislang verlief der Markt für Anwendungen in geordneten Bahnen. Es gab zahlreiche Entwicklungshäuser und Softwareverlage. Allein in Deutschland beziffern Marktbeobachter die Anzahl der unabhängigen Softwareentwicklungshäuser auf mehrere tausend. Sie alle haben beziehungsweise hatten eines gemeinsam: Ihre Anwendungen wurden per Lizenz erworben, Patches und Updates gab es umsonst, größere Upgrades zu neuen Versionsnummern mussten bezahlt werden. Das lief jahrzehntelang gut. Sowohl Privatanwender als auch Unternehmen betrieben ihre Anwendungen überwiegend On-Premise, also als Vor-Ort- Installation. Heutzutage möchte niemand mehr oder nur noch in ganz speziellen Fällen, dass seine Anwendungen und somit auch seine geschäftskritischen Daten ausschließlich vor Ort verfügbar sind. Laptop, Smartphone und die Überall-Zugänglichkeit von Informationen haben uns vergessen lassen, dass das Nicht- Online-Zeit alter gar nicht so lange her ist. Selbst die großen ERP-Anbieter hatten bis vor wenigen Jahren keine brauchbaren Apps, mit denen beispielsweise Vertriebsmitarbeiter von unterwegs aus einen Eintrag im System vornehmen konnten. Alles musste anschließend manuell übertragen werden. Heute ist das undenkbar. So hat sich die Überall-Verfügbarkeit von Anwendungen mittlerweile in einigen Bereichen durchgesetzt, in vielen aber noch immer nicht. Zwar gibt es Übergangstechnologien, die beispielsweise die IT-Arbeitsplatzumgebung cloudisieren, sprich ins Netz bringen, und damit von überall aus zugänglich machen. Doch den echten Schritt hin zu nativen Internet anwendungen sind viele Softwarehäuser noch nicht gegangen. Und ein genauer Blick auf den Markt offenbart: Zu viele sind ihn noch nicht gegangen. Leuchtendes Negativbeispiel ist der Softwareverlag DATA BECKER. Ließ sich über die Qualität der Anwendungen streiten, galt er doch jahrzehntelang als einer der großen Softwareverlage in Deutschland. Anfang 2014 machte er seine Pforten dicht. Das Problem: Dem Verlag gelang der Schritt in die Online-Ära nicht oder vielmehr hat er ihn nie richtig probiert. Veränderung ist ein Muss Die vergangenen Wirtschafts jahrzehnte zeigen das grundsätzliche Problem von Industrie zweigen auf, die Veränder ungen skeptisch gegenüberstehen oder sie gar nicht erst zulassen: Sie sterben aus. Und die zunehmende Beschleunigung hin zu einer Welt, in der Services ohne Internet nicht länger zeitgemäß sind, verdeutlicht diese Tatsache. Blockbuster Entertainment, einst eine der größten Videoverleihketten der USA mit mehr als Mitarbeitern und über Ladengeschäften in seinen Hoch-Zeiten, schloss im Januar 2014 seinen letzten Store. Und die mehr als sechs Milliarden US-Dollar Umsatz? Die sind ins Netz gewandert, hin zu Firmen, die entweder den Schwenk ins Internetzeitalter rechtzeitig geschafft haben oder diesen von vornherein konsequent gegangen sind. Internet killed the Video Store titelte ein amerikanisches Blog treffend, in Anlehnung an den bekannten Songtitel Video Killed the Radio Star aus den 1970ern, der dem Niedergang des Radios zugunsten des Bewegtbildes gewidmet ist. Dass es zu dieser Prophezeiung bis heute nicht kam, ist unter anderem dem Netz zu verdanken, denn die Ausweitung des Übertragungsmediums vom terrestrischen Empfang hin zum Internet-Streaming oder zu neuen Medientransportformen wie Podcasts hat vielen Radiostationen neuen Auftrieb verliehen.

25 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Ebenso bahnen sich im Softwaremarkt große Veränderungen und eine Verschiebung hin zu neuen Darreichungsformen an, bedingt durch die verstärkte Nachfrage nach Online Services. Hinter diesen Marktveränderungen verbergen sich ohne Zweifel große Herausforderungen. Und für einen Industriezweig wie den Software markt dürfte es nicht ganz einfach werden, jahrzehntelang gut funktionierende Strukturen abzulegen. Aber es verbergen sich auch große Chancen hinter dieser Entwicklung, denn die Anwender sind schon jetzt mehr als bereit: Bei einer Firmenneugründung, egal in welcher Branche, suchen die Verantwortlichen zunächst nach Lösungen, die sich online nutzen lassen. Und kaum ein Softwarehaus würde heute an den Start gehen, ohne auf das Netz als Nutzungs- und Verbreitungsmodell zu setzen. PaaS als Schlüssel zur Online-Welt Doch was bedeutet diese Entwicklung für die zahlreichen existierenden Softwarehäuser? Sie stehen jetzt in der Pflicht falls bislang noch nicht geschehen, damit anzufangen, in einer Online-Welt zu denken. Der Druck ist enorm, da er existenzieller Natur ist. Die gute Nachricht: Wie auch beim Radio gibt es Technologien, die einen reibungslosen Transfer weg vom althergebrachten Bezugsmodell hin zu Online- Diensten ermöglichen. Platform as a Service, kurz PaaS, ist derzeit in diesem Zusammenhang in aller Munde. Fristeten sowohl der Begriff als auch die Technologie in den vergangenen Jahren eher ein Schattendasein, erblühte sie jüngst innerhalb kürzester Zeit zu einer nie dagewesenen Akzeptanz. Entwicklungshäuser nutzen sie, um ihre bestehenden Anwendungen ins Netz zu bringen oder sie für das Netz neu zu entwickeln. Best Practices sind gefragt Damit dieser Schritt in die Cloud-Anwendungsära gelingt, sind jedoch nicht nur die Softwarehäuser in der Pflicht, denn der Schwenk hin zu einer Online-Welt ist nicht allein technischer Natur. Er stellt das gesamte Bezugsund Betriebsmodell von Softwarelösungen auf den Kopf. Gefragt sind also auch die Anbieter der Technologie, die den Softwarehäusern mit geeigneten Konzepten und Best Practices zur Seite stehen sollten, denn die Provider verfügen in vielen Fällen über jahrelange Erfahrung mit der Verbreitung und dem Betrieb von Online-Diensten. So sind sie beispielsweise geübt in der Ausarbeitung von Leistungsbeschreibungen für Online-Dienste oder können bei der Anpassung der Abrechnungsmodelle unterstützen. Gleiches gilt für Supportdienstleistungen, die sich in der Online-Ära in Teilen grundlegend von der lokalen On-Premise-Welt unterscheiden. Dass dieser Transfer der zahlreichen alteingesessenen Anwendungen dringend nötig ist, zeigt der Blick auf die IT-Realität der unzähligen mittelständischen und größeren Unternehmen in Deutschland. Im Durchschnitt verfügen sie über eine Anwendungslandschaft von 150 (!) Applikationen, oft sind es mehr. Und die meisten davon warten noch darauf, cloudisiert zu werden. Sollte dieser Transfer gelingen, wäre er modelltypisch für die rasante Entwicklung, mit der uns Online Services einholen: Bestehende Industrien dürfen nicht im Regen stehen gelassen werden. Im Gegenteil: Ihnen muss konsequent unter die Arme gegriffen werden, damit sie nicht zu den Verlierern, sondern zu Gewinnern des Internetzeitalters werden. Innovationsgeist für die Cloud Apropos rasante Entwicklung : Die EuroCloud Deutschland Awards 2014, die im Rahmen der EuroCloud Conference vergeben wurden, offen barten erneut eindrücklich den Innovationsgeist hiesiger Unternehmen rund um die Cloud. Ihnen gemeinsam war das besondere Augenmerk auf die Themen Datenschutz und Datensicherheit. Es erweckte den Anschein, als ob sich die Internetbranche nicht hinter den Snowden schen Enthüllungen versteckt, sondern die Wünsche und Ängste der Nutzer rund um Sicherheitsfragen proaktiv aufgreift. Und das kommt letztlich jedem zugute, sowohl den Anbietern als auch den Anwendern von Online Services, denn eines steht fest: Der neuen Online-Welt, die derzeit entsteht, sollte sich über kurz oder lang niemand entziehen. Vielmehr gilt es, gemeinsam an Lösungskonzepten zu arbeiten und so den Nährboden für neue Geschäftsmodelle oder gänzlich neue Indus trie zweige zu legen. 25

26 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Roland Broch Gesamtkoordination Datacenter Expert Group Monika Graß Leitung ecotrialog 4.2 Berichte aus den Kompetenzgruppen Datacenter Expert Group Auf dem Weg zur europäischen Datacenter-Community Auch im ab gelaufenen Jahr 2013 konnte die eco Datacenter Expert Group wieder auf eine große Anzahl von Meetings, Workshops, Event- Kooperationen sowie Messe- und Kongress beteiligungen zurückblicken. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ecotrialog wurden insgesamt sieben Meetings in Rellingen, Hamburg, München, Kayl/Betzdorf (Luxemburg), Meiningen, Ahrensburg und Nürnberg erfolgreich durchgeführt. Knapp 290 RZ-/IT-Experten aus den Regionen DACH, BENELUX sowie aus Frankreich, Irland und Island nahmen an diesem Erfahrungsaustausch auf Augen höhe teil. Die insgesamt 68 Beiträge der Referenten wurden durch viele Live-Demonstrationen sowie Führungen durch die Unternehmen der Gast geber bereichert. Neben den ecotrialogen organisierte die Datacenter Expert Group 2013 vier Workshops in Hamburg, Frankfurt, Köln und München. 69 Seminarteilnehmer hatten so die Gelegenheit, sich zu den Themen RZ-Planung, Unternehmenskommunikation sowie IT-Risiko- Management weiterzubilden. Ergänzend zu den regulären Meetings und Workshops konnten im vergangenen Jahr unter dem Motto Datacenter Revolution wieder erfolgreich sechs LocalTalk-Termine in Düsseldorf, Nürnberg, Frankfurt (2 x), Köln und München angeboten werden. Zu den Gesprächsrunden mit 25 Diskussionsbeiträgen reisten deutschlandweit etwa 430 Teilnehmer an. Das Themenspektrum umfasste Aspekte des RZ-Betriebs, der Um- und Neubauplanung und der Prozessoptimierung sowie den Einsatz von Infrastrukturkomponenten wie zum Beispiel Klima-, Netz- und Stromversorgung. Drei Roadshow-Termine von Kooperationspartnern wurden durch Moderatoren der Data center Expert Group in den Räumen der eco Geschäftsstellen in Frankfurt (2 x) und Köln begleitet. 68 Teilnehmer konnten zu diesen Veranstaltungen durch die Verbandsmitarbeiter begrüßt werden. 26

27 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Dr. Béla Waldhauser Leitung Datacenter Infrastruktur Marc Wilkens Leitung Nachhaltiges IT-Management Robert Ambros, DIM GmbH, sowie Guntram Geiger, GEIGER Maximizing Net-Solutions GmbH. Der Datacenter Expert Know-how- Transfer genannte Ansatz beinhaltete sowohl interaktive als auch spontane Methoden, um den Teilnehmern den aktuellen Stand der Technik sowie kommende Trends anschaulich näherzubringen. Darüber hinaus stand das Team der Datacenter Expert Group auf drei Messen und Konferenzen den Besuchern mit seiner fachlichen Kompetenz zur Verfügung. Auf den WorldHostingDays in Rust, der DATACENTRES EUROPE in Nizza sowie der it-sa in Nürnberg konnte man Verbandsvertreter am eco Messestand antreffen. Für das größtenteils ehrenamtliche Engagement sprechen wir allen Referenten und Kooperationspartnern, die uns durch ihre aktive Mitarbeit nachhaltig unterstützt haben, nochmals einen herzlichen Dank aus! Erstes Quartal 2013 Den Auftakt des Jahres 2013 bildete der eco- Trialog #4 am 13. Februar 2013 in Rellingen bei Hamburg. Unter dem Motto Lassen sich mit DCIM Brücken bauen? begrüßte Gastgeber Holger Streland, EMERSON Network Power, 48 RZ- und IT-Experten. Moderiert von Monika Graß, präsentierten zwölf Hersteller und Anwender ihre DCIM-Lösungen: Marcus Bärenfänger, arvato Systems GmbH, Jörg Bujotzek, amendos gmbh, Wolfgang Goretzki, EMERSON Network Power, Klaus Landl, ABB AG, Dirk Kludzeweit, CA Technologies, Hayo Volker Hasenfus, Panduit EEIG, Ralf Ploenes, Raritan Deutschland GmbH, Andreas Gebhard, Schneider Electric GmbH, Walter Krämer, speedikon FM AG, Matthias Schulze, TKM GmbH, Ralph Siegmund, Tyco Electronics, sowie Michael Scholz, Zetema GmbH. Am 14. Februar 2013 nahmen im Düsseldorfer Medienhafen 74 Teilnehmer am ersten von insgesamt sechs LocalTalk-Terminen teil. Seit 1999 veranstaltet eco regelmäßig LocalTalks, um aktuelle Themen aus der Internetbranche auf regionaler Ebene voranzutreiben. Unter dem Motto Zukunftssicher Planen, Steuern und Überwachen begrüßte Moderator Roland Broch, eco e. V., die drei Infrastrukturexperten Ralf Ploenes, Raritan Deutschland GmbH, Oliver Rohner, Daxten GmbH, sowie Markus Schäfer, prorz Rechenzentrumsbau GmbH, auf dem Podium. Quo vadis Rechenzentrum? hieß es dann am 21. Februar 2013 in Hamburg. Gastgeber Achim Pfleiderer, Stulz GmbH, begrüßte die 21 Teilnehmer des Tages-Workshops unter Leitung des Referententrios Gerhard Leo Büttner und Am 28. Februar 2013 trafen sich 25 IT-Experten zum Seminar IT Risiko-Management im DE-CIX Meeting Center Frankfurt. Unter der Leitung von Roland Broch, eco e. V., informierten Tobias L. Emden, digicure, Wolfram W. Heisen, Heisen Projekt & Prozess Management, Robert Neitzel, EDV-Sachverständiger, Silvia Spielmann, kraftwerk 3 IT GmbH, sowie Konrad Krug, Versicherungsberatung Krug GmbH, über die Erkennung, Bewertung, Vermeidung, Vernichtung und das Versichern von Risiken im RZ-Umfeld. Datacenter Revolution Connecting the World hieß es dann am 14. März 2013 in Nürnberg. Den abendlichen LocalTalk im Rechenzentrum des Gastgebers, der noris network AG aus Nürnberg, besuchten 54 RZ- Spezialisten. Unter der Leitung von Roland Broch, eco e. V., diskutierten auf dem Podium: Joachim Astel, noris network AG, Dr. Gerald Berg, Rosenberger-OSI GmbH & Co. OHG, sowie Klaus Clasen, NTC Notstromtechnik- Clasen GmbH. 27

28 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Vom 19. bis 21. März 2013 hatten die Kongressteilnehmer der WorldHostingDays wieder die Gelegenheit, am eco Stand mit Verbandsmitarbeitern und Kompetenz gruppenleitern ins Gespräch zu kommen. eco war bereits zum vierten Mal aktiv als Aussteller auf dem aus Messe, Kongress und Social- Networking-Elementen bestehenden Event vertreten. Für die Datacenter Expert Group waren im Europa-Park Rust unter anderem vor Ort: Dr. Béla Waldhauser und Monika Graß. Zweites Quartal 2013 Auf dem eco Jahreskongress am 17. April 2013 im RheinEnergieStadion in Köln diskutierte Kompetenzgruppenleiter Dr. Béla Waldhauser mit Michael Frey, Frey International Business Consulting, Holger Düwiger, Neofonie GmbH, sowie Christoph Lannert, TeliaSonera und Michael Melcher, BCC Business Communication Company GmbH, über Big Data und die Auswirk ungen auf die RZ-Branche. Unter dem Tagungsmotto Zeit für Visionäre gaben Topredner und Spezialisten fundierte Einblicke in die Zukunft des Internet aus verschiedenen Blickwinkeln. Die erste Staffel der LocalTalk-Reihe Datacenter Revolution endete am 25. April 2013 im DE-CIX Meeting Center Frankfurt. 88 Gäste waren angereist, um unter der Leitung von Roland Broch, eco e. V., die Podiumsdiskussion zum RZ-Standort Frankfurt zu verfolgen. Auf der Bühne standen: Norbert Keil, Schneider Electric GmbH, Volker Ludwig, Interxion Deutschland GmbH, sowie Herke Plantenga, LeaseWeb Deutschland GmbH. Man kann nicht nicht kommunizieren! Dies war die Quintessenz des Workshops Unternehmenskommunikation für IT-Unternehmen am 14. Mai 2013 in den Räumen der Kölner eco Geschäftsstelle. Gabriele Collier, Geschäftsführerin der Hansen Kommunikation Collier GmbH, begrüßte neun Marketing- und Kommunikationsexperten aus verschiedenen Mitgliedsunternehmen. Anhand anschaulicher Praxisbeispiele erläuterte sie unterschiedliche Konzepte der Markenbildung sowie die damit verbundenen Kommunikationsansätze und -erfordernisse bezogen auf die IT-Branche. Vom 29. bis 30. Mai 2013 standen Vertreter der Datacenter Expert Group auf der DATA- CENTRES EUROPE 2013 in Nizza den 900 Datacenter-Experten aus 30 Ländern als kompetente Ansprechpartner am eco Stand für Fragen rund um die Verbandsaktivitäten zur Verfügung. Europas globales IT-Infrastruktur-Forum war dieses Jahr den vertikalen IT- Märkten gewidmet. Thorsten Kraft, eco e. V., stellte das Advanced Cyber Defence Centre des Verbands in den begleitenden Workshop- Sessions vor. Am 5. Juni 2013 beschritt der ecotrialog #5 neue Wege bei der Energieversorgung. Unter dem Motto Trampelpfade diskutierten die 39 Energieexperten in der Hamburger Speicherstadt mit Gastgeber Norton Rose Fulbright. Moderiert von Monika Graß, stellten Dr. Fleming Moos und Susanne Forysch, Norton Rose Fulbright, Rudolf Siebert, e- shelter facility services GmbH, Andreas Ganz, ABB AG, Lars Halfter, Next Kraftwerke GmbH, Lars Frahm, N2telligence GmbH, Dr. Peter Koch, EMERSON Network Power, sowie Martin Weber, Prior1 GmbH, 28

29 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND ihre Ansätze zur alter nativen Energieversorgung vor. Das Tagesseminar Quo vadis Rechenzentrum? bot am 11. Juni 2013 in München 14 Teilnehmern die Gelegenheit, sich im Bezug auf RZ- Neu- und -Umbauplanung auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Nach der Begrüßung durch Gastgeber Christian Dupier, WAG- NER Group, teilten Gerhard Leo Büttner, Robert Ambros und Guntram Geiger wieder ihr Wissen mit den angereisten RZ- und Facility-Managern. Beendet wurde der ganztägige Knowhow-Transfer mit einer Zusammenfassung der Themen unter dem Titel Betriebsführung, -überwachung und RZ-Management. Am 12. Juni 2013 stellten elf Münchener Colocation-Betreiber auf dem ecotrialog #6 ihre Services vor. Die Gastgeber Rüdiger Gilbert, Andreas Gebhard sowie Michael Chrustowicz, Schneider Electric GmbH, begrüßten die 53 Teilnehmer und informierten über den aktuellen Stand von Datacenter Infrastructure Management. Moderiert von Monika Graß, präsentierten Wendelin Meyer-Mölck, e-shelter facility services GmbH, Andreas Röde, M-net Tele kommunikations GmbH, Florian Lihl, INGA- TE GmbH, Ingo Kraupa, noris network AG, Timo Brüggemann, Equinix (Germany) GmbH, Martin Langnickel, Deutsche Telekom Group, Wolfgang Kaufmann, QSC AG, Stefan Hofmeir, Hofmeir Media GmbH, Jürgen Scherl, eunetworks GmbH, Alex Mirsky, MIVITEC GmbH, sowie Gerald Nowitzky, IGN GmbH, ihr Lösungsportfolio für den Münchener Colocation-Markt. Am 27. Juni 2013 gratulierte Laudator Dr. Béla Waldhauser, Leiter der Kompetenzgruppe Datacenter Infrastruktur, anlässlich der eco Internet Awards 2013 den Gewinnern der Kategorie Carrier, Hartmut Müller-Leitloff und Oliver Suhai, ADVA Optical Networking, zu ihrer Lösung ADVA 100G Metro. Der Preis der deutschen Internetwirtschaft wurde zum mittlerweile 13. Mal im Rahmen der feierlichen Gala im KölnSKY überreicht. Nahezu 400 Gäste waren vor Ort, um sich von den visionären Ideen inspirieren zu lassen und wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen. Drittes Quartal Stunden in Luxemburg war das Motto des siebten ecotrialogs. 34 IT-Entscheider aus sechs Ländern starteten am 11. Juli 2013 bei sommerlichen Temperaturen zu einer IT-Rallye von Kayl über Grevenmacher nach Betzdorf. Gastgeber Alexander Duwaerts, ebrc, begrüßte die aus Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Deutschland, Österreich und Irland angereisten Teilnehmer. Monika Graß moderierte die zweitägige Veranstaltung mit Führung durch die ebrc-rechenzentren und Besichtigung des Satelliten-Betreibers SES Astra. Es präsentierten: Roland Broch, eco e. V., Thomas Pietsch, Yapital Financal AG, Nadia van Kersschaver, Anixter Benelux, Chris Putman, CommScope Belgium, Jean-Paul Hoffmann und Frédérick Tourret, Société Européenne des Satellites (SES). Am 29. August 2013 war die eco Datacenter Expert Group Gastgeber der Roadshow-Reihe Das sichere Rechenzentrum. 35 RZ-Experten informierten sich in den Räumen des DE-CIX Meeting Centers in Frankfurt über verschiedenste Infrastrukturlösungen. Moderiert von Roland Broch, eco e. V., gab Veranstalter Thomas Fritz, Kentix GmbH, einen Überblick 29

30 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein über alle sicherheitsrelevanten Bereiche im RZ. Unterstützt wurde er hierbei von: Thomas Zimmermann, KABA AG, Torsten Mölders, AXIS Communications AB, sowie René Sommer, TeliaSonera AB. Wir beleuchten das Internet hieß es am 17. September 2013 auf dem ecotrialog #8. Die Gastgeber Dieter Will und Hartmut Müller- Leitloff, ADVA Optical Networking SE, konnten am Produktionsstandort im thüringischen Meiningen den 36 Teilnehmern hochmoderne Glasfaser-Technologie zum Anfassen bieten. Moderiert von Monika Graß, präsentierten Christian Illmer, ADVA Optical Networking SE, sowie André Track, AXIANS Networks & Solutions GmbH, ihre Ideen. Im Anschluss an die Werksbesichtigung ließen sich beim abendlichen VIP- Dinner auf Schloss Landsberg neue Kontakte knüpfen und offengebliebene Fragen klären. Viertes Quartal 2013 Kompetenzgruppenleiter Dr. Béla Waldhauser moderierte am 17. Oktober 2013 den LocalTalk Datacenter Revolution in der Frankfurter Commerzbank-Arena. Mit ihm diskutierten Nicole Lackmann, Bilfinger HSG Facility Management GmbH, Alexander Hauser, e3 Computing GmbH, sowie Klaus Clasen, NTC Notstromtechnik- Clasen GmbH, auf dem Podium aktuelle Themen zur RZ-Planung, Stromversorgung sowie den Einsatz alternativer Energien für die RZ- Branche. 76 Teilnehmer folgten dem Verlauf der Diskussion. Services für Service Provider lautete der Titel einer dreiteiligen Roadshow-Reihe, die eco zusammen mit CA Technologies am 13. Novem ber 2013 im DE-CIX Meeting Center in Frankfurt startete. Moderiert von Monika Graß, informierten Hans-Peter Müller und Andreas Schessner, CA Technologies, sowie Bernhard Bock, MAXXYS AG, die 13 angereisten IT-Experten über Optimierungspotenziale und Lösungsstrategien in den Bereichen Public Cloud Services, Backup, Recovery, Replication bis hin zum Monitoring und Service Desk. Hochverfügbarkeit und Datensicherheit standen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion des LocalTalk Datacenter Revolution am 14. November 2013 in Köln. Gastgeber Alexander Mehler, NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbh, begrüßte die 86 angereisten Datacenter-Experten. Unter Leitung von Roland Broch, eco e. V., diskutierten Ivan Andric, NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbh, Stephan Sachweh, Pallas GmbH, sowie Prof. Dr. Matthias Groß, INSIGMA IT Engineering GmbH, auf dem Podium. Für 30 registrierte Gäste bestand die exklusive Gelegenheit, eines der Kölner Rechenzentren des ISPs zu besichtigen. Blackout! ist nicht nur der Titel eines erfolgreichen Romans des Bestseller-Autors Marc Elsberg, sondern war auch das Motto des ecotrialog #9 am 21. November 2013 in Ahrensburg bei Hamburg. Gastgeber Klaus Clasen konnte 55 Teilnehmer zu einer energiegeladenen Veranstaltung begrüßen. Moderiert von Monika Graß, informierten neun Notstrom experten über den aktuellen Stand der Technik: Torsten Ped, NTC Notstromtechnik- Clasen GmbH, Bernd Dürr, Fachbuchautor und RZ-Berater, Ralf Enderlin, EATON Electric GmbH, Roland Henkel, Piller Germany GmbH & Co. KG, Michael Schumacher, Schneider Electric GmbH, Steffen Breiter, SOCOMEC UPS GmbH, Guido Beimann, EURO-DIESEL GmbH, 30

31 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Torsten Kratz, Newave USV Systeme GmbH, sowie Benno Prahl, EMERSON Network Power. Der Höhepunkt des neunten ecotrialogs war die Abschluss-Keynote des Bestseller-Autors Marc Elsberg. Der zweite Termin der Roadshow-Reihe Services für Service Provider fand am 26. November 2013 in der Kölner eco Geschäftsstelle statt. Die 20 Teilnehmer folgten der Moderation von Monika Graß sowie den Ausführungen von Hans-Peter Müller und Thomas Rode, CA Technologies. Frank Müller, AXSOS AG, und Dr. Josef Schneider, fusionpoint GmbH, zeigten aus Anwendersicht, dass SLA-Management mehr ist, als nur Berichte verschicken. Roland Broch, eco e. V., informierte die Teilnehmer über aktuelle Zahlen zur deutschen Internetwirtschaft. Wie und wo im Rechenzentrum wird klimatisiert? Dies war die Fragestellung beim letzten LocalTalk Datacenter Revolution des Jahres Am 4. Dezember 2013 nutzten 49 RZ- Experten in der Sportsbar B7 Lounge des Hacker Pschorr Bräuhauses in München die Gelegenheit, ihre Fragen direkt mit den Experten auf dem Podium diskutieren zu können. Zusammen mit Moderator Alexander Hauser, e3 computing GmbH, diskutierten: Dr. Peter Koch, EMERSON Network Power, Norbert Keil, Schneider Electric GmbH, sowie Marc Siggelkow, SK-Kältetechnik GmbH. Die Frage Wie werden wir übermorgen kommunizieren? war das zentrale Thema des ecotrialog #10 am 4. Dezember 2013 im Rechenzentrum der QSC AG in Nürnberg. Die Networking-Veranstaltung wurde erstmals gemeinsam mit der Kompetenzgruppe Unified Communications durchgeführt. Moderiert von den beiden Kompetenzgruppenleitern Monika Graß und Detlev Artelt, begrüßten die Gastgeber Thorsten Grosse und Wolfgang Kaufmann, QSC AG, die 22 Teilnehmer recht herzlich in Nürnberg. Roland Broch, eco e. V., gratulierte zum zehnten ecotrialog. Das Format war erst malig am 7. Juni 2012 in Hamburg gestartet und kann nach zehn erfolgreichen Veranstaltungen bereits auf 408 Teilnehmer zurückblicken. Zum Thema Arbeitsplatz der Zukunft präsentierten Helmut Hamer, DATEV eg, Andreas Ganz, ABB Automation GmbH, Detlev Artelt, aixvox GmbH, sowie Arnold Stender, QSC AG, ihre Ideen. Datacenter Star Audit 3.0 Nach der erfolgreichen Überarbeitung des eco Datacenter Star Audits im Frühjahr 2013 konnten in der zweiten Jahreshälfte gleich 16 Audit-Urkunden an insgesamt acht RZ- Betreiber in Deutschland, Luxemburg, Frankreich sowie Österreich übergeben werden. Mit der neuen Version 3.0 werden nun zwei unterschiedliche Aspekte der Auditierung berücksichtigt: Single Site ein einzelnes Data Center wird auditiert, eine Zertifizierung mit zwischen 3, 4 oder 5 Sternen kann erreicht werden. Interconnected Site zwei (oder mehr) Data Center eines Betreibers, die miteinander verbunden sind, werden auditiert konnten 13 Urkunden für eine Single- Site-Auditierung sowie drei weitere Urkunden für die neu eingeführte Interconnected- Auditierung verliehen werden. Weitere Informationen unter: 31

32 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann Leitung der Kompetenzgruppe E-Commerce Kompetenzgruppe E-Commerce Die eco Kompetenzgruppe E-Commerce konnte ihre erfolgreiche Arbeit des Vorjahres fortsetzen und traf sich auch 2013 zu drei regulären Sitzungen. Das erste Treffen des Jahres fand am 19. März im eco Kubus in Köln statt. Im Fokus des Meetings standen der Aufbau und die Verbesserung von Kundenbeziehungen im E-Commerce. Norbert Schuster, Strike2, begann mit seinem Vortrag So bauen B2B-Unternehmen ihr Interessenten-Wasserloch. Der Schlüssel für erfolgreiches Inbound-Marketing liege darin, sich in den Wunschkunden einzufühlen und zu wissen, welche Inhalte für ihn attraktiv und relevant seien. Zur Ansprache empfahl er einen Mix aus Internet-Blog, SEO und Social Media. Im Anschluss referierte Meike Schumacher, wiss. MA an der Hochschule Aschaffenburg, über Möglichkeiten zur Qualitätsmessung und Qualitätsverbesserung im E-Commerce. Neben einigen Methoden zur Qualitätsmessung stellte sie die Ergebnisse einer Befragung vor, die im Rahmen einer Bachelorarbeit durchgeführt wurde. Tobias Kaulfuß, Geschäftsführer der Rhenus Media Services GmbH, erläuterte in seinem Vortrag das Fulfillment 2.0. Die Vernetzung von Dienstleistungen rund um Front- und Backend eines Online-Händlers stand dabei im Mittelpunkt. Entlang der Wertschöpfungskette begleitet ein moderner Fulfillment-Dienstleister seinen Kunden von der Warenbeschaffung über Bezahlvorgänge bis zum Warenversand und der Kunden-Hotline. Am 3. Juli fand die zweite Sitzung der Kompetenzgruppe im DE-CIX Meeting Center in Frankfurt statt, die erstmalig gemeinsam mit der der GI Gesellschaft für Informatik e. V. ausgerichtet wurde. Das Thema war diesmal Mechanismen für das künftige Internet. Prof. Dr.-Ing. Ralf Steinmetz, TU Darmstadt, ging in seinem Vortrag Key Issues for the Future Internet darauf ein, dass sich die Kommunikationssysteme der Zukunft durch den immer höher werdenden Traffic im Netz ändern werden beziehungsweise sich im laufenden Betrieb an Veränderungen anpassen können müssen. Hier setzt das derzeit laufende Forschungsprojekt MAKI Multi-Mechanis- men-adaption für das künftige Internet an. Die Vision hinter MAKI sei, dass sich Endgeräte (beispielsweise Smartphones) während der Nutzung gleichzeitig sowohl untereinander als auch mit dem Zentralrechner austauschen können. Diese völlig neue Art der Gerätevernetzung erlaubt die schnellere Verbreitung größerer Datenmengen und gelte als weniger störanfällig, da sie die Abhängigkeit von Zentralrechnern verringere. Im zweiten Vortrag Heutige Situation und künftige Herausforderungen für den Internet- Betrieb am Beispiel des DE-CIX stellte Arnold Nipper, CTO, DE-CIX, dar, wie sich die Netzwerk-Technologie bei DE-CIX seit der Gründung bis heute entwickelt hat. Die heute vom DE-CIX bewältigten Datenmengen im Peer-to-Peer Exchange gehen in den Tera byte- Bereich pro Sekunde. Eine Prognose, mit 32

33 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND welchen Datenmengen in fünf Jahren zu rechnen sei, wagte er nicht. Der Zuwachs sei immer noch exponentiell und ein Abflachen der Kurve noch nicht in Sicht. Prof. Georg Rainer Hofmann, Hochschule Aschaffenburg, Beirat der design3000 Vertriebsgesellschaft mbh, nahm sich in seinem abschließenden Vortrag der derzeit intensiv diskutierten Netzneutralität an. Die grundsätzliche Gleichbehandlung aller Beteiligten sei zwar richtig und wichtig, wenn damit die Vermeidung einer Benachteiligung einzelner gemeint sei. Sie solle aber nicht dazu führen, dass Internetnutzer, insbesondere aus dem gewerblichen Kontext, keine Möglichkeit haben, durch preisdifferenzierte, klassifizierte Zugänge Vorteile zu erlangen. Bei dem letzten Meeting des Jahres stand die Frage im Fokus, wie Qualitätsanspruch und stabile Preise im Online-Handel vereinbart werden können. Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann zeigte in seinem Vortrag Preisvorgaben, Preisstabilität und Qualitätsanspruch im Online-Handel einige Phänomene und Erläuterungen, dass Qualitätsangebote im Online-Handel nicht zuletzt aufgrund der hohen Transparenz sehr stark vom Preisverfall bedroht sind. Auf diese Weise werden Qualitätsangebote aus dem Markt gedrängt und die Produkt- und Markenreputation beschädigt. Diesem Problem könnte man mit einem Online-Fachhandel begegnen, denn nur mit einer Qualitätsstrategie könne es gelingen, zumindest eine gewisse Preisstabilität am Online-Markt zu erreichen. Über Vorgaben zum Internetvertrieb und im Online-Marketing wie gehen Hersteller und Händler bei der Durchsetzung der unterschiedlichen Interessen vor? referierten RA Lukas Bühlmann, Bühlmann Rechtsanwälte AG, und RA Dr. Martin Schirmbacher, HÄRTING Rechtsanwälte. Sie stimmten mit ihrem Vorredner überein, dass es sowohl auf Händler- als auch auf Herstellerseite ein berechtigtes Interesse gibt, den Vertrieb und die Vertriebswege zu regulieren. Sie nahmen in ihrem Vortrag die Preisbildung und Marketingaktivitäten von Online-Händlern im deutschsprachigen Raum unter die Lupe und zeigten auf, unter welchen Voraussetzungen Vertriebsbeschränkungen im Online-Handel rechtlich zulässig sind. Zum Abschluss präsentierte Karl-Heinz Land, Digital Darwinist & Evangelist, neuland GmbH & Co. KG, den Deutschen Digital Readiness Index. Zurzeit seien die Firmen noch eher schlecht auf die digitale Revolution vorbereitet. Unternehmen, die langfristig überleben möchten, müssen sich Informationen über ihre Kunden einholen und genau wissen, wie und wann sie am besten mit welchen Informationen und Angeboten angesprochen werden sollten. Weitere Informationen unter: 33

34 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein André Görmer Leiter Deliverability International Marko Perlwitz Director Technical Product Management Kompetenzgruppe 34 Die Kompetenzgruppe ist ein fester Bestandteil der deutschen Internetwirtschaft in Sachen Entwicklung gemeinsamer Standards für den Versand und Empfang von s. Mit Marko Perlwitz (mittlerweile abusix GmbH, vormals 1&1 MailSecurity) und André Görmer (Teradata ecircle) standen der Gruppe zwei ausgewiesene Experten als Leiter voran. Folgende Schwerpunkte wurden 2013 gesetzt: Delivery Status Notifications und Bounce Handling, Fragestellungen zu DMARC, insbesondere mit Hinblick auf die Rechtslage in der EU und in Deutschland, Möglichkeiten der Erhöhung der sicheren -Kommunikation, Qualitätsanforderungen an Versender, insbesondere in Verbindung mit der Certified Senders Alliance. Die Gruppe konnte im Jahr 2013 um bedeutsame, mitunter internationale Teilnehmer erweitert werden. Damit verfolgt die Kompetenzgruppe weiterhin ihre Strategie, die in Deutschland bereits hohen Standards weltweit zu vertreten und zu propagieren. Die Teilnahme an der Gruppe ist für eco ISPs offen. Des Weiteren können Einladungen für qualifizierte weitere Teilnehmer von der Gruppe ausgesprochen werden. Weitere Informationen unter:

35 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Kompetenzgruppe E-Recruiting Fachkräftemangel und die wachsende Bedeutung einer vorausschauenden Personalpolitik bescherten der HR-Kompetenzgruppe auch 2013 reges Interesse seitens der eco Mitglieder, die sich auf mehreren hochkarätig besetzten Veranstaltungen zum Wissensaustausch trafen. Im Fokus standen dabei Themen wie mobile Recruiting, zielgruppengerechte Stellenausschreibungen und die aktuellsten Trends im Personal-Marketing. Bereits im Frühjahr ging es im Rahmen des eco Kongresses im RheinEnergieStadion um die Frage, ob der IT-Fachkräftemangel uns tatsächlich alle in die wirtschaftliche Schräglage bringen wird oder vielmehr nur ein hausgemachtes Phänomen ist. Die Antworten aus Matthias Olten Leitung der Kompetenzgruppe E-Recruiting der angeregten Podiumsdiskussion lassen sich leicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Wer noch immer ausschließlich auf post and pray setzt und sich als Arbeitgeber weiterhin darauf verlässt, mit einer einfachen Stellenanzeige genau die richtigen Bewerber in ausreichender Menge zu erreichen, wird im Gerangel um die besten Fachkräfte in die Sackgasse laufen. Wer aber bereit ist, neue Wege im Recruiting zu beschreiten, sich für zusätzliche Bewerbergruppen öffnet und sich kritisch mit der Frage auseinandersetzt, warum sich potenzielle neue Mitarbeiter ausgerechnet für ihn interessieren sollten, braucht den viel zitierten war for talents nicht zu fürchten. Folgerichtig drehte sich dann bereits wenige Wochen später auf der Kompetenzgruppen- Sitzung im Sommer unter der Leitung von Matthias Olten, Geschäftsführer der Kalaydo GmbH & Co. KG, alles um die aktuellen Trends im Recruiting. Prof. Dr. Christoph Beck von der FH Koblenz präsentierte die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Bereich mobile Recruiting einem Weg zum Bewerber, der noch immer von den meisten Arbeitgebern unterschätzt wird und daher auf einer späteren Kompetenzgruppen-Sitzung in den Mittelpunkt rücken sollte. Im Anschluss daran machte Dr. Wolfgang Achilles, Geschäfts führer der Jobware Online-Service GmbH, bildhaft klar, wie eine gelungene Stellenanzeige aussieht, und setzte die Beobachtungen und Resultate aus dem Job ware-eye-tracking-labor in konkrete Handlungsempfehlungen für die stellenausschreibenden Personaler um. Während der Kölner Internetwoche im Herbst brachten uns Ursula Vranken, Leiterin des IPA Institutes, und Peer Biber, Geschäftsführer der TalentFrogs GmbH und Träger des HR-Innovation-Preises, die geheimnisvolle Generation Y näher und verdeutlichten auf unterhaltsame Weise, wie und wo man diese Bewerber von morgen findet und zielführend bindet. Kurz vor Jahresende gelang es uns, unser Versprechen einzulösen und Prof. Dr. Wolfgang Jäger erneut als Referenten für die Kompetenzgruppe E-Recruiting zu gewinnen: Mitte Dezember berichtete er in gewohnt anschau licher Art von den Chancen und Risiken wider der mobilen Sackgasse und zeigte auch direkt den Ausweg über die mobil optimierte Stellenanzeige MOPS. Und natürlich kam wie immer auch der Networking-Aspekt nicht zu kurz: eco schuf als Gastgeber den Rahmen für den Auf- und Ausbau neuer Kontakte und führte die Personal branche zueinander ob HR-Manager, Personaldienstleiter oder HR-Fachleute. Der eingangs erwähnte Fachkräftemangel wird eben diese Personaler vor immer neue und immer vielfältigere Herausforderungen stellen, weil künftig noch mehr Wege zum passenden Bewerber führen eco wird sie auch 2014 in der Kompetenzgruppe E-Recruiting/New Work auf diesen Wegen begleiten. Weitere Informationen unter: 35

36 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Ibrahim Mazari Leitung der Kompetenzgruppe Games digitalen Medien auf beeindruckende Art vorantreiben Kompetenzgruppen Games / Streaming Media Das Ressort Content steht für die Flexibilität des eco Verbands, sich immer am Puls einer Innovationsbranche zu orientieren, die dem stetigen Fortschritt und Wandel folgt. Unter dem Dach des Ressorts vereinen und ergänzen sich die bereits etablierten Kompetenzgruppen Games und Streaming Media (ehemals IPTV) mit vielen Bereichen aus dem weiten Feld der digitalen Unterhaltung. Auf diese Weise möchte eco der immer stärker werdenden Dynamik in diesem Bereich Rechnung tragen. Die Entwicklungen werden nicht nur durch neue Technologien und Geschäftsmodelle, sondern auch durch den gesellschaftlichen Wandel, Änderungen in Wertesystemen und dem Generationswechsel getrieben. Grenzen verschwimmen, neue Geschäfts modelle entstehen, Produkte, Dienste und Services verschmelzen. Daher sind in dem neu positionierten Ressort Content vielfältige Zielgruppen zur Mitarbeit eingeladen: Entwickler und Distributoren von Computerspielen, Designer, Mediengestalter und Hochschulen, Anbieter und Betreiber von Diensten in den Bereichen IPTV, Streaming, Content Distribution und Produktion, aber Michael Westphal Leitung der Kompetenzgruppe Streaming Media auch nationale und internationale Carrier sowie Netzanbieter oder Rechenzentrumsund Cloud-Betreiber. Darüber hinaus wenden sich die Kompetenzgruppen ebenso an Hardwarehersteller und Broadcaster (Fernsehen, Radio, Online-Medien), Finanzdienstleister, Business Angels, Unternehmensberatungen und Marketing-Agenturen. Die Kompetenzgruppen Games und Streaming Media haben sich das Ziel gesetzt, im kommenden Jahr noch stärker Präsenz zu zeigen und so den Informationsaustausch unter den Marktteilnehmern zu fördern. Daher plant eco, 2014 erstmals mit einem Award in der Kategorie Entertainment innovative Produkte, Dienste und Lösungen für die digitale Unterhaltungsbranche auszuzeichnen. Mit dem Award sollen impulsgebende Dienstleistungen geehrt werden, welche die Versorgung von Konsumenten mit Um die Aktivitäten der Kompetenzgruppen 2014 auszuweiten, plant eco regelmäßige Vortragsveranstaltungen, Roundtables mit Experten, Workshops, Studien und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kompetenzgruppen des Verbands, um die Synergien aus den Bereichen E-Commerce, Online- Marketing, Mobile, Datacenter oder Selbstregulierung & Jugendschutz voll auszuschöpfen. Gamification-Experte Ibrahim Mazari wird die Leitung der Kompetenzgruppe Games fortführen. Für die Leitung der Kompetenzgruppe Streaming Media konnte der Verband ab 2014 den Geschäftsführer der TV1 GmbH, Michael Westphal, gewinnen. Weitere Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Games- und Streaming-Branche der deutschen Internetwirtschaft haben sich bereits als Redner und Gastgeber für künftige Kompetenzgruppen- Meetings zur Verfügung gestellt wird also ein spannendes und noch vielfältigeres Jahr werden. Weitere Informationen unter: 36

37 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Dr. Bettina Horster Direktorin Mobile, Leitung der Kompetenzgruppe Mobile Kompetenzgruppe Mobile Das Jahr 2013 verlief für die Kompetenzgruppe Mobile erneut sehr erfolgreich. Neben den eigenen Aktivitäten hat sie wieder an mehreren Kooperationsveranstaltungen teilgenommen. Gestartet wurde am 8. April mit einem Messerundgang auf der HANNOVER MESSE zum Thema The Automated Factory Efficient and Digitally Enabled, der gemeinsam mit der Deutschen Messe AG angeboten wurde. Die zweite Veranstaltung des Jahres war die 6. Mobile Business Trends am 6. Juli Diese wurde wieder in Kooperation mit der IHK Düsseldorf ausgerichtet und fand diesmal am Düsseldorfer Flughafen statt. Unter dem Motto Mobile Take-off 2013 diskutierten namhafte Referenten, unter anderem von Telefónica, CLAAS, HUAWEI, valuephone, Berenberg Bank und Vodafone über erfolgreiche Geschäftsmodelle, M-Payment, die weiter wachsenden Anforderungen an die Infrastruktur sowie innovative Anwendungen aus dem Bereich M2M. Am 12. September 2013 wurde gemeinsam mit den Ingenieuren für Kommunikation e. V. (IfKom) im Kölner eco Kubus das Thema BYOD (Bring your own Device) eine Herausforderung ausführlich erörtert. Im Rahmen des 2. Westfalen-Kongresses am 18. September in Dortmund organisierte die Kompetenzgruppe Mobile den Track Big Data und Mobility. Unter Leitung von Dr. Bettina Horster, Direktorin der Kompetenzgruppe Mobile, und Dr. Ralf Lauterbach, Geschäfts führer der Appseleration GmbH, stellten Vertreter von E-Plus, Materna, Telefónica sowie Thorsten Stuke, Berater, und Dr. Andreas Leupold, LLM, dar, wie mittelständische Unternehmen ihre Daten mobil machen und hierbei die rechtlichen Stolpersteine umgehen können. Auch auf den Internet Security Days war die Kompetenzgruppe Mobile mit einem eigenen Track M2M Secure vertreten. Neben der Vorstellung einer aktuellen Studie der DIVSI, Lösungen zur Absicherung von Automobilen durch ESCRYPT, wurden Details des neuen Kanzler-Handys von Secusmart präsentiert. Zum Abschluss zeigte Torsten Stuke noch die Chancen und Risiken für Mobilfunkbetreiber auf. Am 21. November 2013 stand im Kölner Filmforum im Museum Ludwig das Themengebiet M2M im Fokus. Unter dem Titel M2M vom Hypertrend zum Geschäftsmodell berichteten Marktführer und Newcomer in ihren Segmenten über die Einführung von M2Mbasierten Geschäfts modellen und die Chancen, die diese ihren Unternehmen eröffnen beziehungsweise er öffnet haben. Nach zwei einleitenden Key notes von Vertretern der CLAAS SE GmbH und Detecon International GmbH, präsentierten die Unternehmen Bosch Software Innova tions GmbH, NEXT Kraftwerke GmbH und Gemalto N.V. ihre erfolgreichen Umsetzungen. In der abschließenden Diskussionsrunde tauschten sich Vertreter der VIVAI Software AG, des Bundesministeriums für Wirtschaft/ DLR, der RWE Deutschland AG, evandus GmbH und Cargo bull Telematics GmbH über ihre Erfahrungen in der Anwendung von M2M- Diensten aus. Weitere Informationen unter: 37

38 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Dr. Torsten Schwarz Leitung der Kompetenzgruppe Online Marketing Kompetenzgruppe Online Marketing Die erste Sitzung der Kompetenzgruppe Online Marketing zum Thema Content Marketing meets SEO fand am 18. März 2013 im eco Kubus in Köln statt. Nach den umfangreichen Updates von Googles Suchalgorithmus informierten sich zahlreiche Teilnehmer über neue Strategien für nachhaltigen Suchmaschinen- Traffic. Die renommierten Experten, unter anderem von Searchmetrics, Tandler.Doerje.- Partner und rankingcheck, zeigten erfolgreiche Wege, dieses Ziel zu erreichen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde aufgezeigt, dass Content Marketing zwar ein wichtiger Baustein sein kann, allerdings auch kein Allheilmittel ist. Auch die klassische Suchmaschinenoptimierung führt, unter Beachtung der nun geltenden Regeln, zum Erfolg. Besondere Erwähnung fand Google+, dessen Bedeutung für SEO- Maßnahmen sich mit den Updates vergrößert hat. Das Thema Mobile -Marketing wurde beim zweiten Treffen behandelt. Dieses fand am 8. Juli 2013 in den Räumlichkeiten der MFG Innovationsagentur für IT und Medien des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart statt. Fünf Experten von XQueue, Responsys, mission<one>, Experian und ExactTarget standen Rede und Antwort, wie sich s für mobile Endgeräte optimieren lassen. Einigkeit herrschte darüber, dass ein separates Design von Mailings für Smartphones/Tablets etc. entscheidend für die Lesbarkeit, Klickraten und somit den Erfolg ist. Neue Lösungsansätze wie beispielsweise Responsive Design für s sind vorhanden, allerdings noch relativ unbekannt. Im Rahmen der Sitzung wurden gemeinsam mit den Referenten Goldene Regeln für die Gestaltung von mobilen s erstellt, deren Ziel es ist, die Lesbar keit und damit die Akzeptanz der elektronischen Post auf Smartphones zu erhöhen. Zum letzten Meeting lud die Kompetenzgruppe Online Marketing am 28. Oktober 2013 in das DE-CIX Meeting Center nach Frankfurt ein. Diskutiert wurde über Marketing Automation und deren Möglichkeiten zur Neukundengewinnung. Anhand konkreter Fallstudien zeigten acht Experten, unter anderem von ORACLE, rabbit emarketing, Copernica Deutschland, KRYD und DemandGen, welche Prozesse sich sinnvoll und umsatzgenerierend automatisieren beziehungsweise optimieren lassen, aber auch an welchen Stellen durch gesetzliche Regelungen Grenzen gesetzt werden. Eine Grundvoraussetzung für Überlegungen in diese Richtung ist die konsequente Zusammenführung und Verzahnung von gewonnenen Informationen. Durch die vielen Kontaktpunkte zu potenziellen Kunden in Zeiten der Multi-/Cross-Channel- Kommunikation kann so eine solide Datenbasis geschaffen werden. Darüber hinaus moderierte Dr. Torsten Schwarz zwei sehr gut besuchte Panels zu den Themen Quo vadis -Marketing? und Trends bei Online-Shops auf dem ecommerce Forum der CeBIT Für 2014 sind drei Sitzungen der Kompetenzgruppe an verschiedenen Orten geplant. Weitere Informationen unter:

39 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Rechtsanwalt Henning Lesch Leitung der Kompetenzgruppe Recht & Regulierung Matthias Horn Referent Telekommunikationsrecht Folke Scheffel Referent Internet- und Medienrecht Kompetenzgruppe Recht & Regulierung Die Kompetenzgruppe ist die zentrale Diskussions- und Informationsplattform für die Mitgliedsunternehmen des eco im Bereich Recht & Regulierung. Hier findet die Abstimmung der inhaltlichen Arbeit statt, werden Stellungnahmen vorbereitet, Anfragen zu Rechts- und Regulierungsthemen beantwortet und die allgemeine Positionierung des eco zu den relevanten internet- und netzpolitischen Themen und Fragestellungen diskutiert. So bekommen die Mitglieder die Möglichkeit, aktiv bei der Gesetzgebung auf Bund-, Länder- und EU-Ebene mitzuwirken und damit an der Aus gestaltung der Rechtspolitik teilzuhaben. Im Juli 2013 fand in Frankfurt ein Treffen der Kompetenzgruppe Recht & Regulierung zum Verordnungsentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Netzneutralität statt. Dabei wurden die zentralen Kernpunkte der Stellungnahme des eco diskutiert, die danach finalisiert und dem Ministerium zugeleitet wurde. Eigentlich hatte die Bundesregierung angekündigt, die Verordnung noch vor der Bundestagswahl zu erlassen, doch da der Entwurf noch nicht ausreichend ausgearbeitet war, gelang dies nicht mehr. Zu einem kurzfristig veröffentlichten zweiten Entwurf nahm eco ebenfalls Stellung. Da in der zweiten Jahreshälfte nach der Sommerpause aufgrund der anstehenden Bundestagswahlen keine gesetzgeberischen Aktivitäten mehr stattfanden, wurden in diesem Zeitraum keine Treffen der Kompetenzgruppe anberaumt. Der Austausch und Dialog mit den Mitgliedsunternehmen zu internet- und netzpolitischen Fragestellungen wurde auf der entsprechenden Mailingliste fortgesetzt. Nachdem die Regierungsbildung aber nun abgeschlossen und auch der Bundestag wieder voll arbeitsfähig ist, wird nun auch die Kompetenzgruppe ihre Arbeit wieder aufnehmen. Weitere Informationen unter: 39

40 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Dr. Kurt Brand Leitung der Kompetenzgruppe Sicherheit Kompetenzgruppe Sicherheit Gleich vier Sitzungen führte die Kompetenzgruppe 2013 durch und trug damit dem großen Spektrum, das die Sicherheit als Querschnittsthema umfasst, Rechnung. Neben Vor- Ort-Treffen stimmte der Lenkungskreis die Arbeit der Gruppen in zwei Sitzungen ab und unterstützte den Ausbau des Blogs der Kompetenzgruppe durch Gastbeiträge. Private Netze, die beispielsweise in der Finanzwirtschaft oder Automobilbranche häufig als Alternative zum Internet genutzt werden, waren das Thema am 12. März Vier Experten stellten in Frankfurt verschiedene Lösungen aus der Praxis vor und diskutierten darüber, ob private Netze ein Mehr an Sicherheit bieten können. Awareness 3.0, nachhaltige Sicherheitsförderung und ein unterhaltsames Circle Training versprach die Einladung der Kompetenzgruppe Sicherheit, der 30 Teilnehmer am 5. Juni 2013 nach Köln gefolgt waren. Ein Team der T-Systems hat dazu den eco Kubus in einen Security-Parcours verwandelt, in dem die Teilnehmer in Teams an verschiedenen Stationen die Methoden selbst praktisch ausprobieren konnten. In jeweils fünfköpfigen Teams spielten die CISOs an fünf verschiedenen Stationen zu den sicherheitsrelevanten Themen Clear Desk, Password Hacking, Klassifizierung von Firmendokumenten, Besucher & Ausweise sowie Social Networks und konnten somit auf spielerische Weise viele Anregungen für ihre tägliche Arbeit im Unternehmen mit nach Hause nehmen. Industrie 4.0 war sicherlich einer der Trends des Jahres 2013, den auch die Kompetenzgruppe Sicherheit am 19. Juni 2013 aufgriff. Zusammen mit dem Bayerischen IT-Sicherheitscluster berichteten acht Experten in Frankfurt darüber, wie Industrie- und Produktionsanlagen sicher gemacht werden können. Dabei muss hier das Rad noch nicht einmal neu erfunden werden. Themen wie Patch-Management, Remote- Zugänge oder Verfügbarkeit, für die es für die herkömmliche IT seit Jahren etablierte Lösungen gibt, sind auch in Produktionsumgebungen zu beachten. Und dennoch werden häufig die gleichen Fehler wieder begangen, berichteten die Redner aus ihrer täglichen Arbeit. Die letze Sitzung des Jahres fand traditionell im Rahmen der Internet Security Days statt, an denen mehr als 900 internationale Gäste teilnahmen. Die Kompetenzgruppe Sicherheit gestaltete eine Session zum Thema IT-Sicherheitswissen für die Zukunft und diskutierte dabei die Aspekte Ausbildung und Fachkräftemangel IT-Sicherheit. Den Auftakt bildete dabei ein Vortrag der AXA Versicherung, der sehr anschaulich zeigte, wie schnell aus kleinen Fehlern Schäden in Millionenhöhe entstehen können. Die Hochschule Darmstadt zeigte mit einem eigenen Studi engang KITS (http://kits. eco.de) und die FH Kiel mit dem Angebot von Zusatz semina ren, wie sie ihre Studenten auch fit für IT-Sicherheit machen. 40

41 4. Die Arbeit im Verein GESCHÄFTSBERICHT UND Umfrage Internet-Sicherheit: Erwartete Relevanz technischer Sicherheitsthemen 2014 Mobile Device Security ist das wichtigste technische Einzelthema, und das bereits seit % 80% 60% 40% 20% 0% 46% 39% 35% 50% 47% 21% 36% 31% 44% 20% nicht wichtig 40% 22% 39% 21% sehr wichtig 38% 22% 29% 26% wichtig 30% 18% Umfrage Internet-Sicherheit: Erwartete Relevanz organisatorischer Sicherheitsthemen 2014 Die organisatorischen Themen zeigen keine großen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. 100% 80% 60% 40% 20% 0% 40% 54% 38% 52% 47% 38% 55% 25% 51% 20% nicht wichtig sehr wichtig wichtig - 20% Schadsoftware im Web Mobile Device Security Data Leakage Protection Cloud Security Zero-Day- Attacken - Archivierung - Verschlüsselung Botnetze Sicherheit Sozialer Netze IPv6-20% Datenschutz Mitarbeiter- Sensibilisierung Notfallplanung Konzeption, Compliance Sicherheit von Lieferanten und Dienstleistern Sicherheit im Focus Die eco Kompetenzgruppe Sicherheit hat zur Jahreswende 2013/2014 zum fünften Mal die Sicherheitserwartungen für das kommende Jahr abgefragt. An der Befragung für 2014 nahmen 219 Experten aus Firmen aller Größen teil, dabei deutlich mehr Anwender als Anbieter der IT-Sicherheit und zu gleichen Teilen Personen mit und ohne Budgetverantwortung. Diese Mischung sorgt für aussagekräftige Ergebnisse. Die Highlights für 2014 Weiter hochkritische Bedrohungslage: Sie ist bereits im dritten Jahr nach Meinung von mindestens 90 Prozent der Experten wachsend oder gar stark wachsend. Deutliche Zunahme der Sicherheitsausgaben: 59 Prozent der Experten gehen von steigenden oder sogar stark steigenden Ausgaben für die IT-Sicherheit aus (höchster Jahreswert aller Befragungen, Vorjahr: 47 Prozent). Deutliche Zunahme der Einbindung von externen Dienstleistern: 62 Prozent steigend oder stark steigend (höchster Jahreswert aller Befragungen, Vorjahr, 45 Prozent). Mobile Device Security ist das wichtigste technische Einzelthema, und das bereits seit Das Boomthema 2014 aber ist die - Verschlüsselung. Dieses Thema hat den größten Sprung bei der Wichtigkeitsbewertung gemacht. Dafür hat die -Archivierung einen gravierenden Bedeutungsverlust erlitten. In allen fünf Befragungsjahren stellte für die Experten der Datenschutz das wichtigste organisatorische Sicherheitsthema dar. Die Internet-Gebäudeautomation spielt noch eine untergeordnete Rolle. 93 Prozent der Experten sagen, dass sich das Sicherheitsbewusstsein für das Thema Smart Home noch sehr stark entwickeln muss. Über die Sicherheitsaspekte des vernetzten Autos sind sich die Experten noch nicht einig. Insgesamt vermitteln die Ergebnisse der Befragung eine signifikante Zunahme des Sicherheitsbewusstseins und besonders des Risikos, dass s mitgelesen werden können. Das lässt sich durch die NSA-Publicity des letzten Jahres erklären. Zur Abwehr der Gefahren werden die Finanzmittel deutlich aufgestockt. Weitere Grafiken der Umfrage finden Sie unter: Weitere Informationen unter: 41

42 GESCHÄFTSBERICHT UND 4. Die Arbeit im Verein Detlev Artelt Leitung der Kompetenzgruppe Unified Communications zu Technologien wie Unified Communications, WebRTC und Spracherkennung zu diskutieren Kompetenzgruppe Unified Communications Aufbruch in eine neue Arbeitskultur dank neuer Kommunikationstools Auch im vergangenen Jahr konnte die eco Kompetenzgruppe Unified Communications über verschiedene Kanäle wie Kompetenzgruppen- Meetings, Google Hangouts sowie Messe- und Roadshow-Kooperationen Präsenz zeigen. So bestand am 25. Februar 2013 für die Besucher der CallCenterWorld in Berlin die Gelegenheit, unter fachlicher Führung von Kompetenzgruppenleiter Detlev Artelt an einer Tour durch die Messehallen teilzunehmen war neben der Integration von Social Media und Video sicherlich UC aus der Cloud eines der Topthemen der europäischen Leitveranstaltung für Kundenservice, Kundenkommunikation und CallCenter. Für die WZN Communications & Performance Tour 2013 in Hamburg und Frankfurt konnten Vertreter der Kompetenzgruppe ebenfalls einen fachlichen Input leisten. Flexibles Arbeiten mit einer Kommunikation aus der Wolke Ist das die Zukunft der Arbeit oder nur die Idee der Hersteller? Unter dieser Fragestellung diskutierten am 30. Oktober 2013 in einer hochkarätigen Runde Markus Weisbrod, Microsoft Deutschland GmbH, Jan Hickisch, Siemens Enterprise Communications, Uwe Remy, Avaya GmbH & Co. KG, sowie Marco Rutzke, NetTask GmbH, zusammen mit Detlev Artelt. Die Diskussion konnte live über einen Google Hangout verfolgt werden. Im November 2013 trafen sich Verantwortliche der Kompetenzgruppe in der Kölner Verbands- Geschäftsstelle, um im Rahmen der für Februar 2014 neu angedachten eco Thementage Einfach. Anders. Arbeiten. mögliche Inhalte Am 4. Dezember 2013 konnte Kompetenzgruppenleiter Detlev Artelt 22 Teilnehmer unter dem Motto Arbeitswelt der Zukunft zum Kompetenzgruppen-Meeting im Nürnberger Rechenzentrum der QSC AG begrüßen. Die im Rahmen der Format-Reihe ecotrialog in Kooperation mit der eco Datacenter Expert Group durchgeführte Networking-Veranstaltung bot den angereisten UC-Experten einen Überblick auf neue Kommunikationstechnologien und deren Auswirkungen auf die tägliche Arbeitspraxis. Nach der Begrüßung durch die Gastgeber Thorsten Grosse und Wolfgang Kaufmann, QSC AG, gab Helmut Hamer den Gästen einen architektonischen Einblick in die neuen Arbeitswelten der DATEV eg. Zum Thema Arbeitsplatz der Zukunft präsentierten Andreas Ganz, ABB Automation GmbH, sowie Arnold Stender, QSC AG, weitere Ideen möchte die Kompetenzgruppe Unified Communications eine stärkere Präsenz als bisher zeigen. Erste Unternehmen haben sich bereits als Gastgeber für die kommenden Kompetenzgruppen-Meetings bereit erklärt. Weitere Informationen unter: 42

43 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND Julie Engelmann Business Development Manager CSA Ivo Ivanov Geschäftsbereichsleiter Professional Services, Direktor CSA Rosa Hafezi Legal Consulting and Certification 5. Professional Services und Initiativen 5.1 Certified Senders Alliance Die Certified Senders Alliance (CSA), die zusammen mit dem Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) ins Leben gerufene Zerti fizierungsstelle für Massenversender von s, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Wachstum aus den Vorjahren fortgeführt. Die 2011 verabschiedeten Neuerungen in den Aufnahmekriterien und der Verfahrensordnung stellten sich als Garant für die weitere Qualitätssicherung der CSA heraus. Gegen Ende des Jahres 2013 konnte die CSA die 100. Zertifizierung seit Beginn des Betriebs 2005 vollziehen. Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums in der Branche steuerten auch die Bestandskunden zum weiteren Zuwachs der Anzahl der auf der Whitelist geführten IP-Adressen bei. Auch international konnte die CSA weiter an Anerkennung als einer der wichtigsten Reputationsdienstleister in der Branche gewinnen. Im ISP-Bereich verzeichnete die CSA mit YANDEX und AOL zwei neue internationale Partner. Somit haben auch immer mehr Versender aus dem Ausland eine CSA- Zertifizierung beantragt. Darüber hinaus steht die CSA mit weiteren internationalen ISPs in Kontakt, um zudem auf der Empfängerebene den Fußabdruck der CSA zu vergrößern. Damit befinden sich die CSA-Standards auf bestem Wege, sich auch international zu einem der wichtigsten Gütesiegel im -Marketing zu entwickeln. Auch wenn sich der Markt in den letzten Jahren für Reputationsdienstleister international als schwierig erwiesen hat, konnte die CSA ihre eigene Reputation weiter ausbauen und ist zuversichtlich, 2014 weitere internationale Partner zu begeistern. In Sachen Qualitätssicherung blieb die CSA ihrem strengen Ansatz weiterhin treu. Die CSA-Beschwerdestelle musste 2013 im Vergleich zum Vorjahr mehr Beschwerden bearbeiten und dabei mehr als die doppelte Anzahl von Rügen an CSA-Versender aussprechen. 43

44 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen Alexandra Koch-Skiba Leiterin Beschwerdestelle CSA Sascha Wilms Product & Business Development Manager CSA Alexander Zeh Engineering Manager CSA Dieser Umstand ist dabei vor allem auf die weiterhin sehr positive Gesamtentwicklung hinsichtlich neuer Teilnehmer der CSA und einem damit verbundenen höheren Versandvolumen durch CSA-Versender zurückzuführen. Auf der anderen Seite wurde das Monitoring der CSA-Beschwerdestelle kontinuierlich ausgebaut, um die Qualität der CSA weiter zu gewährleisten. Die Aufnahmekriterien und die Verfahrensordnung werden 2014 gemäß dem Zweijahresturnus einer weiteren Revision unterzogen, damit die CSA auch weiterhin die höchsten Qualitätsanforderungen an Massenversender stellt. Weitere Informationen unter: 44

45 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND Thorsten Kraft Senior Technical Project Manager, Anti-Botnet-Beratungszentrum Projektmanager ACDC 5.2 Cyber Security Services Anti-Botnet-Beratungszentrum Die etablierte Anlaufstelle bei Vireninfektionen im deutschsprachigen Raum Botnetze stellen eine der größten Bedrohungen im Bereich des Cybercrime dar Millionen von Computern weltweit werden dabei ohne das Wissen ihrer Nutzer von Cyberkriminellen gekapert und zu Netzwerken (Botnets) zusam mengeschlossen. Über die installierte Malware können fern gesteuert Spam-Mails versendet, neue Schadsoftware verbreitet und Daten aus ge späht werden. Die Besitzer der Rechner bemerken in den meisten Fällen nicht, dass ihr Computer Teil eines solchen Netzes ist. Eine Heraus- forderung für das Anti-Botnet-Beratungszentrum (ABBZ, botfrei.de) ist die zunehmende Verbreitung von Malware auf mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones. Im Jahr 2013 wurden allein die Seiten des ABBZ-Forums über 1,6 Millionen Mal auf gerufen und die bereitgestellten DE-Cleaner erkannten bei über einem Drittel der Anwender eine Infektion. Dank der tatkräftigen Unterstützung der angeschlossenen ISPs und Banken hat sich das Anti-Botnet-Beratungszentrum inzwischen zu einer festen Größe im deutschsprachigen Internet entwickelt und dient vielen Internet- Usern sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen als erste Anlaufstelle im Fall einer Botnet-Infektion. Das Hilfsangebot umfasst neben dem Telefon- und - Support auch ein sehr umfangreiches und lebendiges Forum, in dem auch aufgrund der sehr aktiven ehrenamtlichen Forenhelfer Betroffenen professionell weitergeholfen wird. Auch die dort kostenfrei zur Verfügung gestellten Tools zur Erkennung und Entfernung von Malware erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit, auch außerhalb Deutschlands. Das deutsche Anti-Botnet-Beratungszentrum ist zudem Teil des europäischen Pilot-Projekts Advanced Cyber Defence Centre (ACDC) und dient dort den Projektpartnern als Orientierung, wie sich ein nationales Anti-Botnet- Beratungszentrum optimal errichten und betreiben lässt. Basierend auf dem Konzept des deutschen ABBZ werden 2014 ähnliche Support-Center in Spanien, Belgien, Kroatien und Rumänien eingerichtet, die Errichtung weiterer Support- Center in Ländern wie Frankreich, Italien oder Portugal ist ebenfalls noch für 2014 anvisiert. Weitere Informationen unter: 45

46 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen Markus Schaffrin Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services Projektmanager der Initiative-S Initiative-S Ausgangssituation Deutsche Internetseiten gehören zu den beliebtesten Zielen von Cyber-Kriminellen: Zwölf Prozent aller Webressourcen, die Schadprogramme ausliefern, stammen laut Kasperksy aus Deutschland. Laut dem Internet Security Threat Report von Symantec richten sich 50 Prozent der Angriffe gegen die Webseiten von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Hierbei machen sich die Angreifer zu - nutze, dass insbesondere KMU ihre Webauftritte häufig vernachlässigen. Zwar werden die Webseiten zu Anfang ansprechend und grafisch aufwändig programmiert, ein ständiges Überwachen der Webseiten auf Sicherheitslücken und das Schließen selbiger findet in der Regel danach jedoch nicht statt. Oftmals verfügen kleine Unternehmen weder über eigene IT-Spezialisten, noch ist das Verständnis für derartige Sicherheitsaspekte vorhanden. Projektergebnisse Die Initiative-S wurde nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2012 auch im Jahr 2013 fortgesetzt und weiterhin vom BMWi im Rahmen der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft gefördert. Webseitenbetreiber können unter mit dem kostenlosen Check überprüfen, ob über ihre Online-Plattform Schadcode verteilt wird, und erhalten Unterstützung bei dessen Beseitigung. Im Jahr 2013 lag der Schwerpunkt des Projekts in der Bewerbung auf zahlreichen Events in Deutschland, teils mit Partnern und teils in Eigenregie in Form einer Roadshow. So wurden insgesamt über 25 Veranstaltungen durchgeführt. Angefangen von diversen Auftritten im Rahmen der großen Messen CeBIT, Industriemesse Hannover und it-sa über kleinere Events in Kooperation mit den IHKs bis hin zur eco eigenen Roadshow. Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem LKA Niedersachsen im August 2013 in Hannover gestartet. Weitere Stationen waren die SCHUFA Holding AG in Wiesbaden und zum Abschluss im Dezember der Tag der IT-Sicherheit für den Mittelstand in Kooperation mit dem BVMW in Hamburg. Neben der regionalen Präsenz halfen die Roadshow-Partner vor Ort bei der Bewerbung und sprachen zielgerichtet die Firmen im Mittelstand an. Bei allen Veranstaltungen und Präsentationen erhielt der vorgestellte Service viel positives Feedback. Nutzen und Vorteile der Initiative-S konnten der Zielgruppe schnell vermittelt werden. Bis zum 31. Dezember 2013 waren circa Domains im System erfasst und bestätigt. Davon wurde bei über 150 Webauftritten Schadsoftware gefunden. Diese konnte erfolgreich entfernt werden. Auf Marketingseite stand neben der Produktion von Flyern, Bannern und Werbematerial die Produktion eines kleinen Erklärvideos auf der Agenda. Auf YouTube findet man unter dem Stichwort Initiative-S ein knapp 2:30 Minuten langes Video, das im Comic-ähnlichen Stil den Webseiten-Check erläutert. eco informierte zudem über seine vorhandenen Kommunikationskanäle (Newsletter, Webseite, Social Media) seine Mitglieder und Interessenten über die Initiative-S. Dies beinhaltete auch die Veröffentlichung von sechs Pressemitteilungen, bei denen gezielt das Handwerk angesprochen 46

47 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND wurde. Aufgrund einer bundesweiten Befragung in Handwerksbetrieben verschiedener Größe und zahlreicher Gewerke konnten interessante Zahlen zur Situation der Webseitensicherheit in dieser Branche veröffentlicht werden. Erreichte Ziele Zwecks Steigerung des Bekanntheitsgrads des Projekts wurde wie bereits im Jahr zuvor eine Online-Marketing-Kampagne mit Unterstützung einer darauf spezialisierten Agentur eingeleitet. Die Kampagne beinhaltete wieder die Bewerbung im Google-Werbenetzwerk (Textund Banneranzeigen, Produktion von Display- Werbemitteln) sowie die Durchführung einer Weihnachtsaktion über Facebook. Erneut konnten dadurch die Anmeldezahlen am Webseiten- Check gesteigert werden. In diesem Zusammenhang stellte sich die Entwicklung eines Websiegels, welches Webseitenbetreiber auf ihren Internetseiten einbinden können, als sehr hilfreich heraus. Das Websiegel beinhaltet neben einem Hinweis auf die Initiative-S auch das Datum des letzten Scans und wird nur dann ausgespielt, wenn die Webseite frei von Schadsoftware ist. Dieses Siegel hat primär drei Aufgaben: Erstens soll es durch die Einbindung auf den Webseiten dazu führen, dass sich über virales Marketing weitere Unternehmen bei der Initiative-S anmelden. Zweitens soll es beim Webseitenbesucher Vertrauen schaffen. Drittens ist es für den Webseitenbetreiber durch das Siegel transparent, wann seine Webseite das letzte Mal durch die Initiative-S überprüft wurde und ob die Seite frei von Manipulationen ist. Über 60 Prozent der Neuanmeldungen zur Initiative- S kamen durch dieses Siegel zustande. Abschließend kann noch festgehalten werden, dass die Infrastruktur der Initiative-S hinsichtlich Stabilität und Durchsatz optimiert und die eigene Scan Engine täglich um Signaturen erweitert wurde. Für das nächste Projektjahr ist die Fortsetzung der Kooperation mit diversen Partnern geplant. Gleichzeitig sollen Gespräche mit Hostern und weiteren Firmen zwecks Vermarktung des Webseiten-Checks geführt werden. Zudem werden die Roadshows und weitere Veranstaltungen fortgeführt. Bei der Pressearbeit soll, wie im Jahr 2013 bereits begonnen, das gezielte Ansprechen von Fachmagazinen im Handwerk fortgesetzt werden. Weitere Informationen unter: 47

48 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen Peter Meyer Projekt Manager ACDC Advanced Cyber Defence Centre Fighting botnets without borders eco hat sich im Sommer 2012 mit einem Konsortium von 28 Partnern aus 14 europäischen Ländern bei einer EU-Ausschreibung zum Kampf gegen Botnetze beworben und den Zuschlag erhalten. eco ist es gelungen, in diesem Konsortium namhafte Akteure aus allen relevanten Gruppen zur effektiven Bekämpfung von Botnetzen zu versammeln. Dazu gehören Partner aus öffentlichen Verwaltungen, der Internetindustrie, Betreiber kritischer Infrastruktur, dem Finanzsektor, Forschungs-und Bildungseinrichtungen, Anti-Virus-Firmen, CERTs und Strafverfolgungsbehörden. Ziel dieses EU-Pilotprojekts ist es, ein länderübergreifendes Konzept gegen die Verbreitung von Botnetzen und Malware zu erarbeiten. Kernstück des Advanced Cyber Defence Centres ist eine zentrale Datenbank (Centralized Data Clearing House) mit offenen Schnittstellen, welche es allen Partnern ermöglicht, untereinander Informationen zu Malware zu tauschen sowie mittels eigener Tools auszuwerten und zu analysieren. Neben den Konsortiummitgliedern haben auch externe Partner die Möglichkeit, über eine Community-Plattform an diesem Projekt teilzunehmen und sich am Daten- und Wissensaustausch aktiv zu beteiligen. Ein weiteres Ziel des ACDC-Projekts ist die Errichtung von nationalen Support-Centern in Europa, die sich an den in Deutschland bereits bestehenden Diensten wie botfrei.de und initiative-s.de orientieren. Hauptaufgabe dieser nationalen Support-Center ist die Unterstützung von betroffenen Endkunden sowie kleiner und mittelständischer Unternehmen im Fall einer Infizierung durch Malware. Dazu werden sowohl kostenfreie Tools zur Bereinigung angeboten als auch aktive Support-Unterstützung geleistet. Neben den klassischen PCs und Webseiten werden im ACDC-Projekt zudem neue aufstrebende Märkte wie die Cloud, Mobile und auch das Internet der Dinge adressiert. Weitere Informationen unter: 48

49 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND Arnold Nipper CTO /COO DE-CIX Management GmbH Andreas Sturm Leiter Business Development DE-CIX Management GmbH 5.3 DE-CIX Management GmbH DE-CIX Where networks meet Nach Jahren enormen Kunden- und Portwachstums markiert 2013 einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des DE-CIX. Mit DE-CIX Apollon wurde in Frankfurt die weltweit leistungsfähigste Interconnection-Plattform für den Austausch von Datenverkehr im Internet realisiert. Die Plattform ermöglicht den Kunden aus mehr als 60 Ländern eine Datenübertragung mit 100 Gigabit pro Sekunde. Neben dem Aufbau und der Inbetriebnahme der neuen Plattform in Frankfurt wurde auch die Internationalisierung von DE-CIX weiter vorangetrieben. DE-CIX ist integraler Bestandteil der weltweiten Internetinfrastruktur und verbindet internationale Content Networks, Carrier und ISPs an mittlerweile fünf Standorten: in Frankfurt, München, Hamburg, Dubai und seit 2013 auch in New York. Die Internetknoten DE-CIX Frankfurt, DE-CIX Hamburg und DE-CIX München werden von der DE-CIX Management GmbH betrieben. Diese blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäfts jahr zurück. Die Kundenbasis wuchs 2013 um 14 Prozent, gleich zeitig stieg die An zahl der Ports um 18 Prozent und die ersten 100G-Ports wurden angeschlossen. Das Neu kundenwachstum und das Portwachstum der Bestandskunden sorgten dabei wie in den vergangenen Jahren für einen steigenden Datenverkehr. In Spitzenzeiten erreichte der Datenverkehr Werte von fast drei Terabit pro Sekunde, ein Wachstum von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Datenverkehr nimmt international und deutschlandweit stetig zu und DE-CIX wächst mit. Um für das Wachstum der nächsten Jahre gerüstet zu sein, hat DE-CIX 2013 die neue Infrastruktur-Plattform DE-CIX Apollon aufgebaut und implementiert. Dafür wurde DE-CIX 2013 auch mit dem renommierten Capacity Award für den besten globalen Service ausgezeichnet. Im Vergleich zu dem bereits 1995 gegründeten DE-CIX in Frankfurt ist der im Oktober 2012 in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (UAE), gegründete Internetknoten UAE-IX ein vergleichsweise junger Internetknoten. Es ist der erste neutrale und unabhängige Internetknoten im Nahen Osten, betrieben mit dem Know-how und der Unterstützung der DE-CIX Management GmbH. Internet Service Provider aus den GCC-Staaten können durch den lokalen Datenaustausch am UAE-IX die Latenzzeiten um bis zu 80 Prozent verringern und ihre Kosten um bis zu 70 Prozent senken. Ende 2013 waren bereits 25 Kunden angeschlossen und in Spitzenzeiten erreichte der Datenverkehr Werte von knapp zehn Gigabit pro Sekunde. Verantwortlich für das Auslandsgeschäft des DE-CIX ist die DE-CIX International AG, eine eco Tochter. Der 2013 eröffnete Internetknoten DE-CIX New York bildet wie sein Vorbild in Frankfurt am Main eine neutrale Plattform für den Datenaustausch. Public Peering, der in der Regel kostenfreie Austausch von Datenverkehr über eine rechenzentrumsneutrale Plattform, ist in den USA bisher nicht weit verbreitet. Bisher schalten amerikanische Betreiber üblicherweise ihre Netze direkt zusammen und berechnen 49

50 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen Kunden nach Region Asien Naher Osten Nordamerika Zentral- und Osteuropa Russland & GUS EU Region gemäß Rechnungsadresse Deutschland Entwicklung genutzter Ports 2012/ GE-Ports 250 1GE-Ports Q1/12 Q2/12 Q3/12 Q4/12 Q1/13 Q2/13 Q3/13 Q4/ Q1/12 Q2/12 Q3/12 Q4/12 Q1/13 Q2/13 Q3/13 Q4/13 sich dafür gegenseitig Gebühren. Das Ziel, das wir uns mit DE-CIX New York gesetzt haben, ist hoch gesteckt: DE-CIX New York soll einer der fünf größten Internetknoten der Welt werden. Bereits wenige Monate nach der Inbetriebnahme ist der Internetknoten über mehrere Rechenzentren in der Region New York/New Jersey verteilt und an über 100 Zugangspunkten erreichbar. DE-CIX New York wird von der DE-CIX North America Inc. betrieben, einer Tochter der DE-CIX International AG. Zusätzlich zu der Bereitstellung von ausfallsicheren, hochskalierbaren Plattformen für den Austausch von IP-Datenverkehr bietet DE-CIX den DE-CIX NGN Service an. NGN steht dabei für eine Netzwerktechnologie, die leitungsvermittelnde Netze wie Telefon- oder Kabelfernsehnetze durch eine paketvermittelnde Infrastruktur ersetzt, mit den älteren Netzen aber kompatibel ist. Sprach-Services (Voice over IP) und NGN-Services werden netzwerkübergreifend, einfach und kostengünstig bereitgestellt. Der Service ist eine Antwort auf aktuelle Herausforderungen im Telekommunikationsmarkt, zahlreiche Netze nahtlos und multilateral zu verbinden. Darüber hinaus organisierte und unterstützte DE-CIX viele Veranstaltungen wie das Global Peering Forum und das European Peering Forum. Mit ix und heise organisierte DE-CIX Europas größten IPv6-Kongress und zusammen mit Equinix das siebte cnx. Das bedeutende internationale Networking Event für ISPs und Carrier vereinte 2013 über 250 Teilnehmer. Darüber hinaus tauschten sich DE-CIX-Kunden beim jährlichen DE-CIX Customer Summit in Hamburg aus. International traf DE-CIX die Branche bei zahlreichen Capacity-Events wie Capacity Europe, Capacity Asia, Capacity Russia etc. sowie bei der ITW in Chicago, bei der viele wichtige Gespräche für den erfolgreichen Start von DE-CIX New York stattfanden. Und beim angesehenen DE-CIX Christmas Peering Dinner in Moskau begegneten sich die wichtigsten Vertreter der Internet und Peering Community Russlands und der CIS-Staaten. DE-CIX hat das Jahr 2013 genutzt, um die weltweit leistungsfähigste Interconnection- Plattform DE-CIX Apollon aufzubauen und seine Tätigkeiten international auszubauen. Dadurch bestärkt es seinen hervorragenden Ruf in der Branche und die neue Infrastruktur wird Wegbereiter und Garant für das Wachstum der nächsten Jahre sein. Weitere Informationen unter: 50

51 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND DE-CIX MeetingCenter Im Jahr 2013 wurden mehr als 110 Veranstaltungen im DE-CIX MeetingCenter durchgeführt angefangen von internen Teambesprechungen über Kick-off-Meetings, internatio nale Workshops und Schulungen bis hin zu großen Events mit mehr als 120 Teilnehmern. Der Standort Frankfurt sowie der hohe technische Standard und die vielfältige Nutzbarkeit der Räumlichkeiten machten das DE-CIX MeetingCenter für verschiedene Firmen zu einem attraktiven Veranstaltungsort. So machte beispielsweise die Startup Bootcamp Pitch Days Tour, eine internationale Veranstaltung für Existenzgründer, in der ersten Jahreshälfte Halt in unseren Veranstaltungsräumen. Wie jedes Jahr hat auch RIPE NCC seine Schulungen hier durch geführt. Universitäten und Forschungsein richtungen sowie andere Interessenten kamen ins DE-CIX MeetingCenter, um sich über die Aktivitäten des Deutschen Internetknotens zu informieren oder eigene Veranstaltungen durchzuführen. Zahlreiche eco Mitglieder und DE-CIX-Kunden machten von der Möglichkeit Gebrauch, die Räume einmal im Quartal kostenfrei anzumieten. Etabliert haben sich auch die Veranstaltungen, die wir für unsere eco Mitglieder und DE-CIX- Kunden organisieren, wie eco Kompetenzgruppen-Meetings und Roadshows zu verschiedensten branchenrelevanten Themen. Mit der New York Loft Style Christmas Party schloss das MeetingCenter nach einem erfolgreichen zweiten Jahr seine Pforten für Wir erwarten im Jahr 2014 einen weiteren kontinuierlichen Anstieg an Anfragen und Buchungen. Weitere Informationen unter: 51

52 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen Bernd Becker Vorstandssprecher EuroCloud Deutschland_eco e. V. Andreas Weiss Direktor EuroCloud Deutschland_eco e. V. 5.4 EuroCloud Deutschland_eco e. V. Zusammenarbeit in Deutschland und Europa Seit der EuroCloud-Gründung Ende 2009 entwickelte sich der Markt für Cloud-Computing-Dienstleistungen. Für viele Unternehmen ist die Nutzung der Cloud-Angebote bereits ein fester Bestandteil der Unternehmens-IT. Zu dieser Entwicklung trugen die Mitglieder in den EuroCloud-Kompetenzgruppen mit der Veröffentlichung von Leitfäden, der Durchführung von Veranstaltungen aller Art sowie der aktiven Teilnahme an zahlreichen Events erheblich bei. Hierzu zählen auch die Beteiligung an diversen nationalen und internationalen Cloud-Initiativen, die Einbindung in das europäische EuroCloud-Netzwerk und die aktive Mitwirkung an der Gestaltung und Umsetzung der europäischen Cloud-Strategie. Cloud startet in die öffentliche Verwaltung 2013 endete mit der Cloud-for-Europe- Konferenz in Berlin. Geprägt vom Skandal um Edward Snowden und der NSA, dominierte dort die Botschaft, sich stärker auf die eigenen Cloud-Kompetenzen in Europa zu konzentrieren. Nun soll die Cloud endlich auch in den öffentlichen Bereichen Europas ankommen, und zwar mit einem Fokus auf europäische Serviceangebote. Das erfordert auch eine saubere Justierung der öffentlichen Informationsbedürfnisse und der informationellen Schutzinteressen der Bürger. Aus Sicht von EuroCloud ist es ein klare Forderung, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Cloud-Industrie zu stärken, welche besonders die deutschen und europäischen Stärken rund um Datensicherheit und Datenschutz konsequent bedient, und befindet sich damit im Einklang mit den Forderungen der EU-Kommissarin Neelie Kroes. Wie diese Forderungen im internationalen Verbund und auch durchaus mit nichteuropäischen Anbietern zu gestalten sind, zeigen einige interessante Kooperationen, bei denen etwa eine US-Cloud-Plattform an europäische Partner lizenziert wurde. Ein guter Ausgangspunkt dafür ist der Infrastrukturbereich. Hier bilden sich zunehmend Allianzen nach dem Vorbild von Andromède in Frankreich. So entstehende Kooperationen zeigen neue Wege der Zusammenarbeit von IaaS-Providern auf. Dabei entsteht hier weniger eine preisliche Differenzierung im Vordergrund, sondern die Einhaltung qualitativer Sicherheits- und Datenschutzstandards nach europäischem Verständnis. Das EuroCloud-Ziel: ein wettbewerbsfähiges Cloud-Ecosystem Der Weg zu attraktiven und breit akzeptierten Marktangeboten ist lang. Die gesamte Wirtschaft und gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind verunsichert. s und -Kontenzugänge wurden millionenfach gestohlen, ohne dass etwa Konzerne es gemerkt hätten. Monate dauerte es, bis eine 52

53 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND Webseite Konsumenten die Möglichkeit bot zu überprüfen, ob sie betroffen sind. Dank der Aufklärungsarbeiten im Zuge der NSA-/Snowden-Affäre stellte sich heraus, dass Kommunen Daten von Bürgern an die interessierte Wirtschaft verkaufen bei unklarer Rechtslage. Angesichts der zu Recht darauf folgenden öffentlichen Diskussionen um Datenschutz und Datensicherheit arbeitet EuroCloud daran, die Chancen der Cloud realistisch darzustellen, nämlich unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, potenzielle Risiken zu identifizieren und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Dazu gehört es auch, Schutzmaßnahmen zu erläutern. Es ist wichtig, die Bedürfnisse des Mittelstands genau zu verstehen, was EuroCloud mit dem von der EU geförderten Projekt CloudingSMEs erreichen möchte. Ergänzt wird dies durch das EU-Projekt Cloud Catalyst. EuroCloud ist hier ebenfalls beteiligt und unterstützt so Start-ups und Unternehmen durch aktive Hilfestellung bei der Entwicklung innovativer Services. Transparenz im Datenschutz ist für EuroCloud auch weiterhin im Kontext der allgemeinen Datenschutzdiskussion ein wichtiges Ziel und EuroCloud arbeitet aktiv bei der Schaffung einheitlicher europäischer Standards und Vertrags-Templates mit. Der Verband engagiert sich in den Arbeitsgruppen der EU-Kommission (EU Cloud Select Industry Group), bei denen schwerpunktmäßig die Themen Zertifizierung (Certification), Servicevereinbarungen (SLA Service Level Agreement) und Datenschutzverpflichtung (Code of Conduct) aufbereitet werden. Die herstellerneutrale EuroCloud-Star-Audit- Zertifizierung stellt in diesem Zusammenhang eine wichtige Entscheidungshilfe für Cloud- Kunden dar und liefert eine Aussage über Kriterien für die Verlässlichkeit eines Cloud Services. Für Cloud-Anbieter bietet sie darüber hinaus ein neutrales Spiegelbild des erreichten Qualitätsniveaus und schafft so die Basis für eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung und steigende Marktakzeptanz. Standardisierung ist für Cloud Services eine unbestrittene Notwendigkeit. Die von EuroCloud angebotenen Zertifizierungen müssen sich an verständlichen Standards orientieren. Nur so wird die unterschiedliche Servicefunktionalität und Qualität von Cloud- Providern verständlich und nach voll ziehbar. Noch wird sie einerseits zumindest in Teilen von der hohen Innovations ge schwin digkeit überrollt, andererseits versuchen einige An bieter, sich durch proprietäre Standards von Mitbewerbern abzugrenzen. Das European Telecommunication Standardization Institute (ETSI) hat im Auftrag der EU und unter Beteiligung von EuroCloud und Standardisierungsorganisationen wie ISO, OASIS, OGF, ITU etc. eine Bestandsaufnahme geltender Cloud-Standards durchgeführt und unter veröffentlicht. EuroCloud wird die Entwicklung weiter begleiten, denn Interoperabilität und Datenportierbarkeit sind für Cloud-Kunden wichtige Kriterien. EuroCloud engagiert sich für die Verbesserung dieser Rahmenbedingungen immer mit dem Ziel, ein volatiles, wettbewerbsfähiges Cloud- Ecosystem für Deutschland und Europa zu unterstützen, welches bestmögliche Angebote für Wirtschaft und Verwaltung bereitstellt. 53

54 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen 54 EuroCloud Deutschland: Kompetenzgruppen Die EuroCloud-Kompetenzgruppe Cloud Akzeptanz hat in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Aschaffenburg einen Kommunikationsleitfaden für den Vertrieb von Cloud Services erarbeitet, damit sich Cloud-Service- Anbieter optimal auf die Erwartungen der Cloud-Kunden einstellen können. Er enthält qualifizierte, gesicherte und in sich konsistente Aussagen zu den allgemeinen Rahmenbedingungen, um auf typische Fragestellungen und Bedenken von Cloud-Kunden qualifiziert und fokusssiert antworten zu können. Aufgrund der hohen Nachfrage und fortbestehender inhaltlicher Aktualitäten plant die EuroCloud-Kompetenzgruppe Recht die Aktualisierung des Leitfadens Cloud Computing: Recht, Datenschutz und Compliance, der sich seit der ersten Veröffentlichung Ende 2010 ungebrochen großer Beliebtheit erfreut. In der EuroCloud-Kompetenzgruppe Zertifizierung wurde an einer aktualisierten Version des EuroCloud Star Audits gearbeitet, die auf die Harmonisierung und Konkretisierung der Prüfanforderungen für den europäischen Markt ausgerichtet ist. Mittlerweile ist das Programm an die EuroCloud Europe lizenziert worden. Alle Informationen sind auf der neuen Webseite veröffentlicht. Bei der Ende 2013 durchgeführten EuroCloud- Mitgliederbefragung zeigte sich der Wunsch der Mitglieder, weitere Kompetenzgruppen für den Bereich Cloud Security und für Spezialthemen wie Open Cloud und Projektmarketing für Private/Community Cloud einzurichten, dem EuroCloud gern nachkommt. EuroCloud-Projekte: Engagement auf europäischer Ebene EuroCloud ist in eine Reihe von europäischen Projekten eingebunden, die von der EU-Kommission gefördert werden. Projekt CloudingSMEs Das Projekt wurde Mitte 2013 mit einem Konsortium von Anwender- und Anbieterverbänden, technischen Integratoren und unter Mitwirkung der Messe Karlsruhe gestartet. Es richtet sich an KMU und bietet umfangreiche Hilfe bei dem Aufbau von Wissen, der Planung und Integration von Cloud-Diensten. Projekt Cloud Catalyst Das Projekt ist besonders auf Start-up- Unternehmen für den Aufbau innovativer Cloud Services aus Europa ausgerichtet. Auch hier werden die Bedürfnisse von KMU bei der Nutzung berücksichtigt.

55 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND EuroCloud-Veranstaltungen: Kongresse und Roadshows Auswahl 2013: ECDC 2013 und EuroCloud Award, Karlsruhe CLOUDZONE 2013, Karlsruhe EuroCloud Anwenderkongress, Karlsruhe World of Cloud 2013, Frankfurt Powering the Cloud, Frankfurt EuroCloud Congress Europe, Luxemburg Cloud for Europe, Berlin und weitere zahlreiche Kooperationsveranstaltungen. Auswahl 2014: CLOUDZONE 2014, Karlsruhe EuroCloud Anwenderkongress, Karlsruhe BME-eLösungstage, Düsseldorf World of Cloud 2014, Frankfurt ECDC 2014 und EuroCloud Award, Köln EuroCloud Roadshow Cloud meets EuroCloud Start-ups, Berlin EuroCloud Congress Europe, Luxemburg Natürlich wird es noch eine Reihe weiterer Veranstaltungen geben, an denen sich EuroCloud aktiv beteiligt. Aktuelle Informationen sind auf der Webseite und im monatlich erscheinenden Newsletter erhältlich. Am besten informiert sind Sie natürlich im Rahmen einer Mitgliedschaft bei EuroCloud. Weitere Informationen unter: 55

56 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen Rechtsanwalt Thomas Rickert Direktor Names & Numbers, Leitung Kompetenzgruppe Names & Numbers Forum Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe. Die Experten standen für ausführliche Fragen rund um die neuen Top Level Domains zur Verfügung. 5.5 Names & Numbers Forum Jahresrückblick Names & Numbers Forum 2013 Die Kompetenzgruppe Names & Numbers Forum des eco Verbands kann für das abgelaufene Jahr erneut auf eine Reihe interessanter Meetings, Workshops und Aktivitäten zurückblicken, die bei Mitgliedern und in der Öffentlichkeit auf große Resonanz gestoßen sind. Darüber hinaus konnten die Interessen der Mitglieder durch den Leiter und Direktor der Kompetenzgruppe Names & Numbers Forum, Rechtsanwalt Thomas Rickert, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene wieder erfolgreich repräsentiert und gefördert werden. TLD-Roadshow Marken aktiv oder passiv schützen: TMCH ja oder nein? Das Jahr 2013 der Kompetenzgruppe Names & Numbers Forum stand ganz im Zeichen der neuen Top Level Domains (TLD), die im Rahmen des New gtld Program der Internet Corporation for Assigned Names & Numbers (ICANN) seit Ende des Jahres für mehr Auswahl und Wettbewerb auf dem Domain-Markt sorgen. Auf einer Roadshow mit sechs Terminen in Berlin, Frankfurt, Köln, Wien, München und Hamburg konnten sich daher im Juni 2013 Interessierte in Vorträgen und Workshops informieren. Insgesamt haben mehr als 400 Teilnehmer die Möglichkeit genutzt, sich von Experten aus der Domain-Branche Praxistipps aus erster Hand geben zu lassen. Diskutiert wurden Fragen zum Markenschutz, Risiken und Vorteile sowie die Potenziale im Online-Marketing, welche die neuen TLDs für Wirtschaft und Unternehmen bieten. Der Bedarf an Information und Aufklärung ist groß schließlich geht es um eine schleichende Revolution im Internet. Ab dem Sommer 2014 werden im Durchschnitt täglich zwei generische Top Level Domains (gtld) weltweit neu eingeführt und dieser Prozess wird weit in das Jahr 2015 fortlaufen. Damit kommen zu den derzeit bekannten Endungen wie beispielsweise.de für Deutschland rund neue Adresserweiterungen wie etwa die deutschen Vertreter.berlin,.ruhr,.gmbh oder.hamburg hinzu. Neben dem ausgiebigen Informationsaustausch stand das Networking der Teilnehmer untereinander und mit den Referenten im Schließlich gaben viele Unternehmen an, vor dem Start der neuen TLDs noch keine klare Domain-Strategie zu verfolgen. Mit dem Startschuss für die neuen Domain-Endungen ist aber seit dem vergangenen Sommer die Zeit zum Handeln gekommen, wenn es um Fragen der Markenpflege oder Planung im Online- Marketing geht. Insofern gab es für die Teilnehmer der Roadshow genug zu erfahren, um den richtigen Mix aus aktiven und defensiven Maßnahmen zu definieren und gegebenenfalls geeignete Partner zu finden, die das Unternehmen beim Schutz, Monitoring und der Verteidigung unterstützen. Zu diesem Zweck hatte am 26. März 2013 im Zuge der Einführung der neuen TLDs das sogenannte Trademark Clearinghouse (TMCH) seine virtuelle Pforte geöffnet. Registrar Atlas 2013 eco veröffentlicht größte internationale Studie der Domain-Branche Wie steht es um die aktuelle Situation der Domain-Branche? Wie ist die Stimmung und wohin gehen die Trends? Diesen und weiteren Fragen geht inzwischen seit drei Jahren der Registrar Atlas auf den Grund. Auch in der Ausgabe 2013 erläutert die Studie nicht nur Fakten zum deutschen Domain-Markt, sondern vergleicht auch die aktuelle Situation mit 56

57 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND allem die neuen geografischen Erweiterungen wie.berlin sowie die generischen Endungen wie.xyz großer Beliebtheit. sieben weiteren Märkten. Befragt wurden dafür im Vorfeld rund 300 Unternehmen aus acht Ländern. Rechtzeitig zum Start der neuen generischen Top Level Domains stellte eco im April 2013 gemeinsam mit VeriSign die neue Ausgabe der größten internationalen Studie der Domain- Branche vor. Untersucht wurde unter anderem, welche Erfolgschancen Domain-Anbieter den neuen gtlds wie.web,.blog oder.mail einräumen. Thomas Rickert war im Rahmen der Ergebnispräsentation im Kölner eco Kubus im April 2013 überzeugt: Gute Domains sind schon jetzt wie eine Adresse in der Schlossallee. Mit der Einführung der neuen gtlds werden viele neue virtuelle Grundstücke in Toplage geschaffen. Für einen umfangreichen Blick auf die Domain- Branche wurden neben Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden erstmals auch die Märkte in Frankreich, Großbritannien, Bulgarien und Russland unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse wurden unter anderem auf der Branchenveranstaltung newdomains.org in München vorgestellt. Das große Interesse an detaillierten Informationen zeigt, dass eco mit dem Registrar Atlas einen wichtigen Beitrag leistet, Daten zum deutschsprachigen und europäischen Markt zu erheben, zu bewerten und zur Verfügung zu stellen. Daher haben die Vorbereitungen für den Registrar Atlas 2014 bereits begonnen. Der Registrar Atlas wächst von Jahr zu Jahr und zeigt, wie die Unternehmen der Domain-Branche aufgestellt sind, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Märkte sowie wichtige Trends, so Rickert. Laut der aktuellen Studie erfreuen sich vor Weniger optimistisch standen die Anbieter zum Zeitpunkt des Erscheinungstermins der Studie den firmenspezifischen Namenserweiterungen wie.apple oder.audi gegenüber, was nicht zuletzt daran liegt, dass Unternehmens-TLDs in der Regel der Nutzung durch die betreffenden Firmen vorbehalten bleiben und daher für die Domain-Anbieter kein Geschäft versprechen. Rickert erklärt: Wir werden hunderte neuer Domains erleben, mit denen Unternehmen ihren Kunden näherkommen können. Man stelle sich eine Plakatwand vor, auf der 5er.bmw oder schick-es-mit.dhl steht. Bislang dürften das die meisten Internetnutzer nicht für funktionsfähige Adressen halten. Das wird sich jedoch bald ändern und wir können noch mit einer Menge Innovationen in diesem Bereich rechnen. Der Registrar Atlas 2013 kann kostenfrei unter in Deutsch oder Englisch heruntergeladen werden. dotkölsch Vorstellung der Ergebnisse Die Kompetenzgruppe Names & Numbers Forum hatte auch in diesem Jahr für die Vorstellung des Registrar Atlas 2013 zum Domain- Stammtisch dotkölsch geladen. Am 23. April 2013 wurden die Ergebnisse detailliert und exklusiv im Kölner eco Kubus vorgestellt. Direkt im Anschluss konnten die Teilnehmer in entspannter Atmosphäre Ergebnisse und Einschätzungen mit Thomas Rickert im Cölner Hofbräu Früh ausführlich diskutieren. Schließlich zeigt die aktuelle Ausgabe der Studie nicht nur die neuesten Trends und Entwicklungen, sondern auch die noch ungenutzten Potenziale der Domain-Branche. Interessanterweise planten dieses Jahr nur verhältnismäßig wenige Domain-Anbieter spezielle Marketingmaßnahmen, um die Kundennachfrage nach den neuen TLDs anzukurbeln. In Deutschland waren es lediglich ein knappes Viertel (24 Prozent) der Befragten. Doch das wird die neuen Endungen nicht aufhalten, ist Rickert überzeugt: Spätestens seitdem wir wissen, dass sich amazon und Google für große Portfolios neuer TLDs beworben haben, 57

58 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen besteht kein Zweifel mehr, dass insbesondere diese Global Player die Existenz der neuen Endungen in die Breite tragen werden. Die Domain-Anbieter selbst blicken optimistisch in die Zukunft und erwarten ein geschäftliches Wachstum, wobei die Stimmung insgesamt verhaltener ist als in den vergangenen Jahren. Die größte Gefahr für die Domain-Branche sehen sie in der Nutzung von Apps und Suchmaschinen auf mobilen Endgeräten. Istanbul & Singapur Internetbehörde plant neue Zentralen Zum Auftakt zur ICANN-Konferenz am 8. April 2013 in Peking hatte Präsident Fadi Chehadé ein weiteres starkes Signal für die Domain- Branche ausgesendet, was die organisatorische Neuausrichtung der Internetbehörde betrifft. So kündigte er an, dass ICANN ihren globalen Aufgaben mit zwei neuen Zentralen stärker nachkommen wird ein Ansatz, den eco als Verband der deutschen Internetwirtschaft begrüßt. Oliver Süme, eco Vorstand für Politik, Recht und Regulierung, war als Vertreter des Verbands vor Ort. Die neue Struktur mit zwei weiteren Zentralen in Istanbul und Singapur sowie einem Büro in Singapur ist ein wesentlicher Schritt in eine neue ICANN-Ära. ICANN löst sich damit mehr und mehr von den USA, bewertet er die Informationen aus der Eröffnungsveranstaltung der einwöchigen Konferenz und ergänzt: Es verspricht auch einen stärkeren Einfluss der Organisation auf die globale Internet Governance. eco, seit Jahren im Dienste seiner Mitglieder bei ICANN aktiv, unterstützt daher diesen Ansatz. Das Multistakeholder-Modell ist das Regulierungsmodell der Zukunft. Nur wenn alle Beteiligten gleichberechtigt an einem Tisch sitzen, können wir die globalen Herausforderungen des Internet und der Informationsgesellschaft meistern, erklärt Süme weiter. Bestrebungen wie die der ITU, die Internetregulierung unter staatliche Leitung zu stellen, gefährden dieses Erfolgsmodell. Die UN-Behörde strebte bereits im Dezember 2012 eine zentralisierte Internetregulierung an. Bei der ITU-Konferenz im Mai 2013 in Genf versuchte eco daher erneut, Regierungen zu einer aktiven Mitarbeit bei Organisationen wie ICANN zu bewegen. Öffentlichkeitsarbeit / Politische Arbeit Die eco Kompetenzgruppe Names & Numbers Forum hat sich durch verschiedene Pressemitteilungen zur Domain-Branche auch in diesem Jahr mehrfach Gehör verschafft. Beherrschendes Thema war hier natürlich die Einführung der fast neuen gtlds durch die ICANN. Rechtsanwalt Thomas Rickert, der bei eco die Belange der Mitglieder aus der Domain-Branche vertritt, wurde im unabhängigen Auswahlgremium, dem Nominating Committee der ICANN, für weitere zwei Jahre als Mitglied im Council der Generic Names Supporting Organization (GNSO) bestätigt. Das GNSO Council steuert die Politikentwicklung für generische Top Level Domains und damit auch für die neuen Endungen, die derzeit eingeführt werden. Angesichts der aufkommenden Welle neuer generischer Top Level Domains riet eco im Mai 2013 den Inhabern eingetragener Markennamen, sich zügig mit den neuen Internetendungen vertraut zu machen und gegebenenfalls ihre Online-Strategie auf eine oder mehrere neue Domains auszuweiten, denn in Anbetracht der Vielzahl neuer Internetendungen erwarten einige Experten für die kommenden Jahre eine erhebliche Verwirrung bei Internetnamen sowohl auf Firmen- als auch auf Verbraucherseite. Allerdings wäre es unsinnig, nun im Blindflug alle Marken beim dafür zuständigen Trademark Clearinghouse anzumelden, riet Rickert bereits im Sommer 2013 von übereiltem Aktionismus ab. Es ist nicht einfach, den Überblick zu behalten zumal nicht alle Anbieter den Aufwand betreiben können, jede neue Domain in ihr Portfolio aufzunehmen, erklärte Rickert weiter. Doch nur wer den Markt kennt, kann das Potenzial der neuen Domains auch ausschöpfen. eco geht davon aus, dass sich der Nutzer in naher Zukunft schnell an die neuen Endungen gewöhnen wird. Weitere Informationen unter: 58

59 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND Cornelia Schildt Projektmanagement IT-Sicherheit sowie der 13. Deutsche IT-Sicherheitskongress des Bundesamts für Sicherheit in der Informationswirtschaft in Bonn im Mai Die zweite Jahreshälfte startete nach der Sommerpause mit den Internet Security Days in Brühl. Während der dreitägigen it-sa in Nürnberg präsentierte nrw.units seine Angebote auf einem Gemeinschaftsstand mit eco und dem Netzwerkpartner tetraguard systems einem internationalen Publikum. 5.6 nrw.units nrw.units Jahresrückblick 2013 Um den Schutz von Firmengeheimnissen, Privatsphäre und Infrastrukturen zu gewährleisten, hat es sich das Netzwerk nrw.units zur Aufgabe gemacht, in Nordrhein-Westfalen die noch junge Branche der IT-Sicherheit optimal zu vernetzen, Synergiepotenziale aufzudecken und diese schließlich auch zu nutzen. Träger von nrw.units sind eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V., das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum und der IT-Verband networker NRW. Nach dem offiziellen Start des vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein- Westfalen unterstützten Projekts in der Jahresmitte 2012 lag der Schwerpunkt der Arbeit 2013 bei der Gewinnung und Vernetzung der Partner und der Vermarktung des Netzwerks. Rund 40 Unternehmen und Einrichtungen aus ganz Nordrhein-Westfalen hatten sich bis Ende 2013 per Letter of Intend zur aktiven Mitarbeit im Netzwerk verpflichtet. In fünf Treffen an verschiedenen Standorten in NRW stimmten sich die Netzwerkteilnehmer zu den gemeinsamen Aktivitäten ab. Die Arbeit an Fachthemen wird in Arbeitsgruppen organisiert, die sich unter anderem mit den Themen Websicherheit, Cloud Computing, mobile Sicherheit und Datenschutz beschäftigen startete nrw.units das branchenspezifische Format nrw.units meets.... Zu dieser halbtägigen Nachmittagsveranstaltung in Zusammenarbeit mit den Branchen-Clustern und Multiplikatoren lädt nrw.units Anwender ein, um sie mit Vorträgen und Panel-Diskussionen über Sicherheitsprobleme und -lösungen, zugeschnitten auf die tägliche Arbeit, zu informieren. Den Auftakt bildeten dabei zwei Veranstaltungen für die Kreativwirtschaft im Oktober und für die Versicherungswirtschaft im November 2013 in Köln. Dieses Format stieß bei den Teilnehmern auf großen Zuspruch und wird 2014 mit weiteren Branchen und an weiteren Standorten fortgesetzt. Das Netzwerk präsentierte sich darüber hinaus auf allen wichtigen Veranstaltungen mit IT- Sicherheitsbezug innerhalb und außerhalb NRWs. Die Höhepunkte des ersten Halbjahres bildeten dabei im März 2013 die CeBIT in Hannover zusammen mit eco auf dem Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, der eco Kongress im April 2013 in Köln Zurück in Nordrhein-Westfalen, stand der 4. IuK-Tag am 20. November 2013 in Paderborn auf dem Programm, bei dem nrw.units das Forum IT-Sicherheit gestaltete. Zum Thema Industrie 4.0 aber sicher diskutierten sieben Experten aus dem Netzwerk über die Herausforderungen der immer stärker vernetzen Welt und darüber, welche Sicherheitsmaßnahmen in Zukunft besonders wichtig werden. Brauchen wir auch eine Revolution der IT-Sicherheit? Mit dem 4. Tag der IT-Sicherheit der IHKs des Landes NRW, auf dem nrw.units und viele der beteiligten Unternehmen mit Vorträgen vertreten waren, ging ein ereignisreiches Jahr für nrw.units und unsere Partner zu Ende. Den eingeschlagenen Kurs wird nrw.units 2014 weiter fortsetzen, um IT-Sicherheit in NRW (und darüber hinaus) voranzubringen. Weitere Informationen unter: 59

60 GESCHÄFTSBERICHT UND 5. Professional Services und Initiativen Alexandra Koch-Skiba, Rechtsanwältin Leitung eco Internet-Beschwerdestelle 5.7 Internet-Beschwerdestelle Internetnutzer können potenziell rechtswidrige, insbesondere Jugend(medien)schutz-rechtlich relevante Internetinhalte kostenlos bei der eco Internet-Beschwerdestelle (www.eco.de/ beschwerdestelle.html) melden und so dazu beitragen, solche Inhalte sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene zu bekämpfen. eco betreibt seine Beschwerdestelle seit über 15 Jahren. Seit 2004 ist die Beschwerdestelle auch über das mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V. (FSM) gemeinsam betriebene Webportal erreichbar. Dort eingereichte Beschwerden werden von eco und FSM arbeitsteilig und entsprechend der jeweiligen Verfahrensordnung bearbeitet. Unter werden zudem zahlreiche Informationen und Verweise zu Ratgebern zum Thema Medienkompetenz bereitgestellt, welche im Zusammenhang mit dem Relaunch der Webseite im März 2013 überarbeitet wurden. Die eco Internet-Beschwerdestelle wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Safer- Internet-Programms finanziell unterstützt, seit 2008 als Teil des deutschen Safer Internet Centres (www.saferinternet.de). Im deutschen Safer Internet Centre arbeiten eco, FSM, jugendschutz.net, die Nummer gegen Kummer und klicksafe (betrieben von der Rheinland-Pfälzischen Landesmedienkommission und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen) zusammen. Das ausschließlich aus Juristen zusammengesetzte eco Beschwerdestellen-Team erhielt 2013 knapp 30 Prozent mehr Beschwerden als im Vorjahr und war mit insgesamt Beschwerdegegenständen befasst. Mit Eingaben machte der Bereich Beschwerden über s den weitaus größten Anteil aus, gefolgt von Beschwerden über Webseiten (2.177 Eingaben). Lässt man die eingereichten Beschwerden über Spam außen vor, verwiesen 80 Prozent (3.097) der geprüften Beschwerdegegenstände auf kinder- oder jugendpornografische Darstellungen oder Darstellung im Vorfeld der Kinder- und Jugendpornografie. Dies bedeutet einen Rückgang von zwölf Prozent. Im Gegensatz dazu nahmen Beschwerden über freizugängliche Erwachsenenpornografie, Volksverhetzung und verfassungswidrige Propaganda sowie entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte zu und machten zehn Prozent der erhaltenen Hinweise aus. Erfreulich ist der weiter hin positive Trend bei der Bearbeitung von Beschwerden über Kinderpornografie im World Wide Web: Obwohl im Jahr 2013 knapp doppelt so viele verfolgbare Fälle von Kinderpornografie im WWW gemeldet wurden, waren diese Inhalte weltweit im Schnitt nach 5,93 Tagen nach Meldung an die eco Beschwerdestelle nicht mehr verfügbar, in Deutschland nach 2,38 Tagen inklusive Wochenenden und Feiertage. Die eingegangenen Beschwerden wurden je nach Art des Verstoßes und unter Berücksichtigung des Landes, in dem die rechtswidrigen Inhalte gehostet wurden an die Strafverfolgungsbehörden, den Inhalteanbieter, den Hostprovider und/oder Mitglieder des INHOPE-Netzwerks weitergeleitet. 60

61 5. Professional Services und Initiativen GESCHÄFTSBERICHT UND Eingegangene Beschwerden Usenet WWW Foren Chat Filesharing Quelle: eco Internet-Beschwerdestelle 2013 Erfolgsquote nach 2 Tagen 54,8 45,2 offline online Quelle: eco Internet-Beschwerdestelle, Deutschland, Kinderpornografie 2013 Erfolgsquote nach 4 Tagen 90,9 9,1 offline online Quelle: eco Internet-Beschwerdestelle, Deutschland, Kinderpornografie 2013 Erfolgsquote nach einer Woche 0,4 99,6 offline online Quelle: eco Internet-Beschwerdestelle, Deutschland, Kinderpornografie

62 GESCHÄFTSBERICHT UND 6. Highlights 2013 Christiane Skiba Geschäftsstellenleitung Marketing & Eventmanagement 6. Highlights eco Gala: Abend der Superlative Der gesellschaftliche Höhepunkt der deutschen Internetwirtschaft wurde in diesem Jahr zum Abend der Superlative: Fast 400 Gäste besuchten am 27. Juni 2013 die eco Gala im KölnSKY. Dazu kamen mehr als 600 Zuschauer, die via Streaming erstmals die Verleihung der eco Internet Awards live im Internet verfolgen konnten. So nahmen mehr als dreimal so viele Gäste wie im letzten Jahr an dem feierlichen Abend teil. Nach einem Empfang mit Drinks und Fingerfood begrüßten der eco Vorstandsvorsitzende, Prof. Michael Rotert, und eco Geschäftsführer Harald A. Summa die Gäste, um dann die Moderation an Ralph Günther zu übergeben. Im Anschluss an die spannende Preisverleihung der insgesamt neun eco Internet Awards in der Glashalle des KölnSKY ging es in das 28. Stockwerk hoch über die Dächer von Köln. Dort erwartete die Gäste passend zum eco Jahresmotto Zeit für Visionäre das Galabuffet von Hyatt Catering. Fünf Stationen boten abwechslungsreiche Menüs, inspiriert von Visionären wie Mark Zuckerberg, Ingvar Kamprad, Steve Jobs, Howard Schulz oder Jamie Oliver. Die Panoramaterrasse lud auf der 29. Etage zu einem beindruckenden Blick über die Domstadt ein. Eine Chillout-Area, eine Cocktailbar und die musikalische Unterhaltung durch die DJ-, Vocal- und Saxophon-Formation lounge-sax.net sorgten für einen gelungenen Abend, bei dem kräftig bis in die Morgenstunden gefeiert wurde. 62

63 6. Highlights 2013 GESCHÄFTSBERICHT UND In den einzelnen Kategorien wurden mit dem eco Internet Award ausgezeichnet: Automotive Carrier Domain & DNS E-Commerce ebrc mit TrustedCloudFactory und dem Projekt CiteeCar ADVA Optical Networking mit ADVA-100G-Metro-Lösung InterNetX GmbH mit DomainShop Zerebro Internet GmbH mit Barzahlen Hosting/Housing/ Data Center ISP Mobile Online-/ -Marketing Sicherheit AixpertSoft GmbH mit AixBOMS CMDB ANEXIA Internetdienstleistungs GmbH mit ANEXIA World Wide Cloud tado GmbH mit der Lösung tado zur Heizungssteuerung Jobware Online-Service GmbH mit optimierten Stellenanzeigen auf Eyetracking-Basis Eleven GmbH mit Mobile Security for Android 63

64 GESCHÄFTSBERICHT UND 6. Highlights eco MMR Kongress 2013 Rechteinhaber Verbraucher Wirtschaft im netzpolitischen Dreieck? Wie vereinbart man die Interessen von Bürgern, Internetwirtschaft und Rechteverwertungsindustrie? Dies war die Leitfrage des eco MMR Kongresses Im Quadriga Forum am Werderschen Markt in Berlin gingen am 12. März 2013 Experten aus der Wirt schaft ebenso wie Bundes- und Europapolitik dieser Frage nach. Die Antworten werden Wirtschaft und Gesellschaft unseres Landes in Zukunft mit prägen diese hohe Relevanz spiegelte sich bereits in der Schirmherrschaft durch Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich wider. Der Minister war zugleich der erste Redner nach der Eröffnung des Kongresses durch den eco Vorstandsvorsitzenden, Prof. Michael Rotert, und MMR-Chefredakteurin Anke Zimmer-Helfrich. Friedrich gab einen Überblick über die Vielzahl an netzbezogenen Themen, die sein Haus beschäftigen. Zentral sind dabei das IT-Sicherheitsgesetz sowie die Mitarbeit an der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Dem Minister folgte Prof. Dr. Martin Selmayr, Kabinettschef von Viviane Reding, der Vize präsidentin der Kommission und EU- Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft. Sein Thema war der aktuelle Stand der Datenschutz-Grundverordnung. Konkret beschäftigten ihn drei Themen: die Gründe für das Verfahren insgesamt, die Frage nach Evolution oder Revolution des Datenschutzes und zuletzt fünf ihm persönlich wichtige Aspekte der Reform. Nach der Pause wurde das Thema in einer Podiumsdiskussion vertieft: Neben Prof. Dr. Martin Selmayr nahmen MdB Gisela Piltz (FDP), Axel-Springer-Justiziarin Dr. Jana Moser sowie der Bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz, Dr. Thomas Petri, teil. In der Diskussion wurde nach der Grenze gesucht, ab der eine ausdrückliche Einwilligung in die Datenerhebung und Zusammenführung notwendig ist. Die Datenschützer setzten diese Schwelle erwartungsgemäß niedriger an als die Wirtschaftsvertreterin. Konsens herrschte allerdings dahingehend, dass für den Nutzer transparent sein sollte, was mit den Daten geschieht. Auch dass die Internetwirtschaft auf Datenauswertung angewiesen ist, stand außer Frage. Ähnlich umstritten war die Frage der Anbieterhaftung, also der Suche nach dem adäquaten Umgang mit rechtswidrigen Inhalten im Internet. Christian Hoppe vom Bundeskriminalamt, Prof. Dr. Sven Müller-Grune vom Hosting-Provider Hetzner Online AG, Dr. Matthias Leonardy von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) und 64

65 6. Highlights 2013 GESCHÄFTSBERICHT UND Oliver Süme für den europäischen Provider- Verband EuroISPA beleuchteten das Spannungsfeld zwischen Rechtsdurchsetzung und Wahrung von Persönlichkeitsrechten. Die abschließende Diskussion fokussierte auf das Thema Urheberrecht und die Frage, wie dieses entsprechend den Anforderungen des Digitalzeitalters gestaltet werden kann. Am Gespräch nahmen teil: Alexander Wolf von der GEMA und Timo Seidel aus der Rechtsabteilung von Kabel Deutschland. Durch das Gespräch führte Rechtsanwalt Henning Krieg, Syndikus der Lumesse GmbH. Dabei standen die Tarifmodelle der GEMA in der Kritik: Das lange Beharren auf hohen Forderungen gilt als Wirtschaftshemmnis. Nach dem Ende der Debatten nutzten die 80 Teilnehmer noch bis in den Abend die Gelegenheit zum informellen Austausch beim anschließenden Get-together. 65

66 GESCHÄFTSBERICHT UND 6. Highlights eco Kongress: Zeit für Visionäre in Köln Nicht nur der Blick ins Innere des RheinEnergie Stadions war ein Highlight, das Programm beim eco Kongress am 17. April 2013 in Köln war es auch. Unter dem Motto Zeit für Visionäre wurde den mehr als 200 Teilnehmern ein abwechslungsreiches Potpourri an Themen von ausgewiesenen Experten geboten. Und in den Pausen bot sich die Gelegenheit, bestehende Kontakte aufzu frischen oder neue zu knüpfen. Nach der Begrüßung durch eco Geschäftsführer Harald A. Summa eröffnete die Digitaltherapeutin Anitra Eggler mit ihrer Keynote Überkommuniziert, aber uninformiert? den Kongress. Humorvoll und anschaulich führte sie den Teilnehmern die Schattenseite des Umgangs mit der modernen Kommunikation vor Augen: -Lawinen, Facebook-Sucht und sinnloses Surfen bringen häufig nicht nur einen erheblichen Verlust an Lebensqualität mit sich, auch die Arbeitsleistung nimmt drastisch ab. Ihre zehn Erste-Hilfe-Tipps gegen den -Wahnsinn kamen entsprechend gut beim Auditorium an. Die erste Podiumsdiskussion behandelte anschließend das Thema IT-Fachkräftemangel: Die EU-Kommission sieht im IT-Sektor mittlerweile rund unbesetzte Stellen und befürchtet aufgrund dessen eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit bei Europas Wirtschaft. Einigkeit herrschte unter den Diskussionsteilnehmern, dass es heute nicht mehr genügt, eine Stellenanzeige zu veröffentlichen, um viele geeignete Kandidaten zu finden. Vielmehr spiele heute Social Recruiting eine entscheidende Rolle. Crowd Sourcing und Big Data Nach einer Pause teilte sich das Programm in zwei Tracks auf: In das Thema Crowd Sourcing führte Claudia Pelzer (CrowdsourcingBlog.de) ein. Mit diversen Beispielen zeigte sie die praktische Anwendung und erklärte, was sich durch den Einsatz ändert. So gebe es neue Wege des Umgangs sowie mehr Transparenz und Anerkennung gewinne als Währung an Bedeutung. Gleichzeitig warnte sie: Crowd Sourcing ist mehr Arbeit, als viele denken. Den Track zum Thema Big Data eröffnete Holger Düwiger (Neofonie). Er wies darauf hin, dass das immens gestiegene Datenaufkommen, bei dem inzwischen Zetabytes an Daten bewältigt werden müssen, hohe Anforderungen sowohl an die Infrastrukturen als auch an die Fachkräfte stelle. Michael Frey (Frey International Business Consulting) erklärte, dass beispielsweise Unternehmen unterschiedlicher Größe unter dem Begriff Big Data unterschiedliche Größenordnungen verstünden. Er plädierte in seinem Vortrag dafür, dass der Nutzen bei der Datensammlung im Vordergrund stehen müsse. 66

67 6. Highlights 2013 GESCHÄFTSBERICHT UND Start-up-Arena und M2M Im Anschluss an die Mittagspause öffnete die Start-up-Arena: Zunächst stellte Dr. Tanja zu Waldeck die Erfolgsgeschichte ihres Unternehmens NetMoms vor. Wichtig für den Erfolg von Start-ups sei unter anderem die Diversität der Gründer trotz gleicher Einstellung oder Ideen zur Rollenverteilung. Zudem sei es entscheidend, den Rollenwechsel vom Gründer zum Manager zu vollziehen und auf schnelles Wachstum zu setzen sowie eine nachhaltige Profitabilität anzustreben. Sie riet dazu, besonders dem Vertrieb Beachtung zu schenken, und warnte vor häufig kontraproduktivem Perfektionismus. Nach dem Vortrag durften acht junge Unternehmer in einem 60-Sekunden-Vortrag der vierköpfigen Jury ihre Idee samt Geschäftsmodell vorstellen. Im Anschluss mussten sie sich einer kritischen Fragerunde durch André Burchart (Iris Capnamic Management GmbH), Ole Kebbel (High-Tech Gründerfonds), Jens-Uwe Sauer (Seedmatch GmbH) und Harald A. Summa (eco) stellen. Bei den sehr abwechslungsreichen Präsentationen konnte sich am Ende OnPage.org durchsetzen. Bei M2M (Machine-to-Machine) ist die Sicherheit ein ganz großes Thema. Den Anfang bei den Kurzvorträgen machte Annika Strobel (ESCRYPT GmbH) mit dem Hinweis, dass die vielen Schnittstellen, die ein modernes Auto nach außen hat, allesamt ein potenzielles Risiko für einen Angriff darstellen. Auf großes Interesse beim Auditorium stieß auch der Vortrag von Stefan Bergler (Telefónica Germany GmbH & Co. KG) zum Thema Intelligent Fahren und Sparen. Er stellte Lösungen zum Flottenmanagement und zur Versicherungstelematik vor. Dr. Bernhard Thomas (Continental AG) erklärte, dass sich die Forschung und Entwicklung in Bezug auf vernetzte Autos in erster Linie auf den Sicherheitsbereich stürzen. Die meisten Unfälle basierten auf Fahrfehlern. Daher forsche man zu teilautonomen und autonomen Fahrsystemen. Gamification und neue TLDs Gamification bezeichnet laut Wikipedia die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremdem Kontext. Dass es sich dabei um eine nicht gänzlich neue Erfindung handelt, erklärte Arne Gels (Zone 2 Connect GmbH) in seinem Vortrag mit dem Titel Mit Unternehmen spielen. Als Beispiele nannte er Bonusprogramme wie Miles & More oder Payback und wies auf den Klassiker, das Moorhuhn-Spiel, hin. Anhand von Nike+ zeigte Gels, wie Kunden im Social Web die Produkte des Herstellers immer wieder in die Kommunikation bringen. In der anschließenden Diskussion unter Leitung von Ibrahim Mazari (dimedis GmbH) betonte Thorsten Unger (GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche e. V.), wie das Interesse an spielbasierter Kommunikation immer stärker würde. Und Gels ist vom Kommunikationsmix überzeugt: Der Übergang von interner und externer Kommunikation werde zukünftig fließender. Ab dem Sommer 2013 werden viele neue Top Level Domains (TLDs) eingeführt. In drei Vorträgen beleuchteten die Referenten das Thema aus unterschiedlicher Sicht. Sebastian Ritze (united-domains AG) nahm sich die Sicht der Verbraucher vor. Seiner Überzeugung nach bieten die neuen TLDs Vorteile für die Verbraucher etwa mehr Wahlfreiheit. Sie könnten aber auch zu Verwirrung führen. Dirk Krischenowski (dotberlin GmbH & Co. KG) legte die Herausforderungen für Unternehmen dar, die mit der Einführung der neuen TLDs einhergehen. Er forderte sie dazu auf, ihren Namen und ihre Marken schnell für die neuen TLDs anzumelden, bevor ihnen jemand anderes zuvorkomme. Zum Abschluss überreichte Harald A. Summa den eco Start-up Award an OnPage.org, die mit ihrem Geschäftsmodell für SEO-Analysesoftware die Jury überzeugt hatte. Als Begründung nannte er das große Marktpotenzial für das Konzept national wie international. Zudem biete es eine einfache Lösung für einen komplexen technologischen Prozess und bringe damit bereits schon kurz nach seinem Start zahlreichen Kunden einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Platz zwei ging an audriga, einen Umzugsdienst zur Migration von - und Groupware-Daten, gefolgt von Barzahlen, einem neuartigen System, das die Bezahlung von Online-Einkäufen im Einzelhandel ermöglicht. Die Teilnehmer nutzten danach die Gelegenheit zum abschließenden Networking oder beteiligten sich an einer exklusiven Führung durch das RheinEnergieStadion. Weitere Informationen unter: 67

68 GESCHÄFTSBERICHT UND 6. Highlights Branchentreff Internet Security Days Messe, Vorträge und Networking- Events: Bei den Internet Security Days (ISD) am 24. und 25. September 2013 im Phantasialand bei Brühl trafen sich bereits zum dritten Mal in Folge internationale Sicherheitsexperten. Mehr als 900 Teilnehmer aus 25 Ländern und dazu 30 Aussteller verzeichneten die Veranstalter eco und Bellaxa vor der spektakulären Kulisse des Freizeitparks. Die Schirmherrschaft übernahm in diesem Jahr erneut das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Der erste Tag begann mit Keynotes von Torsten Jüngling (Stonesoft), Joe Klein (SRA International) und Darren Anstee (Arbor Networks), die sich nach ihren Vorträgen während der folgenden Podiumsdiskussion zu Cybersicherheit, IPv6 und neuartiger Malware austauschten. Am Nachmittag boten drei Tracks die Themenschwerpunkte Advanced threats on the Application Level, Protecting your networks und European Cooperation. Dabei wurde im Rahmen der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Bereich IT-Sicherheit unter anderem das von eco geleitete europäische Pilotprojekt Advanced Cyber Defence Centre (ACDC) in mehreren Vorträgen präsentiert. Am zweiten Veranstaltungstag erwarteten die Besucher wieder hochkarätige Keynotes; es sprachen Righard Zwienenberg (ESET), Alfredo Vistola (F5 Networks) und Koji Nakao (KDDI) und diskutierten anschließend zusammen mit Frank Ackermann vom eco Verband. In den folgenden Security-Sessions wurde unter dem Motto IT-Sicherheitswissen für die Zukunft ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm geboten. So stellte beispielsweise Dr. Benjamin Heckmann den gemeinsam von eco und der Hochschule Darmstadt initiierten kooperativen Studiengang IT-Sicherheit vor. Im parallel stattfindenden Track M2M Secure wurde speziell auf die Sicherheit rund um den Informationsaustausch Machine-to-Machine (M2M) eingegangen. Social Events am ersten Abend und zahlreiche Gelegenheiten zum Networking rundeten die gelungene Veranstaltung ab das Feedback der Teilnehmer war durchgehend positiv. Weitere Informationen unter:

69 6. Highlights 2013 GESCHÄFTSBERICHT UND 6.5 politalks 2013 politalk 2013: Netzpolitik ist Standortpolitik Das Thema Netzpolitik ist Standortpolitik wie stoppt man die Abwanderung der Investoren? diskutierten Experten beim eco politalk am 27. Februar 2013 in Berlin. Welchen Strukturwandel erleben wir durch das Internet? Wie können wir Wertschöpfung in Deutschland erhalten und die Abwanderung von Investoren ins europäische Ausland stoppen? Darüber diskutierten die wirtschaftspolitischen Vertreter aller vier Fraktionen aus dem Bundestag: Claudia Bögel (FDP), Lars Klingbeil (SPD), Dr. Tobias Lindner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sowie Thomas Jarzombek (CDU/CSU). Vor der politischen Diskussion gaben die Experten Peter Knapp, Geschäftsführer Interxion Deutschland GmbH, sowie Andreas Weiss, Direktor EuroCloud Deutschland_eco e. V., schon einmal einen kurzen Einblick, wie sie die Rahmenbedingungen einschätzen und welche Lösungen sie sehen. Die deutsche Wirtschaft durchläuft einen Strukturwandel, der mit der industriellen Revolution verglichen wird, die im 19. Jahrhundert die europäische Wirtschaft auf ein völlig neues Niveau hob. Verantwortlich dafür sind die Entwicklung des Internet und die Digitalisierung. Demzufolge spielt die Internetwirtschaft eine Schlüsselrolle. Das Internet wirbelt sowohl die privaten als auch die gewerblichen Bereiche durcheinander: Im privaten Bereich werden überall neue Anwendungen entwickelt. Im gewerblichen Bereich werden Wertschöpfungsketten aufgebrochen, erklärte Peter Knapp, Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH. Das Internet sorgt jedoch auch dafür, dass der nächste Mitbewerber nur einen Klick entfernt ist egal, ob er in der gleichen Stadt oder in einem anderen Land sitzt. Im weltweiten Wettbewerb sieht Knapp massive Standortnachteile für Deutschland, insbesondere aufgrund der hohen Produktionskosten, speziell der Energiekosten: Bei Installation einer Cloud-Computing-Anwendung etwa liegen die Kosten über eine zehnjährige Laufzeit einer solchen Investition zu mehr als der Hälfte im Bereich des Stromverbrauchs. Da macht es einen erheblichen Unterschied, dass die Energiekosten in Deutschland teilweise um 50 Prozent höher als beispielsweise in den Niederlanden oder Frankreich sind, so Knapp. Eine überteuerte IT-Infrastruktur behindert in Deutschland den Aufbau einer agilen und international wettbewerbsfähigen deutschen Cloud-Computing-Industrie, kritisierte auch Andreas Weiss, Direktor des EuroCloud Deutschland_eco e. V.. Außerdem verminderten die Rahmenbedingungen die Akzeptanz der deutschen Unternehmen bei der Nutzung von Cloud-Service-Angeboten. Investitionsklima: Deutschland von der Zukunft abgehängt? Bürokratische Hürden, eine komplexe Steuergesetzgebung verbunden mit extrem hohen Anforderungen an die zu erstellenden Unterlagen für ein Investorengespräch, nannte eco Vorstandsvorsitzender Prof. Michael Rotert als die wichtigsten Gründe, warum Unternehmen zurückhaltend und risikoscheu beim Standort Deutschland reagieren. Dazu komme die Tatsache, dass die meisten Investoren erst bei einigen Millionen Euro einsteigen, um einen ordentlichen Return of Invest zu bekommen. Die Gruppe der Seed-Investoren, die kleine Start-ups mit einigen hunderttausend bis zu einer Million Euro unterstützten, sei einfach zu klein. Wenn die Leute gute Ideen haben, aber kein Geld, diese umzusetzen, gehen sie entweder weg oder verzichten darauf, unternehmerisch tätig zu werden. Das wirkt sich mittelfristig auf den Standort Deutschland, auf die Anzahl neuer Arbeitsplätze und natürlich auch auf die gesamte Arbeitsmarktsituation aus. Wenn Deutschland gute Leute ausbildet, um zukünftig deren Produkte zu importieren, ist das sicher kein gutes Geschäft. Also werden wir im schlimmsten Fall von der Zukunft ab gehängt!, sagte Rotert. Sicher würde es helfen, wenn man gerade für Start-ups bürokratische Hürden vermindern würde und Geldbeschaffungsmöglichkeiten bei Banken für derartige Unternehmen vereinfachen würde. Verbände, IHK, Ausbildungsstätten etc. könnten verstärkt spezielle Kurse bieten, um zumindest die Qualität von Businessplänen beziehungsweise die Einschätzung von Geschäftsideen zu verbessern. Wenn dies dann noch in Absprache mit Investoren aufgebaut 69

70 GESCHÄFTSBERICHT UND 6. Highlights 2013 (m/w)?. Mehr Sichtbarkeit und eine stärkere politische Besetzung des Themas Internet in der nächsten Bundesregierung forderten alle aber über die Umsetzung in der Exekutive herrschten unterschiedliche Vorstellungen. werde, wäre dies sicher ein erster Schritt. Langfristig müsse natürlich auch die Politik für beide Seiten geeignete Rahmenbedingungen herstellen. Wenn dann aus Start-ups mittelständische Unternehmen werden, würde dies den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken und zusätzlich interessanter für Investoren machen, so Rotert. Braucht Deutschland einen Internetminister (m/w)? Am 11. Juni 2013 fand der letzte politalk des eco Hauptstadtbüros in dieser Legislaturperiode statt, anschließend begann der Wahlkampf. Netzpolitiker aus allen fünf Parteien diskutierten vor über 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Presse und Netzcommunity über das zukunftsweisende Thema: Braucht Deutschland einen Internetminister Auf dem Podium saßen Dorothee Bär (Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stellvertretende Generalsekretärin der CSU sowie Vorsitzende CSU-Netzrat und CSUnet), Dr. Konstantin von Notz (Sprecher für Netzpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Jimmy Schulz (Obmann der FDP-Bundestagsfraktion im Unterausschuss Neue Medien), Halina Wawzyniak (Netzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE) sowie Brigitte Zypries (Mitglied im Unterausschuss Neue Medien für die SPD-Bundestagsfraktion). Ausgehend von der Forderung der Enquete- Kommission, in der nächsten Legislaturperiode einen ständigen Ausschuss Internet und Digitale Gesellschaft zu etablieren, stand die Frage im Raum, wie die Spiegelung in der Exekutiven erfolgen soll. Denkbar wären ein eigenständiges Ministerium, ein Staatsminister im Kanzleramt, ein Beauftragter der Bundesregierung oder eine ausgewiesene Stelle in jedem Ministerium, die zentral koordiniert werden. Die Vertreter des Bundestags hatten dazu unterschiedliche Vorstellungen. Herr von Notz hielt einen Staatsminister oder -sekretär für realistisch, der am Kabinettstisch sitzen sollte. Die Zuordnung zu einem Ministerium war für ihn noch vollkommen offen. Frau Bär sah den Internetminister eindeutig im Bundeskanzleramt sitzen. Als Staatsminister wäre er der zentrale Ansprechpartner in der Bundesregierung für alle Belange des Internet. Die Persönlichkeit war für Herrn Schulz von zentraler Bedeutung. Erst danach stelle sich die Frage, wo er angesiedelt werde und welche Befugnisse er habe. Für Frau Wawzyniak stand der Ausschuss im Mittelpunkt sowie die Erfahrungen, die in der nächsten Bundesregierung mit diesem Ausschuss gemacht werden. Sie möchte hier erst einmal die Entwicklung abwarten und befürchtete, dass der Ausschuss nicht so federführend ist, wie sie ihn gern hätte. Eine koordinierende Stelle in jedem Ministerium stand für Frau Zypries im Vordergrund. Sie erachtete es als schwierig, eine Bündelung der vielfältigen, technischen Themen in nur einer Person zu erreichen. In der Bundesregierung sollte eher auf eine bessere Koordinierung geachtet werden. Einig waren sich alle, dass die Einrichtung des Ausschusses Internet und Digitale Gesellschaft von zentraler Wichtigkeit ist und die wachsende Bedeutung des Internet für die Wirtschaft und Gesellschaft widerspiegelt. Über die Anbindung in die Exekutive gab es unterschiedliche Vorstellungen, jedoch sahen auch hier fast alle Mitglieder des Bundestags Änderungsbedarf. Bei einer lockeren Atmosphäre auf dem Podium war der kommende Wahlkampf schon präsent. Nach der Podiumsdiskussion wurde noch bis spät in die Nacht über das Thema diskutiert. 70

71 6. Highlights 2013 GESCHÄFTSBERICHT UND 6. 6 EuroCloud Deutschland Conference 2013 Kooperative Zusammenarbeit entscheidend für Cloud-Erfolg Aktuelle Trends und veränderte Rahmenbedingungen diskutierten Cloud-interessierte Unternehmen bei der EuroCloud Deutschland Conference 2013 (ECDC) am 14. Mai Der Euro- Cloud Deutschland_eco e. V Verband der deutschen Cloud-Computing-Wirtschaft hatte nach Karlsruhe geladen, um Barrieren bei der Bereitstellung von Cloud Services zu beseitigen und dafür wichtige kooperative Partnerschaften zu fördern. Am Abend ehrte der Verband zudem das beste Start-up in der Cloud, das beste Cloud-Produkt, die beste Case Study aus der Wirtschaft und das Unternehmen mit dem höchsten Nutzen durch den Einsatz von Cloud Services mit dem EuroCloud Deutschland Award Die Cloud ist kein reines IT-Thema, sondern ein kultureller Wandel, sagte Julius Heriban von T-Systems International auf der ECDC 2013 und unterstrich damit die Bedeutung von Cloud Computing, das die Hypephase hinter sich gelassen und sich zur ausgereiften Lösung für die IT-Bereitstellung entwickelt hat. Die Zahl der Befürworter ist gewachsen, bestätigte Bruno Wallraf von KPMG in seinem Vortrag. Aber die Cloud polarisiere. Wichtig ist aus seiner Sicht: Cloud Computing ist ein Thema für CEOs und COOs, nicht für CIOs. Doch was ist noch wichtig für den Erfolg von Cloud Services? Entscheidende Voraussetzungen sind Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit, betonte Antje Gerwig von Equinix (Germany) in Karlsruhe. Erfahrungsberichte zu diesen Themenschwerpunkten, aber auch zu Zertifizierung, Standards, Cloud Partnering und Interoperabilität folgten in vier Panels. Die Cloud ist erwachsen und für viele Herausforderungen gibt es längst erprobte Lösungen. Gerade für mittelständische Unternehmen ist aber die Wahl geeigneter Partner ausschlaggebend, um das Cloud-Potenzial ausschöpfen zu können, sagte Bernd Becker, Präsident EuroCloud Europe und Vorstandssprecher des Verbands EuroCloud Deutschland_eco e. V.. Die besten deutschen Cloud Services stehen fest Am Abend kürte EuroCloud Deutschland_eco die Sieger der EuroCloud Deutschland Awards Diese konnten sich dann im europäischen Wettbewerb mit den Gewinnern anderer teilnehmender EuroCloud-Länder um den europäischen Award messen und ihre Lösungen einem internationalen Publikum präsentieren. Einige interessante und vor allem innovative Konzepte erreichten die Fachjury und machten die Auswahl nicht leicht. Bei der Bewertung von Faktoren wie Zukunftsorientierung, Professionalität, Geschäftsmodell und Kundenvorteil konnten unsere Award-Gewinner aber ordentlich punkten und überzeugten als Musterbeispiele von der hohen Qualität und Originalität der deutschen Cloud-Computing-Branche, freut sich Bernd Becker. 71

72 GESCHÄFTSBERICHT UND 6. Highlights eco bei der German Valley Week 72 Brücken bauen zwischen Deutschland und der Bay Area in den USA wollte die Delegation unter der Leitung des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler. Bei der German Valley Week erkundeten deutsche Unternehmen und Wirtschaftsvertreter, Venture Capitalists, Start-ups und Vertreter des Wirtschaftsminis teriums Silicon Valley und besuchten namhafte amerikanische Internetunternehmen wie Google und Facebook, aber auch dort ansässige deutsche Unternehmen wie SAP sowie Universi täten. eco Geschäftsführer Harald A. Summa war Teil der Delegation. Das Ziel der Reise war es, Geschäftsbeziehungen zu fördern und VCs als Wagniskapitalgeber für deutsche Start-ups zu gewinnen. So wird eine Verdopplung der Firmengründungen in der deutschen IT-Branche von jährlich auf angestrebt. Alle 100 Unternehmer, die Rösler auf der Reise begleiteten, waren sich auf dem Nachhauseweg darüber einig, dass diese ihren Zweck mehr als erfüllt hat. Aus Sicht der Teilnehmer haben wir es verstanden, Deutschland in den USA als ein Land der Innovationen und engagierter Unternehmer mit geschäftsträchtigen Produktideen zu präsentieren und nicht nur als Absatzmarkt. Wir haben die Gelegenheit genutzt, deutsches Unternehmertum für amerikanische Ventures interessant zu machen sagte Summa. Weitere Informationen unter:

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