Beschaffung, Produktion, Logistik Wiederholungsaufgaben

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1 Beschaffung, Produktion, Logistik Wiederholungsaufgaben 1.) An einem Maschinenarbeitsplatz kann immer nur ein Blech weiterverarbeitet werden. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer beträgt 10 min. Die durchschnittliche Wartezeit im Pufferlager pro Stück soll maximal 20 min betragen. Im vorherigen Arbeitsschritt werden die Bleche gestanzt. Es kommen durchschnittlich 6 gestanzte Bleche pro Stunde am Maschinenarbeitsplatz an. a) Wie hoch ist der Bestand im gegebenen System? Berechnung Bestand > Gesetz von Little: Bestand = DLZ x Outputrate bzw. Bestand = DLZ x Ankunftsrate Durchschnittliche DLZ = Wartezeit + Bearbeitungszeit = 20 min + 10 min = 30 min Bestand = 30 min x 6 Bleche / 60 min = 3 Bleche b) Wie hoch ist der Bestand im Wartebereich des Maschinenarbeitsplatzes? Bestand im Wartebereich = Wartezeit x Outputrate = = 20 min x 6 Bleche / 60 min = 2 Bleche Wartebereich 20 min / Blech Maschinenarbeitsplatz 10 min / Blech c) Wie viele Stück von Teil T1 müssen Sie bei der geplanten Jahresproduktion des Endproduktes E1 von 1000 Stück einkaufen? Bennen und skizzieren Sie die Stückliste die der Einkauf für die Berechnung des Jahresbedarfes benötigt? Jahresbedarf T1 = 2x1x1 + 1x1 + 2x2x1 = 7 Stück Mengenstückliste Erzeugnis E1 Teilenummer Bezeichnung Menge 1

2 d) Nennen Sie neben der in c) genannten Stückliste noch zwei weitere Stücklistenarten Strukturstückliste, Baukastenstückliste e) Nennen Sie neben der Stückliste zwei weitere Informationen eines Produktionssystems Arbeitspläne, Kapazitätsdaten 2.) a) Berechnen Sie die Cash to Cash Cycle Time? Gegeben: Durchschnittliche Lagerdauer RHB s = 20 Tage, Dauer Fertigungsprozess = 5 Tage, Lagerdauer Fertigerzeugnisse = 10 Tage, Zahlungsziel der Lieferantenrechnungen = 30 Tage, Zahlungsziel Kundenrechnungen = 60 Tage Cash to Cash Cycle Time = DLZ Lager + DLZ Leistungserstellung + DLZ Kundenforderung DLZ Lieferantenverbindlichkeit = = 65 Tage b) Schlagen Sie 2 Maßnahmen zur Reduzierung der Cash to Cash Cycle Time vor? Reduzierung Durchlaufzeit, Reduzieren Zahlungsziel Kundenrechnungen Cash to Cash Cycle Time Zahlung Lieferanten Zahlung des Kunden 3.) Beschreiben Sie den Unterschied zwischen einer Reihen und einer Fließbandfertigung Reihenfertigung: ohne zeitliche Bindung > Kein Takt Fließbandfertigung: mit zeitlicher Bindung > Arbeitstakt vorhanden 4.) Erläutern Sie anhand eines ausgewählten Beispiels die Inselfertigung Beispiel: DRX Werkzeugbau: Fräserei, Dreherei; nach dem Objektprinzip geordnete Fertigung 5.) Nennen Sie die drei Methoden zur Bedarfsermittlung Deterministische, stochastische, heuristische Bedarfsermittlung 6.) Erläutern Sie die 2 mögliche Ursachen eines Bullwhip Effektes Nachfragesignale werden übertrieben und mit Verzögerung weitergereicht. Zusätzlich werden diese durch lange Lieferzeiten verstärkt. Bei Engpässen irrationales Verhalten: Hamsterkäufe > Aufsummieren der Bestände über die Lieferkette. Wenn Nachfrageboom ausbleibt: Reduzieren der Bestände und Verlängerung des Bestellintervalls 7.) Das Topmanagement in einem Fertigungsbetrieb hat vereinbart, den Return on Investment um 10 % zu steigern. a) Um wieviel Prozent müssen Sie als Einkaufsleiter die Materialkosten senken, damit dieses Ziel erfüllt werden kann? Wählen Sie einen Branchentypischen Anteil der Materialkosten an den Selbstkosten. b) Erläutern Sie anschließen anhand des Beispiels die Bedeutung der Beschaffung. c) Welche Auswirkung hätte Lean Production auf den ROI? 2

3 Gegeben: AV: 100 Mio, UV 50 Mio, Umsatz 300 Mio, Selbstkosten 280 Mio a) > ROI Steigerung um 10% > Kapitalumschlag konstant > Umsatzrentabilität muss um 10 % gesteigert werden > Umsatz konstant > Gewinn muss um 10 % gesteigert werden Gewinn neu = Umsatzrentabilität * Umsatz = 1,1 * ( ) Mio = 22 Mio Selbstkosten = Umsatz Gewinn = 300 Mio 22 Mio = 278 Mio Materialkosten neu = Selbstkosten / 2 = 278 Mio / 2 = 139 Mio Materialkosten alt = Selbstkosten / 2 = 280 Mio / 2 = 140 Mio Materialkostensenkung = 1 / 140 = 0,7 % b) Bedeutung des Einkaufs wird ersichtlich durch die Hebelwirkung der Materialkosten auf den ROI: Werden die Materialkosten um 0,7% gesenkt, so steigt der ROI um 10%. c) Lean Production > schlanke Produktion: niedriges gebundene Kapital > höherer Kapitalumschlag > höherer ROI 8.) Nennen Sie drei Ziele der Disposition und beschreiben Sie einen Zielkonflikt Kapitalbindung, Materialbereitstellungskosten, Lieferservice Zielkonflikt Kapitalbindung vs. Materialbereitstellungskosten: Geringe Kapitalbindung bedeutet, dass nur geringe Bestände vorhanden sein dürfen. Dies wird durch kleine Bestellmengen ermöglicht. Jedoch führen kleinere Lose zu höheren Materialbereitstellungskosten, wie z.b. Transportkosten, Handlingskosten, da öfters angeliefert werden muss. 9.) Skizzieren Sie in das unten stehende Diagramm die Kostenverläufe von Bestellkosten, Lagerhaltungskosten sowie Gesamtkosten. Kennzeichnen Sie die optimale Bestellmenge. 3

4 10.) Ergänzen Sie das nachfolgende Diagramm: Tragen Sie die plangesteuerte Disposition, verbrauchsgesteuerte Disposition sowie bedarfssynchrone Beschaffung in den jeweiligen richtigen Sektor ein: 4

5 11.) Welchen Grundsatz verfolgt die Auftragsfreigabe? Freigabe nur ohne Fehlteile 12.) Bennen Sie das nachfolgende Bestellverfahren und Beschriften Sie die Kästchen 5

6 Bestellpunktverfahren Sägezahnmodell Bestellmenge Meldebestand Mindestbestand Beschaffungszeit 13.) Beschreiben Sie, wie durch ein Pullsystem in der Produktionssteuerung Lagerstände reduziert werden können. Die Produktionssteuerung erfolgt dezentral und verbrauchsorientiert. Durch engmaschig vernetzte, selbststeuernde Regelkreise können Bestände reduziert werden. 14.) Was versteht man unter Supply Chain Management und welche Ziele werden damit verfolgt? Integrierte Planung und Steuerung von Waren, Informations und Geldflüsse entlang einer Wertschöpfungskette Ziele: 1.) Synchronisation Bedarfe unternehmensübergreifend 2.) Abbau Bestände entlang der Wertschöpfungskette 15.) Ihr Unternehmen stellt individuale Produkte in Kleinserie her. Welche Art von Fördermittel verwenden sie und warum? Unstetigförderer z.b. Gabelstapler > flexibler Einsatz möglich 16.) Bennen Sie 3 Funktionen eines Lagers Ausgleichsfunktion (Puffer), Sicherungsfunktion, Spekulationsfunktion 6

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