ITEM SERVICES. Take IT easy. Auf einer Wellenlänge. Smarte Servicestruktur. Kundenmagazin der IT-Informatik GmbH Ausgabe 01/2015 Juli

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1 ITEM Kundenmagazin der IT-Informatik GmbH Ausgabe 01/2015 Juli SERVICES Take IT easy mehr lesen / Seite 7 Auf einer Wellenlänge mehr lesen / Seite 11 Smarte Servicestruktur mehr lesen / Seite 17

2 Take IT easy SAPUI5 Apps versprechen weniger Klicks und intuitive Benutzung 07 Auf einer Wellenlänge 11 Smarte ServiceStruktur 17 Impressum 1. Ausgabe, Juli 2015 Herausgeber: IT-Informatik GmbH, Günter Nägele Magirus-Deutz-Straße 17, Ulm Telefon , Telefax , Redaktion und Text: Frank Zscheile, agentur auftakt, und Thilo Weisshardt, IT-Informatik GmbH Gestaltung: klarelinie, Agentur für Gestaltung GmbH, Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers unter Angabe der Quelle. Für Feedback, zusätzliche Exemplare etc. bitte an Gardena löst alten Ersatzteilshop durch E-Commerce-Lösung factor:plus ab Seite 3 Neue Business Unit Industry verfolgt ganzheitlichen Ansatz Seite 4 Stadt Konstanz realisiert dezentrale Beschaffung mit factor:plus Seite 5 Rapunzel setzt bei der Lagerlogistik zukünftig auf factor:plus Seite 6 SAPUI5 Apps versprechen weniger Klicks und intuitive Benutzung Seite 7 Tesat und IT-Informatik arbeiten beim Softwareengineering Hand in Hand Seite 11 Erfolgreiche internationale Kontenplanumstellung bei Teva/ratiopharm Seite 15 IT-Informatik mit neuem Servicekonzept Einheitliche Anlaufstellen noch kürzere Antwortzeiten Seite 17 OPRA Day zeigt die Zukunft der Instandhaltung Industrie 4.0 und Augmented Reality Seite 19 seite 01 / item 01/2015 // Inhalt

3 Liebe Leserin, lieber Leser, Stillstand ist Rückschritt, gerade in einem von Innovationen getriebenen Bereich wie der IT-Branche. Deshalb bleibt auch die IT-Informatik nicht stehen, sondern richtet sich permanent an den Bedürfnissen des Marktes und ihrer Kunden aus. So ist die Anpassung unserer internen Strukturen zu verstehen, die wir seit Anfang des Jahres 2015 erfolgreich umsetzen. Die bisherigen Geschäftsfelder haben wir durch vier neue Business Units Industry, Technology, Retail und Training abgelöst. So werden wir unsere Kunden künftig noch besser ganzheitlich mit einer breiten Themenpalette betreuen können. Denn auch die Unternehmen setzen, was ihre IT-Landschaft angeht, heute immer stärker auf integrierte Lösungen als auf einzelne Produkte. Im Zuge dieser Neuausrichtung sind wir derzeit dabei, ein neues Servicekonzept umzusetzen. Hierbei etablieren wir zusätzliche Themen im Service, erweitern die Erreichbarkeit und bündeln Sachgebiete. Ziel ist eine ganzheitliche Betreuung unserer Kunden bei Installation und Betrieb ihrer Lösungen. Was sich genau hinter dem neuen Servicekonzept verbirgt, lesen Sie in der vorliegenden Ausgabe der item. Kaum einem SAP-Anwender dürften in der letzten Zeit Schlagworte wie Fiori oder Screen Personas entgangen sein. Dahinter verbirgt sich ein Paradigmenwechsel, mit dem die Walldorfer ihre in der Vergangenheit oft gescholtenen Graphical User Interfaces benutzerfreundlicher machen wollen. SAP, so intuitiv bedienbar wie ein Smartphone? Ganz so wird es dann doch nicht sein. Aber die in HTML5 erstellten Apps sind zumindest ein sehr großer Schritt in diese Richtung. Auf Basis des standardisierten HTML5-Design-Baukastens von SAP hat auch die IT-Informatik inzwischen eine Reihe solcher Apps für aufgeräumte Oberflächen entwickelt, von denen einige in Kundenprojekten bereits erfolgreich im Einsatz sind. Auf den folgenden Seiten erklären wir Ihnen, was sich hinter dem Konzept verbirgt und welche Vorteile Sie als SAP-Anwender davon haben. Der Pharmakonzern Teva zum Beispiel nutzt eine solche SAPUI5-Lösung der IT-Informatik seit einiger Zeit für die interne Paketverfolgung. Teva ist zugleich neuer Anwender von OPRA, der SAP-basierten Instandhaltungslösung. Überhaupt sind wir mit OPRA derzeit äußerst erfolgreich. Dafür spricht nicht nur die rege Teilnahme am ersten OPRA Day bei Voith in Heidenheim, dies zeigen auch weitere namhafte Neukunden wie der Flughafen München, die Karlsberg Brauerei und natürlich der weitere Ausbau der Lösung im Voith-Konzern. Sie sehen also, von einem Sommerloch ist bei der IT-Informatik noch nichts zu spüren. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre und verbleibe mit den besten Grüßen Ihr Günter Nägele seite 02 / item 01/2015 // Editorial

4 E-Commerce mit Erfolgs:factor Gardena löst alten Ersatzteilshop durch E-Commerce-Lösung factor:plus ab Der boomende Internet-Handel macht s möglich: Markenartikelhersteller können heute viel einfacher als früher direkt an ihre Endkunden herantreten, ohne Umweg über den Handel. Gardena zum Beispiel, namhafter Produzent von Gartengeräten, setzt auf die Shoplösung factor:plus. Mit ihr können die Endkunden im B2C-Geschäft direkt aus dem eigenen Logistikzentrum heraus mit Ersatzteilen bedient werden. Üblicherweise werden die meisten Ersatzteile während der Gartensaison von den Endkunden bei Gardena online im Shop bestellt. Weil der alte Shop vom Anbieter nicht mehr gewartet wurde, musste im Frühjahr 2015 ein Ersatz her. Die Zeit drängte: Gartenhandel ist ein saisonales Geschäft; der neue Webshop sollte daher schnell einsatzfähig sein und über eine gute Anbindung an SAP verfügen Anforderungen, für die factor:plus wie gemacht war. Als Bestandskunde nutzte Gardena in der Vergangenheit auch schon andere Produkte der IT-Informatik, die ins SAP integriert waren. Diese Integrationskompetenz überzeugte daher das Unternehmen; deshalb fiel auch im Bereich E-Commerce die Entscheidung für eine Lösung aus Ulm. Know-how für SAP und E-Commerce in einem Für Gardena war es essenziell, dass sich der künftige Shop per Schnittstelle automatisiert ins SAP integrieren lässt. Die IT-Informatik verfügt über sehr gutes E-Commerce Knowhow, kennt sich aber auch bei der Integration ins Backend hervorragend aus, lobt Markus Kräutle, Manager Customer Service Germany. Da wir einen sehr straffen Zeitplan hatten, sind einige Anbieter von vornherein ausgestiegen. IT-Informatik ist diesen Weg von Anfang an mit uns mitgegangen, sagt Günter Hofmann, Director Global After Sales Gardena. Drei Monate nach der Entscheidung ging der Webshop im Frühjahr 2015 für Deutschland und Österreich nach einer Projektlaufzeit von nur drei Monaten live. Über factor:plus haben Endkunden von Gardena nun die Möglichkeit, selbst Ersatzteile, z. B. für ihre Rasenmäher, oder Bewässerungssysteme zu bestellen. Pro Gerät wird im Online-Shop die komplette Liste der möglichen Ersatzteile mit den jeweiligen länderspezifischen Preisen und ihrer aktuellen Lagerverfügbarkeit aus dem Gardena ERP Backend abgebildet. Durchgängige Prozesskette Nach dem Auslösen der Bestellung im Shop erhält der Endkunde eine Empfangsbestätigung der Bestellung per . Der Auftrag wird automatisch ins SAP-System überspielt und muss nicht manuell erfasst werden. Vor allem im Saisongeschäft ist dies ein wichtiger Pluspunkt. Die Auslieferung der Ersatzteile übernehmen dann direkt die Gardena-Logistikzentren. Wichtig war dem Gartenspezialisten nicht zuletzt, dass die IT-Informatik den Shop im eigenen hochverfügbaren Rechenzentrum hostet und sich Gardena selbst um den Betrieb nicht kümmern muss. Auch das SAP-System des Unternehmens läuft auf den Servern eines externen Dienstleisters. Die Kommunikation zwischen SAP und Shop läuft dennoch voll integriert und automatisiert. Auf der Basis dieses Erfolgs sollen nun sukzessive weitere Länder und erweiterte Funktionalitäten für den Gardena-Ersatzteilshop folgen. Branche: Sitz: KUNDEN-steckbrief Gartengeräte Ulm Gründung: 1961 Mit seinem Sitz in Ulm in Deutschland ist Gardena die bevorzugte Marke für Millionen Haus- und Gartenbesitzer im Gartenpflegebereich weltweit. Gardena erreicht dies durch ein komplettes Angebot aller benötigten Produkte, ganz gleich, ob für Bewässerungssysteme, Pumpen, Gartenteiche, Rasenpflege, Baum- und Strauchpflege, Gartengeräte oder Bodenbearbeitung. Heute ist Gardena die führende Marke für hochwertige Gartengeräte in Europa und in mehr als 80 Ländern in der ganzen Welt vertreten. Man benötigt viel Feingefühl, um jene Menschen anzusprechen, die ihren eigenen Garten als naturnahen Lebensraum und einen Hort des Wohlbehagens, der Erholung und Freude ansehen. seite 03 / item 01/2015 // factor:plus / Gardena

5 Vorrangig nachhaltig Neue Business Unit Industry verfolgt ganzheitlichen Ansatz Weg von einzelnen heterogenen Produkten, hin zu integrierten Lösungen viele Unternehmen nutzen gleichermaßen SAP- wie Microsoft-Lösungen und verbinden diese miteinander. Sie arbeiten mit einer Vielzahl von Softwarelösungen wie ERP, Business Intelligence, SharePoint und CRM-Systemen und hosten ihre Systeme teils im eigenen Haus, teils im Rechenzentrum. Die IT-Informatik hat vor diesem Hintergrund ihre internen Strukturen entsprechend angepasst, um den Kunden künftig noch stärker eine ganzheitliche Betreuung anbieten zu können. Die Geschäftsfelder SAP und Consulting wurden zum 1. Januar 2015 in der Business Unit Industry zusammengeführt. Das Geschäftsfeld System Solutions ging in der Business Unit Technology auf, factor:plus und Ethalon wurden in der neuen Business Unit Retail zusammengefasst. Zusammen mit der Business Unit Training (dem gleichnamigen früheren Geschäftsfeld) gibt es nun insgesamt vier neue Business Units. Mit der englischen Namensgebung folgt die IT-Informatik zugleich der zunehmenden Internationalisierung ihrer Geschäftsaktivitäten. Denn inzwischen gibt es SAP-Projekte in der Türkei, OPRA-Einführungen in Italien und weitere Projekte in Österreich und der Schweiz. Leiter der neuen Business Unit Industry ist Diplom-Betriebswirt Tobias Benz. Angefangen bei der IT-Informatik hat der verheiratete zweifache Familienvater vor zehn Jahren als Berater/ Teamleiter für das Thema Business Intelligence im ehemaligen Geschäftsfeld SAP. Durch diese Tätigkeit ist er mit der Projektsituation bei den Kunden der IT-Informatik sehr gut vertraut. Aus dem Beratungsgeschäft heraus nahm der 38-Jährige in den Folgejahren stetig weitere Führungsaufgaben wahr und wurde im Januar 2014 Leiter des neuen Geschäftsfelds Consulting. Dessen Zweck: Prozessberatung und Projektmanagement bei der IT-Informatik voranzutreiben und dabei auch die SAP- und Microsoft- Welt noch enger zu verzahnen integrieren. Schon bald stellte sich heraus, dass der Fokus von Consulting stark auf den SAP-Bereich gerichtet war. Nach einjähriger erfolgreicher Arbeit des Geschäftsfelds folgte deshalb zum Januar 2015 die Umstrukturierung in neue Business Units, deren Aktivitäten nun konsequent auf die Situation beim Kunden hin ausgerichtet sind. Tobias Benz: Als Business Unit Industry treten wir klar und strukturiert nach außen gegenüber unseren Industriekunden auf. 100 Beschäftigte in der Business Unit Industry decken in einem ganzheitlichen Ansatz eine breite Themenpalette ab: Alles rund um SAP dazu gehört auch EMU, das Einführungsmodell für mittelständische Unternehmen zur schnellen und kostengünstigen SAP-Einführung, Prozessberatung und Projektmanagement, Industrie 4.0, Systemintegrationen und innovative Lösungen wie OPRA, SAPUI5 sowie umfangreiches Microsoft-Know-how. Die Mitarbeiter/-innen verteilen sich auf die sieben Bereiche Prozessund Projektmanagement, logistische und kaufmännische Beratung, Entwicklung, Business Intelligence, Services und SAP-Technik. Aus flexiblen, agilen Teams heraus treiben sie dort Themen schnell und selbstständig voran und etablieren gemeinsam mit den Kunden der IT-Informatik innovative Lösungen im Unternehmen. Die IT-Informatik positioniert sich so als zuverlässiger und nachhaltiger Partner, der seine Kunden bei Neueinführungen, im Stammkundengeschäft wie auch beim Service ganzheitlich unterstützt von der ersten Idee über die Umsetzung bis zur nachhaltigen Betreuung der Systeme. seite 04 / item 01/2015 // Inside IT / Business Unit Industry

6 Eine Konstante in Konstanz Stadt Konstanz realisiert dezentrale Beschaffung mit factor:plus In Konstanz kam von 1414 bis 1418 die gespaltene Christenheit zusammen, um das Schisma der drei parallel amtierenden Päpste zu lösen. Die jahrelange Versorgung der zahlreichen Konzilbesucher und Gesandten gilt noch heute als logistische Meisterleistung. Ihre Fortsetzung findet sie derzeit im Konstanzer Rathaus unweit des historischen Konzilgebäudes. Dort wird seit Anfang Mai 2015 die factor:plus-beschaffungsplattform zur Abwicklung der logistischen Abläufe eingesetzt. Sie ermöglicht einen Just-in-time-Einkauf von Verbrauchs- und anderen Materialien unmittelbar durch die Abteilungen und doch gesteuert vom zentralen Einkauf. Bisherige Materialläger an den einzelnen Standorten werden damit überflüssig. Wie viele Behörden, so ist auch die Konstanzer Kommunalverwaltung auf viele Standorte im ganzen Stadtgebiet verteilt. Eine Beschaffungslösung gab es bislang nicht. So wurde vor Ort oft Material auf Vorrat gekauft. Kleinläger an den einzelnen Standorten bildeten sich. Dies wollte die Stadt ändern. Der zentrale Einkauf sollte den verteilt arbeitenden Beschäftigten über eine zentrale Plattform Vorgaben einrichten können, welche Artikel sie zu welchem Preis bei welchem Lieferanten bestellen dürfen. Funktionalität und Ergonomie Dies findet nun seit kurzem mit factor:plus statt. In einer öffentlichen Ausschreibung konnte sich die IT-Informatik gegen Anbieter aus dem Umfeld kommunaler Software durchsetzen. Funktionalität, Ergonomie und einfache Bedienung der Beschaffungsplattform waren die ausschlaggebenden Gründe. Der strategische Einkauf der Stadt Konstanz hatte sich im Vorfeld genau angesehen, wie mit factor:plus Bestellprozesse erfolgreich neu organisiert werden. Vom look-and-feel mutet die Plattform wie ein Onlineshop an. Der Besteller sucht sich aus einem elektronischen Katalog z. B. Bürobedarf wie Buntstifte und Papier für den städtischen Kindergarten heraus. Diese Güter werden über von den Lieferanten gelieferte Kataloge oder über einen durch die Stadtverwaltung selbst pflegbaren, lieferantenübergreifenden Katalog abgewickelt. factor:plus bietet die Möglichkeit, beliebige Lieferanten aufzuschalten anders als viele Wettbewerbsprodukte, die nur vordefinierte Kataloge/Lieferanten zulassen. Da Verwaltungen ihre Rahmenverträge für Lieferanten jährlich neu ausschreiben müssen, ist ein E- Procurement-System mit fest verdrahteten Lieferanten nicht praktikabel. Abgerundet wird das Ganze durch die Abbildung von Freitextbedarfen, die nicht an Katalogwaren gebunden sind. Derzeit hat die Plattform rund 100 dezentrale Anwender, die darüber Verbrauchsmaterialien bestellen. Mit der Zeit sollen auch EDV-Materialien und kleinere Investitionsgüter hinzukommen. Der Einsatz der factor:plus-e-procurement-lösung ermöglicht der Stadt Konstanz eine just-in-time-beschaffung; es entstehen keine überflüssigen Läger mehr. So schafft das System Transparenz über die getätigten Beschaffungen und liefert Kennzahlen als Grundlage für zukünftige Gespräche mit den Lieferanten. seite 05/ item 01/2015 // factor:plus / Stadt Konstanz

7 KUNDEN-steckbrief Ordnungshüter bei Rapunzel Rapunzel setzt bei Der Lagerlogistik Zukünftig auf factor:plus Branche: Lebensmittelindustrie Beschäftigte: ca. 350 Gründung: 1974 Rapunzel Naturkost ist einer der führenden Bio- Hersteller in Europa. Begonnen hat alles ganz klein: 1974 gründeten Joseph Wilhelm und Jennifer Vermeulen eine Selbstversorger-Gemeinschaft auf einem Bauernhof mit einem kleinen Naturkostladen im bayerischen Augsburg. Lagerkapazitäten durch hohe Effizienz maximal ausschöpfen und so einen signifikanten Beitrag zur Ergebnisverbesserung leisten dies realisiert Rapunzel Naturkost, einer der führenden Bio-Hersteller in Europa, künftig durch Einsatz einer factor:plus-lösung für die Lagerverwaltung. Die Rapunzel Naturkost GmbH hat sich jetzt dafür entschieden, ihr bisheriges Lagerverwaltungssystem durch eine factor:plus-lösung zu ersetzen. Rapunzel und die IT-Informatik verbindet bereits eine langjährige Zusammenarbeit in den Bereichen SAP, E-Commerce und IT-Infrastruktur. factor:plus ermöglicht dem Unternehmen künftig eine wesentlich flexiblere Steuerung der internen Lagerlogistik für alle Vorgänge zwischen Warenein- und -ausgang. Hervorstechend sind dabei insbesondere die weitreichenden Konfigurationsmöglichkeiten des Systems. So lässt sich das System zum Beispiel bei räumlichen Veränderungen im Lager sehr einfach an die neue Topologie anpassen. Die Inbetriebnahme der neuen Lagerverwaltungslösung ist im Frühjahr 2016 geplant. seite 06 / item 01/2015 // factor:plus / Rapunzel

8 Take IT easy SAPUI5 Apps versprechen weniger Klicks und intuitive Benutzung Prozessoptimierte Oberflächen mit SAPUI5 Leistungsfähigkeit und Funktionstiefe ihrer ERP-Lösungen begründen traditionell den guten Ruf der SAP. Als optimierungsfähig galt hingegen stets die Benutzerfreundlichkeit der Graphical User Interfaces (GUI). Mit SAPUI5 ändert sich dies derzeit. Die IT-Informatik hat auf Basis dieses standardisierten Baukastens der SAP grafische Oberflächen entwickelt, die den heutigen Ansprüchen an Design und Bedienung genügen ob am Desktop oder auf mobilen Geräten. seite 07 / item 01/2015 // SAPUI5

9 Was aufgeräumte Oberflächen und intuitive Bedienung per Touchscreen angeht, haben Smartphones und Tablets im Privatbereich Maßstäbe gesetzt. Auch im Business-Umfeld wird sich die neue User Experience künftig immer stärker durchsetzen. SAPUI5 (HTML5) und Fiori heißen die Schlagworte bei SAP dafür. Langjährigen SAP-Anwendern eröffnen sich mit ihnen neue Horizonte in der Softwareanwendung. Sie sind es gewohnt, für jede Aktion, jeden Prozess eine gesonderte Transaktion auszuführen. Bearbeitet etwa ein Mitarbeiter vom Angebot bis zur Lieferung und Faktura den gesamten Verkaufsvorgang, muss er gut und gerne 20 Transaktionen bedienen können. Schon längere Zeit hat es sich die IT-Informatik als Beratungshaus daher zur Aufgabe gemacht, mit der SAP-Entwicklersprache ABAP eigengeschriebene Anwendungen und Cockpit-Transaktionen zu erstellen. SAP-Anwender können sich dadurch eine ganze Reihe aufwändiger Arbeitsschritte ersparen. Optisch waren jedoch mit ABAP weiterhin keine großen Sprünge möglich. Standardisierter Design-Baukasten Vor diesem Hintergrund stellt SAP seit einiger Zeit einen standardisierten Design-Baukasten zur Verfügung: das auf der Auszeichnungssprache HTML5 basierende SAPUI5. Mit den Werkzeugen von SAPUI5 lässt sich das Arbeiten in SAP nochmals deutlich vereinfachen und benutzerfreundlicher gestalten. SAP selbst hat auf Basis von SAPUI5 eine Vielzahl so genannter SAP Fiori Apps entwickelt. Allein schon aus Kapazitätsgründen liegt es auf der Hand: SAP wird nicht alle mittlerweile rund Benutzeroberflächen (Dynpros) in SAP Fiori nachprogrammieren können. Als Baukasten bietet SAPUI5 Anwendern und SAP-Beratungshäusern deshalb eine komfortable Möglichkeit, eigenständig HTML5-, also Open-Source-basierte Anwendungen zu entwickeln. Die prozessoptimierte Oberfläche wird dabei in SAPUI5 erstellt, die Funktionsbausteine (BAPIs) im Backend mit ABAP. Die Kommunikation zwischen Oberfläche und Backend findet über Web Services mit dem Open Data Protocol (OData) statt. Dadurch lassen sich Anwendungen wahlweise mobil oder im Desktop aufrufen und das Ganze ohne Middleware. Für die Kommunikation wird hier das SAP NetWeaver Gateway verwendet. Schon über 20 Apps verfügbar Die IT-Informatik hat diese Chance frühzeitig ergriffen und stellt heute bereits über 20 solcher Apps zur Verfügung, von denen einige in Kundenprojekten erfolgreich im Einsatz sind. Daniel Spengler, Bereichsleiter Prozess- und Projektmanagement der Business Unit Industry der IT-Informatik: Unser Leistungsspektrum im SAPUI5-Umfeld beginnt mit der Grundkonfiguration des SAP NetWeaver Gateways und der Einrichtung der SAPUI5-Infrastruktur als Voraussetzung zur Nutzung der Apps. Wir designen neue SAPUI5-Anwendungen nach Kundenanforderungen, realisieren die Einbindung seite 08 / item 01/2015 // SAPUI5

10 Glossar SAPUI5 SAPUI5 ist ein Werkzeugkasten zur Erstellung von Web-Anwendungen, basierend auf HTML5. Dieser standardisierte Baukasten mit Werkzeugen zur Prozessgestaltung im GUI folgt offenen Web-Standards und bietet eine Vielzahl von vordefinierten grafischen Bedienelementen, welche nach Belieben verwendet und erweitert werden können. Anwender und SAP-Beratungshäuser können auf Basis von SAPUI5 grafische Oberflächen für verschiedenste Prozessschritte in SAP erstellen. SAP Fiori SAP Fiori Apps sind mit SAPUI5 erstellte Anwendungen der SAP, mit denen sich komplexe Prozessschritte im SAP Backend über eine aufgeräumte Oberfläche zusammenfassen und vereinfachen lassen. SAP-Anwender können damit geräteunabhängig und von unterwegs geschäftliche Aufgaben erledigen. Über 500 SAP-Fiori-Anwendungen stehen dem Anwender derzeit zur Verfügung zur Pflege von Kontakten, Organisation von Aufgaben u. v. m. (Siehe auch Die angesagtesten SAP Fiori Apps unter: HTML5 HTML5 ist die fünfte Fassung der Hypertext Markup Language, einer Computersprache zur Auszeichnung und Vernetzung von Texten und anderen Inhalten elektronischer Dokumente im World Wide Web. Sie bietet Funktionen wie Video, Audio, lokalen Speicher und dynamische 2D- und 3D-Grafiken, die sich bislang nur mit zusätzlichen Plugins (z. B. Adobe Flash) umsetzen ließen. von Kamera, Barcode- oder RFID-Scanner und bieten ein umfangreiches Schulungsprogramm. Die IT-Informatik berät außerdem zum gezielten Einsatz von SAP Fiori Standard Apps, auch in Verbindung mit selbsterstellen SAPUI5 Apps und konfiguriert diese für ihre Kunden. So lassen sich nahtlos Fiori- neben eigenentwickelten Apps auf einer Oberfläche kumulieren und der Anwender sieht keinen Unterschied. Sind bei einem konkreten Arbeitsprozess dem Anwender zum Beispiel 80 Mausklicks bei drei Transaktionen zu viel, lässt sich der Aufwand durch eine optimierte Oberfläche auf rund 20 Klicks reduzieren. IT-Informatik konzipiert diese Oberfläche und realisiert sie anschließend auf Basis von SAPUI5. Sporadische SAP-Anwender als Hauptzielgruppe Hauptzielgruppe für solche Apps sind Anwender, die nicht ständig in SAP arbeiten und nicht Dutzende von Funktionen in ihrer Oberfläche für einen Prozess benötigen. Das sind z. B. Mitarbeiter in der Produktion, die nur Rückmeldungserfassungen eingeben müssen. Für eine Zeitrückmeldung zu einem Auftrag etwa sind in SAP mehrere Transaktionen und viele Eingaben nötig. Mit einer SAPUI5-Oberfläche wird dies so vereinfacht, dass der Mitarbeiter die Daten mit wenigen Klicks und in einer Oberfläche erfassen kann durch das Responsive Design von SAPUI5 wahlweise am Desktop, Notebook oder auch mobil auf seinem Smartphone und Tablet. Die dadurch gesparte Zeit ist enorm: Bei einem normalen Prozess mit 50 Klicks reduziert sich deren Anzahl mit einer SAPUI5 App auf rund 15, umgerechnet also ein Viertel der Arbeitszeit. Störungserfassungen sind ein weiteres typisches Beispiel. Steht die Maschine, gibt der Produktionsmitarbeiter oder Prüfer die Störung traditionell telefonisch durch. Der Kollege am anderen Ende erfasst sie manuell und bearbeitet sie weiter. Mit einer mobilen Anwendung wird die Störung direkt an der Maschine per Tablet mit wenigen Klicks im System abgesetzt. Der administrative Aufwand sinkt dadurch drastisch. Dies ist auf beliebige Prozesse im Unternehmen übertragbar; so hat die IT-Informatik prozessoptimierte Oberflächen für Meldungsund Störungserfassung, Auftragsbearbeitung mit Zeitrückmeldung, Scanneranwendungen für Komponentenentnahme, Inventurabwicklung und die Angebotserfassung entwickelt. Teva etwa setzt erfolgreich eine SAPUI5-Lösung inklusive Scannerfunktion der IT-Informatik für die Paketverfolgung ein (siehe Kasten). Für SAP Power User lassen sich mit SAPUI5 darüber hinaus Cockpitfunktionalitäten zur Automatisierung von Prozessen entwickeln. So wird bei einer Rückmeldung zum Beispiel automatisch ein Auftrag generiert. seite 09 / item 01/2015 // SAPUI5

11 KUNDEN-steckbrief Branche: Sitz: Beschäftigte: Pharma Deutschlandsitz in Ulm in Deutschland Teva ist in Deutschland mit innovativen Arzneimitteln, Markenprodukten, Generika und freiverkäuflichen Medikamenten breit aufgestellt. Rund Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte Ulm, Blaubeuren/Weiler und Berlin. Der Deutschlandsitz ist Ulm. Zu Teva Deutschland gehört mit ratiopharm die meistverwendete und bekannteste Arzneimittelmarke Deutschlands. International ist Teva mit 20,3 Milliarden US-Dollar Umsatz ein weltweit führender pharmazeutischer Konzern. Inventurabwicklungen sind ein weiteres Szenario, das man per prozessorientierte Oberfläche optimieren kann. Für diese Einsatzbereiche bietet die IT-Informatik ihren Kunden fertig entwickelte Apps auf SAPUI5- Basis an. Im Rahmen von Projekten wird der Deckungsgrad der Standard Apps geprüft und durch kundenindividuelle Anforderungen ergänzt dem Einsatzgebiet von SAPUI5 sind also kaum Grenzen gesetzt. Paketverfolgung mit SAPUI5-Lösung beim Pharmaunternehmen Teva Den Eingang von Paketsendungen und deren Verteilung im Haus hat Teva an seinen Standorten Ulm und Weiler mit SAPUI5 Apps der IT-Informatik optimiert zwei davon als Scanneranwendungen, bei denen die Hardwarefunktionen des Scanners in die Weboberfläche der App integriert wurden. In Ulm und Weiler gehen täglich weit über hundert Pakete ein Bestellungen von Büroausstattung etwa oder Retouren von Apotheken. Sie enthalten bereits einen Barcode des Paketdienstleisters. Dieser wird mit einem Scanner erfasst, auf dem die mobile, browserbasierte SAPUI5-Anwendung Paketannahme der IT-Informatik eingerichtet ist. Sind die Barcodes aller Pakete erfasst und in der App aufgelistet, transferiert der Anwender die Daten über den Button Sync-to-SAP in das ERP-System. Nach der Erfassung nutzen die Kollegen in der Annahme eine weitere SAPUI5-Anwendung an ihrem Desktop: die Paketbearbeitung. Sendungen, die auf einer Bestellung beruhen, können sie darüber mit einem Empfänger oder einer Bestellnummer aus SAP verknüpfen. Anschließend werden die Sendungen an den Pakettisch übergeben, wo die Pakete vom internen Zusteller gemäß der zu fahrenden Tour selektiert werden wiederum mit einer Scanneranwendung, der Auslieferungs-App. Damit scannt der Zusteller die Nummer und sieht das Paket im Arbeitsvorrat der Anwendung. Der Empfänger quittiert die Übergabe schließlich per Unterschrift, ebenfalls über den Scanner. Als vierte Anwendung hat die IT-Informatik für Teva eine Monitor-App auf SAPUI5-Basis entwickelt. Die Beschäftigten in der Annahme können darüber den gesamten Prozess in einer Audit-Trail-Historie nachverfolgen: wann das Paket erfasst, wann es zugestellt wurde etc. übersichtlich auf einer Bildschirmoberfläche. Durch die Integration der Paketverfolgung in SAP konnte der Prozess transparenter gestaltet und die Arbeitsschritte konnten vereinfacht werden. Zudem wurden die Voraussetzungen geschaffen, diesen Prozess ins SAP-Bestellwesen zu integrieren. seite 10 / item 01/2015 // SAPUI5 / Teva

12 Auf einer Wellenlänge Tesat und IT-Informatik arbeiten beim Softwareengineering Hand in Hand Wie sich eine Kundenbeziehung auf Basis erfolgreicher Projekte kontinuierlich immer weiterentwickeln und intensivieren kann, zeigt die Zusammenarbeit der IT-Informatik mit der Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG. Nach mittlerweile sechsjährigem Einsatz einer gemeinsam entwickelten Integrationsplattform für die Entwicklung arbeiten die Tesat-Ingenieure mittlerweile zusätzlich im Testbereich mit einer Software der IT-Informatik. seite 11 / item 01/2015 // Tesat

13 Der Prüfvorschrift-Generator sorgt für höhere Sicherheit und Automatisierung bei Testläufen. Ziel war es, vor dem Hintergrund ständiger technologischer Veränderungen ein hohes Maß an Flexibilität zu erreichen und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zu leben, erklärt Joachim Ambrosius, Leiter Regionalvertrieb der IT-Informatik. Als Tochter des Airbus-Konzerns entwickelt Tesat Geräte für die satellitengestützte Kommunikation. Im Bereich Passive Mikrowellen- Produkte werden in Einzelanfertigung so genannte Multiplexer hergestellt, welche Nachrichtensignale unterschiedlicher Frequenzen zusammenführen, bevor sie anschließend mittels einer Antenne zur Erde abgestrahlt werden. Den Aufbau, die Simulation und Optimierung dieser Geräte organisieren die Entwicklungsingenieure mit Hilfe eigenentwickelter Softwaretools, welche die physikalisch-technische Logik enthalten. Die Datenhaltung innerhalb dieser Software-Tools war früher stets ein Problem, denn die Produktentwicklung bei Tesat ist sehr iterativ. Man tastet sich bis an die physikalisch-technisch machbaren Grenzen vor, muss an manchen Punkten auch wieder umkehren und auf alte Ergebnisse zurückgreifen schwierig, wenn diese verteilt in verschiedensten Verzeichnissen liegen. Geführte Prozesse 2008 erhielt daher die IT-Informatik den Auftrag, eine Integrationsplattform zu entwickeln, welche die Tools zusammenführt und Daten versioniert in einer Datenbank speichert (item 01/2010 berichtete). Über die Plattform Passive Products Design Framework (PP-DFW) können die Entwickler jederzeit ältere Datenbestände einsehen. Sie verbindet die einzelnen Tools miteinander, transportiert Daten von A nach B, interpretiert sie und speichert die Ergebnisse in einer Datenbank. PP-DFW stellt dafür eine grafische Oberfläche zur Verfügung, mit der die Tesat-Entwickler durch den Prozess geführt werden, erklärt Martin Steinle, Projektleiter bei der IT-Informatik. Die Prozessschritte sind dadurch nicht mehr entkoppelt, sondern laufen integriert und geführt ineinander. Das Besondere in der Zusammenarbeit zwischen IT-Informatik und Tesat: Die Software wurde nicht schlüsselfertig übergeben, sondern wird seit ihrer Einführung vor nunmehr sechs Jahren in enger Partnerschaft und nach modernsten Projektmanagementmethoden (Scrum) kontinuierlich weiterentwickelt. Tesat ist dabei für den elektrotechnischen Teil zuständig, IT-Informatik kümmert sich um die Softwarekomponenten wie Versionierung, Persistenz in der Datenbank und die grafische Oberfläche. Dr. Siegbert Martin, Bereichsleiter Passive Mikrowellen-Produkte bei Tesat: Die IT-Informatik erstellt uns hier auf professionelle Weise die Architektur und wir können das seite 12 / item 01/2015 // Tesat

14 Produkt im Anschluss nach unseren Anforderungen weiter ausbauen. Eine solch starke Interaktion in der Entwicklung einer Softwarelösung habe ich bislang nicht erlebt. Effizienz um den Faktor 4 erhöht Waren es anfangs nur einzelne Teile, deckt die Plattform inzwischen immer größere Bereiche des Entwicklungsprozesses ab. Jüngst erst wurde die unterstützte Produktpalette erweitert und eine spezielle Anwendungsversion für den Bereich Abgleich erstellt. Beim Abgleich werden die Geräte auf ihre elektrischen Eigenschaften hin vermessen und justiert. Aktuell wird die Ausleitung von Daten an Konstruktion und Fertigung nochmals verbessert. Dr. Martin: Unsere Effizienz in der Produktentwicklung hat sich durch die Integrationsplattform um den Faktor 4 erhöht. Benötigte ein Entwickler früher zehn Tage für die Entwicklung eines Geräts, sind es heute nur noch zwei bis drei. PPDFW ist damit die Voraussetzung, damit wir unser stark wachsendes Geschäft weiterhin erfolgreich bewältigen können. Basierend auf diesen guten Erfahrungen startete vor rund vier Jahren die Entwicklung eines weiteren Produkts, das peu à peu weiterentwickelt wird: der Prüfvorschrift-Generator, der auch im Bereich Amplifier Products zum Einsatz kommt. In dieser Software werden Daten für Prüfvorschriften strukturiert aufgenommen, und daraus wird ein Dokument erzeugt, das an den Kunden geschickt wird. Der Hintergrund: Tesat arbeitet sehr projektbezogen. Jedes Gerät muss individuell getestet werden. Den Testplan, also den Inhalt einer Prüfvorschrift, gilt es exakt mit dem Kunden abzustimmen. Bislang gab jeder Entwickler die Testdaten für jedes Gerät in ein individuelles Worddokument ein. So entstand eine Vielzahl langer und individueller Testpläne mit verschiedensten Daten. Die einmal dort erfassten Informationen standen in der Vergangenheit für den automatischen Weiterverarbeitungsprozess nicht mehr zur Verfügung. Testdaten strukturiert abgespeichert Weil trotz ihrer Individualität gewisse Vorgänge bei den Tests immer gleich sind, hat die IT- Informatik mit dem Prüfvorschrift-Generator für Tesat eine Software entwickelt, in der alle Testdaten für einzelne Kunden und Geräte nun strukturiert abgespeichert sind. Aus diesen Voreinstellungen lassen sich heute Testdokumente automatisiert und strukturiert erstellen. Die einzelnen elektrischen Werte sind nicht mehr als Fließtext in einem Worddokument abgelegt, sondern strukturiert in einer Datenbank. Damit können sie auch herangezogen werden, um daraus so genannte Steuerungsfiles zu erzeugen. Mit diesen füttert Tesat seine Messplätze. So ist jeder Messplatz bereits richtig eingestellt und kann die einzelnen Verschaltungen automatisch messen, wenn seite 13 / item 01/2015 // Tesat

15 das Gerät an ihm eintrifft. Dadurch, dass Prüfvorschrift und Steuerungsfile gleichermaßen automatisiert aus dem Generator erzeugt werden, haben Tesat-Kunden heute 100%ige Sicherheit, dass die von ihnen freigegebenen Prüfvorschriften auch 1:1 im Test umgesetzt werden, betont Ingo Krüger, Leiter Testfeld. Denn Prüfvorschrift und Steuerungsfile werden automatisiert aus derselben Datenquelle generiert ein abermals massiver Qualitätssprung für die Ingenieure von Tesat, und gleichzeitig kann die kostenintensive manuelle Doppelkontrolle entfallen. Weitere gemeinsame Projekte mit der IT-Informatik sind deshalb bereits in der Pipeline. KUNDEN-steckbrief Branche: Telekommunikation Sitz: Backnang Länder: weltweit Beschäftigte: Gründung: 2001 (hervorgegangen aus der seit 1949 am Standort Backnang ansässigen AEG Fernmeldetechnik) Tesat-Spacecom (Tesat) entwickelt, fertigt und vertreibt Systeme und Geräte für die Telekommunikation via Satellit. Das Produktspektrum umfasst hochzuverlässige Geräte wie Wanderfeldröhrenverstärker, Multiplexer, Schalter, Modulatoren und optische Terminals, die ebenso wie komplette Systeme an alle führenden Satellitenhersteller weltweit geliefert werden. Mit dem Fokus auf kommerzielle Raumfahrtprogramme und der Beteiligung an militärischen und institutionellen Programmen erwirtschaftete Tesat 2014 einen Umsatz von rund 338 Millionen Euro. Bis heute wurden über 600 Raumfahrtprojekte durchgeführt. seite 14 / item 01/2015 // Tesat

16 Was Weltmarktführer wünschen Erfolgreiche internationale Kontenplanumstellung bei Teva/ratiopharm Im Zuge der internationalen Ausrichtung von Konzernen und bei Unternehmenszusammenschlüssen ist es zumeist notwendig, im Finanz- und Rechnungswesen bislang unterschiedliche europäische Kontenpläne zu vereinheitlichen. Das Ziel: international bessere Vergleichbarkeit und Zusammenarbeit. Das hierbei so wichtige Management im Projekt One Chart of Account bei Teva übernahm die neue Abteilung Prozess- und Projektmanagement der IT-Informatik. Seit dem Jahr 2010 ist ratiopharm Teil des weltweit tätigen pharmazeutischen Konzerns Teva Pharmaceutical Industries Ltd., dem Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen. Vertrieben werden die ratiopharm-arzneimittel nach wie vor von Ulm aus, dem heutigen Deutschlandsitz der Teva. Viele europäische Einheiten des Teva-Konzerns arbeiten seitdem auf einem zentralen SAP-System am Standort Ulm. Von Gesellschaft zu Gesellschaft haben die gleichen Konten z. B. aus landestypischen Gepflogenheiten im Rechnungswesen jedoch zum Teil völlig unterschiedliche Inhalte. Um die Unternehmen zu konsolidieren, mussten die Konten aufeinander abgestimmt werden. Es galt, einen übergreifenden One Chart of Account, zu Deutsch Kontenplan, zu erstellen. Die Konvertierung der Konten wird vom Team System Landscape Optimization der SAP durchgeführt. Ein großes, globales Projekt mit vielen Beteiligten bei Teva: dem Financial Shared Service Center aus Zagreb, der neu gegründeten Abteilung Finance Center of Excellence in Ulm, der IT-Abteilung Für dessen koordinierte Durchführung ist ein funktionierendes Projektmanagement erforderlich. Den Auftrag dafür vergab Teva an die IT-Informatik, konkret an die neue Abteilung Prozess- und Projektmanagement, die von Daniel Spengler geleitet wird. Sie koordinierte zum einen die IT-Aufgaben innerhalb von Teva und mit der SAP und überwachte des weiteren Qualität und Fortschritt des Mappings in fachlicher Sicht. Projektmanagement als eigener Bereich IT-Projektleiter von One Chart of Account sind seit September 2014 Tobias Benz (siehe Artikel Vorrangig nachhaltig, Seite 4) und Lukas March. Wir sehen am Markt einen großen Bedarf an Services im Bereich des neutralen Projektmanagements, erklärt Tobias Benz. Unternehmen, die eine reine Projektleitung benötigen, ohne dass wir zwingend in die Entwicklung oder Umsetzung involviert sind, können wir diese seite 15 / item 01/2015 // Teva/ratiopharm

17 Dienstleistung über die neue Abteilung Prozessund Projektmanagement anbieten. Das Angebot wird bislang sehr gut angenommen. Um eine hohe Qualität im Projektmanagement zu erreichen, sind alle Mitarbeiter/-innen der Abteilung Prozess- und Projektmanagement nach höchsten PRINCE2-Standards zertifiziert. Bei Teva fanden zwischen Oktober 2014 und April 2015 drei Testumstellungen von Konten auf einer dafür installierten Sandbox statt. Angesichts der Vielzahl von Aufgaben musste die IT-Informatik ihr Projektteam für das Vorhaben in der Folge noch einmal deutlich aufstocken. Am Pfingstwochenende 2015 war dann der große Moment da: Nach vielen Monaten intensiven Testens wurde die Umstellung (Conversion) synchron für alle Länder und Standorte auf dem zentralen SAP-System durchgeführt. Durch die Vereinheitlichung der verwendeten Konten konnten diese um über 80 Prozent reduziert werden. Die Zuordnung der Konten findet seitdem nach dem neuen Kontenplan statt. Für die europaweit Beschäftigten im Teva- Finanzwesen ist der Kontenplan durch die Reduktion der Konten deutlich einfacher zu handhaben. Außerdem lassen sich Konten und deren Konzepte innerhalb der europäischen Teva-Gesellschaften nun viel besser vergleichen. Martin Wolpert, Manager Finance und Project Manager One SAP Chart of Account bei Teva/ratiopharm: Ganz besonders hervorzuheben sind die große Flexibilität und kundenorientierte Arbeitsweise der IT-Informatik, die es überhaupt möglich gemacht haben, ein Projekt von solch großer Tragweite und Komplexität europaweit in nur kürzester Zeit durchzuführen. Die Kombination und Balance von externem Projektmanagement und internem Know-how war vorbildlich. Nach erfolgreichem Abschluss der Kontenharmonisierung ging das Projektteam unmittelbar das nächste Vorhaben im Bereich SAP Business Warehouse an. Glossar Sandbox Im IT-Kontext ein isolierter Bereich, innerhalb dessen jede Maßnahme keinerlei Auswirkung auf die äußere Umgebung hat. In einer Sandbox wird eine Kopie des (SAP-)Systems angelegt. Auf dieser können anschließend Tests durchgeführt werden, ohne dass das Produktivsystem dadurch verändert, gestört oder beschädigt wird. PRINCE2 PRINCE2 (Projects in Controlled Environments) ist eine prozessorientierte und skalierbare Projektmanagementmethode. Sie bildet einen strukturierten Rahmen für Projekte und gibt den Mitgliedern des Projektmanagementteams anhand des Prozessmodells konkrete Handlungsempfehlungen für jede Projektphase. seite 16 / item 01/2015 // Teva/ratiopharm

18 Smarte Servicestruktur IT-Informatik mit neuem Servicekonzept Einheitliche Anlaufstellen noch kürzere Antwortzeiten Service hat in der IT-Informatik eine lange Tradition. Mit der Anpassung ihrer internen Strukturen, der Schaffung der vier neuen Business Units (siehe Artikel Vorrangig nachhaltig, Seite 4) und der damit verbundenen Neuausrichtung auf die Kundenbelange entstand zugleich ein neues Servicekonzept: Die bisherigen Themenfelder SAPHelp und IT-CRM Help wurden zusammengelegt und die Zusammenarbeit mit dem Infrastruktur-Serviceteam durch eine gemeinsame technische Plattform intensiviert (Ticketsystem). Durch diese Konsolidierung entstehen Synergien im Service, welche wir unseren Kunden als direkten Mehrwert weitergeben wollen. Wie? Durch die Einrichtung eines Single Point of Contact (SPOC), welcher nun für alle Serviceanfragen, kundenspezifisch und umfassend zur Verfügung steht und durch die Vorhaltung eines großen und unabhängigen Teams, welches Wissen und Fähigkeiten aus mehreren Schwerpunkten der Business Units bündelt. Deshalb umfasst das Service-Team derzeit acht Personen und wird nun als eigenständiger Bereich in Vollzeit von einem Bereichsleiter verantwortet. Kompetenter Support nachvollziehbar, kalkulierbar und eng verzahnt Das neue Servicekonzept sieht vor, die Leistungen für die Kunden zu bündeln und in kalkulierbarer Form anzubieten. Dazu werden Kundenanfragen seit 1. Mai 2015 in einem firmeneigenen Ticketsystem, welches nach ITIL-Grundsätzen aufgebaut ist, erfasst, kategorisiert, bewertet und nach festgelegten Abläufen in Arbeitsvorräte einsortiert. Die Arbeitsvorräte trennen die Anfragen in Störmeldungen, Anpassungen von Prozessen oder Customizing bis zur Aufnahme von neuen Prozessen und Changes. Die Bearbeitung aller Anfragen erfolgt dabei in enger Verzahnung der Serviceberater und der Kollegen aus der Projektberatung so, dass der Kunde von den Schnittstellen innerhalb der IT-Informatik gar nichts mitbekommt. Ein weiterer Schwerpunkt im neuen Konzept ist die Erweiterung des Servicekatalogs. Für die Bearbeitung von Störmeldungen und kleineren Anpassungen werden Leistungspakete entwickelt. Damit ist es möglich, große Teile der Anfragen für unsere Kunden als kalkulierbare Größe im Budget anzubieten, da die Abrechnung in Zukunft über Pauschalen erfolgen soll. Zusätzlich werden neue Themen im Service etabliert. So gibt es etwa einen neuen Kollegen als Spezialisten für alle Fragen rund um die Einhaltung von Compliance-Richtlinien bei Software-Tests. seite 17 / item 01/2015 // Inside IT / Service

19 Portrait Carsten Heit Seit 1. Januar 2015 ist Carsten Heit Leiter Services der IT-Informatik. Geboren in Stockach am Bodensee, lebt der heute 47-Jährige schon seit seinem zweiten Lebensjahr in Ulm. Im April 2007 kam er zur IT-Informatik und sammelte zuvor acht Jahre lang Erfahrung im Controlling am Universitätsklinikum Ulm. Als Berater für Controlling und SAP Business Warehouse im Geschäftsfeld SAP startete seine Karriere im Unternehmen. SAP BW rückte dabei mit der Zeit immer stärker in den Vordergrund. Anfang 2014 wurde Carsten Heit deshalb zum Bereichsleiter Business Intelligence berufen. Schon dort stellte er fest: Service spielt zwar eine große Rolle in der IT-Informatik; um die Kunden aber optimal betreuen zu können, ist für die dezentrale Organisation der Serviceerbringung eine zentrale Leitung erforderlich. Als in einem Strategie-Workshop Ende 2014 ein Bereichsleiter für die künftig unternehmensweite Koordination unserer Services gesucht wurde, musste ich nicht lange nachdenken, erklärt der verheiratete Familienvater. Seitdem kümmert er sich verantwortlich darum, den Service noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen und seine Wertschätzung insgesamt zu erhöhen. In der neuen Rolle fühlt er sich mehr als gut aufgehoben. Sohn Michael, 24, arbeitet übrigens auch schon im Unternehmen: Er hat seine Berufsausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei der IT-Informatik absolviert und ist derzeit im Helpdesk für Diehl Aircabin in Laupheim in der Business Unit Technology tätig. Vielleicht vererbt sich ja die Servicebegeisterung des Vaters dank täglicher Anschauung? Eine Reihe von Kunden kommt bereits in den Genuss der neuen Services. Die REFLEXA-Werke Albrecht GmbH, Hersteller von Qualitätsprodukten für den Sonnenschutz aus Rettenbach, hatte in den vergangenen drei Jahren durch ein fremdes SAP-Systemhaus SAP einführen lassen. Nach dem erfolgreichen Go-live am 1. Januar 2015 nutzte Johanna Pfäffle, SAP- Projektleiterin und CIO, die Gelegenheit, die Anwendungsbetreuung und den Basis-Support neu auszurichten. REFLEXA hat sich für die Zusammenarbeit mit der IT-Informatik entschieden und einen entsprechenden Vertrag über Serviceleistungen abgeschlossen. Carsten Heit: In einem sechstägigen Workshop haben wir mit mehreren Beratern erst einmal die Ist-Prozesse des Kunden aufgenommen. REFLEXA nutzt den IT-Informatik-Service heute als Zugang für alle Probleme bezüglich SAP, ob akute Fehlermeldungen oder bei mittelfristigem Anpassungsbedarf. Die REFLEXA Key User senden ihre Problemmeldungen an den internen REFLEXA-Helpdesk und werden von der EDV-Abteilung bei Bedarf an die IT-Informatik weitergeleitet. Die REFLEXA-EDV profitiert von der engen Verzahnung des IT-Informatik-Service mit der logistischen und kaufmännischen Beratung der Business Unit Industry sowie dem Bereich SAP-Technik, der sich um die Basisbetreuung kümmert. Können die Serviceberater der SAPHelp nicht weiterhelfen, greifen sie auf das Fachwissen ihrer Kollegen zu. Auf diese Weise ist eine schnelle und kompetente Hilfe sichergestellt. Konsolidierte Services Neben diesen Aufgaben wird bereits die weitere Konsolidierung von Services über die Business Units hinweg als Thema in internen Projektteams erarbeitet. So sollen die organisatorischen Schnittstellen für die Kunden so wenig sichtbar wie möglich gestaltet werden. Hierbei geht es um eine stärkere Verzahnung des Serviceteams aus der Business Unit Industry mit dem Infrastruktur-Serviceteam der Business Unit Technology unter Leitung von Jochen Wöhrle, welches sich um alle Fragen rund um Hosting und Microsoft-Installationen kümmert. Die Kunden werden von diesen internen Umstrukturierungen nur wenig mitbekommen. Sie sollen vielmehr das Gefühl bekommen, einfacher ans Ziel zu kommen. Profitieren werden sie in mehrerlei Hinsicht: Zum einen kann die IT-Informatik ihre Betriebszeiten durch die neue Organisationsstruktur ausdehnen. Carsten Heit: Die Anwender erwarten heute eine immer längere Servicebereitschaft. 8 bis 17 Uhr reicht vielen nicht mehr aus. Durch die Neustrukturierung konnten wir unsere Zeiten auf 7 bis 18 Uhr ausweiten. Mit nur einer Person diese Spanne abzudecken, wäre schwierig geworden. Es bedarf vielmehr eines größeren Teams, um die Erreichbarkeit über das gesamte Zeitfenster gewährleisten zu können. Bei global aktiven Kunden mit Werken im Ausland muss man sogar noch die Zeitverschiebung berücksichtigen. seite 18 / item 01/2015 // Inside IT / Service

20 Wednesday OPRA Day Friday OPRA Day zeigt die Zukunft der Instandhaltung Industrie 4.0 und Augmented Reality Der Generationenwechsel in der Informationstechnologie macht auch vor dem Asset Management nicht halt. Instandhalter von heute wollen mehr als Excel und umständlich zu bedienende Anwendungen. Sie erwarten intuitive und prozessorientierte Benutzeroberflächen sowie umfassende und kontextbezogene Informationen auf Knopfdruck. Unter dem Leitbild Die Zukunft der Instandhaltung stand deshalb der OPRA Day 2015 am 21. Mai bei Voith in Heidenheim. seite 19 / item 01/2015 // Voith / OPRA Day

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