Prüfungsreglement E-Profil Grundlagen

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1 Prüfungsreglement E-Profil Grundlagen - das Bundesgesetz über die Berufsbildung vom 13. Dezember 2002 (BBG) - die Verordnung über die Berufsbildung vom 19. November 2003 (BBV) - das Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung Kauffrau/Kaufmann vom 24. Januar 2003, Teile A, B und C - das Reglement über die Organisation der Lehrabschlussprüfung Kauffrau/Kaufmann vom 9. Dezember die Wegleitung für Kandidatinnen und Kandidaten vom 25. Juli 2005 des KV Schweiz - Wegleitung für Schülerinnen und Schüler der Handelsschule KV Schaffhausen vom Diese Wegleitung gilt für Angehörige beider Geschlechter in gleicher Weise.

2 Inhalt 1 Allgemeines 1.1 Verantwortung und Durchführung der Prüfungen Notenskala Einsprachemöglichkeiten Standortbestimmung Die Lehrabschlussprüfung im Überblick 3.1 Schulischer Teil Betrieblicher Teil Gesamtnote Gesamtüberblick Lehrabschlussprüfung und zeugnis Fächerspezifische Richtlinien 4.1 Wirtschaft & Gesellschaft Wirtschaft & Gesellschaft Wirtschaft & Gesellschaft Information, Kommunikation, Administration Deutsch Französisch Englisch Ausbildungseinheiten / Selbstständige Arbeit Organisation und Anmeldung 5.1 Zweck Verhinderung Organe Verpflichtungen zur Prüfung Kandidaten nach Art. 34 BBG und Art 32 BBV Kandidaten von privaten Fachschulen Anmeldung Weitere Bestimmungen 6.1 Erlaubte Hilfsmittel Unerlaubte Hilfsmittel, Verstösse Zulassung zu den Prüfungen Nichterscheinen zur Prüfung Kosten für Kandidaten Gesamtnote / Prüfungsergebnis 7.1 Eröffnung der Ergebnisse Fähigkeitszeugnis Wiederholungen der Prüfungen Profilwechsel Seite 2 von 12

3 1 Allgemeines 1.1 Verantwortung und Durchführung der Prüfungen Lehrerinnen und Lehrer sind im Rahmen der nachfolgenden Bestimmungen allein verantwortlich für die erteilten Noten. Grundsätzlich entscheiden die Lehrkräfte, wann die Notenarbeiten durchgeführt werden. Sie verteilen die Arbeiten regelmässig über das Semester. Beim Ansetzen der Notenarbeiten berücksichtigen die Lehrkräfte die Belastungen, denen die Berufslernenden sowohl im Betrieb als auch in der Schule ausgesetzt sind. Kurztests zur Überprüfung der Hausaufgaben sind jederzeit und ohne Vorankündigung möglich. 1.2 Notenskala Die Leistungen werden in allen Fächern mit den Noten von 6 bis 1 bewertet. 6 qualitativ und quantitativ sehr gut 5 gut, zweckentsprechend 4 den Mindestanforderungen entsprechend 3 schwach, unvollständig 2 sehr schwach 1 unbrauchbar Die Note 4 und höhere bezeichnen genügende Leistungen; Noten unter 4 bezeichnen ungenügende Leistungen. In den Semesterzeugnissen werden halbe Noten ausgewiesen. Erfahrungsnoten setzen sich aus den Zeugnisnoten der entsprechenden Semester zusammen und werden auf Zehntel gerundet. Die Fachnote wird als Mittelwert aus den Noten für die einzelnen Positionen auf eine Dezimale gerundet und im ganzen Bereich der Notenskala gesetzt. 1.3 Einsprachemöglichkeiten Verschiedene Zeugnisnoten zählen für die Lehrabschlussprüfung als Erfahrungsnote oder gehen in Form von Teilprüfungen in die entsprechende Abschlussnote ein. Gemäss Wegleitung der Handelsschule KVS, basierend auf der Verordnung zum Einführungsgesetz zum Berufsbildungsgesetz 71 (Semesternoten) und 73 (Prüfungsresultate) kann von den Lernenden bzw. von deren gesetzlichen Vertretern resp. den Ausbildungsverantwortlichen innert 20 Tagen seit dem Erhalt der Mitteilung bei der zuständigen Schulleitung betreffend Semesternoten und bei der Kreiskommission betreffend Prüfungsresultate Einsprache erhoben werden. Die Mitteilung von Noten und Prüfungsergebnis enthält den schriftlichen Hinweis an den Kandidaten, dass er innert der vom Kanton festgesetzten Rechtsmittelfrist Einsprache erheben kann. Semester Erfahrungsnoten 1. Semester IKA 2. Semester IKA, 1. AE 3. Semester IKA, W&G, D, F, E, 2. AE 4. Semester IKA, W&G, D, F, E, 3. AE 5. Semester W&G, D, F, E, SA 6. Semester W&G, D, F, E Seite 3 von 12

4 Abkürzungen IKA Information, Kommunikation und Administration F Französisch W&G Wirtschaft und Gesellschaft E Englisch AE Ausbildungseinheit D Deutsch SA Selbstständige Arbeit 2 Standortbestimmung Am Ende des 1. Lehrjahres erfolgt aufgrund der Noten des ersten und zweiten Semesters eine Standortbestimmung. Die Durchschnittsnote der Standortbestimmung setzt sich aus der Durchschnittsnote des 1. und 2. Semesters zusammen. Die Durchschnittsnoten der Semester werden wie folgt berechnet: 1. Semester W&G 3/7 IKA 1/7 D 1/7 F 1/7 E 1/7 2. Semester W&G 3/8 IKA 1/8 D 1/8 F 1/8 E 1/8 AE 1/8 Mittels einer Promotionsempfehlung wird festgehalten, wie aus schulischer Sicht die Entwicklungs- und Erfolgschancen der Berufslernenden zu beurteilen sind. Notendurchschnitt A Die schulischen Leistungen sind ausgezeichnet B Die schulischen Leistungen sind gut, momentan bestehen keine Bedenken für das Bestehen der Lehrabschlussprüfung C Um eine erfolgreiche Lehrabschlussprüfung zu garantieren, müssen Sie Ihre Anstrengungen in der Schule verstärken D Das Bestehen der Lehrabschlussprüfung ist in Frage gestellt, wenn Sie nicht mit grossem Einsatz Ihre Leistungen 4.0 wesentlich verbessern E Aufgrund des Notenbildes empfehlen wir einen Wechsel in das B-Profil oder die Wiederholung des 1. Lehrjahres. Bitte nehmen Sie mit der Abteilungsleitung Kontakt auf. < 4.0 Im Falle der Empfehlungen D und E erhält das Berufsbildungsamt eine entsprechende Information. Seite 4 von 12

5 3 Die Lehrabschlussprüfung im Überblick 3.1 Schulischer Teil W&G 1 zentrale Prüfung 1/8 W&G 2 schulspezifische / regionale Prüfung 1/8 W&G 3 Erfahrungsnote 1/8 IKA Erfahrungsnote und Prüfungsnote 1/8 Deutsch Erfahrungsnote und Prüfungsnote 1/8 Englisch Erfahrungsnote und Prüfungsnote 1/8 Französisch Erfahrungsnote und Prüfungsnote 1/8 AE/SA 2/3 AE und 1/3 SA 1/8 Die schulische Prüfung gilt als bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens 4.0 beträgt und wenn nicht mehr als zwei Fachnoten ungenügend sind und die Summe der negativen Notenabweichungen zur Note 4.0 nicht mehr als 2.0 Notenpunkte beträgt. 3.2 Betrieblicher Teil ALS Arbeits- und Lernsituationen 1/4 PE Prozesseinheiten 1/4 BSS Berufspraktische Situationen schriftlich 1/4 BSM Berufliche Situationen mündlich 1/4 Die betriebliche Prüfung gilt als bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens 4.0 beträgt und wenn höchstens eine Fachnote ungenügend ist und nicht unter 3.0 liegt. 3.3 Gesamtnote Die Prüfung gilt als bestanden, wenn sowohl in der betrieblichen als auch in der schulischen Lehrabschlussprüfung die Bestehensnormen erfüllt sind. Der Mittelwert der Gesamtnote Schule und der Gesamtnote Betrieb, mathematisch gerundet auf eine Dezimalstelle, ergibt die massgebende Note für die Rangkandidaten. Seite 5 von 12

6 3.3 Gesamtüberblick Lehrabschlussprüfung und- zeugnis 4 Fächerspezifische Richtlinien 4.1 Wirtschaft & Gesellschaft 1 Schriftliche zentrale Prüfung Ende des sechsten Semesters Dauer: 180 Minuten Fachnote: Umrechnung der erzielten Punkte gemäss Notenskala 4.2 Wirtschaft & Gesellschaft 2 Schulspezifische, schriftliche Prüfung Ende des sechsten Semesters Dauer: 150 Minuten Fachnote: Umrechnung der erzielten Punkte gemäss Notenskala 4.3 Wirtschaft & Gesellschaft 3 Der auf eine Zehntelsnote gerundete Durchschnitt der Zeugnisnoten des zweiten und dritten Lehrjahres in diesem Lernbereich. Seite 6 von 12

7 4.4 Information, Kommunikation und Administration Position 1 Schulspezifische interne Prüfung Ende des zweiten Lehrjahres Dauer: 120 bis 150 Minuten Positionsnote: Umrechnung der Punkte gemäss Notenskala Position 2 Der auf eine Zehntelsnote gerundete Durchschnitt der Zeugnisnoten des ersten und zweiten Lehrjahres in diesem Lernbereich. Fachnote Durchschnitt der Positionsnote 1 und Positionsnote 2 auf eine Dezimalstelle gerundet. 4.5 Deutsch Position 1 Schriftliche und mündliche Prüfung Die schriftliche Prüfung umfasst einen gesamtschweizerischen und einen schulspezifischen Teil Dauer: 120 Minuten schriftlich, 20 bis 30 Minuten mündlich Ende des dritten Lehrjahres Positionsnote: Umrechnung der Punkte gemäss Notenskala, wobei die schriftliche Prüfung 60% und die mündliche Prüfung 40% der Gesamtpunktzahl ausmacht Position 2 Der auf eine Zehntelsnote gerundete Durchschnitt der Zeugnisnoten des zweiten und dritten Lehrjahres in diesem Lernbereich Fachnote Durchschnitt der Positionsnote 1 und Positionsnote 2 auf eine Dezimalstelle gerundet. 4.6 Französisch Position 1 Diplôme de français professionnel, Niveau B1 (DFP B1) Dieses internationale Diplom wird gemäss Akkreditierungskonzept in Noten umgerechnet und befreit vollständig von der LAP. Zeitpunkt: Im Frühjahr des sechsten Semesters Position 2 Der auf eine Zehntelsnote gerundete Durchschnitt der Zeugnisnoten des zweiten und dritten Seite 7 von 12

8 Lehrjahres in diesem Lernbereich Fachnote Durchschnitt der Positionsnote 1 und Positionsnote 2 auf eine Dezimalstelle gerundet. Berufslernende, die kein internationales Diplom ablegen wollen, müssen zu Handen der Schulleitung ein begründetes Gesuch stellen. Sofern dieses gutgeheissen wird, haben sie die Möglichkeit, eine gemäss gesamtschweizerischen Vorgaben erstellte schriftliche und mündliche Prüfung abzulegen. Dauer der schriftlichen Prüfung: 90 Minuten Dauer der mündlichen Prüfung: 20 Minuten Zeitpunkt: Am Ende des dritten Lehrjahres Positionsnote: Umrechnung der Punkte gemäss Notenskala Durchschnitt der schriftlichen und mündlichen Prüfung auf eine Dezimalstelle gerundet. 4.7 Englisch Position 1 Cambridge Business English Certificate BEC Preliminary Dieses internationale Diplom wird gemäss Akkreditierungskonzept in Noten umgerechnet und befreit vollständig von der LAP. Zeitpunkt: Im November des fünften Semesters Position 2 Der auf eine Zehntelsnote gerundete Durchschnitt der Zeugnisnoten des zweiten und dritten Lehrjahres in diesem Lernbereich Fachnote Durchschnitt der Positionsnote 1 und Positionsnote 2 auf eine Dezimalstelle gerundet. Berufslernende, die kein internationales Diplom ablegen wollen, müssen zu Handen der Schulleitung ein begründetes Gesuch stellen. Sofern dieses gutgeheissen wird, haben sie die Möglichkeit, eine gemäss gesamtschweizerischen Vorgaben erstellte schriftliche und mündliche Prüfung abzulegen. Dauer der schriftlichen Prüfung: 90 Minuten Dauer der mündlichen Prüfung: 20 Minuten Zeitpunkt: Am Ende des dritten Lehrjahres Positionsnote: Umrechnung der Punkte gemäss Notenskala Durchschnitt der schriftlichen und mündlichen Prüfung auf eine Dezimalstelle gerundet. Seite 8 von 12

9 4.8 Ausbildungseinheiten / Selbstständige Arbeit Position 1 Notendurchschnitt der drei Ausbildungseinheiten (Erfahrungsnoten im Zeugnis) gerundet auf eine Zehntelsnote Position 2 Auf halbe Note bewertete Selbstständige Arbeit. Zeitpunkt: Im dritten Lehrjahr Fachnote Durchschnitt der Positionsnote 1 und Positionsnote 2 auf eine Dezimalstelle gerundet, wobei die Positionsnote 1 doppelt gezählt wird. 5 Organisation und Anmeldung 5.1 Zweck Durch die Lehrabschlussprüfung soll festgestellt werden, ob der Lernende die im Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung umschriebenen Ausbildungsziele, die ihn zur Ausübung seines Berufes befähigen, erreicht hat. 5.2 Verhinderung Ist ein Kandidat/eine Kandidatin verhindert, so hat er/sie nach Wegfall des Hinderungsgrundes nach den Anordnungen der Prüfungsbehörde die Prüfung abzulegen. Kandidaten, welche vor der Prüfung in die Rekrutenschule einrücken müssen, teilen ihre Militäradresse der Kreiskommission mit. Sie erhalten laut Verfügung des zuständigen Departementes für die Prüfung einen Urlaub. Der Kandidat hat aufgrund des Prüfungsprogrammes bei seinen militärischen Vorgesetzten um den nötigen Urlaub nachzusuchen. 5.3 Organe Die Organisation der Lehrabschlussprüfung Kauffrau/Kaufmann wird übertragen: - an den KV Schweiz für die schulische Lehrabschlussprüfung - an die IGKG Schweiz für die betriebliche Lehrabschlussprüfung Die Prüfungskommission für die ganze Schweiz erteilt die Aufträge und trägt die Verantwortung für die Qualitätsentwicklung und kontrolle. 5.4 Verpflichtungen zur Prüfung Der Lernende hat, soweit er nicht vorher Teilprüfungen zur Prüfung bestand, die Lehrabschlussprüfung gegen Ende der Lehrzeit oder bei erster Gelegenheit nach deren Ablauf abzulegen. Seite 9 von 12

10 5.5 Kandidaten nach Art. 34 BBG und Art. 32 BBV Ausser den Berufslernenden werden auch mündige Personen zur Lehrabschlussprüfung zugelassen, wenn sie mindestens fünf Jahre Berufspraxis, davon zwei im kaufmännischen Bereich, nachweisen können und den beruflichen Unterricht besucht oder wenn sie auf anderem Weg die nötigen Berufskenntnisse erworben haben. Über die Zulassung entscheidet die zuständige kantonale Behörde. Bereits absolvierte Grundbildungen werden als berufliche Erfahrung angerechnet. Personen, die nach Art. 34 BBG die Zulassung zur Prüfung beanspruchen, und Kandidaten, die Prüfungserleichterungen beanspruchen wollen, haben bei der zuständigen kantonalen Behörde direkt und rechtzeitig ein Gesuch einzureichen. Die Kantone übermitteln ihren Entscheid der zuständigen örtlichen Prüfungsbehörde Es gelten im Weiteren die Richtlinien zu den Qualifikationsverfahren für Erwachsene. 5.6 Kandidaten von privaten Fachschulen Schüler privater Fachschulen, die über die kantonale Ausbildungsgenehmigung verfügen, werden zur Lehrabschlussprüfung zugelassen, wenn ihre Ausbildung den gesetzlichen und reglementarischen Vorschriften entspricht. 5.7 Anmeldung Der Ausbildner hat den Berufslernenden zur Prüfung anzumelden. Über die Zulassung entscheidet die zuständige kantonale Behörde. Die Prüfung ist in der Regel in jenem Kreis abzulegen, in dem der Lehrort liegt. 6 Weitere Bestimmungen 6.1 Erlaubte Hilfsmittel Die erlaubten Hilfsmittel werden jeweils rechtzeitig vor den Prüfungen bekannt gegeben. 6.2 Unerlaubte Hilfsmittel, Verstösse Verwendet ein Kandidat unerlaubte Hilfsmittel oder verstösst er gegen die Vorschriften der Prüfungsleitung, so hat die örtliche Prüfungsbehörde unverzüglich den Vorfall zu untersuchen. Ist der Tatbestand erwiesen, so trifft sie, in Absprache mit der kantonalen Behörde, wahlweise folgende Massnahmen: - Bewertung der betreffenden Position mit der Note 1 - Ungültigkeitserklärung der Prüfung im betreffenden Fach - Ungültigkeitserklärung der ganzen Prüfung Seite 10 von 12

11 6.3 Zutritt zu den Prüfungen Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Zutritt haben ausser den Vertretern des Bundes und der Kantone, den Mitgliedern der Prüfungskommission, der Zentralprüfungskommission und der örtlichen Prüfungskommission nur Personen, die hierfür von der Prüfungsleitung oder von der zuständigen kantonalen Behörde eine Bewilligung erhalten haben. Auf keinen Fall dürfen Kandidaten zukünftiger Prüfungen den Examen beiwohnen. 6.4 Nichterscheinen zur Prüfung Kandidaten, welche aus entschuldbaren Gründen die Prüfung oder einen Teil davon nicht ablegen, sind der Prüfungsleitung zu melden. Diesen Kandidaten ist zu ermöglichen, die Prüfung bei nächster Gelegenheit abzulegen bzw. zu ergänzen. Nimmt ein Kandidat an einem Prüfungsteil aus eigenem Verschulden nicht teil, so ist ihm im betreffenden Fach die Note 1 zu erteilen; die Prüfung gilt in diesem Falle als nicht bestanden. In Fällen eines leichten Verschuldens kann die Prüfungsleitung auf Gesuch des Kandidaten eine Nachprüfung ansetzen. Die Kosten der Nachprüfung sind dem Kandidaten zu verrechnen. 6.5 Kosten für die Kandidaten Für die Prüfungen werden vom Kandidaten keine Gebühren erhoben. Für persönliche Auslagen hat dagegen der Kandidat aufzukommen, sofern nicht der Kanton eine Entschädigung vorsieht. 7 Gesamtnote / Prüfungsergebnis 7.1 Eröffnung der Ergebnisse Die Prüfungsleitung teilt nach der Schlusssitzung der Kreiskommission den Berufslernenden die Prüfungsentscheide schriftlich mit. Die Noten und das Ergebnis der Lehrabschlussprüfung im Fall von Nichtbestanden werden mit entsprechender Rechtsmittelbelehrung sofort nach der Schlusssitzung schriftlich mitgeteilt. Die Noten und das Ergebnis der Lehrabschlussprüfung im Fall von Bestanden werden an der traditionellen Diplomfeier überreicht. 7.2 Fähigkeitszeugnis Wer die Bestehensnormen erfüllt und die Lehre vertragsmässig beendet hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis sowie einen Notenausweis und ist berechtigt, die gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung gelernte Kauffrau/gelernter Kaufmann erweiterte Grundbildung zu tragen. Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis wird von der zuständigen kantonalen Behörde ausgestellt. Seite 11 von 12

12 7.3 Wiederholungen der Prüfungen Hat der Kandidat die Prüfung nicht bestanden, so kann er sie frühestens nach einem Jahr wiederholen. Besteht er wiederum nicht, so wird er zur dritten und letzten Prüfung zugelassen. Kandidaten, die die Prüfung nicht bestanden haben, müssen alle ungenügenden Prüfungsfächer wiederholen. Bei der Wiederholung gelten folgende Zusatzregelungen: Betriebliche Lehrabschlussprüfung: Ungenügende Fachnoten in den Fächern Arbeits- und Lernsituationen sowie Prozesseinheiten werden bei Verlängerung der Lehrzeit durch die neu erzielten Noten ersetzt. Wird die Lehrzeit nicht verlängert, so findet eine Ersatzprüfung nach den Weisungen der Prüfungskommission für die ganze Schweiz statt. Schulische Lehrabschlussprüfung: Erfahrungsnoten in den ungenügenden Fächern werden beibehalten, sofern nicht durch erneuten Schulbesuch neue Noten erworben wurden. Ist die Fachnote Ausbildungseinheiten und Selbstständige Arbeit ungenügend, so muss die ungenügende Position in der Schule wiederholt werden. Für Repetenten gilt bis zwei Jahre nach dem erstmaligen Ablegen der Abschlussprüfung die bei Lehrbeginn gültige Ausgabe der Leistungsziele. Für spätere Wiederholungen gelten die zum Zeitpunkt der Prüfungswiederholung gültigen Leistungsziele. Prüfungswiederholungen haben in der Regel im Rahmen einer ordentlichen Prüfung zu erfolgen. 7.4 Profilwechsel Bei einem Übertritt eines Lernenden vom E- ins B-Profil werden Erfahrungsnoten, die im abgebenden Profil erworben wurden, ohne Gewichtungsfaktor im Verhältnis Eins zu Eins übernommen. Alle weiteren Erfahrungsnoten ab dem Zeitpunkt des Wechsels sind im Rahmen der Ausbildung des aufnehmenden Profils beizubringen. Schaffhausen, im Oktober 2008 Seite 12 von 12

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