Handelshochschule Leipzig (HHL) Lehren aus dem deutschen Konvergenzprozeß

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1 Handelshochschule Leipzig (HHL) Lehren aus dem deutschen Konvergenzprozeß Eine Kritik des Eisernen Gesetzes der Konvergenz und seines theoretischen Fundaments Peter Kesting HHL-Arbeitspapier Nr. 37 Copyright: 2000 Jede Form der Weitergabe und Vervielfältigung bedarf der Genehmigung des Herausgebers

2 Zusammenfassung Die Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf liegen in Ostdeutschland bereits seit dem Jahre 1997 unter den in Westdeutschland. Das heißt aber nichts anderes, als daß sich die beiden deutschen Teile in bezug auf das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf über die letzten drei Jahre auseinanderentwickelt haben. Diese Entwicklung widerspricht bereits augenfällig dem Eisernen Gesetz der Konvergenz, nach dem Volkswirtschaften in einem ähnlichen Umfeld mit einer robusten Rate von ungefähr 2% gegeneinander konvergieren und noch stärker dessen Modifikation, nach der die Rate der Konvergenz sogar noch nach oben korrigiert werden müßte. In diesem Aufsatz soll gezeigt werden, daß diese Lücke zwischen Theorie und Empirie, die für die Erklärung und Prognose des deutschen Konvergenzprozesses deutlich wird, nicht das Ergebnis externer Einflüsse oder unvorhergesehener Ereignisse ist. Sie ist vielmehr Ausdruck einer Unangemessenheit der Eignung des unterliegenden theoretischen Fundamentes zur Analyse solche Fragestellungen: der SOLOWschen neoklassischen (neuklassischen) Wachstumstheorie. Abstract Since 1997 the growth rates of per capita GDP in Easten Germany are below that in Western Germany. This doesn t mean anything else but that, in terms of per-capita income, both German parts have been diverging over the last three years. This development in a noticeable way contradicts the iron law of convergence according to that in similar surroundings, economies converge to each other by a robust rate of approximately 2% and even in a more noticeable way the modification of this law according to that the rate of convergence has to be adjusted with higher numbres. The subject of this paper is to show that the gap between theory and evidence, that becomes obvious in the explanation and prediction of German convergence, is not the result of external influences or other unforeseen events, but of an inappropriateness of the underlying theoretical fundament regarding the analysis of such questions: the SOLOWian neoclassical (newclassical) growth theory.

3 Gliederung 1 Einleitung 1 2 Struktur der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung 2 3 Kritik der Analyse von Barro u.a. 5 4 Anforderungen an einen angemessenen Analyserahmen für die Untersuchung der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung 13 5 Fazit 16 Literatur 19 Anhang 22

4 1 Einleitung Im vergangenen Jahr (1998) erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt in Westdeutschland real (in Preisen von 1991) um 2,8%, während es sich in Ostdeutschland lediglich um 2,1% erhöhte. Damit kommt es bereits im zweiten Jahr in Folge zu einer divergenten Einkommensentwicklung in beiden deutschen Teilen, nachdem die Wachstumsraten im Vorjahr bereits 2,3% in Westdeutschland und 1 1,7% in Ostdeutschland betragen haben, d.h. statt zusammenzuwachsen entwickeln sich die beiden deutschen Teile in bezug auf das Bruttoinlandsprodukt derzeit auseinander. Unter Einbeziehung der Bevölkerungsentwicklung gilt diese Entwicklung auch pro-kopf, so daß der SACHVERSTÄNDIGENRAT ZUR BEGUTACHTUNG DER GESAMTWIRT-SCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG in seinem aktuellen Gutachten (1999, S. 116) zu dem Urteil kommt, daß der Aufholprozeß mittlerweile ins Stocken geraten [ist]; die ostdeutschen Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf liegen seit dem Jahre 1997 unter den westdeutschen. 2 Diese Entwicklung widerspricht bereits augenfällig der Grundformulierung des sogenannten Eisernen Gesetzes der Konvergenz, das von BARRO und SALA-I-MARTIN 1991 formuliert wurde und besagt, daß die Inlandsprodukte (pro-kopf) von Volkswirtschaften in einem ähnlichen Umfeld mit 3 einer robusten Rate von ungefähr 2% gegeneinander konvergieren. Noch deutlicher widerspricht sie allerdings dessen Modifikation, die in der weiteren Diskussion um die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands nach dessen Beitritt in den Bereich des Grundgesetzes formuliert wurde, und nach der die Rate der Konvergenz sogar noch nach oben korrigiert werden müßte. Insbesondere BURDA und FUNKE kritisierten, eine Rate von 2% sei wesentlich zu niedrig gegriffen, weil in ihr 4 Besonderheiten der deutschen Vereinigung nicht berücksichtigt seien. BARRO schließt sich dieser 1 Vgl. hierzu: STATISTISCHES BUNDESAMT, Mitteilungen für die Presse vom (http://www.statistik-bund. de/presse/deutsch/pm/p htm). In diesem Sinne stellten mitte des letzen Jahres bereits drei deutsche Forschungsinstitute in ihrem achtzehnten Bericht über gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsfortschritte in Ostdeutschland fest: 1997 ist die gesamtwirtschaftliche Produktion in Ostdeutschland merklich schwächer gestiegen als in Westdeutschland, o.v. (1998), Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsfortschritte in Ostdeutschland, in: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Wochenbericht 33/98:1. 2 SACHVERSTÄNDIGENRAT ZUR BEGUTACHTUNG DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG (1999), Wirtschaftspolitik unter Reformdruck, Jahresgutachten 1999/2000, S MICHAEL BURDA und MICHAEL FUNKE (1994), Eastern Germany: Can t We Be More Optimistic, in: ifo Studien, Heft 3/95, S Vgl. ebenfalls: ROBERT BARRO und XAVIER SALA-I-MARTIN (1991), Convergence across States and Regions, in: Brookings Papaers on Economic Activity, 1: sowie ROBERT J. BARRO und XAVIER SALA-I-MARTIN (1991), Convergence, in: Journal of Political Economy, 100: Vgl. BURDA, FUNKE (1994), a.a.o., S. 6. 1

5 Einschätzung in einer Veröffentlichung von 1996 an und geht dort davon aus, that the convergence process... is nil if the starting point is 1990 but very strong - around 8 percent per year - if the starting point is The surprisingly fast rate of convergence since 1991 must reflect in part the German goverment s subsidies to economic activity in the east. 5 Die Kritik, die in diesem Aufsatz vorgetragen wird, fußt allerdings nicht auf die Tatsache der Abweichung an sich. Ökonomen sind keine Propheten und gerade kurzfristige Abweichungen entziehen sich immer wieder der Vorhersage. Ernsthafte Zweifel an der Aussagekraft der Analyse von BARRO u.a. entspringen allerdings der Tatsache, daß sich die Vorgänge, aus denen die Abweichungen von dem von ihnen prognostizierten Konvergenzpfad resultieren, völlig ihrer Analyse entziehen: Wie noch zu zeigen sein wird, sind sie weder als Revision der Annahmen über die Höhe der von ihnen genannten Determinanten des Konvergenzprozesses, noch als exogene Schocks im Rahmen ihres theoretischen Ansatzes adäquat zu erfassen. Das läßt die eigentliche Problematik erahnen, nämlich daß die Prognosen von BARRO u.a. auf unangemessenen theoretischen Vorstellungen fußen. Dieses zu zeigen, steht im Zentrum des vorliegenden Aufsatzes. Dazu wird zunächst grob die Struktur umrissen, die der Wirtschaftsentwicklung in Ostdeutschland zugrunde liegt (Kap. 2). Anschließend (Kap. 3) werde ich zeigen, warum das Neoklassische Wachstumstheorie keinen adäquaten Analyserahmen für die Beschreibung und Prognose der in Kap. 2 beschriebenen Vorgänge darstellt. Aus dieser Kritik werden Anforderungen abgeleitet, denen eine adäquate Analyse genügen muß (Kap. 4). Abschließend ein Fazit. 2 Struktur der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung Der Weg der Transformation Ostdeutschlands lag bekannterweise in dem Beitritt in ein bestehendes 6 Staatsgebilde, die Bundesrepublik Deutschland. Das wirkte sich auf die Rahmenbedingungen in Ost- deutschland vor allem in drei Richtungen aus: Erstens setzte die Übernahme des westdeutschen monetären, politischen und administrativen Rahmens die ostdeutsche Wirtschaft innerhalb weniger Monaten dem Wettbewerb der internationalen Märkte aus. Zweitens schaffte die Übernahme dieses 5 ROBERT J. BARRO (1996), Getting it Right. Markets and Choices in a Free Society, S. 17. Durch diese Beobachtung ist der Eisengehalt eines Gesetzes der Konvergenz an sich bereits in Frage gestelt, da in den meisten von BARRO und SALA-I-MARTIN betrachteten Regionen Tranferzahlungen geleistet wurden. 6 Vgl. Hierzu die Darstellung von PETER KALICH und PETER SIGISMUND (1995), Die Herstellung marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen, in: Herausforderung Ostdeutschland. Fünf Jahre Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion (Hrsg. RÜDIGER POHL), S , sowie GERLINDE und HANS-WERNER SINN (1991), Kaltstart. 2

6 7 Rahmens sehr schnell institutionelle Stabilität und daher eine gewisse Planungssicherheit. Drittens führten vor allem die Unterstützung der Länderhaushalte, die Übernahme des westdeutschen Sozialstandards sowie Maßnahmen der Strukturpolitik zu einer hohen Summe von Transferzahlungen von West- nach Ostdeutschland. Dieser beschrittene Weg der Transformation wirkte sich vom Zeitpunkt der Öffnung der DDR in unterschiedlicher Intensität vor allem in drei Richtungen auf die wirtschaftliche Aktivität in Ostdeutschland aus (vgl. hierzu auch die Tabellen im Anhang): (1) Seit 1989 ist ein fast vollständiger Niedergang der alten Produktions- und Dienstleistungsstruktur zu verzeichnen. Nach Einschätzung der Treuhandanstalt waren nur 8% der Arbeitsplätze der gewerblichen Wirtschaft rentabel und die in den Bestand der Treuhandanstalt übernommenen Unter- 8 nehmen durchweg sanierungsbedürftig. Das führte dazu, daß ein Teil der alten DDR-Betriebe ge- schlossen werden mußte. Ein anderer Teil wurde grundlegend umstrukturiert, was in der Regel mit einer starken Schrumpfung der Betriebstätigkeit im Rahmen einer Reduzierung auf Kernbereiche ver- 9 bunden war. Nur ein sehr geringer Teil meistens sehr kleiner Betriebe konnte den Umfang ihrer Ak- tivität oder gar der Beschäftigten erhalten. RÜDIGER POHL überzeichnet die Situation daher nur wenig, wenn er schreibt: Die Transformation der gescheiterten sozialistischen DDR-Wirtschaft in eine Marktwirtschaft ist kein Prozeß normalen strukturellen Wandels, sondern kommt der Neugründung einer Volkswirtschaft gleich. 10 (2) Unmittelbar nach dem Beitritt kam es zu einer vereinigungsbedingten Sonderkonjunktur in den 7 Eine wesentliche Ausnahme hiervon wurde allerdings durch die Verfolgung des Prinzips Rückgabe vor Entschädigung gegenüber von Alteigentümern von Immobilien geschaffen. Vgl. hierzu u.a. die Darstellungen in SINN (1991), a.a.o., S. 101 sowie HANS-WERNER SINN (1996), Volkswirtschaftliche Probleme der deutschen Vereinigung, in: Vorträge N 421 der Nordrhein Westfälischen Akademie der Wissenschaften, insbesondere S. 12ff. 8 SIEGFRIED BEER, HERBERT BERTEIT und MANFRED WILHELM (1995), Die Erneuerung des öffentlichen und privaten Kapitalstocks, in: Herausforderung Ostdeutschland. Fünf Jahre Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion (Hrsg. RÜDIGER POHL), S , hier S Beispiele hierfür sind SACHSENRING, FLORENA, FÖRDERANLAGEN MAGEDEBURG, und JENOPTIK. Vgl. hierzu die Darstellung in: TORSTEN WULF (2000), Enwicklung ostdeutscher Unternehmen, Wiesbaden: Deutscher Universitäts- Verlag sowie in HARALD HUNGENBERG und TORSTEN WULF (2000), Erfolgreiche unternehmerische Anpassung in Ostdeutschland, in Vorbereitung. 10 RÜDIGER POHL (1995), Die Entfaltung einer Marktwirtschaft - Die ostdeutsche Wirtschaft fünf Jahre nach der Währungsunion, in: Herausforderung Ostdeutschland. Fünf Jahre Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion (Hrsg. RÜDIGER POHL), S , hier S

7 11 neuen Ländern, insbesondere in der Bauwirtschaft und im Handel. Dieser lagen vor allem Investi- tionen in Immobilien, Infrastruktureinrichtungen, der Aufbau von Handelsnetzen meistens westdeutscher Handelsketten sowie der Ausbau von touristischer Infrastruktur zugrunde. Hierbei handelt es sich um eine unmittelbare Reaktion auf die gewandelte Nachfrage und deren vermutete weitere Entwicklung in Ostdeutschland, durch die Güter in diesem Teil Deutschlands überhaupt zugänglich gemacht wurden. Diese Sonderkonjunktur wirkte sich c.p. in einem sehr starken Anstieg der Produktion, Beschäftigung wie der Arbeits- und Kapitalproduktivität aus und konnte die Auswirkungen des Niedergangs der alten Struktur teilweise (wenn auch bei weitem nicht vollständig) kompensieren. (3) Die unmittelbar nach der Wende am wenigsten auffällige aber langfristig nachhaltigste Entwicklung - die eigentliche Grundlage für eine Konvergenz beider deutschen Teile - liegt in dem Aufbau einer eigenständigen Produktions- und Dienstleistungsstruktur, die über die unter (2) dargestellte unmittel- 12 bare Reaktion auf ostdeutsche Nachfrage hinausgeht. Hier ist wiederum zu unterscheiden zwischen: - ostdeutschen Unternehmen, die die Wende überlebt haben und sich jetzt auf einem Expansionskurs befinden, - gebietsfremden Unternehmen (insbesondere aus Westdeutschland und EU-Ländern), die sich in Ostdeutschland engagieren sowie - ostdeutschen Neugründungen von Unternehmen. In allen drei Spielarten steht die private Unternehmertätigkeit im Zentrum der beschriebenen Entwicklung. Diese stellt sich als Ergebnis der Suche nach einer gewinnträchtige Geschäftstätigkeit dar und führt auf dieser Grundlage zur Erstellung eines Angebots von marktfähigen Dienstleistungen oder Produkten. Für die Unternehmen bedeutet das entweder eine völlige Neugründung oder wenigstens die sachliche oder räumliche Erschließung neuer Märkte. Art und Umfang dieser privatwirtschaftlichen Aktivitäten sind maßgeblich durch das Wirken des 11 Üblicherweise wird diese Sonderkonjunktur an der Entwicklung des Baugewerbes festgemacht. So kommt der SACHVERSTÄNDIGENRAT in seinem Jahresutachten 1997/98 zu dem Urteil: Zweistellige Zuwachsraten der Bruttowertschöpfung hatten zunächst den Baubereich zu einem Träger des gesamtwirtschaftlichen Wachstums in Ostdeutschland werden lassen. SACHVERSTÄNDIGENRAT ZUR BEGUTACHTUNG DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG (1997), Wachstum, Beschäftigung, Währungsunion - Orientierungen für die Zukunft. Jahresgutachten 1997/98, Stuttgart, S. 71 (vgl. auch Tab. 4 im Anhang). Es sei allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, daß solch globale Zahlen, wie die Entwicklung des Baugewerbes, einen Sachverhalt wie die Ostdeutsche Sonderkonjunktur nach der Vereiningung nur grob widerspiegeln und daher lediglich zur Veranschaulichung der beschriebenen Entwicklungen dienen können. 12 Die Entwicklung dieses nachhaltigen Aufbaus einer Produktions- und Dienstleistungsstruktur wird üblicherweise an der Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes festgemacht (vgl. Tab. 3 im Anhang). 4

8 Staatssektors geprägt, so daß diesem eine gewisse übergeordnete Funktion bezüglich des Ablaufs 13 der in (1) - (3) beschriebenen Prozesse zukommt. Hier kam es insbesondere im unmittelbaren An- schluß an die Wende zu einem sehr starken Anstieg der Nachfrage aus öffentlichen Kassen sowie von halbstaatlichen Betrieben zum Aufbau von Infrastruktureinrichtungen (etwa in den Aufbau von Verkehrswegen, Neubau und Renovierung von Geschäftsimmobilien, Investitionen in Telekomunikationseinrichtungen usw.). Von großer Bedeutung war auch die öffentliche Förderung privater Aktivitäten durch Steuervergünstigungen, Subventionen usw. Eine nennenswerte Bedeutung kommt zudem Regelungen der Übernahme westdeutscher Sozialstandards und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu. Diese Maßnahmen wurden maßgeblich über umfangreiche Transferzahlungen aus Westdeutschland finanziert. Das Entscheidende dabei ist, daß alle Maßnahmen das Ergebnis diskreter politischer und nicht unternehmerischer Kalküle darstellen und auch vor dem Hintergrund dieser politischen Logik untersucht werden müssen. Der unter (1) beschriebene Zusammenbruch war im gesamten Gebiet Ostdeutschlands sehr tiefgreifend. Es ist allerdings anzumerken, daß die unter (2) bis (4) beschriebenen Entwicklungen in verschiedenen ostdeutschen Landesteilen eine sehr unterschiedliche Richtung und Intensität hatten, so daß für die Beschreibung der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung sinnvollerweise eine regionale Differenzierung vorzunehmen wäre. 14 So in etwa läßt sich in erster Näherung die Situation skizzieren, die es zum Zwecke einer Analyse und Prognose der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung theoretisch zu erfassen gilt. 3 Kritik der Analyse von BARRO u.a. Im allgemeinen werden zur Rechtfertigung eines Analyserahmens als Grundlage für die Untersuchung einer bestimmten Fragestellung zwei Kriterien anerkannt: erstens dessen empirische Bewährung in der Vergangenheit und zweitens das Aufzeigen theoretischer Plausibilität. Diese Maßstäbe werde ich folgend als Grundlage für die Kritik der Verwendung eines Neoklassischen Wachstumsmodells als Analyserahmen zur Untersuchung des deutschen Konvergenzprozesses wählen. 13 Vgl. hierzu etwa die Darstellung von ALFRED BOSS und ASTRID ROSENSCHON (1996), Öffentliche Transferleistungen zur Finanzierung der deutschen Einheit: Eine Bestandsaufnahme, Kieler Diskussionsbeiträge Nr Zum Umfang der öffentlichen Transferzahlungen vgl. Tab. 1 im Anhang. Zur staatlichen Aktivität vgl. auch die programmatischen Vorstellungen des SACHVERSTÄNDIGENRATES ZUR BEGUTACHTUNG DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG (1993), Zeit zum Handeln - Antriebskräfte stärken. Jahresgutachten 1993/94, Stuttgart, S. 79ff. 14 Vgl. hierzu die Darstellungen im Sachverständigenratsgutachten 1997/98, a.a.o., S. 83ff, sowie im DIW Wochenbericht, Nr. 33/98, a.a.o., S. 580ff. 5

9 Zur empirischen Bewährung der neoklassischen Theorie: Es ist zunächst deren vermeintlich gute empirische Bewährung, mit der sich die Verwendung einer Neoklassischen Wachstumstheorie typischerweise im Sinne eines FRIEDMANschen Pragmatismus als Analyserahmen für die Untersuchung des deutschen Konvergenzprozesses rechtfertigen läßt. Solche Rechtfertigung implizieren Aussagen, wie die von BARRO: An exploration of the US experience to the eastern regions of unified Germany implies that per-capita growth in the East would be initially 1.5 to 2 percentage higher than in the West. 15 Es stellt sich dabei allerdings die Frage, ob eine solche Übertragung überhaupt zulässig ist, also ob a priori davon ausgegangen werden kann, daß die Vorgänge in verschiedenen Regionen der USA und anderen untersuchten Staaten (insbesondere Japan und europäischen Staaten) mit denen in den bei- 16 den deutschen Teilen überhaupt vergleichbar sind. Mit seinem Einwand hat FUNKE eine solche Vergleichbarkeit - wenigstens in bezug auf die Geschwindigkeit der Konvergenz - bereits selber angezweifelt. Die Unterschiede zwischen den Konvergenzprozessen der Vergangenheit und dem deutschen Konvergenzprozeß gehen aber über das bloße Faktum der Leistung von Transferzahlungen weit hinaus: So liegt ein wesentliches Moment des ostdeutschen Wachstums und damit der gesamtdeutschen Konvergenz in einem Transformationsprozeß, also in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel (Änderung der Wirtschaftsordnung, Änderung des außenpolitischen Umfeldes usw.), dem in allen vorher untersuchten Wachstumsprozessen in Industriestaaten nur eine untergeordnete Bedeutung zukommt. Hierfür konnten zur Zeit der Veröffentlichung der Untersuchungen von BARRO u.a. noch keine Erfahrungen gesammelt werden, schlichtweg weil dieser Fall in der Form vor 1989 noch nicht eingetreten ist. Daher kann eine bloße empirische Rechtfertigung eines Neoklassischen Analyserahmens für die Untersuchung des deutschen Konvergenzprozesses kaum als ausreichend angesehen werden. Sie ist 15 ROBERT J. BARRO (1991), Eastern Germany s Long Haul, in: Wall Street Journal, 3. Mai, S. A Dabei sollte allerdings nicht verschwiegen werden, daß die empirische Bestätigung des iron law of convergence teilweise selbst ein äußerst zweifelhaftes Unterfangen darstellt. So bemerkte BARRO etwa in bezug auf die Entwicklung auf die Konvergenz zwischen westdeutschen Regionen (und im Hinblick auf eine zusätzliche empirische Rechfertigung von dessen Übertragung auf die gesamtdeutsche Konvergenz): Perhaps most relevant for eastern Germany is the exprience of the four regions of West Germany that had the lowest per capita GDP in 1950: Schleswig Holstein, Lower Saxony, Rhineland-Palatinate, and Bavaria. The per capita GDP of these four regions went from 23 percent below the West German average in 1950 to 13 percent below in Das mag in der Form ja so auch stimmen. Das Problem ist nur, daß Schleswig Holstein und Niedersachsen nach wie von die deutschen Schlußlichter in bezug auf pro-kopf Einkommen sind, während sich Bayern inzwischen an die Spitze vorgearbeitet hat. Daraus folgt: Wenn ich Region und Zeitraum nur richtig wähle wird es mir nicht schwer fallen, eine breite empirische Bestätigung für alle möglichen Gesetze der Konvergenz zu finden. Darüber hinaus eignet sich das deutsche Beispiel sogar eher zu einer Widerlegung des iron law of convergence, da es mit dem Gesetz völlig unvereinbar ist, daß sich eine Region - wie in dem Fall Bayerns - an die Spitze der pro-kopf Einkommen gestellt, die anderen Regionen also überholt hat. 6

10 vielmehr bestenfalls als schwacher Hinweis für die Zweckmäßigkeit der Verwendung eines neoklassischen Analyserahmens anzusehen, die aber nur über eine theoretische Untermauerung zu rechtfertigen ist. Zur theoretischen Rechtfertigung der Verwendung des Neoklassischen Analyserahmens: Die neuklassische Wachstumstheorie ist letztlich aus dem SOLOW-Modell aus dem Jahre 1956 hervorgegan- 17 gen. In diesem Modell sucht SOLOW eine Erklärung für den empirischen Befund zu geben, daß Wachstum pro Kopf langfristig nur zu einem geringen Teil aus Kapitalakkumulation zu erklären ist. Die Erklärung, die SOLOW gibt, resultiert letztlich aus der Annahme sinkender Grenzerträge des gesamtwirtschaftlichen Kapitaleinsatzes, die über eine gesamtwirtschaftliche COBB-DOUGLAS Produktionsfunktion der Form Y K â (á%â 1) in das Modell eingeführt wird. Unter dieser Annahme wird die Einführung einer weiteren Größe zu einer notwendigen Voraussetzung für langfristiges Pro-Kopf Wachstum des Einkommens, die sich vermehrend auf den Kapital- oder Arbeitseinsatz (oder beides) auswirkt und die Solow als technischen Fortschritt interpretiert. Eine große Schwäche des SOLOW-Modells ist allerdings, daß der technische Fortschritt in ihm nicht erklärt, sondern exogen eingeführt wird. Das hat zur Konsequenz, daß es sich bei dem SOLOW- Modell entgegen der üblichen Charakterisierung überhaupt nicht um eine Wachstumstheorie handelt, sofern man darunter eine Theorie versteht, die das Ausmaß und den Umfang der Kräfte erklärt, durch die das pro-kopf Wachstum des Einkommens in einer Volkswirtschaft entsteht. Was in dem SOLOW-Modell lediglich gezeigt werden kann, ist, in welcher Weise eine Volkswirtschaft wächst, wenn technischer Fortschritt - in unterschiedlicher Form - auf sie wirkt bzw. daß sie langfristig nicht wächst, wenn es keinen technischen Fortschritt in ihr gibt Der wesentliche Beitrag der Arbeiten seit Mitte der achtziger Jahre lag dann darin, das SO 17 Vgl. Robert M. Solow (1956), A Contribution to the Theory of Economic Growth, in: Quarterly Journal of Economics, 70, S sowie Robert M. Solow (1957), Technical Change and the Aggregate Production Function, in: Review of Economics and Statistics, 39, S Dabei ist allerdings ausdrücklich anzumerken, daß das nicht als Vorwurf zu verstehen ist, weil das SOLOW-Modell ursprünglich schließlich nicht als Wachstumstheorie konzipiert worden ist. 19 Vgl. hierzu insbesondere die Arbeiten von PAUL M. ROMER (1986), Increasing Returns and Long-Run Growth, in: Journal of Political Economy, 94, S , ROBERT E. LUCAS JR. (1988), On the Mechanics of Development Planing, 7

11 LOW-Modell zu einer echten Wachstumstheorie erweitert zu haben. Dazu wird in ihnen der Modellrahmen derart erweitert, daß die Rate des technischen Fortschritts selber zu einer abhängigen Größe wird, was durch ihre Bezeichnung endogenen Wachstumstheorie charakterisiert werden soll. Die erklärenden Größen für die Höhe der Rate des technischen Fortschritts sind je nach Spielart unterschiedlich. Im wesentlichen wird die Rate des technischen Fortschritts allerdings durch die Forschungs- und Entwicklungsaktivität erklärt, die ihrerseits als Investition durch die Ersparnis einer Volkswirtschaft bestimmt wird. BARRO und SALA-I-MARTIN schreiben daher: In these [endogenous growth] models, technological advance results from purposive R&D activity (...). If there is no tendency for the economy to run out of ideas, than the growth rate can remain positive in the long 20 run. Dadurch verlieren Investitionen (in Kapitalien und in Wissen) ihren abnehmenden Grenzer- trag, wodurch das Pro-Kopf Wachstum einer Volkswirtschaft zur Gänze aus deren Akkumulationsaktivität resultiert. Die gesamtwirtschaftliche Produktionsfunktion hat jetzt die Form: Y und damit konstante Grenzerträge in dem Stand der Produktionstechnik A und dem eingesetzten Kapital K, das aber jetzt als physisches und Humankapital verstanden wird. Das Grundkonstrukt des SOLOW-Modells bleibt in den Arbeiten der endogenen Wachstumstheorie allerdings erhalten und wird dort in der folgenden Weise verstanden: Das Wachstum ihrer Ressourcen stellt eine notwendige und hinreichende Bedingung für das Wachstum des Einkommens einer Volkswirtschaft dar. Anders gesagt stellt die Entwicklung der Ressourcen den Engpaß für das Wachstum des Einkommens dar und neugeschaffene Ressourcen werden auch jederzeit vollständig verwendet. Das Wachstum der Ressourcen pro-kopf spiegelt aber wiederum die Fähigkeit einer Volkswirtschaft wieder, Kapital und Wissen zu akkumulieren (wobei die Akkumulation von Wissen von Modell zu Modell unterschiedlich als Ergebnis von wirtschaftlichen Handlungen oder als exo- 2 1 g e n e G r ö ß e v e r s t a n d e n w i r d ). D i e in: Journal of Monetary Economics, 22, S sowie SERGIO REBELO (1991), Long-Run Policy Analysis and Long- Run Growth, in: Journal of Political Economy, 99, S ROBERT BARRO und XAVIER SALA-I-MARTIN (1995), Economic Growth, New York u.a., S. 12f. 21 Grundsätzlich muß dabei zwischen dem Wachstum im und außerhalb des gleichgewichtigen Wachstumspfades (steady state) unterschieden werden: Auf dem gleichgewichtigen Wachstumspfad wird die Rate des pro-kopf Wachstums ausschließlich durch die Akkumulation von Wissen bestimmt, während die Spartätigkeit lediglich das Niveau des Wachstums beeinflußt. Außerhalb des gleichgewichtigen Wachstumspfades(traverse) wird das pro- Kopf Einkommen zudem durch die Veränderung der Kapitalausstattung pro-kopf beeinflußt, die aus der Bewegung zum Gleichgewicht resultiert. Letztere wird durch die Gleichung 8

12 se Auffassung steht hinter der Aussage von BURDA und FUNKE: In a closed economy, per capita economic growth has two sources: growth in total factor productivity, and accumulation, or savings, which affects the stocks of physical and human capital 22 Wichtig dabei ist, daß in der Theorie von Solow wie in den Modellen der endogenen Wachstumstheorie (beide werde ich im folgenden zusammenfassend als neoklassisch bezeichnen) in aggregierten Größen argumentiert wird, was sich insbesondere in der Verwendung einer gesamtwirtschaftlichen Produktionsfunktion sowie in der Betrachtung eines homogenen Outputguts und homogener Produktionsfaktoren ausdrückt. Die Erklärung des deutschen Konvergenzprozesses hat im Rahmen der neoklassischen Theorien nun folgende Struktur: Die Vereinigung hat bewirkt, daß beide deutschen Teile auf derselben Produktionsfunktion produzieren, und zwar maßgeblich auf der vormals westdeutschen. Während sich Westdeutschland allerdings auf einem steady state, also in einem gleichgewichtigen Wachstumspfad bewegt, befindet sich Ostdeutschland im Ungleichgewicht. Dieses Ungleichgewicht wird durch die geringe Kapitalausstattung hervorgerufen, mit der der Osten Deutschlands in die Einheit gekommen ist. Da es sich bei dem steady state gemäß der theoretischen Vorstellungen der neoklassischen Wachstumstheorie um ein stabiles Gleichgewicht handelt, macht der Osten Deutschlands einen Anpassungsprozeß (traverse) an den gesamtdeutschen steady state durch, der zu einer Konvergenz der Einkommen führt, gemäß der Funktion: ÿy Y (g%n%ä)(1&a&b)(lny( &lny) und hängt damit ab von den (gesamtwirtschaftlichen) Raten des technischen Fortschritts g, des Be- ÿ k beschrieben, wonach die Änderung der Kapitalausstattung pro Kopf und damit auch des pro-kopf Einkommens eine Funktion der pro-kopf Ersparnis sf(k) sowie der Raten des Bevölkerungswachtums n und der Abschreibung ä ist. 22 BRUDA/FUNKE (1994), a.a.o., S. 4. BURDA und FUNKE verwenden als Grundlage ihrer Analyse ein Modell, in dem zwar zwischen physischem und Humankapital unterschieden, technischer Fortschritt aber außerdem exogen eingeführt wird. 9

13 23 völkerungswachstums n und der Abschreibung ä sowie der partiellen Faktorproduktivitäten von physischen Kapital a, Humankapital b und Arbeitseinsatz in Effizienzeinheiten 1-a-b (dabei wird arbeitsvermehrender technischer Fortschritt unterstellt). Gemäß dem iron law beträgt die aus diesem Zusammenhang resultierende Rate der Konvergenz der Einkommen 2%. BURDA und FUNKE kritisieren BARRO nun dahingehend, daß dieser bei seiner Analyse nicht die Wirkung berücksichtigt hat, die die massiven Transfers von physischem und Humankapital auf den deutschen Konvergenzprozeß haben. So betonen sie: Factor mobility may affect the evolution of the stocks of productive factors and thereby production and productivity the economy. Migration of labour, human capital and physical capital from regions from low factor incomes to those where returns are higher will tend to equalize per capita income more rapidly than if these factors were 24 immobile.. Aufgrund dieser Transfers müßte der Konvergenzprozeß vielmehr durch die Funktion ÿy Y (g%n%d%ø( )(1&a&b)(lny ( &lny) beschrieben werden, die die short run elasticities of external supply of physical (ø) and human capi- 25 tal (î ) berücksichtigt (in dieser Funktion zur Vereinfachung für den Sonderfall, daß beide eine identische Höhe von ø = î = ø* haben). Daher wäre die Rate der Konvergenz zwischen den beiden deutschen Teilen wesentlich höher, als nach dem iron law of convergence zu erwarten gewesen wäre. BURDA und FUNKE heben dabei allerdings berechtigtererweise hervor, daß ihre Kritik lediglich einer Modifikation entspringt, die sie innerhalb des neoklassischen Analyserahmens vornehmen: The strategy taken in this section is to accept the underlying paradigm of the neoclassical growth model (...). 26 Was allerdings sowohl Barro als auch BURDA und FUNKE zu zeigen unterlassen, ist, daß die notwendige Voraussetzung für die Aussagekraft ihrer Analyse erfüllt ist, daß die Entstehung von Kapazitäten tatsächlich den Engpaßfaktor für das Wachstum in Ostdeutschland darstellen. Tatsächlich widersprä- 23 Der Begriff der Abschreibung ist dabei nicht im steuerlichen Sinne zu verstehen, sondern im Sinne einer physischen Kapitalentwertung. 24 BURDA/FUNKE (1994), a.a.o., S BURDA/FUNKE (1994), a.a.o., S BURDA/FUNKE (1994), a.a.o., S

14 che eine solche Annahme eklatant allen Erfahrungen in Ostdeutschland, nach denen von der Seite der Entstehung von Kapazitäten grundsätzlich keinerlei Engpaß besteht. Im Gegenteil: Im Jahre 1999 ist die Infrastruktur in Ostdeutschland weitgehend mit der westdeutschen vergleichbar (im Be- 27 reich Telekommunikation sogar teilweise überlegen), die Arbeitslosenquote liegt bei 17,9% und es 28 gibt einen beachtlichen Leerstand an Gewerbeimmobilien. Ein Engpaß ist zudem weder bei den Kapazitäten der Investitionsgüterindustrie noch bei Finanzierungsmöglichkeiten zu erkennen. Wenn Finanzierungsengpässe bestehen, so sind sie auf Gründe wie mangelnde Risikobereitschaft der Finanzierungsinstitute oder mangelndes Vertrauen in Projekte oder Investoren, nicht aber auf mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten zurückzuführen. Kapazitäten sind also vorhanden und wo sie nicht vorhanden sind, findet sich grundsätzlich ein Investitionsgüterproduzent, der diese gerne aufbaut und ein Kreditinstitut, das diese gerne finanziert. Das Kernproblem der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung liegt daher nicht in der Entstehung, sondern in der Verwendung von Kapazitäten, also in der Frage, was in den geschaffenen Kapazitäten überhaupt produziert werden soll. Wenn das aber so ist, liegt der Engpaß der wirtschaftlichen Entwicklung Ostdeutschlands in den Möglichkeiten, Kapazitäten zu gewinnbringender Produktion zu verwenden und in Personen, die Willens und fähig sind, eine solche Produktion auch aufzubauen, also in der unternehmerischen Aktivität. Der Aufbau von der Produktionskapazitäten ist dann erst das Ergebnis dieser Aktivitäten. Diese unternehmerische Aktivität kann als matching-prozeß zwischen der Entstehung von Opportunitäten und deren betriebswirtschaftlicher Umsetzung verstanden werden. In dem Fall, in dem alle Opportunitäten jederzeit erkannt und auch vollständig umgesetzt werden, ist das theoretische Verständnis der neoklassischen Wachstumstheorie unproblematisch und das Wachstum der Kapazitäten die Schlüsselgröße für das Wachstum des Einkommens. Ist das aber nicht der Fall - und in Ostdeutschland sieht es sehr danach aus - wird die Richtung und Geschwindigkeit der unternehmerischen Aktivität zur Schlüsselgröße des wirtschaftlichen Wachstums. Die Prozesse, aus denen unternehmerische Aktivität hervorgeht, liegt aber jenseits des analytischen Rahmens, den die neoklassische Wachstumstheorie vorgibt. Wie oben bereits dargestellt können in diesem Rahmen nur makroökonomische Totalgrößen und deren Bewegung im oder zum Gleichgewicht erfaßt werden. Die Kritik ist daher, daß Barro u.a. ihren Fokus mit der Entstehung von Kapazitäten auf Vorgänge richten, die für die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands 27 o.v. (1999), Grundlinien der Wirtschaftsenwicklung Weltwirtschaft im Schatten der Finanz- und Währungskrisen, in: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung,Wochenbericht 1/99, S , hier S Nach Auskunft des Amtes für Statistik und Wahlen wird der Leerstand von Büroflächen in der Stadt Leipzig im Jahre 1998 beispilsweise auf durchschnittlich 26,4% geschätzt. 11

15 irrelevant sind und die relevanten Vorgänge, die mit der Verwendung von Kapazitäten verbunden sind, in ihrem theoretischen Rahmen nicht erfassen können. Deswegen sind auch die von BARRO u.a. genannten Determinanten der Geschwindigkeit des deutschen Konvergenzprozesses vor dem Hintergrund des von der Neoklassischen Wachstumstheorie unterstellten Wirkungszusammenhang sehr wenig aussagekräftig: S Sicherlich spielen Kapitaltransfers aus dem Westen für die ostdeutsche Wirtschaftsentwicklung eine bedeutende Rolle, aber nicht, weil durch sie unmittelbar der Kapitalstock und damit die Produktion erhöht wird. Tatsächlich ist der Zusammenhang wesentlich komplexer und es ist letztlich von Bedeutung, wie sich Kapitaltransfers auf die unternehmerische Aktivität in 29 Ostdeutschland auswirken. Angesichts der Existenz nicht ausgeschöpfter bzw. variabler Förde- rungstöpfe zeigt sich allerdings auch der Umfang der Förderung von unternehmerischer Aktivität abhängig. - Der technische Fortschritt wird in Ostdeutschland maßgeblich durch die Einführung bestehender Technologien im Rahmen der unternehmerischen Umsetzung von Opportunitäten hervorgerufen und weniger durch Forschung und Entwicklung, die für die ostdeutsche Wirtschaftsentwicklung bislang eine eher untergeordnete (wenn auch steigende) Bedeutung haben. Dadurch, daß Volkswagen beispielsweise sein hochmodernes Werk in Mosel errichtet hat, kam es zu technischem Fortschritt in Ostdeutschland, einfach durch die Tatsache, daß dieses Werk entstanden ist. S Das Bevölkerungswachstum ist angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland für die Geschwindigkeit des Konvergenzprozesses in seiner Rolle als Vermehrung (hier besser: Verminderung) einer knappen Kapazität als Totalgröße offensichtlich irrelevant (Tab. 1 im Anhang). S Eine Größe, wie die gesamtwirtschaftliche Abschreibung ist gerade in einer Transformationsökonomie, in der noch funktionsfähige Kapitalgüter aus DDR-Zeiten im großen Maßstab entwertet werden, sehr wenig aussagekräftig und deren Höhe wiederum erst Ergebnis unternehmerischer Aktivität, durch die wesentlich Einsatz oder nicht Einsatz alter Kapitalien bestimmt wird (in Abhängigkeit vor allem von Faktorpreisen und individuellen Kreditmöglichkeiten). 30 Vor diesem Hintergrund ist es wenig verwunderlich, daß die divergente Entwicklung der beiden deutschen Teile während der letzten zwei Jahre nicht auf Änderungen der von BARRO u.a. genannten De- 29 Um nur eine Andeutung der Zusammenhänge zu geben: So ist von Bedeutung, an wen die Transfers in welcher Form gehen. Sind es staatliche Wohnungsbauförderungen, Investitionsförderungen, Transfers zur Finanzierung westdeutscher Sozialstandards oder Direktinvestitionen westdeutscher Unternehmen, so rufen sie alle unterschiedliche Wirkungen auf Unternehmertätigkeit hervor? 30 Vgl. Hierzu insbesondere Tab. 1 im Anhang. 12

16 terminanten zurückführen läßt. Insbesondere hat es, wie aus Tabelle 1 im Anhang ersichtlich wird, in den letzten zwei Jahren keine signifikanten Änderungen der Höhe der Transferzahlungen von Westnach Ostdeutschland und des Bevölkerungswachstum gegeben. Die Steigerung der Arbeitsproduktivität gegenüber dem Vorjahr liegt zwar nicht mehr auf dem sehr hohen Niveau des Jahres (47,8%), verharrt aber nach wie vor auf hohem Niveau (im Jahre 1997 bei 5,6%). Die geringe Aussagekraft der von ihnen beobachteten Determinanten dürfte dann wohl einer der wesentlichen Gründe dafür gewesen sein, daß zunächst BURDA und FUNKE und dann BARRO völlig falsche Schlüsse aus der vereinigungsbedingten Sonderkonjunktur anfang der neunziger Jahre gezogen und deren temporären Charakter nicht erkannt haben. Paradoxerweise ist aber trotz allem zu erwarten, daß sich der neoklassische Analyserahmen in gewisser Hinsicht sogar am Beispiel der deutschen Konvergenz empirisch bestätigen lassen wird: Tatsächlich ist a priori anzunehmen, daß sich eine Korrelation zwischen der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten und dem Einkommen. Allerdings ist dieser Zusammenhang nicht als kausale Abhängigkeit, sondern als gemeinsames Ergebnis der unternehmerischen Aktivität zu verstehen. Das zeigt erneut, wie wenig aussagekräftig empirische Untersuchungen als Bestätigung von Theorien ge- 32 eignet sein können, in denen kausale Zusammenhänge behauptet werden. Das ist so, wie wenn man bei einem an einer Grippe erkrankten Menschen das gleichzeitige Auftreten von Fieber und Husten beobachtet und daraus folgert, der Husten wäre Konsequenz des Fiebers. Empirisch belegen läßt sich eine solche Theorie jedenfalls. Trotzdem wäre man wenig gut beraten, dem Menschen als einzige Therapie fiebersenkende Mittel zu verschreiben, auch wenn es sich in dem einen oder anderen Fall als nützlich erweist. Man kann dem Menschen eben nur dann wirklich helfen, wenn man ein Verständnis von virologischen Infektionen hat. 4 Anforderungen an einen angemessenen Analyserahmen für die Untersuchung der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung Wenn die unternehmerische Tätigkeit die entscheidende Kraft der ostdeutschen Entwicklung und damit des gesamtdeutschen Konvergenzprozesses ist, so muß eine theoretische Analyse auch genau 31 Da es keine sinnvollen Verfahren gibt, die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Abschreibungen oder gar die Gestalt der gesamtwirtschaftlichen Produktionsfunktion empirisch zu erheben, möchte ich mich einer Aussage bezüglich der Entwicklung dieser Größen enthalten. 32 Vgl. Hierzu auch meine Darstellung in: PETER KESTING (1998), Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftswirklichkeit, in: Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftswirklichkeit (Hrsg. BIRGER PRIDDAT und ARNIS VILKS), S , insbesondere S. 146ff. Dabei sind die Schwierigkeiten, die sich aus der Messung hochaggregierter Größen ergeben, noch gar nicht thematisiert. 13

17 dort ansetzen. Dabei gilt es zunächst, die Determinanten der unternehmerischen Aktivität zu bestimmen, also zu zeigen, welche Faktoren sich in welcher Weise darauf auswirken, daß vorhandene Opportunitäten aufgegriffen werden. 33 Zu diesem Thema gibt es bereits eine umfangreiche Literatur, die letztlich maßgeblich auf die Aus- sagen zurückgeht, die Schumpeter anfang dieses Jahrhunderts in seiner Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung getroffen hat. Demnach wirken insbesondere folgende Faktoren auf die unternehmerische Aktivität ein: - Die gesellschaftliche Einstellung gegenüber Unternehmertum, insbesondere die allgemeine Risikobereitschaft und die Anerkennung unternehmerischer Erfolge, - die Entwicklung der vorhandenen Opportunitäten für unternehmerische Aktivität, - Art und Umfang der individuellen Vorteile, die sich aus erfolgreicher unternehmerischer Aktivität erzielen lassen, - Widerstände, die sich unternehmerischer Aktivität entgegenstellen, insbesondere staatliche Regulierungen sowie - die Risikobereitschaft im Kreditvergabeverhalten. Diese Größen sind daher auch als die Schlüsselgrößen der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung anzusehen. Bedauerlicherweise wurde dieser Zweig der Ökonomik, der sich mit unternehmerischer Aktivität beschäftigt, lange Zeit vernachlässigt und erst seit den achtziger Jahren wieder systematisch verfolgt. Das führt dazu, daß über quantitative Zusammenhänge bislang relativ wenig bekannt ist. Um Aussagen über die Geschwindigkeit des deutschen Konvergenzprozesses zu treffen, müßten aber quantitative Aussagen darüber getroffen werden, in welchem Umfang Opportunitäten für neue Produktion durch bestehende Betriebe oder Neugründungen aufgegriffen werden und in welcher Geschwindigkeit diese neuen Produktionen wachsen. Vor dem Hintergrund der Analyse unternehmerischer Aktivität gewinnt die Aussage POHLS, Die Transformation der gescheiterten sozialistischen DDR-Wirtschaft in eine Marktwirtschaft ist kein Prozeß normalen strukturellen Wandels, sondern kommt der Neugründung einer Volkswirtschaft 33 Vgl. u.a. die Arbeiten von JOSEPH A. SCHUMPETER (1912), Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Leipzig, JOSEPH A. SCHUMPETER (1928), Unternehmer, in: Handwörterbuch der Staatswissenschaften, 4. Auflage, S , RICHARD R. NELSON und SIDNEY G. WINTER (1982), An Evolutionary Theory of Economic Change, Cambridge (Mass.) und London, RICHARD R. NELSON (1991), Why Do Firms Differ, and How Does It Matter, in: Strategic Management Journal, 12, S , DAVID A. HARPER (1996), Entrepreneurship and the Market Process: An Enquiry Into the Growth of Knowledge, New York sowie DAVID J. TEECE, GARY PISANO und AMY SHUEN (1997), Dynamic Capabilities and Strategic Management, in: Strategic Management Journal, Vol. 18, S

18 gleich, eine ungeahnte Tragweite. Tatsächlich ist der Niedergang der alten DDR Produktion so tiefgreifend, weil fast kein Unternehmen seine alten Geschäftsfelder weiter bedienen konnte und nicht etwa, weil die Kapazitäten veraltet gewesen sind. Wie ersetzbar Kapazitäten sind, wenn die Betriebe ihre Geschäftsfelder weitgehen weiter bearbeiten können, zeigt die westdeutsche Erfahrung in beeindruckender Weise für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damit verglichen ist der Niedergang ostdeutschen Wirtschaft anfang der neunziger Jahre in gewisser Hinsicht als tiefgreifender anzusehen. Als entscheidendes Problem der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung zeigt sich längerfristig, daß fast alle Märkte, die über die unmittelbare Versorgung der ostdeutschen Bevölkerung hinausgingen, bedient und umkämpft sind. In diese einzudringen, stellte für (unerfahrene) ostdeutsche Unternehmer oft genug ein unmögliches Unterfangen dar. Daß es zu Konvergenz zwischen den beiden deutschen Teilen kommen kann, kann in Kontrast zur eher düsteren Ausgangslage aus einer einfachen Vermutung folgen: In verschiedenen Gebieten werden ähnliche Menschen unter ähnlichen Bedingungen auch ähnliches tun. Voraussetzung dafür ist insbesondere eine Angleichung der gesamtdeutschen Kenntnisse, Einstellungen und Verhaltensweisen, wozu eine Tendenz deutlich erkennbar ist; die Rahmenbedingungen zeigen sich derzeit im Osten teilweise sogar eher günstiger als im Westen (insbesondere bei den Mieten für Gewerbeflächen). Die weitere Entwicklung des deutschen Konvergenzprozesses wird sehr gut durch folgende Einschätzung im achtzehnten Bericht zu den gesamtwirtschaftlichen und unternehmerischen Anpassungsfortschritten in Ostdeutschland umrissen: Der vergleichbar geringe Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion ist jedoch maßgeblich auf den Rückgang der Produktion im Baugewerbe zurückzuführen, das in Ostdeutschland immer noch ein großes Gewicht hat und mithin rechnerisch stark zu Buche schlägt. Dadurch wird verdeckt, daß inzwischen das verarbeitende Gewerbe kräftig expandiert und, wie es aussieht, zu einer eigenständigen Wachstumsdynamik findet. Das zeigt, daß der industrielle Neuaufbau in Ostdeutschland gut vorankommt - und zwar auf breiter Basis. Das paßt nicht zum Mezzogiorno-Szenario. 34 Insgesamt ist trotz des neuen Investitionszulagegesetzes auf der einen Seite für die nächsten Jahre weiter mit einem Abflachen der Sonderkonjunktur und in der Folge mit einer Verzögerung der Konvergenz zwischen den beiden deutschen Teilen zu rechnen. Die unternehmerischen Optionen, die sich aus der unmittelbaren Versorgung der ostdeutschen Bevölkerung ergeben haben, sind weitgehend ausgeschöpft, so daß von dieser Seite zunehmend weniger Impulse zu erwarten sind. Die unternehmerischen Optionen, die aus dem Aufbau der dafür notwendigen Kapazitäten resultieren, nehmen in der näheren Zukunft sogar eher ab. Auf der anderen Seite ist deutlich zu erkennen, daß in Ostdeutschland zunehmend Optionen in unter- 34 DIW Wochenbericht 33/98, a.a.o., S Vgl. auch Tabelle 2 und 4 im Anhang. 15

19 nehmerisches Handeln umgesetzt werden, die über die unmittelbare Versorgung der ostdeutschen Bevölkerung hinausgehen. Dabei ist eine Tendenz zu erkennen, daß ostdeutsche Neugründungen ihre Chancen zunehmend in neuen Märkten suchen. So konzentriert sich z.b. die Region Leipzig bei ihrer Strukturentwicklung vornehmlich auf die Branchen der neuen Medien und der Biotechnologie. Bis aus Neugründungen allerdings erfolgreiche Unternehmen und aus erfolgreichen Unternehmen eine dem Westen vergleichbare Industriestruktur wird, bedarf es noch eines langen Zeitraums. Der tatsächliche Verlauf des deutschen Konvergenzprozesses ist dabei allerdings maßgeblich durch administrative Einflüsse geprägt, deren Entwicklung sich nur schwer prognostizieren läßt. So wird die Situation des Baugewerbes beispielsweise maßgeblich durch die Einführung des neuen Investitions- 35 zulagengesetzes in diesem Jahr geprägt. Von großer Bedeutung wird zudem insbesondere die zukünftige Regelung der Unterstützung von Investitionen in Ostdeutschland sein. Dazu sind sicherlich auch weiche Faktoren von Bedeutung, wie die Identifikation der ostdeutschen Bevölkerung mit den neuen Verhältnissen oder die Bereitschaft zur Solidarität aus dem Westen Deutschlands. 5 Fazit Alles in allem sind die Aussichten für den deutschen Konvergenzprozeß überwiegend positiv zu beurteilen: In Ostdeutschland ist der Aufbau einer eigenständigen Produktions- und Dienstleistungsstruktur unverkennbar; fortwährend werden Optionen in unternehmerisches Handeln umgesetzt. Daß ein nur relativ geringer Anteil von Neugründungen in den Mittelstand oder darüber hinaus wächst, ist dabei grundsätzlich genauso wenig verwunderlich, wie die Tatsache, daß dieser Prozeß einen langen Zeitraum in Anspruch nimmt. Hier ist es zu einer Ent-Täuschung vormals überzogener Erwartungen gekommen, die sicherlich auch durch theoretische Vorstellungen genährt wurden, die den deutschen Konvergenzprozeß an dem physischen Aufbau von Produktionskapazitäten festgemacht haben, der faktisch wesentlich schneller möglich gewesen wäre. Tatsächlich ist auch bei optimistischer Einschätzung damit zu rechnen, daß es einen wesentlich längeren als den von BURDA und FUNKE prognostizierten Zeitraum in Anspruch nehmen wird, bis die ostdeutsche Produktions- und Dienstleistungsstruktur der westdeutschen vergleichbar ist. Darüber hinaus sollten aber auch die positiven langfristigen Effekte nicht übersehen werden, die von dem Projekt deutsche Einheit auf die gesamtdeutsche Wirtschaft wirken: - So ist die Gründerwelle, die wir derzeit in Deutschland erleben nicht zuletzt auch eine Konsequenz der ostdeutschen Herausforderungen. Insbesondere in der Region Leipzig war eine gewis- 35 o.v. (1998), Wohnungsbau 1998: Positive Impulse im Westen, scharfer Einbruch im Osten, in: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Wochenbericht 31-32/98, S , hier S. 564ff. 16

20 se Aufbruchstimmung unverkennbar und es kann vermutet werden, daß diese zumindest teilweise von dem Osten in den Westen getragen wurde. Ich gehe davon aus, daß solche gesellschaftlichen Strömungen für die Umsetzung von Produktionsmöglichkeiten in unternehmerische Aktivität und damit für die Gestalt der wirtschaftlichen Entwicklung eine wesentlich größere Bedeutung haben, als ihnen üblicherweise zugestanden wird. - Die Konzentrierung der ostdeutschen Wirtschaftsentwicklung auf neue Märkte dürfte die deutsche (und europäische) Wirtschaft in einigen Branchen insgesamt weiterbringen: Dadurch kann es dazu kommen, daß Europa in einigen Zukunftsmärkten näher an die Technologieführung gebracht wird, was positive Effekte auf Einkommen und Beschäftigung in der Region hat. Von daher wäre es nicht verwunderlich, wenn einige ostdeutsche Regionen auf lange Sicht nicht nur konvergieren, sondern zu gesamtdeutschen Spitzenreitern aufsteigen würden. Voraussetzung für eine solch positive Entwicklung ist allerdings, daß auf beiden Seiten (also in Ost- und Westdeutschland) an dem eingeschlagenen Weg festgehalten wird. Die Schwierigkeiten, die sich in der Analyse von BARRO u.a. aufzeigen lassen, geben allerdings Anlaß zu einigen grundsätzlichen Überlegungen: Tatsächlich gehe ich davon aus, daß sich bei den aufgezeigten Schwächen der Neoklassischen Wachstumstheorie in ihrer Eignung als Analyserahmen für die Untersuchung des deutschen Konvergenzprozesses und hier insbesondere der ostdeutschen Wirt- 36 schaftsentwicklung im besten KUHNschen Sinne um eine Anomalie handelt, also um einen Fall, in dem eine Theorie in ihrer Erklärungskraft versagt. Nach KUHN sind Anomalien Hinweise auf grundlegende Defizite. Ich bin mir dabei der Problematik bewußt, die eine solche paradigmatische Kritik mit sich bringt: Es geht dabei eben nicht um das Aufzeigen von Unstimmigkeiten vor dem Hintergrund gegebener Grundüberzeugungen (die sich in grundlegenden Annahmen und Methoden ausdrücken), sondern um die Gestalt der Grundüberzeugungen selber. Grundlage einer solchen Kritik ist immer das Aufzeigen von Defiziten der Aussagekraft der kritisierten Theorie in bezug auf reale Sachverhalte und das kann leicht in einen Glaubensstreit ausarten. Trotzdem scheinen mir die Hinweise auf die Schwächen der Neoklassischen Wachstumstheorie unverkennbar. Die Kritik an der Neoklassischen Wachstumstheorie ist allerdings nicht, daß sie grundsätzlich unbrauchbar oder gar falsch ist. Schließlich hat SOLOW selber gezeigt, daß sich auf der Grundlage seines Modells interessante Erkenntnisse gewinnen lassen. Die Kritik ist vielmehr, daß die Neoklassischen Wachstumstheorie an wesentlichen Aspekten der wirtschaftlichen Entwicklung vor- 36 THOMAS S. KUHN (1962/76), The Structure of Scientific Revolutions (1962), deutsch: Die Struktur wissenschaftlicher Rovolutionen, Frankfurt am Main

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