NetMan for Schools Version 3.3

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1 NetMan for Schools Version 3.3 H+H Software GmbH

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3 Inhaltsverzeichnis NetMan for Schools 1 Einführung...3 NetMan for Schools 3 Integration der Microsoft Terminaldienste 5 Inhalt der Kapitel 8 Erweiterungen in der Version Erste Schritte mit NetMan for Schools...13 Durchführung des Setups 13 NetMan for Schools Freischaltung 19 Verteilung des NetMan Desktop Clients im Netzwerk 20 NetMan for Schools Tour 24 Administration von NetMan for Schools 25 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten...27 Konzeption des Benutzerkontenassistenten 27 Erstellen der Jobs für die Benutzerpflege 29 Benutzer anlegen 36 Tipps für das Anlegen von Benutzern 39 Benutzer löschen 40 Benutzer aktualisieren 42 Schüler versetzen 43 Der Benutzer NMKontenoperator 44 Klassenraumkonfiguration...45 Konzeption der Klassenraumkonfiguration 45 Klassenraumszenarien: Windows und Terminal Clients 48 Erstellen eines Klassenraumes mit Terminal Clients 49 Globale und spezielle Einstellungen für Klassenräume 54 Tipps und Tricks beim Erstellen von Klassenräumen 59 Mobile Arbeitsstationen 64 Gastrechner 65 Anwendungsgruppen 66 Erstellen eines Klassenraumes mit Windows Clients 67 Ändern des Klassenraumtyps 71 Löschen von Klassenräumen 72 Sichtbarkeit von NetMan Daten (Desktops, Anwendungen) innerhalb von Klassenräumen 73 i

4 NetMan for Schools Handbuch NetMan für Lehrer...77 Erstellen eines Handbuchs für Lehrer 77 Einführung 78 Vorwort 78 Terminal Client Klassenräume 78 Windows Client Klassenräume (LAN-Arbeitsplätze) 79 Lehrerarbeitsplätze und Schülerarbeitsplätze 80 Die Arbeitsumgebung der Lehrer 82 Der Ordner Pädagogische Oberfläche 83 Die Arbeitsumgebung der Schüler 84 Anmeldearten für Schüler 84 Die Klassenraumsteuerung 85 Erste Schritte mit der Klassenraumsteuerung 85 Das Klassenraumfenster 86 Anpassen der Klassenraumsteuerung an eigene Arbeitsweisen 86 Klassenraumeinstellungen speichern/laden 89 Steuerungsoptionen für Klassenräume 89 Klassenarbeiten schreiben 116 Verwaltungsaufgaben 126 Schülerpasswort ändern 126 NetMan for Schools Basisreferenz 129 Übersicht Desktopsitzung und Anwendungssitzung Sitzungen über Windows-Oberfläche und Weboberfläche Erste Schritte mit der NetMan Weboberfläche Möglichkeiten der Weboberfläche 139 An der Weboberfläche anmelden 139 Installation des NetMan RDP Webclients 140 Aufruf von Anwendungen über die Weboberfläche 141 Integrationsbeispiele in Terminalserverumgebungen Übersicht 143 NetMan Desktop Client auf einer Arbeitsstation 143 NetMan Desktop Client als Shell auf dem Terminalserver 146 Systemaufbau Übersicht 149 NetMan for Schools Serverkomponenten 150 NetMan Datenbanken 150 NetMan Service 150 NetMan Webserver 152 Zertifikate für den NetMan Webserver 155 Der NetMan Desktop Client 161 ii

5 Was ist der NetMan Desktop Client? 161 Die technische Struktur des NetMan Desktop Clients 163 Sicherheitsaspekte beim Einsatz des Desktop Clients 166 Die NetMan for Schools Programme Die Managementkonsole 171 Statistik 172 Monitore 173 Ablaufmonitor 173 Ablaufmonitor für Konsolenmeldungen 174 Environmentmonitor 174 Lizenzmonitor 174 Protokollansicht 175 Stationsmonitor 175 Einstellungen 176 NetMan Einstellungen 176 Internetfilter Einstellungen 177 NetMan Webservices Einstellungen 178 NetMan Zugangskontrolle 178 Assistenten 180 NetMan Desktop Client Verteilung 180 Datenbank-Assistent 180 Registrierungsassistent 181 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Die NetMan Konfigurationen 183 Arbeit mit der Managementkonsole 187 Der vorkonfigurierte Beispieldesktop 187 Eine NetMan Konfiguration 188 Die Programmaktion 194 Die zusätzlichen Programmeigenschaften 195 Anlegen und Löschen von Desktopeinträgen 198 Die erste eigene Anwendung 204 Zugriffsrechte für Konfigurationen und Aktionen 206 Anlegen von weiteren Desktops 212 Die NetMan Aktionen 216 Übersicht und allgemeine Regeln 216 Kontrolle der Aktionsverarbeitung über den Ablaufmonitor 217 Steuerung der Aktionsabfolge 220 Einfache Beispiele für häufig benötigte Aktionen 225 Komplexere Aktionen 229 Windows Skript Erweiterungen 232 Spezielle Konfigurationen und Anwendungen 237 Start- und Endkonfigurationen 237 Integration CD-ROM basierter Anwendungen 239 iii

6 NetMan for Schools Handbuch iv NetMan for Schools Ressourcen Benutzer, Stationen, Gruppen und Profile 249 NetMan Benutzer 250 NetMan Stationen 253 NetMan Benutzergruppen 255 NetMan Stationsgruppen 256 NetMan Benutzer- und Stationsprofile 258 Benutzerprofile 258 Stationsprofile 260 Sitzungsaufrufe über NetMan Desktop Client Startarten für den NetMan Desktop Client 261 Übersicht der Startarten 261 NetMan RDP Webclient 262 Citrix Webclient 266 Regeln zur Bestimmung der Startart 269 Anmeldearten am Terminalserver 272 Übersicht der Anmeldearten 272 Lokale Anmeldedaten verwenden 273 Einmalige Anmeldung über NetMan Desktop Client 275 Interaktive Anmeldung pro Sitzung 276 Anonyme Benutzer von NetMan verwenden 276 Erweiterungen für Terminalserver Load Balancing für Anwendungssitzungen 277 Session Sharing 279 Erweiterungen für MetaFrame Server Veröffentlichte Anwendung 281 Anmeldearten am MetaFrame Server 281 Erweiterte Anwendungseinstellungen für Sitzungen Setzen der Startart pro Anwendung 283 Sitzungseinstellungen pro Anwendung 284 Erweiterte Sicherheitskonzepte Ticketing 287 Benutzer-Tickets für die Weboberfläche 288 Zugriffsrechte für Clientlaufwerke 289 Erweiterte Zugriffsrechte für die Clientlaufwerke 289 Zugriffsrechte für Clientlaufwerke einrichten 292 Zugriffsrechte für Clientlaufwerke über Aktionen ändern 293 Drucken unter NetMan for Schools Übersicht 295 Unterstützung lokaler Drucker durch das RDP-Protokoll 295 Druckerzuordnung ändern 296 Universeller Druckertreiber von Windows Server 2003 SP1 298

7 Tipps und Hinweise für die Arbeit in Terminalserverumgebungen.299 Maximalwert für parallele Sitzungen setzen 299 Stationsnamen unter Terminalservern 301 Client Laufwerke zuordnen 301 Probleme beim NetMan Start 303 Hilfe bei Problemen mit einer Anwendung 304 Verwendung der anonymen Benutzer von Citrix in Domänen 308 Überwachte Prozessliste für Anwendungssitzungen 308 Der NetMan Internetfilter Was ist der NetMan Internetfilter? 311 Ein- und Ausschalten des NetMan Internetfilters 312 Der Editor für Internetfilterdateien 314 Anlegen eines globalen Internetfilters 315 Erstellen von Filterregeln 317 Test einer Internetfilterdefinition 320 Statistik Statistische Analyse der Protokolldateien 321 Statistische Analyse mit der NetMan Statistik 322 Die Tabellen 323 Die Haupttabelle 323 Die Paralleltabelle 326 Beispiel 326 Analyse eines Datenbestandes mit der NetMan Statistik 326 Der NetMan Installer Übersicht 339 Der NetMan Installer 339 Vorausgesetzte Kenntnisse 339 Empfohlene Literatur zur Registrationsdatenbank 339 Installation 340 Was muss bei der Installation beachtet werden? 340 Grundlagen 340 Aufgaben eines Installers 340 Einsatz und Arbeitsweise eines Installers 341 Die drei Arbeitsschritte des NetMan Installers 342 Der NetMan Installer wird gestartet 342 SnapShot-Definition 343 Vergleich 347 Skripte 348 Schritt für Schritt 349 Von der SnapShot-Definition bis zum Skript 349 Die drei Arbeitsschritte 350 Ein Beispiel 356 v

8 NetMan for Schools Handbuch Installationen mit dem NetMan Installer 356 Der SnapShot 357 Das Anwendungs-Setup 358 Über den Vergleich zum Ergebnis 358 Das Skript 361 Nachbearbeitung des Skripts 362 Integration von Skripten in NetMan 363 Das Einbinden von Skripten 363 Glossar 365 Index 379 vi

9 NetMan for Schools 1

10 NetMan for Schools Handbuch 2

11 Einführung Einführung NetMan for Schools NetMan for Schools (NFS) stellt eine Lösung für effizientes Anwendungsmanagement im Umfeld pädagogischer Einrichtungen dar. Dabei bietet NFS mit seiner Pädagogischen Oberfläche eine optimale Arbeitsumgebung für computerbasierte Unterrichtsgestaltung. Lehrer und Schüler profitieren von der einfachen Bedienung und der nahtlosen Integration in die gewohnte Arbeitsumgebung. Dem Administrator stellt NetMan for Schools Werkzeuge zur Verfügung, die das Klassenraumund Anwendungsmanagement erheblich erleichtern, das Netzwerk gegen Angriffe schützen sowie die Fehlersuche und Systempflege ermöglichen. Dabei ist es unerheblich, ob Sie NetMan for Schools im LAN auf einem Windowsserver betreiben oder die besonderen Vorzüge der Terminalserver-Technologie nutzen möchten. Es stehen in beiden Betriebsvarianten alle pädagogischen Funktionen zur Verfügung. Wir unterscheiden bei den Endgeräten in den Klassenräumen zwischen: Terminal Clients und Windows Clients Während Windows Clients sowohl in einer LAN-Umgebung als auch für den Zugriff auf Terminalserver verwendet werden können, sind die Terminal Clients ausschließlich für den Zugriff auf Terminalserver geeignet. Windows Clients sind Windows Rechner mit dem Betriebssystem Windows XP oder Windows Vista Business. Terminal Clients hingegen können Thin Clients aber auch Windows Rechner mit mit den Betriebssystemen Windows 2000 bis Windows Vista sein. In einer LAN-Umgebung mit NetMan for Schools werden somit nur Windows Clients und keine Terminal Clients verwendet. Werden Terminalserver in der Umgebung eingesetzt, können zusätzlich Klassenräume als Terminal Clients installiert werden. Neben den klassischen Anforderungen an eine Pädagogische Oberfläche sind in NetMan for Schools eine Vielzahl von Funktionen realisiert, die NetMan als Software im Anwendungsmanagement auszeichnen. Das vorliegende Handbuch gliedert sich in zwei Abschnitte. Im ersten Teil werden die Funktionen von NetMan for Schools beschrieben, die Sie als Administrator benötigen, um eine optimale Unterrichtsumgebung zu schaffen. Den Abschluss bildet ein Kapitel, das Sie entsprechend den von Ihnen eingesetzten Funktionen anpassen können, um den Lehrern Ihrer Einrichtung den Umgang mit der Pädagogischen Oberfläche näher zu bringen. Im zweiten Teil finden Sie eine ausführliche Erläuterung jener Funktionen, die Anwendungsmanagement, Systemsicherheit, -wartung und -pflege, Netzwerkmanagement, Lizenzmanagement und statistische Nutzungsanalyse umfassen. 3

12 NetMan for Schools Handbuch NetMan for Schools fokussiert fünf Bereiche, um aus dem Windows Server 2003 Terminal Server einen leistungsstarken Anwendungsserver zu machen: Individuelle und flexible Anwendungsbereitstellung Vereinfachtes Anwendungsrollout Hoher Nutzerkomfort Umfassendes Monitoring und Reporting Erweiterte Sicherheitsfunktionen Auch technisch komplexe Funktionen wie das integrierte Loadbalancing lassen sich in NetMan for Schools mit wenigen Mausklicks konfigurieren und tragen so zur Senkung des Administrationsaufwands bei. Dabei wird durch die individuelle Bereitstellung der Applikationen sichergestellt, dass jeder Anwender immer genau die Anwendungen auf seinem Desktop, bzw. im Startmenü oder Webinterface angeboten bekommt, die er benötigt und für die er über die notwendigen Zugriffsrechte verfügt. NetMan for Schools geht aber noch einen Schritt weiter. Jede bereitgestellte Applikation lässt sich mit weiteren Parametern versehen, so dass je nach Applikation, Anwender oder Ort des Zugriffs vom Administrator hinterlegte Richtlinien greifen. Dabei kann es sich um die Sperrung lokaler Laufwerke, die Begrenzung der Druckerbandbreite oder ähnliches handeln. Diese vordefinierten Aktionen können vom Administrator per Mausklick direkt der einzelnen Applikation zugeordnet und mit entsprechenden Bedingungen verknüpft werden. Auf die gleiche Weise lassen sich auch bereits vorhandene Skripte oder Batch-Dateien mit den jeweiligen Applikationen verknüpfen. Zusätzlich zu den Kostenvorteilen durch reduzierten Administrationsaufwand und effiziente Hardwarenutzung bietet NetMan for Schools durch sein integriertes Lizenzmanagement nicht nur die Möglichkeit Lizenzverletzungen zu verhindern, sondern es wird auch eine umfassende Analyse der Nutzung vorhandener Lizenzen ermöglicht. Auf diese Weise lässt sich die Rechtssicherheit hinsichtlich der Lizenznutzung gewährleisten und gleichzeitig eine ökonomische Softwarelizenzierung erreichen. So lässt sich über die Statistik-Funktion feststellen, wie die lizenzierten Anwendungen ausgelastet waren (Maximum der parallelen Nutzung), wie oft Benutzer einer Anwendung in die Warteschleife gerieten (d.h. es war zum gewünschten Zeitpunkt keine freie Lizenz verfügbar und der Benutzer musste auf den Start der Anwendung warten) und wie oft sie diese verließen, ohne die Anwendung zu starten. Aus diesen Nutzungsdaten lassen sich wichtige Rückschlüsse und organisatorische Entscheidungen ableiten: In welchen Fällen wurden zu viele, in welchen Fällen wurden zu wenige Lizenzen von Anwendungen erworben? Welche Stationen, welche Benutzer rufen die Anwendungen überhaupt auf? 4

13 Einführung Rechtfertigt die Nutzung die Anschaffungskosten der Anwendungen oder wie können die Betriebskosten der Anwendungen anhand der Nutzungsdaten etatmäßig verteilt werden? Die Lizenzierung und die statistische Erfassung lassen sich dabei für jede einzelne Applikation einzeln konfigurieren. Im Folgenden wird häufig aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit die Kurzform NetMan oder auch NFS statt NetMan for Schools gebraucht. Integration der Microsoft Terminaldienste NetMan for Schools kann gewinnbringend in Umgebungen mit Microsoft Terminaldiensten betrieben werden. Der folgende Abschnitt erläutert, weshalb den Microsoft Terminaldiensten in pädagogischen Netzwerken besondere Bedeutung zukommt. Eines der größeren Probleme im heutigen EDV-Betrieb und dies betrifft auch den schulischen Bereich ist die Lebenszeit eines üblichen PC Netzwerks. Die neu angeschafften PCs sind bereits sehr bald veraltet und nicht mehr in der Lage, die Anforderungen aktueller Software zu erfüllen. Hinzu kommt der hohe Aufwand für die Installation und die Updates des Betriebssystems sowie der verwendeten Software, die Betreuung der Benutzer und häufiges Troubleshooting an jeder einzelnen Arbeitsstation. So kann eine möglicherweise noch günstig erfolgte Anschaffung von Arbeitsplatzrechnern in der Zukunft erheblichen Pflegeaufwand und damit hohe Folgekosten nach sich ziehen. Vor diesem Hintergrund bietet das Konzept des Server Based Computing einen wesentlichen Vorteil, der sich insbesondere in einem über einen mehrjährigen Zeitraum niedrigeren Gesamtaufwand niederschlägt. Dieser Aufwand kann sich weiter erhöhen, je heterogener sich die Computer- und Softwarelandschaft darstellt. Die Pflege verschiedener Betriebssysteme, der entsprechenden Servicepacks und Hotfixes und die jeweils an das Betriebssystem angepasste Softwareinstallation führen zu einer Belastung der Verantwortlichen, die kaum noch zufriedenstellend im normalen schulischen Alltag zu leisten ist. In diesem Zusammenhang bieten sich als Lösungsstrategie die Microsoft Terminaldienste an, die im Gegensatz zu gut ausgestatteten Arbeitsstationen ( Fat Clients ) und einem hoch ausgelasteten Netzwerk auf einem (oder mehreren) sehr gut ausgestatteten Terminalserver(n) und Arbeitsstationen mit geringen Hardwareanforderungen ( Thin Clients ) basieren. An einem Terminalserver können viele Benutzer simultan angemeldet sein und in ihrem eigenen Kontext arbeiten, wobei sämtliche Komponenten der Anwendung auf dem Server ablaufen. Der Zugriff auf die Anwendungen erfolgt von (schlanken) Clients aus, die nur über wenige Basisfunktionen verfügen müssen und somit wartungsarm sind. Die Clients können in dieser Umgebung als Terminals betrachtet werden, daher stammt der Begriff Terminalserver. 5

14 NetMan for Schools Handbuch Natürlich hat jede Technologie ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen, ihre Stärken und Schwächen. Vergleicht man Terminalserverlösungen mit herkömmlichen LAN-Lösungen werden die Antworten der Zukunft nicht mit einem entweder - oder" sondern mit einem sowohl - als - auch" zu beantworten sein. Nicht alle Softwarelösungen können sinnvoll über Terminalserver zur Verfügung gestellt werden: Softwarelösungen, die auf speziellen Hardwarekomponenten aufsetzen (Spracheingabe, Webcams, spezielle Schnittstellen zu externen Geräten wie Robotern etc.). Veraltete und/oder die CPU belastende Programmiertechniken, die die CPUs von Terminalservern übermäßig belasten. Programme, die Hauptbenutzer- oder Administratorrechte erfordern, die man auf einem Server den Benutzern nicht zu geben gewillt ist. In all diesen Fällen können Windows-PCs im LAN-Betrieb eingesetzt werden. Die große Masse der Anwendungen kann jedoch über Terminalserver ungleich effektiver zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere bietet sich die Terminalservertechnologie in den Bereichen an, in denen nicht mit spezieller Fachsoftware gearbeitet wird (Lernsoftware, Sprachlabore, Programmiertechniken usw.) sondern in Berei- 6

15 Einführung chen der einfachen Dokumentenverwaltung, da abzusehen ist, dass in Zukunft diese elektronisch erfolgen wird, ohne dass finanzielle Mittel bereit stünden, jeden Arbeitsplatz mit einem der Fat Client auszurüsten, der den aktuellen Standards genügen könnte. Die für spezielle Sofware verwendeten Fat Clients können einer NFS Umgebung hingegen nach Ablauf ihres meist kurzen Lebenszyklus (in der Regel maximal zwei bis drei Jahre) als weiterhin als Terminalgeräte genutzt werden. Als Betriebssystem für diese Altrechner kommen in Frage: Windows 2000 Windows XP Windows VISTA Weitere Vorteile bei der Verwendung der Terminalservertechnologie ergeben sich aus dem Zusammenschluss von mehreren Terminalservern zu Terminalserverfarmen (Lastenausgleich, Ausfallsicherheit bezüglich der Verfügbarkeit von Programmen). dem komprimierten Übertragungsprotokoll. Insbesondere profitieren die immer wichtiger werdenden Notebookklassen in Verbindung mit dem Einsatz von Funknetzen vom RDP bzw. ICA-Protokoll, da die Anwendungen komplett auf dem Server laufen und nur die Benutzerschnittstelle (Tastatur- und Mauseingaben sowie Bildschirmdaten) über das langsamere Funknetz übertragen wird. Nicht zuletzt sei auf die Integration von ausgelagerten Standorten und dem prinzipiell möglichen VPN-Zugriff vom heimischen PC aus als Möglichkeit hingewiesen. Ob der Einsatz von Terminaldiensten im Einzelfall Sinn macht, kann nur für eine konkrete Schule entschieden werden. Nicht zuletzt wird bei der Entscheidung zu 7

16 NetMan for Schools Handbuch berücksichtigen sein, wer das Pädagogische Schulnetz verwaltet und welche Kompetenzen vorhanden sind. Geht es zunächst um die Einrichtung eines einzelnen EDV-Raums, kommt der Terminalservertechnologie sicherlich eine untergeordnete Rolle zu verglichen mit einer Schule, die auf dem Weg ist, in allen Klassenräumen EDV-gestützten Unterricht zu etablieren. Mit NetMan for Schools steht eine Pädagogische Oberfläche zur Verfügung, die Ihnen die (nicht einfache) Entscheidung Terminalservertechnologie: ja oder nein" abnimmt, indem Sie Ihnen alle Optionen zur Verfügung stellt und Ihnen die Erweiterbarkeit in beide Richtungen offen hält. Inhalt der Kapitel Dieses Handbuch teilt sich thematisch in zwei Abschnitte. Der erste Teil befasst sich mit der Konfiguration und Bedienung der Pädagogischen Oberflache von NetMan for Schools. Es werden diejenigen Funktionen und Möglichkeiten thematisiert, die Sie während Ihrer Ersten Schritte unbedingt kennen sollten. Generell gilt: Konsultieren Sie unbedingt auch die Online-Hilfe, um referenzielle, kontextabhängige oder detailliertere Hilfe zu bekommen. Im Abschnitt Erweiterungen werden die Erweiterungen der aktuellen Version für die Kunden der Vorgängerversionen vorgestellt. Erste Schritte mit NetMan for Schools gibt einen kurzen Überblick über die erforderlichen Schritte beim Setup. Sie erfahren wie Sie NFS freischalten sowie den Client im Netzwerk verteilen. Außerdem werden die verschiedenen Programme und Funktionen der Pädagogischen Oberfläche vorgestellt ( NetMan for Schools Tour ). Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten ist ein Kapitel über die Pflege von Schüler- und Lehrerkonten. Klassenraumkonfiguration führt Sie in die Erstellung und Konfiguration von Klassenräumen ein. Im Kapitel NetMan für Lehrer wird die Handhabung der Pädagogischen Oberfläche im Unterricht behandelt. Dieses Kapitel liegt auch als Word-Dokument. Es kann von den Administratoren an die konkreten Bedingungen der jeweiligen Installation angepasst werden und als Handbuch für die Lehrer Verwendung finden. Im zweiten Abschnitt, der NetMan for Schools Basisreferenz, finden Sie eine allgemeine Einführung in die Arbeit mit NFS über die Konfiguration der Pädagogischen Oberfläche hinaus. Erste Schritte mit der Weboberfläche zeigt, wie Sie sich an der Oberfläche anmelden und Anwendungen aufrufen. Integrationsbeispiele in Terminalserverumgebungen zeigt zwei unterschiedliche Konzepte, wie NetMan for Schools zusammen mit Terminalservern eingesetzt werden kann: Den Betrieb mit Fat Clients, also Windows PCs, und alternativ den Einsatz von Thin Clients. 8

17 Einführung Systemaufbau gibt Ihnen einen Einblick in die Komponenten von NetMan for Schools und deren Interaktionen. Der Systemaufbau bildet einen Grundstein für das Verständnis der Funktionsweise von NetMan for Schools. Die NetMan for Schools Programme ist eine Aufstellung aller Administrationsund Einstellungsprogramme, die der Administrator über die NetMan for Schools Toolbox aufrufen kann. Integration von Anwendungen und Hyperlinks bildet den Einstieg für den Umgang mit der Managementkonsole von NetMan for Schools. Ressourcen von NetMan for Schools beschreibt, wie die Ressourcen Benutzer, Benutzergruppen, Benutzerprofile, Stationen, Stationsgruppen und Stationsprofile in NetMan for Schools behandelt werden. Das Kapitel zeigt, wie die Ressourcen als steuernde Elemente innerhalb von NFS verwendet werden können. Sitzungsaufrufe über NetMan Desktop Client ist das Kapitel, das die Webservices von NetMan for Schools genauer erklärt. Die Webservices bestimmen zum Beispiel, wie sich ein Benutzer auf einem Terminalserver anmeldet oder auch, auf welchem Server eine Sitzung geöffnet werden soll. Erweiterungen für Terminalserver beschreibt funktionelle Erweiterungen, die speziell für Terminalserver hinzugefügt wurden. Erweiterungen für MetaFrame Server beschreibt funktionelle Erweiterungen, die speziell für MetaFrame Server hinzugefügt wurden. Erweiterung der Anwendungseinstellungen beschreibt, wie Sie für einzelne Anwendungen Sitzungseigenschaften ändern können. Erweiterte Sicherheitskonzepte erklärt Funktionen, die hinzugefügt wurden, um das Arbeiten mit Terminalservern noch sicherer zu gestalten. Drucken unter NetMan for Schools stellt die unterschiedlichen Möglichkeiten zum Ausdruck auf den lokalen Arbeitsstationen vor. Tipps und Hinweise für die Arbeit in Terminalserverumgebungen enthält weitere Hilfestellungen für die Arbeit im Terminalserverumfeld. Der NetMan Internetfilter beschreibt, wie Sie den Zugriff der Clients auf HTML- Dokumente im Intra- und Internet mit Hilfe des NetMan Internetfilters kontrollierbar machen. 9

18 NetMan for Schools Handbuch Statistik macht sie mit den Funktionen der NetMan Statistik vertraut. Der NetMan Installer führt Sie in die Arbeit mit dem Installer ein, einem Werkzeug, das Sie bei der netzwerkfähigen Installation von Anwendungen auf Ihrem Terminalserver unterstützt. Erweiterungen in der Version 3.3 NetMan for Schools 3.3 löst die Version 3.2 ab. Es wurden neue Funktionalitäten implementiert und bereits vorhandene wurden überarbeitet und verbessert. Dies betrifft vor allem die Systemsicherheit und die Benutzerführung. Die Unterstützung von Windows Client Räumen wurde funktionell erweitert. Vor allem den Lehrern wird das Arbeiten mit der Pädagogischen Oberfläche leichter gemacht. Aber auch Administratoren profitieren von den Verbesserungen. Für die Handhabung der Pädagogischen Oberfläche als solches sind folgende Neuerungen in der Systemarchitektur von NetMan for Schools von besonderer Bedeutung: Das aus NetMan 3.1 bekannte Browser Helper Object zur Filterung der Internetnutzung wurde durch den NetMan Internetfilter ersetzt. Damit kann einerseits der Internetzugriff eines jeden NetMan Systems global gefiltert werden. Alle Applikationen, die auf das Internet zugreifen, werden der Filterung unterworfen. Des Weiteren ist es möglich, für jede NetMan Konfiguration eigenständige, abweichende Filtereinstellungen festzulegen. Die neue Funktionalität Content Redirect ermöglicht das indirekte Aufrufen von Anwendungen auf einem Terminalserver über mit diesen Anwendungen verknüpfte Dateien. Die zugehörigen Dateierweiterungen werden vom Administrator für jede Anwendung hinterlegt. Wird eine Datei des entsprechenden Formats per Doppelklick aufgerufen, wird automatisch die zugehörige Anwendung auf dem Terminalserver gestartet und dem Client zur Verfügung gestellt. Damit erweitert Content Redirect den Shell Execute Filter früherer Versionen, da nun jeder Benutzer diese Funktionalität nutzen kann. Die Konfiguration erfolgt komfortabel über die Managementkonsole. Der neue Filter für lokale Laufwerke von Clients ergänzt die Bereitstellung lokaler Laufwerke in Sitzungen. Mit dem lokalen Laufwerksfilter wird die Filterung des Laufwerkszugriffs auch in Windows Client-Räumen ermöglicht. Der Filter ermöglicht das Aktivieren oder Deaktivieren von Geräteklassen, Laufwerksbuchstaben oder anhand des Device-Namens. Ähnlich dem Internetfilter ist der lokale Laufwerksfilter auf globaler Ebene sowie für einzelne NetMan Konfigurationen zu setzen. Auch innerhalb der Pädagogischen Oberfläche selbst wurden Verbesserungen implementiert, die Ihnen die Arbeit mit NetMan for Schools erleichtern sollen. Dies sind im Einzelnen: Der Klassenarbeitsmodus wurde überarbeitet. Während der Klassenarbeit wird nun für Lehrer und Schüler sichtbar im Vordergrund eine Zeitanzeige eingeblendet, welche die noch verbleibende Zeit der Klassenarbeit anzeigt. Im Lehrerlaufwerk wird nach dem Beenden der Klassenarbeit automatisch ein 10

19 Einführung Verzeichnis mit den Ergebnissen erzeugt. In diesem Verzeichnis werden die Arbeitsergebnisse der Schüler nach Anmeldenamen sortiert abgelegt. Klassenräume können nun verknüpft werden. Dies ermöglicht die gemeinsame Betreuung von Klassenräumen durch eine Lehrkraft. Zur Erleichterung der Arbeit mit NetMan for Schools im Unterricht wurde die Benutzerführung in der Klassenraumsteuerung verbessert: Seltener genutzte Symbolleisten sind nun standardmäßig ausgeblendet und können nachträglich eingeblendet werden. Die Anwendungsleiste wurde um Anwendungsgruppen erweitert. So kann die Ansicht der Anwendungen durch die Auswahl einer entsprechenden Anwendungsgruppe gefiltert werden, damit nur situationsrelevante Anwendungen angezeigt werden. Eine Navigationsleiste erleichtert das Navigieren zwischen mehreren geöffneten Klassenräumen. Lehrer können eigene Zusammenstellungen von Desktopverknüpfungen anlegen und diese in Ihrem Benutzerkontext abspeichern. Die Benutzerführung der Klassenraumkonfiguration wurde ebenfalls verbessert, um administrative Aufgaben zu erleichtern: Auch hier kommt die neue Navigationsleiste zum Einsatz. Die Klassenraumeinstellungen wurden neu strukturiert. Einstellungen für Klassenarbeiten und Spiegelung wurden auf separate Seiten verlagert. Die Druckerinstallation wurde ebenfalls mit einer eigenen Einstellungsseite in die Klassenraumeinstellungen integriert. Für Windows Clients können dank dem lokalen Laufwerksfilter nun ebenfalls Laufwerkseinstellungen getroffen werden. Die Vorlagen-Funktion wurde überarbeitet. Klassenräume, die als Vorlagen gespeichert wurden, bleiben als eigenständige Klassenräume erhalten. Bei der Erstellung von Klassenräumen werden Vorlagen in einer Vorschau angezeigt. Um die administrative Arbeit zu erleichtern, wurde auch der Benutzerkontenassistent überarbeitet: Der Benutzerkontenassistent wurde um die Funktion Benutzer aktualisieren erweitert. Hiermit wird es möglich, in einer ADS Benutzereinstellungen ohne das Neueinlesen von Benutzerlisten zu aktualisieren. 11

20 NetMan for Schools Handbuch 12

21 Erste Schritte mit NetMan for Schools Erste Schritte mit NetMan for Schools Durchführung des Setups NetMan for Schools (NFS) muss auf einem NT-Server (Windows 2003 und höher) installiert werden. Auf dem gleichen Server wird während des Setups auch der Net- Man Webserver installiert. Dieser wird für die NetMan Webservices benötigt, die u.a. für den Lastenausgleich zwischen Terminalservern (bei Verwendung des RDP- Protokolls) und die Auslieferung von RDP und ICA-Dateien an Clients zuständig sind. Für die Verwendung als Pädagogische Oberfläche sind verschiedene Voraussetzungen gegeben, um einen reibungslosen und sicheren Unterrichtsbetrieb in einer Schulumgebung gewährleisten zu können. Die erforderlichen oder optionalen Netzwerkkonfigurationen sind nicht eigentlicher Teil der Softwarelösung NFS, sondern können je nach Kundenwünschen projektbezogen realisiert werden. Die seitens NFS erforderlichen oder optionalen Netzwerkkonfigurationen werden deshalb in einem gesonderten Whitepaper für NFS Installateure beschrieben, welches über die H+H Software GmbH bezogen werden kann. In diesem Whitepaper finden Sie u.a. Informationen zu den folgenden Punkten: NTFS Rechte in den NetMan Serververzeichnissen für Administratoren, Lehrer und Schüler Definition erforderlicher Shares Konfiguration der Microsoft Terminaldienste (bzw. von Citrix MetaFrame) Verbindlichen oder servergespeicherten Profilen für Lehrer und Schüler Konfiguration der Benutzerlaufwerke für Lehrer und Schüler Gruppenrichtlinien und Gruppenmitgliedschaften für Lehrer, Schüler und Rechner Druckerkonfiguration Einrichtung besonderer Benutzer, in deren Benutzerkontext Lehrer und Schüler Aufgaben erledigen können, für die sie selbst keine Rechte haben (z.b. Passwörter ändern, Spiegeln) In der Regel sollte die Installation von NetMan for Schools durch ausgebildete IT- Professionals erfolgen, die Erfahrungen mit NetMan haben und das Whitepaper zur Installation von NFS kennen. Die folgenden Informationen sollten ausreichen, um NFS innerhalb einer Testumgebung zu installieren. Die Installation von NFS sollte an der Konsole des NT-Servers erfolgen, auf dem NetMan betrieben werden soll. 13

22 NetMan for Schools Handbuch Wird ein allein stehender Terminalserver verwendet, kann NetMan dort direkt installiert werden. Ansonsten empfiehlt sich die Installation auf einem Fileserver (ohne installierte Terminaldienste), der für die Hintergrunddienste optimiert ist. Bestätigen Sie das Lizenzabkommen. Anschließend werden Sie nach dem Zielordner für die NetMan Serverinstallation gefragt. Dieser Zielordner wird in Zukunft die Datenbanken, die administrativen Programme und die Programme der Pädagogischen Oberfläche enthalten. Damit die genannten Daten und Programme für Lehrer und Administratoren erreichbar sind, muss der Zielordner als Share freigegeben werden. 14

23 Erste Schritte mit NetMan for Schools Die Freigabe für die NetMan Webservices ist für NetMan Administratoren erforderlich: Ihre Registrierungsdaten können Sie frei angeben, eine Seriennummer erhalten Sie von Ihrem NetMan Händler: 15

24 NetMan for Schools Handbuch Die Konfiguration der erforderlichen Ports zwischen den verschiedenen NetMan Programmen und Diensten sollten Sie bestätigen, wenn Sie nicht genau wissen, dass diese Ports durch andere bereits installierte Softwarekomponenten belegt sind. Im nächsten Schritt werden die Ports für den NetMan Webserver konfiguriert. Standardmäßig wird der HTTP-Port auf 9280" festgelegt. Es muss sichergestellt sein, dass dieser Port nicht bereits von einer anderen Anwendung wie beispielsweise dem Apache Webserver verwendet wird. NetMan for Schools testet nach der Bestätigung über Weiter, ob der angegebene Port verfügbar ist. Ist dies nicht der Fall, werden Sie in einer Meldung darauf hingewiesen. Wählen Sie in diesem Fall einen anderen HTTP-Port. Alle weiteren Einstellungen sollten sie auf den Standardwerten belassen. Anschließend werden Sie gefragt, ob Sie den Reparse Service ebenfalls installieren möchten. Dieser Service ist für die Bereitstellung von Ordnern über die Pädagogische Oberfläche unerlässlich und muss auf dem Server installiert werden, auf dem die Benutzerlaufwerke der Schüler lokalisiert sind. 16

25 Erste Schritte mit NetMan for Schools In der Regel sollte der Reparse Service auf der gleichen Maschine wie NetMan installiert werden. Im NetMan for Schools Data-Ordner werden die NFS-spezifischen Daten hinterlegt. Der Data Ordner ist unabhängig vom NetMan for Schools Installationsverzeichnis. Anschließend werden Sie zur Installation aufgefordert. Wenn Sie bestätigen, werden die NetMan Datenbanken und Programme in den Zielordner kopiert und es werden die erforderlichen Konfigurationsschritte unternommen, um NetMan in Ihr Netzwerk zu integrieren. Damit ist die Installation der Serverkomponenten abgeschlossen. 17

26 NetMan for Schools Handbuch Um NetMan auf einer Arbeitsstation oder einem Server zu starten, ist die Installation des NetMan Desktop Clients erforderlich. Das Setup dieses Clients startet im Anschluss an die Serverinstallation auf dem Installationsserver: Auch diese Angaben sollten in der Regel nicht geändert werden. Bestätigen Sie die Angaben, falls Sie nicht sicher sind, dass die Ports belegt sind. Damit sind alle Server- und Clientkomponenten installiert und die Arbeit mit NetMan kann beginnen. Nach dem Setup ist NetMan noch nicht freigeschaltet und läuft nur im Demomodus. Lesen Sie im diesem Handbuch das Kapitel NetMan for Schools Freischaltung, um zu erfahren, wie Sie NFS freischalten. 18 NetMan for Schools kann den NetMan Desktop Client von zentraler Stelle aus in Ihrem Netzwerk verteilen. Um das Verteilungsprogramm zur Installation oder Aktualisierung des Clients auf Ihren Stationen zu nutzen, lesen Sie das Kapitel Verteilung des NetMan Desktop Clients im Netzwerk.

27 Erste Schritte mit NetMan for Schools NetMan for Schools Freischaltung Nach der Installation muss NetMan for Schools freigeschaltet werden. Nicht freigeschaltet läuft NFS im Demo Modus und gibt bei jedem Start einer Anwendung folgendes Informationsfenster aus: Der Registrierung muss eine Bestellung vorangegangen sein, bei der die Ausbaustufe festgelegt wurde: das gewünschte Lizenzierungsmodell und die Anzahl der freizuschaltenden Lizenzen. Die Registrierung erfolgt über das in der NetMan Toolbox eingebundene Freischaltprogramm (Assistenten/Registrationsassistent) oder aus dem Startmenü direkt an der Serverkonsole über Programme/H+H NetMan/H+H Registrationsassistent. Sie müssen den Freischaltcode via Telefon bei Ihrem Händler erfragen. Folgende Informationen werden bei der Registrierung benötigt: die bei der Installation eingetragenen Registrierungsdaten (Name/Organisation) Ihre NetMan for Schools Seriennummer, die Sie dem Lieferschein oder den Aufklebern der CD bzw. des Handbuchs entnehmen können die aus der Verschlüsselung dieser Daten erzeugte Identifikationsnummer Diese Daten werden vom Registrierungsprogramm ausgelesen: 19

28 NetMan for Schools Handbuch Geben Sie den Freischaltcode ein. Nach dem Neustart der NetMan Services und des NetMan Desktop Client arbeitet NetMan entsprechend der Freischaltung. Die nächste Dialogbox zeigt freigeschaltete Module und Lizenzen an. Überprüfen Sie hier noch einmal das Ergebnis. 20 Alternativ zur Eingabe eines Freischaltcodes können Freischaltdaten aus anderen Verzeichnissen importiert werden. Importieren Sie die Datei NMCfg.dat über den Schalter Freischaltdaten importieren. Verteilung des NetMan Desktop Clients im Netzwerk Die Installation des NetMan Desktop Clients in größeren Umgebungen kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen. Eine Variante ist, den Client über eine Netzwerkfreigabe bereit zu stellen. Diese Vorgehensweise ist für kleinere Umgebungen sicherlich möglich, birgt jedoch einige Nachteile: Der Nutzer muss administrative Rechte für die Installation des Clients besitzen oder Der Administrator muss die Setups auf den Rechnern ausführen. Um diesen Nachteilen entgegenzuwirken, werden die nachstehenden Alternativen angeboten. Sie können den NetMan Desktop Client über Ihre Softwareverteilung an alle Arbeitsstationen verteilen. Sie können das Programm NetMan Desktop Client Verteilung (ndcdeploy. exe) für die Verteilung verwenden Für die Installation des NetMan Desktop Clients über eine Softwareverteilung benötigt man einige zusätzliche Informationen über das zu verteilende Client Setup, mit denen man ein entsprechendes Paket für die Softwareverteilung erstellen kann.

29 Erste Schritte mit NetMan for Schools Bei dem Setup des NetMan Desktop Clients handelt es sich um ein InstallShield Paket. Es wurde mit InstallShield der Version 12.0 erstellt. Für das Erstellen von Softwareverteilungspaketen muss ein Setup erzeugt werden können, das keine Benutzereingaben benötigt. Dies erfolgt bei InstallShield wie folgt: Kopieren Sie sich das Client-Setup in ein Verzeichnis. Rufen Sie das Setup mit dem Schalter /r auf: setup.exe /r auf. Durch das Setup wurde eine Datei setup.iss erzeugt, die Sie im Windows- Verzeichnis finden (z.b. C:\Windows\setup.iss). Kopieren Sie die Datei setup.iss in das Verzeichnis mit dem Setup. Achten Sie darauf, dass in dem Verzeichnis auch die Datei nmcsetup.cfg zu finden ist. Nmcsetup.cfg ist die Konfigurationsdatei, welche die Konfigurationsparameter für die Serverinstallation enthält. Die Datei wird automatisch erzeugt, sobald Sie das Client Setup ausführen. Das Setup können Sie nun mit setup.exe /s im Silent Modus ausführen. Die Installation des NetMan Desktop Clients über das Programm NetMan Desktop Client Verteilung ist eine weitere Alternative um den Client in größeren Netzwerken zu verteilen. Starten Sie einfach dazu das Programm aus der Toolbox. Sie finden es in dem Ordner Assistenten. Mit diesem Programm können Sie den NetMan Desktop Client im Netz verteilen. Wählen Sie dazu einfach eine Arbeitsstation aus Ihrem Netzwerk aus und überprüfen Sie mit Bearbeiten/Überprüfen, ob auf dieser Arbeitsstation der NetMan Desktop Client installiert werden kann. War die Überprüfung erfolgreich, wird der Rechner mit einem grünen Icon angezeigt. Anschließend können Sie über Bearbeiten/Installieren den Client auf dieser 21

30 NetMan for Schools Handbuch Arbeitsstation installieren. Die Funktionen Installieren/Überprüfen können auch per Rechtsklick über das Kontextmenü erreicht werden. Ist auf der Arbeitsstation bereits ein Client installiert worden, wird diese Arbeitstation nach der Überprüfung mit einem grünen Punkt im Icon und der Versionsnummer in Klammern dargestellt. Zusätzlich ist dort auch der zugeordnete Server angegeben. Handelt es sich um einen älteren Client, so kann dieser mit Bearbeiten/Updaten auf den neuesten Stand gebracht werden. Den NetMan Desktop Client kann man über Bearbeiten/Deinstallieren wieder von der Arbeitstation entfernen. Möchten Sie die Überprüfung oder Installation auf mehreren Rechnern gleichzeitig anstoßen, markieren Sie einfach alle Stationen, auf denen Sie die Überprüfung oder Installation durchführen möchten. Haben Sie eine kleine NT-Domäne, können Sie alternativ auch die ganze NT-Domäne auswählen. Bei größeren Domänen empfehlen wir Ihnen, kleine Gruppen von Arbeitstationen auszuwählen, um nicht den Überblick zu verlieren. Eine Arbeitsstation kann folgende Zustände annehmen: (blaue Station mit grünem Punkt): Auf der Arbeitsstation ist ein NetMan Desktop Client installiert. Die Version des Clients und der konfigurierte Server werden in Klammern angezeigt. (blaue Station): Die Arbeitsstation ist ungeprüft. (grüne Station): Die Arbeitsstation ist geprüft und der Client kann darauf installiert werden. (rote Station): Die Überprüfung der Arbeitsstation ist fehlgeschlagen. Die Installation oder Deinstallation auf der Arbeitsstation ist fehlgeschlagen. Lassen Sie sich das Log anzeigen, um die Fehlerquelle zu identifizieren. (gelbe Station): Die Arbeitsstation muss gebootet werden, damit die Installation oder Deinstallation abgeschlossen werden kann. Sollte es notwenig sein, dass eine Arbeitsstation gebootet werden muss, so können Sie den Bootvorgang über Bearbeiten/Neu starten einleiten. Da es in größeren Netzwerken immer wieder vorkommen kann, dass in der Netzwerkbrowserliste einzelne Arbeitsstationen fehlen können, gibt es zusätzlich die Möglichkeit, den Client auf Basis der IP-Adressen der Clients auszurollen. Das Fehlen von Stationen in der Liste innerhalb der NetMan Desktop Client Verteilung ist keine Fehlfunktion des Programms, sondern liegt darin begründet, dass die Netzwerkbrowsingliste des Betriebssystems nicht immer zuverlässig arbeitet. 22

31 Erste Schritte mit NetMan for Schools Für das Verteilen des NetMan Desktop Clients auf Basis von Client-IP-Adressen müssen Sie zunächst mit Bearbeiten/IP-Adresse(n) einen IP-Bereich festlegen, in dem Sie den Client ausrollen möchten. Mit der Einstellung Erreichbarkeit der Hosts per ICMP überprüfen legen Sie fest, ob alle Clients in der Stationsliste aufgeführt werden sollen, oder nur solche, die per Ping (ICMP) erreichbar sind. Das Installieren, Aktualisieren und Deinstallieren erfolgt in gleicher Weise wie bei den Stationen, bei denen der Stationsname angezeigt wird. Beachten Sie bitte, dass die NetMan Desktop Client Verteilung in Ihrem Benutzerkontext läuft und somit nur das Recht hat, auf Netzwerkressourcen mit Ihren Rechten zuzugreifen. Sollten Sie zum Beispiel keine ausreichenden Rechte für die Nutzung von ADMIN$-Shares und die Registrationsdatenbanken der Arbeitsplätze besitzen, müssen Sie das Programm als ein anderer Benutzer starten. Zum Beispiel hat der Domänen-Administrator ausreichende Rechte, um auf diese Ressourcen zugreifen zu können. Es ist also notwendig, dass das Programm auf die ADMIN$-Shares und die Registrationsdatenbanken der Arbeitsstationen zugreifen kann. Auf Rechnern, bei denen der ADMIN$-Share deaktiviert wurde, kann das Programm den NetMan Desktop Client nicht verteilen. 23

32 NetMan for Schools Handbuch Wenn Sie nun zum Beispiel keine ausreichenden Rechte im Netzwerk für das Überprüfen oder Installieren besitzen, werden entsprechende Fehlermeldungen in einer Log-Datei und die entsprechenden Symbole für die Arbeitsstationen angezeigt. Die Log-Datei umfasst immer sämtliche Fehlermeldungen, d.h. neuere Einträge sind am Ende der Datei zu finden. NetMan for Schools Tour Im ersten Teil dieses Handbuchs finden Sie nur jene Komponenten von NetMan beschrieben, die zusätzlich in NFS enthalten sind. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Klassenraumkonfiguration, den Benutzerkontenassistenten und die Pädagogische Oberfläche. Als Pädagogische Oberfläche bezeichnet man eine Software, mit deren Hilfe Informationen und schulische Anwendungen benutzer-, stations- und situationsgerecht zur Verfügung gestellt werden können. So können die verfügbaren Ressourcen (Programme, Drucker, Dienste) sowohl in Abhängigkeit der verschiedenen Benutzergruppen als auch klassenraumabhängig zur Verfügung gestellt werden. In elektronischen Klassenzimmern kann der Lehrer darüber hinaus mit der Klassenraumsteuerung die Verfügbarkeit vorhandener Ressourcen unmittelbar an die pädagogischen Erfordernisse der jeweiligen Unterrichtssituation anpassen. Die beschriebenen zusätzlichen Komponenten finden Sie nach dem Setup in Form von Symbolen auf dem Desktop: Die NetMan Toolbox ist nur für Administratoren sichtbar und enthält den Ordner NetMan for Schools mit der Klassenraumkonfiguration und dem Benutzerkontenassistenten. Außer dem Toolbox-Symbol befindet sich noch das Symbol Pädagogische Oberfläche auf dem Desktop. Unter diesem Symbol sind die eigentlichen NetMan Lehrerprogramme und einige Funktionen zur Administration der Pädagogischen Oberfläche zu finden. 24

33 Erste Schritte mit NetMan for Schools Öffnet man diesen Ordner, sieht man die Funktionen der Pädagogischen Oberfläche: Das Hauptprogramm der Pädagogischen Oberfläche ist die Klassenraumsteuerung. Mit ihrer Hilfe können Schülerrechner in einem Klassenraum gesteuert werden. Wie Klassenräume gesteuert werden können, wird im Abschnitt über die Klassenraumsteuerung erläutert. Das Kapitel NetMan für Lehrer steht gleichzeitig als Word-Dokument im Ordner Config\Client\Education\Documentation des NetMan for Schools Installationsverzeichnisses zur Verfügung. Dieses Dokument kann für Ihre NFS Umgebung angepasst und Ihren Lehrern als Arbeitsanleitung zur Verfügung gestellt werden. Sie sehen dieses Dokument als Symbol NetMan für Lehrer innerhalb der Pädagogischen Oberfläche. Die übrigen Symbole der Pädagogischen Oberfläche repräsentieren die folgenden Funktionen: Globale Ordner Gestattet den Zugriff auf Verzeichnisse, die von allen Lehrern den Schülern zugeordnet werden können. Internetfilterdateien Ruft den Editor für Internetfilterdateien auf, welcher die Verwaltung der Filterregeln für den Internetzugriff ermöglicht. Klassenarbeit freigeben Erlaubt den Schülern, sich eine korrigierte Klassenarbeit zurückzuholen. Schülerpasswort ändern Ermöglicht die Zuweisung eines neuen Schülerpasswortes während des Unterrichts. Administrative Funktionen Sind nur für NetMan Administratoren sichtbar und enthalten Hilfsfunktionen für Administratoren der Pädagogischen Oberfläche. Administration von NetMan for Schools In den ersten Abschnitten dieses Handbuchs haben Sie Informationen über die einzelnen Schritte beim Setup und die verschiedenen Komponenten von NFS bekommen. 25

34 NetMan for Schools Handbuch Im schulischen Einsatz müssen nun zunächst Klassenräume eingerichtet und Benutzer (Lehrer und Schüler) eingepflegt werden. Um Benutzer anzulegen, wird NFS mit einem Benutzerkontenassistenten ausgeliefert, der Ihnen die Übernahme der Benutzerdaten aus Ihrem Schulverwaltungsprogramm in die Active Directory Services bzw. die NT-Benutzerverwaltung erleichtert. Lesen Sie dazu das Kapitel Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten. Um Klassenräume einzurichten, lesen Sie das Kapitel Die Klassenraumkonfiguration. Zur Klassenraumeinrichtung gehören auch die Zuordnung von Eigenschaften und Ressourcen (z.b. Drucker). Wie die Pädagogische Oberfläche im Unterricht zu handhaben ist, wird dem Kapitel NetMan für Lehrer erläutert. Über die Klassenraumsteuerung können Schülern auch Ressourcen wie Windows- Anwendungen, Desktop- und Startmenü-Verknüpfungen zur Verfügung gestellt werden. Anwendungen und Desktops werden mit der NetMan Managementkonsole erstellt. (Näheres zum Einbinden von Anwendungen in Desktops erfahren Sie im Kapitel Integration von Anwendungen und Hyperlinks.) Wie Sie die Verfügbarkeit / Sichtbarkeit von Anwendungen und Desktops in der Klassenraumsteuerung definieren können, erfahren Sie im Kapitel Sichtbarkeit von NetMan Daten (Desktops, Anwendungen) innerhalb von Klassenräumen dieses Handbuchs. 26

35 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Konzeption des Benutzerkontenassistenten Der Benutzerkontenassistent soll die Verwaltung der Schüler- und Lehrerkonten vereinfachen. Die Vielfalt der möglichen Benutzerkonfigurationen wird im schulischen Alltag in der Regel nicht beachtet und es entstehen so unabsichtlich Benutzerkonten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Demgegenüber gestattet der NetMan Benutzerkontenassistent (=BKA) einheitliche Eigenschaften von Schülern und Lehrern in so genannten Jobs. Diese werden einmalig definiert und können anschließend mit Benutzerdaten verknüpft werden, wie sie automatisiert über die jeweilige Schulverwaltungssoftware ausgegeben werden. NetMan unterscheidet drei unterschiedliche Benutzertypen: Schüler, die sich mit ihren persönlichen Kontendaten anmelden Schüler stationsbezogen, die sich an einem Rechner mit dem jeweiligen Computernamen und einem bekannten Passwort anmelden Lehrer Stationsbezogene Benutzer sind Gastkonten, die beliebigen Benutzern die Anmeldung am Netzwerk erlauben. Ob überhaupt und in welchem Umfang mit stationsbezogenen und/oder individuellen Schülerkonten gearbeitet wird, hängt von dem Typ der pädagogischen Einrichtung, der Benutzerfluktuation und vielen anderen Faktoren ab. Stationsbezogene Benutzer werden von NetMan besonders behandelt: Sie müssen als Mitglied eines speziellen NetMan Profils konfiguriert werden. Sie können sich nur an einer Station anmelden, die exakt dem eigenen Namen entspricht. Die Daten in ihren Benutzerverzeichnissen können über die Klassenraumsteuerung gelöscht werden. Ihre Anmeldemöglichkeit kann in konfigurierten Räumen unterdrückt werden. Mögliche Gründe für die Nutzung von stationsbasierten Schülern sind: Man möchte keine Benutzerpflege, weil dies als zu aufwendig angesehen wird. Klassenräume werden zusätzlich von Gästen benutzt, die nicht namentlich als Benutzer eingepflegt werden sollen. 27

36 NetMan for Schools Handbuch Das Konzept der stationsbezogenen Benutzer ist konzeptionell dem der Gastkonten überlegen, weil es gewährleistet, dass jeder Benutzer seine eigenen Daten und Profile hat. Dies ist in Terminalserverumgebungen wichtig, da die Gastbenutzer ansonsten innerhalb des gleichen Profils auf dem gleichen Server arbeiten und sich gegenseitig stören können. Es empfiehlt sich, für alle Lehrer Lehrerkonten anzulegen, auch wenn bestimmte Lehrer gleichzeitig Administratoren sein sollten. Zum einen erhöht dies die Sicherheit des Netzwerkes, da eine Anmeldung als Administrator in Unterrichtssituationen unterbleibt. Zum anderen sensibilisiert die Arbeit mit einem einfachen Lehrerkonto unter Umständen für Probleme, die mit einem Administratorkonto gar nicht auftreten (unterschiedliches Verhalten von Anwendungen, fehlende Rechte und dergleichen). Benutzer, die nicht mit dem BKA als Lehrer eingelesen wurden, werden von NetMan als Schüler wahrgenommen, auch wenn Sie innerhalb der Windows NT Umgebung als Lehrer bzw. als Administrator eingerichtet wurden. Im Bereich der Benutzerverwaltung verfügt der Benutzerkontenassistent über die folgenden Funktionen: Benutzer anlegen Jobs verwalten Benutzer aktualisieren Schüler versetzen Benutzer löschen 28

37 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Wollen Sie Benutzer anlegen, müssen Sie dem Assistenten zunächst mitteilen, welchen Typus von Benutzer Sie anlegen wollen. Erst anschließend können die Daten eingegeben werden. Die Dateneingabe kann manuell erfolgen oder die Benutzerdaten können aus einer Liste eingelesen werden. Die Eigenschaften der Benutzer werden einer dem Benutzertyp hinterlegten Schablone entnommen, die nach der Installation von NetMan noch nicht vollständig definiert sind. Diese Definition der sogenannten Jobs muss in einem ersten Schritt erfolgen. Erstellen der Jobs für die Benutzerpflege Bevor Benutzerdaten eingelesen werden können, müssen Schablonen mit den Eigenschaften der Benutzer definiert werden. Die Definition dieser Schablonen erfordert eine genaue Kenntnis von NT-Netzwerken und sollte nur von Anwendern mit diesen Kenntnissen durchgeführt werden. Diese Schablonen werden Jobs genannt. Jobs sind Schablonen zur Automatisierung der Benutzerverwaltung. Die Verknüpfung von Benutzerdaten mit einmalig definierten Jobs garantiert eine einheitliche Benutzerkonfiguration. 29

38 NetMan for Schools Handbuch Die vordefinierten Jobs entsprechen den oben beschriebenen Benutzertypen: Lehrer Schüler Schüler stationsbezogen Diese drei Jobs sind mit den entsprechenden Benutzertypen fest verdrahtet und müssen, bevor einzelne Benutzer dieser drei Kategorien angelegt werden können, vollständig definiert werden. Ansonsten verweigert der BKA die Verarbeitung von Daten des jeweiligen Benutzertypus: Um einen Job zu bearbeiten, wählen Sie einen der drei vorkonfigurierten Jobs aus und drücken Sie die Schaltfläche Weiter. Für das folgende Beispiel wird der Job Lehrerkonten ausgewählt. Beachten Sie, dass es nicht möglich ist, diesen Systemjob zu löschen, da er mit dem Benutzertypus Lehrer verknüpft ist. Die Schalter Neu, Bearbeiten und Löschen sind per Voreinstellung deaktiviert und beziehen sich auf selbst definierte Jobs. Konsultieren Sie die Online-Hilfe, um Informationen über eigene Jobs zu bekommen. 30

39 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Die Konvertierungsregeln betreffen alle Jobs und definieren automatische Umwandlungen der Zeichen innerhalb von Anmeldenamen: Die oben formulierten Regeln würden den eingelesenen Anmeldenamen Dr. Marêt" in den Anmeldenamen Maret" umwandeln. Beachten Sie, dass Windows NT und die ADS bis zur Drucklegung dieses Textes innerhalb von Anmeldenamen nicht zwischen ö und oe unterscheiden und es daher zu Problemen bei der Benutzerverwaltung kommen kann. Betätigen Sie die Schaltfläche Weiter, um den Job zu erstellen. Es erscheint der Dialog Eigenschaften der NT-Benutzer. Im Job Lehrer müssen die folgenden Angaben gemacht werden: Wenn Sie nicht mit den Active Directory Services (=ADS) arbeiten, geben Sie die NT-Domäne bzw. die NT-Station (bzw. den Server) an, in deren Gruppenverwaltung die Benutzer eingepflegt werden sollen. Die Eingabefelder für die ADS werden in diesem Fall deaktiviert. Weiterhin können unter NT-Gruppe die Gruppenmitgliedschaften der Lehrer angegeben werden. Arbeiten Sie hingegen mit den ADS, müssen Sie die ADS Organisationseinheit für die Lehrer angeben. In diesem Fall werden die Eingabefelder für NT-Domänen und Stationen automatisch deaktiviert. Unter ADS Gruppe können die NT Gruppenmitgliedschaften der Lehrer angegeben werden. 31

40 NetMan for Schools Handbuch In unserem Beispiel werden die Benutzer in einer ADS angelegt: Die Lehrer sollten Mitglied einer globalen Lehrergruppe sein. Diese globale Lehrergruppe sollte wiederum Mitglied der lokalen NT-Gruppe Lehrer-lokal sein, die wir für den Server empfehlen, auf dem NetMan installiert wurde. Weiterhin kann konfiguriert werden, wie die Eigenschaften der Kennwörter für die Lehrer beschaffen sind. Im Beispiel werden die Kennwörter für die Lehrer (in der Regel aus einer Liste) eingelesen. Sie können auch vom BKA generiert werden oder es kann ein Standardpasswort vergeben werden. Verwenden Sie Passwörter für individuelle Benutzerkonten, die jeder Benutzer schon kennt (z.b. seinen eigenen Geburtstag) und verpflichten Sie den Benutzer gleichzeitig zur Änderung dieses Passwortes. 32

41 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Nachdem Sie über die Schaltfläche Weiter bestätigt haben, erscheinen folgende Dialoge. Die Eingaben, die Sie hier und auf den Karten Profil, Umgebung, Sitzungen und Terminaldienstprofile vornehmen können, sind bereits für die Arbeit mit NetMan optimiert. Es muss lediglich der Platzhalter für den Servernamen ( <Server> ) durch den konkreten Servernamen, der die entsprechenden Shares zur Verfügung stellt, ersetzt werden. Die Eingaben auf der Karte Profil können entfallen, wenn ausschließlich innerhalb von Terminalserverumgebungen gearbeitet wird. Optional sollten Sie auf der Karte Terminaldienstprofile festlegen, ob und welches Terminaldienstprofil definiert wird. Wird mit mehreren Terminalservern gearbeitet (Lastenausgleich) sollte hier ein Roaming Profil eingetragen werden. Um eine für alle Lehrer gültige Definition des Profils zu verwenden, muss die Variable %User- Name% statt eines konkreten Namens verwendet werden. Die Eingaben werden über die Schaltfläche Weiter bestätigt. Änderungen an den vordefinierten Eigenschaften unter Umgebung und Sitzungen sind nicht zu empfehlen. Der nun folgende Dialog legt das verwendete Listenformat fest. In unserem Beispiel, das dem vorkonfigurierten Lehrerjob entspricht, existieren vier Spalten bei Einlesen der Lehrerliste, wobei das führende Kästchen festlegt, ob die jeweilige Angabe erforderlich ist: Nachname (obligatorisch, ADS-Variable sn ) Vorname (optional, ADS-Variable givenname ) 33

42 NetMan for Schools Handbuch Passwort (obligatorisch, ADS-Variable PW ) NetMan Benutzergruppe (optional, NetMan Variable NMGroup ) Das Listenformat kann modifiziert werden, indem verfügbare Variablen aus dem rechten Fenster mit Hilfe der Pfeiltasten in das Listenformat auf der linken Seite gebracht werden. Eine neue Variable wird im Listenformat zuunterst platziert und kann mit den Pfeiltasten des Listenformats positioniert werden. Die Einträge unter Benutzerlistenbearbeitung legen fest, dass Anführungszeichen und Punkte innerhalb der Liste eliminiert werden, Textlisten mit der Extension.txt erwartet werden und Kommata die Spalten trennen. Die folgende Lehrerliste.txt Liste entspräche dem definierten Listenformat: Musterfrau, Frauke, ,Lehrer Mustermann,, HHLehrer,,f

43 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Wenn Sie einen Blick auf die verfügbaren Variablen werfen, werden Sie feststellen, dass die Variablen unterschiedliche Symbole haben: bezeichnet eine NetMan Variable, die mit dem Wert aus der betreffenden Spalte des Listenformats belegt wird. bezeichnet eine ADS-Variable, die mit dem Wert aus der betreffenden Spalte des Listenformats belegt wird. bezeichnet eine Variable, die aus anderen Spalten automatisch erstellt wird. Diese Spalten sind zur Hervorhebung auch farblich hinterlegt. In unserem Beispiel sind die folgenden Variablen automatisch erzeugt: das NetMan Benutzerprofil der ADS-Objektname (=Anmeldename) der ADS-Anzeigename und die ADS-Beschreibung Das NetMan Benutzerprofil und die ADS-Beschreibung können leicht automatisch erzeugt werden, weil es sich um Konstanten handelt das NetMan Benutzerprofil ist bei Lehrerlisten immer Teachers und die ADS-Beschreibung immer Lehrerkonto. Dagegen wird der ADS Anzeigename aus dem Vornamen, der Zeichenkette (=Leerzeichen) und dem Nachnamen zusammengesetzt und der ADS Objektname (=Anmeldename) wird aus den ersten acht Zeichen des Nachnamens und dem ersten Zeichen des Vornamens zusammengesetzt: 35

44 NetMan for Schools Handbuch Über die Schaltfläche Fertig stellen werden die vorgenommen Einstellungen nun übernommen. Die Vorgaben für die beiden weiteren vordefinierten Jobs Schüler und Schüler stationsbezogen werden im Folgenden zusammenfassend dargestellt. In beiden Jobs müssen auf der Karte Eigenschaften der NT-Benutzer die oben bei den Lehrern beschriebenen Angaben gemacht werden. Festzulegen ist, wo die Benutzer angelegt werden sollen (NT-Domäne, NT-Server bzw. die geeignete Organisationseinheit einer ADS). Eine Gruppenmitgliedschaft ist für Schüler nicht zwingend notwendig. Auf der Karte Terminaldienstprofile sollte ein verbindliches Profil eingetragen werden, ebenso auf der Karte Profil, wenn auch im LAN gearbeitet wird. Die Listenformate für Schüler sind entsprechend an die Ausgaben Ihres Schulverwaltungsprogramms anzupassen. Das Listenformat der stationsbezogenen Schüler stimmt bereits mit den von der Klassenraumsteuerung erzeugten Benutzerlisten für stationsbezogene Schüler überein. Benutzer anlegen Sind die Jobs für Schüler und Lehrer fertig definiert, können die Benutzer eingepflegt werden. Um Benutzer anzulegen, wählen Sie die Schaltfläche Benutzer anlegen und dann den entsprechenden Benutzertyp, um in die Liste mit den neuen Benutzern zu gelangen. In unserem Beispiel wird der Benutzertyp Lehrer mit dem im vorangegangenen Kapitel Erstellung der Jobs für die Benutzerpflege definierten Lehrerjob angelegt. 36

45 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Wie oben beschrieben sind die Spalten der Tabelle wie folgt definiert: Nachname, erforderlich Vorname, optional Passwort, erforderlich NetMan Benutzergruppe, optional NetMan Benutzerprofil, automatisch erzeugt aus Textkonstante Teachers Name des (ADS-)Objekts, automatisch erzeugt aus Nachname (1 bis 8) und Vorname (erstes Zeichen) Beschreibung, automatisch erzeugt aus der Textkonstante Lehrerkonto Anzeigename, automatisch erzeugt aus dem Vornamen, einem Leerzeichen und dem Nachnamen Es können nun Benutzerdaten manuell eingetragen oder es kann eine Textliste in die Tabelle eingelesen werden. Wir lesen nun unsere Textliste Lehrerliste.txt ein: Das voreingestellte Verzeichnis für Benutzerlisten ist Config\Client\Education\ NFSData\UserList" in Ihrem NFS-Installationsverzeichnis. Sie sehen im Bild oben auch die entsprechenden Ordner für Ergebnislisten: CreatedUser Enthält Listen mit den Benutzern, die erfolgreich angelegt wurden. DeletedUser Enthält Listen mit den Benutzern, die erfolgreich gelöscht wurden. ListArchiv In diesem Verzeichnis werden Benutzerlisten hinterlegt, die in den Benutzerkontenassistenten eingelesen wurden, um Benutzer zu erstellen. 37

46 NetMan for Schools Handbuch NotCreatedUser Enthält Listen mit den Benutzern, die nicht angelegt werden konnten. NotDeletedUser Enthält Listen mit den Benutzern, die nicht gelöscht werden konnten. PW Enthält Passwortlisten, wenn diese automatisch generiert wurden. Report Enthält Logdateien. Temp Während der Verarbeitung von Daten werden hier die Temporärdaten angelegt. Anschließend wird die Tabelle mit den Daten aus der Liste gefüllt: Sie können nun die Liste überprüfen und gegebenenfalls nacheditieren, festlegen, welche Teile der Liste verarbeitet werden sollen. Im folgenden Dialog können Sie festlegen, ob existierende Benutzer aktualisiert werden sollen oder ob es sich um neue Benutzer handelt und eine Dublette einen Fehler erzeugen soll. 38

47 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Über die Schaltfläche Report können Sie sich den Verarbeitungsreport ansehen: Tipps für das Anlegen von Benutzern Trennen Sie die Aktualisierung von Benutzerdaten von der Neuanlage, da ansonsten Dubletten von Benutzernamen unbemerkt bleiben und Benutzerkonten nicht angelegt werden, ohne dass Sie eine Fehlermeldung bekommen. Wird die Verarbeitung einer längeren Liste aus irgendeinem Grunde unterbrochen, schauen Sie in der Reportdatei nach, bis zu welchem Benutzer die Verarbeitung erfolgte und setzen Sie an dieser Stelle die Verarbeitung der Liste fort. Verwenden Sie die überarbeitete Liste aus dem Ordner NotCreatedUser, um diese Benutzer erfolgreich anzulegen. In den Benutzerkontenassistenten eingelesene Benutzerlisten werden im Ordner Config\Client\Education\NFSData\UserList\ListArchiv Ihres Installationsverzeichnisses archiviert. So lassen sich diese Listen noch einsehen, selbst wenn auf die Originale kein Zugriff mehr besteht. 39

48 NetMan for Schools Handbuch Benutzer löschen Mit dieser Funktion können Benutzer ausgewählt und aus den NT- und NetMan Datenbanken entfernt werden. Ihre Benutzerverzeichnisse werden ebenfalls gelöscht. Sollen Benutzer gelöscht werden, wird die Schaltfläche Benutzer löschen betätigt und der Assistent fortgesetzt. Es muss nun der zu löschende Benutzertyp ausgewählt werden. In unserem Beispiel wird der Benutzertyp Lehrer gewählt und es erscheint der folgende Dialog: Markieren Sie einen oder mehrere der abgebildeten Benutzer und betätigen Sie die Schaltfläche Weiter (Auch hier können über aus der Liste Benutzer aus einer Liste zum Löschen ausgewählt werden). Im Beispiel wird die Markierung gelöscht. Über die Schaltfläche Weiter wird der Löschvorgang eingeleitet. 40

49 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Der BKA ermittelt die Benutzerdatenbank und im Falle einer ADS die korrekte OU aus der ursprünglichen Jobdefinition: Ein weiterer Dialog informiert Sie über die Konsequenzen des Löschvorgangs. Über die Schaltflächen Weiter und Fertig stellen wird der Löschvorgang ausgeführt. 41

50 NetMan for Schools Handbuch Benutzer aktualisieren Nachträgliche Änderungen an der Struktur der Benutzerdaten gestalten sich schwierig. NetMan for Schools bietet zwei Möglichkeiten, auch nachträglich Veränderungen an der Datenstruktur vorzunehmen. Zum einen können Sie die Jobs entsprechend Ihren Bedürfnissen abändern und die Benutzerlisten neu einlesen. Verfügen Sie aber über keine Benutzerlisten, weil Sie z.b. die Benutzer von Hand eingegeben haben, stellt Ihnen NetMan for Schools die Funktion Benutzer aktualisieren zur Verfügung. Nach dem Aufruf über Weiter wählen Sie aus, welches Benutzerkonto Sie aktualisieren wollen und bestätigen auf der letzten Seite des Assistenten mit Fertig stellen. Die Benutzerdaten werden nun auf den neuesten Stand gebracht. Die Funktion Aktualisieren ist nur für Benutzer verfügbar, die in einer ADS angelegt wurden. 42

51 Benutzerverwaltung mit dem Benutzerkontenassistenten Schüler versetzen Diese Funktion vereinfacht das virtuelle Versetzen von Schülern in die folgende Klasse bzw. das entsprechende NetMan Profil. Für diesen Vorgang wählen Sie das Symbol Schüler versetzen. Der nächste Bildschirm listet die vorhandenen Regellisten, nach denen die Versetzung erfolgt, auf. Nach dem Setup existieren die vorkonfigurierten Listen Abgegangen.txt und NewYearRules.txt, die über die Schaltfläche Bearbeiten angepasst werden können: Die Liste NewYearRules.txt benennt die existierenden Klassen und die durch Komma getrennte Zielklasse bei erfolgter Versetzung. Ähnliches gilt für die Liste Abgegeangen.txt, die aus jedweder Klasse in die Kategorie Abgegangen versetzt. Nachdem Sie die entsprechende Liste an Ihre Bedürfnisse angepasst haben, speichern Sie diese und führen die Versetzung über die Schaltflächen Weiter und Fertig stellen durch. NetMan verwendet an keiner Stelle die unterschiedlichen Schülerprofile. Die Versetzung der Schüler ist deshalb nur sinnvoll, wenn diese Zugehörigkeiten der Schüler zu Klassen von Ihnen auch innerhalb von NetMan verwendet werden. Zum Beispiel durch Zuordnung von Programmen, Anwendungen und Desktops in Abhängigkeit von Klassenzugehörigkeiten. Unter Umständen ist die Aktualisierung der Schüler aus dem Schulverwaltungsprogramm hilfreicher, da in diesem Fall die Klassenzugehörig- 43

52 NetMan for Schools Handbuch keit auf jeden Fall korrekt ist und bei den Wiederholern nicht manuell umgesetzt werden muss. Einige Schulen gehen am Ende des Jahres so vor: Sie versetzen alle Schüler am Ende des Jahres in die Klasse (=NetMan Profil) abgegangen. Anschließend werden alle Schüler aus dem Schulverwaltungsprogramm aktualisiert. Zuletzt werden die Schüler mit dem Profil abgegangen gelöscht. Der Benutzer NMKontenoperator Das Konzept des NetMan Kontenoperators erlaubt den Zugriff auf die Benutzerkonten der Schüler zum Zweck der Änderung des Passwortes oder zur Selbstregistrierung der Schüler, ohne dem Lehrer selbst die Rechte eines NT-Administrators zu geben. Der NMKontenoperator muss NT-seitig Kontenoperator (Domäne oder ADS) oder Administrator des Servers sein und volle Rechte bezüglich der NetMan Datenbanken haben. Unter diesem Konto kann nun jeder Lehrer, der das Passwort des Kontenoperators kennt, das Passwort eines Schülers ändern. Dies geschieht über die Funktion Passwort ändern der Pädagogischen Oberfläche, die am Ende den Benutzerkontenassistenten verdeckt aufruft. Es werden nur Schüler mit individuellen Benutzerkonten angezeigt. Das neue Passwort kann öffentlich bekannt gegeben werden, um dem betreffenden Schüler die Anmeldung zu ermöglichen. Der Benutzer muss in diesem Fall das Passwort wieder ändern. Über die Filterfunktion können Schüler schnell gefunden werden. Mit den STRG- und SHIFT-Tasten können mehrere Schüler markiert und gemeinsam auf ein neues Passwort zurückgesetzt werden. 44

53 Klassenraumkonfiguration Klassenraumkonfiguration Konzeption der Klassenraumkonfiguration NetMan gestattet die zentrale Einstellung von Rechnern über Stationsprofile. Typischerweise handelt es sich dabei um Stationen in pädagogischen Einheiten (häufig Klassenräume), die gemeinsam eingestellt oder von einem speziellen Steuerrechner dem Lehrerrechner im laufenden Unterricht an die pädagogischen Erfordernisse angepasst werden sollen. Die Konfiguration solcher Einheiten erfolgt in der Klassenraumkonfiguration. Meist entsprechen den Klassenräumen der Klassenraumkonfiguration physikalische Klassenräume notwendig ist dies aber nicht, da im Prinzip auch über verschiedene Räume verteilte Rechner zu Profilen zusammengefasst werden können. In der Klassenraumkonfiguration werden Schüler- und Lehrerrechner sowie die Steuerungsmöglichkeiten, die dem Lehrerrechner zur Verfügung stehen sollen, definiert. Die grafische Darstellung des Stationsprofils kann der physikalischen Anordnung des Klassenraumes angepasst werden. Des Weiteren können bestimmte Eigenschaften des Klassenraumes festgelegt werden, wie z.b.: Die verfügbaren Drucker Die verfügbaren Clientlaufwerke der Schülerrechner Die verfügbaren Eigenschaften des Klassenraumes, die der Lehrer einstellen kann Die verfügbaren Aktionen, die der Lehrer veranlassen kann Die Voreinstellungen des Klassenraumes Ein Lehrerechner ist nicht unbedingt notwendig, um einen Klassenraum zu steuern. Dies kann prinzipiell über jeden Rechner erfolgen, an dem sich ein Lehrer anmeldet, die Klassenraumsteuerung startet und den einzustellenden Klassenraum öffnet. Ein Lehrerrechner hat drei zusätzliche Eigenschaften: Schüler können sich nicht an ihm anmelden. Die Klassenraumsteuerung öffnet beim Aufruf automatisch den zugeordneten Klassenraum. Die dem Klassenraum zugeordneten Drucker werden automatisch verbunden. Die Voreinstellungen des Klassenraums werden automatisch hergestellt, wenn ein anderer Lehrer vorher den Klassenraum geöffnet hatte und keine Klassenarbeit geschrieben wird. Um sowohl eine flexible als auch eine einfache und effektive Verwaltung vieler Klassenräume zu ermöglichen, kann eine globale Konfiguration definiert werden, die ein neuer Klassenraum automatisch erbt. Jeder Klassenraum kann aber abweichend von den globalen Einstellungen konfiguriert werden. 45

54 NetMan for Schools Handbuch Um die globale Konfiguration von Klassenräumen kennen zu lernen, rufen wir die Klassenraumkonfiguration aus der NetMan Toolbox auf: Solange noch keine Klassenräume geöffnet sind, können nur die globalen Eigenschaften von Klassenräumen bearbeitet werden. Wir rufen dazu die Einstellungen aus dem Menü Bearbeiten auf: 46

55 Klassenraumkonfiguration Im Selektionsfenster des Dialogs auf der linken Seite sind die Globalen Eigenschaften wie folgt untergliedert: Im Root können allgemeine Eigenschaften aller Klassenräume (Windows und Terminal Clients) definiert werden. Im Unterpunkt Benutzereinstellungen finden Sie Einstellungen, die die Konfiguration der Benutzer, der Benutzergruppen und die Benutzerverzeichnisse betreffen und die zum Teil vom Setup entsprechend der von Ihnen gewählten Optionen vorgenommen wurde. In der Regel sollten diese Einstellungen nicht geändert werden. Druckerinstallation ermöglicht das Hinzufügen und Verwalten von Druckern. Die Seite Klassenarbeit beinhaltet alle Voreinstellungen, welche die Organisation von Klassenarbeiten mit NetMan for Schools betreffen. Unter Windows Clients finden Sie die globalen Einstellungen von Windows Clients. Unter Terminal Clients finden Sie die globalen Einstellungen von Terminal Clients. Unter Voreinstellungen können Sie Einstellungen von Klassenräumen auswählen, die beim Anlegen von Klassenräumen vorselektiert sein sollen, ohne dass diese Eigenschaften global festlegbar wären. Die Eigenschaften aller Klassenräume sollten Sie, wenn Sie noch nie mit der Klassenraumsteuerung gearbeitet haben, zunächst so belassen, wie sie vorkonfiguriert sind: Wartezeit zum Beenden der Informationsanzeige Zeitraum bis zum Start der Aktion, die auf eine Information folgt (z.b. beim Logoff des Schülers durch einen Lehrer). 47

56 NetMan for Schools Handbuch Einträge in MRU Listen Legt die Anzahl der möglichen Einträge in der Most Recently Used (MRU) Liste fest (z.b. Liste der benutzten Internet-Einstellungsdateien). Einträge in MRU Liste der Anwendungen Legt die Anzahl der Einträge in der Most Recently Used (MRU) Liste der benutzten Anwendungen fest. Maximalgröße für Kopieraktion Begrenzt die Größe von Dateien und Ordnern, die kopiert werden können. Filter für virtuelle CDs Benennt einen Virtual CD Ordner, der die über die Klassenraumsteuerung auswählbaren CDs enthält. Führende 0 bei Stationsnummern Die Nummerierung der Stationen beginnt mit 0, z.b. 01, 02, statt mit 1,2,3,... Öffnen mehrerer Klassenräume Das Öffnen mehrerer Klassenräume in der Klassenraumsteuerung ist gestattet/nicht gestattet. Erstellung von Arbeitsplätzen für mobile Stationen in Klassenräumen unterstützen Beim Anlegen von neuen Klassenräumen können Klassenräume mit mobilen Stationen erstellt werden. Abfrage auf Voreinstellungen wiederherstellen beim Schließen eines Klassenraumes Bei Aktivierung wird der Lehrer vor dem Schließen eines Klassenraumes aufgefordert, die Voreinstellungen im Klassenraum herzustellen. Bevor wir nun unseren ersten Klassenraum anlegen, soll der Unterschied zwischen Windows und Terminal Clients erläutert werden. Klassenraumszenarien: Windows und Terminal Clients NetMan unterstützt zwei unterschiedliche Klassenraumszenarien: Windows Clients: Als Windows Clients werden Windows XP oder Windows VISTA Rechner neuerer Bauart erwartet. Auf diesen wird der NetMan Desktop Client installiert und die Rechner durch geeignete Richtlinien so konfiguriert, dass die Schüler ausschließlich mit dem vom NetMan Desktop Client erstellten Startmenü und Desktop Links arbeiten können. Neuere Bauart lässt sich so spezifizieren: mindestens Pentium IV mindestens 500 MHz mindestens 256 MB RAM Terminal Clients: Terminal Clients sind beliebige Rechner, deren eigene Oberfläche so eingeschränkt ist, dass nur eine Anmeldung an einem Windows Terminalserver möglich ist. Nach der Anmeldung an einem Terminalserver startet dort der NetMan Desktop Client. Welches Betriebssystem die Rechner haben, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass eine Anmeldung an einem Windows Terminalserver möglich ist. Selbstverständlich können auch Windows PCs älterer Bauart als Terminal Clients dienen. 48

57 Klassenraumkonfiguration Die beiden Szenarien sind beliebig mischbar. D.h. eine Schule kann ausschließlich Terminals verwenden, ausschließlich mit Windows Clients arbeiten, Terminal und Windows Clients gemischt einsetzen. In jedem Fall basiert eine NFS Installation auf den Microsoft Terminaldiensten. Dies ist an sich sinnvoll, weil die zentrale Installation der Anwendungen auf Terminalservern in der Regel effektiver ist, als die Installation der Programme auf den Arbeitsplatzrechnern. Darüber hinaus beruhen zentrale Funktionen der Pädagogischen Oberfläche auf den Terminaldiensten (z.b. die Bildschirmspiegelung), weshalb mindestens ein Terminalserver für jede NetMan Installation notwendig ist. Da in NetMan für jede Anwendung festgelegt wird, wo sie ausführbar ist, startet innerhalb eines Klassenraumes mit Windows Clients eine auf einem Terminalserver installierte Anwendung automatisch innerhalb einer Sitzung. Der Benutzer erkennt dies nur, insofern die Initialisierung der Sitzung über den ICA- oder NetMan RDP Client sichtbar ist. Möglicherweise wird auch innerhalb der Terminalserversitzung beim Öffnen und Speichern von Dateien die veränderte Laufwerksstruktur gegenüber der Arbeitsstation erkennbar. Da die Herstellung von Eigenschaften des Arbeitsplatzes oder die Durchführung von Aktionen auf den Schülerrechnern aus der Klassenraumsteuerung heraus auf Windows Clients in anderer Weise erfolgen muss als auf Terminal Clients, können die Clients nicht innerhalb eines Klassenraumes gemischt werden: Ein NetMan Klassenraum kann nicht sowohl Windows als auch Terminal Clients enthalten! Erstellen eines Klassenraumes mit Terminal Clients Im folgenden Abschnitt wird beispielhaft ein Klassenraum mit Terminal Clients angelegt. Als Beispiel für einen Schulungs- bzw. Klassenraum soll im Folgenden der reale Schulungsraum von H+H als Klassenraum in der Pädagogischen Oberfläche konfiguriert werden. Der Schulungsraum ist zur Zeit der Erstellung dieses Handbuches mit sieben Notebooks bestückt, auf denen das Betriebssystem Windows XP läuft. Die Notebooks gehören einer Windows ADS an und haben die Computernamen Training1 bis Training7. Ein Notebook ist für den Schulungsleiter (Training1), sechs weitere sind für die Schulungsteilnehmer reserviert. 49

58 NetMan for Schools Handbuch Wir starten nun die Klassenraumkonfiguration aus der NetMan Toolbox. Im folgenden Dialog geben wir den Namen des neuen Klassenraumes ein. Jedem Klassenraum muss ein eindeutiger Name gegeben werden. Nahe liegend ist die Benennung entsprechend dem Namen des physikalischen Raumes. Die weiteren Angaben zum Klassenraum (Stationsnamen, Anzahl der Schülerrechner und Name des Lehrer-PCs) können erst erfolgen, nachdem überprüft wurde, ob ein Stationsprofil dieses Namens nicht bereits im System angelegt wurde. NetMan for Schools überprüft dies automatisch, nachdem die Namenseingabe über Weiter bestätigt wurde. Ist ein solches Stationsprofil schon vorhanden, können die diesem Profil zugeordneten Rechner automatisch in den neuen Klassenraum übernom- 50

59 Klassenraumkonfiguration men werden und weitere Angaben entfallen. Ist ein Klassenraum gleichen Namens schon vorhanden, müssen Sie einen anderen Namen wählen oder den vorhandenen Klassenraum löschen. Unter Klassenraumvorlage kann für den neuen Klassenraum eine Vorlage gewählt werden. Klassenraumvorlagen sind ein Sonderformat von Klassenräumen. Es handelt sich um Klassenräume, die über die Klassenraumkonfiguration als Vorlagen abgespeichert wurden. Auf diese Weise können von Ihnen angelegte Grundeinstellungen auf neu erstellte Klassenräume übertragen werden. Auch wenn Sie eine Vorlage verwenden, können die Einstellungen des neuen Klassenraums abweichend gestaltet werden. Für Einzelheiten zum Thema Vorlagen konsultieren Sie bitte die Online-Hilfe. Nach der Installation von NetMan for Schools verfügen sie noch über keine Vorlagen. Dementsprechend wählen wir für unser Beispiel keine Vorlage aus. Nun folgt die Eingabe der Anzahl der Stationen (entsprechend der Anzahl der Schülerstationen im Klassenraum, in unserem Fall sind es sechs), des Stationskürzels und des LEHRER-PCs. Als Stationskürzel schlägt die Klassenraumkonfiguration HHTRAINING-%N" vor. Dem liegt die Annahme zu Grunde, dass die Namen der Stationen des Klassenraumes aus dem Raumnamen und einer numerischen Komponente zusammengesetzt 51

60 NetMan for Schools Handbuch sind. Die Zeichenkette %N wird bei Bestätigung durch eine fortlaufende Nummerierung ersetzt. Entsprechend der Anzahl der Stationen (hier sieben) würden die folgenden Stationen im Klassenraum angelegt: HHTRAINING-01 HHTRAINING-02 HHTRAINING-03 HHTRAINING-04 HHTRAINING-05 HHTRAINING-06 HHTRAINING-07 Um die Namen unserer bereits fertig installierten Stationen korrekt im System zu generieren, müssen folgende Korrekturen vorgenommen werden: Wir öffnen die Einstellungen über das Menü Bearbeiten/Einstellungen und deaktivieren Führende 0 bei Stationsnummern in der Rubrik Erweiterte Einstellungen: Wir geben als Stationskürzel TRAINING%N an. Wir tragen TRAINING1 als Lehrerrechner ein. Im Anschluss müssen die Eingaben über OK bestätigt werden. Die Stationen des Klassenraumes werden nun konfiguriert. Es erscheint der neu angelegte Klassenraum mit Schüler- und Lehrerstationen. Im Klassenraumfenster rechts sollte die Positionierung der Rechner an die physikalischen Standorte innerhalb des Raumes angepasst werden, wenn es einen realen Klassenraum gibt. (Es kann sich natürlich auch um einen 52

61 Klassenraumkonfiguration virtuellen Raum z.b. eine Gruppe von Notebooks innerhalb eines Funknetzes handeln.) Im Fenster rechts oben können die Rechner vorgruppiert werden, beispielsweise könnten die Rechner vorne zu Gruppe 1" und die hinteren zu Gruppe 2" zusammengefasst werden. Unabhängig von dieser Gruppierung kann jeder unterrichtende Lehrer andere Einteilungen vornehmen, wenn Sie als Administrator ihm diese Möglichkeit gewähren. Wenn Sie allerdings innerhalb der Klassenraumkonfiguration eine Gruppierung vornehmen, wird dies zur Voreinstellung. Damit sind die Rechner des Klassenraum grafisch repräsentiert und der physikalischen Anordnung angeglichen. Wir können nun über die Einstellungen des Klassenraumes festlegen: Welche Steuerungsfunktionen dem Lehrer im Klassenraum zur Verfügung stehen sollen. Welche Symbole den Rechnern zugeordnet werden. Auf welche Laufwerke die Stationen des Klassenraums Zugriff haben sollen. Welche Drucker im Klassenraum zur Verfügung stehen sollen. Dazu öffnen wir die Einstellungen unseres neuen Klassenraumes über das Menü Bearbeiten/Einstellungen. 53

62 NetMan for Schools Handbuch Globale und spezielle Einstellungen für Klassenräume Öffnen wir die Einstellungen eines Klassenraumes, sehen wir einen weiteren Rooteintrag im Selektionsfenster links: Klassenräume. Darüber sehen wir die Globalen Einstellungen und unterhalb der Klassenräume ist unser neuer Klassenraum HH Training bereits geöffnet. Dargestellt werden die Einstellungen des Klassenraumes: Wie Sie sehen, hat der neue Klassenraum einige globale Einstellungen übernommen: Eigenschaften Kontextmenü Symboldarstellung Laufwerkseinstellung Spiegelung Druckerzuordnung Die Option Testklassenraum definiert den Klassenraum als Testklassenraum, falls sie aktiviert wird. Ein solcher Klassenraum ist nur für Administratoren auch in der Klassenraumsteuerung sichtbar, bleibt für Lehrer jedoch immer unsichtbar. Solche Klassenräume können vom Administrator zum Testen bestimmter Einstellungen verwendet werden. 54

63 Klassenraumkonfiguration Schauen wir uns die Eigenschaften des Klassenraumes an: Die aktivierte Einstellung Globale Einstellungen verwenden unter den Einstellungen zeigt an, dass der Klassenraum keine eigenen Einstellungen verwendet. Im Eigenschaftsfenster sehen Sie links die (globalen) verfügbaren Einstellungen im Klassenraum, im Fenster rechts sehen Sie die (globalen) Klassenraumeigenschaften, wie sie in der Klassenraumsteuerung des Lehrers erscheinen. Sie können hier die Voreinstellungen der verfügbaren Einstellungen vornehmen, die immer dann wirksam werden, wenn Sie NetMan an einem Lehrer-PC starten und vorher ein anderer Lehrer den Klassenraum geöffnet hatte (Ausnahme ist eine laufende Klassenarbeit). wenn Sie die Voreinstellungen aktiv über die Klassenraumsteuerung herstellen (z.b. über den Menüpunkt Extras/Voreinstellungen wiederherstellen). Ändern können wir hier zunächst nichts, da diese Eigenschaften nicht dem Klassenraum zugeordnet, sondern global definiert sind und der Klassenraum selbst nur die Eigenschaft hat, die globalen Einstellungen zu verwenden. Wir haben nun die Wahl zwischen den beiden folgenden Optionen: Die Verknüpfung mit den globalen Einstellungen wird aufgehoben und dem Klassenraum werden spezielle Eigenschaften zugewiesen. Die globalen Eigenschaften werden so modifiziert, dass der Klassenraum mit den globalen Eigenschaften korrekt eingestellt ist. 55

64 NetMan for Schools Handbuch Wir wählen die zweite Option und konfigurieren die folgenden Einstellungen und Voreinstellungen. Da wir nicht mit stationsbasierten Benutzern arbeiten möchten, wird diese Einstellung deaktiviert. Sie taucht nun in keinem Klassenraum mehr auf. Das Login soll per Voreinstellung verboten sein. Über den Punkt Kontextmenü können die verfügbaren Aktionen definiert werden, die ein Lehrer in der Klassenraumsteuerung hat, wenn er Objekte (Stationen, Gruppen, Klassenraum) markiert. Die Seite Laufwerkseinstellung regelt die Zugriffsmöglichkeiten auf Clientlaufwerke. 56

65 Klassenraumkonfiguration Aus der Liste der vordefinierten Einstellungsdateien für den Zugriff auf lokale Laufwerke sind diejenigen markiert, die im jeweiligen Klassenraum dem unterrichtenden Lehrer zur Verfügung stehen. Über die Schaltfläche Neu am oberen Seitenrand erstellen Sie neue Filterdefinitionen. Im Bild oben wird gerade eine neue Einstellungsdatei erzeugt, die den Zugriff auf das Clientlaufwerk E: (nur schreibend) zur Verfügung stellt. Wird diese anschließend unter dem Namen USB-Stick E Schreiben" abgespeichert und angekreuzt, steht sie ab sofort in allen Klassenräumen, welche die globalen Laufwerkseinstellungen verwenden, zur Verfügung. Unser Klassenraum HH Training" erbt nun die von uns vorgenommenen Änderungen automatisch, da er in jeder Hinsicht die globalen Einstellungen verwendet. Allerdings sind nicht alle Einstellungen von Klassenräumen sinnvoll global definierbar: Die Rechnersymbole und die Drucker eines Klassenraumes werden in den speziellen Einstellungen eines Klassenraumes definiert: 57

66 NetMan for Schools Handbuch Im Beispiel wird ein Drucker dem Klassenraum zugeordnet. Die Namen der Drucker, die einem Klassenraum zugeordnet werden können, müssen vorher über die Seite Druckerinstallation der globalen Klassenraumeinstellungen in die Klassenraumkonfiguration importiert worden sein: Beachten Sie, dass Arbeitsstationen und Terminalserver so konfiguriert sein müssen, dass keine Drucker direkt installiert sind. Die NetMan Klassenraumsteuerung verbindet und trennt ausschließlich Netzwerkdrucker, die über einen Fileserver, der nicht als Terminalserver fungiert, freigegeben wurden. Bis zu fünf Drucker können einem Klassenraum zugeordnet werden. Die Drucker dieser Liste können auch mehreren Klassenräumen zugeordnet sein. Wird einem Klassenraum kein Drucker zugeordnet, wird die Funktion Drucker verbinden in der Klassenraumsteuerung automatisch unterdrückt. 58

67 Klassenraumkonfiguration Die Rechnersymbole können unter dem Punkt Symboldarstellung angepasst werden. Initial erhält ein neuer Klassenraum immer die Symbole, die in den Voreinstellungen für den jeweiligen Klassenraumtyp definiert sind: Tipps und Tricks beim Erstellen von Klassenräumen Einheitliche Szenarien schaffen Die Klassenraumkonfiguration gestattet Ihnen, Ihre Räume unterschiedlich zu gestalten. Vielen Lehrern und Schülern erschweren Sie aber durch unterschiedliche Konfigurationen erfahrungsgemäß die Orientierung. Schaffen Sie deshalb nach Möglichkeit eine einheitliche Umgebung. Vermeiden Sie z.b. die unterschiedliche Konfiguration von lokalen Laufwerkstypen (CD-Laufwerke, USB-Sticks) auf unterschiedlichen Laufwerksbezeichnern (in einem Raum auf D: in einem anderen auf E:, am Lehrerrechner aber auf F: oder G: usw.). Nur benötigte Funktionen anbieten Die Funktionen der Klassenraumsteuerung sind im Laufe der Zeit durch unterschiedliche Anforderungen vieler verschiedener Schulen entstanden. Sie müssen Ihren Lehrern nicht alle Funktionen zur Verfügung stellen. Überprüfen Sie, welche Funktionen unbedingt benötigt werden und schalten Sie die übrigen ab, um dem Kollegium die Arbeit mit NetMan zu erleichtern. Jeder Lehrer kann darüber hinaus später in der Klassenraumsteuerung für sich selbst konfigurieren, welche der hier definierten Möglichkeiten für ihn sichtbar und nutzbar sein sollen. 59

68 NetMan for Schools Handbuch Anpassung der grafischen Darstellung an den physikalischen Klassenraum Um die Symbole der Schülerrechner den physikalischen Gegebenheiten des Klassenraumes anzupassen, existieren vielfältige Funktionen, die Sie der Online-Hilfe entnehmen können. Ein paar Tipps für die Lösung häufiger Probleme sollen aber auch hier erfolgen. Gehen Sie bei der Positionierung der Rechnersymbole so vor, dass Sie alle Symbole, deren Position Sie ändern wollen, markieren, indem Sie die CTRL-Taste gedrückt halten oder indem Sie bei gedrückter linker Maustaste ein Rechteck um die entsprechenden Symbole ziehen. Wählen Sie anschließend die Funktion, die Sie ausführen möchten, z.b. waagerecht ausrichten. Beachten Sie, dass das zuletzt ausgewählte Symbol ganz links im Bild etwas stärker umrandet ist. An diesem Symbol werden die übrigen Stationen ausgerichtet. Es existieren Symbole mit dem Lehrer oder Schüler zur Rechten, zur Linken, oberhalb oder unterhalb des Tisches. Einblendung der Uhrzeit Blenden Sie die Uhrzeit schon in der Klassenraumkonfiguration ein, um einen datierbaren Ausdruck der Sitzordnung im Klassenraum zu erzeugen. Mehrere Klassenräume öffnen Es können auch mehrere Klassenräume zur gleichen Zeit geöffnet werden, zum Beispiel wenn ein Lehrerkollege ausgefallen ist und eine Klasse in einem weiteren Raum mitbetreut wird. Die Steuerungsfunktionen für den jeweiligen Klassenraum werden über den Fokuswechsel zum entsprechenden Klassenraumfenster aktiviert. 60

69 Klassenraumkonfiguration Dazu muss diese Option in der Klassenraumkonfiguration (unter Global im Selektionsfenster) aktiviert sein: Klassenräume ohne Lehrer-PCs Lehrer-PCs sind in existierenden Klassenräumen in der Regel vorhanden und werden deshalb auch in der Klassenraumsteuerung abgebildet. Über die Klassenraumsteuerung auf Lehrer-PCs können die Schülerrechner im Klassenraum unmittelbar an die Bedürfnisse des Unterrichts angepasst werden. Die Klassenraumsteuerung kann allerdings auch sinnvoll zur flexiblen Konfiguration von Schülerarbeitsplätzen in Räumen ohne eigentlichen Lehrer-PC eingesetzt werden. In vielen Schulen gibt es neben den reinen EDV-Räumen auch vereinzelte EDV-Arbeitsplätze in normalen Klassenräumen oder in weiteren Funktionsräumen (z.b. in der Bibliothek). Im folgenden Beispiel wurde der Raum Bibliothek mit vier Bibliotheksrechnern (Thin Clients) konfiguriert. Die Rechner wurden grafisch so positioniert, wie Sie tatsächlich im Raum stehen. Weitere in den globalen Einstellungen aktivierte aber hier nicht benötigte Funktionen wurden entfernt, nachdem die Verknüpfung mit den globalen Einstellungen für Terminal Clients aufgehoben und die globalen Einstellungen als spezielle aktiviert worden waren: Klassenarbeit oder Unterricht Aufgaben Bildschirm schwarz schalten Kurse Anschließend wurden die gewünschten Voreinstellungen definiert: Das Startmenü Bibliothek soll geladen werden. 61

70 NetMan for Schools Handbuch Die Symbole von Microsoft Office sollen auf dem Desktop abgelegt werden. Das Login für individuelle Schülerkonten ist erlaubt. Die globalen Gemeinsame Dateien Bibliothek werden zugeordnet, um einen Austausch zwischen den Rechnern zu ermöglichen. Die Gesicherten Dateien sind verbunden. Das Internet ist erlaubt. Ein Drucker ist verbunden. An Maschinen, die keine Lehrer-PCs sind, ist nach dem Start kein Klassenraum geöffnet. Über die Funktion Öffnen können beliebige Räume geöffnet werden. Im Beispiel hat die Schule neben voll ausgebauten EDV-Räumen in jedem Klassenraum mindestens einen Schülerarbeitsrechner: Die Lehrer können nun vom Lehrerzimmer oder von einem Klassenraumrechner die erforderlichen Anpassungen für ihren Unterricht vornehmen. Arbeitsstationen einem Klassenraum hinzufügen Bei der Neuerstellung von Klassenräumen werden die konfigurierten Schüler- und Lehrerstationen automatisch als Stationen, der Name des Raumes als Stationsprofil und der Lehrrechner als Mitglied des Stationsprofils TeacherWS in den NetMan Ressourcen angelegt. Einem Klassenraum können Lehrer- und Schülerarbeitsplätze auch nachträglich hinzugefügt werden. 62

71 Klassenraumkonfiguration Da es nur einen Lehrer-PC pro Klassenraum geben kann, ist die Funktion Lehrerrechner hinzufügen nur in Räumen wie der Bibliothek aktiv, für die kein Lehrer-PC konfiguriert wurde: Sie liefert allerdings möglicherweise eine unvollständige Liste Ihrer Arbeitsstationen, da nur NetMan bereits bekannte Rechner gelistet werden. Bekannt" heißt: Diese Rechner haben NetMan bereits einmal gestartet und wurden mit ihren Rechnerdaten von NetMan erfasst. In unserem Beispiel haben die in der Stationsauswahl gelisteten Rechner NetMan bereits mindestens einmal aufgerufen und sind als Rechner ohne Zugehörigkeit zu einem Raum auswählbar. Entsprechend werden diese Rechner angeboten, wenn Sie die Funktion Schülerrechner oder Lehrerrechner hinzufügen aktivieren. Wählen Sie die Schaltfläche Hinzufügen, um alle aktiven Rechner Ihres Netzwerkes zusätzlich anzuzeigen: Sie können auch eine Station, die es noch gar nicht gibt, manuell in den NetMan Ressourcen (in der Managementkonsole) anlegen, um Sie in einem Klassenraum zu übernehmen. 63

72 NetMan for Schools Handbuch Mobile Arbeitsstationen NetMan unterstützt mobile Arbeitsstationen. Mobil sind Arbeitsstationen, die keine feste Positionierung in bestimmten Arbeitsräumen haben. Diese Rechner sind nicht notwendigerweise Notebooks, sondern alle Rechner, die in unterschiedlichen Räumen eingesetzt werden. Mobile Rechner können über die NetMan Managementkonsole (Verwaltung/Ressourcen/Stationsprofile) dem Stationsprofil MobileWS hinzugefügt werden. Alle Rechner dieses Profils bekommen beim Start von NetMan eine Anmeldung präsentiert, über welche die mobilen Rechner mit Arbeitsplätzen verknüpft werden können. Arbeitsplätze für mobile Rechner können Sie erstellen, indem Sie Klassenräume für mobile Stationen zunächst in den Globalen Einstellungen der Klassenraumkonfiguration zulassen und anschließend einen Klassenraum für mobile Arbeitsstationen erstellen. Klassenräume für mobile Stationen enthalten Arbeitsplätze statt Arbeitsplatzrechner. Ansonsten werden diese Klassenräume behandelt wie alle anderen Klassenräume. 64

73 Klassenraumkonfiguration Lehrer bekommen für den Anmeldedialog Lehrerarbeitsplätze, Schüler automatisch die Schülerarbeitsplätze angezeigt. Nur freie Arbeitsplätze können gewählt werden. Kennzeichnen Sie die Arbeitsplätze (Schülerschreibtische) mit den Namen der Arbeitsplätze, damit sich die Schüler an die Arbeitsplätze anmelden, an denen Sie sitzen. Gastrechner Mobile Stationen sind oft auch zusätzlich in Klassenräumen mit fest installierten PCs erwünscht. Dies ist z.b. dann der Fall, wenn ein Klassenraum temporär von einer Klasse genutzt werden soll, die mehr Schüler hat als der Klassenraum Rechner. Für alle Fälle, in denen temporär zusätzliche Rechner in einem Klassenraum benötigt werden, kann in der Klassenraumkonfiguration ein Pool an Gastarbeitsplätzen geschaffen werden, indem über den Menüpunkt Einfügen/Gaststation hinzufügen Gaststationen zugelassen werden: 65

74 NetMan for Schools Handbuch Der Lehrer kann diese Arbeitsplätze in der Klassenraumsteuerung hinzufügen und auch wieder löschen. Alle mobilen Stationen können sich nicht nur an Arbeitsplätzen, sondern auch an Gastarbeitsplätzen anmelden. Anwendungsgruppen Die Ansicht der Anwendungsleiste in der Klassenraumsteuerung lässt sich filtern, so dass nur noch Anwendungen bestimmter (thematischer) Gruppen angezeigt werden. Dies erhöht für den Lehrer in der Unterrichtssituation die Übersichtlichkeit enorm. Schließlich ist es meist nicht nur überflüssig, sondern auch kontraproduktiv, sich ständig alle Anwendungen einblenden zu lassen und wenn es darauf ankommt, die gewünschte Anwendung erst heraussuchen zu müssen. Sie als Administrator bestimmen über die Klassenraumkonfiguration, welche Anwendungsgruppen den Lehrern im Unterricht zur Verfügung stehen. Über das Menü Bearbeiten der Klassenraumkonfiguration rufen Sie den Dialog Anwendungsgruppen auf. 66

75 Klassenraumkonfiguration Über die Schaltflächen oberhalb der Gruppenliste legen Sie neue Anwendungsgruppen an, bearbeiten oder löschen vorhandene. Dabei ist unter Gruppe immer der Anzeigename der Anwendungsgruppe genannt, Anwendung listet die der Gruppe zugeordneten Anwendungen auf. Eine gefilterte Anwendungsleiste in der Klassenraumsteuerung stellt sich dann beispielsweise so dar: Erstellen eines Klassenraumes mit Windows Clients In diesem Abschnitt wird ein neuer Klassenraum mit Windows Clients erstellt. Die Vorgehensweise ist identisch mit der Erstellung von Klassenräumen mit Terminal Clients. Die Unterscheidung ist allerdings vor allem für die Klassenraumsteuerung und den NetMan Desktop Client wichtig, da die steuernden Mechanismen in diesem Szenario ganz andere sind. Es existieren die folgenden Differenzen in der Verfügbarkeit von Funktionen in Klassenräumen mit Windows Clients: Zum einen können Schüler über die Klassenraumsteuerung ausgeloggt werden. Generell können Windows Clients zentral durch den Lehrer heruntergefahren, gestartet oder neu gebootet werden. 67

76 NetMan for Schools Handbuch Auch für Windows Clients können erlaubte und gesperrte Laufwerke definiert werden. Dabei kann die Systempartition jedoch nie gesperrt sein. Zusätzlich können auch bestimmte Laufwerkstypen wie USB- oder virtuelle Laufwerke generell freigegeben oder gesperrt werden. Festlegen eines lokalen Laufwerksfilters für einen Klassenraum (Windows Clients) Das Anlegen eines lokalen Laufwerksfilters für Windows Clients gleicht vom Prozedere her dem Anlegen eines Filters für Terminalsitzungen. Allerdings gibt es ein paar Besonderheiten. Zum einen ist zu beachten, dass Sie niemals das Systemlaufwerk eines Windows Clients sperren können. Des Weiteren können Laufwerke von Windows Clients nur freigegeben oder gesperrt sein. Das Einrichten von dezidierten Nutzungsrechten wie Nur lesender Zugriff oder Lesender und Schreibender Zugriff ist nicht möglich. Folgendes Szenario soll als Beispiel dienen: Sie möchten in einem Klassenraum mit Windows Clients nur virtuelle CD-Laufwerke erlauben. Alle anderen Laufwerke sollen verboten sein. Zunächst müssen Sie eine solche Filterdefinition erstellen. Da Laufwerksfilter nur auf globaler Ebene neu erstellt werden können, rufen Sie unter Global/Windows Clients die Laufwerkseinstellung auf. Über die Schaltfläche Neu öffnen Sie den Editor für lokale Filtereinstellungen. 68

77 Klassenraumkonfiguration Hier wählen Sie alle Laufwerke als gesperrt aus. Sie müssen sich dabei keine Gedanken machen, auf welchem Laufwerk sich das Betriebssystem befindet. Dieses Laufwerk wird nicht gesperrt, ob Sie es auswählen oder nicht. Aktivieren Sie zusätzlich unter Geräteklassen Virtuelle DVD/CD-ROM Laufwerke erlauben. Somit sind alle Laufwerke gesperrt, sofern es sich nicht um virtuelle DVD- oder CD-Laufwerke handelt. Speichern Sie Ihre neue Filterdatei. Der neue Laufwerksfilter Nur virtuelle CD-Laufwerke erlauben wird nun in der Liste der global verfügbaren Filter angezeigt. Aktivieren Sie ihn durch Setzen des Häkchens, um ihn für alle Windows Clients global vorzugeben. Bezieht der jeweilige Klassenraum, für den Sie den Laufwerksfilter vorgeben, seine Einstellungen aus den globalen Vorgaben, können Sie direkt zu 69

78 NetMan for Schools Handbuch den Klassenraumeigenschaften übergehen. Wenn nicht, müssen Sie den Filter für den entsprechenden Klassenraum aktivieren. Rufen Sie hierzu die Karte Laufwerkseinstellung des jeweiligen Klassenraumes auf und setzen Sie ein Häkchen vor dem entsprechenden Filter. Sie müssen an dieser Stelle die Eigenschaften einmal über OK beenden, damit der neue Filter in die Liste der verfügbaren Filterdateien geladen wird. In den Eigenschaften wählen Sie unter Klassenraumeinstellungen Lokale Laufwerke. 70

79 Klassenraumkonfiguration Im folgenden Dialog erscheint unter Einstellungen für lokale Laufwerke die von Ihnen aktivierte Filterdatei. Wählen Sie diese aus und bestätigen Sie über OK. Sobald Sie nun die Einstellungen über OK beenden, ist der neu erstellte Filter für den gewählten Klassenraum aktiv. In unserem Beispiel können per Voreinstellung im Klassenraum 7a nur noch virtuelle CD-Laufwerke genutzt werden. Ändern des Klassenraumtyps NetMan for Schools unterscheidet zwischen den beiden Klassenraumtypen Windows Clients bzw. Terminal Clients. In früheren NetMan for Schools Versionen war die Entscheidung für einen der beiden Typen endgültig. Wurde ein bestimmter Raum als Klassenraum mit Windows Clients eingerichtet, musste er neu erstellt werden, falls die darin befindlichen Geräte doch als Terminal Clients genutzt werden sollten, sei es, weil die Geräte mit der Zeit überaltert waren, oder auch nur aufgrund eines fälschlich gewählten Typs bei der Erstellung. Inzwischen ist es möglich, den Klassenraumtyp von Windows- zu Terminal Clients zu ändern und umgekehrt. Rufen Sie hierzu Klassenraumtyp ändern im Menü Datei auf. Zu diesem Zeitpunkt darf kein Klassenraum in der Klassenraumkonfiguration geöffnet sein. Der Dialog Ändern des Klassenraumtyps wird aufgerufen. Über die Pfeiltasten (<< und >>) können die Klassenräume von der einen in die andere Liste verschoben werden. Wurde ein Klassenraum verschoben, kann er zunächst nicht noch einmal verschoben werden, bis über OK bestätigt wurde. Wechselt ein Klassenraum seinen Typ, werden alle Einstellungen bis auf die typenspezifischen beibehalten. Letztere Einstellungen sollten Sie auf jeden Fall noch entsprechend anpassen, nachdem Sie den Typ eines Klassenraums geändert haben. 71

80 NetMan for Schools Handbuch Löschen von Klassenräumen Löschen von Klassenräumen ist über den Menüpunkt Datei/Klassenraum löschen möglich. Der Klassenraum, der gelöscht werden soll, muss markiert werden. Geöffnete Klassenräume sind nicht löschbar. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, auszuwählen, ob die Daten des Klassenraumes bestehen bleiben sollen. Die Option Rechnerdaten vollständig entfernen muss in diesem Fall abgewählt werden. Es wird dann nur die grafische Repräsentanz des Klassenraumes gelöscht. In diesem Fall kann der Klassenraum neu angelegt werden, indem ein neuer Klassenraum gleichen Namens erstellt wird. Die Stationen des Klassenraumes können dann automatisch neu eingelesen werden. Öffnen Sie die Registerkarte Vorlagen, können Sie dort vorhandene Vorlagen löschen. 72

81 Klassenraumkonfiguration Sichtbarkeit von NetMan Daten (Desktops, Anwendungen) innerhalb von Klassenräumen NetMan Desktops können prinzipiell im Startmenü und auf der Arbeitsfläche der Schüler angelegt werden. Für Verknüpfungen im Startmenü stellt die Klassenraumsteuerung alle Desktops zur Auswahl, die innerhalb der NetMan Managementkonsole unter Eigene Desktops angelegt wurden. Der Auswahldialog für das Startmenü filtert allerdings bestimmte Desktops aus: Desktops, die im Namen die Zeichenkette Symbole haben, werden nicht bei der Auswahl für das Startmenü angezeigt. Wie Sie Desktops anlegen, erfahren Sie in im Kapitel Integration von Anwendungen und Hyperlinks. NetMan Anwendungen, die neu erstellt werden, bekommen die Kategorie Anwendung sowie das Attribut Konfiguration in einer Sitzung ausführen und sind in der Anwendungsleiste in allen Klassenräumen sichtbar: 73

82 NetMan for Schools Handbuch Einer Anwendung, die nur auf allen Windows Clients verfügbar ist, muss das Attribut Konfiguration in einer Sitzung ausführen genommen werden und die Kategorie LAN zugewiesen werden: Ist eine Anwendung nur in einem Raum installiert, muss die Kategorie dem Raumnamen entsprechen: Diese Anwendung wird anschließend in der Klassenraumsteuerung nur in dem betreffenden Raum angezeigt. Dieses Verfahren ist nur für Klassenräume mit Windows Clients möglich! 74

83 Klassenraumkonfiguration Verknüpfungen auf der Arbeitsfläche werden über die Desktopverwaltung angelegt. Dieses Werkzeug ist sowohl über die Klassenraumkonfiguration als auch über die die Klassenraumsteuerung abrufbar. So können auch Lehrer eigene Zusammenstellungen von Symbolen für die Arbeitsfläche generieren und abspeichern. Der Unterschied ist lediglich, dass Zusammenstellungen von Lehrern in deren Benutzerkontext abgespeichert werden und nur ihnen zur Verfügung stehen. Vom Administrator angelegte Zusammenstellungen werden global gesichert und stehen systemweit zur Verfügung. Rufen Sie als Administrator den Dialog Arbeitsfläche aus der Klassenraumkonfiguration auf, erscheinen automatisch nur die globalen Arbeitsflächenzusammenstellungen. Über die Schaltfläche Neu rufen Sie die Desktopverwaltung auf. 75

84 NetMan for Schools Handbuch Auf der linken Seite werden diejenigen Anwendungen gelistet, die Ihrer Arbeitsfläche zugeordnet sind. Rechts befindet sich die Liste der verfügbaren Anwendungen. In dieser Liste tauchen alle Anwendungen auf, die global oder für den jeweiligen Klassenraum verfügbar sind. Dabei gelten die gleichen Kriterien, wie für Anwendungen in den Startmenüs. Es werden allerdings immer alle Anwendungen der Kategorien LAN und Anwendung angezeigt. Anwendungen, die per Kategorie bestimmten Klassenräumen zugeordnet sind, werden hier nicht angezeigt! 76

85 NetMan für Lehrer NetMan für Lehrer Erstellen eines Handbuchs für Lehrer Die folgenden Kapitel liegen auch als Word-Dokument vor. Das Dokument kann aus dem Ordner Pädagogische Oberfläche aufgerufen werden. Um die Verwendung von Variablen zu vermeiden, haben wir die Werte für Netzwerkressourcen und Laufwerke in diesem Kapitel auf Standardwerte gesetzt. Eine Einführung für Lehrer sollte sich auf die Beschreibung der Pädagogischen Oberfläche beschränken. Da diese vom Administrator aber höchst unterschiedlich konfiguriert sein kann, ist der Text als Vorlage für NetMan Administratoren zu betrachten, aus dem sich leicht eine Einführung in die Pädagogische Oberfläche erstellen lässt, die ausschließlich die jeweils installierten und konfigurierten Komponenten enthält und die auf die konkreten Umgebungsmerkmale des realisierten Schulnetzwerkes Bezug nimmt (z.b. Namen der Domänen, Server, Drucker und Rechner, Konventionen der Rechnerkonfiguration wie Laufwerkskonfiguration usw.). Die zur Nutzung des Schulnetzwerkes erforderlichen EDV-Kenntnisse können so für die gesamte Lehrerschaft so gering wie nur möglich gehalten werden. Wir empfehlen deshalb die folgenden Bearbeitungsschritte, bevor Sie das Handbuch für Lehrer freigeben: Passen Sie die verwendeten Pfade mit der Ersetzen-Funktion von Word den realen Pfadbezeichnungen Ihrer Installation an. Löschen Sie Passagen, die Konzepte beschreiben, die Sie nicht verwenden. Fügen Sie Texte hinzu, die Besonderheiten Ihres Netzwerkes beschreiben. Insbesondere sollten die konkreten Gegebenheiten (Räume, Server, Drucker usw.) und die vereinbarten Regeln bei der Nutzung von Räumen und Ressourcen zusätzlich beschrieben werden. Nutzen Sie die NetMan Konzepte der Informationsdateien und des Infoboards, um Ihr System mit einer guten Online-Dokumentation auszustatten. 77

86 NetMan for Schools Handbuch Einführung Vorwort Das vorliegende Handbuch beschreibt die Handhabung der Pädagogischen Oberfläche NetMan for Schools. Das Hauptprogramm der Pädagogischen Oberfläche ist die Klassenraumsteuerung, mit deren Hilfe eine unmittelbare Anpassung der Schülerrechner an die Erfordernisse des Unterrichts erfolgen kann. NetMan ist eine Software, mit deren Hilfe Informationen und schulische Anwendungen benutzer-, stations- und situationsgerecht zur Verfügung gestellt werden können. So können die verfügbaren Ressourcen (Programme, Drucker, Dienste) sowohl in Abhängigkeit der verschiedenen Benutzergruppen als auch raumbedingt zur Verfügung gestellt werden. NetMan for Schools arbeitet mit dem Konzept des elektronischen Klassenraums. Dieses Konzept bildet einen real existierenden Klassenraum (Computerraum) als elektronisches Klassenzimmer ab. Über die Klassenraumsteuerung als zentrale Bedieneroberfläche für Lehrer lassen sich die PCs eines Klassenraumes und die damit verbundenen Ressourcen steuern, so dass deren Verfügbarkeit unmittelbar an die pädagogischen Erfordernisse der jeweiligen Unterrichtssituation angepasst werden kann. Bevor näher auf die Klassenraumsteuerung eingegangen wird, sollen die zwei wichtigsten Arbeitsszenarien von NetMan for Schools vorgestellt werden, da dies das Verständnis für die Arbeit mit NetMan erleichtert: die Arbeit mit Terminals und die Arbeit mit LAN-Arbeitsplätzen. Abhängig von den zur Verfügung stehenden Umgebungen können über NetMan zwei Typen von Klassenräumen gesteuert werden: Klassenräume, die aus Terminal Clients bestehen und solche aus Windows Clients. Terminal Client Klassenräume Klassenräume, die aus Terminal Clients bestehen, arbeiten ausschließlich mit den Ressourcen eines Terminalservers. Bei diesem Klassenraumtyp steuert NetMan neben den Ressourcen des Terminalservers (Programme, Daten etc.) auch die Zugriffe auf lokale Laufwerke, wie z.b. USB-Sticks. Als Terminals werden PCs bezeichnet, deren ausschließliche Aufgabe darin besteht eine Verbindung zu einem Terminalserver aufzubauen. Neben sogenannten Thin Clients können dies auch Windows-PCs sein, die z.b. durch die NetMan-Shell so verändert wurden, dass ein Zugriff auf das lokale Betriebssystem nicht möglich ist. Weiterhin ist es möglich diesen Typ des Klassenraums so zu konfigurieren, dass mobile Arbeitsstationen, z.b. Laptops oder PCs auf Rollwagen unterstützt werden. Dies ermöglicht es, die gleichen PCs unterschiedlichen Klassenräumen zuzuordnen. Über ein Auswahlprogramm werden diese Rechner einem existierenden elektronischen Klassenraum zugeordnet. Je nachdem, ob sich ein Lehrer oder ein 78

87 NetMan für Lehrer Schüler anmeldet, erlaubt NetMan die Zuordnung zu einem Lehrerarbeitsplatz oder einer Schülerstation. Anmeldung an einem mobilen Terminal Client als Lehrer und Zuordnung zu einem Lehrerarbeitsplatz: Anmeldung an einem mobilen Terminal Client als Schüler und Zuordnung zu einem Schülerarbeitsplatz: Zusätzlich ist es möglich, für diesen Klassenraumtyp Gastarbeitsplätze einzurichten. Diese Plätze werden bei Bedarf vom Lehrer freigegeben und ergänzen einen Klassenraum temporär. Die Anmeldung und Zuordnung zu einem Arbeitsplatz erfolgt in derselben Weise wie bei einem mobilen Arbeitsplatz. Windows Client Klassenräume (LAN-Arbeitsplätze) Bei diesem Typ von Klassenraum werden primär die lokalen Ressourcen der Arbeitsstation (Programme, Daten etc.) von NetMan verwaltet. NetMan for Schools ermöglicht es, diese PCs über die Klassenraumsteuerung zu steuern. Zusätzlich ist 79

88 NetMan for Schools Handbuch es auch möglich, Anwendungen, die nur auf einem Terminalserver installiert sind, zu starten. Diese Programme können vom Administrator so konfiguriert werden, dass keine zusätzliche separate Anmeldung am Terminalserver notwendig ist. Auch die Darstellung kann so gewählt werden, dass der typische Rahmen und Hintergrund einer Terminalserversitzung nicht sichtbar ist ( seamless Darstellung ). Für den Schüler (und den Lehrer) treten dadurch die technischen Details der Unterscheidung zwischen Sitzung auf einem Terminalserver und dem lokalen Arbeitsplatz in den Hintergrund. Auch für diesen Klassenraumtyp können Gastarbeitsplätze konfiguriert werden. Lehrerarbeitsplätze und Schülerarbeitsplätze NetMan for Schools unterscheidet zwei Kategorien von PCs, die Lehrer- und die Schülerarbeitsplätze. Meldet sich ein Lehrer an einen Lehrer-PC an, wird für ihn automatisch die Klassenraumsteuerung des entsprechenden Klassenraums gestartet. Einem Schüler dagegen wird aus Sicherheitsgründen die Anmeldung verwehrt. An einem Schüler-PC jedoch können sich sowohl Lehrer als auch Schüler anmelden. Meldet sich ein Lehrer an, so werden für diese Station die Einstellungen der Klassenraumsteuerung nicht übernommen. NetMan integriert sich nahtlos in die Betriebssystemumgebung. Dies bedeutet, dass Zugriffe auf Ressourcen, die über NetMan zur Verfügung gestellt werden, über Desktopverknüpfungen und Startmenüeinträge aufgerufen werden können. Ein Beispiel für die Sicht eines Lehrers nach der Anmeldung am Terminalserver (Ressourcen, die über NetMan angeboten werden, sind markiert): 80 In NetMan können die zur Verfügung stehenden Ressourcen (Anwendungen, Texte, Hyperlinks, etc.) zu logischen Einheiten gruppiert werden. Diese Einheiten werden (NetMan) Desktops genannt.

89 NetMan für Lehrer Die Inhalte der Desktops für Startmenüeinträge werden von den Administratoren des jeweiligen Schulnetzwerkes definiert, Sammlungen von Desktopverknüpfungen kann jeder Lehrer individuell über die Klassenraumsteuerung anlegen. Als Lehrer können Sie in allen existierenden Desktops wechseln. Im Startmenüeintrag jedes Desktops sehen Sie die Funktion Desktopwechsel, mit deren Hilfe Sie in die anderen Desktops gelangen können. Benutzer, die den gleichen Desktop geladen haben, sehen nicht unbedingt die gleichen Inhalte. Abhängig von Arbeitsstation und Benutzer, bzw. von den definierten Zugriffsrechten, können unterschiedliche Ordner und Anwendungen in Desktops angezeigt werden. So kann z.b. die Pädagogische Oberfläche an Arbeitsstationen fehlen, die keine Lehrer-PCs sind, wenn NetMan entsprechend konfiguriert wurde. Weiterhin können Schüler nie den Desktopwechsel sehen. Auch die Ausführung von Programmen und NetMan Funktionen kann für Schüler und Lehrer unterschiedlich realisiert sein. Ein Beispiel dafür ist der Aufruf des Arbeitsplatzes. Die Konfiguration des Arbeitsplatzes für einen Schüler beinhaltet in der Regel nur den Zugriff auf sein Benutzerlaufwerk U: mit seinen Gesicherten Dateien und wenn NetMan entsprechend konfiguriert wurde das (virtuelle) CD-Laufwerk Z:. Als Lehrer haben Sie dagegen eine Sicht auf mehrere Serverlaufwerke und die Laufwerke Ihres Windows-Rechners. 81

90 NetMan for Schools Handbuch Die Arbeitsumgebung der Lehrer Wenn Sie NetMan zum ersten Mal starten, wird Ihre Arbeitsumgebung auf dem Server erstellt. Sie bekommen ein Profil, in dem die von Ihnen vorgenommenen Einstellungen gespeichert werden. Im Benutzerlaufwerk U:, das identisch mit dem Verzeichnis Eigene Dateien ist, werden sowohl Ihre persönlichen Daten als auch die Daten für die Klassenraumsteuerung abgelegt. Das System stellt sicher, dass nur Sie (und die Administratoren) Zugriff auf die persönlichen Daten haben. Ihr Arbeitsplatz sieht vermutlich so oder ähnlich aus: Folgende Laufwerke finden Sie in Ihrem System vor: A: Diskettenlaufwerk Diskettenlaufwerk der Arbeitsstation C: Systemlaufwerk Systemlaufwerk der Arbeitsstation (Arbeitsstation bzw. Terminalserver) D: Datenlaufwerk Das Datenlaufwerk (Arbeitsstation bzw. Terminalserver) F: Virtual CD Laufwerk Emuliertes CD-/DVD-ROM (Arbeitsstation bzw. Terminalserver) G: Virtual CD Laufwerk Emuliertes CD-/DVD-ROM (Arbeitsstation bzw. Terminalserver) O: DVD-Laufwerk Das DVD-Laufwerk (Terminalserver) P: Netzwerklaufwerk Laufwerk mit installierten Programmen U: Netzwerklaufwerk Lehrerdateien Als Lehrer haben Sie neben dem Ordner Eigene Dateien auch Zugriff auf alle Laufwerke des Arbeitsplatzes. Zusätzlich befinden sich in Ihrem Verzeichnis Eigene Dateien Verzeichnisse und Dateien, die für die Funktionen der Pädagogischen Oberfläche, der Klassenraumsteuerung, relevant sind. Abhängig von der Funktion dieser verschiedenen Verzeichnisse haben andere Benutzer des Schulnetzwerkes (Lehrerkollegen und Schüler) dort auch Lese- oder Schreibrechte. 82

91 NetMan für Lehrer Folgende Verzeichnisse (im Ordner NFS) sind für die pädagogischen Funktionen notwendig: Aufgaben. Enthält Aufgabenstellungen für Klassenarbeiten und die Funktion Aufgaben. Gemeinsame Dateien. Enthält die Dateien für die Funktion Gemeinsame Dateien. Internet. Enthält die persönlichen Interneteinstellungsdateien. Klassenarbeiten. Enthält die Ergebnisse einer Klassenarbeit. Kurse. Enthält die Verzeichnisse für die Funktion Kurse. Desktoplinks. Enthält die selbst erstellten Sammlungen von Desktopverknüpfungen. Klassenraumeinstellungen. Speichert die Einstellungen der Klassenraumsteuerung. Beachten Sie, dass Veränderungen an diesen Verzeichnisstrukturen die Funktionsweise der Pädagogischen Oberfläche beeinträchtigen können. Beispielsweise werden Sie keine Klassenarbeiten unter der Pädagogischen Oberfläche mehr schreiben können, wenn Sie die entsprechenden Verzeichnisstrukturen ( Klassenarbeiten ) verändern oder löschen. Der Ordner Pädagogische Oberfläche Aus dem Ordner Pädagogische Oberfläche können Sie alle Funktionen von Net- Man for Schools aufrufen, die für Sie als Lehrer relevant sind: Diese Funktionen werden in einem späteren Teil dieses Handbuchs separat beschrieben. 83

92 NetMan for Schools Handbuch Die Arbeitsumgebung der Schüler Die Schüler haben eine stark eingeschränkte Arbeitsumgebung. Insbesondere sehen die Schüler im Explorer nur bestimmte Laufwerke. Die für Schüler sichtbaren Laufwerke sind folgende: A: Diskettenlaufwerk Diskettenlaufwerk der Arbeitsstation (Windows Clients) D: CD-ROM Laufwerk CD-ROM Laufwerk der Arbeitsstation (Windows Clients) U: Netzwerklaufwerk Schülerdateien Z: Virtual CD Laufwerk Emuliertes CD-/DVD-ROM auf dem Terminalserver (falls vorhanden) Folgende Verzeichnisse sind für die pädagogischen Funktionen reserviert und können deshalb von Schülern nicht erstellt werden. Sie werden über die Klassenraumsteuerung zugeordnet: Aufgaben. Enthält die Aufgaben, Schüler haben in diesem Verzeichnis nur Leserechte. Gemeinsame Dateien. Enthält gemeinsame Dateien, Schüler haben in diesem Verzeichnis Lese- und Schreibrechte. Gesicherte Dateien. Enthält die gesicherten Dateien eines Schülers. Klassenarbeit. Ergebnisse Enthält die Ergebnisse einer Klassenarbeit. Kursdateien. Enthält die Kursdateien eines Schülers. Die Laufwerke A:, D: und Z: sind nur vorhanden, wenn Sie zugeordnet wurden. Die Schüler können von allen Ressourcen getrennt werden. Selbst die Gesicherten Dateien können den Schülern innerhalb eines Elektronischen Klassenraumes über die Klassenraumsteuerung entzogen werden. In diesem Fall bekommen die Schüler ein leeres Laufwerk U: zugewiesen, um überhaupt noch Ergebnisse und Dateien abspeichern zu können. Das Laufwerk U: ist aber immer vorhanden. Soweit möglich wurden alle Programme so voreingestellt, dass beim Öffnen und Abspeichern von Dokumenten automatisch auf U: zugegriffen wird. Für die Schüler ist das Benutzerlaufwerk U: identisch mit dem Ordner Eigene Dateien. Diese Voreinstellungen werden aber nicht von allen Programmen unterstützt (z.b. von sehr alten DOS- und Windowsprogrammen). In diesem Fall müssen die Schüler angewiesen werden, immer das Laufwerk U: zum Öffnen und Speichern eigener Dateien zu benutzen. Anmeldearten für Schüler NetMan unterscheidet zwei Anmeldearten, das individuelle und das stationsbezogene Login. Beim individuellen Login hat jeder Schüler sein eigenes Konto und 84

93 NetMan für Lehrer damit seine persönlichen Dateien. Stationsbezogene Konten sind Gastkonten, die im Umfeld von Projekten oder VHS-Kursen eingesetzt werden können. Da der wichtigste Unterschied zu den individuellen Konten darin bestehet, dass stationsbasierte Benutzer keine individuellen Daten speichern können, sollten diese auch nur in solchen Situationen eingesetzt werden. Weiteres Merkmal ist, dass kein geheimes Passwort für diesen Kontentyp vorliegt, der Anmeldename ist der Name der Arbeitsstation. NetMan stellt dabei sicher, dass der Schüler sich auch nur an dieser Station anmelden kann. Weicht der Stationsname vom Anmeldenamen ab, wird der Schüler mit einer entsprechenden Meldung wieder abgemeldet. Die Klassenraumsteuerung Erste Schritte mit der Klassenraumsteuerung Wenn Sie NetMan zum ersten Mal auf einem Lehrer-PC in einem EDV-Raum starten, wird automatisch die Klassenraumsteuerung aufgerufen. Über die Klassenraumsteuerung können Sie nun die Schülerarbeitsplätze im Klassenraum steuern. Machen Sie sich mit der Klassenraumsteuerung vertraut, bevor Sie sie zum ersten Mal im Unterricht einsetzen. Auch an einem Lehrerrechner startet zuerst der oben beschriebene NetMan Desktop Client. Die Klassenraumsteuerung wird von diesem gestartet. Wenn Sie die Klassenraumsteuerung aus Versehen schließen, können Sie die Klassenraumsteuerung aus dem Unterordner Pädagogische Oberfläche im Lehrerordner wieder starten: In den folgenden Beispielgrafiken wird in einem Schulungsraum gearbeitet, der mit acht PCs (Terminal Clients) und zwei Laptops (Gastarbeitsplätze) bestückt ist. Der Lehrerrechner heißt SCHULUNG-Lehrer und hat die Klassenraumsteuerung gestartet. Der Lehrerrechner wird selbst in der Klassenraumsteuerung im rechten, 85

94 NetMan for Schools Handbuch unteren Fensterbereich dargestellt. Das Fenster der Klassenraumsteuerung kann in vier Bereiche untergliedert werden: 1. Der Klassenraum als Abbild des physikalischen Klassenraums 2. Das Gruppenfenster 3. Die Steuerungsfunktionen 4. Die zur Verfügung stehenden Anwendungen Das Klassenraumfenster Im Fenster mit dem grafischen Abbild des Klassenraums sind die Arbeitsstationen des Klassenraumes symbolisch dargestellt. Es ist grafisch erkennbar, ob eine Arbeitsstation besetzt ist oder nicht. Ist eine Arbeits station besetzt, ist der Name des angemeldeten Benutzers oberhalb des Arbeitsplatzsymbols eingeblendet: Im Beispiel erkennen Sie einen angemeldeten Benutzer (Name Lehrer ) am Lehrerrechner ( Schulung-Lehrer ). Anpassen der Klassenraumsteuerung an eigene Arbeitsweisen Als Lehrer habe Sie die Möglichkeit, die Klassenraumsteuerung an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Werden Ihnen z.b. Steuerungsoptionen oder Klassenraumaktionen zur Verfügung gestellt, die für Sie nicht relevant sind, so können diese ausgeblendet werden. 86

95 NetMan für Lehrer In der Menüleiste wählen Sie bitte unter Extras den Punkt Anpassungen: Diese öffnet das Dialogfenster, um die angezeigten Steuerungsoptionen, bzw. Aktionen anzupassen: In der Klassenraumsteuerung werden Ihnen nur die Optionen angezeigt, die Sie durch einen Haken markiert haben. Über die Funktion Anpassungen zurücknehmen werden Ihnen wieder alle Optionen des Klassenraums angezeigt. 87

96 NetMan for Schools Handbuch Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, sich die Anwendungen gruppiert ( Anwendungsgruppen ) anzeigen zu lassen. Anwendungsgruppen werden von Systemadministrator erstellt und gruppieren die vorhandenen Anwendungen thematisch. Wählen Sie aus der Liste der Anwendungsgruppen diejenigen aus, die Ihnen in der Klassenraumsteuerung in der Anwendungsleiste angezeigt werden sollen. Sie verbessern dadurch die Übersichtlichkeit der von Ihnen benötigten Anwendungen enorm. Weitere Anpassungen Die Klassenraumsteuerung ermöglicht es Ihnen, Bilder der angelegten Benutzer (soweit diese hinterlegt sind) anzuzeigen. Aktivieren Sie hierfür den Punkt Stationsinformationen als Tooltips anzeigen im Menü Ansicht. Alternativ lässt sich auch einstellen, dass die Benutzerbilder anstelle der Stationssymbole angezeigt werden. Aktivieren Sie hierzu den Menüpunkt Benutzerbild statt Stationssymbol im Menü Ansicht. 88

97 NetMan für Lehrer Klassenraumeinstellungen speichern/laden NetMan bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre vorgenommenen Einstellungen der Klassenraumsteuerung zu speichern, bzw. zu laden. Klicken Sie dazu im Menü Ansicht auf den entsprechenden Menüpunkt. Die Einstellungen werden im Ordner NFS/ Klassenraumeinstellungen des jeweiligen Benutzerverzeichnisses gespeichert. Steuerungsoptionen für Klassenräume Klassenraumeigenschaften Jeder Klassenraum besitzt zwei Ebenen der Steuerung, abhängig von der Ausrichtung der entsprechenden Funktion. Funktionen, die primär auf den gesamten Klassenraum, bzw. Gruppen bezogen sind und die das generelle Verhalten einer Arbeitsstation definieren, befinden sich im Einstellungsfenster. Bezieht sich eine Funktion jedoch primär auf einzelne Schüler/Stationen und dient eher der Unterstützung des Lehrers (Klassenraumaktion), so befindet sich diese im Kontextmenü. Nicht alle Steuerungsoptionen stehen zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung, vielmehr sind einige Funktionen situationsabhängig. Generell wird in der Klassenraumsteuerung zwischen zwei unterschiedlichen Klassenraummodi unterschieden, dem Unterrichts- und dem Klassenarbeitsmodus. Folgende Einstellungen stehen prinzipiell zur Verfügung: Desktopverknüpfungen Kurs Login Bildschirm schwarzschalten Stationsbezogenes Login Internet (verbinden/trennen) Gesicherte Dateien Lokale Laufwerke Gemeinsame Dateien Drucker Aufgaben Virtual CD Die aktuellen Einstellungen können Sie jeweils der Anzeige in den Steuerungsoptionen entnehmen. Im dargestellten Beispiel sind für den Klassenraum Schulung alle Ressourcen der Schüler getrennt, mit Ausnahme der Gesicherten Dateien und des Bildschirms. 89

98 NetMan for Schools Handbuch Änderungen in den Steuerungsoptionen werden erst durch die Betätigung der Schaltfläche Übernehmen auf die Schülerrechner übertragen. Auf Einstellungen, die noch nicht übernommen wurden, wird durch entsprechende Symbole vor den jeweiligen Einstellungen hingewiesen: bzw. Alle Änderungen werden sofort für die selektierten Schülerrechner übernommen! Desktopverknüpfungen Die Steuerungseinstellung Desktopverknüpfungen regelt, welcher (NetMan) Desktop den Schülern zugeordnet wird. Die vom Administrator zu logischen Einheiten kombinierten Ressourcen werden als Desktops bezeichnet. Meist enthalten diese Desktops die Aufrufe der Programme, die den Schülern zur Verfügung gestellt werden sollen. Wenn Sie eine Desktopverknüpfung ändern wollen, erhalten Sie eine Liste aller zur Verfügung stehenden Desktops: 90

99 NetMan für Lehrer Über die Zuordnung eines Desktops in das Startmenü des Schülers können Sie den Schülern die Aufrufe der darin enthaltenen Ressourcen gestatten oder verwehren. Schüler können ausschließlich diese Programme aufrufen. (Im unten gezeigten Beispiel wäre dies der Internet Explorer.) Im Gegensatz dazu regelt die Einstellung Desktopverknüpfungen auf der Arbeitsfläche (Windowsoberfläche), welche Symbole dort angezeigt werden. Sie können entweder aus der vom Administrator vordefinierten Sammlung von Desktoplinks ( Globale Desktoplinks ) einen Desktop auswählen oder persönliche Sammlungen ( Eigene Desktoplinks ) erstellen. Selektieren Sie den Ordner Eigene Desktoplinks und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Neu: 91

100 NetMan for Schools Handbuch Geben Sie im Bearbeitungsfenster für Desktoplinks zunächst einen Namen ( Desktopname ) für die neue Sammlung an. Anschließen können Sie aus der Liste verfügbarer Anwendungen Ihre eigene Liste zusammenstellen. Die zugeordneten Desktops entscheiden auch darüber, welche Dateien ein Schüler über den Doppelklick aus seinem Verzeichnis U: starten kann. NetMan erkennt automatisch, ob die Dateierweiterung mit einem Programm assoziiert ist, das über die Desktopverknüpfungen den Schülern zugeordnet ist. Ist dies der Fall, so wird die Datei mit diesem Programm geöffnet. Ansonsten erhält der Schüler die Information, dass das entsprechende Programm im Moment nicht zur Verfügung steht. Ein Beispiel: Der Schüler versucht über den Doppelklick die Datei Logo.bmp zu öffnen. NetMan überprüft, ob das zugeordnete Programm, in diesem Fall Microsoft Paint, im Moment für diesen Schüler als Startmenü-Eintrag zur Verfügung steht. Ist dies der Fall, so wird über Paint die Datei geöffnet. Ansonsten erhält der Schüler den Hinweis, dass Paint zurzeit nicht zur Verfügung steht. Soll jedoch ein anderes Programm diese Grafikdatei öffnen, so müssen Sie dies Ihrem Administrator mitteilen, damit dieser die Verknüpfung ändert. Die Einstellungen werden im Benutzerverzeichnis (Ordner NFS/Desktoplinks) gespeichert. Der Desktop NetMan Anwendungen enthält in der Regel alle installierten Anwendungen und wird schwerpunktmäßig für NetMan Stationen außerhalb von Klassenräumen eingesetzt. Der NetMan Desktop Schüler Zubehör enthält den Acrobat Reader, den Windows Editor und andere Anwendungen. Damit der Doppelklick auf PDF-, bzw. TXT-Dateien etc. funktioniert, sollte dieser Desktop als Standard in den Klassenräumen zugeordnet sein. 92

101 NetMan für Lehrer Login/Stationsbezogenes Login Über die Einstellung Login können Sie die Anmeldung am Terminalserver (Klassenraumtyp Terminal Clients ), bzw. am lokalen Rechner (Klassenraumtyp Windows Clients ) erlauben oder verbieten. Ist die Anmeldung verboten, erhält der Schüler die entsprechende Mitteilung und wird automatisch wieder abgemeldet: Diese Einstellungen können Sie für die gesamte Klasse oder definierte Gruppen vornehmen. Weiterhin ist es möglich, für einen Klassenraum das stationsbasierte Login zu erlauben, bzw. zu verbieten. Ist die Anmeldung im Klassenraum verboten, so können sich die Schüler auch nicht als Stationsbasierte Benutzer anmelden. Gesicherte Dateien Über die Einstellung Gesicherte Dateien können Sie einstellen, ob der Schüler auf seine persönlichen Dateien im Laufwerk U: zugreifen kann oder nicht. Wird der Schüler von seinen Gesicherten Dateien getrennt, sieht er nur ein leeres Laufwerk U:. Werden die Gesicherten Dateien verbunden, wird im Laufwerk U: ein zusätzlicher Ordner Gesicherte Dateien angezeigt. Dieser enthält die persönlichen Daten des Schülers. Nach Möglichkeit sollten die Schüler auch dazu angehalten werden im Ordner Gesicherte Dateien zu speichern. Dateien, die zum Zeitpunkt des Trennens der Gesicherten Dateien nicht in diesem Ordner 93

102 NetMan for Schools Handbuch (oder in Unterordnern) gespeichert wurden, gehen nicht verloren. Vielmehr werden diese in den Ordner Gesicherte Dateien\temp verschoben, der beim nächsten Verbinden mit angezeigt wird: Typen von Schülerverzeichnissen Die Einstellungen Gemeinsame Dateien / Aufgaben / Kurse ermöglichen es, den Schülern Verzeichnisse zur Verfügung zu stellen. Über interne Mechanismen können Sie den Schülern Verzeichnisse zuweisen und wieder trennen. Prinzipiell lassen sich bei diesen Funktionen zwei Typen von Verzeichnissen unterscheiden: globale und persönliche. Persönliche Verzeichnisse können nur von einem Lehrer benutzt werden, da sie sich im Benutzerlaufwerk des jeweiligen Lehrers befinden. Globale Verzeichnisse können von allen Lehrern benutzt werden, allerdings kann nur der Administrator diese Verzeichnisse erstellen. Wenn Sie selber globale Ordner/Aufgaben erstellen wollen, kann Ihr Administrator diese Vorgabe anpassen. Gemeinsame Dateien Über die Klassenraumsteuerung können die Gemeinsamen Dateien verbunden werden. Über den Assistenten können Sie auswählen, welches vorhandene, bzw. neu erstellte Verzeichnis Sie den Schülern verbinden möchten: 94

103 NetMan für Lehrer Der persönliche Ordner Gemeinsame Dateien bezieht sich auf das Verzeichnis Gemeinsame Dateien im Benutzerlaufwerk U: (in diesem Beispiel heißt der neu erstellte Ordner Klasse 8a ): Dieser Ordner wird den Schülern als Verzeichnis Gemeinsame Dateien im Laufwerk U: angezeigt. Dies ist unabhängig vom Namen des Ordners, der ausgewählt wurde. In der Klassenraumsteuerung wird der Name des Ordners jedoch angezeigt: Während dieser Ordner zugeordnet ist, können in diesem Verzeichnis alle Schüler zeitgleich Daten schreiben und lesen. Legt ein Schüler eine neue Datei an, sehen alle anderen diese auch sofort in Ihrem Verzeichnis. Wird dagegen eine Datei gelöscht, ist diese für alle anderen Schüler ebenfalls gelöscht. Nach dem Trennen des Verzeichnisses bleiben die Daten für den Lehrer erhalten. Sinnvoll ist der Einsatz der Gemeinsamen Dateien z.b. bei Projektarbeit. 95

104 NetMan for Schools Handbuch Aufgaben Die Einstellung Aufgaben verhält sich wie die Einstellung Gemeinsame Dateien. Der Unterschied ist jedoch, dass dieses Verzeichnis dem Schüler unter dem Namen Aufgaben in seinem Benutzerlaufwerk angezeigt wird und er die Dateien nur lesen darf. Der Lehrer verbindet das globale Verzeichnis Linklisten als Aufgabe in das Benutzerlaufwerk des Schülers: 96

105 NetMan für Lehrer Kurse Über die Einstellung Kurse kann der Klasse, bzw. einer Gruppe von Schülern ein Ordner zur Verfügung gestellt werden, der in der Funktionalität vergleichbar den Gemeinsamen Dateien ist. Der Unterschied ist jedoch, dass nur jeder einzelne Schüler seine Dateien sehen und bearbeiten kann. Ansicht des Schülers: 97

106 NetMan for Schools Handbuch Sicht des Lehrers mit den Ergebnissen jedes Schülers: Nach dem Trennen bleiben die Ergebnisse der Schüler für den Lehrer bestehen und er kann in der nächsten Stunde das Verzeichnis Deutsch-Klasse 8a erneut als Kursverzeichnis verbinden. NetMan überprüft, ob für jeden einzelnen Schüler schon ein entsprechender Ordner mit dem Namen des Schülers existiert und ordnet diesen dann dem Benutzer zu. Existiert noch kein Verzeichnis mit dem Namen des Benutzers, so wird dieses erstellt. Bildschirm schwarzschalten Über die Einstellung Bildschirm schwarzschalten wird der Bildschirm aller Schüler eines Klassenraums, bzw. einer Gruppe schwarz geschaltet. Weiterhin werden Tastatureingaben während dieser Zeit vom System ignoriert. Internet Über die Klassenraumeinstellung Internet kann der Lehrer den Schülern kontrolliert Zugriff auf das Internet gewähren. Ist das Internet getrennt, kann der Schüler nur seine eigenen HTML-Seiten im Benutzerlaufwerk U: auswählen und anzeigen lassen. 98

107 NetMan für Lehrer Um den Schülern den Zugriff auf das Internet zu erlauben, kann mit Hilfe des Assistenten zwischen dem freien Internetzugriff und dem gefilterten Zugriff ausgewählt werden. Internetfilter stehen auf zwei unterschiedlichen Ebenen zur Verfügung. Globale Internetfilter werden vom Administrator erstellt und stehen dem gesamten Lehrpersonal zur Verfügung. Persönliche Filter können von jedem einzelnen Lehrer selbst erstellt werden und stehen nur diesem zur Verfügung. Der vom Lehrer gewählte Filter wird anschließend auf die Schülerrechner übertragen. Startet der Schüler jetzt den Internet Explorer, wird die im Filter hinterlegte Startseite aufgerufen: 99

108 NetMan for Schools Handbuch Ruft der Schüler dagegen eine Seite auf, die vom Filter verboten ist, wird eine entsprechende Hinweisseite ausgegeben. Die hinterlegten Filtereinstellungen sind keine inhaltlichen Filter (Contentfilter) sondern filtern die aufgerufenen URLs. Einrichten eines Internetfilters Wählen Sie im Assistenten für den Internetfilter Eigene Internetfiltereinstellungen und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Neu. 100

109 NetMan für Lehrer Anschließend wird der Name der neuen Einstellungsdatei erfragt (z.b. Bundesregierung) sowie die Start-URL und eine optionale Beschreibung: Die neue Interneteinstellungsdatei ist damit fertig. Mit dieser Einstellung sind nur noch Aufrufe der Domäne erlaubt, alle anderen URLs sind verboten. Bearbeiten eines Internetfilters NetMan for Schools bietet Ihnen die Möglichkeit, eine Internetfilterdatei weiter anzupassen. Sie können dabei einzelne Links auf einer Webseite explizit verbieten oder erlauben. Rufen Sie aus der Klassenraumsteuerung den Punkt Internet auf und klicken Sie im geöffneten Fenster auf Bearbeiten: Es wird anschließend der Editor zur Bearbeitung von Interneteinstellungsdateien geöffnet. 101

110 NetMan for Schools Handbuch Der Editor ist besteht aus folgenden Elementen: Hauptfenster (Internetexplorer) Liste der aufgerufenen URLs Liste der erlaubten/nicht zugelassenen URLs Die Liste der aufgerufenen URLs kann automatisch ausgeblendet werden. Hervorzuheben ist, dass im Hauptfenster an jeder Verknüpfung graphisch eingestellt werden kann, ob Schüler diesen Link öffnen dürfen oder nicht. Dazu dienen die sogenannten Link Images. Klicken Sie dazu mit der Maus auf ein solches Link Image und stellen Sie fest, ob der Zugriff erlaubt oder verboten ist. 102

111 NetMan für Lehrer Sie können nun einstellen, bis auf welche Ebene der Zugriff erlaubt ist. Folgende Kriterien stehen dabei zur Verfügung: Explizite URL: Ausschließlich die hinterlegte URL ist erlaubt. URL-Ebene: Es sind nur Webseiten erlaubt, die der hinterlegten URL entsprechen. (Z.B. sind bei nur URLs erlaubt, die mit www. spiegel.de/magazin/0203/ beginnen.) Host-Ebene: Es sind nur URLs erlaubt, die mit demselben Servernamen (Hostnamen) beginnen (z.b.: als Host-Ebene definiert, erlaubt den Aufruf von www2.spiegel.de nicht.) Domain-Ebene: Alle URLs, die auf dieselbe Domäne verweisen, sind erlaubt. Das www in einer URL z.b. ist der Hostname. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Auf der Webseite der Bundesregierung sind im Moment alle URLs erlaubt, die auf die Domäne verweisen. Diese Links sind mit dem Symbol gekennzeichnet: Links, die auf eine andere Domäne verweisen, sind mit dem Symbol gekennzeichnet: 103

112 NetMan for Schools Handbuch In diesem Beispiel ist jedoch gewünscht, dass der Schüler auch die Seiten der Bundeskanzlerin und ähnliche Seiten direkt aufrufen soll. Sie müssen deshalb diesen Hyperlink erlauben. Klicken Sie dazu mit der Maus auf das Verboten -Symbol neben dem Link Bundeskanzlerin. Sie können nun die Ebene festlegen, auf der die Zugriffe erlaubt sind. Voreingestellt ist URL-Ebene, da diese meist hinreichende Zugriffe gestattet. Nach der Bearbeitung des Links wird die graphische Anzeige aktualisiert: Weitere Einstellungen können im Expertenmodus vorgenommen werden, wie z.b. die Definition von Regeln anhand von regulären Ausdrücken etc. Aktivieren Sie den Expertenmodus unter Ansicht/Expertenmodus. 104

113 NetMan für Lehrer Testen des neu erstellten Internetfilters Da es oft unvorhersehbar ist, welche URLs beim Start einer Webseite tatsächlich aufgerufen werden, empfiehlt sich der Test der neuen Filterdatei, bevor diese den Schülern zugeordnet wird. Sie haben nun die Möglichkeit, aus der Perspektive des Schülers die Webseite anzusehen und alle vorgenommenen Definitionen zu testen. Lokale Laufwerke Die Klassenraumeinstellung Lokale Laufwerke erlaubt den kontrollierten Zugriff auf lokale Laufwerke wie z.b. USB-Sticks. Aus einer vom Administrator vordefinierten Liste kann der Lehrer zeitlich begrenzt Zugriff auf diese Ressourcen erlauben. In diesem Beispiel stehen drei unterschiedliche Zugriffsmodi zur Verfügung, der volle Zugriff auf alle Laufwerke, lesenden und schrei benden Zugriff auf den USB-Stick 105

114 NetMan for Schools Handbuch (Laufwerk D) und nur schreibender Zugriff auf USB-Stick (Laufwerk D). Warum wird zwischen lesendem und schreibendem Zugriff unterschieden? Wird dem Schüler auf dem Terminalserver lesender Zugriff auf lokale Ressourcen gewährt wird, können Daten auf den Terminalserver in sein Benutzerlaufwerk kopiert werden. Da es dem System nicht möglich ist, den tatsächlichen Inhalt einer Datei zu erkennen (so kann sich hinter der Datei Hausaufgaben.txt tatsächlich die Datei SchiffeVersenken.exe verstecken, die einfach nur umbenannt wurde), muss der lesende Zugriff auf lokale Ressourcen überwacht werden. Wenn die Auswahloptionen auf die lokalen Ressourcen nicht ausreichend sind, setzen Sie sich bitte mit dem Administrator in Verbindung. Bei der Arbeit mit einem Terminalserver bezieht sich die Angabe der lokalen Laufwerke auf die Ressourcen der Clientstation. Virtuelle CD einlegen Über die Funktion Virtuelle CD einlegen kann den Schülern vorausgesetzt Virtual CD wurde installiert eine virtuelle CD eingelegt werden. Die Schüler können dann auf die CD in gewohnter Weise zugreifen. Sinnvoll ist diese Option für reine Daten- CDs, die nicht installiert werden müssen, z.b. für Bilder-Galerien und ähnliches. 106

115 NetMan für Lehrer Das Kontextmenü Klassenraumaktionen im Kontextmenü Über das Kontextmenü können aus der Klassenraumsteuerung folgende Aktionen gestartet werden: Bildschirm spiegeln Lehrerbildschirm spiegeln Benutzerlaufwerke anzeigen Chat Gestartete Anwendungen Ordner/Dateien kopieren Website verbinden Tooltip Bild hochladen Bei stationsbasierter Anmeldung Dateien im Benutzerlaufwerk löschen Abhängig vom Klassenraumtyp sind folgende weitere Aktionen möglich: Klassenraumtyp Windows Clients Bildschirm zeigen Quelle für Bildschirm zeigen Arbeitsstation starten Arbeitsstation neu starten Arbeitsstation herunterfahren Klassenraumtyp Terminal Clients Sitzung beenden 107

116 NetMan for Schools Handbuch Bildschirm spiegeln Unabhängig vom Klassenraumtyp ist es möglich, den Arbeitsplatz eines Schülers zu spiegeln. Das Spiegeln ist interaktiv, d.h. der Lehrer kann direkt in die Arbeitsumgebung des gespiegelten Schülers eingreifen. Die Auswahloption Bildschirm spiegeln ist nur dann möglich, wenn genau eine Arbeitsstation selektiert wurde. Der gespiegelte Arbeitsplatz öffnet sich in einem neuen Fenster, dessen Größe dynamisch angepasst werden kann: Beendet wird die gespiegelte Sitzung durch das Schließen des Fensters. Es ist möglich, mehr als einen Schüler gleichzeitig zu spiegeln. 108

117 NetMan für Lehrer Lehrerbildschirm spiegeln Die Aktion Lehrerbildschirm spiegeln ist von der Funktion vergleichbar mit der Aktion Bildschirm spiegeln. Es ist jedoch nicht möglich, den Lehrerbildschirm mehr als einem Schüler gleichzeitig zu geben. Die Auswahloption Lehrerbildschirm spiegeln ist nur dann möglich, wenn genau eine Arbeitsstation selektiert wurde. Auf dem Arbeitsplatz des selektierten Schülers erscheint dadurch ein Fenster, in dem die Arbeitsfläche des Lehrers dargestellt wird: 109

118 NetMan for Schools Handbuch Die Spiegelung des Lehrerarbeitsplatzes wird in der Klassenraumsteuerung symbolisch dargestellt: Die Spiegelung des Lehrerbildschirms ist standardmäßig nicht interaktiv, d.h. der Schüler kann nicht in den Arbeitsablauf des Lehrers eingreifen. Diese Voreinstellung kann von jedem Lehrer geändert werden. Im Menü Extras muss dazu der Eintrag Lehrerspiegelung interaktiv aktiviert werden. 110

119 NetMan für Lehrer Benutzerlaufwerke anzeigen Die Aktion Benutzerlaufwerke anzeigen öffnet ein Explorerfenster, in dem die Benutzerlaufwerke (U:) aller Benutzer angezeigt werden. Der Lehrer hat die Möglichkeit diese Daten auch zu modifizieren. Vorgenommene Änderungen werden sofort auf die Schülerdaten übertragen. Die Verzeichnisse aller gerade angemeldeten Schüler werden zusammengefasst in einem neuen Explorerfenster angezeigt: Die Aktion Benutzerlaufwerke anzeigen bezieht sich immer auf alle angemeldeten Schüler eines Klassenraums, einzelne Selektionen sind nicht möglich. 111

120 NetMan for Schools Handbuch Chat Über die Klassenraumaktion Chat können Sie ein Chatprogramm starten, mit dessen Hilfe Sie und die Schüler miteinander kommunizieren können. Der Chat wird immer vom Lehrer gestartet und auch von diesem beendet. Schüler können nicht ohne die Kenntnis des Lehrers Informationen austauschen. Gestartete Anwendungen Die Aktion Gestartete Anwendungen zeigt alle über NetMan gestarteten Anwendungen eines Schülers / einer Gruppe an und erlaubt es dem Lehrer, die angezeigten Anwendungen zu beenden: 112

121 NetMan für Lehrer Ordner/Dateien kopieren Über die Aktion Ordner/Dateien kopieren können Sie einer Gruppe von Schülern gezielt Dateien bzw. Ordner in das Benutzerlaufwerk kopieren. Die maximale Größe der zu kopierenden Dateien ist standardmäßig auf 50 MB beschränkt. Sollte dies für Sie nicht ausreichend sein, sprechen Sie bitte mit Ihrem Administrator! Website Verbinden Die Aktion Website verbinden ermöglicht es Ihnen, für die selektierten Schüler eine zusätzliche Website (URL) zu starten, die nicht im aktuell zugeordneten Internetfilter erlaubt ist. Auf der zur Verfügung gestellten Webseite ist der Internetzugriff frei. Eine Filterung findet nicht statt. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, den Zugriff auch ordnungsgemäß wieder zu beenden! Dateien im Benutzerlaufwerk löschen Diese Aktion ermöglicht es den Lehrern, alle Daten der selektierten Schüler aus Ihrem Benutzerlaufwerk zu löschen. Diese Aktion steht nur zur Verfügung, wenn sich die selektierten Schüler stationsbasiert angemeldet haben. Achtung: Das Löschen der Daten ist endgültig und kann nicht rückgängig gemacht werden! Tooltip Bild hochladen Die Klassenraumsteuerung bietet die Option, Bilder der angemeldeten Schüler als Tooltip anzuzeigen. Über die Aktion Tooltip Bilder hochladen haben Sie die Möglichkeit, für die entsprechenden Schüler Bilder zu hinterlegen. Das Bild muss das Format BMP, JPG oder PNG besitzen. 113

122 NetMan for Schools Handbuch Bildschirm zeigen Die Funktion Bildschirm zeigen überträgt den ausgewählten Bildschirm (siehe auch das Kapitel Quelle für Bildschirm zeigen ) auf die selektierten Arbeitsplätze. In der Klassenraumsteuerung werden die Stationen, auf die der Bildschirm übertragen wird, durch ein Symbol gekennzeichnet. Die Aktion Bildschirm zeigen steht nur dann zur Verfügung, wenn zu diesem Zeitpunkt kein Bildschirm gespiegelt wird. Über den Menüpunkt Ansicht/Bildschirm zeigen Einstellungen stellen Sie ein, ob der selektierte Bildschirm im Vollbild- oder im Fenstermodus angezeigt werden soll. Weiterhin ist konfigurierbar, ob Schüler die Option haben das angezeigte Fenster zu schließen. Diese Funktion steht nur für Windows Clients zur Verfügung! 114

123 NetMan für Lehrer Quelle für Bildschirm zeigen Über die Funktion Quelle für Bildschirm zeigen legen Sie fest, welcher Bildschirm übertragen werden soll. Wenn keine Arbeitsstation markiert ist, wird automatisch der Lehrerbildschirm als Quelle verwendet. Die Station, die abweichend von der Lehrerstation als Quelle für die Funktion Bildschirm zeigen dient, wird im Klassenraumfenster durch ein entsprechendes Symbol gekennzeichnet. Diese Funktion steht nur für Windows Clients zur Verfügung! Arbeitsstation starten Über die Aktion Arbeitsstation starten können LAN-Arbeitsplätze hochgefahren werden. Diese Aktion steht nur in Klassenräumen vom Typ Windows Clients zur Verfügung! Diese Aktion setzt voraus, dass im BIOS der Arbeitsplatzrechner die Option Wake on LAN aktiviert ist. Wenden sie sich an Ihren Administrator, wenn Sie nicht wissen, ob diese Option unterstützt wird. 115

124 NetMan for Schools Handbuch Arbeitsstation neu starten Über diese Aktion werden die Schüler an den selektierten Arbeitsstationen abgemeldet und der Rechner neu gestartet. Diese Aktion kann von den Schülern nicht abgebrochen werden. Diese Aktion steht nur in Klassenräumen vom Typ Windows Clients zur Verfügung! Achtung: Nicht gespeicherte Dateien gehen verloren. Es ist nicht mehr möglich, nach Auslösen dieser Aktion mit den Programmen zu interagieren. Arbeitsstation herunterfahren Die Aktion Arbeitsstation herunterfahren meldet die Schüler an den selektierten Arbeitsstationen ab und fährt die Rechner herunter. Die Ausführung der Aktion kann von den Schülern nicht unterbrochen werden. Diese Aktion steht nur in Klassenräumen vom Typ Windows Clients zur Verfügung! Achtung: Nicht gespeicherte Dateien gehen verloren. Es ist nicht mehr möglich, nach Auslösen dieser Aktion mit den Programmen zu interagieren. Sitzung beenden Sie können die Terminalserversitzung einzelner Schüler oder einer Gruppe zentral beenden. Schüler werden dadurch automatisch abgemeldet, eine Unterbrechung dieser Aktion ist nicht möglich. Diese Aktion steht nur in Klassenräumen vom Typ Terminal Clients zur Verfügung! Achtung: Nicht gespeicherte Dateien gehen verloren. Es ist nicht mehr möglich, nach Auslösen dieser Aktion mit den Programmen zu interagieren. 116 Klassenarbeiten schreiben Klassenarbeitsmodus Der Klassenarbeitsmodus ermöglicht es, unter verschärften Sicherheitsbedingungen zu arbeiten. So werden die Schüler nach der Aktivierung des Klassenarbeitsmodus automatisch abgemeldet. Anschließend werden spezielle Einstellungen automatisch vorgenommen, wie z.b. die Verweigerung des Zugriffs auf die eigenen gespeicherten Ressourcen. Ablauf einer Klassenarbeit: 1. Aktivierung des Assistenten für den Klassenarbeitsmodus 2. Auswahl der Aufgabe durch den Lehrer 3. Abmelden der Schüler, für die der Klassenarbeitsmodus aktiviert wurde 4. Automatische Einstellung der Klassenraumeigenschaften für den Klassenarbeitsmodus

125 NetMan für Lehrer 5. Anmelden der Schüler im gesicherten Umfeld des Klassenarbeitsmodus 6. Start der Arbeit der Schüler 7. Speichern der Ergebnisse im speziellen Ordner Klassenarbeit Ergebnisse 8. Beenden der Klassenarbeit durch den Lehrer 9. Start eines Countdowns, nachdem die Schüler automatisch abgemeldet werden 10. Ende der Klassenarbeit, Umschaltung in den Standardmodus Einrichten der Klassenarbeit Nach der Wahl des Klassenarbeitsmodus startet automatisch der Assistent, der Sie durch die folgenden Schritte leitet: Zunächst können Sie auswählen, ob Sie eine Aufgabe verwenden möchten, oder ob die Arbeit ohne Aufgabenstellung durchgeführt werden soll. Wie schon bei der Klassenraumeinstellung Aufgaben erläutert, können Sie zwischen einem globalen oder einem persönlichen Ordner für die Aufgabe wählen. 117

126 NetMan for Schools Handbuch In diesem Beispiel soll ein Ordner Mathematik Klasse 8a als Aufgabe benutzt werden. Im nächsten Schritt können Sie bestimmen, in welchem Verzeichnis Ihres Benutzerlaufwerks die Ergebnisse abgelegt werden sollen. Standardmäßig hat der Ergebnisorder den Namen des Klassenraums und das Datum des Tages, an dem die Klassenarbeit geschrieben wurde. Sie können diese Vorgabe jedoch selber anpassen. Abschließend geben Sie noch die Dauer der Klassenarbeit an. Nach Ablauf der hinterlegten Zeitspanne wird automatisch der Klassenarbeitsmodus beendet. Nach der Fertigstellung des Assistenten werden die konfigurierten Einstellungen in der Klassenraumsteuerung dargestellt: Während der Klassenarbeit wird eine Uhr eingeblendet, welche die verbleibende Zeit der Klassenarbeit anzeigt: 118

127 NetMan für Lehrer Über die Schaltfläche Beenden können Sie die Klassenarbeit vorzeitig abbrechen. Die angezeigte Uhr erlaubt Ihnen, entweder die Dauer der Klassenarbeit zu verändern, oder einen festen Zeitpunkt für das Ende vorzugeben: Um sicherzustellen, dass alle vorgenommenen Änderungen wirklich auf die Schülerstationen übertragen werden können, werden automatisch alle Schüler, die zum Zeitpunkt des Moduswechsels (Klassenarbeitsmodus) angemeldet sind, abgemeldet! Änderungen durch den Klassenarbeitsmodus (Lehrer) Folgende Änderungen haben sich durch den Klassenarbeitsmodus im Benutzerlaufwerk des Lehrers ergeben. Im Ordner Klassenarbeiten wurde ein Verzeichnis mit dem Namen des Klassenraums und dem Datum der Klassenarbeit angelegt: Im Klassenarbeitsverzeichnis wird eine Log-Datei erstellt (user.log) die exakt dokumentiert, wann sich ein Schüler an welcher Station zur Klassenarbeit angemeldet hat. NetMan überprüft, ob sich ein Schüler während einer Klassenarbeit mit seinem Konto an mehr als einer Maschine anmeldet. Ist dies der Fall, wird dem entsprechenden Schüler das Recht, Daten in seinem Ergebnisordner zu speichern, entzogen. Eine Log-Datei in diesem Verzeichnis enthält alle notwendigen Details. 119

128 NetMan for Schools Handbuch Änderungen durch den Klassenarbeitsmodus (Schüler) Nach der erneuten Anmeldung erhält der Schüler folgende Verzeichnisse in seinem Benutzerlaufwerk: Im Ordner Aufgaben befindet sich die vom Lehrer gestellte Aufgabe, im Ordner Klassenarbeit Ergebnisse soll der Schüler seine Ergebnisse abspeichern. Ebenso wird dem Schüler durch das Hintergrundbild angezeigt, dass er sich im Klassenarbeitsmodus befindet. Schüler können im Aufgabenordner keine Veränderungen vornehmen und sollten deshalb die Aufgaben nicht direkt bearbeiten! Weiterhin wird den Schülern eine Uhr auf der Arbeitsfläche eingeblendet, die über die verbleibende Zeit informiert. Änderungen im Klassenarbeitsmodus (Klassenraumsteuerung) In der Klassenraumsteuerung ändert sich das Symbol des angemeldeten Schülers und zeigt Ihnen so an, welcher Schüler gerade an einer Klassenarbeit schreibt: Einstellungen in der Klassenraumsteuerung, die während einer Klassenarbeit nicht verändert werden können, sind grau dargestellt. 120

129 NetMan für Lehrer Ende der Klassenarbeit Zum Beenden der Klassenarbeit stehen Ihnen unterschiedliche Optionen zur Verfügung: Beenden über die Klassenraumsteuerung Automatische Beendigung nach Ablauf der festgelegten Dauer Manuelle (vorzeitige) Beendigung Beenden über die Klassenraumsteuerung Sie werden daraufhin informiert, dass nach Beenden der Klassenarbeit die Schüler automatisch abgemeldet werden. Die Klassenarbeit wird sofort beendet und die Schüler werden sofort abgemeldet! 121

130 NetMan for Schools Handbuch Automatische Beendigung nach Ablauf der festgelegten Dauer Zwei Minuten vor Ablauf der Klassenarbeit wird eine entsprechende Mitteilung über das bevorstehende Ende der Arbeit an Schüler und Lehrer ausgegeben. Vorzeitige Beendigung Die Klassenarbeit wird sofort beendet und die Schüler werden sofort abgemeldet! Die Ergebnisse der Schüler werden in Ihrem Benutzerlaufwerk U: angezeigt. Diese Struktur können Sie nun kopieren und die darin enthaltenen Arbeiten korrigieren. 122

131 NetMan für Lehrer Freigabe einer Klassenarbeit Sie können eine korrigierte Klassenarbeit über die Funktion Klassenarbeit freigeben über NetMan for Schools an die Schüler austeilen. NetMan überwacht dabei, dass jeder Schüler nur an die Arbeit kommt, die er selber geschrieben hat. Im Ordner Pädagogische Oberfläche klicken Sie bitte auf die Funktion Klassenarbeit freigeben : Im nächsten Schritt bekommen Sie eine Übersicht Ihrer Klassenarbeiten angezeigt und Sie können die Arbeit auswählen, die Sie zurückgeben möchten (in diesem Beispiel Schulung ): Zusätzlich können Sie eine erweiterte Beschreibung angeben. Diese wird den Schülern als Name der Klassenarbeit angezeigt: 123

132 NetMan for Schools Handbuch Sie können ebenfalls entscheiden, ob die Klassenarbeit sofort zurückgegeben werden soll oder zu einem späteren Zeitpunkt. Wählen Sie sofort, startet bei den Schülern ein Assistent, der diese durch die weiteren Schritte führt. Damit sind Ihre Schritte zum Freigeben einer Klassenarbeit beendet. Abholen einer Klassenarbeit durch Schüler Abhängig davon, ob die Klassenarbeit sofort verteilt werden soll, oder der Schüler dies selber initiiert, startet ein Assistent, der durch die folgenden Schritte führt. Um den Assistenten selber zu starten, muss im Schüler-Startmenü (Ordner NetMan for Schools ) der Punkt Klassenarbeit holen aktiviert werden: Im nächsten Schritt wird der Schüler aufgefordert, den Namen des Lehrers einzugeben, bei dem die Klassenarbeit geschrieben wurde: NetMan überprüft dann, ob eine Klassenarbeit vorliegt und zur Abholung freigegeben wurde, oder ob es für diesen Schüler keine Arbeit zur Abholung gibt: 124

133 NetMan für Lehrer Stehen Klassenarbeiten zur Verfügung, werden diese zur Auswahl gestellt: Nach der Auswahl einer Klassenarbeit und der Bestätigung der gewählten Arbeit, wird dem Schüler das Ergebnis in einem neuen Fenster zur Verfügung gestellt: Besonderheiten beim Schreiben einer Klassenarbeit als stationsbasierter Benutzer Beim Schreiben einer Klassenarbeit mit stationsbasierten Benutzern und dem entsprechenden Abholen der Klassenarbeit kommt ein zusätzlicher Schritt hinzu. Nachdem der Klassenarbeitsmodus für die Schüler aktiviert wurde und diese sich neu anmelden, wird ein Dialogfeld ausgegeben, in dem die Schüler ein Passwort, ihren Namen oder eine Kennung eingeben müssen. Beim Abholen der Arbeit wird ebenfalls jeder Schüler aufgefordert, sein Passwort (Kennung) einzugeben. Über diese Kennung erfolgt bei der Abholung die Zuordnung zu einer freigegebenen Arbeit. Die restlichen Schritte sind identisch zu der bereits beschriebenen Vorgehensweise. 125

134 NetMan for Schools Handbuch Verwaltungsaufgaben Schülerpasswort ändern Die Funktion Schülerpasswort ändern ermöglicht es Ihnen, einem Schüler, der sein Passwort vergessen hat, direkt ein neues Passwort zuzuweisen. Die Funktion wird über den Ordner Pädagogische Oberfläche aufgerufen: Zunächst müssen Sie sich gegenüber dem System authentifizieren: Das Passwort ist für alle Lehrer gleich. Erfragen Sie das Passwort bei Ihrem Administrator! 126

135 NetMan für Lehrer Nach der erfolgreichen Authentifizierung öffnet sich das Fenster zur Passwortvergabe: Geben Sie im Textfeld Neues Passwort das Passwort ein, das Sie dem Schüler zuordnen möchten. Selektieren Sie den entsprechenden Schüler und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit OK. Der Schüler erhält sofort das neue Passwort zugewiesen und kann sich am System anmelden. Nach der Anmeldung muss er sofort das Passwort ändern und ein neues vergeben. Das voreingestellte neue Passwort kann vom Administrator geändert werden. Das neue Passwort für den Schüler muss nicht geheim gehalten werden, da es nur für eine einzige Anmeldung genutzt werden kann. 127

136 NetMan for Schools Handbuch 128

137 NetMan für Lehrer NetMan for Schools Basisreferenz 129

138 NetMan for Schools Handbuch 130

139 Übersicht Übersicht Die Basisreferenz bietet Informationen zu Funktionen und Möglichkeiten von Net- Man for Schools, die über die Konfiguration und Bedienung der Pädagogischen Oberfläche hinausgehen. NFS stellt Ihnen eine Vielzahl wichtiger Leistungsmerkmale zur Verfügung: Veröffentlichte Anwendungen: Die Verwendung einer reinen Terminalserver- Umgebung würde vom Administrator erfordern, Shortcuts zu Anwendungen manuell auf den Nutzerarbeitsflächen zu erstellen. Mit NetMan for Schools können Nutzer Anwendungen einfach anhand des Namens starten, ohne Kenntnis darüber haben zu müssen, auf welchem Terminalserver die gewünschte Anwendung installiert wurde. Seamless Windows Modus: Der Seamless Windows Modus sorgt dafür, dass sich Anwendungen, die über einen Terminalserver gestartet werden, exakt so verhalten, wie Nutzer dies von lokal installierten Anwendungen gewohnt sind: Anwendungen erscheinen ohne zusätzliche Taskbar der Sitzung und das Maximieren, Minimieren, Skalieren und Verschieben von Fenstern ist möglich. Anwendungsbasiertes Load Balancing: NetMan for Schools gestattet für jeden einzelnen Terminalserver festzulegen, welchen Prozentanteil der Gesamtlast dieser im Serververbund übernehmen soll. Wird eine neue Anwendung geöffnet, wird gemäß der vom Administrator festgelegten Prozentsätze entschieden, auf welchem Server die Anwendung ausgeführt wird. Auf diese Weise stellt NetMan for Schools eine sehr einfach zu administrierende und doch wirkungsvolle Optimierung der Serverressourcen zur Verfügung. Weboberfläche zum Start von Anwendungen: Mit der integrierten Weboberfläche zum Start von Anwendungen können Sie NetMan Anwendungen über einen Webbrowser aufrufen. Es werden dabei alle gängigen Browser unterstützt. (Internet Explorer / Firefox / Opera / ). Als Voraussetzung muss nur eine kleine Clientkomponente auf dem Rechner (Windows 98 / Windows NT / Windows 2000 / Windows XP / Windows Embedded / Windows 2003 / Windows VISTA) installiert werden. Content Redirect: Der Aufruf einer Sitzung kann ganz einfach durch den Doppelklick eines zugeordneten Dokumenttyps erfolgen. Betreiben Sie zum Beispiel Microsoft Excel auf einem Terminalserver, reicht es aus eine Excel- Arbeitsmappe anzuklicken, um die Sitzung mit der ausgewählten Datei zu öffnen. Management und Usability Pass-Through Authentification/SSO: Bei einer reinen Terminalserver-Umgebung ohne NetMan for Schools müsste sich ein Nutzer neben dem gewohnten Netzwerklogon bei jeder zu öffnenden Terminalserver Sitzung erneut authentifizieren. Mit NetMan for Schools kann dieser zweite Identifizierungsschritt entfallen: Hat sich ein Nutzer im Netzwerk angemeldet, werden die gleichen Credentials auch zu Anmeldung auf dem Terminalserver genutzt. Bei Verwendung der Weboberfläche muss sich der Nutzer nur einmalig an der Webober- 131

140 NetMan for Schools Handbuch fläche anmelden. Diese Anmeldedaten werden automatisch für alle Sitzungen verwendet. Umgebungs-/nutzerabhängige Programmabläufe: Innerhalb von NetMan for Schools wird der Aufruf einer Anwendung nicht nur als Start des entsprechenden ausführbaren Programms verstanden (oder Start einer CD, Aufruf einer URL etc.), sondern es können um den eigentlichen Aufruf herum, weitere nutzer- oder stationsindividuelle Aktionen hinzugefügt werden, beispielsweise: automatischer Check und ggf. Bereitstellung benötigter Umgebungseigenschaften und Ressourcen automatische Zuordnung von Netzwerkpfaden Herstellung von Laufwerkszuweisungen Einheitliche, zentrale Verwaltung aller Arten von Anwendungen und Hyperlinks: NetMan for Schools erweitert den Begriff einer Anwendung auf jede Art Windows- oder HTML-basierter Quelle, schließt also auch die häufig in Unternehmen mit zu administrierenden CD/DVD-Anwendungen und Webinhalte mit ein. Unabhängig vom Typ einer Anwendung folgt die Verwaltung in NetMan for Schools sowie die anschließende Bereitstellung auf den Clients immer den gleichen Mechanismen. Stationsbasierte publizierte Applikationen: Anwendungen können in Net- Man for Schools nicht nur für Nutzer oder Nutzergruppen publiziert werden, sondern auch an Stationen bzw. Stationsgruppen. Speziell bei Kiosksystemen oder sonstigen Szenarien, in denen eine Station zwar wechselnde Nutzerschaft, aber ein festes Aufgabenspektrum besitzt, sind stationsbasierte publizierte Applikationen von Vorteil. Monitoring & Reporting Stationsmonitor: Über den Stationsmonitor werden alle eingeloggten Stationen inklusive Computernamen, aktuellem Nutzer, IP-Adresse, Betriebssystem sowie aktueller Aktivitäten zusammengefasst. Protokollmonitor: Im Protokollmonitor werden alle Nutzeraktivitäten inkl. Zeitstempel erfasst und können anschließend über die umfangreichen statistischen Funktionen ausgewertet werden. Ablaufmonitor: Alle von der Serverkomponente von NetMan for Schools veranlassten Schritte lassen sich über den Ablaufmonitor für den Administrator in Echtzeit sichtbar machen und erlauben eine rasche Problemeinkreisung. Darüber hinaus können auch die Meldungen beliebiger NetMan for Schools Clients analysiert werden, gestatten also einen vollständigen Überblick über Ein- und Ausgaben auch auf den lokalen Arbeitsstationen. Die angezeigten Events lassen sich gemäß Prioritäten oder Klassen filtern, um einen schnellen Überblick zu erhalten bzw. auftauchende Fragestellungen effizient einzukreisen. Lizenzmanagement: NetMan for Schools integriert ein vollständiges Lizenzmanagement mit den gängigen Lizenzmodellen per seat, named user und concurrent user sowie floating -Lizenzen bei Produktsuiten. 132

141 Übersicht Lizenzwarteschlange: Versucht ein Nutzer eine Anwendung zu starten, für die momentan keine Lizenz frei ist (z.b. bei concurrent use ), kann sich der Nutzer optional in eine Warteschlange einreihen. Wird eine Lizenz frei, öffnet NetMan for Schools automatisch die Anwendung beim Nutzer. Mit NetMan for Schools können somit Lizenzbedingungen automatisch überwacht und eingehalten werden. Detaillierte Nutzungsstatistik: Auf Grundlage des Protokollmonitors erlaubt NetMan for Schools eine detaillierte Analyse aller Nutzeraktivitäten, in einheitlicher Form aufbereitet über sämtliche Anwendungsarten. Auch spielt der Speicherort der Anwendung keine Rolle (auf einem Terminalserver, innerhalb der Serverfarm, lokal auf der Arbeitsstation, im Web) für die Auswertung innerhalb der Statistik, solange die Anwendung über NetMan for Schools verwaltet wird. Statistisch auswertbar sind nicht nur erfolgreich abgeschlossene Aktionen, erfasst werden z.b. auch Meldungen über belegte Lizenzen oder Wartezeiten in Lizenzwarteschlangen. Mit Hilfe dieser ausführlichen Analysen können Sie mit NetMan for Schools Ihre Softwarelizenzen auf die tatsächlich benötigten Mengen abstimmen. Verbesserte Sicherheit RDP-Ticketing: Für jede Anforderung einer Terminalserversitzung wird eine RDP-Datei benötigt, deren Informationen durch Standardeditoren sichtbar gemacht werden kann. Im Gegensatz zu Microsofts Ansatz eines beliebig langen Gültigkeitszeitraumes einer RDP-Datei wird in NetMan for Schools der Gültigkeitszeitraum beschränkt. Versucht der Nutzer eine originale oder modifizierte RDP-Datei nach Ablauf des Gültigkeitszeitraumes zu verwenden, wird der Zugriff auf den Terminalserver verwehrt. Informationen aus der RDP-Datei, die der Client benötigt, um auf den Terminalserver zugreifen zu können, sind so auch für fachkundige Nutzer nicht mehr verwendbar. Schutz der Anmeldedaten: Die Anmeldedaten eines Benutzers an der Weboberfläche werden durch SSL vor dem Ausspähen geschützt und werden anschließend zum Starten von Sitzungen nicht mehr an die Clients herausgegeben. Für die Anmeldung an Sitzungen werden Ticket-Benutzer verwendet, die sich nur einmal an einem Terminalserver anmelden können. Die Sitzung selbst verwendet dann die gleichen Anmeldedaten wie die in HTML-View eingegebenen Daten. Client-Laufwerksmanagement: Zwar stellt Microsofts Terminalserver Technologie Zugriff auf lokale Laufwerke bereit, jedoch fehlt die Möglichkeit, Zugriffsberechtigungen auch auf die dort vorhandenen Inhalte (Ordner oder Anwendungen) zu vergeben. Auch in diesem Punkt verfolgt NetMan for Schools konsequent sein Konzept der Berechtigungsvergabe und erweitert den Terminalserver um die Möglichkeit, Berechtigungen auch auf die in lokalen Laufwerken oder USB-Ports gespeicherten Inhalte zu vergeben. Durch Festlegung, dass nur auf vom Administrator freigegebene Ordner in lokal angeschlossenen Laufwerken oder USB-Ports zugegriffen werden darf, kann z.b. das Einschleusen unerwünschter Anwendungen in das Netzwerk effizient unterbunden werden. 133

142 NetMan for Schools Handbuch 134

143 Desktopsitzung und Anwendungssitzung Desktopsitzung und Anwendungssitzung Innerhalb von NetMan for Schools verwenden wir häufig die Begrifflichkeiten Desktopsitzungen und Anwendungssitzungen. Diese Begriffe werden im Folgenden genauer erklärt. Bei beiden handelt es sich um Terminalserversitzungen oder auch MetaFrame Sitzungen Wird in dem Sitzungsfenster die gesamte Windows-Oberfläche mit Startmenü und Taskleiste angezeigt, so sprechen wir in diesem Handbuch von einer Desktopsitzung. Werden hingegen in dem Sitzungsfenster nur die Fenster einer oder mehrerer Windows-Anwendungen angezeigt, so handelt es sich bei der Sitzung um eine Anwendungssitzung. 135

144 NetMan for Schools Handbuch 136

145 Sitzungen über Windows-Oberfläche und Weboberfläche Sitzungen über Windows-Oberfläche und Weboberfläche Die Leistungsmerkmale von NetMan for Schools zeigen, dass Terminalserversitzungen nicht nur über einen Windows-Client aufgerufen werden können, sondern auch eine Weboberfläche zur Verfügung steht, von der aus Terminalserversitzungen gestartet werden können. Im Wesentlich stehen alle Funktionen für beide Zugriffsvarianten zur Verfügung. In einigen Details unterscheiden sich die Varianten beim Zugriff jedoch. Die nachfolgende Aufstellung soll die Gemeinsamkeiten und Unterschiede verdeutlichen. Funktion NetMan Desktop Client (für RDP) Soundunterstützung Ja Ja Lokale Laufwerke Ja Ja Content Redirect Ja Nein Seamless Windows Ja Ja Universeller Druckertreiber Ja Ja Loadbalancing für Anwendungen Ja Ja Published Applications Ja Ja NetMan RDP Webclient SSL Tunnel für Client Single Sign On Nahtlose Anwendungsintegration in Windows Desktop Aufruf einer lokal installierten Anwendung Nein (Ja für RDP Sitzungen) Ja Ja Ja Ja Ja (einmalige Anmeldung an der Weboberfläche) Nein (wird über Web- Oberfläche aufgerufen) Nein Session Sharing Ja Ja 2-Faktor Authenitifizierung Nein Ja 137

146 NetMan for Schools Handbuch 138

147 Erste Schritte mit der NetMan Weboberfläche Erste Schritte mit der NetMan Weboberfläche Möglichkeiten der Weboberfläche Bisher wurden die Anwendungen bei den Benutzern automatisch in das Startmenü oder auf der Arbeitsfläche eingebettet. Voraussetzung hierfür ist die Installation des NetMan Desktop Clients auf der Arbeitstation (Windows 2000, Windows XP, Windows VISTA, Windows 2003). Alternativ können Sie mit NetMan for Schools die veröffentlichten Anwendungen auch über eine Weboberfläche anbieten. Diese Vorgehensweise kann bei bestimmten Umgebungen vorteilhaft sein: Die Voraussetzungen für den Start von Anwendungen über einen Browser sind nicht so hoch wie sie es beim NetMan Desktop Client sind. So können auch von Windows 98 und Windows NT Arbeitsstationen Anwendungssitzungen aufgerufen werden. Für den Aufruf von Anwendungen werden alle gängigen Browser unterstützt. So können Sie Anwendungssitzungen nicht nur von einem Internet Explorer aus starten, sondern können alternativ auch Produkte wie Firefox oder Opera einsetzen. An der Weboberfläche anmelden Öffnen Sie einfach Ihren Browser und geben folgende URL ein: servername:port für HTTP. Sie werden automatisch auf HTTPS umgeleitet und bekommen eine Warnung von Ihrem Browser: Die Warnung bedeutet, dass Sie auf eine Webseite per SSL zugreifen, der der Browser nicht vertraut. Dies liegt daran, dass bei der Installation von NetMan for Schools das selbstsignierte Zertifikat DO_NOT_ TRUST für den Server verwendet wird. Sie sollten also zu einem späteren Zeitpunkt ein Zertifikat installieren, das Sie selbst erzeugt oder beantragt haben. Für einen Test können wir in dem Browser bestätigen, dass wir diesem Zertifikat vertrauen. Unter bestimmten Umständen funktioniert die automatische Weiterleitung nicht. In diesem Fall geben Sie einfach direkt die HTTPS-Adresse der Weboberfläche an: https://servername:port für sichere Verbindungen (in der Regel Port 443). Der Browser zeigt eine Anmeldeseite, an der sich die Benutzer an der Weboberfläche zunächst anmelden müssen. 139

148 NetMan for Schools Handbuch Installation des NetMan RDP Webclients Damit ein Nutzer Anwendungen aufrufen kann, muss auf der Arbeitsstation der Net- Man RDP Webclient installiert sein. Dieser Client lässt sich sehr einfach nach einer erfolgreichen Anmeldung an der Weboberfläche herunterladen und ausführen: Das Setup benötigt keine zusätzlichen Benutzereingaben und in der Regel auch keinen Neustart der Arbeitsstation. Für die Installation des NetMan RDP Webclients benötigen Sie auf dem Rechner administrative Rechte. 140

149 Erste Schritte mit der NetMan Weboberfläche Aufruf von Anwendungen über die Weboberfläche Nach erfolgreicher Installation des NetMan RDP Webclients können Sie durch Klicken auf ein Anwendungssymbol die zugehörige Anwendung aufrufen. Die Sitzungen, aufgerufen über die Weboberfläche, unterscheiden sich nicht von denen, die Sie über den NetMan Desktop Client aufrufen können. Zu den Anwendungen können Sie auch weitergehende Informationen in Form von HTML-Seiten hinterlegen. Diese Informationen erreichen Sie in der Weboberfläche über den Link. 141

150 NetMan for Schools Handbuch 142

151 Integrationsbeispiele in Terminalserverumgebungen Integrationsbeispiele in Terminalserverumgebungen Übersicht Bisher haben wir die Integration von NetMan for Schools in Terminalserverumgebungen immer so betrachtet, dass aus dem NetMan Desktop Client, der auf einer Arbeitsstation installiert ist, Anwendungssitzungen auf einem Terminalserver / MetaFrame Server aufgerufen wurden. Es gibt aber auch die Variante, in der der Net- Man Desktop Client, der ja auch auf den Terminalservern installiert wird, zusammen mit dem Windows Explorer als Shell in Desktopsitzungen verwendet wird. NetMan Desktop Client auf einer Arbeitsstation Mit dem NetMan Desktop Client erhalten Sie eine nahtlose Integration und Erweiterung des Windows Explorers. Der NetMan Desktop Client ist in der Lage: Anwendungen in einer Anwendungssitzung auf einem Terminal- / MetaFrame Server zu starten, Anwendungen lokal zu starten und URLs zu öffnen. Für den Benutzer ist kein Unterschied wahrzunehmen, welchen Aufruf er initiiert. 143

152 NetMan for Schools Handbuch Bei den Varianten für den Aufruf einer lokalen Anwendung oder einer URL ist der Ablauf einfach aufgebaut. Alle notwendigen Arbeitschritte zum Aufruf der Anwendung bzw. der URL werden lokal abgearbeitet. Ruft der Benutzer hingegen eine Anwendung auf, die auf einem Terminalserver installiert ist, findet nachstehender Ablauf statt: Der Arbeitsplatz stellt an die NetMan Webservices eine Anfrage für den Aufruf einer Anwendung auf einem Terminalserver. Die Webservices liefern eine Konfiguration für den Aufruf einer Sitzung über das RDP- oder ICA-Protokoll. (Eine ICA-Sitzung setzt einen ICA-Client auf der Arbeitsstation voraus.) Der NetMan Desktop Client initiiert eine Sitzung auf dem Terminalserver / MetaFrame Server. In der Sitzung wird über den Ticketing Mechanismus bestimmt, welche Anwendung gestartet werden soll. Die Anwendung startet in der Sitzung für den Nutzer. Auf dem Terminalserver wird stets das Programm NMCHTTP.EXE gestartet, um die Anwendung aufzurufen. Die Aufrufe von NMCHTTP.EXE können auf folgende Weise erfolgen: Bei Zugriffen über RDP kann bei den Benutzern in den Benutzereinstellungen das Programm NMCHTTP.EXE als Startprogramm fest hinterlegt werden. Für die Anonymen Benutzer sollten Sie diese Einstellungen über den Benutzerkontenassistenten der NetMan Webservices einstellen. Für alle anderen Benutzer, die ausschließlich NetMan verwenden sollen, empfiehlt es sich, ebenfalls NMCHTTP.EXE als Startprogramm vorzugeben. 144

153 Integrationsbeispiele in Terminalserverumgebungen Auf einem MetaFrame Server oder auf einer Serverfarm wird NMCHTTP.EXE als veröffentlichte Anwendung in der Citrix Managementkonsole eingerichtet. Bei Anwendern, die neben NetMan auch andere Anwendungen ohne NetMan über RDP aufrufen sollen, wird das Programm NMCHTTP.EXE über den Client vorgegeben. Lesen Sie dazu den Abschnitt Net- Man RDP Webclient. Eine letzte Variante besteht darin, das Programm NMCHTTP.EXE fest bei den Verbindungseinstellungen des Terminalservers zu hinterlegen. In diesem Fall ist der Zugriff auf den Terminalserver nur noch über NetMan möglich. Selbst der Administrator kann sich nicht mehr mit dem Microsoft RDP Client auf dem Terminalserver anmelden. Ein Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass diese Einstellung nur an einer Stelle vorgenommen werden muss. 145

154 NetMan for Schools Handbuch NetMan Desktop Client als Shell auf dem Terminalserver Die zweite Möglichkeit der Integration von NetMan in Terminalserverumgebungen besteht darin, NetMan zusammen mit dem Windows Explorer als Shell für Terminalserversitzungen zu verwenden. In diesem Fall werden von den Arbeitstationen oder Thin Clients Desktopsitzungen auf einem Terminalserver oder MetaFrame Server aufgerufen. Der NetMan Desktop Client ist dann die Benutzeroberfläche, die individuell Startmenü und Windows Desktop gestaltet. Die Windows Oberfläche auf den Terminalservern sollte durch Gruppenrichtlinien und (verbindliche) Profile so abgesichert werden, dass der Benutzer von der Seite des Windows Explorers nur die Rechte besitzt, die er benötigt. Diese Integrationsvariante eignet sich hervorragend beim Einsatz von Thin Clients. Die Thin Clients verbinden sich automatisch beim Einschalten mit einem Terminalserver und die Benutzer bekommen dort die für sie ausgewählten Anwendungen angeboten. Für alle Benutzer, die sich explizit an einem Terminalserver anmelden, erfolgt der Start des NetMan Desktop Clients transparent. Das heißt, sie nehmen nicht wahr, dass sie die Anwendungen über NetMan bereitgestellt bekommen. Die Benutzer bekommen in der Regel in der Statusleiste ein Tray-Symbol angezeigt, über das Sie den Desktop aktualisieren oder auch Informationen zu NetMan for Schools bekommen können: 146

155 Integrationsbeispiele in Terminalserverumgebungen Sollte das Tray-Icon nicht sichtbar sein, ist es für diesen Terminalserver ausgestellt worden: Auf diese Weise kann auch der automatische Start des NetMan Desktop Clients ein- beziehungsweise ausgestellt werden. Für den Betrieb von NetMan for Schools empfehlen wir Ihnen, den Net- Man Desktop Client für alle Nutzer automatisch zu starten. Möchten Sie NetMan for Schools auf einem Terminalserver nur für bestimmte Benutzer verwenden, können Sie den automatischen Start des NetMan Desktop Clients ausstellen und über das Login-Skript den Client (%Windir%/NetMan3/bin/nmcclnt.exe) für die gewünschten Benutzer manuell starten. Soll zusätzlich auch das Tray-Symbol angezeigt werden, muss anschließend noch %Windir%/NetMan3/bin/ nmctray.exe gestartet werden. Der Aufruf einer Anwendungssitzung auf einem Terminalserver verläuft analog zu dem Aufruf von einer Arbeitstation aus. Der Unterschied besteht darin, dass in diesem Integrationsszenario die Desktopsitzung auf dem Terminalserver die Funktion des Arbeitsplatzes übernimmt: In der Desktopsitzung stellt der NetMan Desktop Client an die NetMan Webservices eine Anfrage für den Aufruf einer Anwendung auf einem Terminalserver. Über die NetMan Webservices wird überprüft, ob diese Anwendung auf diesem Server installiert ist. Ist dies der Fall, wird die Anwendung lokal auf diesem Terminalserver ausgeführt. Andernfalls wird mit den nachfolgenden Arbeitsschritten fortgefahren. Die Webservices liefern eine Konfiguration für den Aufruf einer Sitzung über das RDP- oder ICA-Protokoll. (Eine ICA-Sitzung setzt einen ICA-Client auf der Arbeitsstation voraus.) Der NetMan Desktop Client initiiert eine Sitzung auf dem Terminalserver / MetaFrame Server. 147

156 NetMan for Schools Handbuch In der Sitzung wird über den Ticketing Mechanismus bestimmt, welche Anwendung gestartet werden soll. Die Anwendung startet in der Sitzung für den Nutzer. 148

157 Systemaufbau Systemaufbau Übersicht Wie bereits im vorherigen Kapitel ausgeführt, besteht NetMan for Schools aus zwei Teilen: NetMan for Schools Serverkomponenten NetMan Desktop Client Bevor wir die einzelnen Teile im Detail betrachten, soll in der folgenden Grafik die Funktionsweise und die Interaktion der Komponenten von NetMan for Schools anhand eines Beispiels veranschaulicht werden. Die Grafik stellt die Abläufe dar, die stattfinden, wenn ein Benutzer eine Anwendung über NetMan for Schools startet Der Benutzer ruft eine Anwendung auf, für die hinterlegt ist, dass Sie als Sitzung aufgerufen werden soll. Daraufhin stellt der Client eine Sitzungsanfrage an den NetMan Desktop Management Server. Der NetMan Desktop Management Server schickt eine Konfigurationsdatei an den NetMan Client zurück. Entsprechend dieser Konfigurationsdatei wird eine Sitzungsanfrage an den Terminalserver gestellt, auf dem die Anwendung installiert ist. Der Terminalserver schickt das in der Konfigurationsdatei ausgelieferte Ticket an den NetMan Desktop Management Server zur Überprüfung. Bei gültigem Ticket wird die Anwendung auf dem Client gestartet. 149

158 NetMan for Schools Handbuch Handelt es sich um mehrere im Load Balancing arbeitende Terminalserver, wird derjenige Terminalserver genutzt, auf dem die meisten freien Kapazitäten zur Verfügung stehen. Als Maß für freie Kapazitäten wird die Anzahl der Sitzungen auf den Terminalservern verwendet. NetMan for Schools Serverkomponenten NetMan Datenbanken Auf dem Fileserver oder Terminalserver, auf dem Sie NetMan for Schools installiert haben, werden NetMan Datenbanken und Konfigurationsdateien für die Serverkomponenten angelegt. In diesen Datenbanken wird eine Vielzahl von Informationen abgelegt: Nutzer, Nutzergruppen und Nutzerprofile Stationen, Stationsgruppen und Stationsprofile Installierte Anwendungen und Konfigurationen Lokale und globale Variablen Zugriffsrechte und Authentifizierungsdienste (Directory Services) NetMan interne Aktionssequenzen und externe Skripte (Windows Script Host wird unterstützt.) Diese Daten sind notwendig für den einwandfreien Betrieb von Net- Man. Sie sollten daher den Share NetMan über eine Bandsicherung regelmäßig sichern. In diesem und den darunter liegenden Verzeichnissen werden alle Ihre Konfigurationsarbeiten abgelegt. NetMan Service Der NetMan Service ist ein NT-Dienst, der wichtige Aufgaben für alle NetMan Desktop Clients übernimmt. Sobald ein NetMan Desktop Client gestartet wird, verbindet sich dieser über TCP/IP mit dem NetMan Service und tauscht Daten mit dem Service aus. 150

159 Systemaufbau Der NetMan Desktop Client liefert: den Stationsnamen den Benutzernamen Daten zur Protokollierung von Anwendungen Der NetMan Service liefert: die Desktops, gemäß Benutzerrechten notwendige Informationen für den Start der Anwendungen Lizenzinformationen zu Anwendungen Bei der Kommunikation zwischen NetMan Service und Client werden XML-Strukturen und Konfigurationsdateien über TCP/IP ausgetauscht. Dabei werden standardmäßig die beiden Ports 9201 und 9200 verwendet. Die beiden Ports wurden bereits beim Setup festgelegt und können auf dem Server über die Systemsteuerung geändert werden. Bei Systemen mit hoher Zugriffsfrequenz kann die Anzahl der Threads erhöht werden, damit der NetMan Service bei starker Belastung besser skaliert. Als Standard sind dort 16 Threads hinterlegt. Diese Anzahl ist ausgelegt für etwa bis zu 300 gleichzeitige NetMan Desktop Clients. 151

160 NetMan for Schools Handbuch Über das gleiche Einstellungsprogramm kann der NetMan Service auch gestoppt bzw. gestartet werden. Zusätzlich kann man sich ein Protokoll mit einer Zugriffsstatistik ausgeben lassen. Das Protokoll gibt darüber Auskunft, mit welcher Performanz der NetMan Service arbeitet. Sollten Sie die Port-Einstellung ändern, achten Sie bitte darauf, dass Sie die entsprechenden Werte auch auf den NetMan Desktop Clients anpassen müssen: NetMan Webserver Der NetMan Webserver verbindet zwei wesentliche Funktionen in NetMan for Schools. Neben dem Bereitstellen der Weboberfläche beinhaltet diese Komponente auch die NetMan Webservices. Über den Webservice stellt NetMan for Schools wesentliche Funktionen für das Aufrufen von Sitzungen sowohl über die Weboberfläche als auch für den NetMan Desktop zur Verfügung. Er kann Konfigurationsdaten sowohl für RDP-Sitzungen als auch für ICA-Sitzungen liefern. Über ihn wird bestimmt welche Eigenschaften eine Sitzung haben soll: Farbtiefe der Sitzung Auflösung der Sitzung Seamless Modus Soundeinstellungen 152

161 Systemaufbau Zugeordnete Clientlaufwerke Zugeordnete Clientdrucker Weiterhin realisiert der NetMan Webservice das Load Balancing für RDP-Sitzungen. Alle Daten für den Sitzungsaufruf werden per HTTP bzw. HTTPS von diesem Dienst bezogen. Weitergehende Informationen zu den NetMan Webservices finden Sie in den Kapiteln: Anmeldearten am Terminalserver Startarten Erweiterungen für Terminalserver Erweiterungen für MetaFrame Server Die Einstellungen für den NetMan Webserver erreichen Sie ebenfalls über Systemsteuerung/NetMan Webserver. Sie können dort die Ports für HTTP und HTTPS einstellen sowie auf welchen IP-Adressen der Webserver horchen soll. Der Port für den NetMan Internetfilter wird von der gleichnamigen Komponente verwendet, um Sperrseiten für den Internetzugriff bereitzustellen. Für genauere Informationen schauen Sie bitte in das Kapitel Der NetMan Internetfilter. 153

162 NetMan for Schools Handbuch Über das Einstellungsprogramm können Sie den Webserver auch stoppen und neu starten. Zusätzlich kann man sich Protokolle des Webservers anzeigen lassen. Neben einem Fehlerprotokoll steht auch ein Zugriffsprotokoll zur Verfügung. Der NetMan Webserver stellt Inhalte und Dienste sowohl über HTTP als auch über HTTPS zur Verfügung. Für HTTPS benötigen Sie ein gültiges Zertifikat. Nach der Installation wird der Webserver mit einem selbstsignierten Zertifikat für einen Server mit Namen DO_NOT_TRUST betrieben. Sie sollten dieses Zertifikat durch ein eigenes Zertifikat ersetzen. Grundsätzlich stellt NetMan for Schools zwei Varianten zur Verfügung. Sie können ein selbstsigniertes Zertifikat oder offiziell ausgestelltes Zertifikat verwenden. Die beiden nächsten Abschnitte beschreiben das Einbinden von Zertifikaten genauer. 154

163 Systemaufbau Zertifikate für den NetMan Webserver Selbstsigniertes Zertifikat erstellen Öffnen Sie die NetMan Webserver Einstellungen über die Windows Systemsteuerung. Wählen Sie die Schaltfläche Zertifikate verwalten, um den Assistenten zur Verwaltung von Zertifikaten zu öffnen. Selektieren Sie die Aufgabe Neues Server-Zertifikat erstellen bzw. beantragen und bestätigen mit Weiter. Geben Sie anschließend alle abgefragten Daten ein: FQDN des Servers. Dies ist der Name des Servers, auf dem Sie NetMan for Schools installiert haben. Der Name muss mit der URL übereinstimmen, die Sie in Ihrem Browser eingeben, um auf die Weboberfläche zuzugreifen. Wenn die Active Directory Domäne zum Beispiel musterfima.local lautet und der Server ndm, sollten Sie als FQDN ndm.musterfirma.local verwenden. Name der Organisation. Tragen Sie hier ihren eigenen Organisationsnamen ein. Dies kann zum Beispiel Ihr Firmenname sein. Name der Abteilung. Mit dieser Angabe können Sie weiter differenzieren, in welcher Abteilung innerhalb Ihres Unternehmens der Webserver betrieben werden soll (z.b. Rechenzentrum ). Stadt. Geben Sie hier die Stadt an, in der Ihre Organisation ansässig ist. Bundesland. Geben Sie hier das Bundesland an, in dem Ihre Organisation ansässig ist. Ländercode. Der Ländercode gibt das Land an, in dem Ihre Organisation ansässig ist (DE für Deutschland, CH für Schweiz und AT für Österreich). 155

164 NetMan for Schools Handbuch Adresse. Hier geben Sie einen Kontakt in Form einer Adresse ein. Mit Weiter gelangen Sie zu der Auswahl, ob Sie ein selbstsigniertes Zertifikat erzeugen möchten. Stellen Sie bei der Art des Zertifikates Ein selbstsigniertes Zertifikat ausstellen ein, geben das Datum für die Gültigkeitsdauer ein und geben ein Passwort für den Schutz des privaten Schlüssels vor. 156

165 Systemaufbau Mit Fertigstellen wird das Zertifikat erzeugt und in dem Webserver eingebunden. Damit die Änderung wirksam wird, muss der NetMan Webserver neu gestartet werden. Offizielle Zertifikate beantragen und importieren Wenn Sie ein offizielles Zertifikat verwenden möchten, teilt sich das Vorgehen in zwei Schritte auf. Eine Zertifikatsanforderung erstellen: Bei der Zertifikatsanforderung handelt es sich um einen Antrag, den Sie bei einer Zertifizierungsstelle einreichen. Die Zertifizierungsstelle überprüft die Angaben des Antrages auf Richtigkeit und stellt Ihnen ein Zertifikat aus. Ein Zertifikat importieren: Das von einer Zertifizierungsstelle ausgestellte Zertifikat muss in einem zweiten Schritt importiert werden. Die beiden Schritte werden nun genauer erklärt. Wählen Sie in dem Dialog NetMan Webserver Einstellungen die Schaltfläche Zertifikate verwalten, um den Assistenten zur Verwaltung von Zertifikaten zu öffnen. 157

166 NetMan for Schools Handbuch Selektieren Sie die Aufgabe Neues Server-Zertifikat erstellen bzw. beantragen und bestätigen mit Weiter. Geben Sie anschließend alle abgefragten Daten ein: FQDN des Servers. Dies ist der Name des Servers, auf dem Sie NetMan for Schools installiert haben. Der Name muss mit der URL übereinstimmen, die Sie in Ihrem Browser eingeben, um auf die Weboberfläche zuzugreifen. Wenn der Name der Active Directory Domäne zum Beispiel musterfima.local lautet und der Server nfs heißt, sollten Sie als FQDN nfs.musterfirma.local verwenden. Name der Organisation. Tragen Sie hier Ihren eigenen Organisationsnamen ein. Dies kann zum Beispiel Ihr Firmenname sein. Name der Abteilung. Mit dieser Angabe können Sie weiter differenzieren, in welcher Abteilung innerhalb Ihres Unternehmens der Webserver betrieben werden soll (z.b. Rechenzentrum). Stadt. Geben Sie hier die Stadt an, in der Ihre Organisation ansässig ist. Bundesland. Geben Sie hier das Bundesland an, in dem Ihre Organisation ansässig ist. Ländercode. Der Ländercode gibt das Land an, in dem Ihre Organisation ansässig ist (DE für Deutschland, CH für Schweiz und AT für Österreich) Adresse. Hier geben Sie einen Kontakt in Form einer Adresse ein. Mit Weiter gelangen Sie zu der Auswahl, ob Sie ein selbstsigniertes Zertifikat erzeugen oder eine Zertifikatsanforderung für eine offizielle Zertifizierungsstelle erstellen möchten. 158

167 Systemaufbau Stellen Sie bei der Art des Zertifikates Eine Zertifikatsanforderung für eine offizielle Zertifizierungsstelle ausstellen ein und geben ein Passwort für den Schutz des privaten Schlüssels vor. Mit Fertigstellen wird die Zertifikatsanforderung erzeugt und angezeigt. Sie können die Zertifikatsanforderung entweder mit Kopieren und Einfügen in z.b. Webformulare Ihrer Zertifizierungsstelle übertragen oder die Datei mit Zertifikatsanforderung weiterleiten (z.b. per ). Damit ist der erste Schritt abgeschlossen und Sie können mit Schritt 2 fortfahren, sobald Sie das Zertifikat von der Zertifizierungsstelle erhalten haben. 159

168 NetMan for Schools Handbuch Wählen Sie in dem Dialog NetMan Webserver Einstellungen erneut die Schaltfläche Zertifikate verwalten, um den Assistenten zur Verwaltung von Zertifikaten zu öffnen. Selektieren Sie die Aufgabe Server-Zertifikat importieren und bestätigen mit Weiter. Geben Sie anschließend den Dateinamen Ihres Zertifikates und das Passwort für den privaten Schlüssel ein. Die Einstellung Abweichende Datei mit dem Privaten Schlüssel (.key) müssen Sie nur dann auswählen, wenn Sie die Zertifikatsanforderung nicht mit dem Assistenten erstellt haben, sondern sowohl den 160

169 Systemaufbau privaten Schlüssel als auch die Zertifikatsdatei mit anderen Werkzeugen erzeugt haben. Die Zertifikatsdateien, Zertifikatsanforderungen und privaten Schlüsseldateien werden alle im sogenannten DER-Format erwartet. Mit Fertigstellen wird das Zertifikat erzeugt und in dem Webserver eingebunden. Damit die Änderung jedoch wirksam wird, muss der NetMan Webserver neu gestartet werden. Der NetMan Desktop Client Was ist der NetMan Desktop Client? Sie haben den NetMan Desktop Client schon im Kapitel Installation von NetMan kennen gelernt. Der Desktop Client muss überall dort installiert werden, wo entweder NetMan Administrationsprogramme aufgerufen werden sollen oder In NetMan Konfigurationen eingebundene Windowsanwendungen über Net- Man gestartet werden sollen oder Anwendungen oder Internetressourcen über den NetMan Desktop Client Endbenutzern zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Name NetMan Desktop Client ergibt sich aus seiner Funktion, Windowsanwendungen und Internetressourcen in den Desktop des jeweiligen Benutzers zu integrieren. Integrieren heißt: Links auf Anwendungen und Internetressourcen werden entweder in das Windows Startmenü oder in die Windows Arbeitsfläche eingesetzt. Bei den Anwendungen kann es sich sowohl um Anwendungen auf einem Terminalserver als auch um lokale Anwendungen handeln. Im oben beschriebenen Sinne ist der NetMan Desktop Client eine Benutzerschnittstelle ohne eigene Oberfläche, da sie sich vollständig in die Oberfläche des Windows Betriebssystems integriert und die zusätzliche Funktionalität als Bestandteil des Betriebssystems erscheint. Dies hat den Vorteil, dass die Endbenutzer den Desktop Client weder kennen noch verstehen müssen. Als Administrator können Sie jetzt Benutzern (bzw. Benutzergruppen, Stationen, etc.) je nach Ausführungsrecht auf deren Desktop gezielt bestimmte Anwendungen 161

170 NetMan for Schools Handbuch zur Verfügung stellen. Anwendungen, die über NetMan for Schools verwaltet werden aber für einzelne Benutzer, Benutzergruppen, etc. unsichtbar bleiben sollen, bleiben diesen verborgen. Zusätzlich können die Anwendungen, die zur Verfügung gestellt werden über die anwendungsabhängige Definition von Parametern (z.b. Bildschirmeinstellungen, Audioauflösung, ) an den Client angepasst dargestellt werden. Die einzige für den Endbenutzer erkennbare Komponente des Desktop Clients ist das NetMan Tray Programm, das über die Taskleiste bedient aber auch gänzlich ausgeblendet werden kann: Die Starteinstellungen des NetMan Desktop Client können über die Systemsteuerung konfiguriert werden: Er kann Automatisch gestartet werden. Ohne sichtbare Oberfläche gestartet werden (ohne das Tray-Symbol in der Taskleiste). Weiterhin implementiert der NetMan Desktop Client eine einfache VPN-Unterstützung. Wenn der Client gestartet wird, versucht er automatisch eine Verbindung zum Server aufzubauen. Schlägt dieser Versuch fehl, kann der Client so konfiguriert werden, dass eine DFÜ/VPN-Verbindung zum Netzwerk aufgebaut wird, in dem sich der Server befindet. 162

171 Systemaufbau Sobald der Client beendet wird und er die VPN-Verbindung zuvor selbst geöffnet hat, wird er sie auch wieder beenden. Die Titel der Dialoge, die der Desktop Client ausgibt, wie z.b. belegte Lizenzen, fehlende Verfügbarkeit von Ressourcen oder Abfragen aus Aktionen, ist konfigurierbar. Der voreingestellte Titel H+H NetMan" kann durch einen Text ersetzt werden, der den Endbenutzer auf einen Ursprung der Nachricht hinweist, der für ihn nachvollziehbar ist. Die technische Struktur des NetMan Desktop Clients Die folgenden Ausführungen enthalten technische Details für interessierte Anwender. Die enthaltenen Informationen sind nicht notwendig, um den NetMan bedienen zu können. Das Setup installiert alle benötigten Dateien in das Verzeichnis NetMan3 direkt unter dem Windowsverzeichnis. Der NetMan Desktop Client besteht aus den folgenden Komponenten: Der NetMan Umgebung in Form von benötigten Dateien (DLLs usw.). Einem NT-Service, der im Systemkontext läuft und beim Start der Arbeitsstation automatisch gestartet wird. Dieser Service erledigt alle Aufgaben, die angemeldete Benutzer in ihrem Kontext möglicherweise nicht ausführen dürfen. Der eigentliche NetMan Desktop Client, der als Prozess im Benutzerkontext läuft, benötigt Dokumente (z.b. Ausführungsaufträge) vom Server, die er über eine TCP/IP Verbindung herunter lädt und ausführt. Ein Tray-Programm zur Bedienung des NetMan Desktop Clients. Auf einem Terminalserver laufen der NetMan Desktop Client und das Tray-Programm je einmal pro Benutzer, während der NetMan Client Service nur in einer Instanz pro Rechner läuft. Der NetMan Desktop Client kommuniziert mit den zentralen NetMan Services über eine TCP/IP Verbindung. Über die TCP/IP Verbindung werden wesentliche Daten zwischen NetMan Services und Client übertragen: Desktops als XML-Dokumente NetMan Konfigurationen Symbole Stationsinformationen Lizenzinformationen 163

172 NetMan for Schools Handbuch Die TCP/IP Verbindung bleibt solange bestehen, bis der NetMan Desktop Client beendet wird. Zusätzlich werden, ausgelöst durch Benutzeraktivitäten, Dokumente von den NetMan Webservices über HTTP heruntergeladen: Informationsdateien Startdateien (ICA oder RDP), um Windowsanwendungen innerhalb von Sitzungen auf Terminalservern / MetaFrame Servern auszuführen. Diese technische Struktur beinhaltet die folgenden Vorteile: Die Benutzer des NetMan Desktop Clients benötigen keinerlei Rechte in den zentralen Serververzeichnissen. Die erzeugte Netzlast ist minimal, da bei der Kommunikation nur kleine Textdokumente übertragen werden. Beispiel eines Desktop im XML-Format: 001 <?xml version="1.0" encoding="iso "?> 002 <!-- NetMan 3 Desktop file --> 003 <NMDesktop> 004 <Desktop_german>H+H Anwendungen und Informationen</Desktop_ german> 005 <Link> 006 <ConfigID>ENCARTA</ConfigID> 007 <Prompt_german>Encarte 2005</Prompt_german> 008 <Description_german>Microsoft Enzyklopädie</Description_ german> Die heruntergeladenen Daten werden in einem temporären Verzeichnis gespeichert und nach der Ausführung bzw. beim Beenden des Clients wieder gelöscht. 164

173 Systemaufbau Der Aufbau und das Löschen der Desktopdaten erfolgt durch einen Dienst, der beim Start der Arbeitsstation gestartet wird. Der eigentliche Desktop Client und das Tray- Programm laufen dagegen im Benutzerkontext: Vor der Ausführung eines Links auf dem Desktop überprüft der Desktop Client, ob die Verknüpfung noch gültig ist, bevor er ihn zur Ausführung an einen Interpreter übergibt. Ein Link könnte dann nicht gültig sein, wenn eine Veränderung auf dem Server durchgeführt wurde, die dem Benutzer das Recht auf den Link genommen hat oder der Link nicht durch den NetMan Desktop Client erzeugt wurde, sondern der Benutzer den Link neu angelegt oder kopiert hat. Die einzelnen Verarbeitungsschritte beim Ausführen einer Desktopverknüpfung können der folgenden Grafik entnommen werden: 165

174 NetMan for Schools Handbuch Die Ausführung der eigentlichen NetMan Konfiguration durch den NetMan Action Interpreter lässt sich im Ablaufmonitor, den Sie über die NetMan Toolbox (Ordner Monitore) starten können, beobachten. Als Beispiel wird hier wird der Windows Taschenrechner gestartet: Sicherheitsaspekte beim Einsatz des Desktop Clients Der Benutzer kann die vom Desktop Client angelegten Verknüpfungen manipulieren, indem er sie verändert oder kopiert. Dies ist zunächst einmal nicht problematisch. Der Benutzer kann z.b. die Reihenfolge der Einträge in seinem Startmenü modifizieren, indem er die Reihenfolge über das Kontextmenü von Windows alphabetisiert oder die Menüeinträge mit der Maus an eine andere Position zieht. Der Benutzer kann auch eine Verknüpfung auf eine ihm wichtige Anwendung aus dem Startmenü auf die Windows Arbeitsfläche kopieren, um sie bequemer starten zu können. Eine nicht vom Desktop Client erzeugte Verknüpfung wird beim Beenden des Desktop Clients allerdings auch nicht von ihm entfernt. Auch dies ist solange nicht problematisch, als diese Verknüpfung weiterhin vom Desktop Client an den Benutzer ausgeliefert wird. Ist dies durch eine Veränderung der Rechte allerdings nicht mehr der Fall, bekommt der Benutzer die Meldung: 166

175 Systemaufbau Die voreingestellte Meldung kann von Ihnen in den NetMan Einstellungen überschrieben werden. Der beschriebene Sicherheitsmechanismus kann durch Deaktivieren der Sicherheitseinstellungen für den Desktop Client auch ganz abgeschaltet werden, wenn er nicht erwünscht ist: Auf der gleichen Registerkarte der NetMan Einstellungen finden Sie weitere Sicherheitseinstellungen: Die NetMan Zugangskontrolle kann ein- und ausgeschaltet werden. In der NetMan Zugriffkontrolle kann festgelegt werden, welche IP- und DNS-Bereiche unter welchem Benutzernamen zugreifen dürfen. Die Zugriffskontrolle kann über den Ordner Einstellungen in der NetMan Toolbox gestartet werden: 167

176 NetMan for Schools Handbuch Die Zugangskontrolle ist zwar nach dem Setup aktiviert, es ist aber noch keine Benutzergruppe konfiguriert, die den drei exemplarisch konfigurierten Regeln unterworfen ist. Die Zugangskontrolle ist dann zweckmäßig, wenn eine explizite Anmeldung am System nicht erwünscht oder nicht erfolgt ist. Die zwei folgenden Beispiele mögen diesen Mechanismus verdeutlichen. Beispiel 1 Ein Terminalserver soll Anwendungen einem bestimmten Benutzerkreis zur Verfügung stellen, ohne dass die Benutzer sich an diesem Server anmelden müssen. Es werden deshalb anonyme Benutzer verwendet. Gleichzeitig möchte man die IP-Bereiche der zugreifenden Stationen kontrollieren. Die Zugangskontrolle wird deshalb für die NT-Gruppe NMAnon angewandt: Durch die oben vorgenommene Konfiguration werden die Benutzernamen der anonymen Benutzer (NMANON001, NMANON002 usw.) durch die drei IP-basierten Benutzernamen ersetzt. Diese sind für die Protokollierung der Anwendungen und die Vergabe von Rechten geeigneter, da nun zumindest eine IP- bzw. DNS spezifische Zuordnung der anonymen Benutzer möglich ist. Gleichzeitig können die Benutzer HHIPANON und HHANON normalen Benutzergruppen zugeordnet werden, die bestimmte NetMan Konfigurationen nutzen können. Wird die dritte Regel (für den IP-Bereich *.*.*:*) entfernt, dürfen nur noch Rechner aus den in Regel 1 und 2 genannten Bereichen zugreifen. 168

177 Systemaufbau Beispiel 2 Benutzer der Active Directory Services (ADS) sollen alle zugreifen dürfen, Benutzer lokaler Konten sollen aber in der Benutzung eingeschränkt sein oder gar nicht zugreifen dürfen. Es wird festgelegt, dass die Zugangskontrolle für die nicht konfigurierten Benutzer gilt, und es werden die ADS-Benutzer als konfigurierte Benutzer eingetragen. Startet nun ein Benutzer eines lokalen NT-Kontos z.b. der Benutzer Administrator auf der Station XYZ NetMan, wird er nicht als der Benutzer Administrator" bzw. XYZ\Administrator" sondern als HHANON identifiziert oder auch entsprechend seiner IP-Adresse gänzlich zurückgewiesen. Titel und Text der Meldung können überschrieben werden. 169

178 NetMan for Schools Handbuch 170

179 Die NetMan for Schools Programme Die NetMan for Schools Programme Die Managementkonsole Für die Integration von Anwendungen und Hyperlinks in NetMan ist die Managementkonsole das zentrale Systemprogramm. Die Managementkonsole hat neben den üblichen Bedienelementen Menü und Symbolleisten eine Auswahlleiste. Die Auswahlleiste enthält zwei Ansichten: Eigene Desktops Verwaltung Die Ansicht Eigene Desktops enthält nach dem Setup den Beispieldesktop. Von Ihnen erzeugte Desktops werden in dieser Karte gelistet. Die Ansicht Verwaltung enthält Systemeinträge, die Sie nicht erweitern oder löschen können. Die Auswahlleiste kann während der Bearbeitung des Desktops ausgeblendet werden, um mehr Platz für die Bearbeitung des Desktops zur Verfügung zu haben. Wenn Sie eines der Auswahlelemente anklicken, öffnet sich ein zugeordnetes Fenster mit den entsprechenden Datenbeständen. Die verschiedenen Symbole werden im Folgenden kurz vorgestellt, bevor ausführlich auf den Beispieldesktop eingegangen wird. Das Fenster Konfigurationen enthält alle NetMan Konfigurationen in tabellarischer Übersicht. Demgegenüber enthält ein Desktop nur diejenigen Konfigurationen, die Sie den Benutzern im jeweiligen Desktop präsentieren wollen. NetMan Konfigurationen, die in Desktops enthalten sind, werden mit der Kennzeichnung in der Konfigurationsliste dargestellt. Sie können nicht gelöscht werden, solange sie in mindestens einem Desktop enthalten sind. 171

180 NetMan for Schools Handbuch Das rechte Fenster des Konfigurationseditors bietet Ihnen die gleichen Editiermöglichkeiten wie der im Folgenden ausführlich vorgestellte Desktopeditor. Der Hauptunterschied zum Desktopeditor besteht in der tabellarischen Sicht auf alle angelegten Konfigurationen. Damit können auch Konfigurationen bearbeitet werden, die nicht in Desktops eingebunden sind. Das ist typischerweise bei Start- und Endkonfigurationen der Fall. Die Konfigurationsgruppen enthalten Gruppen von Konfigurationen, die insgesamt aktiviert und deaktiviert werden können. Deaktivierte Konfigurationen sind für den Endbenutzer nicht aufrufbar. Unter Ressourcen können Sie Benutzer, Stationen, Benutzergruppen und -profile sowie Stationsgruppen und -profile ansehen und bearbeiten. Die NetMan Ressourcen werden im Kapitel NetMan for Schools Ressourcen" dieses Handbuchs beschrieben. Die Lehrersymbole sind ein vorkonfigurierter Desktop für Verwaltungsaufgaben. Da er die Toolbox mit den administrativen Programmen enthält, wurde er in die Karte Verwaltung integriert. Gleiches gilt für Mobile Arbeitsstationen. Es handelt sich um einen Desktop, der speziell an mobilen Arbeitsstationen geladen wird. Statistik Jeder Anwendungsaufruf, der über NetMan getätigt wird und in der Managementkonsole zum Protokollieren markiert wurde, wird in zwei Protokolldatenbanken erfasst. Auf der Basis dieser Daten kann die NetMan Statistik die Nutzung der Anwendungen, die Aktivitäten von Benutzern und Stationen berechnen und gibt Tabellen und Grafiken (siehe unten) aus. Die Statistik erlaubt die Selektion und Gruppierung von 172

181 Die NetMan for Schools Programme Zeiträumen, Perioden, Anwendungen, Benutzern und Stationen. Spezielle Berechnungsmethoden gelten der Lizenzanalyse und der Parallelnutzung von Lizenzen. Monitore Ablaufmonitor Der H+H Ablaufmonitor gibt Ihnen die Möglichkeit, interne Programmabläufe zu überwachen und gegebenenfalls nachzuvollziehen, an welcher Stelle ein Problem auftritt. Die Ausgabe der Meldungen erfolgt im Hauptfenster des Programms. Die Ausgabe ist über die Einstellungen konfigurierbar. Jedem Modul kann z.b. eine bestimmte Farbe zugeordnet und der Ausgabelevel für die Ablaufmeldungen kann festgelegt werden. Weiterhin können über die linke Baumansicht Meldungen von bestimmten Modulen ein- bzw. ausgeblendet werden. 173

182 NetMan for Schools Handbuch Ablaufmonitor für Konsolenmeldungen Im Ablaufmonitor für Konsolenmeldungen werden ebenfalls Ablaufmeldungen angezeigt. Im Gegensatz zu dem Ablaufmonitor, der in einer Sitzung aufgerufen nur die Meldungen der zugehörigen Sitzung ausgibt, zeigt der Ablaufmonitor für Konsolenmeldungen alle Ablaufmeldungen, die auf der Konsole des Terminalservers ausgegeben werden. Dazu gehören unter anderem Ablaufmeldungen des NetMan Desktop Clients für die Konsole aber insbesondere auch die Meldungen von den Serverkomponenten und Diensten. NetMan Service NetMan Webservices NetMan Client Service Environmentmonitor Über den Environmentmonitor können Sie sich die Umgebungsvariablen des Systems und das aktuelle Environment des Clients anzeigen lassen. Weiterhin ermöglicht der Environmentmonitor das Setzen, Ändern und Löschen von Variablen. Lizenzmonitor Der Lizenzmonitor liefert eine Übersicht über die vorhandenen Lizenzdefinitionen und die Auslastungen der einzelnen Lizenzen im Detail. 174

183 Die NetMan for Schools Programme Protokollansicht Die Protokollansicht zeigt die NetMan Protokolldaten. Im Hauptfenster können sequentielle sowie summierte Protokolldaten und das Ereignisprotokoll ausgewählt werden. Stationsmonitor Der NetMan Stationsmonitor zeigt alle Stationen an, die momentan NetMan verwenden. Alle aktiven Stationen werden im Hauptfenster dargestellt. 175

184 NetMan for Schools Handbuch Einstellungen NetMan Einstellungen Die NetMan Grundeinstellungen werden größtenteils über die NetMan Einstellungen konfiguriert. Da an dieser Stelle eine Vielzahl von Werten aus unterschiedlichen Bereichen gesetzt werden kann, sind die Einstellungen in die folgenden Karten unterteilt: Allgemein. Allgemeine Einstellungen, unter anderem der Pfad der NetMan Serverinstallation. Sprache. Festlegen der verwendeten Sprachen im administrativen und im Clientbereich. Konfigurationen. Definition der Timeoutvorgaben, der Titel für die Aktionsdialoge und der vorgegebenen Informationsdatei der Konfigurationen. Desktop Client. Grundeinstellungen für den NetMan Client, unter anderem die Auswahl der vorgegebenen Desktops. Informationsanzeige. Festlegen, welche Informationsdateien der Desktop Client dem Benutzer anzeigt. Sicherheit. Festlegen, aus welchen Ordnern der Desktop Client Dateien herunterladen darf. Laufwerksfilter. Festlegen, auf welche Clientlaufwerke aus Sitzungen heraus zugegriffen werden darf. Netzwerkressourcen. Definition der Variablen für Laufwerksbezeichner bzw. UNC- Pfade, über die auf Anwendungen und deren Ressourcen (z.b. CD-ROM) zugegriffen wird. 176

185 Die NetMan for Schools Programme Dynamische Zuweisung. Festlegen, welche Laufwerksbezeichner NetMan für dynamische Laufwerkszuweisungen zur Verfügung gestellt werden. Benutzer-/Stationskennung. Festlegen, wie über NetMan Benutzer bzw. Stationen erfasst werden. Protokollierung. Festlegen, wie der Benutzer/die Station bei der Protokollierung von Anwendungen erfasst werden. Terminalserver. Definition der möglichen parallelen Sitzungen auf einem Terminalserver sowie Einstellungen für das Single Sign On. TS Überwachte Prozessliste. Erweiterung der Prozessliste der TS Überwachten Prozesse. Virtual CD. Konfigurationen, die das Zusammenspiel von Virtual CD und NetMan betreffen. LDAP. Festlegen des Zugangs, der von NetMan für das Auslesen und Überprüfen von LDAP Zugriffsrechten verwendet wird. Erweitert. Ermöglicht das Anlegen und Bearbeiten von NetMan Variablen. Internetfilter Einstellungen Wenn Sie Internetfilter Einstellungen aus der Toolbox aufrufen, wird der Editor für Internetfilterdateien geöffnet. Mit diesem Editor können Sie interaktiv Internetregeln erstellen, die den Zugriff für HTTP, HTTPS und FTP kontrollieren. Sie können unterschiedliche Regelwerke aufstellen und verschiedenen Anwendungen zuordnen. So sind bestimmte URLs nur von ausgewählten Programmen erreichbar. Dies ermöglicht eine differenzierte Internetsteuerung. Den genauen Umgang mit diesem Editor erfahren Sie in dem Kapitel Der NetMan Internetfilter". 177

186 NetMan for Schools Handbuch NetMan Webservices Einstellungen Über die NetMan Webservices Einstellungen werden Einstellungen für den Net- Man Desktop Client und die Terminal- bzw. MetaFrame Server vorgenommen. Die Einstellungen beeinflussen wesentlich, wie die Anwendungssitzungen aufgerufen werden. In den Webservices Einstellungen wird hinterlegt: An welchen Domänen man sich an der Weboberfläche anmelden kann. Bei den Startarten für welche Stationen welche Sitzungseinstellungen gewählt werden sollen. Wie das Load Balancing für Anwendungssitzungen eingerichtet sein soll. Welche Anmeldeart beim Sitzungsstart verwendet werden soll. Welche Eigenschaften die NetMan Anonymen Benutzer besitzen sollen. Welche Einstellungen für das Ticketing gelten sollen. NetMan Zugangskontrolle Über die NetMan Zugangskontrolle legen Sie fest, von welchen Arbeitsstationen mit dem NetMan Desktop Client auf eine Serverinstallation zugegriffen werden kann. Als Zugriffskriterien werden die IP-Adressen oder Hostnamen der Arbeitsstationen herangezogen. Zusätzlich muss festgelegt werden, für welche Benutzer die Zugangskontrolle angewendet werden soll. Nach der Installation ist in der Gruppen Konfiguration keine NT-Gruppe hinterlegt, für die die Zugangkontrolle zur Anwendung kommt. Somit ist die Zugangskontrolle 178

187 Die NetMan for Schools Programme zunächst ausgeschaltet. Fügen Sie bei der Einstellung Die NetMan Zugangskontrolle für die konfigurierten Gruppen verwenden bei Ausgewählte Gruppen die Gruppen hinzu, bei denen die Zugangskontrolle verwendet werden soll. Auf diese Weise kann bei alle normalen NT-Benutzern die Zugangskontrolle greifen und Sie können den NetMan Desktop Client als Administrator trotzdem von jeder Arbeitsstation starten und nutzen. Seien Sie vorsichtig bei der Definition der Gruppen und Zugangsbereiche. Sie können den Start des NetMan Desktop Client auch für den Administrator unterbinden. Damit wäre dann keine Administration von NetMan for Schools mehr möglich! 179

188 NetMan for Schools Handbuch Assistenten NetMan Desktop Client Verteilung Mit der NetMan Desktop Client Verteilung ist es möglich, den NetMan Desktop Client in einem Netzwerk auf einfache Weise zu verteilen. Das Programm kopiert das Setup auf die ausgewählten Arbeitsstationen im Netz und führt dort das Setup im Systemkontext im Silent Modus aus. Datenbank-Assistent Der Datenbankassistent dient der Reorganisation von NetMan Datenbanken. Datenbanken können mit dem Programm neu indiziert und/oder interne Datenbankverweise überprüft werden. 180

189 Die NetMan for Schools Programme Registrierungsassistent Der Registrierungsassistent dient der Freischaltung von NetMan for Schools. Wurde die Freischaltung noch nicht durchgeführt, kann der NetMan nur im eingeschränkten Demomodus genutzt werden. Bitte beziehen Sie über das Internet einen zeitlich begrenzten Lizenzcode, mit dem Sie alle Funktionen von NetMan nutzten können. 181

190 NetMan for Schools Handbuch 182

191 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Integration von Anwendungen und Hyperlinks Die NetMan Konfigurationen Die Verwendung der Begriffe Anwendungen, Hyperlinks, Programme und Net- Man Konfigurationen soll im Folgenden präzisiert werden, da dies zu einem besseren Grundverständnis der Funktionsweise von NetMan beiträgt. Wenn Sie den NetMan Desktop Client starten, finden Sie im Startmenü mit den NetMan Anwendungen eine umfangreiche Sammlung an vorkonfigurierten Verknüpfungen: Bei allen Einträgen im Desktop sprechen wir von NetMan Konfigurationen. Grundsätzlich können zwei Arten von NetMan Konfigurationen unterschieden werden: Container Ordner Konfigurationen vom Typ Ordner dienen der Strukturierung innerhalb von Desktops. Der Typ der Konfiguration wird durch ein besonderes Symbol und durch die Spezifikation (Container) oder (Ordner) in der Managementkonsole hervorgehoben: Konfigurationen vom Typ Container sind Abfolgen von (Windows-) Aktionen. Ihre Aktivierung erfordert immer einen Windows Rechner. Erfolgt der Zugriff von einem 183

192 NetMan for Schools Handbuch Rechner einer anderen Plattform (z.b. Linux oder Macintosh), wird ein Windows Terminalserver benötigt, auf dem die Aktionen gestartet werden können. In der Regel startet eine NetMan Konfiguration vom Typ Container ein Programm. Hier wird das Programm Calc.exe" (Windows Taschenrechner) gestartet, das wir als Beispiel gewählt haben, weil es sich vermutlich auf jedem Windowsrechner befindet. Ist "Calc.exe" eine Anwendung oder ein Programm? Sicherlich ist Calc.exe" ein Programm, aber man könnte in diesem Fall auch von einer Anwendung sprechen. In der Regel umfasst die Anwendung mehr als den einzelnen Programmaufruf. Wer von einer Office-Anwendung spricht, meint nicht nur ein einzelnes Programm wie Winword.exe, sondern eine Menge von Dateien und Verzeichnissen, die für einen Anwendungszweck zur Verfügung stehen. Der Begriff der Anwendung ist also umfassender. Der Begriff der NetMan-Konfiguration ist demgegenüber noch umfassender: Er beinhaltet eine vom NetMan Administrator erstellte logische Einheit, die vollständig frei definierbar ist. Eine Konfiguration ist mit einem leeren Container vergleichbar, den Sie mit von Ihnen definierten Ausführungsaufträgen füllen können, um diese von NetMan sukzessive abarbeiten zu lassen. Daher erhält eine solche Konfiguration den Namen Container. Den einzelnen Ausführungsauftrag bezeichnen wir als Aktion. Die als Beispiel implementierte Konfiguration Windows Taschenrechner enthält nur die Programmaktion mit dem Aufruf von Calc.exe. Wenn Sie an eine richtige Anwendung wie Microsoft Encarta denken, wird deutlich, was möglicherweise vor dem eigentlichen Programmaufruf oder danach alles passieren könnte: Der Zugriff auf das Programm oder eine benötigte Komponente in diesem Fall die Daten auf der zugehörigen CD-ROM wird durch Anmeldung oder Zuordnung einer Netzwerkressource möglich gemacht. Möglicherweise müssen auf der Arbeitsstation benötigte DLLs oder Registry- Einträge angelegt werden. 184

193 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Eventuell wollen Sie ein Passwort abfragen oder dem Benutzer Startoptionen in Form von Dialogen anbieten, die anschließend an das auszuführende Programm übergeben werden sollen. Vielleicht wollen Sie andere Programme gleichzeitig starten. Nach der Beendigung des Programms könnte es wünschenswert sein, die alte Arbeitsumgebung wieder herzustellen. Grafisch aufbereitet lässt sich das Verhältnis von Programm, Anwendung und Net- Man Konfiguration vom Typ Container so darstellen: Im einfachsten Fall fehlen in einer NetMan Konfiguration die vorbereitenden und abschließenden Aktionen und die Konfiguration enthält nur den Start der Anwendung als eine Programmaktion. Dies ist in unserer Beispielanwendung der Fall. Zwar werden Sie in vielen Fällen nicht viel anders verfahren als in diesem Beispiel: Sie werden eine Konfiguration anlegen und als einzige Aktion den Aufruf eines Programms schalten. Ihre Gestaltungsmöglichkeiten, welche Aktionen Ihre Endbenutzer mit dem Start einer NetMan Konfiguration ausführen, sind aber wesentlich größer. Mit der Möglichkeit, jede Aktion mit einem Ausführungsrecht zu versehen, können Sie skriptähnliche Abläufe starten, die abhängig von Benutzern, Stationen, Gruppenzugehörigkeiten, Umgebungsvariablen und Betriebssystemen ganz unterschiedliche Verläufe nehmen können. Die NetMan Schnittstelle zum Windows Skript Host gibt Ihnen darüber hinaus noch die Möglichkeit, eigene Aktionen zu definieren. Wir können also Konfigurationen vom Typ Container als logische Einheiten betrachten, die ein Endbenutzer ausführen kann, wobei eine Konfiguration fast beliebig viele Aktionen (999) beinhalten kann. Über die Aktion Programm kann eine Anwendung innerhalb einer Konfiguration gestartet werden. Wenn wir im Handbuch an anderer Stelle vom Aufruf von in NetMan eingebundenen Anwendungen sprechen (NetMan Desktop Client), meinen wir in jedem Fall, dass die Abarbeitung einer Konfiguration vom 185

194 NetMan for Schools Handbuch Typ Container veranlasst wird, die gegebenenfalls außer dem Start der Anwendung (Aktion Programm ) noch eine Anzahl weiterer Aktionen enthält, die ebenfalls abgearbeitet werden. Programme greifen längst nicht mehr nur auf Daten der jeweiligen Arbeitsstation (Programmverzeichnis des Arbeitsplatzes, CD-ROM-Laufwerk des Arbeitsplatzes) zu, sondern auch auf Daten des Intra- und Internets. Diese Zugriffe eines innerhalb einer Programmaktion gestarteten Prozesses können über einen Internetfilter gesteuert werden, der die erlaubten Internetzugriffe eines Prozesses definiert. Immer häufiger erfolgt der Zugriff auf Daten inzwischen über die Browsertechnologie. Daher gewinnt die NetMan Aktion Hyperlink immer mehr an Bedeutung. Der Hyperlink verwendet einen einstellbaren Browser um auf HTML-basierte Daten gleichgültig ob sie auf Festplatte, CD-ROM, im Intra- oder Internet bereitgestellt werden zuzugreifen. Aktionen vom Typ Hyperlink oder vom Typ Programm haben in vielerlei Hinsicht gemeinsame Eigenschaften: Aktionen vom Typ Hyperlink laden ein HTML-Dokument über HTTP. Um es laden zu können, wird beim Start über den NetMan Desktop Client der Microsoft Internet Explorer oder optional ein anderer Browser gestartet. Aktionen vom Typ Hyperlink und vom Typ Programm haben gemeinsame Eigenschaften: Ihre Aufrufhäufigkeit ist protokollierbar. Ihnen kann ein Internetfilter zugeordnet werden. Der NetMan Desktop Client führt Aktionen vom Typ Hyperlink wie folgt aus: Der Desktop Client startet den in den NetMan Einstellungen eingestellten Browser und lädt die URL. Konfigurationen vom Typ Ordner dienen allein der Strukturierung der NetMan Desktops und können wie Hyperlinks keine Aktionen enthalten. 186

195 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Arbeit mit der Managementkonsole Der vorkonfigurierte Beispieldesktop In folgenden Abschnitt wird das Auswahlelement NetMan Anwendungen der Sicht Eigene Desktops beschrieben. Wenn Sie den Beispieldesktop aktivieren, öffnet sich ein Fenster, das Ihnen den Desktop NetMan Anwendungen im Editiermodus zeigt. Es handelt sich hier um den Standarddesktop (Voreinstellung), der in das Startmenü aller NetMan Benutzer integriert wird. Alles, was Sie hier verändern und abspeichern, wirkt sich netzwerkweit auf Ihre Clients aus. In der Grafik unten sehen Sie die vollständig expandierte Desktopstruktur bei ausgeblendeter Auswahlleiste. Das aktivierte Element in der Baumstruktur ist der Rooteintrag des Desktops. Da der Rooteintrag keine Konfiguration ist und nichts enthält, ist das Fenster mit den Einträgen der Konfiguration leer. Der Name des Desktops kann bei der späteren Darstellung im Windows Startmenü als Unterverzeichnis von Alle Programme dargestellt werden. Dazu müssen Sie die Einstellung NetMan Desktops direkt im Ordner Alle Programme des Windows Startmenüs einbinden der Karte Desktop Client in den NetMan Einstellungen ausschalten. Ansonsten werden alle Einträge eines NetMan Desktops direkt unter Alle Programme eingeblendet. Bei NetMan Desktops, die auf der Windows Arbeitsfläche dargestellt werden sollen, spielt der Name eines Desktops keine Rolle. Im Fenster rechts unten werden die verfügbaren Karten Eigenschaften Desktop und Info angezeigt. Die Eigenschaften des gewählten Elements hier der Roots können editiert werden. Die Karte Info enthält immer eine Information zum im oberen rechten Fenster gewählten Eintrag und im Fall der Wahl der Desktop Root eine Information zum Desktop-Editor insgesamt. Lesen Sie die Texte der Karte Info zu den verschiedenen Eintragstypen, wenn Sie beginnen, mit NetMan zu arbeiten. 187

196 NetMan for Schools Handbuch Eine NetMan Konfiguration Wenn statt der Root eine Konfiguration vom Typ Container ausgewählt wird z.b. ein Element aus dem Ordner Zubehör, den Windows Taschenrechner können Sie den Namen und die Beschreibung der Konfiguration auf dieser Karte editieren. Ihre Veränderungen stehen den Clients zur Verfügung, nachdem Sie abgespeichert haben. Der Name wird im NetMan Desktop zum Namen des Links, während die Beschreibung als Tooltipp angezeigt wird. Sie können die Konfiguration deaktivieren. Dies hat zur Folge, dass die Konfiguration zwar noch im Client sichtbar bleibt, aber bei Aktivierung durch den Endbenutzer eine Standardinaktivmeldung oder wenn angegeben Ihre eigene Inaktivmeldung ausgegeben wird. Auf diese Weise werden Anfragen von Endbenutzern, die diese Konfiguration aufrufen wollen, automatisch beantwortet. Ein Beispiel: Einer Konfiguration vom Typ Container" kann eine ID für das gegenseitige Sperren von Konfigurationen zugewiesen werden. Sie dient dazu, den gleichzeitigen Aufruf inkompatibler Anwendungen durch den Endbenutzer zu verhindern. Dies können Anwendungen sein, die sich gegenseitig stören oder es kann sich um die gleiche Anwendung mit unterschiedlichen Datenzugriffen bzw. Aufrufparametern handeln, die aber aufgrund ihrer internen Struktur nur in einer Instanz auf der gleichen Maschine lauffähig ist. Sie können hier eine beliebige ID vergeben, die verhindert, dass Konfigurationen mit der gleichen ID aufgerufen werden, solange eine dieser Konfigurationen noch aktiv ist. In einem solchen Fall bekommen Sie eine Fehlermeldung der Art: 188

197 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Eine NetMan Konfiguration kann mit Dateierweiterungen verknüpft werden. Sobald ein Nutzer einen Doppelklick auf eine verknüpfte Datei ausführt, wird die zugehörige NetMan Konfiguration ausgeführt. Wir sprechen bei diesem Mechanismus von Content Redirect. Wählen Sie für die Konfiguration einfach die Dateierweiterungen aus, die Sie mit der Konfiguration verbinden möchten. Alternativ können Sie weitere Dateiextensionen anlegen. Wenn Sie bei einer Konfiguration Dateierweiterungen verknüpft haben, müssen einige zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sein, damit das Content Redirect wie erwartet arbeitet. Es gibt eine NetMan Aktion Content Redirect, mit der man diesen Mechanismus ein- bzw. ausschaltet. Standardmäßig ist Content Redirect ausgeschaltet, so dass Sie den Mechanismus zunächst einschalten müssen. Es bietet sich an, Content Redirect in der NetMan Startkonfiguration einzuschalten. Wenn Sie die Dateierweiterung verknüpft haben, müssen Sie in der Konfiguration einer Programmaktion den Dateinamen der angeklickten Datei übergeben. Dies erreichen Sie, indem Sie der Programmaktion die Variable %NMSHFile% als Para- 189

198 NetMan for Schools Handbuch meter übergeben. Die Managementkonsole warnt Sie mit einer Meldung, wenn Sie diese Variable in keiner Programmaktion findet. Der Aufruf von Notepad für z.b. TXT-Datei hat dann folgende Form: Wenn bei einer Dateiverknüpfung eine Sitzung aufgerufen werden muss, ist darauf zu achten, dass der Zugriff auf die Clientlaufwerke erlaubt sein muss. Die Anwendung greift nämlich über ein Clientlaufwerk auf die lokale Datei zu. Sie können in der Managementkonsole eine Dateierweiterung durchaus mehreren NetMan Konfigurationen zuordnen. Die Dateiextension.txt kann also gleichermaßen dem Windows Editor und z.b. Microsoft Word zugeordnet werden. Bei einem Doppelklick auf eine Datei wird automatisch ausgewertet, welche Konfigurationen zu diesem Zeitpunkt im Startmenü und in der Windows Arbeitsfläche des Clients sichtbar sind. Ist z.b. nur der Windows Editor sichtbar, wird stets dieser aufgerufen. Sind beide Konfigurationen sichtbar, wird einfach die erstere aufgerufen. In dem Dialog für die Dateierweiterungen ist es möglich, für jede Dateierweiterung ein Symbol zu hinterlegen. Diese Symbole werden auf der Arbeitsstation von dem NetMan Desktop Client hinterlegt und für 190

199 Integration von Anwendungen und Hyperlinks die Dateitypen registriert. So werden im Windows Explorer auch dem System unbekannte Dateitypen mit Symbolen dargestellt. Die Optionen Konfiguration für interne Aufgaben und Konfiguration in einer Sitzung ausführen bestimmen, wie eine Konfiguration verwaltet und wie sie ausgeführt wird. Wenn Sie für eine Konfiguration Konfiguration in einer Sitzung ausführen auswählen (dies ist die Standardeinstellung), wird die Anwendung in einer Sitzung ausgeführt. Dies bedeutet, dass bei dem Aufruf dieser Anwendung von einer Arbeitsstation aus eine Sitzung auf einem Terminalserver aufgerufen wird. Wird diese Anwendung hingegen über einen NetMan Desktop Client auf einem Terminalserver aufgerufen, wird die Anwendung einfach auf diesem Terminalserver lokal ausgeführt. Sollte die Anwendung nicht auf dem Terminalserver installiert sein, wird automatisch eine Sitzung auf einem weiteren Terminalserver geöffnet, auf dem die betreffende Anwendung installiert wurde. 191

200 NetMan for Schools Handbuch Haben Sie hingegen Konfiguration in einer Sitzung ausführen deaktiviert, wird die Anwendung lokal ausgeführt. Somit wird deutlich, dass NetMan for Schools nicht nur für die Integration von Anwendungen auf Terminalservern geeignet ist, sondern auch für die Integration von lokalen Anwendungen gewinnbringend eingesetzt werden kann. Bitte beachten Sie, dass die es die Unterscheidung Konfiguration in einer Sitzung ausführen oder nicht in einer Sitzung ausführen nur bei Aufrufen über den NetMan Desktop Client gibt. Bei Aufrufen über die Weboberfläche wird auf jeden Fall eine Sitzung aufgerufen, da über die Weboberfläche keine lokalen Anwendungsaufrufe unterstützt werden. Sie können mit Konfiguration nicht in einer HTML Seite anzeigen und Konfiguration nicht im NetMan Desktop Client anzeigen bestimmen, ob die jeweilige Konfiguration in der Weboberfläche oder im NetMan Desktop Client ausgeblendet werden soll. Wenn Sie einen Desktop sowohl für die Weboberfläche als auch für den NetMan Desktop Client verwenden möchten, können Sie für die Konfigurationen mit Konfiguration nicht in einer HTML Seite anzeigen und Konfiguration nicht im NetMan Desktop Client anzeigen auswählen, ob Sie in der Weboberfläche oder im Desktop Client erscheinen sollen. Ist eine Konfiguration als Konfiguration für interne Aufgaben markiert, so bleibt sie speziellen Verwaltungsaufgaben vorbehalten und taucht in bestimmten Auswahldialogen nicht auf. Wird beispielsweise ein neuer Desktop angelegt, in den Konfigurationen für Anwendungen aus anderen Desktops übertragen werden sollen, so werden Konfigurationen, die für interne Aufgaben markiert sind in dieser Auswahl nicht aufgeführt. Ein NetMan internes Beispiel hierfür sind die Start- und Endkonfiguration ( NetMan Startkonfiguration bzw. NetMan Endkonfiguration ), die nicht in der Auswahl Desktop Eintrag aus einer bestehenden Konfiguration anlegen erscheinen, wie dieses Beispiel zeigt: 192

201 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Somit können auch nur Konfigurationen, die keinem Desktop zugeordnet sind als Konfiguration für interne Aufgaben markiert werden. Sie beinhalten desktopunabhängige Funktionen. Zu einer Konfiguration existieren die Karten Eigenschaften Konfiguration, Zugriffsrechte, Informationsdatei, Notiz und die Ihnen schon bekannte Karte Info. Auf die Definition von Zugriffsrechten werden wir später eingehen. In diesem Fall ist nichts eingetragen. Folglich haben alle NetMan Benutzer Zugriff auf diese Konfiguration, was bedeutet, dass sie von allen Benutzern gesehen und aktiviert werden kann. Wenn Sie auf die Karte Informationsdatei umschalten, sehen Sie die dieser Konfiguration zugeordnete Informationsdatei, die Sie bearbeiten können. Als Editor ist Notepad.exe voreingestellt. Tragen Sie einen Editor Ihrer Wahl unter Ansicht/ Einstellungen ein: Schalten Sie auf die Karte Info um und lesen Sie den Text zum Eintrag Konfiguration. Unter Notiz steht Ihnen ein Editierfeld zur Verfügung, in dem Sie Bemerkungen hinterlegen können, die im Kontext der Konfiguration wichtig sind. Dies können z.b. Bemerkungen zur Bedeutung der Konfiguration sein oder Informationen, über die in die Konfiguration eingebundene Anwendung Besonderheiten, benötigte Lizenzschlüssel usw. 193

202 NetMan for Schools Handbuch Die Programmaktion Selektieren Sie im Eintragsfenster statt dem Eintrag Konfiguration (Container) die einzige Aktion dieser Konfiguration den Programmaufruf und lesen Sie sich die Information (Karte Info) zu diesem Eintrag durch. 194 Eine Aktion vom Typ Programm hat die folgenden Eigenschaften: Der Programmaufruf enthält das auszuführende Programm. Der Arbeitspfad ist der Pfad, in den NetMan zum Programmstart wechselt. Die Option Starten als gestattet die Auswahl des Fenstertyps, in dem das Programm startet. Über Mehrfaches Starten des Programms ist erlaubt können Sie festlegen, ob auf der gleichen Arbeitsstation dieses Programm mehrfach gestartet werden darf. Wenn Sie dies bejahen, darf ein Benutzer, der dieses Programm gestartet hat, beliebig viele Aufrufe zur gleichen Zeit realisieren. Mit der Einstellung Internetfilter können Sie diesem Programm individuelle Filterregeln für den Zugriff auf das Internet zuordnen. Die Definition und Arbeitsweise dieser Komponente können Sie dem Kapitel Der NetMan Internetfilter entnehmen. Vergegenwärtigen Sie sich bei der Einstellung Konfigurationsablauf erst nach dem Beenden des hier gestarteten Programms fortsetzen den am Anfang dieses Kapitels beschriebenen Charakter einer NetMan Konfiguration als einer beliebigen Sequenz von Aktionen. Mit dieser Einstellung legen Sie fest, den Aktionsablauf an dieser Stelle nach dem Start des Programms sofort fortzusetzen oder ob damit zu warten ist, bis der Benutzer dieses Programm beendet hat. Mit dem Timeout können Sie festlegen, nach wie viel Sekunden das Programm automatisch von NetMan beendet wird, wenn der Benutzer nicht mehr

203 Integration von Anwendungen und Hyperlinks mit diesem Programm arbeitet. Wenn Sie das Timeout aktivieren, wird die voreingestellte Zeit in Sekunden, die Sie in den NetMan Einstellungen definieren können, eingetragen und kann anschließend überschrieben werden. Diese Einstellung ist besonders sinnvoll bei lizenzierten Anwendungen. Die Timeout Funktionalität kann nicht für jedes Programm gewährleistet werden, da sie auch von der Arbeitsweise des Programms abhängt. Zum Beispiel können DOS-Programme nicht mit einem Timeout versehen werden. Unter Protokollierung können Sie festlegen, ob ein Aufruf dieses Programms protokolliert werden soll. Wie Sie protokollieren, legen Sie ebenfalls in den Net- Man Einstellungen fest. Wenn Sie diese Eigenschaft aktivieren, wird bei jedem Aufruf entsprechend diesen Festlegungen ein Protokolleintrag mit der von Ihnen definierten Protokoll-ID in die Protokolldatei geschrieben. Wenn Sie die Anzahl paralleler Aufrufe von verschiedenen Arbeitsstationen begrenzen wollen, aktivieren Sie Lizenzierung. Legen Sie eine neue Lizenz an oder ordnen Sie eine bestehende Lizenz zu. Beachten Sie, dass die Aktion Programm die zusätzliche Karte Laufwerkszuweisung als Eigenschaft hat. Hier können Sie eine für das Programm notwendige Netzwerkressource einem Laufwerksbezeichner zuweisen. Die zusätzlichen Programmeigenschaften Nun wissen Sie genug, um erste Arbeitsschritte durchzuführen. Wir aktivieren im Folgenden die zusätzlichen Programmeigenschaften Timeout, Protokollierung und Lizenzierung. In der Grafik wurde das Programm mit den zusätzlichen Eigenschaften Timeout, Protokollierung und Lizenzierung versehen. Über die Schaltfläche rechts neben der Lizenzierungseigenschaft kann ein Dialog gestartet werden, der das Anlegen, Löschen und Zuordnen von Lizenzen gestattet. NetMan speichert die Anzahl der zu einer Anwendung gehörenden Lizenzen nicht direkt in der Konfiguration ab. So besteht die Möglichkeit, mehrere Konfigurationen mit der gleichen Lizenz zu versehen. Das kann erwünscht sein, wenn sich verschiedene Konfigurationen eine Lizenz teilen sollen. 195

204 NetMan for Schools Handbuch Nach dem Speichern sind diese Veränderungen für den NetMan Desktop Client wirksam, vor dem Abspeichern können Sie Ihre Veränderungen über die Schaltfläche Test aus der Symbolleiste, Bearbeiten/Test aus dem Menü oder über das Kontextmenü im Eintragsfenster testen. Wenn eine Aktion selektiert ist, wird nur diese getestet, ist dagegen die Konfiguration als oberstes Element selektiert, wird der Gesamtablauf getestet. Beim Testen einer lizenzierten Anwendung aus der Managementkonsole heraus wird keine Lizenz belegt. Wir starten nun den Windows Taschenrechner an drei verschiedenen Arbeitsstationen. Auf der zweiten Arbeitsstation wird gemeldet: Auf der dritten Arbeitsstation wird der Anwender entsprechend in die Warteposition 2 eingeordnet. Wir rufen nun den Stationsmonitor aus der Systemverwaltung auf und sehen alle verbunden Clients. Wählen Sie die Arbeitsstation, von der Sie das Programm gestartet haben. Mit Ansicht/Protokollierte Anwendungen sehen Sie, dass die Konfiguration Rechner auf dieser Arbeitstation ausgeführt wird. 196 Es werden in diesem Beispiel nicht alle möglichen Informationen angezeigt. Die Anzeige der von den Arbeitsstationen benutzten protokollierten Programme ist möglich. Bedienungsmöglichkeiten von Systemprogrammen werden in diesem Handbuch nur exemplarisch erwähnt. Bitte konsultieren sie die Online-Hilfe dieser Programme für ausführliche Informationen.

205 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Im Lizenzmonitor sehen Sie zur gleichen Zeit alle Stationen, die mit der lizenzierten Anwendung Windows Editor arbeiten. Hier könnten Sie die belegte Lizenz Editor freigeben, um dem Benutzer mit der Warteposition 1 zum sofortigen Start zu verhelfen: Bei der Freigabe einer Lizenz über den Lizenzmonitor wird die Anwendung an der Station, die ursprünglich die Lizenz belegte, nicht beendet. (Dies stellt unter Umständen eine Lizenzrechtsverletzung dar.) Um den Timeout zu testen, warten wir, bis er in Aktion tritt: Nachdem an allen Stationen der Timeout zugeschlagen" hat, werfen wir einen Blick in die Protokollansicht: Als Protokollattribut ist in drei Fällen die Zeit in der Warteposition in Sekunden angegeben (= "Waiting for Licence"), die später in der Statistik pro Anwendung für einen Zeitraum addiert werden kann, um Hinweise auf Engpässe bei lizenzierten Anwendungen zu bekommen. 197

206 NetMan for Schools Handbuch Anlegen und Löschen von Desktopeinträgen In unseren vorhergehenden Beispielen haben wir der bereits existierenden Anwendung Rechner neue Programmeigenschaften hinzugefügt. Wie aber können Sie selbst Desktopeinträge anlegen? Als Beispiel dient uns ein neu angelegter Desktop mit dem Namen Bibliothek Startmenü. Einen Desktopeintrag können Sie anlegen, indem Sie im Menü über Bearbeiten/Neu eine Auswahl treffen. oder das Kontextmenü eines Desktopelementes aufrufen und dort selektieren. Beim Anlegen eines neuen Desktopeintrags haben Sie die folgenden Optionen: Anwendung, Ordner oder aus Konfiguration In diesem Fall wird ein neuer Desktop Eintrag unter dem gewählten Element angelegt. Anwendung im Ordner, Ordner im Ordner oder aus Konfiguration im Ordner Es wird ein neuer Eintrag im ausgewählten Ordner angelegt. Bei der Auswahl aus Konfiguration und aus Konfiguration im Ordner wird in dem Desktop eine Verknüpfung zu einer bestehenden NetMan Konfiguration erstellt. Bei den anderen Menüeinträgen werden neue NetMan Konfigurationen erzeugt. 198

207 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Außerdem existieren in der Symbolleiste drei Schaltflächen mit der Bedeutung Ordner anlegen, Anwendung anlegen und Eintrag aus Konfiguration anlegen. Im Beispiel wird der Ordner Neuer Ordner neu angelegt. Wir geben nun Name und Beschreibung ein. Anschließend legen wir in diesem Ordner einen weiteren Eintrag diesmal vom Typ Anwendung" an: Auch hier sind ein Name und eine Beschreibung zu vergeben. 199

208 NetMan for Schools Handbuch Anschließend können wir gleich eine Programmaktion für die Konfiguration Neue Anwendung definieren, da dieser Desktopeintrag als Anwendung angelegt wurde: Im letzten Dialog des Assistenten können Sie zwei Einträge modifizieren oder bestätigen, die von NetMan automatisch generiert werden: Die ID der neuen Konfiguration (hier NEUE ) Die Kategorie, der die neue Konfiguration zugeordnet wird (hier Anwendung ) Die ID einer Konfiguration muss eindeutig sein, damit die Konfiguration gezielt aufrufbar ist. Solche Aufrufe können über das NetMan Kommandozeilenprogramm erfolgen oder sind Bestandteil einer URL in der Weboberfläche. Modifizieren Sie die von NetMan vorgeschlagenen IDs, um die Identifizierbarkeit einer Konfiguration zu erleichtern. Wenn Sie eine Konfiguration z.b. MS Word nennen, wird NetMan Ihnen die ID MS vorschlagen. Heißt die nächste Konfiguration MS Excel, wird der Vorschlag MS1 sein. Überschreiben Sie die Vorschläge in solchen Fällen, um die Identifizierbarkeit der Konfigurationen zu erleichtern. 200

209 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Die Kategorie einer Konfiguration ist ein Ordnungskriterium für die Sortierung Ihrer Konfigurationen. Werfen wir einen Blick auf die schon erwähnte Liste aller Konfigurationen: Bedenken Sie, dass diese Tabelle je nach der Anzahl der von Ihnen angelegten Einträge sehr umfangreich werden kann. Die Kategorien helfen Ihnen, den Überblick zu behalten und eine Konfiguration schnell zu finden. Die in der Grafik dargestellte Sicht auf die Konfigurationen gibt Ihnen auch einen schnellen Überblick über definierte Zugriffsrechte, Lizenzen, Protokoll-IDs und auch verknüpften Dateierweiterungen. In der Zeile mit dem Text Geben Sie Text hier ein können Sie Filter für die aktuelle Spalte setzen, um die Elemente der Liste auf diejenigen Einträge zu reduzieren, die dem angegebenen Filter genügen. Kommen wir auf unser Beispiel mit der neuen Anwendung zurück. NetMan hatte die Kategorie Anwendung vergeben. Dies ist eine Voreinstellung, die Sie über Ansicht/Einstellungen ändern können: Sie können eigene Kategorien definieren und Konfigurationen zuordnen. 201

210 NetMan for Schools Handbuch In unserem Beispiel wird die neue Kategorie Meine Kategorie der neuen Konfiguration Neue Anwendung zugeordnet: Wir testen die neue Anwendung bei eingeschaltetem Ablaufmonitor. Im Ergebnis wird Notepad.exe" gestartet. 202

211 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Da dies nur eine Demonstration war, löschen wir den Ordner gleich wieder: Nun werden wir gefragt, ob die Einträge nur aus dem Desktop oder gänzlich gelöscht werden sollen: Diese Frage wird immer dann gestellt, wenn eine Konfiguration aus einem Desktop gelöscht werden soll und sie anschließend keinem Desktop mehr angehört. Ist eine Konfiguration noch an anderer Stelle in einem Desktop enthalten, wird die Löschung des Desktop-Eintrags unmittelbar durchgeführt. In unserem Beispiel kann die Frage mit Ja" beantwortet werden, da es sich nur um Testeinträge handelt. Abschließend löschen wir auch die vordefinierten Beispiele, beantworten die gleiche Frage aber diesmal mit Nein", damit die Einträge in der Konfigurationsliste erhalten bleiben. In den letzten Arbeitsschritten haben wir den Desktop in seiner Struktur mehrfach verändert. Wenn wir jetzt abspeichern oder es zwischenzeitlich bereits getan haben, ist für die NetMan Clients ein neues Einlesen des Desktops erforderlich, wenn ein Desktopeintrag aktiviert werden soll. Möglicherweise steht eben dieser Eintrag inzwischen gar nicht mehr zur Verfügung. Der NetMan Desktop Client registriert die Notwendigkeit, den Desktop oder eine Konfiguration neu einzulesen anhand des Erstellungsdatums des Desktops bzw. der Konfiguration. Haben Sie Rechte auf Desktops und Konfigurationen vergeben, bemerkt der Desktop Client möglicherweise in externen Datenbanken vorgenommene Änderungen nicht (z.b. in der ADS). Sie haben deshalb die Möglichkeit, das Neueinlesen der Desktopdaten über die Managementkonsole zu erzwingen. 203

212 NetMan for Schools Handbuch Die erste eigene Anwendung Nun soll die erste richtige Anwendung integriert werden. In diesem Abschnitt wollen wir beispielhaft Microsoft Word einbinden, das bereits auf dem Terminalserver installiert ist. Die Darstellung konzentriert sich auf die Möglichkeiten der Integration in die NetMan Datenbanken und klammert die Installation als Thematik aus. Wir entscheiden uns für eine Integration in den bereits vorhandenen Desktop Schüler Zubehör. Zunächst legen wir einen neuen Ordner Microsoft Office an: Anschließend legen wir eine neue Anwendung an wie im vorherigen Abschnitt beschrieben. Achten Sie darauf, dass Konfiguration in einer Sitzung ausführen gesetzt ist, damit die Anwendung in einer Sitzung auf dem Terminalserver ausgeführt wird. Anderenfalls wird Word auf der lokalen Arbeitsstation gestartet. 204

213 Integration von Anwendungen und Hyperlinks NetMan hat automatisch das Icon von Winword.exe nach NMHome\Config\Client\Data\Icons extrahiert und verwendet es als Symbol der Konfiguration. Sie können nun den Dateityp.doc mit der NetMan Konfiguration über den Content Redirect Mechanismus verbinden. Achten Sie bitte darauf, den Dateinamen in Form der Variablen %NMSHFFile% bei dem Programmaufruf als Parameter anzuhängen. Dies ist bei Word sehr einfach, da der %NMSHFFile% einfach an den Programmaufruf angehängt werden kann. NetMan ist so voreingestellt, dass feste Pfadeinträge durch Variablen ersetzt werden, sofern derartige Entsprechungen erkannt werden. Hier wurde C:\Programme durch die NetMan Variable NMWinProgDir ersetzt. Dies hat den Vorteil, dass das Programm immer gefunden wird, da es z.b. auf mehreren Terminalservern in das lokale Windows Programmverzeichnis installiert wurde, gleichgültig, ob dies auf Laufwerk C: oder D: liegt und gleichgültig wie das Programmverzeichnis heißt. Bei der Verwendung von %NMSHFFile% beim Programmaufruf müssen Sie berücksichtigen, wie eine Anwendung eine zu öffnende Datei beim Programmaufruf erwartet. Im einfachsten Fall muss nur der Dateiname selbst angegeben werden. Es gibt aber auch durchaus Programme, die einen Schalter vor dem Dateinamen erwarten. Schließlich aktivieren wir die zusätzlichen Programmeigenschaften Lizenzierung und Protokollierung. Über die Karte Informationsdatei kann optional eine Informationsdatei im HTML- Format erstellt und zugeordnet werden. NetMan könnte nun mit der ersten Anwendung in Betrieb gehen. 205

214 NetMan for Schools Handbuch Angenommen wir hätten auf die beschriebene Weise alle Office-Anwendungen integriert, dann präsentierte sich der NetMan Desktop Client jetzt so: Wir haben die einzelnen Arbeitsschritte bislang sehr detailliert beschrieben, weil es sich um die ersten Schritte" handelte und Sie mit der Programmlogik vertraut gemacht werden sollten. Im Folgenden setzen wir voraus, dass Sie wissen, wie Desktopeinträge angelegt, verändert, gelöscht und ihre Position in der Desktopstruktur festlegt wird und erläutern nur noch zusätzliche Informationen. Zugriffsrechte für Konfigurationen und Aktionen Das Ausführungsrecht für Konfigurationen und Aktionen kann auf bestimmte Benutzer, Benutzergruppen und -profile, Stationen, Stationsgruppen und -profile und Netzwerkgruppen beschränkt oder nur unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden. Sie können die Anzeige einer Konfiguration davon abhängig machen, zu welcher globalen NT-Gruppe (dies erfordert die Active Directory Services), lokalen NT-Gruppe, LDAP-Gruppe (dies erfordert einen LDAP Server), Netware Gruppe der Benutzer gehört. 206

215 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Mit diesen Mechanismen werden die Gruppen der gängigen PC-Netzwerkbetriebssysteme unterstützt. Sie können somit auf bestehende Rechtestrukturen innerhalb Ihres Netzwerkes zurückgreifen, ohne zusätzliche Definitionen innerhalb von Net- Man vornehmen zu müssen. Da die Netzwerknamen Ihrer Benutzer und Stationen automatisch in die NetMan Datenbanken übernommen werden, haben Sie die zusätzliche Möglichkeit, das Recht auf eine Konfiguration nicht nur an den Netzwerknamen des Benutzers, sondern auch an den Namen der Arbeitsstation sowie die entsprechenden NetMan Benutzer- und Stationsgruppen und -profile zu binden. Mit der Bindung von Rechten an Stationsnamen schließt NetMan eine konzeptionelle Lücke in den Netzwerkbetriebssystemen, die Netzwerkrechte ausschließlich an Benutzerkonten ausrichten. Darüber hinaus bietet NetMan die Möglichkeit, Konfigurationen unter bestimmten Bedingungen zur Verfügung zu stellen eine Möglichkeit, die gleichfalls von Netzwerkbetriebssystemen nicht unterstützt wird. Es stehen Ihnen die folgenden Bedingungstypen zur Verfügung: Eine Konfiguration kann einem Client zugeordnet werden, wenn eine Datei, ein Pfad, ein Laufwerk, ein Eintrag in der Registrationsdatenbank, ein Eintrag in einer INI-Datei, ein Wert im Environment, vorhanden ist oder abhängig vom Betriebssystem, der IP-Adresse, des DNS-Namens oder des verwendeten Protokolls (beim Zugriff auf einen Terminalserver RDP/ ICA) der Arbeitsstation. Die Varianten der Rechtedefinitionen können beliebig kombiniert und mit logischen UND oder ODER verknüpft sowie positiv und negativ formuliert werden. Im einfachsten Fall geben Sie das Ausführungsrecht einem Benutzer, einer Station, einer lokalen NT-Gruppe, einer gobalen NT-Gruppe oder einer Netware-Gruppe. 207

216 NetMan for Schools Handbuch Ein Beispiel für eine fehlerhafte (!) Konfiguration: Selektieren Sie die Konfiguration und anschließend die Karte Zugriffsrechte. Wählen Sie Neu/NetMan Benutzer. Tragen Sie einen zweiten Benutzer auf die gleiche Art in die Liste der Zugriffsrechte ein: Die Definition in dieser Form (zwei Benutzer verknüpft durch UND) würde verhindern, dass diese Konfiguration jemals aufgerufen werden kann. Die Einträge in dieser Liste werden von NetMan nach logischen Gesichtspunkten ausgewertet: Jeder Eintrag stellt ein Argument dar, das entweder wahr oder falsch ist. Das Ausführungsrecht ergibt sich aus dem Wahrheitswert für die Verknüpfung aller Einträge: Der Ausdruck User = MICHAEL MUSTERMANN und User = ADMINISTRATOR ist immer falsch (logisches UND), der Ausdruck User = MICHAEL MUSTERMANN oder User = ADMINISTRATOR dagegen ist dann richtig, wenn der Benutzer MEYER oder BEEK heißt (logisches ODER). Bei der Auswertung der logischen Ausdrücke bindet die Verknüpfung UND stärker als das ODER. Somit wird das Recht 208 implizit also folgender Ausdruck ausgewertet: ( Globale NT Gruppe = NMFS3\Lehrer-global UND Windows Version = Windows Terminalserver ) ODER ( Benutzer = Administrator und Windows Version = WindowsXP )

217 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Eine sinnvolle UND-Verknüpfung enthält das folgende Beispiel: Das ausgewählte Programm ist lauffähig auf NT-Arbeitsstationen und soll Administratoren in einem Netzwerk zur Verfügung gestellt werden. Wir binden dazu das Ausführungsrecht für diese Konfiguration an die Administratoren unserer ADS und legen eine neue Bedingung an: Über Neu/Bedingung bekommen wir die Liste aller existierenden Bedingungen angezeigt, aus der wir einen Eintrag selektieren könnten. Die nach dem NetMan Setup existierenden Bedingungen werden von einigen internen NetMan Konfigurationen benutzt und sollten nicht gelöscht werden. 209

218 NetMan for Schools Handbuch Da für unser Vorhaben keine passende Bedingung existiert, legen wir einen neuen Eintrag über Neu/Windows Version überprüfen an und selektieren Windows NT/2000/XP. Damit haben wir unser Ziel erreicht: Weitere mögliche Bedingungen sind: Environmentüberprüfung Die Environmentüberprüfung gibt wahr zurück, wenn eine NetMan- oder Systemvariable auf einer Arbeitsstation den angegebenen Wert hat. Variablenüberprüfung Diese Bedingung gibt wahr zurück, wenn Rückgabewerte von Aktionen die angegebenen Werte haben. INI-Eintrag überprüfen Diese Bedingung gibt wahr zurück, wenn eine Variable in der Sektion einer Windows INI-Datei einen bestimmten Wert hat. INI-Dateien werden überwiegend von 16-Bit Windowsprogrammen benutzt. Registry überprüfen Ist ein Schlüssel der Registrationsdatenbank auf einen bestimmten Wert gesetzt, wird wahr zurückgegeben. 210

219 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Überprüfung des DNS-Namens oder der IP-Adresse Es können DNS-Namen (mit Wildcards) oder IP-Adressen oder Adressbereiche angegeben werden. Bei Übereinstimmung mit der Arbeitsstation wird wahr zurückgegeben. Dateiüberprüfung Hierbei wird die Existenz einer Datei überprüft. Existiert die angegebene Datei, wird wahr zurückgegeben. Diese Bedingung wird in NetMan for Schools verwendet, um zu entscheiden, ob die Toolbox im Systemdesktop angezeigt wird. Normale Benutzer haben keine Leserecht für das Verzeichnis mit der NetMan Managementkonsole, sehen also dies Datei nicht. Somit ist diese Datei für einen normalen Benutzer nicht existent. Pfadüberprüfung Mit dieser Bedingung wird die Existenz eines Pfades überprüft. Existiert der angegebene Pfad, wird wahr zurückgegeben, anderenfalls ist der Rückgabewert falsch. Laufwerksüberprüfung Mit dieser Bedingung wird die Existenz eines Laufwerks überprüft. Existiert das angegebene Laufwerk, wird wahr zurückgegeben, anderenfalls ist der Rückgabewert falsch. Bitte beachten Sie, dass bei der Präsentation über die Weboberfläche nicht alle Rechte ausgewertet werden können. Dazu gehören folgende Rechte: Environmentüberprüfung Variablenüberprüfung INI-Eintrag überprüfen Registry überprüfen Windows Version überprüfen Dateiüberprüfung Pfadüberprüfung Laufwerksüberprüfung Alle diese Bedingungen greifen auf Eigenschaften der lokalen Arbeitsstation zurück, die in der Weboberfläche nicht zur Verfügung stehen. Daher werden diese Bedingungen in der Weboberfläche nicht berücksichtigt. Bei der Auswertung der booleschen Ausdrücke werden diese Bedingungen auf wahr gesetzt. 211

220 NetMan for Schools Handbuch Anlegen von weiteren Desktops Neue Desktops können über Datei/Desktops anlegen angelegt werden: Neu erzeugte Desktops sind leer. Sie können in neuen Desktops: Neue Ordner und Anwendungen anlegen. In diesem Fall werden neue Konfigurationen erzeugt. Einträge aus bereits definierten Konfigurationen im Desktop positionieren. In diesem Fall werden die neuen Desktopeinträge für bestehende Konfigurationen erzeugt. Desktopeinträge über ein Kontextmenü aus einem anderen Desktop oder aus Konfigurationen kopieren. Wählen Sie dazu die Konfiguration aus, die Sie kopieren möchten, rufen das Kontextmenü mit der rechten Maustaste auf und wählen Kopieren (Konfiguration). Anschließend können Sie mit Einfügen (Konfiguration)/an der aktuellen Position die Konfiguration in Ihrem neuen Desktop einfügen. Mit dem Einfügen (Konfiguration) wird eine weitere Verknüpfung auf eine bestehende Konfiguration erzeugt. Ändern Sie Eigenschaften der Konfiguration, so wirken sich die Änderungen auf alle Verknüpfungen in den verschiedenen Desktops aus. 212 Möchten Sie z.b. eine Anwendung mit unterschiedlichen Rechten in unterschiedlichen Desktops anbieten, so können Sie die Konfiguration einfach duplizieren und unterschiedliche Rechte entsprechend setzen. Ähnliche Konfigurationen auf z.b. gleiche Programme werden also

221 Integration von Anwendungen und Hyperlinks zunächst in Konfigurationen dupliziert und anschließend als Kopie mit Kopieren (Konfiguration) und Einfügen (Konfiguration) in den Desktop eingefügt. Über die Aktion Desktop wechseln kann im NetMan Client ein neuer Desktop eingelesen werden. Wird kein spezieller Desktop vorgegeben, bietet NetMan dem Benutzer alle vorhandenen Desktops zur Auswahl an. Des Weiteren kann vorgegeben werden, ob der neue Desktop im Startmenü, auf der Windows Arbeitsfläche oder statt des aktuellen Desktops geladen wird unabhängig ob dieser sich im Startmenü oder auf der Windows-Arbeitsfläche befindet. Legen Sie eine Referenz auf die Konfiguration mit dem Desktopwechsel in jedem neuen Desktop an, damit Sie beim Testen nicht in einem Desktop gefangen werden und nicht mehr in Ihren ursprünglichen 213

222 NetMan for Schools Handbuch Desktop zurück gelangen. Legen Sie gegebenenfalls Rechte auf diese Konfiguration, wenn Ihren Benutzern ein Desktopwechsel verwehrt bleiben soll. Entfernen Sie aus der Konfiguration Desktopwechsel die Einstellung Konfiguration in einer Sitzung ausführen. Ein Desktopwechsel macht nur in dem Kontext des aktuellen NetMan Desktop Clients Sinn. Desktops können Benutzern und Benutzerprofilen sowie Stationsprofilen als Startdesktop zugewiesen werden: Wenn Sie einzelnen Stationen einen Desktop zuordnen möchten, können Sie dies über die NetMan Aktion Desktop wechseln in der Startaktion mit Zugriffsrechten nur für diese Station erreichen. Das Zuordnen eines Desktops als Eigenschaft der Ressource Stationen ist nicht möglich. Wenn Sie weder Stationsprofile, Benutzerprofile noch Benutzer in NetMan pflegen können oder wollen, können Sie mit der Aktion Desktop wechseln und den entsprechenden Zugriffsrechten Ihren Benutzern in Abhängigkeit Ihrer Gruppenzugehörigkeit unterschiedliche Desktops zuordnen. Bei der Zuordnung von NetMan Desktops wird zunächst die Einstellung in den NetMan Einstellungen verwendet. Diese Einstellung kann an unterschiedlichen Stellen wieder überschrieben werden: Einstellung aus dem Benutzerprofil Einstellung bei Benutzer Einstellung aus dem Stationsprofil Aktion Desktopwechsel in einer Konfiguration so auch in der Startkonfiguration 214

223 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Diese Einstellpunkte werden von oben nach unten durchlaufen und die letzte Einstellung wird dann im NetMan Desktop Client verwendet. Bei der Zuordnung von NetMan Desktops in der Weboberfläche gibt es eine Besonderheit zu berücksichtigen. Da bei der Präsentation der Programme keine Startkonfiguration wie beim NetMan Desktop Client ausgeführt werden kann, entfällt die Variante der Desktopzuordnung über die Startkonfiguration. Somit kann der Desktop in der Weboberfläche nur über folgende Einstellungen vorgegeben werden: in den NetMan Webservices Einstellungen in den Benutzerprofilen bei den Benutzern bei den Stationsprofilen 215

224 NetMan for Schools Handbuch Die NetMan Aktionen Übersicht und allgemeine Regeln Es wurde in vorhergehenden Teilen dieses Handbuch bereits mehrfach auf die Gestaltungsfreiheit hingewiesen, die sich aus den beliebig schaltbaren Aktionen innerhalb von Konfigurationen ergibt. Was hat es damit auf sich und wann werden andere Aktionen überhaupt gebraucht? Die Aktionen sind in die Gruppen Steuerung/Ausführung Medienkontrolle Werte (Lesen/Setzen) Dialoge untergliedert. Jeder Aktionstyp ist auf der Karte Info in der Managementkonsole ausführlich beschrieben. Eine vollständige Liste der verfügbaren Aktionen mit den Beschreibungen der Infokarte finden Sie im NetMan Almanach. Die wichtigste Aktion Programm haben Sie schon kennen gelernt. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass eine Konfiguration eine beliebig von Ihnen definierbare Aktionssequenz ist. Alle Aktionstypen auch die Aktion Programm können mehrfach in einer Konfiguration vorkommen und beliebig miteinander kombiniert werden. Sie müssen keineswegs alle Aktionen kennen. Wenn Sie nur mit der Programmaktion auskommen, müssen Sie sich nicht mit der Vielfalt der NetMan Aktionen beschäftigen. Deshalb geben wir im Folgenden nur einige exemplarische Beispiele, die Ihnen dabei helfen können, eigene Ideen für Ihre Netzwerkumgebung zu entwickeln. 216

225 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Aktionen können Rückgabewerte (Prozessvariablen) haben. Dies hat zur Konsequenz, dass diese Werte, die auch Resultate der Eingaben des Benutzers sein können, in allen nachfolgenden Aktionen zur Verfügung stehen. Innerhalb des Aktionsablaufs kann über die Bedingung Variablenüberprüfung auch ermittelt werden, welche Ergebnisse andere Aktionen hatten. Die verfügbaren Möglichkeiten können über die Schnittstelle zu Windows Skript durch eigene Skripte erweitert werden. Kontrolle der Aktionsverarbeitung über den Ablaufmonitor Wenn eine Konfiguration vom Typ Container von NetMan ausgeführt wird, wird mit ihrem Start ein Ablauf von Aktionen in Gang gesetzt. Wie können Sie bei Auftreten eines Problems erkennen, bei welcher Aktion und warum es auftritt? Angenommen Sie erweitern die Konfiguration Editor (Konfigurations-ID NOTE- PAD ) um eine Dateiauswahl, damit nicht nur der Windows Editor geladen, sondern dieser nach dem Start das ausgewählte Textdokument öffnet. 217

226 NetMan for Schools Handbuch In der Aktion Dateidialog kann der Benutzer eine beliebige Datei auswählen, die der Dateiauswahlmaske entspricht. Ferner kann er die Verzeichnisse wechseln, voreingestellt ist lediglich das Startverzeichnis: Wir testen nun diese geänderte Konfiguration und sehen uns die im Hintergrund ablaufenden Verarbeitungsschritte von NetMan an. Diese verrät Ihnen der Ablaufmonitor. Starten Sie den Ablaufmonitor, der als erstes Element im Ordner Monitore der Toolbox positioniert ist und anschließend unsere Beispielanwendung. Im Fenster des Ablaufmonitors sollten Sie nun die folgende Ausgabe sehen: 218

227 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Beachten Sie die folgenden Textausgaben: 001 Configuration 'NOTEPAD' - name: 'Windows Editor'. 002 Block-ID - NO 003 Show info - NO 004 Execute request: dll?configid=notepad Configuration NOTEPAD: Action 1 - File Dialog. 007 Directory: \\DOCUDIV-GER\NetMan3\WebSrv\conf\ 008 Extensions: *.txt; *.conf 009 Action return value: \\DOCUDIV-GER\NetMan3\WebSrv\conf\ httpd.conf Configuration NOTEPAD: Action 2 - Program. 012 Program: Notepad.exe %NMSHFFile% \\DOCUDIV-GER\NetMan3\ WebSrv\conf\httpd.conf (-> Notepad.exe \\DOCUDIV-GER\ NetMan3\WebSrv\conf\httpd.conf ) 013 Working path: 014 Start as normal window 015 Timeout - NO 016 Record ID - Editor 017 Licence - Editor 018 Multiple execution - YES 019 Wait until program is finished - YES 020 Waiting for license. 021 Executing command Notepad.exe \\DOCUDIV-GER\NetMan3\ WebSrv\conf\httpd.conf Sie werden unschwer die einzelnen Verarbeitungsschritte, die sonst im Hintergrund ablaufen, erkennen. Der Ablaufmonitor ist folglich ein Hilfsprogramm, um den Ablauf von Konfigurationen beobachten, möglicherweise auftretende Probleme lösen und Konfigurationsfehler beheben zu können. Schauen Sie sich die Einstellungsmöglichkeiten des Ablaufmonitors in der Online- Hilfe genauer an. Sie können unter anderem: Filtern, von welchen Programmkomponenten Sie Ausgaben erhalten wollen. Die Ausgaben von Programmkomponenten farbig darstellen, um interessierende Schritte schneller identifizieren zu können. Das Level der Ausgaben definieren, um noch detailliertere Informationen über die internen Abläufe zu bekommen. Die Ausgaben abspeichern, um sie Supportanfragen beizufügen. 219

228 NetMan for Schools Handbuch Steuerung der Aktionsabfolge Im Beispiel des vorhergehenden Kapitels wurde das Ergebnis der Dateiauswahl (= Name des ausgewählten Textdokuments) als Parameter an die nachfolgende Programmaktion übergeben. Alternativ hätten wir auch das Ergebnis des Dateidialogs in die Rückgabevariable der Aktion schreiben können. Wie unterscheiden sich die beiden Vorgehensweisen? Ohne Verwendung der Rückgabevariablen werden Ergebnisse aus Aktionen als Parameter an die erste (!) folgende Programmaktion übergeben. Wird eine Aktion ohne Rückgabeparameter durch den Benutzer abgebrochen oder scheitert die Aktion, so wird die Konfiguration abgebrochen. Mit Verwendung der Rückgabevariablen werden Ergebnisse aus Aktionen in Variablen geschrieben. Die Sichtbarkeit dieser Variablen ist auf die Verarbeitung innerhalb der Konfiguration beschränkt. Die Variablen können also nicht in Aktionssequenzen anderer Konfigurationen verwendet werden. Ein automatischer Abbruch erfolgt selbst im Falle des Abbruchs einer einzelnen Aktion nicht, da der konfigurierende Administrator anhand der Variablen selbst definieren kann, was in diesem Fall zu geschehen hat. Die Verwendung von Rückgabevariablen ist letztlich flexibler und kontrollierbar, insofern diese an beliebigen Stellen innerhalb der weiteren Aktionsverarbeitung eingesetzt werden können und auch die Reihenfolge der Parameter, die an Programmaktionen übergeben werden, kontrollierbar ist. In unserem Beispiel oben könnten wir folglich so vorgehen, wobei die Abbruch -Aktion an die Bedingung geknüpft ist, dass die Rückgabevariable Returnvalue den Wert hat also leer ist: Verwenden Sie den Mechanismus der Übergabe von Rückgabewerten aus Aktionen an folgende Programmaktionen nur bei einfachen Kon- 220

229 Integration von Anwendungen und Hyperlinks figurationen (wie im obigen Beispiel). Verwenden Sie ansonsten die Rückgabevariablen. Möchten Sie einen Rückgabewert einer Aktion über eine Konfiguration hinaus verwenden, legen Sie diesen Wert einfach über die Aktion Environment im NetMan Environment ab. Die Aktionssteuerung über Rückgabewerte wird im Folgenden noch vertieft. Oft sollen Benutzer vor dem Start einer Anwendung durch einen Dialog informiert werden. Da die Benutzer möglicherweise NetMan nicht kennen und die Quelle des Dialogs unklar sein könnte, kann der Text der Titelzeile in den NetMan Einstellungen abgeändert werden. Nachdem Sie Änderungen an den NetMan Einstellungen vorgenommen haben, müssen Sie den Desktop Client neu starten, damit Ihre Änderungen gültig werden! 221

230 NetMan for Schools Handbuch Der Text der Titelzeile lautet nun Eigene Titelzeile für Benutzerdialoge : Die Aktivierung der Schaltfläche Abbrechen beendet ohne Rückgabevariable den Ablauf der Konfiguration; die Bestätigung über OK leitet über zur Ausführung der folgenden Aktion. Verwenden Sie Rückgabevariablen, wird das Resultat der Benutzereingabe in die Rückgabevariable geschrieben und Sie können die weitere Abfolge selbst steuern, z.b. durch einen nachfolgenden Abbruch. Der Karte Info kann entnommen werden, welche Rückgabewerte existieren. Wir greifen zur weiteren Steuerung der Aktionsfolge auf die bereits vordefinierte Bedingung zurück, dass die Variable Returnvalue gleich 0 ist. 222

231 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Das Ausführungsrecht für die nachfolgende Aktion Abbruch wird an diese Bedingung geknüpft. Im Ablaufmonitor erhalten Sie die folgende Ausgabe, wenn der Benutzer bestätigt: Die Rechte werden aussagenlogisch ausgewertet: Weil der Wert der Prozessvariablen ReturnValue" nicht gleich 0" ist, wird das Ausführungsrecht für die Aktion Abbruch verwehrt und die nachfolgende Aktion ausgeführt. In diese Logik können Sie sich anhand des folgenden Beispiels hineindenken: Sie haben eine Passwortaktion zum Beginn einer Konfiguration geschaltet, damit nur Berechtigte zugreifen können dies 223

232 NetMan for Schools Handbuch aber auf allen Stationen. Dadurch dass Sie den Administratoren das Ausführungsrecht für die Passwortaktion entziehen, werden diese nicht nach einem Passwort gefragt, im Ablaufmonitor erscheint die Meldung NetMan Rights : Checking <User is member of NetMan group Administratoren >: This is false und es wird zur nächsten Aktion übergegangen. Den gleichen Zweck wie die Abbruch -Aktion könnte in der vorliegenden Konfiguration die Aktion Marke anspringen erfüllen. Wieder wird die Ausführung der Aktion in Abhängigkeit von der Benutzereingabe durchgeführt. Hat der Benutzer abgebrochen, wird die Ausführung am Ende der Konfiguration fortgesetzt und die dazwischen liegende Programmaktion wird übersprungen. Die Aktion Marke anspringen ist dann sinnvoll, wenn ein längerer Block von Aktionen, der ansonsten in Gänze mit Ausführungsrechten versehen werden müsste, übersprungen wird oder wenn zu einer Marke gesprungen wird, die in der Abfolge der Aktionen bereits durchlaufen wurde. Auf diese Weise lässt sich eine logische Schleife aufbauen. Z.B. Führe die Aktion solange aus, bis die Bedingung nicht mehr existiert. 224

233 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Einfache Beispiele für häufig benötigte Aktionen Ähnlich zur Bestätigung ist die Dialogauswahl, in der Sie dem Benutzer von Ihnen selbst definierte Schaltflächen präsentieren können. Je nach gewählter Option wird ein Wert in die Ergebnisvariable geschrieben. Der Inhalt der Ergebnisvariablen kann wiederum in Bedingungen ausgewertet werden oder in folgenden Aktionen verwendet werden. Angenommen, es existieren nicht zwei, sondern sehr viele Benutzeroptionen, können Sie statt der Dialogauswahl die Listenauswahl einsetzen, die ähnlich arbeitet, aber beliebig viele Auswahloptionen in einer Liste präsentiert. Die Unterscheidung zwischen dem Textelement für den Endbenutzer und dem später verwendeten Parameter gestattet die Auswahl sprechender Optionen statt unverständlicher Parameter, wie sie typischerweise von den Programmen erwartet werden. Dialoge eignen sich generell, um Parameter zu erzeugen, die in der weiteren Verarbeitung an Programme übergeben werden können. Der Dateidialog wurde in 225

234 NetMan for Schools Handbuch einem Beispiel bereits erwähnt. Die Aktion Dateidialog verwendet den Windows- Standarddialog zur Dateiauswahl. Bei Verwendung der Aktion Dateiliste kann der Benutzer nicht beliebig durch Laufwerke, Netzwerk und Verzeichnisse wechseln. Angezeigt wird nur eine Liste, die diejenige Auswahl an Dateien enthält, die der NetMan Administrator über die Dateischablonen vordefiniert hat. Als Option können Dateieigenschaften wie Dateigröße und Dateidatum sowie die Anzahl der selektierbaren Dateien angegeben werden: Die Aktion Dateiliste unterstützt die Verwendung von Wildcards. Der Aufruf für die oben gezeigte Auswahl lautet: [Laufwerk]:\[Verzeichnis]\[Unterverzeichnis]\*.docx Wollen Sie umfangreiche Auswahllisten gestalten, empfiehlt sich die Aktion Textliste. Diese Aktion importiert eine Textdatei, welche die Listeneinträge und die dazugehörigen Parameter enthält. 226

235 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Unter den Aktionseigenschaften müssen Sie nur den Pfad zur Textdatei angeben. Die Syntax innerhalb der Textdatei zur Darstellung im Listendialog lautet: [Listeneintrag] [Laufwerk]:\[Verzeichnis]\[Datei] Sollten Sie sich unsicher über die Syntax zum Editieren einer bestimmten Aktion sein, schauen Sie auf der Karte Info zu der jeweiligen Aktion nach. Dort finden Sie die genaue Verwendung erklärt und mit Beispielen illustriert. Die Aktion Parameter erlaubt die direkte Eingabe des Parameters durch den Endbenutzer. Wenn eckige Klammern in der Parameterdefinition stehen, wird dem Benutzer nur der Inhalt der eckigen Klammern übergeben. Dies können Leerzeichen sein oder auch ein vorgeschlagener Eintrag, der überschrieben werden kann. Die Textelemente außerhalb der eckigen Klammern werden dagegen immer unverändert übergeben. Die Eingabe kann verdeckt erfolgen. Als ein Beispiel für die Verwendung der Aktion Parameter mag die folgende Variante dienen: Sie können sich an einer Ressource mit Benutzerkonto und Passwort anmelden. Die Aktion Passwort ist dazu nicht geeignet, da Sie im Rahmen einer Aktionsfolge dazu dient, zu überprüfen, ob ein berechtigter Benutzer weitere Aktionen ausführen darf (z.b. beim Öffnen eines Ordners im NetMan Client). Angenommen die erforderliche Syntax der Parameter zur Anmeldung lautet: /user:<username> /password:<password> Dann können Sie die folgende Parameteraktion schalten: Das Konto des Benutzers ist bekannt und wird über die NetMan Variable NMUser" ermittelt. 227

236 NetMan for Schools Handbuch Die Passwortabfrage erfolgt nun als Parameteraktion, wobei nur die zehn Leerzeichen in den eckigen Klammern vom Benutzer verdeckt editierbar sind: Wie immer ist die Betrachtung der Aktionsverarbeitung im Ablaufmonitor hilfreich, wenn die gewünschten Resultate sich nicht einstellen. In unserem Fall bekommen wir die folgende Ausgabe. Eine ähnliche Syntax wie in unserem Beispiel hat der NET USE Befehl: NET USE [Gerätename *] [\\Computername\Freigabename[\Datenträger] [Kennwort ][/USER:[Domänenname\]Benutzername] Denkbar wäre folglich die Anmeldung an einer Netzwerkressource über diesen Befehl, den Sie über eine Ausführen-Aktion starten könnten. Die Ausführen Aktion hat weniger Möglichkeiten als die Programmaktion und kann im Gegensatz zu dieser auch in Start- und Beenden-Aktionen eingesetzt werden. In der folgenden Aktion wird der NET USE Befehl über das NetMan Hilfsprogramm HHCmd.exe über eine Ausführen -Aktion gestartet: 228

237 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Komplexere Aktionen Wir nehmen unser Word-Beispiel wieder auf: Angenommen, Sie wollen den Pfad für Microsoft Office auf einer Arbeitsstation ermitteln und darauf aufbauend Microsoft Word starten. Der Ablauf könnte in dieser Weise gestaltet werden: Zuerst wird der Office-Pfad in die Variable Returnvalue eingelesen. Wird ein leerer Pfad zurückgegeben wird zu einer Bestätigung gesprungen, dass Word nicht gefunden werden konnte. Der Office-Pfad könnte z.b. so ermittelt werden: 229

238 NetMan for Schools Handbuch Die Programmaktion benutzt diesen Wert, wenn er gesetzt werden konnte durch den Aufruf von %Returnvalue% Kann Word gefunden werden, wird zu einer Marke am Ende der Konfiguration (hinter der Bestätigung) gesprungen. Der Ablauf ist im folgenden Diagramm dargestellt: Das Word-Beispiel diente vor allem der Darstellung der logischen Struktur von Net- Man Konfigurationen vom Typ Container". Mit einer kleineren Erweiterung lässt es sich auch als Beispiel für Problemstellungen umformulieren, die in den Einsatzbereichen von NetMan häufiger auftreten: Angenommen NetMan wird von einem Informationsdienst in einer größeren Organisation eingesetzt, welche eigene Word-Dokumente als Informationsquellen über Terminalserverdienste bereitstellt. Dann könnten die Dokumente über Aktionen wie Dateidialoge, Dateilisten usw. selektiert und durch eine logische Verzweigung den Mitarbeitern des Informations- 230

239 Integration von Anwendungen und Hyperlinks dienstes als editierbare Dokumente, aber dem Publikum" über WordView.exe" im Lesemodus zur Verfügung gestellt werden. Die Parameteraktion erfordert keine Benutzeraktivität, da in der Parameterzeile die eckigen Klammen für Benutzereingaben fehlen. Entsprechend wird im Hintergrund die Variable Editor für Nicht-Mitglieder des Informationsdienstes auf WordView. exe gesetzt. Innerhalb der Programmaktion wird das folgende Kommando ausgeführt: %Command% %Document% Ähnliche Lösungsmöglichkeiten kämen in Betracht für: Internet Explorer oder einen alternativen Browser für unterschiedliche Benutzergruppen, 231

240 NetMan for Schools Handbuch Aufruf der eigenen Website oder ihre Bearbeitung (z.b.) über Frontpage, Aufruf unterschiedlicher Programme für gleiche Aufgaben abhängig vom Betriebssystem. Windows Skript Erweiterungen Über die Aktion Windows Skript können JScript, VBScript und WSH-Skripte gestartet werden. In WSH-Skripten (= Windows Script Host) können VBScript und JScript kombiniert werden. Über eigene Skripte kann der Funktionsumfang von NetMan erweitert bzw. die Mächtigkeit von NetMan Aktionen mit der von Windows Skript kombiniert werden. Dazu eignet sich NetMan besonders gut, weil alle wichtigen Systemparameter in Variablen vorliegen und daher einmal erstellte Skripte universelle Gültigkeit unter NetMan haben. Die Informationen der folgenden Abschnitte dieses Kapitels beschreiben die NetMan Schnittstellen für Windows Script und sind nur für Anwender interessant, die sich mit JScript, VBScript und/ oder XML auskennen. 1. Parameterübergabe an Skripte (NMParamExample.vbs) An Skripte können Parameter übergeben werden. Im VBSkript NMParamExample. vbs wird ein Parameter übergeben. Es existieren diverse Beispielskripte im Internet und/oder als Beilage zu Lehrbüchern. Für die Zusammenarbeit mit NetMan ist die Parameterübergabe eine wichtige Schnittstelle. 001 ' ********************************************************** ** 002 ' * 003 ' * NetMan Desktop Manager Windows Script Host Interface 004 ' * (c) 2006 H+H Software GmbH 005 ' * VBScript NMParamExample.vbs 006 ' * 007 ' * About: example script, to demonstrate how to pass parameters 008 ' * from NetMan actions to a Windows script 009 ' * 010 ' ********************************************************** *** ' force explicit variable declaration Option Explicit ' declare variables Dim oshell 017 Dim strparams, strmsgtitle 018 Dim ncounter 232

241 Integration von Anwendungen und Hyperlinks 019 'create objects Set oshell = Wscript.CreateObject("WScript.Shell") 021 strmsgtitle = "H+H NetMan 3 Windows Script Example" ' check number of arguments and display them If WScript.Arguments.Count Then 025 strparams = "" 026 For ncounter = 0 To WScript.Arguments.Count strparams = strparams + Chr(10) + WScript. Arguments(nCounter) 028 Next 029 MsgBox "Arguments passed to this script are:" + Chr(10)_ + strparams, vbokonly, strmsgtitle 030 Else 031 MsgBox "No Argument was passed to this script.", vbokonly, strmsgtitle 032 End If Set oshell = Nothing Deshalb dokumentieren wir hier eine Parameterübergabe zusätzlich noch für JScript (es werden bis zu drei Parameter entgegengenommen): 001 var objarguments = WScript.Arguments; 002 if (objarguments.length == 0) 003 { 004 for (var i=0; i < objarguments.length; i++) 005 { 006 switch(i) 007 { 008 case 0: cparam1 = objarguments(i) ;break 009 case 1: cparam2 = objarguments(i) ;break 010 case 2: cparam3 = objarguments(i) ;break } 013 } 014 } 233

242 NetMan for Schools Handbuch 2. Ablaufmeldungen erzeugen (NMTraceExample.vbs) Um Meldungen über den Ablaufmonitor auszugeben, muss dieser als Komponente verwendet werden. Der Ablaufmonitor stellt eine COM-Schnittstelle (COM = Component Object Model) zur Verfügung. Es kann ein COM-Object über HHTrace.HH- ComTrace erzeugt werden: Set ohhtrace = CreateObject( HHTrace.HHComTrace ) Verfügbare Methoden Trace(strMessage) Eigenschaften Module = strmodule Level = nlevel Die Nachricht in den Ablaufmonitor sollte mit einem Zeilenumbruch CHR(10) abgeschlossen werden. Der Modulname kann in die Ausgabe des Ablaufmonitors eingeblendet werden, um die Quelle der Nachricht identifizieren zu können. Drei Varianten der Nachrichtenausgabe stehen zur Verfügung: 1 = nur Fehlermeldungen 2 = Benutzernachrichten (empfohlen) 6 = alle Nachrichten Beispiel 001 Set ohhtrace = CreateObject("HHTrace.HHComTrace") 002 ohhtrace.level = ohhtrace.module = WSH Interface 004 write two trace message to monitor 005 ohhtrace.trace The message was created from a Windows script. + Chr(10) 006 ohhtrace.trace Example script is NMTraceExample.vbs + Chr(10) Das definierte Modul WSH Interface erzeugt die folgende Ausgabe: 234

243 Integration von Anwendungen und Hyperlinks 3. NetMan Environment lesen oder schreiben (NMEnvExample.vbs) Die Environment DLL muss als Komponente verwendet werden. Sie stellt eine COM-Schnittstelle (COM = Component Object Model) zur Verfügung. Es kann ein COM-Object über NMEnv.HHComEnv erzeugt werden: Set onmenv = CreateObject( NMEnv.HHComEnv ) Verfügbare Methoden HHEnvGet(strNetManEvironmentVar) HHEnvSet(strNetManEvironmentVar,strValue) In unserem Beispiel werden die Variablen NMUser und NMHome über HHEnvGet ausgelesen und eine Testvariable in das NetMan Environment mit HHEnvSet geschrieben: 001 ' force explicit variable declaration Option Explicit delare variables Dim onmenv 006 Dim strmsg, strmsgtitle 007 Dim brc 008 Dim strnmhome NMHome contains NetMan server path 009 Dim strnmuser NMUser contains NetMan user name create environment object Set onmenv = CreateObject( NMEnv.HHComEnv ) get value of variables NMHome and NMUser strnmhome = onmenv.hhenvget( NMHome ) 016 strnmuser = onmenv.hhenvget( NMUser ) 017 strmsgtitle = H+H NetMan 3 Windows Script Host Interface If strnmhome <> Then 020 create message strmsg = Your NetMan user name is: + strnmuser + Chr(10)_ NetMan home directory is: + strnmhome + Chr(10) + Chr(10)_ These variables were read from NetMan environment. + Chr(10)_ Now a new variable (..test ) will be written to NetMan environment. 025 MsgBox strmsg, vbokonly, strmsgtitle write new variable to NetMan environment strmsg = Variable..Test was created by & strnmuser & from Windows Script Host! 235

244 NetMan for Schools Handbuch 029 brc = onmenv.hhenvset(..test, strmsg) If brc Then 032 MsgBox strmsg + Chr(10) _ Chr(10) _ Look to NetMan environment monitor! + Chr(10) _ The variable should be the first in the list. + Chr(10) + Chr(10)_ This may demonstrate how scripts get information from NetMan + Chr(10)_ environment and write script results to NetMan environment to + Chr(10)_ inform further NetMan actions about scripting results., vbokonly, strmsgtitle 039 else 040 MsgBox Error: Unable to write test variable to the NetMan environment!, vbokonly, strmsgtitle 041 End If 042 else 043 strnmhome is empty MsgBox NetMan Desktop Client is either not installed or not running., vbokonly, strmsgtitle 045 End If 236

245 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Spezielle Konfigurationen und Anwendungen Start- und Endkonfigurationen Start- und Endkonfigurationen werden nicht unbedingt benötigt, können aber sinnvoll sein. Eine Konfiguration wird zu einer Start- oder Endkonfiguration, indem sie als solche definiert wird. In NetMan for Schools dienen Start- und Endkonfigurationen dazu, den verschiedenartigen Benutzertypen definierte Arbeitsbedingungen zuzuweisen. Nach dem Setup ist die Konfiguration mit der ID NMStartup als Startkonfiguration und die Konfiguration NMShutDown als Endkonfiguration eingetragen. NMStartup führt mehrere weitere Sytemkonfigurationen aus und weist der NetMan for Schools Arbeitsumgebung mittels einer Environmentmentdatei einen Satz Environmentvariablen zu. Mit der Aktion Ausführen werden Benutzer- und Anwendungslaufwerk verbunden. 237

246 NetMan for Schools Handbuch In der Endkonfiguration werden diese Laufwerke wieder getrennt. Exemplarisch betrachten wir die Ausführung der Konfiguration E-SUB-SRESTR. In dieser Konfiguration wird getestet, welcher Benutzertyp sich anmeldet und dementsprechend verschiedene weitere Aktionen ausgeführt. So werden benutzerabhängig Internetfilter gesetzt (Aktion Internetfilter"), das Content Redirect aktiviert (Aktion Content Redirect") und der Zugriff auf Laufwerke sowohl in Sitzungen wie auf den Windows Clients reguliert (Aktionen Clientlaufwerksfilter setzen" und Lokaler Laufwerksfilter"). Sie sehen, dass um unterschiedliche Startaktionen zu realisieren, nicht zwangsläufig separate Konfigurationen erforderlich sind. Da jeder Aktion ein Ausführungsrecht zugeordnet werden kann, können über Ausführungsrechte Differenzierungen innerhalb einer Konfiguration definiert werden. Verwenden Sie grundsätzlich Rückgabewerte für die Aktionen der Startkonfigurationen selbst wenn Sie die Rückgabewerte nicht auswerten. Ansonsten könnte es vorkommen, dass im Falle einer fehlerhaften Aktion die folgenden Aktionen nicht mehr ausgeführt werden. Eine Start- und Endkonfiguration kann nicht nur in den NetMan Einstellungen unter Allgemein hinterlegt werden. Ebenso ist es möglich, Start- und Endkonfigurationen im Benutzerkontext, sprich bei Benutzerprofilen, Benutzern, Stationsprofilen und Stationen zu hinterlegen. In diesem Fall werden alle Konfigurationen der Reihe nach abgearbeitet. Die Vorgehensweise verdeutlicht die nachstehende Grafik. 238

247 Integration von Anwendungen und Hyperlinks Es wird unbedingt empfohlen, die vorinstallierten Start- und Endkonfigurationen unverändert zu belassen! Eine fehlerhafte Manipulation könnte zum Unbrauchbarwerden Ihres gesamten NetMan for Schools Systems führen! Integration CD-ROM basierter Anwendungen Als CD-ROM basierte Anwendungen sollen solche bezeichnet werden, die zur Laufzeit CDs mit Daten benötigen. CD-ROM Anwendungen sind oftmals im Netzwerk nicht ganz einfach zu installieren: CD-ROM Anwendungen lassen sich in vielen Fällen nur über einen Laufwerksbezeichner installieren und betreiben. Der jeweilige Laufwerksbezeichner beim Setup wird oft in der Registrationsdatenbank, in INI-Dateien oder nicht editierbaren Dateien abgelegt, so dass eine Änderung dieses Laufwerksbezeichners U: nur durch Neuinstallation der Anwendung möglich ist. Diese Problematik wiegt umso schwerer, je mehr CDs der Anwendung zur gleichen Zeit zugeordnet werden sollen. In einem Netzwerk mit vielen CD-Anwendungen konkurrieren die vorhandenen Anwendungen um die Laufwerksbezeichner. Die CDs werden zum Teil in einem physikalischen CD-Laufwerk erwartet. Eine solche CD-Anwendung soll im Folgenden exemplarisch installiert werden. Die Installationsparameter sind wie folgt: Die Anwendung soll in das zentrale Anwendungslaufwerk K: installiert werden. Unser Anwendungslaufwerk wurde über die NetMan Einstellungen konfiguriert und ordnet beim Start von NetMan die zentral im Netz installierten Anwendungen der Arbeitsstation über den Laufwerksbezeichner K: (NMAppDrive) zu. 239

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