Sprachförderkonzept der Leonardo Vinci Gesamtschule Wolfsburg

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1 Sprachförderkonzept der Leonardo Vinci Gesamtschule Wolfsburg

2 Sprachförderkonzept (DaZ) an der Leonardo da Vinci Gesamtschule Wolfsburg Inhalt 1 Einleitung und Ist-Standsbeschreibung: Sprachförderung an der Leonardo da Vinci Gesamtschule Wolfsburg, aktueller Zustand und angestrebtes Ziel Problembeschreibung Konkrete Ziele des Sprachförderkonzeptes (DaZ) Konzeption der DaZ-Förderung Vernetzung mit den schulinternen Fachcurricula Basisförderung DaZ Förderung der Fachsprache Die Zusammensetzung der Sprachförderkurse Sprachförderung im Pausen- und Ganztagsbereich Aufnahmekonzept für Schülerinnen und Schüler, die aus Italien zuziehen Anmeldung Inhalt des Aufnahmegesprächs (als Checkliste, Anlage): Begrüßung am ersten Schultag Inhalt des Begrüßungspakets: Aufgaben des Paten (als Checkliste vorbereiten): Begleitung der Eltern und Schüler bei der Integration... 8 Wolfsburg, den Für die AG Sprachenkonzept Arne Sewing (Didaktischer Leiter) und Anica Heidemann (DaZ-Sprachkoordinatorin) AG Sprachförderkonzept: Frau Angelika Böttcher, Frau Frenzel, Frau Heidemann, Frau Amendola, Herr Burlando, Herr Tukuser, Herr Sewing Bearbeiter: AG Sprachförderkonzept,Sewing

3 1 Einleitung und Ist-Standsbeschreibung: Sprachförderung an der Leonardo da Vinci Gesamtschule Wolfsburg, aktueller Zustand und angestrebtes Ziel Das Sprachförderkonzept begreif sich als integraler Bestandteil der Willkommenskultur an der Leonardo da Vinci Gesamtschule in Wolfsburg, denn immer mehr Menschen insbesondere aus anderen Nationen zieht es nach Wolfsburg und die nähere Umgebung, wo sie neben einem beruflichen Wandel auch als gesamte Familie mit einer kulturellen und vor allem sprachlichen Veränderung konfrontiert werden. Im vorliegenden Sprachförderkonzept sind aus diesem Grund in Kapitel 5 die außerunterrichtlichen Sprachförder- und Integrationsmaßnahmen für die kommenden Schuljahre aufgeführt wie auch das grundsätzlich überarbeitete Aufnahmeverfahren in Kapitel 6 skizziert. Anhand dieser Bausteine ist konkret ablesbar, wie umfassend und tiefgreifend die Herausforderungen dieser Migrationssituation für unsere Schule sind. Die Leonardo da Vinci Gesamtschule ist mit ihrem deutsch-italienischen bilingualen und bikulturellen Zweig sowie als Europaschule bei der Suche nach einer Schule häufig die erste Wahl für die schulpflichtigen Kinder, insbesondere aus italienischen Familien. In den letzten zwei Jahren hat die Zuwanderung in Wolfsburg im Vergleich zu den vorherigen Jahren stark zugenommen. Im Vergleich zu den vorherigen 20 Jahren Seiteneinsteigerpraxis mit maximal 4 Seiteneinsteigern pro Schuljahr, wurden seit dem insgesamt 93 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund (v.a. Italiener, aber auch Ungarn, Polen, Portugiesen) in die Leonardo da Vinci Gesamtschule in den Jahrgängen fünf bis zehn aufgenommen, darunter sind auch viele Geschwisterkinder. Von den insgesamt 93 Schülerinnen und Schülern kamen 45 im Schuljahr 2013/14 an die Schule (zwei komplette Schulklassen!). Seit September 2014 hat die Schule bis zum März 2015 noch einmal 32 Schülerinnen und Schüler aufgenommen. Diese Tatsache stellt die Schule mit aktuell weiter fortschreitenden Anmeldezahlen von Seiteneinsteigern zunehmend vor enorme Herausforderungen, die neben dem Aufbau des NW-Profils, dem Aufbau und der Weiterentwicklung des Ganztagsbereiches sowie der Arbeit an der qualitativen Weiterentwicklung der Anmeldezahlen mit Blick auf die Gymnasiale Oberstufe die Entwicklungskräfte der Schule in hohem Maße beanspruchten und weiter beanspruchen werden. Zudem ist die Versorgung mit bilingualen italienischen Lehrkräften erst seit der Einstellung von Sig. Bresciani im März 2015 wieder auf den Stand der Minimalbesetzung gestiegen. Im Januar 2014 stellte die Schule einen Antrag auf Einrichtung zweier Sprachlernklassen, dem die Landesschulbehörde nicht entsprach. Im November 2014 erneuerte die Schule diesen Antrag und erhielt ab Januar 2015 mehrfach Stundenzuweisungen. So konnte eine Lehrkraft mit DaZ-Zusatzqualifikation eingestellt werden, die seit dem mit 24,5 Stunden DaZ-Unterricht im Rahmen einer Langzeitvertretung mit verschiedenen Kursen durchführt. Eine zweite Lehrkraft konnte trotz intensiver Zusammenarbeit zwischen Schule und Landesschulbehörde nicht verpflichtet werden, so dass der Schule zwar Stunden zur Verfügung stehe, die nicht durch KollegInnen aus dem eigenen Kollegium übernommen werden können. Die meisten der zugewanderten Schülerinnen und Schüler, die als Seiteneinsteiger aus dem Ausland zu uns kommen, kommen ohne grundlegende Deutschkenntnisse an die Schule und müssen von Grund auf neu beginnen. 1 Da die Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen nicht des Italienischen mächtig sind, treten notwendiger Weise im Fachunterricht eine Vielzahl an Kommunikations- und Verständnisproblemen auf. So kam es vereinzelt zu sozialen Spannungen und Missverständnissen zwischen deutscher und italienischer Schülerschaft, worauf die Mitarbeiter des Teams Ganztags & Schulsozialarbeit reagierten und für das Schuljahr 2014/15 konkrete Projekte und Maßnahmen geplant haben, die auf diese Situation angemessen und vorausschauend reagieren (Vorfahrt für Vielfalt, Schritte gegen Tritte, Buddy-Projekte). 1 Viele SuS realisieren erst nach einigen Monaten, dass sie vorerst mehrere Jahre in Deutschland, für sie in der Fremde, bleiben werden und bauen nicht selten eine emotionale Blockadeund Verweigerungshaltung auf, um die Rückkehr nach Italien zu erzwingen. Hier setzt das Konzept zur Willkommenskultur an. Bearbeiter: AG Sprachförderkonzept,Sewing

4 Das bisherige Konzept sieht vor, dass alle Neuzugänge die bilingualen Klassen besuchen, was auf der Zuordnung der ersten Fremdsprache Italienisch und somit dem bilingualen Unterricht im Fach Gesellschaftslehre beruht sowie auf der Präsenz der italienischen muttersprachlichen Lehrkräfte in diesen Klassen. Dies ist speziell für die Elternarbeit als einer Gelingensbedingung für die erfolgreiche Integration von großer Wichtigkeit. Angesichts der Zahl von zu betreuenden italienischen Familien stoßen die Lehrkräfte der Fachgruppe Italienisch aber an ihre Grenzen. Die Leonardo da Vinci Gesamtschule kooperiert zudem intensiv mit dem Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg, das einen unverzichtbaren Beitrag leistet. So erhalten Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache einzeln (vierstündig) oder in Kleingruppen wöchentlichen Förderunterricht. Zusätzlich zum Förderunterricht am Vormittag bietet das Integrationsreferat Wolfsburg Unterstützung bei der Anfertigung der Hausaufgaben für Kinder mit Migrationshintergrund an (dopo scuola). Die 12 Wochenstunden zur Förderung der Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache werden bisher für die Integrationsarbeit, Einzelförderung, von italienischen Lehrkräften begleitetem Fachunterricht, Prüfungsberatung, Elterngesprächen und ähnlichem verwendet. Im neuen Konzept sollen diese Stunden neu verteilt werden. 2 Problembeschreibung Durch fehlende Deutschkenntnisse entstehen im Schulleben Probleme, die auch an der Leonardo da Vinci Gesamtschule nicht ausgeblendet werden dürfen: Zunächst ist offensichtlich, dass die Lernenden den Fachunterricht nicht erfolgreich bewältigen können und so auf mehr oder weniger längere Sicht ein qualifizierter Schulabschluss gefährdet ist. Schwierig wird es vor allem für Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland, die von ihrem Alter her in die Jahrgänge 8-10 aufgenommen werden müssen. Sie können oftmals weder an den Praktika teilnehmen, noch haben sie oftmals eine reale Chance, die schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen in deutscher und englischer Sprache erfolgreich zu absolvieren. Hier ist eine intensive DaZ-Förderung im Rahmen einer Sprachlernklasse dringend erforderlich. Des Weiteren ist in sozialer Hinsicht eine Konfliktbewältigung zwischen deutschen und italienischen Jugendlichen untereinander in verbaler Form oft nicht möglich, weil die bilingualen Klassen mit der Anzahl der neuen Mitschülerinnen und Mitschüler oftmals überfordert sind. Insgesamt gesehen ist die Kommunikation mit Lehrkräften und Menschen der Schule, mit weiteren Institutionen und Medien für diese Schülerinnen und Schüler erschwert. Sprachförderung sowie die Entwicklung bzw. Verbesserung des schuleigenen Sprachförderkonzepts wird deshalb ein Entwicklungsvorhaben und Prozess der gesamten Schule in den kommenden Schuljahren sein. Ziel ist es, konkrete Vorstellungen und Vereinbarungen über die Sprachförderung in das Schulprogramm zu integrieren. Die Anwendung des so verankerten Sprachförderkonzeptes im Unterricht aller Fächer dient so auch allgemein Schülerinnen und Schülern mit Sprachförderbedarf, die von dem sprachsensiblen Unterricht profitieren werden. 3 Konkrete Ziele des Sprachförderkonzeptes (DaZ) Das Ziel der Sprachförderung ist in erster Linie, die Teilhabe an Bildung und Schulabschlüssen zu ermöglichen, in dem die gesamte Schulgemeinschaft darauf achtet, dass die deutsche Sprache als Hauptunterrichtssprache von allen SuS, seien sie in Deutschland geboren oder frisch nach Wolfsburg zugewandert, beherrscht und erfolgreich genutzt werden kann. Dieses Ziel setzt das Bewusstsein der gesamten Schulgemeinschaft voraus, dass jede Kommunikation, jede Schulstunde, jede Pausen- und Freizeitaktivität einen Sprechanlass darstellt. Um dies zu erreichen und zu entwickeln, werden Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt (Interkulturelle Fortbildungsmodule; Sprachkursangebot Italienisch für Anfänger für das Kollgegium; AnsprechpartnerInnen für die Leonardo da Vinci Gesamtschule Wolfsburg im Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg sind Dirk Grabow, Nora Ghiani, Frau Cultus). Dienstversammlungen und Gesamtkonferenzen werden genutzt, um die Fortschritte zu visualisieren und das Bewusstsein dafür weiter zu entwickeln. Bearbeiter: AG Sprachförderkonzept,Sewing

5 4 Konzeption der DaZ-Förderung Im Schulprogramm und Leitbild werden die konkreten Schritte und Entwicklungsziele beschrieben und Verantwortlichkeit festgelegt. Als DaZ-Net-Schule ist die Leonardo da Vinci Gesamtschule Wolfsburg mit anderen Schulen im Wolfsburger Raum vernetzt, die sich in ähnlicher Weise um die Sprachförderung von SuS kümmern, die frisch und ohne deutsche Sprachkenntnisse zu uns kommen. Im Rahmen dieser Vernetzung wurde das Aufgabenfeld der Sprachlernkoordination geschaffen, das mit zwei Entlastungsstunden gefördert wird. Frau Anica Heidemann betreut dieses Aufgabenfeld in der Leonardo da Vinci Gesamtschule Wolfsburg und nimmt gerade an den ersten Fortbildungsmodulen teil. Sie verfolgt die Umsetzung und die Evaluation dieser Schulentwicklungsaufgaben. 4.1 Vernetzung mit den schulinternen Fachcurricula Die Aufgabe, alle SuS beim Spracherwerb und bei der Weiterentwicklung ihrer sprachlichen Kompetenzen zu begleiten und zu unterstützen, wird in die schulinternen Arbeitspläne und Fachcurricula aufgenommen und verankert. 4.2 Basisförderung DaZ Die Sprachförderung für SuS nichtdeutscher Herkunftssprache gliedert sich an der Leonardo da Vinci Gesamtschule Wolfsburg in drei Bereiche auf: a) DaZ-Unterricht in der Sprachlernklasse, organisiert in Form von Sprachförderkursen b) Sprachförderung im Pausen- und im Ganztagsbereich c) Sprachförderung im Fachunterricht Die Leonardo da Vinci Gesamtschule Wolfsburg hat im Januar 2014 den Antrag auf Zuweisung zweier Sprachlernklasse gestellt und diesen Antrag im November 2014 erneuert. Der Schule sind seit Januar 2015 insgesamt 60 Sprachförderstunden zugewiesen worden. Diese Stunden werden in Form von sechs DaZ-Sprachförderkursen auf zwei Anforderungsstufen (A0- A1; A1-A2) parallel zum Regelunterricht vormittags durchgeführt. Dazu wurde ein Lehrwerk ( Beste Freunde, hueber-verlag) eingeführt. Den Lehrkräften stehen Medien und Lehrerhandbücher zur Verfügung. Die Arbeitshefte werden von den Schülerinnen und Schülern angeschafft. Einstufungstests und regelmäßige Lernkontrollen dokumentieren den Lernfortschitt der Schülerinnen und Schüler. Aus Grundlage dieser Lernkontrollen und der Sprechfähigkeit im Sprachunterricht entscheidet die Lehrkraft, ob ein Aufrücken in das höhere Anforderungsniveau sinnvoll ist. Die Lernerfolge werden in der individuellen Lernentwicklung, auch für die ILE-Gespräche, dokumentiert und den Schülerinnen und Schülern rückgemeldet wie auch in den Lernentwicklungsberichten aufgeführt. 4.3 Förderung der Fachsprache Um SuS nichtdeutscher Herkunftssprache rasch in die Fachsprache der abschlussrelevanten Fächer einführen zu können, kümmern sich die italienischen KollegInnen mit je zwei Stunden pro Jahrgang (= 12 Stunden zur Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache) um die sprachliche Vorentlastung von Texten und Leistungsnachweisen sowie um Erstellung von Materialien (gesammelt in Readern), die zweisprachig eine Brücke zum laufenden Unterrichtsgeschehen auf Deutsch darstellen. Das Ziel ist dabei, die SuS aus Italien so rasch wie möglich in die Lage zu versetzen, am Unterrichtsgeschehen aktiv teilhaben zu können. Sie sollen ihre Arbeitshaltung aus Italien nicht aufgeben, sondern positiv weiter entwickeln. Im Rahmen der Vorbereitungstage zu Beginn eines Schuljahres (September 2014, September 2015) erstellen die Jahrgangsfachgruppen eine Übersicht der Unterrichtsinhalte, welche die Mindestanforderungen besonders in den bislang wenig sprachlich geförderten und abschlussrelevanten Fächern MA, ENG und NW der zu erwartenden Kompetenzen (Test) erfüllen, damit die SuS nichtdeutscher Herkunftssprache die Chance bekommen, diese Leitungsnachweise erfolgreich abzulegen. Die Förderstunden der italienischen muttersprachlichen Lehrkräfte dienen der Vorbereitung der Themenübersicht und der sprachlichen Vorentlastung sowie Reduzierung der Fachtexte und Materialien. Bearbeiter: AG Sprachförderkonzept,Sewing

6 Um die Lehrkräfte des Kollegiums mit dem Italienischen vertraut zu machen, organisiert der Didaktische Leiter in Zusammenarbeit mit dem Integrationsreferat Wolfsburg einen Sprachkurs Italienisch für Anfänger, der direkt nach dem Unterrichtszeiten in der Schule stattfinden wird. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Förderung der interkulturellen Kompetenz im gesamten Kollegium. 4.4 Die Zusammensetzung der Sprachförderkurse Zu Beginn des Schuljahres 2014/15 wurden dreißig Schülerinnen und Schüler, die bereits im Schuljahr 2013/14 gekommen sind, eingestuft. Sie erhalten durch die italienischen Lehrkräfte in ihren Jahrgängen im Rahmen der Förder- und Forderstunden gezielte Förderung anhand der Unterrichtsgegenstände des laufenden Unterrichtes in den Fächern Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch. Die Sprachförderkurse werden mit 32 Schülerinnen und Schülern besetzt, die seit September 2014 aufgenommen worden sind. Die Kurse umfassen zwischen 4-6 Schülerinnen und Schüler. Die Einsteigerkurse erhalten 10 Stunden pro Woche, immer eine Doppelstunde pro Tag. So können die Schülerinnen und Schüler in ihren Stammklassen am Regelunterricht teilnehmen, damit die Integration, gerade in Fächern wie Kunst, Sport und Werken gut gelingt. Die Fortgeschrittenenkurse erhalten zwischen 5 und 8 Stunden Sprachförderunterricht pro Woche. Im bilingualen Sachfach Gesellschaftslehre bringen die italienischen Zuwandererkinder ihre Italienischkenntnisse ebenso gewinnbringend ein wie auch in der ersten Fremdsprache Italienisch. Eine Lehrkraft konnte seit dem nur für diesen DaZ-Sprachförderunterricht eingestellt werden. Die übrigen Stunden werden aus dem Kollegium heraus besetzt, da eine zweite Lehrkaft trotz großer gemeinsamer Anstrengung seitens der Schule und der Landesschulbehörde nicht eingestellt werden konnte. Um die Herausforderungen bewältigen zu können, gewährt der Co.As.Sc.It. Hannover e.v. insgesamt 18 Stunden mit zwei Lehrkräften, die jeweils an zwei Tagen pro Woche in die Schule kommen. 5 Sprachförderung im Pausen- und Ganztagsbereich Auch in den Pausen findet Sprachenlernen statt, hier ist die Kommunikation zwischen den SuS ein wichtiger Übungs- und Lernanlass. Um dies zu nutzen und zu verstärken, werden gezielte Angebote gemacht, die es den SuS nichtdeutscher Herkunftssprache ermöglichen werden, rasch und effektiv die deutsche Sprache zu erlernen und zu vertiefen. Alle nichtdeutschen SuS nehmen verbindlich im Rahmen des Sprachförderkonzeptes (DaZ) an Pausen-und Ganztagsangeboten teil. Angebote wie eine AG Schulhofitalienisch, die mit Fußball gepaart niedrigschwellig angelegt ist, bieten einen sanften Einstieg in sprachliche und spielerische Interaktion. Projekte im Bereich Kunst und Musik bieten weitere Anlässe zur Kommunikation zwischen deutschen und italienischen SuS. In Zusammenarbeit mit dem Verein CreARTE e.v. aus Wolfsburg werden Kunstprojekte mit deutschen und italienischen SuS für das Schuljahr 2014/15 durchgeführt. Die Paten (s.u.) werden in diese Maßnahmen aktiv eingebunden. Die Koordination dieser Maßnahmen liegt bei dem FBL Ganztag und Sport sowie dem Kooperationspartner des Ganztags sowie beim Didaktischen Leiter. 6 Aufnahmekonzept für Schülerinnen und Schüler, die aus Italien zuziehen Die Schwierigkeit bei der Aufnahme liegen auf mehreren Ebenen. So kommen italienische Familien über das ganze Jahr verstreut in der Schule an und werden nach Rücksprache mit den Jahrgangsleitungen rasch auf die freien Plätze in den Klassen verteilt. Es ist ebenfalls integraler Bestandteil der schulischen Willkommenskultur und praktisch erfahrbare Umsetzung des schulischen Leitbildes. Wie die Aufnahmen in Zukunft verbessert ablaufen werden, ist im Folgenden skizziert. 6.1 Anmeldung In einem ersten Schritt melden sich die Eltern im Sekretariat, um ihr Kind anzumelden. Hier werden nur die wichtigsten persönlichen Daten aufgenommen und auf ein Aufnahmegespräch hingewiesen. Bearbeiter: AG Sprachförderkonzept,Sewing

7 Das Sekretariat legt eine Schülerakte und eine ILE-Mappe an. In der Schülerakte sind alle Unterlagen, die man zur Anmeldung benötigt zweisprachig enthalten. Die Schülerakte kommt nach dem Aufnahmegespräch zurück ins Sekretariat, die ILE-Mappe verbleibt bei den zukünftigen Tutoren. Das Sekretariat leitet die Unterlagen an die zuständige Jahrgangsleitung weiter. Diese vereinbaren zusammen mit einer italienischen Lehrkraft einen Termin für ein Aufnahmegespräch. Daran nehmen die Eltern und das Kind teil. 6.2 Inhalt des Aufnahmegesprächs (als Checkliste, Anlage): Fragen der Eltern klären. Gemeinsames Ausfüllen und besprechen der Formalien Gespräch über den bisherigen schulischen Werdegang (dabei auch Begabungen etc. ansprechen) Information der Eltern bezüglich Benotung und Abschlüsse (Informationstext, Anlage) Informationen bezüglich des Sprachförderangebots In welchem Jahrgang soll der Schüler/die Schülerin kommen? Rücksprache mit der jeweiligen Jahrgangsleitung. Evtl. einen Termin für einen Einstufungstest vereinbaren, gerade für die Fächer, die schon bewertet werden können (z.b. Mathe / Englisch) Evtl. Aushändigung einer Adressliste aller Eltern der Klasse, um Kontakte zu ermöglichen. Aushändigung und Besprechung einer Materialliste und der weiterhin noch benötigten Hilfsmittel Der erste Schultag wird besprochen und die Eltern werden auf ein später stattfindendes Elternseminar hingewiesen. (Das Elternseminar für italienische Seiteneinsteiger wird 2x pro Schuljahr angeboten.) 6.3 Begrüßung am ersten Schultag Die Tutoren finden im Vorfeld einen Paten für den neuen Schüler / die neue Schülerin. Gemeinsam begrüßen sie den Schüler / die Schülerin am ersten Schultag. Sie besprechen den Stundenplan und die Zeiten der Sprachförderung. Der Tutor und der Pate werden hierfür ausgeplant bzw. vom Unterricht freigestellt. Es findet das Vorstellen in der Klasse statt. Hier wird dann von den Klassensprechern ein Begrüßungsgeschenk in Form eines Begrüßungspakets überreicht. Anschließend nimmt der neue Schüler am Unterricht teil. Der Pate steht mit Rat und Tat zur Seite. Der Pate hat eine Checkliste bekommen, auf der einzelne Punkte aufgeführt sind, die er gemeinsam mit dem neuen Schüler erledigen oder besprechen soll. Am Ende der Patenschaftszeit (flexibel, mindestens ein halbes Jahr) werden die Paten wieder offiziell entpflichtet. 6.4 Inhalt des Begrüßungspakets: Begrüßungsgeschenk: Bild der Klasse und ein Glücksstein Stundenplan Diario Adressliste der Klasse Telefonnummern der Schule Schülerausweis Essensmarke für ein Essen am ersten Tag Flyer der Schule oder Jahrbuch 6.5 Aufgaben des Paten (als Checkliste vorbereiten): einzelne Fächer näher erklären Führung durch die Schule persönliches Vorstellen bei einzelnen Personen der Schule Hinweise geben, wo man in der Freizeit etwas machen kann (z.b. Verein) Fragen / Hilfe bei Verständnisproblemen Bearbeiter: AG Sprachförderkonzept,Sewing

8 6.6 Begleitung der Eltern und Schüler bei der Integration Durchführung eines Elternseminars Nach der Einschulung zeitnahes Elterngespräch vereinbaren, um Rückmeldungen zur Integration des Schülers zu geben Wöchentlicher Gesprächstermin mit Schüler, Paten und Tutoren In diesem Gespräch wird dann auch entschieden, wie lange die Patenschaft offiziell läuft. Bearbeiter: AG Sprachförderkonzept,Sewing

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