Wechsel-Jahre Zwillingsmutter mit 50 das neue Leben der Beate Jankowiak

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1 Wechsel-Jahre Zwillingsmutter mit 50 das neue Leben der Beate Jankowiak Manni ohne den Rest der Welt WDR-Sportmoderator Manfred Breuckmann über die Zeit nach dem Mikrofon Ich kann s kaum erwarten Stadtaffe Peter Fox träumt von 100 Enkeln und dem Haus am See Hautnah Platinnetz.de-Kalender zeigt Generation 50plus nackt und selbstbewusst

2 125 Jahre Stiftung Marienhospital seit 1883 Marienhospital, Glockenstraße Wir verbinden universitäre Spitzenmedizin mit menschlicher Nähe Wir bieten Therapie und Rehabilitation seit 1905 Marienhospital Herne Klinikum der Ruhr-Universität Bochum 18 Fachabteilungen bieten ein breites diagnostisches und therapeutisches Spektrum und behandeln mehr als 85% aller Krankheitsbilder. Klinik Mitte, Hölkeskampring 40, Herne Klinik Börnig, Widumer Straße 8, Herne Telefon: / MVZ Medizinisches Versorgungszentrum Der Schwerpunkt dieser ambulanten, fachärztlichen Einrichtung an der Klinik-Mitte ist die onkologische und internistische sowie die ambulante angiologisch-phlebologische Versorgung von Patienten als Bindeglied zwischen hausärztlicher und stationärer Behandlung. Hölkeskampring 40, Herne Telefon: / Wir bilden aus und fördern Kompetenz im Gesundheitswesen Ausbildungsstätte für Pflegeberufe 150 Ausbildungsplätze ermöglichen jungen Menschen die Qualifikation als Gesundheits- und Krankenpflegerin/- pfleger sowie als Altenpflegerin/-pfleger. Widumer Straße 8, Herne Telefon: / Bildungswerk Marienhospital Unsere Seminare und Kurse bieten ein vielfältiges Angebot an Fort- und Weiterbildungen, nicht nur aus dem Gesundheitsbereich. Hölkeskampring 40, Herne Telefon: / Wir ermöglichen einen menschenwürdigen Abschied Lukas-Hospiz Herne Das Hospiz auf dem Gelände des Marienhospitals versteht das Sterben als Teil des Lebens. Es soll menschenwürdig, weitgehend beschwerdefrei, entscheidungs- und gestaltungsfähig ermöglicht werden. Jean-Vogel-Straße 43, Herne Telefon: / The-Ma GmbH & Co. KG Therapiezentrum Marienhospital Die moderne ambulante Praxis für Physiotherapie und physikalische Therapie wird im stationären Bereich durch die Logopädie und die Ergotherapie ergänzt. Klinik Mitte Telefon: / Klinik Börnig Telefon: / Wir fördern Lebensqualität im Alter Seniorenzentrum St. Georg Die zentrumsnahe Einrichtung besteht aus einem vollstationären Pflegebereich und einem Bereich mit Seniorenwohnungen. Sie bietet vielfältige Therapie- und Freizeitangebote und verfügt über diverse Tagesräume, eine Cafeteria, Kapelle und ein Schwimmbad. Wörthstraße 11-17, Herne Telefon: / Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth-Stift Das Leistungsspektrum dieser zentrumsnahen Einrichtung umfasst vollstationäre und Kurzzeitpflegeplätze, eine Demenzwohngruppe, ein vielfältiges Therapie- und Freizeitangebot sowie großzügige Tagesräume, eine Kapelle und eine Dachterrasse. Sodinger Straße 11, Herne Telefon: / Seniorenwohnanlagen Drei Seniorenwohnanlagen mit 528 Wohnungen die eigens für ältere Menschen ausgerichtet sind, liegen zentrumsnah und bieten in unterschiedlicher Größe für Alleinstehende oder Paare hohen Wohnkomfort. Altenhöfener Straße, Funkenbergstraße, Glockenstraße Telefon: / Ambulante Dienste Marienhospital Bei der häuslichen Pflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung stehen die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten stets im Vordergrund. Düngelstraße 31, Herne Telefon: / Gerichtsstraße 3, Herne Telefon: / seit 1931 seit 1966 seit 1977 seit 1979 seit St. Elisabeth-Stift, Haldenstraße Josefs-Hospital, Widumer Straße Marienhospital, Hölkeskampring St. Georg, Wörthstraße Klinik Börnig, Widumer Straße St. Elisabeth-Stift, Sodinger Straße Klinik Mitte, Hölkeskampring EDITORIAL Wir sind viele und wir ändern alles! Das Ruhrgebiet altert noch schneller als andere Regionen. Doch was sich für die einen als gesellschaftliches Horrorbild darstellt, sehen andere als Chance und Herausforderung., die vom Land NRW ausgezeichnete Initiative für alle, die im Ruhrgebiet anders alt werden wollen, zeigt uns seit einiger Zeit, wie das geht und dies überaus erfolgreich.. Magazin, Internet und Forum finden breite Resonanz und auch die Veranstaltung im September 2007, Wir sind viele und wir ändern alles! machte ihrem Titel alle Ehre. unserer Lebensführung geändert. Alles ist Bio. Alles ist Wellness. Wir sind schön. Alles wird gut? Haben Sie sich heute schon verwirklicht? Augenzwinkern Sie haben es gemerkt, da verquickt sich einiges. Jede und jeder von uns hat eigene Vorstellungen: Der eine engagiert sich für die Familie, der andere im Beruf, der nächste für das Klima. Mancher Lebenskünstler bringt gar alles unter einen Hut. Ein anderer hingegen findet nur Zeit für sich selbst. Warum nicht? Denn unsere Generation ist Vielfalt pur. Nichts ist unmöglich! In diesem Jahr starten und seine mittlerweile zahlreichen Kooperationspartner darunter die VHS Herne, die Stadtbibliothek Herne, die städtische Gleichstellungsstelle und die Herner FilmWelt eine Aktionswoche unter dem Titel Das Beste kommt noch und machen Lust aufs Älterwerden. Gern habe ich die Schirmherrschaft für diese Veranstaltungsreihe übernommen, zähle ich mich doch auch zu den vielen Menschen in unserer Region, die anders älter werden wollen. Und Das Beste kommt noch! Ja, wir sind viele und damit ändern wir alles. Was sage ich? Unsere Generation, die Generation 50plus, hat doch schon vieles verändert. Ist nicht das Bild der Familie heute ein völlig anderes als noch vor 25 oder 30 Jahren? Das Wort Ehe übersetzen die meisten von uns jetzt mit Partnerschaft. Homosexuelle Paare sind anerkannt. Selbst Singles sind anerkannte Mitglieder der Gesellschaft lachen Sie bitte nicht, das war tatsächlich einmal anders. Sie müssten sich vielleicht noch erinnern? Doch nun zu den ernsten Dingen: Es wird Zeit, darüber nachzudenken, wie wir unseren Lebensabend, unseren Ruhestand, verbringen wollen. Lebensabend? Ruhestand? Hilfe! Ich fühle mich doch taufrisch, habe viele Ideen, noch (mehr) Geld und möchte jetzt einmal so richtig... ja? Was möchte ich denn? Genau hier setzt das Magazin an hier stellt die Generation 50plus ihre Fragen und findet gemeinsam Antworten für eine attraktive Zukunft. Herzlichen Dank den Macherinnen Susanne Schübel und Susanne Zabel für dieses tolle Magazin und die Organisation der Veranstaltungsreihe. Herzlichen Dank allen Partnern, die unterstützen. Lassen Sie sich inspirieren von den vielen guten Ideen und werden Sie selbst aktiv. Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Verwirklichung Ihrer Lebensträume. Denken Sie immer daran: Das Beste kommt noch. Unsere Generation, das sind viele und verändert haben wir sehr viel. Nicht nur in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Sondern auch unsere Werte und Normen. Wir sind gleichberechtigt in der Partnerschaft. Frauen und Männer sind gleichgestellt in ihren beruflichen Chancen. Es war unsere Generation, die hier einen wesentlichen Fortschritt erreicht hat. Wir haben aber auch unsere Einstellung zur Umwelt und zu Horst Schiereck Oberbürgermeister der Stadt Herne 3

3 INHALT Chancen erkennen: Heike Bandholz (rechts), stellvertretende VHS-Leiterin, und die -Initiatorinnen Susanne Schübel (links) und Susanne Zabel TRIFFT VHS Gute Ideen brauchen Partner, wenn sie weiter wachsen wollen. Deshalb haben sich, die Initiative für alle, die anders alt werden wollen, und die Volkshochschule Herne zusammengetan. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft und insbesondere das Ruhrgebiet grundlegend verändern. Wir werden immer weniger, immer älter und immer bunter. Die Menschen müssen länger arbeiten und bereiten sich darauf vor. Unternehmen treten in den Wettbewerb um fähige Köpfe ob blond oder grau. Das Ruhrgebiet hat längst die Ärmel aufgekrempelt, um den Wandel zu meistern - wie so oft. Und die VHS Herne und wollen ihren Teil dazu beitragen, dass es gelingt. Eine Veranstaltungswoche unter dem Motto Das Beste kommt noch Anfang Februar 2009 wird deshalb der Anfang sein für kreative, kontroverse und kultige Events, die Spaß machen, Menschen zusammenführen und zum Handeln anregen. Die Herausforderungen, die das Leben in einer älter werdenden Gesellschaft für alle mit sich bringt, mit Lebensfreude und Lust zu meistern, kann nur gemeinsam gelingen. Deshalb sagt : Danke, Herne! Für die tolle Unterstützung, die engagierten Kooperationspartner und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Wenn nicht jetzt, wann dann? AUS DER REDAKTION Sie hatte alles wunderbar im Griff: den Partyservice, die Häppchen und ihr Leben. Souverän bewegte die Gastronomin Beate Jankowiak ihren schwellenden Babybauch durch die Räume der Fachhochschule. Sie eroberte uns im Sturm: 50 Jahre, schwanger mit Zwillingen und voller Tatendrang diese Frau war wie geschaffen für den Titel des neuen -Magazins. Kurz vor der Geburt präsentierte sich die werdende Mutter Porträtfotografin Bettina Engel-Albustin in einem Essener Studio voller Vorfreude auf die Zukunft. Alles wurde gut: Heute sind Lilith und Milla ein fröhliches Jahr alt, die Familie bricht auf zu neuen Ufern. Wir wünschen alles Gute und versprechen: Wir bleiben dran! Stolze Schönheit mit Babybauch: Beate Jankowiak (50) aus Witten 4 Editorial 3 Wir sind viele und wir ändern alles Horst Schiereck, Oberbürgermeister der Stadt Herne Inhalt 4 Aus der Redaktion trifft VHS Kurz & Knapp 6 Knüpfers Kolumne 7 Change on the Beach vom Wandeln und Wenden in Amerika Kurz & Knapp 7 Wechsel-Jahre 8 Zwillingsmutter mit 50 das neue Leben der Beate Jankowiak Keine Frage des Alters 13 Gute Vorbereitung und gesunde Lebensführung lassen späte Schwangerschaften gelingen Hautnah 14 Platinnetz.de-Kalender zeigt Generation 50plus nackt und selbstbewusst Manni ohne den Rest der Welt 16 Nie wieder 100 Prozent: WDR-Sportmoderator Manfred Breuckmann über die Zeit nach dem Mikrofon Nur ein Tropfen auf den heißen Stein 22 Wie werden wir in 20 Jahren wohnen? Ein Interview mit Prof. Dr. Volker Eichener, EBZ Buisiness School, Bochum Exklusiver Geschmack 24 Was dem Weinkenner seine Grand Crus, sind dem Genießer seine Raritätenkaffees. stellt die edelsten Sorten vor Wie es war, wie es wird. 27 Buchhändlerin Elisabeth Röttsches gibt Buchtipps für Lesespaß 50plus Ich kann s kaum erwarten 30 Stadtaffe Peter Fox träumt von 100 Enkeln und dem Haus am See INHALT Vererbte Verantwortung 32 Nachfolge im Reich der Düfte : Stadtparfümerie Pieper schafft den Übergang zur dritten Generation Wohnkultur für alle Generationen 35 NRW-Ministerium zeichnet aldo design in funktion mit dem Innovationspreis aus Man weiß, was man kann 37 Gründer 50plus: Aus der Arbeitslosigkeit heraus schaffte Druckermeister Jürgen Lietz den Sprung in die Selbständigkeit Helfen ist Ehrensache 38 Freiwilligenagenturen: Bürgerschaftliches Engagement liegt im Trend Schwer und schmutzig, aber schön 39 Mitmachen Mitfahren: das Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen Impressum / Vorschau 40 Wallis Kehraus 42 Jeens am Kallabräsa 5

4 AKTUELL KOLUMNE Kurz & Knapp MAUERBLÜMCHEN BEI DER WEITERBILDUNG ALTER SPIELT (K)EINE ROLLE FRANZ K. HAT BOCK AUF ROCK IM DURCHSCHNITT 13 JAHRE JÜNGER Ältere Beschäftigte sind an beruflicher Weiterbildung nur unzureichend beteiligt, das belegt der GeroStat Report Bildung und Alter vom Januar 2009, der Statistiken und Untersuchungen zum Bildungsniveau und zur Bildungsbeteiligung älterer Menschen zusammenführt. Die Daten lassen keinen Zweifel: Bislang sind die älteren Beschäftigten eine Randgruppe der Weiterbildung. Nur 19 Prozent der 50- bis 64-Jährigen nehmen innerhalb eines Jahres an beruflicher Weiterbildung teil viel weniger als in der Vergleichsgruppe der 30- bis 49-Jährigen mit 31 Prozent. Der gleiche Fakt spiegelt sich auch bei den Weiterbildungsangeboten der Unternehmen wider: Nur sechs Prozent aller Firmen mit älteren Beschäftigten beziehen diese in die betriebliche Weiterbildung ein. Spezielle Weiterbildungsangebote für Ältere gibt es nur im Ausnahmefall in einem Prozent der Betriebe. Kontakt: Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA) Lebenslanges Lernen Die Freude daran, anders älter zu werden, spielt die Hauptrolle, wenn die Seniorentheater-Plattform NRW zwischen April und Mai 2009 drei Theaterstücke für die Generation 50plus auf die Bühne des Consol Theaters Gelsenkirchen bringt. Gezeigt werden Wir, die Alten (1., 2., 28. und 29. April, 6. und 7. Mai), Die Kleinbürgerhochzeit (22. und 23. April) und Alles Sünde oder was? (26. April). Um die wachsende Seniorenund Generationentheaterszene in Nordrhein-Westfalen noch stärker auszubauen und die Wahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit zu steigern, hat das NRW Kultursekretariat gemeinsam mit dem Consol Theater und der Stadt Gelsenkirchen Ende 2006 die Seniorentheater-Plattform NRW gegründet. Neben regelmäßigen Aufführungen bietet die Plattform Workshops für Spielleiter, Theaterpädagogen, Regisseure und Darsteller an. Mehr Infos zu Stücken und Spieldaten gibt es unter www. seniorentheaterplattform.de Es war die Zeit der Schlaghosen, der Plateauschuhe, der langen Haare und des Krautrocks. Zu den Helden dieser Zeit gehörte die Wittener Band Franz K., die bis 1985 ganze Hallen zum Kochen brachte. Anfang 2009 sind ihre deutschsprachigen Hits zum ersten Mal auf CD zu hören mit dem alten Charme der Schallplatte, aber mit mehr Power. Überrascht war Stefan Josefus, Schlagzeuger und Produzent der Band, als die Produktionsfirma SPV verkündete, sie wolle die Platten Bock auf Rock (1977) und Geh zum Teufel (1978) auf kleine silberne Scheiben pressen. Stefan Josefus: Es ist toll, dass unsere Musik nach 30 Jahren noch angesagt ist. Rockmusikfans können die Lieder von Franz K. auf www. musicload.de downloaden oder auf als Video ansehen. Bestellmöglichkeit der CD zum Beispiel unter Menschen über 70 Jahre fühlen sich durchschnittlich 13 Jahre jünger als sie sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Anfang 2009 im Journal of Gerontology: Psychological Sciences veröffentlichte Studie, die von Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Michigan durchgeführt wurde. Die Studie untersucht Veränderungen der Selbstwahrnehmung des Alters und der Alterszufriedenheit über die Zeit anhand von Daten einer Berliner Studie. Die Ergebnisse sind eindeutig und überraschend: Es wurde beobachtet, dass sich die Distanz zwischen tatsächlichem und gefühltem Alter vergrößerte, je älter die Studienteilnehmer waren. Die Veränderung des gefühlten Alters ist dabei nicht nur vom Lebensalter, sondern auch vom Gesundheitsstatus der Senioren abhängig. Mehr Infos unter Das Alter spielt die Hauptrolle Rocken seit 30 Jahren: Franz K. Körperlich fit - geistig jung Chancen des Wandels Change on the Beach Vom Wandeln und Wenden in Amerika In Amerika haben sie gerade den Change gefeiert. Also den Wandel. (Das Wort Wende ist bei uns ja anderweitig vergeben.) Erhebend. Verwunderlich fand ich nur, wie viele junge und sehr junge Menschen in Washington dem Change, also dem Wandel oder auch dem Wechsel zugejubelt haben. Was wissen die denn schon von Change? Ihre Windeln jedenfalls haben wir gewechselt, nicht sie. C Chancen des Wandels? Na klar! Die entdecken wir gerade. Passiv zugesehen haben wir lange genug. Jetzt verwandeln wir unsere Lebensversicherung in Kleinhange-Experten, das sind wir und nicht die hoffnungsvollen, aber ahnungslosen Angehörigen der Generation Pampers&Ipod. Sondern wir, die wir schon zehn US-Präsidenten auf dem Erfahrungsbuckel hatten, bevor Barack Obama als 44. vereidigt worden ist. Wir über 50-Jährigen haben schon den Wechsel von Eisenhower zu Kennedy erlebt, von Carter zu Reagan und von Bush Senior zu Clinton. Wir wissen genau, was hinter dem rosa Horizont zu erwarten ist: mehr Horizont. Von wegen ewiger Sonnenuntergang mit Wedelpalmen und Sex on the Beach! Aber mit diesem Wissen prahlen wir nicht, wir wollen ja den jungen Leuten nicht die Partystimmung verderben. Ist doch schön, dass sie sich jetzt wieder für Politik begeistern, die gestern noch von allem so Gelangweilten! Dass sie der Gier abschwören und lieber ehrlich sparen und fleißig arbeiten wollen, ja, dienen sogar, wie Mr. Obama es ihnen vorgebetet hat! Ist doch schön, wenn ein US-Präsident unserem Nachwuchs einbläut, was wir uns nicht zu sagen trauten hätte ja spießig geklungen, irgendwie gestrig, so schmidthaft adenauerisch: dass ohne Fleiß kein Preis ist, dass man die astra nur per aspera erreicht, also nicht in Papas Opel, sondern zu Fuß! Und dass es besser ist, einen anständigen Beruf gründlich zu erlernen oder besser noch: zwei, drei, man weiß ja nie, wie viel Change der Arbeitsmarkt noch bringt, statt auf die Online-Sportwette zu vertrauen und aufs Erbe zu schielen! Das mit dem Erben kann sowieso noch dauern, weil wir ja gerade mal erst Mitte Fünfzig sind. Nur wenige Jahre noch und das Leben fängt an und währet noch lange. Schon mal was von Jopie Heesters gehört? Das bisschen, was von unseren Derivaten und in unseren Wertpapier- Depots noch übrig ist, das werden wir noch selbst verjuxen. Besser, ihr Jungen wisst darüber rechtzeitig Bescheid. Damit ihr eure zweitbesten Jahre, die frühen, nicht mit eitlem Warten aufs Erbe vertändelt, sondern fleißig ranklotzt und euch schon mal ein Sparschwein zulegt. Und nicht vergessen, brav die Rentenkasse zu bedienen! Text Uwe Knüpfer Illustration Janine Bell geld und kaufen uns davon ein Wohnmobil mit GPS und Funkkontakt zum World Wide Web. Damit wandeln wir dann Süd- und Nordeuropa ab und sobald dort die Straßen und die Campingplätze besser werden, auch Polen, den Balkan und die Ukraine. Krawatten lassen wir fortan getrost Mister President Obama binden und seine fleißigen Jugendbrigaden. Wir geben unsere in die Altkleidersammlung und die bügelfreien Popelinehosen gleich mit, und tragen nur noch T-Shirts und Jeans, bei Barbecue und Sex on the Beach, zur Not auch alkoholfreiem. Um mit unseren amerikanischen (jetzt wieder) Freunden zu sprechen: How s that for a change? Frei übersetzt: Ist das nicht mal `ne nette Abwechselung? 6 7

5 GESUNDHEIT UND LIFESTYLE GESUNDHEIT UND LIFESTYLE Eine Frau mit Mumm: Beate Jankowiak, Unternehmerin und sechsfache Mutter Zwillingsmutter mit 50 das neue Leben der Beate Jankowiak Wechsel-Jahre Text Julia Valtwies Fotos Christoph Fein / Michael Grosler /privat B abybauch statt Hitzewallungen: Als Beate Jankowiak mit 50 Jahren noch immer keine Wechseljahresbeschwerden spürte, besuchte sie ihre Frauenärztin. Diese diagnostizierte keine Hormonstörung, sondern den Beginn eines neuen Lebens: Die Gastronomin aus Witten war schwanger mit Zwillingen. Gemeinsam mit ihren vier Kindern aus erster Ehe und ihrem elf Jahre jüngeren Ehemann Thomas wagt sie nun den Neuanfang und zieht nach Berlin hat unser Leben komplett auf den Kopf gestellt, sagt Beate Jankowiak. Die Unternehmerin erweiterte ihr Bistro Panini, zog mit der Großfamilie in ein neues Haus. Und mittendrin die unglaubliche Nachricht: schwanger mit Zwillingen. Zuerst war es ein großer Schock für mich. Ich hatte Angst vor einer Fehlgeburt, erinnert sich die sechsfache Mutter, eine sportliche Frau, 1,75 m groß, kurze blonde Haare und voller Energie. Zurück zuhause berichtete sie ihrem Mann von der Neuigkeit. Das kann nicht wahr sein, war seine erste Reaktion. Der selbständige Raumausstatter war wegen einer Erkrankung zuvor immer davon ausgegangen, keine Kinder zeugen zu können. Das Paar hatte sich damit abgefunden, steckte seine Energie in ihre drei Unternehmen und die vier Kinder Miriam (25), Julika (22), Theresa (19) und Olmo (13). Der Umzug in das neue Haus nahe der Wittener Innenstadt sollte den glücklichen Beginn vom Rest des Lebens bilden. Nasenspitze an Nasenspitze Die Ankündigung der Zwillinge veränderte alles. Vorfreude und Sorgen, Hoffnungen und Ängste die Gefühle fuhren Achterbahn. Gesundheitlich konnte die Ärztin die werdenden Eltern beruhigen. Beate Jankowiak war körperlich und geistig topfit, einer glücklichen Schwangerschaft stand nichts im Wege. Zur Sicherheit buchten sie in der Praxis dennoch das Baby-Paket, bei dem sie die Kinder im Zwei-Wochen-Rhythmus per Ultraschall beobachteten. Wir haben gesehen, wie die zweieiigen Zwillinge Nasenspitze an Nasenspitze miteinander kommunizierten. Es gab zum Glück keine Komplikationen. Ich habe in der Schwangerschaft aber auch sehr gesund gelebt. Kaiserschnitt vier Wochen vor Termin Vier Wochen vor dem errechneten Termin kamen Lilith und Milla am 20. Dezember 2007 per Kaiserschnitt zur Welt. Eigentlich hatte ich mir eine natürliche Geburt gewünscht. Das wäre auch möglich gewesen, aber da sich die Plazenta gelöst hatte, musste die Geburt schnell eingeleitet werden, erinnert sich Beate. Ehemann Thomas war im Kreißsaal dabei und erlebte alles mit: Lilith kam als Erste. Ein unglaubliches Erlebnis. Miriam, Julika, Theresa und Olmo machten sich während der Schwangerschaft Sorgen um ihre Mutter, doch nach der Geburt war all das vergessen. Olmo ist heute stolz, endlich großer Bruder zu sein. Julika übernahm während der Auszeit ihrer Mutter das Panini, und Theresa hilft täglich beim Anziehen, Wickeln, Füttern und Bespaßen des Nachwuchses. Alles im Griff Der gute Zusammenhalt in der Familie ist ein großer Vorteil, wenn es darum geht, Unternehmen und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Während Beate und Thomas täglich von acht bis 20 Uhr beruflich unterwegs sind, Caterings vorbereiten, Kaffee servieren und Wohnungen einrichten, wirbelt Tochter Theresa mit Doris, einer Freundin der Familie, durch das Haus. Die beiden putzen, kochen, waschen und füttern die Kinder. Schlafens- und Essenszeiten werden schriftlich festgehalten, damit jeder, der die Kinder betreut, im Bilde ist. Wenn Beate Jankowiak sich mit der Buchführung beschäftigt, klemmt sie zwei Kindersitze an den Schreibtisch, setzt ihre Lesebrille auf und packt die Unterlagen aus. Wenn aber Lilith mit Stoffhund und Stift den Tisch abräumt und Milla ihren großen rosa Kreisel erforscht, kann sich die taffe Geschäftsfrau nur schwer kon

6 GESUNDHEIT UND LIFESTYLE Ob am Wickeltisch oder am Schreibtisch: Mama Beate hat alles fest im Griff Mit 70 da, wo andere mit 50 sind In der Erziehung von Lilith und Milla legt die sechsfache Mutter besonderen Wert auf Selbständigkeit und ein starkes Selbstwertgefühl. Sie sollen vorbereitet sein, wenn sie sich in der Schule Hänseleien von Kindern anhören müssen, deren Mütter im Schnitt 20 Jahre jünger sind als ihre. Einer der wichtigsten Gründe, der Familie Jankowiak zu dem Schritt in ein neues Leben bewegte, war das Gerede der Leute in Witten, die sich schon die Mäuler zerrissen, als ich 2003 einen jüngeren Mann heiratete. Es hat mich wirklich geärgert, dass ich mir während der Schwangerschaft Fragen anhören musste wie: Muss das denn noch sein? Warum soll ich mit 50 eine schlechtere Mutter sein als mit 25? In Berlin hofft das Paar auf einen Neuanzentrieren. Nachtschichten, bei denen sie in aller Ruhe um ein Uhr unter dem großen Glas-Kronleuchter sitzt, sind deshalb keine Seltenheit. Den Alltag gut organisiert Im Moment habe ich einen doppelten Fulltime-Job, sagt die Powerfrau, während sie den heruntergefallenen Zwieback für Lilith säubert und Freundin Doris mitteilt, was sie zum Mittag kochen soll. Beate Jankowiak hat ihren Alltag gut organisiert, viel besser als vor 25 Jahren, als sie zum ersten Mal Mutter wurde. Jüngere Mütter fragen sie regelmäßig, wieso sie nach fünf Schwangerschaften noch immer keine Schwangerschaftsstreifen hat, warum sie so schlank bleibt und trotz Zwillingen und Vollzeitjob die Ruhe bewahrt. Ihr Geheimnis: Trotz der absoluten Auslastung durch Familie und Beruf, gönnt sie sich täglich eine Stunde für sich meistens zwischen fünf und sechs Uhr morgens. Dann geht sie joggen oder verwöhnt ihren Körper mit einem heißen Bad und Lotionen. Beate Jankowiak: Auch wenn Thomas und ich arbeiten müssen, ist immer jemand für die Kinder da. Ich will mich aber in Zukunft hauptsächlich um die Kinder kümmern. Deshalb muss sich etwas ändern, denn die beiden sollen nicht in eine Kindertagesstätte. fang ohne böse Blicke. Im Frühling 2009 bricht die Familie alle Zelte in Witten ab und zieht in eine romantische Villa in Berlin direkt am See. Im Hinterhaus sollen unter anderem Kochseminare in gemütlicher Atmosphäre angeboten werden. Tochter Miriam regte den Umzug an. Sie hat sich als Make-up-Artist für Film- und Fernsehproduktionen in der Hauptstadt selbständig gemacht. Ihre Schwester Julika studiert an der Spree Marketing-Kommunikation. Gelassen in die Zukunft Die nächsten Jahre lässt die kecke Frau im Kapuzenpulli in Ruhe auf sich zukommen: Dass die Leute mich als Oma betiteln, finde ich ganz lustig. Doch wie wird es in 20 Jahren sein, wenn sie das Rentenalter erreicht hat und die Zwillinge gerade volljährig sind? Beate Jankowiak hat auch auf diese Frage ihre Antwort gefunden: Mit 70 werde ich da sein, wo andere mit 50 sind. Mein Mann ist dann erst 60 Jahre alt. Und die Zwillinge haben sich ja gegenseitig ein ganzes Leben lang. Beate Jankowiak wurde am 12. Juni 1957 in Frankfurt am Main geboren. Nach der Schule machte sie dort eine Ausbildung zur Kauffrau in der Textilbranche. Schon immer war Kochen ihr größtes Hobby: Am 14. Februar 2004 wagte sie dann den Schritt und eröffnete ihr Bistro Panini mit angeschlossenem Catering-Service. Gemeinsam mit ihrem 1969 geborenen Mann Thomas, den sie im September 2003 heiratete, führt sie einen Laden für Inneneinrichtung und Dekoration verkauft die Familie die Wittener Unternehmen und zieht nach Berlin. Glück hoch sechs: Theresa (19), Lilith (1), Miriam (25), Milla (1), Julika (22) und Olmo (13) unter dem Weihnachtsbaum 10 ADVERTORIAL Kaum sind die ersten 10 bis 20 Jahre des wunderschönen Erwachsenendaseins überstanden, stellt sich die Sichtweise für das weitere Leben völlig anders als bisher dar. Der eine oder die andere ist mit einem blauen Auge aus der letzten Beziehung halbwegs unversehrt davon gekommen, bei dem anderen oder der einen sind gerade die Wunden der letzten Beziehungsbeendigung verheilt, da taucht die Frage auf, ob die derzeitige Beziehung dauerhaft fortgesetzt und ob erneut oder erstmals eine Ehe geschlossen werden soll. Als Sabine und Oliver heirateten, waren sie immerhin schon 35 Jahre alt. Oliver hatte einen guten Job, Sabine arbeitete halbtags. In Olivers Mehrfamilienhaus, noch mit Schulden belastet, richteten sie ihre Ehewohnung ein. Auch Sabines Kinder aus erster Ehe damals 13 und 14 Jahre alt zogen gern mit ein. Kurz vor der Hochzeit nahmen das Paar einen Kredit auf, um es sich in der Wohnung so gemütlich wie möglich zu machen. Sabine hatte Euro gespart, die sie gerne in die Gemeinschaft investierte. Gemeinsam entscheiden die Eheleute, dass Sabine ihre Halbtagstätigkeit fortsetzt, allerdings ohne sich beruflich weiterzubilden. Nach 15 Jahren Ehe kommt es zur Trennung. Sabine möchte zwar gern in der Ehewohnung bleiben, sieht jedoch keine Möglichkeit und sucht sich eine kleine Wohnung. Die mittlerweile erwachsenen Kinder leben schon lange nicht mehr bei ihr. Weder Oliver noch Sabine dachten zu Beginn ihrer Ehe daran, einen Vertrag zu schließen. Mit 50plus stehen sie nun vor dem Problem, ihre weitere Existenz sichern zu müssen und den Lebensstandard zu erhalten, den sie in den gemeinsamen Jahren erreicht hatten. Schockiert sind sie, als sie hören, dass die finanziellen Aussichten für einen von beiden in diesem Fall für Sabine ziemlich düster aussehen. Auch wenn auf Olivers Haus keine Schulden mehr lasten und alle Umbaukredite längst getilgt sind, so ist angesichts der Anfang 2009 geltenden Immobilienpreise kaum mit einer Wertsteigerung zu rechnen, an der Sabine teilhaben könnte. Und es ist noch nicht einmal völlig abwegig, dass Sabine finanziell völlig leer ausgehen könnte. Keine Frage: Zum Zeitpunkt ihrer Eheschließung hat Oliver dieses Ergebnis ganz bestimmt nicht gewollt. Hätten die Eheleute eine Vereinbarung abgeschlossen, die beiden Interessen gerecht geworden und von beiden damals getragen worden wäre, ließe sich ein Existenzkampf zwischen den ehemals Liebenden vermeiden. Beide hätten von Anfang an gewusst, wie es im Falle einer Trennung um ihre finanzielle Zukunft bestellt wäre. Ihnen wäre von Anfang an klar gewesen, welches Risiko sie nicht nur in emotionaler, sondern auch in finanzieller Hinsicht eingegangen sind. Die Lebenssituation derjenigen, die im Alter von über 30- bis über 40-jährig eine Ehe eingehen wollen, ist eine völlig andere als diejenige, die in ihren Zwanzigern heiraten. Letztere stehen gerade am Beginn ihrer beruflichen Karriere, wollen eine Familie gründen, ein Eigenheim erwerben, ihr berufliches und finanziertes Fortkommen auf eine solide Basis stellen. Die Furcht vor einer Eheschließung ist in dieser Lebenssituation eher selten, während sie bei denjenigen, die in etwas reiferem Alter in eine neue Zweierbeziehung gehen und schon Trennungssituationen und Scheidungen hinter sich haben, häufiger auftritt. In dieser Lebensphase ist die weitere berufliche Laufbahn, insbesondere für den Mann, vorgezeichnet. Es sind Kinder aus einer vorherigen Beziehungen da, Immobilien erworben, kleinere Vermögenswerte, Ersparnisse und Vorsorgebeträge (z. B. Lebensversicherungen) für die Rente angespart. Die Ängste vor möglichen finanziellen Schäden durch eine Trennung sind dem Grunde nach berechtigt. Diese Ängste sollten zwischen den Partnern vor der Eheschließung thematisiert werden. Sie lassen sich in den meisten Fällen durch geeignete Eheverträge aus der Welt räumen. Will man keine neue Eheschließung, aber zusammen leben und wirtschaften, so bietet es sich ebenfalls oder erst recht an, vertragliche Absprachen zu treffen.

7 Beckenbodenzentrum Ruhrgebiet: Harninkontinenz ist heilbar Rund 75 % der Bevölkerung haben Beckenbodenprobleme. Ob Jung oder Alt, ob Mann oder Frau, jeder Mensch kann betroffen sein. Bis zu 40 % der Frauen über 50 Jahren leiden in unterschiedlichem Ausmaß an Harninkontinenz. Schwangerschaft und Geburt oder die nachlassende Kraft des Bindegewebes zählen zu den Hauptursachen. Für die Betroffenen bedeutet das eine deutliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Hilfe bietet das interdisziplinäre Beckenbodenzentrum Ruhrgebiet an der Frauenklinik des Evangelischen Krankenhauses Herne. Der große Vorteil des Beckenbodenzentrums Ruhrgebiet besteht in seinem interdisziplinären Ansatz. Blasenprobleme, Stuhlinkontinenz und Senkungsbeschwerden werden nie isoliert betrachtet. Es existiert eine enge, fachübergreifende Kooperation mit Proktologen (Spezialisten für Mastdarmerkrankungen), Urologen und Neurologen, um den Patientinnen eine optimale Beratung und Therapie anzubieten. Hinzugezogen werden außerdem Ernährungsberaterinnen, da auch der richtigen Ernährung eine wichtige Rolle bei einzelnen Beckenbodenproblemen zukommt. Von besonderer Bedeutung ist überdies die Zusammenarbeit mit den Physiotherapeutinnen. Eines unserer Hauptanliegen ist es, den Frauen die Hemmungen im Umgang mit diesem Thema zu nehmen, sagt Luljeta Korca. Die leitende Abteilungsärztin führt gemeinsam mit Chefärztin PD Dr. Gabriele Bonatz das Beckenbodenzentrum Ruhrgebiet an der Frauenklinik des EvK Herne. Trotz eines gesellschaftlichen Wandels, eines gestiegenen Bewusstseins für Vorsorge und Gesundheit sind Körperzonen wie der Genitalbereich noch immer mit großen Tabus und Scham verbunden. Ein Grund mag in anerzogenen Regeln und Verhaltensmustern liegen. Doch Harninkontinenz ist heilbar. Trotzdem erhalten nur 15 % der Patientinnen eine angemessene Behandlung. Ein erster wichtiger Schritt ist eine präzise urogynäkologische Diagnostik wie sie das Beckenbodenzentrum Ruhrgebiet mit seiner Spezialausstattung gewährleistet. Bei der Harninkontinenz wird unterschieden zwischen der Belastungsinkontinenz und der Dranginkontinenz. Unter Belastungsinkontinenz versteht man den nicht beherrschbaren Urinverlust bei körperlichen Anstrengungen wie Sport oder auch Treppensteigen. Dranginkontinenz ist die Folge einer überaktiven Blase. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein, so dass hier eine präzise Diagnose besonders wichtig ist. Inkontinenz im Zentrum Sie vermitteln den Frauen die Fähigkeit, ihren Beckenboden wahrzunehmen und im Alltag gezielt einzusetzen. Ein kontinuierliches Training ist wichtig, um diese Partie zu stabilisieren. Das gilt für den Bereich der Vorbeugung, der begleitenden Therapie und auch für die Phase der Rehabilitation nach einem möglichen operativen Eingriff. Inkontinenz kann je nach Ausprägung des Krankheitsbildes konservativ durch Medikamente oder durch ein gezieltes Beckenbodentraining behandelt werden. Helfen diese Maßnahmen nicht, so gibt es mehrere operative Möglichkeiten, um eine Besserung zu erreichen. Unter anderem kann zur Unterstützung der Harnröhre ein spannungsfreies Band eingesetzt oder bei einer Senkung ein Netz zur Unterstützung des defekten Gewebes eingelegt werden. Die leitende Abteilungsärztin Luljeta Korca: Mit unserem Behandlungskonzept, das wir individuell für jede Patientin im Rahmen einer interdisziplinären Beckenbodenkonferenz entwickeln, konnten wir schon vielen Frauen erfolgreich bei ihren Inkontinenz-Problemen helfen. Beckenbodenzentrum Ruhrgebiet Evangelisches Krankenhaus Herne Frauenklinik Wiescherstraße Herne GESUNDHEIT UND LIFESTYLE Macht Frauen Mut: Prof. Dr. Eva-Maria Grischke, Tübingen Keine Frage des Alters Gute Vorbereitung und gesunde Lebensführung lassen späte Schwangerschaften gelingen VON PROF. DR. MED. EVA-MARIA GRISCHKE Das Alter von 35 Jahren galt lange als Grenze, ab der die Medizin von einer späten Schwangerschaft sprach. Heute existiert diese Grenze so nicht mehr. Die berufliche Situation von Frauen und die modernen Lebensumstände von Familie und Partnerschaft verschieben seit einigen Jahren den Kinderwunsch stetig nach hinten. Das Risiko, ein Kind mit Down-Syndrom zur Welt zu bringen, steigt statistisch gesehen zwar an, doch sind die Untersuchungsmethoden dermaßen verbessert worden, dass zumindest durch den Eingriff keine Schäden mehr verursacht werden. Ultraschall und Blutabnahmen sorgen sowohl bei jüngeren als auch älteren Schwangeren für eine gute Kontrolle während der Schwangerschaft. Risiken kennen Die gesundheitlichen Risiken einer werdenden Mutter in höherem Alter sind dabei nicht zu leugnen. Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes sind nur zwei Beispiele, die zu Komplikationen in der Schwangerschaft führen können. Rein biologisch gesehen ist es entsprechend zwar besser, zwischen 20 und 25 Jahren schwanger zu werden. Doch die Medizin hat gelernt, mit späteren Schwangerschaften umzugehen. Vermehrte Kontrollen sind dabei nicht zwangsläufig erforderlich. Bewusste Ernährung und detaillierte Aufklärung durch den behandelnden Arzt können zu einem unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf beitragen. Das hängt nicht direkt mit dem Alter zusammen, sondern mit dem individuellen Gesundheitszustand. Mit 50 schwanger eine Seltenheit Häufig sehen sich Spätgebärende den Vorurteilen der Gesellschaft gegenüber. Sie werden als Oma betitelt, was die meisten verletzt. Zwar steigt das Alter schwangerer Frauen gesamtgesellschaftlich gesehen an, dennoch sind Schwangere im Alter von 50 Jahren eine Seltenheit. Die meisten Schwangeren findet man vielmehr unter den 30- bis 34-Jährigen. Der Trend geht dabei stetig in Richtung späte Schwangerschaft. Bewusste Entscheidung für das Kind Bei älteren Schwangeren besonders bei denen, die künstlich befruchtet wurden kann man häufig beobachten, wie gut sie vorbereitet sind, da sie sich bewusst für das Kind entschieden haben: Die finanzielle Situation ist stabil, das Umfeld eingestimmt. Wenn man sich also den Risiken bewusst und gesundheitlich nicht vorbelastet ist, steht einer späten Elternschaft unter medizinischen Gesichtspunkten nichts im Wege. ZUR PERSON Prof. Dr. med. Eva-Maria Grischke arbeitet seit Oktober 2007 im Rahmen einer Stiftungsprofessur für Gynäkologische Onkologie an der Universitäts- Frauenklinik Tübingen. Im Dezember 2008 leitete sie dort eine Patientenveranstaltung zum Thema Späte Schwangerschaft. Neben der Onkologie liegt auch die Geburtshilfe in ihrem Tätigkeitsbereich. Seit sie 1982 ihr Studium der Medizin in Heidelberg abschloss, arbeitete sie lange Zeit an der Frauenklinik Heidelberg, bevor sie im Jahr 2000 als Chefärztin in München anfing. INFO Das durchschnittliche Alter von Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes steigt seit den 70er Jahren kontinuierlich an. Waren 1970 die meisten werdenden Mütter zwischen 20 und 24 Jahre alt, so werden sie seit 2002 von den 30- bis 34-Jährigen abgelöst. An zweiter Stelle stehen die 35- bis 39-Jährigen. Auch die Zahl der Schwangeren im Alter von 40 bis 49 Jahren nimmt stetig zu für Schwangere ab 50 Jahren gibt es hingegen keine offiziellen Zahlen, da sie lediglich eine kleine Gruppe ausmachen. Dadurch, dass die erstgebärenden Mütter immer älter werden, sich der Zeitraum, in dem Frauen Kinder bekommen können allerdings nicht verändert, wird es in Zukunft immer weniger Kinder geben. Der demografische Wandel zu einer älter werdenden Gesellschaft wird somit vorangetrieben. Quelle: Statisches Bundesamt,

8 LIFESTYLE Hautnah Platinnetz.de-Kalender zeigt Generation 50plus nackt und selbstbewusst Text Susanne Schübel Fotos platinnetz.de LIFESTYLE Frederik, 57 Gabi, 52 Anuschka, 59 Marita, 48 Gabi, 46 Ich weiß, wer ich bin und das kann ich auch zeigen so lautet die neue Devise der Generation 50plus. Vorbei die Zeit, als Menschen in der Mitte des Lebens nicht mehr zu erwarten hatten, als Kaffeefahrten oder Heizdecken. In der Werbung, in Kinofilmen, in der Literatur und nicht zuletzt in der erotischen Fotografie zeigen Männer und Frauen jenseits der 50, wie sexy und vital sie sind. Mit einem solchen Ansturm von Klicks hatte Platinnetz.de, ein bundesweites Online-Netzwerk für alle in der Mitte des Lebens, wirklich nicht gerechnet. Im November 2008 präsentierte die vom Holtzbrinck-Verlag unterstützte Web-Community den ersten Best-Ager- Aktkalender Deutschlands da rauschte es nicht nur im Netz, sondern auch im Blätterwald. Sex sells in jedem Alter urteilten die Redaktionen erstaunt über die sinnlich-erotischen Fotos von zwölf Platinnetz-Mitgliedern. Ihr Altersdurchschnitt: 52 Jahre. Der Kalender Platinnetz hautnah kommt in edler Ästhetik daher, seidenmattes Papier, sepia-getönt. Im Spiel von Licht und Halbschatten zeigen elf Frauen und ein Mann jenseits der 50 blanke Brust, nackte Pos und klassische Erotikposen. Die Kamera beschönt wenig: Graue Haare, Falten, Altersflecken und markante Adern sind sichtbar und erhöhen gleichzeitig den Reiz der Bilder. Der Kalender zeigt Menschen, vom Leben und ihren Erfahrungen positiv geprägt, sagt Platinnetz- Geschäftsführerin Heike Helfenstein. Aus 150 Bewerbern wurden die Modelle ausgewählt. Die Vorentscheidung fällte die Platinnetz-Jury. Die schönsten zwölf ließ die Community via Web-Umfrage bestimmen. Dass anschließend unter den Nutzern eine scharfe Debatte über den Sinn solcher Kalenderprojekte begann, die auch an den Models nicht spurlos vorbeiging, überraschte die Platinnetz- Verantwortlichen der Kalender jedoch erschien trotzdem. Dabei sind Aktkalender nichts Neues, Studenten entblättern sich, Feuerwehrleute und Polizisten zumeist für einen guten Zweck. Wie schwer es für reifere Models ist, sich vor der Kamera auszuziehen, erzählt mit liebevollem Humor und großem Erfolg der britische Kinofilm Calendar Girls von Nigel Cole. Gleichwohl dokumentiert die Aufregung um den Hautnah -Kalender, dass in der deutschen Gesellschaft in Altersfragen derzeit ein Umdenken stattfindet. Normen, die früher sehr konkret das Verhalten von Menschen über 50 bestimmten und einengten, wirft die Generation, die sich aktuell auf die Rente zubewegt, selbstbewusst über Bord. Studien belegen, dass diese Menschen anders leben und anders gesehen werden wollen. Sie haben wichtige Veränderungen angeregt und umgesetzt. Sie wollen auf eine andere, angemessene Weise angesprochen werden, denn sie stehen für ein differenziertes, optimistisch geprägtes Bild vom Altwerden. Im Hautnah -Kalender wird es sichtbar. Aktmodell Anuschka, 59, Unternehmerin aus Baden-Württemberg und gerade zum zweiten Mal geschieden, antwortete im Interview mit spiegel online : Wir wollten zeigen, dass auch ältere Körper attraktiv und begehrenswert sind. Wir müssen uns nicht verstecken. Es ärgert sie, dass Menschen über 50 kein Sexleben zugetraut wird. Sie selbst habe ihre Sexualität erst vor Kurzem neu entdeckt: Wenn man älter ist, geht man damit unaufgeregter um, man kennt seinen Körper und kann seine Wünsche besser ausdrücken. Katy, 51, zu sehen auf dem Kalenderblatt Januar, ließ sich erst die Arbeiten der Fotografin vorlegen, danach fielen erst Bedenken und Hemmungen, anschließend die Kleider von ihr ab: Ich konnte die Aufnahmen machen, von denen ich bis dahin nur geträumt habe. Mit dem Kalender habe ich neue Seiten an mir entdeckt und bin jetzt richtig stolz darauf. Ich sehe mich als Vorreiterin für eine neue Lebenseinstellung. Über Platinnetz Platinnetz.de ist das kostenlose Online-Netzwerk für die Generation 50plus. Seit April 2007 haben sich über Junggebliebene bei Platinnetz registriert. Täglich werden mehr als Nachrichten versandt und jede Woche Tausende von Forenbeiträgen und Artikeln verfasst. Platinnetz ist mit über 30 Mio. Seitenklicks das aktivste Best-Ager-Netzwerk in Deutschland. Einen Blick auf die Fotos und weitere Infos zur Bestellung gibt es unter: 15

9 INTERVIEW INTERVIEW MANNI Text Jens Südmeier Fotos Bettina Engel-Albustin/Tanja Pickartz/WDR OHNE DEN REST DER WELT NIE WIEDER 100 PROZENT WDR-Sportmoderator Manfred Breuckmann über die Zeit nach dem Mikrofon Abschied von der Stimme des Reviers : Mit seinem letzten Satz* als Fußballkommentator schrieb Manni Breuckmann noch einmal ein kleines Stück Radiogeschichte. Die WDR 2-Hörer wählten seinen Spruch zum O-Ton des Jahres 2008 noch vor Barack Obamas Yes, we can. Doch verstummen wird der 57-Jährige damit noch lange nicht. -Redakteur Jens Südmeier sprach mit ihm über sein finales Spiel, neue Freiheiten und Pläne für die Zukunft. Herr Breuckmann, am 13. Dezember 2008 hatten Sie in Bochum Ihren letzten Einsatz für den WDR. Wie haben Sie diesen Moment erlebt? Es war arschkalt (schmunzelt). Und nach dem Spiel war ich sehr wehmütig, weil die Kollegen vom WDR Sport noch eine Art Konferenzschaltung gemacht haben, in der sie persönliche Erlebnisse mit mir erzählt haben. Da hatte ich schon Pipi in den Augen. Vorher gab es noch eine Ehrung durch die Deutsche Fußballliga. Ein Riesenaufgebot an Fotografen und Kameraleuten das bin ich ja auch nicht gewohnt. Das war schon ein tolles Gefühl. In der Ostkurve schrien die Bochumer Fans Manni, Manni. Gegenüber auf der Tribüne ein Plakat: Mach s gut, Manni. Das war manchmal wie in einem anderen Film. Was werden Sie am meisten vermissen? Ich werde selbstverständlich die Situationen im Stadion vermissen. Wenn in der neunzigsten Minute das entscheidende Tor fällt und ich da rum gröle. Aber das werde ich auch nicht auf Ewig vermissen. Denn jeder Trennungsschmerz lässt irgendwann mal nach. Und ich habe ja immer noch die Option, für die Blinden im Stadion zu kommentieren. Das gibt s in Bochum, Dortmund, Mönchengladbach und Leverkusen. In der Regel sitzen auf der Tribüne 20 bis 25 Blinde mit Kopfhörern auf und die bekommen das ganze Spiel übertragen. Das werde ich nicht regelmäßig machen, aber ab und zu mit Sicherheit. Sie hätten auch noch bis 65 beim WDR weitermachen können, haben nun aber einen Schlusspunkt gesetzt und sich für das Altersteilzeitmodell entschieden. Warum? Die Entscheidung fiel bereits im Jahre Damals hatte ich die Wahl, ob ich weitermache oder frühzeitig aussteige. Ich habe mir gedacht: In fünf Jahren möchte ich den Fuß etwas vom Gas nehmen. Ich habe 36 Jahre lang Fußballspiele kommentiert. Und es gibt so viel, was ich nebenher mache das rückt nun etwas mehr ins Zentrum. Was zum Beispiel? Ich werde sicherlich weiterhin Gastauftritte bei den anderen Hörfunksendern der ARD haben. Beim RBB in Berlin zum Beispiel führe ich alle 14 Tage sonntags ein Bundesligakommentargespräch das werde ich weiter machen, also ein bisschen ins Mikrofon sprechen. Außerdem bleibe ich dem Bundesligatippspiel Manni gegen den Rest der Welt noch bis zum Saisonende erhalten. Dann werde ich des Öfteren noch Veranstaltungen moderieren. Momentan schreibe ich ein Buch das Manuskript muss bis Ende April fertig sein. Es wird ein Fußballbuch mit dem Arbeitstitel Die fünfzig spektakulärsten Momente des deutschen Fußballs. Zu 50 Szenen schreibe ich einen Kommentar, eine Glosse oder ein kleines Hintergrundstück und interviewe die Protagonisten. Außerdem bin ich immer noch dabei, die ganzen Mails und Briefe abzuarbeiten. Rund 600 Mails habe ich nach meinem letzten Spiel bekommen. Weil mir das in meinem Leben nicht noch mal passieren wird, habe ich mir vorgenommen, alle persönlich zu beantworten. Langeweile hört sich anders an. Richtig. Ich hab so viele Kontakte, Beziehungen und dann schreibe ich auch immer wieder ein bisschen was für Zeitungen. Also, ich habe immer irgendetwas zu tun. Es werden nie wieder 100% werden das will ich auch gar nicht. Ich möchte meine freie Zeit genießen, solange ich noch in einem Alter und der Verfassung bin, dass fast alles möglich ist. Was macht Manni Breuckmann zukünftig samstags zwischen halb vier und viertel nach fünf? Da sitze ich auf meiner wunderschönen ockergelben Ledercouch, gucke Fernsehen oder höre Radio oder bin im Stadion. Oder ich bin vielleicht in der wunderbaren Düsseldorfer Altstadt und schaue erst abends, was da so los war in der Bundesliga. Das Schöne ist, dass ich die freie Auswahl habe, was ich mache. Vielleicht bin ich auch auf einer Städtereise in Stockholm oder Wien. Wer weiß? Ist das ein großer Traum von Ihnen? Mehr zu reisen? Ich werde auf jeden Fall häufiger verreisen. Keine großen Fernreisen, sondern mehr innerhalb Europas. Auf Mallorca 17

10 INTERVIEW Manni mit Fiege-Bierkutschermütze 2008 Kenntnisreich, fair und nie ohne Emotion: Manni am WDR-Mikrofon bin ich immer wieder sehr gerne. Dort habe ich in diesem Jahr von Februar bis Oktober ein Ferienhaus gemietet, in dem meine Frau und ich viel Zeit verbringen werden. Ich war auch noch nie in Norwegen. Einmal mit der Eisenbahn von Oslo nach Bergen zu fahren das wäre schon toll. Mein großer Traum geht aber in eine andere Richtung: Ich würde sehr gerne noch einen Roman schreiben. Erzählen, beschreiben, sich eine gute Geschichte ausdenken. Ich weiß, dass ich kein großer Schriftsteller bin, aber am Ende sein eigenes Buch in den Händen zu halten, ist schon ein irres Gefühl. Außerdem möchte ich meine freie Zeit nutzen, um mir Kunstausstellungen anzusehen, sehr viel zu lesen und um wieder mehr zu kochen. Das habe ich in letzter Zeit sehr vernachlässigt. Was kochen Sie am liebsten? Querbeet. Einer meiner Klassiker ist Rinderfilet mit Roquefortsauce das kann ich ziemlich gut. Was ich aber auf jeden Fall noch lernen möchte, ist backen. Es heißt immer: Man ist so alt, wie man sich fühlt. Wie alt fühlen Sie sich? Ein interessantes Thema. Die meisten Leute haben ein subjektives Alter, das unter ihrem wirklichen Alter liegt. Ich bin nun 57 und fühle mich, sagen wir mal, wie Mitte 40 gemessen an dem, was ich alles so tue, mache und lasse. Ich merke aber schon, dass in allen Bereichen die Kräfte eher schwinden. Man darf sich eben nicht einreden, wenn man auf die 60 zumarschiert, dass man kräftemäßig so gut drauf ist wie ein 30-Jähriger. Das stimmt einfach nicht. Sie stehen dem Älterwerden relativ gelassen gegenüber? Absolut. Was mir gut gefällt ist, dass man mit den Jahren souveräner wird. Man muss nicht mehr auf Teufel komm raus etwas erreichen. Ich lehne mich zwar nicht zurück und mache nichts mehr, aber ich muss einfach keinen verbissenen Ehrgeiz mehr entwickeln. Was tun Sie, um fit zu bleiben? Ich jogge regelmäßig, trinke nicht zuviel Alkohol. Ich rauche nur ab und zu, außerdem ernähre ich mich gesund. Ein Gesundheitsapostel bin ich zwar nicht, aber immer ein bisschen vorsichtig bei der Lebensführung. Trotzdem bin ich mir bewusst, dass mich auch eine schwere Krankheit erwischen kann das habe ich schon einmal im Hinterkopf gespeichert und bin zumindest darauf vorbereitet. Man sollte natürlich nicht den ganzen Tag darüber nachdenken, aber die Wahrscheinlichkeit wird ja größer. Deswegen finde ich auch den Spruch Carpe diem so wichtig. Also, nutze den Tag! Wichtig! Ohne Hektik! * Ich hab geschrien, ich hab geflüstert, ich hab gegähnt, ich hab gezittert, ich hab gefroren, ich hab geschwitzt, aber ich hab Spaß gehabt jedenfalls meistens in diesen 36 Jahren. Danke für s Zuhören und halten Sie der Bundesligakonferenz in der ARD die Treue. Manni Breuckmann am 13. Dezember 2008 nach dem Ende des Spiels VfL Bochum gegen den 1. FC Köln. Ehrung zum Bürger des Ruhrgebiets Vita Manni Breuckmann Manfred Manni Breuckmann wurde am 11. Juni 1951 in Datteln geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften in Bochum und Marburg, erlangte 1975 das erste Staatsexamen und arbeitete als Referendar in Düsseldorf. Bereits während des Studiums kommentierte Breuckmann Fußballspiele im Radio. Seine erste Übertragung war das Regionalligaspiel Wattenscheid gegen Neuss am 7. Mai wechselte er aus dem juristischen Fach komplett zum WDR er ging als landespolitischer Korrespondent, Moderator und vor allem als Fußballkommentator auf Sendung und berichtete u.a. aus der Bundesliga und von insgesamt sechs Welt- und sechs Europameisterschaften ernannte der Verein pro Ruhrgebiet Manni Breuckmann zum Bürger des Ruhrgebiets. Gemeinsam mit seiner 14 Jahre jüngeren Frau Susanne und dem Bearded Collie Camillo lebt er in Düsseldorf. 18 ADVERTORIAL Zur Autorin: Elke Müller leitet seit Juli 2008 die Ernährungsberatung in den convita apotheken. Die pharmazeutisch-technische Assistentin absolvierte 2005 die IHK-Weiterbildung zur Fachkraft zur Beurteilung ernährungsbedingter Krankheitsbilder und deren Behandlungsmöglichkeiten. Gut essen und gesund bleiben Vital, neugierig und voller Ideen älter werden wie wir durch die Balance von Ernährung und Bewegung unser Wohlbefinden steigern können VON ELKE MÜLLER, ERNÄHRUNGSBERATERIN, CONVITA APOTHEKEN HERNE Mit unserer Ernährung nehmen wir wichtigen Einfluss auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit im Alltag. Durch sie liefern wir unserem Körper wichtige Nährstoffe, doch ihr Einfluss kann auch negativ sein, durch Über- oder Fehlernährung. Nicht zuletzt erfordern verschiedene Lebensumstände und auch Krankheiten, wie Diabetes, Gicht, Osteoporose, ein besonderes Ernährungsverhalten. Wird unsere Ernährung den Anforderungen unseres Körpers nicht gerecht, muss unser Körper von seinen Reserven zehren. Das kann zur schleichenden Gesundheitsschädigung führen, deren Folgen sich mitunter erst nach Jahren zeigen und dann nicht mehr zu beheben sind. Umso wichtiger ist es deshalb, sich bewusst und den eigenen, persönlichen Lebensumständen entsprechend zu ernähren. Zeichen der Zeit aufhalten Die Zeit kann man nicht aufhalten, ihre Zeichen schon. Wir wollen unseren Kunden dabei helfen, körperlich, seelisch und geistig fit zu bleiben oder wieder zu werden. Wer sich nicht regelmäßig bewegt, läuft Gefahr, an Arthrose (Gelenkentzündung) und Osteoporose (Knochenschwund) zu erkranken. Gelenke brauchen regelmäßige Bewegung, um sie vor Entzündungen und Verformungen zu bewahren. Muskelzellen brauchen Bewegung, um stark zu bleiben. Das Skelett wiederum benötigt Pflege in Form von Kalzium, um nicht porös zu werden. Bei Gelenkbeschwerden können verschiedene pflanzliche Produkte die Schmerzen vermindern und Entzündungen lösen. Die Mischung macht s Gesund und ausgewogen genießen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat zehn Regeln aufgestellt: Essen Sie vielseitig, aber nicht zu viel. Essen Sie reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln. 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag geben uns alle Vitamine und Spurenelemente, die wir brauchen. Essen Sie täglich Milch und Milchprodukte, möglichst 1x die Woche Fisch, Fleisch, Wurst und Eier in Maßen. Reduzieren Sie Fett und fettreiche Lebensmittel. Bevorzugen Sie hochwertige Fette wie Oliven- oder Rapsöl. Achten Sie besonders auf versteckte Fette in Wurstwaren und Süßigkeiten. Zucker und Salz sollten nur in Maßen verzehrt werden. Würzen Sie lieber mit Kräutern und Gewürzen. Ganz besonders wichtig ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit in Form von Wasser, ungesüßten Kräuterund Früchtetees und Obstsäften, am besten als Schorle. Mindestens 1,5 Liter am Tag trinken. Alkohol und Kaffee in Maßen sind erlaubt. Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie Ihr Essen. Auch das Auge isst mit, also machen Sie es sich gemütlich am Tisch. Hektik und Stress sind nicht förderlich für die Gesundheit. Informationen & Beratung / Bestell- & Lieferservice Unkomplizierte Beratung Die individuelle und unkomplizierte Ernährungsberatung der convita apotheken hilft dabei, einen speziell auf die Bedürfnisse der Ratsuchenden zugeschnittenen Ernährungsplan zu erstellen, und unterstützt in allen Fragen rund um die Ernährung. Wir setzen auf Prävention: Deshalb bieten die convita apotheken regelmäßig kostenlose Seminare und Vorträge zum Thema Ernährung an, die hilfreiche Tipps geben werden wir diesen Service weiter ausbauen speziell für die Generation 50plus und Familien. convita apotheke am EVK Wiescherstraße Herne Tel 02323/ convita apotheke an der Akademie Mont-Cenis-Str Herne Tel 02323/50595 convita apotheke am EVK Eickel Hordelerstraße Herne Tel 02325/ Zentrale Servicenummer 0800/

11 ADVERTORIAL ADVERTORIAL des Implantats verkratzt ist oder nicht diamanthart. Diese Risiken sind beim neuen Vollkaskoimplantat geringer. Schutz ohne Aufpreis Die Vollkaskoversicherung für das Implantat gilt als bahnbrechende Neuheit in der Zahnmedizin. Wegen seiner herausragenden technischen Eigenschaften hat die Gothaer/AMG, eine der ältesten Versicherungsgesellschaften in Deutschland, sich entschlossen, diesen Schutz bereitzustellen. Durch den Implantatschutzbrief genießt der Patient den Vollkaskoschutz eines großen deutschen alten Versicherungsunternehmens. tat besitzt an der wichtigen Stelle am Durchtritt aus dem Zahnfleisch einen Ring von diamanthartem Zirkonnitrid. Es ist also an einer sehr zentralen Stelle extrem widerstandsfähig zum Beispiel gegen intensive Reinigung, gegen Putzen und Bürsten. Diese Eigenschaften haben große Bedeutung für den Langzeiterhalt von Implantaten und die Vorbeugung gegen Periimplantitis. Auf einer Implantatoberfläche dürfen keine Kratzer entstehen, damit die Anlagerung von Zahn- Keine Komplikationen Von all dem wusste Wartenberg gar nichts, als er sich auf die Suche nach dem passenden Implantat machte. Seit Sommer 2008 bewährt es sich nun tagtäglich in seinem Oberkiefer. Wartenberg ist mit seiner Entscheidung zufrieden: Das Implantat ist prima eingeheilt. Mein Zahnfleisch und der neue Zahn sehen super aus. Und mit dem kostenlosen Schutzbrief kann ich sicher sein, dass ich in Zukunft gegen finanzielle Risiken im Falle eines Implantatverlustes abgesichert bin. Obendrein ist das Implantat günstiger als andere. Eine tolle Sache. *Die Ergebnisse gehen zurück auf eine Datenerhebung des forsa-institutes im Auftrag von Clinical House Dental am 26. und 27. August Investition in Gesundheit: Ein Implantatschutzbrief macht es Zahnpatienten jetzt noch einfacher, ihr natürliches Lächeln so lange wie möglich zu bewahren. Mit Sicherheit ein schönes Leben Immer mehr Patienten entscheiden sich für Zahnimplantate mit Vollkaskoschutz Die Gesundheit seiner Familie zählt für Oliver Wartenberg (*Name geänd.) zu den wichtigsten Gütern in seinem Leben. Nur an sich selbst hat der 55-jährige Malermeister aus Bochum in der Vergangenheit wohl zu wenig gedacht. Genauer gesagt: an seine Zähne. Deshalb entschied sich Wartenberg im Sommer 2008 als einer der ersten Patienten in Deutschland für ein sogenanntes Vollkaskoimplantat ausgestattet mit einem 10-jährigen, kostenfreien Versicherungsschutz. Ich selbst bin Handwerksmeister, und für mich ist ein Zahnarzt etwas Ähnliches, nur feiner, sagt der 55-Jährige. Ich muss meinen Kunden für jede Wand, die ich streiche, eine Garantiebescheinigung ausstellen. Seit Jahren wundere ich mich, warum das gerade bei Ärzten nicht möglich ist. Das Vollkaskoimplantat entspricht somit also vollkommen meiner Logik. 20 Jahre war Wartenberg zuvor nicht beim Zahnarzt gewesen: Ich hatte schon immer Probleme mit Zahnengstand, daraus folgendem Zahnfleischbluten und schließlich Entzündungen. Hinzu kam, dass ich in meiner Kindheit durch meinen Zahnarzt sehr geschockt war, denn er kam mir eher wie ein Fleischer nicht wie ein Zahnarzt vor. Als der Ärger mit den Zähnen immer schlimmer wurde, war der Gang zum Zahnarzt nicht mehr aufzuschieben. Spezialist gesucht Dabei plagten den 55-Jährigen große Sorgen: Man hat ein Riesenloch im Mund und weiß nicht, wie so ein neues Zahnimplantat dort eingeschraubt werden kann. Wie wird es aussehen? Wie kann ich sicherstellen, dass die Versorgung lange hält und gut gemacht wird? Den Behandler seines Vertrauens fand Oliver Wartenberg in Bochums einzigem Dental High Care Center, einer durch die Universitäten Marburg und Hannover aufgrund besonderer Qualität ausgezeichneten Fünf-Sterne-Praxis in Wattenscheid. Weitere Praxen dieser Art gibt es in Dortmund, Essen, Mülheim, Düsseldorf und Kevelaer. Als einer der ersten Zahnärzte in Deutschland setzt der Wattenscheiderer Implantatspezialist das neue Vollkaskoimplantat ein. Warum sich immer mehr Implantologen für das neue Medizintechnikprodukt entscheiden, erläutert Sven Grether, Geschäftsführer der Implantatfirma Clinical House Dental aus Bochum, die das Implantat auf dem deutschsprachigen Markt vertreibt: Es gibt eine Vielzahl guter Implantatsysteme auf dem Markt. Nach längerer Tragezeit jedoch haben wir immerwieder feststellen können, dass es bei Implantatpatienten zu Periimplantitis kommen kann. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des harten und weichen Gewebes um das Implantat herum. Wir kennen Entzündungen zum Beispiel im Bereich des Implantathalses, die durch Bakterien hervorgerufen werden, weil zum Beispiel die Oberfläche Patienten wünschen Garantie 70 Prozent aller Deutschen wünschen sich eine Garantie auf medizinische Versorgung. Das ergab eine aktuelle forsa- Umfrage*. Die Mehrheit der Befragten gab an, dass sie sich eher für ein Zahnimplantat entscheiden würden, wenn sie ohne Mehrkosten eine 10-Jahres-Vollkaskogarantie auf kostenfreien Implantatersatz erhalten würden. Da zahnimplantologische Versorgungen vom Patienten aus eigener Tasche bezahlt werden müssen, gewinnt dieser Wunsch besondere Bedeutung. Wer dazu bezahlt, möchte maximale Sicherheit. Beim Auto gibt es das längst, und warum nicht in der Medizin, genauer Zahnmedizin? Einfach unkaputtbar Mit dem Fraunhofer-Institut für Oberflächentechnologien forscht Clinical House seit Jahren an immer besseren Implantaten. So entstand eine völlig neue Beschichtung für Zahnimplantate eine Nano-Oberfläche aus Zirkonnitrid, hart wie Diamant und verschleißfest wie keine andere. Grether: Dieses Implan- Dr. Frank Stebner, Fachanwalt für Medizinrecht, aus Salzgitter Ideale Lösung für Patienten So beurteilen Medizinrechtler den neuen Implantatschutzbrief Mehr Sicherheit - weniger Risiko: Vollkaskoimplantate sichern Patienten dauerhaft ab. belag oder Plaque wirksam verhindert wird. Beim Vollkaskoimplantat ist uns dieser Durchbruch gelungen. Wer in der Zahnmedizin von Vollkaskoschutz spricht, muss Patienten echte Vorteile bieten, um alle wettbewerbs- und berufsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Deshalb wurde das neue Implantat samt Schutzbrief von führenden deutschen Medizinrechtlern auf Herz und Nieren geprüft.ihr Urteil fiel eindeutig aus: Die 10-Jahres- Garantie des Vollkaskoimplantats bietet allen Patienten einen wesentlichen und echten Nutzen gegenüber den gesetzlich vorgeschriebenen und aktuell gültigen Gewährleistungsregelungen. Die Position des Patienten stärken Der Schutzbrief und die damit verbundene Garantie stärkt die Position des Patienten: Will ein Patient seinen Zahnarzt wegen einer fehlerhaften Behandlung belangen, so muss er diese Pflichtverletzung, den Schaden und die Kausalität zwischen beidem darlegen und beweisen. Dies bringt für Patienten manchmal große Schwierigkeiten mit sich. Dr. Frank Stebner, Fachanwalt für Medizinrecht, Salzgitter: Deshalb ist die Vereinbarung einer Garantie mit dem behandelnden Zahnarzt aus Patientensicht die ideale Lösung. Wie beim Kauf eines Pkw beinhaltet der Vollkaskoschutz des Zahnimplantats das Versprechen, dass innerhalb einer vereinbarten Frist alles fehlerfrei funktioniert. Ist dies Mit einer eigenen Hotline bietet die Stiftung Mensch und Medizin, Bochum, Zahnpatienten die Möglichkeit, sich umfassend über das Vollkasko-Implantat zu informieren und den passenden Experten zu finden. Mehr Informationen: Stiftung Mensch und Medizin GmbH, Bochum Dr. Ralf Engeln, Telefon (0234) , Mo - Fr 8.00 Uhr Uhr tatsächlich einmal nicht der Fall, erfolgt eine Reparatur, ohne dass nach der Ursache gefragt wird. Viele Vorteile für Privatversicherte Besonders vorteilhaft ist der Implatatschutzbrief für Privatversicherte, die im Gegensatz zu Kassenpatienten über ihre Versicherungen bisher keinerlei gesetzliche Garantien erhalten, so Dr. Stebner. Die 10-Jahres-Frist geht zudem deutlich über Garantieangebote hinaus, die einzelne Implantologen ihren Patienten bereits freiwillig über drei oder fünf Jahre gewähren I

12 WOHNEN WOHNEN Nur ein Tropfen auf den heißen Stein Wie werden diejenigen, die heute um die 50 sind, in 20 Jahren wohnen? Prof. Dr. Volker Eichener, Experte in Wohnfragen, gibt einen Ausblick. Das Gespräch mit ihm führte -Mitarbeiter Dr. Nils Rimkus. Eine Idee wird Wirklichkeit: Das WiG-Projekt in Herne soll noch 2009 realisiert werden Herr Prof. Eichener, mit Pro Wohnen in Oberhausen gibt es nun das erste intergenerative und interkulturelle Wohnprojekt in NRW. Gute Aussichten also für das Wohnen und Leben im Alter? Das muss ich leider verneinen. Im politischen Raum nehme ich wahr, dass systematisch eine neue Lebenslüge aufgebaut wird. Die Lebenslüge heißt Seniorenwirtschaft, heißt Gruppenwohnprojekte, heißt Selbstorganisation und Mehrgenerationenhäuser. Es ist eine Lebenslüge, weil das Ideal des Lebens im Alter, das sich hinter diesen Stichworten verbirgt, nur einer kleinen, sozial und ökonomisch privilegierten Gruppe zugute kommen wird. Sie profitiert von Modellprojekten, die nicht nur eine hohe Förderung, sondern auch eine hohe politische und mediale Aufmerksamkeit genießen und die sich wunderbar eignen, für Politiker Medientermine zu generieren. Heißt das, diese Wohnprojekte sind sinnlos? Nein, aber so sinnvoll diese Projekte sind, weil man viel ausprobieren und lernen kann, so groß ist die Gefahr, dass das eigentliche sozialpolitische Versorgungsproblem, das die große Mehrheit der alten Menschen betrifft, darüber verschüttet wird. Weil man sich lieber gegenseitig zu Leuchtturmprojekten gratuliert, die wunderbar schillern und glitzern, aber doch nicht mehr als einen Tropfen auf den heißen Stein darstellen. Die eigentliche Aufgabe, ein menschenwürdiges Leben im Alter für die große Masse, wenn nicht für alle alten Menschen, zu ermöglichen, ist sehr viel schwieriger, als 360 Mehrgenerationenhäuser zu eröffnen. Denn sie erfordert in der Tat einen Umbau unseres sozialen Sicherungssystems. Menschen, die mit Wohnprojekten zu tun haben, sind optimistischer. Da begegnen Sie dem Resultat symbolischer Politik. Sie soll ja die Nichtbearbeitung von schwierigen Problemen verschleiern. Das Problem ist, dass über die berechtigte Begeisterung für die innovativen generationsübergreifenden Projekte die eigentliche Herausforderung, nämlich die Bundesrepublik Deutschland demografiefest zu machen, vernachlässigt wird. Und wenn Sie jetzt an das Ruhrgebiet denken? Im Jahr 2030 werden hier ungefähr eine halbe Million Menschen leben, die bezahlbare altersgerechte Wohnformen, entsprechende Betreuung und soziale Netzwerke brauchen. In den selbstorga- Prof. Dr. Volker Eichener nisierten Gruppenwohnprojekten, die derzeit so große mediale Aufmerksamkeit erhalten, werden vielleicht 200 Senioren unterkommen. Seit 1998 Regierungsantritt Gerhard Schröder wird zwar vom Umbau des Sozialstaates geredet, tatsächlich aber ein reiner Abbau betrieben. Denken wir das hinzu, ist für 2030 zu erwarten, dass wir sehr große Zahlen von Menschen haben werden, die in echter Altersarmut leben. Für sie wird es weder eine altersgerechte soziale Infrastruktur noch soziale Netzwerke geben. Sie werden in kleinen, nicht barrierefreien Mietwohnungen in irgendwelchen Altbauten irgendwo in Stadtteilen wie Bochum-Hamme, Herne-Bickern oder Gelsenkirchen-Bismarck leben. Ökonomische Armut, soziale Vereinsamung, Verwahrlosung in großem Umfang sind vorprogrammiert. Wenn es so nicht kommen soll, wenn aus den Modell-Wohnprojekten für das Gros der Bevölkerung tragfähige Wohnformen für ein menschenwürdiges Leben im Alter werden sollen, ist von den Entscheidern wesentlich mehr sozialpolitisches Engagement erforderlich, als sie in den letzten zehn Jahren gezeigt haben. Prof. Dr. Volker Eichener ist Gründungsrektor der neuen Business School des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) in Bochum. Zuvor leitete er den Bereich Forschung am EBZ und war Professor für Politikwissenschaften an der FH Düsseldorf. Prof. Eichener war zudem zehn Jahre lang Geschäftsführer des InWIS Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung, dessen Wissenschaftlicher Direktor er weiterhin ist. Raus aus dem grauen Alltag im buntstift-projekt, Bochum-Langendreer buntstift Das Wohnprojekt in Bochum-Langendreer setzt auf Chancengleichheit Das Wohnprojekt buntstift in Bochum-Langendreer ruht auf vier Säulen: Die erste Säule bildet das intergenerative Wohnen, wozu auch gegenseitiges Helfen im Alltag zählt. Die zweite Säule bezieht sich auf ältere und gebrechliche Menschen. Für sie gibt es barrierefreie Appartements. Das Miteinander der Bewohner wird durch ein Gemeinschaftshaus mit diversen Angeboten für alle Bewohner gefördert (dritte Säule). Die vierte Säule heißt Genossenschaft. Diese Rechtsform ist bedingt durch demokratische Strukturen und schließt die Chancengleichheit aller Bewerber um eine Wohnung ein: Der individuelle soziale und finanzielle Hintergrund ist in der Auswahl nachrangig. Pro Wohnen Internationales Wohnen in Oberhausen-Tackenberg Innovativ ist Pro Wohnen nicht seines intergenerativen, sondern seines interkulturellen Ansatzes wegen. Das Modellprojekt zielt nämlich gleichermaßen auf ältere Deutsche und ältere türkischstämmige Migranten. Die Gruppe der Migranten über 60 Jahre wird bis 2020 die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe in Nordrhein-Westfalen sein. Und auch sie ist vom Zerfall tradierter Familien- und Sozialstrukturen betroffen. Pro Wohnen ist ein erster Ansatz, die Wohn- und Lebensbedürfnisse von Deutschen und Migranten im Alter zu integrieren. WiG Wohnen in Gemeinschaft Der Herner Verein plant 30 Wohnungen für Senioren und Familien Gegenseitige Hilfe auf diese Formel kann das Wohnprojekt des Vereins WiG gebracht werden, das noch in diesem Jahr in Kooperation mit dem Wohnungsverein Herne an der Straße des Bohrhammers entsteht. Die Planungen für den Neubau in Herne-Süd sind abgeschlossen, die Bauphase beginnt, wenn die letzten Verträge unterzeichnet sind. 30 bis 35 Wohneinheiten werden entstehen, darunter sind kleinere für Senioren und große für Familien. Die gewünschte Altersspanne der erwachsenen Mieter liegt zwischen 25 und 75 Jahren. Beim WiG ist gegenseitige Hilfe unerlässlich: Wo die Jüngeren den Einkauf für die älteren Nachbarn erledigen, passen die auf, wenn ein Babysitter gebraucht wird. Wer dort wohnen möchte, sollte sich beeilen. Noch sind Wohnungen frei Unscheinbar, aber innovativ: Pro Wohnen in Oberhausen 22 23

13 ERNÄHRUNG UND GENUSS ERNÄHRUNG UND GENUSS Exklusiver Geschmack anderen Was dem Weinkenner seine Grand Crus sind dem Kaffeeliebhaber seine Raritätenkaffees stellt einige der exklusivsten Kaffees der Welt vor Text Sabine Jürgenmeier Fotos Christoph Fein E in kleines Vermögen im Weinglas, edelste Plantagenschokolade auf der Zunge und nun auch noch der pure Luxus in der Kaffeetasse. Was beim Wein schon lange akzeptiert, beim Kakao in aller Munde ist, setzt sich langsam auch bei unserem Lieblingsgetränk Nummer eins, dem Kaffee, durch Plantagen- und Raritätenkaffees. Für den Kenner ist es längst nicht mehr die Krönung, einen Kaffee aus dem Supermarktregal zu trinken, für ihn muss es schon etwas Besonderes wie Jamaika Blue Mountain Kaffee sein. Der Name kommt Ihnen bekannt vor? Dann haben Sie schon einmal von dem Luxuskaffee schlechthin gehört oder gelesen. Lange galt der Kaffee aus dem Blue Mountain Gebirge auf der Insel Jamaika als der beste und teuerste Kaffee der Welt. Jamaika war eines der ersten Kaffeeanbauländer, das die geografische Herkunft mit einer klar definierten Bezeichnung verband. Deshalb dürfen nur Kaffeebohnen, die im Blue Mountain District wachsen, als echter Jamaika Blue Mountain Coffee vermarktet werden. Die durch die geografische Lage begrenzte Erntemenge und die außerordentlich gute Qualität der Bohnen liegt der Preis für den Kaffee von der Karibikinsel weit über dem Normalpreis von Röstkaffee im Handel. 100 Gramm dieser wertvollen Arabica-Kaffeebohnen kosten im Internetversandhandel durchschnittlich 16 Euro das ergibt einen 500-Gramm-Preis von 80 Euro. Kaffeekirschen frisch vom Strauch Ähnlich exklusiv (und kostspielig) ist eine Kaffeerarität aus dem Himalaja. Diese Hochgebirgsregion bringt kaum jemand mit Kaffee in Verbindung, eher noch mit Tee oder Reis. Erst 1994 wurde Kaffee erstmals auf einer Plantage etwas nördlich von Kathmandu angepflanzt. Der Nepal Mount Everest Supreme Kaffee stammt somit von der nördlichsten Plantage der Welt. Die Anbaufläche ist etwa 70 Hektar groß und liefert zurzeit eine Jahresproduktion von etwa Sack Kaffee (à 50 Kilo). Auf unserer Reise zu den Luxuskaffees der Welt geht es nun vom gebirgigen Himalaja ins feuchtwarme Indonesien, genauer gesagt auf die Inseln Sumatra, Java und Sulawesi. Berühmt geworden ist der Kopi Luwak genannte Kaffee nicht durch seine besondere Lage, sondern durch seine außergewöhnliche Verarbeitung durch eine in Indonesien verbreitete Schleichkatzenart den Luwak. Diese Schleichkatze ist ganz versessen auf die reifen, roten Kaffeekirschen. Nachdem der Luwak die süßen Kaffeekirschen gefressen hat, scheidet er die Kerne die Kaffeebohnen unverdaut wieder aus. Der Kaffee ist fertig duftend und heiß Den Kot sammeln die Inselbewohner auf, waschen die Bohnen heraus und rösten sie. Seinen besonderen Geschmack erhält der Kaffee durch die Nassfermentation mit Enzymen im Darmtrakt der Schleichkatze. Diese Enzyme verändern und veredeln die Geschmackseigenschaften der Bohnen. Da der Ernteertrag von der Fresslust der Luwaks abhängt, schwankt der Ernteertrag des Kopi Luwak sehr. Normalerweise werden nur wenige 100 Kilo dieses speziellen Kaffees im Jahr gesammelt. Dementsprechend hoch ist auch der Preis für diese Rarität: Für Kopi Luwak muss man im Internethandel rund 35 Euro pro 100 Gramm bezahlen, das entspricht 175 Euro pro Pfund. Von Indonesien ist es fast nur ein Katzensprung nach Australien und einer weiteren Kaffeerarität, dem Skybury. Der Kaffee, der in Deutschland nicht häufig zu finden ist, wurde nach der Plantage Skybury auf den Atheron Tablelands im nördlichen Queensland benannt. Skybury Kaffee ist sehr mild, nussig im Geschmack, koffeinarm und hat nur wenig Bitterstoffe. Die Jahresernte dieser australischen Rarität beträgt etwa 150 Tonnen. Der Preis für 100 Gramm Skybury liegt im Internet bei etwa 10 Euro. Von Australien geht es weiter Richtung Südamerika, genauer gesagt, zu dem berühmten Archipel der Galapagos Inseln. Hier gedeiht auf der Insel San Cristóbal ein ausgezeichneter, rein organisch angepflanzter Arabica-Kaffee, der San Cristóbal Island Coffee. Da Einfuhr und Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden und 100 Prozent Geschmack die Kaffeebohne hat s in sich Chemikalien auf den Galapagos Inseln strengstens verboten sind, gilt der dort angebaute Kaffee (inoffiziell) als Biokaffee. Von der Galapagos Insel Santa Cruz stammt der Santa Cruz Estate Coffee. Die Kaffees von den berühmten Inseln zeichnen sich durch ein sehr volles, intensives Aroma aus. 100 Gramm bekommt man im Internethandel bereits für 5,90 Euro. Ebenfalls von einer Inselgruppe, allerdings auf der gegenüberliegenden Seite des amerikanischen Kontinents, stammt der berühmte Hawaii Kona Kaffee. Kaffee wird auf Hawaii seit 1813 angebaut. Der berühmteste Kaffee stammt aus der Kona-Region im Westen der Hauptinsel Hawaii. Sein besonderes Aroma verdankt er dem sehr milden, gemäßigten Harte Arbeit: Helfer bei der Kaffee-Ernte Klima und den fruchtbaren vulkanischen Böden. Geerntet werden jedes Jahr zwischen und Säcke, von denen ein Großteil in den Kaffeetassen der US-Amerikaner landet, die ein großes Faible für diesen besonderen Kaffee haben. Wer den Kaffee aus Hawaii probieren möchte, bekommt ihn in Onlineshops bereits ab 11,90 Euro pro 100 Gramm. Die letzte Rarität stammt von einer Insel, die viele als Urlaubsziel schätzen. Gran Canaria gilt als die kanarische Insel mit Sonnenschein-Garantie. Dass hier, im Nordwesten der Insel, im Tal von Agaete, Kaffee in kleinen Mengen angebaut wird, ist noch weitgehend unbekannt. Damit macht der Kaffee von Gran Canaria dem Nepal Mount Everest Estate den Rang als nördlichstes Anbaugebiet der Welt streitig und ist außerdem der einzige Kaffee, der innerhalb Europas wächst. Der im Tal von Agaete angebaute Arabica-Kaffee steht geschützt und schattig zwischen Mango-, Orangen- und Papayabäumen und entwickelt so einen vollmundigen Geschmack mit feiner Säure und milden Fruchtnoten. Als Abschluss der kleinen Reise durch die Welt der edelsten und exklusivsten Kaffees empfehlen wir... natürlich eine gute Tasse Kaffee! Luxuskaffee einfach im Netz bestellen: Berliner Kaffeerösterei Coffeeshop Espresso International Kaffeezentrale

14 ADVERTORIAL Neuer Glanz für historische Räume das Parkrestaurant Küchenchef Johannes Große Verführung pur die Desserts 100 Jahre Hernes erste Adresse Das Parkrestaurant feiert Jubiläum nach einer Schönheitskur und dank der Kochkunst von Johannes Große ist das Haus so gefragt wie noch nie Neues wagen, das Bewährte erhalten: Hans-Ulrich van Dillen, Geschäftsführer der städtischen Tagungsstätten- und Gastronomiegesellschaft (TGG) Herne, hat das Parkrestaurant großzügig verjüngt, um für alle Altersgruppen gleichermaßen attraktiv zu bleiben. Fußböden von Parador, Tische aus Makassar, edles Leder und als Hingucker schimmernde Kronleuchter aus Designerhand bilden einen stilvollen Rahmen. Das idyllisch gelegene Haus mit Wintergarten und Terrasse ist ein Ort, wo es sich an 56 festlich gedeckten Tischen mit dem Blick auf uralten Baumbestand auf hohem Niveau genießen lässt. Ein Biergarten, das Bistro Parks und das Parkhotel runden das Angebot ab. Qualität, Phantasie und Sorgfalt Seit 1992 lenkt Küchenchef Johannes Große an der Spitze einer zwölfköpfigen Brigade die kulinarischen Geschicke des Hauses. Inspiriert von der französischen Küche pflegt er mit Phantasie und Sorgfalt seine Vorlieben: Fisch und Wild. Nicht nur die Seezunge in allen Variationen beim Service nachfragen! lockt Freunde maritimer Genüsse zuverlässig herbei. Ein Genuss sind auch Großes Fleischgerichte, natürlich vom Metzger seines Vertrauens: Das Rinderfilet auf getrüffeltem Rahmwirsing mit Zwiebelgnocchis und Ochsenschwanzjus zergeht ebenso auf der Zunge wie das Rehfilet im Briqueteig mit Romanesco-Gemüse, Aprikosenchutney und Herzoginkartoffeln (Hauptgerichte ab 17,30 Euro). Unter Leitung von Hans Joachim Schinköthe als Restaurantleiter und Nadine Hanis als Bankettleiterin wird das kompetente, freundliche Service-Team jeden Tag aufs neue zu perfekten Gastgebern. Auf dem Boden geblieben Bei aller optischen und kulinarischen Opulenz blieb das Parkrestaurant so bodenständig wie die Menschen, für die hier gekocht wird: Wer bei Große und van Dillen speist, sollte Appetit mitbringen, die Portionen sind reell und reichlich. Ein Vier- Gänge-Menü kostet 39,80 Euro. Geschäftsführer Hans-Ulrich van Dillen, selbst gelernter Koch, hält die Qualität hoch, die Preise im Wissen um sein Revierpublikum aber im Zaum: Wir wollen, dass Menschen mit normalem Budget bei uns gut essen und feiern können. VERANSTALTUNGSPROGRAMM 1. HALBJAHR 2009 Genießen und Erleben 2009 steht das Parkrestaurant ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums, das im Mai groß gefeiert wird. Ab Februar geht es schon los hier ein Überblick über das erste Quartal RESERVIERUNGEN UND INFORMATION Parkrestaurant Herne Schäferstraße Herne Telefon Telefax WEINVERKOSTUNG UND KRIMILESUNG Donnerstag, 12. Februar 2009, Uhr Preis pro Person: 25 Euro inkl. Fingerfood (5 Euro unterstützen eine gemeinnützige Einrichtung in Herne) Der Dortmunder Rechtsanwalt und Krimiautor Dr. Klaus Erfmeier nimmt in seinem Roman Geldmarie mit Ironie und Humor das Anwaltsmilieu im Ruhrgebiet auf die Schippe. Spannend wird der Abend auch durch Riesling-Weine vom Weingut Clemens Busch, Pünderich, und Fingerfood wie Serrano-Schinken auf Croustini oder Queso Manchego mit Feigensenf. VALENTINSMENÜ UND PIANOMUSIK Samstag, 14. Februar 2009, ab Uhr Preis pro Person: 27,50 Euro Gemeinsam schlemmen was könnte sinnlicher sein? Das sorgfältig komponierte Drei-Gänge-Valentinsmenü im Parkrestaurant könnte die ideale Ouvertüre zu einem vielversprechenden Abend werden. 23. HERNER JAZZ-DINNER Samstag, 21. Februar 2009, ab Uhr Preis pro Person: 45 Euro Jazz-Stars wie Volker Bruder (Saxophon, Klarinette) und Joachim Refardt (Piano) treffen auf Sterne der Gourmetküche zum Jazz serviert wird ein Vier-Gänge-Menü, zusammengestellt von Küchenchef Johannes Große. JAZZ-BRUNCH IM PARKS Ab März jeden ersten Sonntag im Monat Ab Uhr Preis pro Person: 18 Euro Musikalische und kulinarische Highlights vom Feinsten das bietet der beliebte Jazz-Brunch in lockerer Atmosphäre. Das richtige Fingerspitzengefühl für die Band-Auswahl beweist Hernes Jazz- Papst Knut Troge. So wird der Sonntag ein Fest für alle Sinne das hochwertige Brunchbüfett mit kalten und warmen regionalen Spezialitäten, die saisonal wechseln, rundet das Programm ab und gibt Schwung für die kommende Woche. 26 LITERATURTIPPS Wie es war, wie es wird Die Herner Buchhändlerin Elisabeth Röttsches hat für nützliche und unterhaltsame Bücher gefunden. Als Ratgeber widmen sie sich wichtigen Altersthemen, wie dem Wohnen in Gemeinschaft und dem Wandel von Beziehungen. Als Bildbände, Romane und Essays drehen sie sich hingegen um fundamentale Fragen: Wie es war, wie es wird. Über mich sprechen wir ein andermal Edna Mazya Kiepenheuer & Witsch, 19,95 Euro Lebensträume kennen kein Alter. Neue Ideen für das Zusammenwohnen im Alter Dorette Deutsch Krüger-Verlag, 14,90 Euro Nomi ist Ende 40, Verlegerin in Tel Aviv und unglücklich in ihrer Beziehung. Als sie nach Wien reist, stößt die Deutsch- Jüdin unerwartet auf familiäre Spuren und liest die Tagebücher ihrer Großmutter. Sie stellt sich ihrer Vergangenheit und lernt ihre stets verständnisvolle Großmutter Ruth als Frau mit leidenschaftlichen Gefühlen und abstoßender Kälte kennen. Auch ihre Eltern, die sie immer verachtete, sieht sie plötzlich in neuem Licht. Zudem erkennt sie: Die Frauen ihrer Familie neigen offenbar zu einer gewissen Art von Männern Elisabeth Röttsches: Ein richtig gut erzählter, schön zu lesender Familien- und Frauenroman. Was tun, wenn der Partner stirbt oder die Eltern pflegebedürftig werden? Wie geht es weiter und vor allem wo? Der demografische Wandel konfrontiert immer mehr Menschen mit diesen Fragen. Und wer in Alten- oder Pflegeheimen keine Antworten sieht, dem zeigt dieses Buch neue Möglichkeiten eines sozialen Miteinanders auf, sagt Elisabeth Röttsches. Dorette Deutsch besuchte zwei Dutzend Wohnprojekte in Deutschland: darunter Alten- und Mehrgenerationen-WGs, Wohngruppen für Demenzkranke und ganze Dörfer. Das Ergebnis ihrer Recherche ist ein unterhaltsamer Ratgeber, der die Schwierigkeiten gemeinschaftlichen Wohnens schildert und Lösungen aufzeigt. 60 Jahre und ein bisschen weiser: 21 Frauen erzählen Ute Karen Seggelke Gerstenberg Verlag, 29,90 Euro Ich kann doch nicht immer für dich da sein Cornelia Kazis, Bettina UgoliniZsolnay, Pendo Verlag, 18,00 Euro Altersglück. Vom Segen der Vergesslichkeit Dietmar Bittrich Hoffmann und Kampe, 16,95 Euro Die geschilderten Lebenswege sind sehr unterschiedlich. Das macht das Lesen der Biografien sehr kurzweilig, findet Elisabeth Röttsches. Zumal in diesen Frauen über 60 so viel Vitalität und Lebenslust steckt. Das gibt Mut, weil sie auch von schweren Schicksalen erzählen. Für das Buch traf Ute Karen Seggelke 21 Frauen über 60, fotografierte und befragte sie. Dabei entstanden sind intensive Schwarz- Weiß-Porträts von prominenten Frauen, wie Senta Berger, Hannelore Elsner und Gesine Schwan. Außerdem dabei eine Musikerin, eine Bäuerin und eine Kauffrau. Die gelassenen Gesichter der Aufnahmen bestätigen, wovon die Protagonisten erzählen: vom Älterwerden, vielen Erfahrungen und großer Neugierde auf das, was kommt. Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass immer mehr Menschen ab 55 Jahren wieder in eine engere Beziehung zu ihren Eltern treten: Sie müssen sie umsorgen, manchmal sogar pflegen. Aber wie geht man mit den starken Spannungen um, die dann zu erwarten sind? Auf einmal verlieren Vater und Mutter ihre angestammte Rolle. Sie erleben, wie ihr Wort nichts mehr gilt und sie bevormundet werden. Und Töchter und Söhne? Ihre neue Rolle konfrontiert sie mit schmerzlichen Gefühlen, wie Überanstrengung, Scham, Ekel. Elisabeth Röttsches: Es ist das Verdienst der sehr kompetenten Autorinnen, Tabuthemen schonungslos anzusprechen, gleichzeitig aber Wege zu einem glücklichen Miteinander zu weisen. Jeden Tag eine neue Welt entdecken, vertraute wie fremde, stets freundliche Menschen umarmen und aufregende Dinge erleben! Ja, denken Sie nun, fein, so ein Kinderleben. Nur ist von denen gar nicht die Rede. Sondern vom alten Menschlein, das langsam seine Erinnerung verliert und wieder eintauchen darf in das versunkene, magische Land des Nichtwissens, in dem man einst als Kind lebte. Auf sensible, humorvolle Weise widmet sich der preisgekrönte Satiriker Dietmar Bittrich dem Altwerden und den Folgen für das Gedächtnis. Und wie meist bei guten Humoristen, gelangt man auch bei ihm über das Lachen zur Erkenntnis. Bittrich bereitet der Einsicht den Weg: Vergessen kann befreien, und erst befreit ist man glücklich. Bestellmöglichkeit und Informationen: Telefon

15 Eine selbstbewusste Generation fest im Blick Endlich wieder Kino: Wenn das Programm und das Drumherum stimmen, dann lässt das Publikum nicht lange auf sich warten Das Beste kommt zum Schluss hieß der Film, den im vergangenen Sommer mehr als 400 begeisterte Gäste im malerischen Innenhof des Schloss Strünkede verfolgten. Die Hollywood-Altstars Morgan Freeman und Jack Nicholson beschließen darin, ihren letzten Lebensabschnitt eben nicht in Ruhe zu begehen, sondern all das nachzuholen, wozu sie in ihrem Arbeitsleben keine Zeit hatten. Ein Gedanke, der vielen Menschen jenseits der 55 inzwischen sehr vertraut ist. Eingeladen zu diesem besonderen Filmabend unter freiem Himmel hatte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Herne-Gelsenkirchen e.v., der in jedem Sommer damit seine erfolgreiche Reihe Kinocafé für ältere Filmfreunde krönt. Zweimal im Monat begrüßen der Verband und die Filmwelt Herne dabei knapp 200 Gäste jenseits der 50 zu einem speziell ausgewählten, meist aktuellen Kinofilm und einem anschließenden Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Für viele Kinocafé-Besucher war dies nach langer Zeit wieder ein Einstieg in den regelmäßigen Kinobesuch sie hatten sich schlichtweg nicht mehr in das modern gestaltete und vor allem von Jugendlichen und Familien besuchte Lichtspielhaus getraut. Damit erfüllt die Reihe, die sich inzwischen als traditionelle Veranstaltung in der Herner Kulturlandschaft etabliert hat, einen wichtigen Zweck: Sie spricht gezielt die Menschen an, die nach dem Ende des Arbeitsleben ihre freie Zeit für unterschiedlichste Aktivitäten nutzen wollen. Gleichzeitig sind diese Menschen oftmals Kinder oder Angehörige der Bewohner in den ASB Begegnungsund Pflegezentren, was einen weiteren wichtigen Berührungspunkt darstellt. Deshalb weitete der ASB in Herne und Gelsenkirchen seine Angebote für die Generation 55plus immer weiter aus. Kooperationen mit dem Herner Kulturamt folgten ebenso wie eine erste Gruppenreise nach Hamburg, wo die 30-köpfige Gruppe zwei erlebnisreiche Tage mit Shopping, Musicalbesuch, Hafenrundfahrt und entspannten Abenden verlebte. Eine Fortsetzung dieser ASB- Reise ist bereits in Planung und soll die Gruppe beim nächsten Mal in die Bundeshauptstadt Berlin führen auch die Vorbereitungen für eine erste Auslandsreise für die Generation 55plus laufen auf Hochtouren. Bei der Planung seiner Angebote hat der ASB stets ein offenes Ohr für die Wünsche der angesprochenen Gruppe. So formierte sich aus diesem Kreis kürzlich eine Motorradfahrergruppe, die noch in diesem Jahr zu einer ersten gemeinsamen Tour aufbrechen wird. Alle Teilnehmer hatten die Leidenschaft für das Zweirad irgendwann im Berufsstress aufgegeben jetzt haben sie endlich Zeit und Gelegenheit, die Maschine zu überholen und wieder auf die Straße zu bringen. Auch beim jüngsten Projekt des ASB für aktive Menschen jenseits der 55 geht es um das Wiederbeleben alter Leidenschaften: Mit einem Casting suchte und fand der Verband in Kooperation mit der Herner Musikschule die Silberrocker, eine Rockgruppe mit durchweg grauhaarigen aber musikalisch äußerst engagierten Mitgliedern. Sie haben Interesse an einem der Angebote des ASB für die Generation 55plus? Sie wollen mit uns verreisen, Motorrad fahren oder Filme genießen? Dann schreiben Sie uns unter oder melden Sie sich telefonisch bei uns unter Text Martin von Berswordt Foto Stefan Kuhn designbüro zabel im Werk.Kontor, Essen BOCHUM Praxis für Zahnheilkunde & Implantologie Dr. med. dent. Jörn Thiemer MSc, Dr. med. dent. Simone Thiemer, Dr. med. dent. Jan Heermann DORTMUND Zahnärztliche Praxisklinik, Dr. med. dent. Klaus Musebrink Implantologie - Parodontologie DÜSSELDORF Zahnärztliche Praxisgemeinschaft Dr. med. dent. Hans-Dieter John MSD (USA) Marcel Chanteaux Implantologie - Parodontologie - Endodontie ESSEN Klinik im Rü-Karree, Zahnmedizinische Privatklinik, Dr. med. dent. Peter Gehlhar MSc, Dr. med. dent. Ingo Brockmann MSc Implantologie - Ganzheitliche Zahnmedizin KEVELAER Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis, Dr. med. dent. Marika Halbach-Spielau MSc, Dr. med. dent. Thomas Spielau MSc Implantologie - Kieferorthopädie Der gute Weg zu gesunden Zähnen! Informieren Sie sich über Dental High Care - Praxen in Ihrer Nähe unter oder bei der DHC-Hotline mo-fr, 8.30 Uhr Uhr MÜLHEIM/RUHR Metz Heller, Praxisklinik für Implantologie und Ästhetische Zahnheilkunde, Drs. (NL) Raymond A. Metz MSc, Dr. med. dent. Michael Heller MSc, Dr. med. dent. Helge Alfers MOM, Dr. med. dent. Elena Walter 100% Zahnarzt aus Leidenschaft! Fünf Sterne für die Zahnmedizin: doppelt geprüft, doppelt gut Optimaler Patientenschutz durch Garantie auf ausgewählte zahnmedizinische Leistungen Maximale Sicherheit durch dokumentierte Behandlungsqualität Maßgeschneiderte Terminvergabe durch effizientes Praxismanagement Persönliche Betreuung durch exzellenten Praxisservice Sanfte Zahnmedizin durch Verbindung von Naturheilkunde und High Tech Dokumentierte Behandlungsqualität nach Richtlinien der Universität Marburg Qualitätsmanagement und Patientenorientierung zertifiziert durch die Medizinische Hochschule Hannover Der ASB in Herne und Gelsenkirchen widmet sich Angeboten für die Generation 55plus 29

16 KUNST UND KULTUR Stadtaffe Peter Fox träumt von 100 Enkeln und dem Haus am See ICH KANN S KAUM ERWARTEN Text Susanne Schübel Fotos Eric Weiss /Felix Roede Wer ist Peter Fox? Peter Fox (38) bürgerlich Pierre Baigorry ist ein Reggaeund Hip-Hop-Musiker, geboren in Berlin. Bekannt wurde er als einer der drei Frontmänner der deutschen Reggae/Dancehall-Gruppe Seeed ( Dickes B ). Den Namen Fox gab er sich wegen seiner roten Haare. Der Künstler lebt mit seiner Familie in der Nähe des Kottbusser Tors in Berlin-Kreuzberg, das ihm häufig als Inspiration für seine Lieder über das Innenleben der Hauptstadt dient, mit der ihn eine Hass-Liebe verbindet. Seine musikalischen Vorbilder heißen Jimi Hendrix, James Brown, Prince, Thelonius Monk und AC/DC. Im September 2008 veröffentlichte Fox unter dem Titel Stadtaffe sein erstes Solo-Album, das im Rekordtempo die TopTen stürmte. Es regnete Preise. Auskopplungen sind bisher die Singles Alles Neu, Haus am See und Schwarz zu Blau, eine großartige Hymne über die Hauptstadt häßlich und schön. Ab Mitte Februar 2009 setzt Fox seine große Deutschland-Tournee fort. Karten sind kaum noch zu bekommen. War da was? Es gibt Musik, die fliegt durch die Luft und schraubt sich ins Herz. Direkt. Ich fahre im Regen durch graue Straßen und will tanzen. Sofort. Die Beats, die Trommeln, das Orchester, die Reime es haut mich um. Peter Fox aus Berlin schwingt die Abrissbirne für Mief und Muff. Das Autoradio stößt an seine Grenzen. Mach s neu! Alles glänzt! Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht! Schönes Leben! Und dann singt dieser Mann plötzlich im Gute-Laune-Ohrwurm-Sound von diesem Haus am See, von Wurzeln und Flügeln, von Lebens- und Liebeslust, von Alpha und Omega. Eine positive Vision vom Älterwerden in den Charts? Rauf und runter gedudelt auf allen jungen Kanälen? Nicht zu fassen, aber wahr. Was prägt Peter Fox? Die größte Angst von Peter Fox ist es, im Rollstuhl zu sitzen. Die Furcht hat ernste Ursachen: Ende 2001 erkrankte er auf Tournee an einer virusbedingten Gesichtslähmung, die aufgrund einer Fehldiagnose nicht rechtzeitig behandelt wurde. Seine rechte Gesichtshälfte ist heute noch leicht gelähmt. Fox: Ich kann nicht mehr ein astreines,pf sprechen und pfeifen geht auch nicht mehr, aber mein Gott, mir fehlt kein Bein. Das schlimmste war das erste Gefühl wenn du merkst, dass dein Körper nicht das macht, was du willst. Auf einmal konnte ich die Augen nicht mehr schließen, immer offene Augen, das war ein Schockerlebnis. Na ja, es blieb mir nichts anderes übrig, als mit der Lähmung einigermaßen cool umzugehen. Was will Peter Fox? Ich habe den Anspruch, Texte auf höchstem Rap-Niveau zu reimen. Nur eben ohne die typischen Rap-Inhalte, weil ich ja aus dem Alter raus bin, wo man auf dem Schulhof peinlich herumstammelt. Was du rappst, darf nicht dumm, aber ebenso wenig zu schlau klingen. ( ) Die meisten Songs behandeln Dinge, mit denen ich mich beschäftige, worüber ich nachdenke. Und das auf unterhaltsame Art und Weise in Musik zu verpacken, darum ging es mir. Ich hoffe natürlich auch, dass sich damit viele identifizieren können. Leute, die in meinem Alter sind, immer noch jung, aber eben keine Teenies mehr, sondern erwachsene Großstadtmenschen, die genauso ihre Neurosen mit sich herumschleppen und auf der Suche nach einem glücklichen Leben sind wie ich. Was sagen Fans über das Haus am See? Eine wunderschöne Atmosphäre, mit einem Augenzwinkern abgeliefert, wie für Spätsommer-Tage gemacht. (atrachte) Irgendwie ne klasse Vorstellung von der Zukunft. (biggyfr) Der Text ist perfekt! Da möchte ich auch ein Haus am See haben und mir mein Leben so wie im Song beschrieben gestaltet wissen! (zatzeck) Alle Infos und Videos 30 HAUS AM SEE Hier bin ich gebor n und laufe durch die Straßen! Kenn die Gesichter, jedes Haus und jeden Laden! Ich muss mal weg, kenn jede Taube hier beim Namen. Daumen raus, ich warte auf ne schicke Frau mit schnellem Wagen. Die Sonne blendet, alles fliegt vorbei. Und die Welt hinter mir wird langsam klein. Doch die Welt vor mir ist für mich gemacht! Ich weiß, sie wartet, und ich hol sie ab! Ich hab den Tag auf meiner Seite, ich hab Rückenwind! Ein Frauenchor am Straßenrand, der für mich singt! Ich lehne mich zurück und guck ins tiefe Blau, schließ die Augen und lauf einfach gradeaus. Und am Ende der Straße steht ein Haus am See. Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg. Ich hab 20 Kinder, meine Frau ist schön. Alle kommen vorbei, ich brauch nie rauszugehen. Ich suche neues Land mit unbekannten Straßen, fremden Gesichtern und keiner kennt meinen Namen! Alles gewinnen beim Spiel mit gezinkten Karten. Alles verlieren, Gott hat einen harten linken Haken. Ich grabe Schätze aus im Schnee und Sand. Und Frauen rauben mir jeden Verstand! Doch irgendwann werd ich vom Glück verfolgt. Und komm zurück mit beiden Taschen voll Gold. Ich lad die alten Vögel und Verwandten ein. Und alle fang n vor Freude an zu weinen. Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps. Und feiern eine Woche jede Nacht. Und der Mond scheint hell auf mein Haus am See. Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg. Ich hab 20 Kinder, meine Frau ist schön. Alle kommen vorbei, ich brauch nie rauszugehen. (...) Hier bin ich gebor n, hier werd ich begraben. Hab taube Ohr n, nen weißen Bart und sitz im Garten. Meine 100 Enkel spielen Cricket auf m Rasen. Wenn ich so daran denke, kann ich s eigentlich kaum erwarten. Wir bedanken uns für die Zitate von Peter Fox bei Der Musik-Express, Tagesspiegel und JUICE. KUNST UND KULTUR

17 WIRTSCHAFT VERERBTE Text Jens Südmeier Fotos Michael Grosler VERANTWORTUNG Nachfolge im Reich der Düfte : Mit Torsten (37) und Oliver Pieper (33) geht die Stadtparfümerie Pieper in die dritte Generation. In der Geschäftsführung beerben die beiden Brüder ihren Vater Gerd Pieper, der das Unternehmen bereits seit 1969 leitet. Nun möchte sich der 65-Jährige langsam, aber sicher aus dem operativen Geschäft zurückziehen: Noch fünf Jahre, dann ist spätestens Schluss, sagt er. Dann habe ich mein Rentenalter mehr als erreicht. 32 Bild links: Drei Generationen: Firmenchef Gerd Pieper am Stammsitz in Wanne-Eickel mit seinen Söhnen Oliver (links) und Torsten vor den Familienporträts der Eltern Maria und Gerhard Pieper, die 1931 mit Seifen Pieper den Grundstein für den unternehmerischen Erfolg legten Bild oben: Gabriele und Torsten Pieper zeichnen verantwortlich für die Personalabteilung Bild rechts: Immer ein offenes Ohr für die Mitarbeitenden: Oliver Pieper am Point of Sale im Gespräch mit Fachverkäuferin Heike Deffner Konzentriert sitzt Gerd Pieper an seinem Schreibtisch. Er arbeitet sich durch einen Stapel Unterlagen. Links neben ihm ein großes Regal mit Büchern über edle Düfte und Parfüms. Bilder auf einem Sideboard zeigen Pieper zusammen mit Prominenten, unter ihnen Altkanzler Helmut Kohl und Bundespräsident Horst Köhler. Die auf einer Fensterbank geparkten Rennautos und ein alter Lederfußball ein WM-Original von 1954 zeugen von der Sportbegeisterung des Unternehmers. In Glasvitrinen reihen sich Flakons: kleine, große, historische, moderne und skurrile zu jedem weiß Gerd Pieper eine Geschichte zu erzählen. Er fühlt sich sichtlich wohl in seinem Büro, das mehr einem Wohnzimmer denn einem nüchternen Arbeitsplatz gleicht: Ich habe einen Großteil meines Lebens in diesem Raum verbracht. Deshalb habe ich ihn gemütlich und persönlich eingerichtet. 65. Geburtstag im Mondpalast Im August 2008 feierte Gerd Pieper seinen 65. Geburtstag mit einem eigenen Theaterstück im Mondpalast von Wanne-Eickel. Auf der Bühne ließen Schauspieler das Leben des Jubilars Revue passieren. Ein Leben, das von harter Arbeit und zahlreichen Erfolgsstationen geprägt ist. Als Gerd Pieper 1969 in das Unternehmen einstieg, gab es fünf Filialen. In den folgenden Jahren hat er es Schritt für Schritt erweitert. Mit derzeit 109 Filialen und über Mitarbeitern ist Pieper Deutschlands größte WIRTSCHAFT privat geführte Parfümerie. Obendrein ist Gerd Pieper Präsident der IHK im mittleren Ruhrgebiet, Vize-Präsident von Borussia Dortmund, Bürger des Ruhrgebiets und Träger des Bundesverdienstkreuzes. Da verwundert es auch nicht, dass zahlreiche Prominente wie NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Ex-Landesvater Wolfgang Clement ihm höchstpersönlich zum Geburtstag gratulierten. Druck spornt an Sicherlich setzt uns der Erfolg unseres Vaters unter Druck, geben Torsten und Oliver Pieper zu. Aber Druck spornt an und motiviert. Wir sind uns sicher, dass wir die Aufgaben meistern und die Stadtparfümerie Pieper gut durch die nächsten Jahre führen werden. In ein gut funktionierendes Unternehmen einzusteigen, sehen die beiden als riesige Chance. Dabei hat es ihnen ihr Vater freigestellt, welchen Weg sie einschlagen. Gerd Pieper: Ich habe ihnen gesagt: Ihr könnt machen, was ihr wollt. Aber wenn ihr euch für das Unternehmen entscheidet, müsst ihr voll dahinter stehen und eine entsprechende Ausbildung machen. Zwei Brüder zwei Charaktere Auf eine Banklehre folgten für beide zunächst die Bundeswehr und dann ein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Münster, das beide mit einem Diplom beendeten. Oliver ging noch ei- 33

18 WIRTSCHAFT Stabilitätsfaktor Familienunternehmen Von wegen klein: Rund 70 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland sind bei Familienunternehmen angesiedelt. Gemeinsam erbringen sie mehr als die Hälfte der deutschen Bruttowertschöpfung und haben gegenüber managergeführten Großkonzernen einen entscheidenden Vorteil: Familienunternehmen setzen nicht auf schnelle Gewinnmaximierung, sondern auf Kontinuität und langfristige Perspektive. Dies macht sie besonders in Krisenzeiten zu einem stabilisierenden Wirtschaftsfaktor. Zwischen 2003 und 2005 erweiterten beispielsweise die 500 größten Familienunternehmen in Deutschland ihre Belegschaft um zehn Prozent auf 2,2 Mio. Beschäftigte und verzeichneten einen Umsatzanstieg von rund 16 Prozent. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum vergrößerten die 30 DAX-Konzerne ihre Belegschaft nur um 3,5 Prozent auf knapp 1,6 Mio. Beschäftigte. Der Umsatzanstieg lag lediglich bei neun Prozent. Informationen: Wittener Institut für Familienunternehmen nen Schritt weiter und fügte in Köln noch eine Promotion im Bereich Marketing an. Doch so ähnlich ihre Ausbildungswege auch waren, so unterschiedlich sind die beiden Brüder im täglichen Leben. Torsten, verheiratet und Vater eines fünf Monate alten Sohnes, ist ein Familienmensch ruhig, zurückhaltend, besonnen. Ganz anders dagegen Oliver: Er ist extrovertierter, forscher und draufgängerischer als sein Bruder was auch durch seine Hobbys wie Wakeboarden, Kitesurfen und Skifahren deutlich wird. Nachfolge für viele ein Problem Wahrscheinlich ergänzen wir uns deshalb auch so gut, sagt Torsten. Im Unternehmen haben sich beide auf unterschiedliche Aufgabengebiete spezialisiert. Der ältere kümmert sich um das Personal, die Finanzen und das Controlling. Der jüngere ist für Einkauf, Verkauf und Marketing zuständig. Ich freue mich, dass das so gut funktioniert, sagt Gerd Pieper. Für viele Familienunternehmen ist die Frage der Nachfolge ein großes Problem. Als IHK-Präsident weiß er: Bei vielen sind entweder erst gar keine Kinder vorhanden oder der Nachwuchs möchte andere Wege gehen. Oftmals bleibe dann nur der Verkauf oder die Übergabe an einen externen Nachfolger. In die Aufgaben hineinwachsen Die beiden jungen Piepers arbeiten bereits jetzt voll im Unternehmen mit Torsten seit vier, Oliver seit einem Jahr. Wir wachsen langsam in unsere Aufgaben hinein, sagt der 37-Jährige. So haben die beiden beispielsweise zwei Monate lang jeden Tag eine andere Filiale besucht, um möglichst viele Mitarbeiter kennen zu lernen. Dieser persönliche Kontakt zum Personal gehört für Gerd Pieper und seine Söhne genauso zu den wesentlichen Bestandteilen eines Familienunternehmens wie langfristige Planung und behutsames Wirtschaften. Dabei starten die Gebrüder Pieper keinesfalls mit einem Familienbonus in ihre Führungsrollen. Ich erwarte von den beiden mehr als von externen Mitarbeitern, so Gerd Pieper. Und auch gegenüber dem Personal müssen sie sich erst einmal behaupten. Denn: Respekt werde nicht vererbt, dafür aber große Verantwortung. 34 Senior bleibt dem Unternehmen erhalten Als Berater bleibt Gerd Pieper den beiden und dem Unternehmen auch nach seinem Ausscheiden aus dem operativen Geschäft noch erhalten. Auch das ist ein Vorteil von Familienbetrieben, sagt er. Ich werde mich keinesfalls einmischen. Sollten die beiden aber Fragen haben, können sie jederzeit zu mir kommen. Über die Zeit nach der Geschäftsführung hat sich der 65-Jährige schon intensiv Gedanken gemacht: Ich werde sicherlich nie wirklich aufhören zu arbeiten. Aber ich mache nur noch das, was mir Spaß macht. So könne er sich gut vorstellen, die einzelnen Filialen zu besuchen und zu analysieren. Da kann ich mit meiner Erfahrung sicher noch einige gute Tipps geben. Zwei Stecknadeln für die Weltkarte Seine freie Zeit möchte Gerd Pieper vor allem für gemeinsame Reisen mit seiner Frau Gabriele nutzen. Eine Weltkarte in seinem Büro zeigt, wo er schon überall war. Von Hawaii bis Afrika, von China bis Australien dutzende bunter Stecknadeln markieren die bereits besuchten Ziele. Ich war noch nie in der Mongolei und ich träume von einer Fahrt mit der transsibirischen Eisenbahn, sagt Pieper und blickt auf die Weltkarte. Diese zwei kleinen Nadeln möchte er dort auf jeden Fall noch hineinpieksen. Düfte in allen Farben und Formen: Gerd Pieper sammelt Parfum-Flakons ADVERTORIAL Text Nils Rimkus Fotos Michael Grosler Wohnkultur für alle Generationen Kompetente Beratung für alle Lebenslagen: Barrierefreies und komfortables Wohnen soll auch für Menschen mit schmalem Geldbeutel möglich sein NRW-Ministerium zeichnet aldo design in funktion mit Innovationspreis aus Die Auszeichnung hat uns total überrascht. Wenn Albert Landsberger das sagt, schwingt Stolz, aber auch Ungläubigkeit mit. Dabei überzeugt ein Gang durch den Showroom: Die Düsseldorfer Jury tat gut daran, den Preis Kultur für Generationen an aldo design in funktion zu vergeben. Die ausgestellten Produkte und baulichen Maßnahmen sind stilvoll, intelligent und schaffen alle Barrieren im Wohnumfeld aus der Welt. Die Jury sah hierin eine innovative Antwort auf die alternde Gesellschaft. Albert Landsberger sieht darin mehr. Ihm geht es generell um Komfort und Lebensqualität für Alt und Jung, Groß und Klein. Im Juni 2008 eröffnete Albert Landsberger in Bochum den Showroom aldo design in funktion. Mit breiter, offener Fensterfront ausgestattet, liegt das Ladenlokal unweit seines Handwerksbetriebs aldo an der Ecke Castroper Straße/I. Parallelstraße. Seit er aldo im Jahr 1990 gründete, versucht Albert Landsberger, Obermeister der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik in Bochum, die Schwierigkeiten zu verringern, die das Wohnen von der Stange produziert. Denn das geht immer vom durchschnittlichen und gesunden Erwachsenen aus. Kinder, Ältere oder Menschen mit Behinderungen fallen aus dem Rahmen und nicht nur die. Albert Landsberger: Je nachdem, ob man 1,75 m oder 1,95 m misst, kann schon die Spüle zur Barriere werden. Die höhenverstellbare Spüle ist aber nur eine der vielen guten Ideen, die formschön und funktional im Showroom umgesetzt sind. Eine spezielle Kindertoilette etwa vermag mit dem Kind zu wachsen. Fein auch die Dusche, die zur Badewanne umfunktioniert werden kann. Oft reichen aber schon Kleinigkeiten, sagt Fachberaterin Sabine Waterkotte. So die Steckdose mit Auswurffunktion Stolperfalle ade! Sabine Waterkotte: Die Hilfsmittel, die wir zeigen, helfen, ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen. Dazu gehören auch computerbasierte Haussteuerungen. Komplizierte, die mit einer Stimmerkennung arbeiten und gelähmten Menschen den Alltag ermöglichen. Aber auch einfache: ein kleiner, bedienungsfreundlicher Computer, der von der Alarmanlage bis zur Waschmaschine alles reguliert und überwacht. Als diplomierte Fachwirtin kennt sich Sabine Waterkotte nicht nur im Showroom bestens aus. Auf Wunsch schaut sie sich auch Wohnungen an und berät, was verbesserungswürdig ist und welche finanziellen Hilfen von den Kassen wie beantragt werden können. Denn darin ist sich das Team Landsberger und Waterkotte einig: Es muss Komfort und gesteigerte Lebensqualität auch für Menschen geben, die über ein geringeres Einkommen verfügen. Dieser umfassende Ansatz und seine fundierte Umsetzung überzeugte nicht nur die Preisjury. Nur wenige Monate nach der Eröffnung hat aldo design in funktion ein derart intensives Kundeninteresse entfacht, dass Umbauten für die Ausweitung des Angebots nötig wurden. DER PREIS KULTUR FÜR GENERA- TIONEN UND DER PREISTRÄGER Der Preis geht auf die Initiative des NRW-Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie des Städte-Netzwerks NRW zurück. Er zeichnet Unternehmer aus, die mit innovativen Produkten und Dienstleistungen auf die Alterung der Gesellschaft eingehen. Erstmals verliehen wurde der Preis am 21. Dezember 2008 auf der Kölner Messe Haus und Wohnen. Die Vergabe begründete die Jury damit, dass aldo design in funktion alle Aspekte des Wohnens von der Barrierefreiheit über die hygienischen Anforderungen bis hin zu stilvollem Design und anspruchsvoller Technik vereine. aldo design in funktion Sabine Waterkotte I. Parallelstraße Bochum Fon

19 Zugegeben: Unsere Energie ist manchmal nur zum Spaß da. Wir bringen Herne in Fahrt. Ob Kino, Kirmes und Kultur, Sport oder Freizeit wir sind gleichermaßen moderner Dienstleister, Arbeitgeber, Investor und Sponsorpartner zur Förderung vielfältiger Initiativen in Herne. Denn ein deutliches Mehr an Lebensqualität macht auch uns mehr Spaß... Ein kurzer Weg. Viele Lösungen. KARRIERE Kein Druck ohne prüfenden Blick Service: Der direkte Draht zum Kunden ist wichtig Liebe zum Beruf: Jürgen Lietz setzt auf Präzision Man weiß, was man kann Gründer 50plus: Aus der Arbeitslosigkeit heraus schaffte Druckermeister Jürgen Lietz den Sprung ins eigene Unternehmen Jürgen Lietz (54) öffnet die Türen zu seiner Druckerei, und sofort springt ihm Labrador-Mischling Sam entgegen. Der Hund begrüßt den 54-jährigen Wittener, als hätten sie sich jahrelang nicht gesehen. Sam gehört zur Firma. Genauso wie die Druckmaschinen, über die er wacht. Das ist meine Zweifarben- Druckmaschine, eine alte Heidelberger. Die Maschine habe ich vor zwei Jahren gekauft, sagt Lietz und deutet auf ein Monstrum im vorderen Bereich der 300 Quadratmeter großen Halle in der Nähe des Dortmunder Fredenbaums. In der Ecke gegenüber glänzt eine Schneidemaschine. Seine neueste Errungenschaft. Hätte jemand Jürgen Lietz vor fünf Jahren erzählt, dass er im Februar 2009 Inhaber einer Druckerei in Dortmund sein würde, hätte er nur müde gelächelt. Die Firma in Gelsenkirchen, bei der Lietz 14 Jahre lang als Druckereileiter beschäftigt war, ging pleite Jürgen Lietz wurde arbeitslos. Private Probleme ließen den damals 49-Jährigen in ein tiefes Loch fallen. Drei Monate habe ich mich abgeschottet, um darüber nachzudenken, wie das Leben weitergeht. Die Verantwortung gegenüber seinen beiden Kindern rüttelte ihn wach und gab den Ansporn, Bewerbungen zu schreiben. Schnell merkte ich, dass man mit 50 Jahren auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt ist. Die Chance ergreifen Eine Absage folgte der nächsten. Bis die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Dortmund auf seine Initiativbewerbung eine überraschende Antwort gab. In den Awo- Räumen verstaubten die Geräte einer ehemaligen Hausdruckerei. Die Awo fragte, ob ich Interesse hätte, die alten Druckmaschinen zu übernehmen. Der damals 50-Jährige ergriff die Chance und eröffnete im Juni 2004 die Druckerei Druck&Design. Zusammen mit Diplom-Designer Jürgen Telgheder, damals arbeitslos und heute sein Geschäftspartner. Kredit und Kunden Aller Anfang war schwer. Drei Monate kämpfte Lietz mit den Banken. Die wollten ihm, dem älteren Arbeitslosen, keinen Kredit gewähren eine typische Zwickmühle für Gründer jenseits der 50. Lietz: Ich besaß ein wenig Erspartes. Das reichte aber nicht als Startkapital. Endlich führte der Weg Jürgen Lietz zur Volksbank: Die unterstützten meine späte Selbstständigkeit, ohne zu zögern. Das Arbeitsamt zahlte zusätzlich sechs Monate lang Überbrückungsgeld. Was nun zum Erfolg noch fehlte, waren die Kunden. Gezielt wärmten die beiden Gründer alte Kontakte auf. Guter Service und Mundpropaganda taten ein Übriges. Lietz: Wir arbeiteten Tag und Nacht, lasen unseren Kunden jeden Wunsch von den Augen ab. Mittlerweile zählen 208 Kunden aus ganz Deutschland zum festen Stamm. Leidenschaft für den Beruf Zweifel an seiner späten Selbstständigkeit plagten Jürgen Lietz nie. Ich hatte keine andere Wahl. Ich konnte doch nicht die Flinte ins Korn werfen und arbeitslos bleiben. Mit 50. Was sollten meine Kinder denken? Heute ist er stolz auf seine Leistung. Ich sehe vieles gelassener. Das Alter habe durchaus Vorteile für Neu-Unternehmer. Mit 50plus hat man genug Lebenserfahrung, um Risiken besser erkennen zu können. Nur wenn man weiß, was man kann und davon überzeugt ist, hält man durch, sagt er selbstbewusst. Ohne die Liebe und Leidenschaft für den Beruf geht es nicht. Ein Tipp, den er jedem älteren Gründer gibt und vorlebt. Die Druckmaschinen sind sein Leben. Er hütet sie wie Babys. Was kommt, das kommt Über die Zukunft denkt Jürgen Lietz wenig nach. Was kommt, das kommt, sagt er. Nur eins steht fest: Man wird mich wahrscheinlich irgendwann aus dieser Druckerei heraustragen müssen. Denn von alleine gehe ich nicht. Mittlerweile läuft die Druckerei gut. Wir setzen Euro im Jahr um, sagt Lietz nicht ohne Stolz. Und was würde er anders machen, wenn er noch einmal die Entscheidung zur späten Selbstständigkeit treffen müsste? Nichts! Eine Studie über das Gründungsverhalten Älterer veröffentlichte das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn im Oktober Diskutiert werden die Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Gründern sowie die Erfolgsquoten der älteren Gründer. Die Studie gibt es im Internet unter Informationen für Neu- Unternehmer der Generation 50plus bietet auch die Internetseite 37

20 ENGAGEMENT ENGAGEMENT SOZIALES Helfen ist Ehrensache Ehrenamtliches Engagement liegt voll im Trend Freiwilligenagenturen finden für jeden die passende Aufgabe. Mit anpacken, anderen helfen, sich sozial engagieren: Jeder dritte Einwohner des Ruhrgebiets geht einer freiwilligen, gemeinnützigen Tätigkeit nach Tendenz steigend. Freiwilligenagenturen informieren über Einsatzmöglichkeiten bei Vereinen, Projekten, Gruppen und Verbänden und vermitteln zwischen Hilfesuchenden und Helfern. BOCHUM Freiwilligen-Zentrum Bochum Telefon CASTROP-RAUXEL Ehrensache! Vermittlungsstelle für bürgerschaftliches Engagement Telefon oder -20 DORTMUND FreiwilligenAgentur Dortmund Verein zur Förderung der freiwilligentätigkeit in Dortmund e.v. Telefon ESSEN Ehrenamt Agentur Essen Telefon Wird Darmkrebs frühzeitig entdeckt, ist er zu 100 Prozent heilbar! Nutzen Sie die Chance der kostenlosen Vorsorge ab 55 Jahren GLADBECK Netzwerk Freiwilligenarbeit Gladbeck Telefon und GELSENKIRCHEN Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.v. Telefon HALTERN Freiwilligen Agentur Haltern Telefon und -230 HATTINGEN Freiwilligenagentur Telefon HERNE Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement Telefon HERTEN sozial aktiv agentur Herten Telefon OBERHAUSEN Freiwilligenagentur Telefon RECKLINGHAUSEN Netzwerk Bürgerengagement Freiwilligenzentrum und Selbsthilfe Telefon DARMKREBS-VORSORGE RETTET LEBEN! Beugen Sie Darmkrebs vor und gehen Sie zur Darmspiegelung! Weitere Informationen bei Ihrem Hausarzt oder in der Gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis Herne Felten/Hartmann/Hüppe, Wiescherstraße 20, Herne, Telefon: WALTROP Stadt Waltrop Koordinationsstelle für bürgerschaftliches Engagement ab 50+ Telefon Weitere Freiwilligenagenturen finden sich auf der Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Nordrhein-Westfalen: Eine Service-Seite des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration ermöglicht eine gezielte Suche nach Projekten mit Sortierungsmöglichkeiten nach Aufgabenfeldern, Zielgruppen und Regionen: Schwer und schmutzig, aber schön Im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen halten ehrenamtliche Helfer historische Dampflokomotiven in Schuss und laden zum Mitfahren ein Text und Fotos Stefan Schütter / Eisenbahnmuseum Bochum Es qualmt, quietscht und pfeift langsam setzt sich das Dampfross in Bewegung: Fans von historischen Lokomotiven kommen im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen nicht nur als Besucher voll auf ihre Kosten. Der private Trägerverein freut sich jederzeit über Interessenten, die sich an der ehrenamtlichen Museumsarbeit beteiligen möchten. Handwerkliches Geschick ist dabei von Vorteil, aber keine Bedingung. Wenn genug Begeisterung da ist, lässt sich alles andere erlernen. Während der Winterpause von Mitte November bis Ende Februar wird es früh dunkel auf dem m 2 großen Museumsgelände am Ruhrufer. Doch im historischen Ringlokschuppen von 1918 und den Werkshallen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes brennt donnerstags und samstags jede Woche Licht, wenn ein Teil der 140 Vereinsmitglieder mit Restaurierungsund Instandhaltungsarbeiten beschäftigt ist. Stefan Harzendorf (57) beispielsweise kümmert sich seit 1991 um die elektrischen Anlagen. Als Kind haben mich Modelleisenbahnen begeistert. Im Alter habe ich dann in Dahlhausen eine handfestere Aufgabe gefunden, erzählt der pensionierte Postbeamte. Insgesamt schrauben 30 bis 40 Leute an den Fahrzeugen und Gleisanlagen, ergänzt Zugführer Sönke Windelschmidt, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Faszination Dampfmaschine Im Lokschuppen macht zurzeit die Aufarbeitung der preußischen P8 von 1918 langsam Fortschritte: Die Dampflok zieht seit 1992 den Museumszug, ein Kesselschaden machte sie jedoch 2006 fahruntüchtig. Beim Einsetzen einer neuen 300 kg schweren Treibstange müssen sechs kräftige Männer anpacken. Einer von ihnen ist Volker Horn (47). Die Faszination Dampfmaschine hat mich seit dem Studium nicht mehr losgelassen, begründet der technische Angestellte im Bergbau, der seit 1985 in seiner Freizeit als Lokschlosser tätig ist, sein Engagement. Ehrenamtliche sorgen für reibungslosen Fahrbetrieb Sonntags sind etwa 20 Vereinsmitglieder für das Kassenhäuschen, Besucherführungen und andere Aufgaben zuständig. Jeder hat etwa alle sieben Wochen Dienst. Das meiste Personal benötigt dabei der Museumszug, der von Mai bis Mitte Oktober freitags und sonntags dreimal täglich als Ruhrtalbahn von Dahlhausen zum Hagener Hauptbahnhof fährt. Für den reibungslosen Fahrbetrieb sind unter anderem Schaffner, Rangierer und Heizer erforderlich. Damit alle Beteiligten auf dem neuesten Stand bleiben, gibt es zweimal im Jahr Dienstunterricht. Einige kennen Technik aus der Kindheit Mit einer engagierten Gemeinschaft kann man einiges auf die Beine stellen, wie die Besucher bei uns sehen können, resümiert Volker Böhm (36) zufrieden. Der Industriemeister ist als stellvertretender Museumsleiter tätig. Die Mitglieder des Vereins kommen aus allen Altersklassen und Berufsgruppen. Die älteren Kollegen kennen die Technik und die alten Züge noch aus ihrer Kindheit. Und natürlich gehören auch Frauen zum Team. Böhm: Eine Kollegin beispielsweise näht neue Vorhänge für einen Personenwagen und hält unsere historischen Uniformen in Schuss. Neben der Arbeit kommt das Vergnügen aber nicht zu kurz: Gemütliche Grillabende und Ausflüge zählen zu regelmäßigen Aktivitäten der Hobbyeisenbahner. Sönke Windelschmidt: Für Interessierte bieten wir am 28. und 29. März sowie am 7.und 8. November 2009 zweitägige Workshops an, um in die aktive Museumsarbeit hinein zu schnuppern und die Faszination für die historischen Dampfrösser hautnah mitzuerleben. Kontakt: Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen GmbH Dr.-C.-Otto-Str Bochum Telefon (Di.-Fr. von Uhr bis Uhr)

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