Technische Richtlinie. Kompatibilitätsliste IEC EEG

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1 Netzführung Nr.: Rev.: TBF Strom Kompatibilitätsliste EE-Einspeiser Stand: Seite: 08/ / 16 Technische Richtlinie Kompatibilitätsliste IEC EE Ausgabe für die Ankopplung von EE-Einspeisern an Netze BW-Fernwirktechnik Herausgeber: Netze BW Technik Netzführungssysteme erstellt / überarbeitet freigegeben Kögler in Kraft gesetzt Ausgabedatum

2 Format Telegramm variabler Länge IEC IEC Schicht 2 Schicht 7 Schicht 2 ASDU Dienstdateneiheit der Anwendungsschicht Byte Anzahl Startbyte 68H 1 Länge Anwenderdaten, Länge Anwenderdaten, Startbyte 68H 1 Steuerfeld LINK - Layer 1 LINK - Adresse 1.Byte 1 LINK - Adresse 2.Byte 1 Typkennung 1 Variable Strukturkennung 1 Identifikationsfeld der Dateneinheit Übertragungsursache 1 ASDU - Adr. 1.Byte 1 ASDU - Adr. 2.Byte 1 IEC_INFONR_x / 1Byte Adresse des Informationsobjektes IEC_FLDTYP_x / 1 Byte 3 Informationsobjekt 1 IEC_FLDNR_x / 1 Byte Satz von Informationselementen 1 Zeitmarke des Informationsobjektes 7 IEC_INFONR_x / 1Byte Adresse des Informationsobjektes IEC_FLDTYP_x / 1 Byte 3 Informationsobjekt n IEC_FLDNR_x / 1 Byte Satz von Informationselementen 1 Zeitmarke des Informationsobjektes 7 emeinsame Zeitmarke der ASDU 3 Prüfsumme n -1 Stopbyte 16H n Seite 2 / 16

3 Kompatibilitätsliste IEC EE Funktion oder ASDU wird nicht benutzt R B Funktion oder ASDU wird in Standardrichtung benutzt Funktion oder ASDU wird in egenrichtung benutzt Funktion oder ASDU wird in Standardrichtung als auch in egenrichtung benutzt Die Vergabe der Link- ASDU- und Objektadressen erfolgt durch Netze-BW Abt. TBFT System- oder erätefunktion (systemspezifischer Parameter) Festlegung für Zentralstation [controling station master] Festlegung für Unterstation [controling station slave] Systemfestlegung Seite 3 / 16

4 1. Netzkonfiguration (netzwerkbezogener Parameter) End-End_Konfiguration [Point-to-point] 2. Physikalische Schicht (netzbezogene Parameter) Keine unterschiedlichen Übertragungsgeschwindigkeiten in Steuer- / Melderichtung möglich. Übertragungsgeschwindigkeit (für Steuer- und Melderichtung) Unsymmetrische Schnittstelle V.24 / V.28 Standard V.11 (RS422) unsymmetrische Schnittstelle V.11 (RS485 4-Draht) unsymmetrische Schnittstelle bit/s Seite 4 / 16

5 3. Verbindungsschicht (netzbezogene Parameter) Nach dieser anwendungsbezogenen Norm werden ausschließlich das Telegrammformat FT 1.2, Einzelzeichen 1 und das feste Zeitintervall benutzt. Übertragungsprozedur der Verbindungsschicht Symmetrische Übertragung [balanced transmission] Adreßfeld der Verbindungsschicht 2 Oktette Unstrukturiert Telegrammlänge Maximale Länge L Steuerrichtung 249 Maximale Länge L Überwachungsrichtung 249 Wird unsymmetrisch übertragen, werden die folgenden ASDU als Anwenderdaten mit dem angegebenen Übertragungsursachen mit der Datenklasse 2 (niedrige Priorität) zurück übertragen: Die genormte Zuweisung von ASDU zur Datenklasse 2 wird wie folgt angewendet: Typkennung Übertragungsursache 9,11,13,21 <1> Anmerkung: Als Antwort auf eine Abfrage nach Klasse 2 darf eine Unterstation (controlled station) mit Klasse 1 Daten senden, wenn keine Daten der Klasse 2 verfügbar sind. Seite 5 / 16

6 4. Anwendungsschicht Übertragungsmode für Anwendungsdaten Nach dieser Anwendungsbezogenen Norm wird ausschließlich Mode 1 (niederwertigstes Oktett zuerst) nach 4.10 von IEC benutzt. emeinsame Adresse der ASDU (systembezogener Parameter) Zwei Oktette Unstrukturiert Adresse des Informationsobjekts (systembezogener Parameter) Drei Oktette Strukturiert Übertragungsursache (systembezogener Parameter) Ein Oktett (ohne Herkunftsadresse) Seite 6 / 16

7 Prozeßinformation in Überwachungsrichtung <1> := Einzelmeldung M_SP_NA_1 [Single-point information] [Single-point information with time tag] <3> := Doppelmeldung M_DP_NA_1 [Double-point information] [Double-point information with time tag] <5> := Stufenstellungsmeldung M_ST_NA_1 [Step position information] <13> := Meßwert, verkürzte leitkommazahl M_ME_NC_1 [Measured value, short floating point value] <15> := Zählwert M_IT_NA_1 [Integrated totals] <30> := Einzelmeldung mit Zeitmarke M_SP_TB_1 [CP56Time2a] <31> := Doppelmeldung mit Zeitmarke M_DP_TB_1 [CP56Time2a] <32> := Stufenstellungsmeldung mit M_ST_TB_1 Zeitmarke [CP56Time2a] <33> := Bitmuster von 32 Bit mit Zeitmarke M_BO_TB_1 [CP56Time2a] <36> := Meßwert, verkürzte leitkommazahl M_ME_TF_1 mit Zeitmarke [CP56Time2a] Seite 7 / 16

8 Prozeßinformation in Steuerrichtung <45> := Einzelbefehl C_SC_NA_1 [Single command] <46> := Doppelbefehl C_DC_NA_1 [Double command] <47> := Stufenstellbefehl C_RC_NA_1 [Regulating step command] <50> := Sollwert-Stellbefehl, C_SE_NC_1 verkürzte leitkommazahl [Set point command, short floating point value] <51> := Bitmuster von 32 bit C_BO_NA_1 [Bitstring of 32 bit] Es wird entweder der ASDU-Satz 45 bis 51 (Formate ohne Zeit) oder der Satz 58 bis 64 (Formate mit Zeit CP56Time2a) angewendet. Systemiformation in Überwachungsrichtung <70> := Initialisierungsende M_EI_NA_1 [End of initialization] Systeminformation in Steuerrichtung <100> := (eneral-)abfragebefehl C_IC_NA_1 [Interrogation command] <101> := Zähler-Abfragebefehl C_CI_NA_1 [Counter interrogation command] <103> := Uhrzeit-Sychronisierbefehl C_CS_NA_1 Seite 8 / 16

9 5. rundlegende Anwendungsfunktionen Stationsinitialisierung Fern-Initialisierung [Remote initialization] Zyklische Datenübertragung Zyklische Datenübertragung Spontane Übertragung spontane Übertragung eneralabfrage (system- oder stationsbezogener Parameter) lobal Uhrzeitsynchronisation Uhrzeitsynchronisation (wahlfrei) [Clock synchronization] Wochentag wird benutzt RES1 oder EN (Zeitmarke ersetzt / nicht ersetzt) wird benutzt SU-Bit (Sommerzeit bzw. DST = "daylight savings time") wird benutzt Seite 9 / 16

10 Befehlsübertragung (objektbezogener Parameter) Direkte Befehlsübertragung [Direct command transmission] Direkte Sollwert-Befehlsübertragung [Direct set point command transmission] Keine zusätzliche Festlegung Kurze Befehlsausführungsdauer [Short pulse duration] Lange Befehlsausführungsdauer [Long pulse duration] Seite 10 / 16

11 Übertragung von Zählwerten (stations- oder objektbezogener Parameter) Mode A: lokales Umspeichern mit spontaner Übertragung Mode B: lokales Umspeichern mit Zählerabfrage Mode C: Umspeichern und Übertragen ausgelöst durch Zählerabfragebefehle Mode D: Umspeichern ausgelöst durch Zählerabfragebefehle, spontane Übertragung der umgespeicherten Zählerstände Zählerabfrage [Counter request] Zähler umspeichern ohne Rücksetzen [Counter freeze without reset] Zähler umspeichern mit Rücksetzen [Counter freeze with reset] Zähler Rücksetzen Counter reset] Allgemeine Zählerabfrage [eneral counter request] Zählerabfrage ruppe 1 Adressen je ruppe sind festzulegen [Request counter group 1] Zählerabfrage ruppe 2 Adressen je ruppe sind festzulegen [Request counter group 2] Zählerabfrage ruppe 3 Adressen je ruppe sind festzulegen [Request counter group 3] Zählerabfrage ruppe 4 Adressen je ruppe sind festzulegen [Request counter group 4] Seite 11 / 16

12 Test-Prozedur (stationsspezifischer Parameter) Test-Prozedur Hintergrundabfrage Hintergrundabfrage Seite 12 / 16

13 Typkennung IEC Übertragungsursache IEC TK 101 /Hex TK 101 /Dez nicht benutzt priodisch, zyklisch erzeugt zum erneuern des Przeßabbildes spontan initialisiert abgerufen Aktivierung Bestätigung der Aktivierung Abbruch der Aktivierung Bestätigung des Abbruchs der Aktivierung Beendigung der Aktivierung Rückmeldung, verursacht durch einen Fernbefehl Rückmeldung, verursacht durch einen örtlichen Befehl Einzelmeldung M_SP_NA_1 B B B 03 3 Doppelmeldung M_DP_NA_1 B B B 05 5 Stufenstellungsmeldung M_ST_NA_1 B B B 0D 13 Meßwert, leitkommazahl M_ME_NC_1 B B B B 0F 15 Zählwerte M_IT_NA_1 B Dateiübermittling abgefragt durch A 20 bis 36 abgefragt durch allgem. Zählerabfrage 37 bis 41 unbekannte Typkennung unbekannte Übertr.-Ursache unbekannte ASDU-Adresse unbekannte Infoobj.-Adresse E 30 Einzelmeldung mit Zeitmarke M_SP_TB_1 B 1F 31 Doppelmeldung mit Zeitmarke M_DP_TB_1 B Stufenstellungsmeldung mit Zeitmarke M_ST_TB_1 B Bitmuster mit Zeitmarke M_BO_TB_1 2D 45 Einzelbefehl C_SC_NA_1 2E 46 Doppelbefehl C_DC_NA_1 2F 47 Stufenstellbefehl C_RC_NA_ Sollwert-Stellbefehl, leitkommazahl C_SE_NC_ Bitmuster von 32 bit C_BO_NA_ Initialisierungende M_EI_NA_ (eneral-) Abfragebefehl C_IC_NA_1 B B B Zähler-Abfragebefehl C_CI_NA_ Uhrzeit-Synchronisierbefehl C_CS_NA_ Prüfbefehl C_TS_NA_1 R B raue Box = Kombination aus Typkennung und Übertragungsursache ist in der anwendungsbezugenen Norm nicht vorgesehen. Leere Box = Kombination aus Typkennung und Übertragungsursache wird nicht benutzt - ist aber vorzusehen. "" = Kombination aus Typkennung und Übertragungsursache wird in Standardrichtung benutzt. "R" = Kombination aus Typkennung und Übertragungsursache wird in egenrichtung benutzt. "B" = Kombination aus Typkennung und Übertragungsursache wird in beiden Richtungen benutzt. Seite 13 / 16

14 - Wirkleistung Blindleistung Ein übererregter enerator erzeugt, wie ein Kondensator, induktive Blindleistung. Auch in diesem Fall hat Q ein positives Vorzeichen. 380 kv SS Ein Kondensator erzeugt induktive Blindleistung und liefert diese Richtung Sammelschiene (Q hat positives Vorzeichen) damit ein angeschlossener Motor diese verbrauchen kann. SS2 - - M kv SS1 SS P von SS1 nach SS2 negativ SS1 SS1 110 kv MS SS2 SS2 - + NS + Wirkleistung zur Sammelschiene hinfließend = positiv Wirkleistung von der Sammelschiene abfließend = negativ Über einen Transformator hinweg dreht sich das Vorzeichen der Wirkleistung Ein übererregter enerator erzeugt induktive Blindleistung und somit hat Q ein positives Vorzeichen. Ein Kondensator ist kapazitiv und erzeugt induktive Blindleistung und somit hat Q ein positives Vorzeichen EE-Anlagen liefern bei Einspeisung positive Vorzeichen bei P und Q (übererregeter enerator). Die Vorzeichen sind immer auf den bezogen. Seite 14 von 16

15 MS-Netz Wirkleistung Blindleistung UST / SAS Feld 1 Feld 2 UST Kunde EE-Anlage Technolupe + Feld 2 MS-Netz Feld 1 alle Einspeisearten Netze-BW Kunde Hochspannung UW A UW B UW / SW Stromkreis SS1 SS2 + Messung Netz Netze-BW Netze-BW Kunde + Kunde + Messung Kunde alle Einspeisearten alle Einspeisearten Die Vorzeichen aller Messwert sind immer auf den Das Vorzeichen von Sollwerten ist auf den bezogen. bezogen. EE-Anlagen liefern bei Einspeisung positive Vorzeichen bei P und Q (übererregeter enerator). Ein übererregter enerator erzeugt induktive Blindleistung und somit hat Q ein positives Vorzeichen. Seite 15 von 16

16 Änderung durch Datum Änderung Status RE TLFT Kögler Jul 12 Ersterstellung Rev001 RE TLFT Kögler Anzahl Bytes von 3 auf 7 der Zeitmarke in der Übersicht geändertrev002 NETZ TBFT Kögler Dokument auf Netze BW geändert Rev003 NETZ TBFT Kögler Übertragungsprozedur der Verbindungsschicht auf Rev003 symmetrische NETZ TBFT Kögler Übertragungsursache auf 1 Oktette ohne Herkunftsadresse Rev003 geändert. NETZ TBFT Kögler Blatt Energierichtung eingefügt Rev003 NETZ TBFT Kögler Blatt Netzanschlusspunkt eingefügt Rev003 NETZ TBFT Kögler Übertragungsursache Text in Klammer geändert. Rev004 NETZ TBFT Kögler Schnittstelle V.11 mit RS485 nachgetragen Rev005 Seite 16 / 16

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