Virtual-LAN ZyXEL USG Firewall-Serie ab Firmware Version 4.10 Knowledge Base KB-3528 November 2014 Studerus AG

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1 Virtual-LAN ZyXEL USG Firewall-Serie ab Firmware Version 4.10 Knowledge Base KB-3528 November 2014 Studerus AG

2 VIRTUAL-LAN Ein Virtual-Local-Area-Network (VLAN) ist ein logisches Teilnetz innerhalb eines Switches oder eines physikalischen Netzwerks. Es kann sich über einen oder mehrere Switches hinweg ausdehnen. Ein VLAN trennt physikalische Netze in Teilnetze auf, indem es dafür sorgt, dass Datenpakete eines VLANs nicht in ein anderes VLAN gelangen. So lassen sich per VLAN getrennte Netze über eine einzelne Datenverbindung vom Switch zu einer Firewall übertragen. Die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Netzen erfolgt über Routing auf der USG unter Berücksichtigung sämtlicher Firewall-Regeln und aktiver UTM-Dienste. Beispiel Netzwerk Internet-Zugang USG GS Switch VLAN-Name LAN1 Switch-Port P5, P6 VLAN-ID (VID) 101 USG Zone LAN1 Subnetz /24 Mgmt-IP Switch VLAN-Name DMZ Switch-Port P7, P8 VLAN-ID (VID) 102 USG Zone DMZ Subnetz /24 Mgmt-IP PC 1 / LAN PC 2 / DMZ PC 1 kommuniziert über Port 5, PC 2 über Port 7 des Switchs. Die eingehenden Pakete markiert (tagged) der Switch entweder mit der VLAN-ID 101 oder 102. An ausgehenden Paketen an diesen Ports entfernt der Switch die VLAN-Markierungen (un-tagged). Port 1 des Switch kommt als Uplink zur USG zum Einsatz und überträgt die Pakete inklusive VLAN- Tag (tagged) zur USG. Die USG nimmt die Daten abhängig der Markierung (Tag) im entsprechenden VLAN entgegen. Die VLANs sind der Zone LAN1 oder DMZ zugewiesen. Entsprechend den Firewall-Regeln erhalten die PCs so Zugriff in die vorgesehenen Netz-Segmente. Virtual-LAN 2 KB-3528 / SRU

3 VLANs auf USG einrichten Configuration > Network > Interface > VLAN > Add VLAN 101 VLAN 102 Virtual-LAN 3 KB-3528 / SRU

4 Interface Type Interface Name Zone Base Port VLAN ID IP Address DHCP Setting Bestimmt die Zugehörigkeit des VLANs zur Gruppe der WAN-, respektive den LAN-Interfaces und legt so Grundeinstellungen für Routing und NAT fest. Name des neuen logischen Interfaces. Setzt sich zusammen aus der Bezeichnung 'vlan' und einer Nummer, typischerweise der VLAN-ID. Zone, zu welcher das virtuelle LAN gehört. Bestimmt, welche Firewall- Regeln zur Anwendung für über dieses VLAN transportierte Daten kommen. Port, an welchem die entsprechend VLAN markierten (getaggten) Datenpakete angenommen werden ("Port ist Member von VLAN xxx"). Die VLAN-ID (1-4094) des virtuellen LANs. Nur gleich markierte vom Switch einkommende Datenpakete gelangen in dieses virtuelle LAN. Adresse, unter welcher die USG in diesem Netz als Gateway und für das Management erreichbar ist. Als DHCP-Server verteilt die USG automatisch Adressen aus dem festgelegten Bereich. Da Daten zwischen "echten" und virtuellen Netzwerken geroutet werden, ist es wichtig, dass für jedes LAN ein einmaliges Subnetz zur Anwendung kommt. Virtual-LAN 4 KB-3528 / SRU

5 VLANs auf Switch konfigurieren VLAN 1 Über das VLAN 1 verarbeitet der Switch alle unmarkierten (un-tagged) Datenpakete. Den von uns für VLAN 101 und 102 vorgesehenen Ports entziehen wir mit Forbidden die Weiterleitung unmarkierter Daten. Advanced Application > VLAN > Static VLAN > 1 Virtual-LAN 5 KB-3528 / SRU

6 VLAN 101 und 102 Der Name bezeichnet das zu erstellende VLAN, hat aber weiter keinen Einfluss auf die Funktionalität. Die VLAN Group ID entspricht der VLAN-ID auf der USG und muss entsprechend übereinstimmen. Port 1 auf fixed setzen und TX Tagging aktivieren. Port 1 ist damit Member des jeweiligen VLANs, kann für das entsprechende VLAN Pakete entgegennehmen und leitet diese mit der dazugehörigen Markierung (Tag) an die USG weiter. Die Ports 5 und 6 weisen wir mit Fixed dem VLAN 101, die Ports 7 und 8 dem VLAN 102 zu. Allen anderen unbeteiligten Ports verbietet Forbidden die Weiterleitung von Paketen aus dem VLAN 101 oder 102. Advanced Application > VLAN > Static VLAN > Add Virtual-LAN 6 KB-3528 / SRU

7 VLAN Port Setting Über die VLAN Port Settings werden den Ports die entsprechenden VLAN IDs zugewiesen. Auf Port 5 oder 6 eingehender Traffic wird mit der PVID 101, auf Port 7 oder 8 eingehender Traffic mit der PVID 102 markiert. Port1 verbleibt auf der PVID 1. Advanced Application > VLAN > VLAN Port Setting Virtual-LAN 7 KB-3528 / SRU

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