Konzept. Schüler-Streitschlichtung entwickelt und eingeführt: August 2011 letztmalig abgesichert: Februar 2015

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1 Konzept Schüler-Streitschlichtung entwickelt und eingeführt: August 2011 letztmalig abgesichert: Februar 2015

2 Streitschlichtung durch Schüler Bei der Streitschlichtung durch Schüler geht man davon aus, dass Konflikte ein normaler Teil unseres Lebens sind und dass Schüler/innen in der Lage sind, einen hohen Prozentsatz ihrer Konflikte selbst zu regeln. Das Ziel der Streitschlichtung ist die friedliche Lösung von Konflikten, ohne dass es Schuldzuweisungen oder Strafen gibt. Die Aufgabe des Streitschlichters ist es zwischen den Streitenden zu vermitteln. Die Lösung des Konflikts wird jedoch von den Streitenden selbst entwickelt.

3 Ziele der Streitschlichtung Alltagskonflikte gewaltfrei, situationsgerecht und personenbezogen zu lösen Verbesserung der Beziehungen zwischen den Schülern Abbau von Spannungen und Konflikten und somit eine Verbesserung des Schulklimas Entspannung von Lernstrukturen - Konflikte müssen nicht mehr so häufig in der Unterrichtszeit gelöst werden Erwerb und Verbesserung von sozialen Kompetenzen: Team-, Konflikt -, Empathie- und Kooperationsfähigkeit Förderung der Schülerbeteiligung am Schulleben Stärkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls Steigerung der Schülerselbstverantwortung

4

5 Art und Umfang der Ausbildung zum Streitschlichter (Mediator) 1. Teil: Grundausbildung zum Streitschlichter Aufbau: halbjährliche AG (wöchentlich eine Unterrichtsstunde) Grundkenntnisse zur Streitschlichtung mit praxisorientierten Übungen und Aufgaben, sowie Ausarbeitung und Überarbeitung der momentanen Strukturen 2. Teil Begleitung, Übungen und Reflexion Aufbau: monatliche Treffen am Nachmittag, jeweils zwei Unterrichtsstunden Organisation der Streitschlichtung (z.b. Termine, Veränderungen) Reflexion der durchgeführten Mediationen Übungen und Wiederholungen der Inhalte

6 Wir haben viel über unsere Arbeit gelernt vor allem durch persönliche Erfahrung

7 Wir kennen jetzt den Unterschied zwischen Mediation und Gericht

8 Gefühle deuten und erkennen ist wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit

9 Themen unserer Ausbildung zur/zum Streitschlichter/in Gefühle Kooperationsübungen Aktives Zuhören Ich-Botschaften Kommunikationsübungen Reflektionsübungen Eisbergmodell Konfliktanalysen Gesprächsführung Doppeln Konzeptentwicklung Präsentation

10 Aufbau der Ausbildung 6. Vertrag/Nachtreffen 5. Lösungsvorschläge 4. Was war vor dem Streit? 3. Wie hast du dich gefühlt? 2. Was ist passiert? 1. Regeln erklären

11 Ablauf einer Mediation

12 Aber bei all der Arbeit müssen wir auch mal an uns denken.

13 Grenzen der Streitschlichtung - keine freiwillige Teilnahme - kein Interesse an Lösungen - hohes Aggressionspotential, starke körperliche Gewalt - familiäre, entwicklungspsychologische, krankheitsbedingte Ursachen - Mobbing - Gruppenkonflikte - finanzieller Schadensersatz - strafbare Handlungen In diesen Fällen ist nach wie vor das Eingreifen der (Klassen)lehrerin erforderlich.

14 Streitschlichter-Führerschein Fähigkeiten/Kenntnisse Aufgaben Datum Unterschrift Stufen der Mediation kennen kennen und benennen können Regeln für die Streitparteien kennen kennen und benennen können Unterscheidung Mediation und Gericht kennen und benennen können Eisberg-Modell kennen und erklären können Gefühle benennen im Rollenspiel zeigen Umgang mit Hilfsmitteln beherrschen im Rollenspiel zeigen Aktives Zuhören im Rollenspiel zeigen Vertrag korrekt ausfüllen nach einer Mediation überprüfen Grenzen von Schülerstreitschlichtungen kennen und benennen können im Rollenspiel zeigen

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