Datei- und Druckerfreigaben unter Windows

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1 Datei- und Druckerfreigaben unter Windows Werner Grieÿl February 12, Fachsprache 1. SMB: Akronym für Server Message Block". Dies ist das Datei- und Druckerfreigabe-Protokoll von Microsoft. 2. CIFS: Akronym für Common Internet File System". Um 1996 entschied Microsoft, dass SMB das Wort Internet" im Namen bräuchte, und änderte den Namen in CIFS. 3. IPC: Akronym für Inter-Process Communication". Eine Methode, spezielle Informationen unter Programmen zu verbreiten. 4. NetBIOS: Akronym für Network Basic Input/Output System". Dies ist kein Protokoll, es ist eine Möglichkeit der Kommunikation über ein anderes Protokoll. Was wichtig ist, ist die Tatsache, dass NetBIOS kein Protokoll, sondern ein Übermittlungsstandard ist. 5. NetBEUI: Akronym für das NetBIOS Extended User Interface". Net- BEUI ist nicht mit NetBIOS vergleichbar. Es ist ein Protokoll, kein Standard. Es ist auch kein routingfähiges Protokoll, was wiederum heiÿt, dass es nicht von einer Seite eines Routers auf die andere gelangt. 6. NBT: Akronym für NetBIOS über TCP" auch bekannt als NetBT". Erlaubt die Benutzung von NetBIOS-Verkehr im TCP/IP. Im Endeekt werden NetBIOS-Namen zu IP-Adressen umgewandelt. Traditionell sind sie an drei Ports gebunden: NetBIOS Name Service (nbname) über UDP Port 137, NetBIOS Datagram Service (nbdatagram) über UDP Port 138, Net- BIOS Session Service (nbsession) über TCP Port 139 oder 445. Jegliche Namensauösung wird über WINS, NetBIOS-Broadcasts oder DNS erledigt. 7. LMB: Local Master Browser 8. DMB: Domain Master Browser 9. WINS: Der Windows Internetworking Name Server" 1

2 1.1 Der spezielle Fall von MS Windows XP Home Edition: Um es unmissverständlich auszudrücken: Es ist NICHT MÖGLICH, einen Rechner mit MS Windows XP Home Edition in Ihre MS Windows NT4- oder ADS- Domäne zu integrieren. Die einzige Möglichkeit ist der Erwerb eines Upgrades von MS Windows XP Home Edition auf MS Windows XP Professional. MS Windows XP Home Edition besitzt nicht die Fähigkeit, sich jeglicher Art von Domäne anzuschlieÿen. Im Unterschied zu MS Windows 9x/Me fehlt MS Windows XP Home Edition auch völlig die Fähigkeit, sich an einem Netz anzumelden. 1.2 Sicherheit WXP In Windows XP sollte aus Sicherheitsgründen die einfache Dateifreigabe in den Ordneroptionen ausgeschaltet werden, auch wenn empfohlen dahinter steht. 2

3 1.3 SMB-Methodologie Grundsätzlich werden SMB-Sitzungen/Sessions in folgender Reihenfolge aufgebaut: 1. TCP-Verbindung" - Aufbau der Verbindung zu Port 139/tcp oder 445/tcp. 2. NetBIOS-Session-Anfrage" - Benutzt folgende Rufnamen: Den lokalen NetBIOS-Namen der lokalen Maschine zzgl. des 16. Buchstabens 0x00 und den NetBIOS-Namen des Servers zzgl. 0x20 als 16. Buchstaben. 3. SMB Negotiate Protocol" - bestimmt den Protokoll-Dialekt, der benutzt werden soll. 1.4 Was ist Browsing? Für die meisten bedeutet Browsing, dass sie die MS Windows- und Samba- Server in der Netzwerkumgebung sehen können und dass, wenn man auf das Icon eines bestimmten Servers klickt, ein Fenster geönet wird, in dem man die verfügbaren Freigaben und Drucker des Servers sehen kann. Was so einfach klingt, ist in Wirklichkeit eine komplexe Interaktion verschiedener Technologien: MS Windows-Maschinen melden ihre Präsenz im Netzwerk an. Maschinen kündigen sich anderen Maschinen im Netzwerk an. Eine oder mehrere Maschinen fassen diese Ankündigungen lokal zusammen. Der Client ndet die Maschine, die diese Liste von Maschinen gesammelt hat. Der Client ist in der Lage, den Namen der Maschine in eine IP-Adresse aufzulösen. Der Client ist in der Lage, sich mit einer anderen Maschine zu verbinden. 1.5 Wie funktioniert Browsing MS Windows-Maschinen registrieren ihre NetBIOS-Namen (d.h. den Maschinen- Namen für jeden laufenden Dienst) beim Start. Die genaue Methode, mit der diese Registrierung stattndet, ist davon abhängig, ob der MS Windows- Client/Server eine WINS-Server-Adresse erhalten hat oder nicht, ob die LMHOSTS- Abfrage aktiv ist. Falls es keinen WINS-Server gibt, werden alle Namensregistrierungen wie auch Namensabfragen mit UDP-Broadcasts durchgeführt. Dies beschränkt die Namensauösung auf das lokale Subnetz, es sei denn, LMHOSTS wird zur Listung aller Namen und IP-Adressen verwendet. 3

4 Wo ein WINS-Server eingesetzt wird, wird der MS Windows-Client einen UDP-Unicast verwenden, um sich am WINS-Server zu registrieren. Solche Pakete können geroutet werden, und daher erlaubt WINS die Namensauösung über geroutete Netzwerke. Während des Startvorgangs wird eine Wahl stattnden, um einen Local Master Browser zu bestimmen, wenn nicht bereits ein solcher existiert. In jedem NetBIOS-Netzwerk wird eine Maschine ausgewählt, um als der Domain Master Browser zu fungieren. Dieses Domänen-Browsing hat nichts mit dem MS Domänen-Controlling zu tun. Stattdessen übernimmt der DMB die Rolle, jeden LMB zu kontaktieren (er wird entweder über WINS oder LMHOSTS ausndig gemacht), und die Browse-Listen auszutauschen. Auf diese Weise erhält jeder Master Browser eine komplette Liste aller Maschinen im Netzwerk. Alle 11 bis 15 Minuten wird eine Wahl abgehalten, um zu bestimmen, welche Maschine der Master Browser sein soll. Nach den Kriterien dieser Wahl wird die Maschine mit der gröÿten Uptime, der höchsten Protokoll- Version oder anderen Kriterien die Wahl zum DMB gewinnen. ACHTUNG: Verwenden Sie nie mehr als ein Protokoll (z.b. zusätzlich NetBIOS über IPX). 1.6 Namensauösung in einem MS Windows-Netzwerk MS Windows-Netzwerke basieren auf den Namen, die jeder Computer erhält. Dieser Name wird auch oft (uneinheitlich) als der Computer-Name, Maschinen- Name, Netzwerk-Name, NetBIOS-Name, oder auch als SMB-Name bezeichnet. Alle Begrie meinen dasselbe, mit der Ausnahme von NetBIOS-Name, denn dieser kann auch für den Namen der Arbeitsgruppe oder der Domäne verwendet werden. Die Begrie Arbeitsgruppe und Domäne sind einfache Bezeichnungen für die Zugehörigkeit des Computers. Alle Net BIOS-Namen sind exakt 16 Zeichen lang. Das 16. Zeichen ist reserviert. Es wird benutzt, um einen 1 Byte langen Wert aufzunehmen, der die Service-Level-Informationen für den registrierten NetBIOS-Namen darstellt. Ein NetBIOS-Maschinen-Name ist daher für jeden angebotenen Service-Typ eines Client/Servers registriert. Die Auösung von NetBIOS-Namen in IP-Adressen kann mit mehreren Methoden erfolgen. WINS das beste Werkzeug. LMHOSTS statisch und schwierig zu warten. Broadcast verwendet UDP und kann keine Namen über Segmente hinweg auösen. Statische /etc/hosts schwierig zu warten; keine name_type-information. 4

5 DNS, jedoch fehlt die name_type-information. Das Browsing funktioniert nicht, wenn die Namensauösung von SMB-Maschinen- Namen in IP-Adressen nicht korrekt funktioniert. Wo NetBIOS-über-TCP/IP aktiviert ist, wird der Einsatz eines WINS-Servers unbedingt empfohlen, um die Namensauösung zu unterstützen. WINS erlaubt es Clients in anderen Netzwerk-Segmenten, NetBIOS-name_type-Informationen zu beziehen, die von keiner anderen Methode der Namensauösung bereitgestellt werden können. Table 1: Eindeutige NetBIOS-Namen MASCHINENNAME<00> Serverdienst läuft auf MASCHINENNAME MASCHINENNAME<03> Generischer Maschinenname (NetBIOS-Name) MASCHINENNAME<20> Server-Dienst läuft auf MASCHINENNAME Table 2: Gruppennamen ARBEITSGRUPPE<03> Generischer Name, registriert von allen Mitgliedern ARBEITSGRUPPE<1b> Domänen Master Browser ARBEITSGRUPPE<1c> Domänencontroller / Netlogon-Server ARBEITSGRUPPE<1d> Lokaler Master Browser ARBEITSGRUPPE<1e> Dienst für Browser-Wahl 2 Samba 2.1 Wer braucht Samba? Ersatz eines alten NT4-Servers zentraler Lehrstuhl File- und Druckserver (Vorsicht: Backup!, Wartung!, Sicherheit!) Brücke zur Unix-Welt (z.b. RZ-nfs-home-Umgebung) 2.2 Konguration eines Samba-Servers, der die Kontrolle über die Arbeitsgruppe JFIX übernehmen soll. Das Browsing wird von nmbd bereitgestellt und wird von Optionen in der Datei smb.conf gesteuert. [global] workgroup = JFIX netbios name = JOURFIX 5

6 server string = samba Server der Arbeitsgruppe JFIX os level = 34 wins support = yes domain master = yes local master = yes preferred master = yes hosts allow = /22 security = user auto services = homes printing = BSD [homes] comment = Home Directories browseable = yes writable = no # valid users = btr031,management [printers] comment = All Printers path = /var/spool/samba guest ok = no printable = yes Utilities Samba smbpasswd [-a Neuer_Name] testparm ndsmb smbclient Utilities Windows nbtstat -n/r/c/a 6

7 3 Doku 3.1 Samba-Howto-Sammlung deutsch: 3.2 mitgeliefert mit Samba Samba3-HOWTO.pdf 7

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