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1 Bundesamt für Verfassungsschutz Wirtschaftsschutz: Prävention durch Information Newsletter

2 Prävention durch Information Ausgabe Nr. 1/2013 Sehr geehrte Damen und Herren, Elektronische Angriffe und Cyber-Sicherheit stehen weiter im besonderen Fokus der öffentlichen Wahrnehmung sowie der Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden. Sichere Informations- und Kommunikationstechnik stellt einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor allem technologischen Know-hows und kritischer Infrastrukturen dar. Aktuelle Informationen zur Cybersicherheitsstrategie der Bundesregierung sowie zu möglichen neuen gesetzlichen Regelungen finden Sie in unseren nachfolgenden Informationen. Besondere Risiken der Manipulation von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik bestehen bei Geschäfts- und Dienstreisen. In einem Beitrag zu den Einreiseregelungen in die VR China wird auf wesentliche hierfür zu beachtende Sicherheitsregeln eingegangen. Zur Vorbereitung solcher Reisen kann eine Reise-App Sicheres Reisen des Auswärtigen Amtes mit hilfreichen Hinweisen dienen, die ebenfalls im Anhang verlinkt ist. Wer am 27. Juni nicht anderweitig unterwegs ist, sollte sich den Termin möglichst für die siebte gemeinsame Sicherheitstagung des BfV mit der Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft e.v. (ASW) in Berlin freihalten. Wir stellen gerade mit unseren Partnern eine interessante Agenda zusammen. In Kürze werden wir hierzu näher informieren. Noch ein weiterer Blick über Ländergrenzen hinweg: In Kooperation mit den Inlandsnachrichtendiensten Luxemburgs und Belgiens sowie der Auslandshandelskammer AHK-Debelux hat das BfV im vergangenen Dezember eine Artikelserie zur Sensibilisierung vor den Risiken der Wirtschafts- und Konkurrenzspionage gestartet (s. Anlg. Debelux-Magazin ). Gleichzeitig wollen wir damit aufzeigen, dass auch europäische Inlandsnachrichtendienste im Sinne eines

3 effektiven und grenzüberschreitenden Wirtschaftsschutz zusammenarbeiten und sich als Partner der Wirtschaft verstehen. Der nächste Artikel wird noch im April erscheinen. Abschließend möchten wir auf Meldungen hinweisen, nach denen in der VR China mit Niederlassungen tätige Unternehmen von staatlichen Stellen aufgefordert wurden, über so genannte Monitoring Devices eine Kontrolle der Nutzung des Internets zu ermöglichen. Diese Maßnahme ist mit dem Hinweis begründet worden, eine illegale Nutzung des Internets durch chinesische Angestellte zu verhindern. Allerdings könnte hiermit ggf. auch ein Zugriff auf vertrauliche Firmendaten ermöglicht werden. Für weitergehende Informationen zu diesem Themenkomplex von betroffenen Unternehmen wären wir dankbar. Unsere Kontaktdaten finden Sie am Ende dieses Newsletters. Mit freundlichen Grüßen Herbert Kurek Referatsleiter Abteilung Spionageabwehr, Wirtschaftsschutz Bundesamt für Verfassungsschutz Köln, im April 2013 Unser Informationsangebot: 1. Cybersicherheit Informationen und Eckpunkte zu möglichen gesetzlichen Regelungen Information des Bundesinnenministeriums zur Cybergefahren, der Cybersicherheitsstrategie des Bundes und möglichen neuen gesetzlichen Regelungen. 2. Sicher Reisen Ihre Reise-App Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für mobile Datenendgeräte. 3. Debelux-Magazin: Wirtschaftsspionage die leise Bedrohung Erster Artikel einer Serie von Beiträgen für das Debelux-Magazin der AHK- Debelux.

4 4. Installation von Monitoring Devices bei deutschen Unternehmen in der VR China Bericht über eine mögliche Intensivierung der Kontrolle des Internetdatenverkehrs bei deutschen Firmen in der VR China. Informationen/Download Bundesamt für Verfassungsschutz Merianstraße Köln Tel Fax

5 Installation von Monitoring-Devices bei deutschen Unternehmen in der VR China Deutsche Unternehmen werden in der VR China zur Einrichtung von so genannten Monitoring-Devices in ihre Unernehmsnnetzwerkstruktur aufgefordert. Als Begründung wird angegeben, illegale Internet- Aktivitäten von chinesischen Mitarbeitern zu verhindern. Firmenhinweisen und Pressemeldungen zufolge werden in der VR China ansässige Firmenniederlassungen deutscher Unternehmen von regionalen Polizeibehörden aufgefordert, eine technische Kontrolle des Internet-Datenverkehrs zu ermöglichen. Bei dem von chinesischen Behörden zertifizierten und von einem chinesischen Hersteller stammenden Monitoring-Device soll es sich um ein Gerät handeln, das zwischen einem Internetrouter und dem angeschlossenen Netzwerk geschaltet wird. Dadurch soll die Erfassung unverschlüsselter Daten, wie Browserinhalte, Downloads und Uploads, durch staatliche chinesische Stellen sichergestellt werden. Als Begründung für eine Intensivierung der staatlichen Internetkontrolle wird angegeben, eine illegale Nutzung des Internets durch chinesische Staatsbürger, z.b. als Unternehmensbeschäftigte, zu unterbinden. Eine Nichtbeachtung der geforderten Maßnahme würde eine Sanktionierung nach sich ziehen. Ein Zusammenschluss internationaler Unternehmen in der VR China Quality Brands Protection Committee soll seine Mitgliedsunternehmen auf entsprechende Forderungen der Behörden in Peking und in den Provinzen Hebei und Shandong hingewiesen haben. Demnach sei ein Internet Security Censor Managing System zu installieren, das innerhalb es Firmennetzwerkes eingesetzt werden müsse. Aus den Meldungen ist derzeit nicht gesichert, ob generell eine Installierung innerhalb eines Firmennetzwerkes erforderlich ist oder eine Verwendung außerhalb einer Firmenfirewall als ausreichend angesehen wird. Insbesondere der Einsatz von technischen Kontrollmaßnahmen innerhalb von Firmennetzwerken durch chinesische Behörden würde das Risiko eines ungewünschten Know-how-Abflusses oder auch der Sabotage deutlich erhöhen. (Bundesamt für Verfassungsschutz)

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