documenta Archiv: Das Logbuch und viele Meter Regale

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1 documenta Archiv: Das Logbuch und viele Meter Regale Ein Text von Florian Hoffmann im Rahmen seines Praktikums beim Kulturamt der Stadt Kassel (Oktober 2013) Nach der documenta ist vor der documenta, schon seit Bereits 1961, nach der zweiten documenta wünschte Arnold Bode, ihr Initiator, die Gründung eines Archives, das die bei der Vorbereitung entstehende Korrespondenz und Materialien betreut, archiviert und aufbereitet. Tatsächlich wurde das documenta-archiv 1961 als unabhängige Einrichtung der Stadt Kassel gegründet. Die Motivation dafür stammte aus der Erkenntnis, dass es für den folgenden Leiter einer documenta-ausstellung wichtig ist, die Unterlagen der vorausgegangen documenta-ausstellungen ausführlich zu kennen, um ein eigenes Konzept entwickeln zu können. Das Archiv soll so die Organisation erleichtern. Auch die kuratorische Praxis. Deshalb werden im Archiv die Arbeitsprotokolle und die Korrespondenz der jeweiligen künstlerischen Leiter und des gesamten Teams mit den Künstlern, Kuratoren, Galeristen usw. aufbewahrt. Da das documenta-archiv eben ein Archiv ist, das in mehreren unterschiedlichen Bereichen von vielen Metern Regalen, mit vielen Schachteln und schweren Metallschränken durchzogen ist, erkennt man nicht auf Anhieb, welches Potential sich darin verbirgt. Man muss sich Zeit lassen und man sollte neugierig sein. Für jeden, der Interesse und Begeisterung für moderne und zeitgenössische Kunst mitbringt, wird das documenta-archiv sicherlich eine Überraschung bereithalten. Die documenta Ausstellungen setzten sich oftmals künstlerisch mit gesellschaftlichen Diskursen auseinander. So fordern sie durch und über die Ausstellungen die Besucher zur Teilnahme an diesen Diskursen auf. Über einen Ausstellungsbesuch hinaus können sich im documenta-archiv nicht nur Wissenschaftlern, sondern alle die sich dafür interessieren, mit der documenta, mit zeitgenössischer und moderner Kunst beschäftigen. Nach vorheriger Absprache ist es Laien wie Fachleuten möglich, mit den Archivalien im Archiv zu arbeiten. Jedoch für jeden, der sich damit beschäftigt gilt: Respekt vor der Fragilität der Archivalien und den größtenteils unveröffentlichten Interna (im Sinne des Personen- und Urheberrechts, Anmerkung des Archivs) der documenta- Ausstellungen ist Pflicht. Aktuell arbeitet das Archiv angestrengt das Material der documenta 11 und der documenta 12 ein. Wenn es dann Zugang zum Material der documenta 13 erhält, wird das Archiv mit mehr Material als bei der vorangegangenen documenta konfrontiert sein. Die am 16. September 2012 zu Ende gegangene documenta 13, war nämlich die erste documenta, bei welcher nahezu der gesamte Schriftverkehr ausschließlich über und digitale Netzwerke getätigt wurde. Dadurch sind im Vergleich zu vorangegangenen Ausstellungen nur wenige Informationen aus der Kommunikation zur Vorbereitung der Ausstellung verloren gegangen. Jedoch auch in Zeiten der elektronischen Kommunikation und der Sicherung dieser Daten auf mehreren Servern, bekamen die Mitarbeiter von der künstlerischen Leitung die Anweisung, den gesamten elektronischen Informationsaustausch auszudrucken. Was einen großen, zusätzlichen Arbeitsaufwand zur Folge hatte. Für die Mitarbeiter der Ausstellung und für das Archiv im Nachhinein, so Dr. Gerd Mörsch, der neue Leiter des documenta-archives. Er wirkte bereits selbst bei der documenta 13 als kuratorischer Assistent mit. Im September 2013 trat er nun seinen Dienst als Leiter des documenta-archives an. Durch die Verbindung der Vorteile der elektronischen Datenverarbeitung mit den Vorteilen von analogem Material ist es möglich, fast alle Daten und Informationen über die Vorbereitungen und

2 Konzeptionen zu erhalten. Als gedrucktes Papier können diese Daten archiviert und konserviert werden. Papier ist beim aktuellen Stand der Technik doch haltbarer. Um das Papier optimal zu schützen, müssen im Archiv zunächst sämtliche Metallteile, wie Büroklammern und Heftklammern, aus den Papieren entfernt werden. Das Papier wird dann in säurefreie Mappen gelegt und anschließend, systematisch geordnet, in Regalsystemen staub- und lichtgeschützt abgelegt. Begonnen wird mit den Presseartikeln. Sie werden chronologisch abgeheftet und sind so im Archiv für jedermann einsehbar. Auch in digitaler Form auf der Internetseite des documenta-archives (leider nur die Presseausschnitte der documenta I-V, Anmerkung des Archivs). Daran wird derzeit gearbeitet. Aber bis die Presseartikel der documenta 13 online einsehbar sind, wird es noch eine Weile dauern. Gerade werden die Presseartikel zur documenta 6 digitalisiert. Auch an der Digitalisierung des Bildmaterials der documenta 6 wird zurzeit gearbeitet. Über Dias, 1000 Ektachrome, 7000 schwarz-weiß Fotos und Glasplatten liegen in ursprünglich analoger Form im Archiv. Die Digitalisierung der Bildmaterialien von documenta 1 bis 5 ist bereits abgeschlossen. Dias und Fotos sind ebenso wie die Presseartikel auf der Website einsehbar. Jedoch bereitet es mehr Freude, die Bilder direkt im Archiv zu besichtigen, nachdem man sich online einen Überblick über das zur Verfügung stehende Bildmaterial geschaffen hat. Für alle, die bei den frühen documenta-ausstellungen nicht anwesend waren, bietet sich so die Chance einer kleinen Zeitreise. Zum Beispiel sieht man die Ausstellungsaufbauten der documenta 5 (1972), die sich die "Befragung der Realitäten" zur Aufgabe machte und damals aktuelle Bilderwelten hinterfragte. Auch heute, wo die Bildermengen weltweit stetig ansteigen, hat dieses Unterfangen nicht an Aktualität verloren. Seit der documenta 9 (1992) wurden für die documenta-ausstellungen jeweils extra ein Fotograf beauftragt, dessen Bildmaterial in das documenta-archiv einging. Vor der neunten documenta musste das Archiv relevantes Bildmaterial von vielen unterschiedlichen Fotografen ankaufen. Durch die Beauftragung eines einzigen Fotografen war das Problem der zu klärenden Rechte am Bildmaterial beseitigt. Aber eine gewisse Vielfalt der Betrachtungsweisen unterschiedlicher Fotografen war nicht mehr gegeben. Ab der documenta 11 (2002) wurde die Ausstellung auch digital fotografiert und ab documenta 12 (2007) dann ausschließlich digital. Ob im Bereich der Kommunikation oder der Fotografie, die digitalen Medien bringen Veränderungen für das Archiv mit sich. Durch die digitale Fotografie fällt mehr Bildmaterial als bei der analogen Fotografie an. Diese Daten müssen sortiert und kategorisiert werden. Die Auswahl der repräsentativen Bilder benötigt viel Zeit, da tausende Fotos gesichtet werden wollen. Trotz des hohen Arbeitsaufwands wird auf möglichst weit gefächerte Kategorien zur Archivierung gesetzt. Ansichten der Ausstellungsaufbauten stehen und standen beim Fotoarchiv jedoch im Mittelpunkt. Außerdem gibt es auch zunächst unwichtig erscheinende Kategorien, wie zum Beispiel Konferenzen oder Besucher. Um einen möglichst schnellen und übersichtlichen Zugriff auf das Bildmaterial zu gewährleisten, müssen die digitalen Bilder, zwecks Archivierung, verschlagwortet werden. Im Medienarchiv finden sich darüber hinaus Unmengen an Video- und Audiomaterial. Auch Radiound Fernsehaufzeichnungen über die documenta aus den Datenbanken des hessischen Rundfunks. Die Medien, die nicht in digitaler Form vorliegen, werden nach und nach digitalisiert und in Datenbanken der Öffentlichkeit präsentiert, wenn es im Rahmen der komplizierten Urheberrechtsfragen möglich ist. Die Ankäufe (und vor allem die Digitalisierung und die damit verbundene Verschlagwortung für Datenbanken, Anmerkung des Archivs) dieser Medien wurden

3 unter anderem von den Kasseler Rotariern, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem documenta forum, der Kulturstiftung der Länder und der Bundeskulturstiftung finanziert. So wie das Bildmaterial können die Arbeitsprotokolle der jeweiligen künstlerischen Leiter (das Team, Künstler usw.), die Korrespondenz, Zeichnungen, Entwürfe von Arbeiten, Briefe und ähnliches der Öffentlichkeit nicht ohne weiteres zugänglich gemacht werden. Hier besteht die Gefahr der Verletzung von Urheber- und Persönlichkeitsrechten. Natürlich kollidiert dies mit dem Grundsatz der möglichst hohen Transparenz und Offenlegung der vorhandenen Informationen. Gesetzlich ist festgelegt, dass Urheberrechte bis zu 70 Jahren nach dem Tod einer Person zu gewährleisten sind. Daher ist der Begründer der documenta, Arnold Bode, gestorben 1977, urheberrechtlich noch geschützt. Außerdem befinden sich im Archiv Unterlagen über Transporte von Kunstwerken, Versicherungen oder unterschiedliche Leihscheine. Diese tragen bei genauerer Untersuchung hingegen oft zur Steigerung der Transparenz bei. Mitarbeiter des Archives beschäftigen sich mit der Aufarbeitung der Materialien, um sie für die Erforschung der Ausstellungspraxis der documenta, welche immer wieder neue Maßstäbe in Sachen Kunstpräsentation setzte, vorzubereiten. Über die frühen documenta- Ausstellungen gewinnt man immer wieder neue Kenntnisse durch akribische Detektivarbeit, bei denen die eben erwähnten Unterlagen neue Informationen zu Tage befördern. In den alten Katalogen tauchen zum Beispiel immer wieder Künstler auf, die angeblich an einer documenta teilnahmen, aber in den Archivunterlagen und auf den Fotos nirgendwo zu finden sind. Umgekehrt findet man Künstler, die im Katalog nicht auftauchen, aber trotzdem an einer documenta teilnahmen. Was über Lieferscheine und Versicherungen belegbar ist. Konservierung und Archivierung dieser Daten bedeutet Kampf gegen das Vergessen, so Dr. Mörsch, der Leiter des Archivs. Archivierung hat immer etwas mit Geschichtsschreibung zu tun, da Geschichte ein narrativer Prozess ist. Geschichte wird nachträglich konstruiert. Somit ist Geschichte davon abhängig, was an Informationen zugänglich ist und was davon erhalten bleibt. Um dabei keine ungewollte Zensur zu betreiben, ist es wichtig möglichst vielen Akten und Medien den Weg ins Archiv zu verschaffen. Seitdem die documenta-leitung 1997 in der Vorbereitungsphase damit begonnen hatte, über zu kommunizieren, sind bei jeder Ausstellung immer mehr Daten angefallen. Damit sind im Idealfall auch mehr Details über die Ausstellungskonzeption vorhanden. Dennoch oder gerade deswegen sollte man sich darüber bewusst sein, dass jede Vorauswahl von in ein Archiv einfließenden Materialien eine Zensur, künftige Wissenschaftler und die Öffentlichkeit betreffend, darstellt. Dies gilt es so gut wie möglich zu vermieden. Das documenta-archiv ist sich aber durchaus bewusst, dass die Materialien die es selbst von der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs -GmbH erhält, bereits einer Vorauswahl unterlagen. Darüber hinaus: Alles kann eben nicht erfasst werden. Weder digital auf Servern, noch in Papierform in Regalen. Das ist hauptsächlich ein logistisches Problem. Dass die Bereitstellung beziehungsweise die Nicht-Breitstellung von Informationen eine Einflussnahme auf die Geschichtsschreibung bedeutet, ist sicherlich auch der künstlerischen Leiterin der dreizehnten documenta, Carolyn Christov-Bakargiev, geläufig. Denn CCB veröffentlichte ihr Logbuch zur documenta 13, indem der Schriftverkehr der Vorbereitung von 2010 an, enthalten ist. Aber sicherlich wurde in diesem Buch nicht alles veröffentlicht. Auch dort wurde bestimmt eine Auswahl getroffen. Somit stellt sich wieder die Frage nach Zensur oder anders gesagt, nach Manipulation. Jedenfalls bietet das Selbstverständnis des documenta-ausstellungskonzeptes der

4 jeweiligen künstlerischen Leitung im hohen Maße die Möglichkeit eine eigene Handschrift zu hinterlassen. In diesem Fall versucht die künstlerische Leitung durch das Logbuch die Deutungshoheit über das Ausstellungskonzept, also über die eigene Handschrift, zu erhalten. Somit ist dieses Logbuch Teil der Ausstellung und der künstlerischen Produktion. Dieses Logbuch ist im documenta-archiv zu finden. Direkt am Eingang der Bibliothek, an einer prominenten Stelle. Diese Prominenz gebührt im documenta-archiv allerdings jeglicher Literatur zu den jeweiligen documenta-ausstellungen. Somit befindet sich nicht nur dieses eine Buch dort. Sondern viele Bücher. Da es sich um ein Archiv handelt, sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, mehrere Perspektiven und Standpunkte einnehmen zu können. Auch kritische Positionen sollen darin vertreten sein. Das Phänomen documenta wird dadurch vielfältig durchleucht- und vergleichbar. Jede Ausstellung kann außerdem im Kontext der ihr vorausgegangen gesehen werden. Wie bereits beschrieben, gibt es neben dem Logbuch der künstlerischen Leitung der documenta 13 eben noch etliche Regalmeter Unterlagen, Bildmaterial und Literatur im Archiv. Literatur steht in der umfassenden Präsenzbibliothek des Archives zur documenta-geschichte, zur documenta-rezeption und zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im Allgemeinen zur Verfügung. Mit seinem Bestand an Büchern, Ausstellungskatalogen und internationalen Kunstzeitschriften ist das documenta-archiv derzeit eine der umfangreichsten Spezialbibliotheken zur Gegenwartskunst in Deutschland. Neben dem großen Bereich alphabetisch geordneter Künstlerliteratur stehen den Benutzern Sachabteilungen zu Gattungen, Motiven, Stilen, Institutionen, Sammlungen und ästhetischen Theorien zur Verfügung. Bei Neuanschaffungen wird besonderen Wert auf Ausstellungskataloge gelegt. Stolz ist das Archiv auf seinen in der Bibliothek befindlichen Bestand an "grauer Literatur". Welche nämlich meist außerhalb des Buchhandels vertrieben wurde. Hier in der Bibliothek des Archives ist sie auch eine Überlassenschaft früher documenta-ausstellungen. Das Besondere der so genannten "grauen Literatur" ist, dass sie in den 50er, 60er und auch noch in den 70er Jahren, als sie entstanden ist, nicht als sammelwürdig angesehen wurde. Zur grauen Literatur wird sie, weil ihr klassische Metadaten wie ISBN-Nummer, Namen und Daten zur Veröffentlichung fehlen. Diese wesentlichen Daten fehlen auch wegen ökonomischer Gründe in der direkten Nachkriegszeit. Später war das Weglassen dieser Metadaten auch der Institutionskritik der Autoren oder des bloßen Vergessens geschuldet. Diese "graue Literatur" lässt, wenn sie wissenschaftlich erschlossen wurde, einen guten Überblick über die Entwicklung der modernen Kunst zu. Als selbstverständliche Aufgabe betrachtet das Archiv die Büchersammlung zur zeitgenössischen Kunst aus Kassel und Nord-Hessen, die so umfangreich dokumentiert wird. Hingegen sind die Kunstwerke aus der Artothek, also aus der Kunstausleihe, für jeden gegen 10 Euro für zwei Monate und pro Kunstwerk auszuleihen. Noch befindet sich die Artothek, die früher einmal dem documenta-archiv angegliedert war, im Haus der Stadtbibliothek. Originalkunstwerke befinden sich auch im Nachlass von Harry Kramer. Der Nachlass des in Kassel tätigen Künstlers befindet sich in der Obhut des documenta-archivs und ist nach Absprache im Aschrotthaus einzusehen. Harry Kramer war Professor an der Kunsthochschule Kassel und wichtiger Vertreter der kinetischen Kunst. Außerdem war er Begründer der Künstlernekropole im Habichtswald. Der umfangreiche Nachlass beinhaltet neben den Originalkunstwerken weitere persönliche Gegenstände und Archivalien zu seinem künstlerischen Schaffen und zu seiner Lehrtätigkeit. Der Nachlass ist nach Absprache einsehbar.

5 Auch der Nachlass von Arnold Bode ist nach Absprache einsehbar. Dieser Nachlass, der sich hauptsächlich auf die 1960er und 1970er bezieht, ist allerdings im documenta-archiv selbst einzusehen. Der Schwerpunkt des Arnold Bode-Nachlasses besteht aus Fotos, Katalogen, Aufzeichnungen, Konzeptpapieren, Tagebüchern, Urkunden und Auszeichnungen. Arnold Bode, Architekt, Maler, Designer und Ausstellungsmacher erhielt nach zahlreichen Auszeichnungen für außergewöhnliche Verdienste um die Gegenwartskunst 1974 das große Verdienstkreuz. Bis zur vierten documenta konnte Arnold Bode, die Ausstellungsserie aktiv mitgestalten. Nach der vierten documenta starb er, am 3. Oktober 1977 in Kassel. Die mit der Gründung des documenta-archivs von Arnold Bode angedachte und jahrzehntelang verhandelte Institutionalisierung der documenta geht nun in eine entscheidende Phase. Zum Wintersemester 2013/2014 wird eine zunächst auf zwei Jahre befristete Gastprofessur an der Kunsthochschule Kassel eingerichtet. Dorothea von Hantelmann, promovierte Kunsthistorikerin, wird in Zusammenarbeit mit dem documenta-archiv zur Geschichte der Ausstellungen forschen und lehren. Es werden in diesem Wintersemester eine Vorlesung (Ausstellungsinszenierungen der documenta 1-3) und ein Seminar (kuratorische Konzepte: documenta-kuratoren im Vergleich) an der Kunsthochschule Kassel angeboten. Durch diese Professur und weitere Entwicklungen soll das documenta-archiv und damit die documenta-ausstellungen auch zwischen den Jahren im Gespräch bleiben. Die einzigartigen Bestände sollen in noch größerem Umfang Forschungsgegenstand werden. Darüber hinaus wird dadurch die Präsenz des Archives in der Stadt Kassel und der Region gefestigt und über das Fachpublikum hinaus bekannt gemacht. Die Bemühungen des Archives zur Archivierung, Konservierung und Sammlung dieser unterschiedlichen Medien und Unterlagen, dienen der Schaffung der materiellen Grundlage, zur gründlichen, wissenschaftlichen Erforschung der documenta-ausstellungen. Zudem ist das documenta-archiv auch als Informationsquelle für Journalisten unerlässlich. All das dient der Förderung eines multiperspektivischen Blickes auf die facettenreichen Ausstellungskonzepte und Kunstwerke der doch sehr unterschiedlichen documenta-ausstellungen, wie auch der auf sehr unterschiedliche Arten gestalteten zeitgenössischen und modernen Kunst, denen sich das Kasseler documenta-archiv verschrieben hat.

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