SPLITTER SPLITTER. IT-Nachrichten für die Berliner Verwaltung Nr. 2/ Jahrgang. Schwerpunkt: Portale 2/08 1

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1 IT-Nachrichten für die Berliner Verwaltung Nr. 2/ Jahrgang Schwerpunkt: Portale 2/08 1

2 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, durch die steigende Internetnutzung sind Webportale zu entscheidenden Medien in der Kommunikation nach innen und außen geworden. Als zentrale Informationsplattformen im Internet oder Intranet stellen sie den Usern aktuelle Informationen gesammelt, komprimiert und kategorisiert zur Verfügung und unterscheiden sich somit deutlich von klassischen Websites. Nachschlagewerke, Wikis, Teamräume und Kommunikationskanäle wie Foren und Blogs runden das Angebot ab. Die nutzerfreundliche Strukturierung der Informationsdichte kann erheblich dazu beitragen, die Effizienz in Unternehmen und öffentlichen Institutionen zu steigern. Auch Kommunen und Bundesländern präsentieren in ihren Webportalen mittlerweile mehr als das wirtschaftliche oder touristische Angebot. Portale sind heute ein wichtiges Instrument für eine serviceorientierte, bürgerfreundliche Verwaltung und der Schlüssel für moderne, internetbasierte Dienstleistungen. Bürgerinnen und Bürger finden jederzeit die für ihr Anliegen zuständige Behörde und die richtigen Ansprechpartner. Vor dem Gang zum Amt kann man sich über Rechtsgrundlagen informieren und häufig auch die zugehörigen Formulare direkt herunterladen und am Computer ausfüllen. Sobald die digitale Signatur den Personalausweis und die persönliche Unterschrift abgelöst hat, können Portale als virtuelle Rathäuser den Behördengang in vielen Fällen komplett ersetzen. (Seite 4-18) Eine weitere internetbasierte Anwendung, die mir sehr am Herzen liegt, ist das Mitarbeiterportal des ITDZ Berlin. Denn es ist eine zentrale Schnittstelle zwischen Mitarbeitern und den Anwendungen und Systemen, die für die tägliche Arbeit benötigt werden. Darüber hinaus können Mitarbeiterportale die Verständigung und Wechselbeziehungen zwischen einer Institution und ihren Beschäftigten vereinfachen und verbessern. (Seite 14) Als innovativen Webportaldienst stellen wir in dieser Ausgabe den Behörden- Wunschtermin via Internet vor: Denn die Berlinerinnen und Berliner können jetzt ihre Termine beim zuständigen Bürgeramt online reservieren und sich per SMS bestätigen lassen. (Seite 29) Dass Berlin nicht nur bei der Weiterentwicklung von Portaldiensten aktuelle Entwicklungen aufgreift, zeigt das Green-IT -Angebot des ITDZ Berlin für die Verwaltungen der Hauptstadt. Denn der grüne Arbeitsplatz ermöglicht es den Berliner Behörden, ihre IT-Infrastruktur energieeffizient und damit ressourcenschonend und klimafreundlicher zu gestalten (Seite 34). Eine informative und unterhaltsame Lektüre wünscht Ihnen Konrad Kandziora Vorstand 2/08 2

3 Editorial Editorial 2 Schwerpunktthema Girls Day 2OO8 42 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) im IT-Dienstleistungszentrum Berlin 42 Mein Outlook spricht Englisch 44 Öffentliche Auftraggeber setzen auf Outsourcing, IT-Sicherheit und VoIP 46 Ante Portas 4 Einblicke in das Online-Stadtportal Berlin.de 6 Der zentrale Zuständigkeitsfinder: ein bundesweiter Verbund öffentlicher Portale 8 Landesportal Neue Wege gehen 1O Was haben Mückenfang und Formularservice gemeinsam? 12 Die Welt der Blogs und Wikis im ITDZ Berlin 14 Mehr Bürgerfreundlichkeit und hohe Kostenersparnis durch zentrales Online-Portal 17 Neues egovernment-portal 18 Nutzung hat sich 2OO7 weiter erhöht 19 Online Das WWW wird 15 Jahre alt 47 Browser-Verteilung - alles wieder offen 47 Barrierefreiheit ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Internet der Zukunft 48 E-Appointment 49 Starkes West-Ost-Gefälle im Internet 5O Rapider Anstieg der mobilen Internetnutzung durch Unternehmen 51 Verwaltungsvorschriften im Internet 51 Juristische Fallstricke bei Onlineforen 51 Parlament und Senat Wie funktionieren die Ausschreibungen des ITDZ Berlin? 21 E-Government und Verwaltung Phase II des Projektes ProBetrieb ist gestartet 23 Entwicklung von Rahmenbedingungen für den flächendeckenden Einsatz von DMS/VBS in der Berliner Verwaltung 24 Integriertes Wohnungswesen (InWo) modernisiert 27 Stadt Leipzig entscheidet sich dauerhaft für perdata-lösung pervergabe 28 Neuer Service für Behördentermine 29 Neues individuelles Schulungsangebot für die Bieterfirmen der evergabeplattform Berlin von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 29 Projekt Digitale Verbindung Liegenschaftskataster/Grundbuch in Berlin 31 Neue -Adresse des Berliner Integrationsbeauftragten 32 Berichte und Infos Arbeitsplatz für Berliner Verwaltung mit Open-Source- und Microsoft-Lösungen 33 Angriff auf den Mailserver der Berliner Verwaltung erfolgreich abgewehrt 33 Grünes Büro für die Berliner Verwaltung 34 Verbraucher achten zunehmend auf Energie- und Umwelteigenschaften 35 Blade-Server sparen Strom und Platz 36 Green IT Hype-Thema ohne Inhalt? 36 Kleine Geschichte des Mobilfunks 37 TelekomForum befragt 3OO Top-Unternehmen zu den aktuellen IT- und TK-Trends 38 Hör mal, wer da spricht: Siemens bietet Lösung zur Stimmerkennung 39 Täglich rufen rund um die Welt verzweifelte PC-Nutzer bei Help Desks an 39 Typische Probleme im Management von IT-Projekten 4O Digitales Produktgedächtnis macht Warenfluss sicher und schnell 41 Tipps und Tricks PDF-Dokumente barrierefrei gestalten 52 Microsoft und DAISY Consortium stellen Software für barrierefreie Nutzung von Word-Dokumenten vor 52 Jeder achte telefoniert übers Internet 53 Veranstaltungen Xinnovations 2OO8 54 TRIPLE-I 2OO8 durchleuchtet Trends wie Web 2.O in Unternehmen, SOA und Web Services 54 Ein Netz für Daten und Sprache Ist das der richtige Weg? 55 LinuxTag 2OO8 mit deutlichem Besucherzuwachs 57 IT Profits 4.O: Neues Konzept gewinnt mehr Besucher 58 Literatur Kostenloser Leitfaden zum Umgang mit dem Hackerparagrafen 59 Wikipedia goes print 59 Dies und Das Bürokratieabbau: Senat hebt 1O6 Rechtsvorschriften auf Impressum 6O 6O 2/08 3

4 Ante Portas Der Ausdruck Portal (lat. porta, Pforte ) bezeichnet in der Informatik ein Anwendungssystem, das sich durch die Integration von Anwendungen, Prozessen und Diensten auszeichnet. Ein Portal stellt seinem Benutzer unterschiedliche Funktionen zur Verfügung, wie beispielsweise Personalisierung, Sicherheit, Navigation und Benutzerverwaltung. Im einfachsten Fall koordiniert es die Suche und die Präsentation von Informationen. Ein Portal ist [...] eine Applikation, die [...] einen zentralen Zugriff auf personalisierte Inhalte sowie bedarfsgerecht auf Prozesse bereitstellt. Charakterisierend für Portale sind die Verknüpfung und der Datenaustausch zwischen heterogenen Anwendungen über eine Portalplattform. Eine manuelle Anmeldung an den in das Portal integrierten Anwendungen ist durch Single-Sign-On nicht mehr notwendig, es gibt einen zentralen Zugriff über eine homogene Benutzungsoberfläche. Portale bieten die Möglichkeit, Prozesse und Zusammenarbeit innerhalb heterogener Gruppen zu unterstützen. [1] Kurz: Das ideale Portal eröffnet einen gemeinsamen, personalisierten Zugang zu Daten, Expertisen und Anwendungen (Dataquest). Prozessportale sind als höherentwickelte, zweite Generation von Portalen zu verstehen. Sie können als web-basierte, personalisierbare und integrierte Zugangssysteme zu internen und externen Applikationen definiert [werden], die der Unterstützung von Kunden-, Lieferanten und Mitarbeiterprozessen dienen und welche die grafische bzw. audiovisuelle Frontend-Integration (auch über verschiedene Portale hinweg) umsetzen. Dadurch verschaffen sie internen und externen Benutzern einen rollenbasierten, prozessorientierten Zugang zu einem umfassenden Set an aufeinander abgestimmten Mehrwertdiensten. Sie ermöglichen dies durch die Bereitstellung übergreifender Dienste wie Sicherheit, Personalisierung etc. Der Nutzen für den Portalbenutzer ist die Backend-Integration dieser Services. [2] Überblick Bei einem Portal steht das Bereitstellen von applikationsübergreifenden Leistungen und somit der Integrationsaspekt im Vordergrund. Portale ermöglichen eine Entkopplung der Kernprozesse von zielgruppenspezifischen internen und externen Prozesse. So lassen sich z. B. auf Basis eines einzigen internen Vertriebsprozesses verschiedene Kundengruppen individuell über eigene Portalprozesse abwickeln. Im Bereich Mitarbeiterportale wird diese Form der zielgruppenspezifischen Bereitstellung für die aufgabengerechte Prozessbereitstellung genutzt. Foto: Konstantinos Kokkinis Die einzelnen Anwendungen werden oft in Unterfenstern, den so genannten Portlets, organisiert. In den Portlets werden Inhalte aus unterschiedlichen Quellen auf einer Portalseite zusammengefasst. Die einzelnen Portlets können vom Benutzer teilweise personalisiert werden. Die Portlets können minimiert oder entfernt werden und verfügen oft auch über eigene Hilfe- und Konfigurationsmenüs. Eine weitere Funktionalität ist die Integration von Webservices. Da diese ursprünglich für die Kommunikation zwischen Anwendungen geschrieben wurden, ist die Präsentation nicht trivial, da beispielsweise Eingabefelder zu den benötigten Werten nur mit internen Variablennamen versehen sind. Neuere Entwicklungen wie GUIDD versuchen, diesen Missstand zu beheben. Vorteile Die Vorteile der Portaltechnologie liegen darin, dass eine grundlegende Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird, die einen Teil der Standardfunktionalität von Webanwendungen bereithalten. Je nach Hersteller ist diese Basisfunktionalität mehr oder weniger ausgeprägt. Bei den großen Anbietern reicht die out of the Box - Funktionalität von Collaboration Management über Personalisierung bis hin zu Document- und Knowledge Management Integration. Weiterführende Funktionalitäten reichen bis hin zu Expertensystemen auf Basis eines Portals. 2/08 4

5 Ein zentraler Aspekt des Portals ist mittlerweile die Integration von Applikationen in einem gemeinsamen Portal. Dies bietet mehrere Vorteile: Einheitliche Benutzeroberfläche, dadurch erhöhte Akzeptanz beim Anwender und reduzierter Change-Management/Schulungsaufwand. Gemeinsame Datenbasis, dadurch Verknüpfung von Informationen über Applikationsgrenzen hinweg. Prozessplattform auf Basis einheitlicher Daten, dadurch transparente und effizientere Prozesse. Single Sign On, also eine Anmeldung innerhalb des Portals, dadurch geringere Ausfallzeiten der Mitarbeiter für wiederkehrende Tätigkeiten. Aktualität von Daten erlangt bei Portalen an Bedeutung, die Daten in Echtzeit oder quasi-echtzeit in die zugrundeliegenden Applikationen schreiben oder auslesen. Diese Vorteile kommen vor allem dann zum Tragen, wenn bei der Portalumsetzung konsequent die Sicht auf Ebene der Geschäftsprozesse gehalten wird. Daher ist ein Enterprise-Portal ein Baustein des Konzepts der Serviceorientierten Architektur (SOA). Nachteile Nachteile der Portaltechnologie kommen vor allem dann zu Tage, wenn es darum geht, bestehende Anwendungen in ein Portal zu transferieren. Die Anzeige und Bearbeitung reiner Daten kann dann zwar meist über Web Services und Integrationsumgebungen wie Microsoft BizTalk, SAP XI oder IBM WebSphere MQ vorgenommen werden, jedoch steigt dadurch auch die Komplexität des Gesamtsystems. Kritische Erfolgsfaktoren sind dann die Konsistenz von Daten zwischen Portal und originärer Anwendung, als auch die Implementation komplexer Prozesse im Portal über Anwendungsgrenzen hinweg. In der Folge stellt sich dann auch die Frage, wann das Portal und wann die originäre Anwendung zu nutzen ist und wie sich dies in die Prozesshierarchie einfügt. Diese Aufgaben können beliebig komplex, sowie kosten- und zeitintensiv werden. Es ist zu beobachten, dass Anwendungen immer stärker auf die Nutzung in einem Portalkontext entwickelt werden, was in der Folge die aufgeführten Konsequenzen aus diesen Nachteilen minimieren würde. Nachteile können auch entstehen, wenn das Portal zu einer einseitigen Festlegung auf eine gemeinsame Programmiersprache auch für die bestehenden, zu integrierenden Anwendungen führt. Spezialanwendungen, die in einer anderen Programmiersprache geschrieben wurden und nur in dieser verfügbar sind, können dann nicht mehr integriert werden. Stattdessen sollte man sich daher bei Portalen lediglich auf gemeinsame, standardisierte Schnittstellen einigen. Architektur Die generelle Architektur eines Portals sieht einen Server vor, der die Anfragen der Anwender entgegennimmt und an die Portlet-Engine weiterleitet. Diese verwaltet den Lebenszyklus der Portlets und gibt die Aktions- und Renderanfragen an die einzelnen Portlets weiter, die in der nachgefragten Seite angezeigt werden sollen. Die Portlets suchen sich aus den dazugehörigen Datenquellen ihren Inhalt zusammen. Hierbei ist festzustellen, dass Datenquellen klassische Datenbanken sein können, aber auch Web Services und Anwendungen können hier als Quellen eingesetzt werden. Die Portlets sind nicht darauf beschränkt, sich aus einer Datenquelle zu bedienen, sondern können ihren Inhalt aus mehreren Datentöpfen zusammenstellen. Kommunikation Intern läuft die Kommunikation zwischen der Portlet-Engine und den Portlets wie folgt. Auf den Request, der dem Portal gestellt wird, identifiziert der Portlet-Container die benötigten Portlets. Ist die Anfrage eine Aktionsanfrage, so wird auf dem entsprechenden Portlet die Methode performaction() ausgeführt. Sobald diese beendet ist, werden die Rendermethoden doview(), doedit() oder dohelp() der anzuzeigenden Portlets ausgeführt. Welche dieser Methoden ausgeführt wird, bestimmt der Zustand des Portlets, welcher vom Container verwaltet wird. Diese Zustände können um anwendungsund portalspezifische Zustände erweitert werden. Innerhalb der Bearbeitung der Rendermethoden können nun Beans oder andere verarbeitende Klassen oder Funktionen angesprochen werden. Das Rendering kann zudem von JSPs unterstützt werden, welche über einen Dispatcher aufgerufen werden. Portalsoftware Bei einem Portal steht das Bereitstellen von applikationsübergreifenden Leistungen und somit der Integrationsaspekt im Vordergrund. Daher ist es naheliegend, beim Aufbau eines Portals entweder auf eine Infrastruktur zurückzugreifen, die Enterprise Application Integration (EAI) zum Bestandteil hat, oder eine Portal- Standard-Software zu verwenden, die sich der EAI bedient. Viele Portallösungen sind in Java programmiert, um eine größtmögliche Systemunabhängigkeit zu erreichen. Ein Portal kann, muss aber nicht auf Webtechnologie basieren. Quellen 1. Thorsten Gurzki et al.:»was ist ein Portal?«Definition und Einsatz von Unternehmensportalen 2. Puschmann:Prozessportale - Architektur zur Vernetzung mit Kunden und Lieferanten 3. Gartner: Magic Quadrant for Horizontal Portal Products, 2006 (Aus Wikipedia, einem Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in allen Sprachen der Welt) 2/08 5

6 Einblicke in das Online- Stadtportal Berlin.de Berlin verzeichnet jährlich einen neuen Besucherrekord. Über Gäste kommen monatlich, um sich von der Stadt faszinieren zu lassen. Auf dem Internetportal der Stadt unter sind es sogar noch sehr viel mehr: Rund 1,5 Millionen Besucher aus aller Welt sind hier Tag für Tag virtuell zu Gast. Ganz Berlin auf einen Klick Am 8. Dezember 1998 ging das offizielle Stadtportal des Landes Berlin erstmals online. Ziel war und ist die umfassende Bereitstellung von Informationen und Diensten rund um Berlin, von Standortmarketing und Wirtschaftsförderung 1 über touristische Angebote 2 bis hin zu Landespolitik 3 und Bürgerservice 4. Die Bewohner der Stadt finden alles, was ihnen das Leben erleichtert, beispielsweise einen Stadtplan 5, das Kinoprogramm 6 oder den Wetterbericht 7 sowie einen umfangreichen Verwaltungsführer 8. Unter der Überschrift Politik und Verwaltung finden politisch Interessierte die jeweiligen Internetauftritte der Senatsverwaltungen 15, der Senatskanzlei 16 und der zwölf Berliner Bezirke 17. Ebenso ist dort das Presse- und Informationsamt 18 des Landes zu finden, dem auch die Landesredaktion von Berlin.de zugeordnet ist. Das Presse- und Informationsamt leistet die aktuelle Öffentlichkeitsarbeit des Landes Berlin gegenüber den Medien und stellt in diesem Rahmen unter anderem auch die aktuellen Pressemeldungen 19 sowie die wichtigsten Reden 20 des Regierenden Bürgermeisters in das Internet ein. Wer wissen möchte, welchen Staatsgast der Regierende Bürgermeister heute im Rathaus empfangen oder welchen Außentermin er wahrgenommen hat, der wird unter Rathaus aktuell 21 fündig. Hier werden die Termine des Stadtoberhauptes bildlich dokumentiert und archiviert. Die Möglichkeiten des World Wide Web und der Technologien, die dahinter stecken, entwickeln sich ständig weiter. Der weitere Ausbau des Bürgerservices spielt dabei für das Land Berlin eine ganz wichtige Rolle (nicht die Bürger sollen laufen, sondern die Daten). Deshalb hat dieses Thema auch einen eigenen Hauptnavigationspunkt auf Berlin.de bekommen. Im Verwaltungsführer werden die Bürger umfassend über alle Dienstleistungen der Verwaltung informiert. Formulare, Anträge und Gesetzestexte sind mittlerweile schnell und ohne viel Aufwand im Internet zu bekommen. Unter dem Stichwort Electronic Government, oder kurz E-Government 22, können immer mehr Verwaltungsvorgänge direkt online abgewickelt werden - von der Buchung eines Volkshochschulkurses bis zur Beantragung einer Geburtsurkunde. Ähnlich wie beim Online Banking, kann demnächst auch die Bezahlung von bestimmten Verwaltungsdienstleistungen über das Internet - dem E-Payment - abgewickelt werden. Benutzerfreundlichkeit und die Anschaulichkeit spielen bei jeder einzelnen Seite eine wichtige Rolle, schließlich soll sich jeder Besucher auf Berlin.de schnell zurechtfinden und die gewünschte Information möglichst auf einen Klick verfügbar sein. Viele entdeckenswerte Themen laden zu einem längeren Stöberaufenthalt ein. Über den Hauptmenüpunkt Hauptstadt gelangt man beispielsweise auf Berlin im Überblick 9. Hier können nicht nur Touristen einen ersten Eindruck von der Vielfältigkeit der Stadt erhalten, sondern auch die Berliner selbst so manche Restaurantempfehlung 10 oder einen Tipp für einen Ausflug ins Berliner Umland 11 bekommen. Außerdem gibt es umfangreiche Informationen zur Geschichte Berlins 12, zu Daten und Fakten 13 und besonders oft nachgefragt zur einst berühmtesten und monströsesten Sehenswürdigkeit Berlins, der Berliner Mauer 14. Natürlich gibt es auf Berlin.de auch die Möglichkeit, der Stadt bildlich ganz nahe zu sein: eine umfangreiche Bildergalerie 23 und sechs Webcams 24 bieten verschiedene live Einblicke in das Leben der Hauptstadt ganz egal, wo auf dieser Welt sich der Betrachter gerade befindet. Außerdem lädt die Stadt Sie zu mehreren virtuellen Stadtrundgängen 25 ein. Sogar das Berliner Rathaus können Sie auf diese Weise besichtigen 26. Für unsere ausländischen Besucher gibt es ein Grundangebot auch in englischer Sprache 27, das immer weiter ausgebaut wird. Daneben gibt es gesonderte Sprachportale in Polnisch, Russisch, Türkisch, Chinesisch und Japanisch, die über den Sprachbutton auf der Homepage erreichbar sind. 2/08 6

7 Außerdem ergänzt BerlinOnline das Angebot des Landes mit vielfältigen Informationen zu vielen weiteren Lebensbereichen und nutzbringenden Anwendungen, wie zum Beispiel einem Veranstaltungskalender mit dem neuesten Theaterprogramm 28, einem Museumsführer 29 oder einer Datenbank mit Stellenangeboten 30. Um all dies realisieren zu können, stellt die Partnerfirma BerlinOnline eine Software zur Verfügung, mit der die Inhalte der Webseiten von Berlin.de unkompliziert und schnell gepflegt werden können. Technische Basis des Stadtportals Berlin.de wird auf IBM-Bladeservern mit zentralen Festplatten-Arrays und vorgeschalteten Load-Balancern betrieben. Die Server stehen im BSI-zertifizierten Rechenzentrum der Firma Interroute im Europarc Dreilinden und sind redundant an das Internet-Backbone angeschlossen. Eine LAMP-Umgebung (Linux, Apache, MySQL, PHP) bietet die Grundlage für alle Applikationen. Eine Portalsoftware ermöglicht es auf Basis einer Reverse-Proxy-Technologie, unterschiedliche Inhalte (Content, Navigation, Werbung) und unterschiedliche Applikationen auf einer Oberfläche (dem Portal) zusammenzuführen und auszuliefern. Die Inhalte werden zum großen Teil mit dem Content-Management-System Imperia erstellt und gepflegt. Im Einsatz ist die Version 7.5 des CMS. Weitere Applikationen, beispielsweise Bürger-Info- System oder Formularserver sind auf php- Basis programmiert, wobei häufig auf Imperia zur Nutzerverwaltung und zur Pflege der Daten und Inhalte zurückgegriffen wird. Mit Hilfe der Portalsoftware können auch Angebote bei berlin.de eingebunden werden, die außerhalb der berlin.de-umgebung oder auf anderer technologischer Basis betrieben werden. Eine selbst entwickelte Statistik-Software ermöglicht nicht nur die seitengenaue Aufschlüsselung der Nutzerströme, sondern ist überdies kompatibel zu der offiziellen Reichweiten-Zählung der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern). Die Statistik befindet sich derzeit im Beta-Test mit ausgewählten Nutzern und wird in den nächsten Wochen allen auf Berlin.de vertretenen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Weitere Querschnittsfunktionen wie Community-Applikationen, Payment, Mail- Service etc. werden mit Technologie-Partnern umgesetzt und den wachsenden Bedürfnissen der beteiligten Partner angepasst, wobei Flexibilität, Wirtschaftlichkeit des Betriebs und Investitionssicherheit stets oberste Priorität haben. Die Landesredaktion Berlin.de Die Koordinierung und Steuerung der Landesinhalte im Stadtportal Berlin.de erfolgt durch die Landesredaktion Berlin.de 31 - einem eigenen Arbeitsbereich des Presseund Informationsamtes der Senatskanzlei. Es handelt sich hierbei nicht um eine Zentralredaktion für die Erstellung und Bearbeitung sämtlicher Landesseiten. Diese geschieht dezentral und eigenverantwortlich in den zur Zeit rund 140 bei Berlin.de vertretenen Einrichtungen und /08 7

8 Hauptaufgaben der Landesredaktion sind die behördenübergreifende Koordinierung der von den Landeseinrichtungen eingebrachten Informationsund Diensteangebote sowie die Pflege und die Fortentwicklung des Berliner Verwaltungsführers. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die strategische Abstimmung von Inhalt und Gestaltung des Gesamtportals in Kooperation mit dem privaten Betreiber (BerlinOnline) einschließlich aller vertraglichen Angelegenheiten. Bei neuen Onlineprojekten in den Verwaltungen empfiehlt es sich, möglichst frühzeitig Kontakt zur Landesredaktion aufzunehmen. Auf Grund ihres Gesamtüberblicks über das Portal kann sie Hinweise auf die Möglichkeiten zur Nachnutzung bereits vorhandener Anwendungen geben und so Synergienutzung ermöglichen und Aufwände senken. Auch eine sinnvolle inhaltliche und funktionale Vernetzung kann so frühzeitig geplant und vorbereitet werden. Durch systemtechnische Unterstützung und redaktionelle Beratung können von vornherein wichtige Rahmenbedingungen, wie z.b. die Anwendung der Styleguides 32,33 und falls erforderlich - die technischen Einbindungsmöglichkeiten 34 externer Inhalte samt Layoutübernahme in das Berlin.de-Portal geklärt werden. Dies spart unnötige Arbeit und sichert dem Nutzer ein attraktives Angebot aus einem Guss. Kontakt: Leiter: Horst Ulrich Tel CHRISTIAN SIMON (Praktikant der Landesredaktion Berlin.de) OLF DZIADEK (BerlinOnline Stadtportal GmbH & Co. KG) SASCHA KRAJAN (Landesredaktion Berlin.de) Der zentrale Zuständigkeitsfinder: ein bundesweiter Verbund öffentlicher Portale Das Projekt und seine Ziele Im Rahmen der E-Government-Initiative Deutschland-Online sollte ein Zentraler Zuständigkeitsfinder (ZZ) geschaffen werden, der verwaltungsebenenübergreifend das Auffinden aller Informationen zu deutschen Verwaltungsdienstleistungen im Internet ermöglicht. Dieses zentrale System sollte als Vermittlungsdienst zwischen bereits bestehenden lokalen Zuständigkeitsfindern (LZ) der Länder und Kommunen und auch des Bundes konzipiert werden. Auf der Basis dieser Vorgaben hat die damit beauftragte Vorhabengruppe der Säule II ( Verbund der E-Government- Portale ) von Deutschland-Online unter maßgeblicher Beteiligung der Landesredaktion Berlin.de - ein Pilotvorhaben entwickelt und exemplarisch umgesetzt, das die Machbarkeit des anspruchsvollen Ansatzes nachweist. Zurzeit setzen einige Länder und Kommunen verschiedene Technologien ein, um die Nutzerinnen und Nutzer im Internet zu den für ihre Anliegen wichtigen Informationen und zu den zuständigen Stellen zu führen. Häufig endet dieser Service an den eigenen Zuständigkeitsgrenzen. Ziel ist ein gemeinsamer Service der Portale, der über Verwaltungsgrenzen hinweg funktioniert und sich somit stärker an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger wie auch Unternehmen und Verwaltungen orientiert. Als Nutzen können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Informationsund Beratungseinrichtungen die Dienstleistungen aller Verwaltungen von jedem lokalen Portal aus oder über einen zentralen Zugang finden. Anhand eines Vermittlungsdienstes können die bereits etablierten Zuständigkeitsfinder, Verwaltungsführer, Behördenwegweiser und Suchmaschinen von Bund, Ländern und Kommunen zu einer Verbundlösung miteinander vernetzt werden, so dass der ZZ jeweils alle deutschlandweit vorhandenen Informationen erschließen kann. Die Nutzer müssen lediglich die gesuchte Dienstleistung und den gewünschten Ort eingeben und werden dann an den jeweiligen lokalen Zuständigkeitsfinder (LZ) also z.b. für Berlin an den Verwaltungsführer vermittelt, der die Anfrage zu den entsprechenden Zielinformationen weiterleitet. Der technische Verbund Zunächst sind in Baden-Württemberg auf der Portaltechnik von service-bw die Grundfunktionalität des ZZ implementiert und zu Testzwecken mit einer vorläufigen Benutzeroberfläche (Abb. 1) versehen worden. Diese Nutzeroberfläche wird in Kürze durch eine nutzerfreundlichere Auswahlseite (Abb. 2) ersetzt. Hier können die Auswahlmechanismen für den Leistungskatalog der Version 1.0 in Verbindung mit dem deutschlandweiten Ortsverzeichnis auf Basis des AGS bereits jetzt verwaltungsöffentlich erprobt werden. Die am Probebetrieb des Zentralen Zuständigkeitsfinders teilnehmenden Portale sind zur Zeit: Baden-Württemberg Berlin Hamburg Hannover Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Testweise ist auch der Bayerische Behördenwegweiser erreichbar. Die Integration von Suchmaschinen an den ZZ wurde ebenfalls erfolgreich getestet. 2/08 8

9 Die vorläufige Testseite des ZZ ist unter folgender URL Zu finden: service-bw.eu/zzfinder/ Eine Unterarbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und dem Bund, haben, den Beschlüssen des KoopA ADV folgend, den LeiKa exemplarisch konzipiert und aufbereitet. Ziel ist es, weitere Leistungen der öffentlichen Verwaltungen nach Themenbereichen - wenn auch nicht mit allen Detail- und Einzelleistungen zu erfassen und strukturiert darzustellen. Diese Aufstellung (Version 1.0) ist erfolgt. Derzeit enthält der LeiKa 64 ebenenübergreifende Leistungsgruppen denen exemplarisch 570 öffentliche Leistungen der Verwaltungen themenspezifisch zugeordnet wurden. Abbildung 1: Testseite des ZZ Tipps für einen Test: Testseite aufrufen Ein Anliegen eintragen (z.b. Schulen, Ausweis, Bibliotheken, Angelschein, Hundesteuer etc.), danach Suchen-Button anklicken Einen Ort aus den teilnehmenden Ländern (s.o) eingeben (z.b. Dessau, Hannover, Heidelberg, Rostock, Hamburg, Berlin, Passau,...) und danach Suchen-Button anklicken Ort evtl. aus einer Liste auswählen und danach Übernehmen-Button anklicken Leicht scrollen und der entsprechende lokale Zuständigkeitsfinder wird mit der URL angezeigt URL anklicken, der LZ nimmt Sie in Empfang und führt hoffentlich zum Ziel Die bisherige Testseite wird in Kürze erheblich nutzerfreundlicher angeboten! Schon jetzt wird durch Abbildung 2 der Quantensprung in Design, Struktur und Technik der repräsentativen Finalseite deutlich. Auch der Name ZZ wird sich ändern: Unter dem offiziellen Namen Behördenfinder Deutschland wird dann das attraktive Online-Service-Portal unter derselben Adresse erreichbar sein. Mehr noch werden dem Nutzer die wichtigsten Informationen rund um das bundesweite Servicekonzept zur Verfügung gestellt, um auf dem aktuellsten Entwicklungsstand sein und bleiben zu können. Der Leistungskatalog - ein semantischer Verbund Zentrales Element des Konzeptes für ein reibungsloses behörden-, länder- und portalübergreifendes semantisches Zusammenwirken unterschiedlichster Vermittlungsdienste ist ein deutschlandweit standardisierter und harmonisierter Leistungskatalog (LeiKa) mit Synonymen und übergeordneten Leistungsgruppen. Neben den Standardbezeichnungen der Dienstleistungen können im Synonymbereich bei Bedarf auch spezielle regionale Begrifflichkeiten eingepflegt und für jeden Nutzer auffindbar gemacht werden. Für die künftige Nutzung ist der Katalog dauerhaft im Rahmen laufender Ergänzungen und Änderungen aktuell zu halten. Die Vorhabengruppe hat daher die Einrichtung einer Zentralen Geschäfts- und Koordinierungsstelle in Sachsen-Anhalt vorgeschlagen. Die Geschäfts- und Koordinierungsstelle soll sowohl inhaltlich-redaktionelle als auch organisatorisch-koordinierende Aufgaben wahrnehmen und dient als Ansprechpartner für die Portalbetreiber und weitere Interessenten. Grundlage für andere Projekte Der ZZ und der LeiKa werden wesentliche Bausteine und integraler Bestandteile für weitere bundesweite und europäische Projekte, wie die Service-Line 115 oder die EU-Dienstleistungsrichtlinie sein. Darüber hinaus ist der ZZ und der LeiKa im Rahmen eines Berliner Wissensmanagements - ein unentbehrliches Instrument für Berliner Anwendungen 2/08 9

10 und Projekte wie z.b. Berlin-Telefon, Berlin.de, Bürgerberatung und Mitarbeiterportal um die servicefreundliche Dienstleistungsmetropole Berlin rund um die Uhr schnell, aktuell und strukturiert auskunftsfähig zu machen. Landesportal Neue Wege gehen Nicht ganz unspektakulär ging brandenburg.de vor zwölf Jahren in Betrieb: Am 15. März 1996 drückte der damalige Wirtschaftsminister Dr. Burkhard Dreher den symbolischen Startknopf für auf der CeBIT in Hannover vor zahlreichen Journalisten. Gleichzeitig wurde in Potsdam eine Pressemitteilung veröffentlicht mit folgendem Wortlaut: Abbildung 2: Startseite des Behördenfinders Deutschland Wie geht es weiter? Auf Bundesebene: aktuelle nutzerfreundliche Startseite für den ZZ einrichten mit Umbenennung in Behördenfinder die Zentrale Geschäfts- und Koordinierungsstelle einrichten die LeiKa-Version 1.0 im ZZ und in den lokalen Systemen implementieren die erweiterten Anforderungen für die Umsetzung der EU-DLR und der Service-Line D-115 abstimmen und entsprechend in den LeiKa und ZZ integrieren die Aufnahme weiterer Portale Auf Berliner Ebene: Integration des bundesweiten Leistungskatalogs in den Verwaltungsführer Erarbeitung eines modularen Berliner Wissensmanagements unter Berücksichtigung aller Anforderungen und Vorgaben (verzeichnisbasierter ZuFi) IT-mäßige Integration Weitere Informationen Senatskanzlei, Landesredaktion Berlin.de, Burckhard Wodtke, Tel , E- Mail: Leiter des KoopA-Projektbüros E-Government, Herr Dr. Markus Beckmann, Tel.: , CHRISTIAN SIMON (Praktikant der Landesredaktion Berlin.de) Die Landesregierung und weitere Einrichtungen bieten ab dem Informationen im weltweiten Computernetz Internet an. Das Informationsangebot konzentriert sich zunächst auf die Bereiche Wirtschaft und Technologie, Tourismus, Kultur, Wissenschaft und Forschung, Landwirtschaft sowie auf das aktuelle Thema Länderfusion Berlin-Brandenburg. Darüber hinaus sind Presseinformationen der Landesregierung sowie die aktuelle Terminvorschau über das Internet abrufbar. 1996, zum Start der Website, verfügten erst rund Berliner und Brandenburger über einen damals noch sehr langsamen Internetanschluss. Von einem Massenmedium konnte also noch keine Rede sein, eine Zielgruppendefinition kaum möglich. Die erste Homepage im Jahre 1996 war auf die damalige technische Ausstattung der Nutzer ausgerichtet. Die Möglichkeiten der multimedialen Verknüpfungen waren - im Vergleich zu heute noch gering. Es war eine Zeit der Aufbruchstimmung. Zahlreiche deutsche Verlage entdeckten das Web als kommerzielles Medium und drängten ins Internet. Vergleichsweise klein mutete da das brandenburg.de-angebot an. Etwas mehr als 100 Seiten rund um die oben genannten Themen machten den Anfang. Heute sind es über , verteilt auf über 100 Subdomains mit unzähligen Themen. 2/08 10

11 Der direkte Draht Berlin-Telefon 900 MIT 900 DIREKTE INFORMATIONEN ZU ALLEN LEBENSLAGEN Eine höhere Kundenzufriedenheit bei den Bürgern und den Mitarbeitern der Berliner Verwaltung das ist das Ziel der Call-Center-Lösung Berlin-Telefon. Mit einem einfachen telefonischen Zugang zu umfassenden Informationen und Dienstleistungen werden Anfragen über die Rufnummer 900 schnell und kompetent beantwortet. Das ITDZ Berlin ist dabei für den telefonischen Erstkontakt mit dem Bürger über sein Call-Center verantwortlich. Weitere Informationen zum IT-Dienstleistungszentrum Berlin: Internet Intranet Moderne Perspektiven für die Verwaltung. 2/08 11

12 Der Weg dahin wurde markiert von zahlreichen Etappen, so der Anschaffung einer CMS-Landeslizenz 2001, der erfolgreichen Konzeption und Anlage einer IT- und egovernment-gesamtarchitektur. Optisch für jeden sichtbar, auch ein umfassender Relaunch des Landesportals im Jahr 2002, der 2008/ 2009 seine Fortsetzung findet. Heute erfahren Brandenburg und sein Landesportal stetige Anpassungen im Bereich egovernment. Die bislang erreichten Fortschritte sind erfreulich. Zahlreiche neue Anwendungen und Portale gingen an den Start, so die Internetwache internetwache.brandenburg.de, der Agrarantrag online, die elektronische Steuererklärung (Elster) und das Dienstleistungsportal service.brandenburg.de, das unter Einbeziehung der Kommunen entwickelt wurde. Ohnehin verspricht sich die Landesregierung entscheidende Erkenntnisse über die Bürgerwünsche aus der Kooperation mit den Kommunen. Land und kommunale Spitzenverbände hatten bereits Anfang 2005 in der Gemeinschaftsinitiative ebürgerdienste für Brandenburg eine enge Zusammenarbeit vereinbart. in Zahlen: 145.OOO Seiten 9O Internetangebote von Landesbehörden Zugriffe/Jahr: > 7O Mio. Redaktionssystem: SixCMS Nutzer: 1OOO Software: Webserver Apache, PHP, MySQL Master-Slave-Modell Brandenburg.de bietet heute zielgruppendefinierte Informationen zu den verschiedensten Themenbereichen an, wenngleich mit anderer Funktionalität als TV- und Printangebote: der direkte Zugang zum Bürger mit Rückkanal. Die Nutzer haben die Möglichkeit, direkt auf die Informations-Angebote der Regierung zu reagieren, sei es im Chat, per oder im Gästebuch. Der Bedarf ist hoch. Das zeigen über 70 Millionen Zugriffe auf brandenburg.de im Jahr 2007 sowie die tägliche Flut von s und Einträge in Gästebücher und Foren. Grundlage für die Pflege dieser Inhalte sind regelmäßige Treffen der Redakteure, die sich regelmäßig über Inhalte, Layoutfragen und technische Änderungen abstimmen. Dass gute Politik ohne gute Kommunikation nicht möglich ist, schlägt sich auch in der Sprache des Internets wieder. Für die Vermittlung der Inhalte von Politik sind die Redakteure von brandenburg.de offen für neue Formen der Kommunikation. Bausteine in dieser Richtung sind das Videopodcastportal von Ministerpräsident Platzeck, das sich noch in der Anfangsphase befindet sowie das Portal direktzu.de/ platzeck, das inzwischen fester Bestandteil von brandenburg.de geworden ist. Neben Bundeskanzlerin Merkel und Bundestagspräsident Lammert war Ministerpräsident Platzeck der erste Regierungschef eines Bundeslandes, der die Möglichkeit nutzte, auf Bürgerfragen online zu antworten. Der Erfolg hat viele Väter: Mit wissenschaftlicher Unterstützung wurde und wird die Servicequalität auf brandenburg.de erheblich verbessert. Kooperationsvereinbarungen u.a. mit der BTU in Cottbus sowie der Universität und der Fachhochschule in Potsdam haben zeitgemäße Anpassungen des Auftrittes bewirkt. So wurde das oben genannte Portal direktzu.de/platzeck von Studenten der FH Brandenburg und der Humboldt-Universität Berlin entwickelt. FRANK-MICHAEL GORGES Redaktion Was haben Mückenfang und Formularservice gemeinsam? Über und seine Leistungspalette Mückenfang ist ein Wohnplatz, liegt in der Uckermark und gehört zur Stadt Lychen. Unter der Rubrik Kommunen finden Sie nicht nur die Landkrei se, Ämter und Gemeinden, sondern auch alle sonstigen Orte Brandenburgs. Der Formularservice hingegen ist eine Basiskomponente des Dienstleistungsportals und unterstützt die Landes- und Kommunalverwaltung bei der Digitalisierung von Vorgängen. Dazu später. Service.brandenburg.de ist der zentrale Einstiegspunkt und Lotse zu nützlichen Informationen und allen elektronischen Verwaltungsverfahren von Land und Kommunen für Bürger und Unternehmen. Wer dieses Portal besucht, muss nicht wissen, welche Behörde wofür zuständig ist, und kann auf verschiedenen Wegen zum Ziel gelangen. Das Landesinformationssystem bündelt Fachinformationen der Landesverwaltung behördenübergreifend nach Themen, Nutzergruppen und Schlagworten unter einer Oberfläche. Die flache Datenstruktur und einheitliche Navigation stellen sicher, dass die Nutzer schnell finden, was sie suchen. Die beliebtesten Angebote sind die regionale Stellenbörse und Ausbildungsplatzbörse, das Kommunalverzeichnis, die Schlagwortübersicht von A bis Z und das Verzeichnis des Öffentlichen Dienstes. Bei den kleineren Angeboten werden besonders oft die Adressen von Jugendämtern und Krankenhäusern aufgerufen. Alle Adressen sind mit Kartenmaterial verlinkt. Die Entwicklung der Zugriffszahlen zeigt, wie gefragt ein Verwaltungsportal mit klarer Service-Ausrichtung bei Bürgern und Unternehmen ist. Inzwischen 2/08 12

13 greifen monatlich rund Besucher auf das werbungsfreie Angebot zu. Das Landesinformationssystem wird federführend durch die Webredaktion im Ministerium des Innern betreut; die Informationen werden über das Redaktionssystem SixCMS 7.1 der Landesverwaltung eingepflegt. Webredakteure in den Ministerien arbeiten ihre Angebote eigenverantwortlich ein. Die Funktion Fehler melden am Ende jeder Seite sowie automatisierte -Abfragen unterstützen die Webredaktion bei der Qualitätssicherung. Der Zuständigkeitsfinder vernetzt die Webportale von Land und Kommunen und führt die Nutzer bei Angabe eines Anliegens und eines Ortes möglichst zielgenau zum Internetangebot der zuständigen Stelle. Grundlage ist ein Dienstleistungskatalog, dem lokale Angebotsseiten zugeordnet sind. Dieser wird in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft für technikunterstützte Informationsverarbeitung Brandenburg (TUIV-AG), einem Landkreis und mehreren Städten konzipiert und weiterentwickelt. Die Brandenburg-Suchmaschine (BraSuMa) sucht ausschließlich in den knapp 600 offiziellen Internetangeboten des Landes Brandenburg und seiner Kommunen und durchkämmt dabei einige Millionen Dokumente. Wahlweise kann mit BraSuMa auch im Verwaltungsportal des Bundes, der Europäischen Union und des Landes Berlin recherchiert werden. Da weder Werbung noch private Angebote angezeigt werden, reduzieren sich die Treffer im Vergleich zu herkömmlichen Suchmaschinen und das Gesuchte wird schneller gefunden. BraSuMa kann einfach und kostenlos auch in die Internetseiten jeder Landes- und Kommunalverwaltung eingebunden werden. Die Suchmaschine wird auf Grundlage einer Servicevereinbarung durch den Landesbetrieb für Datenverarbeitung und IT-Serviceaufgaben (LDS) betreut. Wie der Zuständigkeitsfinder basiert auch die BraSuMa auf SAGA-konformen Open- Source-Produkten. die Basiskomponenten einzeln oder in Kombination verwenden. Dazu gehören neben dem Formularservice die Virtuelle Poststelle, die elektronische Signatur und später auch die Bezahlplattform. Diese als Shared-Services angelegten Basiskomponenten werden momentan durch einen universellen Portalserver mit mandantenfähigen Lösungen für die Bereiche E-Collaboration, E-Shop und Wissensmanagement ergänzt. Mit dem Portalserver lassen sich künftig verschiedenartige Fachlösungen über Single-Sign-On einheitlich erschließen. Ebenfalls vor der Einführung stehen Komponenten zur Umsetzung von Verwaltungsprozessen in der heterogenen IT-Landschaft des Landes und der Kommunen mittels Business Process Management (BPM) und serviceorientierter Architektur (SOA). Grundsätzlich wird auf SAGA-konforme technische Lösungen orientiert, die innerhalb der Landesverwaltung zum Standard erklärt werden und einheitlich zu verwenden sind. Land und Kommunen können mit diesem Service die Kommunikation zwischen Antrag und Bescheid kostengünstiger, wesentlich vereinfacht und medienbruchfrei gestalten. Auf dem Technikbaukasten des Dienstleistungsportals setzt auch der Vergabemarktplatz des Landes Brandenburg auf. Mit dem Virtuellen Bauamt ist ein durchgängiges elektronisches Bauantrags und Genehmigungsverfahren, in das sämtliche untere Bauaufsichtsbehörden (Landkreise und kreisfreie Städte) eingebunden werden, in Vorbereitung. Service.brandenburg.de bietet jedoch weit mehr als Informationsdienste. Es stellt auch die notwendigen technischen Module Basiskomponenten - bereit, die eine Verwaltung braucht, um Dienstleistungen online von Antrag bis Bezahlung anzubieten. Alle Dienststellen des Landes und der Kommunen können darauf zugreifen und Technisch wird das System beim LDS betrieben. Vorraussetzung für den Betrieb ist das Redaktionssystem SixCMS 7.1 auf der Basis von PHP und MySQL. Als Web-Server wird Apache eingesetzt; die Verwendung des Internet Information Services (IIS) ist auch möglich. Service.brandenburg.de ist das Produkt des E-Government-Leitprojektes Brandenburger Online Amt (BOA) 2/08 13

14 und seit Herbst 2006 online. Eine Projektgruppe unter Federführung des Ministeriums des Innern arbeitet gemeinsam mit dem Landesbetrieb für Datenverarbeitung und IT-Serviceaufgaben an der Umsetzung. SUSANNE BERNIG Landesinformationssystem service.brandenburg.de Referat I/3, Ministerium des Innern Brandenburg Die Struktur des Portals beinhaltet für die Geschäftsbereiche statische HTML- Seiten, in denen sich die Bereiche mit ihren Aufgabengebieten und Mitarbeitern vorstellen. Jeder Geschäftsbereich hat ein eigenes Wiki, in dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv an der Gestaltung der Inhalte beteiligen können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der anderen Bereiche können in den Wikis lesen. In einem ITDZ Berlin-Forum kann gemeinsam über verschiedenste Themen diskutieren werden. Die Welt der Blogs und Wikis im ITDZ Berlin Inside - Das Mitarbeiterportal Seit dem Mitte März 2008 verfügt das ITDZ Berlin über ein Mitarbeiterportal, welches für alle Beschäftigten des IT-Dienstleisters zugänglich ist. Das Mitarbeiterportal soll der internen fachlichen Kommunikation als ein fortschrittliches Werkzeug dienen. Wissensbasis für Mitarbeiter Jeder kennt die Situation: man weiß es gibt zu einem bestimmt Thema Informationen oder Dokumente, aber man weiß nicht mehr wo, und man muss Kollegen aus dem eigenen Bereich oder bereichsübergreifend fragen, wo diese Informationen zu finden sind. Da kommt es dann auch vor, dass man mit der Antwort auf die öffentlichen Ordner unter Exchange verwiesen wird oder auf die Gruppenordner. Und in der Regel fängt dann die Suche erst richtig an. Dieser Zustand soll sich ändern. Das Mitarbeiterportal stellt als internes Informationssystem alle relevanten Beiträge bereit. Auf der Basis von Web 2.0 Anwendungen sollen Erfahrungen ausgetauscht und Hinweise und Wissen vermittelt werden. Ziel dabei ist es, die Kommunikation im gesamten Haus schneller, verlässlicher und effektiver zu gestalten. Grafik: Aufbau des Mitarbeiterportals Damit die Suche nach Informationen auch hierbei nicht in endlosen Klicks durch Webseiten endet, erfasst eine indizierende Suchmaschine alle relevanten Bereiche wie die Wikis, das Forum, die statischen Bereichsseiten und entsprechende Portal- Ordner des File-Servers und ermöglicht so eine schnelle und gezielte Suche. Die Suche steht damit bei der Informationsbeschaffung im Mittelpunkt und erleichtert diese enorm. Der Vorstand wendet sich zusätzlich per Blog direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Themen gehören u.a. die Unternehmenssituation und spezielle an die Mitarbeiter gerichtete Informationen, die diese dann aus erster Hand erfahren. Die gesamten Portal-Informationen sind ausschließlich nur durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses zu lesen. Es ist zentraler Punkt für Informationen und durch das Engagement der Mitarbeiter erste Anlaufstelle, wenn man sich fragt: Wo war das doch gleich. Hintergrund: Web 2.0 Web 2.0 ist in aller Munde. Blogs und Wikis sind aus dem öffentlichen Internet nicht mehr wegzudenken. Auch Unternehmen erkennen die Vorteile vernetzter Kommunikation zwischen den Mitarbeitern. Firmen wie IBM, Microsoft oder Google unterstützen ihre Mitarbeiter bei dieser neuen Unternehmenskommunikation. Laut einem Artikel in der Computerwoche 24/2007 haben bereits 15 Prozent der Mitarbeiter bei IBM einen Blog und schreiben diesen regelmäßig. In den Wikis des Unternehmens beteiligt sich ca. die Hälfte der Mitarbeiter auf über Seiten. 2/08 14

15 Was versteht man unter Blogs, Wikis und Web 2.0? Web 2.0 ist ein Oberbegriff, der für eine bestimmt Art von Technik der Kommunikation im Internet steht. Hierbei geht es vor allem darum, dass die Nutzer immer stärker selber über den Inhalt im Internet bestimmen und viel schneller und einfacher miteinander in Kontakt treten können. Wikis und Blogs stehen hier mal stellvertretend für eine Reihe von Diensten und Plattformen. Wikis dienen im Allgemeinen zum Sammeln von Informationen durch die Erstellung und Bearbeitung von Beiträgen von Benutzern. Das Stichwort gemeinschaftlich ist hier das Schlüsselwort, da in der Regel Nutzer die Beiträge anderer Nutzer bearbeiten oder auch löschen können, natürlich nur, wenn es nötig sein sollte. Es besteht bei Wikis keine zentrale Kontrolle darüber, was für ein Inhalt erstellt wird. Die Nutzer untereinander sind im Allgemeinen die Kontrollinstanz über die Beiträge. Startseite des Mitarbeiterportals Blogs sind eine andere Form der persönlichen Erstellung von Inhalten im Netz. Blogs sind eine Art öffentlicher Tagebücher. Jemand der bloggt, beschreibt also Dinge aus seinem persönlichen Erleben oder berichtet wie eine Art Kolumnist über bestimmte Themen. Eine audio- und visuelle Art des Bloggens heißt Podcast. Angela Merkel ist wohl aus deutscher Sicht ein populäres Beispiele für diese Art der Darstellung im Internet. Blogs und Podcasts sind im Gegensatz zu Wikis persönlichere Beiträge und in der Regel ist der Autor selbst sein eigenes Kontrollorgan über den Inhalt, meist werden jedoch andere Blogger bei zweifelhaftem Inhalt aktiv und bloggen auf Ihren Seiten über diese Beiträger anderer. Blog des Vorstandes Foren dienen als Diskussionsplattform und bieten sich besonders zur Behandlung aktueller Themen an. Grundsätzlich eröffnet ein Mitarbeiter ein Thema, auf welches dann beliebig viele Kolleginnen und Kollegen antworten können. In der Regel werden verschiedene Themen parallel diskutiert. Forum des Mitarbeiterportals 2/08 15

16 gelesen, sondern auch direkt online bearbeitet werden können. Somit erreicht man eine hohe Aktualität und senkt die Teilnahmeschwelle für ambitionierte Autoren. Die Gefahr böswilliger Manipulationen wird durch die Nachverfolgbarkeit der Verfasser minimal gehalten. Suchergebnisse im Mitarbeiterportal Die Wiki des ITDZ Berlin sollen einen Wissensspeicher des Hauses darstellen, wie beim Vorbild Wikipedia. Insgesamt sind sieben Wikis installiert, die für den Leser als eins erscheinen: es wird zwischen Vorstand, Produktmanagement, Produktionsbetrieb, Innovationsmanagement, Vertrieb, Personal und Finanzen sowie Auszubildenden unterschieden. Neues Level der Kommunikation Wiki - Beispiel Produktmanagement Ein weiterer Vorteil solcher Online- Enzyklopädien ist die Verlinkung von Begriffen innerhalb der Wiki-Einträge. So gelangt man schnell zur Definition eines unklaren Begriffes der zum Verständnis des Wiki-Eintrages unabdingbar ist. Das neue Portal bietet darüber hinaus noch weitere andere nützliche Funktionen: Berichte zu aktuellen Ereignissen, Stellenausschreibungen oder auch Termine interessanter Veranstaltungen findet man hier. Neuen Mitarbeitern bietet es einen Überblick über alle Geschäftsbereiche des ITDZ Berlin und deren Mitarbeiter. Auch die Interessenvertretungen des Umternehmens: Die Vernetzung, die dadurch stattfindet, erreicht ein neues Level der Kommunikation. Aber die Techniken sind meist schon älter und daher ist es auch manchmal etwas sonderbar, wenn man über Web 2.0 berichtet, da 2.0 in der Regel als eine Versionsnummer gesehen und daher mit etwas Neuem in Verbindung gesetzt wird. Das Neue hierbei ist aber nicht der technische Aspekt, sondern eher die Qualität, in der diese Techniken genutzt werden. Die Fülle an Inhalten macht es derzeit schwer abzuschätzen, ob der Nutzen der neuen alten Systeme gegeben ist. Es gibt jedoch Beispiele im Internet, die einem zeigen, dass es funktioniert: Wikipedia (die zugrunde liegende Software wird auch im ITDZ Berlin benutzt), das größte online-lexikon mit alleine in Deutschland über Beiträgen und auch die Zahlen aus dem oben genannten Artikel sprechen für sich. Der Begriff Wiki stammt aus dem Hawaiianischen und bedeutet schnell. In der IT steht Wiki für eine Software und Sammlung von Webseiten, die vom User nicht nur Personalrat Frauenvertretung Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen (Schwerbehindertenvertretung) Jugend- und Auszubildendenvertretung sind mit Wikis vertreten. Der alphabetische Index im Mitarbeiterportal stellt eine hausinterne elektronische Übersicht dar. Hier wird man auch auf einige Öffentlichen Ordner, die ja aus Outlook bekannt sind, verlinkt. Damit erspart man sich die 2/08 16

17 teilweise mühsame Suche direkt in diesen Ordnern. Im Rahmen des Mitarbeiterportals gibt es gruppenspezifische Portalordner. In den Portalordner können Daten mit Interesse für alle Mitarbeitenden an-/ abgelegt werden. In den Portalordnern stehen die Informationen insbesondere via Suchmaschine allen Mitarbeitenden zur Verfügung. Bei der Auswahl der Suchmaschine kommt die bewährte Technik einer Google mini zum Einsatz. Die Suchmaschine nimmt die abgelegte Dateien mit in den Suchindex auf. Das können natürlich auch Office-Dokumente und PDF-Dateien sein. Die Verwendung eines Mitarbeiterportals zur Förderung der internen Unternehmenskommunikation und der Verbesserung des Wissensmanagements ist mittlerweile durchaus verbreitet. Ein genauerer Blick auf Großunternehmen wie z.b. IBM, SAP oder WEB.DE macht dies deutlich. Im Mitarbeiterportal von IBM werden über Wikis mit mehr als Seiten Informationstext betrieben. Fast die Hälfte der Belegschaft hat zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen. Auch Blogs sind hier mittlerweile für 15 Prozent der Angestellten zum hilfreichen Werkzeug geworden. Es liegt an den Mitarbeitern des ITDZ Berlin diese Community-Plattform anzunehmen, mit Leben zu füllen, und die vielen auf Aktivität angewiesenen Tools des Portals zu nutzen. Die nicht hierarchische Philosophie dieser Kommunikationsplattform kann positive Effekte bei der gemeinsamen Bewältigung der Aufgaben hervorrufen. Durch die Integration moderner WEB- 2.0-Komponenten stehen dem Mitarbeiterkreis des ITDZ Berlin besondere Orte für Wissensaustausch, -vermehrung und -erlangung zur Verfügung. Die Tatsache, dass die Foren, Wikis und Blogs online arbeiten, wird zur Beschleunigung und Erhöhung der Effizienz der Unternehmenskommunikation beitragen können. MICHAEL BRODERSEN SASCHA TIETZE JANKO WANGELOW ITDZ Berlin Mehr Bürgerfreundlichkeit und hohe Kostenersparnis durch zentrales Online-Portal In der ostwestfälischen Stadt Lage mussten Bürger und Unternehmen bisher meist persönlich in der städtischen Verwaltung erscheinen, um ihre ausgefüllten Formulare, Anträge und Genehmigungen abzugeben. Das wär für Verwaltung und Bürger zeitaufwändig und darüber hinaus auch teuer. Der demografische Wandel, der Wunsch nach mehr Bürgerfreundlichkeit, sinkende Haushaltsbudgets: Zahlreiche Entwicklungen zwingen Kommunen und Verwaltungen heute, ihre Prozesse zu optimieren und elektronisch abzubilden sowie Dienste online zur Verfügung zu stellen. Die westfälische Stadt Lage befindet sich derzeit mitten in der Umstellung dazu. Bis vor kurzem beschränkte sich der IT-Einsatz noch überwiegend auf eine Website und PC-Arbeitsplätze. Sämtliche Dienstleistungen gegenüber Bürgern oder Unternehmen wurden auf dem Papierweg abgewickelt, was in der Regel eine Doppelerhebung der Daten bedeutete. Der Antragsteller füllte ein Formular aus, der zuständige Sachbearbeiter gab die Daten in den PC ein. Entsprechend lang waren die Durchlauf- und Bearbeitungszeiten. Acht Top Prozesse herausgearbeitet Die Stadt Lage hat sich daher entschieden, in einem Großprojekt in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Rechenzentrum Ravensberg Minden Lippe (krz) die Verwaltungsprozesse nachhaltig zu optimieren. Im Rahmen dieser Modernisierung soll ein Online-Portal aufgebaut werden, das Abläufe und Prozesse für alle Beteiligten optimiert. In diesem sollen nicht nur Bürger und Firmen Genehmigungen beantragen können, sondern es soll auch ermöglichen, dass die internen Abläufe der Verwaltung wie der zentrale Einkauf und die Abstimmung zwischen den Fachbereichen darüber abgewickelt werden können. Um die Änderungen in den Verwaltungsprozessen optimal an die Bedürfnisse der Verwaltungsmitarbeiter anpassen zu können, führte die Stadtverwaltung im Vorfeld eine Befragung unter den Mitarbeitern durch. Auf diese Weise wurden aus den insgesamt über 500 verschiedenen Leistungen die acht Prozesse herausgearbeitet, die aufgrund ihrer niedrigen Komplexität leicht abzubilden sind und gleichzeitig eine überdurchschnittlich hohe Kostenersparnis versprechen. Dazu gehören unter anderem die Verfahren für das Beantragen von Wohngeld und Baustellengenehmigungen, für das Erteilen von Gewerberegisterauskünften sowie die Beschaffung von Büromaterial. Parallel sollen Bürger und Unternehmen von kürzeren Bearbeitungszeiten und einer verbesserten Servicequalität profitieren sowie von der Möglichkeit, Anträge online stellen zu können. Problemloser Start des Portals Im Rahmen des Projektes werden jetzt Schritt für Schritt die ausgewählten Verwaltungsprozesse auf Microsoft Office SharePoint Server 2007 aufgesetzt und elektronisch zur Verfügung gestellt. Mit der technischen Realisierung des E- Government-Gateways beauftragten die Stadt Lage und der Projektpartner, das Kommunale Rechenzentrum Ravensberg Minden Lippe (krz), die Telekom- Tochter T-Systems. Für die Plattform Microsoft Office SharePoint Server 2007 sprach neben zahlreichen funktionalen Stärken die Supportkompetenz des 2/08 17

18 Herstellers. Mit der Web-Portal- Software lassen sich elektronische Workflow-Prozesse und Formulare entwickeln sowie online zur Verfügung stellen. Nutzer können diese über die vertrauten Microsoft Office-Anwendungen aufrufen, ausfüllen und nachverfolgen. Wichtig war auch die Möglichkeit, speziell für interne Nutzer Single-Sign-on- Zugänge zu den einzelnen Verfahren einzurichten. Auch künftige Projekte wie den Aufbau einer serviceorientierten Architektur (SOA) sieht Fisahn mit der Wahl von Microsoft auf gutem Kurs: Eine serviceorientierte Architektur lässt sich mit SharePoint Server als Komponente sehr gut umsetzen. Für das Portal kommt als Serverbetriebssystem Microsoft Windows Server 2003 zum Einsatz, als Datenbanklösung Microsoft SQL Server Der ebenfalls eingerichtete Microsoft BizTalk Server 2006 dient bislang vor allem als Plattform für ein elektronisches Postfach. Dort gehen beispielsweise automatisch Rückmeldungen aus anderen Kommunen ein, sobald ein Bürger der Stadt Lage dort einen neuen Wohnsitz angemeldet hat. Künftig soll BizTalk Server auch für das technische Modellieren von Prozessen und deren Integration in das Portal eingesetzt werden. Die neuen online-basierten Prozesse laufen immer ähnlich ab: Nach Eingabe der Daten übergibt das System diese automatisiert in das entsprechende Fachverfahren. Weil der Sachbearbeiter damit nur noch die Richtigkeit prüfen muss, ist der Verwaltungsvorgang deutlich schneller erledigt, wovon beide Seiten Bürger und Verwaltung profitieren. In Kürze beantragen die Einwohner mittels eines Online-Formulars zum Beispiel ihr Wohngeld. Plausibilitätsprüfungen und Kontexthilfen minimieren dabei mögliche Fehler, die beim Ausfüllen entstehen können. Architekten und Bauunternehmen werden ebenfalls bereits in diesem Jahr Genehmigungsanträge für das Einrichten von Baustellen per Internet abgeben können. Ein eigenes Portal stellt dabei sicher, dass nur berechtigte Unternehmen und Freiberufler Zugang erhalten. Hohe Einsparungen, mehr Bürgerfreundlichkeit und Service Unter den eingerichteten Verwaltungsverfahren ist für die ersten unter ihnen die Testphase inzwischen beendet. In Kürze beantragen die Lagenser mittels eines Online-Formulars zum Beispiel ihr Wohngeld. Plausibilitätsprüfungen und Kontexthilfen minimieren dabei mögliche Fehler, die beim Ausfüllen entstehen können. Die eingegebenen Daten übergibt das System automatisiert in das entsprechende Fachverfahren. Weil der Sachbearbeiter damit nur noch die Richtigkeit prüfen muss, ist der Verwaltungsvorgang deutlich schneller erledigt, wovon beide Seiten Bürger und Verwaltung profitieren. Das rechnet sich auch finanziell: Bei durchschnittlich 600 Erstanträgen auf Wohngeld beträgt das jährliche Einsparpotenzial für die Stadt Lage allein in diesem Bereich rund 8000 Euro, wie eine Vorabprognose ergab. Architekten und Bauunternehmen werden ebenfalls bereits in diesem Jahr Genehmigungsanträge für das Einrichten von Baustellen per Internet abgeben können. Ein eigenes Portal stellt dabei sicher, dass nur berechtigte Unternehmen und Freiberufler Zugang erhalten. Unter und unter dem egovernment-portal wurden Internetportale geschaffen, die als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Unternehmen und für die Verwaltung selber gelten. Verwaltungsvorgänge können benutzerfreundlich und bürgernah über das Portal abgewickelt werden, die dazugehörigen Formulare und Auskünfte sind elektronisch verfügbar. Die Bürgerinnen und Bürger können sich beispielsweise bei einem Umzug elektronisch in der neuen Heimat anmelden, sich über örtliche Kirchen- und Religionsgemeinschaften informieren oder steuerliche Fragen klären. Für Unternehmer stehen unter anreich Finanzwesen abgearbeitet die Tage des Botendienstes auf dem Rathausplatz sind gezählt. Schritt für Schritt sollen weitere Verfahren folgen. Viel versprechend sind die jährlichen Einsparpotenziale, die sich ergeben, sobald sämtliche acht Prozesse in das Portal eingebunden sind. Die Verwaltung wird voraussichtlich knapp Euro pro Jahr weniger ausgeben müssen. Darüber hinaus bedeutet die Realisierung des Portals auch eine massive Optimierung der vorhandenen Prozesse, da diese vor der Digitalisierung in ihrer Effizienz geprüft werden. (PM) Zu den ersten internen Verfahren, die realisiert werden, wird eine webbasierte Rechnungsbearbeitung auf Basis von SharePoint Server 2007 gehören. Dadurch werden zum Beispiel Kostenbelege digitalisiert und zentral im Bewww.bayern.de: Neues egovernment-portal Bürgernahe und benutzerfreundliche Informationsaufbereitung Friedrichsdorf - Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein und Staatsminister Eberhard Sinner, Chef der bayerischen Staatskanzlei, haben im Mai 2008 die beiden neu gestalteten Internet-Auftritte der bayerischen Staatsregierung und der elektronischen Verwaltung in Bayern vorgestellt. 2/08 18

19 derem Informationen über Existenzgründungen oder An- und Abmeldungen beim Gewerbeamt zur Verfügung, und Verwaltungen informieren über Beitrittspflichten oder den Eintritt in den öffentlichen Dienst. Grundlage der elektronischen Bürgernähe ist die intelligente Suchtechnologie der Cogisum Intermedia AG aus Friedrichsdorf/Ts. + Nutzung hat sich 2007 weiter erhöht Bern - Das Schweizer Portal ch.ch hat sein drittes Betriebsjahr erfolgreich abgeschlossen. Die Nutzung ist laut dem Geschäftsbericht weiter gestiegen. Die Kosten für betrugen 2007 inklusive Kommunikationsmaßnahmen rund Franken. Davon tragen die Kantone die Hälfte. Gemäß der vergleichenden Webstatistik verdoppelte sich 2007 die Zahl der Besuche auf gegenüber dem Vorjahr auf knapp monatlich. Die Zahl der Besucher oder anfragenden Hosts erhöhte sich um rund 40 Prozent auf etwas über Demgegenüber stagnierte der Bekanntheitsgrad auf dem Vorjahresstand. egovernment-portal Cogisum-Vorstandschef Josef Ellmauer: Behörden und Unternehmen leiden seit Jahren an einer nicht mehr zu bewältigenden Informationsflut. Es fehlt an Transparenz, was die eigenen Informations- und Wissensbestände angeht, es gibt keine einheitlich gültigen Vorgaben hinsichtlich der Aufbereitung der Informationen und es gibt vor allem keinerlei Systematik, was ihre Beschaffung angeht, erläutert Ellmauer das elektronische Informations-Defizit der Verbraucher. Der Freistaat Bayern hat dieses Problem vorbildlich und zum Wohle aller Nutzer gelöst, denn Bayern steht für Hightech wie kaum ein anderes Land in der Bundesrepublik Deutschland. Wir freuen uns, dass wir durch unsere Technologie so viele Menschen täglich spürbar unterstützen und entlasten können. Ministerpräsident Beckstein führte aus, dass Bayern heute einer der weltweit führenden Standorte der Informations- und Kommunikationstechnik sei. Nicht von ungefähr habe beispielsweise Microsoft für seine Deutschland-Zentrale einen bayerischen Standort ausgewählt: Der globale internationale Wettbewerb fordert uns heraus. Nicht mehr nur Unternehmen, sondern Standorte konkurrieren um Kapital und Arbeit sowie zunehmend um Wissen. Wir haben mit der Hightech- Offensive die passenden Weichen gestellt. Und noch eines hat der Freistaat mit den neuen Portalen erreicht: Öffentliche Hand und Behörden in Bayern praktizieren damit nicht nur Bürgernähe, sondern werden auch einer erst im Herbst 2006 verabschiedeten EU- Richtlinie gerecht, nach der sie ihren Bürgern zur Auskunft verpflichtet sind. (PB) Die Kosten verteilen sich auf Personalbezüge (gut 50 Prozent), Informationsund Kommunikationsmaßnahmen inkl. Studien zur Erfolgskontrolle (rund 30 Prozent) und Ausgaben für Technik und Informatik (9 Prozent). Die seit 2007 geltende Vereinbarung zwischen Bund und Kantonen für den Betrieb von sieht ein maximales Kostendach von 1,2 Millionen Franken vor. Seit August 2007 präsentiert sich das Schweizer Portal ch.ch attraktiver, übersichtlicher und einfacher in der Handhabung. Behördengänge und Informationen dazu sind auf einen Blick ersichtlich. Die Rubrik Wahlen und Abstimmungen erleichtert die Meinungsbildung; Web-tipps und Spezial weisen auf besondere Angebote wie Das Kantonsfenster (Selbstporträts der Kantone) hin oder die Bildergalerie in 3D. Zudem ging das Schweizer Stellenportal auf online, und das Behördenverzeichnis wurde mit Ortsplänen ergänzt. Das Schweizer Portal ch.ch ermöglicht über eine einzige Schnittstelle einen 2/08 19

20 einfachen, themenorientierten Zugriff auf das gesamte Informations- und Dienstleistungsangebot von Bund, Kantonen und Gemeinden - aufgeteilt nach Zielgruppen. als nationale Einstiegsseite Seit Anfang 2006 ist das Internetportal als nationale Einstiegsseite der offiziellen Schweiz und einem erweiterten Informationsangebot online. Das Schweizer Portal bietet nicht nur Angebote für Bürgerinnen und Bürger an, sondern auch für Unternehmen und Behörden und wurde um ein gesamtschweizerisches Behördenverzeichnis und die Rubrik Über die Schweiz erweitert. Damit verfügt die Schweiz wie andere Staaten über einen offiziellen Auftritt und damit über eine digitale Visitenkarte. Mit der Erweiterung wird zudem das Handicap überwunden, dass Bürgerinnen und Bürger durchschnittlich nur ein- bis zweimal pro Jahr mit einer Behörde in Kontakt treten. Das Portal soll zielgruppenund bedürfnisorientiert sein. Daneben bietet unter Aktuell für jede Zielgruppe Neuigkeiten und vertiefte Informationen zu Themen an wie beispielsweise zur Vogelgrippe, oder für Unternehmen alles rund um den Lohnausweis und in der Rubrik Über die Schweiz den Knigge zum Verhalten auf der Skipiste. In weiteren Ausbauschritten sollen Nutzen und Mehrwert des Portals weiter gesteigert werden. So ist geplant, neben dem Ausbau des Behördenverzeichnisses und einem nationalen Stellenportal, einen News Service Schweiz aufzubauen d.h. ein personalisierbares Mitteilungsportal sämtlicher Verwaltungen der Schweiz, so dass sich beispielsweise ein Heimwehberner in St. Gallen über einfach und direkt regelmässig darüber informieren kann, was in seinem Heimatkanton respektive seiner Heimatstadt vor sich geht - sei es auf politischem, kulturellem oder sportlichem Gebiet. Vorteil gegenüber heute: er braucht nur eine einzige Adresse und sich nur einmal anzumelden, um sich sowohl über Bern wie St. Gallen oder Genf orientieren zu lassen. Bei der heutigen Überflutung mit Informationen kommt einem Portal, das die Informationen nach Themen und Relevanz bündle, eine besondere und wichtige Bedeutung zu. Insbesondere Personen, die sich in der Organisationsstruktur der schweizerischen Verwaltungen auf Ebene Bund, Kanton und Gemeinde nicht auskennen, ermöglicht einen einfachen, sicheren und schnellen Zugang zu allen Behördengängen rund um die Uhr. Über leicht verständliche Informationstexte in Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch und Rätoromanisch werden die Anfragenden zur richtigen Stelle geleitet. Die Positionierung von als Das Schweizer Portal ist auch staatspolitisch von Bedeutung, da über eine einzige Adresse alle Verwaltungsstellen von Bund, Kantonen und Gemeinden erreicht werden könnten, die allesamt in den letzten Jahren teilweise viel Geld und Zeit in ihren Internetauftritt investierten. Zudem kann die Schweiz mit einen Beitrag zur Imageverbesserung leisten, da sie - wie andere Staaten auch - dem Ausland die Schweiz über eine einzige Adresse auf einfache Weise erschließt. Ein Themenkatalog soll außerdem die Verlinkung vereinfachen und die Angebotserschließung zusätzlich verbessern, da Kantone und Gemeinden ihre Angebote unterschiedlich strukturieren und für die gleiche Dienstleistung unterschiedliche Begriffe verwenden. Dank Meta-Daten lässt sich eine Amtsstelle sowohl in Genf wie in Schaffhausen mit dem gleichen Begriff finden. Aus Sicht der Kantone sei neben der Zusammenarbeit aller Ebenen vor allem die Verlässlichkeit der Informationen wichtig. Mit sei garantiert, dass nur offizielle amtliche Informationen weitergegeben werden. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit allen entsprechenden Stellen vorgesehen. Bereits bei der jetzigen Erweiterung arbeitete die Sektion Elektronischer Behördenverkehr der Bundeskanzlei Web BK, welche im Auftrag des Bundes und der Kantone betreibt, neben den Kantonen und verschiedenen Bundesämtern wie dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), auch eng mit halbstaatlichen Organisationen wie Präsenz Schweiz und,schweiz Tourismus zusammen. Das Internetportal sei in seiner Gesamtheit ein Abbild der Schweiz und schaffe ein Stück schweizerischer Identität. Trotzdem seien die Kantone und Gemeinden autonom. Der Föderalismus werde respektiert, betonte Roberto Keller, Verantwortlicher für den elektronischen Behördenverkehr im Kanton Tessin. Die örtlichen Distanzen zwischen den Regionen spielten bei keine Rolle mehr; Probleme wegen der Mehrsprachigkeit der Schweiz würden wenn nicht vollständig eliminiert, so doch gemildert.. Die Minihostings erlaubten so mancher Gemeinde einen Auftritt im Internet, den sie sich alleine nie leisten könnte. Und nicht zuletzt erleichtere Behinderten den Zugang zu den Websites von Gemeinden und Kantonen. (PM/ EB) 2/08 20

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