Die Bedeutung der Qualitätsstandards im Rahmen des Qualitätsmanagements - Warum wurden Standards entwickelt? -

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1 Die Bedeutung der Qualitätsstandards im Rahmen des Qualitätsmanagements - Warum wurden Standards entwickelt? - Prof. Ulrike Arens-Azevedo Die Themen Hintergründe /Ausgangslage Qualität und Teilqualitäten lität Aktionsfelder des Qualitätsmanagements Die Dimensionen der Verpflegungsqualität Zertifizieren warum? Ausblick 1

2 Hintergründe / Ausgangslage Hintergründe 2

3 Hintergründe / Ausgangslage Die Ausgangslage 2006/ ,3 77,2 3

4 Die Ausgangslage Rund stationäre Einrichtungen Rund Bewohnerinnen und Bewohner Aufteilung der Pflegestufen: Stufe 1 34,2 % Stufe 2 43,4 % Stufe 3 20,9 % Ohne Zuordnung 1,6 % Quelle: Statistisches. Bundesamt 2007 Die Situation in den Einrichtungen EB < 18,5 18,5-24, , ,9 >35 männlich weiblich Einen BMI von < 20 weisen 10 % der Männer und 12 % der Frauen auf Basis: 10 Einrichtungen der stat. Altenpflege in 7 Bundesländern 4

5 Qualität und Teilqualitäten Qualitätsmanagement heißt: Schrittweise Vorgehen Konsequent denken und handeln Ständig dranbleiben Schnell verbessern 5

6 Was ist Qualität? Qualität bedeutet: Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Forderungen erfüllt. Inhärent steht für zugeordnet, innewohnend Bewertungs- skala für den Erfüllungsgrad Anforderungen müssen vorab festgelegt werden DIN EN ISO 9000 Qualität allgemein Das Leitbild, die Philosophie ist der Ausgangspunkt Die Verpflegungsqualität muss in das Leitbild einer Einrichtung eingebunden werden! 6

7 Teilqualitäten nach Donabedian Qualität bezieht sich auf: Donabedian Struktur Prozesse Ergebnisse Strukturqualität Struktur Personal, Qualifikation, Aufbauorganisation, Kommunikation, Ausstattung, Angebotsbreite 7

8 Prozessqualität Prozesse Ablaufplanung, Vermeidung von Standzeiten Schnittstellenmanagement, Einsatzplanung von Personal Ergebnis- / Produktqualität Ergebnisse Qualität von Speisen, Zufriedenheit der Bewohner, Zufriedenheit der Mitarbeiter 8

9 Die Grundsätze Ein prozessorientierter Ansatz setzt die Systematisierung von Prozessen voraus! Aktionsfelder von Qualitätsmanagement 9

10 Aktionsfelder des QM Kontinuierliche Verbesserung Qualitätslenkung Qualitäts- darlegung Qualitätsplanung Qualitätsüberprüfung Qualitätsplanung Standards konkretisieren Ziele Spezifisch h Messbar Akzeptabel Realistisch terminiertt i i t Standards müssen nicht für alles, aber für alle relevanten Bereiche entwickelt werden! Die SMART-Regel erleichtert die sachorientierte Formulierung 10

11 Dimension Ernährungsphysiologie Die Auswahl der Lebensmittel erfolgt nach der Lebensmittelpyramide id Die Rezepturen sind nährstoffoptimiert Qualitätsplanung - Beispiel 11

12 Qualitätslenkung Ausschreibungen von Stellen Motivation und Anreize für Mitarbeiter (auch die Möglichkeit des Aufstiegs) Einstellungen qualifizierter Mitarbeiter/Innen Ziel- und Leistungsvereinbarungen Qualitätszirkel Qualitätsüberprüfung Alle Tätigkeiten zum Feststellen des Grades der Erfüllung der Qualitätsanforderungen Mitarbeiterbefragungen Zufriedenheit von Senioren und Angehörigen Beschwerdemanagement Fehlermanagement 12

13 Qualitätsüberprüfung Das Beschwerdemanagement ist ein wichtiger Teil der Qualitätsüberprüfung Qualitätsüberprüfung 13

14 Qualitätsdokumentation Kontinuierliche Qualitätsverbesserung Präzise Standards lassen die Überprüfung der Qualität zu Standards müssen erprobt und reflektiert werden Die Weiterentwicklung ermöglicht eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung P Der Deming Zyklus Do Plan D Check Act C A 14

15 Die Dimensionen der Verpflegungsqualität Prozessqualität Geringe Warmhaltezeiten 30 Minuten sind optimal! Fettarme Zubereitung Chargenweise Produktion Die richtigen Geräte erleichtern Prozessstandards 15

16 Dimension Sensorik Wenig Salz, frische Kräuter, ansprechende Konsistenz Dimension Hygiene HACCP Konzept, Reinigungspläne JA Fragen, Fragen, die für die jede für eingesetzte jede eingesetzte Rohware zu Rohware beantworten zu sind sind: Ist es wahrscheinlich, dass der Rohstoff eine unakzeptable Gefährdung darstellt? Werden folgende Prozessschritte die Gefährdung ausschließen oder auf ein akzeptables Maß verringern? Nein Kein CCP JA Nein Kein CCP CCP 16

17 Dimension Service Freundlichkeit Beratungskompetenz Entscheidungskompetenz Mitarbeiterverhalten Flexibilität Teamorientierung Warum sich zertifizieren lassen? 17

18 Ausblick Kann der Einzelne das gesundheitsförderliche d h Angebot über einen längeren Zeitraum nutzen, so ist ein positiver Effekt wahrscheinlich. Zertifizierung sinnvoll! das Angebot unterstützt die Gesundheitsförderung und erhaltung der Bewohner Zertifikate unterstützen den Wettbewerb Die Zertifizierung könnte gesetzlich erforderliche Überprüfungen erleichtern 18

19 19

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